Meine Familie lebt ohne mich weiter- ich bin enttäuscht und wütend
49 Antworten11'541 AufrufeGestartet von miaflorentine ·
Liebe Mia,
du lebst rückwärts. Und damit verbaust du dir selbst die Zukunft.
Du willst immer einen Garantieschein für etwas Zukünftiges und willst diesen Schein aber aus der Vergangenheit beziehen. Das wird aber nicht funktionieren. Vor allem nicht auf die Art, wie du es versuchst. Du willst einen Teil deiner Kindheit festhalten, weil es dort Punkte gab, an denen du dich sicher gefühlt hast. Diese Sicherheit haben dir damals deine Eltern gegeben. Es ist aber der Lauf der Zeit, dass man das loslassen muss (ich glaub das Thema "loslassen" hatten wir schon einmal bei dir). Du musst erwachsen werden. Diese Sicherheit, die du suchst, muss im Erwachsenenalter aus dir selbst kommen. Solange du dich auf andere verlassen willst, wirst du scheitern.
Natürlich ist dein Gedanke nicht verkehrt, dass du, wenn du fällst, in die Arme deiner Familie fallen willst. Aber du musst auch verstehen, dass du nicht zu DEINEN Bedingungen fallen kannst sondern nur zu IHREN. Und wenn sie dich nicht mehr in der gewünschten Art auffangen wollen, ist das für dich nicht mehr das Sicherheitsnetz, was du suchst und brauchst. Das ist dann halt der falsche Garantieschein.
Ich bin trotzdem der Meinung, dass es schwer ist, dir einen Ratschlag zu geben. Einfach weil zu vieles auch in deine Therapie reinfallen würde. Die Ratschläge würden sich sozusagen überkreuzen.
du lebst rückwärts. Und damit verbaust du dir selbst die Zukunft.
Ich wüßte so gerne, dass ich ein zu Hause habe, falls alles schief geht. Ich würde so gern sagen können "Familie ist halt immer da, falls mal alles zusammen fällt!"Komplett falsche Denkweise. Heartflower hat es mit ihrem Australien-Aufenthalt praktisch beschrieben, von mir bekommst du die Theorie. ;)
Du willst immer einen Garantieschein für etwas Zukünftiges und willst diesen Schein aber aus der Vergangenheit beziehen. Das wird aber nicht funktionieren. Vor allem nicht auf die Art, wie du es versuchst. Du willst einen Teil deiner Kindheit festhalten, weil es dort Punkte gab, an denen du dich sicher gefühlt hast. Diese Sicherheit haben dir damals deine Eltern gegeben. Es ist aber der Lauf der Zeit, dass man das loslassen muss (ich glaub das Thema "loslassen" hatten wir schon einmal bei dir). Du musst erwachsen werden. Diese Sicherheit, die du suchst, muss im Erwachsenenalter aus dir selbst kommen. Solange du dich auf andere verlassen willst, wirst du scheitern.
Natürlich ist dein Gedanke nicht verkehrt, dass du, wenn du fällst, in die Arme deiner Familie fallen willst. Aber du musst auch verstehen, dass du nicht zu DEINEN Bedingungen fallen kannst sondern nur zu IHREN. Und wenn sie dich nicht mehr in der gewünschten Art auffangen wollen, ist das für dich nicht mehr das Sicherheitsnetz, was du suchst und brauchst. Das ist dann halt der falsche Garantieschein.
Ich bin trotzdem der Meinung, dass es schwer ist, dir einen Ratschlag zu geben. Einfach weil zu vieles auch in deine Therapie reinfallen würde. Die Ratschläge würden sich sozusagen überkreuzen.
Sobald Du aufhörst, Dich als Opfer zu sehen und auch so zu fühlen, bist Du auch imstande, Verantwortung für Dein Leben zu übernehmen. Aber wenn Du weiterhin die Opferrolle übernimmst, bleibst Du immer abhängig von den Anderen.
Vergangenheit ist vergangenheit, auch wenn sie noch so schlimm gewesen ist, man kann nichts weiter tun, als sie zu akzeptieren. Sicher haben Deine Eltern fehler gemacht. Welche Eltern machen das nicht. Aber es nützt nichts, von den Eltern noch irgendetwas zu erwarten. Es bringt Dich auch nicht weiter, wenn Du weiterhin um ihre Liebe und ihr Verständnis kämpfst.
Was Deine Ängste betrifft, geh in die Situationen, die Dir Angst machen. Such Dir für den Anfang nur kleinere Sachen aus. Ich verspreche Dir, Du wirst merken, dass es gar nicht so schlimm ist, diese Gefühle auszuhalten. Aber das hat Dir sicher Dein Therapeut auch schon gesagt. Man kann nicht nur immer darüber sprechen. Man muss auch einmal einen Schritt nach draussen wagen. Nur allein das Sprechen darüber nützt auf lange Zeit nichts. Man muss in die Situationen hineingehen. Erst dann können sich die Knoten lösen.
Vergangenheit ist vergangenheit, auch wenn sie noch so schlimm gewesen ist, man kann nichts weiter tun, als sie zu akzeptieren. Sicher haben Deine Eltern fehler gemacht. Welche Eltern machen das nicht. Aber es nützt nichts, von den Eltern noch irgendetwas zu erwarten. Es bringt Dich auch nicht weiter, wenn Du weiterhin um ihre Liebe und ihr Verständnis kämpfst.
Und ich sehe es eher positiv dass ich mich endlich überwunden habe, es auch auszusprechen. Ist es nicht gut möglich, dass DIES der Beginn des lösens ist?Nein, das sehe ich nicht so. Es ist vorbei. Versuch endlich nach vorne zu schauen.
Was Deine Ängste betrifft, geh in die Situationen, die Dir Angst machen. Such Dir für den Anfang nur kleinere Sachen aus. Ich verspreche Dir, Du wirst merken, dass es gar nicht so schlimm ist, diese Gefühle auszuhalten. Aber das hat Dir sicher Dein Therapeut auch schon gesagt. Man kann nicht nur immer darüber sprechen. Man muss auch einmal einen Schritt nach draussen wagen. Nur allein das Sprechen darüber nützt auf lange Zeit nichts. Man muss in die Situationen hineingehen. Erst dann können sich die Knoten lösen.
Liebe Tylli,
ich kenne die Ursachen und ich habe mich damit beschäftigt, aber mittlerweile geht es darum nicht mehr.Mittlerweile geht es nur noch um ein antrainiertes Verhalten und eine generalisierte Angst, die mich auch körperlich sehr belastet. (Der Körper reagiert einfach auf jahrelangen Dauerstress durch erhöhte Adrenalinwerte und seelische Belastung) Deswegen besteht meine Threapie nicht mehr aus Analystik, sondern aus Training und das erproben neuer Ansätze. Das hat auch nur noch zum kleinen Teil etwas mit meinem Arzt zu tun, sondern ist im Wesentlichen mein Part, den ich täglich umzusetzen habe.
Ich weiß nicht, warum aufkam meine Eltern seien die Ursache, ich würde ihnen dafür die Schuld geben, oder verspräche mir Heilung von einer Vereinigung. Ist doch quatsch. Ich hatte den Wunsch nach Unterstützung, habe eine klare Ansage erhalten und überlege gerade, wie ich damit umgehe, nicht mehr und nicht weniger.
Liebe Justine,
in der Pubertät war ich trotzig, patzig, wollte mein Zimmer nicht aufräumen. Das ist doch etwas völlig anderes, als die bewusste Auseinandersetzung mit meiner Kindheit. Die ich, wie schon mehrfach geschrieben, im wesentlichen ja schon hinter mir habe- aber bisher niemals an meine Eltern heran getreten bin. Für mich war und ist das ein weiterer Schritt. Die Entscheidung hier zu bleiben war keine Entscheidung des Willens, sondern eine des Müssens. Ich hatte Angst, irgendwo neu anzufangen- damals konnte ich mich ja nicht weit von zu Hause entfernen, denn wie bereits erwähnt war meine Krankheit auf dem Höhepunkt. Ich wusste, dass meine Mutter nicht wollte, dass ich mit komme und diese beiden Gründe liessen für mich gar keine andere Wahl. Widerstand wird meine Mutter wohl kaum gespürt haben, eher große Erleichterung.
