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Ganz unten, weil wieder nen Korb gekriegt

97 Antworten6'679 AufrufeGestartet von lostinmusic2 ·

#21
Hallo sine,

ja, ist komisch, nicht? Fühl mich im Moment auch so und überlege, woher das kommt.

Ich glaub, ich brauch einfach mehr Reibung in meinem Leben und keine Harmonieseeligkeit. Darauf komme ich, weil ich gestern Abend ein Treffen mit Freunden hatte, wo mit der eine freund ziemlich auf die nerven gegangen ist mit seinen Aussagen. Z. B. dass ich was Ehrenamtliches arbeiten sollte, mir ne andere Wohnung suchen müsste oder akzeptieren muss, dass ein paar Treffen mit einer Frau absolut unverbindlich sind. Ich dagegen bin der Meinung, dass ich erst mal was "Richtiges" als Job brauche, bevor ich unbezahlt arbeite, denn ich lebe ja nicht von der Luft. Ne neue Wohnung wäre auch erst dann drin, wenn ich sie mir leisten könnte. Und die Unverbindlichkeit bei Treffen mit Frauen bestreite ich gar nicht mal, nur finde ich es dennoch natürlich, wenn ich mich verletzt fühle, weil sich jemand, den ich in den letzten Wochen paar mal getroffen habe, so einfach ohne Worte zurückzieht und nicht mehr auf ganz normale E-mails reagiert. Und ich frag mich natürlich auch, was ich falsch gemacht haben könnte, damit sich jemand nicht mehr meldet. Und irgendwann merke ich dann auch, dass es da kein "Falsch" gibt und ich es akzeptiere, dass es so gekommen ist und nicht anders.

Doch bevor ich zu dieser Ansicht komme, mache ich nun mal einen langsamen Prozess durch. Reagiere erst mal so, wie ich es über Jahre hin gelernt habe, und erst dann kommen die Erkenntnisse dazu, die erst jüngeren Datums sind. Also ich meine damit z. B. die Erkenntisse aus der Therapie: auf die komme ich erst spät zurück, eben weil ich sie noch nicht verinnerlicht habe, während irgendwelche Handlungsweisen aus Kindheit und Jugend regelrecht reflexartig anspringen.

Klingt etwas wirr wahrscheinlich.

Doch im Grunde fand ich dieses Auf-die-Nerven-gehen gestern Abend dann sogar ganz gut.

Naja, ich kann da jetzt nicht so genau darauf eingehen. Doch ich merke, wieviel mir so ein Streitgespräch bringt, weil ich damit gezwungen bin, mir selbst über meinen Standpunkt und mein Handeln klar zu werden. Das setzt dann ja eine gewisse Energie frei und eben kein Selbstmitleid.

Das Doofe ist bloß, mit den meisten Leuten kann man nicht streiten, weil das Bestreben, sich nur die passenden Meinungen zu suchen, größer ist und weil einer immer am längeren Hebel sitzt und sowieso bestimmt, was richtig und falsch ist.

Das klingt nun wieder fatalistisch, muss ich zugeben.

Das Fazit wäre, dass ich ja gar keine Autorität suche, sondern vielmehr "Streitpartner". Nur dass ich es selbst nicht gewohnt bin, mich zu zoffen, ohne dass gleich alles in Frage gestellt wird. Zumindest von meinen Eltern habe ich da nichts, aber auch gar nichts gelernt. Da herrschte immer gleich Ausnahmezustand, wenn man mal ne andere Meinung hatte. Ist heute auch nicht anders. da gibts entweder Harmonie um jeden Preis oder man unterstellt den anderen etwas "Böses".

Ach ja, so ein paar Gedankenblitze brauch ich eigentlich jeden Tag.

Liebe Grüße,

Lostinmusic2

#22
Hallo @all,

seit zwei Monaten wieder Therapie. Hab dem PT die Geschichte von der November-Bekanntschaft erzählt. Zuerst meinte er, ob es sein kann, dass ich mein Interesse vielleicht gar nicht groß artikuliert hab und damit bei ihr für Verwirrung gesorgt habe.

Bin ich noch gar nicht drauf gekommen, doch mir wurde plötzlich klar, dass da auch was dran ist. Ich würde, so der PT, mich immer erst mal rechtfertigen wollen, krampfhaft versuchen, zu zeigen, dass ich trotz schlecht bezahltem Job was drauf habe - was diejenige Frau allerdings sowieso wüsste, denn sonst würde sie sich nicht mit mir treffen. Aber so bin ich verkrampft, halte irgendwelche Vorträge zu abstrakten Themen, um zu zeigen, wie "gelehrt" ich bin, statt entspannt zu sein und eine positive Energie zu versprühen.

Naja, und der Hintergrund wäre, dass ich denke, solange ich nicht so erfolgreich bin wie mein Vater (der Unternehmer mit 20 Mitarbeitern ist), dass ich solange eben sowieso nicht attraktiv genug bin. Ach du liebe Sch*****, kann man da nur sagen. Und was hält der PT an Positivem dagegen?: "Sie sind eben Künstler. Das ist vielleicht mal das Geld knapp, aber sonst ist das doch ne tolle Sache." Tja, sowas sollte ich mir selbst auch mal sagen.

