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Nicht erwiderte Liebe

223 Antworten15'636 AufrufeGestartet von Galahad ·

sine
#61
Original von Deep_Thoughtganz so simplifiziert hat es Fromm dann doch nicht ausgedrückt. [...] ich kann Euch nur empfehlen, Euch einmal neutral auf ihn einzulassen: Die Kunst des Liebens, Haben oder Sein, die Furcht vor der Freiheit... naja, und eigentlich der komplette zweite Band der Gesamtausgabe (Analytische Charaktertheorie) liefern ein ziemlich gutes Bild von seinen Vorstellungen.
hallo dt

ja, danke für die hinweise... ich hab mir nur "die kunst des liebens" mal angetan, eine frau in meiner ehemaligen wg ist ewig mit dem buch rumgerannt.

manchmal begegnen uns dinge nicht zur rechten zeit, manchmal liegen sie uns einfach nicht oder was auch immer. die titel, die du ausser "die kunst des liebens" (*augenverdreh*) genannt hast, dürften meiner zerklüfteten seele mehr zusagen, find es jetzt auch / doch interessant, was du von fromm erzählst.

guckemermal

gruß

sine

#62
Ja, ich weiß, was Du meinst. Ausgrechnet mit der 'Kunst des Liebens' anzufangen um Fromm einzuatmen, ist vielleicht keine gute Idee. Durch dieses Buch ist er sehr populär geworden, aber er hat darin viel kondensiert, was er in seinen anderen Büchern schon viel ausführlicher beschrieben hat. Ich persönlich war von der 'Furcht vor der Freiheit' (Escape from freedom) und 'Psychoanalyse und Ethik' (Man for himself) sehr beeindruckt.

Die Kunst des Liebens ist, soweit ich das mitbekommen habe, auch sehr bei der, wie Du so schön formuliertest, Flower-Power-Fraktion beliebt. Wenn man diese nicht allzu ernst nimmt, überträgt sich das natürlich auch teilweise auf das Buch.

Give it a try, vielleicht findest Du durch die trockeneren Sachen einen besseren Zugang zu Fromm, und selbst wenn nicht, dann ist es eben nicht Dein Ding. Punkt. :D

sine
#63
Original von Deep_ThoughtJa, ich weiß, was Du meinst.
huch, dt, ich glaub, du weißt tatsächlich, was ich meine.... 8o

das nahebringen des buches "die kunst des liebens" (oder wie dat heißen tut) geschah mir durch eine lesbische mitbewohnerin, die in ihrer art echt schwer zu leiden war. ich hatte sie mal verteidigt, und als sie mir dann wochen später mit dem buch rumlief, hab ich dummerweise versucht, sie besser kennenzulernen, weil mich interessiert hat, warum diese frau so seltsam ist.

sie war halt vielleicht nicht wirklich flower-power, hatte aber eben eine große sehnsucht nach ruhe und harmonie (und strahlte ganz das gegenteil aus...), und irgendwie nervte mich das dann, was ich durch sie erfahren habe.

ich mag vorlesen (ich schreib mal wieder ne menge, ja, ich weiß...), und da haben wir uns doch ernsthaft aus dem buch vorgelesen.

das war dann irgendwie wirklich gar nicht mehr mein ding.

naja

hing auch mit der frau zusammen, da haste also recht: eine jüngerin der flower-power-bewegung, juhu.

aber ich war halt damals pure fatalistin und schwarzmalerin. es war halt auch echt nicht die zeit für mich, dieses gedankengut anzunehmen.

so

ich danke für deine worte

greetz

(apropos: wieso nennst du die titel auf english? are you not a native-speaking german berliner? :) )

sine

#64
apropos: wieso nennst du die titel auf english? are you not a native-speaking german berliner?

Ey Mutti, ick bin janz dolle Ur-Berliner, allet klar?! :D

Hihihi, aber im Ernst, Fromm schrieb original auf Englisch, und die deutschen Titel unterscheiden sich von den englischen erheblich und sind manchmal nicht sehr aussagekräftig. 'Psychoanalyse und Ethik' vs. 'Man for himself', was klingt wohl besser? Die Übersetzungen an sich der Bücher sind dagegen sehr sorgfältig. An Anfang der Gesamtausgabe und auch immer wieder zwischendurch wird darauf eingegangen, daß die Übersetzung Zugeständnisse an die Zweideutigkeit machen mußte. Insofern also Null Problemo.

Ich denke, ich wollte einfach nur jede Verwechslungsgefahr vermeiden und habe deshalb vorsichtshalber die Titel in beiden Sprachen angegeben.

sine
#65
Original von Deep_ThoughtEy Mutti, ick bin janz dolle Ur-Berliner, allet klar?! :D
ja ey alda hab ick jeschnallt jetze

:D

werd mal bei gelegenheit deine geschichte lesen, glaub ich... bis bald!

gruß

s.

#66
Hi!

@dt und sine:

Mir war schon klar, dass ich das sehr vereinfacht ausgedrückt habe. Wie gesagt, ich habe das Buch auch nicht wirklich gelesen. Das was ich gelesen habe, war halt alles so in der Richtung: "Gegenseitigkeit in der Liebe ist eigentlich nicht so wichtig"

Ich bin da jetzt eigentlich auch nicht so voreingenommen. Wenn wieder etwas mehr Zeit ist, werde ich mich da noch mal dran machen, aber ich glaube nicht, dass ich solch hehre Forderungen an das dortige Menschenbild erfüllen kann.

@Löwenherzen:

Was meinst du mit "soll ich ihm eventuell sogar dafür dankbar sein, daß er mir gezeigt hat, "ich bin eben anders" - oder ging es mir nicht vorher besser ????"

Das habe ich nicht so ganz gecheckt.

Hmmm, ich möchte eigentlich nicht warten, bis sie sich nach Monaten oder Jahren meldet, weil es dann immer schwerer wird die alte Nähe wieder herzustellen, an der mir so viel gelegen hat. Schon jetzt erscheint es mir fast unmöglich.

Naja, eine Woche noch, dann habe ich wieder einen klareren Kopf hoffe ich. Im Moment vermisse ich die Gespräche mit ihr schon sehr. Eine so lange Pause hatten wir seit über einem Jahr nicht mehr. Und dabei ist die Entfernung jetzt 30km und nicht 10000km. Verrückte Welt...

CU,

/g

sine
#67
Original von Galahadalles so in der Richtung: "Gegenseitigkeit in der Liebe ist eigentlich nicht so wichtig"
hm

hier im forum hab ich etwas "gelernt", was vielleicht irgendwie die gleiche aussage beinhaltet, sich aber dem ergebnis irgendwie anders nähert... ich brauch immer "umwege", um ein ergebnis (einen gedanken) wirklich verstehen und auch abwägen und akzeptieren zu können, ich hoffe mal, ich mach dich jetzt nicht kirre mit diesem umweg zum thema "liebe geben / schenken ohne echten anspruch auf gegenseitigkeit"...