Ich stimme Dir schon zu, dass es gut ist, wenn man darüber reden kann. Aber ich verstehe nicht, warum das sinnlos sein soll, über die Vergangenheit zu sprechen. Offenbar gibt es bei meinen Eltern ja auch Redebedarf und darüber hinaus kann es eben auch eine grundlage für einen anderen Umgang miteinander sein, Dinge endlich auszusprechen. Keiner von uns tut dass, um an der Vergangenheit etwas zu verändern. Ich habe es definitiv mit dem Blick nach vorne angesprochen.
Ich sehe keinen Widerspruch. Ich habe ja bereits selbst eingeräumt, dass dieses Bild in mir evtl. auch ein kindliches ist, dass nicht den Tatsachen entspricht. Meine Mutter sagt mir, sie hatte damit schon immer Probleme. Ich weiß noch, dass ich irgendwann gedacht habe "wann hat meine Mutter mich eigentlich zuletzt umarmt?" Möglicherweise ist mir das Defizit aber auch erst im Laufe der Zeit bewusst geworden, etwa als ich vergleichen konnte. Ich weiß es nicht und es ist auch egal. Ich analysiere da nicht mehr im Einzelnen herum.
Ja, ich habe Angst etwas falsch zu machen. Besonders meinen Eltern gegenüber. Die waren für mich als Kind immer unberechenbar. Dachte ich, ich sage das richtige, war es oft das völlig falsche. Hatte ich eine andere Meinung, war sie völliger Unsinn und einfach nicht ernstzunehmend. Mein Vater macht andere oft klein. Meine Mutter behauptet, er täte das um sich groß zu fühlen. Ich sage es nicht, weil ich daran groß herum denke, ich erkläre mir nur so meine Schwierigkeiten zu meiner Meinung zu stehen. Wenn ich Jemandem sage, was mich an ihm stört, dann habe ich sofort eine Stimme in mir, die mir sagt "eigentlich ist alles anders....." Wenn ich mir denke "heute lasse ich mal die Wäsche liegen, Gestern habe ich soviel gemacht, dass habe ich mir verdient" dann sagt eine andere "Du bist einfach nur faul". Ehrlich, dass ist immer noch die Stimme meines Vaters, glaube ich. Jedenfalls wünsche ich mir daher nur einmal überzeugen zu können, im Gespräch. Oder besser gesagt bestehen zu können. Einmal meine Meinung sagen und selbst wenn meine Eltern eine andere haben, meine weiterhin festhalten zu können. Das wäre für mich ein Durchbruch. Und dabei geht es gar nicht um das Ziel. Ich hab mein Ziel gar nicht definiert. Oder eben nur soweit, dass ich meine Meinung sage. Die Wirkung ist gar nicht wichtig.
Danke für Deinen letzten Absatz. Genau das wünsche ich mir auch!
Liebe Charlies Berta,
danke für Deine Antwort. Ich habe schon soviel durchgemacht und hart Zeiten hinter mir- eigentlich müsste ich mich erwachsen fühlen. Viele, die mich kennen merken mir die Lebenserfahrung auch an (auch wenn es, wie ihr ja merkt, an einigen gewissen Punkten ordentlich hakt und einfach nicht "rollen" will) aber das sagenumwogene "innere Kind" sehnt sich einfach in diesen Urzustand zurück. Totale unselbstständigkeit, alle Verantwortung abgegeben, zurück in mein schönes zu Hause in die Schule, wo wir wie eine große Familie waren.... Ich bin ja nicht dumm, ich bin die Tochter eines Realisten. Ich weiß solche Gedanken bringen mich nicht weiter und machen keinen Sinn. Aber ich habe sie trotzdem, wenn es mir schlecht geht.Ich bin nicht generell unsicher. Als Mutter kann ich sehr gezielt Entscheidungen treffen genauso konnte ich es in meinem ehemaligen Beruf, der sehr verantwortungsvoll war.Nur bei mir bin ich immer so verdammt unsicher.
Aber ich suche doch keinen Schuldigen. Ich sage doch immer wieder, dass ich meinen Eltern keine Schuld gebe. Ich gebe auch nicht dem Mann Schuld, der mich Jahrelang gequält und geschlagen hat- ehrlich. Ich weiß, dass ich es war, der hat all dass mit sich machen lassen. Ihn konnte ich damals anschauen nur mich nicht, im Spiegel. Ich neige zur Opferhaltung, das merke ich selbst. Aber die Wurzel ist nicht die Abgabe von Schuld, sondern ich glaube ich habe Angst sonst die Zuneigung zu verlieren. Es ist bisher nur ein leiser Therapiegedanke, an dem wir gearbeitet haben, aber ich glaube daran könnte etwas Wahres sein. Schrecklich. Ekelhaft. Ich will nicht so sein. Aber unterbewusst scheint es tief drin zu sitzen, dass mir keine Liebe entzogen wird, solange ich ein "Opfer" bin- zumindest oberflächlich nicht.
Ich möchte ja Abschiednehmen von diesen Wünschen, die mir nichts helfen, der Sehnsucht. Das versuche ich ja. Aber dass ist eben auch nicht so leicht, wenn man unglücklich ist. Dann neigt man zum sinnieren. Ich seh den Kreislauf ja auch ein. Und ich habe schon so oft gesagt, es geht gar nicht um nicht Akzeptanz. Ich gebe zu, ich hatte eine gewisse Erwartungshaltung. Aber ich weiß auch, dass in mir der Prozess im Gange ist.
Liebe Hearthflower,
Deine Einstellung ist sehr löblich und sicherlich gesund. Trotzdem denke ich nicht, dass sie die Regel ist. Die meisten Menschen stecken voll mit Erwartungen und jeder profitiert doch letztendlich vom anderen, auf irgendeine Weise. Versteh mich nicht falsch, ich finde Deine Anregungen auch wertvoll und bin dankbar, aber in meiner Situation klingen sie für mich einfach wenig greifbar. Du scheinst eben sehr selbstlos zu sein und eigenständig, dass bin ich nun mal nicht.
Ich erkläre mich, weil es mir hilft mal alles los zu werden. Ich habe Niemanden, mit dem ich reden kann. Oder nur Menschen, de immer gegen meine Eltern sind: Meine Schwiegereltern schütteln immer nur den Kopf, weil sie diesen Grundsatz "Eltern müssen immer für die Kinder dasein" haben und auch leben (ich sehe es nicht so) oder mein bester Freund, der eine völlig, völlig andere Mutter hat, de bis zur Selbstaufopferung um ihre Kinder herumsorgt (auch nicht gut) oder meinen Mann,der eben auch andere Eltern hat und sieht, dass ich manchmal traurig bin und dann auch nur Fürsprecher ist.Und so spucke ich meine Gedanken aus und bin dankbar, wenn andere dazu Stellung beziehen. Eben weil sie Jahre nur in mir drin waren. Dass ich mich hin und wieder angegriffen fühle ist doch klar, oder nicht? Selbst wenn ich wollte könnte ich dagegen nichts tun- das sind eben Gefühle. Und obwohl ich genauso zu den Leuten gehöre, die anderen immer gute und schlaue Tips geben (obwohl ich es vielleicht selbst nicht besser kann) ist es etwas anderes, wenn man dann selbst in der Situation steckt.
Ich verstehe halt nicht, warum hier so betont wird, dass ich alles akzeptieren muss. Etwas zu akzeptieren ist ein Prozess und ich stecke mitten drin. Ich muss doch nicht innerhalb von drei Tagen etwas akzeptieren, was so existentiell ist, wie die loslösung von meinen Eltern. Ich bin schon weit gekommen, aber zum endgültigen Schritt fehlt eben etwas.
