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Neuneinhalb Jahre vs. zwei Stunden

243 Antworten19'255 AufrufeGestartet von jon05 ·

jon05Themenstart
#1
Edit: Das Ganze ist jetzt ja doch extrem lang geworden. Um Euch gleich zu zeigen, ob diese Geschichte interessant für Euch sein könnte (kenne das aus eigener Erfahrung), hier eine kurze Zusammenfassung der Fakten:

Nach neuneinhalb Jahren Beziehung, zwei Jahren gemeinsamen Zusammenwohnens, zehn Tagen Urlaub und einem bejahten Heiratsantrag macht sie aus völlig heiterem Himmel in einer absolut harmonischen Beziehungsphase mit mir Schluss. Innerhalb von zwei Stunden merkt sie, dass sie mich nicht mehr liebt. Folge: Trennung, gemeinsame Wohnung soll aufgelöst werden und sie fährt erstmal für zehn Tage ins Ausland. Im Folgenden dann die ganze Horrorgeschichte:

Ich bin aus Verzweiflung auf dieses Forum aufmerksam geworden und muss sagen, dass es mir nach einigen Tagen Mitlesen bereits etwas helfen konnte. Habe mich entschlossen Euch jetzt auch meine Geschichte mitzuteilen. Ehrlich gesagt, bin ich nicht sicher, wie ich anfangen soll... Vielleicht erstmal mit den harten Fakten: Ich bin fast 29 Jahre alt und meine (Ex?)Freundin ist 28. Eventuell wichtige Nebeninformation: ich bin der erste und einzige Freund, den sie bisher hatte. Wir sind seit neuneinhalb Jahren ein Paar und wohnen seit etwa zwei Jahren in einer gemeinsamen Wohnung. Vor ca. vier Jahren waren wir für zwei bis drei Monate voneinander getrennt. Sie war sich in einer Situation, in der bekannt wurde, dass Ihr Vater Blutkrebs hat und sterben würde, plötzlich nicht mehr sicher, ob Ihre Gefühle für eine Beziehung ausreichen. Grotesker Nebeneffekt war, dass sie mir dies telefonisch aus einer Entfernung von mehreren tausend Kilometern mitteilte. Wir waren zuvor im Ausland, wo ich ein halbjähriges Praktikum machte und sie überredet hatte mitzukommen. Sie konnte dort dann für ein Jahr arbeiten und war deshalb drei Monate länger als ich im Ausland. Bei dieser Geschichte ging es nicht um einen anderen Mann, sondern “lediglich” um ihre Gefühlsunsicherheit. Rückblickend kann ich das durchaus verstehen, denn in jeder Beziehung gibt es ja Phasen, in denen man so seine Zweifel hat. Als sie wieder hier war, war sie natürlich voll mit der Krankheit ihres Vaters beschäftigt, aber ich konnte sie dann trotz allem davon überzeugen, dass wir es noch einmal versuchen. Beziehungsweise kam sie da nach gewisser Zeit selber drauf, und wir gingen unsere Probleme aktiv an. Das machte mich natürlich überglücklich, unter anderem weil ich ein Mensch bin, der jedes Problem für lösbar hält, solange beide Partner Interesse haben, daran zu arbeiten. Wir kamen also wieder zusammen und ließen es langsam angehen. Das klappte die letzten vier Jahre eigentlich auch sehr gut. Natürlich hat man immer mal wieder kleinere Probleme, aber es gab nie grundsätzliche Probleme oder ausgesprochen Zweifel. Wir hatten uns darauf geeinigt, Probleme sofort anzusprechen (seien sie auch noch so unbedeutend), damit es nicht wie beim letzten mal zum großen Knall kommt.

Das ist ihr glaube ich sehr schwer gefallen, weil sie aus ihrem Elternhaus eine ganz andere Streitkultur mitbekommen hat. In ihrer Familie ist nach Außen immer alles in bester Ordnung und selbst innerhalb der Familie wurde so gut wie nie gestritten. Probleme werden bei ihnen einfach nicht angesprochen, was bei meiner Familie grundsätzlich anders ist. Wenn einem etwas nicht passt oder stört, wird dies angesprochen und dabei kann sich auch schon einmal ein Streit entwickeln. Aber man spricht darüber, kommt zu einer Lösung und dann ist die Sache auch geklärt (das vielleicht als weitere Hintergrundinformation). Ich konnte in den vergangenen Jahren aber erkennen, dass sie eingesehen hatte, dass sie störende Dinge gleich anspricht, und sie gab sich wirklich Mühe. In den letzten Monaten haben wir als logische Konsequenz aus unser fast zehnjährigen Beziehung und aus dem gemeinsamen Wohen vermehrt auch konkrete Zukunftspläne geschmiedet. Wir haben viel übers Heiraten und Kinder gesprochen, und es war für uns beide völlig klar, dass wir dies wollten und auch in naher Zukunft gemeinsam angehen würden. Ich habe vor drei Monaten nach Beendigung meines Studiums einen Job gefunden und sie arbeitet ebenfalls.

Vor drei Wochen sind wir dann für zehn Tage in den Urlaub gefahren, in deren Verlauf ich ihr einen sehr romantischen Sonnenuntergangs-Heiratsantrag gemacht habe. Ihre erste Reaktion war: “Ich weiss gar nicht was ich sagen soll.” Das hat mich danne erstmal umgehauen, weil das ja nicht unbedingt die Antwort ist, die man auf diese Frage hören möchte. Allerdings sagte sie sofort danach: “Ich freue mich total und auf jeden Fall möchte ich Dich heiraten. Ich liebe Dich, aber ich kann noch nicht gleich heiraten.” Als Grund führte sie den Tod ihres Vaters vor zweieinhalb Jahren an und sagte, dass sie diesen noch immer nicht überwunden hätte. Das fand ich zwar einerseits seltsam, konnte es aber andererseits verstehen, da ich natürlich wusste, dass sie dieses einschneidende Erlebnis immer noch sehr beschäftigt. Sie befindet sich deswegen auch in Therapie, um die Trauer besser verarbeiten zu können. Wir einigten uns dann darauf, dass eine Heirat im nächsten Jahr wahrscheinlich dann tatsächlich zu früh sei und wir das für 2007 angehen sollten. Der Urlaub ging daraufhin genauso schön weiter und wir fuhren dann vergangenen Dienstag wieder gen Heimat. Wir sind die Nacht durchgefahren und kamen morgens um Vier in unserer Wohnung an. Als ich am Mittwoch morgen aufstand war sie bereits wach (keine Seltenheit) und saß in ihrem Arbeitszimmer auf dem Sofa und schaute TV. Sie sagte: “Komm her, setz Dich doch neben mich, lass uns kuscheln.” Das tat ich natürlich nur zu gerne und wir freuten uns wieder zu hause in unserer gemeinsamen Wohnung zu sein. Nachmittags fuhren wir bei meinen Eltern vorbei und sie rief ihre jüngere Schwester an, um ihr mitzuteilen, dass wir heiraten werden. Sie besorgte dann noch ein paar Daueraufträge für unser kurz vor dem Urlaub gemeinsam eröffnetes Konto. Abends fuhr sie dann zu einer Kollegin, um sich Materialien zu besorgen (sie ist Grundschullehrerin).

