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Neuneinhalb Jahre vs. zwei Stunden

243 Antworten19'255 AufrufeGestartet von jon05 ·

#21
Hallo jon05,

auch ich möchte Dir ganz viel Kraft rüberschicken. Deinen Zustand kenn ich nur zu gut. Mir gelang es eine Zeit lang nur schwer, mich auf Arbeit oder auch nur auf ein Buch zu konzentrieren. Also: Hut ab, dass Du das schaffst. Du bist im Moment in einem Schockzustand und da spielen Gedanken und Gefühle zurück. Der Körper macht das ein paar Tage ganz gut mit, aber irgendwann sind die Kräfte am Ende.

Ich rate Dir: hochkaloriges Essen (Schololade :] ), reden, reden, reden (oder schreiben ;) , wir hören Dir zu) nimmt Dir auch mal die Zeit zum Traurigsein, Ablenkung ist gut, aber manchmal darf man auch einfach nur heulen und sich zurückziehen. Wenn Dein Körper wieder mitmacht, dann ist Sport sehr wohltuend.

Ja, die Antworten, wenn man sie bekommt, tun auch weh. Aber nach so einer langen Beziehung von 100 auf 0, das geht wohl nicht. Ich denke, ihr werdet euch schon noch öfters sprechen, das wäre von ihr auch nur fair.

Ich wünsche Dir, dass Dich das Gespräch heute nicht zu sehr runterzieht. Wenn Dir gar nichts mehr einfällt und Dein Hirn nur noch leer ist, ist auch ok. Dann schreib Dir das, was Dir hinterher einfällt auf.

Viel Kraft und liebe Grüße

Sallie

#22
uff, jetzt hat sie mich grad auf der arbeit angerufen, um abzusprechen, wo wir uns treffen. kämpfe grade gegen die Tränen an. Wo soll ich nur Kraft hernehmen?!

Werden uns wohl in der Nähe des Wohnortes meiner Eltern treffen und spazieren gehen. Habe ihr gesagt, dass ich entschieden habe, dass wir uns nicht in unserer Wohnung treffen können, weil ich nach dem Telefonat gestern so fertig war, dass ich glaube, dass es besser ist, wenn ich danach nicht Auto fahre. Meinen Eltern will sie natürlich nicht zufälligerweise über den Weg laufen, deshalb also einfach durch den Wald wandern. Wahrscheinlich im Regen, unter anderen Umständen wäre das ja wild romantisch, aber so :( Werde mal versuchen, weiter zu arbeiten und mich schon mal mental auf nacher vorzubereiten. Ich hoffe, ich breche nicht vor ihren Augen zusammen.

#23
Erst mal.... :trost:

Wie verlief der gestrige Abend?

Konntet ihr zusammen sprechen, Schritte klären, Erklärungen abgeben?

Wie gehts dir psychisch? Was hat sie gesagt?

Bist du nun schläuer als vorher? Konntest du die Sachen loswerden, welche du wolltest?

Ich finds nicht nur gut, dass ihr euch nicht in eurer Wohnung getroffen habt, wegen dem Autofahren deinerseits sondern vorallem auch, dass ihr euch an einem neutralen Ort getroffen habt. So fallen vielfach Gespräche leichter, weil man nicht vom Alltag umgeben ist, der einem die letzen Jahre begleitet hat...!

Nochmals :trost:

#24
ui die Geschichte ist echt hart....

Wie war euer Treffen gestern ??

#25
Wie verlief der gestrige Abend?

Also der gestrige Abend war mal total seltsam. Ich war, nachdem ich den ganzen Tag aufgeregt war, kurz davor sehr ruhig, gefasst und cool. Hat mich selber etwas überrascht, aber war ich natürlich auch sehr glücklich drüber. Das Treffen selbst kann ich eigentlich auch nur als irgendwie seltsam und ganz anders als erwartet beschreiben. Wir sind rund zwei Stunden durch den Wald gewandert und haben uns sehr offen, ehrlich und rücksichtsvoll unterhalten. Irgendwie war sie den Tränen wesentlich häufiger nahe, bzw. weinte öfter, als ich.

