Kann er vor Stress seine Liebe für mich vergessen haben??
949 Antworten56'089 AufrufeGestartet von ocean ·
„Aber für jemanden der nur immer so lange mit jemanden zusammen war wie die Verliebtheit reichte, ist das wohl schwer zu verstehen, da er noch nie gekämpft hat um seine Liebe und noch nie Kriesen hatte aus denen die Beziehung dann gestärkt hervorgegangen ist. Das ist so gemein, ich will das er das jetzt lernt, mit mir, nicht in 10 Jahren mit irgendjemand anders, ich will die sein die das mit ihm hinkriegt!!“
Das kann ich so gut verstehen! Bei meiner Exfreundin ist das Problem, dass sie nie eine andere Beziehung außer unsere kennen gelernt hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass so was dann sehr problematisch wird, weil die andere Person eventuell völlig unrealistische Vorstellungen von Partnerschaft hat und vielleicht sogar eine Definition von Liebe, die sich nur auf die Schmetterlinge im Bauch beschränkt. Das könnte bei Deinem Ex ähnlich sein...
Halt die Ohren steif! Es kommen ja zum Glück auch immer wieder gute Tage... Gestern ging es mir zum Beispiel total dreckig, aber heute geht es (zumindest im Moment) wieder einigermaßen.
Das kann ich so gut verstehen! Bei meiner Exfreundin ist das Problem, dass sie nie eine andere Beziehung außer unsere kennen gelernt hat. Ich bin der festen Überzeugung, dass so was dann sehr problematisch wird, weil die andere Person eventuell völlig unrealistische Vorstellungen von Partnerschaft hat und vielleicht sogar eine Definition von Liebe, die sich nur auf die Schmetterlinge im Bauch beschränkt. Das könnte bei Deinem Ex ähnlich sein...
Halt die Ohren steif! Es kommen ja zum Glück auch immer wieder gute Tage... Gestern ging es mir zum Beispiel total dreckig, aber heute geht es (zumindest im Moment) wieder einigermaßen.
Liebe Mariala!
Gestern hatte ich dann doch keinen so guten Tag, nachmittags wollten zwei Komillitonen mit mir eine Probe-Prüfung machen, weil man hier das alles an der Tafel machen muss, zwei Stunden stehen muss, vor drei Profs die einen grillen. Da das so eine anstrengende Situation ist, meinten sie man müsse das üben, gerade das an der Tafel stehen,da das ja viel unübersichtlicher ist als auf einem Blatt Papier. Haben sie sicher Recht, und an sich fand ich es ja auch voll lieb das sie sich die Zeit nehmen wollten. Leider ist es absolut beschissen gelaufen, nach 5 Minuten die schon nicht so toll liefen steckte ich total fest, und dann kamen mir die Tränen und ich bin rausgerannt! Man war mir das peinlich, das ich mich nicht besser unter Konrolle hatte, aber irgendwie liegen bei mir die Emotionen zur Zeit nur einen millimeter unter der Oberfläche, und zusätzlicher Druck wie durch diese Stresssituation führen dazu das ich anfange zu weinen, und ich konnte auch nicht mehr aufhören. Nun ist es mir erstmal total peinlich den beiden gegenüber, obwol sie ganz lieb waren, gesagt haben es wäre besser gewesen als ihr erstes mal, etc. Hab mich auch entschuldigt, das geht also vielleicht irgendwie. Aber außerdem habe ich nun noch mehr Angst vor der Prüfung, das mir das da auch passiert, das ich anfange zu weinen weil ich den Stress nicht aushalte sowie sie was fragen was ich nicht kann und dann auch nicht gleich lockerlassen. Und das machen sie sicher, die sind hier bekannt dafür das sie die Leute gerne richtig rillen und in ihren Schächen bohren. Ich weiss überhaupt nicht was ich tun soll, hatte ja vorher schon genug Angst, einfach fachlich und weil sie hier halt so sehr genau da den Schwerpunkt legen wo mein Schachpunkt liegt, aber jetzt hab ich echt den Horror das ich anfangen könnte zu weinen, das wäre ja das Ende! Weiss echt nicht was ich machen soll, wie ich mich wieder besser in den Griff kriegen soll, mein Freund hat mir gestern erst wieder gesagt das er nur eine Chance für uns sieht wenn ich die Prüfung schaffe, weil es jetzt natürlich enorm stessig ist, also alles nur noch schlimmer werden wird. Ich muss sie also schaffen, so bald wie möglich, aber unter dem Druck, da habe ich das Gefühl ich kämpfe um mein ganzes Leben in der Prüfung, da meine berufliche Zukunft sowie meine Beziehung auf dem Spiel steht. Wie soll ich da denn ruhig rangehen?
Ich hasse Stress, bin ihm immer so gut wie möglich aus dem Weg gegangen, hab alles immer ganz früh angefangen, damit am Ende nie Stress aufkam, weil ich unter Stress einfach nicht gut funktioniere. Und jetzt habe ich ein Stresslevel das ich wohl noch nie hatte, alleine schon von meinen privaten Problemen her, und ich kann damit nicht umgehen.......Werde das morgen umbedingt mit meiner Therapeutin besprechen, auch wenn ich nicht weiss was ich da so schnell dran ändern soll, für Entspannungtechniken oder sowas hab ich einfach keine Zeit mehr, es sind nur noch drei Wochen und noch irre viel zu tun, auch ohne die zusätzliche Belastung durch die Beziehung.
Gestern haben wir dann auch nochmal geredet, ich wollte wissen ob er es nicht nochmal probieren will das wir zusammen sind und halt an unseren Problemen arbeiten, aber er sagt immer wieder es kann es nicht. Langsam kommt auch raus wiso wohl wirklich, weiss nicht ob er es sich selbst nicht bewusst war vorher oder er es mir nicht sagen wollte (was ich mies fänd, ich habe ihn nämlich so oft fast angebettelt das er mir sagt was los ist). Nämlich das ich so abhängig von ihm wäre, in den letzten Monaten mein Glück nur von ihm abhing, und er genau davor immer Angst hatte, vor dieser unheimlichen Verantwortung die ich ihm da aufbürde. Ich denke das ist es, und vor drei Wochen, als es anfing wieder stressig zu werden bei mir, da hat er einfach wieder Angst bekommen (denn vorher war es ja für zwei Monate oder so besser, mir gings gut, hatte keinen Stess, nur er, aber ich hab auch alleine viel gemacht), und daher kam wohl sein Ausspruch er kann jetzt keine Beziehung führen. Das hat mich sehr an was erinnert was Du gestern geschrieben hast,
Jetzt aber mal eine Frage, ist es nicht normal das man auch mal vom anderen abhängig ist wenn man zusammen ist? Ich meine, ich denke ich muss mir nichts mehr beweisen, ich habe in den letzten sechs Jahren alleine gelebt, drei davon auch ohne Freund, also wirklich alleine, ich hab alles selbst gemacht, selbst meine Löcher gebohrt, eingekauft, Bierkisten geschlept, alleine Urlaub gemacht, alleine ins Ausland gegangen, mein Diplom alleine gemeistert, und mir ging es gut dabei, ich habe es genossen. Ich weiss ich kanns alleine, an sich, aber jetzt gerade, wo es mir alles zu viel ist, der Druck riesengroß ist (und auch im letzten Jahr schon war), kann ich da nicht auch mal ein bisschen abhängig sein? Es viel mir so schwer ihn sehen zu lassen das ich Hilfe brauche, weil ich eben gerne so unabhängig bin, aber ich brauchte Hilfe, und er konnte sie mir geben, in Form von erklären und in Form von Rückhalt, und ich dachte es wäre okay das zuzulassen, er hat es mir ja angeboten. Das ich dann in einer gewissen Weise abhängig bin ist doch klar, oder? Ich denke aber das ich es ohne seine Hilfe einfach nicht gepackt hätte, ich wäre wohl rausgeflogen, schon im Februar oder März. Er hat mir da so geholfen, ich werde ihm ewig dafür dankbar sein, und hab ihm das auch gesagt wie viel mir seine Hilfe bedeutet und geholfen hat. Er war in der Zeit mein einziges Glück, sonst gab es halt nichts schönes, aber ist das nicht normal das es solche Zeiten gibt? Und jetzt ist das Ende doch abzusehen, wenn ich nicht so viel zusätzlichen Stress hätte denke ich das ich die Prüfung ziemlich sicher schaffen würde, mit seiner Hilfe, und dann wäre wieder Raum für andere Dinge die mich glücklich machen. Das habe ich ihm auch schon so lange gesagt, wie sehr ich mich auf die Zeit danach freue, wir wollten Urlaub machen, ich meine Kurse, es war so abzusehen das es jetzt nicht ewig so weitergehen würde. Aber jetzt erwartet er das ich mitten im Sturm auf einmal schwimme, schubst mich einfach aus dem Boot. So fühle ich mich gerade, und ich verstehe es nicht. Sein Vorwurf das ich so abhängig bin von ihm, der trifft mich so sehr, ich glaube es ist das schlimmste was er mir vorwerfen kann, denn genau das wollte ich nie sein, aber diesmal konnte ich es einfach nicht, und dachte es ist okay das ich mich für eine Zeit auf ihn stütze, abhängig bin, weil es nicht so bleiben wird, und ich keinen Sinn sah seine Hilfe abzulehen da ich wusste ohne gehe ich unter. Und jetzt ist das wohl der Grund wiso er keine Beziehung mehr mit mir will. Aber was ist wenn ich jetzt absaufe in dem Sturm, obwohl ich eigentlich schwimmen kann, aber halt nicht in einem Sturm? Ist es wirklich so schlimm mal vorübergehend abhängig zu sein? Ist es nicht das was eine Bezihung ausmacht? Das man das kann? Ich bin echt verzweifelt; er sagt er ist am Ende seiner Nerven, er kann nicht mehr. Daher kann er jetzt nur an sich denken. Und ich stehe da, ertrinke selbst in dem Sturm, und weiss das wohl auch er draufgehen wird, wegen mir, weil er mir so viel Kraft gegeben hat das es jetzt für ihn selbst nicht mehr reicht. So kommt es mir zumindest vor! Und da ist wieder die Frage, wiso können wir nicht zusammen sein und das durchstehen, wiso muss er es beenden, hängt aber ja trotzdem noch mit drin, zieht mich in einem Rettungsring hinter sich her. Aber dabei geht so viel Kraft unnötig verloren. Ich verstehe es nicht! er ist doch sonst so klug, so effizient, wiso sieht er das nicht??
Jetzt muss ich leider los, heute abend schreibe ich nochmal mehr, auch mehr zu Dir, nicht nur über mich :)
Machs gut bis dahin, hoffe Du hast heute wieder einen halbwegs guten Tag gehabt!
ocean
Gestern hatte ich dann doch keinen so guten Tag, nachmittags wollten zwei Komillitonen mit mir eine Probe-Prüfung machen, weil man hier das alles an der Tafel machen muss, zwei Stunden stehen muss, vor drei Profs die einen grillen. Da das so eine anstrengende Situation ist, meinten sie man müsse das üben, gerade das an der Tafel stehen,da das ja viel unübersichtlicher ist als auf einem Blatt Papier. Haben sie sicher Recht, und an sich fand ich es ja auch voll lieb das sie sich die Zeit nehmen wollten. Leider ist es absolut beschissen gelaufen, nach 5 Minuten die schon nicht so toll liefen steckte ich total fest, und dann kamen mir die Tränen und ich bin rausgerannt! Man war mir das peinlich, das ich mich nicht besser unter Konrolle hatte, aber irgendwie liegen bei mir die Emotionen zur Zeit nur einen millimeter unter der Oberfläche, und zusätzlicher Druck wie durch diese Stresssituation führen dazu das ich anfange zu weinen, und ich konnte auch nicht mehr aufhören. Nun ist es mir erstmal total peinlich den beiden gegenüber, obwol sie ganz lieb waren, gesagt haben es wäre besser gewesen als ihr erstes mal, etc. Hab mich auch entschuldigt, das geht also vielleicht irgendwie. Aber außerdem habe ich nun noch mehr Angst vor der Prüfung, das mir das da auch passiert, das ich anfange zu weinen weil ich den Stress nicht aushalte sowie sie was fragen was ich nicht kann und dann auch nicht gleich lockerlassen. Und das machen sie sicher, die sind hier bekannt dafür das sie die Leute gerne richtig rillen und in ihren Schächen bohren. Ich weiss überhaupt nicht was ich tun soll, hatte ja vorher schon genug Angst, einfach fachlich und weil sie hier halt so sehr genau da den Schwerpunkt legen wo mein Schachpunkt liegt, aber jetzt hab ich echt den Horror das ich anfangen könnte zu weinen, das wäre ja das Ende! Weiss echt nicht was ich machen soll, wie ich mich wieder besser in den Griff kriegen soll, mein Freund hat mir gestern erst wieder gesagt das er nur eine Chance für uns sieht wenn ich die Prüfung schaffe, weil es jetzt natürlich enorm stessig ist, also alles nur noch schlimmer werden wird. Ich muss sie also schaffen, so bald wie möglich, aber unter dem Druck, da habe ich das Gefühl ich kämpfe um mein ganzes Leben in der Prüfung, da meine berufliche Zukunft sowie meine Beziehung auf dem Spiel steht. Wie soll ich da denn ruhig rangehen?
Ich hasse Stress, bin ihm immer so gut wie möglich aus dem Weg gegangen, hab alles immer ganz früh angefangen, damit am Ende nie Stress aufkam, weil ich unter Stress einfach nicht gut funktioniere. Und jetzt habe ich ein Stresslevel das ich wohl noch nie hatte, alleine schon von meinen privaten Problemen her, und ich kann damit nicht umgehen.......Werde das morgen umbedingt mit meiner Therapeutin besprechen, auch wenn ich nicht weiss was ich da so schnell dran ändern soll, für Entspannungtechniken oder sowas hab ich einfach keine Zeit mehr, es sind nur noch drei Wochen und noch irre viel zu tun, auch ohne die zusätzliche Belastung durch die Beziehung.
Gestern haben wir dann auch nochmal geredet, ich wollte wissen ob er es nicht nochmal probieren will das wir zusammen sind und halt an unseren Problemen arbeiten, aber er sagt immer wieder es kann es nicht. Langsam kommt auch raus wiso wohl wirklich, weiss nicht ob er es sich selbst nicht bewusst war vorher oder er es mir nicht sagen wollte (was ich mies fänd, ich habe ihn nämlich so oft fast angebettelt das er mir sagt was los ist). Nämlich das ich so abhängig von ihm wäre, in den letzten Monaten mein Glück nur von ihm abhing, und er genau davor immer Angst hatte, vor dieser unheimlichen Verantwortung die ich ihm da aufbürde. Ich denke das ist es, und vor drei Wochen, als es anfing wieder stressig zu werden bei mir, da hat er einfach wieder Angst bekommen (denn vorher war es ja für zwei Monate oder so besser, mir gings gut, hatte keinen Stess, nur er, aber ich hab auch alleine viel gemacht), und daher kam wohl sein Ausspruch er kann jetzt keine Beziehung führen. Das hat mich sehr an was erinnert was Du gestern geschrieben hast,
Wenn ich früher darüber gesprochen habe, dass er das größte Glück für mich ist, oder etwas ähnliches, wurde er immer leicht panisch und hat gesagt, dass er nicht für mein Lebensglück zuständig sein könne. Wenn er eine Abhängigkeit bei mir gespürt hat, hat das bei ihm zu einem Rückzug geführt, was mich natürlich noch anhänglicher gemacht hat.genau das war bei ihm auch so. Dabei habe ich ihm immer gesagt das er nicht dafür zuständig ist mich glücklich zu machen, es aber halt tut! Aber irgendwie war es für ihn eine riesen Verantwortung, die er gescheut hat, wie mit den Kindern, wo er ja auch immer nur gesagt hat das wäre so eine große Verantwortung, das wolle er nicht. Kinder an sich mag er gerne, und das wovor ich Angst habe, das sie so nervig sind manchmal, schreien, und ich Angst habe dafür nicht die Nerven zu habe, das findet er gar nicht schlimm.
Jetzt aber mal eine Frage, ist es nicht normal das man auch mal vom anderen abhängig ist wenn man zusammen ist? Ich meine, ich denke ich muss mir nichts mehr beweisen, ich habe in den letzten sechs Jahren alleine gelebt, drei davon auch ohne Freund, also wirklich alleine, ich hab alles selbst gemacht, selbst meine Löcher gebohrt, eingekauft, Bierkisten geschlept, alleine Urlaub gemacht, alleine ins Ausland gegangen, mein Diplom alleine gemeistert, und mir ging es gut dabei, ich habe es genossen. Ich weiss ich kanns alleine, an sich, aber jetzt gerade, wo es mir alles zu viel ist, der Druck riesengroß ist (und auch im letzten Jahr schon war), kann ich da nicht auch mal ein bisschen abhängig sein? Es viel mir so schwer ihn sehen zu lassen das ich Hilfe brauche, weil ich eben gerne so unabhängig bin, aber ich brauchte Hilfe, und er konnte sie mir geben, in Form von erklären und in Form von Rückhalt, und ich dachte es wäre okay das zuzulassen, er hat es mir ja angeboten. Das ich dann in einer gewissen Weise abhängig bin ist doch klar, oder? Ich denke aber das ich es ohne seine Hilfe einfach nicht gepackt hätte, ich wäre wohl rausgeflogen, schon im Februar oder März. Er hat mir da so geholfen, ich werde ihm ewig dafür dankbar sein, und hab ihm das auch gesagt wie viel mir seine Hilfe bedeutet und geholfen hat. Er war in der Zeit mein einziges Glück, sonst gab es halt nichts schönes, aber ist das nicht normal das es solche Zeiten gibt? Und jetzt ist das Ende doch abzusehen, wenn ich nicht so viel zusätzlichen Stress hätte denke ich das ich die Prüfung ziemlich sicher schaffen würde, mit seiner Hilfe, und dann wäre wieder Raum für andere Dinge die mich glücklich machen. Das habe ich ihm auch schon so lange gesagt, wie sehr ich mich auf die Zeit danach freue, wir wollten Urlaub machen, ich meine Kurse, es war so abzusehen das es jetzt nicht ewig so weitergehen würde. Aber jetzt erwartet er das ich mitten im Sturm auf einmal schwimme, schubst mich einfach aus dem Boot. So fühle ich mich gerade, und ich verstehe es nicht. Sein Vorwurf das ich so abhängig bin von ihm, der trifft mich so sehr, ich glaube es ist das schlimmste was er mir vorwerfen kann, denn genau das wollte ich nie sein, aber diesmal konnte ich es einfach nicht, und dachte es ist okay das ich mich für eine Zeit auf ihn stütze, abhängig bin, weil es nicht so bleiben wird, und ich keinen Sinn sah seine Hilfe abzulehen da ich wusste ohne gehe ich unter. Und jetzt ist das wohl der Grund wiso er keine Beziehung mehr mit mir will. Aber was ist wenn ich jetzt absaufe in dem Sturm, obwohl ich eigentlich schwimmen kann, aber halt nicht in einem Sturm? Ist es wirklich so schlimm mal vorübergehend abhängig zu sein? Ist es nicht das was eine Bezihung ausmacht? Das man das kann? Ich bin echt verzweifelt; er sagt er ist am Ende seiner Nerven, er kann nicht mehr. Daher kann er jetzt nur an sich denken. Und ich stehe da, ertrinke selbst in dem Sturm, und weiss das wohl auch er draufgehen wird, wegen mir, weil er mir so viel Kraft gegeben hat das es jetzt für ihn selbst nicht mehr reicht. So kommt es mir zumindest vor! Und da ist wieder die Frage, wiso können wir nicht zusammen sein und das durchstehen, wiso muss er es beenden, hängt aber ja trotzdem noch mit drin, zieht mich in einem Rettungsring hinter sich her. Aber dabei geht so viel Kraft unnötig verloren. Ich verstehe es nicht! er ist doch sonst so klug, so effizient, wiso sieht er das nicht??
Jetzt muss ich leider los, heute abend schreibe ich nochmal mehr, auch mehr zu Dir, nicht nur über mich :)
Machs gut bis dahin, hoffe Du hast heute wieder einen halbwegs guten Tag gehabt!
ocean
Liebe ocean,
Ich drücke Dich schon mal ganz fest :trost:
Dass der Stress Dir gerade zu viel wird, kann ich gut nachvollziehen, ein Problem alleine kann man ja immer noch ganz gut bewältigen, aber wenn dann mehrere zusammenkommen... da stürzt es schon mal über einem ein. Manchmal denke ich auch, ich schaffe es nicht, bis jetzt habe ich ja noch gar nicht angefangen zu lernen.
Es muss Dir überhaupt nicht peinlich sein, dass Du bei der Probe geweint hast, die Nerven liegen eben blank und die anderen verstehen das sehr gut. Objektiv gesehen weißt Du ja, dass Du es schaffen kannst! Bestimmt hättest Du Deine andere Prüfung auch alleine geschafft, ohne die Hilfe Deines Freundes, Du bist doch stark! Ich kenne das, ich habe vor wichtigen Prüfungen oder Referaten auch immer viel die Hilfe meines Freundes in Anspruch genommen. Er ist auch Meister im Korrigieren von Hausarbeiten, da macht ihm keiner was vor. Und mein Latinum hätte ich ohne ihn auch nicht geschafft (er hat mir damals Nachhilfe gegeben und in der Zeit sind wir dann auch zusammengekommen). Für die jetzt kommende Prüfung hatte ich ihn auch schon als Hilfe eingeplant, jetzt muss es ohne ihn gehen, wird es wohl auch.
