Schrecken ohne Ende oder Ende mit Schrecken?
79 Antworten10'258 AufrufeGestartet von Mäse ·
MäseThemenstart
Hallo zusammen
Meine Freundin und ich sind seit gut 1 ½ Jahren zusammen, und was gut begonnen hatte, ist inzwischen zu einem ziemlichen Albtraum geworden.
Sie hat schlechte Erfahrungen aus vergangenen Beziehungen (in 2 Beziehungen vom Freund mit der Ex-Freundin betrogen worden) in unsere Beziehung mitgebracht, was ich von Anfang an wusste. Nur ahnte ich nicht wie stark diese schlechten Erfahrungen sie noch prägten.
So kam es, dass ich mich schon nach ein paar Wochen unserer Beziehung mit einer guten Kollegin (eine Ex-Freundin von mir) zum Mittagessen verabredete, worüber ich meine Freundin vorgängig informierte. Das führte zu einer gröberen Szene. Auf mein Angebot, die Verabredung abzusagen, ging sie dann aber trotzdem nicht ein. Also ging ich hin, aber es kam dann wieder zu einem Theater. Meine Freundin kontrollierte mich die ganze Zeit per SMS. Auf dem Rückweg zur Arbeit hatten wir dann auch noch eine unschöne Diskussion am Telefon. Irgendwie kam das Ganze dann aber doch wieder zur Ruhe.
Ein paar Wochen später fuhren wir zusammen in den Skiurlaub. Währenddessen meldete sich die erwähnte Kollegin per SMS mit einer simplen Frage, da sie nicht mehr daran gedacht hatte, dass wir im Urlaub sind. Darauf hin startete meine Freundin wieder durch. Ich antwortete der Kollegin, dass wir im Urlaub seien und gerne unsere Ruhe hätten. Am späteren Abend kam dann noch eine Antwort von ihr, worauf meine Freundin endgültig austickte. Sie forderte mich auf, diese Kollegin auf der Stelle anzurufen und ihr klar zu machen, dass sie uns in Ruhe lassen soll. Also tat ich das und erklärte der Kollegin auf freundliche Art und Weise, dass wir den Kontakt für eine Weile ruhen lassen sollten, da er der Beziehung schade. Die Kollegin konnte zwar Verständnis für die Angst meiner Freundin aufbringen, meinte aber auch, dass ja nichts zwischen uns laufen würde. Sie würde meine Freundin sogar gerne einmal kennen lernen. Sie akzeptierte jedoch meinen Wunsch.
Während des Telefongesprächs tobte meine Freundin im Hintergrund und begann, ihre Sachen zusammenzupacken, weshalb ich sie dann einmal etwas forsch aufforderte, sich nicht so dämlich aufzuführen. Sie warf mir deshalb vor (und tut dies bis heute), dass ich meine Kollegin und nicht sie so forsch hätte zurechtweisen sollen. Somit hätte ich gezeigt, dass ich hinter ihr und der Beziehung stehen würde. Jetzt habe sie jedoch merken müssen, dass mir diese Kollegin wichtiger sei als sie. Sie wollte dann immer noch davonlaufen, aber ich konnte sie doch noch zum Bleiben umstimmen.
Mit der Kollegin habe ich seit diesem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr und auch mit anderen Kolleginnen (keine Ex-Freundinnen) habe ich den Kontakt abgebrochen. So lief es dann auch eine Weile wieder ganz gut und wir zogen sogar zusammen. Sie zog in meine Region, was für sie nicht ganz einfach war, da sie sehr an ihrer Region (1 Autostunde entfernt), der Familie und den Kollegen hängt und bis heute auch immer wieder Heimweh hat. Sie fühlt(e) sich oft alleine, da sie hier keine eigenen Kollegen hat. Inzwischen hat sie zwar ein paar gute Kontakte von der Arbeit und ihrer Weiterbildung her, aber sie ist nach wie vor sehr auf mich fixiert.
Im November 2005 – ich war im Militärdienst – kam es wieder zu neuen Problemen. Wir hatten abgemacht, dass ich im fakultativen Ausgang unter der Woche nach Hause kommen würde. Ich wurde jedoch genau an diesem Abend für die Wache eingeteilt, weshalb ich nicht in den Ausgang durfte und somit nicht nach Hause konnte. Nur glaubte meine Freundin mir dies nicht, sondern unterstellte mir grundlos, dass ich mich mit einer anderen Frau treffen würde.
Dieser Vorfall war der Anfang einer Krise, welche sich nun seit Monaten dahin zieht. Es geht manchmal wieder ein paar Tage oder auch etwas länger gut, aber dann kracht es wieder wegen irgendeiner Lappalie. Inzwischen haben wir praktisch jeden Tag Streit. Bei mir wirkt sich das Ganze seit einiger Zeit auch so aus, dass ich immer mehr auf Distanz gehe. Das führt auch immer wieder zu Diskussionen. Ausserdem kann ich zurzeit nicht mehr sagen, dass ich sie über Alles liebe, da das alles einfach Spuren bei mir hinterlassen hat. Sie kann das aber nicht nachvollziehen und wirft mir vor, dass meine Liebe zu ihr in dem Fall gar nie so stark gewesen sein könne. Sie fordert auch immer wieder Beweise dafür, dass ich sie über Alles liebe, aber solche kann ich momentan einfach nicht geben. Sie kann mir während einem Streit die schlimmsten Sachen vorwerfen und mich beleidigen, aber ein paar Stunden später verhält sie sich wieder so als wäre nichts passiert. Ich weiss nie woran ich bin – die Stimmung kann wegen irgendeinem Wort oder einem Verhalten von einer Minute auf die andere total kippen.
Es gibt viele Sachen, welche in den vergangenen Monaten vorgefallen sind. Unter anderem hat sie meine SMS und E-Mails kontrolliert, verbietet mir, im Diskussionsforum „meines“ Eishockey Clubs zu diskutieren, da ich dort andere Frauen kennen lernen könnte.
Seit wir zusammen sind war ich nie mehr alleine mit meinen Kollegen im Ausgang, da es meine Freundin immer wieder fertig bringt, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Sie meint dann jeweils, dass sie auch nicht mit ihren Kolleginnen in den Ausgang könne, da diese ja nicht hier leben. Männerabende findet sie sowieso überflüssig. Ähnlich geht es auch zu und her, wenn ich mit einem Kollegen zum Mittagessen abmache. Ziehe ich einmal etwas für mich durch, heisst es gleich wieder, ich sei egoistisch. Ich investiere aber auch sehr viel Zeit für Arbeiten im Haushalt, vor allem jetzt, wo sie Zeit fürs Lernen benötigt. Das würde ich unter normalen Umständen auch sehr gerne machen. Auch finanziell habe ich sie bisher sehr unterstützt, da sie meistens knapp bei Kasse ist.
Immer wieder kommt das Thema, dass der beschriebene Vorfall im Skiurlaub ihr Vertrauen so zerstört habe und ich nichts dafür getan hätte, ihr Vertrauen wieder aufzubauen. Das „Beste“ ist: Ich habe den Kontakt zu meinen Kolleginnen abgebrochen, aber sie hat trotzdem Kontakt mit zwei ihrer Ex-Freunden und nochmals einem Typen, mit welchem sie vor mir etwas (für sie war’s eine Beziehung, für ihn nicht) hatte. Nachdem wir zusammen gekommen sind, bombardierte er sie dann jedoch ständig mit seinen Liebesschwüren und machte ihr Heiratsversprechen etc. Erst seit ich ihr gesagt habe, dass ich jetzt auch möchte, dass sie den Kontakt zu diesem Typen abbricht, meldet er sich nicht mehr – zumindest weiss ich nichts Anderes. Mit den beiden Ex-Freunden hat sie aber weiterhin Kontakt, da ich sie ja nicht darum gebeten hätte, den Kontakt abzubrechen. Ich habe ihr zwar auch schon gesagt, dass es mich stört, ich ihr aber nichts verbieten könne/wolle. Allerdings habe ich auch die Einstellung, dass, wenn ich vom Partner etwas fordere, ich mich dann auch so verhalte, ohne dass der Partner dies auch noch explizit erwähnen muss. Neu mailt sie seit ein paar Wochen mit einem Typen, welchen sie von ihrem früheren Arbeitgeber kennt. Er stand schon damals auf sie und hat jetzt ihre geschäftliche E-Mail-Adresse ausfindig gemacht. Er verstehe sie so gut und ihre gehe es viel besser, seit sie mit ihm maile. Hätte sie mich nicht vor ihm kennen gelernt, wäre sie jetzt wohl mit ihm zusammen, meint sie.
In den letzten zwei, drei Monaten hat sie mir schon mehrmals damit gedroht, dass sie ausziehen und in ihre Region zurückkehren werde. Sie versucht mich auch zu erpressen, indem sie von mir die Zusage möchte, dass ich mit ihr mitgehen werde. Sage ich nein, dann heisst das für sie, dass sie mir nicht wirklich viel Wert ist. Nur sehe ich in der momentanen Situation einfach keinen Grund wieso ich mit ihr in ihre Region ziehen sollte.
Sie hatte auch schon zwei Termine für Wohnungsbesichtigungen, welche sie dann aber immer wieder abgesagt hatte. Es war einfach ein Druckmittel von ihr…
Am letzten Sonntag hatten wir wieder einen Riesenkrach und sie kündigte an, dass sie noch am gleichen Abend zu ihrer Familie fahren werde. Ich werde sie dann nie wieder sehen. Sie ging dann tatsächlich und bombardierte mich noch mit SMS und Telefonanrufen (unter anderem auch nachts). Am nächsten Morgen kam sie wieder zurück und verhielt sich am Abend so als wäre nichts geschehen. Am Mittwoch dieser Woche stellte sie mich wieder vor die Tatsache, dass die Beziehung zu Ende sei. Da ich mich davon nicht gross beeindruckt zeigte, ging’s dann erst richtig los. Sie warf mir vor, dass ich ja nicht einmal um sie kämpfen würde. Sie sei mir also gar nichts mehr Wert und lieben würde ich sie sowieso nicht mehr. Auf meine Entgegnung, dass ich ihre Drohungen nicht mehr ernst nehme könne, meinte sie dann, dass ich’s schon noch sehen werde wie ernst es ihr sei. Sie werde sich gleich am nächsten Tag bei der Verwaltung unserer Wohnung wegen der Kündigung erkundigen. Der nächste Tag kam – es passierte nichts. Inzwischen möchte sie wieder mit mir in den Sommerurlaub fahren, was noch am Mittwoch überhaupt nicht mehr in Frage kam. Nur weiss ich nicht, ob ich überhaupt noch mit ihr in den Urlaub fahren möchte.
Ich weiss momentan überhaupt nicht mehr was ich möchte. Das Ganze kostet mich nun schon seit Wochen so unnötig viel Energie. Ich liebe meine Freundin noch, bin aber sehr unglücklich. Irgendwie schaffe ich’s (noch) nicht, diese Beziehung zu beenden. Wenn sie jeweils nach einem Streit weint, zerreisst es mir beinahe das Herz. Auch möchte ich nicht gerade jetzt Schluss machen, da sie am 1. Juli Prüfungen hat. Ich muss mir jetzt schon anhören, dass ich dann schuld sei, sollte sie die Prüfungen nicht bestehen.
Ach ja: Sie befindet sich übrigens seit Anfang dieses Jahres in mehreren Therapien. Ich hatte auch schon den Eindruck, dass es nützt, doch meistens kam dann wieder ein massiver Rückfall… Sie war auch vor unserer Beziehung schon einmal in psychologischer Behandlung.
So, das ist meine „Geschichte“. Danke fürs Lesen!
Was haltet ihr davon?
Liebe Grüsse
Mäse
Meine Freundin und ich sind seit gut 1 ½ Jahren zusammen, und was gut begonnen hatte, ist inzwischen zu einem ziemlichen Albtraum geworden.
Sie hat schlechte Erfahrungen aus vergangenen Beziehungen (in 2 Beziehungen vom Freund mit der Ex-Freundin betrogen worden) in unsere Beziehung mitgebracht, was ich von Anfang an wusste. Nur ahnte ich nicht wie stark diese schlechten Erfahrungen sie noch prägten.
So kam es, dass ich mich schon nach ein paar Wochen unserer Beziehung mit einer guten Kollegin (eine Ex-Freundin von mir) zum Mittagessen verabredete, worüber ich meine Freundin vorgängig informierte. Das führte zu einer gröberen Szene. Auf mein Angebot, die Verabredung abzusagen, ging sie dann aber trotzdem nicht ein. Also ging ich hin, aber es kam dann wieder zu einem Theater. Meine Freundin kontrollierte mich die ganze Zeit per SMS. Auf dem Rückweg zur Arbeit hatten wir dann auch noch eine unschöne Diskussion am Telefon. Irgendwie kam das Ganze dann aber doch wieder zur Ruhe.
Ein paar Wochen später fuhren wir zusammen in den Skiurlaub. Währenddessen meldete sich die erwähnte Kollegin per SMS mit einer simplen Frage, da sie nicht mehr daran gedacht hatte, dass wir im Urlaub sind. Darauf hin startete meine Freundin wieder durch. Ich antwortete der Kollegin, dass wir im Urlaub seien und gerne unsere Ruhe hätten. Am späteren Abend kam dann noch eine Antwort von ihr, worauf meine Freundin endgültig austickte. Sie forderte mich auf, diese Kollegin auf der Stelle anzurufen und ihr klar zu machen, dass sie uns in Ruhe lassen soll. Also tat ich das und erklärte der Kollegin auf freundliche Art und Weise, dass wir den Kontakt für eine Weile ruhen lassen sollten, da er der Beziehung schade. Die Kollegin konnte zwar Verständnis für die Angst meiner Freundin aufbringen, meinte aber auch, dass ja nichts zwischen uns laufen würde. Sie würde meine Freundin sogar gerne einmal kennen lernen. Sie akzeptierte jedoch meinen Wunsch.
Während des Telefongesprächs tobte meine Freundin im Hintergrund und begann, ihre Sachen zusammenzupacken, weshalb ich sie dann einmal etwas forsch aufforderte, sich nicht so dämlich aufzuführen. Sie warf mir deshalb vor (und tut dies bis heute), dass ich meine Kollegin und nicht sie so forsch hätte zurechtweisen sollen. Somit hätte ich gezeigt, dass ich hinter ihr und der Beziehung stehen würde. Jetzt habe sie jedoch merken müssen, dass mir diese Kollegin wichtiger sei als sie. Sie wollte dann immer noch davonlaufen, aber ich konnte sie doch noch zum Bleiben umstimmen.
Mit der Kollegin habe ich seit diesem Zeitpunkt keinen Kontakt mehr und auch mit anderen Kolleginnen (keine Ex-Freundinnen) habe ich den Kontakt abgebrochen. So lief es dann auch eine Weile wieder ganz gut und wir zogen sogar zusammen. Sie zog in meine Region, was für sie nicht ganz einfach war, da sie sehr an ihrer Region (1 Autostunde entfernt), der Familie und den Kollegen hängt und bis heute auch immer wieder Heimweh hat. Sie fühlt(e) sich oft alleine, da sie hier keine eigenen Kollegen hat. Inzwischen hat sie zwar ein paar gute Kontakte von der Arbeit und ihrer Weiterbildung her, aber sie ist nach wie vor sehr auf mich fixiert.
Im November 2005 – ich war im Militärdienst – kam es wieder zu neuen Problemen. Wir hatten abgemacht, dass ich im fakultativen Ausgang unter der Woche nach Hause kommen würde. Ich wurde jedoch genau an diesem Abend für die Wache eingeteilt, weshalb ich nicht in den Ausgang durfte und somit nicht nach Hause konnte. Nur glaubte meine Freundin mir dies nicht, sondern unterstellte mir grundlos, dass ich mich mit einer anderen Frau treffen würde.
Dieser Vorfall war der Anfang einer Krise, welche sich nun seit Monaten dahin zieht. Es geht manchmal wieder ein paar Tage oder auch etwas länger gut, aber dann kracht es wieder wegen irgendeiner Lappalie. Inzwischen haben wir praktisch jeden Tag Streit. Bei mir wirkt sich das Ganze seit einiger Zeit auch so aus, dass ich immer mehr auf Distanz gehe. Das führt auch immer wieder zu Diskussionen. Ausserdem kann ich zurzeit nicht mehr sagen, dass ich sie über Alles liebe, da das alles einfach Spuren bei mir hinterlassen hat. Sie kann das aber nicht nachvollziehen und wirft mir vor, dass meine Liebe zu ihr in dem Fall gar nie so stark gewesen sein könne. Sie fordert auch immer wieder Beweise dafür, dass ich sie über Alles liebe, aber solche kann ich momentan einfach nicht geben. Sie kann mir während einem Streit die schlimmsten Sachen vorwerfen und mich beleidigen, aber ein paar Stunden später verhält sie sich wieder so als wäre nichts passiert. Ich weiss nie woran ich bin – die Stimmung kann wegen irgendeinem Wort oder einem Verhalten von einer Minute auf die andere total kippen.
Es gibt viele Sachen, welche in den vergangenen Monaten vorgefallen sind. Unter anderem hat sie meine SMS und E-Mails kontrolliert, verbietet mir, im Diskussionsforum „meines“ Eishockey Clubs zu diskutieren, da ich dort andere Frauen kennen lernen könnte.
Seit wir zusammen sind war ich nie mehr alleine mit meinen Kollegen im Ausgang, da es meine Freundin immer wieder fertig bringt, mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Sie meint dann jeweils, dass sie auch nicht mit ihren Kolleginnen in den Ausgang könne, da diese ja nicht hier leben. Männerabende findet sie sowieso überflüssig. Ähnlich geht es auch zu und her, wenn ich mit einem Kollegen zum Mittagessen abmache. Ziehe ich einmal etwas für mich durch, heisst es gleich wieder, ich sei egoistisch. Ich investiere aber auch sehr viel Zeit für Arbeiten im Haushalt, vor allem jetzt, wo sie Zeit fürs Lernen benötigt. Das würde ich unter normalen Umständen auch sehr gerne machen. Auch finanziell habe ich sie bisher sehr unterstützt, da sie meistens knapp bei Kasse ist.
Immer wieder kommt das Thema, dass der beschriebene Vorfall im Skiurlaub ihr Vertrauen so zerstört habe und ich nichts dafür getan hätte, ihr Vertrauen wieder aufzubauen. Das „Beste“ ist: Ich habe den Kontakt zu meinen Kolleginnen abgebrochen, aber sie hat trotzdem Kontakt mit zwei ihrer Ex-Freunden und nochmals einem Typen, mit welchem sie vor mir etwas (für sie war’s eine Beziehung, für ihn nicht) hatte. Nachdem wir zusammen gekommen sind, bombardierte er sie dann jedoch ständig mit seinen Liebesschwüren und machte ihr Heiratsversprechen etc. Erst seit ich ihr gesagt habe, dass ich jetzt auch möchte, dass sie den Kontakt zu diesem Typen abbricht, meldet er sich nicht mehr – zumindest weiss ich nichts Anderes. Mit den beiden Ex-Freunden hat sie aber weiterhin Kontakt, da ich sie ja nicht darum gebeten hätte, den Kontakt abzubrechen. Ich habe ihr zwar auch schon gesagt, dass es mich stört, ich ihr aber nichts verbieten könne/wolle. Allerdings habe ich auch die Einstellung, dass, wenn ich vom Partner etwas fordere, ich mich dann auch so verhalte, ohne dass der Partner dies auch noch explizit erwähnen muss. Neu mailt sie seit ein paar Wochen mit einem Typen, welchen sie von ihrem früheren Arbeitgeber kennt. Er stand schon damals auf sie und hat jetzt ihre geschäftliche E-Mail-Adresse ausfindig gemacht. Er verstehe sie so gut und ihre gehe es viel besser, seit sie mit ihm maile. Hätte sie mich nicht vor ihm kennen gelernt, wäre sie jetzt wohl mit ihm zusammen, meint sie.