Die Gründe die sie mir nannte kann ich akzeptieren, aber wie erwartet natürlich nicht verstehen. Also, für sie sind die Gründe aus denen sie mich von mir getrennt hat, bzw. die ihrer Meinung nach dazu geführt haben, dass die Gefühle nicht ausreichen, die vielen kleinen Dinge, die sie in der Beziehung gestört haben. Sie führte einerseits Dinge wie Aufräumen und Putzen an, andererseits aber auch das Problem „Finanzen“. Dann hat sie wohl noch gestört, dass ich ihr öfter geschildert habe, dass ich mich so fühle als ob ihre Arbeit wichtiger für sie wäre als ich. Sie sagte, dass sie daran ja gearbeitet hätte und diesen Vorwurf deshalb ungerecht fand. Weiterhin führte sie an, dass ich mich in meiner! Prüfungsphase nicht genug um sie gekümmert hätte, als sie Probleme auf der Arbeit hatte. Sie meinte, weil ich den ganzen Tag in der Wohnung war (und gelernt habe), hätte ich öfter abends mal für sie kochen sollen und mich generell mehr um den Haushalt kümmern müssen. Diese Dinge hat sie als „kleine Häufchen“ bezeichnet, die sie immer nur einzeln gesehen hätte, die aber insgesamt einen „Haufen“ ergeben hätten. Sie sagte auch, dass es immer wieder Phasen gab, in denen alles geklappt hat, aber für sie seien diese Dinge halt sehr sehr wichtig.

Sie hat angeblich viel unterbewusst um den Erhalt ihrer Gefühle gekämpft, mich nur dummerweise nicht in diesen Kampf mit einbezogen. Die Gesamtheit der „Störfaktoren“ habe sie erst bewusst bemerkt, als sie sie ausgesprochen hat – nämlich als sie bei ihrer Kollegin war und ihr von ihren Zweifeln berichtete. Sie sieht sehr viele der Fehler bei sich und bedauert es unglaublich, dass es dazu kommen musste. Sie sagt, ihr liegt so viel an mir und sie wünschte es wäre anders gekommen.

Insgesamt waren wir beide der Meinung, dass das gestrige Gespräch schon viel früher hätte stattfinden müssen, dann wäre mit Sicherheit alles ganz anders gekommen. Wir haben anscheinend beide Fehler gemacht, auch wenn ich der Meinung bin (wo sie mir auch zustimmt), dass ihre Fehler dabei gravierender waren. Wir haben es anscheinend nicht geschafft, uns gemeinsam gegen den Alltagsstress zu stellen und haben eine gewisse Zeit neben einander her gelebt (was ich als persönliche Niederlage sehe, denn so etwas wollte ich immer vermeiden). Ich habe anscheinend ihre Wertigkeiten falsch eingeschätzt und gedacht, dass ihr andere Dinge wie emotionale Unterstützung, Liebesbeweise, Zuhören und Ähnliches wichtiger wären. Bzw. habe ich nicht gemerkt, dass die alltäglichen Dinge ihr so extrem wichtig sind (obwohl ich mir da ja wie gesagt auch Mühe gegeben habe). Sie meinte, sie hätte das auch irgendwann nicht mehr angesprochen, weil sie immer an den Spruch „Man kann seinen Partner nicht ändern, man kann nur sich selber ändern“ gedacht hat. Das hat sie dann anscheinend auch probiert und sich daher dann auch (verständlicherweise) unglücklich gefühlt.

Das Komische an der ganzen Sache ist, dass von den Sachen die sie gesagt hat und so wie es sich angefühlt hat, ich der Meinung bin, dass ihre Gefühle durchaus ausreichen würden, um gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten und wieder glücklich zu werden. Sie hat auch immer wieder Körperkontakt gesucht, mir die Hand auf den Arm gelegt und mich umarmt. Außerdem hat sie gesagt, dass ich ihr so nah wäre und dass sie das alles ganz fürchterlich fände. Sie wünscht, dass es nicht so gekommen wäre. Was soll man da nur denken?! Es hat sich einfach angefühlt, als ob wir immer noch zusammen wären und alles in Ordnung wäre. Naja, nach unserem Spaziergang habe ich dann die diversen Kündigungen unterschrieben, damit der offizielle Kram in die Wege geleitet werden kann. Sie sagte dann noch, dass ich mich nicht erschrecken solle, weil sie am Wochenende schon einen Hauptteil ihrer Sachen aus der Wohnung holen würde, da sie das nur in den Ferien schaffen könne.

