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Wie soll es weitergehen?

65 Antworten5'052 AufrufeGestartet von Katharina66 ·

#41
Hi Smilla,

warum machst du jetzt genau den falschen Schritt (meiner Meinung nach; kenne dies aber irgendwie aus meiner Beziehung).

Er nimmt seinen Mut zusammen und bereitet sich jetzt auch für dich sehbar auf eine Beziehung mit dir vor und jetzt machst du zu! Warum? Hast du jetzt Angst? Wenn du dich jetzt verschliesst, fängt er wieder an, an deine Liebe zu zweifeln und denkt, du bist dir nicht sicher.

Ich finde es stark von ihm, dass er dich in der Nacht noch angerufen hat. Ich habe das leider zu selten nach einem Streit gemacht. Bei uns liefen die streits auch immer so ab, dass wir uns nachher nur noch gegenseitig verletzt haben. Da kam echt alles raus. Danach merkt man dann erst, was man überhaupt gesagt hat. Es ist auch nicht gut, die Aggressionen am Partner rauszulassen. Er kann ja schließlich nichts dafür. Aber er denkt vielleicht, dass es mit seine Schuld ist. War bei mir auch so. Ich dachte auch immer, ich bin Schuld, dass es ihr schlecht geht (sie hat oft gesagt, dass sie jetzt wegen mir heulen würde und ich Schuld sei, dass es ihr schlecht geht. Aber ich fand nicht, dass es an mir lag, wenn sie anderweitig Probleme hatte. Und es ist natürlich schwer, wenn man vom Partner (so war es bei mir) als Punching Ball benutzt wird. Da dachte ich mir immer. Was ist, wenn sie mal glücklich ist (also auf lange Sicht gesehen)? Braucht sie mich dann überhaupt noch.

Wichtig ist immer, dass man meist selber Schuld dran hat, das man unglücklich ist. Und nicht der Partner.Man muss sich einfach gegenseitig stärken und nicht angreifen und verletzen. Und wenn man unglücklich ist, dann strahlt man auch negative Schwingungen aus. Bei meiner Exfreundin war es so schlimm, dass sie einmal eine Heilpraktikerin zu sich eingeladen hatte, weil ihr Hund immer Krankheiten hat. Und dabei kam heraus, dass nicht der Hund der ist, der Krank ist, sonders sie ihre negativen Gedanken und Gefühle auf den Hund überträgt und dieser alles mitbekommt und aufnimmt. Und so war das bei mir auch. Wenn ich nach der Arbeit zu ihr kam und sie im Arm nehmen und Küssen woltle, war sie immer schlecht drauf und gestresst. Habe dann gemerkt, dass wenn ich länger mit ihr zusammen war, wo sie so schlecht drauf war, es mir dann auch schlecht ging und ich froh war, wenn ich da weg war um mich mit positiven Menschen zu umgeben (so war es halt bei mir; heisst nicht, dass es bei euch so ist) Ich musste mir am Telefon immer ihre Probleme anhören. Habe auch gerne versucht zu helfen. Nur meist hat sie es dann so ausgelegt, als wenn ich ihr für alles die schuld gebe, nur weil ich meinte (sie hatte probs mit ihrer Mutter): Jeder nimmt in einer Diskussion dinge anders auf. Und zu streitigkeiten gehören immer 2. Da ist sie auch ausgerastet und meinte, ich würde ihr immer für alles die Schuld geben.

Wichtig ist, das man sich gegenseitig gut tut. Und sich schöne Momente bereitet auch wenn man mal nicht so gut drauf ist.

Kennst du den Spruch: Liebe hält ewig, solange wir uns um sie bemühen.

Mir hat es persönlich immer Angst gemacht, wenn ich mit bekommen habe, das sich meine Ex mit jedem ihrer Freunde verkracht hat und immer meinte, sie wäre im Recht.

Klingt alles was vewirrend. Du musst ihm einfach zeigen, dass du dein Leben in den Griff hast und ihn benötigst, weil du ihn liebst und nicht, weil du Probleme hast und nur nicht alleine da stehen willst. So kommt es mir nämlich immer vor.

Alles liebe

beam

#42
Erstmal vielen Dank Euch beiden für Eure nötigen und guten postings! Was würde ich ohne Euch tun?

@CT: Ja, Du zeigst mir mal wieder den einzigen gangbaren Weg - habe aber immer noch die Eskalation so in den Knochen (er wahrscheinlich auch), daß ich erstmal nicht anrufen will. Ich habe auf seine SMS geantwortet, habe ihm vorhin eine geschickt (m. ganz belanglosem Inhalt...hoffe ich!) und zu mehr fehlt mir momentan der Mut. Trau seiner Äußerung ja auch nicht so, daß ich mich darauf jetzt verlassen will. Müssen erstmal wieder auf eine lockere, entspannte Ebene und dann mal schauen. Aber die weitere Aktivität will ich lieber ihm überlassen. Vielleicht bereut er schon, was er gesagt hat? Vielleicht würde er heute Abstriche machen und die Hälfte zurücknehmen?

Ja, ich weiß, nicht grübeln! Und ich werde versuchen, wieder optimistisch und humorvoll zu sein, wenn ich mich nicht mehr wie ein angeschossenes Reh fühle. Oh, der Vergleich hinkt! Bin erschöpft nach ner heftigen Schlacht, und da war ich wahrhaftig nicht das Reh...

Vielen Dank, daß Du trotz Zeitmangel geschrieben hast!!

@beam: Auch Du hast Recht! Aber nein, ich war nicht kalt und hab ihn zurückgewiesen oder so, ich war nur ganz verunsichert, und dann haben wir uns friedlich verabschiedet und heute friedlich belanglos gesimst.

Ob ich Angst habe und deshalb so reagiert habe... Ich war so überrascht! Es war wieder mal so ein grauenvoller, zerfleischender Kampf und ich schrieb ja schon, was wir beide da als baldiges Ende befürchten, wenn sowas nochmal passiert..

Da rechne ich mit allem, aber doch nicht damit, daß sowas kommt.

Außerdem hat er nicht gesagt, daß er mich liebt, wortwörtlich, sondern es ging darum, daß er mich vorher angebrüllt hatte, daß zwischen uns ja wohl auch gefühlsmäßig ein Gefälle besteht...und das hat er dann im nächtlichen Telefonat zurückgenommen und sich mühsam rausgewürgt, daß wohl das Gegenteil der Fall ist. So hat er es nicht gesagt, aber ich kriege die Formulierung nicht mehr zusammen. Für Frauen, die die drei Worte hören wollen, oder die zweifeln, wäre es sehr drumherum formuliert.

Für mich, die ich ihn 5 Jahre kenne und vom Gegenteil mehr überzeugt war, hats gereicht, mir die Sprache zu verschlagen. Und dann kam gleich noch hinterher (so nach dem Motto, Angriff, vorwärts mit Gebrüll oder so ähnlich) das mit der gem. Zukunft, weiß auch nicht mehr, wie das wortwörtlich war.

