Hat ihr Heimweh die Liebe zerstört oder ist sie nur durcheinander?
218 Antworten19'760 AufrufeGestartet von danielito ·
Ich könnte sie wieder erschlagen, aber keine Angst, ich tue es nicht. Mich sollte ja eigentlich nichts mehr überraschen, aber am Dienstag arrangiert meine Frau alles, um Sonntag nach Deutschland fliegen zu können, heute rufe ich nochmal an, um zu wissen, ob alles klar geht, und schon redet sie nur unsinniges Zeug. Einerseits hat sie Probleme mit den Ohren, und weiß nicht, ob sie fliegen kann, dann sagt sie mir einerseits, dass sie mich nicht liebt, wirft mir andererseits vor, dass ich nicht Chile will und hinterher legt sie auf. Ich werde mich vor Sonntag nicht mehr melden, aber wenn es nur ein bisschen Gerechtigkeit auf der Welt gibt, wird sie es für den Rest ihres Lebens bereuen und nur an schlechte Männer geraten. Aus Wut habe ich schon meinen Schreibtisch halb kapputt gemacht. Dabei will ich sie eigentlich selber nicht mehr. Ich werde ihr nie verzeihen, dass sie mir vor zwei Jahren selbst vorgeschlagen hat, mich zu heiraten. Ich habe so eine Wut, dass ich Angst habe, sie bei der nächsten Frau auszulassen. Auf Dauer haben mich alle mies behandelt und ich kann keiner mehr vertrauen.
So, dass musste jetzt mal raus.
So, dass musste jetzt mal raus.
Jetzt habe ich mich gar nicht mehr gemeldet und heute nacht werde ich von meinem Schwiegervater geweckt, der mir Bescheid sagt, dass meine Frau geflogen ist. Danach habe ich fast gar nicht mehr schlafen können, ich war eigentlich schon so weit, dass ich mich auch trennen wollte, jetzt müssen wir sehen, was die nächste Zeit bringt. Ich werde aber auf jeden Fall mich bemühen, die Ruhe zu bewahren.
Hallo danielito,
da du dich hier nicht mehr rumtreibst, hoffe ich, dass es dir gut geht, seitdem deine Frau wieder bei dir ist?
Happy-end?
Hoffentlich!
Gruß
Iliana
da du dich hier nicht mehr rumtreibst, hoffe ich, dass es dir gut geht, seitdem deine Frau wieder bei dir ist?
Happy-end?
Hoffentlich!
Gruß
Iliana
Hallo Iliana,
seit langer Zeit bin ich mal wieder hier. Auf der Arbeit habe ich keinen Zugang mehr auf diese Seite und zu Hause war wenig Zeit. Ob es ein Happyend wird oder nicht, ist schwer zu sagen. Die letzten 8 Wochen ging es viel hin und her, zuletzt waren wir 2 Wochen auf Kreta und haben einen schönen Urlaub verbracht , dennoch kann sich meine Frau nicht vorstellen, dauerhaft hier zu leben und tut auch nicht viel dafür. Ich möchte auch nicht wirklich nach Chile und so hängen wir ein bisschen dazwischen, aber ich versuche, mir nicht ständig Sorgen zu machen und auch mal den Augenblick zu genießen.
Bis bald mal,
Danielito
seit langer Zeit bin ich mal wieder hier. Auf der Arbeit habe ich keinen Zugang mehr auf diese Seite und zu Hause war wenig Zeit. Ob es ein Happyend wird oder nicht, ist schwer zu sagen. Die letzten 8 Wochen ging es viel hin und her, zuletzt waren wir 2 Wochen auf Kreta und haben einen schönen Urlaub verbracht , dennoch kann sich meine Frau nicht vorstellen, dauerhaft hier zu leben und tut auch nicht viel dafür. Ich möchte auch nicht wirklich nach Chile und so hängen wir ein bisschen dazwischen, aber ich versuche, mir nicht ständig Sorgen zu machen und auch mal den Augenblick zu genießen.
Bis bald mal,
Danielito
Hallo danielito,
na immerhin bewegt sich etwas. Ich drück euch von Herzen alle Daumen, obwohl ich ihr und dein Dilemma gut verstehen kann. Mit über 30 das Land zu wechseln ist so lustig wirklich nicht.