Für mich habe ich (zumindest gestern nach dem Gespräch) entschieden, dass es gut ist, wenn wir die gemeinsame Wohnung auflösen (egal was in Zukunft passiert, wird das eine gute Erfahrung und richtig sein). Ich werde versuchen erstmal selber klar zu kommen, schließe aber die Möglichkeit, dass ich sie zurücknehme, wenn sie kommt, nicht kategorisch aus. Ich denke ich muss mich einfach treiben lassen und das Schicksal für mich entscheiden lassen. Entweder ich komme mit der Zeit an den Punkt, dass ich mit der Sache abgeschlossen habe, oder sie kommt schnell genug zu mir zurück und wir können eine Partnertherapie machen und es noch einmal probieren. Heute morgen geht es mir so lala, denn ich weiß nicht genau warum es mir gestern nach dem Treffen so gut ging. War es weil ich sie gesehen habe und Zeit mit ihr verbringen konnte? War es weil ich akzeptiert habe, dass es erstmal keinen Sinn macht? War es weil ich denke, dass es noch Hoffnung gibt? Oder war es einfach weil ich verdrängt habe und mich selber täusche? Ich weiß es nicht, ich weiß auch nicht genau wie lange ich es durchhalte mich treiben zu lassen und wie gut es mir damit gehen wird. Ich fühle mich zwar im Moment besser, weiß aber trotzdem nicht, was ich aus dem Ganzen jetzt machen soll.

Warum muss es so sein, wenn es uns beiden so schwer fällt? Wie kann sie sich so um mich sorgen und wie kann sie sich solche fürchterlichen Vorwürfe machen, dass sie mich verletzt, wenn sie mich nicht mehr liebt? Warum kann sie nicht einsehen, dass jetzt wo wir beide viele Fehler erkannt haben, es die Sache wert ist dafür zu kämpfen, besonders wenn sie anscheinen doch noch einige „große“ Gefühle hat? Ist sie beziehungsunfähig, bin ich es oder sind wir es beide? Oder hat uns einfach nur das Schicksal einen Strich durch die Rechnung gemacht? Würdet ihr Euch noch Hoffnung machen? Wenn nein, wie kann ich über die Sache hinwegkommen und es für mich abschließen?

#26
Lieber jon05

:trost: :trost:

jetzt ist es raus. Endlich konntet ihr über alles sprechen, was euch aneinander gestört hat.

Irgendwie finde ich aber, dass sind doch alles Kleinigkeiten? Sowas kann doch zwar stören, aber nicht die Liebe verletzen? Weiss sie nicht (und du), dass immer mal der Alltag Einzug erhält?

Ausserdem finde ich deine Freundin recht egoistisch, wenn sie verlangt bekocht zu werden, wenn du auf Prüfungen lernen musst und solches, wie du aufgeführt hast.

Du machst soviel, und sie? Gibt sie dir eigentlich auch was zurück? Ist (war) sie auch für dich da, oder hat sie sich nur wie ein Prinzesschen aufgeführt, das umhätschelt werden will? Mit einem nächsten Partner wird es nicht besser, der macht vielleicht andere Sachen "Falsch".

Lass dir auch mal solches durch den Kopf gehen.

Es geht auch nicht darum, wer mehr oder weniger Fehler gemacht habt. Eine Partnerschaft ist schliesslich keine Buchhaltung.

Wenn ihr beide einseht, dass dies keine "Gründe" sind, die Liebe zu verlieren, dann habt ihr Chancen, mit einer Paartherapie wieder zusammen zu finden.

