Mann und Frau - eine Geschichte, bitte um Einschätzung! (Neu: Umwege)
292 Antworten17'372 AufrufeGestartet von Miomei ·
Bin gerade auf Winterurlaub in den Alpen und versuche mich in Ski...bin mit zwei anderen Kumpels unterwegs! Ich weiss auch nicht warum, aber hier denke ich wieder sehr oft an die Ex...warum? Es ist hier so schlimm wie lange nicht mehr - hatte auch schon zwei Rückfälle, wo ich alte Fotos auf meinem PC fand...wir waren ein super Paar und hatte eine sehr schöne Zeit...die Betonung liegt wohl auf
WAREN! Ansonsten kommen hier wieder die alten Fragen hoch (Warum? Weshalb? Wie hätte man....?) und ich merke wie weit ich schon noch vom Akzeptieren weg bin...ich liege abends im Bett und es tut nur im Magen entsetzlich weh und die Tränen kullern wieder etwas.
Alle Dinge die ich mache sind nur die Hülle um mein inneren Selbst...letztens hat mich ein Kumpel gefragt, ob ich glücklich im Leben bin....und ich
stockte für ein paar Sekunden, ging in mich und sagte dann: "Nein"!!! Und das in meinem Alter? Ich mache viele Dinge: bin im Ausland, bin gerade im Urlaub, lerne viele Leute kennen und alles ist überschattet von diesen Gedanken und diesen Schmerzen.
Es ist jetzt schon ein halbes Jahr her, dass der Einschnitt begann und seit knapp 4 Monaten ist es entgültig...trotzdem hänge ich ihr noch so hinterher. Mein Freunde können mir auch nur noch auf die Schulder klopfen - weil sie auch nicht mehr wissen, was sie mir noch raten sollen. Kann es überhaupt jmd. verstehen, denn jede Geschichte von einer gescheiterten Liebe ist eine andere, jeder Mensch hat einen
anderen Charakter, lässt sich stärker oder weniger stark auf Liebe ein, hat ein anderes Schicksal und leidet mehr oder weniger...
Viele Menschen philosophieren dann Sprüche wie: "Sie war nicht die Richtige" oder "Irgendwo da draussen wartet jmd. Besseres" und ich beginne nachzudenken, ob es den oder die Richtige gibt...was das überhaupt heisst...ein passender Partner! Ob diese ganzen Sprüche nur zum Selbstschutz dienen, damit man nicht verzweifelt...denn man kann es nicht ändern. Selbst wenn derjenige ein toller Partner war, gab es einen Grund warum es nicht mehr so ist....und die Sprüche sollen einfach nur die
harte Wahrheit abschwächen...nämlich, dass es vorbei ist, selbst wenn es gut war!
Ich denke aber auch über mich, was für mich wichtig im Leben ist und ob ich die Kraft habe, das zu machen was ich will. In solchen Momente sehe ich leider vor allem die Schwächen und bin selber traurig und böse auf mich..wenn ich jmd. spanisch reden höre und an sie denke, werde ich sauer auf mich und weiss nicht, warum ich solche Kleinigkeiten verbinde...
Das Problem ist dann vor allem, das meine Zukunft stockt, wenn ich noch in der Vergangenheit hänge. Wenn ich diese Schmerzen habe, kann ich einfach kein Diplomthema finden...allein bei dem Gedanke daran, dreht sich der Magen um.
Ich will es einfach nicht realisieren, dass ich für sie nur noch Luft bin bzw. ich schaffe es nicht zu akzeptieren und mit den Konsequenzen zu leben...ich denke, dass ist die größte Herausforderung die das Leben an einen stellt...unbeinflussbare Dinge zu akzeptieren bzw. das alle schöne Dinge
einmal vorbei sind! Ich als Planer,Logiker und Analyst hab da natürlich ein Problem!
ich weiss allerdings selber manchmal nicht, wo das Problem nun genau liegt bzw. wie es weitergeht?
Ich glaube Weihnachten/Silvester wird hart!!! Und dannach geht es weiter! Ich kann nur hoffen, dass ich den Nichtkontakt durchhalte...in einem Umfeld abgelenkt werde und Tag für Tag weniger an sie denken werde...Glück kann man nicht erkaufen oder erbitten!
Liebe Gruesse
Miomei
WAREN! Ansonsten kommen hier wieder die alten Fragen hoch (Warum? Weshalb? Wie hätte man....?) und ich merke wie weit ich schon noch vom Akzeptieren weg bin...ich liege abends im Bett und es tut nur im Magen entsetzlich weh und die Tränen kullern wieder etwas.
Alle Dinge die ich mache sind nur die Hülle um mein inneren Selbst...letztens hat mich ein Kumpel gefragt, ob ich glücklich im Leben bin....und ich
stockte für ein paar Sekunden, ging in mich und sagte dann: "Nein"!!! Und das in meinem Alter? Ich mache viele Dinge: bin im Ausland, bin gerade im Urlaub, lerne viele Leute kennen und alles ist überschattet von diesen Gedanken und diesen Schmerzen.
Es ist jetzt schon ein halbes Jahr her, dass der Einschnitt begann und seit knapp 4 Monaten ist es entgültig...trotzdem hänge ich ihr noch so hinterher. Mein Freunde können mir auch nur noch auf die Schulder klopfen - weil sie auch nicht mehr wissen, was sie mir noch raten sollen. Kann es überhaupt jmd. verstehen, denn jede Geschichte von einer gescheiterten Liebe ist eine andere, jeder Mensch hat einen
anderen Charakter, lässt sich stärker oder weniger stark auf Liebe ein, hat ein anderes Schicksal und leidet mehr oder weniger...
Viele Menschen philosophieren dann Sprüche wie: "Sie war nicht die Richtige" oder "Irgendwo da draussen wartet jmd. Besseres" und ich beginne nachzudenken, ob es den oder die Richtige gibt...was das überhaupt heisst...ein passender Partner! Ob diese ganzen Sprüche nur zum Selbstschutz dienen, damit man nicht verzweifelt...denn man kann es nicht ändern. Selbst wenn derjenige ein toller Partner war, gab es einen Grund warum es nicht mehr so ist....und die Sprüche sollen einfach nur die
harte Wahrheit abschwächen...nämlich, dass es vorbei ist, selbst wenn es gut war!
Ich denke aber auch über mich, was für mich wichtig im Leben ist und ob ich die Kraft habe, das zu machen was ich will. In solchen Momente sehe ich leider vor allem die Schwächen und bin selber traurig und böse auf mich..wenn ich jmd. spanisch reden höre und an sie denke, werde ich sauer auf mich und weiss nicht, warum ich solche Kleinigkeiten verbinde...
Das Problem ist dann vor allem, das meine Zukunft stockt, wenn ich noch in der Vergangenheit hänge. Wenn ich diese Schmerzen habe, kann ich einfach kein Diplomthema finden...allein bei dem Gedanke daran, dreht sich der Magen um.
Ich will es einfach nicht realisieren, dass ich für sie nur noch Luft bin bzw. ich schaffe es nicht zu akzeptieren und mit den Konsequenzen zu leben...ich denke, dass ist die größte Herausforderung die das Leben an einen stellt...unbeinflussbare Dinge zu akzeptieren bzw. das alle schöne Dinge
einmal vorbei sind! Ich als Planer,Logiker und Analyst hab da natürlich ein Problem!
ich weiss allerdings selber manchmal nicht, wo das Problem nun genau liegt bzw. wie es weitergeht?
Ich glaube Weihnachten/Silvester wird hart!!! Und dannach geht es weiter! Ich kann nur hoffen, dass ich den Nichtkontakt durchhalte...in einem Umfeld abgelenkt werde und Tag für Tag weniger an sie denken werde...Glück kann man nicht erkaufen oder erbitten!
Liebe Gruesse
Miomei
Ach du lieber Miomei,
schön mal wieder von dir zu hören. Aber nicht so schön, zu hören, dass es dir nicht besser geht. Aber vielleicht hast du Recht, vielleicht ist das gerade wirklich die grosse Lektion, die dir das Leben zu lernen aufgibt. Nämlich "einfach" zu akzeptieren, dass auch du als "Planer,Logiker und Analyst", manche Dinge einfach nicht verändern kannst. Dass es Dinge in deinem Leben gibt und immer wieder geben wird, die du auf keinen Fall willst, die dich treffen und verletzten und bei denen du denkst, du willst nicht mehr weitermachen. Aber du musst einfach. Du musst wieder aufstehen, sie in dein Leben einbauen und das Beste draus machen. So einfach und doch so schwer.
Ich glaube jeder von uns muss diese Lektion einmal lernen. Machen fällt das leichter, anderen schwerer. Letzteres vor allem denen von uns, die gewohnt sind, dass sich alles irgendwie lösen lässt, wenn man sich nur genug anstrengt. Denn oft haben solche Menschen das Gefühl zu versagen, wenn es dann etwas gibt, was sie nicht regeln können. Dabei stimmt das nicht. Miomei, du musst endlich diesen Druck von dir nehmen!! Du hast nicht versagt in Bezug auf eure Beziehung. Du hast alles gegeben und dennoch ist es schief gegangen. Nichts was du getan hättest, hätte daran etwas geändert. Und es ist auch ok, dass du immer noch leidest. Ich fürchte, du musst vor allem letzteres erst einmal akzeptieren um ersteres verarbeiten zu können. Akzeptiere diese Trauer, bau sie in dein Leben ein und mache dann das Beste draus. Dann wird sie irgendwann immer kleiner werden. Aber erst dann.
Weisst du, eine meiner grossen Lektionen hatte ich vor zwei Jahren. Und da musste ich auch genau das lernen. Ich hatte gerade mit meiner Diplomarbeit angefangen, da hat meine Schwester versucht, sich das Leben zu nehmen. Zum Glück hat sie es nicht geschafft, aber es war trotzdem ein riesen Schock und ich wusste lange Zeit nicht ein noch aus vor Trauer, Selbstvorwürfen und panischen Fragen wie: was habe ich falsch gemacht? was kann ich jetzt tun? Und ich musste leider auch feststellen, dass ich nichts hätte anders machen können und ich konnte auch in der Situation wenig tun. Das hat mich fertig gemacht. Ich weiss nicht, ob du dir das vorstellen kannst. Und an Diplomarbeit schreiben war überhaupt nicht zu denken. Das hat mich noch mehr bedrückt. Irgendwann war der Druck, den ich mir selber gemacht habe unerträglich.
Da bin ich dann tatsächlich zu einer Therapeutin gegangen und sie hat mir sehr geholfen. Ich war nur ein paar Mal bei ihr. Aber es hat so gut getan, mir alles von der Seele zu reden. Und sie hat mir auch gesagt, dass es ok ist, dass ich so leide und diese Gedanken habe. Dass es normal ist, dass ich mit meiner Diplomarbeit nicht vorankomme. Ich habe dabei gelernt, das Leben wieder in kleinen Schritten anzugehen. Wenn ich in dieser Zeit dann auch nur eine Stunde am Tag was für meine Diplomarbeit getan habe, dann war ich froh und glücklich. Ich habe auch gelernt, die vielen Fragen und Gedanken zuzulassen. Wenn ich sie gerade nicht brauchen konnte, habe ich sie aufgeschrieben. Einfach nur für mich. So konnte ich später drüber nachdenken und mich in dem Moment besser auf die Arbeit konzentrieren. Nach und nach hat das wirklich geholfen. Es waren winzige Schritte, aber es ging voran. Genauso wie es meiner Schwester in winzigen Schritten besser ging.
Was ist geblieben? Nun, eine ganze Menge. Sowohl meine Schwester als auch ich sind völlig andere Menschen. Unsere Einstellung zum Leben ist eine ganz andere. Wir haben gelernt, dass niemand sonst uns glücklich machen kann. Nicht unser Partner, unsere Freunde oder unsere Familie. Auch wir selbst können das nicht immer und in allen Situationen. Es gibt Situationen in denen das Leben einfach nur scheisse ist und nichts wirklich gar nichts kann das in dem Moment ändern. Dann heisst es Augen zu und durch. Einfach weitermachen, überleben, wenn du so willst. Doch wenn du das akzeptierst, dann machst du die Erfahrung, dass es auch wieder besser wird. Wann kann dir keiner sagen, aber es wird besser. Du lernst dann auch die Zeiten in denen es dir gut geht zu schätzen und zu geniessen. In solchen Zeiten lebe ich oft nur im Augenblick. Weil ich weiss, dass auch wieder schlechte Zeiten kommen. Ich werde nichts dagegen tun können.
Was aber das wichtigste an dem Punkt des akzeptierens ist: Höre auf zu Fragen Warum? Denn nicht immer gibt es überhaupt eine Antwort auf diese Frage. Ich weiss, du hättest gerne eine, weil du dann meinst, dass du es beim nächsten Mal besser machen kannst. Aber da gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte ist: Du kannst es nicht unbedingt beim nächsten Mal besser machen. Es gibt Dinge, auf die hast du keinen Einfluss. Und weisst du, was die gute Nachricht ist?
Nun: Du kannst es nicht unbedingt beim nächsten Mal besser machen. Es gibt Dinge, auf die hast du keinen Einfluss.
Denn wenn du das annimmst, dann nimmst du einen grossen Teil Verantwortung von deinen Schultern, den du gar nicht tragen kannst, weil er zu schwer für dich ist. Du nimmst dir den Druck, der dein Leben, das gerade eh nicht so dolle ist noch schlimmer macht. Du hörst auf, dir zu sagen "hätte ich doch" usw. Du hörst auf damit zu hadern, dass es so ist und stellst dir vielmehr die Frage: "Und jetzt?" Wie kann ich damit leben? Was ist für mich persönlich der richtige Weg, das in mein Leben einzubauen? (Und nicht: wie finden die anderen, wie ich das machen müsste?) Das ist auch anstrengend. Aber es hilft und tut gut. Denn du kannst endlich wieder etwas tun, etwas planen, etwas analysieren. Ich bin nämlich eigentlich auch so ein "Planer,Logiker und Analyst". :) ) Dewegen kann ich dich auch so gut verstehen. Oder zumindest hoffe ich, dass ich dich verstehe und du dich von mir verstanden fühlst. Ich will dir hier keine Predigten halten, aber vielleicht kann ich dir was zum nachdenken mitgeben, was dir hilft. Bitte sag aber, wenn es dich nevt, wenn ich so was schreibe.