ähm, eins vorneweg: ICH gehe, wenn eine liebe einseitig ist. *ups* war zumindest BISHER immer so gewesen... naja, aber im grundsatz meine ich: ich hau ab, verschwinde von der bildfläche, mach mich unsichtbar, wenn meine gefühle, die so groß sind, nicht irgendeine "fläche" bei dem geliebten menschen finden, wo sie auch hinpassen und hingehören...

also, ich hab gelernt:

liebe muss man nicht suchen, liebe hat man. egal, ob man liiert ist oder im nicht. denn liebe ist etwas, das man als eigenes gefühl produziert...

frappiert hat mich im forum die aussage des films "die blumen des monsieur ibrahim" (oder wie der film hieß, "monsieur ibrahim oder die blumen des koran" oder irgendson quark, hab den film selbst nicht gesehen): liebe kann nicht kaputtgehen, kann nicht verlorengehen. liebst du jemanden, der deine liebe nicht erwidert / will / annimmt, dann kommt die liebe automatisch wieder zu dir zurück.

so ungefähr wurde mir diese (eine) aussage des films erklärt. für mich eine unfassbare sichtweise!!! hab mich immer ausgesogen, ausgepumpt gefühlt von beziehungen, die nicht (mehr) funktionierten, hab mich immer gefühlt wie jemand, der mit vollen händen perlen unter die säue wirft und am ende sich selbst verliert...

dabei hab ich unter anderen dingen gelitten als unter dem verlust von liebe, glaub ich jetzt.

fazit:

man kann lieben und liebe schenken, wie man lustig ist. sie ist da, sie gehört uns und sie geht uns nicht verloren.

ergo.... kann man auch ohne gegenliebe lieben, ja.

ob man das wirklich möchte, ist dann eine andere frage... ich lehne das ja ab, allerdings passiert es auf "kleinen ebenen" durchaus... ich liebe meine eltern, ohne dass es immer gepasst hat. ich liebe meine große liebe noch in einem kleinen winkel meines herzens, ohne dass er es "verdient" hat (geschweige denn, dass wir noch zusammen wären). ich liebe auch meinen aktuellen ex in gedanken, liebe in gedanken sozusagen... und kann endlich einen gang rausnehmen aus dem glauben, die liebe sei einmalig, unersetzlich und es sei so äußerst gemein, wie mit diesem kostbaren gut umgegangen wird von den geliebten menschen... ist doch auf eine art wurscht!

hm

ja

ihr seid die beiden superbrains, galahad und du, @ dt.... macht was draus... mal wieder zum thema "selbstlose liebe"...

au weia

;)

gruß

sine

#68
Wie wärs mit der mathematischen Sichtweise? Liebe ist unendlich. Jeder endliche Betrag von Liebe, den wir von uns geben, verringert unsere Liebe um, genau, exakt gar nichts. Die selbstlose Liebe light, die Du beschreibst, funktioniert nach diesem Prinzip und ist deshalb auch nicht schmerzhaft.

Dann gibt es eben den Fall, daß wir wirklich jemanden über alles lieben. Über alles kann hier durchaus mit unendlich übersetzt werden. Nun stellen wir eine Grenzwertbetrachtung an und schauen, welches unendlich denn 'größer' ist. Unser unendliches Reservoir an Liebe, oder die unendliche Liebe, die wir dem geliebten Menschen schenken. Das Problem ist, daß eigentlich immer ein großer Teil unserer Liebe für diesen besonderen geliebten Menschen 'draufgeht'. Das heißt, wenn da nichts zurückkommt, leidet wirklich unser eigenes Reservoir an Liebe darunter und wir leiden insgesamt, und das nicht zu knapp. Wenn die Liebe aber erwidert wird, dann findet eine Exponentialentwicklung statt und naja, Ihr kennt das ja, man schwebt auf Wolke sieben, weil man buchstäblich platzt vor Liebe. Man möchte es hinausschreien in die ganze Welt und jeden an seinem Glück teilhaben lassen.

Fazit: So richtig aussterben tut unsere Fähigkeit zu lieben nie, aber wenn sie zu arg überstrapaziert wird, dauert es eine Weile, bis sie wieder durch die 'kleinen' Beträge von Liebe, die wir von unseren Mitmenschen erhalten, einigermaßen hochgepäppelt wird. Daher dieser bekloppte Spruch 'die Zeit heilt alle Wunden': Wenn wir uns in einer unglücklichen Liebe total verausgabt haben, kommt es uns so vor, als ob wir nie wieder lieben könnten, aber mit der Zeit sammeln wir auch kleine Beträge von Liebe dankbar auf und sind nach einer Weile wieder fähig zu lieben. Wenn dann ein besonderer Mensch uns seine Liebe schenkt, sind wir wieder ratzfatz auf dem Wege der Besserung. As I said in monstis Thread: Eine nette Bekanntschaft killt Scheisendreck Liebeskummer.

Ohne eine solche dauert es manchmal halt länger, bis man wieder einigermaßen normal fühlt. BTW, viele Leute sagen, wenn man im tiefen Liebeskummer steckt, sollte man sich nicht gleich nach neuen Bekanntschaften umschauen, weil man die ja doch nur benutzt, daraus kann nie etwas werden, blahblah. Bullshit! Was heilt besser von einer unglücklichen Liebe als eine glückliche Liebe? Na also. Man kann natürlich auch mit der neuen Liebe wieder gewaltig ins Klo greifen, aber das Risiko besteht immer.

Also Kopf hoch und fuck that Scheisendreck Liebeskummer!

sine
#69
Original von Deep_ThoughtWie wärs mit der mathematischen Sichtweise? [...] Wenn die Liebe aber erwidert wird, dann findet eine Exponentialentwicklung statt
ich hoffe mal, @ galahad reisst uns nicht den kopf ab, wenn wir hier so philosophieren.... aber in deinem thread war er ja auch immer fleissig mit dabei mit seiner story, also nehme ich an, dass er das irgendwie nicht übel nimmt...

ich glaub nicht, dass gefühle auch nur den leisesten anschein haben können, in mathematischen größen gemessen oder auch nur mit ihnen verglichen zu werden.

schöner versuch, und auch ich hab es schon mit mathe versucht mal in @ carola's thread, aber äußerst grob und letztlich so grob, dass es vermutlich schlicht falsch ist... ich glaube halt, gefühle (und auch liebe) sind spontane zustände eines geistig wachen menschen.

und ich glaube nicht, dass gefühle bzw. in concreto die liebe wirklich eine feststehende größe ist, die im falle von "unendlichkeit" irgendwie geringer oder auch wieder größer wird, je nachdem, wo die liebe "hinfällt" und ob es ein input gibt oder ausschließlich ein output...

wenn eine beziehung nicht funktioniert, liegt das meiner meinung nach zu einem wichtigen teil daran, dass nicht beide (potentielle) partner das gefühl haben, verliebt zu sein oder gar liebe zu haben. aber eine beziehung funktioniert manchmal auch schlicht und einfach aus tatsächlichen gründen nicht, ich sag mal "soziale kompetenz" dazu und auch "prägung".

ich glaub übrigens, galahad, dass deine kumpeline sozial inkompetent ist, mit dir etwas anzufangen. drauf gekommen bin ich heute in einem gespräch mit meiner besten freundin. sie meinte, ihr ex würde bereits nächste woche (also zeitnah nach der trennung von ihr) wieder mit ihr ins kino gehen wollen und steif und fest behaupten, das könnte er alles verpacken (ER ist verlassen worden...). sie zweifelt daran und möchte lieber absagen, um ihn zu schützen vor sich selbst...

ich hab ihr gesagt, dass sie es ihm schon selbst überlassen muss, was er aus einem treffen macht. wenn er sagt, er kann das für sich hinbekommen, dann soll sie daran auch nicht in der weise zweifeln, dass sie ihm dieses treffen verweigert.

naja

meine freundin glaubt nicht, dass er es hinbekommt, weil sie mitleid hat und ihn bereits sehr leiden sehen hat, als sie ihn bereits zuvor schon einmal verlassen hatte. aber sie glaubt ihm auch nicht, weil sie selbst nicht wüsste, ob sie so etwas hinbekommt. und ihr ganzer charakter ist einfach nicht selbstsicher genug, ach ja.

ich hab mal gehört, wer vertrauen schenkt wird auch vertrauen ernten.

manchmal stimmt der spruch, jedenfalls ist alles einen versuch wert.

aber das weiß deine kumpeline offensichtlich nicht, galahad, oder sie hat einfach eine andere ansicht zu dem thema.

