Wie soll es weitergehen?
65 Antworten5'052 AufrufeGestartet von Katharina66 ·
Vielen Dank, Ihr Lieben, daß Ihr mir die Treue gehalten habt. Und bitte entschuldigt, wenn ich mich in Euren threads nicht mehr gemeldet habe. Bei Laura liegts ja schon länger dran, daß ich nicht weiß, was ich schreiben soll. Und Kimiluna, habe bei meinem letzten posting hier schon noch bei Dir mitgelesen, war aber so fertig wg. meiner Sache, daß ich den kopf absolut nicht freihatte. Mußte mich erstmal zurückziehen.
Ja, natürlich hab ich in der Nacht noch bei S. aufm Handy angerufen, aus ähnlichen Gründen, wie Du, Kimi, es auch schon geschrieben hast. Es war halt gar nix klar, ich habe nur meine Rückschlüsse gezogen aufgrund der plötzlichen und wie ich fand radikalen Veränderung seines Verhaltens. Die alte Panik hat sich wieder gemeldet und ich interpretiere ja dann immer gern, ohne ruhig nachzufragen. Jedenfalls dachte ich, er wäre abends schon wieder daheim, war aber leider nicht so. Er hat dann eine halbe Std. mit mir telefoniert, vor dem Festzelt, in dem die Hochzeit gefeiert wurde. Ich wollte direkt wieder auflegen, als ich mitbekam, daß er noch da ist, aber das war ihm dann auch nicht recht. Also haben wir versucht, das zu klären, was situationsgemäß natürlich nicht wirklich geklappt hat.
Daraufhin habe ich mich zurückgezogen, versucht, meinen Alltag auf die Reihe zu kriegen, und vom Liebeskummer-Loch nicht direkt wieder in das Schwerdepressive-was ist der Sinn meines Lebens - es wird nie wieder gut - soll ich mich umbringen? - Loch zu fallen. Das ist leider eine große Gefahr, daß das eine Leid ins andere übergeht. Zeigt natürlich, daß ich noch viel an mir arbeiten muß, und macht die Situation zusätzlich vertrackt.
Freundinnen von mir haben mir ernsthaft dazu geraten, mich nicht mehr zu melden, bis ich komplett fertig bin mit der Uni, so Oktober/November. Mir war klar, diesen Unfrieden halte ich aber noch weniger aus als alles andere, und ich bekam täglich immer weniger auf die Reihe. Also habe ich Freitag meinen ganzen Mut zusammen genommen und ihn morgens angerufen. Nur, um wieder ins Gespräch zu kommen, erstmal friedlichen Boden unter die Füße zu kriegen (wie schon so oft vorher). Er war erst total gereizt, ist auch erst beim dritten Versuch rangegangen, hat sich dann aber erstaunlich schnell beruhigt. Nach einem friedlichen Gespräch, in dem der Sa. nicht ausgespart aber auch nicht zu Tode diskutiert wurde, hat er vorgeschlagen, am nächsten Tag (Sa.) mittags mit mir ne Kleinigkeit essen zu gehen.
Da war alles fast wieder wie immer, sehr entspannt und schön. Nur, als es um den Ausflug mit meiner Tochter ging und er eine zögerliche Äußerung machte, stiegen in mir wieder Zweifel auf, so hoch wie Wolkenkratzer, und ich mußte schwer kämpfen, damit er es nicht merkt bzw. die Heftigkeit nicht mitkriegt. Klappte nicht so ganz. Ich hab ihm dann gesagt, daß ich verschiedene negative Äußerungen über uns und eine gem. Zukunft, die er im Telefonat am Abend der Hochzeit und auch schon vorher gemacht hat, daß ich die nicht mehr aus dem Kopf kriege. Und daß ich immer, wenn er zögert oder sich unsicher verhält, selber von Hoffnungslosigkeit gepackt werde, dann alles sofort in Frage stelle und nicht weiß, was ich machen soll.