Und so einfach auch nicht.
Vor allem wenn noch 16 oder 20 (??) Flugstunden dazwischen liegen und das alles ein Wahnsinnsgeld kostet.
Hab aber letztens eine Chilenin kennen gelernt, die der Liebe wegen nach Berlin gegangen ist, sehr froh ist und arbeitet, um Heimatflüge zu bezahlen (zum Glück verdient der Mann genug für den Rest) und es inzwischen auch schafft, ab und an mal Reisen nach Chile zu organisieren, die sie leitet, sodass sie also regelmäßig da ist.
Kann deine Frau nicht sowas machen? Die Frau eines Freundes wollte auch ein Geschäft aufziehen (in diesem Fall was kolumbianisch-deutsches) und eben damit auch 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.
In diesem Sinne
Iliana
na immerhin bewegt sich etwas. Ich drück euch von Herzen alle Daumen, obwohl ich ihr und dein Dilemma gut verstehen kann. Mit über 30 das Land zu wechseln ist so lustig wirklich nicht.
Und so einfach auch nicht.
Vor allem wenn noch 16 oder 20 (??) Flugstunden dazwischen liegen und das alles ein Wahnsinnsgeld kostet.
Hab aber letztens eine Chilenin kennen gelernt, die der Liebe wegen nach Berlin gegangen ist, sehr froh ist und arbeitet, um Heimatflüge zu bezahlen (zum Glück verdient der Mann genug für den Rest) und es inzwischen auch schafft, ab und an mal Reisen nach Chile zu organisieren, die sie leitet, sodass sie also regelmäßig da ist.
Kann deine Frau nicht sowas machen? Die Frau eines Freundes wollte auch ein Geschäft aufziehen (in diesem Fall was kolumbianisch-deutsches) und eben damit auch 2 Fliegen mit einer Klappe schlagen.
In diesem Sinne
Iliana
Hallo Iliana,
leitet die Freundin die Reisen privat, und lässt sich so die Heimreise finanzieren? Das klingt interessant. Meine Frau ist zwar keine ausgebildete Reiseleiterin, aber hat in der Tourismusbranche gearbeitet. Aber meine Frau müsste genauer wissen, was sie will, sie weiß es überhaupt nicht, sie will nicht gern den WInter hier bleiben, aber sich auch nicht trennen, zu Hause ist sie gerne noch Tochter, das hat sie selbst gesagt. Rational betrachtet hat das wenig Zukunft, aber die Gefühle sind noch da, wenigstens kommen sie immer wieder.
leitet die Freundin die Reisen privat, und lässt sich so die Heimreise finanzieren? Das klingt interessant. Meine Frau ist zwar keine ausgebildete Reiseleiterin, aber hat in der Tourismusbranche gearbeitet. Aber meine Frau müsste genauer wissen, was sie will, sie weiß es überhaupt nicht, sie will nicht gern den WInter hier bleiben, aber sich auch nicht trennen, zu Hause ist sie gerne noch Tochter, das hat sie selbst gesagt. Rational betrachtet hat das wenig Zukunft, aber die Gefühle sind noch da, wenigstens kommen sie immer wieder.
Hallo danielito,
die Details kenne ich leider nicht, ich habe es so verstanden, dass sie die Reisen organisiert und eben dann als Reiseleiterin begleitet.
Sie arbeitet auch in Berlin als Stadtführerin mit spanischsprachigen Gästen.
Geht das in Köln/Düsseldorf nicht, dann hätte deine Frau auch mit Ihresgleichen und nicht immer nur mit Deutschen zu tun.
Und es gibt ne Menge Lateinamerika-Anbieter, bei denen sie sich mal umgucken könnte.
Aber richtig, erst mal muss sie wissen was sie will.
Ich weiß, dass das schwer ist, vor allem, wenn der "Preis" so hoch ist.
Mir ist er auch zu hoch (gewesen). Und deswegen bin ich auch wieder allein. Vielleicht hab ich auch gemerkt, dass die Beziehung nicht die Qualität hatte, um den ganzen Verlust auszugleichen.