übrigens...

ICH glaub euch beiden, dt und galahad, auch nicht wirklich. mit erstaunen lese ich bei euch, dass für euch das normalste von der welt zu sein scheint, dass liebe minus beziehung gleich freundschaft bedeutet.

hmtja

soviel also zu mathe und gefühlen... :rolleyes: :D

gruß

sine

#70
Ähm... hä?

Alles der Reihe nach. Liebe mathematisch erklären zu wollen, ist natürlich Blödsinn, denn Gefühle sind mit quantitativen Methoden überhaupt nicht faßbar. Wenn überhaupt, dann kannst Du mein Beispiel nur als (schlechte) Analogie verstehen. Mir ist natürlich selbst klar, daß es nicht so simpel erklärbar ist. Trotzdem scheint an der Unendlichkeit der Liebe etwas dran zu sein, denn sie wird nicht weniger, je mehr man davon gibt (so sagt zumindest ein alter Spruch).

Zu nicht funktionierenden Beziehungen lasse ich mich gar nicht erst aus, denn ich habe schon das Paradebeispiel einer solchen hinter mir. Du hast da schlicht und ergreifend recht!

Aber wie kommst Du eigentlich auf die Formel Liebe - Beziehung = Freundschaft? Bei mir war es so, daß zuerst die Freundschaft da war. Daraus wurde dann auf meiner Seite Liebe, auf ihrer offensichtlich nicht. Die Freundschaft war also zuerst da und nicht das Abfallprodukt einer unerfüllten Liebe. Wenn ich jetzt nach dem Korb wenigstens die Freundschaft erhalten will, ist das doch auch kein Ersatz für die Liebe, die ich nicht haben kann, sondern unserer langjährigen guten Bekanntschaft geschuldet.

Hmm, ich bin mir aber auch nicht ganz so sicher, wie Du das meintest. Please elaborate.

Ach so, und Galahad wird uns das nachsehen, glaube ich, immerhin erzeugen wir hier ein ständiges TTT.

sine
#71
Original von Deep_ThoughtAber wie kommst Du eigentlich auf die Formel Liebe - Beziehung = Freundschaft? [...] Hmm, ich bin mir aber auch nicht ganz so sicher, wie Du das meintest. Please elaborate.
hallo guten morgen @ dt,

kuckuck galahad?!

naja

ich denke mal, dass es nicht wirklich einfach ist, die zeit "zurückzudrehen" und sich auf eine freundschaft zu besinnen, wenn irgendwas passiert ist, mit dem sich nunmal tabus eingestellt haben und wodurch nunmal eine neue zeit angebrochen ist...

ich will das jetzt nicht zu groß aufpusten, die tatsache, dass du - und auch galahad - in einer laufenden freundschaft eben deine liebe gestanden hast. denn das war - sag ich mal so allgemein - bestimmt richtig. ich hätte es als frau vermutlich jedenfalls auch ohne worte gemerkt...

und die liebe ist ja ein (sehr!) positives gefühl, also heraus damit.

aaaber...

tja

gut möglich, dass ich mir das nur einbilde, aber durch so ein liebesgeständnis ist das "neutrale", eben auf recht vielen ebenen der FREUNDSCHAFTSASPEKT einfach weggegangen, flöten gegangen, überdeckt, überlagert, k.a.

wenn DU der ansicht bist, du hast mit deiner freundin immer noch dieselbe einstellung wie vorher oder bist jedenfalls auf einem guten und sicheren wege dorthin, schön. aber ERSTMAL jedenfalls ist da was neu, anders.

ich selbst jedenfalls hatte und hab mit meinem ex diverse tabu-themen. ich empfinde das als äußerst nervig, denn es beginnt ja schon damit, dass es untunlich erscheint zu fragen, warum er sich nicht meldet und was er bisher eigentlich so getrieben hat in der zeit, in der wir uns nicht gesehen haben...

klingt vielleicht nun so, als würde mein ex die freundschafts-kiste nicht packen, aber nein, das ist auch und vermutlich gerade für mich (ICH bin die verlassene, also ich bin diejenige, deren zuneigung nicht erwidert wurde in DEM MASSE... *seufz*) alles furchtbar tricky und schwierig.

mit tabus habe ich es nicht so dolle in meinem leben. umso schlimmer, wenn eine freundschaft tabus hat.

ich weiss keinen weg, der davon wegführt und hinführt zu einer normalen freundschaft. irgendwie fehlt sogar ein stück weit vertrauen! ich hab manchmal argwohn, dass er mich doch noch mehr als nur nett findet, und naja, was soll ich zu meinen eigenen gefühlen sagen. ich glaub, ich bin drüber weg, aber die erinnerung begleitet mich dennoch...

jaja

deshalb glaub ich nicht, dass eine freundschaft "übrigbleibt", wenn man einen menschen mag, aber nicht mit ihm zusammen ist.

ich hab nicht behauptet, dass die freundschaft ein ersatz ist. ich hab schon verstanden, welchen anspruch du empfindest. du hast längst eine freundschaft gehabt und hast jetzt einfach den wunsch, mit einem "schwamm-drüber" an der alten freundschaft wieder anknüpfen zu können.

nunja

zeig mir, wie das geht

dann zieh ich mir auch gern den schuh an, dass nur so verklemmte und vielleicht auch sogar so verkorkste menschen wie ich ein problem darin sehen, eine normale freundschaft (fort-) zu führen.

bitte glaub mir, ich will dir deine gedanken nicht ausreden.

ich versuch dasselbe mit meinem ex, aber es ist eben fürchterlich kompliziert und ehrlich gesagt steh ich mal wieder an einem punkt, wo ich nicht weiß, schmeiß ich alles hin oder haben wir es endlich halbwegs in den griff bekommen.

k.a.

:(

gruß

sine

#72
Moin Leute!

Ib Bezug auf die Freundschaft bin ich eher DT's Meinung. Die hatte ich vorher schon und an der hat sich ja nichts geändert. Ich meine, bei bewußtem Telefonat sagte sie zu mir: "Hmmm, ich habe es schon irgendwie geahnt" D.h. in der einen Sekunde konnte sie noch völlig normal mit mir reden, obwohl sie wußte, dass von meiner Seite aus mehr ist. Und in der nächsten, in der sich eigentlich nichts geändert hat, außer dass ich das Bekannte ausgesprochen haben, soll sich die Basis der Freundschaft verändert haben (so hat sie es ausgedrückt???) Das kapiere ich nicht. Sine, du hast ja auch so was geschrieben, dass der Freundschaftsaspekt weg wäre. Kannst du das bitte mal näher erklären? Das verstehe ich nicht.

Von daher denke ich schon, dass für mich die Freundschaft bestand haben könnte. Es ging, als ich verliebt war und es nicht gesagt hab. Also muß es auch weiterhin gehen. Wie schon öfter gesagt, bin ich der Meinung nichts falsch gemacht zu haben, also nerven, dass ich immer wieder mit meinen Gefühlen für sie bei ihr ankomme. Selbst wenn, hatte ja nicht mal die Gelegenheit dazu.