Ich verinnerliche, so wieder der PT, alles Negative, was mein Vater sagt, selbst wenn es mich gar nicht betrifft, beziehe ich das auf mich. So zog er übern nen Azubi her, der vorher arbeitslos war und nun in der Ausbildung nur Sechsen schreibe. Naja, hab ich mir da nur gedacht, wenn ständig jemand hinter mir stünde, der nur darauf wartet, dass ich wieder Scheiße baue, würde ich auch nur Scheiße bauen. Kann ja sein, dass der Typ wirklich doof ist, aber mein vater ist eben auch keiner, der sich in die probleme andere Menschen reindenkt. Das Dumme ist bloß, dass ich das dann nicht auch mal sage und so mich eben selbst auch als nen bekloppten Sechsen-Schreiber sehe, weil mein Vater zu meiner Arbeit ja genausowenig Positives sagt.

Naja, und sowas soll ich nun angeblich mit in jede persönliche Beziehung schleppen. Da wird mir manches klar.

@sine Du weißt wahrscheinlich, wovon ich spreche, oder?

Lese gerade ein Buch, dass mir wegen dieser Vaterprobleme sehr gefällt. Da wird über einen Gehirnchirurgen erzählt, der zwei Kinder hat, die beide nicht seinen Fußstapfen gefolgt sind, sondern Musiker und Dichter geworden sind. Und das Schöne ist, er erkennt das an, macht sich sogar ein bisschen Vorwürfe, dass er diese Talente nicht eher gefördert hat, und lässt sich zum Beispiel von seiner Dichter-Tochter die Meisterwerke der Weltliteratur erklären. Wirklich sehr schön, fand ich.

(das Buch heißt übrigens "Saturday" und ist von Ian McEwan geschrieben.)

So, ich troll mich dann mal,

Lostinmusic2

sine
#23
Original von lostinmusic2Ich würde [...] krampfhaft versuchen, zu zeigen, dass ich t [...] was drauf habe [...] halte irgendwelche Vorträge zu abstrakten Themen, um zu zeigen, wie "gelehrt" ich bin [...]

der Hintergrund wäre, dass ich denke, solange ich nicht so erfolgreich bin wie mein Vater (der Unternehmer mit 20 Mitarbeitern ist), dass ich solange eben sowieso nicht attraktiv genug bin.
das hat alles nur einen einzigen grund. also nicht etwa, dass deine kindheit bla war und deine erfahrungen blupp, sondern nur einen einzigen grund (wenn du mich fragst): angst.

du hast angst. lieber unterziehst du dich millionen und abermillionen von allerschwersten fähigkeitsprüfungen als auch nur einen schritt selbst zu tun. du willst geleitet werden, gebette und geliebt, wie in einem märchen soll alles "geschehen" und dir kommt die aufgabe zu, wie aschenbrödel auf den prinzen zu warten und zugleich alle mutigen taten der sieben schwaben in einer person zu erledigen.

wie schreibt madame @matilda so gern: go with the flow. schalte dein hirn ab und höre auf dein herz. vertrau dir.

gruß

sine

#24
Original von sine

du hast angst. lieber unterziehst du dich millionen und abermillionen von allerschwersten fähigkeitsprüfungen als auch nur einen schritt selbst zu tun. du willst geleitet werden, gebette und geliebt, wie in einem märchen soll alles "geschehen" und dir kommt die aufgabe zu, wie aschenbrödel auf den prinzen zu warten und zugleich alle mutigen taten der sieben schwaben in einer person zu erledigen.
Find ich jetzt nicht so neu, die Erkenntnis. Sorry. Die Frage für mich ist ja nicht, was ist das Problem (Angst, Selbstwertzweifel), sondern WOHER (aus welchen Beziehungen) kommt das Problem.

Von Kindheit hab ich da auch gar nicht geredet. (Obwohl Todesangst aus dem Nichts heraus schon als 5- oder 6-Jähriger sicher alles andere als normal ist - aber wie gesagt, darüber denke ich gar nicht mal nach.)

Und wenn ich sehe, dass mein Halbbruder und mein Stiefbruder auch solche Halb-Depris sind, kann ich an nen Zufall nicht glauben, und muss mal schauen, ob da nicht was in der Familie liegt. Und zwar nicht früher, sondern jetzt. Mit anderen Worten; es wäre ganz gut, mal den Eltern auf die Finger zu klopfen, wenn sie Schwachsinn reden, statt sie reden zu lassen. Ansonsten setzt sich das nämlich immer wieder fest. Glaub mir, ich weiß wovon ich rede: Es gab auch im letzten Jahr Telefonate mit den Ellis, nach denen mir danach war, aus dem Fenster zu springen.

Dachte, das Problem kanntest du auch mal.

