Kann er vor Stress seine Liebe für mich vergessen haben??
949 Antworten56'089 AufrufeGestartet von ocean ·
Liebe Mariala!
Tut mir leid das der njm keine Zeit hatte heute abend, aber wie du ja selbst weisst hat das sicher nichts mit Dir zu tun! Ich hoffe Du hast noch was schoenes gemacht! Vielleicht seht ihr Euch einen anderen Abend am Wochenende? Oder ist er ganz ausgebucht? Ich gehe heute abend zum Poker, das wird sicher nett! Und morgen abend hat noch jemand Geburtstag. Ist zwar keine Party, aber wir gehen in eine Bar, da gehe ich dann mit meinem Freund zusammen hin. Heute abend bin ich aber alleine unterwegs.
Auch wenn Du schreibst das die Auszeit von den Maennern nichts vereinfacht hat, es klingt ja schon so als wenn Du Dir sehr sicher bist das Du eben nicht mit Deinem Ex zusammensein kannst, obwohl Du ihn magst, das es einfach nicht gehen wuerde. Keine leichte Erkenntnis, und sicher ist er entaeuscht, das kann man ja gut verstehen, aber doch schon eine Erkenntnis, die wichtig fuer Dich ist. Denn es zeigt das Du in gewissem Masse drueber hinweg bist, finde ich. Das Du eben nicht mehr zurueck willst, weil Du glaubst das es eben nicht geht, Dir nicht guttut. Das Dir das leidtut kann ich verstehen, und das Du ihn trotzdem vermisst, aber es ist halt nicht mehr dieses verzweifelte vermissen, es ist eine gewisse Ruhe drin weil Du klarer siehst wo Du stehst, was Du willst. So klingt es jedenfalls.
Wegen dem Weggehen: Mein Freund ist ja Postdoc hier, und eigentlich fuer drei Jahre. Die sind diesen Sommer um. Aber da er noch keine Veroeffentlichungen hat wird es schwer fuer ihn sein einen anderen, besseren Job in der Wissenschaft zu finden, und ausserdem haengt das Projekt an ihm, sein Prof hat sich da relativ rausgezogen. Daher war klar das er wohl noch ein Jahr Postdoc ranhaengen wuerde, das geht wohl. Aber da er jetzt diesen Job in der Antarktis erwaehnt hat hat sein Prof Schiss gekriegt das er geht und dann das Projekt zusammenbricht, und hat ihm deshalb angeboten das er mehr Geld kriegt ab Sommer und auch Reserach Assistent wird, das ist wohl etwas besser als Postdoc. Das wird er also machen. Und das Projekt an sich laeuft auch noch 5 Jahre oder so, und ich denke sein Prof wuerde ihn gerne behalten wollen, aber mein Freund will gerne weg, er mag die Richtung nicht in die sich das Projekt entwicklet hat, will seinen Schwerpunkt woanders setzten. Und dazu muss er weggehen. Das er nicht bis zum Ende meiner Doktorarbeit hier sein wuerde war von Anfang an abzusehen, aber wir haben immer damit gerechnet das er bis Sommer 2007 hier ist, und ich werde Sommer 208 fertig. Und dann vielleicht weggeht, vielleicht auch nicht. Und damals war sein Plan in Nordamerika zu bleiben, also durchaus erreichbar. Inzwischen sieht es so aus als wenn er eher weggeht, weil er eben hier nicht zufrieden ist, gerne was anderes machen will. Nicht weniger stressig, aber was wo er mehr dahinter steht. Es ist also noch nicht so bald, noch 1,5 Jahre, aber doch irgendwie nahe. Und vorallem guckt er halt jetzt schon dauernd nach Jobs, und ich denke es ist ihm wirklich ernst. Ich hatte immer gehoft er bleib doch hier, weil es ja so aussah als wenn das Projekt Geld hat, und er ja auch jedes Jahr in die Arktis kann, was er so gerne mag. Allerdings lieber alleine, nicht so wie dieses Jahr. Und naechstes Jahr sollen wohl auch wieder welche mit, und das mag er nicht so, er ist eben "unsozial" wie er immer sagt. Mir tut es aber schon weh das er nur fuer sich plannt, und ich anscheindend gar keine Groesse in seiner Rechnung bin. Denn 33 Monate Antarktis, das waere schon hart (ich meine, das sind fast drei Jahre!), und irgendwie empfinde ich das auch als eine Art Flucht vor mir. Er sagt es mir zwar das er drueber nachdenkt, aber nicht in einer Art als wenn er wissen moechte was ich dazu sage, nur so "Das habe ich gesehen, das waere doch toll, da wuerde ich mich gerne bewerben". Das tut weh, eindeutig. Vielleicht macht er es auch mit Absicht, und mir klar zu zeigen das ich keine wichtige Groesse fuer ihn bin, er es nicht ernst meint? Will er mich verschrecken? Damit ich gehe, er nicht Schluss machen muss? Ich wuerde auch nicht alles fuer ihn aufgeben, wenn es nur einen Job gaebe und sonst nur Arbeitslosigkeit, aber ich wuerde ihn in die Entscheidung mit einbeziehen, ueberlegen wie und wieoft wir uns sehen koennten, etc. Na ja, bei Antarktis waere das einfach: Gar nicht, geht halt einfach nicht! Aber muss man dann nicht erst Recht drueber reden? Ich meine, ich warte sicher nicht drei Jahre wenn ich mir nicht ganz sicher bin das er der Mann fuers Leben ist. Ich glaube sogar ich koennte nicht drei Jahre warten, dafuer brauche ich Naehe zu viel. Na ja, an sich steht das ja nicht an, er hat sich ja nichtmal beworben, ganz zu schweigen davon das er ja auch erstmal genommen werden muesste. Aber trotzdem, alleine solche Plaene tun mir weh! In die Arktis geht er sicher wieder, einmal wohl im Fruehjahr, ein paar Wochen (2-3) und dann im Herbst wieder (4-6 Wochen). Das ist ja auch okay, ist ja was anderes als wenn er sich fuer 2-3 Jahre auf einem unzugaenglichen Kontinent vergraben will! Ich meine, wie gesagt ist die Antarktis auch mein Traum, daher kann ich den Reiz verstehen, aber ich denke nicht das ich da fuer 3 Jahre hinwollte, ein Jahr waere maximum, und auch das wohl nur wenn ich alleine waere. Und wenn nicht wuerde ich das auf alle Faelle ganz genau mit meinem Partner besprechen, nicht einfach so nebenbei erwaehnen.
Ob wir dieses Gleichgewicht finden koennen, das ist wohl die grosse Frage. Ich hoffe es, und wuerde ja auch einiges dafuer tun, nun ist die Frage ob er es wirklich will, und kann, und ob er wirklich ehrlich ist, zu sich und mir. Denn wenn fuer ihn eh schon klar ist das wir im Sommer auseinander ziehen, und das er naechtes Jahr weg geht, ohne das mit mir irgendwie gross abzustimmen, darauf hoffend das sich diese Beziehung wie alle davor ohne grossen Stress von alleine erledigen, dann kann es im Prinzip schon jetzt vorbei sein. Denn wie gesagt, wenn die Zukunft eh schon weg ist, dann kann ich die Beziehung auch in der Gegenwart nicht mehr fuehren. Das geht fuer Urlaubsflirts, kurze Affairen, aber nicht fuer die Art Bezieung die ich mit ihm habe, mit der Art von Gefuehlen. Es wird sich also wohl alles in den naechsten Monaten entscheiden, und das Aquarium was ich mir wuensche werde ich daher wohl nicht anschaffen, denn wer weiss wo ich in 5 Monaten bin, und bei den teilweise sehr kleinen Zimmern hier (in meiner Preiskategorie) waere es wohl nur im Weg...aber "praktischweise" ist ja meine Kamera kaputt gegangen, also werde ich mir zum geburtstag naechsten Monat eine neue wuenschen, anstelle des Aquariums. Das ist ja auch was schoenes, da ich so gerne fotographiere. Und sehr viel transportabler!
Jetzt freue ich mich auf einen netten abend! Ich hoffe nur es fragt keiner ob wir bald heiraten, das hat einer vor Weihnachten gemacht, so ganz nebenbei, und da hab ich fast geheult....aber mitbekommen hat es wohl keiner, ich war ganz cool nach aussen hin, habe erklaert das er aus Prinzip nicht heiraten will, und das es mir auch nicht so wichtig ist (was stimmt). Aber sowas kann ich alt gerade gar nicht gebrauchen, da es das Gegenteil davon ist was gerade wirklich ansteht! Aber wird schon nicht nochmal passieren, und es gibt ja auch lecker Wein, zum Ablenken :) )
Dir ein schoenes Wochenende,
:schmatz:
ocean
Tut mir leid das der njm keine Zeit hatte heute abend, aber wie du ja selbst weisst hat das sicher nichts mit Dir zu tun! Ich hoffe Du hast noch was schoenes gemacht! Vielleicht seht ihr Euch einen anderen Abend am Wochenende? Oder ist er ganz ausgebucht? Ich gehe heute abend zum Poker, das wird sicher nett! Und morgen abend hat noch jemand Geburtstag. Ist zwar keine Party, aber wir gehen in eine Bar, da gehe ich dann mit meinem Freund zusammen hin. Heute abend bin ich aber alleine unterwegs.
Auch wenn Du schreibst das die Auszeit von den Maennern nichts vereinfacht hat, es klingt ja schon so als wenn Du Dir sehr sicher bist das Du eben nicht mit Deinem Ex zusammensein kannst, obwohl Du ihn magst, das es einfach nicht gehen wuerde. Keine leichte Erkenntnis, und sicher ist er entaeuscht, das kann man ja gut verstehen, aber doch schon eine Erkenntnis, die wichtig fuer Dich ist. Denn es zeigt das Du in gewissem Masse drueber hinweg bist, finde ich. Das Du eben nicht mehr zurueck willst, weil Du glaubst das es eben nicht geht, Dir nicht guttut. Das Dir das leidtut kann ich verstehen, und das Du ihn trotzdem vermisst, aber es ist halt nicht mehr dieses verzweifelte vermissen, es ist eine gewisse Ruhe drin weil Du klarer siehst wo Du stehst, was Du willst. So klingt es jedenfalls.
Wegen dem Weggehen: Mein Freund ist ja Postdoc hier, und eigentlich fuer drei Jahre. Die sind diesen Sommer um. Aber da er noch keine Veroeffentlichungen hat wird es schwer fuer ihn sein einen anderen, besseren Job in der Wissenschaft zu finden, und ausserdem haengt das Projekt an ihm, sein Prof hat sich da relativ rausgezogen. Daher war klar das er wohl noch ein Jahr Postdoc ranhaengen wuerde, das geht wohl. Aber da er jetzt diesen Job in der Antarktis erwaehnt hat hat sein Prof Schiss gekriegt das er geht und dann das Projekt zusammenbricht, und hat ihm deshalb angeboten das er mehr Geld kriegt ab Sommer und auch Reserach Assistent wird, das ist wohl etwas besser als Postdoc. Das wird er also machen. Und das Projekt an sich laeuft auch noch 5 Jahre oder so, und ich denke sein Prof wuerde ihn gerne behalten wollen, aber mein Freund will gerne weg, er mag die Richtung nicht in die sich das Projekt entwicklet hat, will seinen Schwerpunkt woanders setzten. Und dazu muss er weggehen. Das er nicht bis zum Ende meiner Doktorarbeit hier sein wuerde war von Anfang an abzusehen, aber wir haben immer damit gerechnet das er bis Sommer 2007 hier ist, und ich werde Sommer 208 fertig. Und dann vielleicht weggeht, vielleicht auch nicht. Und damals war sein Plan in Nordamerika zu bleiben, also durchaus erreichbar. Inzwischen sieht es so aus als wenn er eher weggeht, weil er eben hier nicht zufrieden ist, gerne was anderes machen will. Nicht weniger stressig, aber was wo er mehr dahinter steht. Es ist also noch nicht so bald, noch 1,5 Jahre, aber doch irgendwie nahe. Und vorallem guckt er halt jetzt schon dauernd nach Jobs, und ich denke es ist ihm wirklich ernst. Ich hatte immer gehoft er bleib doch hier, weil es ja so aussah als wenn das Projekt Geld hat, und er ja auch jedes Jahr in die Arktis kann, was er so gerne mag. Allerdings lieber alleine, nicht so wie dieses Jahr. Und naechstes Jahr sollen wohl auch wieder welche mit, und das mag er nicht so, er ist eben "unsozial" wie er immer sagt. Mir tut es aber schon weh das er nur fuer sich plannt, und ich anscheindend gar keine Groesse in seiner Rechnung bin. Denn 33 Monate Antarktis, das waere schon hart (ich meine, das sind fast drei Jahre!), und irgendwie empfinde ich das auch als eine Art Flucht vor mir. Er sagt es mir zwar das er drueber nachdenkt, aber nicht in einer Art als wenn er wissen moechte was ich dazu sage, nur so "Das habe ich gesehen, das waere doch toll, da wuerde ich mich gerne bewerben". Das tut weh, eindeutig. Vielleicht macht er es auch mit Absicht, und mir klar zu zeigen das ich keine wichtige Groesse fuer ihn bin, er es nicht ernst meint? Will er mich verschrecken? Damit ich gehe, er nicht Schluss machen muss? Ich wuerde auch nicht alles fuer ihn aufgeben, wenn es nur einen Job gaebe und sonst nur Arbeitslosigkeit, aber ich wuerde ihn in die Entscheidung mit einbeziehen, ueberlegen wie und wieoft wir uns sehen koennten, etc. Na ja, bei Antarktis waere das einfach: Gar nicht, geht halt einfach nicht! Aber muss man dann nicht erst Recht drueber reden? Ich meine, ich warte sicher nicht drei Jahre wenn ich mir nicht ganz sicher bin das er der Mann fuers Leben ist. Ich glaube sogar ich koennte nicht drei Jahre warten, dafuer brauche ich Naehe zu viel. Na ja, an sich steht das ja nicht an, er hat sich ja nichtmal beworben, ganz zu schweigen davon das er ja auch erstmal genommen werden muesste. Aber trotzdem, alleine solche Plaene tun mir weh! In die Arktis geht er sicher wieder, einmal wohl im Fruehjahr, ein paar Wochen (2-3) und dann im Herbst wieder (4-6 Wochen). Das ist ja auch okay, ist ja was anderes als wenn er sich fuer 2-3 Jahre auf einem unzugaenglichen Kontinent vergraben will! Ich meine, wie gesagt ist die Antarktis auch mein Traum, daher kann ich den Reiz verstehen, aber ich denke nicht das ich da fuer 3 Jahre hinwollte, ein Jahr waere maximum, und auch das wohl nur wenn ich alleine waere. Und wenn nicht wuerde ich das auf alle Faelle ganz genau mit meinem Partner besprechen, nicht einfach so nebenbei erwaehnen.
Ob wir dieses Gleichgewicht finden koennen, das ist wohl die grosse Frage. Ich hoffe es, und wuerde ja auch einiges dafuer tun, nun ist die Frage ob er es wirklich will, und kann, und ob er wirklich ehrlich ist, zu sich und mir. Denn wenn fuer ihn eh schon klar ist das wir im Sommer auseinander ziehen, und das er naechtes Jahr weg geht, ohne das mit mir irgendwie gross abzustimmen, darauf hoffend das sich diese Beziehung wie alle davor ohne grossen Stress von alleine erledigen, dann kann es im Prinzip schon jetzt vorbei sein. Denn wie gesagt, wenn die Zukunft eh schon weg ist, dann kann ich die Beziehung auch in der Gegenwart nicht mehr fuehren. Das geht fuer Urlaubsflirts, kurze Affairen, aber nicht fuer die Art Bezieung die ich mit ihm habe, mit der Art von Gefuehlen. Es wird sich also wohl alles in den naechsten Monaten entscheiden, und das Aquarium was ich mir wuensche werde ich daher wohl nicht anschaffen, denn wer weiss wo ich in 5 Monaten bin, und bei den teilweise sehr kleinen Zimmern hier (in meiner Preiskategorie) waere es wohl nur im Weg...aber "praktischweise" ist ja meine Kamera kaputt gegangen, also werde ich mir zum geburtstag naechsten Monat eine neue wuenschen, anstelle des Aquariums. Das ist ja auch was schoenes, da ich so gerne fotographiere. Und sehr viel transportabler!
Jetzt freue ich mich auf einen netten abend! Ich hoffe nur es fragt keiner ob wir bald heiraten, das hat einer vor Weihnachten gemacht, so ganz nebenbei, und da hab ich fast geheult....aber mitbekommen hat es wohl keiner, ich war ganz cool nach aussen hin, habe erklaert das er aus Prinzip nicht heiraten will, und das es mir auch nicht so wichtig ist (was stimmt). Aber sowas kann ich alt gerade gar nicht gebrauchen, da es das Gegenteil davon ist was gerade wirklich ansteht! Aber wird schon nicht nochmal passieren, und es gibt ja auch lecker Wein, zum Ablenken :) )
Dir ein schoenes Wochenende,
:schmatz:
ocean
Liebe ocean,
irgendwie ist es schon seltsam. Dein Freund scheint eine Mischung aus meinen beiden Exfreunden zu sein… Bei meinem Ex war es auch so, dass er sich schnell eingeengt fühlte und das, obwohl wir 300 km weit entfernt wohnten. Aber es lag nicht an der räumlichen Nähe, sondern weil er es für ihn ungewohnt war, Dinge planen zu müssen. Die vielen Absprachen und so fand er furchtbar nervig. Er ist ohnehin eher der spontane Typ, der Freitags Abends noch nicht weiss, was er Samstag Mittag macht. Und da hat es ihn furchtbar genervt, wenn er mir am Wochenende vorher schon sagen sollte, ob und wo wir uns sehen.
Ich denke, dass vor allem das dazu geführt hat, dass er am Ende das Gefühl hatte mich nicht zu lieben. Er hasste die Kompromisse und Absprachen. Wenn wir uns dann gesehen haben, fand auch er es wunderbar. Aber er hatte dann das Gefühl, wenn er mich wirklich lieben würde, dann würde er auch gerne Kompromisse eingehen und nicht so egoistisch sein. Ich habe das nicht ganz so gesehen, aber davon war er nicht zu überzeugen.
Mein Exex war in der Hinsicht anders. Aber er hatte auch diese absolute Abneigung gegen Konflikte, die dein Freund hat. Das hat mich manchmal rasend gemacht. Ich habe eine ganze Weile gedacht, ich könnte mich damit arrangieren, ich wollte ihn ja sogar heiraten. Aber dann kam ein wirklich existentieller Konflikt und er reagierte wie dein Freund im Sommer damit, wild um sich zu schlagen. Und selbst danach konnte und wollte er nicht mit mir darüber reden. Er wollte es einfach aussitzen, wobei es kein Problem war, das durch aussitzen zu lösen war. Daran bin ich dann innerlich kaputt gegangen. Das ganze Vertrauen in ihn und in unsere Beziehung war weg. Und anders als du habe ich dann aufgegeben. War für mich aber auch einfacher, denn ich war ohnehin gerade dabei, ein ganz neues Leben in einer neuen Stadt anzufangen.
Ich hoffe, ich nerve dich nicht mit diesen Geschichten. Ich erzähle sich auch nicht, um mich auszuheulen, denn über beide Männer bin ich mittlerweile hinweg. Aber ich habe für mich selbst aus beiden Beziehungen eine Menge gelernt und vielleicht hilft irgendwas davon ja auch dir.
Nun, zunächst einmal zu meinem Ex. Ich habe ihn so sehr geliebt, dass es manchmal schon wehtat. Ihn nicht zu sehen hat mir das Herz zerrissen und manchmal hat es mir das auch fast, wenn ich bei ihm war. Deswegen habe ich in dieser Beziehung mehr Kompromisse und Zugeständnisse gemacht als ich im Nachhinein denke dass sie gut waren. Ich bin sehr darauf eingegangen, ihn nicht einzuengen. Habe mich zurückgenommen, ihn analysiert, ihn verstanden und und und. Meine Freundinnen hatten oft schon kein Verständnis mehr für das Verständnis, das ich hatte. Eine sagt mal: Nun bist du schon einen halben Kilometer auf ihn zugegangen, jetzt könnte er sich wenigstens man 2 Zentimeter bewegen.
Im Nachhinein denke ich, dass sie Recht hatte. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er mich geliebt hat. Das habe ich gespürt und so irrt man sich nicht. Aber er war unfähig zu einer Beziehung wie ich sie mir wünsche. Dass ich seine erste Beziehung war, die länger als drei Monate ging hat es nicht einfacher gemacht. Er konnte mir einfach nicht geben, was ich in einer Beziehung brauche und das ist eigentlich nicht viel. Ich wünsche mir nur einen Partner, der mich liebt und respektiert, mich an seinem Leben teilhaben lässt und an meinem Leben teilhat, sich also für das interessiert, was ich tue. Bis auf den letzten Punkt haben bei ihm alle Dinge gepasst. Er konnte das einfach nicht. Weil ihm die Fähigkeit oder der Wille abging, sich in mich hinein zu versetzen.
Deswegen bin ich heute froh, dass er sich von mir getrennt hat. Ich hätte das nie gekonnt, weil ich ihn zu sehr geliebt habe. Aber ich weiss nicht genau, ob ich in dieser Beziehung wirklich glücklich geworden wäre oder mich nicht irgendwann selbst verloren hätte.
Bei meinem Exex war es im Grunde ähnlich und doch anders. Er hatte zwar an meinem Leben teil (und manchmal wollte er das sogar zu sehr) und er liess mich auch an seinem Leben teilhaben. Er liebte und respektierte mich und alles. Aber seine fehlende Bereitschaft, Konflikte als solches anzusehen und dann auch anzugehen und zu lösen, hat mich fertig gemacht. So oft habe ich hilflos mit anschauen müssen, wie er sich im Job fürchterlich gequält hat und doch nichts gesagt hat. Was für ein feines Gespür musste ich entwickeln, um festzustellen, ob er nur sagt, dass er alles super findet, oder es auch so meint. Lieber still und heimlich leiden. Doch lange Zeit habe ich echt gedacht, dass das schon geht. Ich liebte ihn schliesslich. Und er machte auch zumindest bei mir kleine Fortschritte, weil ich ihn immer wieder zwang Stellung zu beziehen.
