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Alles futsch nach SMS?!

55 Antworten5'786 AufrufeGestartet von Celestina ·

#41
Das den TE das stört ist für mich völlig nachvollziehbar.
Ich kann das auch nachvollziehen. Aber ich will hier nicht das schreiben, was schon so oft geschrieben wurde. Und ich will auch mal ne andere Sichtweise aufzeigen. Frust hin, Frust her, in einer Beziehung muss man auch den Punkt wiederfinden, an dem man sich annähert. Und da hilft eben auch mal, wenn man sich mal in den anderen hineinversetzt. Das man das in so einer Situation nicht so richtig kann, verstehe ich ebenfalls. Aber deswegen sind wir hier, um eben auch mal zu schreiben: Hey, das kann auch anders sein.

#42
Hast Du Ihn inzwischen konfrontiert mit Deinem Verdacht? Hast Du Ihn gefragt, ob er fremdgeht?

#43
hallo celestina,

ich denke nicht, dass du beziehungsunfähig bist. du weißt einfach nicht so viel über euch bzw. vorallem das was euren umgang miteinander betrifft, verhaltens-, denkweisen usw.

in meiner beziehung ist es so, dass kommunikation vor der liebe steht, denn was hilft einem alle liebe und alle gefühle, wenn man sie nicht mitteilt, egal ob angst, wut oder freude?

so ist es doch auch in der freundschaft und eigentlich jeder art von beziehung zb. kollegen.

sei vielleicht etwas offener und hab keine angst, vor der konfrontation und auch im allgemeinen. wenn du die angst überwindest, dann bist du auch befreiter.

sei mutig und nimm die situation/antwort so an wie sie ist.

ich hoffe, du wirst etwas selbstbewusster und es fällt dir in zukunft leichter, dich dir zu stellen.

lass dir von niemanden sagen was du zu tun, fühlen oder zu denken hast.

du bist so wie du bist und für jemand anderen ist dein "aufregen" über solche abkürzungen total süß und erklärt dir seine beweggründe von selbst oder nach nachfragen.

denk immer daran, was für ein toller, liebenswerter mensch du bist, was du dir wert bist und dass du gut so bist wie du bist.

alles gute und liebe

#44
Guten Morgen, alle miteinander.

Puh, ein bewegtes und bewegendes WoE liegt hinter uns. Zu aller erst: Es ist alles wieder in Ordnung. Aber es war echt hart.

Mein Partner war sehr gekränkt, dass ich ihn überhaupt verdächtigte, nebenher etwas laufen zu haben. Und er fand es ein Unding, dass ich seine SMSse gelesen hatte.

Aber wir haben die Kurve gekriegt: ich konnte ihm erklären, wie diese ganze Situation entstanden ist. Er weiß ja auch, dass ich in meinen früheren Beziehungen oft betrogen wurde, dass die Fremdgehereien IMMER durch irgendwelche dummen Zufälle rauskamen und dass ich daher vielleicht auch sensibler bin als andere Frauen.

Mit dieser SMS-Frau hatte es Folgendes auf sich: Eine alte Bekannte, von der er mir nie erzählt hat, weil er es nicht für wichtig erachtete und weil sie wohl zu der Sorte Leute gehört, die nicht zu mir passen. Ich nutze jetzt mal vorsichtig das Wort "Niveauunterschied". Trotzdem würde er sich gut mit ihr verstehen, sie ist die Schwiegermutter eines Vereinskollegen und er habe ihr mit dem Herdeinbau aus der Patsche geholfen, fand das aber so unwichtig, dass er es mir nicht erzählt hat.

*durchschnauf*

Er räumte ein, dass er mit seiner mangelnden KOmmunikation einen Fehler gemacht hat und er konnte nachvollziehen, warum ich so reagierte, wie ich reagierte. Eine Verkettung unglücklicher Umstände.

Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, warum ich gleich so heftig reagierte: Es war und ist reine Angst, diese Beziehung zu verlieren. Dass ich mit meiner Vorgehensweise mehr kaputt mache als erwünscht - daran gilt es jetzt zu arbeiten. Wir haben jeweils uns beiden Hausaufgaben gegeben: Ich will entspannter sein und daran arbeiten, nicht so schnell in eine Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Und er möchte an seiner Kommunikation arbeiten, damit solche Missverständnisse nicht entstehen. Er sagte nämlich, dass es ihm auch nicht behagen würde, wenn ihm das passiert wäre, was jetzt mir am Samstag passierte.