In der Zeit unserer Beziehung habe ich mich meinem Freund übrigens auch oft intellektuell unterlegen gefühlt, ich bin zwar eine sehr gute Studentin, aber er war immer einen Tick besser. Das hat dazu geführt, dass ich bei einer wichtigen Klausur, die wir gemeinsam geschrieben haben, ziemliche Minderwertigkeitskomplexe hatte und dann auch eine viel schlechtere Note geschrieben habe als er. Das war mein erster Misserfolg im Studium und hat mich ziemlich runtergezogen. Rückblickend war es vielleicht wirklich nicht unbedingt eine gleichberechtigte Partnerschaft, die wir geführt haben.
Meine Schwester hat heute zu mir gesagt, dass wenn ich vor vier Jahren hätte in die Zukunft blicken können und mich selbst in dieser Beziehung gesehen hätte, wohl erschrocken wäre. Und ich glaube, sie hat Recht. Es hat mir nicht gutgetan, so abhängig zu sein.
Aber Du hast auch Recht, wenn Du sagst, das es auch manchmal Phasen gibt, in denen ein Partner schwächer ist und daher Hilfe braucht. Da darf der andere nicht gleich den Kopf in den Sand stecken! Nur bei mir war es über die ganzen dreieinhalb Jahre verteilt eigentlich schon immer ich, die die Probleme hatte und diese Probleme sind oft erst wegen der Beziehung entstanden. WEGEN der Beziehung habe ich mein Selbstbewusstsein verloren und braucht ihn dann wieder, um mich aufzubauen. Es war ein Teufelskreis.
Schade, dass wir uns nicht sehen können, ich würde Dich einfach mal in den Arm nehmen, wir würden etwas Schönes unternehmen und dann könntest Du bestimmt wieder besser lernen... Vielleicht kannst Du Dir zwischendurch doch mal ein zwei Stunden Zeit für Dich nehmen? Zeit, in der Du etwas für Dich alleine tust... das wäre doch schön.
Weißt Du was ich von Deinem Freund ziemlich fies finde? Dass er sagt, dass es nur wieder etwas werden kann, wenn Du die Prüfung schaffst! Das ist nicht fair! Er kann das doch selbst so gar nicht wissen, in seiner emotionalen Situation. Und er weiß doch, was er Dir damit antut, unter welchen Druck er Dich damit setzt. Von außen gesehen könnte man sich fragen, ob man mit einem solchen Mann überhaupt noch zusammen sein will. Aber ich weiß ja, dass das im Herzen ganz anders aussieht, mein Freund hat objektiv auch schon so vieles getan, was mich verletzt hat und ich sehe immer noch nur das Gute an ihm.
Nur Du musst wissen, dass der Ausgang der Prüfung letztendlich NICHTS damit zu tun hat, wie es mit Euch weitergeht. Lass Dich da nicht zusätzlich unter Druck setzen, das ist totaler Quatsch.
Wie sieht eigentlich der worst case aus? Was passiert, wenn Du die Prüfung nicht schaffst?
Dass er Dir so viel Kraft gegeben hat, dass es jetzt für ihn nicht mehr reicht, ist auch Quatsch. Du hast ihm in dieser Zeit sicher auch sehr viel gegeben, da bin ich mir sicher. Du hast ihn aus seinem Schneckenhaus gelockt, ihr habt schöne Tage miteinander verlebt – er weiß das sicher zu schätzen. Dass es diesen Konflikt gab, dass er sich zu verantwortlich für Dich gefühlt hat, liegt ja nicht an Dir alleine, dazu gehören immer zwei Menschen, es treffen zwei Beziehungsmuster aufeinander, die sich nicht vereinen lassen, zumindest im Moment nicht.
Heute habe ich übrigens wieder meinen Exfreund gesehen, er hat mich angesprochen und ich habe ziemlich abweisend reagiert, worauf er schnell wieder gegangen ist. Es war furchtbar! Ich habe ihm danach dummerweise eine SMS geschrieben und gesagt, wie schade ich das finde und dass ich an ihn denke. Ich weiß, dass das falsch war, er hat natürlich auch nicht geantwortet. Ich wollte ja den Kontaktabbruch, und jetzt zeige ich mich so wenig souverän. Heute Nachmittag habe ich mich dann furchtbar schlecht gefühlt, es tut so weh ihn zu sehen, so doof reagieren zu müssen. Ich möchte doch einen guten Eindruck machen. Ich habe jetzt den Nachmittag über einfach geweint, da war nichts mehr zu retten. Dann habe ich mit meiner Schwester telefoniert, das hat mich wieder etwas aufgebaut. Sie meint, dass ich nicht mehr nur wegen ihm so traurig bin, sondern dass jetzt auch viele andere Probleme hervorbrechen, dass ich mich zu sehr aufgegeben hätte in der Beziehung. Das stimmt sicher. Ich habe in der Zeit fast nichts für mich selbst gemacht, wollte ihm immer gefallen. Wenn ich mir etwas gekauft habe, dann meistens mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob es ihm wohl gefallen wird. Wenn ich eine Veranstaltung, einen Film etc. gesehen habe, der mich interessiert hat, bin ich da nicht alleine hingegangen, wenn er nicht wollte habe ich meist auch verzichtet. Etwas Leckers zu Essen habe ich aufgehoben, um es mit ihm gemeinsam zu genießen. So habe ich mich ein bisschen selbst verloren und die Sehnsucht nach ihm ist damit auch eine Sehnsucht nach mir selbst. Objektiv weiß ich, dass ich mich selbst nicht in ihm finden kann. Doch wenn ich ihm wieder einmal über den Weg gelaufen bin, dann bin ich wieder so weit, dass ich alles aufgeben würde für ihn.
Es ist noch ein langer Weg... Ich wünsche Dir alles Gute und denke an Dich! Wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt, kannst Du ja immer schreiben.
Mariala
Edit: Gehe jetzt gleich ins Kino, ich hoffe, dass mich das ein wenig aufbaut. Danach schaue ich nochmal hier im Forum vorbei.
Ich drücke Dich schon mal ganz fest :trost:
Dass der Stress Dir gerade zu viel wird, kann ich gut nachvollziehen, ein Problem alleine kann man ja immer noch ganz gut bewältigen, aber wenn dann mehrere zusammenkommen... da stürzt es schon mal über einem ein. Manchmal denke ich auch, ich schaffe es nicht, bis jetzt habe ich ja noch gar nicht angefangen zu lernen.
Es muss Dir überhaupt nicht peinlich sein, dass Du bei der Probe geweint hast, die Nerven liegen eben blank und die anderen verstehen das sehr gut. Objektiv gesehen weißt Du ja, dass Du es schaffen kannst! Bestimmt hättest Du Deine andere Prüfung auch alleine geschafft, ohne die Hilfe Deines Freundes, Du bist doch stark! Ich kenne das, ich habe vor wichtigen Prüfungen oder Referaten auch immer viel die Hilfe meines Freundes in Anspruch genommen. Er ist auch Meister im Korrigieren von Hausarbeiten, da macht ihm keiner was vor. Und mein Latinum hätte ich ohne ihn auch nicht geschafft (er hat mir damals Nachhilfe gegeben und in der Zeit sind wir dann auch zusammengekommen). Für die jetzt kommende Prüfung hatte ich ihn auch schon als Hilfe eingeplant, jetzt muss es ohne ihn gehen, wird es wohl auch.
In der Zeit unserer Beziehung habe ich mich meinem Freund übrigens auch oft intellektuell unterlegen gefühlt, ich bin zwar eine sehr gute Studentin, aber er war immer einen Tick besser. Das hat dazu geführt, dass ich bei einer wichtigen Klausur, die wir gemeinsam geschrieben haben, ziemliche Minderwertigkeitskomplexe hatte und dann auch eine viel schlechtere Note geschrieben habe als er. Das war mein erster Misserfolg im Studium und hat mich ziemlich runtergezogen. Rückblickend war es vielleicht wirklich nicht unbedingt eine gleichberechtigte Partnerschaft, die wir geführt haben.
Meine Schwester hat heute zu mir gesagt, dass wenn ich vor vier Jahren hätte in die Zukunft blicken können und mich selbst in dieser Beziehung gesehen hätte, wohl erschrocken wäre. Und ich glaube, sie hat Recht. Es hat mir nicht gutgetan, so abhängig zu sein.
Aber Du hast auch Recht, wenn Du sagst, das es auch manchmal Phasen gibt, in denen ein Partner schwächer ist und daher Hilfe braucht. Da darf der andere nicht gleich den Kopf in den Sand stecken! Nur bei mir war es über die ganzen dreieinhalb Jahre verteilt eigentlich schon immer ich, die die Probleme hatte und diese Probleme sind oft erst wegen der Beziehung entstanden. WEGEN der Beziehung habe ich mein Selbstbewusstsein verloren und braucht ihn dann wieder, um mich aufzubauen. Es war ein Teufelskreis.
Schade, dass wir uns nicht sehen können, ich würde Dich einfach mal in den Arm nehmen, wir würden etwas Schönes unternehmen und dann könntest Du bestimmt wieder besser lernen... Vielleicht kannst Du Dir zwischendurch doch mal ein zwei Stunden Zeit für Dich nehmen? Zeit, in der Du etwas für Dich alleine tust... das wäre doch schön.
Weißt Du was ich von Deinem Freund ziemlich fies finde? Dass er sagt, dass es nur wieder etwas werden kann, wenn Du die Prüfung schaffst! Das ist nicht fair! Er kann das doch selbst so gar nicht wissen, in seiner emotionalen Situation. Und er weiß doch, was er Dir damit antut, unter welchen Druck er Dich damit setzt. Von außen gesehen könnte man sich fragen, ob man mit einem solchen Mann überhaupt noch zusammen sein will. Aber ich weiß ja, dass das im Herzen ganz anders aussieht, mein Freund hat objektiv auch schon so vieles getan, was mich verletzt hat und ich sehe immer noch nur das Gute an ihm.
Nur Du musst wissen, dass der Ausgang der Prüfung letztendlich NICHTS damit zu tun hat, wie es mit Euch weitergeht. Lass Dich da nicht zusätzlich unter Druck setzen, das ist totaler Quatsch.
Wie sieht eigentlich der worst case aus? Was passiert, wenn Du die Prüfung nicht schaffst?
Dass er Dir so viel Kraft gegeben hat, dass es jetzt für ihn nicht mehr reicht, ist auch Quatsch. Du hast ihm in dieser Zeit sicher auch sehr viel gegeben, da bin ich mir sicher. Du hast ihn aus seinem Schneckenhaus gelockt, ihr habt schöne Tage miteinander verlebt – er weiß das sicher zu schätzen. Dass es diesen Konflikt gab, dass er sich zu verantwortlich für Dich gefühlt hat, liegt ja nicht an Dir alleine, dazu gehören immer zwei Menschen, es treffen zwei Beziehungsmuster aufeinander, die sich nicht vereinen lassen, zumindest im Moment nicht.
Heute habe ich übrigens wieder meinen Exfreund gesehen, er hat mich angesprochen und ich habe ziemlich abweisend reagiert, worauf er schnell wieder gegangen ist. Es war furchtbar! Ich habe ihm danach dummerweise eine SMS geschrieben und gesagt, wie schade ich das finde und dass ich an ihn denke. Ich weiß, dass das falsch war, er hat natürlich auch nicht geantwortet. Ich wollte ja den Kontaktabbruch, und jetzt zeige ich mich so wenig souverän. Heute Nachmittag habe ich mich dann furchtbar schlecht gefühlt, es tut so weh ihn zu sehen, so doof reagieren zu müssen. Ich möchte doch einen guten Eindruck machen. Ich habe jetzt den Nachmittag über einfach geweint, da war nichts mehr zu retten. Dann habe ich mit meiner Schwester telefoniert, das hat mich wieder etwas aufgebaut. Sie meint, dass ich nicht mehr nur wegen ihm so traurig bin, sondern dass jetzt auch viele andere Probleme hervorbrechen, dass ich mich zu sehr aufgegeben hätte in der Beziehung. Das stimmt sicher. Ich habe in der Zeit fast nichts für mich selbst gemacht, wollte ihm immer gefallen. Wenn ich mir etwas gekauft habe, dann meistens mit dem Gedanken im Hinterkopf, ob es ihm wohl gefallen wird. Wenn ich eine Veranstaltung, einen Film etc. gesehen habe, der mich interessiert hat, bin ich da nicht alleine hingegangen, wenn er nicht wollte habe ich meist auch verzichtet. Etwas Leckers zu Essen habe ich aufgehoben, um es mit ihm gemeinsam zu genießen. So habe ich mich ein bisschen selbst verloren und die Sehnsucht nach ihm ist damit auch eine Sehnsucht nach mir selbst. Objektiv weiß ich, dass ich mich selbst nicht in ihm finden kann. Doch wenn ich ihm wieder einmal über den Weg gelaufen bin, dann bin ich wieder so weit, dass ich alles aufgeben würde für ihn.
Es ist noch ein langer Weg... Ich wünsche Dir alles Gute und denke an Dich! Wenn Dir die Decke auf den Kopf fällt, kannst Du ja immer schreiben.
Mariala
Edit: Gehe jetzt gleich ins Kino, ich hoffe, dass mich das ein wenig aufbaut. Danach schaue ich nochmal hier im Forum vorbei.
Liebe Mariala!
Ich hoffe das Kino hat Dir gutgetan, und Du hast Deinen Ex-Freund hoffentlich nicht wieder getroffen? Das Du ihm heute wieder begegnet bist tut mir leid, aber ich denke es ist ganz normal das Du Dich so abweisend verhalten hast, denn wenn Du getan haettest was Du wolltest haettest Du ihn ja sicher wieder umarmt, und das war ja das letzte mal auch nicht gut, also hast Du wohl diesmal auf Abstand geschaltet. Das es dann vielleicht zu viel war, na ja, das passiert, irgendwann findest Du das richtige Mas mit dem Du Dich auch nach dem Treffen gut fuehlst, denn das ihr Euch wieder begegnet kann wohl nicht ausgeschlossen werden. Er weiss ja das er Dir sehr weh getan hat, und er kennt Dich gut, ich denke nicht das er das jetzt ueberinterpretiert. Fuer ihn ist es ein bisschen einfacher, auch wenn er auch sehr traurig war/ist, aber wenigstens ist es seine Entscheidung, waehrend Du in der Rolle bist (wie ich) das akzeptieren zu muessen. Das er bei der Trennung letzte Woche mehr geweint hast als Du zeigt sicher wie schwer es ihm faellt, ich denke auch wie viel ihm noch an Dir liegt, und wahrscheinlich nicht nur als Mensch, aber er kann wohl wirklich nicht mehr it Dir zusammensein, wiso auch immer, was ihn selbst sehr traurig macht. Und daher will er Dir sicher auch irgendwie nicht Deine Sachen geben.
Das Du nun erkennst das Du Dich in der Beziehung zu sehr aufgegeben hast ist denke ich gut fuer Dich, es erschreckt zwar vielleicht zu sehen wie man war, und das man das nie gewollt hat, aber Du wirst Dich nun viel besser kennen lernen, und den gleichen Fehler sicher nicht noch einmal machen. Ich denke auch das Du die Pruefung sicher ohne ihn schafst, auch wenn es vielleicht schwer ist ohne den gewohneten Rueckhalt. Ich habe waehrend meines Vordimploms auch viel mit meinem Freund damals gelernt, der hat zwar was anderes studiert, hat mich aber trotztdem studenlang abgefragt. Bei den Diplompruefungen habe ich ihn dann sehr vermisst, obwohl die ueber ein Jahr nachdem er Schlus gemacht hatte waren, einfach weil ich es so vermisst habe das er mir hilft und abends da ist um mal eine halbe Stunde zu entspannen, ohne das man gross weggehen muss, wie wenn man was mit Freunden macht (keiner meiner freunde hat damals in meiner dirkten Nachbarschaft gewont, ich musste daher immer mindestens 2 Stunden einplannen, selbst wenn man nur auf ein Bier ging.
Ich glaube nicht das ich wegen der Beziehung mein Selbstbewusstsein verloren habe, ich denke das habe ich hauptsaechlich wegen der Misserfolge in der Uni verloren, aber dadurch ist die Beziehung sicher aus dem Lot geraten, er hat mir so viel geholfen, auch einfach indem er gemacht hat das es mir wieder besser geht, und ich habe ihm dafuer so viel Liebe gegeben, weil ich ihm sonst nichts geben konnte. Ich denke aber das ich ihn nicht nur aus Dankbarkeit liebe, ich mag so viel an ihm was damit gar nichts zu tun hat. Allerdings kann es sicher sein das er mich nicht mehr so zuruecklieben konnte weil wir nicht ganz gleichberechtigt waren. Wenn wir uns gestritten haben dann auch meist darum das ich boese war das er irgendwas gemacht oder gesagt hat das mir das Gefuehl gegeben hat er nimmt mich nicht ganz ernst. An sich waren die Sachen nie schlimm, aber sie haben wohl genau da angesetzt wo ich sehr empfindlich war, sowiso weil ich es hasse unterlegen zu sein und herablassend behandelt zu werden, und ausserdem wohl weil ich gemerkt habe das wir nicht mehr ganz gleichberechtigt waren, weil er mir so viel geholfen hat. Das er weiter ist im Studium/Beruf als ich hat mich eigentlich nie gestoert, ich fand es immer toll das er so klug ist, er ist genau da gut wo ich nicht so gut bin, das habe ich bewundert. aber gestoert hat es mich nicht, vielleicht weil ich in dem Bereich keinen grossen Ehrgeiz hatte, ich andere Bereiche habe wo ich gut war (und bin) und in dem ich forschen will, mit dem Kram den er gut kann muss ich mich ja nur wegen der Pruefung (und den kursen) beschaeftigen. Wenn man zusammen studiert ist das sicher anders, da kann ich mir schon vorstellen das man damit Probleme hat, ich habe das mit einer guten Freundin auch, das wir etwas neidisch auf die Erfolge des anderen sind, obwohl wir uns ja moegen, aber da wir auf dem gleichen Gebiet arbeiten wollten war da immer auch etwas Konkurenz, obwohl wir auch zusammen gelernt haben.
Das Du immer noch von ihm traeumst kenne ich, das ist gemein das das Unterbewusstsein so "langsam" ist. Aber andererseits ist es auch so schoen das im Traum noch alles okay ist, nur das aufwachen ist dann halt jedesmal schlimm :( Dagegen machen kann man wohl nichts....
Wirklich schade das wir jetzt nichts zusammen machen koennen, das waere wirklich schoen!! Aber mir hilft es wirklich sehr hier immer schreiben zu koennen, zu lesen wie es Dir so geht, das tut gut! Sonst versteht irgendwie keiner wie es mir geht, wohl auch weil es mir so schwer faellt mich zu oeffnen, das anonym zu tun ist viel einfacher :)
Mein Freund meinte das uebrigens nicht boese das wir nur eine Chance haben wenn ich bestehe, ich sehe das ja selbst so, denn so wie es jetzt ist ist es einfach enorm stressig, und wird wohl noch schlimmer werden um so naeher die Pruefung kommt. Worst Case ist das ich durchfalle, dann hab ich noch eine Chance, in zwei Monaten. Aber im Moment sehe ich nicht wo ich die Kraft hernehmen soll noch zwei Monate zu lernen, und es dann besser zu machen, ich kann einfach nicht mehr! Ich muss mal wieder was machen koennen das fuer mich einen Sinn hat, in dem ich mich verlieren kann weil es so interessant ist. So wie bei meiner Diplomarbeit, das war so schoen, ich habe so gerne so viel gearbeitet, und das letzte Jahr ueber musste ich dann nur unsinnige Sachen machen, nur Vorgaben erfuellen, dabei brauche ich das ganze Zeug nicht was ich jetzt lerne! Wenn ich weiter lernen muss wird es mir sicher noch schlechter gehen, denn das waere so Gift fuer den letzten Rest meines Selbsbewusstseins! Und ich braeuchte die Monate bis Ende des Jahres fuer mich, um wieder auf die Beine zu kommen, Zeit zu haben Hobbies zu haben und Spass! Daher KANN ich einfach nicht durchfallen. Nicht nur damit ich fuer ihn stark werde, auch weil ich wirklich nicht mehr so weitermachen kann. Ausserdem wuerde mein Betreuer irre Druck machen, der ist sowieso noch mein anderes Problem, mit seinem ganzen schei... Druck machen, ich hasse das, und inzwischen ihn, allerdings bezahlt er mich halt, ich kann also nicht einfach sagen: Nicht Dein Ding, halt Dich raus. Sein Druck ist allerdings einer der Hauptgruende dafuer das mein Selbstbewusstsein so den Bach runter gegangen ist in den letzten Monaten, denn nie war was gut genug, immer musste er noch mehr Druck machen, und ich hasse Druck, kann damit wie schonmal geschrieben nicht umgehen, ich habe selbst schon sehr hohe Ansprueche an mich und habe immer alles gut geschaft, alleine und ohne irgendwelchen Druck, sein Druck ist absolut kontraproduktiv da er mir das Gefuehl gibt er traut es mir alleine nicht zu es hinzukriegen, als wenn ich ein kleines Kind bin! Ich hasse es wie er mir dieses Gefuehl gibt, allerdings habe ich noch keinen Weg gefunden ihm das zu sagen. Die Therapie hatte ich lustigerweise beschlossen anzufagen in der Woche bevor mein Freund Schlus gemacht hat, um rauszukriegen wie ich besser mit dem Druck von meinem Betreuer klarkomme, denn aendern werde ich ihn wohl kaum koennen (er ist ueber 60). Allerdings habe ich da bis jetzt noch nicht drueber geredet, der erste Termin war in der Woche nachdem Schluss war, und da war ein Betreuer erstmal zweitrangig geworden und ich habe sie umgewidmet :)
So, jetzt haben wir eine jahresanfangs Party im institut, da muss ich hin! Wird sicher auch nett, solange ich nicht das gefuehl habe das Leute bloede gucken wegen der Geruechte, aber mein Freund geht nicht hin, er will lieber im Regen trainieren, zumindest kann er also nicht wieder mehr mit der Arktis-Frau als mit mir reden, und ich nicht wieder eifersuechtig werden oder die anderen deshalb bloede gucken.