Als es dann allerdings um alles oder nichts ging, da war er erst brutal und dann wie gelähmt. Er hat mich sehr verletzt und ich habe irgendwann aufgegeben. Keine Entscheidung ist mir in meinem Leben je so schwer gefallen. Aber ich war verletzt, das Vertrauen war hin und ich wusste, es kommt eine Menge Arbeit auf uns zu. Ich habe ihn geliebt, auch noch als ich mich von ihm getrennt habe. Aber ich habe nicht geglaubt, dass er sich grundlegend ändern kann, obwohl, das hatte ich auch vorher nicht. Doch ich hatte den Glauben daran verloren, dass ich damit leben kann.
Du liebe ocean, solltest dir in den nächsten Wochen und vielleicht auch Monaten klar werden, was du in einer Beziehung möchtest und wie viele Kompromisse, du zu machen bereit bist. Da du ihn liebst, sind das wahrscheinlich einige. Aber du solltest dir auch überlegen, wo deine Grenzen sind. Zu geben wenn man jemanden liebt ist schön. Aber immer nur zu geben, ohne dass was zurückkommt, macht kaputt.
Andererseits finde ich, dass er schon noch einmal eine Chance verdient hat, dir zu zeigen, was er alles zu geben bereit ist. Lass ihm und euch vielleicht noch ein wenig Zeit. Genau wie das mit der Wohnung. Nichts überstürzen. Ruhig mal drüber nachdenken, wie du das getan hast. Und sich danach mal wieder auf andere Dinge konzentrieren. Auf Dinge, die ihr gemeinsam habt, die euch als Paar zusammenschweissen. Wie Lisabel sagte, etwas zwischen euch, das kein Kompromiss ist, sondern etwas, das euch beiden von Herzen kommt. Denn das wäre etwas auf dem ihr aufbauen könnt. Das Leben besteht aus vielen Kompromissen. Aber eben nicht nur und manchmal sind es die Dinge in denen man keinen eingeht, auf die es ankommt.
So, mit diesem halb-philosophischen Spruch, lass ich es heute auch mal gut sein und gehe ins Bettchen. Sorry, dass ich dich hier so zuquatsche. Ich habe leider einen Hang dazu, wie du ja sicher in meinem und blackeyeds Thread gesehen hast :) ) Aber ich hoffe, es hilft dir ein wenig.
Alles Liebe :schmatz: Eryn
irgendwie ist es schon seltsam. Dein Freund scheint eine Mischung aus meinen beiden Exfreunden zu sein… Bei meinem Ex war es auch so, dass er sich schnell eingeengt fühlte und das, obwohl wir 300 km weit entfernt wohnten. Aber es lag nicht an der räumlichen Nähe, sondern weil er es für ihn ungewohnt war, Dinge planen zu müssen. Die vielen Absprachen und so fand er furchtbar nervig. Er ist ohnehin eher der spontane Typ, der Freitags Abends noch nicht weiss, was er Samstag Mittag macht. Und da hat es ihn furchtbar genervt, wenn er mir am Wochenende vorher schon sagen sollte, ob und wo wir uns sehen.
Ich denke, dass vor allem das dazu geführt hat, dass er am Ende das Gefühl hatte mich nicht zu lieben. Er hasste die Kompromisse und Absprachen. Wenn wir uns dann gesehen haben, fand auch er es wunderbar. Aber er hatte dann das Gefühl, wenn er mich wirklich lieben würde, dann würde er auch gerne Kompromisse eingehen und nicht so egoistisch sein. Ich habe das nicht ganz so gesehen, aber davon war er nicht zu überzeugen.
Mein Exex war in der Hinsicht anders. Aber er hatte auch diese absolute Abneigung gegen Konflikte, die dein Freund hat. Das hat mich manchmal rasend gemacht. Ich habe eine ganze Weile gedacht, ich könnte mich damit arrangieren, ich wollte ihn ja sogar heiraten. Aber dann kam ein wirklich existentieller Konflikt und er reagierte wie dein Freund im Sommer damit, wild um sich zu schlagen. Und selbst danach konnte und wollte er nicht mit mir darüber reden. Er wollte es einfach aussitzen, wobei es kein Problem war, das durch aussitzen zu lösen war. Daran bin ich dann innerlich kaputt gegangen. Das ganze Vertrauen in ihn und in unsere Beziehung war weg. Und anders als du habe ich dann aufgegeben. War für mich aber auch einfacher, denn ich war ohnehin gerade dabei, ein ganz neues Leben in einer neuen Stadt anzufangen.
Ich hoffe, ich nerve dich nicht mit diesen Geschichten. Ich erzähle sich auch nicht, um mich auszuheulen, denn über beide Männer bin ich mittlerweile hinweg. Aber ich habe für mich selbst aus beiden Beziehungen eine Menge gelernt und vielleicht hilft irgendwas davon ja auch dir.
Nun, zunächst einmal zu meinem Ex. Ich habe ihn so sehr geliebt, dass es manchmal schon wehtat. Ihn nicht zu sehen hat mir das Herz zerrissen und manchmal hat es mir das auch fast, wenn ich bei ihm war. Deswegen habe ich in dieser Beziehung mehr Kompromisse und Zugeständnisse gemacht als ich im Nachhinein denke dass sie gut waren. Ich bin sehr darauf eingegangen, ihn nicht einzuengen. Habe mich zurückgenommen, ihn analysiert, ihn verstanden und und und. Meine Freundinnen hatten oft schon kein Verständnis mehr für das Verständnis, das ich hatte. Eine sagt mal: Nun bist du schon einen halben Kilometer auf ihn zugegangen, jetzt könnte er sich wenigstens man 2 Zentimeter bewegen.
Im Nachhinein denke ich, dass sie Recht hatte. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass er mich geliebt hat. Das habe ich gespürt und so irrt man sich nicht. Aber er war unfähig zu einer Beziehung wie ich sie mir wünsche. Dass ich seine erste Beziehung war, die länger als drei Monate ging hat es nicht einfacher gemacht. Er konnte mir einfach nicht geben, was ich in einer Beziehung brauche und das ist eigentlich nicht viel. Ich wünsche mir nur einen Partner, der mich liebt und respektiert, mich an seinem Leben teilhaben lässt und an meinem Leben teilhat, sich also für das interessiert, was ich tue. Bis auf den letzten Punkt haben bei ihm alle Dinge gepasst. Er konnte das einfach nicht. Weil ihm die Fähigkeit oder der Wille abging, sich in mich hinein zu versetzen.
Deswegen bin ich heute froh, dass er sich von mir getrennt hat. Ich hätte das nie gekonnt, weil ich ihn zu sehr geliebt habe. Aber ich weiss nicht genau, ob ich in dieser Beziehung wirklich glücklich geworden wäre oder mich nicht irgendwann selbst verloren hätte.
Bei meinem Exex war es im Grunde ähnlich und doch anders. Er hatte zwar an meinem Leben teil (und manchmal wollte er das sogar zu sehr) und er liess mich auch an seinem Leben teilhaben. Er liebte und respektierte mich und alles. Aber seine fehlende Bereitschaft, Konflikte als solches anzusehen und dann auch anzugehen und zu lösen, hat mich fertig gemacht. So oft habe ich hilflos mit anschauen müssen, wie er sich im Job fürchterlich gequält hat und doch nichts gesagt hat. Was für ein feines Gespür musste ich entwickeln, um festzustellen, ob er nur sagt, dass er alles super findet, oder es auch so meint. Lieber still und heimlich leiden. Doch lange Zeit habe ich echt gedacht, dass das schon geht. Ich liebte ihn schliesslich. Und er machte auch zumindest bei mir kleine Fortschritte, weil ich ihn immer wieder zwang Stellung zu beziehen.
Als es dann allerdings um alles oder nichts ging, da war er erst brutal und dann wie gelähmt. Er hat mich sehr verletzt und ich habe irgendwann aufgegeben. Keine Entscheidung ist mir in meinem Leben je so schwer gefallen. Aber ich war verletzt, das Vertrauen war hin und ich wusste, es kommt eine Menge Arbeit auf uns zu. Ich habe ihn geliebt, auch noch als ich mich von ihm getrennt habe. Aber ich habe nicht geglaubt, dass er sich grundlegend ändern kann, obwohl, das hatte ich auch vorher nicht. Doch ich hatte den Glauben daran verloren, dass ich damit leben kann.
Du liebe ocean, solltest dir in den nächsten Wochen und vielleicht auch Monaten klar werden, was du in einer Beziehung möchtest und wie viele Kompromisse, du zu machen bereit bist. Da du ihn liebst, sind das wahrscheinlich einige. Aber du solltest dir auch überlegen, wo deine Grenzen sind. Zu geben wenn man jemanden liebt ist schön. Aber immer nur zu geben, ohne dass was zurückkommt, macht kaputt.
Andererseits finde ich, dass er schon noch einmal eine Chance verdient hat, dir zu zeigen, was er alles zu geben bereit ist. Lass ihm und euch vielleicht noch ein wenig Zeit. Genau wie das mit der Wohnung. Nichts überstürzen. Ruhig mal drüber nachdenken, wie du das getan hast. Und sich danach mal wieder auf andere Dinge konzentrieren. Auf Dinge, die ihr gemeinsam habt, die euch als Paar zusammenschweissen. Wie Lisabel sagte, etwas zwischen euch, das kein Kompromiss ist, sondern etwas, das euch beiden von Herzen kommt. Denn das wäre etwas auf dem ihr aufbauen könnt. Das Leben besteht aus vielen Kompromissen. Aber eben nicht nur und manchmal sind es die Dinge in denen man keinen eingeht, auf die es ankommt.
So, mit diesem halb-philosophischen Spruch, lass ich es heute auch mal gut sein und gehe ins Bettchen. Sorry, dass ich dich hier so zuquatsche. Ich habe leider einen Hang dazu, wie du ja sicher in meinem und blackeyeds Thread gesehen hast :) ) Aber ich hoffe, es hilft dir ein wenig.
Alles Liebe :schmatz: Eryn
Liebe ocean,
Auch von mir noch eine Gute-Nacht-Nachricht... ich habe meinem Exfreund gerade einen Brief geschrieben, das wollte ich Dir erzählen. Du hast schon Recht, ich sehe gerade, dass wir nicht zusammen sein können. Aber ich sehe auch die Chance, endlich befreit von diesen schrecklichen Sensuchts- Eifersuchts- und Minderwertigkeitsgefühlen, die mich immer so belastet haben mit ihm zu sprechen. Ich habe gerade das Bedürfnis, ihn oft zu sehen und mit ihm zu reden, in der Hinsicht all das nachzuholen, was wir die letzten Jahre verpasst haben. Daher habe ich ihm alle meine Gedanken aufgeschrieben und ich fühle mich jetzt viel besser. Morgen werde ich ihm den Brief einwerfen, mit ein paar Madeleines aus unserer gemeinsamen Stadt... ich hoffe er versteht mich, versteht dass ich ihn liebe, aber nicht mit ihm zusammensein kann. Das schwerste für mich wird sein, wenn er wirklich mal eine andere Frau kennenlernt, mit der es ihm ernst ist. Das könnte ich nur schwer ertragen. Aber im Moment ist das nicht der Fall, also denke ich besser gar nicht daran.
Nun auch noch kurz zu Deinem Freund: Natürlich verletzt es Dich, wenn er über diese Arktis-Planung spricht. 33 Monate in dieser absoluten Einsamkeit, das wäre wahrscheinlich das Aus für Euch beide, da bin ich mir fast sicher. Ich selbst jedenfalls weiß, dass ich es nicht schaffen würde, dafür ist mir die Nähe zu wichtig...
Ich glaube, Dein Freund denkt was die Zukunft betrifft zweigleisig. Einerseits denkt er sicher daran, dass er gerne weiter mit Dir zusammen wäre, sonst hätte er auch nicht in den Neuanfang eingewilligt. Andererseits schmiedet er Pläne für seine berufliche Zukunft. So weit, die Verbindung zwischen beidem zu denken, geht er allerdings noch nicht.
Eryn schreibt, dass es manchmal auf die Dinge ankomme, bei denen man nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen. Bei meinem Exfreund war das sein Studium, die Philosophie. Ich wusste, ohne das kann er nicht sein, ohne mich aber sehr wohl. Eine harte Erkenntnis, die ich nur sehr schwer zulassen konnte. Wie sieht es bei Euch beiden aus? Was ist Euch das Wichtigste im Leben, was braucht ihr, um ihr selbst sein zu können? Ich glaube die Ergründung dieser ganz grundlegenden Fragen führt auch zur Antwort auf die Frage, ob ihr Euer Leben teilen könnt, ob sich ein Gleichgewicht einstellen kann. Der Weg zur Liebe ist meist einer der Selbsterkenntnis, glaube ich.
Ich hoffe, Du hattest einen schönen Abend!
Dass Du Dir auch eine Kamera kaufen möchtest ist schön – ich habe mich immer noch nicht getraut meine zu bestellen, bin aber eigentlich ganz versessen darauf, alle meine Freunde zu portraitieren.
Bis bald,
:schmatz: Mariala
Auch von mir noch eine Gute-Nacht-Nachricht... ich habe meinem Exfreund gerade einen Brief geschrieben, das wollte ich Dir erzählen. Du hast schon Recht, ich sehe gerade, dass wir nicht zusammen sein können. Aber ich sehe auch die Chance, endlich befreit von diesen schrecklichen Sensuchts- Eifersuchts- und Minderwertigkeitsgefühlen, die mich immer so belastet haben mit ihm zu sprechen. Ich habe gerade das Bedürfnis, ihn oft zu sehen und mit ihm zu reden, in der Hinsicht all das nachzuholen, was wir die letzten Jahre verpasst haben. Daher habe ich ihm alle meine Gedanken aufgeschrieben und ich fühle mich jetzt viel besser. Morgen werde ich ihm den Brief einwerfen, mit ein paar Madeleines aus unserer gemeinsamen Stadt... ich hoffe er versteht mich, versteht dass ich ihn liebe, aber nicht mit ihm zusammensein kann. Das schwerste für mich wird sein, wenn er wirklich mal eine andere Frau kennenlernt, mit der es ihm ernst ist. Das könnte ich nur schwer ertragen. Aber im Moment ist das nicht der Fall, also denke ich besser gar nicht daran.
Nun auch noch kurz zu Deinem Freund: Natürlich verletzt es Dich, wenn er über diese Arktis-Planung spricht. 33 Monate in dieser absoluten Einsamkeit, das wäre wahrscheinlich das Aus für Euch beide, da bin ich mir fast sicher. Ich selbst jedenfalls weiß, dass ich es nicht schaffen würde, dafür ist mir die Nähe zu wichtig...
Ich glaube, Dein Freund denkt was die Zukunft betrifft zweigleisig. Einerseits denkt er sicher daran, dass er gerne weiter mit Dir zusammen wäre, sonst hätte er auch nicht in den Neuanfang eingewilligt. Andererseits schmiedet er Pläne für seine berufliche Zukunft. So weit, die Verbindung zwischen beidem zu denken, geht er allerdings noch nicht.
Eryn schreibt, dass es manchmal auf die Dinge ankomme, bei denen man nicht bereit ist, Kompromisse einzugehen. Bei meinem Exfreund war das sein Studium, die Philosophie. Ich wusste, ohne das kann er nicht sein, ohne mich aber sehr wohl. Eine harte Erkenntnis, die ich nur sehr schwer zulassen konnte. Wie sieht es bei Euch beiden aus? Was ist Euch das Wichtigste im Leben, was braucht ihr, um ihr selbst sein zu können? Ich glaube die Ergründung dieser ganz grundlegenden Fragen führt auch zur Antwort auf die Frage, ob ihr Euer Leben teilen könnt, ob sich ein Gleichgewicht einstellen kann. Der Weg zur Liebe ist meist einer der Selbsterkenntnis, glaube ich.
Ich hoffe, Du hattest einen schönen Abend!
Dass Du Dir auch eine Kamera kaufen möchtest ist schön – ich habe mich immer noch nicht getraut meine zu bestellen, bin aber eigentlich ganz versessen darauf, alle meine Freunde zu portraitieren.
Bis bald,
:schmatz: Mariala
Liebe ocean,
Wieder ein Sonntag, und wieder habe ich den Samstagabend mit dem njm verbracht. Es war sehr sehr gemütlich, ich bin endlich in den Genuss seiner (wirklich ausgesprochen guten) Massagekünste gekommen. Außerdem waren wir auch etwas trinken und haben uns sehr gut unterhalten. Es ist komisch, wenn ich ihn nicht sehe dann denke ich, dass er mir gar nicht so wichtig ist, aber wenn wir uns sehen genieße ich die Zeit und fühle mich ziemlich verliebt. Gestern habe ich zum ersten Mal kurz das Thema anklingen lassen, dass unsere gemeinsame Zeit ja begrenzt ist. Aber er wollte nicht darüber sprechen, das war ganz eindeutig. Dabei rückt der Zeitpunkt unserer Trennung unaufhaltsam näher und es fällt mir nicht ganz leicht, das vollkommen auszublenden.
Meinem Exfreund habe ich gestern den Brief und die Madeleines in seinen Briefkasten gesteckt... bis jetzt habe ich keine Reaktion darauf erhalten. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich doch zu weit gegangen? Vielleicht sollte man manchmal nicht alles mitteilen, was man denkt? Ich hoffe, ich habe ihn nicht überfahren oder irgendwie einen unangenehmen bzw. aufdringlichen Eindruck gemacht, denn er ist mir doch so wichtig und ich wünsche mir seine Freundschaft so sehr. Ich hoffe, bald etwas von ihm zu hören...
Wie geht es Dir? Dein Freund und Du, hattet ihr einen schönen Abend bei der Geburtstagsfeier? Und wie war es, wieder mal alleine mit den Poker-Jungs unterwegs gewesen zu sein?
Ich wollte Dir nochmal sagen, dass ich nicht glaube, dass Dein Freund mit Absicht so über seine Pläne spricht, ohne Dich mit einzubeziehen. Und ich glaube auch nicht, dass es eine Flucht vor Dir wäre. Eher schon eine Flucht vor den Menschen allgemein, vor dem "normalen" Leben. Und es ist eben seine Art, zuerst einmal nur für sich zu denken, was er sich erträumt. Dann kommt aber der Punkt, an dem seine Träume mit dem abgeglichen werden, was Du Dir wünschst, da wird es dann sehr sehr wichtig, darüber zu reden. Und ich denke schon, dass er dazu bereit ist. Wenn er so etwas erzählt dann will er sicher auch hören, was Du darüber denkst. Und da würde ich an Deiner Stelle nichts von meiner Bestürzung zurückhalten, was die 33 Monate Arktis betrifft. Kein Mensch kann von Dir erwarten, dass Du Dich da nur für ihn freust und sagst "oh ja Schatz, toll, mach das!". Eine Beziehung, die eine derartige räumliche Trennung überstehen soll muss schon sehr stabil sein, und das ist bei Euch ja gerade noch nicht so der Fall. Aber wahrscheinlich habt ihr inzwischen schon darüber gesprochen, kann ich mir vorstellen. Es hat Dir sicher ziemlich auf der Seele gebrannt...
Ich werde jetzt gleich mal was arbeiten, aber erst rufe ich noch meine Schwester an.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir!
:schmatz: Mariala
Wieder ein Sonntag, und wieder habe ich den Samstagabend mit dem njm verbracht. Es war sehr sehr gemütlich, ich bin endlich in den Genuss seiner (wirklich ausgesprochen guten) Massagekünste gekommen. Außerdem waren wir auch etwas trinken und haben uns sehr gut unterhalten. Es ist komisch, wenn ich ihn nicht sehe dann denke ich, dass er mir gar nicht so wichtig ist, aber wenn wir uns sehen genieße ich die Zeit und fühle mich ziemlich verliebt. Gestern habe ich zum ersten Mal kurz das Thema anklingen lassen, dass unsere gemeinsame Zeit ja begrenzt ist. Aber er wollte nicht darüber sprechen, das war ganz eindeutig. Dabei rückt der Zeitpunkt unserer Trennung unaufhaltsam näher und es fällt mir nicht ganz leicht, das vollkommen auszublenden.
Meinem Exfreund habe ich gestern den Brief und die Madeleines in seinen Briefkasten gesteckt... bis jetzt habe ich keine Reaktion darauf erhalten. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich doch zu weit gegangen? Vielleicht sollte man manchmal nicht alles mitteilen, was man denkt? Ich hoffe, ich habe ihn nicht überfahren oder irgendwie einen unangenehmen bzw. aufdringlichen Eindruck gemacht, denn er ist mir doch so wichtig und ich wünsche mir seine Freundschaft so sehr. Ich hoffe, bald etwas von ihm zu hören...
Wie geht es Dir? Dein Freund und Du, hattet ihr einen schönen Abend bei der Geburtstagsfeier? Und wie war es, wieder mal alleine mit den Poker-Jungs unterwegs gewesen zu sein?
Ich wollte Dir nochmal sagen, dass ich nicht glaube, dass Dein Freund mit Absicht so über seine Pläne spricht, ohne Dich mit einzubeziehen. Und ich glaube auch nicht, dass es eine Flucht vor Dir wäre. Eher schon eine Flucht vor den Menschen allgemein, vor dem "normalen" Leben. Und es ist eben seine Art, zuerst einmal nur für sich zu denken, was er sich erträumt. Dann kommt aber der Punkt, an dem seine Träume mit dem abgeglichen werden, was Du Dir wünschst, da wird es dann sehr sehr wichtig, darüber zu reden. Und ich denke schon, dass er dazu bereit ist. Wenn er so etwas erzählt dann will er sicher auch hören, was Du darüber denkst. Und da würde ich an Deiner Stelle nichts von meiner Bestürzung zurückhalten, was die 33 Monate Arktis betrifft. Kein Mensch kann von Dir erwarten, dass Du Dich da nur für ihn freust und sagst "oh ja Schatz, toll, mach das!". Eine Beziehung, die eine derartige räumliche Trennung überstehen soll muss schon sehr stabil sein, und das ist bei Euch ja gerade noch nicht so der Fall. Aber wahrscheinlich habt ihr inzwischen schon darüber gesprochen, kann ich mir vorstellen. Es hat Dir sicher ziemlich auf der Seele gebrannt...