Ist doch verständlich, daß ich erstmal meine, meine Lampe reden zu hören, oder? Ich meine, es geht immer mehr kaputt, wir haben beide Angst vor dem nächsten extremen Krach, weil wir sicher sind, dann ist alles zu spät, das schlimme passiert auch noch, der Krach ist da - und da schlägt er den entgegengesetzten Weg ein.

Ist doch nachvollziehbar, daß ich erstmal skeptisch bin, oder? Werde aber versuchen, mich jetzt nicht wieder von schwachen Selbstwertgefühlen, die wieder hochschwappen könnten, ins Bockshorn jagen zu lassen. Das versprech ich Dir! ich will es ihm nicht noch schwerer machen! Ich will ja den Teufelskreis durchbrechen. Und wenn er sogar mitmacht...

Ich denke, soweit es geht, locker bleiben und wieder Frieden einkehren lassen, ist momentan das beste.

Und vielleicht ist es ja so, daß er jetzt - womit ich nicht gerechnet habe - feststellt, daß es so nicht mehr geht und eine andere Strategie startet. Frage mich zwar, wo da auf einmal sein Mut herkommen soll...beam, was meinst Du dazu?

...aber CalvinsTiger sagt mir ja immer, ich soll nicht soviel nachdenken. Vielleicht hat er ja an dieser Stelle auch Recht damit.

Erstmal danke ich Euch beiden für Eure Geduld! Weiß, ich bin ein schwieriges Mädchen. Wär sehr lieb, wenn Ihr mir weiter zur Seite steht! Werde versuchen, mich zu revanchieren.

Und beam, ich wünsche Euch, daß Euer Teufelskreis zum Teufel geht! Und daß ihr zusammen einen Weg findet! Wenn man mit so einer Struktur, wie ich sie habe und wie sie offenbar Deine Ex ähnlich hat, einen Mann, den man liebt, nicht vertreibt, dann muß man daraus was machen! Ganz viel Glück und Zuversicht wünsch ich Dir.

An Euch und alle anderen hier erstmal alles Liebe!

Smilla

#43
Liebe Smilla,

ich bin verwirrt und gebe das gerne zu. Dein jetztiger Post relativiert wieder alles, was vorher da stand. Ich will Dir keinen Vorwurf machen.

Aber bis eben als ich deinen 2.Post las dachte ich, oh je, jetzt hat sie sich die Jahre daran gewöhnt und selbst Angst vor der Beziehung. Wahrscheinlich weicht sie deshalb zurück und traut sich nicht mehr. Ich war sogar soweit zu denken, dass dir es vielleicht auch gar nicht so unrecht ist, weil auch du in dieser Geschichte "ungebunden" bist.

Jetzt lese ich aber, dass dies gar nicht so eindeutig von seiner Seite kam und nur unter Druck aus sich heraus preßte. Was ist nun die Wirklichkeit? Veränderst du durch dein (Wunsch-)Denken die Wahrheit. Warum bist du belanglos, wenn es um deinen Seelenfrieden geht?

Ich habe verstanden, dass du viel gegeben hast und sein Problem haben wir auch abgesteckt, doch es wird nicht einfacher, wenn ihr die SChritte, die ihr aufeinander zugeht in den nächsten Augenblicken rückgängig macht. Das wenn ihr aufeinander zu geht belanglos oder im Streit seid. Das wird nie zum gewünschten Ziel führen.

Hat er auf deine SMS reagiert?

Ich bitte Dich nicht deine Bedenken über Bord zu werfen, aber etwas weniger Angst stünde Dir gut zu Gesicht.

Lieben Gruß

La_Penna

#44
Hallo, La_Penna!

Nein, es kam von ihm und herausgepreßt wars auch nicht. Er hat nachts nochmal angerufen und wollte wissen, wies mir geht. Und mir ging es schlecht, weil wir wieder einen heftigen Kampf hatten und ich den diesmal auch noch verursacht habe, was sonst eher seine "Aufgabe" ist.

Er hat dann einfach Bezug genommen auf Äußerungen von sich und von mir, und mir dann eben gesagt, daß er vieles so nicht meinte, und dann eben etwas unbeholfen gesagt, daß er mein Gefühl erwidert. Das war in dem Moment nicht mißzuverstehen. Und es hat mich selbstverständlich geplättet, zumal wir normalerweise ein paar Tage und belangloses Geplänkel brauchen, bevor wir überhaupt wieder über einen Streit reden können, geschweige denn, liebevoll zum anderen sein können. Und schon gar nicht ist es seine Art, dafür seine zwei besten Freunde 20 Min. allein in der Kneipe sitzen zu lassen, um mit mir draußen zu telefonieren. Es muß ihn also sehr dazu gedrängt haben, sonst macht er sowas nicht.

Auch die SMS' am Sonntag kamen von ihm, ich habe erst abends geantwortet. Und er schickte dann direkt eine, auf die ich vorhin reagiert habe.

Und darauf hat er dann nochmal geantwortet. Das war aber belanglos, da ging es nicht um den Streit oder das Gespräch danach.

Ja, klar würde mir weniger Angst gut zu Gesicht stehen! Aber ich glaube, keine sensible Frau, die diese Jahre hinter sich hat, ist angstfrei und fällt bei Bekenntnissen wie den seinen in Jubel aus.

Ich weiß jetzt, daß er auch sehr viel für mich empfindet.

Was er, wie er meint, mir die ganzen Jahre durch sein Handeln schon gezeigt hat. Das habe ich so nicht gesehen.

Aber was die Zukunft angeht: Was weiß ich denn jetzt, was er sich für eine gemeinsame vorstellt? Wir müssen uns da doch erstmal einigen auf eine Spielart, mit der wir beide klarkommen! Da ist doch noch gar nichts besprochen.

Also freue ich mich, daß er soviel Mut zusammen genommen hat, und daß eben gerade ohne jeden Druck von mir, aber warte skeptisch ab, wies weitergeht.

Das ist doch nachvollziehbar, oder?

#45
...Ach, jetzt weiß ich, was Du mit "Rausgepreßt" meinst. Weil ich geschrieben habe, er hat es sich "rausgewürgt"?

Okay, dann versuche ich noch kurz zu erklären, was ich damit meine. Er fragte ganz lieb, wies mir geht, und sagte, es täte ihm so leid, und er habe vieles ja nicht so gemeint, und ich ja wohl auch nicht. Dann hat er herumgedruckst, und man merkte, es fällt ihm schwer, was auszusprechen. Und dann hat er, auf etwas umständliche Art, gesagt, daß unsere Gefühle füreinander sich decken, so in etwa. Und sofort danach kam das mit der gemeinsamen Zukunft, die er sich sehr wohl vorstellen kann oder so ähnlich.