Gruß,

Lostinmusic2

sine
#25
tja ich habe aber die ansicht, dass analysieren nicht das wichtige ist, sondern dass du dein leben lebst. und zwar glücklich, also du weißt schon: mit lebensfreude.

welches problem hatte ich auch mal? dass ich angst hatte ist jetzt nichts neues und wird auch immer ein bestandteil natürlich meines lebens sein. alles, was ich sage, ist, dass du aufhören solltest, nebenschauplätze mit deinen gedanken zu erfüllen und dich mal in die richtung bewegst, in die du wirklich möchtest.

wenn irgendwer zu dir gesagt, du sollst erstmal deinen eltern auf die finger klopfen, dann weiß ich nicht, ob du jetzt meinst, ich hätte auch mal probleme mit meiner mutter gehabt oder wie?

ja und sie sind bis auf weiteres verschwunden diese schwierigkeiten.

ich schreibe hier nichts anderes als die message: steh auf und lebe dein leben. nur dann kann sich deine welt positiv verändern.

wie heißt es immer: du kannst die anderen nicht verändern, du kannst nur dich verändern.

gruß

sine

*bin genervt von deinem genervtsein*

#26
Original von sine
wie heißt es immer: du kannst die anderen nicht verändern, du kannst nur dich verändern.

gruß

sine

*bin genervt von deinem genervtsein*

Indem ich mir nicht alles bieten lasse, kann ich mich auch ändern. Denn sonst hab ich mir immer alles bieten lassen.

Ich will niemanden verändern, nur Paroli bieten. Das ist alles.

Das gerade Du das mit dem Analysieren sagst, find ich schon widersprüchlich. Wer denkt (oder dachte?) denn ständig über alles mögliche nach. Ich kann mir nicht vorstellen, dass du das vergessen hast. Wenn das auch hinter dir liegt, kannst Du doch nicht verlangen, dass alle Dein "jetzt aber hopp" gleich mitgehen können.

Bin auch genervt.

Gruß Lostinmusic2

#27
auch das mit den versteckten wuenschen und komplexen, die man in eine beziehung hinein traegt, ohne es zu wollen, ist nicht ohne. vermutlich ist es wirklich so, dass man einfach seine eigene mitte finden muss, dass einem dabei keiner helfen kann, und dass man der liebe erst begegnet, wenn man wirklich bereit dafuer ist.
Huhu, misch mich einfach mal ein :) . Diese Aussage scheint wahr von matilda. Bloss was ist, wenn man seine Mitte gefunden hat, d.h. bereit für die Liebe ist - aber das Ganze leider nicht für den Gegenpart gilt, also für den Partner. Dann zerbricht nämlich deine Theorie wie ein Kartenhaus, weil es für den anderen nicht gilt und man das nicht beeinflussen kann....und dann zweifelt man schnell an sich und der Liebe...komische Sache aber so lebensnah!

:)

sine
#28
ich finde auch, dass es enorm entsetzlich ist, wenn man selbst "voll in fahrt" ist und es einfach (zumindest primär) am anderen scheiter, miomei!

aber wie oft gibt es in der täglichen kommunikation missverständnisse? wie lange lernt man menschen eigentlich kennen?? und so weiter...

will sagen: es gibt nunmal keine zwei gleichen menschen, die zusammenpassen wie kuchen zu kuchenform. das wäre vermutlich auch falsch, denn liebe hat etwas damit zu tun, dass man unterschiede überbrückt oder überwindet.

*finde ich zumindest*

ähm

und ich glaube auch, jeder von uns kann ein portiönchen nächstenliebe locker machen für die "armen irren", die eben nicht in der verfassung sind, um zu lieben.

in meiner therapie habe ich voller staunen und oft sogar mit erschrecken festgestellt, wie weit ich mit meinen kleinen denkfehlern und falschen weichenstellungen im leben von mir selbst - und damit auch von meiner fähigkeit zu lieben - entfernt war. ich finde es nach wie vor absolut "lustig", dass immer wieder leutz glauben, die liebe könnte SOLCHE persönlichen probleme heilen oder was auch immer.

nein, was ich vorhin gemeint hatte mit "unterschiede überbrücken" hat etwas zu tun mit ständigem GEMEINSAMEM brückenbau. denkt man da mal einfach drüber nach, fällt es plötzlich ziemlich leicht zu verstehen, dass die chancen, zugleich an derselben "brücke" zu bauen, nicht sehr gut stehen.

andererseits genügt ja der wille und das ergebnis ist doch meist zweitrangig.

weil es immer wieder situationen / menschen gibt, wo das "brückenbauen" versucht wird, kann man sehr viel schönes erleben, auch wenn es nicht zu einer echten beziehung kommt.

der weg ist das ziel

gruß

:) ) sine

#29
guten morgen ihr lieben,

nach drei ruhigen und beschaulichen tagen zuhause (der 6.1. ist in italien gott se idank ein gesetzlicher feiertag) bin ich wieder da, endlich mal wieder, set monaten, ausgeschlafen und auch ganz froehlich... gucke hier rein und sehe mit freuden,

* dass du, @sine, mich mit meinem mittlerweile beruehmt-beruechtigten "go with the flow" zitierst

* dass du, @lost, genervt bist, und damit auf dem weg zu dir selbst (ich habe gelernt, dass man am ehesten dann genervt ist, wenn man einen spiegel vorgehalten bekommt, mit dem spiegelbild aber nicht gluecklich ist)... in meinen augen ist das moeglicherweise der erste schritt auf dem weg zu dir selbst

* dass du, @miomei, in meine aussage etwas hinein interpretiert hast, an das ich beim schreiben nicht gedacht hatte, und das mich auch jetzt, wo ich darueber nachdenke, nicht wirklich ueberzeugt. ich finde, die eigene mitte ist gerade deswegen so wichtig, weil man sich nicht mehr von anderen abhaengig macht. will heissen: wenn du deine eigene mitte gefunden hast, kommt aus dir heraus eine ruhe, eine sicherheit und eine heiterkeit, die niemals dadurch, dass dein gegenueber sie nicht hat, verschwinden wird. das ist ja das geheimniss. darum geht es.

oder nicht, sine?

einen schoenen tag euch allen!

matilda

#30
Na hier ist mal was los. *augenreib*

@Miomei

Den Gedanken hab ich auch ab und zu. Aber das ist @Matildas Argumentation zufolge wohl ein Denkfehler.