Ich werde jetzt gleich mal was arbeiten, aber erst rufe ich noch meine Schwester an.
Einen schönen Sonntag wünsche ich Dir!
:schmatz: Mariala
Hallo zusammen!
Vielen Dank für all Eure Gedanken und Denkanstöße, es hilft mir meine eigenen Gedabken zu orden.
Aber leider ist schon wieder was passiert, denn wir haben uns gestern abend gestriten, als wir beide ziemlich angetunken waren, und ich denke ich habe ihm ziemlich viel um die Ohren gehauen, in meiner Verzweiflung und meinem Schmerz. Und er hat wieder nur mit Kälte reagiert, wie immer. Aber mal kurz von Anfang an: Wir waren also essen, mit 10 anderen, und dann noch in einer Kneipe. Schon beim essen war er irre still, so das zwei Leute auch fragten was los ist, aber er meinte nur 'etwas müde vom Sport'. Na ja, aber ab und zu sagte er was, oder lächelte wenn was lustiges erzählt wurde. Ich hatte eigentlich viel Spass, es war lustig. In der Kneipe sassen wir dann um zwei Tische, und es war sehr laut. Es war also schwer was zu verstehen, man musste sich richtig Richtung Unterhaltung lehnen. Er tat das nicht, sass da, zurückgelehnt, und schaute den TV an, auf dem Eishockey lief. Das Gespräch verlagerte sich daher immer mehr in die Richtung von Leuten die sich betiligten, ich rutschte näher ran, hatte auch ne Weile Spass. Aber dann war das Eishockeyspiel vorbei, und mein Freund schaute immer noch den Fernsehen an, wo nun wirklich nur Werbung lief. Für jemanden der TV angeblich hasst schon merkwürdig. Also lehnte ich mich auch mal zurück (wir sassen nebeneinander), fragte ob er gehen will. Er sagte nein, alles klar. Da meinte ich das er sich aber zu langweilen scheint, weil er sich überhaupt nicht beteiligt, ja nichtmal versucht zuzuhören. Da meinte er das das ja eh nicht geht. Da hab ich gesagt das wir dann halt den zweiten Tisch wegschieben, unser Bier in der Hand halten, und dann auch mehr hören. Da meinte er dann die anderen reden ja eh in die andere Richtung. Und da meinte ich das das ja klar ist, da er ja die ganze Zeit keinen Ton sagt. Mich regte das schonwieder auf, dieses "Geht ja eh nicht das ich was höre, und selbst wenn, die wollen ja eh nicht mit mir reden, also tue ich auch nichts ums zu probieren". Dabei haben mich zwei von denen gefragt was denn mit ihm los ist, als er auf Toilette war, wiso er so gar nichts sagt. Er ist zwar immer leise, aber das er sich so ganz rauszieht, das ist sonst nicht seine Art. Ich meine, muss schon komisch ausgesehen haben, da sind 8 Leute die laut lachen, sich augenscheinlich prächtig amüsieren, und direkt daneben sitzt einer der den TV anschaut und sich durch das Zurücklehnen sichtbar abgrenzt. Ich habe mich dann erstmal wieder der Unterhatung zugewandet, von wegen wer nicht will der hat schon, soll er selbst wissen was er macht, aber irgendwie verdarb mir das die Stimmung, das er da so neben mir sass. Und ich konnte mir einfach nicht vorstellen wie ihm das ernsthaft gefallen kann, in einer verrauchten Kneipe zu sitzen (er hasst Rauch), wo viel zu laute Musik gespielt wird, und nicht mal gute (und er hasst laute Musik), und wo man alleine da sitzt und Werbung ohne Ton schaut, waehrend neben einem 7 Leute einen echt schönen Abend haben. Vorallem nach dem Gespräch von wegen "Das geht ja eh nicht da sich was höre". Mir kam es wieder so vor wie das 'alles okay, ich hab Dich ganz doll lieb', das er bis einen Tag vor seiner Schlussmachaktion gebracht hat. So wie Du Eryn schreibst, man muss ein super feines Gespür entwickeln für wenn was echt okay ist, und wann nicht wirklich. Ich hatte das Gefühl er ist nur wegen mir da, also fing ich an zu gähnen und sagte dann nach 20 Minuten das ich müde wäre, ob er noch bleiben will oder ob er mit nach Hause kommt. Er kam dann mit, es war ja auch schon 1 Uhr, also nicht so früh. Ohne ihn wäre ich aber noch geblieben, denn es war echt lustig, nur wie gesagt, er verdarb mir eh die Stimmung, also wollte ich lieber heim. Auf dem Weg meinte er dann sowas wie "Du bist jetzt aber nicht wegen mir gegangen?", und da habe ich, ziemlich angetrunken und daher wohl zu ehrlich, gesagt "Doch, schon, weil Du mir die Stimmung vermiest hast mit Deinem still und abwesend dasitzen, weil mir das wie ein stiller Vorwurf vorkam". Irgendwie haben wir uns dann richtig gestritten, weil er meinte er hätte doch gesagt es gefällt ihm, also soll ich ihn doch machen lassen. Und dann brach das alles aus mir raus, das er das ja auch damals gesagt hat, das alles okay ist und er happy ist mit mir, es nur die Arbeit ist, und dann war plötzlich alles schrecklich und schon ewig nicht mehr schön, da nur noch Streit und Stress, und wie ich denn wissen solle ob das nicht wieder so ist, und das er sicher gleich wieder Schluss machen würde. Ich habe wohl irgendwann auch gesagt das er endlich ehrlich sein soll, er mich endlich gehen lassen soll, mich nicht am ausgestreckten Arm fast verhungern lassen soll, ohne mir genug zu geben damit ich richtig lebe, aber zuviel um zu verhungern. Ich ihn endlich hassen will. Das war alles nicht so toll, und ich wünschte ich hätte es nicht gesagt, aber wie gesagt, ich war ziemlich angetrunken und sauer und nach der Woche eh schon irre traurig, verletzt- und einfach am Ende mit meiner Kraft. Es kam alles zusammen, und durch den Alkohol konnte ich es wohl nicht mehr zurückhalten, wie die Tage vorher, es brach wirklich aus mir heraus, unaufhaltsam. Ich weiss nicht wieviel bei ihm angekommen ist, denn er hatte auch drei Bier und zwei Gläser Wein getrunken, und er verträgt weniger als ich, müsste also noch angetrunkener gewesen sein, normalerweise trinkt er maximal zwei Bier an einem Abend. Als wir zuhause waren wollte er nur schlafen, meinte wir reden heute. Das haben wir dann auch gemacht, aber er hat irgendwie nicht wirklich zugehört fand ich, er empfand es als "fertig machen" als ich ihm sagte wie mich das alles traurig macht, das er mir nicht mehr zeigt das er mich liebt, das er Pläne schmiedet ganz lange ganz weit wegzugehen, und für mich da wohl kein Platz ist in dieser Zukunft, das es mir wehtut das er nicht mehr mit mir zusammenleben will, das ich es nicht schaffe das nicht als persönliche Ablehnung zu sehen, und es mir dashalb unheimlich weh tut. Ich habe das wirklich nicht als Vorwurf formuliert, ich habe nur gesagt wie ich mich fühle, und "fertig machen" wollte ich ihn ganz sicher nicht. Die einzge Reaktion die kam war das für ihn auseinanderziehen nicht bedeutet das die Beziehung vorbei ist, das ich ihm gerade gesagt habe das es mir unheimlich wehtut machte daran keinen Unterschied. Ich habe ihm dann auch gesagt das ich halt das Gefühl habe, in all diesen Dingen, das er mich einfach nicht mehr genug liebt, denn ich denke ähnlich wie Dein Ex, Eryn, wenn er mich genug lieben würde, würden ihm die Kompromisse, die Absprachen dann so schwer fallen? Früher war es dochnicht so, und jetzt halt schon.
Irgendwie gab es keine richtige Lösung, oder Versöhnung, er wollte dann einfach frühstücken, und jetzt arbeiten. Dabei liegt Schnee, es scheint die Sonne, und ein Kommilitone hat heute morgen sogar angerufen ob wir mitkommen Skifahren, den ganzen Tag. Davon hat er immer erzählt, das er das machen will, mit mir richtig lange langlaufen, an einem Tag wie heute. Haben wir aber noch nie, denn letztes Jahr hatte ich zu viel zu tun im Winter, mit meinen Klausuren, und jetzt, wo es die Möglichkeit gibt, da war ihm das zuviel, denn er muss ja noch arbeiten. Da habe ich ihm auch gesagt das ich denke er muss einfach mal freinehmen, wie neidisch ich auf andere Leute im Institut bin, die im Sommer jedes zweite-dritte Wochenende campen und wandern waren, und die im Winter Skifahren gehen, und Urlaub machen. Und wir, wir nie sowas tun. Da sagte er nur das ich ja nie Zeit hatte letztes Jahr, aber das gilt halt nur bis Mai, danach schon. Und da hatte er keine Zeit, das weiss ich ja, und ich hatte ja Verständis (ja, ja das Verständis....), habe ja nichts gesagt, gehofft das es halt irgendwann geht. Und gerade hat er nichts "akutes", nichts muss abgegeben werden Montag. Es würde gehen. Aber er meinte nur, ja, andere können Wochenenden frei machen, er nicht. Ich weiss wirklich nicht was das soll, ob er an selbstüberschätzung leidet? Ich meine, er ist nicht der Präsident, es würde sehr wohl gehen das er mal freimacht, es wäre nur NORMAL wenn er das mal täte. Denn in seinem Urlaub hat er auch die Hälfte der Zeit gearbeitet, wie ich in dem Zusammenhang erfuhr, weil er meinte das geht halt nicht, die anderen arbeiten, da kann er nicht Urlaub haben?? Was ist das für eine Logik? Das ist doch die Definition von Urlaub! Und so wichtig er für das Projekt ist, und sowenig er wegehen kann dieses Jahr damit es nicht zusammenbricht, ich WEISS das es es ohne Schaden überstehen würde wenn er mal ein Wochenende mit mir wegfährt. Wahrschienlich würde es sogar davon profitieren wenn er mal abschaltet, und dann wieder voller neuer Energie dabei ist. Aber es ist für all das unzugänglich, er meinte nur er kann halt nicht am Wochenende nicht arbeiten, das ginge halt einfach nicht. Und dann, was sehr interessant war, fragte ich wo ich denn bleibe, und darauf fragte er nur wo er denn bleibt. Da war ich echt erschüttert, ich meine, jeder muss sich doch drum kümmern das er selbst nicht zu kurz kommt. Das ist doch das wichtigste. Und er sollte natürlich zuerst schauen wo er bleibt, aber ich meine auch das auch ich nicht zu kurz kommen sollte, wenn wir zusammen sind. Das soll sich aber natürlich nicht ausschliessen, aber er scheint das so zu empfinden.
Ach ja, und dann sagte er noch das er das Gefühl hat er steht nicht so hinter der Beziehung wie ich. Aber schlussmachen will er nicht, das will er damit nicht sagen, er steht nur nicht so dahinter. Das sass auch mal wieder. Was soll ich daraus jetzt ziehen? Das ich ein netter Zeitvertreib bin, aber er keine "ernsten" Absichten hat?
Vielen Dank für all Eure Gedanken und Denkanstöße, es hilft mir meine eigenen Gedabken zu orden.
Aber leider ist schon wieder was passiert, denn wir haben uns gestern abend gestriten, als wir beide ziemlich angetunken waren, und ich denke ich habe ihm ziemlich viel um die Ohren gehauen, in meiner Verzweiflung und meinem Schmerz. Und er hat wieder nur mit Kälte reagiert, wie immer. Aber mal kurz von Anfang an: Wir waren also essen, mit 10 anderen, und dann noch in einer Kneipe. Schon beim essen war er irre still, so das zwei Leute auch fragten was los ist, aber er meinte nur 'etwas müde vom Sport'. Na ja, aber ab und zu sagte er was, oder lächelte wenn was lustiges erzählt wurde. Ich hatte eigentlich viel Spass, es war lustig. In der Kneipe sassen wir dann um zwei Tische, und es war sehr laut. Es war also schwer was zu verstehen, man musste sich richtig Richtung Unterhaltung lehnen. Er tat das nicht, sass da, zurückgelehnt, und schaute den TV an, auf dem Eishockey lief. Das Gespräch verlagerte sich daher immer mehr in die Richtung von Leuten die sich betiligten, ich rutschte näher ran, hatte auch ne Weile Spass. Aber dann war das Eishockeyspiel vorbei, und mein Freund schaute immer noch den Fernsehen an, wo nun wirklich nur Werbung lief. Für jemanden der TV angeblich hasst schon merkwürdig. Also lehnte ich mich auch mal zurück (wir sassen nebeneinander), fragte ob er gehen will. Er sagte nein, alles klar. Da meinte ich das er sich aber zu langweilen scheint, weil er sich überhaupt nicht beteiligt, ja nichtmal versucht zuzuhören. Da meinte er das das ja eh nicht geht. Da hab ich gesagt das wir dann halt den zweiten Tisch wegschieben, unser Bier in der Hand halten, und dann auch mehr hören. Da meinte er dann die anderen reden ja eh in die andere Richtung. Und da meinte ich das das ja klar ist, da er ja die ganze Zeit keinen Ton sagt. Mich regte das schonwieder auf, dieses "Geht ja eh nicht das ich was höre, und selbst wenn, die wollen ja eh nicht mit mir reden, also tue ich auch nichts ums zu probieren". Dabei haben mich zwei von denen gefragt was denn mit ihm los ist, als er auf Toilette war, wiso er so gar nichts sagt. Er ist zwar immer leise, aber das er sich so ganz rauszieht, das ist sonst nicht seine Art. Ich meine, muss schon komisch ausgesehen haben, da sind 8 Leute die laut lachen, sich augenscheinlich prächtig amüsieren, und direkt daneben sitzt einer der den TV anschaut und sich durch das Zurücklehnen sichtbar abgrenzt. Ich habe mich dann erstmal wieder der Unterhatung zugewandet, von wegen wer nicht will der hat schon, soll er selbst wissen was er macht, aber irgendwie verdarb mir das die Stimmung, das er da so neben mir sass. Und ich konnte mir einfach nicht vorstellen wie ihm das ernsthaft gefallen kann, in einer verrauchten Kneipe zu sitzen (er hasst Rauch), wo viel zu laute Musik gespielt wird, und nicht mal gute (und er hasst laute Musik), und wo man alleine da sitzt und Werbung ohne Ton schaut, waehrend neben einem 7 Leute einen echt schönen Abend haben. Vorallem nach dem Gespräch von wegen "Das geht ja eh nicht da sich was höre". Mir kam es wieder so vor wie das 'alles okay, ich hab Dich ganz doll lieb', das er bis einen Tag vor seiner Schlussmachaktion gebracht hat. So wie Du Eryn schreibst, man muss ein super feines Gespür entwickeln für wenn was echt okay ist, und wann nicht wirklich. Ich hatte das Gefühl er ist nur wegen mir da, also fing ich an zu gähnen und sagte dann nach 20 Minuten das ich müde wäre, ob er noch bleiben will oder ob er mit nach Hause kommt. Er kam dann mit, es war ja auch schon 1 Uhr, also nicht so früh. Ohne ihn wäre ich aber noch geblieben, denn es war echt lustig, nur wie gesagt, er verdarb mir eh die Stimmung, also wollte ich lieber heim. Auf dem Weg meinte er dann sowas wie "Du bist jetzt aber nicht wegen mir gegangen?", und da habe ich, ziemlich angetrunken und daher wohl zu ehrlich, gesagt "Doch, schon, weil Du mir die Stimmung vermiest hast mit Deinem still und abwesend dasitzen, weil mir das wie ein stiller Vorwurf vorkam". Irgendwie haben wir uns dann richtig gestritten, weil er meinte er hätte doch gesagt es gefällt ihm, also soll ich ihn doch machen lassen. Und dann brach das alles aus mir raus, das er das ja auch damals gesagt hat, das alles okay ist und er happy ist mit mir, es nur die Arbeit ist, und dann war plötzlich alles schrecklich und schon ewig nicht mehr schön, da nur noch Streit und Stress, und wie ich denn wissen solle ob das nicht wieder so ist, und das er sicher gleich wieder Schluss machen würde. Ich habe wohl irgendwann auch gesagt das er endlich ehrlich sein soll, er mich endlich gehen lassen soll, mich nicht am ausgestreckten Arm fast verhungern lassen soll, ohne mir genug zu geben damit ich richtig lebe, aber zuviel um zu verhungern. Ich ihn endlich hassen will. Das war alles nicht so toll, und ich wünschte ich hätte es nicht gesagt, aber wie gesagt, ich war ziemlich angetrunken und sauer und nach der Woche eh schon irre traurig, verletzt- und einfach am Ende mit meiner Kraft. Es kam alles zusammen, und durch den Alkohol konnte ich es wohl nicht mehr zurückhalten, wie die Tage vorher, es brach wirklich aus mir heraus, unaufhaltsam. Ich weiss nicht wieviel bei ihm angekommen ist, denn er hatte auch drei Bier und zwei Gläser Wein getrunken, und er verträgt weniger als ich, müsste also noch angetrunkener gewesen sein, normalerweise trinkt er maximal zwei Bier an einem Abend. Als wir zuhause waren wollte er nur schlafen, meinte wir reden heute. Das haben wir dann auch gemacht, aber er hat irgendwie nicht wirklich zugehört fand ich, er empfand es als "fertig machen" als ich ihm sagte wie mich das alles traurig macht, das er mir nicht mehr zeigt das er mich liebt, das er Pläne schmiedet ganz lange ganz weit wegzugehen, und für mich da wohl kein Platz ist in dieser Zukunft, das es mir wehtut das er nicht mehr mit mir zusammenleben will, das ich es nicht schaffe das nicht als persönliche Ablehnung zu sehen, und es mir dashalb unheimlich weh tut. Ich habe das wirklich nicht als Vorwurf formuliert, ich habe nur gesagt wie ich mich fühle, und "fertig machen" wollte ich ihn ganz sicher nicht. Die einzge Reaktion die kam war das für ihn auseinanderziehen nicht bedeutet das die Beziehung vorbei ist, das ich ihm gerade gesagt habe das es mir unheimlich wehtut machte daran keinen Unterschied. Ich habe ihm dann auch gesagt das ich halt das Gefühl habe, in all diesen Dingen, das er mich einfach nicht mehr genug liebt, denn ich denke ähnlich wie Dein Ex, Eryn, wenn er mich genug lieben würde, würden ihm die Kompromisse, die Absprachen dann so schwer fallen? Früher war es dochnicht so, und jetzt halt schon.
Irgendwie gab es keine richtige Lösung, oder Versöhnung, er wollte dann einfach frühstücken, und jetzt arbeiten. Dabei liegt Schnee, es scheint die Sonne, und ein Kommilitone hat heute morgen sogar angerufen ob wir mitkommen Skifahren, den ganzen Tag. Davon hat er immer erzählt, das er das machen will, mit mir richtig lange langlaufen, an einem Tag wie heute. Haben wir aber noch nie, denn letztes Jahr hatte ich zu viel zu tun im Winter, mit meinen Klausuren, und jetzt, wo es die Möglichkeit gibt, da war ihm das zuviel, denn er muss ja noch arbeiten. Da habe ich ihm auch gesagt das ich denke er muss einfach mal freinehmen, wie neidisch ich auf andere Leute im Institut bin, die im Sommer jedes zweite-dritte Wochenende campen und wandern waren, und die im Winter Skifahren gehen, und Urlaub machen. Und wir, wir nie sowas tun. Da sagte er nur das ich ja nie Zeit hatte letztes Jahr, aber das gilt halt nur bis Mai, danach schon. Und da hatte er keine Zeit, das weiss ich ja, und ich hatte ja Verständis (ja, ja das Verständis....), habe ja nichts gesagt, gehofft das es halt irgendwann geht. Und gerade hat er nichts "akutes", nichts muss abgegeben werden Montag. Es würde gehen. Aber er meinte nur, ja, andere können Wochenenden frei machen, er nicht. Ich weiss wirklich nicht was das soll, ob er an selbstüberschätzung leidet? Ich meine, er ist nicht der Präsident, es würde sehr wohl gehen das er mal freimacht, es wäre nur NORMAL wenn er das mal täte. Denn in seinem Urlaub hat er auch die Hälfte der Zeit gearbeitet, wie ich in dem Zusammenhang erfuhr, weil er meinte das geht halt nicht, die anderen arbeiten, da kann er nicht Urlaub haben?? Was ist das für eine Logik? Das ist doch die Definition von Urlaub! Und so wichtig er für das Projekt ist, und sowenig er wegehen kann dieses Jahr damit es nicht zusammenbricht, ich WEISS das es es ohne Schaden überstehen würde wenn er mal ein Wochenende mit mir wegfährt. Wahrschienlich würde es sogar davon profitieren wenn er mal abschaltet, und dann wieder voller neuer Energie dabei ist. Aber es ist für all das unzugänglich, er meinte nur er kann halt nicht am Wochenende nicht arbeiten, das ginge halt einfach nicht. Und dann, was sehr interessant war, fragte ich wo ich denn bleibe, und darauf fragte er nur wo er denn bleibt. Da war ich echt erschüttert, ich meine, jeder muss sich doch drum kümmern das er selbst nicht zu kurz kommt. Das ist doch das wichtigste. Und er sollte natürlich zuerst schauen wo er bleibt, aber ich meine auch das auch ich nicht zu kurz kommen sollte, wenn wir zusammen sind. Das soll sich aber natürlich nicht ausschliessen, aber er scheint das so zu empfinden.
Ach ja, und dann sagte er noch das er das Gefühl hat er steht nicht so hinter der Beziehung wie ich. Aber schlussmachen will er nicht, das will er damit nicht sagen, er steht nur nicht so dahinter. Das sass auch mal wieder. Was soll ich daraus jetzt ziehen? Das ich ein netter Zeitvertreib bin, aber er keine "ernsten" Absichten hat?