Darauf hab ich dann nichts gesagt...und dann haben wir noch kurz übers Kind gesprochen, ob sie was mitbekommen hat oder so..und dann hat er mir eine gute Nacht gewünscht.

Hoffe, Du kannst meine postings jetzt besser einordnen.

#46
Hallo Smilla!

Wollte mal wieder nachfragen wie es dir so geht? Scheint ja, als würde er mit einem male merken, dass es an der Zeit ist, sich zu ändern.. Das freut mich sehr für dich. Wünsche euch beiden, dass ihr es schafft, auch wenn es vielleicht noch etwas Zeit braucht. Denn von jetzt auf gleich kann sich ja kein Mensch dauerfristig ändern. Aber ich finde, er macht doch schon sehr viele Fortschritte.

Ich an deiner Stelle würde auf ihn aber jetzt auch noch ein paar Schritte mehr zugehen, damit er merkt, dass du seine Wandlung bemerkt hast. Aber zuviele Schritte dürfen es dann auch wieder nicht sein, nicht dass er sich wieder "zu geliebt" fühlt.. nicht so einfach die Situation. Aber ich bin mir sicher ihr werdet es schaffen. Ich denk an dich und wünsche dir viel Kraft und Stärke!

Bis bald, Laura!

#47
Hallo, Laura!

Ja, gerade kam wieder eigenmotiviert eine liebe SMS, so langsam ist es fast unheimlich. Aber ich wäre ja nicht ich, wenn mich mein gesunder Pessimismus nicht vor Höhenflügen schützen würde.

Außerdem, ich schrieb es ja schon oben: Der eigentliche Knackpunkt kommt ja noch, wenn der Zeitpunkt kommt, ein sachliches grundsätzliches Gespräch über Zukunftsvorstellungen zu führen.

Viele finden das jetzt vielleicht total verkopft, aber ein Mann mit solchen Bindungsängsten, der immer radikal abwehrt, Verantwortung zu übernehmen, der wird nicht auf einmal das Maß an Bindung zulassen, das ich mir vorstelle. Oder die Art an Bindung. Das Vertrackte ist ja, daß es in so vielen Bereichen schon wie ne normale Beziehung funktioniert, und da muß sich auch nichts ändern...verwirrend, ich weiß!

Ich bin da schon sehr offen für Experimente (außer, was Treue angeht), brauche nicht die innige Standardbeziehung, wo man immer alles gemeinsam macht und immer für alle erkennbar ganz fest zusammengehört und sich nur noch im Plural ausdrückt. Ich kann schon viel Freiheit lassen, aber er muß sich trotzdem mit allen Konsequenzen zu uns beiden bekennen, uns mehr in andere Bereiche seines Lebens einbeziehen, als er das jetzt tut. Und dafür muß er ein gewaltiges Maß an Ängsten überwinden. Und das seh ich ehrlich gesagt noch nicht kommen.

Und da hilft dann auch die größte Liebe, der schönste Sex und das fröhlichste Miteinanderlachen nicht mehr weiter. Das habe ich leider schon lernen müssen.

Egal. Erstmal freu ich mich ganz vorsichtig und bleibe wachsam.

-- Du denkst vielleicht, ich hatte mit mir selbst zuviel zu tun, um mich nochmal zu melden. Aber ich hatte es ja schon gemailt, was die anderen gepostet haben: Ich wußte einfach nicht mehr, was schreiben. Und ich denke, die letzten postings sind im Mutmachen sehr gelungen. Besser hätte ich es wirklich nicht schreiben können.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und ein gesundes Maß an Egoismus, und daß Du Dich selbst mit Freude wiederfindest als Lebensmittelpunkt. Das wird natürlich dauern, und die Zeit bis dahin ist hart. Aber die anderen haben schon Recht: Erst, wenn Du ganz nah bei Dir bist und Dich sehr liebhast und wahrnimmst, klappt es auch mit dem anderen richtig gut. Sonst ist das Ungleichgewicht vorprogrammiert und eine Abhängigkeit viel schneller möglich. Habe ich hart lernen müssen, und muß immer noch jede Woche drum kämpfen, daß ich mehr bei mir bleibe und nicht zuviel zum anderen schaue. Merkt man sicher den postings auch an.

Und an dem Punkt hat CalvinsTiger mir sehr geholfen.

Und beam hat mir geholfen, meinen Männe richtig oder besser einzuschätzen, und die Wirkung meines Verhaltens. Vieles sieht man beim anderen einfach nicht.

Und die Mädels, Du eingeschlossen, haben mir die Augen für meine Unsicherheiten und Zweifel geöffnet.

So war jedes posting sehr wertvoll.

Und auch wenns jetzt gerade gutgeht, wird es sicher nicht dabei bleiben. Dafür ist alles noch viel zu unsicher.

Aber ich bin froh und dankbar für die Hilfe.

Und Dir bringt vielleicht das ein oder andere posting hier in meinem thread auch was, zumindest CalvinTigers Einträge sind von der Situation her vielleicht auch auf Dich anwendbar...

Sei positiv, glaub an Dich und hab Dich lieb! Und ich hoffe, daß es bald aufwärts geht.

Heute abend allen hier alles Liebe und eine möglichst gute Nacht,

Smilla

#48
So, liebe Smilla, nach soviel Rat und Hilfe in meinem, jetzt die versprochene Reaktion von mir auf deinen Thread:

Diese eigenmotiviert lieben Worte von seiner Seite sind (aus meiner Sicht) schon eine Menge wert und etwas, das sich, so hoffe ich für dich, ausbauen lässt.

Msn setzt die Maßstäbe einfach anders, unter solchen Umständen, als in einer "normalen" Beziehung, das ist mir zumindest aufgefallen. Während andere Bez. scheitern, weil die "berühmten 3 Worte" nicht gefallen sind, ist es für mich schon enorm viel wert, annährend ein Gefühl von Liebe vermittelt zu bekommen. Geht's dir auch so? Wahrscheinlich schon, oder?

Ich habe meinem "Freund" (in Zukunft werde ich von D. sprechen) schon einmal einen Brief geschrieben, in dem ich ihn bat, sich mit der Frage auseinanderzusetzen, was er für mich empfinde und genauer zu definieren, ob das nun unter "ich hab dich lieb", "ich bin verliebt" oder "ich liebe dich" fällt.

Zurück kam, dass er vor diesen Frage ziemlich hilflos dastehe, sich bewusst sei (zu) vieles im Leben von seinem persönlichen Erfolg abhängig zu machen (so nach dem Motto:"Ich bin es nur was wert, wenn ich diese Klausur bestehe!", vereinfacht ausgedrückt), er sich nichts sehnlicher wünsche, als eine Zukunft zu finden, die ihn (+ Partnerin) ausgeglichen und zufrieden macht, ich sei ein wichtiger Teil in seinem Leben und die mit mir verbrachte Zeit mache ihn ausgeglichen und glücklich, aber er frage sich immer wieder, was er mir bieten könne. Gefühlsmäßig sei es mehr als das, was er für seine beste Freundin empfindet. Er ordnete es zwischen verliebt sein und Liebe ein.