Aber leichter wärs schon,wenn die anderen Leute, nicht nur in Beziehungsfragen, meinetwegen auch Arbeitskollegen, etwas näher an ihrer Mitte wären. Wenn z.B. so ein brummiger Stoffel den ganzen Tag neben einem sitzt, schleicht sich die Unlust ja regelrecht in einen hinein.

@sine

Mich würd ja trotzdem interessieren, wie Dir da mal ein Licht aufgegangen ist.

Weil ich bin mal wieder Pessimist und glaub nicht, dass man so einfach mal die Spur wechselt. Ich hatte zwar auch manchmal Momente (Tage, Wochen vielleicht), wo ich dachte: "Wow, das ist ja jetzt was völlig anderes als alles bisher!", aber dann wars irgendwann wieder wie schon vor zehn Jahren. Ich halte es meistens nicht lange durch.

@Matilda

Naja, wär ich jetzt nicht drauf gekommen, obwohl es schon stimmt, dass ich unzufrieden bin mit meinem Ist-Zustand und überlege, wieso das so ist und was dagegen zu tun ist.

Aber eigentlich weiß ich nichts zu tun, als sich sinnlos in irgendwas zu stürzen, ohne ein Gefühl dabei zu haben, ob es gut ist oder nicht. Naja, meistens hab ich eher das Gefühl, es ist nicht gut.

Manchmal isses höchstens okay, wie z.B. samstags. Da hab ich in einer Buchhandlung bei der Inventur mitgemacht. da trifft man ganz nette Leute - alles Leute, die lesen. 8o

Aber nachher gehste dann auch wieder alleine nach Hause, isst unterwegs nen Döner, kaufst dir zwei Bier, weils schon halb zehn ist und du zu müde zum Ausgehn bist und sagst dir: "keine Ahnung wieso, aber trotz des guten Tags bist du nicht gut drauf." (das letztere lag daran, dass die Ladenbesitzer sich nich mal bedankt haben, obwohl wir da nur für nen Büchergutschein gejobbt haben. Weiß aber nich, wieviel wert der sein wird. Dabei wär mir die Bezahlung egal, aber ne Art Anerkennung für nahezu kostenlose Arbeit wär schon okay. Na gut, die eine Bekannte, die da arbeitet, war schon sehr nett, auf ne lustige, optimistische Art. ich glaub, wenn sie da nicht arbeiten würde, hätten sich die Ladenbesitzer alleine die Finger schmutzig machen müssen, denn sie hatte die meisten Leute da rekrutiert, tippe ich mal. )

Okay, ich könnt noch viel so nen Seelenschrott erzählen. Bloß ist das selbst für mich mal langweilig. Die Gedanken gehen zwar hoch und runter, dennoch steh ich dann doch bloß auf der Stelle. Das einzige,w as mich wundert: wenn ich einschlafen will, hab ich damit nun gar keine Probleme mehr. Nix mit innerer Unruhe oder sonstwas, auch wenn ich den ganzen Tag hyperventilieren sollte. Aber sobald ich das Licht ausmache, ist plötzlich Ruhe da.

Vielleicht liegt mir ja das moderne Leben nicht. Und ich mach mal ein probejahr im Kloster. :D

Gruß,

Lostinmusic2

#31
hallo lost,

ich kenne dein denkmuster aus eigener erfahrung, und weiss, auch aus eigener erfahrung, dass nichts davon dich jemals weiterbringen wird. im gegenteil. immer wieder der gleiche denkfehler, getarnt als "analyse", als "begruendung", als "ich-will-verstehen-um-da-raus-zu-kommen" bringt dich immer wieder an den ausgangspunkt zurueck, naemlich zum urspruenglichen problem: du bist verunsichert, du zweifelst, du suchst den grund fuer deine probleme ueberall und kommst einer loesung doch nicht naeher.

sieh mal, deine aussage

Aber leichter wärs schon,wenn die anderen Leute, nicht nur in Beziehungsfragen, meinetwegen auch Arbeitskollegen, etwas näher an ihrer Mitte wären. Wenn z.B. so ein brummiger Stoffel den ganzen Tag neben einem sitzt, schleicht sich die Unlust ja regelrecht in einen hinein.

zeigt das ganz deutlich. es geht nicht um die anderen. wie @ sine schon sagte: du kannst nur dich veraendern, nie die anderen.