Das war also mein dummer Samstag abend und Sonntag morgen. Dabei fing der Samstag ganz gut an, erst war ich Eislaufen und dann haben wir uns zum Squasch getroffen, und das hat echt Spass gemacht, uns beiden. Er ist zwar viel besser, aber es gab ein paar echt gute Ballwechsel, da hat es ihm sichtlich Spass gemacht. Da dachte ich noch das ist ja ein schöner Samstag. Und dann wurde es so eine Katastrophe.......
ocean
ocean
Oh je, liebe ocean!
:trost: :trost: :trost: Der Samstagabend ist ja wirklich eskaliert. Aber irgendwann musste es ja mal passieren, Du hast die letzten Tage schon wieder zu viel herunterschlucken müssen glaube ich. Und im angetrunkenen Zustand kann man seinen Schmerz meist nicht mehr verbergen.
ocean, es ist zwar eskaliert, aber die Probleme sind auch keine anderen als vorher, es wurde einfach mal wieder ausgepsrochen. Das an sich ist nicht schlimm und wie gesagt, die Probleme waren ja schon vorher da. Dein Freund benutzt auch immer noch die gleichen Formulierungen... dieses "nicht so hinter der Beziehung stehen" fand ich schon immer komisch. Was er damit genau meint, habe ich immer noch nicht verstanden. Vielleicht, dass die Beziehung für ihn eine kleinere Priorität hat als für Dich? Also in die Richtung, wie ich oben geschrieben habe?
Ich selbst bin gerade ein bisschen durch den Wind, weil mein Exfreund sich auf den Brief hin noch nicht bei mir gemeldet hat. Das beunruhigt mich irgendwie... ich glaube, ich rufe ihn mal an.
Ich drücke Dich nochmal :trost: , vielleicht schreibe ich nachher nochwas, gerade bin ich einfach ein bisschen platt.
Alles Liebe für Dich!
:schmatz: Mariala
:trost: :trost: :trost: Der Samstagabend ist ja wirklich eskaliert. Aber irgendwann musste es ja mal passieren, Du hast die letzten Tage schon wieder zu viel herunterschlucken müssen glaube ich. Und im angetrunkenen Zustand kann man seinen Schmerz meist nicht mehr verbergen.
ocean, es ist zwar eskaliert, aber die Probleme sind auch keine anderen als vorher, es wurde einfach mal wieder ausgepsrochen. Das an sich ist nicht schlimm und wie gesagt, die Probleme waren ja schon vorher da. Dein Freund benutzt auch immer noch die gleichen Formulierungen... dieses "nicht so hinter der Beziehung stehen" fand ich schon immer komisch. Was er damit genau meint, habe ich immer noch nicht verstanden. Vielleicht, dass die Beziehung für ihn eine kleinere Priorität hat als für Dich? Also in die Richtung, wie ich oben geschrieben habe?
Ich selbst bin gerade ein bisschen durch den Wind, weil mein Exfreund sich auf den Brief hin noch nicht bei mir gemeldet hat. Das beunruhigt mich irgendwie... ich glaube, ich rufe ihn mal an.
Ich drücke Dich nochmal :trost: , vielleicht schreibe ich nachher nochwas, gerade bin ich einfach ein bisschen platt.
Alles Liebe für Dich!
:schmatz: Mariala
Liebe Eryn!
Danke für die Geschichten von Deinen beiden Exfreunden! Klingt ja wirklich als wenn er eine Kombi aus beiden ist. Teilweise. Denn z.B. das ihm Absprachen und Kompromisse so schwer fallen, das sieht er nicht als Zeichen das er mich nicht liebt. Das habe ich ihm heute gesagt, das ich das so sehe. Er sieht es aber völlig unabhängig von mir. Allerdings war es ja mal anders, daher kann ich das nicht unabhängig von mir sehen. Ich denke es ist halt Ausdruck davon das er "nicht mehr so hinter der Beziehung steht", was für mich bedeutet das er mich nicht mehr genug liebt. Er sieht das aber wie gesagt nicht so. Wie hast Du ihn davon zu überzeugen versucht das es nicht so ist? Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich denke halt bei mir ist das so, das wenn ich jemanden liebe dann vergebe ich viel, gehe gerne Kompromisse ein, auch solche die ich sonst nie machen würde, wenn ich denjenigen nicht lieben würde. Und er hat ja am Anfang Kompromisse gemacht, hat viel Zeit investiert mir zu helfen, auch wenn er was anderes zu tun hatte, hat angefangen wirklich zu kochen, weil ich nicht nur Sandwitches essen wollte, ist früh mit mir ins Bett weil ich noch kuscheln wollte, selbst wenn er danach nochmal aufstand weil er weniger Schlaf braucht als ich, und noch nicht so müde war. Und jetzt, jetzt will er all das nicht mehr. Was soll da der Grund sein wenn nicht das er mich einfach nicht mehr genug liebt?
Das Freunde sagen das ich zu viel Verständnis habe für ihn, das kenne ich, nur zu gut. Und auch das Beispiel mit dem das ich ihm schon einen halben km entgegen gegenagen bin, und er jetzt wenigstens mal 2cm mir entgegen gehen könnte, das kenne ich auch. Aber ich habe nicht das Gefühl das ich mich aufgebe, ich mache ja die Dinge die mir wichtig sind, auch die die mir vor ihm wichtig waren, aber bei den kleinen Dingen, die mich nicht definieren, da gehe ich ihm halt so weit wie möglich entgegen, weil ich weiss wie schwer es ihm fällt. Trotzdem hast Du Recht, das nur geben, ohne das etwas, oder ohne das genug!, zurück kommt, das kann nicht gutgehen. Denn es kommt ja etwas, er ist ja kein Eisblock, aber es kommt nicht mehr genug damit es mir gutgeht!
Aber so wie Du sagtst das Du Dich nie von ihm hättest trennen können, so kann ich es auch nicht. Es geht einfach nicht, egal wie sehr es mir wehtut, ich kann mich nicht umdrehen und gehen, ich will immer wieder in sene Arme. Warum ich ja auch will das er mich "gehen lässt", indem er aufhört mir Hoffnungen zu machen, und ganz klar sagt das es für ihn vorbei ist. Kein "es geht gerade nicht anders, baer bleib", kein "vielleicht wird es ja wieder, lass uns schauen", sondern einfach "Geh, ich kann Dir nicht geben was Du brauchst, ich liebe Dich nicht mehr genug dafür". Aber ich habe das Gefühl er muss wirklich sagen "Geh", nicht "Bleib", damit ich ihn erstmal hassen kann dafür das er mich so eingewickelt hat, am Anfang so unendlich lieb war, mir gesagt hat das ich seine größte Liebe bin, immer wieder, sich schöne Sachen ausdachte die wir machen können, und sich dann so gewandelt hat, so kalt geworden ist. Irgendwann bin ich ihm dann sicher dankbar, wenn ich dann irgendwann glücklich verheiratet bin, und ich weiss das er es halt einfach nicht war, es einfach nicht gepasst hat, und jemand anderes mich auf Dauer glücklich machen kann, mir gibt was ich will. Aber ER muss die Tür zumachen, ich kann es nicht, denn ich will es ja nicht. Nicht wo ich ihn weiterhin jeden Tag sehen werde, noch mindestens eineinhalb Jahre. Wenn ich jetzt weggehen würde, oder er, dann wäre es einfacher, aber so, so kann ich es nicht.
Vielleicht muss er mir nochmehr wehtun, oder es muss noch klarer sein das es einfach nicht passt, damit ich dann dahin komme wo Du mit Deinem Exex warst:
Aber Du hast Recht, ich muss mir klar werden was ich genau will, und vielleicht sollte ich ihm das schreiben, damit er es in Ruhe lesen kann, weil er ja so ungerne redet. Aber er muss es dann auch tun, und immer wenn ich ihn frage wie er sich die Beziehung denn wünschen würde, was er sich vorstellt, dann kommt nur "getrente Wohnungen". Wie oft wir uns dann sehen, etc, das weiss er alles nicht. Und das wäre ja eben was wo ich sagen könnte: Das geht, oder das geht nicht für mich. Denn ich will ihn denke ich schon jeden Tag sehen, und ein Hallo im Buero zählt da nicht, ich will wenigstens beieinander schlafen die meisten abende, und wenn er sagen würde "Zweimal die Woche", dann wäre das eindeutig zu wenig für mich. Aber er sagt das es dann ja keine feste Regel gäbe, mal so, mal so eben. Das ist ja klar, aber ich finde wieviel ungefähr könnte er schon sagen, also zumindest 5-7 Abende, 1-2 Abende, 3-5 Abende.
Aber so wie er sich weigert habe ich langsam das Gefühl er will partu nicht "der böse" sein, er will nicht mit mir Schluss machen (nicht ganz), er will nicht das ich ausziehe, weil das dann ja wie ein 'mich aus der Wohnung schmeisen' wäre, und will auch nicht sagen "Ich will Dich nur noch 1-2 Abende die Woche sehen (WE eingeschlossen)", weil klar ist das das irgendwie nicht akzeptabel ist, nachdem man zusammengewohnt hat und über ein Jahr zusammen ist. Er hat ja auch nie mit den Freundinnen davor Schluss gemacht, es war ja immer eine Fernbeziehung am Schluss, und zwar meist Amerika-Deutschland, aber meist war es so das seine Freundinnen dann jemand anderen getroffen haben, sich verliebt haben, und dann voll schlechtem Gewissen ihm das erzählt haben, und sie dann zusammen entschieden haben das es eh besser so ist, da es ja eh keine Zukunft gibt. Aber ich würde mal vermuten das er sich da auch immer sehr zurückgezogen hat, nicht umbedingt mehr glühende Liebesbriefe geschrieben hat, so das es den Freundinnen einfach klar wurde, er sieht keine Zukunft, für ihn ist es schon vorbei. Aber so ehrlich zu sein: Lass es uns beenden, ich SEHE keine Zukinft, das zu sagen, davor hat er sich gedrückt. Und als ich die Paartherapie vorgeschlagen habe, oder auch nur gesagt habe das ich zu einer gehe, da meinte er das er da wohl der "Böse" ist/sein würde. Das ich gesagt habe das ich ihn hassen will war daher wohl absolut kontraproduktiv, denn das will er ja wohl verhindern, um jeden Preis.
Ach, ich weiss nicht mehr weiter. Ich will ihm ja die Chance geben, aber es ist so anstrengend. Schon mit ihm über diese Dinge zu reden, er stöht dabei immer, reibt sich den Kopf als wenn der schmerzen würde, und wenn ich ihn darauf anspreche dann ist er sich dessen gar nicht bewusst. Aber ich fühle mich als wenn ich ihm Schmerzen zufüge, nur indem ich mit ihm reden will, gerade weil er es unbewusst macht.
Wir schauen uns nachher die eine Wohnung an, mal sehen wie die ist. Vielleicht können wir dann ja, indem wir über die Wohnung reden, merken ob das was für uns beide wäre. Von den Fotos und der Ausstattung her sieht sie nämlich traumhaft aus, hat alles was auf unsere "Traumwohnungsliste" stand, wogegen unsere Wohnung hier einen Bias in meine Richtung hat. Und das halt nicht gut ist, weil es ihm ja so schwer fällt mir entgegen zu kommen. Er hat es getan, ich habe ich nicht überredet, sondern er hat gesagt wir nehmen sie. Nachdem er wusste wie sehr sie mir gefällt, aber er hat auch gesagt das das und das ja genau das ist was er wollte. Aber es war wohl schwerer als gedacht für ihn.
Danke jedenfalls für die Geschichten über Deine Exfreunde, kannst mich gerne weiter zuquatschen :) ) Das war wirklich interessant, die Parallelen zu sehen, und auch zu hören das Du Dich von Deinem ExEx getrennt hast, obwohl Du ihn noch geliebt hast. Und Deinem Ex dankbar bist dafür das er sich getrennt hat, "Weil ihm die Fähigkeit oder der Wille abging, sich in mich hinein zu versetzen.", und er Dich deshalb wohl nie hätte glücklich machen können, Du DIch aber wohl nicht hättest trennen können. Nur interesse halber, ist das der über den Drein Thread ist? Denn leider habe ich in dem meinen Freund auch sehr oft wiedererkannt.
Gute Nacht, :schmatz:
ocean
Danke für die Geschichten von Deinen beiden Exfreunden! Klingt ja wirklich als wenn er eine Kombi aus beiden ist. Teilweise. Denn z.B. das ihm Absprachen und Kompromisse so schwer fallen, das sieht er nicht als Zeichen das er mich nicht liebt. Das habe ich ihm heute gesagt, das ich das so sehe. Er sieht es aber völlig unabhängig von mir. Allerdings war es ja mal anders, daher kann ich das nicht unabhängig von mir sehen. Ich denke es ist halt Ausdruck davon das er "nicht mehr so hinter der Beziehung steht", was für mich bedeutet das er mich nicht mehr genug liebt. Er sieht das aber wie gesagt nicht so. Wie hast Du ihn davon zu überzeugen versucht das es nicht so ist? Vielleicht liege ich ja falsch, aber ich denke halt bei mir ist das so, das wenn ich jemanden liebe dann vergebe ich viel, gehe gerne Kompromisse ein, auch solche die ich sonst nie machen würde, wenn ich denjenigen nicht lieben würde. Und er hat ja am Anfang Kompromisse gemacht, hat viel Zeit investiert mir zu helfen, auch wenn er was anderes zu tun hatte, hat angefangen wirklich zu kochen, weil ich nicht nur Sandwitches essen wollte, ist früh mit mir ins Bett weil ich noch kuscheln wollte, selbst wenn er danach nochmal aufstand weil er weniger Schlaf braucht als ich, und noch nicht so müde war. Und jetzt, jetzt will er all das nicht mehr. Was soll da der Grund sein wenn nicht das er mich einfach nicht mehr genug liebt?
Das Freunde sagen das ich zu viel Verständnis habe für ihn, das kenne ich, nur zu gut. Und auch das Beispiel mit dem das ich ihm schon einen halben km entgegen gegenagen bin, und er jetzt wenigstens mal 2cm mir entgegen gehen könnte, das kenne ich auch. Aber ich habe nicht das Gefühl das ich mich aufgebe, ich mache ja die Dinge die mir wichtig sind, auch die die mir vor ihm wichtig waren, aber bei den kleinen Dingen, die mich nicht definieren, da gehe ich ihm halt so weit wie möglich entgegen, weil ich weiss wie schwer es ihm fällt. Trotzdem hast Du Recht, das nur geben, ohne das etwas, oder ohne das genug!, zurück kommt, das kann nicht gutgehen. Denn es kommt ja etwas, er ist ja kein Eisblock, aber es kommt nicht mehr genug damit es mir gutgeht!
Aber so wie Du sagtst das Du Dich nie von ihm hättest trennen können, so kann ich es auch nicht. Es geht einfach nicht, egal wie sehr es mir wehtut, ich kann mich nicht umdrehen und gehen, ich will immer wieder in sene Arme. Warum ich ja auch will das er mich "gehen lässt", indem er aufhört mir Hoffnungen zu machen, und ganz klar sagt das es für ihn vorbei ist. Kein "es geht gerade nicht anders, baer bleib", kein "vielleicht wird es ja wieder, lass uns schauen", sondern einfach "Geh, ich kann Dir nicht geben was Du brauchst, ich liebe Dich nicht mehr genug dafür". Aber ich habe das Gefühl er muss wirklich sagen "Geh", nicht "Bleib", damit ich ihn erstmal hassen kann dafür das er mich so eingewickelt hat, am Anfang so unendlich lieb war, mir gesagt hat das ich seine größte Liebe bin, immer wieder, sich schöne Sachen ausdachte die wir machen können, und sich dann so gewandelt hat, so kalt geworden ist. Irgendwann bin ich ihm dann sicher dankbar, wenn ich dann irgendwann glücklich verheiratet bin, und ich weiss das er es halt einfach nicht war, es einfach nicht gepasst hat, und jemand anderes mich auf Dauer glücklich machen kann, mir gibt was ich will. Aber ER muss die Tür zumachen, ich kann es nicht, denn ich will es ja nicht. Nicht wo ich ihn weiterhin jeden Tag sehen werde, noch mindestens eineinhalb Jahre. Wenn ich jetzt weggehen würde, oder er, dann wäre es einfacher, aber so, so kann ich es nicht.
Vielleicht muss er mir nochmehr wehtun, oder es muss noch klarer sein das es einfach nicht passt, damit ich dann dahin komme wo Du mit Deinem Exex warst:
Doch ich hatte den Glauben daran verloren, dass ich damit leben kann.. Denn ändern in etwas was er nicht ist, das will ich ja nicht, wenn dann nur wieder etwas in die Richtung wie er früher war. Das war ja auch er. Oder nicht? War er das nicht, war er da auf "Droge", weil verliebt? Das ist mir immer noch nicht klar, wer er ist, der gestresste, kalte, sachliche, unzugängliche Tpy der er jetzt ist, oder der liebe, führsorgliche, entspannte Typ der er damals war, oder etwas in der Mitte. Mit dem mit dem ich jetzt zusammenleben, mit dem kann ich auf Dauer nicht zusammenleben, oder zusammensein, das ist klar, aber da er mal so anders war ist die Hoffung da das er wieder so wird wie damals, oder halt etwas in der Mitte, womit ich dann gerne leben würde, jemand der sich von sich aus Zeit nimmt fuer uns, mich mal mit etwas überrascht, mir zeigt das er mich liebt. Natürlich nicht so überschwänglich wie zu beginn, das ist mir klar, aber der Gegensatz ist einfach zu gross zwischen damals und heute, da muss es was in der Mitte geben.
Aber Du hast Recht, ich muss mir klar werden was ich genau will, und vielleicht sollte ich ihm das schreiben, damit er es in Ruhe lesen kann, weil er ja so ungerne redet. Aber er muss es dann auch tun, und immer wenn ich ihn frage wie er sich die Beziehung denn wünschen würde, was er sich vorstellt, dann kommt nur "getrente Wohnungen". Wie oft wir uns dann sehen, etc, das weiss er alles nicht. Und das wäre ja eben was wo ich sagen könnte: Das geht, oder das geht nicht für mich. Denn ich will ihn denke ich schon jeden Tag sehen, und ein Hallo im Buero zählt da nicht, ich will wenigstens beieinander schlafen die meisten abende, und wenn er sagen würde "Zweimal die Woche", dann wäre das eindeutig zu wenig für mich. Aber er sagt das es dann ja keine feste Regel gäbe, mal so, mal so eben. Das ist ja klar, aber ich finde wieviel ungefähr könnte er schon sagen, also zumindest 5-7 Abende, 1-2 Abende, 3-5 Abende.
Aber so wie er sich weigert habe ich langsam das Gefühl er will partu nicht "der böse" sein, er will nicht mit mir Schluss machen (nicht ganz), er will nicht das ich ausziehe, weil das dann ja wie ein 'mich aus der Wohnung schmeisen' wäre, und will auch nicht sagen "Ich will Dich nur noch 1-2 Abende die Woche sehen (WE eingeschlossen)", weil klar ist das das irgendwie nicht akzeptabel ist, nachdem man zusammengewohnt hat und über ein Jahr zusammen ist. Er hat ja auch nie mit den Freundinnen davor Schluss gemacht, es war ja immer eine Fernbeziehung am Schluss, und zwar meist Amerika-Deutschland, aber meist war es so das seine Freundinnen dann jemand anderen getroffen haben, sich verliebt haben, und dann voll schlechtem Gewissen ihm das erzählt haben, und sie dann zusammen entschieden haben das es eh besser so ist, da es ja eh keine Zukunft gibt. Aber ich würde mal vermuten das er sich da auch immer sehr zurückgezogen hat, nicht umbedingt mehr glühende Liebesbriefe geschrieben hat, so das es den Freundinnen einfach klar wurde, er sieht keine Zukunft, für ihn ist es schon vorbei. Aber so ehrlich zu sein: Lass es uns beenden, ich SEHE keine Zukinft, das zu sagen, davor hat er sich gedrückt. Und als ich die Paartherapie vorgeschlagen habe, oder auch nur gesagt habe das ich zu einer gehe, da meinte er das er da wohl der "Böse" ist/sein würde. Das ich gesagt habe das ich ihn hassen will war daher wohl absolut kontraproduktiv, denn das will er ja wohl verhindern, um jeden Preis.
Ach, ich weiss nicht mehr weiter. Ich will ihm ja die Chance geben, aber es ist so anstrengend. Schon mit ihm über diese Dinge zu reden, er stöht dabei immer, reibt sich den Kopf als wenn der schmerzen würde, und wenn ich ihn darauf anspreche dann ist er sich dessen gar nicht bewusst. Aber ich fühle mich als wenn ich ihm Schmerzen zufüge, nur indem ich mit ihm reden will, gerade weil er es unbewusst macht.
Wir schauen uns nachher die eine Wohnung an, mal sehen wie die ist. Vielleicht können wir dann ja, indem wir über die Wohnung reden, merken ob das was für uns beide wäre. Von den Fotos und der Ausstattung her sieht sie nämlich traumhaft aus, hat alles was auf unsere "Traumwohnungsliste" stand, wogegen unsere Wohnung hier einen Bias in meine Richtung hat. Und das halt nicht gut ist, weil es ihm ja so schwer fällt mir entgegen zu kommen. Er hat es getan, ich habe ich nicht überredet, sondern er hat gesagt wir nehmen sie. Nachdem er wusste wie sehr sie mir gefällt, aber er hat auch gesagt das das und das ja genau das ist was er wollte. Aber es war wohl schwerer als gedacht für ihn.
Danke jedenfalls für die Geschichten über Deine Exfreunde, kannst mich gerne weiter zuquatschen :) ) Das war wirklich interessant, die Parallelen zu sehen, und auch zu hören das Du Dich von Deinem ExEx getrennt hast, obwohl Du ihn noch geliebt hast. Und Deinem Ex dankbar bist dafür das er sich getrennt hat, "Weil ihm die Fähigkeit oder der Wille abging, sich in mich hinein zu versetzen.", und er Dich deshalb wohl nie hätte glücklich machen können, Du DIch aber wohl nicht hättest trennen können. Nur interesse halber, ist das der über den Drein Thread ist? Denn leider habe ich in dem meinen Freund auch sehr oft wiedererkannt.