Ich verstehe nicht, wieso es Tabus geben sollte. Wieso sollte sie mich nicht mehr fragen können, wie es mir geht und was ich so getrieben habe? Auf der anderen Seite weiß ich genau, dass sie mir auf diese Frage wohl nie mehr eine ehrliche Antwort geben wird. Nur warum? Hey, und wenn sie halt mit tausend Kerlen rummacht und superglücklich dabei ist, kann sie mir immer noch davon erzählen. Das ist eben der Preis der Freundschaft.

Das mit dem fehlenden Vertrauen glaube ich auch. Den Eindruck hatte ich ziemlich. Keine Ahnung wieso, aber es kam mir so vor, dass sie kein Vertrauen mehr zu mir hat. Naja, ich habe sie in der letzten Mail damals explizit gefragt, ob sie mir nicht mehr vertraut, u.a. weil ich dachte, dass sie deswegen keine Zeit mehr mit mir verbringen will. Da hat sie das jedenfalls noch verneint und gemeint, dass sie mir vertrauen würde. Doch mittlerweile glaube ich kein Wort mehr von dem was sie da geschrieben hat. Es paßt einfach null zu ihrem Verhalten.

Zum Thema Schwamm-drüber: So hat sie am Anfang reagiert. Ich dachte, dass man der Situation gerade mit mehr Offenheit begegnen könnte. Denn schließlich ist man ja befreundet und wenn einem wirklich was an dem anderen liegt, dann sagt man halt einfach was und denkt sich nicht bloß, dass der andere "wohl vielleicht" nicht mit der Situation zurechtkommt. Dann hätte sie doch einfach sagen können, warum es ihr so vorkommt und wir hätten drüber geredet. Wenn aus so einer Situation der Schluß gekommen wäre, dass eine Freundschaft unmöglich ist, okay. Aber sie nimmt anscheinend einfach das Schlimmste an und wischt das ganze mal eben vom Tisch. Wie gesagt, es mag sein, dass es sich herausstellt, dass eine Freundschaft nicht möglich ist, aber es sollte nicht eine von vornherein beschlossene Sache sein.

Am Anfang hätte ich mir eine Freundschaft mit ihr auch noch echt gut vorstellen können, aber wenn ich mir das jetzt so anschaue, sind da durch die Funktstille nur kontinuierlich Probleme hinzugekömmen, als dass sie gelöst wurde. Ich vertraue ihr jetzt nicht mehr wirklich, weil ich nicht weiß woran ich bei ihr bin. Sie läßt mich jetzt in einer für mich in jeglicher Hinsicht schweren Lage einfach hängen. Selbst wenn sie sich noch mal bei mir melden würde, spätestens dann wäre die Freundschaft vobei, weil ich über diese Punkte nicht hinweg sehen kann und sie in jedem Fall ansprechen müßte. Nicht mit irgendwelchem Groll, aber letztlich laufen sie auf Vorwürfe heraus und ich glaube nicht, dass sie so viel Einsatz zeigen würde, um ihren Standpunkt darzustellen. Dann würde eben einfach ein, "Na gut, wenn du so denkst, dann halt nicht", kommen. Bei ihr ist einfach jeglicher Wille verloren gegangen sich für die Freundschaft einzusetzen.

So lange wie jetzt die Funktstille andauert, so lange hatten wir seit knapp anderthalb Jahren keine Pause. :mauer:

Ich weiß nicht mehr weiter...

CU,

/g

P.S.: Ihr könnt hier schreiben, was ihr wollt ;)

P.P.S.: @DT: Was ist denn TTT?

#73
Hi Galahad,

Original von Galahad@Löwenherzen:

Was meinst du mit "soll ich ihm eventuell sogar dafür dankbar sein, daß er mir gezeigt hat, "ich bin eben anders" - oder ging es mir nicht vorher besser ????"

Das habe ich nicht so ganz gecheckt.

Hmmm, ich möchte eigentlich nicht warten, bis sie sich nach Monaten oder Jahren meldet, weil es dann immer schwerer wird die alte Nähe wieder herzustellen, an der mir so viel gelegen hat. Schon jetzt erscheint es mir fast unmöglich.
War in meine Gedanken verfangen :rolleyes: . Den Satz konntest Du nicht verstehen, da er auf so vielen hypothetischen Vermutungen beruht. Aber, um es mal zu erklären:

Bevor ich ihn kannte bzw. genauer gesagt, bevor wir uns trennten, war ich, was man wohl so allgemein als "straight" und "tough" bezeichnet. Jedenfalls wurde mir das oft so gespiegelt. Ich war zwar nie total dämlich, war mir aber immer sicher, mein Weg ist richtig. Meistens hat sich für mich damit auch alles zum Guten gewendet, das hieß für mich, ich habe das bekommen, was ich wollte - meist im ersten Anlauf.

So, dann er und ich habe gesehen, daß man auch ganz anders kann. Über diesen Grundsatz haben wir nie diskutiert, wohl aber über die Auswirkungen, z.B. wie es auf Mitmenschen wirkt, immer unverbindlich, entscheidungsarm, aber trotzdem fordernd zu sein (so ist er halt). Ich fand das schlicht nicht "normal", was ansich ein blöde Aussage ist, aber es paßte nicht in mein Bild. Der "Erfolg" in Freundschaften, Studium und Job haben mich nicht zweifeln lassen. Aber er hat mich zweifeln lassen. Vieles erschien mir unmöglich, wie Dir jetzt, aber es ist geprägt, von unserer eigenen kleinen Welt. Was nicht paßt, wird nicht verstanden und ja tut weh, weil man es nicht einsortieren kann.

So, ich begann zu zweifeln und mich in Geduld zu über und viel nachzudenken - so wie Du, der auch viel nachdenkt. Gleichzeitig haben meine Freundschaften mehr Tiefe bekommen, auch weil bei mir eben nicht mehr alles so blendend lief seit der Trennung. Einmal sagte mir eine Freundin, es war ihr schon fast unheimlich, daß bei mir immer alles lief - das schaffte Distanz.

Nun überlege ich wieder und denke, ist das nun gut so ??? Auf alle Fälle ist es schwieriger, weil, wenn ich man ins Nachdenken komme, kann schon mal ein Wochenende draufgehen 8o

Dann sehe ich mir ihn an und denke, er war der Auslöser. Und jetzt, mir scheint, er denkt echt nicht so viel nach, da Job und "Sozialstreß" ihn überfordern ... hm, daher

ging es mir vorher auf dem geraden Weg nicht besser oder erhöhen Umwege nicht die Ortskenntnis (frei nach einem Romantitel).

Liebe Grüße und Dir einen guten Tag

Löwenherzchen

sine
#74
juhu

ein großes plädoyer für die freundschaft, galahad, juhu!

:klatsch:

bei manchen punkten könntest du etwas meinen, was ich nicht bedacht und verstanden habe bisher, mal schauen, vielleicht sind das dinge, die bei deiner kumpeline auch irgendwie gedankengut sind oder sein könnten oder wie auch immer.... :rolleyes:

Original von GalahadMoin Leute!
MOIN!!!!

ach nee, das meinte ich nicht...

*witzischkeit*

nochmal ein anlauf:

Original von GalahadD.h. in der einen Sekunde konnte sie noch völlig normal mit mir reden, obwohl sie wußte, dass von meiner Seite aus mehr ist. Und in der nächsten, in der sich eigentlich nichts geändert hat, außer dass ich das Bekannte ausgesprochen haben, soll sich die Basis der Freundschaft verändert haben (so hat sie es ausgedrückt???) Das kapiere ich nicht. Sine, du hast ja auch so was geschrieben, dass der Freundschaftsaspekt weg wäre. Kannst du das bitte mal näher erklären? Das verstehe ich nicht.
o.k.

damit begann dein posting, und ich würde erstmal sagen wollen: so genau versteh ich das ja auch nicht, aber es IST HALT SO...