Sie hatte mir schon im Urlaub jeden Tag erzählt, dass sie sofort nach unserer Ankunft viel tun müsse, obwohl sie noch vier Wochen Ferien hätte. Auch das kenne ich von ihr, denn sie hat im Beruf viele Probleme und macht sich immer sehr sehr viel Stress im Voraus (meist völlig unbegründet). Da sie nach den Sommerferien an eine neue Schule gehen musste, war dies natürlich für sie eine besonders stressige Situation. Sie musste sich auf eine neue Klasse, neue Kinder, neue Eltern, neue Kollegen und eine komplett neue Schule einstellen. Nun ja, sie fuhr also abends für zwei Stunden zu ihrer Exkollegin und kam dann wieder. Ich saß auf dem Sofa und sie kam rein und sagte: “Ich muss mit Dir reden.” Das hörte sich sehr ernst an und ich nahm an, dass sie mir nun sagen würde, dass das mit der Heirat definitiv im nächsten Jahr nichts würde, oder dass sie noch nicht wisse, ob sie in zwei Jahren soweit sei. Sie druckste eine ganze Weile herum und das Gesagte ging tatsächlich zuerst in diese Richtung. Doch dann sagte sie mir ins Gesicht, dass sie mich definitiv überhaupt nicht heiraten wolle. Es kam allerdings noch schlimmer, denn plötzlich sagte sie, dass sie der Kollegin von der Heiratsgeschichte erzählt hätte und ihr plötzlich bewusst geworden wäre, dass sie mich nicht liebt. Sie beendete im selben Satz die Beziehung komplett. Ich war natürlich völlig geschockt, und aus dem Grund auch sehr ruhig und gefasst, denn ich konnte es nicht greifen. Wie war es möglich, dass sie innerhalb von zwei Stunden so einen Entschluss ziehen konnte. Zumal die letzten Monate zwischen uns so harmonisch wie seit Jahren nicht waren, wir einen wunderschönen Urlaub verlebt hatten und sie noch am selben Tag einige Stunden zuvor ihrer Schwester von unserer Hochzeit erzählt hatte und Daueraufträge für das gemeinsame Konto besorgt hatte?

Selbstverständlich wollte ich die Gründ wissen und sie sagte, dass die vielen kleinen Alltagsprobleme dazu geführt hatten, dass sie ihre Liebe für mich verloren hatte. Es gab immer mal wieder Differenzen wegen Wohnung säubern, Finanzen und die üblichen Knackpunkte, die ja oft vorkommen. Ich wusste, dass sie diese Dinge störten und ich da nicht immer perfekt war. Allerdings hatte ich mir grade bei diesen Sachen in den vergangenen Wochen viel Mühe gegeben. Als ich darauf hinwies, sagte sie, dass sie das gemerkt hätte, aber dass es anscheinend zu spät gewesen sei. Ehrlich gesagt sind das für mich keine Gründe, denn es gibt mindestens ebenso viele Alltagslapallien, die mich an ihr stören. Sie machte ihre Entscheidung sehr endgültig und schloss eine Möglichkeit für uns kategorisch aus. Sie sagte, sie hätte in letzter Zeit öfter an der Beziehung gezweifelt, dies dann aber immer unterdrückt. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass das stimmt, denn so etwas hätte ich merken müssen. Mal ganz abgesehen davon, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass ein Mensch so eine Meisterleistung von Selbsttäuschung vollbringen kann. Ich halte es auch für unmöglich, so etwas so sehr zu unterdrücken, dass die Beziehung vollkommen harmonsich über Monate hinweg läuft. Das Ganze erscheint mir einfach völlig irrational und total grundlos!

#2
Am selben Abend sagte sie dann auch, dass sie erstmal weg müsse und bei ihrer Exkollegin übernachten würde (verständlich). Wir einigten uns darauf, dass sie sich am kommenden Tag melden würde, damit wir besprechen, was mit der gemeinsamen Wohnung passieren würde. Ich fuhr zu meinen Eltern, da ich es alleine auch nicht in der Wohnung ausgehalten hätte. Wohne derzeit auch immernoch bei meinen Eltern. Am nächsten Tag meldete sie sich nicht und ich konnte sie ebenfalls telefonisch nicht erreichen. Toll, einfach einigeln und sich abkapseln und das nach fast zehn Jahren. Meine Mutter überredete mich am Abend dann bei der Schwester von meine Freundin anzurufen. Hintergrund war einfach, dass sich niemand erklären konnte, was passiert war und wir davon ausgingen, dass bei ihr psychisch irgend etwas passiert sein musste. Wir hatten einfach alle Angst, dass sie sich vielleicht was angetan haben könnte oder ihr was passiert sein könnte. Ich rief also bei der Schwester an und sagte, dass sich meine Freundin hatte melden wollen, aber nicht erreichbar wär. Fragte, ob sie was von ihrer Schwester gehört hätte, da wir uns Sorgen machen würden. Plötzlich hatte ich meine Freundin am Telefon, die völlig aufgelöst war. Sie entschuldigte sich, dass sie sich nicht gemeldet hätte und wir verabredeten ein Treffen für den folgenden Tag. Dies fand in der gemeinsamen Wohnung statt.

Natürlich konnten wir nicht konstruktiv daran gehen, was nun organisatorisch alles anzugehen sei. Ich brauchte Erklärungen. An dem Abend war sie dann auch schon wieder sehr abgeklärt und endgültig. Das Einzige, was dabei herauskam war, dass wir die Wohnung definitiv auflösen würden. Sie sagte noch, dass sie mich sehr gern hätte und ich ihr sehr nah sei, die Gefühle aber in keinem Fall für eine Beziehung reichen würden. Ich glaube, sie hat eine utopische Vorstellung von Liebe und reduziert dieses Gefühl auf die anfänglichen “Schmetterlinge im Bauch”, denn die Gefühle, die sie mir schilderte, würde ich als Liebe bezeichnen. Außerdem teilte sie mir mit, dass sie am folgenden Tag ihrer Mutter in den Urlaub hinterhereisen würde und erstmal für zehn! Tage weg sei. Das kann ich zwar einerseits nachvollziehen, denn es ging ihr anscheinend auch nicht sonderlich gut. Andererseits ist das aber schon ein ganz schöner Hammer, mich nach neuneinhalb Jahren völlig aus dem Blauen vor vollendete Tatsachen zu stellen und sich dann vom Acker zu machen. Nach dem Motto: “So sieht das aus, das ist der Stand der Dinge, ich bin weg, sieh zu wie Du damit klar kommst.” Wenn ich doch nur über dieses kindische, respektlose Verhalten wütend sein könnte! Aber ich weiss ja, dass sie das nicht aus Boshaftigkeit macht, sondern nicht anders kann. Deshalb bin ich einfach nur grenzenlos enttäuscht. Sie handelt in Stresssituation halt oft unüberlegt und hat einfach nicht die Energie sich mit diesem Problem auseinanderzusetzen. Nur ändert das leider Nichts daran, wie ich mich fühle...