Und was die Frage nach der grossen Liebe angeht. Nun, ich glaube daran, dass es die grosse Lieben gibt. Aber ich glaube auch, dass man sie mehrfach im Leben erleben kann. Nicht unzählige Male, aber doch ein paar Mal. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass jeder Deutsche im Schnitt drei grosse Lieben versenkt, bevor er heiratet. Nun, ich für meinen Teil wäre dann jetzt dran mit dem heiraten ;) Ohne Zweifel war deine Ex eine grosse, eine ganz grosse Liebe für dich. Aber ich bin mir sicher, du wirst eine neue finden. Sie wird nicht besser oder schlechter sein als die zu deiner Ex, sondern anders. Du wirst ein anderer sein, die Frau wird eine andere sein, eure Liebe wird eine andere sein. Ich finde diese Sprüche auch quatsch, dass du "was besseres" finden wirst. Du wirst jemand anderes treffen und dann werdet ihr sehen, was ihr dann daraus machen könnt. Und sicher wird dich dabei die Erfahrung, die du gerade machst prägen. Auf welche Weise sie das tut, das bestimmst nun du. Wie ich schon sagt: Das Leben hat dir gerade eine Lektion aufgegeben. Es gibt verschiedene Wege, diese zu bewältigen. Welche die für dich persönlich richtige ist, musst du selbst herausfinden. Wir anderen können dir nur sagen, was wir mit unserer eigenen eingeschränkten Sicht denken. Und dir so vielleicht ein wenig helfen. Packen musst du das dann schon selbst. Aber ich bin mir sicher, du kannst das. Du bist stark und ich glaube an dich.
So, und jetzt muss ich noch was tun und dann zum Flughafen. Ganz viele liebe Grüsse und schönen und entspannte Weihnachtstage!
Alles Liebe :trost: Eryn
schön mal wieder von dir zu hören. Aber nicht so schön, zu hören, dass es dir nicht besser geht. Aber vielleicht hast du Recht, vielleicht ist das gerade wirklich die grosse Lektion, die dir das Leben zu lernen aufgibt. Nämlich "einfach" zu akzeptieren, dass auch du als "Planer,Logiker und Analyst", manche Dinge einfach nicht verändern kannst. Dass es Dinge in deinem Leben gibt und immer wieder geben wird, die du auf keinen Fall willst, die dich treffen und verletzten und bei denen du denkst, du willst nicht mehr weitermachen. Aber du musst einfach. Du musst wieder aufstehen, sie in dein Leben einbauen und das Beste draus machen. So einfach und doch so schwer.
Ich glaube jeder von uns muss diese Lektion einmal lernen. Machen fällt das leichter, anderen schwerer. Letzteres vor allem denen von uns, die gewohnt sind, dass sich alles irgendwie lösen lässt, wenn man sich nur genug anstrengt. Denn oft haben solche Menschen das Gefühl zu versagen, wenn es dann etwas gibt, was sie nicht regeln können. Dabei stimmt das nicht. Miomei, du musst endlich diesen Druck von dir nehmen!! Du hast nicht versagt in Bezug auf eure Beziehung. Du hast alles gegeben und dennoch ist es schief gegangen. Nichts was du getan hättest, hätte daran etwas geändert. Und es ist auch ok, dass du immer noch leidest. Ich fürchte, du musst vor allem letzteres erst einmal akzeptieren um ersteres verarbeiten zu können. Akzeptiere diese Trauer, bau sie in dein Leben ein und mache dann das Beste draus. Dann wird sie irgendwann immer kleiner werden. Aber erst dann.
Weisst du, eine meiner grossen Lektionen hatte ich vor zwei Jahren. Und da musste ich auch genau das lernen. Ich hatte gerade mit meiner Diplomarbeit angefangen, da hat meine Schwester versucht, sich das Leben zu nehmen. Zum Glück hat sie es nicht geschafft, aber es war trotzdem ein riesen Schock und ich wusste lange Zeit nicht ein noch aus vor Trauer, Selbstvorwürfen und panischen Fragen wie: was habe ich falsch gemacht? was kann ich jetzt tun? Und ich musste leider auch feststellen, dass ich nichts hätte anders machen können und ich konnte auch in der Situation wenig tun. Das hat mich fertig gemacht. Ich weiss nicht, ob du dir das vorstellen kannst. Und an Diplomarbeit schreiben war überhaupt nicht zu denken. Das hat mich noch mehr bedrückt. Irgendwann war der Druck, den ich mir selber gemacht habe unerträglich.
Da bin ich dann tatsächlich zu einer Therapeutin gegangen und sie hat mir sehr geholfen. Ich war nur ein paar Mal bei ihr. Aber es hat so gut getan, mir alles von der Seele zu reden. Und sie hat mir auch gesagt, dass es ok ist, dass ich so leide und diese Gedanken habe. Dass es normal ist, dass ich mit meiner Diplomarbeit nicht vorankomme. Ich habe dabei gelernt, das Leben wieder in kleinen Schritten anzugehen. Wenn ich in dieser Zeit dann auch nur eine Stunde am Tag was für meine Diplomarbeit getan habe, dann war ich froh und glücklich. Ich habe auch gelernt, die vielen Fragen und Gedanken zuzulassen. Wenn ich sie gerade nicht brauchen konnte, habe ich sie aufgeschrieben. Einfach nur für mich. So konnte ich später drüber nachdenken und mich in dem Moment besser auf die Arbeit konzentrieren. Nach und nach hat das wirklich geholfen. Es waren winzige Schritte, aber es ging voran. Genauso wie es meiner Schwester in winzigen Schritten besser ging.
Was ist geblieben? Nun, eine ganze Menge. Sowohl meine Schwester als auch ich sind völlig andere Menschen. Unsere Einstellung zum Leben ist eine ganz andere. Wir haben gelernt, dass niemand sonst uns glücklich machen kann. Nicht unser Partner, unsere Freunde oder unsere Familie. Auch wir selbst können das nicht immer und in allen Situationen. Es gibt Situationen in denen das Leben einfach nur scheisse ist und nichts wirklich gar nichts kann das in dem Moment ändern. Dann heisst es Augen zu und durch. Einfach weitermachen, überleben, wenn du so willst. Doch wenn du das akzeptierst, dann machst du die Erfahrung, dass es auch wieder besser wird. Wann kann dir keiner sagen, aber es wird besser. Du lernst dann auch die Zeiten in denen es dir gut geht zu schätzen und zu geniessen. In solchen Zeiten lebe ich oft nur im Augenblick. Weil ich weiss, dass auch wieder schlechte Zeiten kommen. Ich werde nichts dagegen tun können.
Was aber das wichtigste an dem Punkt des akzeptierens ist: Höre auf zu Fragen Warum? Denn nicht immer gibt es überhaupt eine Antwort auf diese Frage. Ich weiss, du hättest gerne eine, weil du dann meinst, dass du es beim nächsten Mal besser machen kannst. Aber da gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte ist: Du kannst es nicht unbedingt beim nächsten Mal besser machen. Es gibt Dinge, auf die hast du keinen Einfluss. Und weisst du, was die gute Nachricht ist?
Nun: Du kannst es nicht unbedingt beim nächsten Mal besser machen. Es gibt Dinge, auf die hast du keinen Einfluss.
Denn wenn du das annimmst, dann nimmst du einen grossen Teil Verantwortung von deinen Schultern, den du gar nicht tragen kannst, weil er zu schwer für dich ist. Du nimmst dir den Druck, der dein Leben, das gerade eh nicht so dolle ist noch schlimmer macht. Du hörst auf, dir zu sagen "hätte ich doch" usw. Du hörst auf damit zu hadern, dass es so ist und stellst dir vielmehr die Frage: "Und jetzt?" Wie kann ich damit leben? Was ist für mich persönlich der richtige Weg, das in mein Leben einzubauen? (Und nicht: wie finden die anderen, wie ich das machen müsste?) Das ist auch anstrengend. Aber es hilft und tut gut. Denn du kannst endlich wieder etwas tun, etwas planen, etwas analysieren. Ich bin nämlich eigentlich auch so ein "Planer,Logiker und Analyst". :) ) Dewegen kann ich dich auch so gut verstehen. Oder zumindest hoffe ich, dass ich dich verstehe und du dich von mir verstanden fühlst. Ich will dir hier keine Predigten halten, aber vielleicht kann ich dir was zum nachdenken mitgeben, was dir hilft. Bitte sag aber, wenn es dich nevt, wenn ich so was schreibe.
Und was die Frage nach der grossen Liebe angeht. Nun, ich glaube daran, dass es die grosse Lieben gibt. Aber ich glaube auch, dass man sie mehrfach im Leben erleben kann. Nicht unzählige Male, aber doch ein paar Mal. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass jeder Deutsche im Schnitt drei grosse Lieben versenkt, bevor er heiratet. Nun, ich für meinen Teil wäre dann jetzt dran mit dem heiraten ;) Ohne Zweifel war deine Ex eine grosse, eine ganz grosse Liebe für dich. Aber ich bin mir sicher, du wirst eine neue finden. Sie wird nicht besser oder schlechter sein als die zu deiner Ex, sondern anders. Du wirst ein anderer sein, die Frau wird eine andere sein, eure Liebe wird eine andere sein. Ich finde diese Sprüche auch quatsch, dass du "was besseres" finden wirst. Du wirst jemand anderes treffen und dann werdet ihr sehen, was ihr dann daraus machen könnt. Und sicher wird dich dabei die Erfahrung, die du gerade machst prägen. Auf welche Weise sie das tut, das bestimmst nun du. Wie ich schon sagt: Das Leben hat dir gerade eine Lektion aufgegeben. Es gibt verschiedene Wege, diese zu bewältigen. Welche die für dich persönlich richtige ist, musst du selbst herausfinden. Wir anderen können dir nur sagen, was wir mit unserer eigenen eingeschränkten Sicht denken. Und dir so vielleicht ein wenig helfen. Packen musst du das dann schon selbst. Aber ich bin mir sicher, du kannst das. Du bist stark und ich glaube an dich.
So, und jetzt muss ich noch was tun und dann zum Flughafen. Ganz viele liebe Grüsse und schönen und entspannte Weihnachtstage!
Alles Liebe :trost: Eryn
hi,
danke für den schönen Brief....nach 24 Stunden Fahrt bin ich endlich zu Hause...ich schreibe morgen etwas, da ich jetzt ins Bett falle!
danke für den schönen Brief....nach 24 Stunden Fahrt bin ich endlich zu Hause...ich schreibe morgen etwas, da ich jetzt ins Bett falle!
Tränen rinnen leise zu diesen Zeiten,
Gedanken schwirren im Kopf nur um Sie
vor einem Jahr waren wir noch glücklich zusammen
bis der grosse Einschnitt begann...
und jetzt?
Leere, keine Motivation gerade zu diesen Tagen,
langes Schlafen, Freunde weit weg in den Familien,
und das Gefühl das keiner an Einen denkt...
Vieles muss erledigt werden, bleibt aber liegen...
Der Schmerz ist wieder allgegenwertig....ein treuer
Begleiter, manchmal wie ein sanftes Ruhekissen!
Die Schuld wiegt schwer, selbst in Schuldlosigkeit!
...und es ist mal wieder kein Ende in Sicht!
Das ist Weihnachten 2005 für mich!
Und im nächsten Jahr?
Gedanken schwirren im Kopf nur um Sie
vor einem Jahr waren wir noch glücklich zusammen
bis der grosse Einschnitt begann...
und jetzt?
Leere, keine Motivation gerade zu diesen Tagen,
langes Schlafen, Freunde weit weg in den Familien,
und das Gefühl das keiner an Einen denkt...
Vieles muss erledigt werden, bleibt aber liegen...
Der Schmerz ist wieder allgegenwertig....ein treuer
Begleiter, manchmal wie ein sanftes Ruhekissen!
Die Schuld wiegt schwer, selbst in Schuldlosigkeit!
...und es ist mal wieder kein Ende in Sicht!
Das ist Weihnachten 2005 für mich!
Und im nächsten Jahr?
Hallo lieber Miomei!
Stimmt doch gar nicht, dass keiner an dich denkt. Ich zum Beispiel denke an dich. Leider hat nur unser Computer sich einen üblen Virus gefangen und muss erst neu aufgesetzt werden. Deswegen habe ich gerade keinen Internet-Zugang und kann nicht schreiben. Aber ich bin gerade in einem Internet-Cafe und musste gleich mal bei dir vorbeischauen.
Ich wünsche dir trotz aller trauriger Gedanken noch ein paar schöne Tage. Habe einen schönen Jahreswechsel. Wir "sehen" uns dann in einer Woche wieder. Drück dich ganz doll. :trost:
Es werden auch wieder bessere Tage kommen, glaube mir. Und bis dahin wünsche ich dir ganz viel Kraft.
Liebe Grüsse
Eryn
Stimmt doch gar nicht, dass keiner an dich denkt. Ich zum Beispiel denke an dich. Leider hat nur unser Computer sich einen üblen Virus gefangen und muss erst neu aufgesetzt werden. Deswegen habe ich gerade keinen Internet-Zugang und kann nicht schreiben. Aber ich bin gerade in einem Internet-Cafe und musste gleich mal bei dir vorbeischauen.
Ich wünsche dir trotz aller trauriger Gedanken noch ein paar schöne Tage. Habe einen schönen Jahreswechsel. Wir "sehen" uns dann in einer Woche wieder. Drück dich ganz doll. :trost:
Es werden auch wieder bessere Tage kommen, glaube mir. Und bis dahin wünsche ich dir ganz viel Kraft.
Liebe Grüsse
Eryn
Danke,
heute vor einem Jahr kam meine Ex zu mir nach Deutschland und wir begannen den Jahreswechsel zusammen, verflixt, tut das noch weh....wenn man darüber nachdenkt, wie schnell sich Menschen und Gefühle ändern können und wie sehr mich das immer wieder und mein ganzes Leben beeinflussen wird. Von Schwärmerei bis zum Verfluchen ist alles dabei, von Tränen bis zum Optimismus, sie geht nicht aus meinen Gedanken....wenn ich dann andere Leute hier im Forum lese, die schon seit 2 Jahren leiden, wird mir Angst und Bange....dabei kommt die Silvesterparty mit den Kumpels noch, wo ich letztes Jahr mal mit einer tollen Freundin auftauchte und wusste....ja, das ist es...den Jahreswechsel in Zweisamkeit und Glück....und dieses Jahr....Augen zu und durch....solange nicht die Fragen kommen: "Wo ist denn die hin?"...ohje....