Obwohl er also keine klare Definition vorgenommen hat, haben mir diese Worte (genau vor zwei Monaten geschrieben) damals so unheimlich viel bedeutet. Ich habe es ihm (zumal ich selber weiß, wie schwer es ist, in einer Depression steckend, Gefühle auszudrücken) sehr hoch angerechnet, dass er diese Zeilen schrieb (und tue das auch heute noch). Ich muss zugeben, ich hatte zum Teil schon wieder vergessen, wieviel bedeutendes in diesen Zeil ausgesagt wird.

Bei uns ist es auch so, dass wir die miteinander verbrachte Zeit fast schon wie in einer Beziehung leben (bis auf Sex/Intimität). Es ist sogar folgendes passiert: Bei seinem letzten Besuch hier haben uns Bekannte gefragt: "Na und ihr Turteltäubchen habt wieder zueinander gefunden?". Ich guck ihn an, er wirft einen Blick auf mich, ich sage "Na, dann antworte mal!" und er sagt "Nicht so richtig"

Aber, ich habe auch genau dieselben Bedenken wie du: Das größte Glück, das wir zusammen erleben, reicht eben auf Dauer nicht. Ich brauche das Gefühl, mehr in sein Leben integriert zu sein, auch und gerade, wenn wir die Zeit nicht zusammen verbringen (können). Dass er das tun will, sagt er öfter, aber man sieht davon halt so wenig, vor allem, wenn dann mal einfach wochenlang gar nix kommt.

Was Treue angeht vertraue ich ihm allerdings (auch) voll und ganz: Solange er zu einer Beziehung mit mir nicht bereit ist, wird er es zu gar keiner sein!

Vielleicht hätte ich mit dem, was ich von ihm bekommen habe, ja auch erstmal zufrieden sein sollen, aber mir lag halt der letzte Brief trotzdem am Herzen, weil ich zeigen wollte, dass auch ich nachgedacht habe...

Vielleicht wollen sich ja auch in meinen Thread CT und beam (oder andere Männer) einbringen, um deren Gefühlseite mal ein bisschen zu durchleuchten. Hat jemand von euch Lust "Brauche dringend Meinungen" zu lesen?

Dir, Smilla, wünsche ich jedenfalls, dass es kontinuierlich weiter nach vorne geht auf dem Pfad Richtung "gemeinsame Zukunft", den jetzt scheinbar auch dein Freund betreten hat.

Alles Liebe, Kimi

#49
Vielen Dank, Kimi, für Dein posting!

Und, wie ich gesehen habe, hat CT schon auf Deinen "Aufruf" reagiert - by the way: Grüße :super:

Ja, Du hast Recht mit der Einschätzung eines "Gefühlsgeständnisses". Und ich verstehe, daß S. nicht der Typ ist, der diese drei Worte leicht in den Mund nimmt. Er findet solche Dinge schnell pathetisch und theatralisch, reagiert auch sehr empfindlich auf Leute, die in der Öffentlichkeit nur aneinanderkleben, und zum großen Händchenhalter wird er nie werden! Aber damit kann ich leben. Solange er irgendwie anders die Kurve kriegt und mich / uns nicht länger verleugnet oder eben unter Zeugen ganz auf Distanz geht. Und egal, wie unbeholfen er solche Dinge äußert, sie kommen bei mir an. Wenn sich ansonsten noch was ändert, glaub ich sie ihm irgendwann sogar. Bin da im Moment noch unsicher.

Und auch D.'s Äußerung (zwischen Verliebtsein und Liebe) ordne ich so positiv ein wie Du. Bei Menschen, die sich mit Gefühlen und Gefühlsäußerungen so schwertun, ist das ne ganze Menge, und das sollte man wertschätzen. Aber natürlich gehört noch ne Menge mehr dazu, damits klappt, wie von uns beiden erörtert.

Nein, das mit dem Brief war aber trotzdem richtig. Du bist ja schließlich auch noch da, und dazu solltest Du bei aller Rücksichtnahme doch stehen dürfen.

Bei uns gibts nicht viel neues. Wir simsen fröhlich und lieb hin und her, er hält mich alle paar Std. auf dem Laufenden, wies so vorwärtsgeht (hat da ein ausgeprägtes Mitteiliungsbedürfnis momentan) und hat sich sehr über eine kleine Überraschung meiner Maus gefreut.

Die hatte nämlich letzte Woche mitgekriegt, daß er Prüfung hat, da viel Glück braucht und viel wissen muß. Da hat sie ihn jubelnd unter einer großen lachenden Sonne gemalt, als "Sieger, der alles weiß in der Prüfung." (O-Ton meiner kleinen Sonne).

Das Bild habe ich dann in die Post gegeben, bevor der Samstagskrach war. Und am Di. kam der Umschlag, und heute morgen hat er ihn aufgemacht und sich total gefreut. Hat Töchterchens Bild jetzt sogar in sein Regal gestellt, als Glücksbringer und Motivationselement (aber obs da stehen bleibt, wenn die Kumpels kommen? - das wäre für mich schon wieder son Dreh- und Angelpunkt).

Habe erst überlegt, ob ich das hier überhaupt erzähle, wg. Identifikationsmöglichkeit und so, falls er sich mal in dieses Forum verirrt. Aber ich fürchte, unsere Geschichte ist für Vertraute eh schon mehr als eindeutig identifizierbar, da ändert das auch nichts dran. (Vielleicht lösch ich den Abschnitt auch morgen wieder, wenn ich zuviel Panik entwickle).

Wir haben allerdings seit Sa. nicht tel. und uns nicht gesehen. Trau mich nicht, anzurufen und war auch seit Mo. nicht mehr an der Uni. Mal sehen, schätze, spät. Fr. sehen wir uns...dann bin ich auch hoffentlich wieder ganz entspannt.

Wünsche erstmal allen lieben Lesern einen möglichst schönen Abend!

Alles Liebe, Smilla

#50
Liebe Smilla!

Da scheinen S. + D. (wieder) eine Gemeinsamkeit zu besitzen: Auch D. ist nicht so der große "permanent Händchenhalten"-Typ. Er lässt es zwar oft zu, aber hin und wieder kommt auch: "Ne, jetzt nicht! Ist so warm... ich schwitze" oder sowas. In der Öffentlichkeit/vor Freunden hat er allerdings nicht so ein Problem damit. Er hat mich wohl aber lange von seiner Familie ferngehalten: Seine Mom hat er mir dann Ende Juni vorgestellt, den Vater ("komplizierter Mensch") kenne ich bis heute (noch) nicht. Und die Mutter weiß von mir auch nur als "eine Mitpatientin in der Klinik". Aber, das ist für mich vorerst okay. Ich habe nie verlangt, dass ich als "meine neue Freundin" vorgestellt werde (zumal ich es ja zu dem Zeitpunkt nicht mal (mehr) war). Ich wollte sie nur überhaupt mal kennenlernen.

