Selbstmord: Feigheit oder Mut?
Geschlossen47 Antworten8'662 AufrufeGestartet von zickig ·
Doch ist es kritisch und voraussetzend eine Meinung zu bilden, wenn man noch keine Lebenserfahrung hat? Wenn man sich informiert über gewisse Sachen, wenn man selber seine Umgebung beobachtet und analysiert, so kann man sich trotz wenig Lebenserfahrung eine Meinung zum Selbstmord bilden.Ich kritisiere keinesfalls, dass du dir eine Meinung bildest. Das geht sowieso automatisch. Vielmehr kritisiere ich, dass du pauschal verurteilst.
Ich meine, wie kannst du einem Rentner vorwerfen sein Selbstmord sei feige? Du warst niemals in seiner Situation und trotzdem maßt du dir an, darüber urteilen zu können, ob sein Freitod richtig ist, oder nicht.
Wie kannst du das? Erkläre mir, wie du das kannst, solche Menschen pauschal zu verurteilen.
Da hilft keine emotionslose Information, da hilft kein Beobachten. So etwas lernt man nicht einfach 'nachzufühlen'.
Doch ich sehe kein Verständnis für die anderen. Das es so weit kam, haben sie sich selber zuzuschreiben und aus diesem Grund stehen sie am Punkt wos nicht mehr geht.Naiv. Nichts anderes ist diese Einstellung. Man kann nicht immer etwas für das, was einem widerfährt.
Stell dir vor, du wärest Zugführer und dir springt einer vor den Zug. Du fällst in schwere Depressionen und Selbstvorwüfe, obwohl du nichts dafür kannst.
Willst du hier argumentieren, dass der Zugfahrer selbst Schuld an seiner Situation ist?
Oder dir schlägt jemand bei einer Party ausversehen ne Flasche ins Gesicht und als Folge bist du auf einem Auge blind.
Ist man hier selbst schuld?
Wenn man sich nicht gerade in seinem Zimmer einschließt kann einem jederzeit etwas passieren. Das kann man gar nicht verhindern.
Und diese Argumentation gilt einzig auf deine Feststellung man sei immer selbstverschuldet an seiner Situation.
Man kann immer Zustände ändern wenn man möchte, man muss den Willen dazu haben....Auch naiv.
Egal wie lang der Kampf dauert im Leben, eines Tages kommt das Ende von allem. Nach jedem Gewitter scheint die Sonne. Egal wie tief man sinkt, man muss wieder steigen.
Man kann ohne Beine nicht plötzlich wieder laufen.
Oder anders gesagt: Wenn mir in meiner Realität die Beine fehlen, dann kann ich nicht wieder laufen, nur weil du mir das sagst.
Ihr alle sagt mir, ich solle Verständnis zeigen für eine Person die freiwillig aus dem Leben scheidet.Soll sich ein potentieller Selbstmörder etwa schuldig fühlen, weil andere unfreiwillig sterben? Das ist absurd. Absurder wird deine These nur noch dadurch, dass man laut deiner Meinung angeblich an allem was einem widerfährt selbst Schuld trägt.
Doch was ist mit den Leuten die unfreiwillig ausscheiden? Die Personen, die eine Person verloren haben aufgrund von Zuständen, die niemand ändern konnte? Krebs, Autounfall, Flugzeugabsturz oder simpel ein Unfall?
Am besten nehm ich mir gleich das Leben, da ich hier satt und glücklich sitze, während in Afrika zigmillionen Kinder hungern - und sterben. :rolleyes:
So in etwa funktioniert deine Argumentation.
Man lacht quasi über den unfreiwilligen Tot und sagt aus: "Hey, schaut mich an, ich kann mich entscheiden ob ich leben will oder nicht!" - Der andere konnte es nicht.Zeig mir auch nur einen einzigen Selbstmörder der eine solche Haltung wirklich vertritt. Zeig ihn mir.
Selbstmord ist kein Spaß, keine Party. Man entscheidet sich nicht nach seiner Lieblingssoap einfach mal so zu einem Selbstmord. Man muss da erstmal die Grenze überwinden sich wirklich bewusst das Licht auszupusten. Das geht nicht einfach mal eben so. So nebenbei. Die meisten Menschen sind zutiefst verzweifelt, jahrelang, bevor sie sich wirklich zu einem solchen Schritt entschließen.
Ich habe manchmal das Gefühl, die Schwere der Tat, das Leben am Ende wirklich aus eigener Hand zu beenden, wird von so manchen absolut nicht begriffen.