Der Boden, mit ihm weiterzumachen, ist mir in dem Moment entzogen, weil ich an uns nicht mehr glaube, aber das Leben ohne ihn ist nach wie vor nichts, für daß ich mich überzeugt und vollen Herzens entscheiden kann.
Er meinte, er wäre auch zunehmend verunsichert wg. allem, was passiert ist, aber auch wg. meiner Unsicherheit und meinem daraus folgenden Verlust an Hoffnung und Zuversicht.
Das kann er nicht verstehen, daß ich dann sofort auf "Es gibt keinen Ausweg" umschalte. Ich sähe das alles wieder zu schwarz, der Kummer hätte mich wieder im Griff. Die Situation sei sehr schwierig, und er würde unter Druck in diesem Moment nichts Positives sagen, das kann er nur, wenn es freiwillig aus ihm kommt. Aber das hieße überhaupt nicht, daß wirs nicht hinkriegen. Ich sollte mehr Verständnis dafür haben, daß er auch Unsicherheiten hat, die sich nach einer Krise oder einem Krach nicht sofort in Luft auflösen.
Dann hat er abends und heute nochmal gemailt und mich gefragt, ob ich doch nochmal mit ihm mensen gehe. Keine Ahnung.
Ich bin einfach wieder innerlich in einer Krise. Ich glaube momentan kaum mehr an mich, nicht an uns, und bin pessimistisch, unsicher und unglücklich. Auf der anderen Seite fühlte es sich Sa. mittag mit ihm gut, vertraut und richtig an. Und in der Woche nach dem Telefonat bis zu meinem Anruf am Freitag fühlte sich alles furchtbar an. Konnte mich zwar ein paar Std. ablenken und da war ich nicht unglücklich, aber immer begleitete mich das Gefühl, daß jemand wesentliches in meinem Leben fehlt. Und ich hab ihn sehr vermißt. Deshalb habe ich voller Angst (hatte sogar vorher mit Durchfall und Erbrechen zu kämpfen) am Fr. angerufen. Und ich denke doch, es war richtig so. Aber der Titel dieses threads gilt weiterhin. Ich weiß nicht mehr, was richtig und falsch ist, was Sinn macht und was zwecklos ist, ob ich überhaupt noch weiter um ihn kämpfen, besser: mich bemühen soll. -- Naja, er will morgen gern mit mir mensen, ist mir aber zu rasch. Vielleicht gehts später.
Jetzt hab ich Euch wieder allle Einzelheiten um die Ohren gerieben, aber vielleicht doch nichts richtig erklärt? Ich weiß nicht. Bin auch etwas verwirrt, weil mein neuer job mich grad ein bißchen überfordert. Schreibt einfach, was Ihr denkt, damit habt Ihr mir noch immer sehr geholfen. Und Hilfe, fürchte ich, brauch ich noch lange.
Ich hoffe, Euch geht es halbwegs gut!
Alles Liebe,
Smilla
Ja, natürlich hab ich in der Nacht noch bei S. aufm Handy angerufen, aus ähnlichen Gründen, wie Du, Kimi, es auch schon geschrieben hast. Es war halt gar nix klar, ich habe nur meine Rückschlüsse gezogen aufgrund der plötzlichen und wie ich fand radikalen Veränderung seines Verhaltens. Die alte Panik hat sich wieder gemeldet und ich interpretiere ja dann immer gern, ohne ruhig nachzufragen. Jedenfalls dachte ich, er wäre abends schon wieder daheim, war aber leider nicht so. Er hat dann eine halbe Std. mit mir telefoniert, vor dem Festzelt, in dem die Hochzeit gefeiert wurde. Ich wollte direkt wieder auflegen, als ich mitbekam, daß er noch da ist, aber das war ihm dann auch nicht recht. Also haben wir versucht, das zu klären, was situationsgemäß natürlich nicht wirklich geklappt hat.