:rolleyes:

bin selbst unzufrieden mit dieser antwort, "ist so, war schon immer so und wird auch immer so sein" ist nicht gerade ein spruch, der mein denken regelmäßig bestimmt in meinem leben...

Original von GalahadIch verstehe nicht, wieso es Tabus geben sollte.
ha! mensch, da hab ich mir aber mal an die eigene nasenspitze gefasst, als ich das von dir gelesen habe... weißt du, ich hasse tabus. klar, ich hab auch themen, da walz ich nicht drüber wie mit der getunten planierraupe, aber GANZ aussparen, das gibt es nicht im leben und so verhalte ich mich auch in einem gespräch mit einem ECHTEN freund nicht, dass ich etwas "wegdrücke" oder eben tabuisiere.

aber ICH war es, die gekräht hat (meinem ex gegenüber): 'aber eins sag ich dir: ich bin noch nicht bereit für irgendein gespräch über deine exfreundin (= meine vorgängerin, die mir irgendwie ursächlich erschien für meine eigene trennung) und falls du je darüber reden solltest, du, tut mir leid, aber ich glaub auch nicht, dass du mit MEINER meinung zu dem thema irgendwas anfangen kannst und wirst. also bitte lassen wir das thema!' und er hat - für seine verhältnisse ziemlich empathisch - gemeint, das sei ganz sicher ein thema, was er NICHT mit MIR besprechen würde und ich sei ganz sicher niemand, den er fragen würde um irgendwas, und sei es auch nur meine meinung, was mit seiner ex-freundin zusammenhängen könnte...

o.k.

ein punkt für übereinstimmung, aber leider: ein RIESEN-tabu.

jaja

und das mir, aber ich bin halt in meinen allerersten beziehungen offen und ehrlich gewesen, alle gedanken, alle gefühle die ich hatte, habe ich meinem partner erzählt. und für ihn war das nichts. er wusste mit halbfertigen spontanen gedanken meinerseits einfach nicht immer wirklich was anzufangen und wenn es um männer ging, ist er innerlich entrüstet gewesen über meine gedanken. weißt du, galahad, ich bin auch der ansicht gewesen, er könnte mir was über seine fantasien oder gelüste sagen, auch wenn es andere frauen betroffen hätte, aber nun gut... bin halt kein eifersüchtiger typ!

was ich sagen will: nach meinen ersten beziehungen hab ich mir ein für alle mal den guten glauben daran, dass männer kein besitzdenken haben, wenn sie in eine frau verknallt sind (oder gar mit ihr zusammen sind), abgeschminkt.

bin ganz überrascht, dass du und scheinbar auch vielleicht dt kein übertriebenes besitzdenken haben und durchaus auch mal eine geschichte über eine beziehung zu hören bereit sind, die eure kumpeline mal haben könnte...

ich glaub euch das - theoretisch -, nur praktisch... ?( tja. vorurteil. ihr müsstet mir, wenn ich die kumpeline wäre, schon zeit geben, euch zu beweisen.

leider hab ich schon männern dinge anvertraut über lange zeiten hinweg. und erst nach jahren kam zutage, wie sehr es sie gewurmt hat, wenn es um andere typen ging. seither traue ich männern nur äußerst wenig fähigkeit zu, es mit frauen-gedanken wirklich aufzunehmen... [anmerkung: wobei ich ja anfangs mit meinem ex auch - seltsam für mich! - unfähig war, über seine ex-freundin zu quatschen... ist also diesmal auch mein eigenes prob gewesen und damit kein pures männer-phänomen, o.k., o.k....]

ja

weiß nicht, bin ich abgeschweift?

glaub eigentlich nicht...

denn kernfrage ist und bleibt ja: was soll dieser kontaktabbruch ihrerseits... naja. und dass es um vorurteile und die unfähigkeit, dir zu vertrauen gehen könnte, das steht halt durchaus zur debatte, denke ich.

Original von GalahadSie läßt mich jetzt in einer für mich in jeglicher Hinsicht schweren Lage einfach hängen.
wenn wir schon bei vorurteilen sind... tja. ich glaub nicht, dass der mann, der mir eben noch seine liebe gestanden hat, mir als nächstes die tränen trocknet oder mir glück wünscht, wenn ich erzähle, dass mir plötzlich dann mein märchenprinz (also leider nicht ER) begegnet ist... und ebensowenig glaube ich, dass es "aufgabe" der angebeteten ist, die tränen ("tränen" jetzt mal als zusammenfassender, übertragen gemeinter begriff) zu trocknen, die ihr "nein" bei dir ausgelöst hat und auch noch auslöst.

sag mal, galahad, bist du sicher, dass du den verlust der freundschaft beweinst (ähm, ich meine: beklagst) und nicht in wahrheit primär das "nein" von ihr?

hm?

ich selbst hab nämlich ganz fürchterlich hohe ansprüche an das verhalten meines exes, der mir ja huldvoll seine freundschaft angeboten hat, angelegt und war fürchterlich verletzt und fühlte mich mega-falschverstanden von was auch immer, naja, und das war schon bei mir jedenfalls eine mischung aus schmerz des zurückgewiesen-worden-seins und naja auch unausgeglichenheit, die eben mein ex in freundschaftlicher hinsicht auch nicht ausgleichen konnte. ER sogar als allerletzter...

es gibt diesen spruch, hm, wie geht der?

irgendwie so:

die liebe spricht zur freundschaft, sag, was ist der unterschied zwischen uns? da antwortet die freundschaft: ich trockne die tränen, die du angerichtet hast.

ähäm

ich hab vielleicht eine menge zu diesem thema nicht wirklich verstandmäßig abgespeichert, aber zu dem thema hab ich ne menge emotionen erlebt die letzten monate. dieser spruch jedenfalls hat mir gezeigt, dass ein kumpel ein kumpel ist und schnaps ist schnaps. für meine gefühle jedenfalls konnte ich nicht einfach *plöpp* die gute freundin sein, nachdem ich eben noch - in meiner gefühlswelt - die partnerin meines freundes gewesen war.

nee

freundschaft war kaputt, weg, ein und dieselbe person kann zwar sehr wohl freund und geliebter mensch sein IN einer beziehung (und sollte es auch sein), aber nicht ausserhalb der beziehung, oder wie soll ich es ausdrücken

*grübel*

so

das waren die für mich eklatantesten worte in deinem posting... wirklich danke für dein posting, galahad, denn irgendwie hat bisher niemand die dinge SO angesprochen wie du.

vielleicht find ich ja doch noch raus, wie man befreundet ist, nachdem die ebene der beziehung - zumindest von einem beteiligten - schon mal betreten worden war.... ich weiß nicht, wie man die stufe "runter" auf die freunschaftsebene zurückkommt, irgendwie war es wie mit einem computerspiel: hat man eine bestimmte anzahl punkte erreicht, muss man sich auf dieser ebene bewähren, zurück geht's jedenfalls (normalerweise) nicht mehr.

gruß

sine

#75
Hi Sine!