Zum Beispiel ein Gespräch mit meiner Mutter, was es so noch nie gab. Warum sollte ich vorher alles akzeptieren, wenn ich mit ihr noch gar nicht gesprochen habe? Ich finde Eure Meinungen einfach etwas überspitzt. Ihr setzt so den Decken auf einen brodelnden Topf- akzeptieren, akzeptieren. Wenn ich jetzt schon Jahre hinter meinen Eltern herlaufen würde. Aber dass ist doch gar nicht der Fall. Ich habe den Thread aufgemacht, um darüber zu reden und eine Meinung zu finden, die ich auch endlich vertreten kann. Nicht um sofort zu hören- Du musst das akzeptieren. Dass tue ich doch.
Ich möchte nur eine Haltung finden. Und da ich erfahren habe, dass ich oft zum schwarz-weiß denken neige, wollte ich andere Meinungen hören. Solche, die die Sicht meiner Eltern verstehen können sind mir genauso recht wie die, die meine Haltung nachvollziehen können.
Sehnsucht ist doch keine Erwartung. Es sind Wünsche. Diese Wünsche habe ich lange in mir getragen und jetzt ausgesprochen. Ich habe eine entsprechende Reaktion erhalten und jetzt sollte ich meine Sehnsüchte der Realität anpassen. Ich bin doch dabei.
Das Zitat finde ich trotzdem passend- danke!
Hallo Tylli,
ja- loslassen ist wohl generell mein großes Thema! Ich muss es lernen. Ich will es lernen :( Wegen der Therapie musst Du Dir keine Gedanken machen. Ich sammle Input- ich bin kein Idiot der alles schluckt. Ich sortiere, was ich annehmen kann/möchte und was nicht und ziehe Resultate. Das ist genau dass, was mein Therapeut sich von mir wünscht, denn der größte Anteil ist der Eigenanteil. Ich bespreche Resultate mit ihm und dabei gibt es kein richtig oder falsch. Ich mag unsicher sein, aber ich bin gut darin gute Gedankenansätze aufzunehmen und klug genug, nichts schlechtes daraus zu ziehen. Ich bin nicht instabil, dahingehend- kein Stück.Denn Fakt ist: Es geht um keine Ursachenforschung, in Bezug auf meine Krankheit. Die Therapie besteht nur noch aus training.
Hallo Sealife,
Danke für deine harten,wenn auch ehrlichen Worte. Ich habe oben schon etwas geschrieben, was Deinem Eindruck nahe kommt, Stichwort Opferrolle. Du könntest recht haben, auch wenn es mich anwiedert. Ich weiß nicht wie das passieren konnte, aber ich scheine wirklich leicht in diese Schiene zu rutschen.
Ich akzeptiere meine Vergangenheit- wie schon soooooo oft geschrieben. Ich beschäftige mich nur aus aktellem Anlass damit.,
Ich will nicht um Liebe und Verständnis kämpfen. Eben genau dass will ich nicht mehr. Ich will mich auflehnen und ich will mich lösen. DAS ist für mich ein loslösen.
Ich sehe es aber so und ich spüre doch am besten, was mir gut tut. Nach dem ersten Schock spüre ich, dass es mir gut getan hat, auch wenn ich mich noch nicht wirklich vertreten konnte. Ich WILL mich aber vertreten, das bin ich mir schuldig. Das bin ich dem Kind in mir schuldig, dass ich habe so klein machen lassen.
Und ehrlich gesagt den letzten Satz find eich daneben. Nicht immer nur darüber sprechen. Das ist also ein Urteil, was Du Dir aufgrund meiner Texte erlaubst? Ich packe an, was angepackt werden muss. Ich tue jeden Tag konkret etwas, gegen meine Situation. Nochmal, ich finde einige Empfehlungen total überspitzt. Nicht ich produziere das Verhältnis zu meinen Eltern auf meine Krankheit, sondern andere. Mein Thread läuft grade seit ein paar Tagen, nicht seit Jahren.
ich kenne die Ursachen und ich habe mich damit beschäftigt, aber mittlerweile geht es darum nicht mehr.Mittlerweile geht es nur noch um ein antrainiertes Verhalten und eine generalisierte Angst, die mich auch körperlich sehr belastet. (Der Körper reagiert einfach auf jahrelangen Dauerstress durch erhöhte Adrenalinwerte und seelische Belastung) Deswegen besteht meine Threapie nicht mehr aus Analystik, sondern aus Training und das erproben neuer Ansätze. Das hat auch nur noch zum kleinen Teil etwas mit meinem Arzt zu tun, sondern ist im Wesentlichen mein Part, den ich täglich umzusetzen habe.
Ich weiß nicht, warum aufkam meine Eltern seien die Ursache, ich würde ihnen dafür die Schuld geben, oder verspräche mir Heilung von einer Vereinigung. Ist doch quatsch. Ich hatte den Wunsch nach Unterstützung, habe eine klare Ansage erhalten und überlege gerade, wie ich damit umgehe, nicht mehr und nicht weniger.
Liebe Justine,
in der Pubertät war ich trotzig, patzig, wollte mein Zimmer nicht aufräumen. Das ist doch etwas völlig anderes, als die bewusste Auseinandersetzung mit meiner Kindheit. Die ich, wie schon mehrfach geschrieben, im wesentlichen ja schon hinter mir habe- aber bisher niemals an meine Eltern heran getreten bin. Für mich war und ist das ein weiterer Schritt. Die Entscheidung hier zu bleiben war keine Entscheidung des Willens, sondern eine des Müssens. Ich hatte Angst, irgendwo neu anzufangen- damals konnte ich mich ja nicht weit von zu Hause entfernen, denn wie bereits erwähnt war meine Krankheit auf dem Höhepunkt. Ich wusste, dass meine Mutter nicht wollte, dass ich mit komme und diese beiden Gründe liessen für mich gar keine andere Wahl. Widerstand wird meine Mutter wohl kaum gespürt haben, eher große Erleichterung.
Ich stimme Dir schon zu, dass es gut ist, wenn man darüber reden kann. Aber ich verstehe nicht, warum das sinnlos sein soll, über die Vergangenheit zu sprechen. Offenbar gibt es bei meinen Eltern ja auch Redebedarf und darüber hinaus kann es eben auch eine grundlage für einen anderen Umgang miteinander sein, Dinge endlich auszusprechen. Keiner von uns tut dass, um an der Vergangenheit etwas zu verändern. Ich habe es definitiv mit dem Blick nach vorne angesprochen.
Ich sehe keinen Widerspruch. Ich habe ja bereits selbst eingeräumt, dass dieses Bild in mir evtl. auch ein kindliches ist, dass nicht den Tatsachen entspricht. Meine Mutter sagt mir, sie hatte damit schon immer Probleme. Ich weiß noch, dass ich irgendwann gedacht habe "wann hat meine Mutter mich eigentlich zuletzt umarmt?" Möglicherweise ist mir das Defizit aber auch erst im Laufe der Zeit bewusst geworden, etwa als ich vergleichen konnte. Ich weiß es nicht und es ist auch egal. Ich analysiere da nicht mehr im Einzelnen herum.
Ja, ich habe Angst etwas falsch zu machen. Besonders meinen Eltern gegenüber. Die waren für mich als Kind immer unberechenbar. Dachte ich, ich sage das richtige, war es oft das völlig falsche. Hatte ich eine andere Meinung, war sie völliger Unsinn und einfach nicht ernstzunehmend. Mein Vater macht andere oft klein. Meine Mutter behauptet, er täte das um sich groß zu fühlen. Ich sage es nicht, weil ich daran groß herum denke, ich erkläre mir nur so meine Schwierigkeiten zu meiner Meinung zu stehen. Wenn ich Jemandem sage, was mich an ihm stört, dann habe ich sofort eine Stimme in mir, die mir sagt "eigentlich ist alles anders....." Wenn ich mir denke "heute lasse ich mal die Wäsche liegen, Gestern habe ich soviel gemacht, dass habe ich mir verdient" dann sagt eine andere "Du bist einfach nur faul". Ehrlich, dass ist immer noch die Stimme meines Vaters, glaube ich. Jedenfalls wünsche ich mir daher nur einmal überzeugen zu können, im Gespräch. Oder besser gesagt bestehen zu können. Einmal meine Meinung sagen und selbst wenn meine Eltern eine andere haben, meine weiterhin festhalten zu können. Das wäre für mich ein Durchbruch. Und dabei geht es gar nicht um das Ziel. Ich hab mein Ziel gar nicht definiert. Oder eben nur soweit, dass ich meine Meinung sage. Die Wirkung ist gar nicht wichtig.