;(
Bis denne
Iliana
die Details kenne ich leider nicht, ich habe es so verstanden, dass sie die Reisen organisiert und eben dann als Reiseleiterin begleitet.
Sie arbeitet auch in Berlin als Stadtführerin mit spanischsprachigen Gästen.
Geht das in Köln/Düsseldorf nicht, dann hätte deine Frau auch mit Ihresgleichen und nicht immer nur mit Deutschen zu tun.
Und es gibt ne Menge Lateinamerika-Anbieter, bei denen sie sich mal umgucken könnte.
Aber richtig, erst mal muss sie wissen was sie will.
Ich weiß, dass das schwer ist, vor allem, wenn der "Preis" so hoch ist.
Mir ist er auch zu hoch (gewesen). Und deswegen bin ich auch wieder allein. Vielleicht hab ich auch gemerkt, dass die Beziehung nicht die Qualität hatte, um den ganzen Verlust auszugleichen.
;(
Bis denne
Iliana
Danke für die Info. Aber im Prinzip ist es entschieden. Meine Frau hat einen Flug für den 7. November, vorher war es zu teuer. Sie möchte auch gar nicht unbedingt, dass ich nachkomme, auch wenn sich diesbezüglich die Meinung häufiger ändert. Aber ich denke, wir haben jetzt Zeit, noch einiges zu regeln, und dann versucht jeder für sich neuanzufangen.
Viele Grüße,
Danielito
Viele Grüße,
Danielito
Nun ja, klingt leider nicht nach Happy-Ending. Tut mit Leid. Aber wenn sie sicher ist, dass es keine Zukunft gibt, dann ist es wohl besser, dass du dich nicht nach Chile aufmachst.
:trost:
LG
Iliana
:trost:
LG
Iliana
Ja, es ist wohl so. Unabhängig von dem Wohnortproblem merke ich immer wieder, dass wir eigentlich nicht zusammenpassen, auch wenn wir uns nach Streits immer wieder zusammenraufen. Aber die Tatsache,dass meiner Frau ihre Familie viel wichtiger ist, werde ich nie ändern können. Deshalb bezweifle ich, dass sie zur Zeit überhupt für eine langfristige Beziehung in der Lage ist. Jetzt machen wir das beste aus dem Monat, der uns noch bleibt, und danach versucht es jeder ersmal allein.
Dir auch alles Gute und bis demnächst.
Danielito
Dir auch alles Gute und bis demnächst.
Danielito
Ach Mensch, son Monat zum Abschiednehmen ist ja eigentlich auch der totale Masochismus.
Bis dann also.
Gruß
Iliana
Bis dann also.
Gruß
Iliana
Ja, es ist irgendwie pervers. Wir leben so, als ob alles in Ordnung wäre und planen gleichzeitig unseren Abschied. Das kommt mir alles so unwirklich vor, und das macht es so schwierig.
Hallo,
seit langer Zeit melde ich mich noch einmal. Gestern ist meine Frau zurück nach Chile geflogen. Ihren geplanten Abflug hatten wir noch zweimal verschoben, zwischenzeitlich hat meine Frau doch an einem Deutschkurs teilgenommen und sogar (wenn auch halbherzig und deshalb erfolglos) nach Arbeit gesucht. Fast schien es so, dass sie sich einleben würde, sie hat sogar durch den Kurs neue Bekanntschaften geknüpft und hatte einen richtigen Alltag. Auf diese Weise verstanden wir uns meistens sehr gut, nur zwischendurch kamen Rückschläge, meistens waren es durch Heimweh hervorgerufene Aggressionen, die bei mir Gegenaggressionen versursacht haben. Dennoch haben wir uns immer wieder zusammengerauft und eigentlich eine schöne Zeit gehabt.
Gestern haben wir uns dann verabschiedet. Ein Rückflug besteht nur formell, wir haben beide gesagt, dass wir mal sehen, wir sehr wir uns vermissen, aber im Prinzip war uns beiden klar, dass es nach dem ganzen Hin und Her wohl keine Fortsetzung geben kann. Denn wenn meine Frau sich erstmal wieder drüben eingelebt hat, spiele ich keine große Rolle mehr, egal ob ich hier bin oder drüben. Zwischendurch wird sie mich wohl vermissen, aber eine stabile Basis für eine Beziehung ist nicht vorhanden.