Und wenn du, lieber Phanthomas, schon soooo superviele Schicksalschläge erlebt hast, wäre es doch mal an der Zeit, ein Buch darüber rauszubringen und nicht hier die Leute ständig anzugehen, dass sie DEINE ach so tollen Erfahrungen noch nicht gemacht haben.Was ist denn bitte das für ein Absatz? Schämst du dich selbst nicht, auf ein derartiges Kindergartennivau zu rutschen?
Stichwort: Respekt.
Hallo, ich hatte noch nie selbstmord gedanken oder der gleichen..
aber die Erfahrungen die ich mittlerweile habe wenn sich jemand wirklich selber umbringen möchte der hängt es nicht an die große Glocke bzw erzählt jemandem sein vorhaben!
Ich kenne viele Leute die schon so oft gesagt haben ich bringe mich um ich kann nicht mehr und nie aber wirklich nie haben sie es gemacht!
Ich kannte einen Jungen Mann zwar nicht lange so knapp 1 Jahr wir haben uns öfters mal im Dorf getroffen oder mal so im internet miteinander gerdet.
er hatte viele sehr viele freunde war sehr beliebt und ein herzens guter mensch!!!
Das einzige Problem er bekam Krampfanfälle und dachte wenn man Party macht gehört Kokain und Alkohol dazu das wiederrum hat meine meinung von ihm geändert ich hatte keinen kontakt mehr zu ihm weil ich mit leuten die drogen nehmen nichts zu tun haben möchte.
Trotz allem konnte man mit ihm über alles reden! Er war sozusagen im großen und ganzen ein super kerl!!!
Nunja vor 3 Tagen bekam ich einen Anruf das er sich umgebracht hatte.
wieso weshalb und warum weiß niemand und ich kann nicht verstehen wieos er es getan hat was die gründe waren ihm ging es gut er hatte freunde war sehr beliebt wieos hat er das getan???
Es macht mich traurig zu wissen das er mir nicht mehr über den weg laufen wird und ich bereue zu tiefst das ich so nicht mehr mit ihm gesprochen hatte.
und habe mir gesagt ich werde versuchen mit keinem menschen mehr im streit auseinander zu gehen es könnte das letzte mal sein ihn zu sehen!
Trotz allem bin ich eben der Meinung Bellende Hunde beißen nicht!
Leute die jedem erzählen ich töte mich tun es nicht!
Er war wirklich sehr lebensfroh!! Niemand aber wirklich neimand weiß wieso er sich das leben nahm die eltern nicht die freunde niemand kann es sich erklären....
ist es nicht total mies das die eltern freunde bekannte ein leben lang auf der frage sitzen bleiben WARUM???
Nur er weiß und er hat nichts vorgewahnt er wollte sterben sonst hätte er was gesagt leute die sagen ich bringe mich um könnte sein das sie es versuchen aber mit dem hintergedanken mich findet jemand noch lebend oder es ist eben ein Hilfeschrei
vlg
aber die Erfahrungen die ich mittlerweile habe wenn sich jemand wirklich selber umbringen möchte der hängt es nicht an die große Glocke bzw erzählt jemandem sein vorhaben!
Ich kenne viele Leute die schon so oft gesagt haben ich bringe mich um ich kann nicht mehr und nie aber wirklich nie haben sie es gemacht!
Ich kannte einen Jungen Mann zwar nicht lange so knapp 1 Jahr wir haben uns öfters mal im Dorf getroffen oder mal so im internet miteinander gerdet.
er hatte viele sehr viele freunde war sehr beliebt und ein herzens guter mensch!!!
Das einzige Problem er bekam Krampfanfälle und dachte wenn man Party macht gehört Kokain und Alkohol dazu das wiederrum hat meine meinung von ihm geändert ich hatte keinen kontakt mehr zu ihm weil ich mit leuten die drogen nehmen nichts zu tun haben möchte.
Trotz allem konnte man mit ihm über alles reden! Er war sozusagen im großen und ganzen ein super kerl!!!
Nunja vor 3 Tagen bekam ich einen Anruf das er sich umgebracht hatte.
wieso weshalb und warum weiß niemand und ich kann nicht verstehen wieos er es getan hat was die gründe waren ihm ging es gut er hatte freunde war sehr beliebt wieos hat er das getan???
Es macht mich traurig zu wissen das er mir nicht mehr über den weg laufen wird und ich bereue zu tiefst das ich so nicht mehr mit ihm gesprochen hatte.
und habe mir gesagt ich werde versuchen mit keinem menschen mehr im streit auseinander zu gehen es könnte das letzte mal sein ihn zu sehen!