Danke für Deinen letzten Absatz. Genau das wünsche ich mir auch!
Liebe Charlies Berta,
danke für Deine Antwort. Ich habe schon soviel durchgemacht und hart Zeiten hinter mir- eigentlich müsste ich mich erwachsen fühlen. Viele, die mich kennen merken mir die Lebenserfahrung auch an (auch wenn es, wie ihr ja merkt, an einigen gewissen Punkten ordentlich hakt und einfach nicht "rollen" will) aber das sagenumwogene "innere Kind" sehnt sich einfach in diesen Urzustand zurück. Totale unselbstständigkeit, alle Verantwortung abgegeben, zurück in mein schönes zu Hause in die Schule, wo wir wie eine große Familie waren.... Ich bin ja nicht dumm, ich bin die Tochter eines Realisten. Ich weiß solche Gedanken bringen mich nicht weiter und machen keinen Sinn. Aber ich habe sie trotzdem, wenn es mir schlecht geht.Ich bin nicht generell unsicher. Als Mutter kann ich sehr gezielt Entscheidungen treffen genauso konnte ich es in meinem ehemaligen Beruf, der sehr verantwortungsvoll war.Nur bei mir bin ich immer so verdammt unsicher.
Aber ich suche doch keinen Schuldigen. Ich sage doch immer wieder, dass ich meinen Eltern keine Schuld gebe. Ich gebe auch nicht dem Mann Schuld, der mich Jahrelang gequält und geschlagen hat- ehrlich. Ich weiß, dass ich es war, der hat all dass mit sich machen lassen. Ihn konnte ich damals anschauen nur mich nicht, im Spiegel. Ich neige zur Opferhaltung, das merke ich selbst. Aber die Wurzel ist nicht die Abgabe von Schuld, sondern ich glaube ich habe Angst sonst die Zuneigung zu verlieren. Es ist bisher nur ein leiser Therapiegedanke, an dem wir gearbeitet haben, aber ich glaube daran könnte etwas Wahres sein. Schrecklich. Ekelhaft. Ich will nicht so sein. Aber unterbewusst scheint es tief drin zu sitzen, dass mir keine Liebe entzogen wird, solange ich ein "Opfer" bin- zumindest oberflächlich nicht.
Ich möchte ja Abschiednehmen von diesen Wünschen, die mir nichts helfen, der Sehnsucht. Das versuche ich ja. Aber dass ist eben auch nicht so leicht, wenn man unglücklich ist. Dann neigt man zum sinnieren. Ich seh den Kreislauf ja auch ein. Und ich habe schon so oft gesagt, es geht gar nicht um nicht Akzeptanz. Ich gebe zu, ich hatte eine gewisse Erwartungshaltung. Aber ich weiß auch, dass in mir der Prozess im Gange ist.
Liebe Hearthflower,
Deine Einstellung ist sehr löblich und sicherlich gesund. Trotzdem denke ich nicht, dass sie die Regel ist. Die meisten Menschen stecken voll mit Erwartungen und jeder profitiert doch letztendlich vom anderen, auf irgendeine Weise. Versteh mich nicht falsch, ich finde Deine Anregungen auch wertvoll und bin dankbar, aber in meiner Situation klingen sie für mich einfach wenig greifbar. Du scheinst eben sehr selbstlos zu sein und eigenständig, dass bin ich nun mal nicht.
Ich erkläre mich, weil es mir hilft mal alles los zu werden. Ich habe Niemanden, mit dem ich reden kann. Oder nur Menschen, de immer gegen meine Eltern sind: Meine Schwiegereltern schütteln immer nur den Kopf, weil sie diesen Grundsatz "Eltern müssen immer für die Kinder dasein" haben und auch leben (ich sehe es nicht so) oder mein bester Freund, der eine völlig, völlig andere Mutter hat, de bis zur Selbstaufopferung um ihre Kinder herumsorgt (auch nicht gut) oder meinen Mann,der eben auch andere Eltern hat und sieht, dass ich manchmal traurig bin und dann auch nur Fürsprecher ist.Und so spucke ich meine Gedanken aus und bin dankbar, wenn andere dazu Stellung beziehen. Eben weil sie Jahre nur in mir drin waren. Dass ich mich hin und wieder angegriffen fühle ist doch klar, oder nicht? Selbst wenn ich wollte könnte ich dagegen nichts tun- das sind eben Gefühle. Und obwohl ich genauso zu den Leuten gehöre, die anderen immer gute und schlaue Tips geben (obwohl ich es vielleicht selbst nicht besser kann) ist es etwas anderes, wenn man dann selbst in der Situation steckt.
Ich verstehe halt nicht, warum hier so betont wird, dass ich alles akzeptieren muss. Etwas zu akzeptieren ist ein Prozess und ich stecke mitten drin. Ich muss doch nicht innerhalb von drei Tagen etwas akzeptieren, was so existentiell ist, wie die loslösung von meinen Eltern. Ich bin schon weit gekommen, aber zum endgültigen Schritt fehlt eben etwas.
Zum Beispiel ein Gespräch mit meiner Mutter, was es so noch nie gab. Warum sollte ich vorher alles akzeptieren, wenn ich mit ihr noch gar nicht gesprochen habe? Ich finde Eure Meinungen einfach etwas überspitzt. Ihr setzt so den Decken auf einen brodelnden Topf- akzeptieren, akzeptieren. Wenn ich jetzt schon Jahre hinter meinen Eltern herlaufen würde. Aber dass ist doch gar nicht der Fall. Ich habe den Thread aufgemacht, um darüber zu reden und eine Meinung zu finden, die ich auch endlich vertreten kann. Nicht um sofort zu hören- Du musst das akzeptieren. Dass tue ich doch.
Ich möchte nur eine Haltung finden. Und da ich erfahren habe, dass ich oft zum schwarz-weiß denken neige, wollte ich andere Meinungen hören. Solche, die die Sicht meiner Eltern verstehen können sind mir genauso recht wie die, die meine Haltung nachvollziehen können.
Sehnsucht ist doch keine Erwartung. Es sind Wünsche. Diese Wünsche habe ich lange in mir getragen und jetzt ausgesprochen. Ich habe eine entsprechende Reaktion erhalten und jetzt sollte ich meine Sehnsüchte der Realität anpassen. Ich bin doch dabei.
Das Zitat finde ich trotzdem passend- danke!
Hallo Tylli,
ja- loslassen ist wohl generell mein großes Thema! Ich muss es lernen. Ich will es lernen :( Wegen der Therapie musst Du Dir keine Gedanken machen. Ich sammle Input- ich bin kein Idiot der alles schluckt. Ich sortiere, was ich annehmen kann/möchte und was nicht und ziehe Resultate. Das ist genau dass, was mein Therapeut sich von mir wünscht, denn der größte Anteil ist der Eigenanteil. Ich bespreche Resultate mit ihm und dabei gibt es kein richtig oder falsch. Ich mag unsicher sein, aber ich bin gut darin gute Gedankenansätze aufzunehmen und klug genug, nichts schlechtes daraus zu ziehen. Ich bin nicht instabil, dahingehend- kein Stück.Denn Fakt ist: Es geht um keine Ursachenforschung, in Bezug auf meine Krankheit. Die Therapie besteht nur noch aus training.
Hallo Sealife,
Danke für deine harten,wenn auch ehrlichen Worte. Ich habe oben schon etwas geschrieben, was Deinem Eindruck nahe kommt, Stichwort Opferrolle. Du könntest recht haben, auch wenn es mich anwiedert. Ich weiß nicht wie das passieren konnte, aber ich scheine wirklich leicht in diese Schiene zu rutschen.