Was muss sich denn für dich (an S.) ändern, damit du diese Unsicherheit abbauen kannst?

D.s Einordnung seiner Gefühle für mich, ist allerdings auch schon wieder zwei Monate her. Und in dieser Zeit kann doch auch (und gerade) bei Depressiven eine ganze Menge passieren. Ich WILL ja gar nicht glauben, dass eine andere im Spiel ist und tue das auch die meiste Zeit nicht, aber er lässt mich in dem Glauben, seine Gefühle sind verändert (zumal er nichts dazu bzw. dagegen sagt).

Bei euch klingt ja alles momentan ganz harmonisch - freue mich mit Dir!

Solche kleinen Aufmerksamkeiten habe ich ihm auch geschenkt (zuletzt ein Küken, hat auch ne besondere Bed.) und als ich zuletzt da war, saß dieses kleine Küken unschuldig im Regal, so dass häufig sein Blick darauf fallen musste. Ich wüsste gerne, ob es dort immer noch einen Platz hat...

Schon alleine um zu überprüfen, ob es noch da ist, würde ich ihn gerne spontan besuchen. Wenn es nur nicht immer so teuer wäre und so weit zu fahren.

Vielleicht hat er es da weggenommen, an den Rand gedrängt, so wie er es mit mir momentan macht (das Küken repräsentiert mich, die immer für ihn da ist, auch wenn sie nicht da ist).

Eine Identifizierung ist bei meiner Story galub ich auch schon möglich (zumindest für ihn selbst), aber denke nicht, dass er hier mitlesen würde.

Inzwischen habt ihr euch wahrscheinlich wieder gesehen, oder? Erzähl mal wie es dir gerade geht - würde mich sehr interessieren!

LG von Kimi

#51
Hallo...

Ja, hab mich gestern nicht gemeldet, weil wieder leichtes Chaos in mir ablief. Manchmal kann ich meine allgem. Stimmungsschwankungen nicht von der Problematik mit S. auseinanderhalten...

Also, vorgestern abend hatte er ja angerufen, und ich hatte erst Angst, daß wieder Krach kommt (war ja das erste Telefonat nach dem Samstag nacht). Wir haben beide versucht, über alles andere als uns und den Samstag zu sprechen, einfach, um miteinander wieder Boden unter die Füße zu kriegen. Es war auch sofort wieder sehr vertraut, er hat vom Lernen erzählt und seinen Ängsten, wir haben über mich und meine Freundin geredet, und dann hat er die Träume ausgeführt, die er in einer SMS schon angedeutet hatte.

Er hatte wieder von seiner Mutter geträumt, die seit 2 Jahren tot ist. Mein Vater starb vor 3 Jahren, auch ich hatte nach seinem Tod intensive Träume, und S. hat mir damit immer beigestanden, so wie ich ihm dann halt auch. Trotzdem ist es für mich immer schwer, wenn er davon erzählt, weil ich seine Eltern ja nicht kennengelernt habe, seine Mutter seine Ex immer ganz toll fand und ich irgendwie immer das Gefühl hatte, sie hätte mich nie leiden können und die "Beziehung" zw. uns nie gut geheißen. Vielleicht bild ich mir das auch ein.

Ja, jedenfalls fragte ich dann irgendwann, ob wir uns am anderen Mittag in der Uni sehen, wußte aber schon, daß er mit Sicherheit wieder mit seiner Kollegin und nem Kumpel mensen und Kaffee trinken geht. Er sagte nur, er wäre da bestimmt ungenießbar, einen Tag vor der Prüfung, er meldet sich mal.

Ja, wir sind ja früher immer mensen und Kaffee trinken gegangen, und ich habe das vor Monaten eingestellt, weil dann immer seine Freunde dazukamen, und er dann sofort so krampfig, distanziert und komisch zu mir war. Dann hat mich einer der Kumpel auch noch drauf angesprochen, daß S. ja seit Jahren Single sei und gar kein Mädel hätte...und da hab ich eben gemerkt, daß ich dieses Scheißspiel nicht mehr spielen will. So kam es dann ja zu meinem Drängen, daß er sich bald für eine feste Richtung entscheiden muß, ich kann das nicht mehr.

Und seitdem gehe ich halt auch nicht mehr zu ihm, wenn er im Unihof mit seinen Leuten sitzt, weil ich das nicht so aushalte. Und dann hab ich ihn gestern mittag da sitzen sehen, natürlich war er mit den Leuten essen und Kaffee trinken, eine halbe Stunde. Das ist kein Problem für mich, aber ich möchte nicht so ausgegrenzt und zu so künstlicher Zurückhaltung gezwungen sein.

Er hatte mich aber leider auch gesehen und danach direkt im Büro angerufen. Er hätte aber nur fünf Minuten Zeit.

Ich war schlecht drauf, weil bei mir, als ich ihn so sah, wieder so ne Klappe fiel. Ich war wieder überzeugt davon, daß er sich nie für mich entscheiden und zu mir stehen wird, daß ich jetzt ein Gespräch nach den Prüfungen abwarte, um dann zu erfahren, daß es sowieso keinen gemeinsamen Weg gibt. Und all die Hoffnungslosigkeit und Trauer ist wieder über mich hereingebrochen.

Also war ich extrem schlecht gelaunt, als er anrief. Wollte mich aber nicht auskotzen, wollte ihn schnell abwimmeln. Er bohrt natürlich nach, und ich versuche, so sachlich wie möglich, im die Situation zu erklären. Er kennt die Problematik auch, haben ja oft darüber geredet.

Er hat sich wieder furchtbar aufgeregt, hat ganz hart und harsch und verständnislos regaiert und gemeint, wir haben überhaupt keine Basis, wenn ich "meine Probleme" da nicht in den Griff kriege. Als ich gesagt habe, daß das unsere Probleme sind, die wir bereinigen müssen, und daß jetzt nicht der Zeitpunkt dafür ist, hat er gebrüllt, der Zeitpunkt käme für ihn nie, die ganze Diskutiererei hinge ihm zum Hals raus. Mir auch!!! Aber ich war so geschockt, daß ich anfing zu weinen.

Das regte ihn nur noch mehr auf. Ich sollte erstmal normal mit allem umgehen. Darauf ich:"Wie hättest Du denn reagiert, wenn ich mich einfach dazugesetzt hätte? Du wärst doch nicht nett gewesen, hättest das doch nicht gut gefunden."

Nein, er wäre ja auch aus guten Gründen verkrampft, und zwar wegen mir und meiner "Einstellungen". Was ich nicht verstanden habe, er mir aber auch nicht erklären wollte. Wir haben irgendwann aufgelegt, es war zu schrecklich. Und wieder war es wie Sa., und für mich war alles irgendwie kaputt.