In den letzten zwei, drei Monaten hat sie mir schon mehrmals damit gedroht, dass sie ausziehen und in ihre Region zurückkehren werde. Sie versucht mich auch zu erpressen, indem sie von mir die Zusage möchte, dass ich mit ihr mitgehen werde. Sage ich nein, dann heisst das für sie, dass sie mir nicht wirklich viel Wert ist. Nur sehe ich in der momentanen Situation einfach keinen Grund wieso ich mit ihr in ihre Region ziehen sollte.
Sie hatte auch schon zwei Termine für Wohnungsbesichtigungen, welche sie dann aber immer wieder abgesagt hatte. Es war einfach ein Druckmittel von ihr…
Am letzten Sonntag hatten wir wieder einen Riesenkrach und sie kündigte an, dass sie noch am gleichen Abend zu ihrer Familie fahren werde. Ich werde sie dann nie wieder sehen. Sie ging dann tatsächlich und bombardierte mich noch mit SMS und Telefonanrufen (unter anderem auch nachts). Am nächsten Morgen kam sie wieder zurück und verhielt sich am Abend so als wäre nichts geschehen. Am Mittwoch dieser Woche stellte sie mich wieder vor die Tatsache, dass die Beziehung zu Ende sei. Da ich mich davon nicht gross beeindruckt zeigte, ging’s dann erst richtig los. Sie warf mir vor, dass ich ja nicht einmal um sie kämpfen würde. Sie sei mir also gar nichts mehr Wert und lieben würde ich sie sowieso nicht mehr. Auf meine Entgegnung, dass ich ihre Drohungen nicht mehr ernst nehme könne, meinte sie dann, dass ich’s schon noch sehen werde wie ernst es ihr sei. Sie werde sich gleich am nächsten Tag bei der Verwaltung unserer Wohnung wegen der Kündigung erkundigen. Der nächste Tag kam – es passierte nichts. Inzwischen möchte sie wieder mit mir in den Sommerurlaub fahren, was noch am Mittwoch überhaupt nicht mehr in Frage kam. Nur weiss ich nicht, ob ich überhaupt noch mit ihr in den Urlaub fahren möchte.
Ich weiss momentan überhaupt nicht mehr was ich möchte. Das Ganze kostet mich nun schon seit Wochen so unnötig viel Energie. Ich liebe meine Freundin noch, bin aber sehr unglücklich. Irgendwie schaffe ich’s (noch) nicht, diese Beziehung zu beenden. Wenn sie jeweils nach einem Streit weint, zerreisst es mir beinahe das Herz. Auch möchte ich nicht gerade jetzt Schluss machen, da sie am 1. Juli Prüfungen hat. Ich muss mir jetzt schon anhören, dass ich dann schuld sei, sollte sie die Prüfungen nicht bestehen.
Ach ja: Sie befindet sich übrigens seit Anfang dieses Jahres in mehreren Therapien. Ich hatte auch schon den Eindruck, dass es nützt, doch meistens kam dann wieder ein massiver Rückfall… Sie war auch vor unserer Beziehung schon einmal in psychologischer Behandlung.
So, das ist meine „Geschichte“. Danke fürs Lesen!
Was haltet ihr davon?
Liebe Grüsse
Mäse
Hi Mäse,
Sorry, aber du hast nicht zufällig den Schlüssel von deinen Fußfesseln, oder?
Jetzt mal nix für Ungut, ich kann mir bei aller Liebe nicht vorstellen, dass du glücklich bist. Zu einer Beziehung gehört Vertrauen, ohne dem geht es nicht, dass ist Fakt. Es ist, was ich so lese, nichts vorgefallen was einen Vertrauensbruch darstellen könnte. Und wenn man mal alleine mit Freunden/Kollegen weggehen möchte, auch da gibt es nichts einzuwenden.
Ich an Deiner Stelle würde mir mal Gedanken über die jtzige Sitaution machen. Rede mir deiner Freundin offen und ehrlich, sage Ihr wie du Dich fühlst und frage sie ganz einfach mal, wie Sie sich eure Beziehung vorstellt.
Sie hat Kontakt zu Ihren Ex Freunden, dass sollst du hinnehmen, du darfst aber in jeglicher Hinsicht keinerlei Kontakt zu Frauen haben? Also, ich finde da läuft etwas gewaltig schief.
Vieleicht hilft euch ein ausführliches gespräch
Ich wünsche Dir viel Glück
Sorry, aber du hast nicht zufällig den Schlüssel von deinen Fußfesseln, oder?
Jetzt mal nix für Ungut, ich kann mir bei aller Liebe nicht vorstellen, dass du glücklich bist. Zu einer Beziehung gehört Vertrauen, ohne dem geht es nicht, dass ist Fakt. Es ist, was ich so lese, nichts vorgefallen was einen Vertrauensbruch darstellen könnte. Und wenn man mal alleine mit Freunden/Kollegen weggehen möchte, auch da gibt es nichts einzuwenden.
Ich an Deiner Stelle würde mir mal Gedanken über die jtzige Sitaution machen. Rede mir deiner Freundin offen und ehrlich, sage Ihr wie du Dich fühlst und frage sie ganz einfach mal, wie Sie sich eure Beziehung vorstellt.
Sie hat Kontakt zu Ihren Ex Freunden, dass sollst du hinnehmen, du darfst aber in jeglicher Hinsicht keinerlei Kontakt zu Frauen haben? Also, ich finde da läuft etwas gewaltig schief.
Vieleicht hilft euch ein ausführliches gespräch
Ich wünsche Dir viel Glück
lieber mäse,
ich hab deinen text sehr aufmerksam gelesen und werfe einfach mal meine einschätzung in die runde:
du schreibst: "So kam es, dass ich mich schon nach ein paar Wochen unserer Beziehung mit einer guten Kollegin (eine Ex-Freundin von mir) zum Mittagessen verabredete, worüber ich meine Freundin vorgängig informierte."
ich hab den eindruck, der stein kam bereits ganz am anfang ins rollen. sie ist sicherlich mit ängsten in die beziehung mit dir gegangen, aufgrund ihrer schlechten erfahrungen. in einer phase, in der eine beziehung sich erst richtig festigt und festigen muss, hast du ihr den ersten schlag in den magen versetzt, unbeabsichtigt, klar, aber du hast ungewollt den abzug betätigt und ihrer angst freien lauf gelassen und in gewissem sinne auch bestätigt. schau mal, sie ist zweimal (!!) von den männern ihres herzens mit deren ex betrogen worden. und du hast gedankenlos nix besseres zu tun, als schon nach sehr kurzer zeit dich mit deiner ex zu treffen?
ich finde es natürlich gut, dass du ihr es vorab gesagt hast. das ist aber der zweite punkt, der sie sicherlich irritiert hat - du hast sie informiert, nicht gefragt ob sie damit einverstanden wäre wenn ... du hast sie vor vollendete tatsachen gestellt. es ist doch ganz logisch, dass ihre schlimmsten ängste, befürchtungen und erfahrungen nun sofort wieder ganz aktuell für sie waren.
dann bist du zu dem treffen noch hingegangen. sie hat innerlich ganz sicher gewünscht, du würdest trotz allem da bleiben ... bei ihr.
so sah sie sich automatisch in eine altbekannte, sehr schmerzhafte situation versetzt - mit einer exfreundin konkurrieren zu müssen, dich nicht halten zu können, von dir nicht so geliebt zu werden wie sie es sich gewünscht hat.
sicher war sie auch enttäuscht, weil sie von anfang an auf ihren schwachpunkt, ihr trauma hingewiesen hat. sie hatte wohl gehofft und darauf vertraut, du würdest das verstehen und gerade beim umgang mit deinen exfreundinnen ihr gegenüber sensibler sein.
sie ist sicherlich mit einer menge altlasten mit dir zusammengekommen. die tragweite dessen konnte dir sicher nicht bewusst sein und ich versteh auch sehr gut dass du kaum noch kraft für sie hast.
aber, bitte, mach dir klar dass sie nur so reagiert weil sie ANGST hat. weil sie ihr vertrauen schon lange vor deiner zeit verloren hat und umso mehr auf liebesbeweise angewiesen ist, als es vielleicht "normal" ist.
mit ihren provokationen will sie nur austesten und hofft darauf, dass du ihr in diesen momenten zeigst, dass du sie liebst. wenn sie wohnungen sucht, wünscht sie sich von dir ein entsetztes "was du willst mich verlassen? ich will aber dass du bleibst!" sie hofft auf eine reaktion von dir, ein feedback dass sie dir wichtig ist!!
ich könnte auch wetten, dass ihre kontakte zu anderen typen nur dazu dienen, von dir eine eifersüchtige reaktion zu erhalten. sie fühlt sich von dir ungeliebt, und das so ziemlich von anfang an, spätestens aber seit dieser mittagessengeschichte.
die eigendynamik eurer situation finde ich sehr tragisch. klar gehst du auf distanz, wer würde das nicht! und genau das setzt bei ihr noch theatralischere, noch verzweifeltere reaktionen in gang.
wenn du trotz allem noch versuchen willst, diese spirale zu unterbrechen, ist es eigentlich ganz simpel: sei einfach lieb zu ihr. nimm sie oft in den arm, sag ihr häufig dass du sie liebst, mach ihr komplimente, lobe sie, gib ihr einfach mal das gefühl dass sie die frau ist die du dir wünscht. versuch nicht genervt zu reagieren wenn sie dir irgendwas unterstellt, du würdest sie anlügen oder so. gerade dann versuche verständnisvoll zu sein, gerade dann nimm sie in den arm, sag ihr ganz ruhig dass sie sich keine sorgen zu machen braucht. entschuldige dich auch dafür wenn du sie verletzt hast.
ihr urvertrauen ist halt weg, auch in dich. du hast auch deinen teil dazu beigetragen, in jedem fall.
therapie ist in jedem fall sehr gut für sie, ich denke schon auch dass sie dringend eine braucht. ihre probleme haben ja nicht nur mit dir zu tun, aber du fütterst ihre probleme, ich hoffe das siehst du auch.
es hilft überhaupt gar nichts, sie zum buhmann zu machen und als spinnert oder psycho abzustempeln. sie leidet doch selbst furchtbar unter ihrer angst und den zweifeln und würde sicher nichts lieber als wieder vertrauen zu können. und es ist hier DEINE aufgabe, ihr entgegenzukommen, ihr zu zeigen dass du ihr vertrauen verdienst, damit sie es wagen kann, sich wieder zu öffnen.
soviel dazu. ich wünsch euch beiden furchtbar viel glück und hoffe, es ist für euch noch nicht zu spät.
lg yolanda
ich hab deinen text sehr aufmerksam gelesen und werfe einfach mal meine einschätzung in die runde:
du schreibst: "So kam es, dass ich mich schon nach ein paar Wochen unserer Beziehung mit einer guten Kollegin (eine Ex-Freundin von mir) zum Mittagessen verabredete, worüber ich meine Freundin vorgängig informierte."
ich hab den eindruck, der stein kam bereits ganz am anfang ins rollen. sie ist sicherlich mit ängsten in die beziehung mit dir gegangen, aufgrund ihrer schlechten erfahrungen. in einer phase, in der eine beziehung sich erst richtig festigt und festigen muss, hast du ihr den ersten schlag in den magen versetzt, unbeabsichtigt, klar, aber du hast ungewollt den abzug betätigt und ihrer angst freien lauf gelassen und in gewissem sinne auch bestätigt. schau mal, sie ist zweimal (!!) von den männern ihres herzens mit deren ex betrogen worden. und du hast gedankenlos nix besseres zu tun, als schon nach sehr kurzer zeit dich mit deiner ex zu treffen?
ich finde es natürlich gut, dass du ihr es vorab gesagt hast. das ist aber der zweite punkt, der sie sicherlich irritiert hat - du hast sie informiert, nicht gefragt ob sie damit einverstanden wäre wenn ... du hast sie vor vollendete tatsachen gestellt. es ist doch ganz logisch, dass ihre schlimmsten ängste, befürchtungen und erfahrungen nun sofort wieder ganz aktuell für sie waren.
dann bist du zu dem treffen noch hingegangen. sie hat innerlich ganz sicher gewünscht, du würdest trotz allem da bleiben ... bei ihr.
so sah sie sich automatisch in eine altbekannte, sehr schmerzhafte situation versetzt - mit einer exfreundin konkurrieren zu müssen, dich nicht halten zu können, von dir nicht so geliebt zu werden wie sie es sich gewünscht hat.
sicher war sie auch enttäuscht, weil sie von anfang an auf ihren schwachpunkt, ihr trauma hingewiesen hat. sie hatte wohl gehofft und darauf vertraut, du würdest das verstehen und gerade beim umgang mit deinen exfreundinnen ihr gegenüber sensibler sein.
sie ist sicherlich mit einer menge altlasten mit dir zusammengekommen. die tragweite dessen konnte dir sicher nicht bewusst sein und ich versteh auch sehr gut dass du kaum noch kraft für sie hast.
aber, bitte, mach dir klar dass sie nur so reagiert weil sie ANGST hat. weil sie ihr vertrauen schon lange vor deiner zeit verloren hat und umso mehr auf liebesbeweise angewiesen ist, als es vielleicht "normal" ist.
mit ihren provokationen will sie nur austesten und hofft darauf, dass du ihr in diesen momenten zeigst, dass du sie liebst. wenn sie wohnungen sucht, wünscht sie sich von dir ein entsetztes "was du willst mich verlassen? ich will aber dass du bleibst!" sie hofft auf eine reaktion von dir, ein feedback dass sie dir wichtig ist!!
ich könnte auch wetten, dass ihre kontakte zu anderen typen nur dazu dienen, von dir eine eifersüchtige reaktion zu erhalten. sie fühlt sich von dir ungeliebt, und das so ziemlich von anfang an, spätestens aber seit dieser mittagessengeschichte.
die eigendynamik eurer situation finde ich sehr tragisch. klar gehst du auf distanz, wer würde das nicht! und genau das setzt bei ihr noch theatralischere, noch verzweifeltere reaktionen in gang.
wenn du trotz allem noch versuchen willst, diese spirale zu unterbrechen, ist es eigentlich ganz simpel: sei einfach lieb zu ihr. nimm sie oft in den arm, sag ihr häufig dass du sie liebst, mach ihr komplimente, lobe sie, gib ihr einfach mal das gefühl dass sie die frau ist die du dir wünscht. versuch nicht genervt zu reagieren wenn sie dir irgendwas unterstellt, du würdest sie anlügen oder so. gerade dann versuche verständnisvoll zu sein, gerade dann nimm sie in den arm, sag ihr ganz ruhig dass sie sich keine sorgen zu machen braucht. entschuldige dich auch dafür wenn du sie verletzt hast.
ihr urvertrauen ist halt weg, auch in dich. du hast auch deinen teil dazu beigetragen, in jedem fall.
therapie ist in jedem fall sehr gut für sie, ich denke schon auch dass sie dringend eine braucht. ihre probleme haben ja nicht nur mit dir zu tun, aber du fütterst ihre probleme, ich hoffe das siehst du auch.
es hilft überhaupt gar nichts, sie zum buhmann zu machen und als spinnert oder psycho abzustempeln. sie leidet doch selbst furchtbar unter ihrer angst und den zweifeln und würde sicher nichts lieber als wieder vertrauen zu können. und es ist hier DEINE aufgabe, ihr entgegenzukommen, ihr zu zeigen dass du ihr vertrauen verdienst, damit sie es wagen kann, sich wieder zu öffnen.
soviel dazu. ich wünsch euch beiden furchtbar viel glück und hoffe, es ist für euch noch nicht zu spät.
lg yolanda
Lieber Mäse ...
und
hallo yolanda
Ich habe leider jetzt gerade gar keine Zeit mich eingehend zu melden und meine Meinung zu erläutern - werde es aber tun.
Was ich aber auf jeden Fall loswerden MUSS ....
...ich gehe jetzt mal davon aus, dass "yolanda" nicht Deine Freundin ist. Denn alleine so könnte ich diesen Post einordnen ...
Liebe yolanda - es kann und darf nicht Dein Ernst sein, was Du hier geschrieben hast. Ich will Dir nicht Unrecht tun, aber Deine - wie Du es nennst - Einschätzungen sind ..... ich kann es fast nicht sagen ... ich habe keine Luft wenn ich das lese.
Mäse ist alles andere als gedankelos! Muss ein erwachsener Mann oder eine erwachsene Frau um das Einverständnis bitten mit einer ehemaligen Freundin, einem Freund ... wem auch immer.... sich zu verabreden?
Muss Mäse sich also einfach unterordnen, sein ganzes, sehr liebevolles Wesen einfach mal zurückstellen, seine Persönlichkeit filtern und bloss noch Teil einer Therapie sein?
Das darf und soll man von keinem Menschen verlangen! Ich lebe seit langem in einer Fernbeziehung, ich habe Freunde - die ab und zu sogar bei mir übernachten. Mein Freund pflegt wunderbare Freundschaften mit anderen Frauen, verabredet sich mit seiner Ex zu Fernsehabenden, Essen ... und und und - ich könnte hier tausend Beispiele nennen.Und - wo ist denn das Problem?
Menschliche Kontakte gehören zu jedem Menschen - gerade Freundschaften - die darf man weder verbieten noch unterdrücken. Mäse ist eine treue Seele. So wie ich es bin, mein Freund es ist. Und viele Andere auch.
Mäse würde die Probleme seiner Freundin nur dann füttern, wenn er sich selbst vergessen würde. Zum Glück sind ihm seine Gefühle und sein Mensch und Mann sein nicht egal.
Mäse ist weiss Gott weder Grund noch Uebel noch irgendwas in der Richtung.
Du machst Mäse zum Buhmann. Dass empfinde ich als nicht gerecht. Er macht sich Sorgen, Gedanken, sucht nach Lösungen.
Ich werde dazu bald mehr schreiben - möchte aber an dieser Stelle einfach ganz dringend gesagt haben, dass man sich weder Erklärungen noch Lösungen derart einfach machen darf.
Schon gar nicht auf Kosten des Einen.
Liebe Grüsse
Sternenzauber
und
hallo yolanda
Ich habe leider jetzt gerade gar keine Zeit mich eingehend zu melden und meine Meinung zu erläutern - werde es aber tun.
Was ich aber auf jeden Fall loswerden MUSS ....
...ich gehe jetzt mal davon aus, dass "yolanda" nicht Deine Freundin ist. Denn alleine so könnte ich diesen Post einordnen ...
Liebe yolanda - es kann und darf nicht Dein Ernst sein, was Du hier geschrieben hast. Ich will Dir nicht Unrecht tun, aber Deine - wie Du es nennst - Einschätzungen sind ..... ich kann es fast nicht sagen ... ich habe keine Luft wenn ich das lese.
Mäse ist alles andere als gedankelos! Muss ein erwachsener Mann oder eine erwachsene Frau um das Einverständnis bitten mit einer ehemaligen Freundin, einem Freund ... wem auch immer.... sich zu verabreden?
Muss Mäse sich also einfach unterordnen, sein ganzes, sehr liebevolles Wesen einfach mal zurückstellen, seine Persönlichkeit filtern und bloss noch Teil einer Therapie sein?