Ich akzeptiere meine Vergangenheit- wie schon soooooo oft geschrieben. Ich beschäftige mich nur aus aktellem Anlass damit.,
Ich will nicht um Liebe und Verständnis kämpfen. Eben genau dass will ich nicht mehr. Ich will mich auflehnen und ich will mich lösen. DAS ist für mich ein loslösen.
Ich sehe es aber so und ich spüre doch am besten, was mir gut tut. Nach dem ersten Schock spüre ich, dass es mir gut getan hat, auch wenn ich mich noch nicht wirklich vertreten konnte. Ich WILL mich aber vertreten, das bin ich mir schuldig. Das bin ich dem Kind in mir schuldig, dass ich habe so klein machen lassen.
Und ehrlich gesagt den letzten Satz find eich daneben. Nicht immer nur darüber sprechen. Das ist also ein Urteil, was Du Dir aufgrund meiner Texte erlaubst? Ich packe an, was angepackt werden muss. Ich tue jeden Tag konkret etwas, gegen meine Situation. Nochmal, ich finde einige Empfehlungen total überspitzt. Nicht ich produziere das Verhältnis zu meinen Eltern auf meine Krankheit, sondern andere. Mein Thread läuft grade seit ein paar Tagen, nicht seit Jahren.
Und glaubt mir doch einfach, dass ich weiß, dass analysieren und auf die Vergangenheit schauen keine Lösung bringt. Das ist etwas, dass ich als eller erster gelernt habe. Früher dachte ich auch- wenn ich nur die Konflikte aufdrösel und Erfahrungen verarbeite, dann sei dies der Schlüssel. Bei einigen Menschen mag es ja auch so sein, aber in meiner Situation geht es um die Zukunft! Und dennoch tut es gut- ist es für mich persönlich absolut wohltuend, endlich eine eigene Haltung zu finden. Ja ich weiß, das kostet Kraft aber ich weiß aus Erfahrung, dass es mir persönlich gut tut. Und das bei mir nicht die Gefahr besteht, dass ich keinen Abschluss finde.
liebe mia
ich habe mehr als ein jahrzehnt versucht, meine familie zu "heilen" weil ich gemeint habe, dass ich erst dann ein gesundes und selbstbestimmtes leben führen kann. und ich weiss auch was es bedeutet eine angsterkrankung zu haben, wenn auch nicht in dem ausmass wie du sie hast.
bei mir ging es erst richtig und nachhaltig bergauf als ich folgendes realisiert hatte:
- ich muss für immer auf die elterliche liebe verzichten können die mir seit jeher gefehlt hat
- ich muss meine eltern konsequent auf abstand halten und ihre affirmationen an mir abprallen lassen
- ich muss für mich penibel erörtern wie vieles in mich "eingepflanzt" wurde - auch unausgesprochenes - und muss daran arbeiten dieses loszuwerden weil es mich blockiert
- ich muss akzeptieren, dass jeder nur so viel geben kann wie er/sie selber hat. auch als mutter und vater
- ich muss meinen eltern nicht verzeihen können damit ich ein guter und freier mensch bin
ich wünsch dir alles gute auf deinem weg!
ich habe mehr als ein jahrzehnt versucht, meine familie zu "heilen" weil ich gemeint habe, dass ich erst dann ein gesundes und selbstbestimmtes leben führen kann. und ich weiss auch was es bedeutet eine angsterkrankung zu haben, wenn auch nicht in dem ausmass wie du sie hast.
bei mir ging es erst richtig und nachhaltig bergauf als ich folgendes realisiert hatte:
- ich muss für immer auf die elterliche liebe verzichten können die mir seit jeher gefehlt hat
- ich muss meine eltern konsequent auf abstand halten und ihre affirmationen an mir abprallen lassen
- ich muss für mich penibel erörtern wie vieles in mich "eingepflanzt" wurde - auch unausgesprochenes - und muss daran arbeiten dieses loszuwerden weil es mich blockiert
- ich muss akzeptieren, dass jeder nur so viel geben kann wie er/sie selber hat. auch als mutter und vater
- ich muss meinen eltern nicht verzeihen können damit ich ein guter und freier mensch bin
ich wünsch dir alles gute auf deinem weg!
Liebe sadpk,
vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich werde Deine Ratschläge in jedem Fall beherzigen. Kompensierst Du die fehlende elterliche Liebe auf irgendeine Weise, oder hast Du Dich komplett damit abgefunden, ohne sie zu leben? Danke =)
vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich werde Deine Ratschläge in jedem Fall beherzigen. Kompensierst Du die fehlende elterliche Liebe auf irgendeine Weise, oder hast Du Dich komplett damit abgefunden, ohne sie zu leben? Danke =)
Ich packe an, was angepackt werden muss. Ich tue jeden Tag konkret etwas, gegen meine Situation.Tut mir leid, wenn ich hart geschrieben habe. Es ist zwar nicht Dein Thema, trotzdem möchte ich dazu noch etwas sagen.
Ich weiss aus eigener Erfahrung wie schwer es ist da raus zu kommen. Jeden Tag, Stunde sogar Minute ist ein kampf.
Hilfe, egal von welcher Seite, kann vor allem am Anfang nützlich sein. Mit der Zeit besteht aber die Gefahr, dass man aus der Situation nicht mehr kommt, weil eben diese Hilfe da ist. Manchmal muss man ins kalte Wasser springen. Ja, ich weiss, leicht dahergesagt. Du willst nicht in die Klinik, du willst keine Medikamente nehmen, also was hindert Dich daran, dein Leben trotz diesen Ängsten wieder in die Hand zu nehmen? Glaube mir, es funktioniert wirklich.
Was Deine Eltern angeht, hat sadpk gute Ansätze geschrieben.
Ich wünsche Dir viel Kraft
Liebe Sea Life,
Danke, dass Du noch mal geschrieben hast! Hast Du auch Erfahrungen mit Angsterkrankungen? Stimmt genau, es ist schwer das richtige Maß an Unterstützung zu finden. Und so sehr es einem anfangs hilft, um so mehr kann es einen auch blockieren voran zu kommen.
Ich habe Angst vor Medikamenten, weil ich schlechte Erfahrungen gemacht habe. Durch die Medikamente bin ich damals erst in diese Todesangst hineingerutscht, zuvor hatte ich einfach dieses wahnsinnige Unwohlsein in Läden, Kino, etc. Ich würde mein Leben gerne in die Hand nehmen, so gerne. Mittlerweile ist die Angst selbst gar nicht mehr das größte Problem, sondern das es mir körperlich so schlecht geht, was natürlich zusammen hängt. Ich trainiere zum Beispiel jeden Tag einkaufen gehen und eine große Runde mit dem Hund meiner Schwiegereltern gehen. Aber mit jedem Tag mehr spielt mein Magen mehr verrückt- ich bekomme immer Gastritis. Das geht soweit, bis ich mit Fieber flach liege und tagelang nur Zwieback und Brühe essen kann, bis die Entzündung ausgeheilt ist. An dem Punkt hänge ich fest. Ich muss das Training ständig unterbrechen. Meine Angst kann ich überwinden, aber die Reaktionen meines Körpers machen mich hilflos. Deswegen habe ich Angst ihn noch mehr mit Medikamenten zu belasten- aber mein Arzt sagt, so könnte man den Teufelskreislauf durchbrechen :( Ich will jetzt diese Woche mal Hypnose versuchen. Davon verspreche ich mir keine Heilung, aber vielleicht ist das der Schlüssel, wie ich meinen Körper stärken kann und ihm ein wenig Auszeit von dem Stress bieten kann.
Das war jetzt auch nicht direkt zum Thema :o
Vielen lieben Dank.
Danke, dass Du noch mal geschrieben hast! Hast Du auch Erfahrungen mit Angsterkrankungen? Stimmt genau, es ist schwer das richtige Maß an Unterstützung zu finden. Und so sehr es einem anfangs hilft, um so mehr kann es einen auch blockieren voran zu kommen.