wenn du den sonnenuntergang betrachtest, ist ein "mehr orange bitte und das ganze weiter nach links" ja auch sinnlos. du musst schon deinen blickwinkel veraendern, wenn du denn mit dem anblick nicht gluecklich bist.

ich weiss, in deiner situation (und ich sage das, weil ich selber lange genug in genau derselben situation war) ist es alles andere als einfach, mit sich selbst im klaren zu sein. moeglicherweise brauchst du einen externen ausloeser, einen anstoss gewissermassen, der nicht aus dir selber kommt, um den absprung zu schaffen. meistens ist jedoch absolute, schonungslose und sehr schmerzhafte ehrlichkeit mit sich selbst ausreichend, um sich naeher zu kommen.

raus aus den mustern, raus aus den erwartungshaltungen, aus den fallen, die wir uns selber stellen - und zurueck zum ursprung. das ist der einzige weg.

go with the flow.

matilda

#32
Original von matilda
zeigt das ganz deutlich. es geht nicht um die anderen. wie @ sine schon sagte: du kannst nur dich veraendern, nie die anderen.

wenn du den sonnenuntergang betrachtest, ist ein "mehr orange bitte und das ganze weiter nach links" ja auch sinnlos. du musst schon deinen blickwinkel veraendern, wenn du denn mit dem anblick nicht gluecklich bist.

go with the flow.

matilda
Schönes Bild - gefällt mir. Dass ich selbst was verändern kann, müsste ich mir jeden Tag nach dem Aufstehen 100 mal runterbeten, so fremd ist mir der Gedanke.

Danke

Lostinmusic2

#33
Original von lostinmusic2Dass ich selbst was verändern kann, müsste ich mir jeden Tag nach dem Aufstehen 100 mal runterbeten, so fremd ist mir der Gedanke.

Danke

Lostinmusic2
Ich denke, dass es nicht notwenidig ist sich jeden Morgen daran zu erinnern. Mach es einfach.

Der Mensch braucht seine Routine und verändern kann keine Routine sein. Es mag Menschen geben, die Leben keine Routine. Wenn du einmal das Chaos erlebt hast, wirst du dich nach Ruhe sehnen.

Was ich meine ist, dass du dir deine Ziele suchst und nicht dem gewohnten Trott folgst. Bau dir selbst einen Plan, der dich davor bewahrt in diese negative Routine zu rutschen, die letztendlich zu den depressiven Phasen führt.

Lieben Gruß

La_Penna

#34
Original von La_Penna

Ich denke, dass es nicht notwenidig ist sich jeden Morgen daran zu erinnern. Mach es einfach.

Der Mensch braucht seine Routine und verändern kann keine Routine sein. Es mag Menschen geben, die Leben keine Routine. Wenn du einmal das Chaos erlebt hast, wirst du dich nach Ruhe sehnen.

Was ich meine ist, dass du dir deine Ziele suchst und nicht dem gewohnten Trott folgst. Bau dir selbst einen Plan, der dich davor bewahrt in diese negative Routine zu rutschen, die letztendlich zu den depressiven Phasen führt.

Lieben Gruß

La_Penna
Hallo La_Penna

Ja, ist klar, dass Runterbeten alleine wenig bringt. Routine würde ich das vielleicht nicht nennen, was ich brauche. Eher produktiver Tagesablauf. Meistens sinds bei mir so halbe Sachen, die ich mache. Ewige Vorarbeiten zu einem Thema - und dann aber telefonier ich nicht mal mit den Leuten, wo ich was unterbringen könnte, weil ich dehnen dann erst mal auf die Füße treten müsste, da sie mir noch Honorar schulden (was zwar nicht so viel ist, aber ich kann jeden Cent brauchen).

Ich glaub, ich hab zum ersten Mal in meinem Leben (naja) ein bisschen Lust, am Morgen mal joggen zu gehen. Irgendwie ist man dann erstmal wach und das Gehirn wird auch besser durchblutet. Kann ja nicht schaden.

Hm, an einem/dem Plan bin ich seit paar Tagen wirklich, wobei ich ganz schön am Schwitzen bin, was Neues dabei sein muss, was rausfliegt und was bleibt.

Liebe Grüße,

Lostinmusic2

#35
ich wieder,

@penna: ich seh' dich schon die augen verdrehen :) ) wenn du mein post siehst...

"einen plan bauen" klingt fuer mich wieder viel zu sehr nach kopf und zu wenig nach bauch und ueberhaupt wollte ich dir, @lost, eben sagen: hoer' auf zu denken, lebe!!! nachdenken kannst du immer noch, wenn du aus dem groebsten erstmal heraus bist. es gab da mal ein post von sine, das ich nie vergessen habe, in dem es darum ging, dinge zu aller erst zu leben, verarbeiten kan nman sie dann spaeter immer noch, ich fand das sehr treffend.

matilda

#36
Original von lostinmusic2Eher produktiver Tagesablauf.
Eben nicht nur auf die Arbeit bezogen.

Ich glaub, ich hab zum ersten Mal in meinem Leben (naja) ein bisschen Lust, am Morgen mal joggen zu gehen. Irgendwie ist man dann erstmal wach und das Gehirn wird auch besser durchblutet. Kann ja nicht schaden.
Das meine ich. Mach dir in der Hinsicht einen Plan und laufe. Ganz für dich und ohne Ambitionen. Danach sieht die Welt ganz anders aus und viele (schwere) Gedanken vergehen. Aus persönlicher Erfahrung kann ich sagen, dass man danach auch wieder viel freier ist. Eine Mitläuferin hat auf ihrem Shirt stehen:

"Wenn ich laufe, gehen meine Gedanken spatzieren."