Also, muss weg, Dir eine gute Nacht! Bis morgen, :trost:
ocean
Ich hoffe das Kino hat Dir gutgetan, und Du hast Deinen Ex-Freund hoffentlich nicht wieder getroffen? Das Du ihm heute wieder begegnet bist tut mir leid, aber ich denke es ist ganz normal das Du Dich so abweisend verhalten hast, denn wenn Du getan haettest was Du wolltest haettest Du ihn ja sicher wieder umarmt, und das war ja das letzte mal auch nicht gut, also hast Du wohl diesmal auf Abstand geschaltet. Das es dann vielleicht zu viel war, na ja, das passiert, irgendwann findest Du das richtige Mas mit dem Du Dich auch nach dem Treffen gut fuehlst, denn das ihr Euch wieder begegnet kann wohl nicht ausgeschlossen werden. Er weiss ja das er Dir sehr weh getan hat, und er kennt Dich gut, ich denke nicht das er das jetzt ueberinterpretiert. Fuer ihn ist es ein bisschen einfacher, auch wenn er auch sehr traurig war/ist, aber wenigstens ist es seine Entscheidung, waehrend Du in der Rolle bist (wie ich) das akzeptieren zu muessen. Das er bei der Trennung letzte Woche mehr geweint hast als Du zeigt sicher wie schwer es ihm faellt, ich denke auch wie viel ihm noch an Dir liegt, und wahrscheinlich nicht nur als Mensch, aber er kann wohl wirklich nicht mehr it Dir zusammensein, wiso auch immer, was ihn selbst sehr traurig macht. Und daher will er Dir sicher auch irgendwie nicht Deine Sachen geben.
Das Du nun erkennst das Du Dich in der Beziehung zu sehr aufgegeben hast ist denke ich gut fuer Dich, es erschreckt zwar vielleicht zu sehen wie man war, und das man das nie gewollt hat, aber Du wirst Dich nun viel besser kennen lernen, und den gleichen Fehler sicher nicht noch einmal machen. Ich denke auch das Du die Pruefung sicher ohne ihn schafst, auch wenn es vielleicht schwer ist ohne den gewohneten Rueckhalt. Ich habe waehrend meines Vordimploms auch viel mit meinem Freund damals gelernt, der hat zwar was anderes studiert, hat mich aber trotztdem studenlang abgefragt. Bei den Diplompruefungen habe ich ihn dann sehr vermisst, obwohl die ueber ein Jahr nachdem er Schlus gemacht hatte waren, einfach weil ich es so vermisst habe das er mir hilft und abends da ist um mal eine halbe Stunde zu entspannen, ohne das man gross weggehen muss, wie wenn man was mit Freunden macht (keiner meiner freunde hat damals in meiner dirkten Nachbarschaft gewont, ich musste daher immer mindestens 2 Stunden einplannen, selbst wenn man nur auf ein Bier ging.
Ich glaube nicht das ich wegen der Beziehung mein Selbstbewusstsein verloren habe, ich denke das habe ich hauptsaechlich wegen der Misserfolge in der Uni verloren, aber dadurch ist die Beziehung sicher aus dem Lot geraten, er hat mir so viel geholfen, auch einfach indem er gemacht hat das es mir wieder besser geht, und ich habe ihm dafuer so viel Liebe gegeben, weil ich ihm sonst nichts geben konnte. Ich denke aber das ich ihn nicht nur aus Dankbarkeit liebe, ich mag so viel an ihm was damit gar nichts zu tun hat. Allerdings kann es sicher sein das er mich nicht mehr so zuruecklieben konnte weil wir nicht ganz gleichberechtigt waren. Wenn wir uns gestritten haben dann auch meist darum das ich boese war das er irgendwas gemacht oder gesagt hat das mir das Gefuehl gegeben hat er nimmt mich nicht ganz ernst. An sich waren die Sachen nie schlimm, aber sie haben wohl genau da angesetzt wo ich sehr empfindlich war, sowiso weil ich es hasse unterlegen zu sein und herablassend behandelt zu werden, und ausserdem wohl weil ich gemerkt habe das wir nicht mehr ganz gleichberechtigt waren, weil er mir so viel geholfen hat. Das er weiter ist im Studium/Beruf als ich hat mich eigentlich nie gestoert, ich fand es immer toll das er so klug ist, er ist genau da gut wo ich nicht so gut bin, das habe ich bewundert. aber gestoert hat es mich nicht, vielleicht weil ich in dem Bereich keinen grossen Ehrgeiz hatte, ich andere Bereiche habe wo ich gut war (und bin) und in dem ich forschen will, mit dem Kram den er gut kann muss ich mich ja nur wegen der Pruefung (und den kursen) beschaeftigen. Wenn man zusammen studiert ist das sicher anders, da kann ich mir schon vorstellen das man damit Probleme hat, ich habe das mit einer guten Freundin auch, das wir etwas neidisch auf die Erfolge des anderen sind, obwohl wir uns ja moegen, aber da wir auf dem gleichen Gebiet arbeiten wollten war da immer auch etwas Konkurenz, obwohl wir auch zusammen gelernt haben.
Das Du immer noch von ihm traeumst kenne ich, das ist gemein das das Unterbewusstsein so "langsam" ist. Aber andererseits ist es auch so schoen das im Traum noch alles okay ist, nur das aufwachen ist dann halt jedesmal schlimm :( Dagegen machen kann man wohl nichts....
Wirklich schade das wir jetzt nichts zusammen machen koennen, das waere wirklich schoen!! Aber mir hilft es wirklich sehr hier immer schreiben zu koennen, zu lesen wie es Dir so geht, das tut gut! Sonst versteht irgendwie keiner wie es mir geht, wohl auch weil es mir so schwer faellt mich zu oeffnen, das anonym zu tun ist viel einfacher :)
Mein Freund meinte das uebrigens nicht boese das wir nur eine Chance haben wenn ich bestehe, ich sehe das ja selbst so, denn so wie es jetzt ist ist es einfach enorm stressig, und wird wohl noch schlimmer werden um so naeher die Pruefung kommt. Worst Case ist das ich durchfalle, dann hab ich noch eine Chance, in zwei Monaten. Aber im Moment sehe ich nicht wo ich die Kraft hernehmen soll noch zwei Monate zu lernen, und es dann besser zu machen, ich kann einfach nicht mehr! Ich muss mal wieder was machen koennen das fuer mich einen Sinn hat, in dem ich mich verlieren kann weil es so interessant ist. So wie bei meiner Diplomarbeit, das war so schoen, ich habe so gerne so viel gearbeitet, und das letzte Jahr ueber musste ich dann nur unsinnige Sachen machen, nur Vorgaben erfuellen, dabei brauche ich das ganze Zeug nicht was ich jetzt lerne! Wenn ich weiter lernen muss wird es mir sicher noch schlechter gehen, denn das waere so Gift fuer den letzten Rest meines Selbsbewusstseins! Und ich braeuchte die Monate bis Ende des Jahres fuer mich, um wieder auf die Beine zu kommen, Zeit zu haben Hobbies zu haben und Spass! Daher KANN ich einfach nicht durchfallen. Nicht nur damit ich fuer ihn stark werde, auch weil ich wirklich nicht mehr so weitermachen kann. Ausserdem wuerde mein Betreuer irre Druck machen, der ist sowieso noch mein anderes Problem, mit seinem ganzen schei... Druck machen, ich hasse das, und inzwischen ihn, allerdings bezahlt er mich halt, ich kann also nicht einfach sagen: Nicht Dein Ding, halt Dich raus. Sein Druck ist allerdings einer der Hauptgruende dafuer das mein Selbstbewusstsein so den Bach runter gegangen ist in den letzten Monaten, denn nie war was gut genug, immer musste er noch mehr Druck machen, und ich hasse Druck, kann damit wie schonmal geschrieben nicht umgehen, ich habe selbst schon sehr hohe Ansprueche an mich und habe immer alles gut geschaft, alleine und ohne irgendwelchen Druck, sein Druck ist absolut kontraproduktiv da er mir das Gefuehl gibt er traut es mir alleine nicht zu es hinzukriegen, als wenn ich ein kleines Kind bin! Ich hasse es wie er mir dieses Gefuehl gibt, allerdings habe ich noch keinen Weg gefunden ihm das zu sagen. Die Therapie hatte ich lustigerweise beschlossen anzufagen in der Woche bevor mein Freund Schlus gemacht hat, um rauszukriegen wie ich besser mit dem Druck von meinem Betreuer klarkomme, denn aendern werde ich ihn wohl kaum koennen (er ist ueber 60). Allerdings habe ich da bis jetzt noch nicht drueber geredet, der erste Termin war in der Woche nachdem Schluss war, und da war ein Betreuer erstmal zweitrangig geworden und ich habe sie umgewidmet :)
So, jetzt haben wir eine jahresanfangs Party im institut, da muss ich hin! Wird sicher auch nett, solange ich nicht das gefuehl habe das Leute bloede gucken wegen der Geruechte, aber mein Freund geht nicht hin, er will lieber im Regen trainieren, zumindest kann er also nicht wieder mehr mit der Arktis-Frau als mit mir reden, und ich nicht wieder eifersuechtig werden oder die anderen deshalb bloede gucken.
Also, muss weg, Dir eine gute Nacht! Bis morgen, :trost:
ocean
Liebe ocean,
Ich hoffe, die Party gestern war schön und Du konntest einen angenehmen Abend ohne ihn verbringen! Ich gehe heute Abend zu der Abschiedsparty einer Freundin, die für ein Jahr ins Ausland geht. Das wird auch nicht einfach werden, denn viele dort wissen noch nicht, dass ich wieder Single bin. Naja, und diese Leute sind nicht gerade meine besten Freunde, ich fühle mich also ein wenig schutzlos. Da ist es wieder, das doofe Gefühl, ohne ihn nicht so viel wert zu sein. Naja, das wird sich sicher langsam bessern...
Heute habe ich wenigstens den Schmerz über das Treffen wieder einigermaßen überwunden, im Moment ist kein Kontakt wirklich besser.
Wie war es bei Deiner Therapeutin? Konnte sie Dir ein wenig über den Stress hinweghelfen? Dass Du einen so schwierigen Betreuer hast, tut mir wirklich leid. Ich weiß, so alte Männer haben ihre eingefahrenen Meinungen und lassen sich nicht mehr wirklich von etwas anderem überzeugen. Da kann man wohl wirklich nur versuchen zu lernen, den Druck nicht so an sich heranzulassen – so wie Du mir erzählt hast, brauchst Du ihn ja überhaupt nicht und würdest alles ohne viel leichter schaffen. Vielleicht ist es möglich, dass er das auch irgendwann sieht. Wenn Deine Prüfung erst einmal überstanden ist, wird Dir vielleicht auch seine Erwartungshaltung nicht mehr ganz so schlimm vorkommen. Du trägst einfach im Moment eine so große Last, ich würde Dir gerne ein wenig davon abnehmen wenn ich könnte.
Aber versprich mir, dass Du versuchst, die Sache mit Deinem Freund aus der Lernsache auszublenden. Du darfst das gedanklich nicht so verknüpfen, das macht Dich nur fertig. Sieh es ganz unabhängig, das Lernen machst Du nur für Dich selbst, weil Du möchtest, dass es Dir besser geht und dass Du Dich mit den Dingen beschäftigen kannst, die Dich interessieren. Wie geht es denn nach diesem ersten Jahr mit der Promotion weiter? Ich hoffe doch, mit selbständiger Forschung und nicht mit Lernen? In den USA ist wohl alles ein wenig anders als hier in Deutschland...
Übrigens studieren mein Exfreund und ich nur ein Fach gemeinsam, ansonsten beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Dingen. Ich muss dazu sagen, dass er Philosophie studiert und davon überzeugt ist, dass dies die einzig wahre Wissenschaft ist. Anderes kann er nur schwer anerkennen, ich hatte daher auch immer das Gefühl, dass er mich nicht voll und ganz akzeptieren kann, weil ich nicht Philosophie studiere. Mein Studienfach - Japanologie - nimmt mich auch sehr in Anspruch, aber er hat sich nie so sehr dafür interessiert. Ich konnte mich wiederum nur schwer mit ihm über Philosophie unterhalten, weil er immer auf einem sehr hohen Niveau kommunizierte, auf dem ich nicht mithalten konnte. Als dann Schluss war, hat er sich auch ein wenig darüber beschwert - aber ich kam mir eben bei diesen Unterhaltungen manchmal so unterlegen vor, und wie Du konnte ich das nicht ausstehen. Auch bei uns kamen die Konflikte häufig auf diese Weise auf, auch bei Diskussionen, in denen ich mich unterlegen fühlte.
Es tut mir so leid, dass er sich nicht öffnen kann - ich denke, Dir geht es wohl genauso. Schon während der Beziehung hatte ich immer wieder das Gefühl, dass eine Zukunft mit ihm nur schwer möglich ist, weil er keine Verantwortung übernehmen kann. Aber ich hätte NIE gedacht, dass er mich verlässt. Als er Schluss gemacht hat und ich so fertig war und vollkommen überrascht, war er erstaunt und dachte, ich hätte auch gemerkt, dass es nicht mehr weiter geht. Dabei war das überhaupt nicht so! Außerdem hat er mir gesagt, dass er schon in ein paar Momenten vorher dachte, dass wir kurz vorm Schlussmachen gestanden hätten. So unterschiedlich können also zwei Menschen in einer Beziehung empfinden! Ich dachte die ganze Zeit, dass wir immer füreinander da sein würden...
Ich bin auch froh, dass ich Dir meine Sorgen immer schreiben kann. Ich rede inzwischen zwar auch viel mehr mit meinen Freunden darüber als früher (da dachte ich immer, dass mein Freund und ich das alles untereinander ausmachen können, dass wir niemanden anderes dafür brachen), aber Du, die Du selbst in einer Situation steckst, kannst mich immer noch am Besten verstehen.
Alles Liebe, umarme Dich :trost:
Mariala
Ich hoffe, die Party gestern war schön und Du konntest einen angenehmen Abend ohne ihn verbringen! Ich gehe heute Abend zu der Abschiedsparty einer Freundin, die für ein Jahr ins Ausland geht. Das wird auch nicht einfach werden, denn viele dort wissen noch nicht, dass ich wieder Single bin. Naja, und diese Leute sind nicht gerade meine besten Freunde, ich fühle mich also ein wenig schutzlos. Da ist es wieder, das doofe Gefühl, ohne ihn nicht so viel wert zu sein. Naja, das wird sich sicher langsam bessern...
Heute habe ich wenigstens den Schmerz über das Treffen wieder einigermaßen überwunden, im Moment ist kein Kontakt wirklich besser.
Wie war es bei Deiner Therapeutin? Konnte sie Dir ein wenig über den Stress hinweghelfen? Dass Du einen so schwierigen Betreuer hast, tut mir wirklich leid. Ich weiß, so alte Männer haben ihre eingefahrenen Meinungen und lassen sich nicht mehr wirklich von etwas anderem überzeugen. Da kann man wohl wirklich nur versuchen zu lernen, den Druck nicht so an sich heranzulassen – so wie Du mir erzählt hast, brauchst Du ihn ja überhaupt nicht und würdest alles ohne viel leichter schaffen. Vielleicht ist es möglich, dass er das auch irgendwann sieht. Wenn Deine Prüfung erst einmal überstanden ist, wird Dir vielleicht auch seine Erwartungshaltung nicht mehr ganz so schlimm vorkommen. Du trägst einfach im Moment eine so große Last, ich würde Dir gerne ein wenig davon abnehmen wenn ich könnte.
Aber versprich mir, dass Du versuchst, die Sache mit Deinem Freund aus der Lernsache auszublenden. Du darfst das gedanklich nicht so verknüpfen, das macht Dich nur fertig. Sieh es ganz unabhängig, das Lernen machst Du nur für Dich selbst, weil Du möchtest, dass es Dir besser geht und dass Du Dich mit den Dingen beschäftigen kannst, die Dich interessieren. Wie geht es denn nach diesem ersten Jahr mit der Promotion weiter? Ich hoffe doch, mit selbständiger Forschung und nicht mit Lernen? In den USA ist wohl alles ein wenig anders als hier in Deutschland...
Übrigens studieren mein Exfreund und ich nur ein Fach gemeinsam, ansonsten beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen Dingen. Ich muss dazu sagen, dass er Philosophie studiert und davon überzeugt ist, dass dies die einzig wahre Wissenschaft ist. Anderes kann er nur schwer anerkennen, ich hatte daher auch immer das Gefühl, dass er mich nicht voll und ganz akzeptieren kann, weil ich nicht Philosophie studiere. Mein Studienfach - Japanologie - nimmt mich auch sehr in Anspruch, aber er hat sich nie so sehr dafür interessiert. Ich konnte mich wiederum nur schwer mit ihm über Philosophie unterhalten, weil er immer auf einem sehr hohen Niveau kommunizierte, auf dem ich nicht mithalten konnte. Als dann Schluss war, hat er sich auch ein wenig darüber beschwert - aber ich kam mir eben bei diesen Unterhaltungen manchmal so unterlegen vor, und wie Du konnte ich das nicht ausstehen. Auch bei uns kamen die Konflikte häufig auf diese Weise auf, auch bei Diskussionen, in denen ich mich unterlegen fühlte.
Es tut mir so leid, dass er sich nicht öffnen kann - ich denke, Dir geht es wohl genauso. Schon während der Beziehung hatte ich immer wieder das Gefühl, dass eine Zukunft mit ihm nur schwer möglich ist, weil er keine Verantwortung übernehmen kann. Aber ich hätte NIE gedacht, dass er mich verlässt. Als er Schluss gemacht hat und ich so fertig war und vollkommen überrascht, war er erstaunt und dachte, ich hätte auch gemerkt, dass es nicht mehr weiter geht. Dabei war das überhaupt nicht so! Außerdem hat er mir gesagt, dass er schon in ein paar Momenten vorher dachte, dass wir kurz vorm Schlussmachen gestanden hätten. So unterschiedlich können also zwei Menschen in einer Beziehung empfinden! Ich dachte die ganze Zeit, dass wir immer füreinander da sein würden...
Ich bin auch froh, dass ich Dir meine Sorgen immer schreiben kann. Ich rede inzwischen zwar auch viel mehr mit meinen Freunden darüber als früher (da dachte ich immer, dass mein Freund und ich das alles untereinander ausmachen können, dass wir niemanden anderes dafür brachen), aber Du, die Du selbst in einer Situation steckst, kannst mich immer noch am Besten verstehen.
Alles Liebe, umarme Dich :trost:
Mariala
Liebe Mariala!
Verrueckt, manchmal frage ich mich wirklich ob wir nicht beide mit dem selben Typen zusammen waren :) Denn was Du wieder geschrieben hast, das er dachte das Du es auch so empfindest, das es so nicht weitergehen kann und das ihr ein paar mal schon vor dem Schlussmachen standet, genau das hat meiner auch gesagt, er war total ueberrascht das ich so verzweifelt war, dachte ich wolle auch Schluss machen. Bei meinem liegt es denke ich an einer mangelnden Konflikfaehigkeit, er hat nie gelernt Konflikte auszutragen, schluckt einfach alles was ihn stoert, und wenn ich Sachen die mich gestoert haben angesprochen habe und auch sauer geworden bin, dann dachte er immer jetzt waere Schluss, weil es ja wohl so schlimm war, sonst haette ich es ja nicht ausgesprochen, sondern geschluckt. Ich habe ihm immer wieder gesagt das ich Sachen die mich stoeren nicht schlucke, weil ich das nicht gut finde, denn man nimmt dem anderen damit die Chance was aendern zu koennen, aber irgendwie konnte er mit Streit und Konflikten einfach nicht umgehen, fuer ihn sind das Zeichen das es nicht funktioniert. Das aergert mich so das er so ist! Er haette es auch einfach akzeptiert wenn ich Schluss gemacht haette, haette nie gekaempft, weil er meine Entscheidung akzeptieren wuerde, und das tut irgendwie auch weh, das er nicht kaempfen wuerde und will. Er sagt sich immer nur: Ich brauche keine Freundin. Fuer ihn scheine ich ueberhaupt nicht wichtig zu sein, fuehlt sich zumindest so an wenn er das so sagt. Weinen tut er leider nie, ich wuerde mir so wuenschen das er auch mal Emotionen zeigt, aber er ist immer so kalt und nuechtern, so nur Verstand, ohne Herz, das hat er total verschlossen vor mir. Am Anfang was er andererseits so warm und lieb, ich verstehe nicht wiso er jetzt so ist! Ist es wirklich der Stress der ihn so veraendert hat? Oder ist er so normalerweise und nur die Verliebtheit hat ihn warm und lieb gemacht?
Die Party war schoen, habe viel gelacht und mich nett unterhalten, auch wenn mich halt viele gefragt haben wie es denn geht mit dem lernen, und wenn ich gesagt habe das ich ganz schoen gestresst bin und es mir nicht so gut geht, dann haben einige gesagt: "Aber Du hast wenigstens Deinen Freund, das hilft doch sicher, der ist sicher fuer Dich da". Da waere ich ein paar mal fast in Traenen ausgebrochen, denn natuerlich wuerde mir das so sehr helfen, nur leider habe ich ihn ja nicht mehr so wie ich das gerne will! Sagen wollte ich das aber keinem, erstens haben wir ja abgemacht das nicht rumzuerzaehlen, schon gar nicht im Institut, und ausserdem will ich auch gar nicht das sie mich so midleidig anschauen. Und ausserdem waere es so endgueltig wenn ich es aussprechen wuerde, und das will ich auch nicht. Wahrscheinlich so wie Du jetzt etwas Angst vor der Party hast wo Du vielen sagen musst das Du wieder Single bist wenn sie Dich fragen wo denn Dein Freund ist. Wuensche Dir ganz viel Kraft dazu! Und ganz viel Spass, vielleicht musst Du es ja gar nicht so vielen sagen und kannst Dich auch entspannen!