Gute Nacht, :schmatz:
ocean
Liebe Mariala!
So, jetzt bin ich auch endlich bei Dir angekommen, ich verbinge heute den ganzen Tag vor dem PC hier im Forum, unsere neue Internetverbidung einweihen (endlich geht es wieder schön schnell!!).
Aber irgendwie musste ich mir erstmal all meine Gedanken von der Seele schreiben bevor ich Dir antworten konnte, ich hoffe Du verstehst das. Ich drücke Dich jedenfalls ganz doll :trost: :trost: :trost:
Ich weiss ja nicht, hast Du ihn jetzt schon erreicht? Ich denke an sich ist es gut das Du ihm Deine Gedanken geschrieben hast, denn wenn Du Dir nun sicher bist das Du einfach nicht mit ihm zusammen sein kannst, obwohl Du ihn liebst, dann sollte er das wissen. Und ich denke auch wenn er erstmal traurig ist, an sich wird er es sicher zu schätzten wissen das Du ehrlich bist. Damals den Brief im November, da dachtest Du ihr könntest es schaffen, zusammen, aber nun denkst Du anders, Du hast abgeschlossen und siehst klarer, ohne das die Gefühle es zu sehr verklären. Das ihm mitzuteilen, das ist wirklich wichtig! Allerdings würde ich es auch verstehen das er sich erstmal nicht meldet. Wenn er den Brief schon gesehen hat, und nicht gar nicht da ist das Wochenende über, dann kann es denke ich schon sein das er erstmal etwas braucht um ihn zu verdauen, wirken zu lassen. Du weisst ja wie lange das damals gedauert hat.....Denn er wollte jetzt schliesslich wieder mit Dir zusammen sein, das Du das nun nicht mehr willst trifft ihn sicher. Ich denke daher das Du es auch akzeptieren müsstest wenn er jetzt sagt das er erstmal etwas Abstand braucht, bevor ihr dann wirklich Freunde werden könnt. Auch wenn Du ihn jetzt vermisst, als Mensch, weil der Schmerz weg ist. So wie er damals Freunde bleiben wollte, und Du es nicht konntest. Ich sage nicht das das jetzt genauso "schlimm" ist, es ist schliesslich eine ganz andere Situation, aber je nachdem wie sehr er sich wirklich Hoffnungen gemacht hat kann es ihn schon treffen.
Aber wie gesagt, ich denke den Brief zu schreiben war richtig, es war sicher nötig damit ihr wirklich Freunde werden könnt, denn er muss wissen woran er ist, so wie Du es wissen wolltest. Und ich denke das er es irgendwann versteht. Schliesslich hat er aus dem gleichen Grund damals Schluss gemacht, das er wusste das es so nicht weitergeht, und keinen anderen Ausweg sah. Du hast ihm in Deinem Brief damals wohl aufgezeigt das es auch anders geht, aber für Euch war es wohl zu spät, und vielleicht wäre es auch nie gegangen, selbst wenn ihr damals anstatt Schluss zu machen versucht hättet es zu bessern. Vielleicht war das Ungelcihgewicht schon zu groß um es wieder hinzubiegen. Vielleicht gelingt es euch beiden jetzt aber in Zunkunft nicht wieder den gleichen Fehler zu machen. Und das wäre ja schon sehr viel wert, finde ich. Auch wenn es traurig ist das es bei Euch nicht geklappt hat, und es sicher schwer wird wenn er es dann mit jemand anders schaft, jemand der Dir vielleicht sogar ähnlich ist. Ich denke es ist ähnlich wie mit der Antarktis bei mir, ich würde es ihm gönnen, weil ich weiss das es ihm viel bedeutet, es ihn glücklich machen wird das getan zu haben in seinem Leben. Trotzdem würde es mir wehtun, denn auch ich glaube kaum das unsere Beziehung das überstehen würde, weil auch ich Nähe viel zu sehr brauche. Ich bin mir fest sicher das ich jemanden treffen würde in der Zeit, der mir diese Nähe geben würde, selbst wenn ich ihn nicht so liebe wie meinen Freund. Und ähnlich wird es wohl mit einer neuen, ersten Freundin Deines Exfreundes sein. Ich denke einerseits wirst Du Dich für ihn freuen, denn wenn man jemanden liebt und sieht das es ihm gutgeht, dann ist es meist schwer sich nicht auch zu freuen, es ihm zu gönnen. Aber es wird auch wehtun, eben weil Du ihn liebst, und Du Dir vielleicht wünscht das es besser geklappt hätte bei Euch. Das ist denke ich ganz normal, aber da es sicher nicht so bald passiert sollest Du Dich damit nicht verrückt machen, wie Du schreibst.
Jetzt muss ich los, die Wohnung anschauen. Ich hoffe Dir geht es wieder etwas besser, vielleicht habt ihr ja schon geredet?
Liebe Grüße, und gute Nacht!
:trost: :trost: :schmatz:
ocean
P.S. Ich schreibe nachher nochmal kurz (wirklich!) zu den Sachen die Du angesprochen hast wegen meinem Freund und mir, aber Du hast natürlich Recht, es sind keine wirklich neuen Probleme.
So, jetzt bin ich auch endlich bei Dir angekommen, ich verbinge heute den ganzen Tag vor dem PC hier im Forum, unsere neue Internetverbidung einweihen (endlich geht es wieder schön schnell!!).
Aber irgendwie musste ich mir erstmal all meine Gedanken von der Seele schreiben bevor ich Dir antworten konnte, ich hoffe Du verstehst das. Ich drücke Dich jedenfalls ganz doll :trost: :trost: :trost:
Ich weiss ja nicht, hast Du ihn jetzt schon erreicht? Ich denke an sich ist es gut das Du ihm Deine Gedanken geschrieben hast, denn wenn Du Dir nun sicher bist das Du einfach nicht mit ihm zusammen sein kannst, obwohl Du ihn liebst, dann sollte er das wissen. Und ich denke auch wenn er erstmal traurig ist, an sich wird er es sicher zu schätzten wissen das Du ehrlich bist. Damals den Brief im November, da dachtest Du ihr könntest es schaffen, zusammen, aber nun denkst Du anders, Du hast abgeschlossen und siehst klarer, ohne das die Gefühle es zu sehr verklären. Das ihm mitzuteilen, das ist wirklich wichtig! Allerdings würde ich es auch verstehen das er sich erstmal nicht meldet. Wenn er den Brief schon gesehen hat, und nicht gar nicht da ist das Wochenende über, dann kann es denke ich schon sein das er erstmal etwas braucht um ihn zu verdauen, wirken zu lassen. Du weisst ja wie lange das damals gedauert hat.....Denn er wollte jetzt schliesslich wieder mit Dir zusammen sein, das Du das nun nicht mehr willst trifft ihn sicher. Ich denke daher das Du es auch akzeptieren müsstest wenn er jetzt sagt das er erstmal etwas Abstand braucht, bevor ihr dann wirklich Freunde werden könnt. Auch wenn Du ihn jetzt vermisst, als Mensch, weil der Schmerz weg ist. So wie er damals Freunde bleiben wollte, und Du es nicht konntest. Ich sage nicht das das jetzt genauso "schlimm" ist, es ist schliesslich eine ganz andere Situation, aber je nachdem wie sehr er sich wirklich Hoffnungen gemacht hat kann es ihn schon treffen.
Aber wie gesagt, ich denke den Brief zu schreiben war richtig, es war sicher nötig damit ihr wirklich Freunde werden könnt, denn er muss wissen woran er ist, so wie Du es wissen wolltest. Und ich denke das er es irgendwann versteht. Schliesslich hat er aus dem gleichen Grund damals Schluss gemacht, das er wusste das es so nicht weitergeht, und keinen anderen Ausweg sah. Du hast ihm in Deinem Brief damals wohl aufgezeigt das es auch anders geht, aber für Euch war es wohl zu spät, und vielleicht wäre es auch nie gegangen, selbst wenn ihr damals anstatt Schluss zu machen versucht hättet es zu bessern. Vielleicht war das Ungelcihgewicht schon zu groß um es wieder hinzubiegen. Vielleicht gelingt es euch beiden jetzt aber in Zunkunft nicht wieder den gleichen Fehler zu machen. Und das wäre ja schon sehr viel wert, finde ich. Auch wenn es traurig ist das es bei Euch nicht geklappt hat, und es sicher schwer wird wenn er es dann mit jemand anders schaft, jemand der Dir vielleicht sogar ähnlich ist. Ich denke es ist ähnlich wie mit der Antarktis bei mir, ich würde es ihm gönnen, weil ich weiss das es ihm viel bedeutet, es ihn glücklich machen wird das getan zu haben in seinem Leben. Trotzdem würde es mir wehtun, denn auch ich glaube kaum das unsere Beziehung das überstehen würde, weil auch ich Nähe viel zu sehr brauche. Ich bin mir fest sicher das ich jemanden treffen würde in der Zeit, der mir diese Nähe geben würde, selbst wenn ich ihn nicht so liebe wie meinen Freund. Und ähnlich wird es wohl mit einer neuen, ersten Freundin Deines Exfreundes sein. Ich denke einerseits wirst Du Dich für ihn freuen, denn wenn man jemanden liebt und sieht das es ihm gutgeht, dann ist es meist schwer sich nicht auch zu freuen, es ihm zu gönnen. Aber es wird auch wehtun, eben weil Du ihn liebst, und Du Dir vielleicht wünscht das es besser geklappt hätte bei Euch. Das ist denke ich ganz normal, aber da es sicher nicht so bald passiert sollest Du Dich damit nicht verrückt machen, wie Du schreibst.
Jetzt muss ich los, die Wohnung anschauen. Ich hoffe Dir geht es wieder etwas besser, vielleicht habt ihr ja schon geredet?
Liebe Grüße, und gute Nacht!
:trost: :trost: :schmatz:
ocean
P.S. Ich schreibe nachher nochmal kurz (wirklich!) zu den Sachen die Du angesprochen hast wegen meinem Freund und mir, aber Du hast natürlich Recht, es sind keine wirklich neuen Probleme.
Liebe ocean,
Es geht mir besser! Wir haben telefoniert, ich höre Janis Joplin und dann auch noch Deine lieben Worte... ein schönes Ende für den Tag.
Also mein Exfreund hat den Brief und die Madeleines bekommen und er hat sich sehr gefreut. Irgendwie war er aber auch sehr überrascht und wusste gar nicht, wie er antworten soll. Du hattest also Recht, er braucht seine Zeit, bis er auf etwas reagiert... und das ist ja auch ganz gut so. Nächstes Wochenende werden wir uns wieder sehen und ich denke, das könnte ein guter Grundstein für unsere Freundschaft werden. Wie das genau sein wird, eine Freundschaft mit jemandem den man eigentlich liebt, das weiß ich noch nicht, aber ich werde es einfach auf mich zukommen lassen. Das Leben hält doch immer so viele Überraschungen bereit, dass man nie weiß, was passiert.
Dein Freund und Du, ihr schaut Euch eine Wohnung an? Das ist wirklich eine gute Idee, berichte mir mal, wie die Stimmung dabei war. Wenn er das ganz gerne macht, ohne wieder so "angestrengt" zu wirken, wäre das ein ganz gutes Zeichen.
Wie Du schreibst, er stößt Dich ja nicht wirklich zurück. Zu sagen "Geh", das kann er nicht, weil er Dich doch sehr gerne hat und Dich nicht verlieren will. Seine Vorstellung von Beziehung ist einfach eine andere, oft merkt er überhaupt nicht, dass sein Verhalten volllkommen an Deinen Bedürfnissen vorbeigeht. Wie Eryns Exfreund fällt es ihm sehr, sehr schwer, sich in andere hineinzuversetzen. Das liegt sicher an seiner persönlichen Geschichte und es ist möglich, dass sich das nicht mehr bedeutend ändert – zumindest wird er da immer seine Schwierigkeiten haben.
Mh, wie soll es nun weitergehen? Er wird Dich sicher nicht wegstoßen, zumindest hat er überhaupt nicht das Bedürfnis danach... er könnte es tun, um Dich zu "befreien", aber ich denke nicht, dass er das tut. Du wirst auch nicht Schluss machen können, denn Du liebst ihn ja so sehr und tust alles, um ihn zu verstehen, ja Du würdest ihm sogar die Zeit in der Arktis gönnen, weil Du ihn so liebst, auch wenn es für Euch fatal wäre.
Also sieht es doch so aus: Ihr müsst wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen, bevor ihr Eure Beziehung als gescheitert erklärt. Und sicher habt ihr noch nicht alles versucht, zumindest sehe ich noch viel Potential. Zum Beispiel die Tatsache, dass Dein Freund denke, er wäre irgendwie der "Böse" in der Beziehung. Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass es in der Liebe kein Gut und Böse gibt, dass ihr beide vielmehr Opfer von äußeren Umständen und Eurer persönlichen Geschichte seid – beides führt dazu, dass zwei Menschen, die sich eigentlich lieben, es nicht hinkriegen, zusammen zu leben.
Vielleicht kannst Du ihm irgendwie klar machen, dass dieses Denken in "Gut" und "Böse"-Kategorien keinen Sinn macht, dass Du ihn nicht angreifen willst. Du schilderst ja nur Deinen inneren Zustand, etwas was Du sehr gut kannst und er offensichtlich gar nicht. Er ist nicht nur ein schlechter Menschenkenner im allgemeinen, er ist auch ein schlechter Selbstbeobachter glaube ich manchmal. Sonst könnte er vielleicht besser ausdrücken, was ihn bewegt.
Hat er Dir eigentlich auch schonmal geschrieben? Ich kenne das von mir selbst: Ich war oft unfähig, meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, wenn ich jemandem direkt gegenüber sitze. Viel besser konnte ich meine Gedanken und Gefühle in einem Brief niederlegen. Es ist schade, dass Dein Freund das noch nicht versucht hat. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit? Manchmal braucht es einen gewissen Rahmen, um die Gedanken ins Fließen zu bringen. Eine Paartherapie ist da die intensivste Möglichkeit, aber Anregungen kann man auch anders bekommen. Das Buch, das Du vor Weihnachten gelesen hast ist sicher so etwas. (Übrigens gibt es auch eine Internet-Paartherapie der Uni Göttingen, theratalk, vielleicht wäre das was für Euch? Allerdings ist es nicht billig.)
Oder kennst Du vielleicht irgendeinen Roman, eine Erzählung oder Geschichte, die Dich sehr berührt hat, die Deine Gefühle widerspiegelt? Es ist sehr schön, wenn man seinem Partner etwas vorliest, das einem selbst sehr wichtig ist. An einem ruhigen Abend, mit Kerzen und Tee....
Eure gemeinsamen Abende solltet ihr auch irgendwie dazu nutzen, an Eurer Kommunikation zu arbeiten. Das geht durch gemeinsames Lesen, Spielen, zu zweit etwas trinken gehen, kochen... dann gibt es ja auch spezielle "Vertrauensübungen", ich kenne mich da nicht so aus, aber das soll einer Beziehung auch sehr gut tun. Nicht so gut ist es im Moment glaube ich, wenn ihr gemeinsam mit anderen Menschen ausgeht oder einfach nur einen Film schaut oder so. Für die Gruppenaktivitäten seid ihr eigentlich zu sehr mit Euch selbst beschhäftigt und das Film schauen lenkt Euch zu sehr ab. Ihr müsst jetzt wirklich aufmerksam sein. Klingt anstrengend, aber ich denke es lohnt sich.
Tja, das sind nur ein paar Ideen von mir für die nächste Zeit.. aber Du hast da ja selbst ziemlich viel Phantasie, heute hast Du mit der Besichtigung ja schon wieder losgelegt.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
:schmatz: Mariala
Es geht mir besser! Wir haben telefoniert, ich höre Janis Joplin und dann auch noch Deine lieben Worte... ein schönes Ende für den Tag.
Also mein Exfreund hat den Brief und die Madeleines bekommen und er hat sich sehr gefreut. Irgendwie war er aber auch sehr überrascht und wusste gar nicht, wie er antworten soll. Du hattest also Recht, er braucht seine Zeit, bis er auf etwas reagiert... und das ist ja auch ganz gut so. Nächstes Wochenende werden wir uns wieder sehen und ich denke, das könnte ein guter Grundstein für unsere Freundschaft werden. Wie das genau sein wird, eine Freundschaft mit jemandem den man eigentlich liebt, das weiß ich noch nicht, aber ich werde es einfach auf mich zukommen lassen. Das Leben hält doch immer so viele Überraschungen bereit, dass man nie weiß, was passiert.
Dein Freund und Du, ihr schaut Euch eine Wohnung an? Das ist wirklich eine gute Idee, berichte mir mal, wie die Stimmung dabei war. Wenn er das ganz gerne macht, ohne wieder so "angestrengt" zu wirken, wäre das ein ganz gutes Zeichen.
Wie Du schreibst, er stößt Dich ja nicht wirklich zurück. Zu sagen "Geh", das kann er nicht, weil er Dich doch sehr gerne hat und Dich nicht verlieren will. Seine Vorstellung von Beziehung ist einfach eine andere, oft merkt er überhaupt nicht, dass sein Verhalten volllkommen an Deinen Bedürfnissen vorbeigeht. Wie Eryns Exfreund fällt es ihm sehr, sehr schwer, sich in andere hineinzuversetzen. Das liegt sicher an seiner persönlichen Geschichte und es ist möglich, dass sich das nicht mehr bedeutend ändert – zumindest wird er da immer seine Schwierigkeiten haben.
Mh, wie soll es nun weitergehen? Er wird Dich sicher nicht wegstoßen, zumindest hat er überhaupt nicht das Bedürfnis danach... er könnte es tun, um Dich zu "befreien", aber ich denke nicht, dass er das tut. Du wirst auch nicht Schluss machen können, denn Du liebst ihn ja so sehr und tust alles, um ihn zu verstehen, ja Du würdest ihm sogar die Zeit in der Arktis gönnen, weil Du ihn so liebst, auch wenn es für Euch fatal wäre.
Also sieht es doch so aus: Ihr müsst wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen, bevor ihr Eure Beziehung als gescheitert erklärt. Und sicher habt ihr noch nicht alles versucht, zumindest sehe ich noch viel Potential. Zum Beispiel die Tatsache, dass Dein Freund denke, er wäre irgendwie der "Böse" in der Beziehung. Er scheint immer noch nicht verstanden zu haben, dass es in der Liebe kein Gut und Böse gibt, dass ihr beide vielmehr Opfer von äußeren Umständen und Eurer persönlichen Geschichte seid – beides führt dazu, dass zwei Menschen, die sich eigentlich lieben, es nicht hinkriegen, zusammen zu leben.
Vielleicht kannst Du ihm irgendwie klar machen, dass dieses Denken in "Gut" und "Böse"-Kategorien keinen Sinn macht, dass Du ihn nicht angreifen willst. Du schilderst ja nur Deinen inneren Zustand, etwas was Du sehr gut kannst und er offensichtlich gar nicht. Er ist nicht nur ein schlechter Menschenkenner im allgemeinen, er ist auch ein schlechter Selbstbeobachter glaube ich manchmal. Sonst könnte er vielleicht besser ausdrücken, was ihn bewegt.
Hat er Dir eigentlich auch schonmal geschrieben? Ich kenne das von mir selbst: Ich war oft unfähig, meine Gefühle zum Ausdruck zu bringen, wenn ich jemandem direkt gegenüber sitze. Viel besser konnte ich meine Gedanken und Gefühle in einem Brief niederlegen. Es ist schade, dass Dein Freund das noch nicht versucht hat. Vielleicht wäre es eine Möglichkeit? Manchmal braucht es einen gewissen Rahmen, um die Gedanken ins Fließen zu bringen. Eine Paartherapie ist da die intensivste Möglichkeit, aber Anregungen kann man auch anders bekommen. Das Buch, das Du vor Weihnachten gelesen hast ist sicher so etwas. (Übrigens gibt es auch eine Internet-Paartherapie der Uni Göttingen, theratalk, vielleicht wäre das was für Euch? Allerdings ist es nicht billig.)
Oder kennst Du vielleicht irgendeinen Roman, eine Erzählung oder Geschichte, die Dich sehr berührt hat, die Deine Gefühle widerspiegelt? Es ist sehr schön, wenn man seinem Partner etwas vorliest, das einem selbst sehr wichtig ist. An einem ruhigen Abend, mit Kerzen und Tee....
Eure gemeinsamen Abende solltet ihr auch irgendwie dazu nutzen, an Eurer Kommunikation zu arbeiten. Das geht durch gemeinsames Lesen, Spielen, zu zweit etwas trinken gehen, kochen... dann gibt es ja auch spezielle "Vertrauensübungen", ich kenne mich da nicht so aus, aber das soll einer Beziehung auch sehr gut tun. Nicht so gut ist es im Moment glaube ich, wenn ihr gemeinsam mit anderen Menschen ausgeht oder einfach nur einen Film schaut oder so. Für die Gruppenaktivitäten seid ihr eigentlich zu sehr mit Euch selbst beschhäftigt und das Film schauen lenkt Euch zu sehr ab. Ihr müsst jetzt wirklich aufmerksam sein. Klingt anstrengend, aber ich denke es lohnt sich.
Tja, das sind nur ein paar Ideen von mir für die nächste Zeit.. aber Du hast da ja selbst ziemlich viel Phantasie, heute hast Du mit der Besichtigung ja schon wieder losgelegt.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft!
:schmatz: Mariala
Ach ja: Du brauchst Dich nicht kurz zu fassen, schreibe einfach alles was Dir in den Sinn kommt. Das ist wichtig, dabei kannst Du viel über Dich selbst erfahren! Also nur los!
Liebe Mariala!
Schön das es Dir besser geht, und das er nicht böse war oder so. Ich denke das nächste Wochenende kann wirklich interessant werden, denn Eure letzten Treffen waren ja doch immer davon geprägt ob oder ob nicht es wieder was werden kann. Denn gerade als Du es vor Weihnachten einfach schön fandest ihn zu sehen, da wollte er es plötzlich wieder versuchen. Ich wünsche Dir also schonmal das es schön wird dann! Und bis dahin hatte er ja etwas Zeit zum nachdenken.
