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Nur ein paar Trennungsgedanken...

67 Antworten4'281 AufrufeGestartet von Sturmtief ·

SturmtiefThemenstart
#1
Hallo liebe Kummergemeinde,

irgendwo muß ich hin mit meinen Gedanken und Gefühlen, nach ein wenig querlesen durch das Forum scheint mir dies hier ein geeigneter Platz zu sein. :super:

Wie könnte es anders sein, ich bin vor zwei Monaten verlassen worden. Doch wenn ich das vergangene Jahr zurückblicke, liegt die Trennung wohl schon länger zurück. Meine Ex hatte sich immer weiter emotional zurückgezogen und sozusagen an meiner Seite entliebt. Zwar habe ich das gespürt und auch darunter gelitten, aber wir hatten beide wohl keine Kraft dagegen anzukämpfen. Vor allem von Ihrer Seite schien einfach auch kein Wille mehr dagewesen zu sein.

Es folgte das vielleicht unvermeidliche, sie verliebte sich in einen anderen Mann, was schließlich nicht Ursache, aber Anlaß zur Trennung wurde. Für mich brach keine Welt zusammen, aber ich hatte im Traum nicht damit gerechnet, dass sie mich wirklich verlassen könnte. Da wir eine ziemlich kopflastige Beziehung hatten, dachte ich immer wir könnten unsere Probleme verbal lösen und plötzlich war einfach ihr Gefühl weg. Wie kann so ein Gefühl der Liebe verschwinden? Eine Rhetorische Frage, ich weiß sehr wohl wie das verschwinden kann, nur muß das mir passieren? Dummerweise sprach sie auch nicht mit mir darüber, sondern entfernte sich immer weiter bis es zu spät war.

Für mich belastend sind dabei meine ambivalenten Gefühle. Zunächst nahm ich sie nicht wirklich ernst als sie von der Trennung sprach, zumindest was die Irreversibilität anging, dann fuhr sie zwei Wochen später zu ihrem neuen Geliebten und mir wurde klar, dass das Spiel gelaufen ist. Sie druckste zwar noch nervös herum, aber als ich in einem Internetposting zufällig auf ihr Gefühlschaos stiess, ermunterte ich sie doch ehrlich mit mir zu reden. Erleichtert, dass ich aus der Trennung kein Drama machte, erzählte sie mir dann von ihrer "Entliebung" und den Schmetterlingen die sie bei ihrem neuen fühlt.

Auch, dass die Trennung so oder so gekommen wäre, da sie dieses Gefühl bei mir schon lange nicht mehr gehabt hätte.

Irgendwo war ich auch froh, denn die vorangegangenen Monate waren wahrlich nicht mehr angenehm oder auch nur im entferntesten das, was ich mir unter einer Beziehung vorstelle. Dennoch war da auch das Gefühl des Verrats, uns einfach aufzugeben ohne uns eine Chance zu lassen, monatelang nicht mit offenen Karten gespielt zu haben. Ich habe dieser Frau vertraut, wie vielleicht noch keinem anderen Menschen in meinem Leben. Und ich habe das Gefühl bei mir ist mehr als nur diese Beziehung zerstört worden.

Da ist natürlich zum Einen das angekratzte Ego, verlassen zu werden ist hart. Da muß man nicht drumherumreden, das ist einseitige Liebe und eine grausame Angelegenheit. Man zweifelt an sich selbst und fühlt sich, als würde der Boden unter den Füßen weggezogen. So weit so gut, ich habe zumindest den Eindruck damit umgehen zu können. Da sind mir schon schlimmere Sachen passiert. Doch zum Anderen ist da dieser Vertrauensverlust, oder besser, wie konnte ich mich solchen Illusionen hingeben?

Letztendlich habe ich mich gravierend in ihr getäuscht und nur mein Alter und eine gewisse Erfahrung verhindern, dass ich ihr das zum Vorwurf mache. Ich verstehe sie und ihre Motive, ihre Gefühle und Wünsche inzwischen ganz gut, aber wieso war ich vorher so blind? Diese Dämlichkeit belastet mich mehr, als zum Beispiel ihr neuer Lover.