Viel Glück

Jessi

#27
Hallo jon05,

was eine traurige und harte Erfahrung. Du bist ein sehr vernünftiger und klar denkender Mann, deine (Ex-)Freundin sollte sich dessen bewusst werden. Mit dir hat(te) sie das große Los gezogen.

Bei allem, was passiert ist, kann ich nur eins noch sagen, da alle anderen hier vor mir schon die richtigen Worte und Mienungen geschrieben haben:

Deine Freundin ist noch relativ jung und wird über die Jahre eins noch lernen: Eine Beziehung sollte solche "Lappalien", an denen sie sich stört(e), mühelos verkraften können und müssen. Richtige Probleme kennt sie noch nicht (außer dem Tod des Vaters, das ist aber eine eigene Erfahrung, die nichts mit eurer Beziehung zu tun hat). Ein krankes Kind, ein kranker Partner, Arbeitslosigkeit, Entscheidungen des Alltags, sich zurücknehmen, Toleranz und vor allem weniger Egoismus der eigenen Person - DAS ALLES muss man gemeinsam ertragen und durchmachen können. Davon ist sie meilenweit weg.

Und dabei hat(te) sie in dir einen wirklich tollen Mann. Habe selten erlebt, dass sich ein Mann so viele Gedanken macht und so sehr über den eigenen Schmerz hinweg um die Partnerin und das gemeinsame Glück Gedanken macht.

Es ist ganz verständlich, dass du sie zurück nehmen würdest - jetzt! In ein paar Monaten, glaube mir, bist du über den Punkt hinweg. So, wie du "gestrickt" bist, brauchst du eine "ebenbürtige" Partnerin, die dich auch mal trägt und unterstützt und in dasselbe Horn bläst wie du.

Lieber jon05,, Kopf hoch, das Leben geht weiter und jeder, aber auch wirklich JEDER noch so große Liebeskummer-Schmerz vergeht eines Tages. In jedem "schlechtem" steckt auch was gutes und du hast hier eine ganze Menge bereits jetzt gelernt, was dich im Leben weiterbringt. Sozusagen auf die nächste Stufe der Entwicklung. Deine nächste Beziehung wird anders - Qualitätiv reifer und vor allem für dich auch mal "beidseitig" erlebbarer. Nicht immer nur du musst tun und machen - auch die Partnerin. Das kam bei euch evtl. ein bisserl zu kurz?

Das leben ist nicht hier zu Ende, auch, wenn es sich so anfühlt. In ein paar Monaten wird dir wohler sein und du wirst sie nicht wieder nehmen. Einfach, weil du dann weiter bist uned eine andere Vorstellung von der Frau an deiner Seite haben wirst. Den Anspruch kann deine "Ex" (noch) nicht erfüllen.

Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass du die nächste Zeit gut umbekommst.

Liebe Grüße, JB :D

#28
Liebe jessi, ich finde auch, dass das alles mehr oder weniger Kleinigkeiten sind. Ich denke, sie will halt wirklich nicht akzeptieren, dass es immer wieder Problemchen in einer Beziehung gibt. Das sind schon Sachen, die sehr stören können (und auch unglücklich machen können), aber ich denke auch, dass die Aufgabe in einer Beziehung einfach ist, miteinander Kompromisse zu finden. Sicherlich macht es keinen Sinn, den Partner oder sich selbst ändern zu wollen. Allerdings bin ich der festen Überzeugung, dass man sich an diesen Dingen immer wieder reiben muss, darüber reden und streiten muss, bis man gemeinsam einen Weg findet, mit dem beide damit leben können. Selbst wenn dies Jahre dauert, finde ich das in einer Beziehung ganz normal. Das Problem ist wirklich, dass sie mich nicht mitgenommen hat. Sie hat versucht diese Dinge für sich alleine zu regeln und konnte oder wollte anscheinend nicht gemeinsam daran arbeiten. Das ist auch der Grund, warum ich mir vorstellen könnte, dass sie zur Zeit nicht beziehungsfähig ist. Es ist halt schwer zu akzeptieren, dass sie nicht gemeinsam daran mit mir arbeiten möchte, obwohl ich all dies Dinge für lösbar halte.