Wir sind jetzt wieder da vom Wohnung anschauen. Die Wohnung war ganz schön, und meinem Freund hat sie total gefallen. Auf dem Hinweg war er zwar etwas "angestrengt", aber da hat man gesehen wie sie ihm gefallen hat, und er hat auch viel gefragt, es hat ihm also wirklich gefallen. Sie ist in einem neuen Mehrfamilienhaus (so mit 8 Wohnungen), ca. 8 Jahre alt, aber irgendwie hat sie auch alten Charm, weil die Tuerrahmen alle aus dunklem Holz mit Schnitzerei sind. Also eigentlich genau was für uns beide, neu für ihn, und alter Charm für mich! Und es gab eine neue Küche, mit neuem Kühlschrank, Herd, und, sehr wichtig für ihn, Spülmaschiene. Allerdings war sie etwas kleiner als gedacht, sie hatte nur zwei geschlossene Zimmer, nicht drei wie gedacht, und ein sehr grosses Ess-Wohnzimmer, mit Kamin (ist ihm auch sehr wichtig, und ich finde es auch toll, ist aber halt selten). Und eine riesen Abstellkamer, als ohne Fenster, aber sonst fast ein kleines Zimmer, so gross wie die meisten Küchen. Da ist die Waschmaschiene und der Trockner drin. Na ja, aber eigenlich wollten wir ja das dann jeder sein Zimmer hat, da könnte man es so machen das er das zweite Zimmer kriegt, und ich halt meine Sachen im Wohnzimmer habe, also meinen Schreibtisch. Für mich wäre das okay. Was auch ganz toll war: Es gibt eine riesen Terasse, echt schön. Und überdacht, also könnte man da selbst bei Regen im Sommer grillen, oder einfach dem Regen zuhören. Aber sie ist halt für März, und nur für Juni oder Juli falls der Typ noch einen Mitbewohner findet, und niemanden der die Wohnung so nimmt. Und die Klimaanlagen würden auch nicht passen in die Fenster, was bei den heissen Sommern hier, und der Hitzeabneigung meines Freundes ein Problem sein könnte. Aber ihm hat sie wirklich gefallen, er sitzt jetzt bei sich im Zimmer und malt einen Grundriss, und schaut ob und wie die Möbel passen würden. Wie Du sagst, das ist wohl ein gutes Zeichen das er sich so für eine neue, gemeinsame Wohnung interessiert. Und selbst wenn diese Wohnung es nicht wird (was ich mal annehme), sowas ähnliches wird es wieder geben, und wenn wir diesmal nicht vor der Kündigung des Mietvertrages (also drei Monate vorher) was gefunden haben müssen, sondern einfach hier kündigen weil wir ja ganz sicher nicht hierbleiben, und dann schauen, dann finden wir sicher was schönes, da bin ich mir sicher. Denn hier ziehen 80% der Leute die umziehen am 1.7. um, da hat man also die größte Auswahl.
Das er Angst hat der "Böse" zu sein verwundert mich auch, ich weiss nicht wo das herkommt, ob er als Kind immer der Böse war? Ich weiss es nicht, aber ich war wirklich erschüttert als er heute morge auf meine Schilderung wie ich mich fühle, das ich traurig bin, mit "Du machts mich hier fertig" antwortet. Das habe ich nicht getan, und wollte ich auch nicht, und das er kein schlechter Mensch ist steht für mich absolut fest. Unabhängig davon ob er mir wehtut, ein schlechter Mensch ist er sicher nicht, er kann halt nicht aus seiner Haut, aber ich weiss das er nichts tut nur um mir wehzutun. Und das wäre für mich das mindeste was er tun müsste um ein schlechter Mensch zu sein. Trotzdem war es denke ich sehr schlecht das ich gesagt habe das ich ihn hassen will, denn das will er ja gerade nicht, auf keinen Fall. Ich denke das muss ich nochmal in Ruhe mit ihm klären, das das nur aus der Verzweiflung kam das ich weiss das ich ihn nicht loslassne kann AUSSER ich hasse ihn, und er mich ja auch nicht ganz loslässt, ich ihn aber irgendwann loslassen muss um nicht kaputt zu gehen. Er mich also loslassen muss oder mich ihn hassen lassen muss.
Geschrieben hat er mir noch nicht, das finde ich auch sehr schade. Ich würde gerne lesen was er denkt zu mir, zu uns, aber das einzige was er geschrieben hat waren viele, viele Karten wie lieb er mich hat als noch alles gut war. Und dann aus der Arktis, als Antwort auf meinen Brief, da kam nichts, nur ein "Ich würde mich gerne damit beschäftigen, kann aber nicht". Ich werde es nochmal anregen, ob er mir seine Gedanken nicht aufschreiben mag, aber ich fürchte nicht.Aber trotzdem, ich werde es probieren.
Ich denke sein "Nicht mehr so ganz hinter der Beziehung stehen" hat wie Du vermutets was mit Prioritäten zu tun. Ich bin für ihn eindeutig nicht das wichtigste. Die Arktis, die Sehnsucht nach Weite, Einsamkeit, kommt vor mir. Seine Arbeit wohl auch. Daher plannt er mich wohl auch nicht in seine Zukunft ein, in seine Träume, denn die Träume die er hat beziehen sich auf diese zwei Dinge, vorallem das erste, das zweite dann auch als "Mittel zum Zweck". Und Du hast wohl Recht, es bedeutet nicht das er sich eine Zukunft mit mir nicht vorstellen kann, aber er tut es halt nicht. Das ist wohl ein wichtiger Unterschied, auch wenn ich es schöner fände wenn ich in seinen Zukunftsträumen auch vorkomme. Er vermutet, wohl zu Recht, das mir die Beziehung viel wichtiger ist als ihm. Denn während er sagt er ist auch wirlich glücklich ohne Beziehung, muss ich sagen ich fand es okay alleine zu sein, aber ich bin glücklicher wenn ich in einer schönen Beziehung bin,mit jemandem den ich wirklich liebe, jemand da ist mit dem ich Dinge teilen kann, der mich in den Arm nimmt, der mich liebt, so wie ich bin, und wo ich auch schwach sein kann. Diese Geborgenheit ist mir ganz wichtig, und ihm gar nicht so. Es steht also Geborgenheit gegen Unabhängigkeit. Schwer zu vereinbaren..... Er erzählt auch immer ganz stolz das seine ganzen Klassenkameraden alle verheiratet sind und/oder Kinder haben, und er nicht. Das die alle immer so große Töne gespuckt haben was sie alles machen wollen, und jetzt zuhause festsitzen, und er der einzige ist der wirklich was aufgegendes macht. Auch toll sowas seiner Freundin zu erzählen, aber dessen war er sich wohl auch nicht bewusst, das ich das nicht so toll finde weil es bei mir so ankommt als wenn ich nichts ernstes bin, er noch frei ist. So wie er meinte das er das mit dem Job in der Antarktis ja schon mit mir besprochen hätte wenn er sich beworben hätte, aber das hätte er ja nicht, daher versteht er nicht wiso mich das verletzt. Das alleine der Gedanke wehtun kann, ich glaube diese Sichtweise ist ihm ganz fremd. Für ihn zählen Taten. Und ich würde Dir zustimmen, ich denke er kennt nicht nur ein schlechter Menschenkenner, sondern auch ein schlechter Selbstbeobachter. Das sagt er ja selbst, das er nicht weiss wiso er so empfindet.
Heute abend schauen wir dann doch noch einen Film, auch wenn Du meinst das ist nicht so gut. Aber ich denke für heute ist genug gesagt, er kann denke ich eh nicht mehr. Das mit der Wohnung besprechen wir dann vorher beim essen.
Und ich muss jetzt dringend vorher noch Französisch machen.
:schmatz: :schmatz:
Liebe Grüße,
ocean
Schön das es Dir besser geht, und das er nicht böse war oder so. Ich denke das nächste Wochenende kann wirklich interessant werden, denn Eure letzten Treffen waren ja doch immer davon geprägt ob oder ob nicht es wieder was werden kann. Denn gerade als Du es vor Weihnachten einfach schön fandest ihn zu sehen, da wollte er es plötzlich wieder versuchen. Ich wünsche Dir also schonmal das es schön wird dann! Und bis dahin hatte er ja etwas Zeit zum nachdenken.
Wir sind jetzt wieder da vom Wohnung anschauen. Die Wohnung war ganz schön, und meinem Freund hat sie total gefallen. Auf dem Hinweg war er zwar etwas "angestrengt", aber da hat man gesehen wie sie ihm gefallen hat, und er hat auch viel gefragt, es hat ihm also wirklich gefallen. Sie ist in einem neuen Mehrfamilienhaus (so mit 8 Wohnungen), ca. 8 Jahre alt, aber irgendwie hat sie auch alten Charm, weil die Tuerrahmen alle aus dunklem Holz mit Schnitzerei sind. Also eigentlich genau was für uns beide, neu für ihn, und alter Charm für mich! Und es gab eine neue Küche, mit neuem Kühlschrank, Herd, und, sehr wichtig für ihn, Spülmaschiene. Allerdings war sie etwas kleiner als gedacht, sie hatte nur zwei geschlossene Zimmer, nicht drei wie gedacht, und ein sehr grosses Ess-Wohnzimmer, mit Kamin (ist ihm auch sehr wichtig, und ich finde es auch toll, ist aber halt selten). Und eine riesen Abstellkamer, als ohne Fenster, aber sonst fast ein kleines Zimmer, so gross wie die meisten Küchen. Da ist die Waschmaschiene und der Trockner drin. Na ja, aber eigenlich wollten wir ja das dann jeder sein Zimmer hat, da könnte man es so machen das er das zweite Zimmer kriegt, und ich halt meine Sachen im Wohnzimmer habe, also meinen Schreibtisch. Für mich wäre das okay. Was auch ganz toll war: Es gibt eine riesen Terasse, echt schön. Und überdacht, also könnte man da selbst bei Regen im Sommer grillen, oder einfach dem Regen zuhören. Aber sie ist halt für März, und nur für Juni oder Juli falls der Typ noch einen Mitbewohner findet, und niemanden der die Wohnung so nimmt. Und die Klimaanlagen würden auch nicht passen in die Fenster, was bei den heissen Sommern hier, und der Hitzeabneigung meines Freundes ein Problem sein könnte. Aber ihm hat sie wirklich gefallen, er sitzt jetzt bei sich im Zimmer und malt einen Grundriss, und schaut ob und wie die Möbel passen würden. Wie Du sagst, das ist wohl ein gutes Zeichen das er sich so für eine neue, gemeinsame Wohnung interessiert. Und selbst wenn diese Wohnung es nicht wird (was ich mal annehme), sowas ähnliches wird es wieder geben, und wenn wir diesmal nicht vor der Kündigung des Mietvertrages (also drei Monate vorher) was gefunden haben müssen, sondern einfach hier kündigen weil wir ja ganz sicher nicht hierbleiben, und dann schauen, dann finden wir sicher was schönes, da bin ich mir sicher. Denn hier ziehen 80% der Leute die umziehen am 1.7. um, da hat man also die größte Auswahl.
Das er Angst hat der "Böse" zu sein verwundert mich auch, ich weiss nicht wo das herkommt, ob er als Kind immer der Böse war? Ich weiss es nicht, aber ich war wirklich erschüttert als er heute morge auf meine Schilderung wie ich mich fühle, das ich traurig bin, mit "Du machts mich hier fertig" antwortet. Das habe ich nicht getan, und wollte ich auch nicht, und das er kein schlechter Mensch ist steht für mich absolut fest. Unabhängig davon ob er mir wehtut, ein schlechter Mensch ist er sicher nicht, er kann halt nicht aus seiner Haut, aber ich weiss das er nichts tut nur um mir wehzutun. Und das wäre für mich das mindeste was er tun müsste um ein schlechter Mensch zu sein. Trotzdem war es denke ich sehr schlecht das ich gesagt habe das ich ihn hassen will, denn das will er ja gerade nicht, auf keinen Fall. Ich denke das muss ich nochmal in Ruhe mit ihm klären, das das nur aus der Verzweiflung kam das ich weiss das ich ihn nicht loslassne kann AUSSER ich hasse ihn, und er mich ja auch nicht ganz loslässt, ich ihn aber irgendwann loslassen muss um nicht kaputt zu gehen. Er mich also loslassen muss oder mich ihn hassen lassen muss.
Also sieht es doch so aus: Ihr müsst wirklich alle Möglichkeiten ausschöpfen, bevor ihr Eure Beziehung als gescheitert erklärt.Damit hast Du wohl Recht, da er weder das eine noch das andere tun wird solange er mich noch etwas lieb hat. Sowas ähliches hat er ja auch gesagt, das er die Beziehung nicht einfach so aufgeben möchte, trotz der Probleme. Ich hoffe mal das die Date-Mitwochs helfen, und ich denke auch das Du Recht hast das mit anderen weggehen und passiv was zusammen machen nicht so gut ist. Was ich schön fände wäre endlich ein Wochenendetrip, das haben wir noch nie gemacht seit wir zusammen sind, aber mit die schönste Zeit hatten wir damals bevor wir zusammen waren und wir ein langes Wochenende nur wandern und fahhradfahren waren. Gerade da er sich hier in der Wohnung nicht wolfühlt ist es denke ich gut rauszukommen.
Geschrieben hat er mir noch nicht, das finde ich auch sehr schade. Ich würde gerne lesen was er denkt zu mir, zu uns, aber das einzige was er geschrieben hat waren viele, viele Karten wie lieb er mich hat als noch alles gut war. Und dann aus der Arktis, als Antwort auf meinen Brief, da kam nichts, nur ein "Ich würde mich gerne damit beschäftigen, kann aber nicht". Ich werde es nochmal anregen, ob er mir seine Gedanken nicht aufschreiben mag, aber ich fürchte nicht.Aber trotzdem, ich werde es probieren.
Ich denke sein "Nicht mehr so ganz hinter der Beziehung stehen" hat wie Du vermutets was mit Prioritäten zu tun. Ich bin für ihn eindeutig nicht das wichtigste. Die Arktis, die Sehnsucht nach Weite, Einsamkeit, kommt vor mir. Seine Arbeit wohl auch. Daher plannt er mich wohl auch nicht in seine Zukunft ein, in seine Träume, denn die Träume die er hat beziehen sich auf diese zwei Dinge, vorallem das erste, das zweite dann auch als "Mittel zum Zweck". Und Du hast wohl Recht, es bedeutet nicht das er sich eine Zukunft mit mir nicht vorstellen kann, aber er tut es halt nicht. Das ist wohl ein wichtiger Unterschied, auch wenn ich es schöner fände wenn ich in seinen Zukunftsträumen auch vorkomme. Er vermutet, wohl zu Recht, das mir die Beziehung viel wichtiger ist als ihm. Denn während er sagt er ist auch wirlich glücklich ohne Beziehung, muss ich sagen ich fand es okay alleine zu sein, aber ich bin glücklicher wenn ich in einer schönen Beziehung bin,mit jemandem den ich wirklich liebe, jemand da ist mit dem ich Dinge teilen kann, der mich in den Arm nimmt, der mich liebt, so wie ich bin, und wo ich auch schwach sein kann. Diese Geborgenheit ist mir ganz wichtig, und ihm gar nicht so. Es steht also Geborgenheit gegen Unabhängigkeit. Schwer zu vereinbaren..... Er erzählt auch immer ganz stolz das seine ganzen Klassenkameraden alle verheiratet sind und/oder Kinder haben, und er nicht. Das die alle immer so große Töne gespuckt haben was sie alles machen wollen, und jetzt zuhause festsitzen, und er der einzige ist der wirklich was aufgegendes macht. Auch toll sowas seiner Freundin zu erzählen, aber dessen war er sich wohl auch nicht bewusst, das ich das nicht so toll finde weil es bei mir so ankommt als wenn ich nichts ernstes bin, er noch frei ist. So wie er meinte das er das mit dem Job in der Antarktis ja schon mit mir besprochen hätte wenn er sich beworben hätte, aber das hätte er ja nicht, daher versteht er nicht wiso mich das verletzt. Das alleine der Gedanke wehtun kann, ich glaube diese Sichtweise ist ihm ganz fremd. Für ihn zählen Taten. Und ich würde Dir zustimmen, ich denke er kennt nicht nur ein schlechter Menschenkenner, sondern auch ein schlechter Selbstbeobachter. Das sagt er ja selbst, das er nicht weiss wiso er so empfindet.
Heute abend schauen wir dann doch noch einen Film, auch wenn Du meinst das ist nicht so gut. Aber ich denke für heute ist genug gesagt, er kann denke ich eh nicht mehr. Das mit der Wohnung besprechen wir dann vorher beim essen.
Und ich muss jetzt dringend vorher noch Französisch machen.
:schmatz: :schmatz:
Liebe Grüße,
ocean
Original von oceanDas er Angst hat der "Böse" zu sein verwundert mich auch, ich weiss nicht wo das herkommt, ob er als Kind immer der Böse war? Ich weiss es nicht, aber ich war wirklich erschüttert als er heute morge auf meine Schilderung wie ich mich fühle, das ich traurig bin, mit "Du machts mich hier fertig" antwortet.Hallo liebe ocean!
Du fragst dich, woher das kommt? Mögliche Antwort, weil das so gut zu ihm passt: :rolleyes:
Er will keine Kompromisse eingehen und auch keine Entscheidungen treffen, die jemand anderen als ihn selbst betreffen. Wenn er sagen würde, was Sache ist, dann WÄRE das eine Entscheidung.
Ne, will er nicht, lieber nicht. :rolleyes:
Und sein "anders hinter der Beziehung stehen" passt da hinein, finde ich. Er will keine Beziehung, so wie du es dir vorstellst.
In deiner Vorstellung könnte er - theoretisch - der Vater deiner ungeborenen Kinder sein?
Er hatte so einen Gedanken sicher noch nie.
Liebe ocean, er ist - wie so viele andere, schau dich um bei Eryn zB. - BEZIEHUNGSUNFÄHIG.
Was er gern hätte, wäre ein Freundschaft - oberflächlich und unverbindlich. Nur keine allzu intensiven Gespräche, schon gar nicht über Gefühle!
Nur die heiteren Stunden genießen und wenn's einmal brenzlig wird, zieht sich jeder in sein Schneckenhäuschen zurück und macht sein eigenes Ding.
Jeder plant seine Zukunft auf seine eigene Weise unabhängig voneinander.
Das hat mit deinen Vorstellungen doch NULLl zu tun, oder?
Je mehr ich von dir lese, desto mehr passiert es, dass ich auf "Mr. Arktis" langsam aber sicher zornig bin.
Er kommt mir manchmal wie ein unreifer Junge vor, der als Einzelkind zu Haus bei Mami lebt, die ihm alles abnimmt, was störend oder unangenehm wäre, er braucht nur brav in der Schule zu sein. Dafür darf er dann in seinem Zimmer Musik hören.
Bist du dir sicher, dass du einen erwachsenen, sozial entwickelten Mann vor dir hast? Ich bin mir da nicht so sicher.
Heute einen etwas zornigen Gruß ;)
Hallo Lisabel!
Ja, ich kann verstehen das Du langsam wütend wirst. Ich werde es ja selbst langsam, trotz meinem ewigen Verständnis, weil ich anfange mich abstossend zu fühlen, durch all die Zurückweisungen. Allerdings schildere ich sicher auch nur seine nervigen Seiten und Tage, manchmal kann er ja ganz anders sein. Aber wie gesagt, wer ist der echte, so wie er dann ist, damals war, oder so wie er in letzter Zeit meist ist?
Gestern abend gab es nochmal Streit, denn ich fragte ihn ob wir zusammen ins Bett gehen und noch etwas kuscheln. Da sagte er ja. Dann als wir im Bett waren kuschelte ich mich etwas an ihn, ich wollte wirklich nur kuscheln, nur 5-10 minuten. Er lag da, tat nichts, hatte die Augen zu, tat so als wenn er fast eingeschlafen wäre. Also habe ich ihm einen kleinen Kuss gegeben und Gute Nacht gesagt, weil ich dachte er ist halt todmüde. Was ist? Als ich mich umdrehe um zu schlafen macht er sein kleines Licht an und fängt an zu lesen. Wie soll ich mich denn da fühlen, wenn nicht zurückgewiesen und verarscht? Ich habe ihn also gefragt was das jetzt soll, wiso er sich tot stellt wenn ich mit ihm schmusen will und dann aber noch lesen kann. Da sagte er er müsse halt noch entspannen, ob er das jetzt nicht mal mehr dürfte. Dabei ging es ja überhaupt nicht um dürfen oder nicht dürfen, dürfen tut er alles, aber das er mir mit genau solchen Aktionen das Gefühl gibt absolut abstossend zu sein, weil kuscheln mit mir anscheiend nicht entspannend ist, das konnte er nicht nachvollziehen. Könnt ihr das? Ich meine, wiso hat er nicht wenigstens den Mut zu sagen "Nein, mir ist gerade nicht nach kuscheln, ich würde gerade lieber noch lesen" wenn ich ihn schon vorher frage? Aber das ist wohl das was Du beschreibst Lisabel, das er keine Entscheidungen treffen will. Heute morgen ging es weiter, denn um mich zu wecken rüttelte er grob an meiner Schulter. Selbst als Schluss war hat er mich mit einem streicheln über den Kopf geweckt. Ich kann gerade irgendwie nichts mehr schlucken, es ist mir alles zu viel, also sagte ich was, vonwegen ob er das nicht etwas liebevoller machen könnte, denn genau so gäbe er mir halt das Gefühl ich bin nur etwas was ihn total abstösst. Da flipte er fast aus, für seine Verhältnisse, vonwegen das er halt gerade noch müde sei, und er ja nicht immer irgendwie lieb sein könnte. Problem ist ja nur: Er ist halt seit Mittwoch nicht lieb zu mir gewesen, Donnerstag und Freitag abend war es auch so das er gelesen hat abends im Bett, und als ich mich an ihn gekuschelt habe wollte sagte er er wäre müde und machte das Licht aus, und morgens beeilt er sich extra und geht 5 Minuten vor mir aus dem Haus, so das er jetzt immer 40 Minuten früher auf der Arebit ist als früher, nur weil er anscheinend nicht schnell genug von mir weg kann. Und auch Samstag morgens war er nicht irgendwie lieb, so wie er es letztes Wochenende war. Und immer kommt dann nur: Wenn ich alleine wohnen würde dann könnte ich das auch wieder, so brauche ich einfach Abstand.