Wir sind de facto in unsere alte Freundschaft zurückgekehrt und wohnen sogar noch zusammen, da ich kein Problem damit habe sie loszulassen geht das auch ganz gut. Sie durchlebt jetzt eine Metamorphose und ich sehe wie gut es ihr damit geht. In dieser Hinsicht bin ich wohl etwas ungewöhnlich, ich freue mich für sie und sehe sie gar auf dem richtigen Weg, dem der ihr gut tut. Zugleich haben wir einen besseren Draht zueinander als in den letzten zwei, drei Jahren, ich bin ihr zumindest was ihre Gefühle angeht näher als während unserer Beziehung.

Aber zum ersten Mal in meinem Leben bin ich wohl an dem Punkt angekommen, wo ich keine Beziehung mehr möchte. Klar bin ich etwas neidisch auf ihre Schmetterlinge im Bauch und dieses Gefühlchaos wo bei mir einfach nur verletzte Leere ist, aber nach 18 Jahren in diversen Beziehungen bin ich einfach nur noch müde und enttäuscht. Und dann ist da noch die Angst vor der Einsamkeit, dem Alleinsein. Ein Dilemma, keinerlei Gedanken mehr an irgendeine Form von Beziehung, keinerlei Lust auf Einsamkeit. Naja, damit bin ich ja auch nicht soo allein :D

Ich hasse Liebeskummer.

Freu mich natürlich über Kommentare, auch wenn ich keine Fragen gestellt habe.

Liebe Grüße,

das Sturmtief

#2
hi sturmtief ...

hmmm was soll man sagen ... dir scheint es ja soweit gut zu gehen?

wirkst abgeklärt und sicher in deinen gedanken ...

du hast nur ein "bissi" angst vor dem alleine sein, gewinnst dem aber im gegensatz zu einer beziehung auch seine postiven seiten ab ...

also was soll man kommentieren?

ich wünsche dir alles gute auf deinem neuen weg ...

venice

#3
Mit dem gut gehen, dass ist so eine Sache. Das Schreiben hat gut getan.

Ansonsten verkneife ich mir das Jammern, weil ich meinen kleinen Rest Selbstachtung und Ego nicht verlieren will. Aber 'gut gehen' wäre in der Tat ein unverschämter Euphemismus.

Vielleicht bin ich ein interessantes Experiment inwiefern Gedanken auch das Wohlbefinden steuern können. Grundsätzlich geht es mir so schlecht wie seit Jahren nicht mehr, aber ich reiße mich am Riemen und hoffe, dass mein Verstand über den Bauch gewinnt.

Ich bin ziemlich zerissen, ich sehe die positiven Seiten für uns beide, aber es tut auch höllisch weh. Mir sind beide Seiten bekannt, diejenige des Verlassenden, wie die des Verlassenen, dass hindert mich daran zeitweiligen hysterischen Phasen allzuviel Gewicht beizumessen, aber soo locker flockig wollte ich auch nicht klingen.

Wär es supereasy würde ich hier sicher nicht schreiben ;)

#4
lieber sturmtief,

wie venice schon sagte, du scheinst wirklich ein wenig fester und sicherer zu sein als andere... aber ich denke, du bist vielleicht ein wenig kopflastiger als die meisten hier und siehst das alles auch von der rationalen seite. kann seinen vorteil haben, aber auch nachteilig sein.

du wirkst sehr reflektiert. aber auf der anderen seite, auch wenn du dich für deine exfreundin freuen kannst, glaubst du, dass dir das alles gut tut?! meinst du nicht du solltest mal alles rauslassen?

sicherlich ist man nach so einer langen zeit in beziehungen ausgelaugt und vielleicht brauchst su auch mal ne pause, um dich wieder selber zu finden nd kraft zu schöpfen. aber glaub mir, das wird sich wieder ändern und du wirst sicherlich irgendwann auch wieder die FRAU treffen. diese angst vor einsamkeit nach so langer zeit ist natürlich auch normal... aber das sagst du ja selbst... aber vielleicht ist es auch mehr dieses verletzte ego -du wurdest verlassen-, das gefühl verraten worden zu sein, weil du keine gelbe karte, sondern direkt die rote bekommen hast und damit keine "faire chance" hattest. es sind meist mehr die ganzen verletzungen, die man nicht recht überwinden kann...

meist kann der verstand den bauch überwinden und sich durchsetzen, aber meist nur mit dem erfolg, dass irgendwann der ganz grosse knall kommt.