Das darf und soll man von keinem Menschen verlangen! Ich lebe seit langem in einer Fernbeziehung, ich habe Freunde - die ab und zu sogar bei mir übernachten. Mein Freund pflegt wunderbare Freundschaften mit anderen Frauen, verabredet sich mit seiner Ex zu Fernsehabenden, Essen ... und und und - ich könnte hier tausend Beispiele nennen.Und - wo ist denn das Problem?
Menschliche Kontakte gehören zu jedem Menschen - gerade Freundschaften - die darf man weder verbieten noch unterdrücken. Mäse ist eine treue Seele. So wie ich es bin, mein Freund es ist. Und viele Andere auch.
Mäse würde die Probleme seiner Freundin nur dann füttern, wenn er sich selbst vergessen würde. Zum Glück sind ihm seine Gefühle und sein Mensch und Mann sein nicht egal.
Mäse ist weiss Gott weder Grund noch Uebel noch irgendwas in der Richtung.
Du machst Mäse zum Buhmann. Dass empfinde ich als nicht gerecht. Er macht sich Sorgen, Gedanken, sucht nach Lösungen.
Ich werde dazu bald mehr schreiben - möchte aber an dieser Stelle einfach ganz dringend gesagt haben, dass man sich weder Erklärungen noch Lösungen derart einfach machen darf.
Schon gar nicht auf Kosten des Einen.
Liebe Grüsse
Sternenzauber
Hi!
Ja, scheint schon der etwas spezielle Horror zu sein. Eins ist klar, deine Freundin ist durch ihre Erfahrungen ziemlich aus der Spur gekommen.
Dennoch behaupte ich mal, dass kann nicht der einzige Grund sein. Jemand, der solche Verlustängste mit sich rumschleppt, ist wirklich kaum in der Lage zu lieben. Lieben heisst nämlich - so wie es Sternenzauber auch schon gesagt hat - in erster Linie Vertrauen. Sicherlich, kannst du versuchen ihr zu helfen, aber ich glaube, sie muss erst selbst begreifen was sie da veranstaltet. So wie du eure Situation schilderst ist das auch höchste Eisenbahn. Lange kann man das nicht ertragen.
Wenn ihr es wirklich nochmal versuchen wollt, kommt ihr wohl oder übel um eine Paar Therapie kaum herum.
LG
Grillcat
Ja, scheint schon der etwas spezielle Horror zu sein. Eins ist klar, deine Freundin ist durch ihre Erfahrungen ziemlich aus der Spur gekommen.
Dennoch behaupte ich mal, dass kann nicht der einzige Grund sein. Jemand, der solche Verlustängste mit sich rumschleppt, ist wirklich kaum in der Lage zu lieben. Lieben heisst nämlich - so wie es Sternenzauber auch schon gesagt hat - in erster Linie Vertrauen. Sicherlich, kannst du versuchen ihr zu helfen, aber ich glaube, sie muss erst selbst begreifen was sie da veranstaltet. So wie du eure Situation schilderst ist das auch höchste Eisenbahn. Lange kann man das nicht ertragen.
Wenn ihr es wirklich nochmal versuchen wollt, kommt ihr wohl oder übel um eine Paar Therapie kaum herum.
LG
Grillcat
Hallo Mäse,
ich war lange Zeit genauso wie deine Freundin. Ich hatte kein Vertrauen mehr und die Eifersucht hat sich so aufgebauscht, wie du es hier beschrieben hast. Jeder Mann hat nach mindestens einem Jahr das Weite gesucht. Ich hatte sie vertrieben. Aber dennoch konnte ich nichts gegen meine Eifersucht und das Nicht-Vertrauen tun. Bis ER kam. Ein Mann, der die ersten Monate, ja eigentlich zwei Jahre, viel durchmachen und erdulden musste. Ich wollte ihm nichts Böses, ich hatte einfach nur furchtbare Angst. Angst davor, wieder enttäuscht zu werden. Dieser Mann war jedoch anders als die anderen, er zeigte mir immer und immer wieder, wie sehr er mich liebt und auch nach schlimmen Attacken ließ er mich nie im Stich. Irgendwann - nach den zwei Jahren - merkte ich: "Hey, er meint es ja wirklich ehrlich mit mir. Er liebt mich und verlässt mich nicht, sobald "ich Probleme mache". Ich denke, du solltest ihr, wie Yolanda schon meinte, eine Chance geben. Sie liebt dich, aber ihre Angst vor einer Enttäuschung ist so groß, dass sie solche dummen Sachen macht. Sei geduldig mit ihr. Bei mir hat es funktioniert.
Alles Gute für dich.
Vanessa
ich war lange Zeit genauso wie deine Freundin. Ich hatte kein Vertrauen mehr und die Eifersucht hat sich so aufgebauscht, wie du es hier beschrieben hast. Jeder Mann hat nach mindestens einem Jahr das Weite gesucht. Ich hatte sie vertrieben. Aber dennoch konnte ich nichts gegen meine Eifersucht und das Nicht-Vertrauen tun. Bis ER kam. Ein Mann, der die ersten Monate, ja eigentlich zwei Jahre, viel durchmachen und erdulden musste. Ich wollte ihm nichts Böses, ich hatte einfach nur furchtbare Angst. Angst davor, wieder enttäuscht zu werden. Dieser Mann war jedoch anders als die anderen, er zeigte mir immer und immer wieder, wie sehr er mich liebt und auch nach schlimmen Attacken ließ er mich nie im Stich. Irgendwann - nach den zwei Jahren - merkte ich: "Hey, er meint es ja wirklich ehrlich mit mir. Er liebt mich und verlässt mich nicht, sobald "ich Probleme mache". Ich denke, du solltest ihr, wie Yolanda schon meinte, eine Chance geben. Sie liebt dich, aber ihre Angst vor einer Enttäuschung ist so groß, dass sie solche dummen Sachen macht. Sei geduldig mit ihr. Bei mir hat es funktioniert.
Alles Gute für dich.
Vanessa
Hi!
Ich bin positiv überrascht über die zahlreichen Kommentare nach so kurzer Zeit. Herzlichen Dank!!!
Gerne würde ich auf jeden einzelnen Beitrag antworten, aber momentan geht das leider nicht.
Natürlich erwarte ich von niemandem hier DIE Lösung und es kann mir auch niemand eine Entscheidung abnehmen. Mir ist klar, dass ich schlussendlich selber entscheiden muss was am Besten ist. Doch ich bin einfach dankbar für jede Sicht/Meinung von aussen, welche mir wieder neue Gedankenanstösse bringen kann. Denn momentan stecke ich einfach fest…
Damit hier kein Missverständnis entsteht: Mir ist durchaus bewusst, dass ich auch meinen Teil zu dieser Situation beigetragen habe. Ich möchte also keinesfalls meine Freundin alleine als Buhmann hinstellen.
Weiter möchte ich noch sagen, dass ich anfangs natürlich viel Verständnis für ihre Situation aufgebracht und nie ein Drama daraus gemacht habe. Dies gilt vor allem für die Zeit zwischen dem Skiurlaub (März 2005) und Militärdienst (November 2005), wo es auch immer wieder Momente gab, in welchen ihre Angst und Eifersucht zum Ausdruck kam. Doch dann kamen eben diese dauernden unbegründeten Verdächtigungen, welche immer mehr an meinen Nerven zerrten. Langsam habe ich einfach keine Energie mehr, diese Auseinandersetzungen immer wieder zu führen und einfach zu erdulden.
Hinzu kommt noch, dass meine Freundin depressiv veranlagt und Migränikerin – wahrscheinlich psychisch bedingt – ist. Auch hier habe ich überhaupt kein Problem, wenn sie Migräne hat und dann einfach nur noch im Bett liegen kann und vielleicht irgendetwas Geplantes ausfallen muss. Ich versuche dann auch, ihr möglichst viel Ruhe zu gönnen und sie soweit möglich zu pflegen. Doch ihr reicht das dann oft nicht, sondern sie hätte am Liebsten, dass ich stundenlang neben ihr im Bett liege und sie tröste. Das geht vielleicht ab und zu schon, ist aber nicht immer möglich. Dafür hat sie dann auch wieder kein Verständnis. Unter dem Einfluss ihrer Migräne-Medikamente wirft sie mir dann oft auch verbal Dinge an den Kopf, die wirklich daneben sind. Sie mag sich dann zwar jeweils anschliessend nicht mehr daran erinnern, aber mich trifft es natürlich trotzdem.
Dies einmal noch als Ergänzung. Ich werde mich dann später nochmals einklinken.
Liebe Grüsse
Mäse
Ich bin positiv überrascht über die zahlreichen Kommentare nach so kurzer Zeit. Herzlichen Dank!!!
Gerne würde ich auf jeden einzelnen Beitrag antworten, aber momentan geht das leider nicht.
Natürlich erwarte ich von niemandem hier DIE Lösung und es kann mir auch niemand eine Entscheidung abnehmen. Mir ist klar, dass ich schlussendlich selber entscheiden muss was am Besten ist. Doch ich bin einfach dankbar für jede Sicht/Meinung von aussen, welche mir wieder neue Gedankenanstösse bringen kann. Denn momentan stecke ich einfach fest…
Damit hier kein Missverständnis entsteht: Mir ist durchaus bewusst, dass ich auch meinen Teil zu dieser Situation beigetragen habe. Ich möchte also keinesfalls meine Freundin alleine als Buhmann hinstellen.
Weiter möchte ich noch sagen, dass ich anfangs natürlich viel Verständnis für ihre Situation aufgebracht und nie ein Drama daraus gemacht habe. Dies gilt vor allem für die Zeit zwischen dem Skiurlaub (März 2005) und Militärdienst (November 2005), wo es auch immer wieder Momente gab, in welchen ihre Angst und Eifersucht zum Ausdruck kam. Doch dann kamen eben diese dauernden unbegründeten Verdächtigungen, welche immer mehr an meinen Nerven zerrten. Langsam habe ich einfach keine Energie mehr, diese Auseinandersetzungen immer wieder zu führen und einfach zu erdulden.
Hinzu kommt noch, dass meine Freundin depressiv veranlagt und Migränikerin – wahrscheinlich psychisch bedingt – ist. Auch hier habe ich überhaupt kein Problem, wenn sie Migräne hat und dann einfach nur noch im Bett liegen kann und vielleicht irgendetwas Geplantes ausfallen muss. Ich versuche dann auch, ihr möglichst viel Ruhe zu gönnen und sie soweit möglich zu pflegen. Doch ihr reicht das dann oft nicht, sondern sie hätte am Liebsten, dass ich stundenlang neben ihr im Bett liege und sie tröste. Das geht vielleicht ab und zu schon, ist aber nicht immer möglich. Dafür hat sie dann auch wieder kein Verständnis. Unter dem Einfluss ihrer Migräne-Medikamente wirft sie mir dann oft auch verbal Dinge an den Kopf, die wirklich daneben sind. Sie mag sich dann zwar jeweils anschliessend nicht mehr daran erinnern, aber mich trifft es natürlich trotzdem.
Dies einmal noch als Ergänzung. Ich werde mich dann später nochmals einklinken.
Liebe Grüsse
Mäse
Sodeli, lieber Mäse -
herzlich willkommen zurück hier in diesem Forum
Eigentlich hätte ich Dir ja aus tiefstem Herzen gewünscht, dass Du dieses Forum nicht mehr "brauchst". Aber eben, wie das Leben so spielt. Und deshalb ist es gut, bist Du wieder bei uns.
Deine Situation hört sich sehr schwierig, kompliziert an. Ich fühle eine enorme Enge, Hilflosigkeit, Unwohlsein.
Bei allem Verständnis für die sicherlich schwierige Situation Deiner Freundin - für mich wäre dies nicht lebbar.
Dass man in einer Partnerschaft Rücksicht nimmt,. Verständnis hat, Kompromisse sucht und findet, füreinander da ist - dies ist eine Selbstverstädlichkeit.
Aber eine Partnerschaft die nur auf den Empfindlichkeiten des Einen basiert ... uiuiuiuiui.... hat mit dem was ich unter Partnerschaft, Liebe, Miteinander und Füreinander verstehe, nichts - aber auch wirklich gar nichts zu tun!
Ich spüre Dich in einer völlig verunsicherten Rolle - und Deine Feststellung, dass Du Deinen Teil zu dieser Situation beigetragen hast, zeigt mir, wie sehr Du bereits mit dem Rücken zur Wand stehst und eigentlich gar nicht mehr weisst, was richtig und was falsch ist.
Denn wenn ich lese, was Du alles in Deinem Alltag, dem Umgang mit Deinem Umfeld, Deinen Freunden und Freundinnen geändert hast ... dann möchte ich bitte von Dir wissen, was jetzt genau Dein Beitrag zur Verschärfung der Situation war...?
Wenn ich etwas anders gemacht hätte - dann ganz bestimmt in die andere Richtung.
Deine Freundin hat sich doch mal in Dich verliebt, weil Du bist wie Du bist. Bist Du heute noch der, der Du damals warst?
Ich bin der Ueberzeugung, dass Partnerschaften wo "erzogen" und "hingebogen", "zurecht geschliffen" und "passend gemacht" wird, mit Sicherheit keinen guten und gesunden Boden haben.
Ich will lieben und geliebt werden WEIL ich so bin, wie ich bin. Nicht trotzdem. Oder noch schlimmer: erst wenn ich das und das tue, dann - erst dann.
Und ich will mich auf meinen Partner verlassen können. Was er / bzw. in diesem Falle SIE sagt, sollte und müsste Gültigkeit für Dich haben. Ich will ernst nehmen können. Kannst Du sie noch ernst nehmen? Jemanden, der droht, sanktioniert ... ich würde sogar das Wort "erpressen" benutzen ...
Ich würde nie meine eigenen Bedürfnisse derart in den Hingrund stellen - denn sie sind Teil von mir und machen mich aus. Mein Beziehungsnetz ist das Resultat meines Menschseins.
Und nun ziehst Du Dich mehr oder minder aus diesem Beziehungsnetz zurück, lässt es langsam aber sicher kaputt gehen - nur weil Deine Freundin das so will.
Soviel Vereinnahmung ist zuviel. Das ist Bevormundung. So geht man mit niemandem um - schon gar nicht mit einem Menschen, den man vermeintlich liebt.
Und ich möchte in einer Partnerschaft geliebt und nicht bloss gebraucht werden.
Ach Mäse - Du spürst, wie aufgewühlt mich dies alles macht. Ich kenne Dich ja nicht erst seit heute und meine Dich einschätzen zu können - dies auch zu dürfen.
Ich habe ein wenig Angst, dass Du Dich und Deine Bedürfnisse vergisst. Tue es nicht - es wäre der falsche Weg. Für Dich und für Deine Freundin.
Suche Dich wieder, suche nach Deinen Wünschen und Träumen.
Erzähle mir davon. Erzähle mir von Deinen Wünschen und Träumen!
Erzähle mir, was DU möchtest.
Und ich denke, dies wird auch der Weg sein, wo Deine Freundin Wegweiser finden wird. Denn wenn eines für mich klar ist - dass der Weg für sie aus dem Dunkel ans Licht alleine durch ihre eigene Kraft gefunden werden muss. Du kannst sie wohl begleiten - aber dann bitte neben ihr und nicht vorne weg, jeden Halm knickend, der behindern könnte - weil sie das so sagt. Lebensweg ist nun mal Wiese mit Blumen und Dornen und Unkraut und Steinen - keine glatte Autobahn und schon gar nicht Wunschkonzert. Dies muss sie lernen.
Ich denke, jetzt ist eine klare Stellungnahme von Dir gefordert. Jetzt müssen Gespräche geführt werden. Heikle Punkte angesprochen. Keine falsche Rücksichtnahme.
Sonst wirst Du auch noch krank dabei.
Ich denke, Du schaffst das schon.
Warst doch schon immer unser Ritter ohne Furcht und Tadel. :]
Bin wieder mit im Boot und helfe rudern - falls Du das möchtest.
Liebe Grüsse und stärkende Gedanken
Sternenzauber
herzlich willkommen zurück hier in diesem Forum
Eigentlich hätte ich Dir ja aus tiefstem Herzen gewünscht, dass Du dieses Forum nicht mehr "brauchst". Aber eben, wie das Leben so spielt. Und deshalb ist es gut, bist Du wieder bei uns.
Deine Situation hört sich sehr schwierig, kompliziert an. Ich fühle eine enorme Enge, Hilflosigkeit, Unwohlsein.
Bei allem Verständnis für die sicherlich schwierige Situation Deiner Freundin - für mich wäre dies nicht lebbar.
Dass man in einer Partnerschaft Rücksicht nimmt,. Verständnis hat, Kompromisse sucht und findet, füreinander da ist - dies ist eine Selbstverstädlichkeit.
Aber eine Partnerschaft die nur auf den Empfindlichkeiten des Einen basiert ... uiuiuiuiui.... hat mit dem was ich unter Partnerschaft, Liebe, Miteinander und Füreinander verstehe, nichts - aber auch wirklich gar nichts zu tun!
Ich spüre Dich in einer völlig verunsicherten Rolle - und Deine Feststellung, dass Du Deinen Teil zu dieser Situation beigetragen hast, zeigt mir, wie sehr Du bereits mit dem Rücken zur Wand stehst und eigentlich gar nicht mehr weisst, was richtig und was falsch ist.
Denn wenn ich lese, was Du alles in Deinem Alltag, dem Umgang mit Deinem Umfeld, Deinen Freunden und Freundinnen geändert hast ... dann möchte ich bitte von Dir wissen, was jetzt genau Dein Beitrag zur Verschärfung der Situation war...?
Wenn ich etwas anders gemacht hätte - dann ganz bestimmt in die andere Richtung.
Deine Freundin hat sich doch mal in Dich verliebt, weil Du bist wie Du bist. Bist Du heute noch der, der Du damals warst?
Ich bin der Ueberzeugung, dass Partnerschaften wo "erzogen" und "hingebogen", "zurecht geschliffen" und "passend gemacht" wird, mit Sicherheit keinen guten und gesunden Boden haben.
Ich will lieben und geliebt werden WEIL ich so bin, wie ich bin. Nicht trotzdem. Oder noch schlimmer: erst wenn ich das und das tue, dann - erst dann.
Und ich will mich auf meinen Partner verlassen können. Was er / bzw. in diesem Falle SIE sagt, sollte und müsste Gültigkeit für Dich haben. Ich will ernst nehmen können. Kannst Du sie noch ernst nehmen? Jemanden, der droht, sanktioniert ... ich würde sogar das Wort "erpressen" benutzen ...
Ich würde nie meine eigenen Bedürfnisse derart in den Hingrund stellen - denn sie sind Teil von mir und machen mich aus. Mein Beziehungsnetz ist das Resultat meines Menschseins.
Und nun ziehst Du Dich mehr oder minder aus diesem Beziehungsnetz zurück, lässt es langsam aber sicher kaputt gehen - nur weil Deine Freundin das so will.
Soviel Vereinnahmung ist zuviel. Das ist Bevormundung. So geht man mit niemandem um - schon gar nicht mit einem Menschen, den man vermeintlich liebt.
Und ich möchte in einer Partnerschaft geliebt und nicht bloss gebraucht werden.
Ach Mäse - Du spürst, wie aufgewühlt mich dies alles macht. Ich kenne Dich ja nicht erst seit heute und meine Dich einschätzen zu können - dies auch zu dürfen.
Ich habe ein wenig Angst, dass Du Dich und Deine Bedürfnisse vergisst. Tue es nicht - es wäre der falsche Weg. Für Dich und für Deine Freundin.
Suche Dich wieder, suche nach Deinen Wünschen und Träumen.
Erzähle mir davon. Erzähle mir von Deinen Wünschen und Träumen!
Erzähle mir, was DU möchtest.