Daraufhin habe ich mich zurückgezogen, versucht, meinen Alltag auf die Reihe zu kriegen, und vom Liebeskummer-Loch nicht direkt wieder in das Schwerdepressive-was ist der Sinn meines Lebens - es wird nie wieder gut - soll ich mich umbringen? - Loch zu fallen. Das ist leider eine große Gefahr, daß das eine Leid ins andere übergeht. Zeigt natürlich, daß ich noch viel an mir arbeiten muß, und macht die Situation zusätzlich vertrackt.
Freundinnen von mir haben mir ernsthaft dazu geraten, mich nicht mehr zu melden, bis ich komplett fertig bin mit der Uni, so Oktober/November. Mir war klar, diesen Unfrieden halte ich aber noch weniger aus als alles andere, und ich bekam täglich immer weniger auf die Reihe. Also habe ich Freitag meinen ganzen Mut zusammen genommen und ihn morgens angerufen. Nur, um wieder ins Gespräch zu kommen, erstmal friedlichen Boden unter die Füße zu kriegen (wie schon so oft vorher). Er war erst total gereizt, ist auch erst beim dritten Versuch rangegangen, hat sich dann aber erstaunlich schnell beruhigt. Nach einem friedlichen Gespräch, in dem der Sa. nicht ausgespart aber auch nicht zu Tode diskutiert wurde, hat er vorgeschlagen, am nächsten Tag (Sa.) mittags mit mir ne Kleinigkeit essen zu gehen.
Da war alles fast wieder wie immer, sehr entspannt und schön. Nur, als es um den Ausflug mit meiner Tochter ging und er eine zögerliche Äußerung machte, stiegen in mir wieder Zweifel auf, so hoch wie Wolkenkratzer, und ich mußte schwer kämpfen, damit er es nicht merkt bzw. die Heftigkeit nicht mitkriegt. Klappte nicht so ganz. Ich hab ihm dann gesagt, daß ich verschiedene negative Äußerungen über uns und eine gem. Zukunft, die er im Telefonat am Abend der Hochzeit und auch schon vorher gemacht hat, daß ich die nicht mehr aus dem Kopf kriege. Und daß ich immer, wenn er zögert oder sich unsicher verhält, selber von Hoffnungslosigkeit gepackt werde, dann alles sofort in Frage stelle und nicht weiß, was ich machen soll.
Der Boden, mit ihm weiterzumachen, ist mir in dem Moment entzogen, weil ich an uns nicht mehr glaube, aber das Leben ohne ihn ist nach wie vor nichts, für daß ich mich überzeugt und vollen Herzens entscheiden kann.
Er meinte, er wäre auch zunehmend verunsichert wg. allem, was passiert ist, aber auch wg. meiner Unsicherheit und meinem daraus folgenden Verlust an Hoffnung und Zuversicht.
Das kann er nicht verstehen, daß ich dann sofort auf "Es gibt keinen Ausweg" umschalte. Ich sähe das alles wieder zu schwarz, der Kummer hätte mich wieder im Griff. Die Situation sei sehr schwierig, und er würde unter Druck in diesem Moment nichts Positives sagen, das kann er nur, wenn es freiwillig aus ihm kommt. Aber das hieße überhaupt nicht, daß wirs nicht hinkriegen. Ich sollte mehr Verständnis dafür haben, daß er auch Unsicherheiten hat, die sich nach einer Krise oder einem Krach nicht sofort in Luft auflösen.
Dann hat er abends und heute nochmal gemailt und mich gefragt, ob ich doch nochmal mit ihm mensen gehe. Keine Ahnung.