lass ruhig auch mal die trauer raus... natürlich nicht bis zum exzess, aber insoweit dass du den seelenbalast mal los wirst....

alles liebe (und kopf hoch!!!)

creamtea

#5
hi du!

na das klingt ja schon mal ganz anders ...

dachte echt na er schreibt so cool als ginge es um seinen freund und nicht um ihn ...

nur wenn du klar wieder bist das du nur so reagieren kannst wie es dir gut tut dann ziehe ich vor deiner disziplin meinen hut ... das kann ich nämlich nicht!

venice

#6
Liebe Creamtea, Venice

erstmal Danke für die warmen, aufmunternden Worte, erstaunlich wie gut das tut. :)

Bisher konnte und wollte ich meine Gefühle nicht wirklich herauslassen, ich hoffe in den nächsten ein bis zwei Wochen auszuziehen und dann bin ich auch erst wirklich bereit Trauer zuzulassen. Diese rationale Sichtweise ist reiner Selbstschutz, ich habe vor vielen Jahren einige wirklich schlimme Erfahrungen machen müssen und mir diese Art von Krisenreaktion angeeignet um damit umgehen zu können.

Ich merke allerdings an der Körperreaktion, dass ich gewissermaßen herumtrickse, natürlich geht mir das alles verdammt nah und es kostet mich Kraft den Schmerz eben nicht rauszulassen und auszuleben. Aber es wäre zu einseitig, würde ich nicht auch die Vorteile sehen, zum Beispiel eben keine emotionalen Dramen wie sie Trennungen (das kenne ich durchaus auch) sonst üblich sind, zuzulassen. Und verstehen tun wir uns auch zu gut, ich habe gewissermaßen wirklich eine Freundin wiedergewonnen.

Ein springender Punkt um wieder auf die Beine zu kommen ist natürlich das zu tun, was einem selbst gut tut. Und dazu gehört sicher nicht sich für die Ex zu freuen, dass es mit ihrem neuen Lover klappt. Aber da bin ich einfach ambivalent, die Gefühle jammern und schmerzen, werden aber kontrolliert, der Kopf freut sich wirklich, ich meine ich liebe diese Frau und das ist nicht davon abhängig ob wir das Bett teilen oder eine gemeinsame Zukunft haben. Ich sehe ja, das sie glücklich ist.

Würde ich ausschließlich tun, was gut für mich ist, würde ich vermutlich in meine alte Heimat umsiedeln, es war meine erste Reaktion nach der Trennung dorthinzufahren und meine ganzen alten Freunde zu treffen. Es hat einen starken Sog auf mich, aber ebenso sehr möchte ich auch bleiben und ohne sie hier mein Leben leben. Insofern sehe ich diese Ratio durchaus auch als hilfreich. Aber bis ich sagen kann, hey, Dir geht es richtig gut und das Leben ist prima, das wird wohl noch eine Weile dauern. Da mache ich mir keine Illusionen.

Das irgendwann ein großer Knall kommt, diese Befürchtung ist mir natürlich auch nicht fremd. Ich merke, wie bereits erwähnt, schon körperlich, dass ich da etwas mit Gewalt durchsetze, aber ich weiß auch aus vorherigen Erfahrungen, dass es mir nicht wirklich hilft meinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. Es ist immer irgendwie ein Balanceakt.

Wie es mir gelingt, bleibt abzuwarten.

Mich diszipliniert zu nennen hat eine gewisse Komik, aber mit einigem Nachdenken würde ich das wohl selbst so bezeichnen. Hätte ich selbst von mir nie erwartet, aber wie heißt es so schön, Not macht erfinderisch.