Und ich denke, dies wird auch der Weg sein, wo Deine Freundin Wegweiser finden wird. Denn wenn eines für mich klar ist - dass der Weg für sie aus dem Dunkel ans Licht alleine durch ihre eigene Kraft gefunden werden muss. Du kannst sie wohl begleiten - aber dann bitte neben ihr und nicht vorne weg, jeden Halm knickend, der behindern könnte - weil sie das so sagt. Lebensweg ist nun mal Wiese mit Blumen und Dornen und Unkraut und Steinen - keine glatte Autobahn und schon gar nicht Wunschkonzert. Dies muss sie lernen.
Ich denke, jetzt ist eine klare Stellungnahme von Dir gefordert. Jetzt müssen Gespräche geführt werden. Heikle Punkte angesprochen. Keine falsche Rücksichtnahme.
Sonst wirst Du auch noch krank dabei.
Ich denke, Du schaffst das schon.
Warst doch schon immer unser Ritter ohne Furcht und Tadel. :]
Bin wieder mit im Boot und helfe rudern - falls Du das möchtest.
Liebe Grüsse und stärkende Gedanken
Sternenzauber
@ yolanda:
Du sprichst mir aus der Seele !!
@ mäse:
Ich habe dieselben Probleme wie deine freundin. Mein Partner tut und tut und tut und mein Gehirn kann das einfach nicht verarbeiten. Die liebesbeweise gehen unter und dinge die einem nicht so gefallen werden zu einem riesen problem. ja da ist "krank", deshalb rate ich auch wie in meinem Fall dringend zu einer Therapie . Rückschläge habe auch ich immer wieder (LEIDER), die angst meinen Partner zu verlieren und auch das Gefühl niemanden mehr damit belasten zu wollen. Deine Freundin leidet sehr darunter, man schafft es einfach nicht sich abzulenken und das muss SIE neu lernen. Sie muss ihr Problem erkennen, wenn du ihr dann bei der lösung hilfst ist das bewundernswert, denn auch ich sehe , dass mein partner jeden tag aufs neue versucht den kampf gegen die gedanken zu gewinnen.
Du sprichst mir aus der Seele !!
@ mäse:
Ich habe dieselben Probleme wie deine freundin. Mein Partner tut und tut und tut und mein Gehirn kann das einfach nicht verarbeiten. Die liebesbeweise gehen unter und dinge die einem nicht so gefallen werden zu einem riesen problem. ja da ist "krank", deshalb rate ich auch wie in meinem Fall dringend zu einer Therapie . Rückschläge habe auch ich immer wieder (LEIDER), die angst meinen Partner zu verlieren und auch das Gefühl niemanden mehr damit belasten zu wollen. Deine Freundin leidet sehr darunter, man schafft es einfach nicht sich abzulenken und das muss SIE neu lernen. Sie muss ihr Problem erkennen, wenn du ihr dann bei der lösung hilfst ist das bewundernswert, denn auch ich sehe , dass mein partner jeden tag aufs neue versucht den kampf gegen die gedanken zu gewinnen.
Original von Sternenzauber...ich gehe jetzt mal davon aus, dass "yolanda" nicht Deine Freundin ist. Denn alleine so könnte ich diesen Post einordnen ...liebe sternenzauber,
du liegst nicht weit entfernt. ich habe dasselbe durch wie mäses freundin, daher kenne (und fürchte) ich das permanente fegefeuer, in dem sie sich befindet.
mir ist vollkommen klar dass weder mit ihr noch mit mir alles "richtig" gestimmt hat. jedoch hat dieses nichtstimmen ursachen, die von außen aufgepropft wurden, irgendwann, immer wieder. so nen schaden, den vertrauensverlust, sucht man sich wirklich nicht freiwillig aus. du vertraust jemandem, hast nen gutes gefühl, und er vera**** dich von hinten bis vorne. ab diesem zeitpunkt ist man sich seines bauchgefühls nicht mehr wirklich sicher, denke ich. das nächste mal bist du dann natürlich schon vorsichtiger, wartest länger bis du dich öffnest, gefühle zulässt, dich auf ihn einlässt. kommst langsam aus deinem schützenden schneckenhaus. gibst ihm "vertrauensvorschuss". und was passiert? wieder griff in die kloschüssel. du wirst belogen, betrogen, wieder verletzt. also spätestens jetzt würde ich beim dritten mal erst mal supervorsichtig zu werke gehen, hätte angst ihm zu vertrauen, würde viel mehr hinterfragen als ich es davor getan hätte. macht er wirklich nur überstunden? das hat mir mein ex doch auch immer erzählt, ich hab ihm geglaubt und er hat derweil mit der praktikantin .... hm. und nun sagt mir mein geliebter mäse, dass er unvorhergesehen ausgangssperre gekriegt hat? kann, darf ich das glauben oder werde ich jetzt wieder vera* ?
is nur so nen beispiel. ich will doch nur damit sagen, dass auch ein vormals recht normal tickender mensch durch solche erfahrungen auf ein schiefes gleis gebracht werden kann. klar war die partnerwahl bei den ersten enttäuschungen nicht glücklich, und man sollte vielleicht hinterfragen, warum man immer wieder an dieselbe art männer gerät. nun hat sie zweimal daneben gegriffen, wer gibt ihr die sicherheit dass mäse echt so ein lieber ist, wie sie es bei den vorigen sicher auch gedacht hat?
sie fängt an zu prüfen, auf wahrheitsgehalt abzuklopfen. mäse hat das problem, dass er das ganz selbstverständliche vertrauen, dass man automatisch dem anderen zukommen lässt wenn man verliebt ist, von anfang an nicht zu hundert prozent bekommen konnte. im prinzip war er von anfang an auf dem prüfstand. wäre es einige zeit gut gelaufen, hätte sich ihr misstrauen vielleicht wieder gelegt. aber nun kam diese exgeschichte und das hat halt alles in ihr an alarmstufen aktiviert.
ich denke mal, seitdem fährt sie in einem zug, den sie nicht steuern kann, leidet unter eifersuchts- und kontrollzwängen und kopfkino. als es mir so ging, hatte ich manchmal richtig angst verrückt zu werden, ich konnte keinen schalter mehr finden, der die grübelnden zwangs-, angst- und eifersuchtsgedanken abstellen konnte. ich kam da auch nicht mehr alleine raus. nun war mein ex aber nicht mal ansatzweise gewillt, mir den vertrauensverlust wiederzugeben, den er mehrfach provoziert hatte. also bei uns ist es so gesehen sehr gut, dass wir nicht mehr zusammen sind, ich glaub ich wär sonst irgendwann in der klappse gelandet, ehrlich.
aber hier sehe ich doch auch dass mäse sich gedanken macht, lösungen finden will. und weil er sich schon die mühe macht, ist hier vielleicht doch nicht alles verloren. sie soll in jedem fall die therapie machen, und zwar so intensiv es geht, und ich hoffe er hält es noch so lange durch und kommt ihr halt doch nochmal entgegen.
ich meine ja auch nicht, dass man sich verbiegen sollte, und natürlich ist es in ordnung, sich mit exen usw. zu treffen. aber gebranntes kind scheut das feuer, ist doch normal, natürlich ist sie da empfindlicher als jemand der noch nicht betrogen wurde, würde das nicht jedem so gehen? das meinte ich mit gedankenlos. da ich mir auch denke, sie wird ihre guten gründe gehabt haben, ihm gleich zu beginn zu sagen, was ihr in einer beziehung wichtig ist, wo ihr knackpunkt ist an dem sie am verletztlichsten ist: betrogen worden zu sein, wieder vertrauen zu können und zu wollen, und mit ihrem mut zu erneutem vertrauen nicht missbraucht zu werden. sie war noch längst nicht durch mit ihren exgeschichten, innen hat es immer noch genagt und gefressen wie ein krebsgeschwür. früher oder später wäre irgendwas gewesen, auch ohne das treffen mit der ex, was vermutlich ebenfalls ihr misstrauen "bestätigt" hätte. klar, objektiv find ich es auch nicht schlimm, was mäse gemacht hat! ich habe aber halt einfach mal IHRE perspektive auch durchlebt und ich weiß noch, wie sehr ich mich da nach liebesbeweisen gesehnt habe, die mein misstrauen hätten wegblasen können.
ich bin ja auch so derart abgegangen wie sie, dass ich mich selbst nicht mehr wiedererkannt hab. ich wurde zur totallen kontrolltussi und wurde gesundheitlich auch krank und alles. allerdings war mein ex wirklich etwas halbseiden, so wurde ich auch oft fündig, wobei ich aber nie was eindeutig rausbekam. aber wenn er gesagt hat er kann doch nicht kommen und muss länger arbeiten zum beispiel, hat sich bei mir stundenlang nur ein einziges übles gedankenrad abgedreht. ach, mit wem seiner bekannten isser jetzt wohl ... oder wie oder was ... warum meldet er sich nicht ... kann ich ihm glauben .... ich drehte durch. manchmal versuchte ich das nachzuprüfen. wenn er dann gutgelaunt durch die tür kam drei stunden später, war ich schon angespannt, löcherte ihn durch, machte spitze bemerkungen uswusf. tja. der war auch ganz verzweifelt irgendwann. war ja dann auch fast täglich so was, irgendwann. nicht schön. ich hab sogar nen keylogger installiert gehabt auf dem pc, gab keine tasche die ich irgendwann nicht durchsucht hab. ich schämte mich damals in dem moment und heute noch nachträglich dafür. ich weiß ich hab auch grenzen überschritten, aber ich war süchtig geworden und machtlos und kam von dem zwang nicht mehr runter wie andere vom alkohol nicht.
also emotional bin ich jetzt grad auch wieder voll am hochkochen. weil mich das jetzt halt so dran erinnert an die kreuzunglücklichste zeit meines lebens, wo ich praktisch permanent das gefühl unerwiderter liebe hatte. aber das war alles auf meinen ex beschränkt - weder zuvor noch danach hab ich bei nem mann jemals so nen drang danach gehabt. schon komisch alles.
ich hoffe, es ist jetzt irgendwie klarer geworden, wie ich das alles gemeint hab?
vlg an alle,
yolanda
Hallo miteinander
Huii, da ist ja schon wieder einiges an Lesestoff, welcher meine Gedanken auf Hochtouren laufen lässt, zusammengekommen. Herzlichen Dank, dass ihr euch so viel Zeit für mein Problem nehmt! :super:
Ich versuche, das alles aufzunehmen und zu verarbeiten.
@Sternenzauber
Zuerst einmal: Vielen lieben Dank, dass ich auch dieses Mal auf Deine Unterstützung und Ratschläge zählen darf! Es ist wirklich immer sehr speziell (im positiven Sinne), Deine Zeilen zu lesen. :schmatz:
Natürlich habe auch ich mir gewünscht, dass ich dieses Forum nicht mehr benötige. Nicht, dass ich schlechte Erfahrungen damit gemacht hätte - im Gegenteil. Doch greift man halt schon eher nur auf dieses Forum zurück, wenn es einem nicht so gut geht. Obwohl es sich wegen der vielen guten und netten User hier alleweil auch sonst lohnen würde! :klatsch:
Liebe Sternenzauber, danke, dass Du an mich glaubst!
Ich glaube aber, der Ritter ohne Furcht und Tadel verliert etwas an Glanz… ;(
Nachfolgend möchte ich gerne noch auf ein paar Fragen von Dir eingehen. Die Antworten interessieren aber vielleicht auch andere, welche sich mit meiner Geschichte auseinandersetzen… Es dürfen also ruhig alle mitlesen und ihre Meinung dazu kund tun.
Du möchtest von mir wissen inwiefern ich zur Verschärfung dieser Situation beigetragen habe, also versuche ich, das einmal zu erläutern.
Ich habe sicher einen - wahrscheinlich nicht zu verharmlosenden - Anteil daran, dass das Vertrauen meiner Freundin zerstört wurde und sich eine solche Eifersucht entwickelte. Ihren Aussagen zufolge war sie früher nie so eifersüchtig. Hätte ich also etwas sensibler auf das Thema Ex-Freundin reagiert, wäre es vielleicht (?) gar nicht soweit gekommen. Doch vielleicht wäre auch - wie yolanda geschrieben hat - irgendwann später eine andere Situation zum Auslöser geworden. Das lässt sich jetzt so natürlich nicht sagen…
Ich muss aber sicher auf meine Kappe nehmen, dass ich in dieser Beziehung in Sachen mündlicher Kommunikation der schwächere Teil bin. Meine Freundin ist diesbezüglich sehr stark und kann mich so ziemlich an die Wand reden. So kam es eben auch, dass ich viele Gefühlssachen zuerst einfach einmal für mich behalten habe, da ich sie damit nicht verletzen wollte. Ich brachte diese Punkte dann meistens erst hervor, wenn sie Kritik (meistens eben keine konstruktive) an mir ausübte oder es schon zu Streitigkeiten gekommen war. Somit endeten diese Streitigkeiten dann meistens damit, dass wir uns nur noch gegenseitig Vorwürfe machten. Hätte ich also immer gleich gesagt, wenn mich etwas im Zusammenhang mit der Beziehung gestört oder belastet hätte, wären die Streitigkeiten vielleicht weniger krass ausgefallen.
Meine Freundin hat mehrmals versucht, mich auf unsanfte Art und Weise zu einer Einzel- oder wenigstens Paartherapie zu bewegen. Dies wollte ich jedoch damals nicht, stattdessen habe ich mir Bücher zum Thema Beziehungen gekauft. Ich war und bin nach wie vor der Meinung, dass mir diese schon helfen, denn ich habe nicht den Eindruck, dass einen Psychologen benötige, der mich auf gewisse Fragen, welche ich für mich beantworten muss, hieven muss. Die Fragen kenne ich eigentlich schon, nur die Antworten sind mir eben noch nicht überall klar. Eines dieser Bücher habe ich durch, und es hat mir schon den einen oder anderen Input gebracht, wo ich mein (Fehl-)Verhalten erkennen konnte. Trotzdem habe ich meiner Freundin dann irgendwann angeboten, eine Paartherapie mit ihr zu machen. Doch sie wollte dann nicht mehr, da es ihr plötzlich zu lange dauerte bis eine solche Therapie Früchte trägt (das war schon ihr Argument gegen die Bücher). Sie wollte eine radikale Veränderung vom einen auf den anderen Tag. Geduld ist eben nicht gerade ihre Stärke…
Ich bin auch der Meinung, dass Partnerschaften, in welchen erzogen und hingebogen wird, keinen guten Boden haben. Die Aussage, dass man so geliebt werden möchte wie man ist, kann ich auch nur bestätigen. Hier ist aber eben genau ein weiterer Problempunkt: Sie sagt, dass ich mich gegenüber dem Anfang unserer Beziehung massiv verändert habe. Sie hätte sich niemals in mich verliebt, wenn sie das alles (Kontakt mit Ex-Freundin, Kolleginnen etc.) gewusst hätte. Dabei habe ich nicht den Eindruck, dass ich mich - zumindest bis im November 2005 - so gross verändert habe. Ich kann mir höchstens vorwerfen lassen, dass ich am Anfang vielleicht zu sehr versucht habe, möglichst ihren Vorstellungen gerecht zu werden anstatt wirklich in allen Punkten mich selber zu sein. Doch ich habe mich nie verstellt oder ihr etwas vorgespielt. Natürlich gibt es auch gewisse Punkte an ihr, welche ich heute anders wahrnehme als zu Beginn der Beziehung. Doch sehe ich das als normalen Entwicklungsprozess einer Beziehung an: Gewisse Eigenschaften einer Person kommen nun einmal erst nach einer Weile zum Vorschein. Manchmal sind die vielleicht wirklich so krass, dass man nicht mehr damit umgehen kann, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bei mir so krass ist. Wahrscheinlich empfindet sie das jetzt auch so, da ich eine gewisse Zeit lang meine Bedürfnisse - zum Teil natürlich auch freiwillig - wirklich massiv zurückgeschraubt habe und nun halt wieder vermehrt darauf bestehe.
Hinzu kommt noch, dass wir vor dem Zusammenzug eher eine Wochenend-Beziehung führten - manchmal sahen wir uns aber auch noch einmal unter der Woche. Da ist es doch auch klar, dass man die gemeinsame Zeit anders erlebt, als wenn man zusammen wohnt?! Sieht man sich nicht täglich, dann geniesst und erlebt man die gemeinsamen Zeiten doch viel intensiver, als wenn man sich jeden Tag sieht. Für mich ist es dann normal, dass man zwischendurch auch einmal etwas für sich alleine macht und nicht die ganze Zeit aneinander klebt.
Wahrscheinlich bin ich jetzt schon nicht mehr die gleiche Person wie zum Zeitpunkt als wir uns kennen gelernt hatten. Doch das jetzige "Ich" ist sicher nicht das richtige "Ich". Das richtige "Ich" entspricht vielleicht auch nicht zu 100 % dem "Ich" anfangs dieser Beziehung, aber es ist diesem sicher sehr viel näher! Es weicht von diesem wahrscheinlich nur in jenen Punkten ab, welche man eben am Anfang einer Beziehung noch gar nicht wissen kann.
Ob ich meine Freundin noch ernst nehmen kann?
In gewissen Punkten kann ich dies eben nicht mehr…
Mein Wunsch/Traum wäre eben eine Beziehung, in welcher man nicht versucht, den Partner zu verbiegen und zu bevormunden. Eine Beziehung, in welcher man sich auf den Partner verlassen und seine Bedürfnissen nicht gänzlich in den Hintergrund stellen muss. Eine Partnerschaft, in welcher man so geliebt, respektiert und akzeptiert wird wie man ist - das wär's! Und auch noch wichtig: Man sollte auch gemeinsame Interessen haben/finden können, ohne dass sich einer beinahe schon dazu zwingen muss, sich für etwas zu interessieren. Bei uns ist das eben auch so eine Sache…
Leider sieht meine Freundin eben (noch) nicht ein, dass für sie der Weg aus dem Dunkeln ans Licht alleine durch ihre eigene Kraft gefunden werden muss und ich sie "nur" begleiten kann. Sie erwartet von mir, dass ich sie aus diesem Loch ziehe und glücklich mache. Sie versteht nicht, dass sie sich zuerst selber glücklich machen muss und ich sie auch nicht glücklich machen kann, solange ich unglücklich bin. Auch wirft sie mir immer vor, dass sie mit den Therapien so viel für unsere Beziehung und ich hingegen nichts mache. Dabei sollte sie diese Therapien in erster Linie machen, um mit sich selber wieder klar zu kommen. Das habe ich ihr schon mehrmals versucht zu erklären, doch irgendwie rede ich da jeweils gegen eine Wand…
Mir ist bewusst, dass diese Situation nicht mehr lange so anhalten darf. Noch merke ich zwar gesundheitlich nicht viel davon, aber ich merke, dass diese Situation viel Energie kostet, welche ich anderweitig benötigen würde wie z.B. im Job.
@Ly-22
Es ist natürlich sehr interessant und bereichernd, auch aus dieser Sicht Gedankenanstösse zu erhalten. Ich wünsche Dir auch, dass Du diese Ängste besiegen und eine weniger belastete Beziehung führen kannst!
Mir ist nur etwas nicht ganz klar: Wem ratest Du einer Therapie? Meiner Freundin oder mir?
@yolanda
Auch von Dir: Sehr interessante Perspektive, welche mich schon auch sehr zum Nachdenken anregt. Natürlich nehme ich es Dir nicht übel, dass Du versucht hast, das Ganze einmal einzuschätzen und aus Sicht meiner Freundin zu schreiben. Ich stehe ja auch dazu, dass ich kein Unschuldslamm bin und sicher auch meine Fehler gemacht habe. Mit Deiner Einschätzung liegst Du ja vielfach gar nicht so weit daneben und ich bin Dir auch dankbar für Deine Ehrlichkeit. Natürlich ist sind Deine Aussagen zum Teil vielleicht etwas gar überspitzt, aber ich denke, das war auch Absicht.