Ich weiß gar nicht, wie ich mich fühlen soll, mal bin ich traurig, dann nehme ich das alles nicht so ernst, weil ich weiß, dass sie bisher immer zurück kam. Eigentlich sollte ich versuchen, sie schnell zu vergessen, andererseits will ich das gar nicht. Dreieinhalb Jahre, wenn auch mit Unterbrechungen, sind eine lange Zeit, vorgestern haben wir noch mit Freunden Silvester gefeiert und jetzt ist alles vorbei? Irgendwie ist das so komisch. Wenigstens habe ich in einem klaren Moment vorgesorgt und im November mit ihr einen Ehevertrag abgeschlossen, so dass die Folgen einer möglichen Scheidung zu unserer beider Zufriedenheit geregelt sind. Aber irgendwie kann ich nicht glauben, dass das wirklich so kommt.
Vor ihrer Abreise hatte ich mir fest vorgenommen, schnell einen Urlaub für mich zu buchen, um von der ganzen Sache Abstand zu nehmen, jetzt habe ich Angst davor, das umzusetzen, weil immer noch die versteckte Hoffnung da ist, sie könnte zurückkehren. Ich hoffe, dass ich bald klarer sehe.
Viele Grüße,
Danielito
seit langer Zeit melde ich mich noch einmal. Gestern ist meine Frau zurück nach Chile geflogen. Ihren geplanten Abflug hatten wir noch zweimal verschoben, zwischenzeitlich hat meine Frau doch an einem Deutschkurs teilgenommen und sogar (wenn auch halbherzig und deshalb erfolglos) nach Arbeit gesucht. Fast schien es so, dass sie sich einleben würde, sie hat sogar durch den Kurs neue Bekanntschaften geknüpft und hatte einen richtigen Alltag. Auf diese Weise verstanden wir uns meistens sehr gut, nur zwischendurch kamen Rückschläge, meistens waren es durch Heimweh hervorgerufene Aggressionen, die bei mir Gegenaggressionen versursacht haben. Dennoch haben wir uns immer wieder zusammengerauft und eigentlich eine schöne Zeit gehabt.
Gestern haben wir uns dann verabschiedet. Ein Rückflug besteht nur formell, wir haben beide gesagt, dass wir mal sehen, wir sehr wir uns vermissen, aber im Prinzip war uns beiden klar, dass es nach dem ganzen Hin und Her wohl keine Fortsetzung geben kann. Denn wenn meine Frau sich erstmal wieder drüben eingelebt hat, spiele ich keine große Rolle mehr, egal ob ich hier bin oder drüben. Zwischendurch wird sie mich wohl vermissen, aber eine stabile Basis für eine Beziehung ist nicht vorhanden.
Ich weiß gar nicht, wie ich mich fühlen soll, mal bin ich traurig, dann nehme ich das alles nicht so ernst, weil ich weiß, dass sie bisher immer zurück kam. Eigentlich sollte ich versuchen, sie schnell zu vergessen, andererseits will ich das gar nicht. Dreieinhalb Jahre, wenn auch mit Unterbrechungen, sind eine lange Zeit, vorgestern haben wir noch mit Freunden Silvester gefeiert und jetzt ist alles vorbei? Irgendwie ist das so komisch. Wenigstens habe ich in einem klaren Moment vorgesorgt und im November mit ihr einen Ehevertrag abgeschlossen, so dass die Folgen einer möglichen Scheidung zu unserer beider Zufriedenheit geregelt sind. Aber irgendwie kann ich nicht glauben, dass das wirklich so kommt.
Vor ihrer Abreise hatte ich mir fest vorgenommen, schnell einen Urlaub für mich zu buchen, um von der ganzen Sache Abstand zu nehmen, jetzt habe ich Angst davor, das umzusetzen, weil immer noch die versteckte Hoffnung da ist, sie könnte zurückkehren. Ich hoffe, dass ich bald klarer sehe.