Bei der Therapeutin war es heute irgendwie nicht so gut, irgendwie konnte ich nicht reden, hab irgendwie keinen Fluss gefunden, hab mal dies, mal das gesagt, aber irgendwie hat es nichts gebracht, hat nicht mal was aufgewirbelt. Wegen dem Stress hat sie mir nur gesagt wie wichtig es ist das ich Pausen mache, mich entspanne, weiss ich ja, aber wie ich das schaffe das konnte sie mir auch nicht sagen.....
Nach der Pruefung muss ich dann ein neues PhD Thema finden, das an dem ich arbeiten sollte, und schon etwas gearbeitet habe ist jetzt gestorben, aber darueber versuche ich mir wirklich erst Sorgen oder Gedanken zu machen wenn die Pruefung geschaft ist. Aber Kurse habe ich dann nicht mehr, oder vielmehr nur noch welche die ich gerne machen will, wissenschftliches schreiben und franzoesisch, und mein Eislaufkurs natuerlich. Fangen aber erste Mitte Oktober an, wohl auch irgendwie gut, jetzt haette ich ja doch keinen Kopf dafuer. Will mich dann ja schon ganz reinhaengen, sonst bringen die mir nichts.
Das Dein Exfreund Dein Fach nicht ernst nahm tut mir leid, das ich gemein, das er so abwertend war allem gegenueber was nicht sein Spezialgebiet ist. Vielleicht liegt es aber auch daran das viele von aussen Philosophie als nicht wirklich sinnvoll ansehen, weil die Anwendung nicht so klar ist, weil er ja nicht wie ein Architekt Haueser bauen wird damit. Kann es sein das er dadurch auch so abwertend anderen Faechern gegenueber war, weil er an sein Fach keine Kritik ranlassen konnte, und es deshalb als so viel besser ansah als andere? Will ihn nicht in Schutz nehmen, und das er Dir das Gefuehl gegeben hat das er Dich nicht ganz fuer voll nimmt war auf alle Faelle falsch, aber ich kann mir vorstellen das es bei ihm so ist.
Woher kommt diese Angst vor Verantwortung? Ist das bei ihnen so negativ besetzt? Wiso? Kann es nicht auch schoen sein wenn man gebraucht wird, in gewissem Masse? Geht mir zumindest so, natuerlich nicht wenn jemand total von mir abhaengig ist, aber das man auch fuer einen anderen mitdenkt, verantwortungsvoll handelt, das ist doch ein schoenes Gefuehl. Ist bei denen was in ihrer Kindheit passiert das dazu gefuehrt hat das sie Verantwortung als so negativ sehen, so eine Angst davor haben? Oder sind Maenner einfach so?
Ich wuensche Dir einen schoenen Abend, hoffentlich wird die Party nett, bei mir war er wirklich viel netter als erwartet, trotz der paar Kommentare die mich fast zum weinen gebracht haben.
Druecke Dich, :trost:
ocean
Verrueckt, manchmal frage ich mich wirklich ob wir nicht beide mit dem selben Typen zusammen waren :) Denn was Du wieder geschrieben hast, das er dachte das Du es auch so empfindest, das es so nicht weitergehen kann und das ihr ein paar mal schon vor dem Schlussmachen standet, genau das hat meiner auch gesagt, er war total ueberrascht das ich so verzweifelt war, dachte ich wolle auch Schluss machen. Bei meinem liegt es denke ich an einer mangelnden Konflikfaehigkeit, er hat nie gelernt Konflikte auszutragen, schluckt einfach alles was ihn stoert, und wenn ich Sachen die mich gestoert haben angesprochen habe und auch sauer geworden bin, dann dachte er immer jetzt waere Schluss, weil es ja wohl so schlimm war, sonst haette ich es ja nicht ausgesprochen, sondern geschluckt. Ich habe ihm immer wieder gesagt das ich Sachen die mich stoeren nicht schlucke, weil ich das nicht gut finde, denn man nimmt dem anderen damit die Chance was aendern zu koennen, aber irgendwie konnte er mit Streit und Konflikten einfach nicht umgehen, fuer ihn sind das Zeichen das es nicht funktioniert. Das aergert mich so das er so ist! Er haette es auch einfach akzeptiert wenn ich Schluss gemacht haette, haette nie gekaempft, weil er meine Entscheidung akzeptieren wuerde, und das tut irgendwie auch weh, das er nicht kaempfen wuerde und will. Er sagt sich immer nur: Ich brauche keine Freundin. Fuer ihn scheine ich ueberhaupt nicht wichtig zu sein, fuehlt sich zumindest so an wenn er das so sagt. Weinen tut er leider nie, ich wuerde mir so wuenschen das er auch mal Emotionen zeigt, aber er ist immer so kalt und nuechtern, so nur Verstand, ohne Herz, das hat er total verschlossen vor mir. Am Anfang was er andererseits so warm und lieb, ich verstehe nicht wiso er jetzt so ist! Ist es wirklich der Stress der ihn so veraendert hat? Oder ist er so normalerweise und nur die Verliebtheit hat ihn warm und lieb gemacht?
Die Party war schoen, habe viel gelacht und mich nett unterhalten, auch wenn mich halt viele gefragt haben wie es denn geht mit dem lernen, und wenn ich gesagt habe das ich ganz schoen gestresst bin und es mir nicht so gut geht, dann haben einige gesagt: "Aber Du hast wenigstens Deinen Freund, das hilft doch sicher, der ist sicher fuer Dich da". Da waere ich ein paar mal fast in Traenen ausgebrochen, denn natuerlich wuerde mir das so sehr helfen, nur leider habe ich ihn ja nicht mehr so wie ich das gerne will! Sagen wollte ich das aber keinem, erstens haben wir ja abgemacht das nicht rumzuerzaehlen, schon gar nicht im Institut, und ausserdem will ich auch gar nicht das sie mich so midleidig anschauen. Und ausserdem waere es so endgueltig wenn ich es aussprechen wuerde, und das will ich auch nicht. Wahrscheinlich so wie Du jetzt etwas Angst vor der Party hast wo Du vielen sagen musst das Du wieder Single bist wenn sie Dich fragen wo denn Dein Freund ist. Wuensche Dir ganz viel Kraft dazu! Und ganz viel Spass, vielleicht musst Du es ja gar nicht so vielen sagen und kannst Dich auch entspannen!
Bei der Therapeutin war es heute irgendwie nicht so gut, irgendwie konnte ich nicht reden, hab irgendwie keinen Fluss gefunden, hab mal dies, mal das gesagt, aber irgendwie hat es nichts gebracht, hat nicht mal was aufgewirbelt. Wegen dem Stress hat sie mir nur gesagt wie wichtig es ist das ich Pausen mache, mich entspanne, weiss ich ja, aber wie ich das schaffe das konnte sie mir auch nicht sagen.....
Nach der Pruefung muss ich dann ein neues PhD Thema finden, das an dem ich arbeiten sollte, und schon etwas gearbeitet habe ist jetzt gestorben, aber darueber versuche ich mir wirklich erst Sorgen oder Gedanken zu machen wenn die Pruefung geschaft ist. Aber Kurse habe ich dann nicht mehr, oder vielmehr nur noch welche die ich gerne machen will, wissenschftliches schreiben und franzoesisch, und mein Eislaufkurs natuerlich. Fangen aber erste Mitte Oktober an, wohl auch irgendwie gut, jetzt haette ich ja doch keinen Kopf dafuer. Will mich dann ja schon ganz reinhaengen, sonst bringen die mir nichts.
Das Dein Exfreund Dein Fach nicht ernst nahm tut mir leid, das ich gemein, das er so abwertend war allem gegenueber was nicht sein Spezialgebiet ist. Vielleicht liegt es aber auch daran das viele von aussen Philosophie als nicht wirklich sinnvoll ansehen, weil die Anwendung nicht so klar ist, weil er ja nicht wie ein Architekt Haueser bauen wird damit. Kann es sein das er dadurch auch so abwertend anderen Faechern gegenueber war, weil er an sein Fach keine Kritik ranlassen konnte, und es deshalb als so viel besser ansah als andere? Will ihn nicht in Schutz nehmen, und das er Dir das Gefuehl gegeben hat das er Dich nicht ganz fuer voll nimmt war auf alle Faelle falsch, aber ich kann mir vorstellen das es bei ihm so ist.
Woher kommt diese Angst vor Verantwortung? Ist das bei ihnen so negativ besetzt? Wiso? Kann es nicht auch schoen sein wenn man gebraucht wird, in gewissem Masse? Geht mir zumindest so, natuerlich nicht wenn jemand total von mir abhaengig ist, aber das man auch fuer einen anderen mitdenkt, verantwortungsvoll handelt, das ist doch ein schoenes Gefuehl. Ist bei denen was in ihrer Kindheit passiert das dazu gefuehrt hat das sie Verantwortung als so negativ sehen, so eine Angst davor haben? Oder sind Maenner einfach so?
Ich wuensche Dir einen schoenen Abend, hoffentlich wird die Party nett, bei mir war er wirklich viel netter als erwartet, trotz der paar Kommentare die mich fast zum weinen gebracht haben.
Druecke Dich, :trost:
ocean
Liebe ocean,
Es freut mich, dass Du einen schönen Abend hattest gestern. Ich hatte schon ein gutes Gefühl dabei, Du bist ja ein aufgeschlossener Mensch.
Ich schreibe Dir gleich zurück, weil ich tatsächlich denke, dass in der Kindheit etwas schief gelaufen ist, wenn sich Menschen so verhalten. Bei meinem Exfreund war es so, dass seine Eltern nur wenig Zeit für ihn hatte, weil sie selbständig sind. Vor allem sein Vater, der selbst ohne Vater aufgewachsen ist, war nicht für ihn da. Ich glaube in dieser Zeit hat er als eine Art "Überlebensstrategie" gelernt, seine Gefühle zu unterdrücken und andere Menschen nicht zu nah an sich heranzulassen, um nicht verletzt zu werden. Außerdem war er immer außerordentlich begabt und hat sich Liebe und Anerkennung auf diese Weise erworben.
Ich selbst hatte auch das Problem, dass mein Vater wenig für mich da war und meine Mutter dafür um so mehr, sie wollte immer alles richtig machen.
Nun trafen mein Freund und ich, die wir beide als Kind einen Mangel erlebt haben, aufeinander – über kurz oder lang musste das schief gehen. Ich bin in diesem Fall in die Rolle der Abhängigen geraten, aber es hätte auch anders laufen können. In früheren Beziehungen konnte ich mich nämlich auch nie so stark fallen lassen und meine Gefühle eher schlecht zum Ausdruck bringen. Da bin ich häufig geflüchtet, habe mich zurückgezogen.
Daher kenne ich komischerweise sogar selbst die Gefühle, die jetzt bei unseren "komischen Männern" da sein müssen. Ich kann meinen Exfreund sogar ein wenig verstehen, das macht es noch schwieriger. Ich weiß, dass wir ähnliche Probleme haben und würde das so gerne mit ihm gemeinsam durchstehen. Allerdings glaube ich - nachdem ich schon einige psychologische Literatur gewälzt habe - dass das vielleicht gar nicht geht. Ich weiß es nicht, ich glaube es wäre nur möglich, wenn er sich auch therapeutische Hilfe suchen würde, aber er hat gesagt, er könne das nicht. Wenn er kommt, um meine Sachen zu bringen und seine abzuholen, werde ich ihm wohl ein Buch in die Kiste legen, damit er sich doch einmal ein wenig damit beschäftigen kann. Wahrscheinlich "Das Drama des begabten Kindes" von Alice Miller, dort werden einige Probleme, die er und ich haben, angesprochen.
Ich muss jetzt gleich los, entweder schreibe ich Dir später mehr, oder morgen.
Alles Liebe! :schmatz:
Mariala
Es freut mich, dass Du einen schönen Abend hattest gestern. Ich hatte schon ein gutes Gefühl dabei, Du bist ja ein aufgeschlossener Mensch.
Ich schreibe Dir gleich zurück, weil ich tatsächlich denke, dass in der Kindheit etwas schief gelaufen ist, wenn sich Menschen so verhalten. Bei meinem Exfreund war es so, dass seine Eltern nur wenig Zeit für ihn hatte, weil sie selbständig sind. Vor allem sein Vater, der selbst ohne Vater aufgewachsen ist, war nicht für ihn da. Ich glaube in dieser Zeit hat er als eine Art "Überlebensstrategie" gelernt, seine Gefühle zu unterdrücken und andere Menschen nicht zu nah an sich heranzulassen, um nicht verletzt zu werden. Außerdem war er immer außerordentlich begabt und hat sich Liebe und Anerkennung auf diese Weise erworben.
Ich selbst hatte auch das Problem, dass mein Vater wenig für mich da war und meine Mutter dafür um so mehr, sie wollte immer alles richtig machen.
Nun trafen mein Freund und ich, die wir beide als Kind einen Mangel erlebt haben, aufeinander – über kurz oder lang musste das schief gehen. Ich bin in diesem Fall in die Rolle der Abhängigen geraten, aber es hätte auch anders laufen können. In früheren Beziehungen konnte ich mich nämlich auch nie so stark fallen lassen und meine Gefühle eher schlecht zum Ausdruck bringen. Da bin ich häufig geflüchtet, habe mich zurückgezogen.
Daher kenne ich komischerweise sogar selbst die Gefühle, die jetzt bei unseren "komischen Männern" da sein müssen. Ich kann meinen Exfreund sogar ein wenig verstehen, das macht es noch schwieriger. Ich weiß, dass wir ähnliche Probleme haben und würde das so gerne mit ihm gemeinsam durchstehen. Allerdings glaube ich - nachdem ich schon einige psychologische Literatur gewälzt habe - dass das vielleicht gar nicht geht. Ich weiß es nicht, ich glaube es wäre nur möglich, wenn er sich auch therapeutische Hilfe suchen würde, aber er hat gesagt, er könne das nicht. Wenn er kommt, um meine Sachen zu bringen und seine abzuholen, werde ich ihm wohl ein Buch in die Kiste legen, damit er sich doch einmal ein wenig damit beschäftigen kann. Wahrscheinlich "Das Drama des begabten Kindes" von Alice Miller, dort werden einige Probleme, die er und ich haben, angesprochen.
Ich muss jetzt gleich los, entweder schreibe ich Dir später mehr, oder morgen.
Alles Liebe! :schmatz:
Mariala
Liebe Mariala!
Ich denke Du hast Recht, die Kindheit praegt einen sicher sehr, ich merke es ja an mir selbst. Als ich so 10 war hat sich meine Mutter von meinem Vater getrennt, weil sie sich auseinander gelebt hatten und eigentlich beide ganz andere Leben fuehren wollten, ihnen andere Sachen im Laufe der Zeit wichtig geworden waren. Es gab keinen grossen Streit, sie waren aber einfach nicht mehr gluecklich zusammen. Die Trennung war sehr harmonisch, mein Vater hat sich weiter gekuemmert, kam jede Woche einmal abends wenn meine Mutter wegging und jedes zweite Wochenende waren wir bei ihm, bis ich dann mit 17,18 andere Dinge am Wochenenede machen wollte als mit meinem Vater das Wochende zu verbringen. Allerdings war meine Mutter auch sehr abhaengig von meinem Vater gewesen, er hat sich um die Geld und Versicherungs Sachen gekuemmert, um das instandhalten des Gartens, und so alleine stand sie erstmal ziemlich verloren da, war oft traurig und ueberfordert, und ich wollte ihr helfen, war stark fuer sie, habe frueh sehr viel Verantwortung uebernommen, allerdings aus eigenem Antrieb heraus, sie hat es nie direkt gefordert, ich wollte ihr einfach helfen, und als Kind will man ja auch gerne gross sein, und das war meine Chance. Es kam so das sie viele Alltagssorgen die man sonst mit seinem Partner bespricht mit mir besprach, ich mit 12 genau wusste wieviel wir jeden Monat im minus waren, wieviel sie verdient, wieviel das Haus kostet, etc. Ich habe oft gekocht, bei der Waesche geholfen, nie grosse Forderungen gestellt in Form von Markenklamotten etc weil ich wusste wir haben kein Geld dafuer, habe im Garten den Kompost umgesetzt, die Hecken beschnitten, einfach viel gemacht was mein Vater vorher gemacht hat, und auch meiner Mutter geholfen mit dem was sie vorher gemacht hat, weil sie ja wieder voll arbeiten musste. Mir ging es gut dabei, wie gesagt, ich fuehle mich gross und gebraucht. Aber ich war viel zu erwachsen fuer mein Alter, hatte Probleme Freunde zu finden, meine Klassenkameraden waren so oberflaechlich, so kindisch, so verantwortungslos. Ich wollte meiner Mutter nie Sorgen machen, hatte ueberhaupt kein Beduernis auszubrechen. Wenn ich zurueckschaue fuehlt es sich immer noch gut an, ich wuensche mir nicht das ich so war wie die anderen in meiner Klasse, ich hatte zwei gute Freundinnen die auch viel weiter waren, viel verantwortungsbewuster und ruhiger, und mir ging es gut mit ihnen. Ausserdem fuehrte das ganze dazu das ich nie so abhaengig sein wollte wie meine Mutter es war, ich wollte alles alleine machen koennen, wollte mir nicht helfen lassen, und gerade typische "Maennerjobs" wie Loecher bohren, Kisten schleppen, gerade da war es mir wichtig ganz unabhaengig zu sein. Und daher kommt wohl heute noch mein Problem damit Hilfe von anderen anzunehmen, ich habe immer das gefuehl ich muss es alleine schaffen. Daher war es eine so grosse Ueberwindung die Hilfe von meinem Freund anzunehmen, aber da es ja nur vorruebergehend war, keine dauerhafte Abhaengigkeit, war es irgendwie okay fuer mich.
Was bei ihm gemacht hat das er so ist wie er ist weiss ich nicht so genau, ich weiss das er ohne Vater ausfgewachsen ist, der hat seine Mutter als er zwei war oder so verlassen, sich nie gekuemmert und auch keinen Unterhalt gezahlt. Seine Mutter hat dann als er 8 oder 10 war wieder geheiratet, er beschreibt es so das sie ja zwei Soehne zu versorgen hatte, einen Mann traf der sie mochte, den sie wohl auch irgendwie mochte, er meint aber Liebe waere es wohl nie gewesen, zumindest nicht fuer sie, mehr die Verantwortung ihre Soehne durchzubringen. Ein Vater war der neue Mann aber wohl nie, er war nett und hat fuer sie gesorgt, aber als Vater sieht er ihn nicht, sie zusammen sieht er allerdings als seine Eltern. Gluecklich sind sie jetzt wohl nicht zusammen, aber es ist wohl auch nichts wirklich schlecht, sie leben wohl nur einfach nebeneinander her seit die Kinder weg sind. Davor hat er Angst, das er mal in so einer Situation ist, das hat er mal gesagt. Sehr emotional war es bei ihnen zuhause nie, sagt er so, jeder hat seine Sachen fuer sich abgemacht. Streit gab es auch nicht, und wenn dann nur weil jemand was echt schlimmes gemacht hatte, was kaputt gemacht oder so. Daher kommt es wohl das er keine Konflikte austragen kann, weil er das nie erlebt hat. Er war viel Bergsteigen, immer alleine, er haette nie jemanden gefunden der das auch machen wolle sagt er (ich glaube er wollte irgendwie alleine gehen, denn es gibt ja den Alpenverein, da muss es doch Leute geben die das gleiche machen wollen, aber da war er nie, hat es nichtmal probiert, einfach vorausgesetzt das die das eh nicht machen wollen), und als ich mal kritisiert habe das er so abgeklaert ist, so wenig Emotionen zeigt, hat er gesagt das ihm das schon manches mal das Leben gerettet hat, wenn er in den Bergen in gefaehrliche Situationen gekommen ist, er nur ueberlebt hat weil er absolut ruhig geblieben ist und nicht voller Panik nicht mehr klar denken konnte. Ich glaube er musste sich was beweisen, das er das alles immer ganz alleine gemacht hat, was ja irre gefaehrlich ist, andererseits traegt man auch immer die Verantwortung fuer das Leben des Partners wenn man zusammen geht, und der traegt sie fuer einen selbst. Vielleicht konnte/wollte er das nicht, und ist dann halt lieber alleine gegangen. Wo wir wieder da waeren das er keine Verantwortung uebernehmen will, und von keinem abhaeng. Was der Grund dafuer ist sehe ich nicht, vielleicht weil er denkt seine Mutter haette den neuen Mann nur geheiratet aus Verantwortungsbewusstsein, und jetzt sieht er wie sie nicht gluecklich ist, denkt daher also das Verantwortung fuer jemanden zu haben ungluecklich macht?
Am Anfang hatten wir so das Gefuehl das wir zusammen passen, denn er und ich hatten beide erlebt das andere Partner zu viel von uns wollen, was wir nicht geben konnten, weil wir uns nicht ganz fallen lassen konnten. Wir beide sehr viel Wert auf Selbststaendigkeit legen. Ich konnte mich bei ihm jedoch das erste mal fallen lassen, vielleicht weil ich wusste er will nicht mehr von mir als ich geben kann? Aber dadurch das ich mich habe fallen gelassen wollte ich zuviel von ihm? Oder wirklich nur jetzt, wo er eine Kriese hat, und meint die mit seinen Bergsteigerfaehigkeiten meistern zu muessen?
Ich wuerde das so gerne alles mit ihm besprechen, vielleicht wuerde er ja erkennen was in ihm passiert ist, aber er will nicht mehr darueber reden, will einfach Abstand und Ruhe. Das macht mich auch so traurig, weil ich es auch so gerne mit ihm durchstehen wuerde.