Projekt und Diplom hängen wie immer hinterher!
heute vor einem Jahr kam meine Ex zu mir nach Deutschland und wir begannen den Jahreswechsel zusammen, verflixt, tut das noch weh....wenn man darüber nachdenkt, wie schnell sich Menschen und Gefühle ändern können und wie sehr mich das immer wieder und mein ganzes Leben beeinflussen wird. Von Schwärmerei bis zum Verfluchen ist alles dabei, von Tränen bis zum Optimismus, sie geht nicht aus meinen Gedanken....wenn ich dann andere Leute hier im Forum lese, die schon seit 2 Jahren leiden, wird mir Angst und Bange....dabei kommt die Silvesterparty mit den Kumpels noch, wo ich letztes Jahr mal mit einer tollen Freundin auftauchte und wusste....ja, das ist es...den Jahreswechsel in Zweisamkeit und Glück....und dieses Jahr....Augen zu und durch....solange nicht die Fragen kommen: "Wo ist denn die hin?"...ohje....
Projekt und Diplom hängen wie immer hinterher!
So, komisch das ich wieder in der Phase bin, wo ich mir die alten Fragen stelle: "Hätte ich mich anders verhalten können?", "Hätt ich nach dem Schluss es nochmal probieren sollen", "Was ist passiert?"...ich vermiss sie so unglaublich über diese Tage und heut ist Silvester....mit den ganzen Freunden aber irgendwie allein....hm
Mal ein anderer Gedankengang, wo ich gerne mal andere Meinungen hören würde. Hab mich am Wochenende mal mit einem Kumpel über die Sache und das Leben unterhalten. Als ich zur Rechtfertigung aussprach: "Naja, man sollte ja auch nicht wegen seines Partners seine Ansprüche zurückschrauben", kam Paroli von ihm, die mich mal wieder zum Denken gebracht hat.
Situation1: Ich wollte nach Osteuropa gehen und hatte eine Freundin im Ausland. Als die Entscheidung stand ob ich zu ihr nach Frankreich gehe oder nach Osteuropa, entschied ich mich für Osteuropa, weil ich das ja trotz neuer Situation (Freundin im Ausland) noch machen wollte.
Mein Freund meinte nur, dass ich ja meine Ansprüche ja nicht zurückgestellt hätte, wenn ich nach Frankreich gegangen wäre...ich wäre im Ausland gewesen halt bloss bei meiner Freundin. Er kennt viele, die das so gemacht hätten und warum ich denn.
Will ich alles haben? Freundin und Osteuropaerfahrung? Beziehung und aufregendes Leben? Damals wollte ich es - schiefgegangen. Andere hätten gesagt: "Passt doch, ich will ins Ausland und dort ist meine Freundin - perfekt!"....
Situation2: Jetzt - mir gehts nicht so gut und ich sollte evtl. mein Diplom in Deutschland schreiben und evtl. mal zu einem Therapeuten gehen. Aber schon regt es sich wieder in meinem Kopf, dass ich evtl. mein Diplom im Ausland schreiben könnte...gleichzeitig gehts mir aber nicht sehr gut. Ich will wieder beides - dass meine Seele in Ordnung kommt und das ich Abenteuer habe!
Situation3: Überlege weiterzustudieren, will aber anderseits auch nen sicheren Arbeitsplatz, den ich nur dieses Jahr haben könnte...in einem Jahr weiss keiner...will aber wieder beides versuchen!
Will ich zuviel oder alles? Ich meine eigentlich wars doch super - ne Freundin und dazu noch im Ausland....jeder andere wäre da mit fliegenden Fahnen hingegangen und jetzt wieder ne ähnliche Situation?
Über Antworten (auch zur jetzigen Situation würde ich mich freuen)
Situation1: Ich wollte nach Osteuropa gehen und hatte eine Freundin im Ausland. Als die Entscheidung stand ob ich zu ihr nach Frankreich gehe oder nach Osteuropa, entschied ich mich für Osteuropa, weil ich das ja trotz neuer Situation (Freundin im Ausland) noch machen wollte.
Mein Freund meinte nur, dass ich ja meine Ansprüche ja nicht zurückgestellt hätte, wenn ich nach Frankreich gegangen wäre...ich wäre im Ausland gewesen halt bloss bei meiner Freundin. Er kennt viele, die das so gemacht hätten und warum ich denn.
Will ich alles haben? Freundin und Osteuropaerfahrung? Beziehung und aufregendes Leben? Damals wollte ich es - schiefgegangen. Andere hätten gesagt: "Passt doch, ich will ins Ausland und dort ist meine Freundin - perfekt!"....
Situation2: Jetzt - mir gehts nicht so gut und ich sollte evtl. mein Diplom in Deutschland schreiben und evtl. mal zu einem Therapeuten gehen. Aber schon regt es sich wieder in meinem Kopf, dass ich evtl. mein Diplom im Ausland schreiben könnte...gleichzeitig gehts mir aber nicht sehr gut. Ich will wieder beides - dass meine Seele in Ordnung kommt und das ich Abenteuer habe!
Situation3: Überlege weiterzustudieren, will aber anderseits auch nen sicheren Arbeitsplatz, den ich nur dieses Jahr haben könnte...in einem Jahr weiss keiner...will aber wieder beides versuchen!
Will ich zuviel oder alles? Ich meine eigentlich wars doch super - ne Freundin und dazu noch im Ausland....jeder andere wäre da mit fliegenden Fahnen hingegangen und jetzt wieder ne ähnliche Situation?
Über Antworten (auch zur jetzigen Situation würde ich mich freuen)
Hallo lieber Miomei,
erst einmal herzlich Willkommen im Jahr 2006. Schön wieder von dir zu hören. Du brütest ja gleich wieder ganz schön über richtig grossen Gedanken. Ach herrje, manchmal möchte ich dich am liebsten an die Hand nehmen und mit dir einfach ein paar so lustige Sachen machen, dass du gar nicht mehr zum nachdenken kommst. Schlittenfahren zum Beispiel… Das habe ich in den letzten Tagen so viel gemacht und es hemmungslos genossen.
Wie waren denn sonst so deine Weihnachtstage? Du hast ja nur ab und an ein paar schwermütige Gedanken hier im Forum hinterlassen. Ich hoffe, dass waren immer nur Phasen und du hast ansonsten die Zeit bei deiner Familie und deinen Freunden genossen.
Meine Weihnachtsferien waren richtig schön. Ich habe mich gut erholt, viel Zeit mit der Familie verbracht und einige Freunde getroffen. Sylvester habe ich dann mit fast nur unbekannten Leuten verbracht. Das war sehr spassig, zumal es zur Hälfte Franzosen waren und mein Französisch nicht gerade der Hit ist. Aber wie gesagt sehr lustig und es hat mich davor bewahrt in Erinnerungen an das letzte Sylvester zu schwelgen und das war die Hauptsache. Überhaupt habe ich festgestellt, dass ich auch wieder in die Stadt fahren kann, in der mein Ex wohnt, ohne das gleich mit ihm zu verknüpfen. Darüber bin ich echt froh.
Aber nun zu deinem Gedanken über das alles „haben wollen“. Das ist ja fast schon eine philosophische Frage. Nun, ich glaube, dass der Mensch prinzipiell gerne am liebsten „Alles“ haben will. Allerdings bin ich nicht überzeugt, dass er dann, wenn er wirklich alles hat, auch damit zufrieden und glücklich ist. Denn jeder Mensch braucht Träume und Ziele, auf die er hinarbeiten muss. Das hält uns wach, gibt uns Energie, lässt uns an uns arbeiten und auch mal schwierige Aufgaben oder Situationen meistern.
Du hast dich damals entschieden nach Osteuropa zu gehen, weil es dein Traum war genau dahin zu gehen. Nicht nur ins Ausland, sondern genau dorthin. Und ganz ehrlich, ich finde, dass es wichtig und gut war, dass du das gemacht hast. Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass das eure Beziehung kaputt gemacht hat? ?( Du warst ja nicht für ein Jahr oder so weg, sondern nur für ein paar Monate und ihr hattet erstens sowieso eine Fernbeziehung und zweitens wolltest du doch danach zu ihr kommen. Und ihr habt die Entscheidung doch damals zusammen getroffen oder? Ich meine, hat sie dich jemals gebeten, nicht zu gehen, weil sie sonst keine Zukunft für euch sieht?
Ich selber kann nur sagen, dass ich bereit bin, für den Menschen, den ich liebe eine Menge Kompromisse einzugehen. Das ist wichtig und gut so, weil nur so eine Partnerschaft funktionieren kann. Aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem andere Dinge wichtiger sind. Wie bei mir hier der Job in Zürich. Der war mein Traum und ist es immer noch. Deswegen konnte ich an dieser Stelle keinen Kompromiss machen. Manchmal ist es leider so und entweder kommt der Partner dann mit, oder leider nicht.
Aber so extrem war die Situation doch gar nicht bei euch. Daher glaube ich auch, dass eure Beziehung ohnehin früher oder später zerbrochen wäre. Einfach weil ich auch schon mal in der Situation deiner Ex gesteckt habe. Ich musste mich freistrampeln und meinen Weg ganz alleine gehen. Es gab keinen anderen Weg so schwer das für meinen Exex damals war. Nichts auf der Welt hätte er tun können um mich zu halten. Sein Spanien-Jahr hat diese Erkenntnis von mir vielleicht beschleunigt aber es war nicht die Ursache für die Trennung. Genauso verhält es sich im Grunde doch auch bei euch! Du solltest wirklich aufhören, weiter nach dem „Warum?“ oder dem „Was wäre gewesen wenn?“ zu fragen.
Viel wichtiger sind doch die anderen beiden Situationen, die du aufgeworfen hast. Was die Frage nach einem weiteren Studium oder dem sicheren Arbeitsplatz angeht: Das geht leider wirklich nicht beides. Deswegen musst du dir überlegen, was dir beides bringt und dich dann entscheiden. Vielleicht machst du dir tatsächlich ein paar blöde Pro und Contra Listen. Verliere dabei aber nicht aus den Augen, dass es einerseits darum geht, was du die nächsten zwei Jahre machen möchtest, andererseits aber auch darum, was du in sagen wir 6 Jahren machen möchtest. Die Pros und Contras können für diese beiden Zeithorizonte sehr unterschiedlich ausfallen. Und dabei solltest du auch nur darüber nachdenken, was für dich das Richtige ist und nicht was andere tun würden. Ich habe darüber gestern noch mal lange mit meinem Exex gesprochen. Obwohl wir uns in vielen Dingen sehr ähnlich sind, ist doch unsere Einstellung zur Arbeit eine ganz andere. Für mich ist es das Grösste überhaupt lernen zu können, mir mein Hirn zu verknoten und über furchtbar abstrakte Sachen nachzudenken. Das Gefühl, das ich habe, wenn ich ein schwieriges Problem gelöst habe, ist besser als fast alles andere. Mein Ex hingehen will etwas anpacken, er will Ergebnisse sehen, die real sind und anderen nutzen. Deswegen sitze ich an der Uni und promoviere und er nicht. Wie ist das bei dir? Was macht dir wirklich Freude? Woraus ziehst du die grössere Lust beim Arbeiten? Warum willst du noch mal studieren? Weil es dir Spass macht zu lernen?
Am schwierigsten finde ich aber deine Frage, wo du dein Diplom schreiben sollst. Ich kann verstehen, dass du dein Seelenleben endlich wieder in den Griff bekommen willst. Wenn du das nicht schaffst ist das auch mit dem Diplomarbeit schreiben äusserst kniffelig. Vielleicht kann dir eine Therapie dabei helfen, vielleicht auch nicht. Ich weiss es nicht. Ich denke du solltest vielleicht einfach noch bevor du zurück nach Frankreich fährst einen Therapeuten aufsuchen und mal fragen, wie er das sieht. Vielleicht wird er dir nämlich auch sagen, dass das gerade keine gute Idee ist. Weisst du, bei einer Therapie ist es nicht so, dass du einmal die Woche zu einem Therapeuten gehst und dann alles mit der Zeit besser wird. Du wirst dich darüber hinaus viel mit diesen Dingen beschäftigen. Es wird wahrscheinlich auch noch viel mehr aufgewühlt als dir jetzt schon im Kopf herum geht. Ich bezweifle, dass das neben dem diplomieren geht. Vielleicht solltest du dir als besser erst mal eine Auszeit nehmen und das Diplom danach machen. Dann kannst du nämlich immer noch sehen, was für Abenteuer du noch haben willst. Aber ich bin echt keine Expertin und würde deswegen an deiner Stelle echt mal zu einem Therapeuten gehen. Gibt es nicht so was wie eine psychologische Beratungsstelle an eurer Uni? Bei uns gab es die und die Menschen dort haben mir sehr geholfen ohne dass ich gleich eine richtige Therapie gemacht habe.
So, nun habe ich dir mal wieder ordentlich was zum Lesen gegeben. Du Armer, aber irgendwie kann ich mich nicht kürzer fassen. Jetzt bin ich hungrig und mache mir mal was feines zu essen an meinem letzten Urlaubstag.
Liebe Grüsse Eryn
erst einmal herzlich Willkommen im Jahr 2006. Schön wieder von dir zu hören. Du brütest ja gleich wieder ganz schön über richtig grossen Gedanken. Ach herrje, manchmal möchte ich dich am liebsten an die Hand nehmen und mit dir einfach ein paar so lustige Sachen machen, dass du gar nicht mehr zum nachdenken kommst. Schlittenfahren zum Beispiel… Das habe ich in den letzten Tagen so viel gemacht und es hemmungslos genossen.
Wie waren denn sonst so deine Weihnachtstage? Du hast ja nur ab und an ein paar schwermütige Gedanken hier im Forum hinterlassen. Ich hoffe, dass waren immer nur Phasen und du hast ansonsten die Zeit bei deiner Familie und deinen Freunden genossen.