Viele Grüße,
Danielito
Meine Güte danielito,
ihr habt euch ja echt Gewalt angetan, die ganze Zeit zusammen, um sich dann doch zu trennen.
Vielleicht vermisst sie dich ja doch genug? Ich denk ja, jede Trennung ist auch ne Chance. Entweder man sieht, was man hatte. Oder man gibt eben das auf, was nicht (mehr) funktioniert.
Wär dir zu wünschen, aber ich bin ja eigentlich wie sie gewesen. Ich hab meinen Ex-Freund auch gequält mit meiner Abneigung gegen vieles in seinem Land (er hatte natürlich auch einen Haufen von Vorurteilen über Deutsche im Kopf...) und bin letztlich gegangen, weil ich dort keine Perspektive für mich gesehen habe (und die Beziehung nicht so gut lief, dass sie das alles kompensiert hätte).
Es tut mir Leid und ich wünsch dir gute Nerven und einen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb um die kommenden Wochen gut zu überstehen.
Bis bald und lG
Iliana
ihr habt euch ja echt Gewalt angetan, die ganze Zeit zusammen, um sich dann doch zu trennen.
Vielleicht vermisst sie dich ja doch genug? Ich denk ja, jede Trennung ist auch ne Chance. Entweder man sieht, was man hatte. Oder man gibt eben das auf, was nicht (mehr) funktioniert.
Wär dir zu wünschen, aber ich bin ja eigentlich wie sie gewesen. Ich hab meinen Ex-Freund auch gequält mit meiner Abneigung gegen vieles in seinem Land (er hatte natürlich auch einen Haufen von Vorurteilen über Deutsche im Kopf...) und bin letztlich gegangen, weil ich dort keine Perspektive für mich gesehen habe (und die Beziehung nicht so gut lief, dass sie das alles kompensiert hätte).
Es tut mir Leid und ich wünsch dir gute Nerven und einen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb um die kommenden Wochen gut zu überstehen.
Bis bald und lG
Iliana
Ja das stimmt. Es war schon komisch, aber ich hatte zwischendruch immer wieder das Gefühl, es könnte sich zum positiven wenden. Jetzt versuche ich von meiner Seite aus ertsmal, den Schlusstrich zu akzeptieren. Sollte sie sich selbst melden, höre ich mir alles an, aber von mir aus ergreife ich keine Initiative.
Schon komisch. Wir haben uns so aneinander gewohnt, und das war´s jetzt? Und so etwas nennt sich Ehe? Gestern habe ich per Zufall mitbekommen, dass meine Frau überlegt mit ihrer Mutter im Februar Urlaub zu machen. Sie kümmert sich also um sich selbst, infolgedessen tue ich das auch. Habe mich eben für eine Gruppenreise nach Teneriffa im März angemeldet. Diesmal will ich den Urlaub nicht stornieren, wie ich es im September schonmal getan habe.
Iliana, in welchem Land warst du denn? Das mit den Vorurteilen kann einen ganz schön nerven. Es kommt ziemlich arrogant rüber und ist einfach nur dumm. Ansonsten sollte man schon versuchen, Standort und Beziehung auseinder zu halten. Wenn es aber insgesamt nicht stimmt dann geht es halt nicht.
Liebe Grüße,
Daniel
Schon komisch. Wir haben uns so aneinander gewohnt, und das war´s jetzt? Und so etwas nennt sich Ehe? Gestern habe ich per Zufall mitbekommen, dass meine Frau überlegt mit ihrer Mutter im Februar Urlaub zu machen. Sie kümmert sich also um sich selbst, infolgedessen tue ich das auch. Habe mich eben für eine Gruppenreise nach Teneriffa im März angemeldet. Diesmal will ich den Urlaub nicht stornieren, wie ich es im September schonmal getan habe.
Iliana, in welchem Land warst du denn? Das mit den Vorurteilen kann einen ganz schön nerven. Es kommt ziemlich arrogant rüber und ist einfach nur dumm. Ansonsten sollte man schon versuchen, Standort und Beziehung auseinder zu halten. Wenn es aber insgesamt nicht stimmt dann geht es halt nicht.