Ich habe Angst vor Medikamenten, weil ich schlechte Erfahrungen gemacht habe. Durch die Medikamente bin ich damals erst in diese Todesangst hineingerutscht, zuvor hatte ich einfach dieses wahnsinnige Unwohlsein in Läden, Kino, etc. Ich würde mein Leben gerne in die Hand nehmen, so gerne. Mittlerweile ist die Angst selbst gar nicht mehr das größte Problem, sondern das es mir körperlich so schlecht geht, was natürlich zusammen hängt. Ich trainiere zum Beispiel jeden Tag einkaufen gehen und eine große Runde mit dem Hund meiner Schwiegereltern gehen. Aber mit jedem Tag mehr spielt mein Magen mehr verrückt- ich bekomme immer Gastritis. Das geht soweit, bis ich mit Fieber flach liege und tagelang nur Zwieback und Brühe essen kann, bis die Entzündung ausgeheilt ist. An dem Punkt hänge ich fest. Ich muss das Training ständig unterbrechen. Meine Angst kann ich überwinden, aber die Reaktionen meines Körpers machen mich hilflos. Deswegen habe ich Angst ihn noch mehr mit Medikamenten zu belasten- aber mein Arzt sagt, so könnte man den Teufelskreislauf durchbrechen :( Ich will jetzt diese Woche mal Hypnose versuchen. Davon verspreche ich mir keine Heilung, aber vielleicht ist das der Schlüssel, wie ich meinen Körper stärken kann und ihm ein wenig Auszeit von dem Stress bieten kann.
Das war jetzt auch nicht direkt zum Thema :o
Vielen lieben Dank.
liebe mia
deine frage wegen der kompensation finde ich interessant. ich denke, dass ich diese fehlende liebe insofern kompensiere, als dass ich sehr intensive freundschaften pflege und eine enorme tiefe in meiner beziehung lebe. beides zusammen stellt meinen "familienersatz" dar. natürlich müssen beide seiten eine solche intensität wollen, wobei mein partner wie auch die meisten meiner freundinnen und freunde ebenfalls solche "verzichtskinder" darstellen.
deine frage wegen der kompensation finde ich interessant. ich denke, dass ich diese fehlende liebe insofern kompensiere, als dass ich sehr intensive freundschaften pflege und eine enorme tiefe in meiner beziehung lebe. beides zusammen stellt meinen "familienersatz" dar. natürlich müssen beide seiten eine solche intensität wollen, wobei mein partner wie auch die meisten meiner freundinnen und freunde ebenfalls solche "verzichtskinder" darstellen.
Liebe sadpk, macht es Dir nicht Angst, diese Tiefe in der Beziehung? Mein Mann sagte nach dem Gespräch mit meinem Vater zu mir "Schatz, wir sind Deine kleine Familie und wir lieben Dich über alles!" Natürlich freue ich mich darüber, aber andererseit habe ich auch Angst, vor dieser Kompensation, weil die Familie auf Basis Mann und Frau nun mal zerbrechlich ist.
Ich bin schon einmal vor meinen Eltern davon in die Arme eines Mannes gelaufen und war absolut unfähig mich zu trennen, weil mein einziger Gedanke war "Er ist das einzige was ich habe, auf der Welt!"
Ich hätte auch gerne einen großen und gut gepflegten Freundeskreis. Leider kann ich ihn aufgrund meiner Erkrankung nicht pflegen. Aber ich denke Freundschaften haben noch am allermeisten Bestandswert.
Vielen Dank noch einmal für Deine Anregungen. Inwiefern hast Du noch Kontakt zu Deinen Eltern? Hat es jemals offene Gespräche gegeben?
Ich bin schon einmal vor meinen Eltern davon in die Arme eines Mannes gelaufen und war absolut unfähig mich zu trennen, weil mein einziger Gedanke war "Er ist das einzige was ich habe, auf der Welt!"
Ich hätte auch gerne einen großen und gut gepflegten Freundeskreis. Leider kann ich ihn aufgrund meiner Erkrankung nicht pflegen. Aber ich denke Freundschaften haben noch am allermeisten Bestandswert.
Vielen Dank noch einmal für Deine Anregungen. Inwiefern hast Du noch Kontakt zu Deinen Eltern? Hat es jemals offene Gespräche gegeben?
liebe mia
ich hatte mir vor meiner jetzigen beziehung eine einjährige beziehungspause verordnet, um einiges in meinem leben aufzuräumen und hatte generell immer ein sehr selbstbestimmtes und unabhängiges leben. denn als kind hatte ich gelernt, dass ich die grösstmögliche sicherheit erlebe, wenn ich alles selber regle, auch emotional. ich denke ich hatte einige beziehungen, ohne mich wirklich emotional auf diese einzulassen. natürlich hatte ich vor der jetzigen beziehung einen riesen schiss, weil ich wusste, dass ich mich darauf einlassen muss weil es sonst nicht gehen würde. mein problem war daher immer schon zu viel und nicht zu wenig autonomie.
und meinen eltern erlaube ich einmal im jahr einen besuch bei uns. alleine besuche ich sie nicht mehr, wenn dann nur mit partner. zudem rufe ich sie etwa einmal im monat an, wobei ich gewisse themen rigoros abklemme wenn meine mutter damit anfängt. denn offene gespräche hatten wir genug, wobei ich immer als zu emotional und nicht kommunikationsfähig hingestellt und mit mindestens einer tonne schuldgefühlen versehen wurde.
ich hatte mir vor meiner jetzigen beziehung eine einjährige beziehungspause verordnet, um einiges in meinem leben aufzuräumen und hatte generell immer ein sehr selbstbestimmtes und unabhängiges leben. denn als kind hatte ich gelernt, dass ich die grösstmögliche sicherheit erlebe, wenn ich alles selber regle, auch emotional. ich denke ich hatte einige beziehungen, ohne mich wirklich emotional auf diese einzulassen. natürlich hatte ich vor der jetzigen beziehung einen riesen schiss, weil ich wusste, dass ich mich darauf einlassen muss weil es sonst nicht gehen würde. mein problem war daher immer schon zu viel und nicht zu wenig autonomie.
und meinen eltern erlaube ich einmal im jahr einen besuch bei uns. alleine besuche ich sie nicht mehr, wenn dann nur mit partner. zudem rufe ich sie etwa einmal im monat an, wobei ich gewisse themen rigoros abklemme wenn meine mutter damit anfängt. denn offene gespräche hatten wir genug, wobei ich immer als zu emotional und nicht kommunikationsfähig hingestellt und mit mindestens einer tonne schuldgefühlen versehen wurde.
Kann es sein, dass du zu viel analysierst? Meist bewegt man sich dabei überhaupt nicht von der Stelle. Auf´s Handeln kommt es an, aber ganz sicher nicht auf Ewig-Analysen.
Ich glaube auch, du baust langsam aber sicher zu viele "Muss" auf. "Ich muss dies" und "ich muss jenes" - wer sagt das denn, dass du etwas "musst"?
Ich glaube auch, du baust langsam aber sicher zu viele "Muss" auf. "Ich muss dies" und "ich muss jenes" - wer sagt das denn, dass du etwas "musst"?
Liebe sadpk, wie schätzt Du Dich im Falle einer Trennung ein, wird es für Dich ein (noch) existentiellerer Verlust als bei Partnern,die ihre Familie hinter sich haben?
Klingt,als ob Deine Eltern die Tatsache annehmen, dass Du bestimmst wieviel Kontakt Du zulässt!?
Liebe Tylli,
ganz bestimmt!!! Mein leben besteht nur aus imaginären Grenzen und Zwängen. Aber ich bin auch in der Lage etwas zu reißen, wenn es darauf ankommt.
Klingt,als ob Deine Eltern die Tatsache annehmen, dass Du bestimmst wieviel Kontakt Du zulässt!?