Insgesamt eine sehr wichtige Erfahrung für uns und unsere Beziehung. Vielleicht viel Lärm um nichts - das mag sein. Aber ich persönlich habe erfahren dürfen, dass ich meiner Wahrnehmung mal nachspüren kann und sie nicht immer unterdrücke (so wie in den Jahren davor) und dass mir jemand sagt: "Es ist okay, dass Du so empfunden hast, aber es ist anders, als Du denkst und jetzt ist wieder gut."

Danke Euch allen!!!

Celestina

#45
Liebes Forum.

Nach einigen Wochen melde ich mich heuer wieder bei Euch. Vielleicht könnt Ihr Euch an meine Geschichte erinnern: Ich kam nach einigem Hin und Her mit meinem Partner zusammen, der noch in einer Beziehung steckte, als wir uns kennen lernten. Er trennte sich, die Ex-Lady zog nach einem Riesentheater bei ihm aus und suchte sich eine Wohnung nur wenige Straßen weiter (das hier ist ein Dorf, keine Stadt). Es bleibt also nicht aus, dass wir ihr permanent begegnen.

So weit, so gut.

Inzwischen sind wir zusammengezogen (aus diversen Gründen ist nur sein Wohnort möglich und das ist im Prinzip ok), wir führen eine wirklich schöne Beziehung, zwischen uns läuft es rund, mein Kind fühlt sich sehr wohl in unserer Konstellation. Im Juni wollen wir heiraten (schon länger geplant) und wir erwarten seit kurzem gemeinsamen Nachwuchs (war auch geplant). :)

So weit alles im sehr grünen Bereich.

Aber letzte Woche kam es zu einer Art GAU. Nicht zwischen uns, aber mit seiner Familie.

Seine Eltern und seine ältere Schwester haben mich - so dachte ich - trotz der Vorgeschichte eigentlich ganz gut aufgenommen. Ich wusste ja, dass sie immer gut mit der Ex ausgekommen sind und das ist ja auch in Ordung. Dass auch immer wieder Sätze fallen, in denen deutlich wird, wie viel Zeit man mit der Ex verbracht hat, damit kann ich umgehen. Dass sie noch mit der Ex Kontakt haben, geht mich nichts an. Ich fühlte ich akzeptiert, das Verhältnis war oberflächlich, aber entspannt. Ich habe hier und da mal Hilfe angeboten, die nicht angenommen wurde. Nun denn - stört mich auch nicht sonderlich, weil ich genug selbst zu tun habe.

Nun war aber folgender Vorfall: Wir haben am Mittwoch ein feierliches Essen veranstaltet, um seiner Familie zu sagen, dass wir heiraten und Nachwuchs kriegen. Eigentlich hatten wir mit einer kleinen positiven Reaktion gerechnet. Aber das, was stattfand, war einfach nur dämlich. Kein Gratulieren, kein Anstoßen. Nur seltsame Sprüche ("Zum Glück gibt es heute Umstandsmode, bei der man nicht sieht, dass man schwanger ist") und der Kommentar der Schwester, die meinte, dass die Frau, deren Baby neulich bei einem Verkehrsunfall starb, auch schon 42 war. Danke für den passenden Vergleich - ich weiß, dass ich nicht mehr die Jüngste bin (aber noch nicht mal 40). Und dann noch der dezente Hinweis: "Wenn ich jetzt noch mal schwanger werden würde, würde ich mich erschießen." Seine Eltern sagten nur: "Das ist eine Überraschung". Mehr nicht.

Den Abend über schwieg man sich mehr oder weniger an, seine Schwester quatschte mit den Eltern über Fernsehsendungen und Nachbarschaftstratsch (auf sehr niedrigem Niveau), mein Partner verfiel in Schweigen vor lauter Enttäuschung, ich war auch ziemlich geplättet und ich bin bis heute geladen wie ein Vulkan!!! Seine Eltern schauten uns nicht an. Eigentlich hätte ich alle am liebsten rausgeschmissen. Aber ich habe den Ball flach gehalten.