Abends rief er dann nochmal an, ich wollte erst nicht rangehen. Aber ich hab gedacht, er braucht vielleict Zuspruch wg. der Klasusur heute und habe beschlossen, mich zusammenzunehmen.

Er hat nicht verstanden, warum für mich wieder alles in Frage steht. Es hätte sich seit dem netten Tel. einen Abend vorher nichts geändert. Und meine Reaktion in der Uni und die Folgen wären absolut "crazy". Aber er hat doch in der Uni am Tel jede weitere Diskussion als nutzlos erklärt? Er ist es doch, der mir alle Schuld zugeschoben hat? Und ich habe ihm in dem Telefonat schon gesagt, und wenn ich wochenlang so nett und unkompliziert wäre wie in den Tagen seit Sa., wenn ich mich überschlagen würde, die Sit. würde sich nicht ändern.

Es ist nicht allein meine Schuld, ich tue, was ich kann! Darauf hat er nur gesagt, überschlagen wäre ja auch künstlich, ich solle doch einfach ganz normal sein. Das war ich die letzten Tage aber auch. Und er hat sich nicht drauf eingelassen, daß ich sicher bin, daß sich an seinem Verhalten mir gegenüber so oder so nichts ändern würde.

Im Telefonat den Abend zuvor, dem ersten nach Sa. nacht, hatte er wieder vom Bild meiner Tochter geschwärmt und gesagt, daß er es seinem Vater zeigen will...Und dann das Telefonat am nächsten Tag in der Uni mit seinem Wutausbruch und allem, was er da gesagt hat...

Und dann gestern abend, es hätte sich nichts geändert, ich wäre "crazy".

Klar war er auch vollkommen genervt wg. der Klausur, aber versteht irgendwer meine Gefühlsschwankungen? Er hält es für Symptome meines Krankheitsbildes und sagt, mit diesen Stimmungsumschwüngen käme er nicht klar. Wenn ich ihn mit einer fremden Frau gesehen hätte, wo ich nicht sicher wäre, ob was läuft, hätte er meine Reaktion verstanden.

Darum gehts doch aber gar nicht! Wie oft habe ich ihm das schon vergeblich gesagt!

Es geht um MICH UND IHN und darum, WIE ER MIT MIR UMGEHT UND ZU MIR STEHT. Ich weiß, daß er nichts anderes hat. Seine Freunde sind auch nicht das Problem. Auch, daß er viel Zeit mit ihnen verbringt, ist okay. Mein Problem liegt woanders.

Bin ich verrückt? Reagiere ich irrational?

Kimi, CalvinsTiger, bitte sagt was dazu.

Vielen Dank und liebe Grüße!

Smilla

#52
Hey Smilla,

so, wie du es hier schreibst, kann ich deine Gefühlsschwankungen gut nachvollziehen - aber so hast du es hier geschrieben und der Vorteil dieses Forums ist ja, dass wir unser Innerstes öffnen können (weil wir uns im "wirklichen" Leben nicht kennen) - kann er das auch so verstehen? Deine Gefühlsschwankungen sind in meinen Augen Ausdruck deiner Unsicherheit im Umgang mit ihm und einer ständig wiederkehrenden Selbstverleugnung, um auf seine tatsächlichen oder vermeintlichen Interessen (nicht zu ihm gehen und hallo sagen) einzugehen, anstatt dich so zu verhalten, wie du wirklch willst - also authentisch. Du ärgerst dich darüber und über die Unsicherheit der Situation und lässt sie dann wieder raus - und das bei euch beiden wohl in den immer gleichen Bahnen....

Die Frage ist also, wie aus diesen Bahnen herauskommen? Ich weiß die Antwort leider nicht - nur, wenn die Uni bestanden ist, gibt es diese Bahnen in der Form nicht mehr. Ihr scheint mir beide sehr dünnhäutig zu sein, nur dass ihn eure Auseinandersetzungen wohl nicht so mitnehmen wie dich (ich bin auch der Meinung, dass es zu guten Freundschaften gehört, sich gut und konstruktiv streiten zu können - ohne dass das negativ in die Beziehung mit einfließen muss).

Und dann ist da natürlich auch das Pech, im falschen Moment zu reden - das muss er vielleicht auch verstehen, dass du dich erst sortieren musst, bevor er nachboren darf - ich denke, es ist sehr unglücklich gelaufen (und sieht für ihn vielleicht "crazy" aus.

Das Gute ist, dass er so kontinuierlich zu dir hält und dir doch deutlich zeigt, dass er sehr an dir hängt (wenn nicht gar viel, viel mehr) - das ist die wirklich gute Nachricht, die in deinem Posting steckt!!

Wünsche dir alles Gute,

liebe Grüße

CalvinsTiger

#53
Danke, CT, für Deine Antwort.

Ich weiß, daß ich mich auf meine Stärke besinnen muß. Und daß ich ihn und die Situation nie werde ändern können. Ich kann höchstens meinen Teil dazu beitragen, daß die Möglichkeiten wachsen.

Aber es geht schon so lange...ich hab einfach das Gefühl, daß ich wirklich so nicht mehr lange kann..ich bin leergelaufen, meine Energie ist versiegt, Und immer wieder poitive Zeichen sehen und hoffen und enttäuscht werden..das zermürbt.

Warum versteht er nicht, daß alles besser ist als das? Außer mich zu trennen, denken zu müssen es hätte noch eine Chane gegeben und zu ihm zurückzugehen. Das finde ich noch schlimmer als das Jetzt. Deshalb hantier ich weiter. Warum ist das alles so schwer? Warum muß ich immer mit meiner Traurigkeit kämpfen in letzter Zeit? Kämpfen hat doch nur einen Sinn, wenn ich mich nicht dauernd unterkriegen lasse...

Fürchte, das ist der abendliche Durchhänger. Werde mich morgen früh zur optimistischen Lebenseinstellung zwingen.

Danke für Dein Verständnis, CT. Es tut wirklich gut, daß Du mir so beistehst.

Hoffe, Du bist weiter für mich da. Du Armer.

Gute Nacht!

#54
Hey Smilla,

ich verstehe dich gut - irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem klar ist: es geht nicht mehr und man die Entscheidung auch gegen eine Beziehung treffen muss - gut, wenn man sich vorher schon klar ist, wann das geschieht, wann die Grenze erreicht ist. Ich glaube, du musst dir diese Grenze auch ziehen und dir sagen, ab da gehts nicht mehr, wenn das und das erreicht ist (einigermaßen stabil oder endgültig) - das kann auch ganz einfach eine zeitliche Grenze sein, denn so, wie du schreibst, kann es bei euch nicht weitergehen - es kostet zu viel Kraft und gibt zu wenig. Nur, wenn du den Punkt für dich erreicht hast, dass es nicht mehr geht, dann solltest du ihn auch konsequent durchziehen, denn sonst entstehen eine Menge Situationen, die unendlich verletzbar sind und machen - dann musst du auch zu der Entscheidung innerlich stehen können, auch wenn ein Rest Unsicherheit bleibt (letztlich gilt das für beide Entscheidungen - Pro und Kontra). Überlege dir, wie die Situation für dich aussehen muss, damit du gut mit ihm zusammenleben kannst - wie du und wie er dafür sein müssen - dann kannst du dir überlegen, wo die Schmerzgrenzen sitzen und dann kannst du vielleicht die o.g. Grenze ziehen - wenn das ein Weg für dich ist!