Das Du Deinem Ex das Buch in die Kiste tun willst finde ich gut, vielleicht hilft es ihm ja zu erkennen was bei ihm los ist, wenn er schon sagt das er merkt das er Probleme hat, aber keine Therapie will, dann ist das ja ein Weg. Ich habe meinem auch das Buch von Fromm hingelegt, mit einem Post-It das ich mich freuen wuerde wenn er mal reinschaut. Bis jetzt hat er erst 5 Seiten gelesen, mal schauen ob er noch mal reinschaut.
Ich hoffe die Party war schoen! Freue mich darauf wieder von Dir zu hoeren!
Liebe Gruesse,
ocean
Ich denke Du hast Recht, die Kindheit praegt einen sicher sehr, ich merke es ja an mir selbst. Als ich so 10 war hat sich meine Mutter von meinem Vater getrennt, weil sie sich auseinander gelebt hatten und eigentlich beide ganz andere Leben fuehren wollten, ihnen andere Sachen im Laufe der Zeit wichtig geworden waren. Es gab keinen grossen Streit, sie waren aber einfach nicht mehr gluecklich zusammen. Die Trennung war sehr harmonisch, mein Vater hat sich weiter gekuemmert, kam jede Woche einmal abends wenn meine Mutter wegging und jedes zweite Wochenende waren wir bei ihm, bis ich dann mit 17,18 andere Dinge am Wochenenede machen wollte als mit meinem Vater das Wochende zu verbringen. Allerdings war meine Mutter auch sehr abhaengig von meinem Vater gewesen, er hat sich um die Geld und Versicherungs Sachen gekuemmert, um das instandhalten des Gartens, und so alleine stand sie erstmal ziemlich verloren da, war oft traurig und ueberfordert, und ich wollte ihr helfen, war stark fuer sie, habe frueh sehr viel Verantwortung uebernommen, allerdings aus eigenem Antrieb heraus, sie hat es nie direkt gefordert, ich wollte ihr einfach helfen, und als Kind will man ja auch gerne gross sein, und das war meine Chance. Es kam so das sie viele Alltagssorgen die man sonst mit seinem Partner bespricht mit mir besprach, ich mit 12 genau wusste wieviel wir jeden Monat im minus waren, wieviel sie verdient, wieviel das Haus kostet, etc. Ich habe oft gekocht, bei der Waesche geholfen, nie grosse Forderungen gestellt in Form von Markenklamotten etc weil ich wusste wir haben kein Geld dafuer, habe im Garten den Kompost umgesetzt, die Hecken beschnitten, einfach viel gemacht was mein Vater vorher gemacht hat, und auch meiner Mutter geholfen mit dem was sie vorher gemacht hat, weil sie ja wieder voll arbeiten musste. Mir ging es gut dabei, wie gesagt, ich fuehle mich gross und gebraucht. Aber ich war viel zu erwachsen fuer mein Alter, hatte Probleme Freunde zu finden, meine Klassenkameraden waren so oberflaechlich, so kindisch, so verantwortungslos. Ich wollte meiner Mutter nie Sorgen machen, hatte ueberhaupt kein Beduernis auszubrechen. Wenn ich zurueckschaue fuehlt es sich immer noch gut an, ich wuensche mir nicht das ich so war wie die anderen in meiner Klasse, ich hatte zwei gute Freundinnen die auch viel weiter waren, viel verantwortungsbewuster und ruhiger, und mir ging es gut mit ihnen. Ausserdem fuehrte das ganze dazu das ich nie so abhaengig sein wollte wie meine Mutter es war, ich wollte alles alleine machen koennen, wollte mir nicht helfen lassen, und gerade typische "Maennerjobs" wie Loecher bohren, Kisten schleppen, gerade da war es mir wichtig ganz unabhaengig zu sein. Und daher kommt wohl heute noch mein Problem damit Hilfe von anderen anzunehmen, ich habe immer das gefuehl ich muss es alleine schaffen. Daher war es eine so grosse Ueberwindung die Hilfe von meinem Freund anzunehmen, aber da es ja nur vorruebergehend war, keine dauerhafte Abhaengigkeit, war es irgendwie okay fuer mich.
Was bei ihm gemacht hat das er so ist wie er ist weiss ich nicht so genau, ich weiss das er ohne Vater ausfgewachsen ist, der hat seine Mutter als er zwei war oder so verlassen, sich nie gekuemmert und auch keinen Unterhalt gezahlt. Seine Mutter hat dann als er 8 oder 10 war wieder geheiratet, er beschreibt es so das sie ja zwei Soehne zu versorgen hatte, einen Mann traf der sie mochte, den sie wohl auch irgendwie mochte, er meint aber Liebe waere es wohl nie gewesen, zumindest nicht fuer sie, mehr die Verantwortung ihre Soehne durchzubringen. Ein Vater war der neue Mann aber wohl nie, er war nett und hat fuer sie gesorgt, aber als Vater sieht er ihn nicht, sie zusammen sieht er allerdings als seine Eltern. Gluecklich sind sie jetzt wohl nicht zusammen, aber es ist wohl auch nichts wirklich schlecht, sie leben wohl nur einfach nebeneinander her seit die Kinder weg sind. Davor hat er Angst, das er mal in so einer Situation ist, das hat er mal gesagt. Sehr emotional war es bei ihnen zuhause nie, sagt er so, jeder hat seine Sachen fuer sich abgemacht. Streit gab es auch nicht, und wenn dann nur weil jemand was echt schlimmes gemacht hatte, was kaputt gemacht oder so. Daher kommt es wohl das er keine Konflikte austragen kann, weil er das nie erlebt hat. Er war viel Bergsteigen, immer alleine, er haette nie jemanden gefunden der das auch machen wolle sagt er (ich glaube er wollte irgendwie alleine gehen, denn es gibt ja den Alpenverein, da muss es doch Leute geben die das gleiche machen wollen, aber da war er nie, hat es nichtmal probiert, einfach vorausgesetzt das die das eh nicht machen wollen), und als ich mal kritisiert habe das er so abgeklaert ist, so wenig Emotionen zeigt, hat er gesagt das ihm das schon manches mal das Leben gerettet hat, wenn er in den Bergen in gefaehrliche Situationen gekommen ist, er nur ueberlebt hat weil er absolut ruhig geblieben ist und nicht voller Panik nicht mehr klar denken konnte. Ich glaube er musste sich was beweisen, das er das alles immer ganz alleine gemacht hat, was ja irre gefaehrlich ist, andererseits traegt man auch immer die Verantwortung fuer das Leben des Partners wenn man zusammen geht, und der traegt sie fuer einen selbst. Vielleicht konnte/wollte er das nicht, und ist dann halt lieber alleine gegangen. Wo wir wieder da waeren das er keine Verantwortung uebernehmen will, und von keinem abhaeng. Was der Grund dafuer ist sehe ich nicht, vielleicht weil er denkt seine Mutter haette den neuen Mann nur geheiratet aus Verantwortungsbewusstsein, und jetzt sieht er wie sie nicht gluecklich ist, denkt daher also das Verantwortung fuer jemanden zu haben ungluecklich macht?
Am Anfang hatten wir so das Gefuehl das wir zusammen passen, denn er und ich hatten beide erlebt das andere Partner zu viel von uns wollen, was wir nicht geben konnten, weil wir uns nicht ganz fallen lassen konnten. Wir beide sehr viel Wert auf Selbststaendigkeit legen. Ich konnte mich bei ihm jedoch das erste mal fallen lassen, vielleicht weil ich wusste er will nicht mehr von mir als ich geben kann? Aber dadurch das ich mich habe fallen gelassen wollte ich zuviel von ihm? Oder wirklich nur jetzt, wo er eine Kriese hat, und meint die mit seinen Bergsteigerfaehigkeiten meistern zu muessen?
Ich wuerde das so gerne alles mit ihm besprechen, vielleicht wuerde er ja erkennen was in ihm passiert ist, aber er will nicht mehr darueber reden, will einfach Abstand und Ruhe. Das macht mich auch so traurig, weil ich es auch so gerne mit ihm durchstehen wuerde.
Das Du Deinem Ex das Buch in die Kiste tun willst finde ich gut, vielleicht hilft es ihm ja zu erkennen was bei ihm los ist, wenn er schon sagt das er merkt das er Probleme hat, aber keine Therapie will, dann ist das ja ein Weg. Ich habe meinem auch das Buch von Fromm hingelegt, mit einem Post-It das ich mich freuen wuerde wenn er mal reinschaut. Bis jetzt hat er erst 5 Seiten gelesen, mal schauen ob er noch mal reinschaut.
Ich hoffe die Party war schoen! Freue mich darauf wieder von Dir zu hoeren!
Liebe Gruesse,
ocean
Lieber Jon05!
Wollte Dir noch fuer Deine Antwort danken, ich denke auch das die Beziehungsvergangenheit sehr wichtig ist. Bei meinem Freund war ich froh das er schonmal ein paar Beziehungen hatte, wenn auch nicht laenger als ein Jahr, aber ich dachte wenigstens dieses "vielleicht verpasse ich ja was?" ist dadurch nicht da, das Deine Freundin vielleicht hatte, gerade in Anbertracht der Hochzeit, was ja im Prinzip ewige Treue heisst. Denn das Gefuehl das ich vielleicht was verpasse hatte ich auch in meiner letzten Beziehung, die fast fuenf Jahre gedauert hat, ich bin zwar nicht fremdgegangen, und habe auch nicht die Beziehung beendet, aber ich hatte schon oft den Gedanken wie es denn mit anderen waere, da mein Ex damals mein erster "richtiger" Freund war. Seitdem vor vier Jahren dann (von ihm aus) Schluss war habe ich mich ein bisschen "ausgetobt", und denke jetzt ich werde das nicht mehr haben, dieses Gefuehl was zu verpassen, vorallem da ich weiss wie wertvoll und schoen und bereichernd eine Partnerschaft ist im Vergleich zu kurzen Affairen.
Am Anfang war mein jetziger Freund irgendwie etwas eingechuechtert von meiner fast 5 jaehrigen Beziehung, weil er das halt noch nie hatte, aber ich haette nicht gedacht das es mal wirklich Probleme machen koennte, denn ich dachte er war ja mal ein Jahr zusammen, und es lag halt immer an aeusseren Umstaenden das dann Schluss war (Umzug), nie daran das es wirklich vorbei war, er nicht mehr wollte. So hat er es zumindest dagestellt, allerdings hat er vielleicht auch da nie gekaempft, vielleicht haette er es schaffen koennen wenn er nur genug gewollt haette, aber so wichtig war es ihm wohl nie. Ich weiss noch das ich ziemlich am Anfang mal gesagt habe das ich mir gut vorstellen kann das wir auch in einem Jahr noch so happy zusammen sind, wenn die erste Verliebtheit weg ist, und er hat irgendwie ganz komisch gefragt wiso ich denn denke das ich ihn in einem Jahr nicht mehr liebhab, und ich habe nur gesagt das ich meine wenn die Verliebtheit vorbei ist, aber irgendwie schien er es nicht zu verstehen, was ich damit meinte das es sich aendern wird wie es sich anfuehlt. Damals hab ich mir keine grossen Gedanken darueber gemacht, aber nun, rueckblickend, scheint es genau das zu sein! Hoffe er ist nicht zu alt um das noch zu lernen, das es mehr gibt als Verliebtheit?
Hoffe bei Dir ist heute auch wieder ein besserer Tag, ich weiss das es mal bessere, mal schlechtere gibt, gehoert wohl irgendwie leider dazu.
Viele Gruesse und auch viel Kraft,
ocean
Wollte Dir noch fuer Deine Antwort danken, ich denke auch das die Beziehungsvergangenheit sehr wichtig ist. Bei meinem Freund war ich froh das er schonmal ein paar Beziehungen hatte, wenn auch nicht laenger als ein Jahr, aber ich dachte wenigstens dieses "vielleicht verpasse ich ja was?" ist dadurch nicht da, das Deine Freundin vielleicht hatte, gerade in Anbertracht der Hochzeit, was ja im Prinzip ewige Treue heisst. Denn das Gefuehl das ich vielleicht was verpasse hatte ich auch in meiner letzten Beziehung, die fast fuenf Jahre gedauert hat, ich bin zwar nicht fremdgegangen, und habe auch nicht die Beziehung beendet, aber ich hatte schon oft den Gedanken wie es denn mit anderen waere, da mein Ex damals mein erster "richtiger" Freund war. Seitdem vor vier Jahren dann (von ihm aus) Schluss war habe ich mich ein bisschen "ausgetobt", und denke jetzt ich werde das nicht mehr haben, dieses Gefuehl was zu verpassen, vorallem da ich weiss wie wertvoll und schoen und bereichernd eine Partnerschaft ist im Vergleich zu kurzen Affairen.
Am Anfang war mein jetziger Freund irgendwie etwas eingechuechtert von meiner fast 5 jaehrigen Beziehung, weil er das halt noch nie hatte, aber ich haette nicht gedacht das es mal wirklich Probleme machen koennte, denn ich dachte er war ja mal ein Jahr zusammen, und es lag halt immer an aeusseren Umstaenden das dann Schluss war (Umzug), nie daran das es wirklich vorbei war, er nicht mehr wollte. So hat er es zumindest dagestellt, allerdings hat er vielleicht auch da nie gekaempft, vielleicht haette er es schaffen koennen wenn er nur genug gewollt haette, aber so wichtig war es ihm wohl nie. Ich weiss noch das ich ziemlich am Anfang mal gesagt habe das ich mir gut vorstellen kann das wir auch in einem Jahr noch so happy zusammen sind, wenn die erste Verliebtheit weg ist, und er hat irgendwie ganz komisch gefragt wiso ich denn denke das ich ihn in einem Jahr nicht mehr liebhab, und ich habe nur gesagt das ich meine wenn die Verliebtheit vorbei ist, aber irgendwie schien er es nicht zu verstehen, was ich damit meinte das es sich aendern wird wie es sich anfuehlt. Damals hab ich mir keine grossen Gedanken darueber gemacht, aber nun, rueckblickend, scheint es genau das zu sein! Hoffe er ist nicht zu alt um das noch zu lernen, das es mehr gibt als Verliebtheit?
Hoffe bei Dir ist heute auch wieder ein besserer Tag, ich weiss das es mal bessere, mal schlechtere gibt, gehoert wohl irgendwie leider dazu.
Viele Gruesse und auch viel Kraft,
ocean
Liebe ocean,
Argh! Gerade ist mir etwas doofes passiert, ich hatte schon ziemlich viel geschrieben, dann ist mein Browser abgestürzt und alles war weg ;(
Naja, dafür habe ich Gutes zu erzählen: Auch meine Party war gut, auch wenn ich am Anfang etwas unsicher war, hat es richtig Spaß gemacht! Das Haus, wo wir eingeladen waren, ist sehr schön, mit einem großen Garten dabei. Und es gab so viele leckere Sachen zu essen, ich habe sogar richtig Appetit bekommen, das will schon was heißen! Dann habe ich mich auch ganz gut unterhalten und endlich einmal gelernt, wie man einen Kranich aus Papier faltet. Alles in allem ein schöner Abend, der sogar recht lange gedauert hat. Jetzt bin ich ein bisschen müde und muss putzen, aber das ist nicht so schlimm. Ich habe mir heute bei einem Stadtbummel auch schon ein paar Kleinigkeiten gegönnt und außerdem einen Frisörtermin ausgemacht. Vielleicht hilft mir eine kleine Veränderung auch dabei, alles zu verarbeiten. Es könnte mir auch helfen, bei dem nächsten unfreiwilligen Treffen auf meinen Exfreund selbstbewusst wirken zu können.
Was mich jetzt noch belastet ist, dass er sich wegen meiner Sachen nicht meldet. Ich fühle mich wirklich ganz gut, wenn ich nichts mit ihm zu tun habe – weiß aber genau, dass diese Angelegenheit noch erledigt werden muss und dass es sicher wieder weh tun wird (auch wenn ich nicht persönlich anwesend sein möchte). Inzwischen wünsche ich mir einfach ein bisschen Ruhe, und habe sogar schon darüber nachgedacht ihm zu schreiben, dass er einfach alles behalten oder wegwerfen soll. Leider sind aber schon ein paar Sachen dabei, die ich wiederhaben möchte oder sogar brauche, daher fällt diese Möglichkeit weg. Außerdem stehen bei mir ja auch einige Sachen von ihm – allerdings sehr viel weniger, er wollte mich nicht so oft besuchen und übernachtet hat er nie bei mir. Ok, er hat eine eigene Wohnung und ich wohne in einer WG, aber trotzdem hat es mich schon ein bisschen geärgert, dass ich immer alles nach ihm ausrichten musste, immer meine Sachen zu ihm schleppen, nie umgekehrt.
Wenn ich ihn ein paar Tage nicht gesehen habe, so wie heute, geht es mir teilweise wirklich ganz gut. Dann kochen die Gefühle nicht so über, ich kann mich um Dinge für mich kümmern. Vor ein paar Wochen hätte ich nie gedacht, dass ich hier sitzen könnte, in der gleichen Stadt, und trotzdem halbwegs entspannt sein. Jetzt weiß ich, dass das möglich ist, wenn auch immer nur phasenweise. Jetzt hoffe ich nur, dass diese Phasen länger werden.
Was Du über die Beziehungsvergangenheit geschrieben hast, finde ich sehr interessant. Dein Freund hat es scheinbar bisher in seinem Leben nicht geschafft, um eine Beziehung wirklich zu kämpfen. Ich selbst habe meine Beziehung mit meinem Exex-Freund nach einem Jahr Fernbeziehung (vorher eineinhalb Jahre) auch aufgegeben, muss mich also ein wenig an die eigene Nase fassen. Allerdings denke ich auch, dass er damals einfach nicht der Richtige war. Ich habe einige Paare in meinem Bekanntenkreis, bei denen die äußeren Umstände sehr schwierig waren (Japanerinnen mit Deutschen), die es aber geschafft haben, die Beziehung über Jahre aufrecht zu erhalten. Die immer alles daran gesetzt haben, sich sehen zu können, wenn es auch nicht oft klappt. Ich weiß, dass mein Freund das nicht gekonnt hätte, und das macht mich traurig.
Allerdings gibt es auch einen Unterschied zu Deinem Freund: Meiner war die ganzen letzten Jahre immer in einer Beziehung, vor mir noch eine dreieinhalbjährige, und davor auch längere Beziehungen. Dabei ist er erst 26 Jahre alt! Ich verstehe das nicht, er muss viel alleine sein, braucht seine Freiheit, stürzt sich aber gleichzeitig immer wieder in lange Beziehungen! Daher habe ich auch ein wenig Angst, dass das nun wieder geschehen könnte, auch wenn er mir gesagt hat, dass er seine Freiheit jetzt genießt.
Was Du über Deine Kindheit und die Kindheit Deines Freundes geschrieben hast, erklärt sicher einiges über Eure jetzige Situation. Ich kenne mich da zwar nicht so gut aus, aber es klingt alles recht plausibel. Erstaunlich, nicht wahr, dass uns allen der Vater mehr oder weniger gefehlt hat! Ich glaube das, und die Tatsache, dass man es bei den eigenen Eltern nicht vorgelebt bekam, macht es so schwierig, selbst eine gute Beziehung zu führen.
So wie Du es beschreibst, warst Du schon früher gezwungen als andere, erwachsen zu werden, Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Du bist eine sehr selbstständige Persönlichkeit und hast viele Begabungen. Das ist schön! Wahrscheinlich hat es Dir dabei aber eben auch ein bisschen gefehlt, auch mal Schwäche zeigen zu dürfen, einfach den Gefühlen freien Lauf zu lassen.
Bei mir war es ähnlich, ich habe meine Gefühle in der Kindheit oft unterdrückt, weil ich dachte, vernünftig sein zu müssen. Ich hatte noch meine kleine Schwester und wollte auch für sie stark sein.
Meine Eltern haben sich zwar nie offiziell getrennt, aber seit ich zehn Jahre alt bin, sind sie nicht mehr zusammen. Mein Vater wurde in dieser Zeit psychisch krank und hat sich sehr zurückgezogen, hat auch mit uns Kindern nichts mehr unternommen (vorher dagegen war er sehr viel für uns dagewesen). Nach außen hin wurde immer alles so hingestellt, als ob alles in Ordnung sei, aber in der Familie sah es traurig aus. Ich konnte nicht mehr viel mit meinem Vater anfangen und meine Schwester hat den Respekt total verloren. Wir wohnten alle im selben Haus, waren aber keine Familie mehr. Und nach außen habe ich immer getan, als ob alles in Ordnung ist, habe sehr selten Gefühle gezeigt, auch meinen Freundinnen gegenüber nicht. Probleme habe ich meist mit mir selbst ausgemacht.
Mit meinem Exfreund hat sich dann einiges geändert, endlich konnte ich mich einmal öffnen, einfach ich selbst sein. Mit ihm habe ich über diese Dinge geredet, die ich so lange verschwiegen hatte, es tat gut. Durch die große Nähe und Vertrautheit sind dann bei mir aber so viel Gefühle hochgekommen, auch solche, die in der Kindheit unterdrückt worden waren, dass es für ihn sicher auch oft anstrengend war. Er selbst hat sich nicht in der gleichen Weise öffnen können, was dann zu einem Ungleichgewicht und auch zu der schon beschriebenen Abhängigkeit geführt hat.
Ich weiß, dass ihm in seiner Kindheit auch sehr viel gefehlt hat, dass er nicht genügend Zuwendung bekommen hat. Dadurch hat er eine Art Mauer um sich aufgebaut, die nur schwer zu durchbrechen ist. Ich weiß, dass ich zu ihm vordringen kann, aber es ist zu anstrengend für mich, weil ich selbst noch so schwach bin. Ich kann ihm jetzt, außerhalb der Beziehung, nicht helfen, obwohl ich das so gerne tun würde. Im dem Gespräch, das wir bei unserm Abschiedstreffen hatten, habe ich gespürt, dass er sich mehr öffnen könnte – nur mit professioneller Hilfe möchte er das ja nicht tun. Es tut mir so leid, er ist ein wunderbarer Mensch.