Da ich von Haus aus eher impulsiv bin und mir dadurch schon viel verbaut habe, halte ich seither an mich - ich weiß nicht, wie ich mit dieser Situation umgehen soll. Also Baby und Heirat wurden komplett ignoriert. Es kam nicht mal Kritik im Stil von "Muss das sein? Seid Ihr sicher?" - da hätte man wenigstens im Ansatz eine Diskussionsgrundlage gehabt. Aber so?? Dieser subtil zur Schau getragene Missmut macht mich grantig. Ich schleppe seither diesen Groll mit mir herum.

Zumal ich zwei Tage später von einer anderen Verwandten zugetragen bekam, dass seine Eltern enttäuscht seien, dass nicht die Ex an meiner Stelle sei. Die Ex sei sehr beliebt bei den Eltern, weil sie ja so viel mit ihnen unternahm, sie hier und dorthin begleitet hatte. Ich bin halt nicht dieser Schwiegereltern-Schmusetyp. Ich helfe, wenn Hilfe gebraucht wird, aber auf dieses ständige Zusammenhocken habe ich überhaupt keine Lust. Die Gespräche sind sehr anspruchslos, alles wird zig mal wiederholt und auf Tratsch habe ich überhaupt keine Lust. Außerdem gehen die Schwiegereltern in spe nicht wirklich gut mit ihrem Sohn/meinem Partner um. Der Ton ist immer recht lieblos und rau und auch die Nachricht, dass mein Schatz bald operiert wird (hat ja nix mit mir zu tun), wurde jüngst kommentarlos zu Kenntnis genommen. Kein Nachfragen. Nix. Dabei ist der Eingriff nicht ganz "ohne" und meinen Partner plagen schon heute viele Ängste, ob seine Gesundheit wieder gut wird.

Ich halte zu meinem Partner und allein schon deshalb fällt es mir nicht ein, mit den Schwiegereltern rumzuschmusen. Die Ex hat das wohl gemacht - obwohl die Eltern ziemlich blöde Sachen zu meinem Partner sagten, ist sie quasi täglich bei ihnen gehockt, um Kaffee zu trinken. Für mich ist das echt ein Verrat.

Meine Frage: Ich weiß jetzt gerade nicht, wie ich mich verhalten soll. Ich bin so wütend! Und wenn ich wütend bin, bin ich sehr scharfzüngig. Ich treffe immer bewusst unbewusst die wunden Punkte der anderen und da stoße ich verbal noch mal nach. Nicht sehr fein, ich weiß.

Ich bin wütend, verletzt und irgendwie empört, dass man die Entscheidung des Sohnes nicht akzeptiert, sondern hier und da Gelegenheit findet, der alten Beziehung (in der er nicht glücklich war) hinterherzutrauern. Dabei waren die beiden nicht verheiratet, nicht verlobt. Und Kinder gab es auch keine. Irgendwann muss doch mal gut sein!!!!

Ich bin jetzt so bockig, dass ich es mir derzeit nicht vorstellen kann, nochmal und jemals wieder an deren Tisch zu sitzen. Ein Gespräch sehe ich als sinnlos an, weil ich weiß, dass diese Leute nicht in der Lage sind, das zuzugeben, was sie wirklich denken. Nach außen tut man immer schön nett und freundlich - aber hintenrum wird ziemlich böse geredet, das habe ich am Mittwoch ja selbst mitgekriegt.

Und irgendwie komme ich mir ziemlich verarscht vor. Ich hatte das Gefühl und den Eindruck, dass ich akzeptiert bin - an Weihnachten nahm mich seine Schwester sogar noch (für mich) herzlich in den Arm. Doch seit unserer Baby- und Heiratsneuigkeit werde ich nicht mehr gegrüßt.

Ich bin stinkig, wütend, gereizt - und suche Möglichkeiten, mit dieser Situation umzugehen.

Ich bin jetzt halt da - ob es ihnen passt oder nicht. Mein Partner möchte morgen zu ihnen gehen, und ihnen sagen, dass er ihr Verhalten nicht gut fand und dass er es nicht mehr möchte, dass so mit uns umgegangen wird. Ich bezweifle, dass es gut wäre, bei dem Gespräch dabei zu sein, weil ich befürchte, vollends auszuflippen bei diversen doofen Kommentaren.