Liebe Grüße,
Daniel
Jetzt sind zwei Wochen seit der Abreise meiner Frau vergangen und es geht mir schlechter als am Anfang. Meine Frau hat schnell per Mail mit mir Kontakt aufgenommen, ihre neue Handynummer hinterlassen und wir haben auch 2 oder 3 mal gesprochen. Sie denkt darüber nach, zurück zu kommen, aber wann und ob überhaupt, lässt sie offen. Unverbindlich wie immer.
Das stört mich und es gab im letzten Jahr soviel, das mich dazu bringen sollte Schluss zu machen, aber ich vermisse sie, bei jeder emotionalen Szene im Fernsehen oder jedem traurigen Lied im Radio kommen mir die Tränen, manchmal breche ich richtig in Tränen aus. Ich merke, dass meine Frau mich auch vermisst, aber ich weiß auch, dass ihre Familie wieder klammern wird, und nach einer Weile wird sie sich wieder eingelebt haben. Die Situation ist so verzwickt, ich hatte mir so vorgenommen, nach ihrer Abreise mein neues Leben anzufangen, aber im Moment kann ich und will ich es nicht. Ist vielleich noch ein bisschen zu früh. Außerdem habe ich immer noch Hoffnung, dass es weitergeht, obwohl mir wohl jeder in meinem Umfeld davon abraten würde.
Viele Grüße,
Danielito
Das stört mich und es gab im letzten Jahr soviel, das mich dazu bringen sollte Schluss zu machen, aber ich vermisse sie, bei jeder emotionalen Szene im Fernsehen oder jedem traurigen Lied im Radio kommen mir die Tränen, manchmal breche ich richtig in Tränen aus. Ich merke, dass meine Frau mich auch vermisst, aber ich weiß auch, dass ihre Familie wieder klammern wird, und nach einer Weile wird sie sich wieder eingelebt haben. Die Situation ist so verzwickt, ich hatte mir so vorgenommen, nach ihrer Abreise mein neues Leben anzufangen, aber im Moment kann ich und will ich es nicht. Ist vielleich noch ein bisschen zu früh. Außerdem habe ich immer noch Hoffnung, dass es weitergeht, obwohl mir wohl jeder in meinem Umfeld davon abraten würde.
Viele Grüße,
Danielito
Ach Mensch. Es wird besser, glaub mir, auch wenn's nicht so aussieht im Moment.
Ich wünsch dir natürlich, dass sie zurückkommt. Aber ob es Sinn hat, wenn sie nicht ohne ihre Familie leben will und sich hier nicht eingewöhnen kann?
Mir fällt grad nix Tröstendes ein.
:(
:trost:
LG
Iliana
Ich wünsch dir natürlich, dass sie zurückkommt. Aber ob es Sinn hat, wenn sie nicht ohne ihre Familie leben will und sich hier nicht eingewöhnen kann?
Mir fällt grad nix Tröstendes ein.
:(
:trost:
LG
Iliana
Das ist ja gerade das Problem. Wahrscheinlich würden wir uns beide freuen, wenn wir uns bald sehen könnten, hier oder dort. Ich habe schon wieder meinen Urlaub nach Teneriffa ohne sie angezweifelt, obwohl ich weiß, dass es unvernünftig wäre, wieder einen Urlaub ihretwegen zu stornieren.
Ich bezweifle auch, ob es eine langfristige Perspektive für uns gibt. Sie würde, wenn überhaupt, nur auf Probe kommen und schnell wieder einen Rückflug in der Hinterhand haben wollen.
Aus psychologischer Sicht wäre es am vernünftigsten, mich von ihr zu verabschieden, aber ich bin noch lange nicht so weit, und ich weiß, dass sie auch noch zwischen den Stühlen hängt. Mir ist auch bei einer Videokonferenz aufgefallen, dass sie noch unseren Ehering trägt.
Ich glaube, ich verliere gerade wertvolle Lebenszeit, indem ich versuche, das Problem auszusitzen, aber ich kann und will nicht anders im Moment.
Ich bezweifle auch, ob es eine langfristige Perspektive für uns gibt. Sie würde, wenn überhaupt, nur auf Probe kommen und schnell wieder einen Rückflug in der Hinterhand haben wollen.