Meine Weihnachtsferien waren richtig schön. Ich habe mich gut erholt, viel Zeit mit der Familie verbracht und einige Freunde getroffen. Sylvester habe ich dann mit fast nur unbekannten Leuten verbracht. Das war sehr spassig, zumal es zur Hälfte Franzosen waren und mein Französisch nicht gerade der Hit ist. Aber wie gesagt sehr lustig und es hat mich davor bewahrt in Erinnerungen an das letzte Sylvester zu schwelgen und das war die Hauptsache. Überhaupt habe ich festgestellt, dass ich auch wieder in die Stadt fahren kann, in der mein Ex wohnt, ohne das gleich mit ihm zu verknüpfen. Darüber bin ich echt froh.
Aber nun zu deinem Gedanken über das alles „haben wollen“. Das ist ja fast schon eine philosophische Frage. Nun, ich glaube, dass der Mensch prinzipiell gerne am liebsten „Alles“ haben will. Allerdings bin ich nicht überzeugt, dass er dann, wenn er wirklich alles hat, auch damit zufrieden und glücklich ist. Denn jeder Mensch braucht Träume und Ziele, auf die er hinarbeiten muss. Das hält uns wach, gibt uns Energie, lässt uns an uns arbeiten und auch mal schwierige Aufgaben oder Situationen meistern.
Du hast dich damals entschieden nach Osteuropa zu gehen, weil es dein Traum war genau dahin zu gehen. Nicht nur ins Ausland, sondern genau dorthin. Und ganz ehrlich, ich finde, dass es wichtig und gut war, dass du das gemacht hast. Du glaubst doch nicht allen Ernstes, dass das eure Beziehung kaputt gemacht hat? ?( Du warst ja nicht für ein Jahr oder so weg, sondern nur für ein paar Monate und ihr hattet erstens sowieso eine Fernbeziehung und zweitens wolltest du doch danach zu ihr kommen. Und ihr habt die Entscheidung doch damals zusammen getroffen oder? Ich meine, hat sie dich jemals gebeten, nicht zu gehen, weil sie sonst keine Zukunft für euch sieht?
Ich selber kann nur sagen, dass ich bereit bin, für den Menschen, den ich liebe eine Menge Kompromisse einzugehen. Das ist wichtig und gut so, weil nur so eine Partnerschaft funktionieren kann. Aber irgendwann kommt man an den Punkt, an dem andere Dinge wichtiger sind. Wie bei mir hier der Job in Zürich. Der war mein Traum und ist es immer noch. Deswegen konnte ich an dieser Stelle keinen Kompromiss machen. Manchmal ist es leider so und entweder kommt der Partner dann mit, oder leider nicht.
Aber so extrem war die Situation doch gar nicht bei euch. Daher glaube ich auch, dass eure Beziehung ohnehin früher oder später zerbrochen wäre. Einfach weil ich auch schon mal in der Situation deiner Ex gesteckt habe. Ich musste mich freistrampeln und meinen Weg ganz alleine gehen. Es gab keinen anderen Weg so schwer das für meinen Exex damals war. Nichts auf der Welt hätte er tun können um mich zu halten. Sein Spanien-Jahr hat diese Erkenntnis von mir vielleicht beschleunigt aber es war nicht die Ursache für die Trennung. Genauso verhält es sich im Grunde doch auch bei euch! Du solltest wirklich aufhören, weiter nach dem „Warum?“ oder dem „Was wäre gewesen wenn?“ zu fragen.
Viel wichtiger sind doch die anderen beiden Situationen, die du aufgeworfen hast. Was die Frage nach einem weiteren Studium oder dem sicheren Arbeitsplatz angeht: Das geht leider wirklich nicht beides. Deswegen musst du dir überlegen, was dir beides bringt und dich dann entscheiden. Vielleicht machst du dir tatsächlich ein paar blöde Pro und Contra Listen. Verliere dabei aber nicht aus den Augen, dass es einerseits darum geht, was du die nächsten zwei Jahre machen möchtest, andererseits aber auch darum, was du in sagen wir 6 Jahren machen möchtest. Die Pros und Contras können für diese beiden Zeithorizonte sehr unterschiedlich ausfallen. Und dabei solltest du auch nur darüber nachdenken, was für dich das Richtige ist und nicht was andere tun würden. Ich habe darüber gestern noch mal lange mit meinem Exex gesprochen. Obwohl wir uns in vielen Dingen sehr ähnlich sind, ist doch unsere Einstellung zur Arbeit eine ganz andere. Für mich ist es das Grösste überhaupt lernen zu können, mir mein Hirn zu verknoten und über furchtbar abstrakte Sachen nachzudenken. Das Gefühl, das ich habe, wenn ich ein schwieriges Problem gelöst habe, ist besser als fast alles andere. Mein Ex hingehen will etwas anpacken, er will Ergebnisse sehen, die real sind und anderen nutzen. Deswegen sitze ich an der Uni und promoviere und er nicht. Wie ist das bei dir? Was macht dir wirklich Freude? Woraus ziehst du die grössere Lust beim Arbeiten? Warum willst du noch mal studieren? Weil es dir Spass macht zu lernen?
Am schwierigsten finde ich aber deine Frage, wo du dein Diplom schreiben sollst. Ich kann verstehen, dass du dein Seelenleben endlich wieder in den Griff bekommen willst. Wenn du das nicht schaffst ist das auch mit dem Diplomarbeit schreiben äusserst kniffelig. Vielleicht kann dir eine Therapie dabei helfen, vielleicht auch nicht. Ich weiss es nicht. Ich denke du solltest vielleicht einfach noch bevor du zurück nach Frankreich fährst einen Therapeuten aufsuchen und mal fragen, wie er das sieht. Vielleicht wird er dir nämlich auch sagen, dass das gerade keine gute Idee ist. Weisst du, bei einer Therapie ist es nicht so, dass du einmal die Woche zu einem Therapeuten gehst und dann alles mit der Zeit besser wird. Du wirst dich darüber hinaus viel mit diesen Dingen beschäftigen. Es wird wahrscheinlich auch noch viel mehr aufgewühlt als dir jetzt schon im Kopf herum geht. Ich bezweifle, dass das neben dem diplomieren geht. Vielleicht solltest du dir als besser erst mal eine Auszeit nehmen und das Diplom danach machen. Dann kannst du nämlich immer noch sehen, was für Abenteuer du noch haben willst. Aber ich bin echt keine Expertin und würde deswegen an deiner Stelle echt mal zu einem Therapeuten gehen. Gibt es nicht so was wie eine psychologische Beratungsstelle an eurer Uni? Bei uns gab es die und die Menschen dort haben mir sehr geholfen ohne dass ich gleich eine richtige Therapie gemacht habe.
So, nun habe ich dir mal wieder ordentlich was zum Lesen gegeben. Du Armer, aber irgendwie kann ich mich nicht kürzer fassen. Jetzt bin ich hungrig und mache mir mal was feines zu essen an meinem letzten Urlaubstag.
Liebe Grüsse Eryn
Fröhliche Grüße auch von mir! und ein paar ordentliche Knuddler zum Jahreswechsel
an dich und auch an alle anderen :trost: :trost: :schmatz: :schmatz: :schmatz:
Lieber Miomei, es tut mir leid, wenn ich lese, wie du immer wieder mit dir selbst haderst und mit den Erlebnissen der Vergangenheit. Prinzipiell ist es ja fein, wenn man die Geschichte - auch die eigene - niemals ignoriert, sondern aus ihr lernt, man kann's aber auch übertreiben.
:rolleyes: ;)
Was geschehen ist, ist geschehen. Die Zeit ist vorbei und kommt nicht wieder. Wenn du es endlich schaffst, damit abzuschließen und nach vorn zu sehen, wird es dir besser gehen, das garantiere ich!
Nutzt ja eh alles nichts, oder? Sie kommt nicht wieder! Hallo! Sie hat sich entschieden! Sie möchte verzichten, das ist ihr Wunsch und ihr Wunsch ist ihr gutes Recht!
Aber reden wir doch lieber von dir:
du willst allso alles "haben" und das am besten sofort ... :schief:
Da Eryn schon so lieb und so ausführlich geantwortet hat und - nebenbei bemerkt - sehr einfühlsam ist, darf ich mich eher auf das philosophische stürzen, denn das sind in der Tat sehr philosophische Fragen.
Hast du dich schon einmal gefragt, was du an deinen Wünschen eigentlich alles "haben" KANNST, was du WILLST ?(
Denn ich meine: du kannst keine Freundin "haben", du kannst nur ein Freund "sein".
Du kannst kein Diplom "haben", du kannst nur deine Bildung unter Beweis stellen, also gebildet "sein".
Du kannst das Leben eines zufriedenen Menschen führen, der stolz ist auf das, was er erreicht hat. Viele Menschen würden dich darum beneiden: du hast die Möglichkeit zu studieren - viele nicht. Du hast die Möglichkeit im Ausland zu studieren - viele nicht.
Du wirst umsorgt und umschwärmt von den fürsorglichsten Frauen (zumindest hier virtuell) - wie viele können das von sich sagen?
Du lebst doch eigentlich ein ganz fantastisches Leben!
Aber was sagt der Miomei, das "Raunzi"? :) )
ich will HABEN, HABEN, HABEN
:nono:
an dich und auch an alle anderen :trost: :trost: :schmatz: :schmatz: :schmatz:
Lieber Miomei, es tut mir leid, wenn ich lese, wie du immer wieder mit dir selbst haderst und mit den Erlebnissen der Vergangenheit. Prinzipiell ist es ja fein, wenn man die Geschichte - auch die eigene - niemals ignoriert, sondern aus ihr lernt, man kann's aber auch übertreiben.
:rolleyes: ;)
Was geschehen ist, ist geschehen. Die Zeit ist vorbei und kommt nicht wieder. Wenn du es endlich schaffst, damit abzuschließen und nach vorn zu sehen, wird es dir besser gehen, das garantiere ich!
Nutzt ja eh alles nichts, oder? Sie kommt nicht wieder! Hallo! Sie hat sich entschieden! Sie möchte verzichten, das ist ihr Wunsch und ihr Wunsch ist ihr gutes Recht!
Aber reden wir doch lieber von dir:
du willst allso alles "haben" und das am besten sofort ... :schief:
Da Eryn schon so lieb und so ausführlich geantwortet hat und - nebenbei bemerkt - sehr einfühlsam ist, darf ich mich eher auf das philosophische stürzen, denn das sind in der Tat sehr philosophische Fragen.
Hast du dich schon einmal gefragt, was du an deinen Wünschen eigentlich alles "haben" KANNST, was du WILLST ?(
Denn ich meine: du kannst keine Freundin "haben", du kannst nur ein Freund "sein".
Du kannst kein Diplom "haben", du kannst nur deine Bildung unter Beweis stellen, also gebildet "sein".
Du kannst das Leben eines zufriedenen Menschen führen, der stolz ist auf das, was er erreicht hat. Viele Menschen würden dich darum beneiden: du hast die Möglichkeit zu studieren - viele nicht. Du hast die Möglichkeit im Ausland zu studieren - viele nicht.
Du wirst umsorgt und umschwärmt von den fürsorglichsten Frauen (zumindest hier virtuell) - wie viele können das von sich sagen?
Du lebst doch eigentlich ein ganz fantastisches Leben!
Aber was sagt der Miomei, das "Raunzi"? :) )
ich will HABEN, HABEN, HABEN
:nono:
Huhu, ich les mir das nunmal in Ruhe durch und antworte denn, danke für eure Antworten!
So, da bin ich mal wieder...kurz nach 1 und um "Lawrence von Arabien" leichter. Erstmal danke für eure Posts, die sprechen mir immer Mut zu...ich weiss, das ich meinen Weg alleine gehen muss, aber es ist schön wenn man wenigstens virtuell begleitet wird!
Die Weihnachtstage und Neujahr waren eigentlich schön, zu Hause bei der Familie und bei Kumpels. Freue mich vor allem immer auch auf meine Katze, die dann auf meinem Bett schläft. Ansonsten war ich über die Tage meist zu Hause gewesen und habe etwas gefaulenzt. In der Ruhe der Tage habe ich natürlich viel nachgedacht und vermisst, wofür ja die Posts sprechen. Sylvester war dagegen sehr laut und lang. Wir sind erst gegen halb 8 ins Bett gegangen! Ich habe meine alten Freunde wiedergetroffen und hatte auch die Chance mit meinen Ellis zu reden.
Zu euren Posts...Ich werde zuerst dir Eryn antworten und dann zu Lisabel kommen :) .
Ich bin wohl ziemlich anfällig für Fragen und Vorwürfe. Leb da ab und zu in der Vergangenheit, bin z.B. so ein Typ der sehr viele Dinge aufhebt und sich gerne zurückerinnert, will da natürlich irgendwie das das schöne Studentenleben nicht aufhört.
Wegen Osteuropa - selbst wenn das nicht der Grund, sondern nur der Auslöser war, tut es weh. Denk halt manchmal, dass es von meiner Ex eine Phase war, wo sie alles neuordnen wollte und da die räumliche Distanz hatte zu mir. Sie meinte ja selber, dass es wie ein Luftballon war, der sich immer weiter aufgeblasen hatte und im Sommer als ich weit weg war geplatzt ist....dann denkt man, dass man nur die Phase überstehen hätte müssen.
Der zweite Vorwurf von mir war, dass ich nicht lang genug um sie gekämpft habe. Das hat bestimmt mit meinem Aufenthalt in Frankreich nun zu tun. Ihr kennt ja die Story, 3 Wochen bevor ich nach Frankreich ging, war entgültig Schluss auch mit der Begründung, dass ich nicht wegen ihr ins Ausland gehen sollte. Sie wollte wohl damit verhindern, dass ich zu ihr komme.... Denke nun manchmal im nachhinein, ich hätte länger kämpfen sollen und nicht ihre Entscheidung erzwingen sollen, bzw. das Ganze etwas ruhiger angehen sollen...z.B. sich erstmal wieder langsam in Frankreich treffen, einfach für sie da sein ...aber ich wollte schon wieder die alte Beziehung haben, keinen Neuanfang...da setzte ich sie natürlich unter Druck und sie beendete lieber entgültig..im letzten Telefongespräch ging es darum, ob ich sie besuchen dürfte und sie wusste es nicht, ich sagte sie solle sich sofort entscheiden und sie entschied sich für nein.....dannach habe ich rigoros den Kontakt zu ihr abgebrochen, nur leider hadere nach 3 Monaten immer noch damit!