*schnaub*

Ich komme leider von dieser Wut seit Tagen nicht mehr runter. Ich war schon laufen, habe Sport gemacht, meditiert - dieses Verhalten trübt meine Klarheit.

Ich bitte um konstruktive Hinweise, wie es einen vernünftigen Weg geben könnte, ohne verbrannte Erde zu hinterlassen.

Danke!

#46
Die Antworten waren ja mehr als unterste Schublade. :eek: :evil:

Das dein Freund ein Gespräch will, find ich gut, ABER... er soll ihnen sagen, dass du eine Entschuldigung erwartest. Das ist das Mindeste, was sie tun können. Sie haben Unfrieden gestiftet, sie haben dich bzw. euch beleidigt und somit sind sie jetzt am Zuge.

Deswegen ist es auch nicht angebracht, wenn du mitgehen würdest. Ja, ich geb dir Recht, da würde wohl jede Frau ausflippen, wenn sie die Leute nach so kurzer Zeit wiedersieht. Da sind die Beleidigungen noch allgegenwärtig. Und musst du auch nicht. SIE sind dir etwas schuldig - nicht du ihnen.

#47
Hallo Tylli.

Danke für Deine konstruktive Antwort.

Ich will einfach noch mal betonen, was mich so erschüttert:

Ich hatte eigentlich das Gefühl, dass die Familie mich akzeptiert, ein Stück weit sogar mag. Man kam mal auf mich zu und bat um einen Dienst, den ich gerne erledigt habe. Ein ander mal, als ich Hilfe anbot, lehnte man sie ab - das ist doch auch ok. Man hat meinem Kind zu Weihnachten Geschenke gemacht - ich habe es nicht erwartet, aber ich habe mich sehr gefreut. Wir wurden zum Essen eingeladen - und wir sind hingegangen, mit einem Präsent. Ich habe sogar für das Essen etwas vorbereitet, wie abgesprochen, habe Lebensmittel eingekauft und somit haben wir etwas beigesteuert. Ich habe unaufgefordert Komplimente für mein Aussehen bekommen - vielen Dank - ich freue mich darüber wirklich.

Aber diese Reaktion seit Mittwoch - das ist wie ein Schlag! Ich hätte damit nie gerechnet.

Wenn die alle von Anfang an signalisiert hätten, dass sie mich nicht mögen, dass sie unsere Beziehung blöd finden - dann hätte ich mich ja auch am Mittwoch anders vorbereiten können (bzw. dann hätte es das Essen ja nicht gegeben).

Aber erst diese Art Harmonie - und jetzt kennt man mich nicht mehr? Und fragt auch nicht nach der Gesundheit des eigenen Sohnes, der kurz vor einer OP steht? Keiner fragt, ob wir irgendwie Hilfe brauchen. Wenn mein Partner wieder aus dem KH entlassen wird, werde ich ihn pflegen, zu den Arztterminen fahren, weil er selbst nicht fahren kann wegen einer Knie-OP. All das ist bekannt. Und die ganze Familie wohnt in der gleichen Straße...

Ich finde das ganze Verhalten einfach nur schäbig...

Und ich komme mir schlicht und einfach verarscht vor!

#48
Vielleicht ist das für die Familie einfach ein bisschen viel auf einmal?

Erst die Trennung, dann schwupp bist du da, dann zieht ihr zusammen und schon heiratet ihr UND bekommt noch ein Kind (eventuell verbunden mit einer Risikoschwangerschaft? Ich weiß nicht, wie alt du genau bist.).

Für Außenstehende wirkt das vielleicht etwas hopplahopp und so sind sie halt so geplättet, dass sie das sagen, was ihnen als erstes in den Sinn kommt. Sei es nun uncharmant oder nicht.

Nicht zur Verteidigung dieser Familie, einfach nur zu Erklärung.

Ich würde es übrigens auch so halten wie von Tylli vorgeschlagen. Dein Typ sollte mit seiner Familie reden und du hältst dich da erst einmal fern.

Ich glaube, das braucht nur Zeit.

Und wenn sie sich nicht um ihren Sohn, Bruder scheren, dann ist das zwar traurig, aber daran kannst du nichts ändern. Die Kämpfe muss er allein ausfechten. Sei einfach für ihn da.