Aus psychologischer Sicht wäre es am vernünftigsten, mich von ihr zu verabschieden, aber ich bin noch lange nicht so weit, und ich weiß, dass sie auch noch zwischen den Stühlen hängt. Mir ist auch bei einer Videokonferenz aufgefallen, dass sie noch unseren Ehering trägt.
Ich glaube, ich verliere gerade wertvolle Lebenszeit, indem ich versuche, das Problem auszusitzen, aber ich kann und will nicht anders im Moment.
Hallo danielito,
es ist schon scheiße, wenn man solche Prioriäten setzen muss und nicht weiß, welcher Preis/Verlust geringer wiegt.
Ich kann sie verstehen, ich kann dich verstehen. Ich kenne mehrere bikulturelle Ehen, meistens ist es die Frau, die mitgeht, und ich weiß auch, was diese Frauen mit 60 sagen, wenn sie schon 30-40 Jahren im Land ihrer Männer leben.
Die meisten haben - auch wenn es ihnen gut geht, sie Kinder dort haben etc. - ein Gefühl der Entwurzelung, sie sind dort nicht zuhause, aber in ihrem Herkunftsland sind sie es auch nicht mehr, weil das Leben da auch weiter gegangen ist.
Zumindest die, mit denen ich gesprochen habe.
Natürlich sagen viele, dass es auch eine Bereicherung ist, eine zweite Kultur so gut kennen zu lernen, eine andere Sprache zu sprechen etc.
So im Sinne von "man lebt dann zweimal". Aber man "zahlt" eben auch etwas dafür. Oder manchmal.
Kommt sicher auch auf den Typ an.
Vielleicht gibt es auch die "gewinnorientierten" Typen, die nur das Positive von beiden mitnehmen und das so gut, dass es keinen Verlust gibt.
Ich glaube, dass es besser ist, wenn man so etwas eher früh macht, über 30 werden die Bindungen an die Eltern, Familie etc. wieder stärker, auch das Sicherheitsbedürfnis. Wenn man 24 ist, denkt man an so etwas und die Tragweiter einer solchen Entscheidung nicht.
Und man hat mehr Zeit zum Ausprobieren und wenn's halt schief geht, hat man noch genügend Zeit, wieder zurückzugehen, was anderes aufzubauen usw.
Die wertvolle Lebenszeit.
Ich war lange eine schlechte Loslasserin und tu mich auch jetzt noch schwer. Jetzt habe ich einmal sehr schnell losgelassen und mich auch nicht mit Haut und Haaren einer Sache ausgeliefert und nun, jetzt denk ich, das war auch falsch.
?(
Wer weiß schon, was richtig ist? Nix ist vorprogrammiert. Vielleicht kommt sie, vielleicht gehst du doch hin, viell war's das.
Mach einfach das, was DU für richtig hältst, denn die Konsequenzen trägst DU und nicht deine Familie und deine Freunde auch nicht.
Es ist dein Leben. Wenn du Zeit zum Trauern brauchst, dann nimm sie dir. Wenn du dann merkst, es reicht, dann bist du schon über den größten Berg.
Außerdem ist das bei Männern eh weniger tragisch, weil ihr keine biologische Uhr habt.
Für Frauen is insoweit "Nicht-weiter-gehen-können" entschieden schwieriger.
Bis bald
Iliana *auchmalwiederschwerstgeknickt*
es ist schon scheiße, wenn man solche Prioriäten setzen muss und nicht weiß, welcher Preis/Verlust geringer wiegt.
Ich kann sie verstehen, ich kann dich verstehen. Ich kenne mehrere bikulturelle Ehen, meistens ist es die Frau, die mitgeht, und ich weiß auch, was diese Frauen mit 60 sagen, wenn sie schon 30-40 Jahren im Land ihrer Männer leben.
Die meisten haben - auch wenn es ihnen gut geht, sie Kinder dort haben etc. - ein Gefühl der Entwurzelung, sie sind dort nicht zuhause, aber in ihrem Herkunftsland sind sie es auch nicht mehr, weil das Leben da auch weiter gegangen ist.