Hm, an einem/dem Plan bin ich seit paar Tagen wirklich, wobei ich ganz schön am Schwitzen bin, was Neues dabei sein muss, was rausfliegt und was bleibt.
Mache es nicht zu eng und sei für alles bereit und flexibel. Den ganzen Tag oder die Woche durchzuplanen ist nicht unbedingt jedermans Ding. Wiederum aus meiner Erfahrung weiß ich, dass ich meine wöchtentlichen Termine (Singen, Theater, Italienisch, Laufen) brauche um nicht in ein Loch zu fallen. Darüber hinaus mache ich mir allerhöchstens noch Gedanken um den Urlaub.

In Hinblick auf Matildas Post kann ich nur sagen, dass jeder seine eigene Art und Erfahrung hat damit umzugehen. Ich nenne dir meine und Matilda ihre.

Im Endeffekt ist es deine (@Lost) Entscheidung und dein Weg, den du gehen mußt, denn, so glaube ich, niemand hat eine Patentlösung dafür.

Lieben Gruß

La_Penna

#37
Also, nun muss ich auch mal was dazu sagen. Das mit deinem Selbstwertgefühl ist zum richtigen Problem für Dich geworden. Hat wohl schon vor vielen Jahren in Deiner Familie angefangen und nun pflegst du Dein Leiden weiter. Das ist alles verständlich, aber wenn man mal darüber nachdenkt...wohin soll denn das führen?

Gehst Du nicht schon mit der Erwartung einer Frau entgegen, dass sie Dich für einen Looser hält? Also, damit ist Dir eigentlich ganz egal, was diese Frau von Dir hält. Du hast Dein Urteil schon gefällt, und zwar über Dich selbst.

Wenn sie Dir nicht gleich um den Hals fällt, heißt das ja noch lang nicht, dass Du schon verloren hast. Und zudem müssen ein paar Dates ja nicht gleich bedeuten, dass man eine Beziehung eingeht. Allerdings scheintst Du das als Messlatte anzulegen.

Ich mein, soll ja vorkommen, dass man sich einfach so gut versteht. Große Erwartungen stehen nun mal in enger Beziehung mit großen Entäuschungen.

Was für Erwartungen hast Du denn an Dich selbst? Das ist doch die eigentliche Frage! Bist Du sehr idealistisch?

Ach und so nebenbei...am weitesten sieht, wer am höchsten fliegt!

Gruß Jamie

#38
Original von La_Penna
Eben nicht nur auf die Arbeit bezogen.

Lieben Gruß

La_Penna
Klar, aber mit der Arbeit muss es auch vorangehen.

Ich hatte letzte Woche etwas über Thai-Chi-Kurse gelesen. das fand ich genau richtig. Muss mal sehen, ob das bezahlbar ist.

Liebe Grüße,

Lostinmusic2

sine
#39
hallo lost

die frage, wie mir ein "licht aufgegangen" ist kann ich nicht verstehen, weil mir meiner erinnerung kein licht aufgegangen ist und ich absolut nicht begreife, was du mit dem dir anscheinend so deutlichen unterschied meinst, weder zeitlich noch verfassungstechnisch.

ich möchte sagen, für mich gab es keine "zeitenwende" und mir ist auch nicht der heiland erschienen, weder privat noch sonstwo oder in gesellschaft oder allein.

:schief: ;)

ich habe einfach eine therapie gemacht, so wie du, lost. und ich habe einfach alles, was ich begriffen habe, ABGEHAKT. haken dranmachen, mit einem vielleicht manchmal erleichterten schulterzucken weglegen, es ist nämlich vergangenheit.

dann aber wusste ich auch nicht, wie es NUN weitergehen sollte, und die kandidaten-geschichte, die ich vor etwa 1 jahr hier zu verposten begonnen hatte, war "echt ungünstig" (zumindest schien es so), weil ich eigentlich doch auch gerade "so fortschritte gemacht" hatte und manchmal "schon weiter" war.

aber vielleicht hat mich auch diese unglücks-story weiter gebracht, es war mir nämlich viel zu ungemütlich geworden mit meinen macken und einbildungen.

und dann bin ich ins forum gekommen und habe WIRKLICH nur eine sache noch gebraucht, um mir meine "dämonen" und negativen stimmungen (also den herrn selbstzweifel) zu verjagen: ich brauchte einfach nur selbstvertrauen, glauben.

Original von lostinmusic2Ja, ist klar, dass Runterbeten alleine wenig bringt. Routine würde ich das vielleicht nicht nennen, was ich brauche. Eher produktiver Tagesablauf.
vielleicht ist es ja bei jedem anders, du musst auf jeden fall zu allererst DAS ausprobieren, wonach dir der sinn steht, lost!

was ich "gebraucht" hatte, um mit den dingen, die ich in meiner therapie abgehakt hatte, weiterzumachen...