so verhalte ich mich auch in einem gespräch mit einem ECHTEN freund nicht, dass ich etwas "wegdrücke" oder eben tabuisiere.
Eben. Also wieso damit anfangen. Es gibt vielleicht Themen, die für mich nicht so toll wären, aber hey: "Take it for the team" Auf der einen Seite würden sie mir wehtun, auf der anderen Seite zeigen, dass sie mir wirklich vertraut und immer noch über alles reden kann. Das würde mir zeigen, dass ich weiß woran ich bei ihr bin. Dass sie mir nichts verschweigt und ich nicht darüber nachzudenken brauche, ob es ihr vielleicht schlecht geht oder sonst was ist. Sie würde es mir ja erzählen, wenn irgendwas wäre.

was ich sagen will: nach meinen ersten beziehungen hab ich mir ein für alle mal den guten glauben daran, dass männer kein besitzdenken haben, wenn sie in eine frau verknallt sind (oder gar mit ihr zusammen sind), abgeschminkt.
Hmmm, Treue ist mir schon extrem wichtig. Kann sein, dass die in auch manchmal an Besitzdenken grenzt. Aber sie schuldet mir keine Treue, wenn man das so sagen kann. Sie hat eine klare Ansage gemacht. Da gibt es also nichts dran zu deuten, komme was wolle.

vorurteil. ihr müsstet mir, wenn ich die kumpeline wäre, schon zeit geben, euch zu beweisen.
WORD. Mein Reden. Ich meine, dass ich es könnte, aber ich weiß es nicht. Ich will es ihr beweisen und ich könnte damit leben, wenn ich es sich dann herausstellen würde, dass ich es nicht könnte. Aber sie gibt mir nicht mal die Chance dazu.

Sie läßt mich jetzt in einer für mich in jeglicher Hinsicht schweren Lage einfach hängen.
Worauf ich bei dem Satz oben aber eigentlich hinauswollte ist, dass es bei mir im Moment an einigen Stellen brennt und sie weiß das auch ganz genau. Ich erwarte gar nicht, dass sie mir irgendwie hilft über sie hinwegzukommen, falls das irgendwie ginge. Ich hätte mir nur gewünscht, dass sie mir bei anderen Dingen beisteht, die ich jetzt alleine gebacken bekommen muß.

Thema sie erzählt vom neuen Macker:

Hmm. Ich denke schon, dass es funktionieren könnte. Wie gesagt, sie hat in der Hinsicht keinen Zweifel gelassen. Auch wenn es mir einen Stich versetzen würde, wäre ich bereit, ihr in einer solchen Situation beizustehen. Mein Zug ist abgefahren, was würde es bringen jetzt rumzuzicken. Letztlich würde sie mir ja nur die Wahrheit sagen. Was würde es bringen so etwas auszuklammern, wenn es dennoch existiert? Und wir haben einen so verwobenen Freundeskreis, dass ich eh alles herausbekomme. Zumal nur wenige von der Sache zwischen uns beiden wissen. Da sind die Leute unbefangen und erzählen einem alles, da sie obendrein auch schlechte Geheimnisträger sind.

Thema Sie könnte mich trösten: Okay, das Thema hätte ich bei ihr jetzt vielleicht nicht angeschnitten, aber vielleicht mal nebenbei: Ein römisches Sprichwort sagt: Amores vulnis sanit qui facit - Die Wunden der Liebe heilt, wer sie verursacht.

Ist vielleicht etwas übertrieben, aber in gewisser Weise stimmt es, da die Wunden meist auf Annahmen und Mißverständnissen beruhen. So kann sie die Wunden nicht ganz heilen, aber sie kann sie mit Klarheit zumindest auf das geringst mögliche Maß beschränken.

sag mal, galahad, bist du sicher, dass du den verlust der freundschaft beweinst (ähm, ich meine: beklagst) und nicht in wahrheit primär das "nein" von ihr?
So merkwürdig es auch klingt, für mich sind das schon 2 Paar Schuhe. Als wir uns ausgesprochen haben, war ich am Ende auf der einen Seite sehr betrübt, weil ich halt noch mal gehört habe, dass es nichts wird mit uns, aber auch etwas erleichtert, weil ich dachte, dass zumindest die Freundschaft andauern könnte.

Könnte sein, dass ich für den Moment die Freundschaft unterbewußt für ein Substitut einer Beziehung halte. Doch nur der Versuch die Freundschaft weiterzuführen, könnte mir beweisen, dass ich mich selbst belüge, wenn ich sage: "Ich kann das trennen". Sicherlich würde mich ihr "Nein" in der Freundschaft belasten, weil eben schmerzhafte Situationen daraus entstehen können, wie du meintest, wenn sie einen neuen hat.

Aber gehört es nicht zum Wesen der Freundschaft, dass man das in Kauf nimmt und sich nicht gleich bei der ersten Komplikation verpisst. Ich dachte, wenn wir das managen könnten, hätten wir eine noch viel bessere Freundschaft als vorher, weil wir beide bewußt mit so etwas hätten umgehen können.

Sicherlich hätte es dann unangenehme Momenten geben können, doch die hätte man durch Offenheit aus der Welt schaffen können. Ich würde diese Momente gerne auf mich nehmen.

Liebe Grüße,

/g

#76
@Galahad: Exaktement, genau wie bei mir. An dem Abend, wo ich ihr gesagt habe, daß ich sie liebe, war sie zwar etwas verlegen, aber noch ganz zugänglich und hat zu mir gesagt, daß sie sich das schon seit einer Weile gedacht hat. Naja, ich habe das wahrlich mehr als einmal angedeutet und nur nicht klar ausgesprochen. Dann sind die Worte endlich heraus, und auf einmal ist alles anders? Nachdem sie es doch sowieso schon vorher wußte? Ich kapiers net!

Ähm... entschuldigt mich für einen Moment...

DÄMLICHE WEIBER!!! :tongue:

So, da bin ich wieder...

Was nun die Freundschaft betrifft: Dieses Liebesgefühl muß ich jetzt mit aller Macht abwürgen, weil es ja offensichtlich nirgendwohin führt. Aber trotzdem werde ich sie immer mögen. Das tat ich auch vorher schon. Liebe ist einerseits eine intensivere Form von Freundschaft, aber andererseits auch irgendwie doch etwas ganz anderes. Das existiert so halb parallel nebeneinander her.

Wenn ich jetzt unglücklich bin, daß ich so rigoros abserviert werde, hat das nur noch sekundär mit dem Korb zu tun. Sicher, am Anfang war ich schrecklich deprimiert, die Welt war Scheiße, ich wollte nur sterben, blahsülz, die volle Programm halt. Das war Liebeskummer, wohlgemerkt Kummer, nicht Haß oder auch nur 'Sauersein'. Nachdem sich der Kummer jetzt einigermaßen gelegt hat und ich wieder halbwegs klar denken kann, fallen mir eben diese extremen Widersprüche zwischen ihren Worten und ihrem Handeln auf. Und genau das ist eben nicht die Verletztheit, weil sie mir einen Korb gegeben hat, denn diese Möglichkeit besteht immer, damit muß man rechnen und leben. Nein, es ist diese plötzliche vollständige Abschottung von mir, die mich befremdet. Sie hat es vorher schon zienlich genau geahnt, sie hat mir einen Korb gegeben. Alright, wo ist das Problem für sie?! ICH muß doch damit klarkommen. Sie hatte keine weitergehenden Gefühle für mich, die sie jetzt neu sortieren muß, bis auf die Tatsache, daß ich ihr bestätigt habe, was sie sowieso schon halb wußte, hat sich für sie NICHTS geändert. Die logisch Folgerung wäre daher, daß genau diese einzige Veränderng auch die Ursache für ihr verändertes Verhalten wäre. Und genau das kann ich irgendwie nicht glauben. Ab hier versagt leider die Logik, und ich tappe im Dunkeln. Was IST also die Ursache für ihr Verhalten?