#49
Hallo Roya, danke für Deine Antwort :-)

Zum Thema Risikoschwangerschaft: Das haben wir vorher ärztlich abgeklärt. Ich bin 36 und wir bekamen grünes Licht. Und wie lange hätten wir denn warten sollen??? Zwei oder drei "Anstandsjahre" lang?? Es ist doch unser Leben...und wir möchten es gerne so gestalten, wie wir das gerne hätten, uns unser beider Wunsch ist es eben, ein gemeinsames Kind zu haben und zu heiraten.

Und dabei bleibt es jetzt eben. Egal, ob es der Familie passt oder nicht.

Und: Natürlich bin ich für meinen Partner (bitte nicht Typ) da. Ich wundere mich eben nur, mit welch unterschiedlichem Maß man misst. Wenn jemand anderes in der Familie ein WehWehchen hat, dann wird da ein riesen Zauber daraus gemacht. Und beim eigenen Sohn...ts.

Danke fürs Lesen.

#50
Hat von euren Plänen und der Schwangerschaft vorher jemand etwas gewusst, bevor ihr es der Familie gesagt habt?

#51
Ich sag ja gar nicht, dass ihr hättet warten sollen, aber schnell ist es (für sie) halt trotzdem und das ist (für sie) gewöhnungsbedürftig.

Rationale und logisch nachvollziehbare Gründe kann man als Außenstehender nicht unbedingt schneller oder besser verinnerlichen.

Der "Achso, ja dann..."-Effekt bleibt halt manchmal (zumindest für ne ganze Weile) aus, wenn man emotional involviert ist.

Und Eltern meinen doch eh immer alles besser zu wissen. ;)

bearbeitet #52
Hallo Tylli.

Ob jemand was gewusst hat? Nun, wir haben von Anfang an keinen Hehl daraus gemacht, dass wir heiraten wollen und mein Partner hat von vorneherein auch seiner Familie gesagt, dass ich seine Frau fürs Leben sei und er mit mir Familie haben wolle. Immerhin habe ich ja schon ein Kind und er sagte klipp und klar - auch vor seinen Eltern - dass er es toll findet, dass ich ein Kind habe und dass er ein gemeinsames haben will. Und als wir zusammengezogen sind, haben wir meine noch vorhandenen Babysachen wie Stubenwagen und Babyjogger auch nicht versteckt - all das steht ziemlich unverhüllt im Keller, in den jeder einsehen kann, herum. Und obwohl alle das schon länger wissen, was wir vorhaben, alles nur eine Frage der Zeit war, hat nie jemand irgendwas in Frage gestellt. Es kam niemals ein "Wieso so früh? Seid Ihr sicher? So spät ein Baby??". Das kommt ja auch jetzt nicht, nur so subtiler Missmut und Ignoranz...

Vor 6 Wochen habe ich mein Auto umgemeldet und habe als Initalen meinen Vornamen und seinen Nachnamen (ich werde seinen Namen annehmen) aufs Nummernschild machen lassen. Somit ist für jeden schnell klar gewesen, was das zu bedeuten hat. Angesprochen hat uns aber niemand von der Familie (vom restlichen Ort schon)

Parallel dazu haben wir uns um Ort und Datum der Trauung gekümmert (wird nicht hier im Dorf stattfinden) und wir hatten vor, der Familie an Weihnachten von unserer Hochzeit zu erzählen (da wussten wir noch nichts von der Schwangerschaft). Aber an Weihnachten hat sich irgendwie nie die Situation ergeben (die Gespräche waren stets auf so einen niedrigen Level), so wollten wir das auf Februar schieben. Aber nach Neujahr stellte sich heraus, dass ich schwanger bin - also wollten wir alles der Familie auf einmal sagen. Somit kam es zum besagten Horror-Mittwoch.

Sooo überraschend kommen unsere Pläne also nicht. Wir sind keine 17 Jahre. Wir gehen beide auf die 40 zu, arbeiten, haben einen geregelten Alltag... Und jetzt sind alle beleidigt. Ach so: Wir haben es deshalb so früh gesagt, weil ich von Anfang an einen ziemlich großen Bauch bekommen habe. Das haben manche Frauen so. Da erinnert sich der Körper an vorherige Schwangerschaften und legt gleich "richtig" los. An dem Tag, an dem mir schon die erste Hose nicht mehr gepasst hat, da haben wir beschlossen, es seiner Familie zu sagen. Verheimlichen hätten wir es nicht lange können - und außerdem ist mein Freund so stolz...er konnte damit einfach nicht mehr hinterm Berg halten. Und seit Mittwoch ist irgendwie alles nur noch blöd. Ich bin extrem genervt, ständig wird irgendein dummes Zeug an mich herangetragen (erst vor einer Stunde...da erzählte mir eine Nachbarin so nebenbei, dass mein Partner und seine Ex wohl vergeblich versucht hätten, selbst ein Baby zu kriegen - was nicht stimmt).