Liebe Grüße

ST

#7
hi sturmtief!

nochmal meine hochachtung ...

du gönnst ihr dieses glück obwohl du selbst darunter leidest ...

auch das könnte ich nicht ... ich würde meinem mann zwar nichts böses wünschen, aber das er jetzt mit einer anderen glücklich ist auch wahrlich nicht!

ob eine freundschaft je zustande kommen würde steht noch auf einem ganz anderen blatt!

ich finde du analysierst dich, deine situation und das was auf dich zukommt in schritten von aussen betrachtet, fast ohne emotion, obwohl du auch von solchen sprichst ...

im leichten, seichten plauderton und irgendwie kriege ich dich nicht zu fassen ..

ach ja, bla bla, dann kommt ein tief, da komm ich dann wieder raus und dann mach ich dies und jenes und das ist halt dann so bla bla ...

ich weiss nicht wie ich dich einschätzen soll ... kann es sein das deine beziehung an dieser distanz zu dir und zu ihr gescheitert ist? an einer art schutzmauer oder einem wall hinter dem du nicht nur die negativen sondern vielleicht auch alle postiven gefühle verschanzt um jeder situation nach aussen hin gewachsen zu sein??? ?(

irgendwie glaube ich willst du gar nicht zulassen was schönes zu erleben denn da gehört dann auch das risiko verletzt zu werden hinzu und das kannst du dann ja schön reden ...

:compi: sorry wenn ich dir zu nahe getreten bin ...

venice

#8
Hi Strumtief,

nun ich sehe es nicht ganz so wie Venice.....

Ich weiß, dass Männer manchmal dazu neigen alles ganz weit von sich zu schieben... Aber zu weit solltest Du es nicht tun... denn wie Du ja so richtig beobachtest, kommt der Knall dann doch auf Dich zu und körperlich scheint es sich ja irgendwie seinen Weg zu bahnen.

Weglaufen halte ich nicht für den besten Weg. Oder bist Du nur wegen Deiner Ex in Deine jetzige Stadt gezogen und hast weder Job noch Freunde da? Was machst Du denn beruflich, dass das so einfach ginge. Verzeih meine Neugier.

Nun, vielleicht ist der Schritt mit der eigenen Wohnung nicht allzu verkehrt... denn auch wenn Du die Frau liebst und sie Dir glücklich erscheint, glaube ich doch, dass Dir das auch weh tut, denn Du bist nicht mehr derjenige, der sie glücklich machen darf.

Sicherlich ist es schön eine Freundin gewonnen zu haben... aber ich hoffe, das geschieht nicht aus der Illusion heraus, dass Du so noch ein wichtiger Teil ihres Lebens bist und auch noch Teilhaben darfst.

Dennoch: hut ab hut auf, Du bist schon ein Starker... und dass Du Deine Selbstachtung behälst finde ich ganz bewundernswert... ist mir so nie gelungen

Es grüsst

Creamtea

#9
Re Venice,

wir waren wirklich gute Freunde bevor es eine Beziehung wurde und die Beziehung war, wie ich oben schon erwähnte, sehr kopflastig, wir stehen uns geistig nahe, aber eine sexuelle Abhängigkeit wie ich es aus anderen Beziehungen kenne, existierte nie.

Zudem ist mir Eifersucht als Emotion relativ fremd, ich bin da ausgesprochen ungewöhnlich , wie ich im Laufe der Jahre merkte.

Das ist ein wichtiger Aspekt, der mir jetzt einiges Leiden erspart. Und menschlich ist sie ein Goldstück, auch wenn es mit mir nicht paßte, wünsche ich ihr nur Gutes. Ich kenne auch das Gegenteil, eine Trennung wo ich meiner Ex die Würmer der Hölle ins Gedärm wünschte und sie nie wiedersehen wollte, bzw. sah.

Meine vermeintliche Emotionslosigkeit deutest Du ganz richtig, es ist ein Schutzwall der aus traumatischen Erfahrungen herrührt, genug für ein halbes dutzend Leben. Mein Karma muß übel gewesen sein ;)

Aber deshalb würde ich mich keineswegs als distanziert betrachten, wenngleich ich eine gewisse Abgeklärtheit nicht leugnen kann. Sie ist einige Jahre jünger und erlebnishungriger, begeistert sich für Dinge die ich vor Jahren abgelegt habe. Würde mich wundern, wenn das für sie kein Problem war. Doch wir waren uns auf gewisse Weise auch sehr ähnlich, grundsätzlich würde ich mich als den emotionaleren Typen in dieser Beziehung sehen.

Jetzt fahre ich auch soetwas wie ein Notfallprogramm, es gibt einfach eine gewisse emotionale Schmerzgrenze deren Überschreitung ich nicht mehr zulasse. Interessant ist für mich natürlich, inwiefern sich das auch in meinen (Prä-trennungs) Alltag geschlichen hat und z.B. meine Begeisterungsfähigkeit oder mein Glücksempfinden beeinträchtigt hat.