Es tut mir übrigens leid, dass Dich meine Geschichte an die unglücklichste Zeit Deines Lebens erinnert und Du emotional wieder voll am kochen bist. Das war bestimmt nicht meine Absicht! :nono:
So, jetzt einmal schauen wie ich eure Tipps umsetzen kann.
Liebe Grüsse an alle und einen schönen Abend
Mäse
Huii, da ist ja schon wieder einiges an Lesestoff, welcher meine Gedanken auf Hochtouren laufen lässt, zusammengekommen. Herzlichen Dank, dass ihr euch so viel Zeit für mein Problem nehmt! :super:
Ich versuche, das alles aufzunehmen und zu verarbeiten.
@Sternenzauber
Zuerst einmal: Vielen lieben Dank, dass ich auch dieses Mal auf Deine Unterstützung und Ratschläge zählen darf! Es ist wirklich immer sehr speziell (im positiven Sinne), Deine Zeilen zu lesen. :schmatz:
Natürlich habe auch ich mir gewünscht, dass ich dieses Forum nicht mehr benötige. Nicht, dass ich schlechte Erfahrungen damit gemacht hätte - im Gegenteil. Doch greift man halt schon eher nur auf dieses Forum zurück, wenn es einem nicht so gut geht. Obwohl es sich wegen der vielen guten und netten User hier alleweil auch sonst lohnen würde! :klatsch:
Liebe Sternenzauber, danke, dass Du an mich glaubst!
Ich glaube aber, der Ritter ohne Furcht und Tadel verliert etwas an Glanz… ;(
Nachfolgend möchte ich gerne noch auf ein paar Fragen von Dir eingehen. Die Antworten interessieren aber vielleicht auch andere, welche sich mit meiner Geschichte auseinandersetzen… Es dürfen also ruhig alle mitlesen und ihre Meinung dazu kund tun.
Du möchtest von mir wissen inwiefern ich zur Verschärfung dieser Situation beigetragen habe, also versuche ich, das einmal zu erläutern.
Ich habe sicher einen - wahrscheinlich nicht zu verharmlosenden - Anteil daran, dass das Vertrauen meiner Freundin zerstört wurde und sich eine solche Eifersucht entwickelte. Ihren Aussagen zufolge war sie früher nie so eifersüchtig. Hätte ich also etwas sensibler auf das Thema Ex-Freundin reagiert, wäre es vielleicht (?) gar nicht soweit gekommen. Doch vielleicht wäre auch - wie yolanda geschrieben hat - irgendwann später eine andere Situation zum Auslöser geworden. Das lässt sich jetzt so natürlich nicht sagen…
Ich muss aber sicher auf meine Kappe nehmen, dass ich in dieser Beziehung in Sachen mündlicher Kommunikation der schwächere Teil bin. Meine Freundin ist diesbezüglich sehr stark und kann mich so ziemlich an die Wand reden. So kam es eben auch, dass ich viele Gefühlssachen zuerst einfach einmal für mich behalten habe, da ich sie damit nicht verletzen wollte. Ich brachte diese Punkte dann meistens erst hervor, wenn sie Kritik (meistens eben keine konstruktive) an mir ausübte oder es schon zu Streitigkeiten gekommen war. Somit endeten diese Streitigkeiten dann meistens damit, dass wir uns nur noch gegenseitig Vorwürfe machten. Hätte ich also immer gleich gesagt, wenn mich etwas im Zusammenhang mit der Beziehung gestört oder belastet hätte, wären die Streitigkeiten vielleicht weniger krass ausgefallen.
Meine Freundin hat mehrmals versucht, mich auf unsanfte Art und Weise zu einer Einzel- oder wenigstens Paartherapie zu bewegen. Dies wollte ich jedoch damals nicht, stattdessen habe ich mir Bücher zum Thema Beziehungen gekauft. Ich war und bin nach wie vor der Meinung, dass mir diese schon helfen, denn ich habe nicht den Eindruck, dass einen Psychologen benötige, der mich auf gewisse Fragen, welche ich für mich beantworten muss, hieven muss. Die Fragen kenne ich eigentlich schon, nur die Antworten sind mir eben noch nicht überall klar. Eines dieser Bücher habe ich durch, und es hat mir schon den einen oder anderen Input gebracht, wo ich mein (Fehl-)Verhalten erkennen konnte. Trotzdem habe ich meiner Freundin dann irgendwann angeboten, eine Paartherapie mit ihr zu machen. Doch sie wollte dann nicht mehr, da es ihr plötzlich zu lange dauerte bis eine solche Therapie Früchte trägt (das war schon ihr Argument gegen die Bücher). Sie wollte eine radikale Veränderung vom einen auf den anderen Tag. Geduld ist eben nicht gerade ihre Stärke…
Ich bin auch der Meinung, dass Partnerschaften, in welchen erzogen und hingebogen wird, keinen guten Boden haben. Die Aussage, dass man so geliebt werden möchte wie man ist, kann ich auch nur bestätigen. Hier ist aber eben genau ein weiterer Problempunkt: Sie sagt, dass ich mich gegenüber dem Anfang unserer Beziehung massiv verändert habe. Sie hätte sich niemals in mich verliebt, wenn sie das alles (Kontakt mit Ex-Freundin, Kolleginnen etc.) gewusst hätte. Dabei habe ich nicht den Eindruck, dass ich mich - zumindest bis im November 2005 - so gross verändert habe. Ich kann mir höchstens vorwerfen lassen, dass ich am Anfang vielleicht zu sehr versucht habe, möglichst ihren Vorstellungen gerecht zu werden anstatt wirklich in allen Punkten mich selber zu sein. Doch ich habe mich nie verstellt oder ihr etwas vorgespielt. Natürlich gibt es auch gewisse Punkte an ihr, welche ich heute anders wahrnehme als zu Beginn der Beziehung. Doch sehe ich das als normalen Entwicklungsprozess einer Beziehung an: Gewisse Eigenschaften einer Person kommen nun einmal erst nach einer Weile zum Vorschein. Manchmal sind die vielleicht wirklich so krass, dass man nicht mehr damit umgehen kann, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bei mir so krass ist. Wahrscheinlich empfindet sie das jetzt auch so, da ich eine gewisse Zeit lang meine Bedürfnisse - zum Teil natürlich auch freiwillig - wirklich massiv zurückgeschraubt habe und nun halt wieder vermehrt darauf bestehe.
Hinzu kommt noch, dass wir vor dem Zusammenzug eher eine Wochenend-Beziehung führten - manchmal sahen wir uns aber auch noch einmal unter der Woche. Da ist es doch auch klar, dass man die gemeinsame Zeit anders erlebt, als wenn man zusammen wohnt?! Sieht man sich nicht täglich, dann geniesst und erlebt man die gemeinsamen Zeiten doch viel intensiver, als wenn man sich jeden Tag sieht. Für mich ist es dann normal, dass man zwischendurch auch einmal etwas für sich alleine macht und nicht die ganze Zeit aneinander klebt.
Wahrscheinlich bin ich jetzt schon nicht mehr die gleiche Person wie zum Zeitpunkt als wir uns kennen gelernt hatten. Doch das jetzige "Ich" ist sicher nicht das richtige "Ich". Das richtige "Ich" entspricht vielleicht auch nicht zu 100 % dem "Ich" anfangs dieser Beziehung, aber es ist diesem sicher sehr viel näher! Es weicht von diesem wahrscheinlich nur in jenen Punkten ab, welche man eben am Anfang einer Beziehung noch gar nicht wissen kann.
Ob ich meine Freundin noch ernst nehmen kann?
In gewissen Punkten kann ich dies eben nicht mehr…
Mein Wunsch/Traum wäre eben eine Beziehung, in welcher man nicht versucht, den Partner zu verbiegen und zu bevormunden. Eine Beziehung, in welcher man sich auf den Partner verlassen und seine Bedürfnissen nicht gänzlich in den Hintergrund stellen muss. Eine Partnerschaft, in welcher man so geliebt, respektiert und akzeptiert wird wie man ist - das wär's! Und auch noch wichtig: Man sollte auch gemeinsame Interessen haben/finden können, ohne dass sich einer beinahe schon dazu zwingen muss, sich für etwas zu interessieren. Bei uns ist das eben auch so eine Sache…
Leider sieht meine Freundin eben (noch) nicht ein, dass für sie der Weg aus dem Dunkeln ans Licht alleine durch ihre eigene Kraft gefunden werden muss und ich sie "nur" begleiten kann. Sie erwartet von mir, dass ich sie aus diesem Loch ziehe und glücklich mache. Sie versteht nicht, dass sie sich zuerst selber glücklich machen muss und ich sie auch nicht glücklich machen kann, solange ich unglücklich bin. Auch wirft sie mir immer vor, dass sie mit den Therapien so viel für unsere Beziehung und ich hingegen nichts mache. Dabei sollte sie diese Therapien in erster Linie machen, um mit sich selber wieder klar zu kommen. Das habe ich ihr schon mehrmals versucht zu erklären, doch irgendwie rede ich da jeweils gegen eine Wand…
Mir ist bewusst, dass diese Situation nicht mehr lange so anhalten darf. Noch merke ich zwar gesundheitlich nicht viel davon, aber ich merke, dass diese Situation viel Energie kostet, welche ich anderweitig benötigen würde wie z.B. im Job.
@Ly-22
Es ist natürlich sehr interessant und bereichernd, auch aus dieser Sicht Gedankenanstösse zu erhalten. Ich wünsche Dir auch, dass Du diese Ängste besiegen und eine weniger belastete Beziehung führen kannst!
Mir ist nur etwas nicht ganz klar: Wem ratest Du einer Therapie? Meiner Freundin oder mir?
@yolanda
Auch von Dir: Sehr interessante Perspektive, welche mich schon auch sehr zum Nachdenken anregt. Natürlich nehme ich es Dir nicht übel, dass Du versucht hast, das Ganze einmal einzuschätzen und aus Sicht meiner Freundin zu schreiben. Ich stehe ja auch dazu, dass ich kein Unschuldslamm bin und sicher auch meine Fehler gemacht habe. Mit Deiner Einschätzung liegst Du ja vielfach gar nicht so weit daneben und ich bin Dir auch dankbar für Deine Ehrlichkeit. Natürlich ist sind Deine Aussagen zum Teil vielleicht etwas gar überspitzt, aber ich denke, das war auch Absicht.
Es tut mir übrigens leid, dass Dich meine Geschichte an die unglücklichste Zeit Deines Lebens erinnert und Du emotional wieder voll am kochen bist. Das war bestimmt nicht meine Absicht! :nono:
So, jetzt einmal schauen wie ich eure Tipps umsetzen kann.
Liebe Grüsse an alle und einen schönen Abend
Mäse
Ich bekam den Eindruck, dass mir deine Freundin irgendwie bekannt vorkommt.
Vielleicht kannst du diesen Thread mal lesen. Dann siehst du aus der Sicht vom Menschen, der da Theater macht.
Ich möchte ihm verzeihen, aber kann ich es? BITTE NICHT VON VORNE
Vielleicht kannst du diesen Thread mal lesen. Dann siehst du aus der Sicht vom Menschen, der da Theater macht.
Ich möchte ihm verzeihen, aber kann ich es? BITTE NICHT VON VORNE
Erstmal @ yolanda
Ich danke Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Aussagen und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle so detailliert auszudrücken.
Bin ... wie so oft... in Zeitdruck und kann Dir noch nicht darauf antworten - was ich aber gerne noch tun werde.
Und nun zu Mäse:
Soso, an Glanz hat der Ritter verloren - na denn, wollen mir mal kräftig polieren, so dass Du bald wieder "in altem Glanze" erstrahlst.
Und ... klar glaube ich an Dich! Deine Gedanken, Gefühle, Dein Wesen und Deine Persönlichkeit haben mich schon damals beeindruckt - dass Du Dich mit der jetzigen Situation so tiefgründig auseinandersetzt, zeigt mir eigentlich, dass ich es mit dem gleichen Mäse zu tun habe, der Du damals warst. Inklusive aller Entwicklungen, die ein Mensch sein Leben lang durchmacht. Geprägt durch seine eigene Geschichte.
Danke, dass Du so ausführlich geantwortet hast. Deine Geschichte beginnt sich für mich zu formen, die Bilder werden klarer - und ich hoffe nicht nur - nein, ich bin mir sicher, dass das Puzzlebild Stück um Stück zusammengefügt wird. Dass Du / wir zuletzt ein Bild haben, dass für Dich aussagekräftig genug ist, damit Du die Situation realistisch beurteilen und dementsprechend handeln kannst.
Du erzählst von der anfangs eher zurückhaltenden mündlichen Kommunikation von Dir. Ich kann dies gut verstehen - weiss aber auch, dass dieses "Stillhalten" eher früher denn später grosses Konflikpotential hat.
Das siehst Du wohl schon richtig. Es ist ein Bild bei ihr von Dir entstanden, wo es nicht viel daran herumzuflicken gab. Du warst wie "gesehen, bestellt und geliefert".
Mit der Zeit füllte sich dann der Stausee des Nichtgesagten und Nichtgelebten bei Dir - irgendwann werden die Klappen geöffnet und das Angestaute sucht sich mit Kraft den Weg.
Dann ist der Andere baff - und auch ein bisschen erschrocken. Und der "Gestaute" ist erst mal froh ist der Druck weg, ist es draussen - merkt aber gleichzeitig, dass es wohl besser gewesen wäre, die Beziehung von Anfang an "fliessend" zu halten.
Ich hoffe, mein lieber Mäse, meine Bildsprache ist Dir noch vertraut... =)
Dadurch, dass Deine Freundin Dich verbal an die Wand spielen kann, hast Du diese Situationen anfangs wohl eher unbewusst - später dann bewusst nicht gerade provoziert.
Das ist aber halt eben auch Mäse - Du bist nicht der Laute und Auffällige - ich empfinde Dich als anpassungsfähig, rücksichtsvoll, sensibel und abwartend. Das gehört zu Dir. Und ist grundsätzlich schon mal gut.
In dier Kombination mit euch Beiden erschwert es aber die Verständigung. Leise Signale werden von ihr nicht unbedingt empfangen - lautere führen dann bereits zum Eklat. Schwierig.
Die Aussage Deiner Freundin, dass sie sich nie in Dich verliebt hätte, wenn sie von Deinen Kontakten zu Ex-Freundinnen / und / oder KollegInnen gewusst hätte .... da sträuben sich bei mir schon wieder alle Haare.
In diesem Falle kann ich nur Robinson Crusoe empfehlen - doch selbst er hat sich "Freitag" als Freund und Verbündeten ins Lager geholt.
Kontakte und Freundschaften sind menschliche Bedürfnisse. Nicht nur legal - sondern notwendig,
Wenn solche Kontakte Grund sind, sich nicht in jemanden zu verlieben - dann wird Deine Freundin sich nie (mehr) verlieben können.
Dass aus früheren Enttäuschungen Verletzungen da sind - das ist mir schon klar. Dieses Forum ist voller Menschen mit teilweise ganz groben Verletzungen. Dass dies aber solch drastische Auswirkungen hat, erlebe ich doch hier zum ersten Mal.
Da gehe ich mit Grillcat einig - und möchte sein Votum wiederholen:
"Dennoch behaupte ich mal, dass kann nicht der einzige Grund sein. Jemand, der solche Verlustängste mit sich rumschleppt, ist wirklich kaum in der Lage zu lieben."
Ich lese und höre, dass Deine Freundin mit enormer Ungeduld und grossem Druck arbeitet. Das Thema Therapie anzuschneiden und auf den Tisch zu bringen ist sicher durchaus richtig - doch Dir die Zeit zu geben darüber nachzudenken, Dich zu informieren, Deinen Platz in dieser Geschichte zu finden - die ist wichtig.
Und als Du dann eingewilligt - bzw. sogar ein Angebot von Deiner Seite her gemacht hast ... dies so abzutun .... ich kann es nicht nachvollziehen.
Aus meiner Erfahrung mit Menschen heraus würde ich es so beurteilen, dass sie Angst vor ihrer Courage bekam, diese heikle Thema zusammen anzugehen. Eine Therapie ist nämlich alles andere als ein Spaziergang...und vieles wird nach oben geschwemmt.
Ich gehe auch völlig mit Dir einig, dass man Glück in sich selber hat - und der Ausspruch "mach mich glücklich" gelinde gesagt dumm ist. Sehr einfach macht man es sich da.
Du bist nicht dafür da um sie glücklich zu machen, lieber Mäse, Du kannst ein Teil vom Glück sein - ja.
Ist man nicht glücklich, so gibt man den Anderen die Schuld. So funktioniert Leben nicht.
Das gleiche ist mit der Eifersucht. Sie ist eine Sucht, wie der Name klar sagt.
Es ist einfach den Anderen für ungute Gefühle verantwortlich zu machen, als mit sich selber ins Reine zu kommen.
Deine Freundin - so scheint mir - fährt die Taktik, andere Menschen sowohl für ihr Glück wie für ihr Unglück verantwortlich zu machen.
Wo sind eigentlich die Dinge welche Euch verbinden? Ich lese, dass ihr kaum gemeinsame Hobby habt. Ueber was redet ihr, worüber tauscht ihr Euch aus?
Wo seid ihr ein Herz und eine Seele?
Wenn ich den Deine Ausführung so lese, dann denke ich mir, dass ihr in erster Linie keinen Therapeuten, sondern eine Art Mediator braucht. Jemand, der die Sprache des Einen in die Sprache des Andern übersetzen kann.
Ich habe den Eindruck, als würdet ihr nicht die gleiche Sprache sprechen. Und das wäre die Voraussetzung einander zu verstehen.
Sag mal - liebst Du sie noch? Ist es die Frau, mit der Du Dein Leben verbringen möchtest? Hängst Du an der Beziehung? Willst du sie weiterführen?
Du kannst Dir und ihr damit helfen, für Dich diese Fragen mal schonungslos zu klären. Sie braucht klare An- und Aussagen. Dinge, auf die sie sich verlassen kann.
Sei klar in dem was Du sagst - probiere es. Wenn sprechen schwer ist, dann schreibe ihr einen Brief, eine Mail. Finde ich sowieso eine gute Sache - man kann sich Zeit nehmen, kann korrigieren wenn nötig.
Grade wenn man mit Worten nicht so brilliant ist wie der Andere ... so hat man hier die Möglichkeit auszureden, sich auszudrücken - ohne dass der Andere einem ins Wort fällt und Gesagtes auseinanderpflückt. Und der Empfänger hat die Möglichkeit, in Ruhe sich Argumente anzuhören, steht nicht gleich in der Position sich verteidigen zu müssen.
Mit gesagten Worten ist es wie mit abgeschossenen Pfeilen ... oder ausgeleertem Wasser.
Sei mutig, Ritter Mäse. Wir sind bei Dir.
Hab einen guten Tag und verzeihe, wenn ich noch nicht auf alles eingehen konnte - meine Zeit....aber Du weisst ja.
Ich denke an Dich!
Sternenzauber
Ich danke Dir, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Deine Aussagen und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle so detailliert auszudrücken.
Bin ... wie so oft... in Zeitdruck und kann Dir noch nicht darauf antworten - was ich aber gerne noch tun werde.
Und nun zu Mäse:
Soso, an Glanz hat der Ritter verloren - na denn, wollen mir mal kräftig polieren, so dass Du bald wieder "in altem Glanze" erstrahlst.