Ich habe sie nun schon öfter beim Training gesehen und bin inzwischen relativ gut damit klargekommen. Das heißt, sie hat auch gesehen, daß ich locker sein kann. Warum hat sie dann solchen Bammel davor, die von ihr so hochgelobte Freundschaft einzugehen?

Zu den Tabus: Sicherlich wird es mir immer einen Stich geben, wenn sie mit irgendwelchen Männergeschichten zu tun hat. So war es ja auch vorher. Aber das ist doch MEIN Problem, mit dem ICH fertig werden muß?! Und komischerweise hatte sie, bevor ich ihr meine Liebe gestand, doch auch kein Problem, über Männersachen mit mir zu reden. Wohlgemerkt, obwohl sie doch schon längst ahnte, daß da von meiner Seite mehr ist. Kann es wirklich sein, daß das offene Aussprechen von drei Worten alles so profund verändert? Insbesondere, wenn diese Worte auch nur aussprechen, was wir eigentlich schon vorher wußten? Keine Ahnung, aber irgendwie fehlt da noch ein Teil in dem Puzzle.

Die Freundschaft kann vielleicht nicht wieder nahtlos anknüpfen, wo sie vorher war, das mag sein. Aber sie kann sich wieder entwickeln, und um der vorherigen guten Freundschaft willen, an der ihr laut eigener Aussage auch selbst so unheimlich viel lag, sollte auch sie etwas guten Willen zeigen und diese Entwicklung unterstützen. Wie gesagt, ich komme inzwischen ganz gut klar und lasse mir bei unseren Treffen auch nichts anmerken, bin so wie immer. Will sie noch irgendein anderes Zeichen? Oder ist die Sache für sie völlig gegessen? Und immer wieder die Frage: WARUM?

Irgendwo habe ich gelesen 'Wenn eine Frau einen Mann kennt, dann versteht sie alle Männer, aber ein Mann kann alle Frauen kennen und wird nicht eine verstehen.'

Wahre Worte...



sine
#77
hallo

hoffe ich greife nicht zu dolle in die tasten mit meiner überschrift zu diesem meinem posting, aber ihr macht einen überaus intellellen eindruck auf mich...

8o

wolln wa ma gucken, was ich da mit meiner unterdurchschnittlichen allgemeinbildung zu zu sagen haben könnte und ob ich überhaupt mithalten könnte...

bei 8o @ dt's mathekünsten habt ihr mich ja - zugegeben - ganz souverän vollschwallen dürfen, ich hab eh kein wort verstanden (ausser, dass ich immer gedacht hab, unendliche mengen können nicht weniger werden, aber das wurde mal bejaht und mal verneint und ich dachte: o.k. who know's)

:) )

aber @ galahad... *hüstel hüstel*

ich hab das kleine latinum, und da kommt bei mir nicht wirklich zwangsläufig die gleiche übersetzung bei raus von deinem römischen spruch wie bei dir...!

:nono: ;)

Original von GalahadEin römisches Sprichwort sagt: Amores vulnis sanit qui facit - Die Wunden der Liebe heilt, wer sie verursacht.
äh

ich tät doch glatt radebrechen, man könnte es auch so übersetzen:

"facit" kommt von "facere", und das bedeutet: machen. herstellen.

"fiat", die freundliche italienische automarke, heisst daher bekanntlich "hergestellt, gemacht" oder: "es ist fertig, es ist vollbracht" oder: "das vollbrachte".

jaahaaa

:)

also zum thema. ich würd glatt behaupten, dein sprüchlein ließe sich auch derart übersetzen, dass es heissen könnte:

"die wunden der liebe heilt der, der handelt".

ha! :D

:]

übersetzungsfehler!

und die haben schon viele verwirrt!!! denk nur an die fehlübersetzung der bekannten bibelstelle: "eher geht ein kamel durch ein nadelöhr als dass ein reicher mann in den himmel kommt"!

:rolleyes:

o.k.

also, dein spruch könnte auch bedeuten, dass jemand, der liebeskummer hat, handeln sollte und nicht nur still trübsal blasen sollte. und das leuchtet mir sogar wesentlich eher ein als deine übersetzung, wenn ich mal so in meinem bisschen lebenserfahrung nachblättere...

seit wann bitteschön heilt derjenige, der in der liebe wunden zugefügt hat, diese wieder, mal von der (bei mir leider seltenen) ausnahme abgesehen, nach der verwundung wird die beziehung (= liebe?) fortgesetzt!???

meiner ansicht nach heilt hier niemand irgendwas wenn nicht die zeit und vor allem: man selbst sich.

so. X( wollte ich mal gesagt haben.

kommen wir zum nächsten kritischen intellektuellen punkt in deinem posting, lieber @ galahad...

Original von Galahadunterbewußt für ein Substitut einer Beziehung
"substitut", sagt mein fremdwörterlexikon (bin ja ohne dieses neuerdings auch im forum leider ziemlich aufgeschmissen, wie du mir beweist, monsieur galahad *seufz*) bedeutet: ersatz.

ach so

kenne ma doch... madonna singt es doch auf english, alta: "subsitute for love, my substitute for love..."

:] ach jaaa...!

o.k.

habe verstanden jetze.

du meinst: try and error, aber dieser kontaktabbruch bringt jedenfalls weder fortschritt noch erkenntnis, was in deinen fähigkeiten liegt und was nicht...

haste recht.

vollkommen.

*grrr*

hab ich meinem ex auch vorgeworfen. das war echt der klopper... erst verlässt er mich, d.h. ich war sozusagen - wie ihr - in der rolle des zurückgewiesenen. dann aber will ER diese doofe freundschaft, und ich obertolle hyperwollmilchsau sag: na gut.

und dann? dann kommt GAR NICHTS, also mal abgesehen von ein paar events, die mir aber irgendwie eben nicht allzuleicht verdaulich waren und wo mir einfach auch ZU WENIG gewesen war.

fazit:

k.a. (sorry jungs, ich kann diese verklammerung von freundschaft und liebe einfach nicht auseinanderbekommen in meinem herzen und auch nicht wirklich in meinem gehirn...)

was ich noch sagen möchte: ich hab damals panisch nach einem eher globalem verständnis überhaupt für platonische beziehungen zwischen mann und frau gesucht. ich glaub nämlich gar nicht, dass die wirklich bruder-schwester-mässig laufen können, jaja, wat de buur net kennt, dat eyt er nich (sagt der norddeutsche, dürft ihr euch im ostfriesen-lexikon nachschlagen, hähä).

:D [*]

und da hab ich dann so einige threads mit dem thema freundschaft mit dem ex und eben den thread von @ carola zum beispiel studiert... und fand - so für mich zumindest - heraus, dass der ex es dem liebeskranken ja weder so noch anders recht machen kann. die einen brüllen zeter und mordio, weil derjenige, dem man die liebe gestanden hat und der einen verlassen hat / abgekorbt hat, einen nicht (gar nicht, zu wenig, was auch immer) beachtet... da hieß es dann original immer: 'der behandelt mich, als hätte ich was verbrochen und es ist unglaublich, wie ein mensch, dem man eben noch so wichtig war, einen fallenlassen kann und vergessen, als ob man einen schalter umlegen könnte...' usw. usf. die anderen haben gebrüllt, weil der ex so "unsensibel" war und dauernd (oder manchmal, siehe z.b. @ sigma's thread, ist noch ganz aktuell sogar...) sich GEMELDET HAT und die "frechheit" besessen hat, einfach so zu tun, als wäre "nichts gewesen", freundlich nach dem befinden zu fragen und irgendwelchen "shice" von sich und schlimmstenfalls auch noch von irgendwelchen beziehungen zu erzählen...

ja

will sagen: ich glaub fast, so klug eure gedanken sind, in liebesdingen ist nicht alles nur ratio, und ein kleines tückchen zu böse seid ihr beide eurer kumpeline nach meinem empfinden schon, dass die welt mit ihr nun einen kleinen knacks hat...

jach

und @ dt...

wie es im deutschen liedgut (neogermanisch klingt das jetzt, gemeint sind die ärzte) schon richtiger heißt:

MÄNNER sind schweine.

also bitte...