Bei Dir sehe ich auch, dass Du schon weiter bist als Dein Freund. Im Grund seid ihr Euch vielleicht auch recht ähnlich, nur Du hast schon viel mehr über Dich gelernt, hast Dich viel mehr mit Dir auseinandergesetzt. Die Tatsache, dass er Schluss gemacht hat, hast Dich auch aufgerüttelt, ihn aber nicht. Das ist genau, was ich auch bei meinem Freund beobachtet habe, er hat sich "befreit", und damit war es erledigt, es findet kaum weitere Verarbeitung statt. Wir dagegen sind dazu gezwungen.
Bei meinem Freund war es übrigens nicht so, dass er Konflikten wirklich aus dem Weg gegangen ist, das habe ich eher getan. Aber weißt Du auch warum? Wenn ich ein Problem angesprochen habe, hat das immer dazu geführt, dass er gleich an unserer ganzen Beziehung gezweifelt hat. Er hat immer alles darauf zurückgeführt, dass unsere Seelen zu unterschiedlich sind. Man konnte sehr schwer ein Problem besprechen, wenn er dann immer gleich aufs Ganze ging! Dass es manchmal ganz einfache, praktische Dinge waren, die falsch gelaufen sind, hat er nicht gesehen! Deswegen war ich immer auch sehr schnell vollkommen in Tränen aufgelöst, wenn wir Probleme besprochen haben... sie einfach mal anzugehen, das hat nicht funktioniert.
So, jetzt habe ich aber wieder ziemlich viel geschrieben... ich glaube uns gehen die Themen nicht so schnell aus, bei diesen "schwierigen Männern". Naja, wir sind ja selbst auch nicht gerade einfach gestrickt ;) Wäre ja auch langweilig...
Denke an Dich :trost: , eine schöne Zeit wünsche ich Dir und viel Kraft!
Mariala
Argh! Gerade ist mir etwas doofes passiert, ich hatte schon ziemlich viel geschrieben, dann ist mein Browser abgestürzt und alles war weg ;(
Naja, dafür habe ich Gutes zu erzählen: Auch meine Party war gut, auch wenn ich am Anfang etwas unsicher war, hat es richtig Spaß gemacht! Das Haus, wo wir eingeladen waren, ist sehr schön, mit einem großen Garten dabei. Und es gab so viele leckere Sachen zu essen, ich habe sogar richtig Appetit bekommen, das will schon was heißen! Dann habe ich mich auch ganz gut unterhalten und endlich einmal gelernt, wie man einen Kranich aus Papier faltet. Alles in allem ein schöner Abend, der sogar recht lange gedauert hat. Jetzt bin ich ein bisschen müde und muss putzen, aber das ist nicht so schlimm. Ich habe mir heute bei einem Stadtbummel auch schon ein paar Kleinigkeiten gegönnt und außerdem einen Frisörtermin ausgemacht. Vielleicht hilft mir eine kleine Veränderung auch dabei, alles zu verarbeiten. Es könnte mir auch helfen, bei dem nächsten unfreiwilligen Treffen auf meinen Exfreund selbstbewusst wirken zu können.
Was mich jetzt noch belastet ist, dass er sich wegen meiner Sachen nicht meldet. Ich fühle mich wirklich ganz gut, wenn ich nichts mit ihm zu tun habe – weiß aber genau, dass diese Angelegenheit noch erledigt werden muss und dass es sicher wieder weh tun wird (auch wenn ich nicht persönlich anwesend sein möchte). Inzwischen wünsche ich mir einfach ein bisschen Ruhe, und habe sogar schon darüber nachgedacht ihm zu schreiben, dass er einfach alles behalten oder wegwerfen soll. Leider sind aber schon ein paar Sachen dabei, die ich wiederhaben möchte oder sogar brauche, daher fällt diese Möglichkeit weg. Außerdem stehen bei mir ja auch einige Sachen von ihm – allerdings sehr viel weniger, er wollte mich nicht so oft besuchen und übernachtet hat er nie bei mir. Ok, er hat eine eigene Wohnung und ich wohne in einer WG, aber trotzdem hat es mich schon ein bisschen geärgert, dass ich immer alles nach ihm ausrichten musste, immer meine Sachen zu ihm schleppen, nie umgekehrt.
Wenn ich ihn ein paar Tage nicht gesehen habe, so wie heute, geht es mir teilweise wirklich ganz gut. Dann kochen die Gefühle nicht so über, ich kann mich um Dinge für mich kümmern. Vor ein paar Wochen hätte ich nie gedacht, dass ich hier sitzen könnte, in der gleichen Stadt, und trotzdem halbwegs entspannt sein. Jetzt weiß ich, dass das möglich ist, wenn auch immer nur phasenweise. Jetzt hoffe ich nur, dass diese Phasen länger werden.
Was Du über die Beziehungsvergangenheit geschrieben hast, finde ich sehr interessant. Dein Freund hat es scheinbar bisher in seinem Leben nicht geschafft, um eine Beziehung wirklich zu kämpfen. Ich selbst habe meine Beziehung mit meinem Exex-Freund nach einem Jahr Fernbeziehung (vorher eineinhalb Jahre) auch aufgegeben, muss mich also ein wenig an die eigene Nase fassen. Allerdings denke ich auch, dass er damals einfach nicht der Richtige war. Ich habe einige Paare in meinem Bekanntenkreis, bei denen die äußeren Umstände sehr schwierig waren (Japanerinnen mit Deutschen), die es aber geschafft haben, die Beziehung über Jahre aufrecht zu erhalten. Die immer alles daran gesetzt haben, sich sehen zu können, wenn es auch nicht oft klappt. Ich weiß, dass mein Freund das nicht gekonnt hätte, und das macht mich traurig.
Allerdings gibt es auch einen Unterschied zu Deinem Freund: Meiner war die ganzen letzten Jahre immer in einer Beziehung, vor mir noch eine dreieinhalbjährige, und davor auch längere Beziehungen. Dabei ist er erst 26 Jahre alt! Ich verstehe das nicht, er muss viel alleine sein, braucht seine Freiheit, stürzt sich aber gleichzeitig immer wieder in lange Beziehungen! Daher habe ich auch ein wenig Angst, dass das nun wieder geschehen könnte, auch wenn er mir gesagt hat, dass er seine Freiheit jetzt genießt.
Was Du über Deine Kindheit und die Kindheit Deines Freundes geschrieben hast, erklärt sicher einiges über Eure jetzige Situation. Ich kenne mich da zwar nicht so gut aus, aber es klingt alles recht plausibel. Erstaunlich, nicht wahr, dass uns allen der Vater mehr oder weniger gefehlt hat! Ich glaube das, und die Tatsache, dass man es bei den eigenen Eltern nicht vorgelebt bekam, macht es so schwierig, selbst eine gute Beziehung zu führen.
So wie Du es beschreibst, warst Du schon früher gezwungen als andere, erwachsen zu werden, Dein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Du bist eine sehr selbstständige Persönlichkeit und hast viele Begabungen. Das ist schön! Wahrscheinlich hat es Dir dabei aber eben auch ein bisschen gefehlt, auch mal Schwäche zeigen zu dürfen, einfach den Gefühlen freien Lauf zu lassen.
Bei mir war es ähnlich, ich habe meine Gefühle in der Kindheit oft unterdrückt, weil ich dachte, vernünftig sein zu müssen. Ich hatte noch meine kleine Schwester und wollte auch für sie stark sein.
Meine Eltern haben sich zwar nie offiziell getrennt, aber seit ich zehn Jahre alt bin, sind sie nicht mehr zusammen. Mein Vater wurde in dieser Zeit psychisch krank und hat sich sehr zurückgezogen, hat auch mit uns Kindern nichts mehr unternommen (vorher dagegen war er sehr viel für uns dagewesen). Nach außen hin wurde immer alles so hingestellt, als ob alles in Ordnung sei, aber in der Familie sah es traurig aus. Ich konnte nicht mehr viel mit meinem Vater anfangen und meine Schwester hat den Respekt total verloren. Wir wohnten alle im selben Haus, waren aber keine Familie mehr. Und nach außen habe ich immer getan, als ob alles in Ordnung ist, habe sehr selten Gefühle gezeigt, auch meinen Freundinnen gegenüber nicht. Probleme habe ich meist mit mir selbst ausgemacht.
Mit meinem Exfreund hat sich dann einiges geändert, endlich konnte ich mich einmal öffnen, einfach ich selbst sein. Mit ihm habe ich über diese Dinge geredet, die ich so lange verschwiegen hatte, es tat gut. Durch die große Nähe und Vertrautheit sind dann bei mir aber so viel Gefühle hochgekommen, auch solche, die in der Kindheit unterdrückt worden waren, dass es für ihn sicher auch oft anstrengend war. Er selbst hat sich nicht in der gleichen Weise öffnen können, was dann zu einem Ungleichgewicht und auch zu der schon beschriebenen Abhängigkeit geführt hat.
Ich weiß, dass ihm in seiner Kindheit auch sehr viel gefehlt hat, dass er nicht genügend Zuwendung bekommen hat. Dadurch hat er eine Art Mauer um sich aufgebaut, die nur schwer zu durchbrechen ist. Ich weiß, dass ich zu ihm vordringen kann, aber es ist zu anstrengend für mich, weil ich selbst noch so schwach bin. Ich kann ihm jetzt, außerhalb der Beziehung, nicht helfen, obwohl ich das so gerne tun würde. Im dem Gespräch, das wir bei unserm Abschiedstreffen hatten, habe ich gespürt, dass er sich mehr öffnen könnte – nur mit professioneller Hilfe möchte er das ja nicht tun. Es tut mir so leid, er ist ein wunderbarer Mensch.
Bei Dir sehe ich auch, dass Du schon weiter bist als Dein Freund. Im Grund seid ihr Euch vielleicht auch recht ähnlich, nur Du hast schon viel mehr über Dich gelernt, hast Dich viel mehr mit Dir auseinandergesetzt. Die Tatsache, dass er Schluss gemacht hat, hast Dich auch aufgerüttelt, ihn aber nicht. Das ist genau, was ich auch bei meinem Freund beobachtet habe, er hat sich "befreit", und damit war es erledigt, es findet kaum weitere Verarbeitung statt. Wir dagegen sind dazu gezwungen.
Bei meinem Freund war es übrigens nicht so, dass er Konflikten wirklich aus dem Weg gegangen ist, das habe ich eher getan. Aber weißt Du auch warum? Wenn ich ein Problem angesprochen habe, hat das immer dazu geführt, dass er gleich an unserer ganzen Beziehung gezweifelt hat. Er hat immer alles darauf zurückgeführt, dass unsere Seelen zu unterschiedlich sind. Man konnte sehr schwer ein Problem besprechen, wenn er dann immer gleich aufs Ganze ging! Dass es manchmal ganz einfache, praktische Dinge waren, die falsch gelaufen sind, hat er nicht gesehen! Deswegen war ich immer auch sehr schnell vollkommen in Tränen aufgelöst, wenn wir Probleme besprochen haben... sie einfach mal anzugehen, das hat nicht funktioniert.
So, jetzt habe ich aber wieder ziemlich viel geschrieben... ich glaube uns gehen die Themen nicht so schnell aus, bei diesen "schwierigen Männern". Naja, wir sind ja selbst auch nicht gerade einfach gestrickt ;) Wäre ja auch langweilig...
Denke an Dich :trost: , eine schöne Zeit wünsche ich Dir und viel Kraft!
Mariala
Hallo ocean,
ich wollte mich auch mal wieder melden, da ich grad auch in einer etwas "nachdenklichen" Stimmung bin und es so grad passt. Ich hab jetzt nicht alles vollständig gelesen, der Text hat mich doch etwas erschlagen, aber ich hoffe, ich hab den roten Faden mehr oder weniger mitbekommen.
Du schreibst, dass dein Freund Schwierigkeiten hat, zu kämpfen. Ich sehe das auch so. Ich glaube, er hat innerlich bereits resigniert und zieht sämtliche Schuld auf sich.
Ich frag mich ab und an, ob dieses Phänomen bei Männern so viel häufiger auftritt, als bei Frauen. Ich kann mich glaube ich manchmal auch in diese Schublade stecken. Auch ich hatte schon das Gefühl, dass es einfach keinen Wert hat, um etwas zu kämpfen. Vermutlich fühlen sich Männer manchmal dermassen unterlegen, dass sie die Kraft nicht aufbringen können, etwas dagegen zu unternehmen. Und vielleicht ist das ja auch bei deinem Freund so. Er weiss, wie selbstständig Du eigentlich bist, und dass er dir nicht gewachsen ist.
Dann ist da noch die Situation mit deiner Prüfung. Ich kann mir vorstellen, dass er sich davor fürchtet, dass Du ihm Vorwürfe machen könntest, wenn er dir beistehen würdest und Du die Prüfung nicht bestehst. Du hättest dich dann sozusagen auf ihn verlassen, und er war nicht gut genug.
Das schwierige bei einer solchen Person ist, dass man sehr viel Kraft aufwenden muss, um sein Vertrauen wieder zu gewinnen. Ich hab das wie gesagt auch schon bei mir erlebt. Kleine Aufmunterungen, oder Bekräftigungen, dass man alles gut macht, haben sich vielmehr in das Gegenteil gewandelt. Ich war dann umso mehr der Überzeugung, alles falsch gemacht zu haben und dachte, die andere Person sagt das nur, um mir Mut zu machen.
Es braucht sehr viel Geduld und noch viel mehr Gespräche, um das Vertrauen wieder zu gewinnen. Und ich glaube, es gibt niemanden, der der bereit ist, sich so hinzugeben. Irgendwann macht das ja auch keinen Sinn mehr. Du hast im übrigen schon selbst so gefühlt:
Nochwas zu deinen "schlechten Dingen", von denen Du sagst, dass er sich daran festhält. Wenn jemand das Nichtfunktionieren einer Beziehungen an Kleinigkeiten festmacht, sind diese Kleinigkeiten nur vorgeschoben. Er versucht sich damit vor dem eigentlichen Problem zu verstecken oder versucht darüber, sich einfacher vor dem Partner lösen zu können.
Ich hoffe aber, dass es dir im Moment gut geht, und dass Du genug Kraft findest, durch deine Prüfungen zu kommen. :schmatz:
lg flips
ich wollte mich auch mal wieder melden, da ich grad auch in einer etwas "nachdenklichen" Stimmung bin und es so grad passt. Ich hab jetzt nicht alles vollständig gelesen, der Text hat mich doch etwas erschlagen, aber ich hoffe, ich hab den roten Faden mehr oder weniger mitbekommen.
Du schreibst, dass dein Freund Schwierigkeiten hat, zu kämpfen. Ich sehe das auch so. Ich glaube, er hat innerlich bereits resigniert und zieht sämtliche Schuld auf sich.
Ich frag mich ab und an, ob dieses Phänomen bei Männern so viel häufiger auftritt, als bei Frauen. Ich kann mich glaube ich manchmal auch in diese Schublade stecken. Auch ich hatte schon das Gefühl, dass es einfach keinen Wert hat, um etwas zu kämpfen. Vermutlich fühlen sich Männer manchmal dermassen unterlegen, dass sie die Kraft nicht aufbringen können, etwas dagegen zu unternehmen. Und vielleicht ist das ja auch bei deinem Freund so. Er weiss, wie selbstständig Du eigentlich bist, und dass er dir nicht gewachsen ist.
Dann ist da noch die Situation mit deiner Prüfung. Ich kann mir vorstellen, dass er sich davor fürchtet, dass Du ihm Vorwürfe machen könntest, wenn er dir beistehen würdest und Du die Prüfung nicht bestehst. Du hättest dich dann sozusagen auf ihn verlassen, und er war nicht gut genug.
Das schwierige bei einer solchen Person ist, dass man sehr viel Kraft aufwenden muss, um sein Vertrauen wieder zu gewinnen. Ich hab das wie gesagt auch schon bei mir erlebt. Kleine Aufmunterungen, oder Bekräftigungen, dass man alles gut macht, haben sich vielmehr in das Gegenteil gewandelt. Ich war dann umso mehr der Überzeugung, alles falsch gemacht zu haben und dachte, die andere Person sagt das nur, um mir Mut zu machen.
Es braucht sehr viel Geduld und noch viel mehr Gespräche, um das Vertrauen wieder zu gewinnen. Und ich glaube, es gibt niemanden, der der bereit ist, sich so hinzugeben. Irgendwann macht das ja auch keinen Sinn mehr. Du hast im übrigen schon selbst so gefühlt:
Ich habe teilweise schon angefangen, mich unattraktiv zu fühlen, weil er mir nicht das Gegenteil gesagt hat.Ich will dir jetzt nicht den Mut nehmen und sagen, dass dein Freund so ist. Aber seine Verschlossenheit und seine Konfliktverweigerung könnten immerhin Hinweise sein.
Nochwas zu deinen "schlechten Dingen", von denen Du sagst, dass er sich daran festhält. Wenn jemand das Nichtfunktionieren einer Beziehungen an Kleinigkeiten festmacht, sind diese Kleinigkeiten nur vorgeschoben. Er versucht sich damit vor dem eigentlichen Problem zu verstecken oder versucht darüber, sich einfacher vor dem Partner lösen zu können.
Ich hoffe aber, dass es dir im Moment gut geht, und dass Du genug Kraft findest, durch deine Prüfungen zu kommen. :schmatz:
lg flips
Hallo Flips,
Die, die sich unattraktiv gefühlt hat, war ich, aber das macht nichts, dieser Thread ist so lange, ich finde es schon total schön, dass Du ihn überhaupt durchgelesen hast. Danke! :schmatz:
Mariala
Die, die sich unattraktiv gefühlt hat, war ich, aber das macht nichts, dieser Thread ist so lange, ich finde es schon total schön, dass Du ihn überhaupt durchgelesen hast. Danke! :schmatz:
Mariala
Hallo Mariala,
tut mir leid, aber wie Du siehst, war ich wohl etwas zu sehr in den Text vertieft. Ich hoffe, ich finde wieder etwas mehr Zeit, dem Thread zu folgen, aber wenn mein Zustand anhält, ist das wohl nicht so ein Problem :schief:
Naja, wünsch euch jedenfalls noch einen schönen Abend.
lg flips
tut mir leid, aber wie Du siehst, war ich wohl etwas zu sehr in den Text vertieft. Ich hoffe, ich finde wieder etwas mehr Zeit, dem Thread zu folgen, aber wenn mein Zustand anhält, ist das wohl nicht so ein Problem :schief:
Naja, wünsch euch jedenfalls noch einen schönen Abend.
lg flips
Liebe Mariala!
Es freut mich sehr das die Party schön war!! Siehst Du! Papierkraniche falten kann ich immer noch nicht, fand ich aber immer toll das manche Leute das können :) Waren die Leute lieb als Du gesagt hast das Du jetzt wieder Single bist oder haben einfach nicht viele gefragt?
Das Du jetzt wieder merkst das ein Leben in der gleichen Stadt wie Dein Exfreund möglich ist ist toll, und die Phasen werden ganz sicher länger, das weiss ich von mir damals!!
Mir ist mal wieder was aufgefallen was ähnlich ist bei uns und unseren Ex's, nämlich das meiner zwar zu mir kam, auch über Nacht, aber sehr selten, würde mal sagen es war so 1:10. Er hat es also nicht abgelehnt, aber es war immer so irre kompliziert wenn er kommen sollte, er musste immer ganze Reisetaschen plus Laptop mitschleppen, nach der Uni immer erst nach Hause bevor er zu mir kam, etc, so das ich einfach immer zu ihm bin, war viel unkomplizierter, ich hab immer nur Unterwäsche mitgenommen und ein paar T-Shirt, war teilweise 5 Tage am Stück nicht bei mir (da es leider auf der anderen Seite der Stadt war, und die Uni genau in der Mitte). Allerdings wollte ich manchmal auch das er zu mir kam, denn ich fand meine WG zwar nicht so toll, wollte aber trotzdem das er auch mal eine Anstrengung macht. Ich fand es aber bei ihm auch viel schöner, wir ware da alleine und seine Wohnung war toll, sogar mit Kamin, daher war ich ja wirklich gerne da, und es kam mir auch nicht so vor als wenn ich großartig was aufgegeben habe als ich ganz zu ihm gezogen bin, da mir an meinem WG Zimmer nie was lag und es mir sehr schwer viel in einer WG zu leben, das es wenn man 5 Tage weg war nicht so war wie vorher, sondern alles dreckig war auch wenn man vorher gerade geputz hatte, es immer laut war wenn ich Ruhe brauchte, ect. Das hat mich sehr genervt, bin eher kein WG Mensch denke ich.
Das Du Deine Fernbeziehung nach einem Jahr beendet hast wollte ich wirklich nicht kritisieren, ich denke man merkt bei einer Fernbeziehung viel eher ob es einem die Kraft wirklich wert ist die Beziehung weiterzuführen, ob man alles daran setzten will wieder räumlich zusammen zu kommen, oder halt nicht. Aber er hat es so oft erlebt, und nie gekämpft, zwei seiner Ex-Freundinnen wären wieder zurückgekommen wegen ihm, und er hat gesagt sie sollen das nicht wegen ihm machen, sondern nur wenn sie unabhängig von ihm auch kommen würden. Hat dann keine der beiden gemacht, denn sie hätten da zwar auch da wo er war ihren Abschluss machen können, aber es wäre schon eine Entscheidung für die Beziehung gewesen, und wenn man sie ganz alleine für zwei treffen muss, der andere nicht sagt "Ja", dann würde ich es auch nicht tun (war auch schon mal in der Situation, und habe es nicht getan weil vom anderen nichts kam ausser "Das musst Du unabhängig von mir entscheiden", was zwar vernunftsmässig okay ist, und ich denke man sollte auch nie NUR wegen jemanden irgendwohin ziehen, aber wenn man für sich da was hat, und halt der Partner da ist, dann kann man meiner Meinung auch vielleicht nur das zweit beste Angebot nehmen, vorallem weil man ja nie genau weiss was wirklich das beste ist, man geht dann halt einen Kompromiss ein). Das meine ich mit nie kämpfen, er wollte nie der Grund dafür sein das jemand etwas tut. Es kommt immer wieder auf diese Angst vor Verantwortung zurück. Wir haben gestern "About a Boy" gesehen, mit Hugh Grant, und der spielt auch einen Mann der ums verrecken keine Verantwortung für jemanden anderen haben will, der sich angeblich wohl fühlt wenn niemand was für ihn und er nichts für irgendjemand empfindet. Der lernt aber am Ende des Films das es doch schöner ist wenn man anderen Menschen was bedeutet, das hat mein Freund wohl noch nicht eingesehen.....