Ich musste am Montag wieder zur Arbeit und habe jetzt die erste Woche hinter mir. Ich bin ehrlich gesagt ein wenig stolz, dass ich die Woche auf der Arbeit überstanden habe, denn es war richtig hart. Jetzt steht mir das Wochenende bevor und am Montag oder Dienstag ist sie wieder im Lande. Ich habe fürchterliche Angst vor der nächsten Woche, denn dann wird es einfach durch die Wohnungsauflösung und ähnlich Dinge noch einmal ganz konkret. Außerdem habe ich keine Ahnung, wie ich mich mit der Situation abfinden soll, wenn ich über die nächsten Monate immer wieder mit ihr konfrontiert werde. Ich werde sie sehen müssen, um Dinge wie Strom, Gas, Telefon, Mietvertrag und gemeinsames Konto zu kündigen. Wie zur Hölle soll ich da selber mit der Sache abschließen können? Von dem was sie gesagt hat und ihrer mitschwingenden Endgültigkeit mache ich mir keine großen Hoffnungen, dass sich die Situation ändert. Sie hat sich selber den Rückweg so schwer wie möglich gemacht und es wird ihr fast unmöglich sein, ihre Entscheidung zu überdenken. Abgesehen davon weiss ich in manchen Situationen nicht, ob ich mich erneut auf sie einlassen könnte, auch wenn ich noch fürchterlich doll an ihr hänge. Denn vor dem Hintergrund der vergangenen Monate, in denen es super lief, ist so eine kurzfristige völlig überraschende und endgültige Entscheidung ja schon ein herber Schlag. Wer garantiert mir, dass das nicht wieder passieren kann? Wer garantiert mir, dass sie nach drei Monaten Schwangerschaft nicht plötzlich merkt, dass sie mich einfach nicht liebt, und dann abtreibt? Wer garantiert mir, dass sie so etwas nicht noch einmal macht, wenn wir Kinder haben? Andererseits, wer garantiert mir, dass ich mich nach so einem herben Vetrauensverlust, jemals wieder in eine Beziehung begeben kann? Wie soll ich mich jemals wieder so bei einem Menschen fallen lassen können? Wie soll ich einer Partnerin jemals wieder vertrauen können? Will ich sie zurück? Im Moment denke ich, trotz allem, ja! Nur ist das langfristig richtig? Ich weiss nicht was ich machen soll. Ich habe es geschafft in den sieben Tagen, die sie jetzt schon weg ist, nicht einmal anzurufen, keine SMS oder Email zu schreiben. Sie hat das aber auch geschafft, was geht nur in ihr vor? Wie geht es ihr mit ihrer Entscheidung? Warum rennt sie vor ihren Emotionen und Gefühlen davon? Wie soll das nächste Treffen aussehen? Ich bin echt am Ende.

Dadurch, dass ich nicht die Möglichkeit habe mit ihr über das Vorgefallenen zu sprechen, und ich sicher bin, dass sie selber nicht weiss, was da passiert ist und warum, musste ich mir natürlich viele Gedanken selber machen. Irgendwie muss man so etwas ja erklären, denn einfach so hinnehmen ist für mich unmöglich. Daher bin ich zu folgenden Schlüssen gekommen...

Auslöser des Ganzen: Der Heiratsantrag

mögliche Faktoren, die ihre Entscheidung beeinflusst haben könnten:

-wenig Schlaf (nur vier Stunden in der Nacht zuvor)

-Hormone? (Sie nimmt den Ring statt der Pille. Dieser muss kühl gelagert werden, musste aber mitten im Urlaub gewechselt werden. Frauenärztin antwortete nach der Frage, ob dies Möglich sei, dass es da keine Erfahrungswerte gäbe und sie es einfach ausprobieren solle)

-Unverarbeitete Trauer wegen des Todes ihres Vaters (eventuell Bindungsunfähigkeit, solange sie darüber nicht hinweg ist)

-Arbeitsplatzwechsel in Verbindung mit Unfähigkeit mit dem Arbeitsstress klar zu kommen

Keine Ahnung, ich werde es wahrscheinlich auch nie erfahren. Aber derzeit erscheint alles einfach sinnlos. Ich habe mich in einer Phase meines Lebens befunden, in der ich sesshaft werden wollte: Heiraten, Kinder und ja, das alles mit dieser Frau. Jetzt liegt alles in Scherben, wo sind die Lichtblicke?

Ich bin mir sicher, dass sie die Endgültigkeit ihrer Entscheidung derzeit glaubt und auch fühlt, dass das alles so richtig ist. Nur bin ich mir genauso sicher, dass es unterbewusst in ihr anders aussieht. Ich weiss genau, dass sie früher oder später merken wird, dass sie an jenem Abend Mist gebaut hat. Ich weiss auch, dass wir füreinander bestimmt waren, und dass sie die selben Probleme in einer neuen Beziehung wieder haben wird. Nur schneller, denn nicht jeder ist so ein loyaler Trottel wie ich. Das Problem ist nur, dass sie diese Dinge nicht in der nächsten Zeit begreifen wird. Sie wird sich voll in die Arbeit stürzen und ich halte es mental nicht aus, Monate auf sie zu warten und zu hoffen, dass sie zurück kommt. Was soll ich nur machen?

#3
Hallo jon,

schön, dass du dich hier ausschreiben kannst.

etwas ist ganz wichtig: Denke nie, was sie wohl denkt.oder meint. du kannst nicht für andere denken, du kannst nur zuhören und nachfragen. alles andere ist therorie und interpretation, damit kommst du nicht weiter.

einfacher gesagt als getan, ich weiss.

die frage nach dem warum ist nicht zu beantworten von dir, und wenn sie es nicht tut: logo, diese frage ist ansich müssig, gestellt zu werden.

dir bleibt (leider!!) nichts anderes,als zu akzeptieren. das heisst ja nicht, dass du dich einfach fügen sollst in ihre entscheidungen, aber im grunde ist es ihr ding, was sie tut-getan hat.

es ist furchtbar hart, zum wahnsinnig werden, ich hoffe du findest irgendwie trost-ablenkung-und wenns nur für einige kurze momente ist, aber dann kommt dein kopf wenigstens mal zum stillstand bei der grübelei.

wie gesagt: es gibt manchmal weder eine antwort noch eine lösung.