Völlig widersprechen würde ich dem nicht, das Leben hat einen Hang zum Ausgleich, quid pro quo und es wäre typisch das sich soetwas einschleicht.

sorry wenn ich dir zu nahe getreten bin ...
*lach*

Du müßtest schon mit einem Bulldozer über mich drüber fahren um mir zu nahe zu treten. Ich bin ein Freund klarer Worte und das ist ein Punkt unter dem ich in den letzten Monaten sehr gelitten habe. Im Gegenteil, dieser Punkt hilft mir sicher weiter, den ich fürchte da ist was dran.

Insofern habe ich zu danken ;)

#10
Re Creamtea,

richtig beobachtet, mein Körper jammert, er fiebert herum und fühlt sich, als ob ich täglich 2-3 Umzüge machte. Aber ich habe bereits in jungen Jahren reichlich Raubbau betrieben und nachdem ich mal in einem Altersheim gearbeitet habe, verzichte ich dankend auf die letzten 10-20 Jahre.

Klingt jetzt zynischer als beabsichtigt, die Schwäche nervt mich ungeheuer, aber wenn ich die Wahl zwischen körperlichen Unbill und psychischem Leid habe, wähle ich ersteres.

Ich bin wegen meiner Ex in die Stadt gezogen und Freunde wie ich sie von Zuhause kenne, habe ich hier nicht. Nichts kann 20 Jahre alte Freundschaften ersetzen. Beruflich arbeite ich im IT-Sektor, ist in den letzten Jahren zwar schwieriger geworden, aber es läßt genug Freiheit um noch über den Wohnort zu entscheiden. Wenngleich ich natürlich hier im Schlarafenland wohne. Doch leider ist meine Mutter auch ernsthaft krank, vermutlich wird sie die nächsten zwei Jahre nicht überleben und sie ist noch relativ jung. Neben allen anderen Motiven, für mich ein starkes Argument zurückzugehen. Hätte sie nicht eine glückliche Ehe, diese Frage stellte sich gar nicht.

Allerdings möchte ich auf die Natur hier nicht mehr verzichten...

glaube ich doch, dass Dir das auch weh tut, denn Du bist nicht mehr derjenige, der sie glücklich machen darf
:heulen:

aber ich hoffe, das geschieht nicht aus der Illusion heraus, dass Du so noch ein wichtiger Teil ihres Lebens bist und auch noch Teilhaben darfst
Teils, teils, ich bin noch wichtiger Teil ihres Lebens und klar will ich noch daran teilhaben. Es ist aber keine Illusion sie zurückzugewinnen, ich wollte sie auch nicht mehr. Der Vertrauensbruch ist zu groß und es gab auch genug Fehler mit denen ich wirklich nicht mehr leben möchte.

Danke für die lieben Worte, würde mich gerne so fühlen wie ich anscheinend wirke :)

Liebe Grüße

#11
Hallo Sturmtief,

auch wenn es Dir gerade ganz beschissen geht, merkt man doch, dass Dir der Humor nicht ganz abhanden gekommen ist *Aplaus -Aplaus*

Du hast wohl Recht alte Freundschaften und Familienprobleme sind immer ein Grund heimzugehen, vor allem wenn man auch beruflich flexibel ist! kann dein Abwägen ganz gut verstehen.

Sicherlich ist es immer ein wenig komplizierter wenn man in einer Beziehung mit jemandem ist, der um einiges jünger ist, der noch Dinge ausprobieren will. Abgeschreckt zu sein oder eben Schutzwälle machen es einem da dann nicht viel einfacher! Aber ganz im Ernst, wer sich nicht öffnet und wer die Schutzwälle nicht mit dem Partner zusammen einreißen mag, der wird sich auch nicht erfreuen können und der wird auch nie richtig glücklich sein können! das zu meiner Erfahrung :]

Ich kann verstehen, dass Du Dich betrogen fühlst, aber wer in einer Beziehung lebt, die schon ganz klare Zeichen sendet, dass etwas kaputt ist und das Fehlermeldung-Pop-up ignoriert, muß sich halt fragen, ob er nicht vielleicht einfach irgendwas gescheut hat.