Trotz allem bin ich eben der Meinung Bellende Hunde beißen nicht!
Leute die jedem erzählen ich töte mich tun es nicht!
Er war wirklich sehr lebensfroh!! Niemand aber wirklich neimand weiß wieso er sich das leben nahm die eltern nicht die freunde niemand kann es sich erklären....
ist es nicht total mies das die eltern freunde bekannte ein leben lang auf der frage sitzen bleiben WARUM???
Nur er weiß und er hat nichts vorgewahnt er wollte sterben sonst hätte er was gesagt leute die sagen ich bringe mich um könnte sein das sie es versuchen aber mit dem hintergedanken mich findet jemand noch lebend oder es ist eben ein Hilfeschrei
vlg
@falsche_richtung:
Um mal deine Argumente aufzugreifen. Deine Beispiele sind fiktiv, aber dennoch gut.
Für mich ist ein Zugführer mit nem Selbstmörder vor dem Zug oder eine blindes Auge durch eine Flasche aber noch lange kein Grund, Selbstmord zu begehen. Dann gibst du ja ANDEREN die Schuld an seinem Selbstmord. Der Zugführer kann nichts dafür, dass es passiert ist, richtig, aber er kann etwas dafür, was er aus der nachfolgenden Situation macht. Ebenso der Typ mit dem kaputten Auge. In BEIDEN Fällen bekommen die Betroffenen HILFSANGEBOTE... was sie daraus machen, ist ihre Sache. Und dort fängt das Verwerfliche an: Nehmen sie es nicht an, sind NUR SIE einzig und allein daran schuld, was aus ihnen wird. Und wenn sie aus den Gründen Selbstmord begehen, ist das schon eine Schuldzuweisung an das Umfeld: "Hey, ihr habt mir nicht geholfen.". Und so habe ICH schon Selbstmörder erlebt: Sie haben um Hilfe gebeten, aber sie nicht angenommen. Insofern kann ich SC00PTRX Argumentation schon nachvollziehen.
Und es gibt auch nichts, wo es nicht eine Lösung gäbe. Ich arbeite seit über 10 Jahren mit behinderten Menschen und glaub mir, da gibt es wesentlich mehr Leid. Nur habe ich noch nie einen behinderten Menschen erlebt (selbst psychisch Kranke), die sich das Leben nehmen wollten. Wahrscheinlich sind solche schlauer als die Allgemeinheit...
Man kann aber auch wie bisher weiterleben und jammernd dasitzen...
Deswegen sollten wir auch respektieren, dass jeder eine andere Meinung, andere Erfahrungen und andere Erlebnisse mit dem Thema Selbstmord hatte. Letztendlich kommt es doch auch auf die eigene Persönlichkeit an, wie man darüber denkt. Ist es jemand, der unselbständig ist und ständig auf andere angewiesen, wird er schon sagen: "Ach Gott, der arme Selbstmörder." - ist es jemand, der das Leben anpackt, wie es kommt, wird er sagen: "Soll er doch mehr aus seinem Leben machen und nicht anderen die Schuld geben.".
PS:
Um mal deine Argumente aufzugreifen. Deine Beispiele sind fiktiv, aber dennoch gut.
Für mich ist ein Zugführer mit nem Selbstmörder vor dem Zug oder eine blindes Auge durch eine Flasche aber noch lange kein Grund, Selbstmord zu begehen. Dann gibst du ja ANDEREN die Schuld an seinem Selbstmord. Der Zugführer kann nichts dafür, dass es passiert ist, richtig, aber er kann etwas dafür, was er aus der nachfolgenden Situation macht. Ebenso der Typ mit dem kaputten Auge. In BEIDEN Fällen bekommen die Betroffenen HILFSANGEBOTE... was sie daraus machen, ist ihre Sache. Und dort fängt das Verwerfliche an: Nehmen sie es nicht an, sind NUR SIE einzig und allein daran schuld, was aus ihnen wird. Und wenn sie aus den Gründen Selbstmord begehen, ist das schon eine Schuldzuweisung an das Umfeld: "Hey, ihr habt mir nicht geholfen.". Und so habe ICH schon Selbstmörder erlebt: Sie haben um Hilfe gebeten, aber sie nicht angenommen. Insofern kann ich SC00PTRX Argumentation schon nachvollziehen.
Und es gibt auch nichts, wo es nicht eine Lösung gäbe. Ich arbeite seit über 10 Jahren mit behinderten Menschen und glaub mir, da gibt es wesentlich mehr Leid. Nur habe ich noch nie einen behinderten Menschen erlebt (selbst psychisch Kranke), die sich das Leben nehmen wollten. Wahrscheinlich sind solche schlauer als die Allgemeinheit...