Viel Erfolg dabei,

Calvinstiger

#55
Liebe Smilla!

Es tut mir leid, dass ich mich noch nicht früher zu Wort gemeldet habe, aber diesmal weiß ich nicht so recht, ob es mir gelingen wird, dir eine Hilfe zu sein.

Ich kann mich im Großen und Ganzen CT nur anschließen: Für dich eine Schmerzgrenze ziehen, die den Endpunkt deiner Energie signalisiert, den Punkt, an dem dein Akku leer und nicht wieder neu ladbar ist. Ich denke, du wirst selben spüren, dass du an den Punkt kommst und wann du ihn erreicht hast. Und CT hat auch Recht damit, dass du dann konsequent an dieser gesetzten Grenze festhalten müsstest. Und ich glaube, genau da liegt die Schwierigkeit: Etwas aufgeben zu müssen, für das man so lange gekämpf und das man so lange zu erreichen gehofft hat, wird verdammt weh tun!

Ich selbst hatte mir vorgenommen, dieses Mal definitiv eine Reaktion von ihm abzuwarten und ihn nie wieder überraschend besuchen zu fahren (und jetzt ziehe ich in Erwägung, genau das wieder zu tun). Soviel zum Thema Konsequenz!

Und dann kämpfen in mir ständig Hoffnung, dass es einen gemeinsamen Weg für uns gibt und der Wunsch, ihn ein für alle mal loslassen zu können gegeneinander an und noch ist ungewiss, wer von beiden am Ende die Oberhand haben wird!

Du hast diesen inneren Kampf nun schon weitaus länger gefochten als ich. Ist es da nicht völlig verständlich, dass sich auch die Traurigkeit darüber, dass dieser Kampf nicht den gewünschten Erfolg hat, einmal (oder merhfach) Bahn bricht? Wie du ja selbst sagst: es zermürbt! Wenn man nur Gewissheit hätte, dass es sich lohnen wird. Dann wäre wohl alles einfacher zu ertragen...

Ich wünsche dir die Kraft, so lange weiter zu kämpfen, wie du es zu können glaubst und die Weisheit zu sehen, wenn deine Grenze erreicht ist und drücke dich mal :trost: :schmatz:

Deine Kimi

P.S.: Bei mir ist es übrigens meist gegen Abend etwas besser, was die Stimmungslage betrifft. Dafür kann ich es morgens nur schwer ertragen, allein aufzuwachen und schon mit einem Gefühl von Hoffnungslosigkeit in den Tag zu starten.

#56
Hallo.

Danke Euch beiden.

Ja, eben wg. d. Konsequenz habe ich ja die letzten Moante so durchgehalten: Ich habe schon zwei, dreimal versucht zu gehen, nach dem Tod meines Vaters haben wir uns sechs Monate nicht gesprochen - und trotzdem ging es immer wieder los. Und das will ich mir nicht mehr antun.

Aber es löst sich gerade alles selbst auf. Ich bin komplett ins Loch gefallen. Will das hier nicht vertiefen, ist nicht das Thema zum Öffentlich machen. Aber ich bin wirklich am Ende.

Viel vorgekommen ist nicht; die Klausur war um 6, halb 7 gestern vorbei, er meldete sich nicht, da hab ich dann um 7, halb 8 angerufen, weil ich wissen wollte, wies war. Er war sehr kühl, meinte, er wäre total übermüdet und vollkommen kaputt, und müßte jetzt noch mit dem Zug zum Dad, weil im Heimatort wieder Feuerwerk war. Das hat sich wohl die family immer komplett angeguckt, und wo die Mama tot ist, macht ers halt mit seinem Vater..war darüber aber ziemlich genervt. Mehr hat er nicht gesagt. Ich hab ihm dann noch nen lieben Gute-Nacht-Gruß gesimst, der unbeantwortet blieb. Was sehr untypisch ist.

Heute um 11 kam dann ne kühle SMS, angefangen mit "Morgen." Wo er sich sonst immer aufregt, daß sowas unhöflich sei...und mailte nur, vom Feuerwerk hätte er nicht viel gesehen, dafür gut geschlafen und jetzt wär wieder Streß, müßte zur Hochzeit nach L. (Stadt, die 2, 3 Std entfernt ist). Er hatte mir vor Wochen lang und breit erzählt, daß einer seiner engsten Jugendfreunde heiratet im August, und daß er da hinmüsse. obwohl er Hochzeiten nicht ausstehen kann.

Nein, daß ich mitkomme oder so, stand nicht zur Debatte, falls ihr das denkt. Wenn er das eingeplant hätte, hätte ich mir ja gar keine Gedanken mehr machen müssen.

Ich war jetzt nur total überfahren, weil er mir davon am Fr. oder vorher nichts gesagt hat, daß das an diesem Wochenende stattfindet. Hab dann per SMS nachgefragt, ob das die Hochzeit seines Kumpels ist, warum das in L. ist und nicht in der Heimat der beiden, und daß es schon nett wäre, wenn er ein bißchen freundlicher simsen würde, ich hab mich da ja am Vorabend ja auch bemüht.

Wußte da schon, daß ich keine Antwort mehr kriege. Nicht, weil ich über meine SMS nachgedacht hätte und die zu vorwurfsvoll fand, sondern vorher schon, instinktiv. Das nicht zurücksimsen am Abend und die extrem kalte SMS heute stehen im totalen Gegensatz zu den SMS#en der letzten Tage. Ich spür das ja, bin ja nicht doof.

Und jetzt melde ich mich nicht mehr, er sich mit Sicherheit auch nicht. Und ich weiß, daß es in ihm einen gefühlmäßigen Erdrutsch gegeben hat. Er hat sich wohl bis zur Prüfung mit der extrem lieben Art in den Telefonaten und in den SMS nur zusammengenommen, und jetzt kommt die Wahrheit ans Licht. Dazu muß auch niemand mehr was sagen. Da gibts nicht mehr zu sagen.

Mein Problem ist nur, daß ich mich für halbwegs stabil gehalten habe. Und es nicht bin. Und er der einzige Mensch war, der in den letzten Monaten in solchen Krisen noch für mich da war. Meine beste Freundin hat selbst Probleme, die belaste ich damit nicht mehr. D.H. ich hab die gleiche Krise wie vorher, nur bin ich diesmal wirklich allein. Und ich will auch nicht zur Therapeutin. Oder irgendwo anrufen. ich habe so lange gekämpft, und das hat für mich (und meine Tochter) nur verlängertes Leid bedeutet.