Ich bin einfach wieder innerlich in einer Krise. Ich glaube momentan kaum mehr an mich, nicht an uns, und bin pessimistisch, unsicher und unglücklich. Auf der anderen Seite fühlte es sich Sa. mittag mit ihm gut, vertraut und richtig an. Und in der Woche nach dem Telefonat bis zu meinem Anruf am Freitag fühlte sich alles furchtbar an. Konnte mich zwar ein paar Std. ablenken und da war ich nicht unglücklich, aber immer begleitete mich das Gefühl, daß jemand wesentliches in meinem Leben fehlt. Und ich hab ihn sehr vermißt. Deshalb habe ich voller Angst (hatte sogar vorher mit Durchfall und Erbrechen zu kämpfen) am Fr. angerufen. Und ich denke doch, es war richtig so. Aber der Titel dieses threads gilt weiterhin. Ich weiß nicht mehr, was richtig und falsch ist, was Sinn macht und was zwecklos ist, ob ich überhaupt noch weiter um ihn kämpfen, besser: mich bemühen soll. -- Naja, er will morgen gern mit mir mensen, ist mir aber zu rasch. Vielleicht gehts später.
Jetzt hab ich Euch wieder allle Einzelheiten um die Ohren gerieben, aber vielleicht doch nichts richtig erklärt? Ich weiß nicht. Bin auch etwas verwirrt, weil mein neuer job mich grad ein bißchen überfordert. Schreibt einfach, was Ihr denkt, damit habt Ihr mir noch immer sehr geholfen. Und Hilfe, fürchte ich, brauch ich noch lange.
Ich hoffe, Euch geht es halbwegs gut!
Alles Liebe,
Smilla
Hallo Smilla, haben ja lange nichts mehr voneinander gehört. Wie geht es Dir? Bei mir lief soweit alles ganz gut, nur im Moment habe ich Zweifel ob diese Liebe von mir hält! Denn, wir sind fast so unterschiedlich wie Tag und Nacht! Ausserdem behandelt er mich nicht wirklich mit Respekt! Er sagt immer ich kann ja gehen wenn es mir nicht gefällt. Liegt ihm denn garnichts an mir? Ist dieser Spruch nnur ein Scherz? Oder ernst? Mann, ict das alles kompliziert! Wie hast Du das bloß so lamge ausgehalten? Ich hoffe ich finde noch einen richtigen Weg für mich! Bis bald, Deine Sady
Hallo, Sady, schön, daß Du Dich nochmal meldest!
Schreib doch ruhig auch weiter in Deinem thread, wie es weitergeht. Das mit ihrer Schwangerschaftsmeldung hat sich also als Finte entpuppt?
-- Kann schwer was zum Verhalten Deines Männes sagen, müßtest Du schon was näher erläutern. So ein Spruch fällt schonmal schnell, wenn man zofft und der andere genervt ist.
-- Bei mir gibts nicht viel Neues, deshalb schreib ich auch seltener. Wir waren nicht mensen, weil wir uns aufgrund eines dämlichen Mißverständnisses verpaßt haben. Aber einen Tag später hab ich ihn besucht, obwohl es nur noch kurz hin war zur mündlichen (die ist heute) und S. eigentlich schon wieder auf Kontaktsperre und Isolationshaft eingestellt war. Er war überraschend liebevoll und zärtlich trotz seiner extremen Anspannung. Also geht die Verwirrung erstmal weiter, aber ich fürchte, bevor die Prüfungen nicht bewältigt sind, ist liebevoller Umgang das höchste, was ich erwarten kann. Klären tut sich wohl nichts, so angespannt und unter Druck, wie er ist. Man muß ihn in den nächsten Tagen schon dazu zwingen, sich ein bißchen was Gutes zu tun und zu entspannen, bevor er sich auf die nächste Prüfungsvorbereitung stürzt. Bin wirklich froh, wenn alles vorbei ist!
Obwohl es weiterhin sehr gut sein kann, daß auch für uns dann alles vorbei ist. Momentan komme ich aber besser mit liebevollem Kontakt klar als mit Abbruch des ganzen. Aber ich spüre, daß mein Toleranz-Faden jetzt nur noch an den Prüfungen hängt. Ein weiteres Jahr als merkwürdiges Anhängsel ohne wirkliche Zukunftsperspektive und doch mit weiteren Monaten / Jahren mit dem bisherigen Ablauf packe ich nicht. Und all der Pessimismus der Menschen um mich herum schlägt sich weiterhin immer intensiver auch in mir nieder.