Einen gewissen Hang zum Egoismus hat sie schon, auch wenn sie das nicht absichtlich macht (das zeigt ja auch schon ihr Verhalten bis zu unserem gestrigen Gespräch). Sie war schon auch viel für mich da, nur in Stresssituationen kann sie halt nicht anders und denkt nur an sich. Das ist zwar schlimm für mich, war (ist?) aber etwas, was ich bereit war bis zu einem gewissen Grad in Kauf zu nehmen. Eben weil sie sonst halt sehr rücksichtsvoll ist und viel gibt. Ich denke auch, dass sie beim nächsten Partner die selben Probleme haben wird, denn der wird vielleicht nicht so verständnisvoll wie ich sein. Ich wünschte, sie wäre sich ihrer Entscheidung nicht so 100 Prozent sicher, denn dann wäre sie sicherlich bereit zu einer Partnertherapie L

Liebe Juris Bolger, danke auch für Deine aufmunternden Worte. Sie haben mir das Gefühl gegeben, dass ich etwas wert bin und vielleicht auf dem richtigen Weg bin. Ich wünschte, meine Freundin hätte erkannt, dass sie in unserer Beziehung schon sehr viel gelernt hat und wir gemeinsam noch viel mehr lernen könnten. Ich verstehe auch nicht, warum die Beziehung in letzter Zeit nicht so „beidseitig“ war, wenn sie mir jetzt klar zu verstehen gibt, wie sehr sie mich mag und wie sehr sie ihren Schritt bedauert. Woran kann das liegen?

#29
Hallo Jon

Ich kann den "Vorrednern" nur recht geben. Vielleicht musste das alles so kommen. Sobald du diese ganze Geschichte verdaut und hinter dich gebracht hast wird es dir viel besser gehen. Dann kannst du das ganze auch etwas aus der Ferne betrachten. Vielleicht wart ihr doch nicht so ganz die Richtigen füreinander!?

Ich denke auch, dass du eine Partnerin brauchst, die eher die selben Ansichten hat wie du.

Sieh positiv in die Zukunft und freue dich auf das was kommt.... was auch immer es sein mag!!!

Machs gut und ganz liebe Grüsse

#30
Genau!

Du schafftst das! Nur Mut! Ich geb dir mal mein Lieblingspruch mit auf den Weg:

"Warum fallen wir?- Um wieder aufzustehen"

:trost:

#31
Hi jon05,

tja, schwierige Frage. Manchmal sind Liebesdinge sehr verzwickt (manchmal? meistens :tongue:

Manchmal liebt man jemanden sehr und trennt sich trotzdem. Ob nach vielen gemeinsamen Jahren oder nach ein paar Monaten - das ist egal.

Natürlich tut ihr das auch weh und es fällt ihr sehr schwer - aber jon05, ganz klar: sie hat sich ZURZEIT entschieden und nur das zählt. Akzeptiere es. Denk nicht sooo viel darüber nach. Denke an dich. Bitte.

Eine Freundin von mir war 10 Jahre mit einem Mann zusammen und sie trennte sich, als - nach außen - alles zum Allerbesten stand. Völlig unfverständlich für ihre Umwelt. Ihr Ex war liebenswert, treu (!), aufmerksam, ein echt toller Mann. Mit genug Geld, tollem Job, ausgeglichen, hatte eine Wohnung gekauft und dachte nun über Ehe/Kinder mit ihr nach (sie ist heute 31, er ist 34). Da packte sie irgendwie "die Angst". Angst, dass dies das "Ende" sei, eingeengt und eingezwängt, jetzt, wo es ernst werden sollte. Sie trennte sich mit der Begründung (für uns alle, ihre Freunde): er wäre es einfach (noch) nicht. Sie wolle mehr vom Leben, mehr von der Welt - Ehe und Kinder gerne, aber später. Seine Ausrichtung der Beziehung machte ihr auf einmal einen klaren Blick. Sie hat diesen Schritt nie bereut, auch, wenn die Trennung extrem schwer war und sie länger (innerlich) daran gearbeitet hat, ob sie das richtige tut etc. Sie hätte.... happy sein können oder sogar sollen, aber es war der richtige Mann zum falschen Zeitpunkt.