Komisch, das ich hier soviel über mich rede, wo sie doch das Ganze beendet hat. Liegt wohl daran, dass ich den wahren Grund nie verstehen werde oder kenne. Wieviel hat der andere Kerl ne Rolle gespielt, wieviel ihre Zukunftspläne, wieviel ihr Charakter? Egal....Ich hasse selber meine Nachdenklichkeit...
Die anderen Entscheidungen im Leben? Allgemein fallen mir Entscheidungen schwer. So auch mit dem Studium. Ich muss sagen, dass ich da auch eher ein Genussmensch bin, also mich nicht gerne an den Prüfungsstress erinnere, sondern eher an das was ich erlebt habe. Ich bin ein Mensch mit sehr vielfältigen Interessen, eher ein Generalist - ich weiss über vieles Bescheid, leider nicht sehr tief. Damit kann ich dir also nicht sagen, was mir wirklich liegt. Zur Zeit habe ich aber kein Vertrauen, ob ich wirklich selbstständig arbeiten kann, begründet auf meine Schlampigkeit der letzten 3 Monate. Ich denke ich bin auch eher ein intelligenter Fauler....meine größte Motivation im Leben bisher war leider zu meiner Ex ins Ausland zu kommen bzw. allgemein die Liebe und ein anderer Mensch. Aber für mich selber *hüstel*
Arbeit dagegen stelle ich mir recht reglementiert vor und sehr verbindlich, aber man arbeitet halt in der Praxis...wie gesagt ich bin halt Generalist und vielseitig interessiert.
Ich denke ich habe vor allem Angst, dass wenn ich mich für die Arbeit entscheide, ich dann nicht mehr zurückkann zum Studium und es dann evtl. bereue! Da bin ich halt nun gebrandmarkt durch meine letzten Entscheidungen!
Zur Diplomarbeit - ich fühle mich irgendwie einfach nicht bereit, und habe auch Angst sie irgendwie schon zu verhauen. Außerdem schliesse ich ja damit mein Studium ab und muss auch erstmal eine haben.
Da ich schon übermorgen wieder nach France gehe, kann ich leider keinen Therapeuten mehr ansprechen. Obwohl der mir auch keine Entscheidungen abnehmen kann. Bevor ich nach Frankreich ging, hat mir nur mal Einer übers Inet geraten, schon davor ne Auszeit zu nehmen und ich bin trotzdem dahin gefahren...
Also, die Entscheidungen müssen getroffen werden und zudem noch zusammen! Und je näher der Termin rückt umso unfähiger fühle ich mich...
@Lisabel: Ist es nicht normal, dass man irgendwie immer das haben will, was man nicht unbedingt haben kann? Nur ein Beispiel....als ich in Osteuropa eine Augenbraue von mir fand, legte ich mir diese auf den Finger, pustete und wünschte mir nur simple Dinge...weil ansonsten alles in Ordnung war. Inzwischen hat sich das gewandelt....die Wünsche sind umfangreicher geworden und komischerweise hat da die Trennung einen sehr großen Einfluss.
Klar wünsche ich mir Dinge, die ich evtl. nicht haben kann....aber das ist ja das Problem. Was ist Wunschdenken? Was nur schwierig? Was verrückt? Was ist vielleicht sogar selbstzerstörerisch?
Und mein fantastisches Leben...klar, geht es anderen Menschen schlechter, aber das ist nicht die Messlatte für mich. Viele würden gar nicht nach Osteuropa gehen, die würden halt eher bei der Freundin bleiben und müssen sich dann solche Vorwürfe gar nicht erst machen! Und mit Herzschmerz nun im Ausland ist nicht gerade meine Vorstellung vom Auslandssemester.
Eure Fürsorge finde ich dagegen superlieb...leider hat die Fürsorge ja einen Grund und geschieht nicht, weil wir uns einfach so mal über den Weg laufen! Das ist das Doofe daran!
Manchmal sag ich mir nur eins: Ich will eigentlich nur mit mir selber zufrieden und glücklich sein und mit meinen Entscheidungen im Einklang!
--> und das ist zur Zeit unmöglich für mich! Bzw. hängt vom Charakter ab - einen Charakter der mir das nicht so leicht ermöglicht! Du scheinst da ziemlich pragmatisch zu sein und das ist toll in so einer Situation! Ueber verschuettete Milch nicht klagen, sondern froh ueber den Rest in der Kanne sein! Glaub mir, ich mag mich in solchen Situationen als Zweifler und Denker nicht sehr - aber ich bin ich!
Und nicht vergessen, ich will auch viel geben - das ist wohl der Grund warum mir Zweisamkeit (oder Freunde) auch wichtig ist/sind.
Oder wie schätzt du mich ein?
So, ich geh nun erstmal ins Bett, sehr viel geschrieben! Wie sehr nerve ich denn schon? ;)
Miomei
Die Weihnachtstage und Neujahr waren eigentlich schön, zu Hause bei der Familie und bei Kumpels. Freue mich vor allem immer auch auf meine Katze, die dann auf meinem Bett schläft. Ansonsten war ich über die Tage meist zu Hause gewesen und habe etwas gefaulenzt. In der Ruhe der Tage habe ich natürlich viel nachgedacht und vermisst, wofür ja die Posts sprechen. Sylvester war dagegen sehr laut und lang. Wir sind erst gegen halb 8 ins Bett gegangen! Ich habe meine alten Freunde wiedergetroffen und hatte auch die Chance mit meinen Ellis zu reden.
Zu euren Posts...Ich werde zuerst dir Eryn antworten und dann zu Lisabel kommen :) .
Ich bin wohl ziemlich anfällig für Fragen und Vorwürfe. Leb da ab und zu in der Vergangenheit, bin z.B. so ein Typ der sehr viele Dinge aufhebt und sich gerne zurückerinnert, will da natürlich irgendwie das das schöne Studentenleben nicht aufhört.
Wegen Osteuropa - selbst wenn das nicht der Grund, sondern nur der Auslöser war, tut es weh. Denk halt manchmal, dass es von meiner Ex eine Phase war, wo sie alles neuordnen wollte und da die räumliche Distanz hatte zu mir. Sie meinte ja selber, dass es wie ein Luftballon war, der sich immer weiter aufgeblasen hatte und im Sommer als ich weit weg war geplatzt ist....dann denkt man, dass man nur die Phase überstehen hätte müssen.
Der zweite Vorwurf von mir war, dass ich nicht lang genug um sie gekämpft habe. Das hat bestimmt mit meinem Aufenthalt in Frankreich nun zu tun. Ihr kennt ja die Story, 3 Wochen bevor ich nach Frankreich ging, war entgültig Schluss auch mit der Begründung, dass ich nicht wegen ihr ins Ausland gehen sollte. Sie wollte wohl damit verhindern, dass ich zu ihr komme.... Denke nun manchmal im nachhinein, ich hätte länger kämpfen sollen und nicht ihre Entscheidung erzwingen sollen, bzw. das Ganze etwas ruhiger angehen sollen...z.B. sich erstmal wieder langsam in Frankreich treffen, einfach für sie da sein ...aber ich wollte schon wieder die alte Beziehung haben, keinen Neuanfang...da setzte ich sie natürlich unter Druck und sie beendete lieber entgültig..im letzten Telefongespräch ging es darum, ob ich sie besuchen dürfte und sie wusste es nicht, ich sagte sie solle sich sofort entscheiden und sie entschied sich für nein.....dannach habe ich rigoros den Kontakt zu ihr abgebrochen, nur leider hadere nach 3 Monaten immer noch damit!
Komisch, das ich hier soviel über mich rede, wo sie doch das Ganze beendet hat. Liegt wohl daran, dass ich den wahren Grund nie verstehen werde oder kenne. Wieviel hat der andere Kerl ne Rolle gespielt, wieviel ihre Zukunftspläne, wieviel ihr Charakter? Egal....Ich hasse selber meine Nachdenklichkeit...
Die anderen Entscheidungen im Leben? Allgemein fallen mir Entscheidungen schwer. So auch mit dem Studium. Ich muss sagen, dass ich da auch eher ein Genussmensch bin, also mich nicht gerne an den Prüfungsstress erinnere, sondern eher an das was ich erlebt habe. Ich bin ein Mensch mit sehr vielfältigen Interessen, eher ein Generalist - ich weiss über vieles Bescheid, leider nicht sehr tief. Damit kann ich dir also nicht sagen, was mir wirklich liegt. Zur Zeit habe ich aber kein Vertrauen, ob ich wirklich selbstständig arbeiten kann, begründet auf meine Schlampigkeit der letzten 3 Monate. Ich denke ich bin auch eher ein intelligenter Fauler....meine größte Motivation im Leben bisher war leider zu meiner Ex ins Ausland zu kommen bzw. allgemein die Liebe und ein anderer Mensch. Aber für mich selber *hüstel*
Arbeit dagegen stelle ich mir recht reglementiert vor und sehr verbindlich, aber man arbeitet halt in der Praxis...wie gesagt ich bin halt Generalist und vielseitig interessiert.
Ich denke ich habe vor allem Angst, dass wenn ich mich für die Arbeit entscheide, ich dann nicht mehr zurückkann zum Studium und es dann evtl. bereue! Da bin ich halt nun gebrandmarkt durch meine letzten Entscheidungen!
Zur Diplomarbeit - ich fühle mich irgendwie einfach nicht bereit, und habe auch Angst sie irgendwie schon zu verhauen. Außerdem schliesse ich ja damit mein Studium ab und muss auch erstmal eine haben.
Da ich schon übermorgen wieder nach France gehe, kann ich leider keinen Therapeuten mehr ansprechen. Obwohl der mir auch keine Entscheidungen abnehmen kann. Bevor ich nach Frankreich ging, hat mir nur mal Einer übers Inet geraten, schon davor ne Auszeit zu nehmen und ich bin trotzdem dahin gefahren...
Also, die Entscheidungen müssen getroffen werden und zudem noch zusammen! Und je näher der Termin rückt umso unfähiger fühle ich mich...
@Lisabel: Ist es nicht normal, dass man irgendwie immer das haben will, was man nicht unbedingt haben kann? Nur ein Beispiel....als ich in Osteuropa eine Augenbraue von mir fand, legte ich mir diese auf den Finger, pustete und wünschte mir nur simple Dinge...weil ansonsten alles in Ordnung war. Inzwischen hat sich das gewandelt....die Wünsche sind umfangreicher geworden und komischerweise hat da die Trennung einen sehr großen Einfluss.
Klar wünsche ich mir Dinge, die ich evtl. nicht haben kann....aber das ist ja das Problem. Was ist Wunschdenken? Was nur schwierig? Was verrückt? Was ist vielleicht sogar selbstzerstörerisch?
Und mein fantastisches Leben...klar, geht es anderen Menschen schlechter, aber das ist nicht die Messlatte für mich. Viele würden gar nicht nach Osteuropa gehen, die würden halt eher bei der Freundin bleiben und müssen sich dann solche Vorwürfe gar nicht erst machen! Und mit Herzschmerz nun im Ausland ist nicht gerade meine Vorstellung vom Auslandssemester.
Eure Fürsorge finde ich dagegen superlieb...leider hat die Fürsorge ja einen Grund und geschieht nicht, weil wir uns einfach so mal über den Weg laufen! Das ist das Doofe daran!
Manchmal sag ich mir nur eins: Ich will eigentlich nur mit mir selber zufrieden und glücklich sein und mit meinen Entscheidungen im Einklang!
--> und das ist zur Zeit unmöglich für mich! Bzw. hängt vom Charakter ab - einen Charakter der mir das nicht so leicht ermöglicht! Du scheinst da ziemlich pragmatisch zu sein und das ist toll in so einer Situation! Ueber verschuettete Milch nicht klagen, sondern froh ueber den Rest in der Kanne sein! Glaub mir, ich mag mich in solchen Situationen als Zweifler und Denker nicht sehr - aber ich bin ich!
Und nicht vergessen, ich will auch viel geben - das ist wohl der Grund warum mir Zweisamkeit (oder Freunde) auch wichtig ist/sind.
Oder wie schätzt du mich ein?
So, ich geh nun erstmal ins Bett, sehr viel geschrieben! Wie sehr nerve ich denn schon? ;)
Miomei
Original von Miomei@Lisabel: Ist es nicht normal, dass man irgendwie immer das haben will, was man nicht unbedingt haben kann? ....Lieber Miomei, mein Beitrag war tatsächlich philosophischer Art:
Klar wünsche ich mir Dinge, die ich evtl. nicht haben kann....aber das ist ja das Problem. Was ist Wunschdenken? Was nur schwierig? Was verrückt? Was ist vielleicht sogar selbstzerstörerisch?i
Denn ich wollte dich auf den subtilen Unterschied zwischen "haben" und "sein" hinweisen. Dass das eine immer unzufrieden macht und man NIE genug haben kann, wenn man nicht selber und freiwillig damit aufhört.
Was haben nun philosophische Erkenntnisse für einen praktischen Wert?
Schau mal hier:
Original von MiomeiManchmal sag ich mir nur eins: Ich will eigentlich nur mit mir selber zufrieden und glücklich sein und mit meinen Entscheidungen im Einklang!Meiner Meinung nach hast du zwei Möglichkeiten, mit diesem Herzenswunsch umzugehen:
--> und das ist zur Zeit unmöglich für mich! Bzw. hängt vom Charakter ab - einen Charakter der mir das nicht so leicht ermöglicht!i
Du gehst den einfachen Weg: indem du sagst, das kann ich nicht, weil der Charakter oder sonst was schuld ist, weil ich eben nicht so bin, weil ich das nicht lernen kann, und und und,
das bringt dich aber nicht weiter
Oder du gehst den schwierigen Weg:
Original von MiomeiKomisch, das ich hier soviel über mich rede, wo sie doch das Ganze beendet hat. Liegt wohl daran, dass ich den wahren Grund nie verstehen werde oder kenne. Wieviel hat der andere Kerl ne Rolle gespielt, wieviel ihre Zukunftspläne, wieviel ihr Charakter? Egal....Ich hasse selber meine Nachdenklichkeit...und beginnst, dich selbst in Frage zu stellen. Man kann immer nur über sich selbst nachdenken, das eigene Verhalten reflektieren und versuchen zu verstehen, um daraus zu lernen und zu erkennen. Wie soll das bei anderen möglich sein?