Ich spüre viel deutlicher als früher, daß er wirklich viel für mich empfindet und momentweise ist deutlich, daß er sehr froh ist, uns in seinem Leben zu haben. Aber seine Bindungsangst und sein eigenartiger (weil in keiner Hinsicht wirklich ausgelebter) Freiheitsgedanke werden wohl auch weiterhin stärker sein als alle Gefühle für uns.
Ich weiß es nicht. Wenn ich nicht solche massiven Probleme mit mir selbst gehabt hätte und ganz viel Geduld und Langmut mit ihm und die ersten Jahre ohne die Streitereien eben über unsere Zukunft abgelaufen wären, könnte man ihn mittlerweile vielleicht überzeugen, das, was da ist, doch endlich beim Namen zu nennen und auch offen damit zu leben.
Aber was wäre wenn....diese Fragen bringen nichts. Es lief so, wie es gelaufen ist, wir beide sind, wie wir sind, und komisch ist nur, daß wir voneinander noch immer nicht die Nase voll haben und so zufrieden sind, wenn wir uns gut verstehen und zusammen sind...
Die Gefühle scheinen nicht totzukriegen zu sein. Aber die Unbeständigkeit zwischen Sehnsucht nach Nähe und Angst, zwischen Vertrauen und Mißtrauen ist es leider auch nicht.
Beam, wie gehts Dir eigentlich noch so? Muß bei dieser Thematik gerade wieder an Dich denken. Schreib doch nochmal! Freue mich natürlich auch über Meldungen von anderen. :)
Allen hier erstmal alles Gute, ganz viel Geduld, Kraft, Glaube, Liebe und Hoffnung!
Smilla
Schreib doch ruhig auch weiter in Deinem thread, wie es weitergeht. Das mit ihrer Schwangerschaftsmeldung hat sich also als Finte entpuppt?
-- Kann schwer was zum Verhalten Deines Männes sagen, müßtest Du schon was näher erläutern. So ein Spruch fällt schonmal schnell, wenn man zofft und der andere genervt ist.
-- Bei mir gibts nicht viel Neues, deshalb schreib ich auch seltener. Wir waren nicht mensen, weil wir uns aufgrund eines dämlichen Mißverständnisses verpaßt haben. Aber einen Tag später hab ich ihn besucht, obwohl es nur noch kurz hin war zur mündlichen (die ist heute) und S. eigentlich schon wieder auf Kontaktsperre und Isolationshaft eingestellt war. Er war überraschend liebevoll und zärtlich trotz seiner extremen Anspannung. Also geht die Verwirrung erstmal weiter, aber ich fürchte, bevor die Prüfungen nicht bewältigt sind, ist liebevoller Umgang das höchste, was ich erwarten kann. Klären tut sich wohl nichts, so angespannt und unter Druck, wie er ist. Man muß ihn in den nächsten Tagen schon dazu zwingen, sich ein bißchen was Gutes zu tun und zu entspannen, bevor er sich auf die nächste Prüfungsvorbereitung stürzt. Bin wirklich froh, wenn alles vorbei ist!
Obwohl es weiterhin sehr gut sein kann, daß auch für uns dann alles vorbei ist. Momentan komme ich aber besser mit liebevollem Kontakt klar als mit Abbruch des ganzen. Aber ich spüre, daß mein Toleranz-Faden jetzt nur noch an den Prüfungen hängt. Ein weiteres Jahr als merkwürdiges Anhängsel ohne wirkliche Zukunftsperspektive und doch mit weiteren Monaten / Jahren mit dem bisherigen Ablauf packe ich nicht. Und all der Pessimismus der Menschen um mich herum schlägt sich weiterhin immer intensiver auch in mir nieder.
Ich spüre viel deutlicher als früher, daß er wirklich viel für mich empfindet und momentweise ist deutlich, daß er sehr froh ist, uns in seinem Leben zu haben. Aber seine Bindungsangst und sein eigenartiger (weil in keiner Hinsicht wirklich ausgelebter) Freiheitsgedanke werden wohl auch weiterhin stärker sein als alle Gefühle für uns.