Liebe Tylli,
ganz bestimmt!!! Mein leben besteht nur aus imaginären Grenzen und Zwängen. Aber ich bin auch in der Lage etwas zu reißen, wenn es darauf ankommt.
bearbeitet #34
liebe mia
es stimmt, meine eltern haben akzeptiert, dass unser kontakt nur noch auf meine initiative folgt. wenn ich mich lange nicht melde, kriege ich dennoch einen vorwurfsvollen anruf den ich dann gleich abklemme.
und weil ich eben mich selber und nicht meine familie als meine sicherheitsbasis betrachte, wäre eine trennung von meinem jetzigen partner sicher sehr traurig aber für mich nicht lebensbedrohlich, denn ich hab ja mich und meinen freundeskreis. meine familie konnte mir nie trost, liebe oder verständnis zur verfügung stellen, wieso soll ich also dort immer noch danach suchen?
in peter schellenbaums buch die wunde der ungeliebten steht der schlüsselsatz: "nur der verzicht auf zu späte elternliebe löst den bann".
ein anderer augenöffner war für mich auch das buch sie haben es nur gut gemeint. depression und familie von josef giger-bütler.
es stimmt, meine eltern haben akzeptiert, dass unser kontakt nur noch auf meine initiative folgt. wenn ich mich lange nicht melde, kriege ich dennoch einen vorwurfsvollen anruf den ich dann gleich abklemme.
und weil ich eben mich selber und nicht meine familie als meine sicherheitsbasis betrachte, wäre eine trennung von meinem jetzigen partner sicher sehr traurig aber für mich nicht lebensbedrohlich, denn ich hab ja mich und meinen freundeskreis. meine familie konnte mir nie trost, liebe oder verständnis zur verfügung stellen, wieso soll ich also dort immer noch danach suchen?
in peter schellenbaums buch die wunde der ungeliebten steht der schlüsselsatz: "nur der verzicht auf zu späte elternliebe löst den bann".
ein anderer augenöffner war für mich auch das buch sie haben es nur gut gemeint. depression und familie von josef giger-bütler.
Tag Mia, nun werde ich dir mal helfen!
Zum einen ist dein Hauptproblem deine innere Unsicherheit und Instabilität - das hat in mangelndem Selbstwert seine Ursache, ob der nun aus deiner Elternbeziehung heraus resultiert ist letzten Endes Banane!
Du befindest dich in der therapeutischen "Kindheits-Aufarbeitungshase"; versacke dort nicht drin, das ist kontraproduktiv und es löst deine aktuellen Probleme wenig.
Viell. solltest du mal in den verhaltenstherapeutischen Bereich wechseln?!
Zumindest sind deine Eltern wie auch dein Mann, Sohn etc. nicht für dein inneres Glück bzw. Unglück verantwortlich!
Erkenne deine Souveränität und Autonomie. Die kannst du über inneren und äusseren Abstand erreichen. Nur räumlicher Abstand ist meist unzureichend. Deine Loslösung muss psychisch in Begleitung geschehen. Dann verringern sich automatisch deine Lebens- und Existensängste, da du frei und unabhängig von allen Personen ausser DIR bist!
Du hast Angst vor Verlust WEIL du abhängig bist! Dies musst du primär verändern.
Dann fallen auch deine Kompensationen weg!
Dein Vater ist lieblos, ich finde ihn aber auch fair! Ich glaube ihm, dass er keinen Kopf für deine jetzigen Therapiethemen hat. Zumal er selber mit deinem Bruder in einer steckt, und mit dieser Baustelle schon genug zu tun hat!
In eurer Familie scheinen sich ja immer ähnliche Themen zu wiederholen, alleine DAS sollte deinen Eltern ja auch zu denken geben.
Wahrscheinlich ist einfach der Zeitpunkt jetzt ungeeignet für eine tiefere Aufarbeitung mit deinen Eltern. Lass ihnen Zeit sich dafür zu öffnen, euer Verhältnis zu bearbeiten! Jedoch würde ich ihnen den Zusammenhang zwischen der Thematik deines Bruders und deiner deutlich machen, um ihnen familienrelevante Prozesse zu verdeutlichen!
Ich denke, du solltest dieses viell. schriftlich machen. Wie wäre ein Brief!? Ohne daran Hoffnungen und Erwartungen zu knüpfen. Einfach als Aussage.
Schreibe hinein, dass du dringend Veränderung wünschst, aber dir und deinen Eltern jetzt erstmal Zeit und Raum gibst, um zu heilen und Abstand zu finden.
Konzentriere dich nur auf dich! Deine Eltern haben mit einem Brief ein klares Signal, wohin deine Entwicklung geht, nämlich:
1. du findest dich selber,
2. du lässt sie in Frieden bezügl. der Thematik, vll. sogar eine Weile ganz,
3. du möchtest zu einem späteren Zeitpunkt, falls es dann erforderlich ist, Klärung!
Aus meiner reichlichen privaten wie beruflichen Erfahrung lass dir gesagt sein: Du kannst niemanden ändern, auch nicht mit Therapien, du kannst dich ändern und bei anderen Anstösse bewirken - mehr nicht!
Letzten Endes zählt NUR eins: Deine eigene Unabhängigkeit!
Sowie die Aufarbeitung deiner Verletzungen, auch ohne Eltern in Einzelbehandlung!
Arbeite daran!!!
Gruss
Zum einen ist dein Hauptproblem deine innere Unsicherheit und Instabilität - das hat in mangelndem Selbstwert seine Ursache, ob der nun aus deiner Elternbeziehung heraus resultiert ist letzten Endes Banane!
Du befindest dich in der therapeutischen "Kindheits-Aufarbeitungshase"; versacke dort nicht drin, das ist kontraproduktiv und es löst deine aktuellen Probleme wenig.
Viell. solltest du mal in den verhaltenstherapeutischen Bereich wechseln?!
Zumindest sind deine Eltern wie auch dein Mann, Sohn etc. nicht für dein inneres Glück bzw. Unglück verantwortlich!
Erkenne deine Souveränität und Autonomie. Die kannst du über inneren und äusseren Abstand erreichen. Nur räumlicher Abstand ist meist unzureichend. Deine Loslösung muss psychisch in Begleitung geschehen. Dann verringern sich automatisch deine Lebens- und Existensängste, da du frei und unabhängig von allen Personen ausser DIR bist!
Du hast Angst vor Verlust WEIL du abhängig bist! Dies musst du primär verändern.
Dann fallen auch deine Kompensationen weg!
Dein Vater ist lieblos, ich finde ihn aber auch fair! Ich glaube ihm, dass er keinen Kopf für deine jetzigen Therapiethemen hat. Zumal er selber mit deinem Bruder in einer steckt, und mit dieser Baustelle schon genug zu tun hat!
In eurer Familie scheinen sich ja immer ähnliche Themen zu wiederholen, alleine DAS sollte deinen Eltern ja auch zu denken geben.
Wahrscheinlich ist einfach der Zeitpunkt jetzt ungeeignet für eine tiefere Aufarbeitung mit deinen Eltern. Lass ihnen Zeit sich dafür zu öffnen, euer Verhältnis zu bearbeiten! Jedoch würde ich ihnen den Zusammenhang zwischen der Thematik deines Bruders und deiner deutlich machen, um ihnen familienrelevante Prozesse zu verdeutlichen!
Ich denke, du solltest dieses viell. schriftlich machen. Wie wäre ein Brief!? Ohne daran Hoffnungen und Erwartungen zu knüpfen. Einfach als Aussage.
Schreibe hinein, dass du dringend Veränderung wünschst, aber dir und deinen Eltern jetzt erstmal Zeit und Raum gibst, um zu heilen und Abstand zu finden.
Konzentriere dich nur auf dich! Deine Eltern haben mit einem Brief ein klares Signal, wohin deine Entwicklung geht, nämlich:
1. du findest dich selber,
2. du lässt sie in Frieden bezügl. der Thematik, vll. sogar eine Weile ganz,
3. du möchtest zu einem späteren Zeitpunkt, falls es dann erforderlich ist, Klärung!