Vielleicht ist es bei deiner Freundin ebenso? Schwer zu sagen, wenn man einen Menschen gar nicht kennt. Die Sichtweise deiner Freundin würde mich hier einmal sehr interessieren.

Mäusekind hat es auf dne Punkt gebracht. Ihr seid beide noch so jung und habt eine so enge Beziehung erlebt - klar, da fällt es doppelt schwer, nun so dazustehen, wie ihr dasteht. Aber glaube mir, das Leben hält noch viele Überraschungen für dich bereit.

Wenn die Richtige vor dir steht, dann geht alles wie von selbst und vor allem ohne größere Kraftanstrengungen. Ohne Wenn und Aber. Sicherlich auch mit Problemen, aber tief im Kern der sache auf fester Basis und das ist es dann.

Der Weg dahin ist schwer, zäh und manchmal äußerst schmerzhaft. Ich kenne das nur zu gut. Bin leider böse agestrandet und hart auf den Boden geschlagen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich hoffe, dir geht es jeden Tag ein kleines bisschen besser. Kopf hoch. :) )

Es wird besser.

Schöne Grüße, JB

#32
jb, wahrscheinlich hast du schon recht und ich wünschte, ich würde mir nicht immer wieder Hoffnungen machen.

Eben habe ich eine SMS von ihr bekommen. Sie schrieb, sie würde hoffen, dass es mir gestern nach dem Gespräch ok gegangen sei. Teilte mir mit, dass sie noch eine ausstehende Rechnung überwiesen hat, die ich heute eigentlich überweisen wollte, und verblieb mit "ganz lieben grüßen". So weit so gut, könnte man meinen, aber *wham* haut es mich wieder aus den Socken, zumal ich mich heute im Laufe des Tages schon wieder so manches mal dabei ertappt habe, dass ich sie unbedingt zurück will. Meine Liebe zu ihr vernebelt meinen Geist und ich will doch einfach nur, dass alles wieder gut wird. Bin grade echt am Ende und reiße mich mal wieder zusammen, damit ich vor meinen Kollegen nicht das Gesicht verliere. Was soll ich nur machen?!

#33
Hey jon05!

Hast du nicht ein paar Freunde mit denen du z.B. mal in den Urlaub fahren kannst?! Einfach mal raus, die gewohnte Umgebung vergessen? Unternimm was oder gönn dir mal ein bisschen Zeit nur für dich!

Mir hat das geholfen! (Zumindest zeitweise) Aber es hilft dir bestimmt!

#34
@profx: Das ist eigentlich eine gute Idee, nur leider habe ich meinen kompletten Jahresurlaub für den Urlaub mit meiner Herzensdame "verbraten" :( Aber mit Freunden treffe ich mich schon viel, geht aber trotzdem immer nur um das eine Thema. Es ist wirklich fürchterlich, aber alles andere ist mir derzeit völlig egal. Keine Ahnung, wie ich das durchstehen soll. Mal bin ich relativ klar und es geht mir sogar einigermaßen, aber dann geht es mir wieder total schrecklich und ich würde am Liebsten alles lassen und mich nur noch verkriechen. Die typischen Gefühle halt. Ich weiß, das geht vorbei und man lernt damit umzugehen. Aber im Moment stecke ich halt mittendrin und bin völlig machtlos. Meine Gefühle schmeißen mich von einer Ecke in die nächste und ich kann nur versuchen, das zu ertragen :(

#35
hey jon,

tut mir wirklich leid was dir passiert ist, sowas ist nihct einfach und das auch noch nach so einer langen zeit. Ich versteh aber dennnoch teilweise beide seiten.