Ich verstehe wirklich nicht was passiert ist, ich dachte wirklich das er so schnell vom zusammenziehen geredet hat heisst das er keiner der Männer ist die Angst vor einer Beziehung haben, vor Nähe, vor Verantwortung. Aber irgendwie scheint ihm das erst im nachhinein bewusst geworden zu sein was das bedeutet, auch wenn man natürlich eine gemeinsame Wohnung wieder auflösen kann, aber man geht doch irgendwie eine enge Bindung ein, oder sehe ich das falsch? Man kann jedenfalls nicht von einem Tag auf den anderen einfach verschwinden. Andererseits wollte er die meisten Möbel bezahlen, ich dachte aber das liegt nur daran das ich nicht so viel Geld habe, und er nicht mit den Billigsachen die ich zur Hälfte hätte zahlen können leben wollte. Einiges haben wir aber auch zusammen gekauft, zwar mehr den Kleinkram wie Teller und Tepiche, aber immerhin, ich dachte echt es geht nur ums Geld, nicht ums Prinzip! Darum das ich das Ledersofa was er so gerne wollte halt wirklich nicht zur Hälfte zahlen konnte. Andererseits hat er auch immer gesagt das ich mir die Sachen hollen soll die ich schön finde, und nicht nur Sachen die zu seinen Möbeln passen (ich bin ja erst letzten Jahr hergekommen, er ist schon 6 Jahre hier, hat also vieles, während ich ja nur mit zwei Koffern kam). Das waren wohl alles schon Warnzeichen das er zweifelt, aber andererseits hat er dann auch immer von einer größeren Wohnung in der Zukunft gesprochen, wo er sein Zimmer, und ich meins hätte, zusätzlich zu Schlafzimmer und Wohnzimmer, so das ich mir Möbel für meins kaufen sollte, auch wenn sie jetzt vielleicht nicht perfekt passen würden, aber in zwei Jahren hätten wir vielleicht Geld um uns unsere Traumwohnung zu mieten.
Das Dein Vater sozusagen aus Deinem Leben verschwunden ist als Du 10 warst tut mir leid, das war sicher sehr schwer! Ich hatte meinen ja noch, und wir haben immer tolle Sachen gemacht, wie das bei geschiedenen Eltern oft so ist, der der nicht jeden Tag da ist versucht es durch tolle Aktionen auszugleichen. Du hattest zwar Deinen Vater jeden Tag, aber nicht wirklich. Das ist sicher schwer, gerade dieses aufrechterhalten der Fasade nach aussen hin. Da musstest Du sicher sehr stark sein, gerade das Du nicht mal Freundinnen gegenüber was gesagt hast. Ich kann mir vorstellen das es schwer war als Du Dich bei Deinem Ex-Freund geöffnet hast und all das wieder herbrach. Aber ich bin mir sicher das es auch sehr wichtig war das es endlich hervorkam, und Du es jetzt anfangen kannst zu verarbeiten.
Ich habe wirklich sehr viel über mich nachgedacht in den letzten Jahren, über wiso ich so bin wie ich bin, vielleicht gerade weil ich immer so sehr gemerkt habe das ich so anders bin als so viele in meinem Alter. Ich würde aber nicht sagen das ich darunter gelitten habe, ich denke nur das es mich zu dem Menschen gemacht hat der ich bin. Als ich dann ausgezogen bin und in der Uni war habe ich meine "wilde" Phase etwas nachgeholt, denn meine Mutter hat davon ja nichts mitbekommen, brauchte sich daher keine Sorgen machen, ich musste nur noch für mich denken, für mich stark sein, nicht für sie, meine (kleine) Schwester und mich. Das war schon sehr erleichternd, aber ich merke auch das ich seitdem immer etwas abblocke und mich nicht wohl fühle wenn mir meine Mutter wieder von ihren Problemen erzählen will, irgendwie will ich das nicht mehr. Ich erzähle ihr auch kaum was von meinen, will sie wohl immer noch nicht zusätzlich belasten durch meine Probleme, auch wenn es ihr inzwischen wieder ganz gut geht, sie alles gut hinbekommt alleine. Dauert wahrscheinich einfach noch.
"Die Tatsache, dass er Schluss gemacht hat, hast Dich auch aufgerüttelt, ihn aber nicht. Das ist genau, was ich auch bei meinem Freund beobachtet habe, er hat sich "befreit", und damit war es erledigt, es findet kaum weitere Verarbeitung statt. Wir dagegen sind dazu gezwungen."
Ich glaube Du hast voll recht damit, leider!!!!! Diesen "Befreiungsschlag" haben sie gemacht, und nun ist es erledigt, das Problem (was auch immer es war) "gelöst", das ich weiter warte und hoffe ist meine Entscheidung, er kann mir nichts versprechen, aber auch nicht sagen das es ganz vorbei ist, und ich habe auch alle Freiheiten was mit anderen zu machen (er meint auch explizit küssen und sex), da er mich ja nicht hinhalten will und nicht erwarten kann das ich einfach vier Monate warte. Das schiebt mir den schwarzen Peter zu, ihm geht es besser als vor einem Monat, und ich fürchte ich muss irgendwan genau das tun was Du tun musstest, selbst den Schlusstrich ziehen wenn ich nicht mehr kann/will. Irgendwie schon mies und feige, aber böse kann ich noch nicht sein, weil ich ja weiss das es ihn auch traurig macht, auch wenn er nicht weint. Wünsche mir einfach so sehr das er doch noch aufwacht, doch wieder mein Schatz wird!
Ich denke ich hätte/würde in Zunkunft auch mehr Angst vor Streits haben, weil ich immer Angst hätte das er wieder einfach Schluss macht, obwohl es um eine konkrete Sache geht, nicht um die Beziehung als ganzes. Und er dann wieder sagt: Ich kann auch ohne Freundin! Ich kann auch ohne Freund, und würde nie eine Beziehung nur führen weil ich nicht alleine sein will, aber das es mit dem/der richtigen einfach schöner ist, das will er sich meiner Meinung nach nicht eingestehen! Denn dann müsste er ja darum kämpfen, und das will/kann er nicht. Irgendwie denke ich immer mehr es ist aussichtslos, das was ich von ihm will wird nie kommen, er wird mich nie so lieben können wie ich das will, wird immer halb auf Absprung stehen, gehen wenn ich ihn am nötigsten brauche.....aber ich hoffe halt noch das es sich nochmal ändert, er wieder so wird wie früher, auch etwas einsieht! Ich denke ich werde ihm noch einen langen Brief in die Arktis mitgeben, wo ich all das mal aufschreibe, vielleicht ist er da gezwungen mal alles an sich ranzulassen. Was meinst Du, wäre es gut oder eher schlecht ihm so einen Brief zu schreiben?
Ich hoffe Du hast einen guten Wochenanfang, bei mir sind die Wochenden immer am schwersten, denn früher waren die immer am schönsten, es fehlt also am meisten.
Wünsche Dir weiter ganz viel Kraft :trost:
ocean
Es freut mich sehr das die Party schön war!! Siehst Du! Papierkraniche falten kann ich immer noch nicht, fand ich aber immer toll das manche Leute das können :) Waren die Leute lieb als Du gesagt hast das Du jetzt wieder Single bist oder haben einfach nicht viele gefragt?
Das Du jetzt wieder merkst das ein Leben in der gleichen Stadt wie Dein Exfreund möglich ist ist toll, und die Phasen werden ganz sicher länger, das weiss ich von mir damals!!
Mir ist mal wieder was aufgefallen was ähnlich ist bei uns und unseren Ex's, nämlich das meiner zwar zu mir kam, auch über Nacht, aber sehr selten, würde mal sagen es war so 1:10. Er hat es also nicht abgelehnt, aber es war immer so irre kompliziert wenn er kommen sollte, er musste immer ganze Reisetaschen plus Laptop mitschleppen, nach der Uni immer erst nach Hause bevor er zu mir kam, etc, so das ich einfach immer zu ihm bin, war viel unkomplizierter, ich hab immer nur Unterwäsche mitgenommen und ein paar T-Shirt, war teilweise 5 Tage am Stück nicht bei mir (da es leider auf der anderen Seite der Stadt war, und die Uni genau in der Mitte). Allerdings wollte ich manchmal auch das er zu mir kam, denn ich fand meine WG zwar nicht so toll, wollte aber trotzdem das er auch mal eine Anstrengung macht. Ich fand es aber bei ihm auch viel schöner, wir ware da alleine und seine Wohnung war toll, sogar mit Kamin, daher war ich ja wirklich gerne da, und es kam mir auch nicht so vor als wenn ich großartig was aufgegeben habe als ich ganz zu ihm gezogen bin, da mir an meinem WG Zimmer nie was lag und es mir sehr schwer viel in einer WG zu leben, das es wenn man 5 Tage weg war nicht so war wie vorher, sondern alles dreckig war auch wenn man vorher gerade geputz hatte, es immer laut war wenn ich Ruhe brauchte, ect. Das hat mich sehr genervt, bin eher kein WG Mensch denke ich.
Das Du Deine Fernbeziehung nach einem Jahr beendet hast wollte ich wirklich nicht kritisieren, ich denke man merkt bei einer Fernbeziehung viel eher ob es einem die Kraft wirklich wert ist die Beziehung weiterzuführen, ob man alles daran setzten will wieder räumlich zusammen zu kommen, oder halt nicht. Aber er hat es so oft erlebt, und nie gekämpft, zwei seiner Ex-Freundinnen wären wieder zurückgekommen wegen ihm, und er hat gesagt sie sollen das nicht wegen ihm machen, sondern nur wenn sie unabhängig von ihm auch kommen würden. Hat dann keine der beiden gemacht, denn sie hätten da zwar auch da wo er war ihren Abschluss machen können, aber es wäre schon eine Entscheidung für die Beziehung gewesen, und wenn man sie ganz alleine für zwei treffen muss, der andere nicht sagt "Ja", dann würde ich es auch nicht tun (war auch schon mal in der Situation, und habe es nicht getan weil vom anderen nichts kam ausser "Das musst Du unabhängig von mir entscheiden", was zwar vernunftsmässig okay ist, und ich denke man sollte auch nie NUR wegen jemanden irgendwohin ziehen, aber wenn man für sich da was hat, und halt der Partner da ist, dann kann man meiner Meinung auch vielleicht nur das zweit beste Angebot nehmen, vorallem weil man ja nie genau weiss was wirklich das beste ist, man geht dann halt einen Kompromiss ein). Das meine ich mit nie kämpfen, er wollte nie der Grund dafür sein das jemand etwas tut. Es kommt immer wieder auf diese Angst vor Verantwortung zurück. Wir haben gestern "About a Boy" gesehen, mit Hugh Grant, und der spielt auch einen Mann der ums verrecken keine Verantwortung für jemanden anderen haben will, der sich angeblich wohl fühlt wenn niemand was für ihn und er nichts für irgendjemand empfindet. Der lernt aber am Ende des Films das es doch schöner ist wenn man anderen Menschen was bedeutet, das hat mein Freund wohl noch nicht eingesehen.....
Ich verstehe wirklich nicht was passiert ist, ich dachte wirklich das er so schnell vom zusammenziehen geredet hat heisst das er keiner der Männer ist die Angst vor einer Beziehung haben, vor Nähe, vor Verantwortung. Aber irgendwie scheint ihm das erst im nachhinein bewusst geworden zu sein was das bedeutet, auch wenn man natürlich eine gemeinsame Wohnung wieder auflösen kann, aber man geht doch irgendwie eine enge Bindung ein, oder sehe ich das falsch? Man kann jedenfalls nicht von einem Tag auf den anderen einfach verschwinden. Andererseits wollte er die meisten Möbel bezahlen, ich dachte aber das liegt nur daran das ich nicht so viel Geld habe, und er nicht mit den Billigsachen die ich zur Hälfte hätte zahlen können leben wollte. Einiges haben wir aber auch zusammen gekauft, zwar mehr den Kleinkram wie Teller und Tepiche, aber immerhin, ich dachte echt es geht nur ums Geld, nicht ums Prinzip! Darum das ich das Ledersofa was er so gerne wollte halt wirklich nicht zur Hälfte zahlen konnte. Andererseits hat er auch immer gesagt das ich mir die Sachen hollen soll die ich schön finde, und nicht nur Sachen die zu seinen Möbeln passen (ich bin ja erst letzten Jahr hergekommen, er ist schon 6 Jahre hier, hat also vieles, während ich ja nur mit zwei Koffern kam). Das waren wohl alles schon Warnzeichen das er zweifelt, aber andererseits hat er dann auch immer von einer größeren Wohnung in der Zukunft gesprochen, wo er sein Zimmer, und ich meins hätte, zusätzlich zu Schlafzimmer und Wohnzimmer, so das ich mir Möbel für meins kaufen sollte, auch wenn sie jetzt vielleicht nicht perfekt passen würden, aber in zwei Jahren hätten wir vielleicht Geld um uns unsere Traumwohnung zu mieten.
Das Dein Vater sozusagen aus Deinem Leben verschwunden ist als Du 10 warst tut mir leid, das war sicher sehr schwer! Ich hatte meinen ja noch, und wir haben immer tolle Sachen gemacht, wie das bei geschiedenen Eltern oft so ist, der der nicht jeden Tag da ist versucht es durch tolle Aktionen auszugleichen. Du hattest zwar Deinen Vater jeden Tag, aber nicht wirklich. Das ist sicher schwer, gerade dieses aufrechterhalten der Fasade nach aussen hin. Da musstest Du sicher sehr stark sein, gerade das Du nicht mal Freundinnen gegenüber was gesagt hast. Ich kann mir vorstellen das es schwer war als Du Dich bei Deinem Ex-Freund geöffnet hast und all das wieder herbrach. Aber ich bin mir sicher das es auch sehr wichtig war das es endlich hervorkam, und Du es jetzt anfangen kannst zu verarbeiten.
Ich habe wirklich sehr viel über mich nachgedacht in den letzten Jahren, über wiso ich so bin wie ich bin, vielleicht gerade weil ich immer so sehr gemerkt habe das ich so anders bin als so viele in meinem Alter. Ich würde aber nicht sagen das ich darunter gelitten habe, ich denke nur das es mich zu dem Menschen gemacht hat der ich bin. Als ich dann ausgezogen bin und in der Uni war habe ich meine "wilde" Phase etwas nachgeholt, denn meine Mutter hat davon ja nichts mitbekommen, brauchte sich daher keine Sorgen machen, ich musste nur noch für mich denken, für mich stark sein, nicht für sie, meine (kleine) Schwester und mich. Das war schon sehr erleichternd, aber ich merke auch das ich seitdem immer etwas abblocke und mich nicht wohl fühle wenn mir meine Mutter wieder von ihren Problemen erzählen will, irgendwie will ich das nicht mehr. Ich erzähle ihr auch kaum was von meinen, will sie wohl immer noch nicht zusätzlich belasten durch meine Probleme, auch wenn es ihr inzwischen wieder ganz gut geht, sie alles gut hinbekommt alleine. Dauert wahrscheinich einfach noch.
"Die Tatsache, dass er Schluss gemacht hat, hast Dich auch aufgerüttelt, ihn aber nicht. Das ist genau, was ich auch bei meinem Freund beobachtet habe, er hat sich "befreit", und damit war es erledigt, es findet kaum weitere Verarbeitung statt. Wir dagegen sind dazu gezwungen."
Ich glaube Du hast voll recht damit, leider!!!!! Diesen "Befreiungsschlag" haben sie gemacht, und nun ist es erledigt, das Problem (was auch immer es war) "gelöst", das ich weiter warte und hoffe ist meine Entscheidung, er kann mir nichts versprechen, aber auch nicht sagen das es ganz vorbei ist, und ich habe auch alle Freiheiten was mit anderen zu machen (er meint auch explizit küssen und sex), da er mich ja nicht hinhalten will und nicht erwarten kann das ich einfach vier Monate warte. Das schiebt mir den schwarzen Peter zu, ihm geht es besser als vor einem Monat, und ich fürchte ich muss irgendwan genau das tun was Du tun musstest, selbst den Schlusstrich ziehen wenn ich nicht mehr kann/will. Irgendwie schon mies und feige, aber böse kann ich noch nicht sein, weil ich ja weiss das es ihn auch traurig macht, auch wenn er nicht weint. Wünsche mir einfach so sehr das er doch noch aufwacht, doch wieder mein Schatz wird!
Ich denke ich hätte/würde in Zunkunft auch mehr Angst vor Streits haben, weil ich immer Angst hätte das er wieder einfach Schluss macht, obwohl es um eine konkrete Sache geht, nicht um die Beziehung als ganzes. Und er dann wieder sagt: Ich kann auch ohne Freundin! Ich kann auch ohne Freund, und würde nie eine Beziehung nur führen weil ich nicht alleine sein will, aber das es mit dem/der richtigen einfach schöner ist, das will er sich meiner Meinung nach nicht eingestehen! Denn dann müsste er ja darum kämpfen, und das will/kann er nicht. Irgendwie denke ich immer mehr es ist aussichtslos, das was ich von ihm will wird nie kommen, er wird mich nie so lieben können wie ich das will, wird immer halb auf Absprung stehen, gehen wenn ich ihn am nötigsten brauche.....aber ich hoffe halt noch das es sich nochmal ändert, er wieder so wird wie früher, auch etwas einsieht! Ich denke ich werde ihm noch einen langen Brief in die Arktis mitgeben, wo ich all das mal aufschreibe, vielleicht ist er da gezwungen mal alles an sich ranzulassen. Was meinst Du, wäre es gut oder eher schlecht ihm so einen Brief zu schreiben?
Ich hoffe Du hast einen guten Wochenanfang, bei mir sind die Wochenden immer am schwersten, denn früher waren die immer am schönsten, es fehlt also am meisten.
Wünsche Dir weiter ganz viel Kraft :trost:
ocean
Hallo flips!
Ja, der Thread ist schon sehr lang geworden, irgendwie gibt es so viel zu analysieren! Mir geht so viel im Kopf rum! Und das Du Mariala und mich verwechslt hast hat sie ja schon aufgeklärt. Allerdings trifft es auch bei mir etwas zu, ich habe mich zwar nie wirklich unattraktiv gefühlt, habe vielleicht auch immer genug geflirtet (vor und neben der Beziehung) das ich wusste das andere mich durchaus attraktiv finden, aber manchmal gefragt ob es meinem Freund überhaupt auffällt oder wichtig ist das ich atrraktiv bin habe ich mich schon, denn Komplimente hat er mir nie gemacht.
Was Du schreibst , "Du schreibst, dass dein Freund Schwierigkeiten hat, zu kämpfen. Ich sehe das auch so. Ich glaube, er hat innerlich bereits resigniert und zieht sämtliche Schuld auf sich.", das passt, denn er sagt ja auch immer wieder das es alles seine Schuld ist, nicht meine, und es ihm leid tut. Als wenn es das irgendwie besser machen würde, das es nicht meine Schuld ist. Es ist so fast noch schlimmer, denn so kann ich ja nichts ändern.
Etwas anderes was Du schreibst verstehe ich nicht ganz, Du schreibst "Es braucht sehr viel Geduld und noch viel mehr Gespräche, um das Vertrauen wieder zu gewinnen.". Wiso meinst Du denn das er Vertrauen verloren hat, ich habe ihn doch nicht betrogen oder sonstwas, wie ist das Vertrauen denn weggegangen? Außerdem wäre ich bereit sehr viel zu investieren um ihn wiederzugewinnen, aber er sperrt sich ja gegen Gespräche, will nur abwarten, nicht kämpfen. Daher bin ich so zur Ohnmächtigkeit verturteilt, was ich hasse! Ich darf nichts tun, soll nur warten das er (vielleicht) wieder auf mich zugeht, wie soll ich da kämpfen? Wäre schön wenn Du mir das ein bisschen ausführlicher erklären könntest, gerade weil Du meinst Du hast Dich auch schonmal so gefühlt, und Du ein Mann bist :)
Ich denke leider auch das er sich eher lösen will, nicht kämpfen, denn er fixiert sich wirklich so aufs negative, es macht mich verrückt. Habe ihm mal die Karten die er mir bis vor so drei Monaten geschenkt hat zum lesen gegeben, da wurde er ganz traurig als er las wie sehr er mich lieb gehabt hat. Ich glaube immer mehr das er einfach nicht bereit ist eine echte Partnerschaft zu führen, eine wo man Verantwortung für den anderen übernimmt, und der andere für einen selbst Verantwortung trägt, allerdings verstehe ich nicht wiso ihm das nicht bewusst war das es so wird wenn man zusammenzieht, ich hatte eben das als Zeichen gesehen das er keine Angst vor einer tiefen Partnerschaft hat!
Viele Grüße, und danke fürs mal wieder reinschauen :) Bin immer für Tips dankbar das alles etwas zu entwirren, da er ja nicht mithelfen will!
ocean
Ja, der Thread ist schon sehr lang geworden, irgendwie gibt es so viel zu analysieren! Mir geht so viel im Kopf rum! Und das Du Mariala und mich verwechslt hast hat sie ja schon aufgeklärt. Allerdings trifft es auch bei mir etwas zu, ich habe mich zwar nie wirklich unattraktiv gefühlt, habe vielleicht auch immer genug geflirtet (vor und neben der Beziehung) das ich wusste das andere mich durchaus attraktiv finden, aber manchmal gefragt ob es meinem Freund überhaupt auffällt oder wichtig ist das ich atrraktiv bin habe ich mich schon, denn Komplimente hat er mir nie gemacht.