Aus meiner reichlichen privaten wie beruflichen Erfahrung lass dir gesagt sein: Du kannst niemanden ändern, auch nicht mit Therapien, du kannst dich ändern und bei anderen Anstösse bewirken - mehr nicht!
Letzten Endes zählt NUR eins: Deine eigene Unabhängigkeit!
Sowie die Aufarbeitung deiner Verletzungen, auch ohne Eltern in Einzelbehandlung!
Arbeite daran!!!
Gruss
Siehste, das was dir Halleluja schreibt, würde ich mir nie getrauen. Da hätte ich eben Angst, dir in deine Therapie reinzureden. Das Posting trifft es aber perfekt. :super:
Wenn du es aber lernen willst, dann halte dich an die Ratschläge hier in dem Thread. Wir sind alle der gleichen Meinung: Dein Bild, deine Meinung von deinen Eltern loslassen. Ich kenne das. Ich hab auch jahrelang ein Bild in mir gehabt, wie ich gerne meine Mutter hätte. Langsam hab ich dann verstanden, dass sie - schon von ihrem Charakter, Bildung und Erziehung her - nie so werden wird, wie ich es gerne hätte. Ja, das ist ein schmerzlicher Prozess, dies zu erkennen, aber offenbar gehört es zum Erwachsenwerden. Und obwohl ich mit der Meinung lebe, man solle andere so akzeptieren, wie sie sind, hab ich es bei ihr nie so richtig geschafft. Trotzdem muss man es irgendwann.
ja- loslassen ist wohl generell mein großes Thema! Ich muss es lernen. Ich will es lernenSchon da steckt ein Muss drin. ;)
Wenn du es aber lernen willst, dann halte dich an die Ratschläge hier in dem Thread. Wir sind alle der gleichen Meinung: Dein Bild, deine Meinung von deinen Eltern loslassen. Ich kenne das. Ich hab auch jahrelang ein Bild in mir gehabt, wie ich gerne meine Mutter hätte. Langsam hab ich dann verstanden, dass sie - schon von ihrem Charakter, Bildung und Erziehung her - nie so werden wird, wie ich es gerne hätte. Ja, das ist ein schmerzlicher Prozess, dies zu erkennen, aber offenbar gehört es zum Erwachsenwerden. Und obwohl ich mit der Meinung lebe, man solle andere so akzeptieren, wie sie sind, hab ich es bei ihr nie so richtig geschafft. Trotzdem muss man es irgendwann.
und weil ich eben mich selber und nicht meine familie als meine sicherheitsbasis betrachte, wäre eine trennung von meinem jetzigen partner sicher sehr traurig aber für mich nicht lebensbedrohlich, denn ich hab ja mich und meinen freundeskreis. meine familie konnte mir nie trost, liebe oder verständnis zur verfügung stellen, wieso soll ich also dort immer noch danach suchen?Sadpk hat es wunderbar beschrieben. :super: Druck es aus und häng´s dir über´s Bett, über den Spiegel und an die Wohnungstüre. :super: Es wird dir helfen. :super:
Liebe Halleluja, ich danke Dir für Deine Antwort- ich finde sie sehr gut. Ich lasse sie ein wenig wirken und antworte dann. Lg
Und Tylli, vielen Dank auch an Dich. Ich muss jetzt erst mal schauen, wie ich das umsetzen kann- aufgenommen ist es.
Und Tylli, vielen Dank auch an Dich. Ich muss jetzt erst mal schauen, wie ich das umsetzen kann- aufgenommen ist es.
Und weißt du, was passiert, wenn du innerlich unabhängig bist? Es passieren zwar Rückfälle seitens der Umwelt, doch in erster Linie haben sie Respekt vor dir, lieben dich und sind offen, sie kommunizieren liebevoll, frei und offen und zeigen Großzügigkeit. Sie spüren deine Freiheit und Unabhängigkeit und reagieren entsprechend ebenso darauf.
Plötzlich sind sie nett und freundlich und ungebunden, und wenn es Rückfälle gibt, erschüttern sie nicht! Insgesamt sind sie bereit, an Beziehungen zu arbeiten und Verhalten und Einstellungen zu verändern, vll. auch alte Muster loszulassen. Und alles nur, weil DU frei bist und keine alten Erwartungen hast, sondern Ansprüche stellst, aber auch ohne sie leben kannst.
Auch wenn es weh tut.
Deine Umwelt spiegelt dich. Klingt sonderbar und doch ist es so. Sie spüren eben deine Veränderung und reagieren darauf.
Hoffe, es hilft dir. Ich hatte in deinem Alter exakt dein Problem. Mittlerweile bin ich autonom von der Familie, natürlich gibt es Konflikte, Rollen, Muster und Verletzungen, aber ich weiß und lebe entsprechend, daß letztlich auch meine Familie nur Opfer ihrer Muster ist.
Und zwingen zu Änderung kannst du sie nicht. Du kannst dich ablösen, das ist der wichtigste und erste Schritt, und dann kannst du bitten, daß auch sie auf dich zugehen. Nicht umgekehrt, und nichts erwarten! Manchmal ist Lösen und Verändern auch nur von einer Seite möglich. Meist jedoch folgt die andere.
Hab Geduld! Bei mir dauerte es zehn Jahre.
LG
Plötzlich sind sie nett und freundlich und ungebunden, und wenn es Rückfälle gibt, erschüttern sie nicht! Insgesamt sind sie bereit, an Beziehungen zu arbeiten und Verhalten und Einstellungen zu verändern, vll. auch alte Muster loszulassen. Und alles nur, weil DU frei bist und keine alten Erwartungen hast, sondern Ansprüche stellst, aber auch ohne sie leben kannst.
Auch wenn es weh tut.
Deine Umwelt spiegelt dich. Klingt sonderbar und doch ist es so. Sie spüren eben deine Veränderung und reagieren darauf.
Hoffe, es hilft dir. Ich hatte in deinem Alter exakt dein Problem. Mittlerweile bin ich autonom von der Familie, natürlich gibt es Konflikte, Rollen, Muster und Verletzungen, aber ich weiß und lebe entsprechend, daß letztlich auch meine Familie nur Opfer ihrer Muster ist.
Und zwingen zu Änderung kannst du sie nicht. Du kannst dich ablösen, das ist der wichtigste und erste Schritt, und dann kannst du bitten, daß auch sie auf dich zugehen. Nicht umgekehrt, und nichts erwarten! Manchmal ist Lösen und Verändern auch nur von einer Seite möglich. Meist jedoch folgt die andere.
Hab Geduld! Bei mir dauerte es zehn Jahre.
LG
Hallo,
vielen Dank für Deine Zeit und Mühe, aber ich kann grade gar nichts richtig aufnehmen und muss es deswegen noch ein wenig aufschieben, mit dem Antworten. Leider haben mein Mann und ich grade eine große Krise und ich habe gar keinen Kopf mehr für das Familienproblem, bzw.meine Auseinandersetzung damit. Bitte nicht böse sein,ich werde meine Gedanken zu den letzten Texten schreiben, sobald ich wieder richtig denken kann.
vielen Dank für Deine Zeit und Mühe, aber ich kann grade gar nichts richtig aufnehmen und muss es deswegen noch ein wenig aufschieben, mit dem Antworten. Leider haben mein Mann und ich grade eine große Krise und ich habe gar keinen Kopf mehr für das Familienproblem, bzw.meine Auseinandersetzung damit. Bitte nicht böse sein,ich werde meine Gedanken zu den letzten Texten schreiben, sobald ich wieder richtig denken kann.
Entschuldige, wenn ich das jetzt so schreibe, aber mir kommt es bei dir immer vor, als bräuchtest du immer irgendwelche Riesen-Probleme um dich rum. Als würde es schon gar nicht mehr andes gehen, dass du in allem gleich irgendwelche Probleme siehst. Mag sein, dass du es etwas verlernt hast, eine Situation so anzunehmen, wie sie ist, aber das wäre dennoch die Grundvoraussetzung, um mal ein bissel eine Struktur in dein Leben zu kriegen.
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