Und ... klar glaube ich an Dich! Deine Gedanken, Gefühle, Dein Wesen und Deine Persönlichkeit haben mich schon damals beeindruckt - dass Du Dich mit der jetzigen Situation so tiefgründig auseinandersetzt, zeigt mir eigentlich, dass ich es mit dem gleichen Mäse zu tun habe, der Du damals warst. Inklusive aller Entwicklungen, die ein Mensch sein Leben lang durchmacht. Geprägt durch seine eigene Geschichte.
Danke, dass Du so ausführlich geantwortet hast. Deine Geschichte beginnt sich für mich zu formen, die Bilder werden klarer - und ich hoffe nicht nur - nein, ich bin mir sicher, dass das Puzzlebild Stück um Stück zusammengefügt wird. Dass Du / wir zuletzt ein Bild haben, dass für Dich aussagekräftig genug ist, damit Du die Situation realistisch beurteilen und dementsprechend handeln kannst.
Du erzählst von der anfangs eher zurückhaltenden mündlichen Kommunikation von Dir. Ich kann dies gut verstehen - weiss aber auch, dass dieses "Stillhalten" eher früher denn später grosses Konflikpotential hat.
Das siehst Du wohl schon richtig. Es ist ein Bild bei ihr von Dir entstanden, wo es nicht viel daran herumzuflicken gab. Du warst wie "gesehen, bestellt und geliefert".
Mit der Zeit füllte sich dann der Stausee des Nichtgesagten und Nichtgelebten bei Dir - irgendwann werden die Klappen geöffnet und das Angestaute sucht sich mit Kraft den Weg.
Dann ist der Andere baff - und auch ein bisschen erschrocken. Und der "Gestaute" ist erst mal froh ist der Druck weg, ist es draussen - merkt aber gleichzeitig, dass es wohl besser gewesen wäre, die Beziehung von Anfang an "fliessend" zu halten.
Ich hoffe, mein lieber Mäse, meine Bildsprache ist Dir noch vertraut... =)
Dadurch, dass Deine Freundin Dich verbal an die Wand spielen kann, hast Du diese Situationen anfangs wohl eher unbewusst - später dann bewusst nicht gerade provoziert.
Das ist aber halt eben auch Mäse - Du bist nicht der Laute und Auffällige - ich empfinde Dich als anpassungsfähig, rücksichtsvoll, sensibel und abwartend. Das gehört zu Dir. Und ist grundsätzlich schon mal gut.
In dier Kombination mit euch Beiden erschwert es aber die Verständigung. Leise Signale werden von ihr nicht unbedingt empfangen - lautere führen dann bereits zum Eklat. Schwierig.
Die Aussage Deiner Freundin, dass sie sich nie in Dich verliebt hätte, wenn sie von Deinen Kontakten zu Ex-Freundinnen / und / oder KollegInnen gewusst hätte .... da sträuben sich bei mir schon wieder alle Haare.
In diesem Falle kann ich nur Robinson Crusoe empfehlen - doch selbst er hat sich "Freitag" als Freund und Verbündeten ins Lager geholt.
Kontakte und Freundschaften sind menschliche Bedürfnisse. Nicht nur legal - sondern notwendig,
Wenn solche Kontakte Grund sind, sich nicht in jemanden zu verlieben - dann wird Deine Freundin sich nie (mehr) verlieben können.
Dass aus früheren Enttäuschungen Verletzungen da sind - das ist mir schon klar. Dieses Forum ist voller Menschen mit teilweise ganz groben Verletzungen. Dass dies aber solch drastische Auswirkungen hat, erlebe ich doch hier zum ersten Mal.
Da gehe ich mit Grillcat einig - und möchte sein Votum wiederholen:
"Dennoch behaupte ich mal, dass kann nicht der einzige Grund sein. Jemand, der solche Verlustängste mit sich rumschleppt, ist wirklich kaum in der Lage zu lieben."
Ich lese und höre, dass Deine Freundin mit enormer Ungeduld und grossem Druck arbeitet. Das Thema Therapie anzuschneiden und auf den Tisch zu bringen ist sicher durchaus richtig - doch Dir die Zeit zu geben darüber nachzudenken, Dich zu informieren, Deinen Platz in dieser Geschichte zu finden - die ist wichtig.
Und als Du dann eingewilligt - bzw. sogar ein Angebot von Deiner Seite her gemacht hast ... dies so abzutun .... ich kann es nicht nachvollziehen.
Aus meiner Erfahrung mit Menschen heraus würde ich es so beurteilen, dass sie Angst vor ihrer Courage bekam, diese heikle Thema zusammen anzugehen. Eine Therapie ist nämlich alles andere als ein Spaziergang...und vieles wird nach oben geschwemmt.
Ich gehe auch völlig mit Dir einig, dass man Glück in sich selber hat - und der Ausspruch "mach mich glücklich" gelinde gesagt dumm ist. Sehr einfach macht man es sich da.
Du bist nicht dafür da um sie glücklich zu machen, lieber Mäse, Du kannst ein Teil vom Glück sein - ja.
Ist man nicht glücklich, so gibt man den Anderen die Schuld. So funktioniert Leben nicht.
Das gleiche ist mit der Eifersucht. Sie ist eine Sucht, wie der Name klar sagt.
Es ist einfach den Anderen für ungute Gefühle verantwortlich zu machen, als mit sich selber ins Reine zu kommen.
Deine Freundin - so scheint mir - fährt die Taktik, andere Menschen sowohl für ihr Glück wie für ihr Unglück verantwortlich zu machen.
Wo sind eigentlich die Dinge welche Euch verbinden? Ich lese, dass ihr kaum gemeinsame Hobby habt. Ueber was redet ihr, worüber tauscht ihr Euch aus?
Wo seid ihr ein Herz und eine Seele?
Wenn ich den Deine Ausführung so lese, dann denke ich mir, dass ihr in erster Linie keinen Therapeuten, sondern eine Art Mediator braucht. Jemand, der die Sprache des Einen in die Sprache des Andern übersetzen kann.
Ich habe den Eindruck, als würdet ihr nicht die gleiche Sprache sprechen. Und das wäre die Voraussetzung einander zu verstehen.
Sag mal - liebst Du sie noch? Ist es die Frau, mit der Du Dein Leben verbringen möchtest? Hängst Du an der Beziehung? Willst du sie weiterführen?
Du kannst Dir und ihr damit helfen, für Dich diese Fragen mal schonungslos zu klären. Sie braucht klare An- und Aussagen. Dinge, auf die sie sich verlassen kann.
Sei klar in dem was Du sagst - probiere es. Wenn sprechen schwer ist, dann schreibe ihr einen Brief, eine Mail. Finde ich sowieso eine gute Sache - man kann sich Zeit nehmen, kann korrigieren wenn nötig.
Grade wenn man mit Worten nicht so brilliant ist wie der Andere ... so hat man hier die Möglichkeit auszureden, sich auszudrücken - ohne dass der Andere einem ins Wort fällt und Gesagtes auseinanderpflückt. Und der Empfänger hat die Möglichkeit, in Ruhe sich Argumente anzuhören, steht nicht gleich in der Position sich verteidigen zu müssen.
Mit gesagten Worten ist es wie mit abgeschossenen Pfeilen ... oder ausgeleertem Wasser.
Sei mutig, Ritter Mäse. Wir sind bei Dir.
Hab einen guten Tag und verzeihe, wenn ich noch nicht auf alles eingehen konnte - meine Zeit....aber Du weisst ja.
Ich denke an Dich!
Sternenzauber
@KFC
Ja, man könnte wirklich meinen, dass hier meine Freundin dahinter steckt. Sie ist es aber dennoch nicht…
@Sternenzauber
Daaankeee!!! :schmatz:
Ich bin Dir sicher nicht böse, dass Du nicht gleich auf alle Punkte eigehen konntest! Wir haben ja alle noch andere Dinge im Leben als dieses Forum… Es ist schon schön zu wissen, dass jemand "nur" schon in Gedanken bei einem ist!!
Habe ich Deinem Post das Wort "tiefgründig" gelesen? Meine Freundin wirft mir immer vor, mit mir könne man gar keine tiefgründigen Diskussionen führen… Doch dazu später noch etwas.
Ich hoffe schwer, dass ich die Situation bald realistisch beurteilen und entsprechend handeln kann. Momentan ist gerade wieder gar nicht gut Kirschen essen. Gestern Abend gab's wieder Streit und die Lage hat sich immer noch nicht beruhigt. Hatte sie gerade vorhin noch am Telefon...
Das mit der zurückhaltenden Kommunikation hat halt schon etwas, und ich stehe ja auch dazu, dass hier das Problem wohl eher bei mir liegt. Übrigens: Ja, Deine Bildsprache ist mir noch vertraut. ;)
Es ist eben wirklich so, dass ich mich im Wissen, dass sie eine extreme Kommunikationsart (sie ist ja auch noch halbe Sizilianerin) hat, eher zurückgehalten habe, da ich keinen Eklat provozieren wollte. Kommt es dann zum Eklat sage ich meistens gar nichts mehr oder dann wird es mir so zu viel, dass ich dann auch explodiere. Und dann macht es sowieso nur noch alles schlimmer… Sie begreift auch nicht, dass ich es absolut nicht ausstehen kann, wenn sie immer gleich zu schreien beginnt. Sie hat sich nur eine Zeit lang schon darauf konzentriert, Diskussionen ruhig zu führen, doch das war leider nicht von langer Dauer. Ausserdem fällt sie mir immer ins Wort, wenn ich dann einmal etwas sagen möchte. Gestern Abend war das auch wieder so, weshalb ich dann einfach einmal meine Hand in die Höhe hielt, so quasi als Ermahnung, ruhig zu sein. Sie interpretierte das dann gleich als Gewalt und denkt jetzt sogar, dass ich sie schlagen würde. Das würde ich aber nie im Leben machen - ich habe noch nie eine Frau geschlagen! Vor ein paar Wochen hatte ich sie einmal an den Handgelenken gefasst als sie ganz hysterisch herumschrie und umherrannte. Da sie dann noch halbwegs um sich schlug, wurde dann halt dummerweise ein etwas festerer Griff daraus. Das eine Handgelenk, an welchem sie von einer Operation eine Narbe aufweist, schwoll dann auch leicht an. Natürlich bezeichnete sie mich dann gleich als gewaltbereit und jähzornig…
Ja, meine Freundin arbeitet mit enormen Druckmitteln und ist wirklich sehr ungeduldig. Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass mich mit irgendwelchen Sachen "erpressen" wollte und mir Ultimaten gesetzt hat, welche gar nicht realistisch sind.
Ich sehe es eben auch so, dass meine Freundin die Taktik fährt, die Mitmenschen für ihr Glück und Unglück verantwortlich zu machen. Dabei hat sie mir gerade heute Morgen wieder geschrieben, dass man manchmal konkret etwas ändern müsse, damit es nach den eigenen Wünschen läuft. Ah ja?! Sie predigt es zwar, kann es aber anscheinend für sich selber nicht umsetzen…
Ehrlich gesagt frage ich mich momentan eben auch was uns eigentlich noch verbindet. Ein wirklich gemeinsames Hobby haben wir eben tatsächlich nicht, weshalb wir versucht haben, "künstlich" ein gemeinsames Hobby zu schaffen. Das hat aber irgendwie nicht so richtig funktioniert, da entweder ich mich oder sie sich nicht genug dafür begeistern konnte. Am ehesten finden wir uns vielleicht noch beim Thema Musik, doch auch dort sind die Interessen je nach dem ziemlich unterschiedlich.
Der Austausch findet meistens so statt, dass sie - kaum bin ich zur Wohnungstür hereingekommen - mir ihren ganzen Bürotag erzählt. Anschliessend erwartet sie dann, dass ich ihr auch meinen kompletten Bürotag erzähle. Doch erstens schreibe ich ihr das Meiste schon tagsüber in E-Mails, was für sie auch wichtig ist, und zweitens mag ich nicht immer am Abend noch alles vom Geschäft erzählen, da ich auch einmal abschalten möchte. Wenn ich das dann sage, dann entgegnet sie, dass sie halt sonstige Themen über Gott und die Welt schon mit den Arbeitskollegen im Büro bespreche, da sie das nicht bis am Abend aufheben könne. Somit dreht sich eigentlich meistens alles nur um ihren Arbeitsalltag, manchmal noch um ihre Therapien und um ihr Heimweh. Beginne ich einmal mit einem Thema, fällt sie mir irgendwann sicher wieder ins Wort und fängt mit einem eigenen Thema an, worin sich um sie dreht. Traurig, oder?!
Weißt Du wie oft ich mir schon überlegt habe, dass wir irgendwie nicht die gleiche Sprache sprechen? Doch irgendwie habe ich noch kein Rezept für dieses Problem gefunden…
Du hast mir noch Fragen gestellt, welche ich mir zurzeit mehrmals täglich stelle, aber nicht abschliessend beantworten kann. Klar, sind noch Gefühle für sie da, sonst würde mich das Alles wohl kaum so mitnehmen. Ich weiss aber, dass es nicht mehr die bedingungslose Liebe ist. Momentan kann ich auch sicher nicht sagen, dass sie die Frau ist, mit welcher ich mein Leben verbringen möchte. Irgendwie hänge ich schon noch an dieser Beziehung und wahrscheinlich habe ich auch Angst vor der Leere, welche nach Beendigung der Beziehung kommen könnte. Trotzdem weiss ich, dass ich die Beziehung so sicher nicht mehr lange weiterführen kann und möchte. Ich frage mich ständig, ob ich ohne diese Beziehung nicht glücklicher wäre… ?(
Eben habe ich eine E-Mail von meiner Freundin erhalten, in welcher sie schreibt, dass sie denkt, es wäre das Beste, nochmals neu anzufangen. Versuchen, alles zu vergessen und zu verzeihen. Sie wisse, dass es nicht einfach sei für sie, aber wenn ich damit auch einverstanden sei, dann versuche sie nochmals, einen Strich unter alles zu ziehen und neu anzufangen. Die Bedingung sei aber auch, dass ich alles Geschehene vergesse. Das sei wohl noch unsere einzige Chance. Danach folgt noch eine Liste mit 13 Regeln, deren Einhaltung für beide ganz wichtig wären, damit es klappt. Die Regeln klingen zwar gar nicht einmal so schlecht, doch ich weiss erstens nicht, ob es mit diesen Regeln wirklich besser wird und zweitens, ob ich noch bereit zu einem Neuanfang bin. Natürlich erwartet sie wieder so schnell wie möglich mein Feedback dazu…
Manno, bin gerade echt überfordert… Ich versuche jedoch, meinen Mut nicht zu verlieren!
Liebe Grüsse und noch einen schönen Tag
Mäse
Ja, man könnte wirklich meinen, dass hier meine Freundin dahinter steckt. Sie ist es aber dennoch nicht…
@Sternenzauber
Daaankeee!!! :schmatz:
Ich bin Dir sicher nicht böse, dass Du nicht gleich auf alle Punkte eigehen konntest! Wir haben ja alle noch andere Dinge im Leben als dieses Forum… Es ist schon schön zu wissen, dass jemand "nur" schon in Gedanken bei einem ist!!
Habe ich Deinem Post das Wort "tiefgründig" gelesen? Meine Freundin wirft mir immer vor, mit mir könne man gar keine tiefgründigen Diskussionen führen… Doch dazu später noch etwas.
Ich hoffe schwer, dass ich die Situation bald realistisch beurteilen und entsprechend handeln kann. Momentan ist gerade wieder gar nicht gut Kirschen essen. Gestern Abend gab's wieder Streit und die Lage hat sich immer noch nicht beruhigt. Hatte sie gerade vorhin noch am Telefon...
Das mit der zurückhaltenden Kommunikation hat halt schon etwas, und ich stehe ja auch dazu, dass hier das Problem wohl eher bei mir liegt. Übrigens: Ja, Deine Bildsprache ist mir noch vertraut. ;)
Es ist eben wirklich so, dass ich mich im Wissen, dass sie eine extreme Kommunikationsart (sie ist ja auch noch halbe Sizilianerin) hat, eher zurückgehalten habe, da ich keinen Eklat provozieren wollte. Kommt es dann zum Eklat sage ich meistens gar nichts mehr oder dann wird es mir so zu viel, dass ich dann auch explodiere. Und dann macht es sowieso nur noch alles schlimmer… Sie begreift auch nicht, dass ich es absolut nicht ausstehen kann, wenn sie immer gleich zu schreien beginnt. Sie hat sich nur eine Zeit lang schon darauf konzentriert, Diskussionen ruhig zu führen, doch das war leider nicht von langer Dauer. Ausserdem fällt sie mir immer ins Wort, wenn ich dann einmal etwas sagen möchte. Gestern Abend war das auch wieder so, weshalb ich dann einfach einmal meine Hand in die Höhe hielt, so quasi als Ermahnung, ruhig zu sein. Sie interpretierte das dann gleich als Gewalt und denkt jetzt sogar, dass ich sie schlagen würde. Das würde ich aber nie im Leben machen - ich habe noch nie eine Frau geschlagen! Vor ein paar Wochen hatte ich sie einmal an den Handgelenken gefasst als sie ganz hysterisch herumschrie und umherrannte. Da sie dann noch halbwegs um sich schlug, wurde dann halt dummerweise ein etwas festerer Griff daraus. Das eine Handgelenk, an welchem sie von einer Operation eine Narbe aufweist, schwoll dann auch leicht an. Natürlich bezeichnete sie mich dann gleich als gewaltbereit und jähzornig…
Ja, meine Freundin arbeitet mit enormen Druckmitteln und ist wirklich sehr ungeduldig. Es ist schon mehrmals vorgekommen, dass mich mit irgendwelchen Sachen "erpressen" wollte und mir Ultimaten gesetzt hat, welche gar nicht realistisch sind.
Ich sehe es eben auch so, dass meine Freundin die Taktik fährt, die Mitmenschen für ihr Glück und Unglück verantwortlich zu machen. Dabei hat sie mir gerade heute Morgen wieder geschrieben, dass man manchmal konkret etwas ändern müsse, damit es nach den eigenen Wünschen läuft. Ah ja?! Sie predigt es zwar, kann es aber anscheinend für sich selber nicht umsetzen…
Ehrlich gesagt frage ich mich momentan eben auch was uns eigentlich noch verbindet. Ein wirklich gemeinsames Hobby haben wir eben tatsächlich nicht, weshalb wir versucht haben, "künstlich" ein gemeinsames Hobby zu schaffen. Das hat aber irgendwie nicht so richtig funktioniert, da entweder ich mich oder sie sich nicht genug dafür begeistern konnte. Am ehesten finden wir uns vielleicht noch beim Thema Musik, doch auch dort sind die Interessen je nach dem ziemlich unterschiedlich.
Der Austausch findet meistens so statt, dass sie - kaum bin ich zur Wohnungstür hereingekommen - mir ihren ganzen Bürotag erzählt. Anschliessend erwartet sie dann, dass ich ihr auch meinen kompletten Bürotag erzähle. Doch erstens schreibe ich ihr das Meiste schon tagsüber in E-Mails, was für sie auch wichtig ist, und zweitens mag ich nicht immer am Abend noch alles vom Geschäft erzählen, da ich auch einmal abschalten möchte. Wenn ich das dann sage, dann entgegnet sie, dass sie halt sonstige Themen über Gott und die Welt schon mit den Arbeitskollegen im Büro bespreche, da sie das nicht bis am Abend aufheben könne. Somit dreht sich eigentlich meistens alles nur um ihren Arbeitsalltag, manchmal noch um ihre Therapien und um ihr Heimweh. Beginne ich einmal mit einem Thema, fällt sie mir irgendwann sicher wieder ins Wort und fängt mit einem eigenen Thema an, worin sich um sie dreht. Traurig, oder?!