Heute morgen hatte ich wirklich das Gefühl das etwas in mir zerbrochen ist, das meine Liebe (endlich?) anfängt zu gehen. Denn ich weiss das ich mich so nicht behandeln lassen will, und er nicht das Recht hat mir das Gefühl zu geben absolut abstossend zu sein. Das habe ich nicht verdient, und ich bin mir sicher es gibt jemanden der sich nicht müde stellt nur um ein bisschen kuscheln mit mir zu entgehen. All die Gespräche scheinen ja auch zu nichts zu führen, ich habe das Gefühl bei ihm kommt einfach nichts an. Egal was es ist, er sagt immer "Wenn ich alleine wohnen würde wäre das anders".
Als Vater meiner ungeborenen Kinder sehe ich ihn nicht, denn ich weiss selbst nicht ob ich Kinder will, und wenn dann erst mit mitte dreissig, was ja noch ne Weile hin ist. Und ich weiss das er definitiv keine will (denn: zuviel Verantwortung. Passt zu ihm, was?). Aber meine Zukunft an sich stelle ich mir schon mit ihm vor. Und es tut unendlich weh das er es nicht tut. Nur hier kommt wieder das Problem: Er war früher so ganz anders, hat davon geredet das wir ein Haus in den Bergen haben werden, wir wollten schauen ob wir an diese eine Uni gehen könnten, die uns beiden gefällt. Er wollte die Nähe, wollte so viel Nähe, viel mehr als ich mich getraut hätte ihm "aufzudrängen", aber er hat sie sich geholt. Und ich habe sie gerne gegeben, denn ich wollte sie ja auch,hätte ihn halt nur nicht bedrängen wollen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl das er seine Reserven vollgetankt hat damals, und nun wieder in seiner alleinesein Phase ist.
Seine "Entschuldigung" für sein unsensibles Verhalten ist immer "ich bin halt unsozial". Und ja, er stellt sich wohl eine andere Beziehung vor als ich. Aber wieder, wiso hat er damals so auf Nähe gepuscht? Ich dachte wir sollten uns mal einen abend die Woche nicht sehen, und er war immer traurig, kam dann doch zu mir, oder bot an mich abzuholen oder was schönes zu essen zu machen, damit wir doch zusammen sind. Er hat gefragt ob wir zusammenziehen. Wenn er von Anfang an so gewesen wäre wie jetzt, dann wäre mir klar gewesen das er nicht das gleiche will wie ich. Aber woher diese Änderung? Und wiso, verdammt nochmal, kann er nicht die Konsequenz ziehen wenn der Grund einfach ist das er mich nicht mehr liebt??
Das er nur die schönen Stunden teilen will stimmt auch, das ist es für ihn was eine Beziehung aus macht sagt er, und daher findet er ja auch den ganzen "Reden-Kram" und auch Konflikte so unnötig und anstregend, weil das für ihn gar nicht dazu gehört. Und wenn wir es dann tun, dann braucht er ewig um sich davon zu "erholen", das war heute morgen seine Erklärung dafür wiso er gestern abend nicht kuscheln konnte, weil der Streit noch zu frisch in seinem Kopf war. Wiso er dann nicht den Mut hat genau das zu sagen gestern als ich ja sogar gefragt habe ob er noch etwas mit mir kuscheln will, das verstehe ich nicht.
Ich kann wirklich nicht mehr, so hatte ich mir einen "Neuanfang" nicht vorgestellt, es ist wohl so wie ich befürchtet habe, er machte es wohl nur um mir den negativbeweis zu erbringen das es eh nichts bringt. Ich weiss nur nicht wiso er dann letztes Wochenende so lieb war.
Ein verwöhntes Einzelkind ist er nicht, und ich will ganz sicher nicht seine Mami sein, aber unfähig eine enge Beziehung auf Dauer zu haben, das kann sein. Anscheinend wohl zumindest mit mir. Denn wenn es so eine Überwindung ist mir morgens lieb über den Kopf zu streichen, dann ist wohl alles verloren, oder?
Jetzt muss ich mal auf die Arbeit fahren, auch wenn ich mich sicher eher nicht auf den Scheiss da konzentrieren kann, mein Kopf dreht sich und ich würde am liebsten nur im Bett liegen und heulen.
Trotzdem liebe Grüße,
ocean
Ja, ich kann verstehen das Du langsam wütend wirst. Ich werde es ja selbst langsam, trotz meinem ewigen Verständnis, weil ich anfange mich abstossend zu fühlen, durch all die Zurückweisungen. Allerdings schildere ich sicher auch nur seine nervigen Seiten und Tage, manchmal kann er ja ganz anders sein. Aber wie gesagt, wer ist der echte, so wie er dann ist, damals war, oder so wie er in letzter Zeit meist ist?
Gestern abend gab es nochmal Streit, denn ich fragte ihn ob wir zusammen ins Bett gehen und noch etwas kuscheln. Da sagte er ja. Dann als wir im Bett waren kuschelte ich mich etwas an ihn, ich wollte wirklich nur kuscheln, nur 5-10 minuten. Er lag da, tat nichts, hatte die Augen zu, tat so als wenn er fast eingeschlafen wäre. Also habe ich ihm einen kleinen Kuss gegeben und Gute Nacht gesagt, weil ich dachte er ist halt todmüde. Was ist? Als ich mich umdrehe um zu schlafen macht er sein kleines Licht an und fängt an zu lesen. Wie soll ich mich denn da fühlen, wenn nicht zurückgewiesen und verarscht? Ich habe ihn also gefragt was das jetzt soll, wiso er sich tot stellt wenn ich mit ihm schmusen will und dann aber noch lesen kann. Da sagte er er müsse halt noch entspannen, ob er das jetzt nicht mal mehr dürfte. Dabei ging es ja überhaupt nicht um dürfen oder nicht dürfen, dürfen tut er alles, aber das er mir mit genau solchen Aktionen das Gefühl gibt absolut abstossend zu sein, weil kuscheln mit mir anscheiend nicht entspannend ist, das konnte er nicht nachvollziehen. Könnt ihr das? Ich meine, wiso hat er nicht wenigstens den Mut zu sagen "Nein, mir ist gerade nicht nach kuscheln, ich würde gerade lieber noch lesen" wenn ich ihn schon vorher frage? Aber das ist wohl das was Du beschreibst Lisabel, das er keine Entscheidungen treffen will. Heute morgen ging es weiter, denn um mich zu wecken rüttelte er grob an meiner Schulter. Selbst als Schluss war hat er mich mit einem streicheln über den Kopf geweckt. Ich kann gerade irgendwie nichts mehr schlucken, es ist mir alles zu viel, also sagte ich was, vonwegen ob er das nicht etwas liebevoller machen könnte, denn genau so gäbe er mir halt das Gefühl ich bin nur etwas was ihn total abstösst. Da flipte er fast aus, für seine Verhältnisse, vonwegen das er halt gerade noch müde sei, und er ja nicht immer irgendwie lieb sein könnte. Problem ist ja nur: Er ist halt seit Mittwoch nicht lieb zu mir gewesen, Donnerstag und Freitag abend war es auch so das er gelesen hat abends im Bett, und als ich mich an ihn gekuschelt habe wollte sagte er er wäre müde und machte das Licht aus, und morgens beeilt er sich extra und geht 5 Minuten vor mir aus dem Haus, so das er jetzt immer 40 Minuten früher auf der Arebit ist als früher, nur weil er anscheinend nicht schnell genug von mir weg kann. Und auch Samstag morgens war er nicht irgendwie lieb, so wie er es letztes Wochenende war. Und immer kommt dann nur: Wenn ich alleine wohnen würde dann könnte ich das auch wieder, so brauche ich einfach Abstand.
Heute morgen hatte ich wirklich das Gefühl das etwas in mir zerbrochen ist, das meine Liebe (endlich?) anfängt zu gehen. Denn ich weiss das ich mich so nicht behandeln lassen will, und er nicht das Recht hat mir das Gefühl zu geben absolut abstossend zu sein. Das habe ich nicht verdient, und ich bin mir sicher es gibt jemanden der sich nicht müde stellt nur um ein bisschen kuscheln mit mir zu entgehen. All die Gespräche scheinen ja auch zu nichts zu führen, ich habe das Gefühl bei ihm kommt einfach nichts an. Egal was es ist, er sagt immer "Wenn ich alleine wohnen würde wäre das anders".
Als Vater meiner ungeborenen Kinder sehe ich ihn nicht, denn ich weiss selbst nicht ob ich Kinder will, und wenn dann erst mit mitte dreissig, was ja noch ne Weile hin ist. Und ich weiss das er definitiv keine will (denn: zuviel Verantwortung. Passt zu ihm, was?). Aber meine Zukunft an sich stelle ich mir schon mit ihm vor. Und es tut unendlich weh das er es nicht tut. Nur hier kommt wieder das Problem: Er war früher so ganz anders, hat davon geredet das wir ein Haus in den Bergen haben werden, wir wollten schauen ob wir an diese eine Uni gehen könnten, die uns beiden gefällt. Er wollte die Nähe, wollte so viel Nähe, viel mehr als ich mich getraut hätte ihm "aufzudrängen", aber er hat sie sich geholt. Und ich habe sie gerne gegeben, denn ich wollte sie ja auch,hätte ihn halt nur nicht bedrängen wollen. Aber irgendwie habe ich das Gefühl das er seine Reserven vollgetankt hat damals, und nun wieder in seiner alleinesein Phase ist.
Seine "Entschuldigung" für sein unsensibles Verhalten ist immer "ich bin halt unsozial". Und ja, er stellt sich wohl eine andere Beziehung vor als ich. Aber wieder, wiso hat er damals so auf Nähe gepuscht? Ich dachte wir sollten uns mal einen abend die Woche nicht sehen, und er war immer traurig, kam dann doch zu mir, oder bot an mich abzuholen oder was schönes zu essen zu machen, damit wir doch zusammen sind. Er hat gefragt ob wir zusammenziehen. Wenn er von Anfang an so gewesen wäre wie jetzt, dann wäre mir klar gewesen das er nicht das gleiche will wie ich. Aber woher diese Änderung? Und wiso, verdammt nochmal, kann er nicht die Konsequenz ziehen wenn der Grund einfach ist das er mich nicht mehr liebt??
Das er nur die schönen Stunden teilen will stimmt auch, das ist es für ihn was eine Beziehung aus macht sagt er, und daher findet er ja auch den ganzen "Reden-Kram" und auch Konflikte so unnötig und anstregend, weil das für ihn gar nicht dazu gehört. Und wenn wir es dann tun, dann braucht er ewig um sich davon zu "erholen", das war heute morgen seine Erklärung dafür wiso er gestern abend nicht kuscheln konnte, weil der Streit noch zu frisch in seinem Kopf war. Wiso er dann nicht den Mut hat genau das zu sagen gestern als ich ja sogar gefragt habe ob er noch etwas mit mir kuscheln will, das verstehe ich nicht.
Ich kann wirklich nicht mehr, so hatte ich mir einen "Neuanfang" nicht vorgestellt, es ist wohl so wie ich befürchtet habe, er machte es wohl nur um mir den negativbeweis zu erbringen das es eh nichts bringt. Ich weiss nur nicht wiso er dann letztes Wochenende so lieb war.
Ein verwöhntes Einzelkind ist er nicht, und ich will ganz sicher nicht seine Mami sein, aber unfähig eine enge Beziehung auf Dauer zu haben, das kann sein. Anscheinend wohl zumindest mit mir. Denn wenn es so eine Überwindung ist mir morgens lieb über den Kopf zu streichen, dann ist wohl alles verloren, oder?
Jetzt muss ich mal auf die Arbeit fahren, auch wenn ich mich sicher eher nicht auf den Scheiss da konzentrieren kann, mein Kopf dreht sich und ich würde am liebsten nur im Bett liegen und heulen.
Trotzdem liebe Grüße,
ocean
Hallo liebe Ocean, :trost:
tut mir echt leid, wie dein Wochenende gelaufen ist. Aber wahrscheinlich mussten diese Dinge früher oder später aus dir raus. Sonst wärst du irgendwann darab erstickt oder geplatzt. Und das wäre gar nicht gut gewesen. :(
Ich denke ähnlich wie Lisabel, dass es sehr gut zu deinem Ex sehr gut, passt, dass er nicht "der Böse" sein will. Es passt nicht in sein Selbstbild, dass er anderen weh tut. Er tut es gerade ständig mit seinem Verhalten dir gegenüber. Aber das kann er glaube ich ganz gut ausblenden, so wie er immer davon überzeugt war, dass es dir gut ging, bloss weil du nicht geweint. Aber wenn er richtig mit dir Schluss macht, dann kann selbst er nicht mehr die Augen davor verschliessen, dass er dir weh tut.
Mein Exex hat dieses Prinzip mal auf die Spitze getrieben. Er hat mich einmal betrogen in der Zeit, in der wir zusammen waren. Es war ein one-night-stand zu Karneval. Grosser Mist, aber so was passiert nun mal leider. Dass er es mir nicht gleich erzählt hat, habe ich noch verstanden. Aber weisst du, wie es rausgekommen ist? Ganz klassisch. Ich ging als Telefon bei ihm, weil ich da fast bei ihm gewohnt habe und er nicht da war. SIE war dran und fragte nach ihm. Er war nicht da, ich fragte ganz arglos, ob ich was ausrichten können. Abends habe ich ihn dann immer noch arglos gefragt, wer das denn war und dann kam alles raus.
Er hatte nicht nur mich angelogen sondern auch die andere. Er hatte ihr irgendwelche Geschichten erzählt von wegen: Exfreundin, hängt noch so dran, will noch nichts neues. Und das nachdem (!!!) es passiert war. Weil er einfach nicht sagen konnte: hey ich bin ein a..., du bist ein one-night-stand und ich habe meine Freundin mit dir betrogen. Als Begründung sagte er mir ins Gesicht: weil er doch niemand wäre, der seine Freundin betrügt. So was würde er nicht machen.
Ich wusste damals nicht, ob ich heulen, ihn anschreien oder lachen sollte. Das war so unglaublich. Aber es passte so überhaupt nicht in sein Selbstbild, dass er nicht mit der Situation umgehen konnte. Genauso wenig, wie er mir Dinge ins Gesicht sagen konnte, wenn sie Konfliktpotential hatten. In seinem Selbstbild ist er kein "böser Mensch" und tut anderen Menschen nicht weh. Dass er mir aber viel mehr weh tut, wenn er nicht mit mir redet, dass ging nicht in seinen Kopf und das blendete er dann einfach aus.
Das Schlimme daran ist: Gegen so ein Selbstbild kommst du kaum an. Wenn er deine Sichtweise vollumfänglich zulassen würde, dann würde ihn das in eine tiefe innere Krise stürzen. Er wüsste nicht mehr, wer er ist. Also kannst du nur hoffen, dass er nach und nach und allmählich erkennt, was du meinst. Dazu ist aber notwendig, dass er einerseits lernt zu verstehen, was in dir vorgeht und genauso was in ihm selbst vorgeht.
Was meinen Ex angeht: Ja, er ist derjenige, von dem mein Thread handelt. Du hast gefragt, wie ich ihn versucht habe zu überzeugen, dass er mich liebt. Nun, ich habe ihm versucht zu beschreiben, was für mich Liebe ist. Und jedes Mal hat er mir gesagt, dass er das auch für mich empfindet. Und zwar sehr stark. Ich habe es auch sonst in seinem Blick gesehen und in vielem anderen. Er hat mich geliebt, da bin ich mir sicher. Aber war er absolut beziehungsunfähig. Zumindest bei ihm hat Lisabel da voll ins Schwarze getroffen.
Das war für mich allerdings einfacher auseinander zu halten als bei dir. Selbst in der Verliebten Anfangszeit hat er immer schon ungern Vereinbarungen getroffen, sich festgelegt und so. Es war nicht so, dass er nicht zu mir und unserer Beziehung stand. Ich habe sehr schnell seine Freunde kennengelernt und so. Selbst seinen Chefs hat er mich vorgestellt. Aber dieser "organisatorische Kleinkram" den hat er gehasst. Von Anfang an. Sich zurücknehmen zu müssen und sich verplanen zu müssen, was nun mal bei einer Wochenendbeziehung nicht anders geht. Zu planen, dass ich komme war für ihn der Horror, wenn ich da war, war es super.
Er hat übrigens auch permanent seine Zukunft geplant, ohne dass ich wirklich darin vorkam. Er hatte sogar überlegt noch mal zu promovieren. Das hätte er hier in Zürich super machen können, eine der Koryphäen auf seinem Gebiet ist hier Prof. Und naja, die ETH ist auch keine Hochschule mit einem schlechten Ruf. Aber wenn er überhaupt darüber sprach, dann war das eine Option von vielen. Ihm war glaube ich nie klar, wie sehr mich das verletzt hat, wie sehr ich mir wünschte, dass ich auch in seinen Plänen vorkam. Aber das wichtigeste in seinem Leben war immer sein Job und sein berufliches Fortkommen. Danach kam das "möglichst viel erleben" und dann kam ich. Und deswegen bin ich heute froh, dass er sich von mir getrennt hat. Ich bezweifle nämlich, dass sich das so bald geändert hätte. Ich kann nicht auf Dauer damit leben, die Nummer drei zu sein. Und ich bezweifle, dass du es kannst, oder?
Aber ich verstehe dich sehr gut, dass für dich noch einiges mehr passieren muss, damit du dich von ihm trennst. Das macht mir ein bisschen Angst um dich, denn ich glaube nicht, dass er sich von alleine trennt. Du solltest bei allem vor allem dein Glück im Auge behalten. Denn das ist das allerwichtigste.
Drück dich! :trost: :schmatz: Ganz liebe Grüsse, Eryn
tut mir echt leid, wie dein Wochenende gelaufen ist. Aber wahrscheinlich mussten diese Dinge früher oder später aus dir raus. Sonst wärst du irgendwann darab erstickt oder geplatzt. Und das wäre gar nicht gut gewesen. :(
Ich denke ähnlich wie Lisabel, dass es sehr gut zu deinem Ex sehr gut, passt, dass er nicht "der Böse" sein will. Es passt nicht in sein Selbstbild, dass er anderen weh tut. Er tut es gerade ständig mit seinem Verhalten dir gegenüber. Aber das kann er glaube ich ganz gut ausblenden, so wie er immer davon überzeugt war, dass es dir gut ging, bloss weil du nicht geweint. Aber wenn er richtig mit dir Schluss macht, dann kann selbst er nicht mehr die Augen davor verschliessen, dass er dir weh tut.
Mein Exex hat dieses Prinzip mal auf die Spitze getrieben. Er hat mich einmal betrogen in der Zeit, in der wir zusammen waren. Es war ein one-night-stand zu Karneval. Grosser Mist, aber so was passiert nun mal leider. Dass er es mir nicht gleich erzählt hat, habe ich noch verstanden. Aber weisst du, wie es rausgekommen ist? Ganz klassisch. Ich ging als Telefon bei ihm, weil ich da fast bei ihm gewohnt habe und er nicht da war. SIE war dran und fragte nach ihm. Er war nicht da, ich fragte ganz arglos, ob ich was ausrichten können. Abends habe ich ihn dann immer noch arglos gefragt, wer das denn war und dann kam alles raus.
Er hatte nicht nur mich angelogen sondern auch die andere. Er hatte ihr irgendwelche Geschichten erzählt von wegen: Exfreundin, hängt noch so dran, will noch nichts neues. Und das nachdem (!!!) es passiert war. Weil er einfach nicht sagen konnte: hey ich bin ein a..., du bist ein one-night-stand und ich habe meine Freundin mit dir betrogen. Als Begründung sagte er mir ins Gesicht: weil er doch niemand wäre, der seine Freundin betrügt. So was würde er nicht machen.
Ich wusste damals nicht, ob ich heulen, ihn anschreien oder lachen sollte. Das war so unglaublich. Aber es passte so überhaupt nicht in sein Selbstbild, dass er nicht mit der Situation umgehen konnte. Genauso wenig, wie er mir Dinge ins Gesicht sagen konnte, wenn sie Konfliktpotential hatten. In seinem Selbstbild ist er kein "böser Mensch" und tut anderen Menschen nicht weh. Dass er mir aber viel mehr weh tut, wenn er nicht mit mir redet, dass ging nicht in seinen Kopf und das blendete er dann einfach aus.
Das Schlimme daran ist: Gegen so ein Selbstbild kommst du kaum an. Wenn er deine Sichtweise vollumfänglich zulassen würde, dann würde ihn das in eine tiefe innere Krise stürzen. Er wüsste nicht mehr, wer er ist. Also kannst du nur hoffen, dass er nach und nach und allmählich erkennt, was du meinst. Dazu ist aber notwendig, dass er einerseits lernt zu verstehen, was in dir vorgeht und genauso was in ihm selbst vorgeht.
Was meinen Ex angeht: Ja, er ist derjenige, von dem mein Thread handelt. Du hast gefragt, wie ich ihn versucht habe zu überzeugen, dass er mich liebt. Nun, ich habe ihm versucht zu beschreiben, was für mich Liebe ist. Und jedes Mal hat er mir gesagt, dass er das auch für mich empfindet. Und zwar sehr stark. Ich habe es auch sonst in seinem Blick gesehen und in vielem anderen. Er hat mich geliebt, da bin ich mir sicher. Aber war er absolut beziehungsunfähig. Zumindest bei ihm hat Lisabel da voll ins Schwarze getroffen.
Das war für mich allerdings einfacher auseinander zu halten als bei dir. Selbst in der Verliebten Anfangszeit hat er immer schon ungern Vereinbarungen getroffen, sich festgelegt und so. Es war nicht so, dass er nicht zu mir und unserer Beziehung stand. Ich habe sehr schnell seine Freunde kennengelernt und so. Selbst seinen Chefs hat er mich vorgestellt. Aber dieser "organisatorische Kleinkram" den hat er gehasst. Von Anfang an. Sich zurücknehmen zu müssen und sich verplanen zu müssen, was nun mal bei einer Wochenendbeziehung nicht anders geht. Zu planen, dass ich komme war für ihn der Horror, wenn ich da war, war es super.