#4
hi du!

so deine geschichte ist ja schon ziemlich der hammer! mir ist dabei als erstes aufgefallen:

warum stresst ihr so mit wohnungsauflösung und so? gerade am tag danach, wie könnt ihr das denn? denn gerade frisch nach der trennung sehnt man sich ja - wahrscheinlich - auf beiden seiten so extrem nacheinander, dass man da kaum widerstehen kann sich gegenseitig zu trösten (auch wenns absurd ist). gerade wenn man soviel schlimmes zusammen überstanden hat.

du bei mir ist es so ähnlich! mein freund hat mich auch vor einer woche wegen mangelnden gefühlen verlassen, und ist jetzt für 10 tage verreist. nur waren wir viel weniger lange zusammen, deshalb kenne ich das nicht wenn man so lange zusammen war. aber wahrscheinlich dauert dann die ganze umstellung und trauerphase viel länger...

du kennst sie sicher sehr sehr gut. und glaubst teilweise zu wissen was in ihr vorgeht. dennoch kann es sein dass sie gewisse gedankengänge oder aufkeimende charakterveränderungen für sich behalten hat.

vielleicht aufgrund mangelnden abstandes? so etwas wie innere verfremdung oder so. vielleicht gibt einem das unterbewusst ein bisschen das gefühl von macht gegenüber dem partner, der meint, einem genau zu kennen und so auch zu durchschauen. weisst du was ich meine? falls das so ist darfst du ihr das aber nicht übel nehmen, das geschieht wahrscheinlich absolut unterbewusst und ungewollt!

ich denke auch, dass du das recht hast, die wirklichen gründe zu erfahren. vorausgesetzt sie kennt sie überhaupt. überfordere sie nur nicht. falls ihr mal zusammen über das ganze redet, darfst du ruhig sagen, dass du es zwar nicht wissen kannst, aber doch das gefühl hast das etwas (was auch immer) in ihr vorgeht. wenn du genügend vorsichtig vorgehst, öffnet sie sich vielleicht wie zu einem kollegen und das hilft euch sicher beiden weiter.

ich glaube du musst auch nicht stressen mit der frage ob du sie jetzt offiziell zurückwillst oder nicht. das braucht sicher soviel zeit, bis du den ersten ganz schlimmen liebeskummer etwas überwunden hast und sehen kannst, wie es dir eigentlich ohne sie so geht. das ist ja für euch eine völlig neue situation - du musst dich wie selbst neu kennenlernen. das mache ich im moment durch und finde es durchaus spannend... heisst ja nicht dass es dir ohne sie besser geht oder so... aber halt anders. langsam wird dir dann klar werden, was du denn bevorzugst.

alles gute.

#5
Hallo jon05,

also ich könnte mir auch vorstellen, dass schon länger in ihr eine Entfremdung stattgefunden hat. Trotzdem läuft der Beziehungsalltag weiter, man macht alles so wies geplant ist, richtet ein Konto ein, sagt, dass man heiraten will etc. Vielleicht wollte sie es nicht wahrhaben oder hat es verdrängt. Deine Freundin macht ja eine Therapie. Diese hat als Auslöser den nicht verkrafteten Tod des Vaters. Im Laufe einer Therapie kommt aber nicht nur dies eine Thema auf den Tisch. Innerhalb so einer Therapie kann man vieles erkennen, was bis dahin nicht schief gelaufen ist im Leben. Du sagst, in ihrer Familie spricht man nicht über Probs, das ist ein Verhaltensmuster aus dem man nicht so einfach rauskommt. Sie hats halt erstmal laufen lassen und dann kommt der große Knall - äußerst schmerzhaft und völlig unverständlich für den Partner. Hast Du festgestellt, dass sie sich verändert hat seit Therapiebeginn?

Du bist ihr erster Freund - das ist auch ein wichtiger Punkt, wie ich finde. Innerhalb dieser Zeit zwischen 18 und 28 kann man sich so verändern, sich selbst überhaupt erstmal kennenlernen, sich seiner Bedürfnisse bewusst werden. Das kann passen, aber eben auch nicht.

Dass sie so kühl und distanziert ist, könnte daran liegen, dass auch sie überfordert ist mit der Situation. Nicht in der Lage ist, Dir eine Erklärung zu geben, da sie selbst weiß, wie unverhofft ihre Handlungsweise auf Dich wirken muss. Außerdem ist es wohl auch Ausdruck ihrer Unfähigkeit, über Probleme zu reden.

Ich finde, Du machst das alles ganz toll, dass Du Dich auf Deine Arbeit konzentrierst und so. Ich denke auch, lass Dich nicht überrumpeln. Diese Sorge um die ganzen organisatorischen Fragen finde ich auch überstürzt. Vielleicht wartest Du nach ihrer Rückkehr ab, bis sie sich meldet. Ich finde, sie ist in der Erklärungspflicht. Wenn sie die Wohnung auflösen will, dann lass sie mal machen! Halte Dich zurück. Denk an Dich und tu Dir Gutes!!

Liebe Grüße

Sallie

#6
Vielen Dank für Eure Antworten. Es hilft mir irgendwie total, dass Ihr so Anteil nehmt. Außerdem ist es dann ja auch doch noch einmal was anderes, wenn man eine Einschätzung der Situation von Außenstehenden bekommt.

Heut abend ist mir was total Dämliches passiert. Eigentlich überhaupt nicht schlimm, hat mir aber dann doch total den Boden unter den Füßen weggezogen und mir gezeigt, dass ich doch ziemlich angeschlagen bin. Ein Freund hat mich heute Nachmittag ins Stadion zum Fußball eingeladen. Da konnte ich dann auch tatsächlich mal ein wenig abschalten, was mir wirklich gut getan hat. Bin danach noch einmal kurz in unserer gemeinsamen Wohnung vorbei gefahren. Wollte einfach den Briefkasten leeren und in der Wohnung mal nach dem Rechten sehen. Als ich dann wieder gegangen bin hab ich schlauerweise den Wohnungsschlüssel in der Butze vergessen. Das hat mich dann dermaßen umgehauen (keine Ahnung warum), dass ich erstmal regelrecht zusammengebrochen bin. War wohl einfach nur der Auslöser, dann im Nachhinein aber auch nicht weiter wild. Schlüsseldienst angerufen, 50 Euro bezahlt und dann hab ich mich auch irgendwann wieder eingekriegt. Ist aber irgendwie schon komisch (und natürlich völlig normal), dass man sich in manchen Situationen aus heiterem Himmel wie ein Häufchen Elend fühlt.

@kirschlein: Ist mir auch bewusst, dass ich mir keine Gedanken machen sollte, was sie so denkt und wie es ihr geht. Nur leider bin ich derzeit dazu verdammt, weil sie sich ja erstmal aus dem Staub gemacht hat. Das dumme ist halt nur, dass ich natürlich noch Hoffnung habe, dass sich da bei ihr noch was tut. Deswegen kontakte ich sie ja auch nicht, denn ich weiss, dass ich damit bei ihr genau das Gegenteil erreiche. Nämlich dass sie sich unter Druck gesetzt fühlt und sich noch weiter zurückzieht. In manchen Situationen denke ich mir einfach: „Alles was ich von ihr jetzt noch will, ist eine Antwort.“ Wenn sie mir einen plausiblen Grund geben könnte, könnte ich anfangen mich von ihr zu lösen. Ich weiss, wahrscheinlich wird das nix und ich bin mir sicher, dass sie selber nicht weiss, was da los ist. Es ist wirklich manchmal zum Verrückt werden L

@shauna: Ich fühle mit Dir wegen Deines Freundes und glaube, dass das auch nach kürzerer Zeit bestimmt nicht weniger schlimm für Dich ist. Ich hoffe sehr, dass Du nicht konstant im Tief bist und ab und an ein wenig Ablenkung bekommen kannst. Mir hilft es sehr mit meiner Familie und Freunden zu reden.