Immer wieder trifft man Menschen, die sich unverständlich verhalten, weil man eben andere Erfahrungen, andere Erkenntnisse und oft einen anderen Zugang zu den Dingen hat.
Nicht alles verstehen zu müssen, sondern akzeptieren können, wie die Dinge sind und das ändern wollen, was sich ändern lässt (nämlich immer nur man selbst und nicht die anderen), darin liegt – so meine ich – der Schlüssel zu deinem Herzenswunsch, siehe weiter oben.
Viel Glück beim Finden!
:schmatz:
Huhu,
bin wieder in France - schreib heute abend mehr!
Aber du hast Recht Lisabel - das größte Problem für mich ist, Dinge loszulassen! Ich weiss auch nicht, wie man das momentan lernen kann - aber ich denke ich habe ein Problem, Dinge die für mich sehr schön sind oder waren und nun nicht mehr da sind, aus meinen Gedanken und Gefühlen zu streichen. Das fällt mir bei der Ex natürlich umso schwerer, da sie halt viele gute Dinge hatte und ich jetzt viel, sehr vieles was ich achtete loslassen muss. Dabei ist der Fakor "Spanierin" bzw. Ausländerin wohl für mich mit das grösste Problem mit zum loslassen - denn das war auch ein entscheidender Faktor für mich (unterschiedl. Kulturen) und ich im allgemein diesen Menschenschlag mag :( .....
Wahrscheinlich kann ich dsw. auch so schwer mein Studium "loslassen", da es halt etwas sehr Schönes für mich ist....
Auweh...Loslassen, vor allem wenn es Schöne Dinge sind....schwer
bin wieder in France - schreib heute abend mehr!
Aber du hast Recht Lisabel - das größte Problem für mich ist, Dinge loszulassen! Ich weiss auch nicht, wie man das momentan lernen kann - aber ich denke ich habe ein Problem, Dinge die für mich sehr schön sind oder waren und nun nicht mehr da sind, aus meinen Gedanken und Gefühlen zu streichen. Das fällt mir bei der Ex natürlich umso schwerer, da sie halt viele gute Dinge hatte und ich jetzt viel, sehr vieles was ich achtete loslassen muss. Dabei ist der Fakor "Spanierin" bzw. Ausländerin wohl für mich mit das grösste Problem mit zum loslassen - denn das war auch ein entscheidender Faktor für mich (unterschiedl. Kulturen) und ich im allgemein diesen Menschenschlag mag :( .....
Wahrscheinlich kann ich dsw. auch so schwer mein Studium "loslassen", da es halt etwas sehr Schönes für mich ist....
Auweh...Loslassen, vor allem wenn es Schöne Dinge sind....schwer
Ach ja, lieber Miomei, das loslassen ist wirklich eine der schmerzhaftesten Lektionen im Leben. Aber glaube mir, es ist auch eine der lohnendsten. Denn nur wenn du alte Dinge loslassen kannst, kannst du dich wieder ganz und gar auf neue Dinge einlassen. Und du willst doch auch neues erleben oder? Und auch irgendwann wieder einem Menschen begegnen, der dir so wichtig werden kann, wie deine Ex es war.
Aber dazu musst du wirklich deine Ex auch in Gedanken gehen lassen. Im wirklichen Leben ist sie doch schon lange weg!!!
Ich glaube nämlich, dass du gerade auf den alten Trick des menschlichen Gedächtnisses reinfällst. Es gaukelt uns vor, dass vergangene Dinge besser gewesen seien als sie tatsächlich waren. Sicher war deine Ex ein toller Mensch, sonst hättest du sie nicht so geliebt. Aber sie war immer noch ein Mensch. Und kein Mensch ist vollkommen. Deswegen erzähle uns doch zur Abwechslung mal, was nicht so toll an ihr war. Anfangs hast du noch davon gesprochen, dass sie sehr geklammert hat, sehr unsicher war, unselbständig, ihr Leben nicht sortiert hatte und so. Davon sagst du heute gar nichts mehr. Aber vielleicht hilft es dir, sie loszulassen, wenn du dich mal wieder darauf besinnst.
Ist dir ausserdem mal der Gedanke gekommen, dass die Frau, der du hinterher trauerst gar nicht mehr existiert? ?( Wenn ich mich recht entsinne hat sie sich getrennt, weil sie gemerkt hat, dass sie sich gerade weiterentwickeln muss und sich leider nicht vorstellen kann, wie das mit dir zusammen geht. Ich kann das so gut nachvollziehen, denn mir ging es vor ein paar Jahren genauso und ich habe dann tatsächlich einen gewaltigen Entwicklungsschub gemacht. Sie wahrscheinlich auch. Sie ist jetzt ein anderer Mensch, den du nicht kennst. Du weisst gar nicht, ob dir dieser Mensch überhaupt noch gefallen würde. Trotzdem trauerst du ihr hinterher.
Eine der Schwierigkeiten beim Loslassen lernen ist zu lernen, wann es sich lohnt loszulassen und wann man besser festhält. In deinem Fall ist die Sache aber eindeutig...
Und noch was, was mir immer mal wieder aufgefallen ist. Du betonst immer so sehr, dass du so toll an ihr findest, dass sie Spanierin ist und dass es dir deswegen so schwer fällt sie loszulassen. Häh??? ?( Du magst diesen Menschenschlag??? Entschuldigung, aber das kann ich gar nicht nachvollziehen. Einige meiner Freunde haben Partner, die aus allen möglichen Ländern Europas stammen: Spanier, Franzosen, Engländer, Norweger, Tschechen und so weiter. Aber keiner von ihnen ist mit seinem Partner zusammen, weil er aus diesem Land oder Kulturkreis stammt. Sie haben sich immer in einen speziellen Menschen verliebt und nicht in die Kultur. Natürlich wissen sie um die kulturellen Unterschiede, die zweifelsohne vorhanden sind. Aber sie wären sehr erstaunt, dass es diese Unterschiede sein sollten, die sie anziehen. Zumal „den Menschenschlag“ Spanier gibt es doch gar nicht. Mal ganz abgesehen von den kulturell so verschiedenen Regionen Spaniens, habe ich doch schon oft von Spaniern gehört, dass meine Freundin aus Hessen viel „Spanischer“ wirkt als ihr Freund aus Sevilla.
Upps, das war jetzt vielleicht ein wenig heftig. Aber was ich eigentlich sagen will: Ich habe auch da das Gefühl, dass du idealisierst und gerade nach Gründen suchst, warum du deine Ex nicht loslassen kannst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Grund, aus dem du mit ihr zusammengekommen bist, der war, dass sie Spanierin ist, oder? So oberflächlich bist du doch nicht. Warum sollte es also dann jetzt ein Grund sein, ihr hinterher zu trauern. Das musst du mir mal erklären.
So, und jetzt wünsche ich dir eine gute Nacht. Ich hoffe, du lebst dich schnell wieder ein in Frankreich und verbringst noch eine schöne letzte Zeit dort.
Gute Nacht und liebe Grüsse, Eryn
Aber dazu musst du wirklich deine Ex auch in Gedanken gehen lassen. Im wirklichen Leben ist sie doch schon lange weg!!!
Ich glaube nämlich, dass du gerade auf den alten Trick des menschlichen Gedächtnisses reinfällst. Es gaukelt uns vor, dass vergangene Dinge besser gewesen seien als sie tatsächlich waren. Sicher war deine Ex ein toller Mensch, sonst hättest du sie nicht so geliebt. Aber sie war immer noch ein Mensch. Und kein Mensch ist vollkommen. Deswegen erzähle uns doch zur Abwechslung mal, was nicht so toll an ihr war. Anfangs hast du noch davon gesprochen, dass sie sehr geklammert hat, sehr unsicher war, unselbständig, ihr Leben nicht sortiert hatte und so. Davon sagst du heute gar nichts mehr. Aber vielleicht hilft es dir, sie loszulassen, wenn du dich mal wieder darauf besinnst.
Ist dir ausserdem mal der Gedanke gekommen, dass die Frau, der du hinterher trauerst gar nicht mehr existiert? ?( Wenn ich mich recht entsinne hat sie sich getrennt, weil sie gemerkt hat, dass sie sich gerade weiterentwickeln muss und sich leider nicht vorstellen kann, wie das mit dir zusammen geht. Ich kann das so gut nachvollziehen, denn mir ging es vor ein paar Jahren genauso und ich habe dann tatsächlich einen gewaltigen Entwicklungsschub gemacht. Sie wahrscheinlich auch. Sie ist jetzt ein anderer Mensch, den du nicht kennst. Du weisst gar nicht, ob dir dieser Mensch überhaupt noch gefallen würde. Trotzdem trauerst du ihr hinterher.
Eine der Schwierigkeiten beim Loslassen lernen ist zu lernen, wann es sich lohnt loszulassen und wann man besser festhält. In deinem Fall ist die Sache aber eindeutig...
Und noch was, was mir immer mal wieder aufgefallen ist. Du betonst immer so sehr, dass du so toll an ihr findest, dass sie Spanierin ist und dass es dir deswegen so schwer fällt sie loszulassen. Häh??? ?( Du magst diesen Menschenschlag??? Entschuldigung, aber das kann ich gar nicht nachvollziehen. Einige meiner Freunde haben Partner, die aus allen möglichen Ländern Europas stammen: Spanier, Franzosen, Engländer, Norweger, Tschechen und so weiter. Aber keiner von ihnen ist mit seinem Partner zusammen, weil er aus diesem Land oder Kulturkreis stammt. Sie haben sich immer in einen speziellen Menschen verliebt und nicht in die Kultur. Natürlich wissen sie um die kulturellen Unterschiede, die zweifelsohne vorhanden sind. Aber sie wären sehr erstaunt, dass es diese Unterschiede sein sollten, die sie anziehen. Zumal „den Menschenschlag“ Spanier gibt es doch gar nicht. Mal ganz abgesehen von den kulturell so verschiedenen Regionen Spaniens, habe ich doch schon oft von Spaniern gehört, dass meine Freundin aus Hessen viel „Spanischer“ wirkt als ihr Freund aus Sevilla.
Upps, das war jetzt vielleicht ein wenig heftig. Aber was ich eigentlich sagen will: Ich habe auch da das Gefühl, dass du idealisierst und gerade nach Gründen suchst, warum du deine Ex nicht loslassen kannst. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Grund, aus dem du mit ihr zusammengekommen bist, der war, dass sie Spanierin ist, oder? So oberflächlich bist du doch nicht. Warum sollte es also dann jetzt ein Grund sein, ihr hinterher zu trauern. Das musst du mir mal erklären.
So, und jetzt wünsche ich dir eine gute Nacht. Ich hoffe, du lebst dich schnell wieder ein in Frankreich und verbringst noch eine schöne letzte Zeit dort.
Gute Nacht und liebe Grüsse, Eryn
Ok :) ,
so bin wieder im Wohnheim...war gerade auf einer kleinen Wiedersehensfeier mit den ganzen Polen. Ich denke Eryn, ich habe das Ganze etwas missverständlich ausgedrückt...ist nicht immer einfach Gedanken, Gefühle in Worten auszudrücken!
Ich denke auch die Gedankengänge eines Verlassenen sind da aucj etwas komisch. Viele Dinge die ich sage, sind nicht sehr rational bzw. nicht logisch, machen mir aber wirklich Probleme und belasten mich!
Zu deinem Trick Eryn ;) ...ja, davon habe ich auch gehört und es stimmt wohl auch. Du hast aber sicher auch am Anfang des Forums gelesen, dass wir ein Jahr zusammen waren ohne Probleme, d.h. ich konnte nicht ihre schlechten Seiten sehen bzw. muss sie jetzt erahnen. Die Sache ist die, auch wenn das jetzt bescheuert klingt, dass sie auch Dinge hatte, die ich halt bewundert habe, weil ich sie nicht so machte - aber toll fand. Z.B. das sie zielstrebig arbeiten konnte - was ich nicht so hinkriege (insgeheim aber will).
Negative Dinge fallen mir wirklich nicht ein, geklammert- jein, unselbstständig -nein - ok sie hat sich ohne Familie und Freune zu sehr allein gefühlt, aber das kann ich ihr nicht wirklich als Vorwurf machen. Ok, dann noch etwas Negatives - zu konsequent, was ich halt erst nach einem Jahr bemerken konnte!
Du siehst - auf der Schiene kann man nicht soviel machen! Auch nicht die berühmten Punkte, dass ich nun alles machen kann, was ich will - funzt auch nicht, dass es ja sowieso schon eine Fernbeziehung war!
Die Gründe für die Trennung sind verschwommen, ihre Antwort war immer: "Sie muss ehrlich zu sich sein, wenn sie Gefühle für einen anderen haben kann, ist das mit mir nicht das Wahre". Tja, keine Liebe - keine Ziele und Zukunft mehr zusammen - so einfach war dann die weitere Formel! Wie gesagt das Ganze spielte sich innerhalb eines Monates ab - altes, verzweifeltes Leben und Beziehung weg - neues Leben ud Ziele her! Das nenn ich doch Konsequenz!!! Das Problem bei mir war eher, dass ich niemals dachte, dass eine gute Beziehung und ein gutes Umfeld zusammengehören müssen- sonst hätte ich anders reagiert. Ich sah ihre Probleme, wiegte mich aber in Sicherheit, dass unsere Beziehung ja gut ist und diese beiden nicht zueinander gehören - was für ein Trugschluss, oder? Das tut mir auch mit am zweitmeisten weh ;) ....
Du hast recht, sie wird einen Entwicklungsschub machen - ich glaube nicht, dass er schlecht sein wird, eher wird sie noch interessanter werden.
Aber es ist ja auch für mich eine Chance mich zu entwicklen, denn die Trennung zeigt mir meine Schwachstellen ziemlich genau, leider auch welche, die halt nicht rational sind bzw. noch mehr Probleme erzeugen! Aber muss man dazu erst in eine Trennung kommen?
Also nochmal zu der Frage....Sie ist jetzt ein anderer Mensch, den ich nicht kenne...ich denke eher, den ich niemals richtig kennengelernt habe ;) ....