--- FALSCH --- !

was ich gebraucht hatte, OHNE die dinge, die ich in meiner therapie abgehakt hatte, mein leben weiterzumachen, kannte ich genauso wenig wie du und wie jeder andere und jeder findet seinen eigenen weg. ein anderer weg wird leider nicht passen und ist nur bequemlichkeit, fürchte ich!

ich hab schon millionenmal geschrieben, dass mich @zitros geduldige erinnerung daran, dass ich mir nur selbst zu vertrauen habe, aus der grube meiner schrecklichen irrtümer und "gefängnisse" hat krabbeln lassen.

konkret habe ich ja, wie in meinem alten thread "halb leeres glas / halb volles glas" (oder wie der hieß) beschrieben, auch etwas gemacht, das SEHR verrückt war für mich und doch EIN fazit war (also "ein" fazit in dem sinne, dass man eben wie beim topfschlagen mal hierhin tappt und mal dorthin und manchmal findet man etwas, was einem was bringt, manchmal aber muss man etwas anders machen und vor allem: weiter machen...). ich habe meine erfahrungen begraben!

ich habe das geübt, insofern sehe ich keinen unterschied zwischen @matildas postings und @la_pennas postings. ich habe in jeder situation, in der ich irritiert war, angst hatte oder wo ich einfach nur aktiv gemacht habe (z. b. so wie @la_penna mit ihrer joggerei), überlegt, WAS jetzt das problem ist und rigoros zu eliminieren versucht, was daran eingeredet ist und was nicht.

alles, was nicht überprüfbar war, flog RAUS und wurde ERSETZT durch den glauben, dass DAS JETZT aber sicher gut ist für mich.

das fiel mir natürlich schwer! ich war ja direkt stolz gewesen auf mein leben und meine erfahrungen! ich hatte ja unter anderem den glauben, je mehr scheisse man erlitten hat, desto klüger ist man in sozialer hinsicht! totaler dünnschiss, dieser gedanke, und nur eine weitere sumpfblüte auf dem ödland meiner selbstverletzungen...

weil es mir schwer fiel, habe ich pausen gebraucht, ich hatte sogar vor vielen dingen richtig große angst. sei es vor meinem englisch-kurs, sei es vorm weihnachtsmann. manchmal hatte ich angst, ich hätte mich meiner "letzten stärken" (welche das angeblich gewesen sein sollen, wußte ich dann aber auch net) begeben und wieder kamen die gedanken, ich mache mich nur zum nappel und "alle" werden es mir schon reinwürgen, stoffelige kollegen natürlich in vorderster front!

:evil: :rolleyes: :D :D :D

Wenn z.B. so ein brummiger Stoffel den ganzen Tag neben einem sitzt, schleicht sich die Unlust ja regelrecht in einen hinein.
ja... ich habe ja auch so viel "biss" gehabt! gell? es gab sogar eine posterin, die meine ironie und meinen sarkasmus vermisst hat, aber das war bei mir alles eine suppe: ich wollte mir mein leben nicht länger selbst versauen, da habe ich - wie gesagt - immer wieder die frage gestellt: wahr oder eingebildet?

und IMMER, wenn es nicht beweisbar wahr ist (wobei ich es mir natürlich nicht erlaubt hatte, anormale nachforschungen zu unternehmen), dann habe ich es verdrängt und durch positive gedanken ersetzt.

stoffelige kollegen fielen bei mir unter die rubrik "mir doch egal". das habe ich, wie ich ja sagte, geübt und geübt und es war nunmal eine monatelange sache und ich weiß auch nicht, wann das genau begonnen hatte, ob meine therapie schon dazu beigetragen hat oder ob nicht vielleicht doch ich selbst und mein wesen, das ja schon ewig "da" ist, einen wesentlichen anteil hatten und der rest nur beiwerk war... ich weiß nicht, welche ursachen es waren.

ich weiß nur, alles hat gepasst und alles wurde gut. die traurigen dinge haben übrigens die magnetische wirkung bei dieser gelegenheit VERLOREN! sie entpuppten sich vielleicht als ausruh-pflaster mit klebewirkung. k.a. jedenfalls waren die traurigen dinge meist NICHT BEWEISBAR traurig und damit zu ersetzen durch andere dinge!

wenn mir dieses "ich ersetze meinen herrn selbstzweifel" zu anstrengend wurde, habe ich mir eine pause gegönnt. mich mit rosen belohnt. und mir durchaus auch wieder richtig zeit genommen. da wäre mir bestimmt aufgefallen, wenn ich mich selbst vergewaltigt hätte!

ich habe wie gesagt keine heiligenerscheinung und keine kehrtwende gehabt. ich habe einfach nur dazugelernt, wie wir das alle jeden tag tun.

statt italienisch habe ich aber etwas gelernt, was eigentlich entgegengesetzt verlief: ich habe verlernt. habe verlernt, meinen erfahrungen zu trauen. habe verlernt, menschen zu vergleichen und ich habe auch verlernt, mich zu quälen. ich habe gelernt, dass mein "bauch" (ergo mein "herz", meine innere stimme oder so) mir tatsächlich KEINEN kummer beschert und dass meine zweifel an meinem eigenen ich falsch begründet gewesen waren.