Wenn ich mal wüsste, warum das mit der Wohnung gleich am Tag danach passieren muss. Sie reagiert irgendwie total über und bricht wirklich _alles_ übers Knie. Das ist ja auch einer der Gründe, warum ich so schockiert bin. Einerseits sagt sie mir, dass sie mich sehr gern hat und ich ihr total nah sei (logisch nach so langer Zeit) und andererseits kann sie gar nicht schnell genug weg kommen. Das ist schon ziemlich verletzend und für mich auch völlig unbegreiflich. Denn im Endeffekt ist es tatsächlich so, sie ist die Einzige, die mich aufklären kann und sie ist auch die Einzige, die mich irgendwie trösten könnte. Ich könnte (und muss) ihre Entscheidung ja sowieso akzeptieren, aber wie kann sie mich so stehen lassen, nachdem wir so lange zusammen waren und uns so nah sind? Das ist irgendwie so ungerecht und egoistisch.

Ich denke mit dem Unterdrücken und Für-sich-Behalten gewisser Gedanken und Gefühle hast Du schon Recht. Allerdings überrascht es mich dann doch, dass es so kommen musste, da es wie gesagt keinerlei Anzeichen gab. Ich hätte sie ja auch niemals gefragt, ob sie mich heiraten will, wenn ich nur den Hauch eines Zweifels ihrerseits geahnt hätte. Ich bin schon der festen Überzeugung, dass man als Partner so etwas merkt. Ihr kennt das bestimmt alle, dass ihr merkt, wenn etwas nicht stimmt. Selbst wenn der Partner sagt: „Alles in Ordnung. Es ist nichts.“, spürt man eigentlich immer, dass irgend etwas in der Luft liegt. Du hast auch völlig Recht, wenn Du sagst, dass das alles unterbewusst und ungewollt passiert. Deshalb nehme ich es ihr ja auch nicht wirklich übel, denn es scheint ihr ebenfalls sehr schwer zu fallen und sie findet es fürchterlich mir das antun zu müssen. Es wäre nur soviel leichter, wenn ich es ihr übel nehmen könnte…

@sallie: Seit Therapiebeginn hat sie sich nicht verändert, aber seit dem Tod ihres Vaters doch schon extrem. Das ist mir schon aufgefallen, dass sie seitdem irgendwie auch weniger Emotionen in die Beziehung eingebracht hat. Dass ich ihr erster Freund bin hat mir ebenfalls schon immer Sorgen bereitet, allerdings glaube ich, dass dieser Aspekt in der jetzigen Situation wenn überhaupt nur eine untergeordnete Rolle spielt. Deinen Rat, dass ich darauf warten soll, dass sie sich meldet, werde ich denke ich versuchen zu befolgen. Habe ich ja nun auch schon sieben Tage geschafft, auch wenn es jeden Tag aufs Neue eine unglaublich Herausforderung ist, sich nicht bei Ihr zu melden. In den letzten Tagen habe ich aber auch häufiger gedacht, warum sie sich nicht bei mir meldet. Obwohl das wahrscheinlich wirklich verständlich ist. Naja, ich werde wohl einfach die nächste Woche abwarten und schauen was passiert. Allerdings wird mich ein Treffen mit ihr gleich wieder zurückwerfen. Ich halte Dich (und Euch andere) natürlich auf dem Laufenden, denn ich denke, dass wird wohl leider ziemlich ereignisreich in den kommenden Tagen (und Wochen und Monaten L).

#7
So, neue Woche. Bin ich froh, dass ich das Wochenende hinter mich gebracht hat. Die Arbeit lenkt mich dann doch mehr ab, als ich das für möglich gehalten hätte. Fühle mich aber innerlich total aufgewühlt. Entweder heute oder morgen wird sie wohl aus dem Ausland wiederkommen, und ich habe fürchterliche Angst vor einem Telefonat oder Treffen. Sie hat sich jetzt in den vergangenen neun Tagen überhaupt nicht gemeldet. Keine Mail, keine SMS und sowieso keinen Anruf. Ich habe einfach Angst, dass das einfach alles jetzt noch viel konkreter werden wird. Sie hat das ja vor ihrem Abgang so fürchterlich endgültig gemacht und gleich gesagt, dass wir die Wohnung auflösen werden. Ich weiss nicht wie ich diese Woche durchstehen soll. Würde mich am liebsten einfach verkriechen. Ich verstehe das alles nicht!

#8
Habe dein ganzes Posting durchgelesen und fühle mich einfach irgendwie verpflichtet dir zu schreiben. Ich habe allerdings keine Ahnung was ich dir schreiben soll, da ich schlichtweg fassungslos bin von der ganzen Geschichte!

Zudem analysierst du bereits selber alles bis ins kleinste Detail und an deinen Auffassungen und Denkweisen will und kann ich nichts ändern, ich sehe vieles genau so!

Ich kann nur sagen "Hut ab!" wie du damit umgehst, allerdings denke ich auch, dass du momentan eher noch unter Schock stehst und auch dementsprechend handelst! Du hattest noch gar keine Zeit "zu trauern" und dich damit abzufinden... gönn dir bei passendender Gelegenheit auch mal diese Zeit und lass den Schmerz raus! Trotzdem find ichs super, dass du dich ablenkst, mit Freunden weg gehst und dich nicht nur zu Hause verkriechst! Aber auch diese Phase sollte meiner Meinung nach sein, denn genau diese Situation mit dem Wohnungsschlüssel deutet doch stark darauf hin, dass du bis jetzt einfach doch noch nicht akzeptiert hast!

Ebenfalls deutet auch die Angst vor dem Heimkehren darauf hin. Du schreibst zwar und betonst immer und immer wieder, dass du dir keine Hoffnungen mehr machst, dass es defintiv sei und du weisst, dass es kein zurück mehr gibt.

Bist du dir da wirklich sicher? Bist du dir wirklich sicher, dass du das einfach so entgegennimmst? Bist du dir sicher, dass du das wirklich akzeptiert hast?

Ich denke nicht!

Ich denke, dass du dir immer noch sehr viele Hoffnungen machst, dass sie aus dem Urlaub zurückkehrt und dir mitteilt, dass dies alles nur eine Kurzschlussreaktion war... was nicht heissen soll, dass du sie dann mit offenen Armen empfangen würdest, das meine ich damit nicht! Aber du hoffst doch immer noch auf einen doch eher glücklicheren Ausgang als den Jetzigen, nicht?

Ich weiss nicht was ich dir raten soll, da ich selber schon in solch einer Situation gesteckt habe und selber nicht wusse wie ich damit umgehen sollte! Aber ich bin auf einer ähnlichen Schiene gefahren und habs so schnell wie möglich versucht zu akzeptieren, anzunhemen und mich damit auseinanderzusetzen. Ebenfalls die offenen Dinge so schnell wie möglich zu erledigen und möglichst alles auf einmal! Damit meine ich offene Posten wie Strom, Telefon, Rechnungen, Möbelteilung etc.! Natürlich wäre ich froh gewesen wenn wir jede Woche eines dieser Dinge hätten erledigen können, da ich in diesem Moment einfach die Nähe gesucht habe, aber jetzt im nachhinein bin ich froh, dass dies alles innerhalb von zwei drei Treffen geschah. So blieb mir ein immer wieder tiefer stechender Schmerz aus!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft, die Situation zu meistern in welcher du momentan steckst! Ich sehe dich aber als starken und vorallem realistischen Zeitgenossen und hoffe, dass deine Eindrücke und deine Empfindungen dich weiterhin so gut begleiten!