Nun die Sache mit den Spaniern ;) . Ja, es ist nicht rational....es war eher so...das ich mir dabei dachte....ok so eine hübsche, intelligente, vielfältige Frau UND dann ist sie auch noch Spanierin, d.h. ein tolles Land, sie spricht die weitverbreiteste Sprache und hat schöne Kulturen. Integraler Bestandteil unseres Kennenlernens und auch Beziehung war, dass wir uns ausgiebig über die Gepflogenheiten der jeweiligen Kultur ausgetauscht haben - stundenlang. Dann bemerkte ich auch noch, wie sehr mich wohl dunkle Augen und dunkle Haare faszinierten...und ich dachte JACKPOT *g*
Also du siehst, es ist nicht die Oberflächlichkeit - ich habe mich natürlich in ein tolles und intelligentes Mädel verliebt UND dann aber noch gedacht - UND das noch dazu - hübsch und international, besser gehts doch nicht - war wie ein Bonus!
Vielleicht kannst du dir das so vorstellen, dass du halt einen tollen Partner hast - der dann halt noch zusätzlich sehr gut Theater spielt oder Sprachen spricht. Das brauchst du nicht, damit die Beziehung funktioniert, aber es bereichert dich doch und die Beziehung ungemein- wie ein Bonus ;) .
Naja, und hier laufen mir halt auch viele Spanier über den Weg, ich höre ständig die Musik, sie feiern gute Partys und dann denkt man - so etwas in der Art war doch auch mal ZUSÄTZLICH neben den "tollen" Eigenschaften
Ich hoffe du verstehst es etwas besser - hat ja auch sehr viel mit dem Loslassen zu tun. Ich wollte nur noch einmal erläutern, warum es für mich so schwer fällt - glaube halt kaum, dass es das Schicksal nochmal so gut meint. Werde bestimmt auch wieder ne Liebe und Nette finden können, aber die Wahrscheinlichkeit das sie dann auch noch so jackpotmässig ist, ehe gering - aber vielleicht denkt man darüber dann nicht mehr nach! Hab aber schon Angst, dass ich Vergleichen werde. Hat sicher aber auch etwas mit meinem Charakter zu tun, dass ich auch eine Partnerin bewundern will. Ich hoffe du denkst nun nicht, ich wäre irgendwie ein Egoist...ich schreibe dir nur meine Gedanken auf - und glaube mir, diese Gedanken machen mir wirklich Probleme - dann denkt man weiter wie "Hätte" und "Wieso" und lässt nicht los!
Puh, langer Text...schwierig die Sache..Idealisieren, in manchen Aspekten schon...da hast du Recht...
Ich komme da schwierig raus und will es ja selber! Vor allem versuche ich es über eine Steigerung meines Selbstwertgefühls...d.h. wenn ich es schaffe selber zielstrebig zu arbeiten, ist es mir vielleicht dann bei einem Partner nicht so wichtig...keine Ahnung?
Und bei dir?
so bin wieder im Wohnheim...war gerade auf einer kleinen Wiedersehensfeier mit den ganzen Polen. Ich denke Eryn, ich habe das Ganze etwas missverständlich ausgedrückt...ist nicht immer einfach Gedanken, Gefühle in Worten auszudrücken!
Ich denke auch die Gedankengänge eines Verlassenen sind da aucj etwas komisch. Viele Dinge die ich sage, sind nicht sehr rational bzw. nicht logisch, machen mir aber wirklich Probleme und belasten mich!
Zu deinem Trick Eryn ;) ...ja, davon habe ich auch gehört und es stimmt wohl auch. Du hast aber sicher auch am Anfang des Forums gelesen, dass wir ein Jahr zusammen waren ohne Probleme, d.h. ich konnte nicht ihre schlechten Seiten sehen bzw. muss sie jetzt erahnen. Die Sache ist die, auch wenn das jetzt bescheuert klingt, dass sie auch Dinge hatte, die ich halt bewundert habe, weil ich sie nicht so machte - aber toll fand. Z.B. das sie zielstrebig arbeiten konnte - was ich nicht so hinkriege (insgeheim aber will).
Negative Dinge fallen mir wirklich nicht ein, geklammert- jein, unselbstständig -nein - ok sie hat sich ohne Familie und Freune zu sehr allein gefühlt, aber das kann ich ihr nicht wirklich als Vorwurf machen. Ok, dann noch etwas Negatives - zu konsequent, was ich halt erst nach einem Jahr bemerken konnte!
Du siehst - auf der Schiene kann man nicht soviel machen! Auch nicht die berühmten Punkte, dass ich nun alles machen kann, was ich will - funzt auch nicht, dass es ja sowieso schon eine Fernbeziehung war!
Die Gründe für die Trennung sind verschwommen, ihre Antwort war immer: "Sie muss ehrlich zu sich sein, wenn sie Gefühle für einen anderen haben kann, ist das mit mir nicht das Wahre". Tja, keine Liebe - keine Ziele und Zukunft mehr zusammen - so einfach war dann die weitere Formel! Wie gesagt das Ganze spielte sich innerhalb eines Monates ab - altes, verzweifeltes Leben und Beziehung weg - neues Leben ud Ziele her! Das nenn ich doch Konsequenz!!! Das Problem bei mir war eher, dass ich niemals dachte, dass eine gute Beziehung und ein gutes Umfeld zusammengehören müssen- sonst hätte ich anders reagiert. Ich sah ihre Probleme, wiegte mich aber in Sicherheit, dass unsere Beziehung ja gut ist und diese beiden nicht zueinander gehören - was für ein Trugschluss, oder? Das tut mir auch mit am zweitmeisten weh ;) ....
Du hast recht, sie wird einen Entwicklungsschub machen - ich glaube nicht, dass er schlecht sein wird, eher wird sie noch interessanter werden.
Aber es ist ja auch für mich eine Chance mich zu entwicklen, denn die Trennung zeigt mir meine Schwachstellen ziemlich genau, leider auch welche, die halt nicht rational sind bzw. noch mehr Probleme erzeugen! Aber muss man dazu erst in eine Trennung kommen?
Also nochmal zu der Frage....Sie ist jetzt ein anderer Mensch, den ich nicht kenne...ich denke eher, den ich niemals richtig kennengelernt habe ;) ....
Nun die Sache mit den Spaniern ;) . Ja, es ist nicht rational....es war eher so...das ich mir dabei dachte....ok so eine hübsche, intelligente, vielfältige Frau UND dann ist sie auch noch Spanierin, d.h. ein tolles Land, sie spricht die weitverbreiteste Sprache und hat schöne Kulturen. Integraler Bestandteil unseres Kennenlernens und auch Beziehung war, dass wir uns ausgiebig über die Gepflogenheiten der jeweiligen Kultur ausgetauscht haben - stundenlang. Dann bemerkte ich auch noch, wie sehr mich wohl dunkle Augen und dunkle Haare faszinierten...und ich dachte JACKPOT *g*
Also du siehst, es ist nicht die Oberflächlichkeit - ich habe mich natürlich in ein tolles und intelligentes Mädel verliebt UND dann aber noch gedacht - UND das noch dazu - hübsch und international, besser gehts doch nicht - war wie ein Bonus!
Vielleicht kannst du dir das so vorstellen, dass du halt einen tollen Partner hast - der dann halt noch zusätzlich sehr gut Theater spielt oder Sprachen spricht. Das brauchst du nicht, damit die Beziehung funktioniert, aber es bereichert dich doch und die Beziehung ungemein- wie ein Bonus ;) .
Naja, und hier laufen mir halt auch viele Spanier über den Weg, ich höre ständig die Musik, sie feiern gute Partys und dann denkt man - so etwas in der Art war doch auch mal ZUSÄTZLICH neben den "tollen" Eigenschaften
Ich hoffe du verstehst es etwas besser - hat ja auch sehr viel mit dem Loslassen zu tun. Ich wollte nur noch einmal erläutern, warum es für mich so schwer fällt - glaube halt kaum, dass es das Schicksal nochmal so gut meint. Werde bestimmt auch wieder ne Liebe und Nette finden können, aber die Wahrscheinlichkeit das sie dann auch noch so jackpotmässig ist, ehe gering - aber vielleicht denkt man darüber dann nicht mehr nach! Hab aber schon Angst, dass ich Vergleichen werde. Hat sicher aber auch etwas mit meinem Charakter zu tun, dass ich auch eine Partnerin bewundern will. Ich hoffe du denkst nun nicht, ich wäre irgendwie ein Egoist...ich schreibe dir nur meine Gedanken auf - und glaube mir, diese Gedanken machen mir wirklich Probleme - dann denkt man weiter wie "Hätte" und "Wieso" und lässt nicht los!
Puh, langer Text...schwierig die Sache..Idealisieren, in manchen Aspekten schon...da hast du Recht...
Ich komme da schwierig raus und will es ja selber! Vor allem versuche ich es über eine Steigerung meines Selbstwertgefühls...d.h. wenn ich es schaffe selber zielstrebig zu arbeiten, ist es mir vielleicht dann bei einem Partner nicht so wichtig...keine Ahnung?
Und bei dir?
Sie hatte keine Fehler??? Hmm, dann hast du sie wahrscheinlich wirklich nicht gekannt. Es gibt auf dieser wunderbaren Welt keinen Menschen der keine Fehler hat. Das weisst du doch selbst.
Einen Menschen lieben heisst doch nicht nur seine Vorzüge zu schätzen. Ein ganz zentraler Punkt der Liebe ist doch, den anderen in allen (!!!) seinen Eigenschaften zu erkennen und anzunehmen. Für mich ist es ganz wichtig nach der ersten Verliebtheit auch die Fehler und Schwächen meines Partners zu sehen. Dann merke ich, ob ich damit leben kann oder nicht. Und erst wenn ich festgestellt habe, dass ich das kann, habe ich das Gefühl den anderen wirklich zu lieben. Siehst du das nicht genauso?
Das mit der Spanierin... Ja, ich verstehe schon was du meinst. Aber jetzt sag mir bitte: Warum soll dir nicht noch mal ein Mensch begegnen, der dich so fasziniert??? Es werden vielleicht nicht die gleichen Eigenschaften sein, die dich begeistern, aber dafür andere. So what?
Und wenn du dann auch noch von einem Jackpot redest, dann habe ich manchmal das Gefühl, dass du mehr das Bild der Person geliebt hast als die Person selbst. So wie du sie anfangs in der ersten Verliebtheit wahrgenommen hast, entsprach sie genau deinen Vorstellungen. Dass sie Spanierin war passte ganz toll in das Bild, das du von dir selbst und deiner potentiellen Partnerin hattest. Deswegen auch das Gefühl: Jackpot.
Alles normal, verständlich und geht wahrscheinlich jedem von uns so. Aber hast du dich danach darum bemüht, dieses Bild zu hinterfragen? Den wahren Menschen kennen zu lernen? Ihre Schwächen zu sehen? Dein Bild von ihr anzupassen? Es klingt gerade nicht so.
Im übrigen finde ich deinen Vergleich mit dem Theater spielen nicht so schlecht. Mein Ex hatte zum Beispiel ein wunderbares Gefühl für Musik und Lyrik. Das war etwas, das mir vor unserer Beziehung total abging, was ich mir aber selber oft gewünscht hatte, dass ich es auch habe. Nun, er hat mir diesbezügliche eine Menge Dinge näher gebracht. Ich habe heute einen ganz anderen Zugang dazu. Warum sollte jetzt mein Interesse daran abnehmen??? Mein Ex hat da etwas in mir geweckt. Aber wenn ich es jetzt weiterhin mache, dann um meiner selbst willen und nicht um seinetwillen. Und ich denke bei solchen Gelegenheiten auch immer seltener an ihn, einfach weil ich mittlerweile eine Menge eigene Erfahrungen damit verknüpfe.
Warum ist das bei dir nicht genauso? Wenn dich die spanische Lebensart fasziniert, was hält dich davon ab, weiterhin viel mit Spaniern zu tun zu haben? Du sagst doch selbst, dass es dort bei dir eine Menge davon gibt. Das Schöne daran ist doch auch, dass dann sehr bald für dich Spanien nicht mehr gleich deine Ex für dich ist. Weil du so viele andere Menschen mit diesem Land assoziierst. Aber das würde dir natürlich wieder helfen loszulassen ;)
Das mit dem Lernen und weiterentwickeln ist halt wircklich so eine Sache. Leider lernen wir Menschen immer noch am meisten, wenn es uns nicht gut geht. Ich weiss auch nicht, warum das so ist, aber es ist so. Sicher kann man sich auch in einer Partnerschaft gemeinsam weiterentwickeln. Das muss man sogar, wenn man dauerhaft zusammen bleiben will. Und man muss den anderen an dieser Entwicklung teilhaben lassen und er muss teilnehmen wollen.
Aber das alles steht bei dir gerade nicht zur Diskussion. Sie hat festgestellt, dass du nicht mehr in ihr neues Leben passt. Aus welchen Gründen auch immer. Letztlich sind diese Gründe nämlich egal. So hart es ist, du musst dass akzeptieren und nach vorne blicken und dich für dich ganz persönlich weiterentwickeln.
Das ist hart und blöd. Aber du packst das. Ganz sicher :] :]
Ich wünsche dir einen schönen Tag! Eryn
Einen Menschen lieben heisst doch nicht nur seine Vorzüge zu schätzen. Ein ganz zentraler Punkt der Liebe ist doch, den anderen in allen (!!!) seinen Eigenschaften zu erkennen und anzunehmen. Für mich ist es ganz wichtig nach der ersten Verliebtheit auch die Fehler und Schwächen meines Partners zu sehen. Dann merke ich, ob ich damit leben kann oder nicht. Und erst wenn ich festgestellt habe, dass ich das kann, habe ich das Gefühl den anderen wirklich zu lieben. Siehst du das nicht genauso?
Das mit der Spanierin... Ja, ich verstehe schon was du meinst. Aber jetzt sag mir bitte: Warum soll dir nicht noch mal ein Mensch begegnen, der dich so fasziniert??? Es werden vielleicht nicht die gleichen Eigenschaften sein, die dich begeistern, aber dafür andere. So what?