Weißt Du wie oft ich mir schon überlegt habe, dass wir irgendwie nicht die gleiche Sprache sprechen? Doch irgendwie habe ich noch kein Rezept für dieses Problem gefunden…
Du hast mir noch Fragen gestellt, welche ich mir zurzeit mehrmals täglich stelle, aber nicht abschliessend beantworten kann. Klar, sind noch Gefühle für sie da, sonst würde mich das Alles wohl kaum so mitnehmen. Ich weiss aber, dass es nicht mehr die bedingungslose Liebe ist. Momentan kann ich auch sicher nicht sagen, dass sie die Frau ist, mit welcher ich mein Leben verbringen möchte. Irgendwie hänge ich schon noch an dieser Beziehung und wahrscheinlich habe ich auch Angst vor der Leere, welche nach Beendigung der Beziehung kommen könnte. Trotzdem weiss ich, dass ich die Beziehung so sicher nicht mehr lange weiterführen kann und möchte. Ich frage mich ständig, ob ich ohne diese Beziehung nicht glücklicher wäre… ?(
Eben habe ich eine E-Mail von meiner Freundin erhalten, in welcher sie schreibt, dass sie denkt, es wäre das Beste, nochmals neu anzufangen. Versuchen, alles zu vergessen und zu verzeihen. Sie wisse, dass es nicht einfach sei für sie, aber wenn ich damit auch einverstanden sei, dann versuche sie nochmals, einen Strich unter alles zu ziehen und neu anzufangen. Die Bedingung sei aber auch, dass ich alles Geschehene vergesse. Das sei wohl noch unsere einzige Chance. Danach folgt noch eine Liste mit 13 Regeln, deren Einhaltung für beide ganz wichtig wären, damit es klappt. Die Regeln klingen zwar gar nicht einmal so schlecht, doch ich weiss erstens nicht, ob es mit diesen Regeln wirklich besser wird und zweitens, ob ich noch bereit zu einem Neuanfang bin. Natürlich erwartet sie wieder so schnell wie möglich mein Feedback dazu…
Manno, bin gerade echt überfordert… Ich versuche jedoch, meinen Mut nicht zu verlieren!
Liebe Grüsse und noch einen schönen Tag
Mäse
Lieber Mäse
Ich leide echt mit Dir ... :trost:
Werde Dir heute Abend noch ausführlich schreiben - hier nur kurz - aber dringend:
Führe SOFORT die 14te Regel ein, die das wäre: GEDULD.
Jetzt keinen Schnellschuss. Jetzt Zeit für Dich. Jetzt überlegen.
Und ich polier unterdessen weiter Ritterrüstung ... ich meine den Glanz zu erkennen. =)
Ich bin bei Dir - und denke an Dich
Sternenzauber
Ich leide echt mit Dir ... :trost:
Werde Dir heute Abend noch ausführlich schreiben - hier nur kurz - aber dringend:
Führe SOFORT die 14te Regel ein, die das wäre: GEDULD.
Jetzt keinen Schnellschuss. Jetzt Zeit für Dich. Jetzt überlegen.
Und ich polier unterdessen weiter Ritterrüstung ... ich meine den Glanz zu erkennen. =)
Ich bin bei Dir - und denke an Dich
Sternenzauber
Original von MäseNatürlich erwartet sie wieder so schnell wie möglich mein Feedback dazu…Korrektur: Sie gesteht mir doch noch etwas Bedenkzeit zu. Allerdings denkt sie, dass eine rasche Umsetzung schon dringend notwendig sei, denn es wäre ja auch im Hinblick auf ihre Prüfungen gut und wir könnten uns auf einen Neuanfang freuen.
Ist das nicht ein wenig naiv? Kann ein Neuanfang - sofern ich mich überhaupt dazu entschliessen kann - funktionieren, ohne dass man zuerst etwas Distanz schafft? Ich kann mir kaum vorstellen, dass dies so fliessend klappen soll...
Gruss
Mäse
Hallo Mäse,
Uiuiuiui! Gar keine schöne Situation :trost:
Deine Freundin schränkt dich stark ein, keine Frage. Fussfessel passt schon. Sie wirkt auf mich sehr egoistisch und besitzergreifend.
Aber ich vermute das ganze geschieht aus der grossen Angst dich zu verlieren. Ich denke auch ihre Drohungen sind nicht ernst gemeint. Sie versucht dich dadurch zu erpressen, will aber auch herausfinden wieviel sie dir bedeutet.
Was jetzt überwiegt kann ich nicht sagen, da ich sie nicht kenne.
Ich kenne 2 Leute die ganz ähnlich sind. Jemand der auch erpresste, weil er seinen Willen bzw. seine Machtposition durchsetzen wollte und jemand anderer bei dem es nur aus Angst den anderen zu verlieren geschah.
Ich denke die beste Lösung wäre folgende:
Setzt euch zusammen an einen Tisch und redet ganz sachlich über das ganze:
- über ihre Angst
- über ihre Bedürfnisse
- über deine Bedürfnisse
- über ihr Benehmen
- etc.
Wichtig finde ich, dass nicht nur du Zusagen machst. z.B. wegen dieser Kollegin. Warum solltest du die Freundschaft zu ihr abbrechen, nur weil deine Freundin das will. Klar, es ist eine Ex. Aber auch eine gute Freundin. Es gab bestimmt einen Grund warum sie zur Ex wurde. Und Freundschaften halten bekanntlich oft länger als Beziehungen...
Ich würde übrigens deine Freundin mal zu dieser Kollegin mitnehmen, damit sie sie auch kennenlernt. Sowas hilft manchmal sehr.
Macht einen "Vertrag" nach eurem Gespräch. Aber es muss für beide stimmen.
Auch deine Freundin muss Kompromisse eingehen, nicht nur du.
Was ich aber auch klar sagen würde: Dass du ihr jetziges Verhalten nicht mehr länger mitmachst. Du setzt ihr sozusagen eine klare Grenze: Entweder sie bessert sich, oder du ziehst die Konsequenzen.
Ganz ehrlich, ich hätte ihr schon lange den Laufpass gegeben, denn Kontrolle in einer Beziehung ist für mich etwas unerträgliches.
Sag ihr auch, dass du NICHT für ihr Glück / Unglück verantwortlich bist! Jeder ist seines Glückes eigener Schmied.
Ahja. zu diesem Mail.
Lass sie etwas zappeln. Ich denke das tut ihr gut.
Uiuiuiui! Gar keine schöne Situation :trost:
Deine Freundin schränkt dich stark ein, keine Frage. Fussfessel passt schon. Sie wirkt auf mich sehr egoistisch und besitzergreifend.
Aber ich vermute das ganze geschieht aus der grossen Angst dich zu verlieren. Ich denke auch ihre Drohungen sind nicht ernst gemeint. Sie versucht dich dadurch zu erpressen, will aber auch herausfinden wieviel sie dir bedeutet.
Was jetzt überwiegt kann ich nicht sagen, da ich sie nicht kenne.
Ich kenne 2 Leute die ganz ähnlich sind. Jemand der auch erpresste, weil er seinen Willen bzw. seine Machtposition durchsetzen wollte und jemand anderer bei dem es nur aus Angst den anderen zu verlieren geschah.
Ich denke die beste Lösung wäre folgende:
Setzt euch zusammen an einen Tisch und redet ganz sachlich über das ganze:
- über ihre Angst
- über ihre Bedürfnisse
- über deine Bedürfnisse
- über ihr Benehmen
- etc.
Wichtig finde ich, dass nicht nur du Zusagen machst. z.B. wegen dieser Kollegin. Warum solltest du die Freundschaft zu ihr abbrechen, nur weil deine Freundin das will. Klar, es ist eine Ex. Aber auch eine gute Freundin. Es gab bestimmt einen Grund warum sie zur Ex wurde. Und Freundschaften halten bekanntlich oft länger als Beziehungen...
Ich würde übrigens deine Freundin mal zu dieser Kollegin mitnehmen, damit sie sie auch kennenlernt. Sowas hilft manchmal sehr.
Macht einen "Vertrag" nach eurem Gespräch. Aber es muss für beide stimmen.
Auch deine Freundin muss Kompromisse eingehen, nicht nur du.
Was ich aber auch klar sagen würde: Dass du ihr jetziges Verhalten nicht mehr länger mitmachst. Du setzt ihr sozusagen eine klare Grenze: Entweder sie bessert sich, oder du ziehst die Konsequenzen.
Ganz ehrlich, ich hätte ihr schon lange den Laufpass gegeben, denn Kontrolle in einer Beziehung ist für mich etwas unerträgliches.
Sag ihr auch, dass du NICHT für ihr Glück / Unglück verantwortlich bist! Jeder ist seines Glückes eigener Schmied.
Ahja. zu diesem Mail.
Lass sie etwas zappeln. Ich denke das tut ihr gut.
Hoi Du, lieber Ritter
Da lese ich ja wieder Neuigkeiten von Dir. Wenn Sie wirklich so von ihr gesagt / geschrieben sind, wie Du es hier formuliert hast - dann habe ich gopfridschtutz schon wieder diese gestäubten Nackenhaare.
Würde Deine Bella gerne mal zu einem verbalen Schlagabtausch einladen - ich komme aus der Toskana und man sagt mir auch nicht gerade nach, dass ich mich in Diskussionen dezent zurückziehe.....
AN DIESER STELLE MÖGE MAN MICH KNURREN HÖREN!!!!!
Was mich jetzt gerade so die Zähne knirschen lassen lässt? Ok - ich schreibe es in aller Deutlichkeit auf...ich beginne von hinten:
- SIE wisse, dass es für SIE nicht einfach sei, aber wenn Du einverstanden bist, versucht SIE nochmals einen Strich unter alles zu ziehen.
- Die Bedinungung ist, dass DU alles Geschehe vergisst
- SIE gesteht Dir gnadenhalber ein bisschen Bedenkzeit zu. Allerdings allzuviel denn doch nicht - weil ... Bella hat ja Prüfungen.
Lieber Mäse - wo bist DU in der ganzen Geschichte. Ausser da, wo was von Dir verlangt wird???
Irgendwie, so scheint es mir, hast Du es da mit einem unglaublich egozentrischen, egoistischen und mimosenhaften Geschöpf zu tun.
Dass mir - man entschuldige meine Ausdrucksweise - so was von den Buckel runterrutschen könnte.
Ueber die Regeln weiss ich nichts - und wenn Du sie als als einigermassen vernünftig beurteilst, dann weiss ich, dass sie es auch sind.
Aber die Rahmenbedingungen (siehe meine Ausführung oben) - man müsste lachen, wäre es nicht zu weinen und zum verzweifeln.
So nicht, lass nicht so mit Dir umspringen mein Freund!
Ich möchte Dir raten, dass Du Dir jetzt genau so viel Zeit nimmst, wie Du meinst zu brauchen. Lass Dich weder hetzen, noch zerren, noch schieben und drücken.
Bella hin oder her. Prüfungen hin oder her. Aber wahrscheinlich bist Du eh schuld, wenn was mit der Prüfung in die Hose gehen sollte - sie hat schon wieder herrlichst vorgesorgt und Dir unterschwellig bereits Verantwortung zugeschoben. BINGO! :evil:
Ich denke, jetzt wäre Abstand von Nöten, Distanz - Du sagtest es in Deinem letzten Post ganz richtig.
Es ist wirklich nicht sehr lebensnah zu sagen: Strich drunter, Neubeginn. Nö, so einfach funktioniert Leben dann doch nicht. Es ist wie eine Therapie: ganz schön viel Arbeit. Die Probleme, das Geschehene muss man aufarbeiten, erst mal jedes für sich um es dann gemeinsam zu Ende besprechen zu können, daraus zu lernen.
Das geht nicht von heute auf morgen. und ob man es alleine hinkriegt, wage ich in dieser Brisanz die da vorherrscht doch sehr zu bezweifeln.
Du müsstest Dich jetzt mit Dir - und sie mit sich auseinandersetzen. Ganz tief und ganz gründlich und mit ganz viel Zeit.
Schreib Dir mal für Dich all die Dinge auf, welche Dir wichtig erscheinen. Vielleicht gibtst Du ihr sogar diesen Thread zu lesen...?
Du musst vor allem jetzt ganz ehrlich sein - zu Dir und zu ihr. Keine faulen Kompromisse - wenn überhaupt Kompromisse, dann nur solche, von denen Du felsenfest überzeugt bist. Lass Dich nicht mehr verbiegen. Lass Dich nicht gängeln, bevormunden und in Schablonen drücken.
Du bist nämlich sowas von gut wie Du bist! :super:
Ich würde ein klares Gespräch suchen und alles, aber wirklich alles auf den Tisch bringen. Ich würde dieses Gespräch aber nicht zu Hause führen - sondern an einem Ort, wo sie sich zusammenreissen muss. Ausflippen, rumschreien, ins Wort fallen, drohen - dies darf dann nicht sein.
Und Du dürftest nicht aus Angst wegen einem allfälligen Eklat schweigen.
Dies wäre zum Beispiel bereits MEINE erste Bedingung an Sie: "Wir reden zusammen - doch sobald Du ausfällig, laut und hysterisch wirst, ist das Gespräch für mich beendet".
Du hast zu lange zu viel Rücksicht genommen. Verlang den Schlüssel der Fussfesseln zurück.
Meinst Du, ihr kriegt so ein konstruktives Gespräch hin? Oder habt ihr einen guten Freund / eine gute Freundin (möglichst neutral), der/die sowas wie Gesprächsleiter sein könnte?
Mich würde auch interessieren, was Deine Freundin an Dir liebt. Ich finde irgendwie nichts..... diskutieren kann man mit Dir nicht, Du bist nicht tiefgründig, bist gewalttätig und zu guter Letzt ja sogar noch einer, der sich erfrecht, Kontakte nach aussen zu pflegen.
Irgendwie - so scheint es mir - belegst Du dauernd bei ihr Platz ... 5. Erst kommt sie. Dann nochmals sie. Anschliessend sie. Erneut sie. Und dann .. der Mäse,
Ach menno ..... ;(
Ich zumindest finde, Du bist ok wie Du bist. Lass nicht an Dir herumflicken, zumindest nicht auf diese Art und Weise.
Bestimmt musst auch Du Deinen Teil beitragen - ich meine aber zu wissen, dass Du genau das tust.
Dafür bist du mir einfach zu schade, Ritter Mäse. ;)
So Du - ich schau nun noch ein bisschen Match. Und schicke Dir auf diesem Weg wieder mal ein Sternschnuppenabo. Du weisst ja ... dann gehen Wünsche und Träume in Erfüllung.
Alles Liebe wünscht Dir Deine Ritterausrüstungspoliererin
Sternenzauber
Da lese ich ja wieder Neuigkeiten von Dir. Wenn Sie wirklich so von ihr gesagt / geschrieben sind, wie Du es hier formuliert hast - dann habe ich gopfridschtutz schon wieder diese gestäubten Nackenhaare.
Würde Deine Bella gerne mal zu einem verbalen Schlagabtausch einladen - ich komme aus der Toskana und man sagt mir auch nicht gerade nach, dass ich mich in Diskussionen dezent zurückziehe.....
AN DIESER STELLE MÖGE MAN MICH KNURREN HÖREN!!!!!
Was mich jetzt gerade so die Zähne knirschen lassen lässt? Ok - ich schreibe es in aller Deutlichkeit auf...ich beginne von hinten:
- SIE wisse, dass es für SIE nicht einfach sei, aber wenn Du einverstanden bist, versucht SIE nochmals einen Strich unter alles zu ziehen.
- Die Bedinungung ist, dass DU alles Geschehe vergisst
- SIE gesteht Dir gnadenhalber ein bisschen Bedenkzeit zu. Allerdings allzuviel denn doch nicht - weil ... Bella hat ja Prüfungen.
Lieber Mäse - wo bist DU in der ganzen Geschichte. Ausser da, wo was von Dir verlangt wird???
Irgendwie, so scheint es mir, hast Du es da mit einem unglaublich egozentrischen, egoistischen und mimosenhaften Geschöpf zu tun.
Dass mir - man entschuldige meine Ausdrucksweise - so was von den Buckel runterrutschen könnte.
Ueber die Regeln weiss ich nichts - und wenn Du sie als als einigermassen vernünftig beurteilst, dann weiss ich, dass sie es auch sind.
Aber die Rahmenbedingungen (siehe meine Ausführung oben) - man müsste lachen, wäre es nicht zu weinen und zum verzweifeln.
So nicht, lass nicht so mit Dir umspringen mein Freund!
Ich möchte Dir raten, dass Du Dir jetzt genau so viel Zeit nimmst, wie Du meinst zu brauchen. Lass Dich weder hetzen, noch zerren, noch schieben und drücken.
Bella hin oder her. Prüfungen hin oder her. Aber wahrscheinlich bist Du eh schuld, wenn was mit der Prüfung in die Hose gehen sollte - sie hat schon wieder herrlichst vorgesorgt und Dir unterschwellig bereits Verantwortung zugeschoben. BINGO! :evil:
Ich denke, jetzt wäre Abstand von Nöten, Distanz - Du sagtest es in Deinem letzten Post ganz richtig.
Es ist wirklich nicht sehr lebensnah zu sagen: Strich drunter, Neubeginn. Nö, so einfach funktioniert Leben dann doch nicht. Es ist wie eine Therapie: ganz schön viel Arbeit. Die Probleme, das Geschehene muss man aufarbeiten, erst mal jedes für sich um es dann gemeinsam zu Ende besprechen zu können, daraus zu lernen.
Das geht nicht von heute auf morgen. und ob man es alleine hinkriegt, wage ich in dieser Brisanz die da vorherrscht doch sehr zu bezweifeln.
Du müsstest Dich jetzt mit Dir - und sie mit sich auseinandersetzen. Ganz tief und ganz gründlich und mit ganz viel Zeit.
Schreib Dir mal für Dich all die Dinge auf, welche Dir wichtig erscheinen. Vielleicht gibtst Du ihr sogar diesen Thread zu lesen...?
Du musst vor allem jetzt ganz ehrlich sein - zu Dir und zu ihr. Keine faulen Kompromisse - wenn überhaupt Kompromisse, dann nur solche, von denen Du felsenfest überzeugt bist. Lass Dich nicht mehr verbiegen. Lass Dich nicht gängeln, bevormunden und in Schablonen drücken.
Du bist nämlich sowas von gut wie Du bist! :super:
Ich würde ein klares Gespräch suchen und alles, aber wirklich alles auf den Tisch bringen. Ich würde dieses Gespräch aber nicht zu Hause führen - sondern an einem Ort, wo sie sich zusammenreissen muss. Ausflippen, rumschreien, ins Wort fallen, drohen - dies darf dann nicht sein.
Und Du dürftest nicht aus Angst wegen einem allfälligen Eklat schweigen.
Dies wäre zum Beispiel bereits MEINE erste Bedingung an Sie: "Wir reden zusammen - doch sobald Du ausfällig, laut und hysterisch wirst, ist das Gespräch für mich beendet".
Du hast zu lange zu viel Rücksicht genommen. Verlang den Schlüssel der Fussfesseln zurück.
Meinst Du, ihr kriegt so ein konstruktives Gespräch hin? Oder habt ihr einen guten Freund / eine gute Freundin (möglichst neutral), der/die sowas wie Gesprächsleiter sein könnte?
Mich würde auch interessieren, was Deine Freundin an Dir liebt. Ich finde irgendwie nichts..... diskutieren kann man mit Dir nicht, Du bist nicht tiefgründig, bist gewalttätig und zu guter Letzt ja sogar noch einer, der sich erfrecht, Kontakte nach aussen zu pflegen.