:trost: :schmatz:

#9
Hallo jon05

vielleicht hat sie auch nur Torschusspanik.

Natürlich kommt bei einer Therapie auch anderes auf den Tisch, also sicher auch eure Beziehung.

Aber dann hätte sie doch nach einer Sitzung Schluss gemacht, oder?

Ich denke eher, sie hat mit ihrer Exkollegin darüber diskutiert. Vielleicht hat es schon genügt, dass diese Exkollegin nachgefragt hat ob sie sich denn wirklich absolut sicher sei, da du ihr erster Freund bist?

Vielleicht hat sie das Gefühl, etwas verpasst zu haben?

Hast du diese Kollegin mal angefragt, was an diesem Abend vorgefallen ist?

Nun stellst du dir die Frage, ob du ihr, oder sonst jemandem, überhaupt wieder vertrauen kannst.

Wer garantiert mir, dass das nicht wieder passieren kann? Wer garantiert mir, dass sie nach drei Monaten Schwangerschaft nicht plötzlich merkt, dass sie mich einfach nicht liebt, und dann abtreibt? Wer garantiert mir, dass sie so etwas nicht noch einmal macht, wenn wir Kinder haben? Andererseits, wer garantiert mir, dass ich mich nach so einem herben Vetrauensverlust, jemals wieder in eine Beziehung begeben kann?
Lieber jon05, in der Liebe gibt es keine Garantien.

Nicht mal du kannst garantieren, dass du selber sie nicht in 20 Jahren verlässt, weil du sie nicht mehr genug liebst.

Und vertrauen muss man sich aufbauen. Hat sie dir schon jemals wirklich Anlass gebeben, ihr nicht zu vertrauen (ausser jetzt)?

Wenn sie sich dir erklären kann und es wirklich "nur" Torschusspanik war, sollte es möglich sein, das Vertrauen wieder aufzubauen?

Liebst du sie? oder ist es "bequeme Gewohnheit"?

Stelle auch dir diese Fragen, und beantworte sie dir ehrlich.

Und nur wenn du sie liebst, wirklich liebst, solltest du um sie kämpfen!

Alles Gute und viel Glück

Jessi

#10
Danke Euch beiden! Natürlich mache ich mir noch Hoffnungen, und ja, ich liebe sie total. Nur fühlt es sich durch dasa von ihr Gesagte wirklich endgültig an, und so, als ob ich schnellstmöglich alle Hoffnungen begraben sollte, um nicht selber total vor die Hunde zu gehen :(

Es gab sicherlich Dinge, die mich an ihr gestört haben. Diese waren sogar wesentlich gravierender als die Gründe, die sie angeführt hat. Seit dem Tod ihres Vaters habe ich das Gefühl, dass ihr die Lebensfreude fehlt. Sie ist nicht mehr so unbeschwert wie früher und eigentlich oft sehr verbissen und wenig fröhlich. Das konnte ich aber verstehen und war bereit, das hinzunehmen und ihr zu helfen, die Freude am Leben zurückzufinden. Auch habe ich bemerkt, dass sie seit dem Verlust des Vaters viel weniger Emotionen geben konnte. Daher nehme ich auch ab, wenn sie sagt, dass ihre Gefühle nicht ausreichen. Ich denke, sie kann im Moment gar nicht richtig fühlen, weil sie irgendetwas in der hintersten Ecke ihres Inneren vergraben hat. Aber auch das war (und bin) ich bereit hinzunehmen, auch wenn ich das oft enttäuschend fand. Aber diese Umstände (von denen ich noch nicht einmal weiß, ob sie zutreffend sind) machen die Situation für mich halt so aussichtslos. Ich kann nichts machen, ein Kampf erscheint völlig sinnlos, aber ich würde doch so gerne alles tun, um sie nicht zu verlieren. Klar muss man manchmal gewisse Dinge einfach akzeptieren, weil sie nicht zu verstehen sind, aber wie soll ich es denn nach neuneinhalb Jahren schaffen, nicht mehr zu hoffen? Besonders wenn wirklich zuvor eigentlich alles in Ordnung war? Ich bin mir sooo sicher, dass sie mich braucht, und besonders jetzt meine Unterstützung nötig hätte. Sowas kann einen wirklich total fertig machen :( Sitze auf der Arbeit und habe sich abwechselnde Phasen von unglaublicher Produktivität und dann macht es auf einmal Schwapp und ich werde von der ganzen Situation wieder überwältigt. Wenn ich doch nur wüßte, dass sie das Ganze nicht so endgültig meint, wie sie es gesagt hat, würde ich das Alles klaglos ertragen, aber so ist es einfach nur ein fürchterliches Leid, das innerlich zerreist...

#11
Soviel zur Hoffnung. Meine Herzensdame ist gestern aus ihrem "Urlaub" wiedergekommen und hat gleich bei mir angerufen (wofür ich sehr dankbar bin). Es ist aber alles beim Alten: Sie ist sich immer noch 100 Prozent sicher, dass ihre Entscheidung, sich von mir zu trennen, die richtige war. Auch Wohnung und alles Gemeinsame wird so schnell wie möglich aufgelöst. Nach dem Gespräch war ich erst total fertig und dann war da nichts mehr in mir. Keine Gefühle, keine Gedanken, nur Leere. Die Nacht habe ich natürlich wieder nicht geschlafen und heute morgen geht es mir fürchterlich. HILFE!

Heute abend nach der Arbeit werde ich mich mit ihr treffen, damit sie mir erklären kann, warum es dazu kommen musste. Einerseits bin ich neugierig, andererseits möchte ich sie garnicht mehr sehen, weil es mich nur noch mehr zerstören wird.

Bitte helft mir, ich weiss nicht, wie ich weiter machen soll.

#12
oje, das tut mir sehr leid!! :trost:

ich weiss gerade nicht wie ich dir helfen kann... hoffentlich kann dir das gespräch dann helfen, das ganze zu akzeptieren. denn solange dus nicht ansatzweise verstehst kannst dus ja auch nicht annehmen (ginge mir jedenfalls so). wenn du aber zunächst noch zeit brauchst, um dich zu fassen, bevor ein gespräch sinnvoll ist, darfst du ihr das auch sagen. sie kann jetzt nicht die kraft von dir verlangen, die sie hat.

viel kraft wünsch ich dir!

shauna

#13
hallo jon05!

erst mal

:trost:

deine geschichte ist wirklich schlimm....

was ich nun schreiben werde, wird dir wahrscheinlich nicht allzu gut gefallen, aber beachte bitte, dass es nur eine mögliche sichtweise ist....

ich möchte dir nämlich einen teil "meiner" vergangenheit erzählen, denn mir ist es schon mal ähnlich gegangen, wie deiner (ex)freundin es nun eventuell geht.

als ich gerade 21 war, habe ich einen mann kennengelernt und wir sind zusammengekommen. wir waren 4,5 jahre zusammen und dann habe ich die beziehung beendet und sie war für mich absolut zuende. dabei ist er ein lieber, netter mensch und unsere beziehung war harmonisch und lief ziemlich gut.