Jetzt hab ich genug gejammert. Ich danke Euch für Eure Hilfe. Es lag nicht an Euren Ratschlägen, daß es nicht funktioniert hat. Es lag an mir.

Normalerweise habe ich ihn angerufen, wenn alles über mir zusammenfiel. Das kann ich jetzt nicht mehr. Mein instinkt sagt mir, daß er ab jetzt nicht mehr für mich da ist.

Habe heute mehrmals geguckt, ob ihr gerade online seid. Hätte dann ne pn geschickt.

hat aber nicht hingehauen.

Ich wünsche Euch beiden (ja, CT, mich würde auch interessieren, warum es Dir heute schlechter geht, Du weißt ja, daß ich mich längst revanchieren wollte)

eine bessere Nacht und ein besseres Aufwachen, als ich es haben werde.

Möchte am liebsten nicht mehr aufwachen.

Paßt gut auf Euch auf!

Alles Liebe, Smilla

#57
Hey Smilla!

Kopf hoch - ich glaube nicht, dass alles an dir lag - wirklich nicht. Aber wenn du das Gefühl hast, dass es geklärt ist, dann kannst du dich auf deinen wirklich eigenen Weg machen - das hat auch viel Gutes!!! So, wie du es beschrieben hast, liegt viel in allem, was zwischen euch war und an ihm! Ich denke, von Schuld kann man in solcherleich Fragen kaum sprechen - also suche sie auf keinen Fall bei dir!!!

Ich bin ziemlich motzig und schlecht drauf heute, weil ich einer sehr guten Freundin, die aktuell von ihrem Freund sitzen gelassen wird und darunter heftigst leidet (willkommen im Club) nich in dem Maße helfen konnte, wie ich gern würde - weil man manchmal merkt, dass wenn eben solche Bänder zerreißen oder beschädigt sind, auch die richtige Intuition, das unausprechliche Einfühlungsvermögen für den anderen nachlässt - auch wenn es gebraucht wird. Das tut weh - außerdem habe ich mich von der Niedergeschlagenheit zu sehr anstecken lassen!

Ist aber insgesamt für mich nichts Schlimmes!!

Smilla, ich wünsche dir das Beste - die Oma eines Freundes von mir sagte immer: Wirst schon noch sehen, wofür es gut gewesen ist!!

Alles wird gut!!

Calvinstiger

#58
Liebe Smilla!

Bitte, versuche dich nicht zu sehr damit zu beschäftigen, die Schuld für das Scheitern in dieser Art und Weise zu suchen. Vor allem, wenn du sie bei dir suchst, bringt dich das gerade gar nicht weiter (und wirkt sich im ungünstigsten Fall auf deine Tochter aus; Kinder ja sehr sensibel). Ich möchte mich hier mal wieder CT anschließen: Sofern man überhaupt irgendwo von Schuld sprechen kann, dann trifft sie mindestens zu gleichen Teilen ihn wie dich.

Prinzipiell handelt keine Mensch, ohne dafür ein bestimmtes Motiv zu haben und das ist meistens (aus dessen Sicht), das Beste was er tun konnte (zumindest für den Moment). Es liegt also gar nichts "an dir"!

Du hast dein bestes gegeben und bist gescheitert (in dem Sinne, nicht das erreicht zu haben, was du dir gewünscht hättest). Er hat vielleicht das selbe gewollt (sein bestes geben) und hat jetzt realisiert, (wieder) gescheitert zu sein (----> gefühlsmäßiger Erdrutsch). Ich würde es (noch) nicht so endgültig abschreiben, wie du es tust: Sicherlich einerseits ist es für dich sehr gut, wenn du anfängst, nur noch an dich (und dein Kind) zu denken, deinen Weg alleine zu gehen, aber vielleicht schafft er es diesen "Erdrutsch" aufzuhalten bzw. dieser geht vorbei und dann meldet er sich wieder bei dir?

Ich will dir darauf keine Hoffnungen machen - villeicht schreibe ich das auch (zugegeben :o ) aus purem Egoismus, weil ich doch in genau der selben Lage bin:

Bis zu den Klausuren war mein Freund lieb + nett (so lieb, dass ich -begründete- Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft hatte - wie du!), dann plötzlich wurde er kühler, hat mich oft schnell abgewimmelt, weil er Streß hätte, irgendwo hinmüsse und schließlich machte er komplett dicht, ich kam nicht mehr an ihn ran und die Funkstille trat ein.

Er hat sich wohl bis zur Prüfung mit der extrem lieben Art in den Telefonaten und in den SMS nur zusammengenommen, und jetzt kommt die Wahrheit ans Licht. Dazu muß auch niemand mehr was sagen. Da gibts nicht mehr zu sagen.
Wenn du also damit Recht hättest, könnte ich ja auch aufhören, zu hoffen (das sowieso) und Antworten von ihm zu fordern.

Beides will ich aber nicht tun, weil für mich seine AW dazu gehören um (je nachdem) entweder abschließen zu können oder eben nicht.

Ohne ihn so gut zu kennen wie du, wage ich auch einfach mal anzuzweifeln, dass du mit dem "nur zusammengenommen" Recht hast. Vielleicht hatte er auch wirklich die Hoffnung, die er mit den lieben SMS an dich weitergegeben hat in sich und der Verlauf der Klausur(en) hat dann diesen Erdrutsch ausgelöst? Sowas vermute ich nämlich bei meinem Freund, der seitdem ja wieder meint es "allen schaffen zu müssen"...

Und, ich (an deiner Stelle) hätte schon das Bedürfnis eben darüber mit S. noch einmal zu sprechen. Mir hast du doch auch dazu geraten... Natürlich musst du allein entscheiden, ob du das kannst und noch willst!

Du musst natürlich jetzt darauf nicht eingehen, wichtiger ist, erstmal dafür zu sorgen, dass es dir besser geht und dazu wünsche ich dir, dass du jeden Tag (so auch heute) eine Kleinigkeit findest, für dich sich das Aufstehen und eben jener Tag gelohnt hat (und sei sie auch noch so winzig). Mir fällt da auf Anhieb eine ganz große "Sache" ein - dein Kind! Und sie ist mit Scherheit nicht das einzige...

Viel Kraft und alles, alles Liebe :schmatz: , Kimi

#59
Smilla... wie gehts dir denn? Du warst schon lange nicht mehr online, fange an mir Gedanken zu machen.. Gehts dir gut? Ist wieder was vorgefallen? Smilla..melde dich doch einfach mal! Wir sind für dich da, du bist nicht alleine!

LG, Laura

#60
Hey Smilla!!!

Alles klar bei dir? Wär schön, was zu hören!!

Liebe Grüße,

Calvinstiger

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