Er hat übrigens auch permanent seine Zukunft geplant, ohne dass ich wirklich darin vorkam. Er hatte sogar überlegt noch mal zu promovieren. Das hätte er hier in Zürich super machen können, eine der Koryphäen auf seinem Gebiet ist hier Prof. Und naja, die ETH ist auch keine Hochschule mit einem schlechten Ruf. Aber wenn er überhaupt darüber sprach, dann war das eine Option von vielen. Ihm war glaube ich nie klar, wie sehr mich das verletzt hat, wie sehr ich mir wünschte, dass ich auch in seinen Plänen vorkam. Aber das wichtigeste in seinem Leben war immer sein Job und sein berufliches Fortkommen. Danach kam das "möglichst viel erleben" und dann kam ich. Und deswegen bin ich heute froh, dass er sich von mir getrennt hat. Ich bezweifle nämlich, dass sich das so bald geändert hätte. Ich kann nicht auf Dauer damit leben, die Nummer drei zu sein. Und ich bezweifle, dass du es kannst, oder?
Aber ich verstehe dich sehr gut, dass für dich noch einiges mehr passieren muss, damit du dich von ihm trennst. Das macht mir ein bisschen Angst um dich, denn ich glaube nicht, dass er sich von alleine trennt. Du solltest bei allem vor allem dein Glück im Auge behalten. Denn das ist das allerwichtigste.
Drück dich! :trost: :schmatz: Ganz liebe Grüsse, Eryn
Liebe ocean,
mir tut das so leid, dass es dich so sehr belastet. :trost:
Vor allem deswegen, weil ich nicht den Eindruck hätte, es würde ihn auch in diesem Ausmaß beschäftigen. Ihn schätze ich so ein, dass er - sobald es um die Arbeit geht - abschalten und sich konzentrieren kann.
Warum er das tut - abwechselnd lieb und kalt sein, manchmal sogar abweisend?
Auf seine Art liebt er dich bestimmt - das wäre zumindest auch mein Eindruck. Aber eben unter so ganz anderen Voraussetzungen.
Es ist leicht zu sagen, dass man die Menschen so nehmen muss, wie sie sind. Es auszuleben, wenn man darunter leidet, ist unmenschlich.
Und genau hier würde ich ansetzen: wo endet deine Leidensfähigkeit, wie weit bist du bereit, dich belasten zu lassen? Du kennst ja eure - unüberwindbaren? - Gegensätze.
Liebe ocean, ich wünsche dir so sehr, dass du eine Lösung findest, dass DU nicht leidest! Was auch immer du tust, wie auch immer du dich entscheidest: tu es für dich und dafür nicht mit diesen Belastungen durchs Leben gehen zu müssen, die soviel Lebensqualität kosten.
Alles Liebe und alles Gute für dich! :trost:
mir tut das so leid, dass es dich so sehr belastet. :trost:
Vor allem deswegen, weil ich nicht den Eindruck hätte, es würde ihn auch in diesem Ausmaß beschäftigen. Ihn schätze ich so ein, dass er - sobald es um die Arbeit geht - abschalten und sich konzentrieren kann.
Warum er das tut - abwechselnd lieb und kalt sein, manchmal sogar abweisend?
Auf seine Art liebt er dich bestimmt - das wäre zumindest auch mein Eindruck. Aber eben unter so ganz anderen Voraussetzungen.
Es ist leicht zu sagen, dass man die Menschen so nehmen muss, wie sie sind. Es auszuleben, wenn man darunter leidet, ist unmenschlich.
Und genau hier würde ich ansetzen: wo endet deine Leidensfähigkeit, wie weit bist du bereit, dich belasten zu lassen? Du kennst ja eure - unüberwindbaren? - Gegensätze.
Liebe ocean, ich wünsche dir so sehr, dass du eine Lösung findest, dass DU nicht leidest! Was auch immer du tust, wie auch immer du dich entscheidest: tu es für dich und dafür nicht mit diesen Belastungen durchs Leben gehen zu müssen, die soviel Lebensqualität kosten.
Alles Liebe und alles Gute für dich! :trost:
Liebe ocean,
Ich weiß, wie schlimm es ist, körperliche Ablehnung zu erfahren :trost:
Bei mir war es am Schluss ja ganz ähnlich, von sich aus kam mein Freund auch überhaupt nicht mehr auf mich zu, hat überhaupt keine Zuneigung gesucht. Ich habe mich wirklich schrecklich unattraktiv gefühlt, denn man denkt ja man muss total abstoßend sein, wenn der eigene Partner einen nicht berühren möchte.
Heute kenne ich denke ich den Grund: Ich war nicht abstoßend und sicher genauso attraktiv wie heute. Inzwischen sucht mein Exfreund auch meine körperliche Nähe wieder, zumindest hat er das getan, bevor ich ihm vom njm erzählt habe. Ich war nicht unattraktiv geworden, es war die Beziehungssituation die es meinem Freund unmöglich gemacht hat, mir nahe zu kommen. Er hat sich in der gesamten Beziehung wie erstickt gefühlt und konnte daher auch die körperliche Nähe nicht ertragen, es hat ihn nervös gemacht.
Und ich denke, bei Deinem Freund ist es genauso. Er braucht sehr viel Abstand, damit er Dir wieder nahe kommen kann, das hat man ja an Weihnachten gemerkt. Er ist ein bisschen wie ein wildes Tier, wenn er sich eingesperrt fühlt erreichst Du bei ihm gar nichts. Daher denke ich, dass er in gewisser Weise Recht hat, natürlich würde es von seiner Seite aus anders, wenn ihr wieder getrennt wohnen würdet. Allerdings bedenkt er dabei nicht, dass das für Dich eine ganz andere Bedeutung hat und es für Dich nicht die Lösung aller Probleme darstellt.
Wir sind also wieder am Problempunkt: Jeder von Euch sieht Lösungsansätze und hat gewisse Vorstellungen einer Beziehung, aber es stellt sich keine Überschneidung ein.
Ich denke wirklich, die einzige Lösung ist, gegen Eure offensichtlichen Kommunikationsschwierigkeiten anzukämpfen und das Problem jetzt weiter am Schopf zu packen. Auch wenn das vielleicht heißt, dass ihr irgendwann merkt, dass Eure Lebensansätze nicht vereinbar sind.
Alles Gute für Dich ocean, ich bin in Gedanken bei Dir!
:schmatz: Mariala
Ich weiß, wie schlimm es ist, körperliche Ablehnung zu erfahren :trost:
Bei mir war es am Schluss ja ganz ähnlich, von sich aus kam mein Freund auch überhaupt nicht mehr auf mich zu, hat überhaupt keine Zuneigung gesucht. Ich habe mich wirklich schrecklich unattraktiv gefühlt, denn man denkt ja man muss total abstoßend sein, wenn der eigene Partner einen nicht berühren möchte.
Heute kenne ich denke ich den Grund: Ich war nicht abstoßend und sicher genauso attraktiv wie heute. Inzwischen sucht mein Exfreund auch meine körperliche Nähe wieder, zumindest hat er das getan, bevor ich ihm vom njm erzählt habe. Ich war nicht unattraktiv geworden, es war die Beziehungssituation die es meinem Freund unmöglich gemacht hat, mir nahe zu kommen. Er hat sich in der gesamten Beziehung wie erstickt gefühlt und konnte daher auch die körperliche Nähe nicht ertragen, es hat ihn nervös gemacht.
Und ich denke, bei Deinem Freund ist es genauso. Er braucht sehr viel Abstand, damit er Dir wieder nahe kommen kann, das hat man ja an Weihnachten gemerkt. Er ist ein bisschen wie ein wildes Tier, wenn er sich eingesperrt fühlt erreichst Du bei ihm gar nichts. Daher denke ich, dass er in gewisser Weise Recht hat, natürlich würde es von seiner Seite aus anders, wenn ihr wieder getrennt wohnen würdet. Allerdings bedenkt er dabei nicht, dass das für Dich eine ganz andere Bedeutung hat und es für Dich nicht die Lösung aller Probleme darstellt.
Wir sind also wieder am Problempunkt: Jeder von Euch sieht Lösungsansätze und hat gewisse Vorstellungen einer Beziehung, aber es stellt sich keine Überschneidung ein.
Ich denke wirklich, die einzige Lösung ist, gegen Eure offensichtlichen Kommunikationsschwierigkeiten anzukämpfen und das Problem jetzt weiter am Schopf zu packen. Auch wenn das vielleicht heißt, dass ihr irgendwann merkt, dass Eure Lebensansätze nicht vereinbar sind.
Alles Gute für Dich ocean, ich bin in Gedanken bei Dir!
:schmatz: Mariala
Liebe Eryn!
Man, das ist ja echt krass was Dein ExEx da gemacht hat, diese Begruendung vonwegen "weil er doch niemand wäre, der seine Freundin betrügt. So was würde er nicht machen. " ist ja wirklich hart. Da muss man ja wirklich fast lachen, wenn es nicht so traurig waere. Und das schlimmste ist, ich koennten meinen Freund das auch sagen hoeren. Irgendwann kam sogar mal sowas in der Art, nicht in Bezug auf sowas so schlimmes wie fremdgehen, aber einfach das er irgendwie sagte "das und das wuerde ich doch nie tun", dabei hatte er es gerade getan.
Aber Du hast Recht, er hat wohl einfach ein Selbstbild das nicht zulaesst das er der Boese ist. Und daher fasst er es wohl auch als "fertigmachen" auf wenn ich ihm sage wie er mich verletzt durch seine Art, durch sein nichts sagen, mich wegstossen. Denn das was da passiert ist ist wohl genau das was Du schreibst,
@all
Ich habe ihm gerade nochmal einen langen Brief geschrieben, ihm ruhig und praezise erklaert wie ich mich fuehle wenn er dies und das macht. Denn wenn ich es ihm sage streitet er ja einfach immer ab das ich mich so fuehle, und dann werde ich boese, das er mir abspricht so zu empfinden, und dann macht er zu. So wie er einfach nicht darauf eingeht das fuer mich ein Auseinanderziehen eine zurueckweisung waere. Er sagt immer nur das es so nicht gemeint ist. Aber nichts ist ja boese gemein, trotzdem verletzt mich vieles was er tut. Damit wir eine Chance haben muss er das wohl wirklich verstehen, was mich verletzt, und es ernstnehmen. Darum gingen ja auch immer unsere Steits, die fuer ihn immer voellig ploetzlich waren. Denn meist hatte ich das Gefuehl er nimmt mich nicht ernst in einer Situation, ich sagte ihm das, und er setzte sich drueber hinweg indem er sagte "das stimt nicht, ich nehme Dich ernst". Trotzdem aber das tat was mir das Gefuehl gab nicht ernstgenommen zu werden. Ich habe ihn auch bebeten das er mir mal schreibt was er denn denkt, aber das will er nicht, er moechte gerne mit mir drueber reden.
Und ja, ihr habt alle Recht, ich muss die Grenze ziehen, ich muss an mich denken, und ich habe ja auch langsam das Gefuehl das ich aufgebe. Ich kann nicht mehr, und wenn er jetzt nicht endlich auf mich zugeht, dann bleibe ich wohl zumindest auch einfach erstmal stehen. Und dann erledigt sich das ganze sicher bald von alleine, denn dann wird es schnell so kommen das keiner von uns es mehr aushaelt. Und dann kann ich hoffentlich endlich gehen. Oder er kommt. Vielleicht braucht er ja genau das, das ich aufhoere zu kommen, das ich stehenbleibe, damit er merkt das er wirklich dabei ist mich zu verlieren. Aber ich kann das nicht aus Berechnung machen, ich kann das nur weil ich nicht mehr auf ihn zugehen kann. Aber halt auch noch nicht von ihm weg.
Jetzt muss ich aber mal wieder versuchen zu arbeiten! Vielen Dank fuer all Eure Anteilnahme, Eure Ratschlaege, Eure guten Wunsche! Danke!
:schmatz: :schmatz: :schmatz:
ocean
P.S. @ Lisabel: Ja, Du hast Recht, er kann gut arbeiten, er schaltet da immer ab. Leider kann ich das nicht so gut. Vorallem weil ich mich halt gerade erst in ein neues Projekt einarbeite, alles also sehr langsam und schwierig ist.....
Man, das ist ja echt krass was Dein ExEx da gemacht hat, diese Begruendung vonwegen "weil er doch niemand wäre, der seine Freundin betrügt. So was würde er nicht machen. " ist ja wirklich hart. Da muss man ja wirklich fast lachen, wenn es nicht so traurig waere. Und das schlimmste ist, ich koennten meinen Freund das auch sagen hoeren. Irgendwann kam sogar mal sowas in der Art, nicht in Bezug auf sowas so schlimmes wie fremdgehen, aber einfach das er irgendwie sagte "das und das wuerde ich doch nie tun", dabei hatte er es gerade getan.
Aber Du hast Recht, er hat wohl einfach ein Selbstbild das nicht zulaesst das er der Boese ist. Und daher fasst er es wohl auch als "fertigmachen" auf wenn ich ihm sage wie er mich verletzt durch seine Art, durch sein nichts sagen, mich wegstossen. Denn das was da passiert ist ist wohl genau das was Du schreibst,
Wenn er deine Sichtweise vollumfänglich zulassen würde, dann würde ihn das in eine tiefe innere Krise stürzen.Wie er es schafft all das was er nicht sehen will auszublenden, das ist mir echt ein Raetsel. Aber es scheint ihn schon anzustrengen, denn er will sich dem ja entziehen....
@all
Ich habe ihm gerade nochmal einen langen Brief geschrieben, ihm ruhig und praezise erklaert wie ich mich fuehle wenn er dies und das macht. Denn wenn ich es ihm sage streitet er ja einfach immer ab das ich mich so fuehle, und dann werde ich boese, das er mir abspricht so zu empfinden, und dann macht er zu. So wie er einfach nicht darauf eingeht das fuer mich ein Auseinanderziehen eine zurueckweisung waere. Er sagt immer nur das es so nicht gemeint ist. Aber nichts ist ja boese gemein, trotzdem verletzt mich vieles was er tut. Damit wir eine Chance haben muss er das wohl wirklich verstehen, was mich verletzt, und es ernstnehmen. Darum gingen ja auch immer unsere Steits, die fuer ihn immer voellig ploetzlich waren. Denn meist hatte ich das Gefuehl er nimmt mich nicht ernst in einer Situation, ich sagte ihm das, und er setzte sich drueber hinweg indem er sagte "das stimt nicht, ich nehme Dich ernst". Trotzdem aber das tat was mir das Gefuehl gab nicht ernstgenommen zu werden. Ich habe ihn auch bebeten das er mir mal schreibt was er denn denkt, aber das will er nicht, er moechte gerne mit mir drueber reden.
Und ja, ihr habt alle Recht, ich muss die Grenze ziehen, ich muss an mich denken, und ich habe ja auch langsam das Gefuehl das ich aufgebe. Ich kann nicht mehr, und wenn er jetzt nicht endlich auf mich zugeht, dann bleibe ich wohl zumindest auch einfach erstmal stehen. Und dann erledigt sich das ganze sicher bald von alleine, denn dann wird es schnell so kommen das keiner von uns es mehr aushaelt. Und dann kann ich hoffentlich endlich gehen. Oder er kommt. Vielleicht braucht er ja genau das, das ich aufhoere zu kommen, das ich stehenbleibe, damit er merkt das er wirklich dabei ist mich zu verlieren. Aber ich kann das nicht aus Berechnung machen, ich kann das nur weil ich nicht mehr auf ihn zugehen kann. Aber halt auch noch nicht von ihm weg.
Jetzt muss ich aber mal wieder versuchen zu arbeiten! Vielen Dank fuer all Eure Anteilnahme, Eure Ratschlaege, Eure guten Wunsche! Danke!
:schmatz: :schmatz: :schmatz:
ocean
P.S. @ Lisabel: Ja, Du hast Recht, er kann gut arbeiten, er schaltet da immer ab. Leider kann ich das nicht so gut. Vorallem weil ich mich halt gerade erst in ein neues Projekt einarbeite, alles also sehr langsam und schwierig ist.....
Liebe ocean,
Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Arbeiten! Ich werde mich auch gleich nochmal ransetzen, so langsam wird die Zeit für meine Magisterarbeit knapp...
Wollte Dir nochmal sagen dass ich stolz auf Dich bin, wie ruhig Du das alles bisher durchgestanden hast. Und ich bin überzeugt davon, dass Du auch alles weitere was jetzt auf Dich zukommt meistern wirst, egal wie es sich entwickelt.
Dass Du einen Brief geschrieben hast finde ich sehr gut, so hat er Deine Gedanken noch einmal klar vor Augen, kann sie mehrmals durchlesen und dann sicher nicht mehr sagen, er wüsste nicht Bescheid. Ja, er muss Dich verstehen, oder genauer gesagt er muss das was Du sagst an sich heranlassen – denn das ist sicher das Hauptproblem, er ist ja sehr intelligent und könnte alles verstehen wenn er nur wollte.
Schade dass er Dir nicht schreiben möchte, ich sehe bei ihm so große Kommunikationsschwierigkeiten... aber vielleicht ergibt sich ja auch im direkten Gespräch noch einmal eine Wendung. Ich hoffe sehr, dass er bald etwas klarer sieht und ein wirkliches Gespärch zustande kommen kann. Sein Weg war die ganze Zeit ja eher die Verdrängung... aber das macht krank.
Alles Liebe
:schmatz: Mariala
Ich wünsche Dir viel Erfolg beim Arbeiten! Ich werde mich auch gleich nochmal ransetzen, so langsam wird die Zeit für meine Magisterarbeit knapp...
Wollte Dir nochmal sagen dass ich stolz auf Dich bin, wie ruhig Du das alles bisher durchgestanden hast. Und ich bin überzeugt davon, dass Du auch alles weitere was jetzt auf Dich zukommt meistern wirst, egal wie es sich entwickelt.
Dass Du einen Brief geschrieben hast finde ich sehr gut, so hat er Deine Gedanken noch einmal klar vor Augen, kann sie mehrmals durchlesen und dann sicher nicht mehr sagen, er wüsste nicht Bescheid. Ja, er muss Dich verstehen, oder genauer gesagt er muss das was Du sagst an sich heranlassen – denn das ist sicher das Hauptproblem, er ist ja sehr intelligent und könnte alles verstehen wenn er nur wollte.
Schade dass er Dir nicht schreiben möchte, ich sehe bei ihm so große Kommunikationsschwierigkeiten... aber vielleicht ergibt sich ja auch im direkten Gespräch noch einmal eine Wendung. Ich hoffe sehr, dass er bald etwas klarer sieht und ein wirkliches Gespärch zustande kommen kann. Sein Weg war die ganze Zeit ja eher die Verdrängung... aber das macht krank.
Alles Liebe
:schmatz: Mariala
Liebe Mariala!
Ja, ich hoffe sehr das ein direktes Gespraech nochmal hilft. Gerade war er hier und wir haben abgemacht das wir morgen abend in Ruhe reden. Heute abend will er nochmal meinen Brief von damals lesen, weil ich gesagt habe das die meisten Dinge darin ja immer noch zutreffen, und ich es sehr schade fand das von ihm nie eine Reaktion darauf kam. Da hat er gesagt das er ihn nochmal liest, und wir morgen dann die Dinge die ich anspreche Punkt fuer Punkt durchgehen werden.
Vielleicht hilft es das er sich nun "vorbereiten" kann, denn heute abend gehe ich mit einer Freundin ins Kino und ein Bier trinken, er ist also alleine zu hause. Und ich habe ihm auch gesagt das er morgen nicht wieder sagen darf das ich das so und so nicht empfinden darf, nur weil er es nicht so meint, weil wir genau dann immer anfangen zu streiten, und uns im Kreis drehen. Er hat gesagt er wird es versuchen, und irgendwie sah er ziemlich betroeppelt aus als er gerade hier war. Vielleicht hat es ihn geschockt das ich nun wirklich fast dabei bin aufzugeben, wo ich all die Monate immer gekaempft habe? Wir werden es sehen.
Wie lange hast Du denn noch Zeit fuer Deine Magisterarbeit? Ich schaffe hier echt gerade kaum was, aber es laesst sich noch halbwegs verbergen, weil es ja so viele Computer Probleme gibt. Werde jetzt aber trotzdem nochmal einen Anlauf machen :)
Liebe Gruesse,
:schmatz:
ocean
Ja, ich hoffe sehr das ein direktes Gespraech nochmal hilft. Gerade war er hier und wir haben abgemacht das wir morgen abend in Ruhe reden. Heute abend will er nochmal meinen Brief von damals lesen, weil ich gesagt habe das die meisten Dinge darin ja immer noch zutreffen, und ich es sehr schade fand das von ihm nie eine Reaktion darauf kam. Da hat er gesagt das er ihn nochmal liest, und wir morgen dann die Dinge die ich anspreche Punkt fuer Punkt durchgehen werden.
Vielleicht hilft es das er sich nun "vorbereiten" kann, denn heute abend gehe ich mit einer Freundin ins Kino und ein Bier trinken, er ist also alleine zu hause. Und ich habe ihm auch gesagt das er morgen nicht wieder sagen darf das ich das so und so nicht empfinden darf, nur weil er es nicht so meint, weil wir genau dann immer anfangen zu streiten, und uns im Kreis drehen. Er hat gesagt er wird es versuchen, und irgendwie sah er ziemlich betroeppelt aus als er gerade hier war. Vielleicht hat es ihn geschockt das ich nun wirklich fast dabei bin aufzugeben, wo ich all die Monate immer gekaempft habe? Wir werden es sehen.
Wie lange hast Du denn noch Zeit fuer Deine Magisterarbeit? Ich schaffe hier echt gerade kaum was, aber es laesst sich noch halbwegs verbergen, weil es ja so viele Computer Probleme gibt. Werde jetzt aber trotzdem nochmal einen Anlauf machen :)
Liebe Gruesse,
:schmatz:
ocean
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