irgendwann kam der punkt, wo man sich über eine gemeinsame zukunft gedanken machte.... dann heiratete eine bekannte von mir, und als sie mir mit strahlenden augen davon erzählte, hatte ich nur ein einziges gefühl: panik nämlich. die vorstellung, dass mein damaliger freund mich fragen könnte, war nicht das, was ich mir wünschte. im laufe der zeit war meine liebe gegangen, und damit meine ich nicht die schmetterlinge der ersten verliebtheit, sondern das gefühl, dass man sich gegenseitig glücklich machen kann. ich wusste einfach, es passt nicht. wir hätten zusammenbleiben können und wahrscheinlich hätte es sogar eine einigermaßen harmonische und zufriedene ehe/beziehung werden können, aber es wäre ein fauler kompromiss gewesen und vermutlich wäre einer von uns irgendwann ausgebrochen.

klar, einige dinge konnte ich schon anführen, die dazu geführt hatten... rein rational betrachtet aber nichts, was schwerwiegend genug gewesen war, um eine lange beziehung zu beenden. es war aber schwerwiegend genug, um langsam und schleichend die liebe vergehen zu lassen.

nachdem schluss war, gab es absolut kein zurück mehr. es war einfach für mich völlig vorbei. für ihn kam es auch aus ziemlich heiterem himmel. der ausschlag war einfach irgendwann da, und da wusste ich einfach, dass es vorbei war.

verstehst du?

es muss nicht so sein bei deiner freundin, aber es kann sein. ihre reaktion auf deinen antrag lässt es schon ein bisschen vermuten. auch, dass sie abstand von dir gesucht hat (jobstress ist häufig nur eine ausflucht... nähe und geborgenheit helfen schliesslich in einer beziehung über solchen stress hinweg).

wie gesagt, vielleicht ist auch alles ganz anders. z.b. kann eine therapie auch dazu führen, dass die therapierte person sich einfach komplett mit sich selbst beschäftigt und einfach völliges alleinsein braucht.

aber weisst du, wenn es für sie so vorbei sein sollte, wie sie sagt, dann ist sie einfach nicht die richtige für dich. klar, das klingt nun platt und blöd. dennoch ist es so. die richtige kann nämlich noch so viel stress haben, sie ist trotzdem an deiner seite, und - auch wenn du es jetzt nicht hören möchtest und für völlig unmöglich hältst - kommen wird sie mit sicherheit.

ich wünsch dir jedenfalls alles gute,

lieber gruss

nimriel

#14
Liebe Nimriel,

vielen Dank für Dein Posting. Das hat mich doch sehr berührt und ich denke, dass Du wahrscheinlich Recht haben wirst. Ähnliches hat meine Exfreundin (ohje, an diese Beschreibung muss ich mich echt erstmal gewöhnen) auch angedeutet. Irgendwie hat mir Dein Beitrag spontan wieder die Tränen in die Augen getrieben, aber das ist gut so, nachdem ich mich gestern so leer gefühlt habe.

Ich verrstehe einfach überhaupt nicht, wie Liebe einfach so verschwinden kann. Ich war (bin?) der festen Überzeugung, dass diese Frau die große Liebe ist und wir füreinander vorgesehen sind. Hätte ich Idiot doch nur irgend etwas bemerkt! Eine so lange Zeit und dann einfach so mit einem Satz alle Träume, Hoffnungen und gemeinsamen Pläne hinfortgefegt :( Ich halte diese Gefühle einfach nicht aus, aber sie wird mich wohl nicht verstehen, wenn das bei ihr ein schleichender Prozess gewesen ist. Sie ist schon so viel weiter als ich. Wie soll mein Leben so nur weitergehen?

boy.25
#15
Hi jon,

erstmals möcht ich dir sagen, dass dies eine ziemlich harte Geschichte ist! Ich bin momentan in der gleichen Situation, nur waren es bei mir 3 Jahre statt deiner 9, aber auch erste Beziehung für Sie. Aber auch ich hatte nie damit gerechnet, doch plötzlich schien bei ihr die Liebe nicht mehr da zu sein. Manchmal kann es auch sein, dass es jemand anderes gibt. Ich meine damit nicht, dass sie fremdgegangen ist, nein, ich meine nur, vielleicht hat sie gespürt, dass es noch was anderes gibt als dich. So war es nämlich bei mir. Gut, der Tod ihres Vaters ist natürlich ein einschneidendes Ereignis, das bei ihr sicherlich immer Auswirkungen haben wird. Doch ich würde es dennoch nicht wagen, alles mit diesem Ereignis zu begründen.

9 Jahre sind eine sehr lange Zeit. Und einfach so schmeisst man das nicht weg, das wird auch sie nicht getan haben. Deshalb bin auch der Meinung, dass Liebe nicht einfach von heute auf Morgen verschwindet, da ist sicherlich eine längere Zeit vorangegangen, in der sie gezweifelt hat, sicherlich auch innerlich mit sich gekämpft. Ich denke, Frauen können das sehr gut auch verstecken, oder man könnte auch sagen, Männer spüren das weniger, wenn sich ihre Freundin langsam entliebt.

Wenn du ein Gespräch möchtest, dann versuch eins zu führen mit ihr. Ich persönlich wollte das gar nicht mehr, weil bei meiner Trennung war sie ihrerseits so kalt und gefühlslos, ist immer wieder erstaunlich wie ein Mensch sein kann, den man glaubte zu kennen...

Wie du auch sagst, mit der Zeit fallen dir die negativen Dinge auf. Eines ist auch klar, wenn du in der Beziehung bist, hast du andere Probleme, wenn du wieder allein bist, denkst du nur an das was gewesen ist. Man merkt leider erst dann, wenn etwas vorbei ist, wie es gewesen war.

Ich glaube, und das ist meiner Meinung nach das wichtigste, man sollte auf keinen Fall Kontakt aufnehmen mit dem (Ex) Partner. Denn erstens würdest du dir persönlich keinen Gefallen tun, denn wahrscheinlich werden deine seelischen Schmerzen immer von neuem aufgewühlt, Wunden aufgerissen..etc. Und zudem musst du bedenken, dass erst ein völliger Kontaktabbruch sie vielleicht (und das ist ja realistischerweise sehr unsicher) fühlen lässt, wie es ohne dich ist. Wenn du ständig irgendwo herumschwirrst, wie soll sie dich da wenn überhaupt vermissen können? Rein rational ist kein Kontakt zu haben für beide Seiten die bessere Lösung, glaub mir.

Traurig bin ich nun nach mittlerweile 3 Wochen nicht mehr gross, doch die Wut kommt öfters mal hoch; bei mir hats natürlich auch andere Gründe.

Eines will ich dir noch sagen: Wenn du ehrlich bleibst, und zu dir selber aufrichtig bist, wirst du früher oder später gestärkt aus dieser Situation rauskommen. Und du wirst jemanden finden, davon bin ich fest überzeugt, der deine Liebe erwirdern wird. Wie gesagt, die Liebe hat "leider" nicht viel mit Rationalität zu tun, und ich weiss auch bei mir jetzt schon, dass ich wohl nie mehr dieses unbeschwerte Vertrauen haben werde, das ich bis anhin gehabt habe. Aber vielleicht gehört das einfach zum Leben.