Ich weiß es nicht. Wenn ich nicht solche massiven Probleme mit mir selbst gehabt hätte und ganz viel Geduld und Langmut mit ihm und die ersten Jahre ohne die Streitereien eben über unsere Zukunft abgelaufen wären, könnte man ihn mittlerweile vielleicht überzeugen, das, was da ist, doch endlich beim Namen zu nennen und auch offen damit zu leben.
Aber was wäre wenn....diese Fragen bringen nichts. Es lief so, wie es gelaufen ist, wir beide sind, wie wir sind, und komisch ist nur, daß wir voneinander noch immer nicht die Nase voll haben und so zufrieden sind, wenn wir uns gut verstehen und zusammen sind...
Die Gefühle scheinen nicht totzukriegen zu sein. Aber die Unbeständigkeit zwischen Sehnsucht nach Nähe und Angst, zwischen Vertrauen und Mißtrauen ist es leider auch nicht.
Beam, wie gehts Dir eigentlich noch so? Muß bei dieser Thematik gerade wieder an Dich denken. Schreib doch nochmal! Freue mich natürlich auch über Meldungen von anderen. :)
Allen hier erstmal alles Gute, ganz viel Geduld, Kraft, Glaube, Liebe und Hoffnung!
Smilla
Hallo Smilla, danke für die schnelle Antwort, Ja, ich kann ja bei mir schreiben wies weitergeht. Ich würde auch gerne über e-mail mit Dir Kontakt aufnehme, geht das? Hier liest ja jeder mit :compi: . Zum Glück habe ich gute Freunde und mein Tagebuch. Ich schreibe ja schon mehrere Jahre, aber eher unregelmäßig. Und erst seit leztzem Jahr regelmäßig. Das hilft mir manchmal einige Dinge klarer zu sehen, wenn ich das alles im lesen nochmal durchlebe! Schreibst Du auch Tagebuch? Ich werde mich morgen wieder mit ihm treffen. Mal sehen was die nächste Zeit so bringt. Werde bald wieder für 14 Tage zu meiner Freundin nach Bremerhaven fahren. Werde da viel nachdenken, und er wird sehen ob ich ihm fehle. Warum ist Liebe bloß manchmal so qualvoll? Naja, ich rede mal wieder nur von mir :schief: . Hoffe es renkt sich bei Dir auch wieder alles ein! Werde mir demnächst mal Deine Seite intensiv durchlesen um auf dem neuesten Stand zu sein! Wünsche Dir auch viel Kraft, Lieben Gruß, Sady
Hey Smilla!
Ich frage mich, wie es dir gerade geht und ob du mit S. inzwischen weiter gekommen bist. Magst du dich vielleicht hier nochmal melden? Oder auch in meinem Thread oder per PN?
Ich hoffe jedenfalls, dass es dir gut geht und denke weiter an euch...
LG Kimi
Ich frage mich, wie es dir gerade geht und ob du mit S. inzwischen weiter gekommen bist. Magst du dich vielleicht hier nochmal melden? Oder auch in meinem Thread oder per PN?
Ich hoffe jedenfalls, dass es dir gut geht und denke weiter an euch...
LG Kimi
Liebe Smilla :trost:
Jetzt habe ich mich auch mal durch deinen Thread gelesen; ein wenig auch aus Neugierde, weil du bei Kimi immer so gute Postings schreibst!
Darf ich ganz offen meine Gedanken reinschreiben? Und du nimmst es nicht als Vorwurf oder so auf? Es soll nur aufzeigen, was mir jetzt als völlig Aussenstehnde auffällt, wenn man das so "in einem Zug" durchliest.
Mein Eindruck ist: er hat Bindungsängste. Aber er scheint auch ein "grosses Kind" zu sein (fehlende Verantwortung, keine klaren Zukunfts-Aussagen, studieren mit 35).