Ich war mit meinem ex 3 jahre zusammen, wovon wir 1 jahr zusammen gelebt haben. Und ganz plötzlich kam er nach hause und sagte mir er hängt nur noch an mir und er sei mir fremdgegangen. Tja und in so einem moment realisiert man das gesagt nihct einmal...doch mit der zeit schon. Und es ist nicht leicht die person zu verlieren die tag für tag immer da war. Ich bin jetzt fast 1 jahr mit ihm auseinander, doch ich find es heut ab und zu noch schwer nihct an ihn zu denken und zu denken "was wäre wenn..." Aber man muss es verarbeiten, das beste ist ablenkung. Such dir ein Hobby oder mach mehr mit deinen Freunden. Das hilft immer hin schon ein bissel. Ich dachte in meiner situation ich würde nie wieder so einen menschen finden, ich wollte nur mit ihm meie zukunft verbringen, aber es sollte wohl nicht sein. Naja und irgendwann kam's von ganz allein, nun habe ihc seit 8 monaten einen neuen freund. Ok manchmal weiß ich nihct ob es nicht zu früh war, aber eigentlich denke ich nicht. Ich hätte nie gedacht das ich mal wieder jemanden vertrauen schenken kann....aber das kann man auch wenn es seine zeit braucht, und ich bin sicher du schaffst das auch :]

Ich versteh auch sie, es war sicher nihct einfach für sie die beziehung zu beenden. Sie würd sicher noch gefühle haben, ganz sicher sogar denn nach 10 jahren stellt man die nicht mal eben ab und verdrängen geht auch nicht. vllt stimmt es was sie sagt das sie immer wieder an eurer beziehung gezweifelt hat. Vllt war es auch nihct falsch was sie getan hat. Denn so bekommt ihr erstmal einen guten abstand, und ich denke wenn sie dich noch liebt wird sie es bald merken. Aber ich versteh auch dich , es ist dann sicher nicht einfach ihr zu vertrauen...

aber ich bin mir bei einem ganz sicher, du wirst dein glück noch finden :trost:

#36
Hi jon05,

mit "ganz lieben Grüßen" schreibe ich meinem Chef. Oder Dir. Oder anderen Menschen, mit denen ich höflich und respektvoll umgehe. Aber meinem FREUND?? Sorry. Und bitte - verlange keine Wunder. Es ist VOLKOMMEN NORMAL, dass man den Expartner wiederhaben will - nach der Trennung. Hier und Jetzt. Sofort. Egal wie und koste es, was es wolle. Auch egal, was er/sie sichgeleistet hat (ob schlimm oder weniger schlimm, man will den PAARTNER WIEDER HABEN. Weil es weh tut,und dieser Schemrz soll aufhören). Richtig?

Richtig ;(

Lass' mal bitte ein paar Wochen vergehen. Auf den ersten Schock, den Verlust und den totalen Schmerz folgt dann ein bisschen Ruhe, Besinnung und vor allem Erkenntnis.

Glaube mir bitte, irgendwann willst du sie nicht mehr. Nicht böse gemeint, aber dann bist du da drüber und willst MEHR von einr Frau als das, was du jetzt bekämst.

Du glaubst es vielleicht nicht zurzeit, aber das, was gerade bei euch passiert - das wird in deiner Erinnerung bleiben und eines tages erinnerst du dich daran. Glaubst du wirklich, das alles kannst du mal eben so wieder mit in einen Neuanfang schleppen? Misstrauen. Entäuschung, Verletztheit etc. - das alles steht nun auf eurer Tafel und bleibt.

Das macht es mal doppelt schwer.

Nicht verzweifeln. Leider musst du da jetzt durch, Tag für Tag. Und es wird noch viel schlimer kommen. Aber auch mal besser. Die Tage werden vergehen und du wirst wieder der alte jon05, der du noch vor kurzem warst (den wir hier alle nicht kennen, der aber bestimmt sehr nett und klasse ist :super: .

Lass sie gehen. Sie muss auch schauen, wie sie klarkommt. Mach dir darüber keine Gedanken mehr. Sondern um Dich.

Sollte ich schreiben "mit ganz lieben Grüßen"?

Nein - ich schicke Dir Mut, Kraft und vor allem Sonnenschein!!

Alles Liebe, JB

#37
Hi

Ich kann mich Juris Borger nur anschliessen! Du musst dich damit abfinden und eine Möglichkeit finden, an eine glückliche Zukunft zu glauben... auch ohne deine Freundin!!!