Versuch dich irgendwie auch abzulenken. Ich weiss, ist verdammt schwierig, vor allem am Anfang. Mit Ablenkung meine ich weniger eine dauernde Party. Versuch doch mal ein Buch zu lesen, ein tiefergehendes, glaub mir, da kannst du sehr viel herausholen...Und du wirst sehen, die Zeit heilt zwar nicht alle Wunden, wie man so gemeinhin sagt. Aber die Zeit lernt dich mit dem was du erlebt hast zu leben und irgendwann wirst du mit dir selber ins reine kommen. Aber diese Zeit wird kommen!

Ich wünsch dir alles Gute und sehr viel Kraft!!

Liebe Grüsse

#16
hallo Jon

Wow... diese Geschichte hat es wirklich in sich!!! Habe richtige Gänsehaut bekommen!

Es tut mir wirklich sehr leid.... kann gar nicht wirklich viel dazu sagen... bin sprachlos!

Nur vielleicht eins... mach dir jetzt nicht mehr all zu viele Gedanken, warum vielleicht etwas wie gelaufen ist!!! Geh einfach heute an dieses Gespräch und probiere da nochmals einige deiner Fragen zu beantworten!

Ansonsten haben ich vielleicht nur noch einen kleinen Tip.... ziehe dich auch etwas zurück und zeige dich nicht all zu interessiert.... vielleich macht es sie auch nachdenklich wenn sie sieht, dass du ganz gut ohne sie zurecht kommst!!?

Ich wünsche dir wirklich von ganzem Herzen, dass es für euch nochmals eine Chance gibt!

Machs gut! :trost:

#17
hi jon05

du musst dir vor diesem gespräch klar werden, ob du über die hitnergründe bescheid wissen möchtest oder gar nicht gross darauf eingehen möchtest und die trennung einfach als solches zu akzeptieren.

nicht jeder mensch tickt gleich, einige brauchen erklärungen bis ins kleinste detail (ich z.b.), andere wiederum möchten den schnitt gerne sofort und ohne grossen kommentare vollziehen.

wenn du aber zu den menschen gehörst, welche erklärungen und gründe benötigen um mit etwas abzuschliessen, dann kann ich dir folgendes raten:

überlege dir gut, was du von ihr wissen möchtest.

überlege dir die fragen, welche sie dir beantworten sollte.

frag sie all das was du wissen möchtest. das ist sie dir schuldig.

bereite dich selber auf das gesprächt vor, schreibs dir vielleicht auch vorgängig auf.

nimm den zettel nicht mit ans gespräch, aber was einmal aufgeschrieben worden ist, ist leichter wieder abrufbar! denn im gespräch wirst du wahrscheinlich von deinen gefühlen übermannt werden und dein hirn spinnt verrückt, du vergisst alles, was du wissen wolltest und wenn das gespräch vorbei ist, geistern dir tausende von fragen durch den kopf, auf welche du jetzt doch keine antwort erhalten hast.

ich wünsch dir ganz viel kraft und glück für heute abend. du packst das! ich denke an dich!! :trost:

#18
ach, ihr Lieben, Ihr glaubt gar nicht wie sehr mir Eure Ratschläge, ERfahrungsberichte und Wünsche helfen. Ohne würde ich glaube ich den Tag bis heute abend nicht durchstehen. Ich bin mir grade auch nicht mehr so sicher, ob ich die Gründe überhaupt noch wissen möchte, wahrscheinlich aber schon. Habe anscheinend nur große Angst davor, sie wieder zu sehen. Das Schlimme ist ja auch, dass sie sich total mitfühlend gibt, sich große Sorgen um mich macht und ihr alles "fürchterlich Leid tut". Wünschte echt, sie wäre fieser, denn dann könnte ich wenigstens Wut empfinden (wie Du Boy.25). Das wäre so viel leichter, so bin ich einfach nur schlimm enttäuscht und verletzt. Richtig vorbereiten auf das Gespärch kann ich mich leider auch nicht, weil ich bis kurz vorher auf der Arbeit bin. Merke langsam echt, dass ich an die Grenzen meiner Kräfte komme und beginne mir ernsthaft Sorgen auch um mich zu machen (auch wenn mir manchmal, inklusive mir selbst, alles völlig egal ist). Wird wohl auf jeden Fall hart werden heute abend und auch wieder eine schlaflose Nacht danach, aber ich denke da muss ich nun durch. Ich wollte Antworten und es sieht so aus als ob ich Antworten bekommen würde. Ich befürchte nur, dass ich es danach wahrscheinlich auch nicht verstehen werde, bzw. verstehen wollen werde :(

#19
Kannst du zur Zeit überhaupt arbeiten? Schlagen deine Gedanken nicht Purzelbäume? Lenken dich die vielen offenen Fragen nicht von der Arbeit ab?

Ich würde pausenlos an sie denken in deiner Lage und mich nicht auf die Arbeit konzentrieren können...

Du hast, verständlicherweise, momentan ein psychisches Tief, welches sich nun auch auf das pysische Befinden des Körpers auswirkt! Nicht-Essen, totale Müdigkeit und schlaflose Nächte werden da wohl nur einen Teil davon sein.

Du schreibst sogar selber, dass dich gegen Ende deiner körperlichen Kräfte wandern siehst. Greif ein bevors zu spät ist! Du musst wieder zu Ruhe und Schlaf finden, denn ansonsten kannst du die nötige Energie nicht finden, die du in den kommenden Wochen so dringend benötigst!

Versuch deine Gedanken abzuschalten, lies ein spannendes Buch bevor du schlafen gehst, hör Musik oder Hörspiele während dem Schlafengehen, das lenkt ab und deine Gedanken müssen sich auf etwas anderes konzentrieren!

Und/Oder wenn das alles gar nichts nützt (was bei mir auch der Fall war, da die Gedanken einfach zu starch nach rechts und links ausschlagen!), dann versuchs mit Einschlafhilfen. Damit meine ich nicht gleich Schlaftabletten, aber es gibt gute (auch viele pflanziliche --> keine Abhängigkeitsgefahr!!) Mittel, die einem das Einschlafen leichter machen! Ich selber hatte auch solche "Medikamente", da ich die Kurve auch nicht gekriegt habe, einzuschlafen! Du musst etwas tun, damit sich dein Körper erholen kann, damit du Kraft und Energie tanken kannst!

#20
naja, ob ich zur zeit arbeiten kann, sieht man ja ;) obwohl ich sagen muss, dass mir das mit der arbeit schon auch hilft, weil ich einfach zeitweise abgelenkt bin (für mich derzeit eine absolute Wohltat). Danke auch für den Rat mit dem Buch, den beherzige ich schon seit Tagen und es hilft ein wenig. Mit der Musik muss ich mal ausprobieren. Habe es vorgestern mal mit Johanneskraut-Kapseln versucht, da konnte ich zwar etwas schlafen, aber ich hatte total wirre Träume (natürlich von meiner Ex).

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