So wie Du die Situation beschreibst, war es nur eine Frage der Zeit bis einer von Euch geht. Gut, sie war schneller als Du, aber wenn Du an die letzten Monate denkst, kannst Du Dich davon frei machen zu sagen, ich hätte auch gehen können. Anscheinend hatte sie ja auch Fehler, die Du nicht mehr tolerieren magst, ergo war sie dann doch nicht Deine absolute Traumfrau... oder?!

Oh je, das hört sich ja fast wie eine Verteidigungsrede für Deine Ex an, war nicht so gemeint.... Sondern eher, dass Du vielleicht gar nicht den tiefen Liebeskummer hast, sondern eher das Ego angekratzt ist und letzteres läßt sich viel besser beheben.

Du sagst, dass Du der emotionalere Part der Beziehung warst un dich denke, dass Du auch ne ganze Menge zu geben hast... vielleicht war es einfach noch nicht Deine Zeit...

Deinen Körper solltest Du ganz schnell wieder auf Vodermann bringen....denn das ist der erste Weg wieder gut zu Dir selbst zu sein... pfleg Dich mal ein bißchen und lass es Dir gut gehen....

Es drückt Dich

Creamtea

#12
hallo

also ich weiss nicht..........hab diesen theard schon gestern gelesen und wusste gar nicht recht, wie ich das ganze einstufen soll...........irgenwie klingt mir das alles zu abgeklärt........zu emotionslos........weiss wirklich nicht, was ich darüber denken soll.........also las ich diesen theard heute nochmals........doch bei mir kommt das immer noch so emotionslos rüber........

was bedeutet es, eine kopflastige beziehung zu führen?.........ist das mehr ein zweck oder sind da auch gefühle drin?.......was bedeutet eine "geistige nähe" und doch keine "sexuelle abhängigkeit"? willst du damit sagen, dass ihr euch sexuell nicht nahegestanden seit?..........

fragen, die sich mit beim lesen dieses theard einfach stellen.....

gruss

spacy

#13
@creamtea

Ich würde sagen mit Deinem Beitrag hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Hätte ich treffender und passender nicht ausdrücken können. Respekt, Du hast wirklich ein ungewöhnliches Einfühlungsvermögen.

@Spacy

Ich vermute stark, ich bin tatsächlich auf eine gewisse Weise Abgeklärt. Eine Trennung vor 5 Jahren war für mich ein emotionales Waterloo und dieser Frau habe ich im Endeffekt noch 2-3 Jahre nachgehangen. Nach dieser extrem leidenschaftlichen Beziehung wollte oder konnte ich auch nichts mehr eingehen, was solche Leiden schafft.

In der aktuell verflossenen Beziehung, war der Sex ziemlich bedeutungslos, es war in gewisser Weise eine Zweckbeziehung, wir brauchten uns gegenseitig und konnten uns auch eine Menge geben, aber es war einfach kein großes *zoom* dabei.

Unter Kopflastig verstehe ich vor allem eine intellektuelle Nähe und wir mögen uns einfach menschlisch wahnsinnig gerne, kommen absolut prima miteinander aus, teilen den gleichen Humor, etc. Körperliche Nähe hat keine so große Rolle gespielt.

Aber wie creamtea schrieb, wir haben beide aus schlechten Erfahrungen auch ausgewachsene Schutzwälle um uns aufgebaut und es eben nicht geschafft, diese gemeinsam einzureißen. Es war zu oft auch ein Nebeneinander, statt Miteinander. Es wäre unter Umständen besser gewesen wir wären einfach enge Freunde geblieben, wenngleich ich die Beziehung nun nicht völlig schlecht reden will (obwohl es grad hilft ;) ). Es gab natürlich auch verdammt schöne Zeiten.

Mein Leid hält sich auch wirklich in Grenzen, da wir uns noch sehr nahe stehen und wir uns als Freunde derzeit mehr geben, als im letzten Beziehungsjahr. Rational sehe ich das wie creamtea schrieb, früher oder später wäre einer von uns gegangen und nun hat sie halt entschieden. Nichtsdestotrotz bin ich nicht so emotionslos wie ich vielleicht klinge, ich hätte mir auch gut vorstellen können noch Jahre mit der Frau zu verbringen, an Gefühl für sie mangelt es gewiss nicht. Aber ich denke mit einer Freundschaft können wir uns mehr geben als in einer Beziehung. Insofern sehe ich schon positiv.