Man kann ohne Beine nicht plötzlich wieder laufen.Oder anders gesagt: Wenn mir in meiner Realität die Beine fehlen, dann kann ich nicht wieder laufen, nur weil du mir das sagst.Nein, aber man kann sich mit der Situation arrangieren und versuchen, seine Realität zu ändern. Stichwort: Es gibt nur EINE Realität - und jeder hat seine. Der Satz stammt im übrigen nicht von mir...
Man kann aber auch wie bisher weiterleben und jammernd dasitzen...
Deswegen sollten wir auch respektieren, dass jeder eine andere Meinung, andere Erfahrungen und andere Erlebnisse mit dem Thema Selbstmord hatte. Letztendlich kommt es doch auch auf die eigene Persönlichkeit an, wie man darüber denkt. Ist es jemand, der unselbständig ist und ständig auf andere angewiesen, wird er schon sagen: "Ach Gott, der arme Selbstmörder." - ist es jemand, der das Leben anpackt, wie es kommt, wird er sagen: "Soll er doch mehr aus seinem Leben machen und nicht anderen die Schuld geben.".
PS:
Was ist denn bitte das für ein Absatz? Schämst du dich selbst nicht, auf ein derartiges Kindergartennivau zu rutschen?Stichwort: Respekt.Ich habe den Satz total ernst gemeint. Und ich habe bestimmt vor einem Menschen KEINEN RESPEKT, der ständig andere in eine Verteidigungsposition drängt und mit unfairen Argumenten agiert.
Ich möchte dass Schluss ist! Ich möchte dass Schluss ist mit verurteilen und urteilen! Wer sind wir dass wir dass Leben oder den Tod eines Menschen beurteilen? Du möchtest wissen welchen Sinn es macht dass Leben vor seiner Zeit zu verlassen? Dann wirst du wohl oder übel genau das tun müssen.
Was kann einen veranlassen dass Leben verlassen zu wollen? Ich kenne nicht alle Gründe! Wer immer dieses Leben verlassen möchte muss sich vor niemandem rechtfertigen, insofern er kein Leben zurückgelassen hat. Ein vater der seinen Sohn verlässt, eine Mutter die ihre Tochter alleine lässt. Das sind für mich verbrechen am Leben!
Die einzige Freiheit die wir wirklich besitzen ist die über unser Fortleben zu entscheiden. Sollten wir aber Verantwortung übernommen haben bindet diese uns an unser Leben, für immer!
Was kann einen veranlassen dass Leben verlassen zu wollen? Ich kenne nicht alle Gründe! Wer immer dieses Leben verlassen möchte muss sich vor niemandem rechtfertigen, insofern er kein Leben zurückgelassen hat. Ein vater der seinen Sohn verlässt, eine Mutter die ihre Tochter alleine lässt. Das sind für mich verbrechen am Leben!
Die einzige Freiheit die wir wirklich besitzen ist die über unser Fortleben zu entscheiden. Sollten wir aber Verantwortung übernommen haben bindet diese uns an unser Leben, für immer!
Dieses Thema ist absolut fehl am Platze und ich würde es begrüßen wenn es dicht gemacht wird. Es geht hier um ein viel zu brisantes Thema als das man es erfassen könnte. Doch vor allem ist die Frage die im Titel gestellt wurde, weit ab von der Thematik des Liebeskummers.
Ich bitte um die Schließung, danke.
Ru
Ich bitte um die Schließung, danke.
Ru
EDIT:Nichts desto trotz denke ich dass Suizid meist von Menschen begangen wird die verzweifelt sind.
insofern er kein Leben zurückgelassen hat. Ein vater der seinen Sohn verlässt,Es wird IMMER Leben zurückgelassen...
Nichts desto trotz denke ich dass Suizid meist von Menschen begangen wird die verzweifelt sind.Jep! Ich finde toll, dass du schreibst, dass du so denkst. Und ich denke auch, dass wir JEDE Meinung respektieren sollten. Sowohl deine als auch die der anderen und uns nicht gegenseitig niedermachen.
Und ich denke auch, dass wir JEDE Meinung respektieren sollten.vor allem bei einem so schwierigen, emotianalen Thema. Man verändert sein Denken von der Jugend bis in das Alter bei solchen Themen. Es verändert sich, wenn man betroffen ist.
Das ist so ein Thema zu dem meine Signatur passt.
Thema geschlossen.
justine
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