Wollte dir auf deinem schweren Weg nochmals alles Gute wünschen.... Es wird dir hoffentlich bald besser gehen!

Viel Glück und alles Gute!

Mäusekind

#38
hallo jon05, seit fünf monaten quält mich grausigster liebeskummer und bedingt durch diesen KUMMER bin ich beim rundaddeln über GOOGLE auf diese seite und auf deine geschichte gelangt, welche ich mir aufmerksam durchgelesen habe. ich kann nur sagen, dass es mir für EUCH beide sehr leid tut. ich kann an dieser stelle wirklich nur betonen, dass ich deine kraft und stärke bzgl. d. umgangs mit dieser äußerst prikären situation wirklich bewundere. ich habe es leider bisher nicht so gut geschafft. bedingt duch das lesen deiner leidengeschichte, hast du mich dazu ermutigt evtl. bei einer stillen stunde mein liebesdrama in diesem forum niederzuschreiben - in der hoffnung auf einige gute meinungen & kritiken. vielleicht hilft es mir ja. wer weiss. ich wünsche dir in jedem fall weiterhin diese kraft und natürlich ganz viel sonne im herzen. alles gute von nicole

#39
hey nicole, das freut mich wirklich sehr, dass dich das Lesen "meiner Geschichte" auf diese Art berührt hat. Ich kann dir empfehlen, auch deine Geschichte niederzuschreiben. ERstmal hilf es beim Verarbeiten und Ordnen der Gedanken und außerdem kommen tatsächlich viele wunderschöne Postings zurück, die (zumindest mich) nicht nur aufmuntern, sondern teilweise wirklich hilfreich sind. Ich spreche zwar auch sehr viel mit zahlreichen Freunden, aber die Meinungen von "Außenstehenden" sind ebenfalls eine Menge wert. Vor allem sind sie oftmals wesentlich objektiver, was ebenfalls hilfreich sein kann.

Ich für meinen Teil war heute den ganzen Tag auf einem Geschäftstermin in Hamburg, was mich auch wieder etwas abgelenkt hat. Allerdings leider nur, während des Termins. Morgens habe ich immer noch den Blues und es geht mir da dann immer besonders mies. Ist schon abgefahren, wie man einfach so funktionieren kann, denn als ich den Termin hatte, waren alle Probleme wie weggeblasen. Sobald das Ganze allerdings vorbei war ist sofort wieder alles über mich hereingebrochen. Ich schwanke blöderweise immer noch (ich weiss, das wird noch einige Zeit so bleiben) zwischen mich einigermaßen damit abfinden zu können, und sie unbedingt um alles wiederhaben zu wollen. Ich glaube wirklich, dass sie noch nicht über mich hinweg ist, und dass das Ganze noch nicht endgültig abgeschlossen ist. Klar, es bleibt abzuwarten, ob ich mich auf so jemanden wieder einlassen würde. Im Moment bin ich leider noch nicht so weit, das kategorisch ausschließen zu können. Hänge einfach noch viel zu sehr an ihr und habe halt auch das Gefühl, dass sie definitiv noch zur "Vernunft" kommen wird. Nur wann? Zumindest kann ich mit Sicherheit sagen, dass sie keinen besseren als mich finden kann. Das soll jetzt nicht arrogant klingen (bitte nicht falsch verstehen), aber diese Sicherheit ist dann doch auch auf eine komische Art und Weise für mich in meiner Situation hilfreich...

#40
hallo jon05, bin gerade wieder auf dieser seite zugange, und habe mich in der tat sehr über deine message gefreut. kurzum: seit fünf monaten bin ich am hinvegetieren und trage auch noch schuld an diesem ganzen dilemma. ich bereue es zutieftst. fünf jahe waren wir zusammen; vielleicht raffe ich mich morgen mal dazu auf alles einfach mal niederzuschreiben. es wird eine ganze menge an inhalt werden. bisher habe ich es noch nie aufgeschrieben - sondern bin immer nur am denken, denken, denken, bereuen, bereuen, bereuen. ok, vielleicht bis morgen. alles liebe vo nicole

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