ich dachte nämlich ernsthaft, ich hätte einen "hang" zum "falschen" und ich hab mir sonstwas gedacht, final und unwiderruflich erschien mir alles. ich habe mich dementsprechend schier zu tode geängstigt, als damals @venice von selbstmord geredet hatte, denn eigentlich war mir ein suizidal anmutender gedanke auch nicht fremd: dass alle keinen zweck hat, dass das leben eine ewige wiederholung verdrießlicher erfahrungen ist und dass mich tag für tag meine "dummheit" und "unwissenheit" verlässt und die immer stärker werdende gewissheit, dass wir dankbar sein können, eines tages diese welt verlassen zu dürfen, klarer hervortritt.

solch ein gedanke hat mich geängstigt. es war andererseits glockenklar, dass ich ausgerechnet an solche menschen geraten würde, wenn ich selbst so dachte. also es war klar, irgendwie war es überhaupt keine überraschung, dass ich auf menschen anspringen würde, die ihre probleme eben auch nicht mehr zu lösen versuchen, sondern die meister geworden zu sein glauben im "realistisch sein" und im "ich-will-doch-nur-ein-bißchen-spaß"-haben-wollen.

es war klar, glasklar, dass diese menschen alle ernst zu nehmen waren und mir näher als jeder fluffige mensch "ohne probleme".

jawoll

und so taten wir uns alle kollektiv leid, bis der liebe gott sich wieder was neues ausgedacht hatte, um uns mal aus dem hausgemachten scheintod herauszuheben, das wir dann zumeist wieder verkackt haben und was uns dann nur "bestätigt" hatte und wo wir uns lediglich immer neu gewundert haben, woher bloß diese "verdammte hoffnung" immer wieder gekommen war.

das ist einfach so, dass man immer die dinge sieht, die man sehen will. eine frau, die heute erfahren hat, dass sie schwanger ist, sieht an diesem tag und in den kommenden tagen plötzlich überall schwangere frauen... weil sie aufmerksam geworden ist auf diesen teil unseres lebens und nunmehr bewußt / unbewußt dorthin SCHAUT.

so ist das immer.

tjach

in diesem sinne: ich schließe mich @la_penna an. just do it! du kannst nicht fragen, wie geht das, denn es gibt kein ziel bzw. das ziel wirst du nocht sehr sehr oft korrigieren, also ist das ziel nicht wichtig. wichtiger ist der weg. ich behaupte, den findet nur der, der läuft.

wer läuft, trifft mit jedem einzelnen schritt entscheidungen und lernt dazu. wer aber immer auf die maßnahme wartet oder sich dafür "fit" machen möchte, die und die maßnahme ergreifen zu können, ist einfach nicht am start und wird daher seinen eigenen weg nie beginnen.

gruß

sine

#40
Original von jamie-roseAlso, nun muss ich auch mal was dazu sagen. Das mit deinem Selbstwertgefühl ist zum richtigen Problem für Dich geworden. Hat wohl schon vor vielen Jahren in Deiner Familie angefangen und nun pflegst du Dein Leiden weiter. Das ist alles verständlich, aber wenn man mal darüber nachdenkt...wohin soll denn das führen?

Gehst Du nicht schon mit der Erwartung einer Frau entgegen, dass sie Dich für einen Looser hält? Also, damit ist Dir eigentlich ganz egal, was diese Frau von Dir hält. Du hast Dein Urteil schon gefällt, und zwar über Dich selbst.

Wenn sie Dir nicht gleich um den Hals fällt, heißt das ja noch lang nicht, dass Du schon verloren hast. Und zudem müssen ein paar Dates ja nicht gleich bedeuten, dass man eine Beziehung eingeht. Allerdings scheintst Du das als Messlatte anzulegen.

Ich mein, soll ja vorkommen, dass man sich einfach so gut versteht. Große Erwartungen stehen nun mal in enger Beziehung mit großen Entäuschungen.

Was für Erwartungen hast Du denn an Dich selbst? Das ist doch die eigentliche Frage! Bist Du sehr idealistisch?

Ach und so nebenbei...am weitesten sieht, wer am höchsten fliegt!

Gruß Jamie
Hallo Jamie,

Danke für dein Posting.

Tja, über alles nachzudenken bringt auch nicht viel bis zu einem bestimmten Punkt. Und den hab ich gerade erreicht, nehme ich an.

Ja, ab einem bestimmten Punkt gehe ich schon mit dieser Loser-Haltung auf Frauen zu. Möcht ich eigentlich gar nicht drüber nachdenken, warum und weshalb. Muss ich aber wohl, wenn ich nicht vor mich hin vegetieren will. Und das will ich bestimmt nicht.

Idealistisch? Vielleicht auch. Aber ich hab wohl auch nicht gelernt, mir eigene Ziele zu setzen und dafür zu kämpfen. Hab mich eher abrichten lassen zum Musterschüler, ohne eigenen Willen dahinter.

Irgendwie steckt da ein Perfektionismus dahinter, dem ich aber auch nicht gerecht werden kann. Ich sollte meine Ziele runterschrauben, denk ich.

Glaub, ich mach mal Schluss für heute. Ich muss ausruhen für heute.

Liebe Grüße

Lostinmusic2

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