Und ich bin verletzt und von Tag zu Tag wütender.

#53
ich denke auch, dass seine familie sich im ersten moment total überfahren gefühlt hat von all den neuigkeiten ...sie haben wohl, im gegensatz zum rest vom dorf, die vorhandenen anzeichen nicht gesehen

dann kommt noch hinzu, dass das verhältnis zu ihrem sohn bzw bruder ja eh etwas schwierig ist und sie haben es wohl nicht als notwendig erachtet etwas feinfühliger zu reagieren

ich kann schon verstehen, dass dich das wütend macht ...aber am allerwichtigsten ist doch, dass ihr euch auf eure gemeinsame zukunft und auf euren nachwuchs freut ...seine familie wird sich schon an den gedanken gewöhnen ...lasst euch euer glück von niemanden trüben

achso und glückwunsch natürlich zur baldigen hochzeit und familienerweiterung :)

#54
Sooo überraschend kommen unsere Pläne also nicht.
Mir war der Gedanke gekommen, ob sie nicht sauer gewesen sind, dass sie es nicht als Erste erfahren haben.

Ich kenn so eine Situation. Als meine eine Schwester das zweite Mal geheiratet hat, hat sie das auch klammheimlich. Niemandem etwas davon erzählt. Ich hab im ersten Moment auch die Luft angehalten - hab mir dann aber auch gesagt, dass sie ein Recht darauf haben, dass so durchzuziehen, wie sie es wollen.

Und das fiel mir bei dir wieder so ein. Zumal es ja erst ein ziemlich herzliches Verhältnis gewesen war. Warum also jetzt der Zermon?

Und auch das sie euch nie darauf angesprochen haben, kann dieses Sauersein ausgedrückt haben. So ungefähr wie "Ja toll, klar, jeder weiß es - nur wir nicht! :evil: Was bilden die sich ein? :evil:" Und dann haben sie hoheitsvoll gewartet, bis ihr ihnen das verkündet habt - nur um dann ihren Frust an dir, an euch auszulassen.

#55
Liebe Celestina,

das Wichtigste an der ganzen Situation ist ja, dass dein Partner voll und ganz hinter dir steht.

Das andere wäre für mich nebensächlich. Klar wäre es "nice to have" eine tolle Schwiegerfamilie zu haben, aber wenn sie nicht ein entspanntes Verhältnis zu dir wollen, dann sollen sie das bleiben lassen.

Die Reaktion deiner Schwiegerfamilie finde ich völlig nicht in Ordnung. Aber vielleicht renkt es sich auch wieder ein, WEIL vorher war es ja ok. Sie waren ja nicht von anfang an ablehnend dir gegenüber. Sondern nur einmal, also an diesem besagten Mittwoch, wenn ich es recht verstanden habe.

Gruss Jorinde

#56
Liebes Forum.

Danke für Eure Anteilnahme.

Ich habe beschlossen, zur Ruhe zu kommen. Und ich möchte etwas dafür tun, dass ich mich nicht immer gleich so provoziert fühle. Das Verhalten dieser Familie war und ist nicht in Ordnung und falls sich irgendwann die Gelegenheit ergibt, werde ich schon noch meine Meinung sagen. Und ich habe mir vorgenommen, zu artikulieren, dass ich so lange keine Ebene für künftiges Zusammentreffen sehe, so lange sich nicht das Verhalten uns bzw. meinem Partner gegenüber ändert.

Mein Partner ist immer noch durch den Wind, ich bin es auch - aber irgendwie geht es mir heute schon besser als die letzten Tage. Abhaken heißt die Devise - auch emotional. Und wir haben viel zu viel vor, anstatt uns stündlich über diese seltsame Familie den Kopf zu zerbrechen :-)

LG!

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