Zumindest die, mit denen ich gesprochen habe.
Natürlich sagen viele, dass es auch eine Bereicherung ist, eine zweite Kultur so gut kennen zu lernen, eine andere Sprache zu sprechen etc.
So im Sinne von "man lebt dann zweimal". Aber man "zahlt" eben auch etwas dafür. Oder manchmal.
Kommt sicher auch auf den Typ an.
Vielleicht gibt es auch die "gewinnorientierten" Typen, die nur das Positive von beiden mitnehmen und das so gut, dass es keinen Verlust gibt.
Ich glaube, dass es besser ist, wenn man so etwas eher früh macht, über 30 werden die Bindungen an die Eltern, Familie etc. wieder stärker, auch das Sicherheitsbedürfnis. Wenn man 24 ist, denkt man an so etwas und die Tragweiter einer solchen Entscheidung nicht.
Und man hat mehr Zeit zum Ausprobieren und wenn's halt schief geht, hat man noch genügend Zeit, wieder zurückzugehen, was anderes aufzubauen usw.
Die wertvolle Lebenszeit.
Ich war lange eine schlechte Loslasserin und tu mich auch jetzt noch schwer. Jetzt habe ich einmal sehr schnell losgelassen und mich auch nicht mit Haut und Haaren einer Sache ausgeliefert und nun, jetzt denk ich, das war auch falsch.
?(
Wer weiß schon, was richtig ist? Nix ist vorprogrammiert. Vielleicht kommt sie, vielleicht gehst du doch hin, viell war's das.
Mach einfach das, was DU für richtig hältst, denn die Konsequenzen trägst DU und nicht deine Familie und deine Freunde auch nicht.
Es ist dein Leben. Wenn du Zeit zum Trauern brauchst, dann nimm sie dir. Wenn du dann merkst, es reicht, dann bist du schon über den größten Berg.
Außerdem ist das bei Männern eh weniger tragisch, weil ihr keine biologische Uhr habt.
Für Frauen is insoweit "Nicht-weiter-gehen-können" entschieden schwieriger.
Bis bald
Iliana *auchmalwiederschwerstgeknickt*
Hallo Iliana,
natürlich ist es schwer, die Heimat zu verlassen, und generell eine Entscheidung zu treffen, wenn beides starke Vor- und Nachteile bietet.
Meine frau hat nur schon mehrfach die Entscheidung in einer Richtiung getroffen und dann wieder kehrt gemacht. Auch wenn sie es nicht absichtlich macht, ist es schon unfair und zermürbt uns beide auf Dauer. Ich bin auch Schuld, dass ich immer alles mitgemacht habe und jetzt wieder soviel Gefühle aufgebaut habe, dass es mir schwer fällt Konsequenzen zu ziehen. Im Sommer fühlte ich mich da schon weiter, aber das Zusammenleben über fast ein halbes Jahr hat vieles verändert.
Langsam bekomme ich wenigstens wieder Lust, etwas zu unternehmen und raus zu gehen, aber ich muss erstmal wieder Kontakte reaktivieren oder neu aufbauen.
Ich hoffe, ich werde bald klarer.
Viele Grüße,
Danielito
natürlich ist es schwer, die Heimat zu verlassen, und generell eine Entscheidung zu treffen, wenn beides starke Vor- und Nachteile bietet.
Meine frau hat nur schon mehrfach die Entscheidung in einer Richtiung getroffen und dann wieder kehrt gemacht. Auch wenn sie es nicht absichtlich macht, ist es schon unfair und zermürbt uns beide auf Dauer. Ich bin auch Schuld, dass ich immer alles mitgemacht habe und jetzt wieder soviel Gefühle aufgebaut habe, dass es mir schwer fällt Konsequenzen zu ziehen. Im Sommer fühlte ich mich da schon weiter, aber das Zusammenleben über fast ein halbes Jahr hat vieles verändert.
Langsam bekomme ich wenigstens wieder Lust, etwas zu unternehmen und raus zu gehen, aber ich muss erstmal wieder Kontakte reaktivieren oder neu aufbauen.
Ich hoffe, ich werde bald klarer.
Viele Grüße,
Danielito
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