Und wenn du dann auch noch von einem Jackpot redest, dann habe ich manchmal das Gefühl, dass du mehr das Bild der Person geliebt hast als die Person selbst. So wie du sie anfangs in der ersten Verliebtheit wahrgenommen hast, entsprach sie genau deinen Vorstellungen. Dass sie Spanierin war passte ganz toll in das Bild, das du von dir selbst und deiner potentiellen Partnerin hattest. Deswegen auch das Gefühl: Jackpot.
Alles normal, verständlich und geht wahrscheinlich jedem von uns so. Aber hast du dich danach darum bemüht, dieses Bild zu hinterfragen? Den wahren Menschen kennen zu lernen? Ihre Schwächen zu sehen? Dein Bild von ihr anzupassen? Es klingt gerade nicht so.
Im übrigen finde ich deinen Vergleich mit dem Theater spielen nicht so schlecht. Mein Ex hatte zum Beispiel ein wunderbares Gefühl für Musik und Lyrik. Das war etwas, das mir vor unserer Beziehung total abging, was ich mir aber selber oft gewünscht hatte, dass ich es auch habe. Nun, er hat mir diesbezügliche eine Menge Dinge näher gebracht. Ich habe heute einen ganz anderen Zugang dazu. Warum sollte jetzt mein Interesse daran abnehmen??? Mein Ex hat da etwas in mir geweckt. Aber wenn ich es jetzt weiterhin mache, dann um meiner selbst willen und nicht um seinetwillen. Und ich denke bei solchen Gelegenheiten auch immer seltener an ihn, einfach weil ich mittlerweile eine Menge eigene Erfahrungen damit verknüpfe.
Warum ist das bei dir nicht genauso? Wenn dich die spanische Lebensart fasziniert, was hält dich davon ab, weiterhin viel mit Spaniern zu tun zu haben? Du sagst doch selbst, dass es dort bei dir eine Menge davon gibt. Das Schöne daran ist doch auch, dass dann sehr bald für dich Spanien nicht mehr gleich deine Ex für dich ist. Weil du so viele andere Menschen mit diesem Land assoziierst. Aber das würde dir natürlich wieder helfen loszulassen ;)
Das mit dem Lernen und weiterentwickeln ist halt wircklich so eine Sache. Leider lernen wir Menschen immer noch am meisten, wenn es uns nicht gut geht. Ich weiss auch nicht, warum das so ist, aber es ist so. Sicher kann man sich auch in einer Partnerschaft gemeinsam weiterentwickeln. Das muss man sogar, wenn man dauerhaft zusammen bleiben will. Und man muss den anderen an dieser Entwicklung teilhaben lassen und er muss teilnehmen wollen.
Aber das alles steht bei dir gerade nicht zur Diskussion. Sie hat festgestellt, dass du nicht mehr in ihr neues Leben passt. Aus welchen Gründen auch immer. Letztlich sind diese Gründe nämlich egal. So hart es ist, du musst dass akzeptieren und nach vorne blicken und dich für dich ganz persönlich weiterentwickeln.
Das ist hart und blöd. Aber du packst das. Ganz sicher :] :]
Ich wünsche dir einen schönen Tag! Eryn
Huhu Eryn,
bin gerade auf Arbeit und will lieber jetzt nicht antworten, damit ich ein bissel was schaffe ;) ...werde das heute nachmittag machen!
Lieben Gruss!
Miomei
bin gerade auf Arbeit und will lieber jetzt nicht antworten, damit ich ein bissel was schaffe ;) ...werde das heute nachmittag machen!
Lieben Gruss!
Miomei
So,
ist nun doch später geworden, da ich noch in der Stadt war. Ich glaube ich werde hier meine ausländischen Freunde schrecklich vermissen, man gewöhnt sich so an sie. Ich weiss gar nicht was meine Ex hatte, ich glaube, wenn man wirklich will, kann man hier gute Freunde finden und muss sich nicht so allein fühlen! ich glaube die sind mir zur Zeit ziemlich wichtig, aber nun gehen sie Stück für Stück....
Ja, das stimmt....und ich sehe es genau so, dass man an seinem Partner auch die Schwächen lieben sollte. Ich habe sogar das Problem, dass ich mich manchmal zu sehr in die Schwächen verliebe und dann zum "Helfer" mutiere - auch nicht so vorteilhaft, denn man gibt sich zu sehr auf...das war z.B. bei meiner ExExEx so ;) .
Ich denke dagegen meine Ex hat auch meine Schwächen gekannt und war einverstanden damit, ich etwas chaotisch, nachdenklich und zweifelnd....und ich war irgendwie froh sie halt bei ihren Problemen zu unterstützen, vielleicht zuviel Unterstützung?
Die Frage, mit dem Bild versteh ich nicht ganz. Ich habe den Menschen geliebt und dieser Mensch hatte halt auch Eigenschaften und konnte etwas - wieso verliebe ich mich da in ein Bild? Ich denke nicht, dass ich die rosarote Brille aufhatte, ok, in der Hinsicht, dass ich glaubte unsere Beziehung kann nichts anhaben, aber ich hatte mit ihr schon ein paar harte Zeiten (Tod Vater, Operation) durchgemacht, so dass ich dachte, das stärkte eher...
Ob ich versucht habe das Bild zu hinterfragen? Hm, ich weiss nicht was du meinst, du meinst bewusst auf die Suche nach Schwächen zu machen? Ist doch eigentlich Quatsch, wenn in einer Beziehung alles gut läuft und ich zufrieden bin, oder?
Schön, dass dir mein Vergleich mit dem Theater spielen gefällt - da kannst du es gut nachvollziehen. Man sagt ja auch so schön, dass man sich in einem Partner oftmals das sucht, was man sich selber wünscht - sein inneres Ebenbild. Leider bin ich da ziemlich "faul" meine Interessen durchzuziehen, was ich ziemlich doof finde. Weiss z.Bsp. das ich vielleicht gerne tanzen würde, aber kann es irgendwie nicht angehen....
Zu den Spaniern...ja, ich will es auch versuchen wieder Kontakt mit ihnen zu kriegen, aber die ersten 3 Monate hier, war ich immer sehr traurig, wenn ich sie reden gehört habe oder die Mädels sah...dann sticht es einfach im Bauch und man kann nicht so ungezwungen reden, ich taste mich da langsam ran!
Der blödeste Gedanke von mir ist, dass ich irgendwie Angst habe, dass sie sich rasant weiterentwickelt und ich stehenbleibe...deswegen auch habe ich in letzter Zeit immer gegrübelt wegen Master und Doktor und co...denn irgendwie habe ich den Zwand zu glauben, dass ich doch irgendwie profitieren muss von der Trennung!! Irgendwo muss doch die ausgleichende Gerechtigkeit sein?! Bei mir ist aber erstmal das Studium zu Ende und ich muss arbeiten, während meine Ex vielleicht promoviert, die 4. Fremdsprache lernt und eine neue Tanzart ausübt....und ich will das lieber nicht wissen, weil ich mir dann vorkomme, als ob ich sie sowieso nicht verdient hätte...oder? Ist das komisch gedacht?
Ich nehme dich beim Wort und lade dich zu einer grossen Party ein, falls ich wieder mal jmd. Faszinierenden kennenlernen. Bis jetzt kam immer was Besseres, nun vielleicht was Anderes...hm ;( ....vielleicht erstmal ICH
Akzeptieren....wow....muss man die Lektion so hart lernen?
ist nun doch später geworden, da ich noch in der Stadt war. Ich glaube ich werde hier meine ausländischen Freunde schrecklich vermissen, man gewöhnt sich so an sie. Ich weiss gar nicht was meine Ex hatte, ich glaube, wenn man wirklich will, kann man hier gute Freunde finden und muss sich nicht so allein fühlen! ich glaube die sind mir zur Zeit ziemlich wichtig, aber nun gehen sie Stück für Stück....
Ja, das stimmt....und ich sehe es genau so, dass man an seinem Partner auch die Schwächen lieben sollte. Ich habe sogar das Problem, dass ich mich manchmal zu sehr in die Schwächen verliebe und dann zum "Helfer" mutiere - auch nicht so vorteilhaft, denn man gibt sich zu sehr auf...das war z.B. bei meiner ExExEx so ;) .
Ich denke dagegen meine Ex hat auch meine Schwächen gekannt und war einverstanden damit, ich etwas chaotisch, nachdenklich und zweifelnd....und ich war irgendwie froh sie halt bei ihren Problemen zu unterstützen, vielleicht zuviel Unterstützung?
Die Frage, mit dem Bild versteh ich nicht ganz. Ich habe den Menschen geliebt und dieser Mensch hatte halt auch Eigenschaften und konnte etwas - wieso verliebe ich mich da in ein Bild? Ich denke nicht, dass ich die rosarote Brille aufhatte, ok, in der Hinsicht, dass ich glaubte unsere Beziehung kann nichts anhaben, aber ich hatte mit ihr schon ein paar harte Zeiten (Tod Vater, Operation) durchgemacht, so dass ich dachte, das stärkte eher...
Ob ich versucht habe das Bild zu hinterfragen? Hm, ich weiss nicht was du meinst, du meinst bewusst auf die Suche nach Schwächen zu machen? Ist doch eigentlich Quatsch, wenn in einer Beziehung alles gut läuft und ich zufrieden bin, oder?
Schön, dass dir mein Vergleich mit dem Theater spielen gefällt - da kannst du es gut nachvollziehen. Man sagt ja auch so schön, dass man sich in einem Partner oftmals das sucht, was man sich selber wünscht - sein inneres Ebenbild. Leider bin ich da ziemlich "faul" meine Interessen durchzuziehen, was ich ziemlich doof finde. Weiss z.Bsp. das ich vielleicht gerne tanzen würde, aber kann es irgendwie nicht angehen....
Zu den Spaniern...ja, ich will es auch versuchen wieder Kontakt mit ihnen zu kriegen, aber die ersten 3 Monate hier, war ich immer sehr traurig, wenn ich sie reden gehört habe oder die Mädels sah...dann sticht es einfach im Bauch und man kann nicht so ungezwungen reden, ich taste mich da langsam ran!
Der blödeste Gedanke von mir ist, dass ich irgendwie Angst habe, dass sie sich rasant weiterentwickelt und ich stehenbleibe...deswegen auch habe ich in letzter Zeit immer gegrübelt wegen Master und Doktor und co...denn irgendwie habe ich den Zwand zu glauben, dass ich doch irgendwie profitieren muss von der Trennung!! Irgendwo muss doch die ausgleichende Gerechtigkeit sein?! Bei mir ist aber erstmal das Studium zu Ende und ich muss arbeiten, während meine Ex vielleicht promoviert, die 4. Fremdsprache lernt und eine neue Tanzart ausübt....und ich will das lieber nicht wissen, weil ich mir dann vorkomme, als ob ich sie sowieso nicht verdient hätte...oder? Ist das komisch gedacht?
Ich nehme dich beim Wort und lade dich zu einer grossen Party ein, falls ich wieder mal jmd. Faszinierenden kennenlernen. Bis jetzt kam immer was Besseres, nun vielleicht was Anderes...hm ;( ....vielleicht erstmal ICH
Akzeptieren....wow....muss man die Lektion so hart lernen?
Hallo,
ich bins mal wieder...am Montag abend! Ich schreib einfach mal meine Gefühle heute auf. Gestern war ich auf einem kleinen, gemütlichen Abend, wo Kuchen mit einer Figur drinnen (zur Feier der Heiligen Drei Könige) gegessen wurde. Wenn man das Stück mit einer Figur drinnen erwischt, ist man König und sucht sich seine Königin. War recht lustig und ging so bis Mitternacht.
Es war aber gar nicht so leicht für mich dort zu sein. Es fand nämlich bei einem Paar statt, welche sich selber über einem Austausch kennengelernt haben. Er ist Deutscher und sie Französin. Ich verstehe mich mit dem Deutschen ziemlich gut, er hat in etwa den gleichen Charakter wie ich und wir können ziemlich gut rumwitzeln. Seine Freundin sieht meiner Ex erschreckend ähnlich und hat auch in etwa die Art. Beide reisen auch noch gerne (mit Backpack), haben ähnliche Werte...blabla...also ziemliche Parallelen zu meiner letzten Beziehung....klar, versuche ich mich zu freuen das sie sich gefunden haben...aber zu Hause hat das doch ganz schön geschmerzt, wenn man sieht das er nun das Leben führt, was ich auch gerne gehabt hätte....und das es bei Ihnen klappt und bei mir nicht klappte...da fragt man sich dann wieder mal, ob es vielleicht wirklich nur an den äußeren Umständen lag, das sich meine Ex sich unglücklich fühlte...
Naja, aus Kummer bin ich heute nicht so richtig aus dem Bett gekommen! :( Vorwärts Miomei!
ich bins mal wieder...am Montag abend! Ich schreib einfach mal meine Gefühle heute auf. Gestern war ich auf einem kleinen, gemütlichen Abend, wo Kuchen mit einer Figur drinnen (zur Feier der Heiligen Drei Könige) gegessen wurde. Wenn man das Stück mit einer Figur drinnen erwischt, ist man König und sucht sich seine Königin. War recht lustig und ging so bis Mitternacht.
Es war aber gar nicht so leicht für mich dort zu sein. Es fand nämlich bei einem Paar statt, welche sich selber über einem Austausch kennengelernt haben. Er ist Deutscher und sie Französin. Ich verstehe mich mit dem Deutschen ziemlich gut, er hat in etwa den gleichen Charakter wie ich und wir können ziemlich gut rumwitzeln. Seine Freundin sieht meiner Ex erschreckend ähnlich und hat auch in etwa die Art. Beide reisen auch noch gerne (mit Backpack), haben ähnliche Werte...blabla...also ziemliche Parallelen zu meiner letzten Beziehung....klar, versuche ich mich zu freuen das sie sich gefunden haben...aber zu Hause hat das doch ganz schön geschmerzt, wenn man sieht das er nun das Leben führt, was ich auch gerne gehabt hätte....und das es bei Ihnen klappt und bei mir nicht klappte...da fragt man sich dann wieder mal, ob es vielleicht wirklich nur an den äußeren Umständen lag, das sich meine Ex sich unglücklich fühlte...
Naja, aus Kummer bin ich heute nicht so richtig aus dem Bett gekommen! :( Vorwärts Miomei!
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