Was Du schreibst , "Du schreibst, dass dein Freund Schwierigkeiten hat, zu kämpfen. Ich sehe das auch so. Ich glaube, er hat innerlich bereits resigniert und zieht sämtliche Schuld auf sich.", das passt, denn er sagt ja auch immer wieder das es alles seine Schuld ist, nicht meine, und es ihm leid tut. Als wenn es das irgendwie besser machen würde, das es nicht meine Schuld ist. Es ist so fast noch schlimmer, denn so kann ich ja nichts ändern.
Etwas anderes was Du schreibst verstehe ich nicht ganz, Du schreibst "Es braucht sehr viel Geduld und noch viel mehr Gespräche, um das Vertrauen wieder zu gewinnen.". Wiso meinst Du denn das er Vertrauen verloren hat, ich habe ihn doch nicht betrogen oder sonstwas, wie ist das Vertrauen denn weggegangen? Außerdem wäre ich bereit sehr viel zu investieren um ihn wiederzugewinnen, aber er sperrt sich ja gegen Gespräche, will nur abwarten, nicht kämpfen. Daher bin ich so zur Ohnmächtigkeit verturteilt, was ich hasse! Ich darf nichts tun, soll nur warten das er (vielleicht) wieder auf mich zugeht, wie soll ich da kämpfen? Wäre schön wenn Du mir das ein bisschen ausführlicher erklären könntest, gerade weil Du meinst Du hast Dich auch schonmal so gefühlt, und Du ein Mann bist :)
Ich denke leider auch das er sich eher lösen will, nicht kämpfen, denn er fixiert sich wirklich so aufs negative, es macht mich verrückt. Habe ihm mal die Karten die er mir bis vor so drei Monaten geschenkt hat zum lesen gegeben, da wurde er ganz traurig als er las wie sehr er mich lieb gehabt hat. Ich glaube immer mehr das er einfach nicht bereit ist eine echte Partnerschaft zu führen, eine wo man Verantwortung für den anderen übernimmt, und der andere für einen selbst Verantwortung trägt, allerdings verstehe ich nicht wiso ihm das nicht bewusst war das es so wird wenn man zusammenzieht, ich hatte eben das als Zeichen gesehen das er keine Angst vor einer tiefen Partnerschaft hat!
Viele Grüße, und danke fürs mal wieder reinschauen :) Bin immer für Tips dankbar das alles etwas zu entwirren, da er ja nicht mithelfen will!
ocean
Hallo Mariala!
Ich wollte noch sagen, das mit dem Friseur finde ich eine gute Idee, wenn Du Dir selbst gutes tust und Dich selbst attraktiv findest ist es denke ich viel einfacher auch ihm gegenüber selbsbewusster aufzutreten! Eine Radikaländerung würde ich aber nur machen wenn Dir selbst wirklich danach ist, aber ich denke auch kleine Änderungen, einfach das alles wieder gut sitzt, etwas Farbe, können schon viel helfen, mir jedenfalls immer! Werde ich mich auch mal drum kümmern, habe mich hier nur noch nicht getraut zu einem Friseur zu gehen, muss also erstmal einen suchen!
Das wars auch schon, viel mir nur gerade noch ein!
Drücke Dich, :trost:
ocean
Ich wollte noch sagen, das mit dem Friseur finde ich eine gute Idee, wenn Du Dir selbst gutes tust und Dich selbst attraktiv findest ist es denke ich viel einfacher auch ihm gegenüber selbsbewusster aufzutreten! Eine Radikaländerung würde ich aber nur machen wenn Dir selbst wirklich danach ist, aber ich denke auch kleine Änderungen, einfach das alles wieder gut sitzt, etwas Farbe, können schon viel helfen, mir jedenfalls immer! Werde ich mich auch mal drum kümmern, habe mich hier nur noch nicht getraut zu einem Friseur zu gehen, muss also erstmal einen suchen!
Das wars auch schon, viel mir nur gerade noch ein!
Drücke Dich, :trost:
ocean
hi!
ich habe den thread nicht ganz gelesen, mich aber in euren geschicten 100 %ig widergefunden. nur das ich den männlichen part übernommen habe.
meine freundin (19) und ich (24) sind/waren seit 2 1/2 jahren zusammen. wir habe uns beim winterball der uni kennengelernt und sind eine woche später zusammengekommen. wir waren schrecklich verliebt ineinander. ich bin im praktikum gewesen, einmal 5 monate auf rügen (800 km) und einmal 4 monate in Sibirien (5000 km). dieses entzückende mädchen hat auf mich gewartet. sie hat mir im studium immer den rücken frei gehalten. ich bin zur zeit auch schrecklich im stress, weil meine diplomarbeit bis nächste woche fertig werden muss, damit ich zum wintersemester den masterstudiengang anfangen kann. ich habe (leider) in der beziehung immer die grobe richtung vorgegeben. sie konnte immer nur reagieren. ich hätte den master auch hier machen können, aber ich gehe in 250 km entfernte stuttgart (bessere reputation der uni). sie bleibt zurück. sie hat mir immer die welt zu füßen gelegt und ich habe das nie ausreichend gewürdigt. je größer der stress wurde, desto unangenehmer wurde ihre nähe, ihre hilfe, obwohl sie alles nur gut gemeint hat. ich hab sie bei der urlaubsplanung unterstützt, damit wenigstens sie wegfährt, während ich hier nur blöd arbeite. das hat sie auch gemacht, mit dem erfolg, dass sie in griechenland etwas mit einem anderen typen hatte (kein sex). als sie mir das gebeichtet hat, ist mir mit einem schlag klar geworden, was ich an ihr habe. das meine erfolg im studium, meine noten, dass all das ohne sie, ohne dass ich sie einbeziehen und beeindrucken kann überhaupt nichts wert ist. sie hat gesagt, dass ihr das bestimmte gefühl abhanden gekommen sei, dass sie mich nich mehr so liebe, dass sie sich nicht sicher sei. wir haben uns auf eine grausame "Pause" geeinigt. das war gestern. ich trottel hab sie noch einmal angerufen, seit dem konnte ich mich zurückhalten. ich hoffe sie findet das gefühl wider, sonst bin ich geliefert. seit einer woche hab ich nix mehr für die diplarbeit geschrieben. ich esse kaum und bin unerträglich....
dass sie mich immer so unterstützt hat und ich (arroganter idiot) das nie gemerkt oder gewürdigt habe, ist wohl der fehler gewesen. jetzt möchte ich mich am liebsten übergeben, wenn ich daran denke, dass die beziehung vorbei sein könnte. ich würde sie aus dem stand heiraten, meine studienpläne ändern, egal was, ich würde alles für sie tun.
tja.... ein bisschen anders ist die geschichte schon. aber ich kann eure (ex)freunde verstehen, die lage in der sie sich befinden. letztlich brauchensie vielleicht einen hieb mit dem vorschlaghammer, so wie ich, um zu verstehen, was sie an euch haben. hoffentlich wars bei mir nur ein warnschuss und nicht der finale rettungsschuss...
ich grüße euch, buran
ich habe den thread nicht ganz gelesen, mich aber in euren geschicten 100 %ig widergefunden. nur das ich den männlichen part übernommen habe.
meine freundin (19) und ich (24) sind/waren seit 2 1/2 jahren zusammen. wir habe uns beim winterball der uni kennengelernt und sind eine woche später zusammengekommen. wir waren schrecklich verliebt ineinander. ich bin im praktikum gewesen, einmal 5 monate auf rügen (800 km) und einmal 4 monate in Sibirien (5000 km). dieses entzückende mädchen hat auf mich gewartet. sie hat mir im studium immer den rücken frei gehalten. ich bin zur zeit auch schrecklich im stress, weil meine diplomarbeit bis nächste woche fertig werden muss, damit ich zum wintersemester den masterstudiengang anfangen kann. ich habe (leider) in der beziehung immer die grobe richtung vorgegeben. sie konnte immer nur reagieren. ich hätte den master auch hier machen können, aber ich gehe in 250 km entfernte stuttgart (bessere reputation der uni). sie bleibt zurück. sie hat mir immer die welt zu füßen gelegt und ich habe das nie ausreichend gewürdigt. je größer der stress wurde, desto unangenehmer wurde ihre nähe, ihre hilfe, obwohl sie alles nur gut gemeint hat. ich hab sie bei der urlaubsplanung unterstützt, damit wenigstens sie wegfährt, während ich hier nur blöd arbeite. das hat sie auch gemacht, mit dem erfolg, dass sie in griechenland etwas mit einem anderen typen hatte (kein sex). als sie mir das gebeichtet hat, ist mir mit einem schlag klar geworden, was ich an ihr habe. das meine erfolg im studium, meine noten, dass all das ohne sie, ohne dass ich sie einbeziehen und beeindrucken kann überhaupt nichts wert ist. sie hat gesagt, dass ihr das bestimmte gefühl abhanden gekommen sei, dass sie mich nich mehr so liebe, dass sie sich nicht sicher sei. wir haben uns auf eine grausame "Pause" geeinigt. das war gestern. ich trottel hab sie noch einmal angerufen, seit dem konnte ich mich zurückhalten. ich hoffe sie findet das gefühl wider, sonst bin ich geliefert. seit einer woche hab ich nix mehr für die diplarbeit geschrieben. ich esse kaum und bin unerträglich....
dass sie mich immer so unterstützt hat und ich (arroganter idiot) das nie gemerkt oder gewürdigt habe, ist wohl der fehler gewesen. jetzt möchte ich mich am liebsten übergeben, wenn ich daran denke, dass die beziehung vorbei sein könnte. ich würde sie aus dem stand heiraten, meine studienpläne ändern, egal was, ich würde alles für sie tun.
tja.... ein bisschen anders ist die geschichte schon. aber ich kann eure (ex)freunde verstehen, die lage in der sie sich befinden. letztlich brauchensie vielleicht einen hieb mit dem vorschlaghammer, so wie ich, um zu verstehen, was sie an euch haben. hoffentlich wars bei mir nur ein warnschuss und nicht der finale rettungsschuss...
ich grüße euch, buran
Liebe ocean, lieber buran,
Es ist sehr schön, von Euch zu hören! Ich habe heute angefangen zu lernen, daher werde ich erst heute Abend Zeit haben, Euch zu antworten. Freue mich schon darauf, bis dann!
Mariala :schmatz:
Es ist sehr schön, von Euch zu hören! Ich habe heute angefangen zu lernen, daher werde ich erst heute Abend Zeit haben, Euch zu antworten. Freue mich schon darauf, bis dann!
Mariala :schmatz:
ich möchte noch ein paar details hinzufügen... dann wird die sachlage bei meinem beziehungsproblem ersichtlicher (außerdem habe ich jetzt fast den gesamten thread gelesen, so dass ihr diese vorschlaghammer-metapher vergessen könnt. bei euch ist es anscheinend doch etwas anders gelagert)
ich hatte am anfang der beziehung das gefühl sie wieder verlieren zu können. das war in den ersten paar monaten besonders ausgeprägt (auch meine eifersucht). das liegt auch daran, weil meine vorherigen beziehungen immer nur von sehr kurzer dauer waren und ich die befürchtung hatte, alles könne schneller vorbei sein als es angefangen hat.
dann gab es so eine art konsolidierungsphase auf die das erste praktikum folgte. meine abreise ist mir so schwer gefallen damals. das war anders als ich nach russland gegangen bin. da waren meine gefühle ihr gegenüber etwas abgekühlter. der effekt wurde durch ihre zuckersüßen briefe verstärkt. als ich zurückkam, war mir alles zu eng oder auch zu uninteressant. ich habe eine pause eingefordert (jetzt weiß ich, dass sie in dieser zeit durch die hölle geganghen sein muss). und nach ein oder zwie wochen ganz mit ihr schluss gemacht. nach und nach wich mein mitleid mit ihr dem gefühl sie wiederhaben zu wollen. besonders als wir begonnen haben uns nach 3 oder 4 wochen wieder regelmäßig zu treffen. sie musst von mir aber erobert werden und ließ sich nicht gleich bei ersten treffen wieder auf mich ein (ich bwundere ihre stärke, wobei sie zu diesem zeitpunkt wahrscheinlich sofort in meine arme hätte fallen wollen). wir sind wieder zusammengekommen. das war im november. im fruühjahr diesen jahres begann der stress: diplomprüfungen, diplomarbeit, bewerbungen um den masterstudiengang und ein stipendium usw. sie hat mich nach kräften unterstützt und wollte mir helfen. jetzt sage ich: sie war eine große hilfe und hat mich entlastet. damals empfand ich es als zuviel. sie wollte so gern mit mir in den urlaub.... nichts ist daraus geworden, weil ich der arbeit höchste priorität eingeräumt habe. ich bin leider immer schlecht organisiert, in der täglichen arbeitszeit, die ich recht lang auslege ca. 10 - 12 h schaffe ich nie mein pensum, weil ich unkonzentriert bin. und abends, wenn wir uns getroffen haben (täglich), dann bin ich müde gewesen und stand ständig unter strom, weil ich angst hatte mit der arbeit gar nicht mehr fertig zu werden.und meine laune war entsprechend schlecht und cih muss unerträglich gewesen sein. und sie hat sich immer bemüht. als sie nach griechenland aufgebrochen ist empfand ich beim abschied dasselbe trauergefühl, das ich verspürt hatte, wenn ich sie auf rügen (praktikum) zum bahnhof gebracht hatte und wir wieder lange getrennt sein würden. trotzdem hab ich auf eine sher emotionale und süße email von ihr aus griechenland geantwortet wie ein gefühlloser holzklotz und sie in die arme dieses (35 jährigen--> peinigt mich noch mehr) getrieben. sie sagte, sie hätte in seiner gegenwart ein kribbeln verspürt, das ihr bei mir abhanden gekommen sei. zu allem überfluss habe ich in ihrer abwesenheit auf einer party ein mädchen geküsst (wir kennen uns schon 65 jahre, da war schon immmer so etwas wie eine sexuelle spannung zwischen uns- aber keine ernsthaften absichten). ich weiß nicht wieso, vielleicht als rebellion gegen ihre zuneigung... und jetzt steh ich reichlich dumm da. wie gesagt sie will abstand, um zu schauen ob sie wieder mehr für mich empfinden kann. im gleichen atemzug sagt sie, dass sie noch immer will, dass ich der vater ihrer kinder werde. das ist wahrlich paradox.
ich hatte am anfang der beziehung das gefühl sie wieder verlieren zu können. das war in den ersten paar monaten besonders ausgeprägt (auch meine eifersucht). das liegt auch daran, weil meine vorherigen beziehungen immer nur von sehr kurzer dauer waren und ich die befürchtung hatte, alles könne schneller vorbei sein als es angefangen hat.
dann gab es so eine art konsolidierungsphase auf die das erste praktikum folgte. meine abreise ist mir so schwer gefallen damals. das war anders als ich nach russland gegangen bin. da waren meine gefühle ihr gegenüber etwas abgekühlter. der effekt wurde durch ihre zuckersüßen briefe verstärkt. als ich zurückkam, war mir alles zu eng oder auch zu uninteressant. ich habe eine pause eingefordert (jetzt weiß ich, dass sie in dieser zeit durch die hölle geganghen sein muss). und nach ein oder zwie wochen ganz mit ihr schluss gemacht. nach und nach wich mein mitleid mit ihr dem gefühl sie wiederhaben zu wollen. besonders als wir begonnen haben uns nach 3 oder 4 wochen wieder regelmäßig zu treffen. sie musst von mir aber erobert werden und ließ sich nicht gleich bei ersten treffen wieder auf mich ein (ich bwundere ihre stärke, wobei sie zu diesem zeitpunkt wahrscheinlich sofort in meine arme hätte fallen wollen). wir sind wieder zusammengekommen. das war im november. im fruühjahr diesen jahres begann der stress: diplomprüfungen, diplomarbeit, bewerbungen um den masterstudiengang und ein stipendium usw. sie hat mich nach kräften unterstützt und wollte mir helfen. jetzt sage ich: sie war eine große hilfe und hat mich entlastet. damals empfand ich es als zuviel. sie wollte so gern mit mir in den urlaub.... nichts ist daraus geworden, weil ich der arbeit höchste priorität eingeräumt habe. ich bin leider immer schlecht organisiert, in der täglichen arbeitszeit, die ich recht lang auslege ca. 10 - 12 h schaffe ich nie mein pensum, weil ich unkonzentriert bin. und abends, wenn wir uns getroffen haben (täglich), dann bin ich müde gewesen und stand ständig unter strom, weil ich angst hatte mit der arbeit gar nicht mehr fertig zu werden.und meine laune war entsprechend schlecht und cih muss unerträglich gewesen sein. und sie hat sich immer bemüht. als sie nach griechenland aufgebrochen ist empfand ich beim abschied dasselbe trauergefühl, das ich verspürt hatte, wenn ich sie auf rügen (praktikum) zum bahnhof gebracht hatte und wir wieder lange getrennt sein würden. trotzdem hab ich auf eine sher emotionale und süße email von ihr aus griechenland geantwortet wie ein gefühlloser holzklotz und sie in die arme dieses (35 jährigen--> peinigt mich noch mehr) getrieben. sie sagte, sie hätte in seiner gegenwart ein kribbeln verspürt, das ihr bei mir abhanden gekommen sei. zu allem überfluss habe ich in ihrer abwesenheit auf einer party ein mädchen geküsst (wir kennen uns schon 65 jahre, da war schon immmer so etwas wie eine sexuelle spannung zwischen uns- aber keine ernsthaften absichten). ich weiß nicht wieso, vielleicht als rebellion gegen ihre zuneigung... und jetzt steh ich reichlich dumm da. wie gesagt sie will abstand, um zu schauen ob sie wieder mehr für mich empfinden kann. im gleichen atemzug sagt sie, dass sie noch immer will, dass ich der vater ihrer kinder werde. das ist wahrlich paradox.
Hallo ocean,
Das mit dem Vertrauen ist schwierig zu erklären. Ich werde das ganze mal überspitzt darstellen, damit es vielleicht etwas klarer wird.
Es ist nicht gemeint, dass er dir mistraut, weil Du ihn betrogen haben könntest oder dergleichen. Es geht mehr um inneres Vertrauen. Um das Vertrauen, dass Du ihn noch magst. Im Grunde zweifelt er deine Liebe an, weil er nicht verstehen kann, dass Du ihn noch lieben kannst, nachdem was er getan hat (auch wenn es eigentlich nichts böses gemacht hat). Und jede Geste deinerseits, jede Erklärung, dass Du ihn noch liebst, wird er so auslegen, dass Du das nicht so meinst, sondern es nur aus Gefälligkeit tust. Er hat das Vertrauen in sich und die Liebe verloren, weil er denkt, dass alles, was er getan hat, falsch war, dass er dich damit verletzt hat, und dass er Schuld an deinem Schmerz hat.
Wie gesagt, ist jetzt alles überzeichnet, aber ich hoffe, Du verstehst, was ich damit sagen will.
Jedenfalls würde es bei so jemandem nicht reichen, wenn Du einfach nur beteuerst, dass Du ihn liebst, denn er würde gleich alles in was schlechtes umkehren.
Ich kann dir sagen, was bei mir vermutlich helfen würde. Ich bräuchte sehr tiefgehende Gespräche, sehr viel Verständnis und Geduld.
Ich hab unterdessen gelernt, dass ich mich selber aus diesem Zustand holen kann, aber wenn man nicht weiss wie, ist das wie ein Sog, der einem immer tiefer hinunterzieht (ging bei mir sogar schon bis zu Suizidgedanken).
Ich hoffe, es ist nichts dergleichen bei deinem Freund, und die Sache lässt sich einfacher erklären. Aber ich wollte dir nur eine weitere Möglichkeit unterbreiten.
lg flips
Das mit dem Vertrauen ist schwierig zu erklären. Ich werde das ganze mal überspitzt darstellen, damit es vielleicht etwas klarer wird.
Es ist nicht gemeint, dass er dir mistraut, weil Du ihn betrogen haben könntest oder dergleichen. Es geht mehr um inneres Vertrauen. Um das Vertrauen, dass Du ihn noch magst. Im Grunde zweifelt er deine Liebe an, weil er nicht verstehen kann, dass Du ihn noch lieben kannst, nachdem was er getan hat (auch wenn es eigentlich nichts böses gemacht hat). Und jede Geste deinerseits, jede Erklärung, dass Du ihn noch liebst, wird er so auslegen, dass Du das nicht so meinst, sondern es nur aus Gefälligkeit tust. Er hat das Vertrauen in sich und die Liebe verloren, weil er denkt, dass alles, was er getan hat, falsch war, dass er dich damit verletzt hat, und dass er Schuld an deinem Schmerz hat.
Wie gesagt, ist jetzt alles überzeichnet, aber ich hoffe, Du verstehst, was ich damit sagen will.
Jedenfalls würde es bei so jemandem nicht reichen, wenn Du einfach nur beteuerst, dass Du ihn liebst, denn er würde gleich alles in was schlechtes umkehren.
Ich kann dir sagen, was bei mir vermutlich helfen würde. Ich bräuchte sehr tiefgehende Gespräche, sehr viel Verständnis und Geduld.
Ich hab unterdessen gelernt, dass ich mich selber aus diesem Zustand holen kann, aber wenn man nicht weiss wie, ist das wie ein Sog, der einem immer tiefer hinunterzieht (ging bei mir sogar schon bis zu Suizidgedanken).
Ich hoffe, es ist nichts dergleichen bei deinem Freund, und die Sache lässt sich einfacher erklären. Aber ich wollte dir nur eine weitere Möglichkeit unterbreiten.
lg flips
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