Mir scheint aber auch, er sei völlig verunsichert von dir. Er hat keine Ahnung, was als nächstes kommt, welchen Vorwurf du ihm machen wirst.
Lass es mich so sagen: wenn du keine "Vorgeschichte" hättest und psychisch völlig stark wärst; ihr hättet keine Probleme zusammen. Nein, du hast keine Schuld daran, versteh mich bitte nicht falsch. Du kannst ihm nur die Bindungsangst nicht nehmen, weil du sie selber hast!
Du möchtest nochmals ein Kind und eine Familie gründen. Aber gleichzeitig hast du Angst davor. Ich nehme an, es gab einen Vorfall mit dem Vater deines Kindes? Hast du Angst, dass es wieder passieren könnte (wie gesagt, ich weiss nicht was passiert ist)?
So gerne du eine feste "offiziele" Beziehung möchtest, sosehr wehrst du dich dagegen. Unbewusst hast du die gleiche Beziehungs- und Zukunftsangst wie S.
Darum hast du deine Panikattacken immer genau dann, wenn er sich wieder getraut und ihr es gut zusammen habt.
Liebe Smilla, ich weiss nicht was ich dir raten kann. Du kannst höchstens versuchen, deine Aengste zu erkennen und sie zu bewältigen.
Wenn ein Partner Bindungsangst hat, kann es trotzdem funktionieren. Aber wenn beide Partner Bindungsangt haben; was soll man tun?
Bitte versteh dies jetzt nicht falsch; es ist nicht deine Schuld dass ihr Probleme habt; es braucht immer zwei dazu.
Ganz ganz viel Kraft wünscht dir
Jessi
Jetzt habe ich mich auch mal durch deinen Thread gelesen; ein wenig auch aus Neugierde, weil du bei Kimi immer so gute Postings schreibst!
Darf ich ganz offen meine Gedanken reinschreiben? Und du nimmst es nicht als Vorwurf oder so auf? Es soll nur aufzeigen, was mir jetzt als völlig Aussenstehnde auffällt, wenn man das so "in einem Zug" durchliest.
Mein Eindruck ist: er hat Bindungsängste. Aber er scheint auch ein "grosses Kind" zu sein (fehlende Verantwortung, keine klaren Zukunfts-Aussagen, studieren mit 35).
Mir scheint aber auch, er sei völlig verunsichert von dir. Er hat keine Ahnung, was als nächstes kommt, welchen Vorwurf du ihm machen wirst.
Lass es mich so sagen: wenn du keine "Vorgeschichte" hättest und psychisch völlig stark wärst; ihr hättet keine Probleme zusammen. Nein, du hast keine Schuld daran, versteh mich bitte nicht falsch. Du kannst ihm nur die Bindungsangst nicht nehmen, weil du sie selber hast!
Du möchtest nochmals ein Kind und eine Familie gründen. Aber gleichzeitig hast du Angst davor. Ich nehme an, es gab einen Vorfall mit dem Vater deines Kindes? Hast du Angst, dass es wieder passieren könnte (wie gesagt, ich weiss nicht was passiert ist)?
So gerne du eine feste "offiziele" Beziehung möchtest, sosehr wehrst du dich dagegen. Unbewusst hast du die gleiche Beziehungs- und Zukunftsangst wie S.
Darum hast du deine Panikattacken immer genau dann, wenn er sich wieder getraut und ihr es gut zusammen habt.
Liebe Smilla, ich weiss nicht was ich dir raten kann. Du kannst höchstens versuchen, deine Aengste zu erkennen und sie zu bewältigen.
Wenn ein Partner Bindungsangst hat, kann es trotzdem funktionieren. Aber wenn beide Partner Bindungsangt haben; was soll man tun?
Bitte versteh dies jetzt nicht falsch; es ist nicht deine Schuld dass ihr Probleme habt; es braucht immer zwei dazu.
Ganz ganz viel Kraft wünscht dir
Jessi
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