Irgendwie - so scheint es mir - belegst Du dauernd bei ihr Platz ... 5. Erst kommt sie. Dann nochmals sie. Anschliessend sie. Erneut sie. Und dann .. der Mäse,
Ach menno ..... ;(
Ich zumindest finde, Du bist ok wie Du bist. Lass nicht an Dir herumflicken, zumindest nicht auf diese Art und Weise.
Bestimmt musst auch Du Deinen Teil beitragen - ich meine aber zu wissen, dass Du genau das tust.
Dafür bist du mir einfach zu schade, Ritter Mäse. ;)
So Du - ich schau nun noch ein bisschen Match. Und schicke Dir auf diesem Weg wieder mal ein Sternschnuppenabo. Du weisst ja ... dann gehen Wünsche und Träume in Erfüllung.
Alles Liebe wünscht Dir Deine Ritterausrüstungspoliererin
Sternenzauber
@Sternenzauber zustimm!!!!
Mäse überlege dir, ob du nicht's besseres verdient hast. Nämlich eine Frau die dich liebt und respektiert.
Und nicht eine Frau die einen zahmen Affen oder ein Schosshündchen will und braucht.
Mäse überlege dir, ob du nicht's besseres verdient hast. Nämlich eine Frau die dich liebt und respektiert.
Und nicht eine Frau die einen zahmen Affen oder ein Schosshündchen will und braucht.
hallo alle zusammen ....
ich muss ganz schön schlucken wenn ich den thread hier lese. sehr interessant das auch mal aus ner anderen perspektive zu sehen. sehr erschreckend sich selbst in der freundin wiederzufinden. sehr aufschlussreich die interpretationen hierzu zu lesen.
und eben was die interpretationen betrifft - zumindest wie ich es von mir selbst behaupten kann, so ist es doch so gewesen, dass ich mich GETRIEBEN fühlte, mir selbst und meinen ängsten AUSGELIEFERT war. ich wollte nicht einengen. auch ich habe lösungsvorschläge gemacht (im übrigen war ich sowieso immer nur die einzige die überhaupt mit konkreten vorschlägen kam), die ihr sicherlich als einengend empfunden hättet. aber es war keine berechnung dabei und auch nicht der wunsch, ein schoßhündchen zu haben, im gegenteil. und es ging auch nicht darum, z.b. kontakte GRUNDSÄTZLICH zu verbieten oder so, sondern darum, dass eine offenheit herrscht, gerade von seiten eines kommunikativ weniger geprägten mannes, der ungern oder gar nicht über das spricht was ihm wichtig ist bzw. in ihm vorgeht, und frau daher ständig rätselt ob was nicht stimmt und sich daher nicht sicher sein kann, nicht am nächsten tag gegen ne neue (oder alte) eingetauscht zu werden. ich weiß nicht ob ich das jetzt verständlich rübergebracht hab, ich hoffe!
die "klaren richtlinien" hatte ich damals auch selbst als richtschnur für beide empfunden, an der sich hätte entlanggehangelt werden können. wo bei mir grenzüberschreitungen immer wieder stattgefunden hatten, die mein freund überhaupt nicht verstanden hat, egal wie oft wir darüber geredet haben. andersherum wäre es schön gewesen, wenn er von sich aus auch meine grenzüberschreitungen mal formuliert hätte. also z.b. wollte er gerne mal alleine weggehen, hat sich aber nie getraut das zu sagen und hing deshalb des öfteren mürrisch bei mir rum. auf nachfrage sagte er immer nur "alles ok", wobei ich ja spürte es war was. irgendwann später platzte es dann mal raus was ihm so fehlte.
also, hätte ER von anfang an gesagt du, ich brauch aber viel freiraum, ich würd mich auch gerne mit meinen exen noch treffen auf nen kaffee oder so, ich möchte auch mal gerne ohne dich mit meinen kumpels abfeiern .... ich BRAUCH das halt um mich wohl zu fühlen in ner beziehung .... ja meine güte, das ist doch was ganz anderes als wenn das NIE zur sprache kommt! und ständig unterdrückt wird, weil er denkt, sie macht dann eh stress! man hätte es doch einfach mal drauf ankommen lassen können. vielleicht wäre das verständnis ja da gewesen?
so aber entwickelt sich die tragische eigendynamik, dass er unzufrieden wird, sich eingeengt fühlt obwohl noch keine direkte einengung stattgefunden hat, weil sie ja gar nicht weiß, welche bedürfnisse da nicht zum ausdruck kommen! SIE bekommt nur mit, dass der mann ruhiger wird, weniger herzlich, kälter, weniger redet, und bekommt angst.
also warum nicht einfach reden? man kann sich ja in der mitte treffen und wo es unvereinbarkeiten gibt, die verletzend sind, kompromisse machen, sofern möglich. und wenn beide feststellen sie werden mit den kompromissen auch nicht glücklich, dann eben ne trennung ... aber ne einvernehmliche, keine mit dramen und - wenn auch ungewollten - handgreiflichkeiten (was ich auch kenne im übrigen, absolut erschreckend wie sehr das eskalieren kann).
also ich wäre damals dankbar gewesen, hätte mein freund auch mal vorschläge oder wünsche geäußert. er hat aber immer nur einfach an mir vorbei gehandelt und mich dann mit den konsequenzen konfrontiert. ich weiß nicht mäse wie es bei dir ist, sagst du ihr denn was DU willst und brauchst und was DIR nicht so passt, weiß sie es denn, kennt sie dich da denn überhaupt? bei mir war es immer ein einziges ratespiel.
anstatt sich über die "regeln" aufzuregen und sie gut oder scheiße zu finden, warum arbeitest du nicht dran mit, mäse? warum nehmt ihr euch ihren vorschlag - und mehr ist es nicht - nicht einfach mal GEMEINSAM vor, geht die punkte durch, redet darüber, und du formst die regeln mit? vielleicht macht ihr dabei einige überraschende entdeckungen oder fehleinschätzungen werden klar. wer zwingt dich, alle anzunehmen oder nur ja und nein dazu zu sagen? so schlecht ist die idee doch erstmal nicht, offenbar habt ihr ja sonst gar kein fangnetz, wenn es bei euch zu differenzen kommt.
also ich sehe hier wirklich einen klaren willen von mäses freundin, die beziehung zu retten, und die hoffnung von ihrer seite, er möge sich konstruktiv dran beteiligen. es mag zwar nun ein ultimatum sein, aber ich bezweifle, dass es ihr spaß macht. es wirkt für mich wie eine verzweiflungstat, sie will mäse nicht verlieren, sie will noch etwas für die beziehung tun, und wenn einem gar nix mehr einfällt, dann kommt man echt irgendwann auch auf solche ideen.
was mich noch sehr interessen würde, lieber mäse: welches bild hattest du denn von ihr, als ihr euch kennengelernt habt? was hat dich an ihr besonders fasziniert?
was sternenzauber gesagt hat, dieses BILD das man sich vom anderen macht .... sie hat es zwar nur auf mäses freundin bezogen, aber offenbar hast auch du, mäse, dir ein bild von deiner freundin gemacht und bist ebenso erschrocken und überrascht, was sich dahinter verbirgt.
mir kommt es langsam so vor, als hättet ihr euch beide irgendwie in eine projektion des anderen verliebt - in die und die eigenschaften, aber nicht der ganze mensch, denn den kennt man im prinzip gar nicht. auch du willst deine freundin anders haben als sie ist, mäse, auch du akzeptierst sie nicht als mensch der sie ist (und vice versa), und natürlich spürt sie das, und gerade auch das macht ihr angst. die verlustangst ist so unbegründet ja nicht!
vielleicht fangt ihr an diesem punkt doch mal an - den vergleich, wie ihr denkt dass der andere ist und wie er sich aber selbst empfindet. es scheinen große "wissenslücken" über den anderen zu bestehen. hier könnt ihr doch abklopfen, ob ihr euer idealbild des anderen beiseite werfen wollt und könnt und ob der "richtige" mäse und die "richtige" bella einander überhaupt lieben können und wollen.
was wäre vielleicht zum JETZIGEN zeitpunkt mit einer paartherapie, vielleicht ist sie jetzt empfänglicher dafür?
vorausgesetzt, du willst das alles überhaupt noch .... hast du dir überlegt, ist sie es dir denn jemals wert gewesen, wie gesagt, aus irgendwelchen gründen musst du dich doch damals in sie verliebt haben ...? hatte es mehr mit dem zu tun was DU sehen WOLLTEST, oder hat sie dich als mensch, als person jemals KOMPLETT fasziniert? oder eben nur facetten davon? ebenso sollte sie sich dieselben fragen stellen.
und bitte, wenn ich schreibe und ihr denkt du meine güte, was erzählt die denn da schon wieder, dann bitte dran denken: ich gehe davon aus, dass mäses freundin psychisch erkrankt ist, was ich von mir selbst auch annehme. dass es aber wirklich nicht um fesseln anlegen und schoßhündchen halten geht, sondern - leider! - tiefe gefühle vorhanden sein müssen, die eben dann eine riesige verlustangst hervorrufen, was aber auch nicht bei jedem partner automatisch der fall ist!! mir ging es nur in diesem einen fall so und der war auch, wie sternenzauber schreibt, von totalen kommunikativen missverständnissen geprägt, und die kommunikation war sowieso meistens einseitig, weil mein kerl ungern reden wollte und konnte, ich ihn dafür mit meinem redebedarf ständig erdrückt habe. es passte hier einfach nicht. und dass vieles dabei absolut UNBEWUSST und UNSTEUERBAR abläuft, dass diese ausraster aus reiner verzweiflung resultieren, dass man zutiefst traurig und unglücklich ist und, ja das stimmt, sein glück und unglück - zumindest eine zeitlang - vom geliebten partner abhängig macht. das ist natürlich falsch, muss aber erstmal ins bewusstsein dringen.
und deshalb plädiere ich dafür, dass sich beide doch nochmal zusammensetzen und aus abstand heraus miteinander reden, sobald mäse sich klargeworden ist, ob er noch gefühle für sie hat und haben will und ob sie ihm die ganze plackerei wert ist. aber dann, in jedem fall, müssen danach BEIDE an sich arbeiten, mäse du solltest dann wirklich üben, sie möglichst direkt und ehrlich über deine bedürfnisse und wünsche und was dir nicht so passt aufzuklären. und sie hat eh ne baustelle abzuarbeiten.
soviel von mir ... mal wieder ewig lang geworden, aber in gewissem sinn halte ich den thread auch für mich für recht therapeutisch =)
vlg yolanda
ich muss ganz schön schlucken wenn ich den thread hier lese. sehr interessant das auch mal aus ner anderen perspektive zu sehen. sehr erschreckend sich selbst in der freundin wiederzufinden. sehr aufschlussreich die interpretationen hierzu zu lesen.
und eben was die interpretationen betrifft - zumindest wie ich es von mir selbst behaupten kann, so ist es doch so gewesen, dass ich mich GETRIEBEN fühlte, mir selbst und meinen ängsten AUSGELIEFERT war. ich wollte nicht einengen. auch ich habe lösungsvorschläge gemacht (im übrigen war ich sowieso immer nur die einzige die überhaupt mit konkreten vorschlägen kam), die ihr sicherlich als einengend empfunden hättet. aber es war keine berechnung dabei und auch nicht der wunsch, ein schoßhündchen zu haben, im gegenteil. und es ging auch nicht darum, z.b. kontakte GRUNDSÄTZLICH zu verbieten oder so, sondern darum, dass eine offenheit herrscht, gerade von seiten eines kommunikativ weniger geprägten mannes, der ungern oder gar nicht über das spricht was ihm wichtig ist bzw. in ihm vorgeht, und frau daher ständig rätselt ob was nicht stimmt und sich daher nicht sicher sein kann, nicht am nächsten tag gegen ne neue (oder alte) eingetauscht zu werden. ich weiß nicht ob ich das jetzt verständlich rübergebracht hab, ich hoffe!
die "klaren richtlinien" hatte ich damals auch selbst als richtschnur für beide empfunden, an der sich hätte entlanggehangelt werden können. wo bei mir grenzüberschreitungen immer wieder stattgefunden hatten, die mein freund überhaupt nicht verstanden hat, egal wie oft wir darüber geredet haben. andersherum wäre es schön gewesen, wenn er von sich aus auch meine grenzüberschreitungen mal formuliert hätte. also z.b. wollte er gerne mal alleine weggehen, hat sich aber nie getraut das zu sagen und hing deshalb des öfteren mürrisch bei mir rum. auf nachfrage sagte er immer nur "alles ok", wobei ich ja spürte es war was. irgendwann später platzte es dann mal raus was ihm so fehlte.
also, hätte ER von anfang an gesagt du, ich brauch aber viel freiraum, ich würd mich auch gerne mit meinen exen noch treffen auf nen kaffee oder so, ich möchte auch mal gerne ohne dich mit meinen kumpels abfeiern .... ich BRAUCH das halt um mich wohl zu fühlen in ner beziehung .... ja meine güte, das ist doch was ganz anderes als wenn das NIE zur sprache kommt! und ständig unterdrückt wird, weil er denkt, sie macht dann eh stress! man hätte es doch einfach mal drauf ankommen lassen können. vielleicht wäre das verständnis ja da gewesen?
so aber entwickelt sich die tragische eigendynamik, dass er unzufrieden wird, sich eingeengt fühlt obwohl noch keine direkte einengung stattgefunden hat, weil sie ja gar nicht weiß, welche bedürfnisse da nicht zum ausdruck kommen! SIE bekommt nur mit, dass der mann ruhiger wird, weniger herzlich, kälter, weniger redet, und bekommt angst.
also warum nicht einfach reden? man kann sich ja in der mitte treffen und wo es unvereinbarkeiten gibt, die verletzend sind, kompromisse machen, sofern möglich. und wenn beide feststellen sie werden mit den kompromissen auch nicht glücklich, dann eben ne trennung ... aber ne einvernehmliche, keine mit dramen und - wenn auch ungewollten - handgreiflichkeiten (was ich auch kenne im übrigen, absolut erschreckend wie sehr das eskalieren kann).
also ich wäre damals dankbar gewesen, hätte mein freund auch mal vorschläge oder wünsche geäußert. er hat aber immer nur einfach an mir vorbei gehandelt und mich dann mit den konsequenzen konfrontiert. ich weiß nicht mäse wie es bei dir ist, sagst du ihr denn was DU willst und brauchst und was DIR nicht so passt, weiß sie es denn, kennt sie dich da denn überhaupt? bei mir war es immer ein einziges ratespiel.
anstatt sich über die "regeln" aufzuregen und sie gut oder scheiße zu finden, warum arbeitest du nicht dran mit, mäse? warum nehmt ihr euch ihren vorschlag - und mehr ist es nicht - nicht einfach mal GEMEINSAM vor, geht die punkte durch, redet darüber, und du formst die regeln mit? vielleicht macht ihr dabei einige überraschende entdeckungen oder fehleinschätzungen werden klar. wer zwingt dich, alle anzunehmen oder nur ja und nein dazu zu sagen? so schlecht ist die idee doch erstmal nicht, offenbar habt ihr ja sonst gar kein fangnetz, wenn es bei euch zu differenzen kommt.
also ich sehe hier wirklich einen klaren willen von mäses freundin, die beziehung zu retten, und die hoffnung von ihrer seite, er möge sich konstruktiv dran beteiligen. es mag zwar nun ein ultimatum sein, aber ich bezweifle, dass es ihr spaß macht. es wirkt für mich wie eine verzweiflungstat, sie will mäse nicht verlieren, sie will noch etwas für die beziehung tun, und wenn einem gar nix mehr einfällt, dann kommt man echt irgendwann auch auf solche ideen.
was mich noch sehr interessen würde, lieber mäse: welches bild hattest du denn von ihr, als ihr euch kennengelernt habt? was hat dich an ihr besonders fasziniert?
was sternenzauber gesagt hat, dieses BILD das man sich vom anderen macht .... sie hat es zwar nur auf mäses freundin bezogen, aber offenbar hast auch du, mäse, dir ein bild von deiner freundin gemacht und bist ebenso erschrocken und überrascht, was sich dahinter verbirgt.
mir kommt es langsam so vor, als hättet ihr euch beide irgendwie in eine projektion des anderen verliebt - in die und die eigenschaften, aber nicht der ganze mensch, denn den kennt man im prinzip gar nicht. auch du willst deine freundin anders haben als sie ist, mäse, auch du akzeptierst sie nicht als mensch der sie ist (und vice versa), und natürlich spürt sie das, und gerade auch das macht ihr angst. die verlustangst ist so unbegründet ja nicht!
vielleicht fangt ihr an diesem punkt doch mal an - den vergleich, wie ihr denkt dass der andere ist und wie er sich aber selbst empfindet. es scheinen große "wissenslücken" über den anderen zu bestehen. hier könnt ihr doch abklopfen, ob ihr euer idealbild des anderen beiseite werfen wollt und könnt und ob der "richtige" mäse und die "richtige" bella einander überhaupt lieben können und wollen.
was wäre vielleicht zum JETZIGEN zeitpunkt mit einer paartherapie, vielleicht ist sie jetzt empfänglicher dafür?
vorausgesetzt, du willst das alles überhaupt noch .... hast du dir überlegt, ist sie es dir denn jemals wert gewesen, wie gesagt, aus irgendwelchen gründen musst du dich doch damals in sie verliebt haben ...? hatte es mehr mit dem zu tun was DU sehen WOLLTEST, oder hat sie dich als mensch, als person jemals KOMPLETT fasziniert? oder eben nur facetten davon? ebenso sollte sie sich dieselben fragen stellen.
und bitte, wenn ich schreibe und ihr denkt du meine güte, was erzählt die denn da schon wieder, dann bitte dran denken: ich gehe davon aus, dass mäses freundin psychisch erkrankt ist, was ich von mir selbst auch annehme. dass es aber wirklich nicht um fesseln anlegen und schoßhündchen halten geht, sondern - leider! - tiefe gefühle vorhanden sein müssen, die eben dann eine riesige verlustangst hervorrufen, was aber auch nicht bei jedem partner automatisch der fall ist!! mir ging es nur in diesem einen fall so und der war auch, wie sternenzauber schreibt, von totalen kommunikativen missverständnissen geprägt, und die kommunikation war sowieso meistens einseitig, weil mein kerl ungern reden wollte und konnte, ich ihn dafür mit meinem redebedarf ständig erdrückt habe. es passte hier einfach nicht. und dass vieles dabei absolut UNBEWUSST und UNSTEUERBAR abläuft, dass diese ausraster aus reiner verzweiflung resultieren, dass man zutiefst traurig und unglücklich ist und, ja das stimmt, sein glück und unglück - zumindest eine zeitlang - vom geliebten partner abhängig macht. das ist natürlich falsch, muss aber erstmal ins bewusstsein dringen.
und deshalb plädiere ich dafür, dass sich beide doch nochmal zusammensetzen und aus abstand heraus miteinander reden, sobald mäse sich klargeworden ist, ob er noch gefühle für sie hat und haben will und ob sie ihm die ganze plackerei wert ist. aber dann, in jedem fall, müssen danach BEIDE an sich arbeiten, mäse du solltest dann wirklich üben, sie möglichst direkt und ehrlich über deine bedürfnisse und wünsche und was dir nicht so passt aufzuklären. und sie hat eh ne baustelle abzuarbeiten.
soviel von mir ... mal wieder ewig lang geworden, aber in gewissem sinn halte ich den thread auch für mich für recht therapeutisch =)
vlg yolanda
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