Original von dtDÄMLICHE WEIBER!!!
dat stimmt doch jaaa nich, nüschte nich

oder?

ihr bemängelt beide den "heissen punkt", als die dame eurer herzen so "unlogisch" auf dem absatz kehrt gemacht hat nach eurem liebesgeständnis, das sich beide damen ja eh schon "irgendwie" gedacht hatten (nach eigenen aussagen, hab ich's nicht geahnt... *grins*)

dazu mal nur ein zitat und eine kurze antwort:

Original von dtKann es wirklich sein, daß das offene Aussprechen von drei Worten alles so profund verändert?
ja.

gruß *winkt den beiden superhirnen zu*

s.

[*]

also gut, eine übersetzung, bleiben wir fair... *grummel* sollte heißen: "was der bauer nicht kennt, das isst er nicht" im sinne von: "was die sine nicht glaubt, das gibt's halt auch nicht und die erde ist halt für manche eine scheibe, traurig aber wahr".

:rolleyes:

ich bin nach wie vor der ansicht, es ist äußerst diffizil, eine echte freundschaft zwischen mann und frau zu finden und zu führen. das, was hier eine posterin geschrieben hat (von wegen mal war sie in ihn verliebt, mal er in sie, am ende aber ist keiner mehr verknallt in den anderen, aber die freundschaft hat diese "krisen" überlebt), leuchtet mir eher ein als dieser in meinem leben völlig tonlose song von der bruder-schwester-freundschaft.

#78
Hmmmmmm... nein! Ich denke nicht, daß ich 'zu böse' bin. Sicher ist in der Liebe oder überhaupt in Gefühlsdingen nicht alles Ratio, aaaber ich werde mich doch wohl auf das Wort eines Menschen verlassen können? So Freundschaft und Vertrauen und so, das soll ja einen gewissen Stellenwert haben, habe ich mir sagen lassen. Also, wenn sie dann erzählt, sie will die Freundschaft erhalten und gleichzeitig so handelt, daß selbige garantiert krepiert, tut mir leid, das IST ein Widerspruch. Ob nun logisch oder emotional, sei einmal dahingestellt.

Ok, Du magst recht haben, und die paar Worte _haben_ alles auf den Kopf gestellt. Dann soll sie mir aber nicht irgendwelchen Müll erzählen, den sie doch nicht meint, sondern einfach sagen 'Du hör mal, das ist nichts für mich, so kann ich das nicht. Es wäre mir lieber, wenn Du nichts gesagt hättest, dann hätten wir unbefangen sein können, aber so ist jetzt immer eine merkwürdige Spannung da, und auf diese Weise kann ich keine Freundschaft haben.'

Naja, sowas in der Art.

Ich mag es einfach nicht, auf diese Art abserviert zu werden. Ein Korb ist das eine, aber vollständige Ignoranz von heute auf morgen, nachdem man sich Jahre bestens verstanden hat... das geht nicht in meinen Kopf. Selbst wenn man sich voneinander entfernt, ist das eine Entwicklung, ein Prozeß, kein Ereignis, als ob ein Schalter umgelegt wurde.

Ach so, wenn Du sagst, daß das Aussprechen der Worte wirklich diese ganzen einschneidenden Veränderungen bewirkt hat, dann gibst Du mir ja doch recht, denn das hatte ich ja bereits logisch deduziert. Es erschien mir nur sehr unwahrscheinlich, eben weil Gefühlsdinge oftmals nicht logisch zu erfassen sind. Also entweder hat die Logik auch in diesem Bereich einen gewissen Nutzen, oder die Worte sind vielleicht doch nicht die Ursache... ach Scheisendreck, ich begreifs einfach net.

Mal schauen, nachher ist Training, vielleicht läuft sie mir über den Weg. Ich bin gespannt, ob ich dann deprimiert bin oder locker oder was auch immer.

Zum Norddeutschen kann ich auch noch einen beisteuern:

Sabbel nich! Dat geit! Giff me mol de Tang her! :D

Gnihihihi, und extra für Dich und Deine Texte hier ein schöner lateinischer:

Aequo animo audienda sunt imperitorum convicia. Muahahahaha, nicht übelnehmen, plz! :]



#79
Hi Sine!

Ich wollte nicht klugscheißen. Sorry, wenn ich über das Ziel hinausgeschossen bin. :o

Meine Interpretation der (falschen ?! (keine Ahnung. Ich war froh als ich Latein abgeben konnte :) ) ) Übersetzung war eben die, dass so viel auf Mißverständnissen beruht dabei. Nur mit einem "Nein, ich empfinde nichts für dich" ist für einen danach nicht unbedingt alles klar. Da gibt es noch viel, was einem der andere sagen kann, damit dieser es besser versteht und das trägt meiner Meinung nach zur besseren Bewältigung bei.

will sagen: ich glaub fast, so klug eure gedanken sind, in liebesdingen ist nicht alles nur ratio, und ein kleines tückchen zu böse seid ihr beide eurer kumpeline nach meinem empfinden schon, dass die welt mit ihr nun einen kleinen knacks hat...
Ich sage nicht, dass es mich kalt gelassen hat. Aber ich beziehe meine Enttäuschung nicht auf sie. Wenn sie nichts für mich empfindet, kann ich ihr das ja nicht zum Vorwurf machen. Das ist eine Tatsache, die sicherlich große Spuren hinterlassen hat, aber so ist das nun mal bei dem Spiel.

Wie gesagt, bis zu dem letzten Treffen mit ihr, war ich extrem down, aber in keinem Fall böse auf sie. Aber kann auch sein, dass sich das mit der Zeit auch so entwickelt hätte egal wie sie sich verhalten hätte.

Was meinst du mit zu böse? Zu böse für was?

Wie schon gesagt, ich bin gerne bereit anzuerkennen, dass ich eine Freundschaft mit ihr nicht führen könnte. Und es kann sehr gut sein, dass alles was du gesagt hast in schlimmster Weise auch auf mich zutrifft. Aber ich bin jemand, dem so etwas mit dem Dampfhammer mitgeteilt werden muß. Ich kann so etwas nicht aufgrund von Überlegungen abtun. Ich kann Grenzen sehr oft nur akzeptieren, wenn ich an sie stoße und nicht weil ich denke, dass sie da wären.

In Bezug auf Bruder-Schwester-Freundschaft bin ich mittlerweile der selben Meinung wie du. Trotzdem hätte ich es gerne probiert.

Könntest du vielleicht die Antwort auf DT's Frage bitte etwas länger geben. Wieso verändert es sich so?

Liebe Grüße,

Marty McFly

#80
Hahahaha, what's the matter, McFly? CHICKEN!?

Sorry, der mußte jetzt sein... ich geh ja schon. :D



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