Da wir in ein paar Monaten mit Sicherheit mehrere hundert Kilometer entfernt leben werden, wird sich zeigen was übrigbleibt, aber derzeit bin ich optimistisch, dass da eine wirklich gute Freundschaft draus wird.

#14
Hey Sturmtief,

wie stehen die Aktien????

Hoffe besser als letzte Woche?! :) )

#15
Mir geht es ziemlich gut. :]

Zwar habe ich noch Stimmungsschwankungen, aber dafür, dass ich mit meiner Ex ja noch zusammen wohne, bekomme ich (oder wir) das ganz gut hin.

Am 1.6. ziehe ich aus und freue mich sehr auf die neue Wohnung, bzw. die wiedergewonnene Freiheit. Da wird sicher nochmal ein Einsamkeitsflash kommen, aber die Trennung habe ich imho ganz gut verarbeitet. Liegt natürlich auch daran, dass unser Verhältnis jetzt wirklich wesentlich besser ist, im Verlgleich zu den letzten sechs Monaten.

Als Freundin habe ich sie wiedergewonnen.

Gebe ihr sogar Tips wie sie ihren neuen Lover dingfest machen kann. Bin gottlob ein Mensch der wirklich keine Eifersucht kennt, bzw. nur in sehr, sehr reduzierter Form.

Hilfreich war auch, dass wir über vieles gechattet und nicht geredet haben, erzeugt einen Abstand der gerade in so einer Situation sehr hilfreich ist.

Jetzt bin ich vor allem gespannt wie ich alleine klarkomme, da ich nie allein war, wird das bestimmt spannend, betrachte das aber auch mit einer gewissen Neugier.

Wenns arg wird, kann ich ja das Forum vollheulen *g*.

Danke für die liebe Nachfrage :)

Liebe Grüße

#16
hi du!

boah dein wesen hätte ich gerne .. magst net tauschen?

venice

#17
Oh genau das habe ich auch hinter mir... ;o)

Ich war 10 Jahre lang immer in einer Beziehung und plötzlich ganz allein... Das war ganz schön ätzend und ich mußte mich wieder auf mich selbst besinnen! Aber ganz ehrlich, es hat mir total gut getan und ich habe eine ganze Menge gelernt....

und ganz zum Schluß mit nem ganz tollen neuen Mann belohnt worden!!!

Toi toi toi, genieß Deine neue Freiheit und lass es Dir so richtig gut gehen!!!

Freu mich, dass es Dir besser geht :party:

#18
creamtea *neid neid neid*

wie lange warst du alleine?

venice

#19
Ich war etwas über ein Jahr alleine... aber es gibt ganz viel zu entdecken und man weiß erst wieviel Kraft man hat, wenn man wirklich mal alleine war und wieviele tolle Freunde man treffen kann....

Ich muß sagen, auch wenn ich mich manchmal sehr nach einer neuen Beziehung gesehnt habe, war es ne tolle Zeit - und irgendwann merkst Du es ist Zeit, dass wieder jemand kommt, weil Du bereitr dafür bist und dann ist da auch jemand!

War bei meiner Schwester genauso!!!

Vertraut nur Euch selbst, der Rest kommt von allein!!!!

#20
@Venice

Dafür muß ich mir erstmal Deine Geschichte durchlesen ;) -> Anmerkungen folgen.

@Creamtea

Ein Jahr würde mir jetzt auch vorschweben, einfach mal aus Erfahrungsgründen, aber ich weiß nicht ob ich das durchhalte. Ich bin schon arg anlehnungsbedürftig, aber Du schreibst vollkommen richtig, man weiß nicht was in einem steckt, wenn man es nicht ausprobiert. Schwierig ist es mit dem Selbstvertrauen, ich habe das häufig aus der Beziehung gezogen, aber mir ist auch klar, dass ich mir das sonstwo holen kann. Sei es durch Freunde, Arbeit oder so banale Dinge wie Sport.

Auf jeden Fall verstärkst Du meine Neugier :)

Dein neuer toller Mann, zufällig ein Engländer, ordne ich den Thread richtig zu? Wann ziehst Du denn hin?

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