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Selbstmordversuch-wie reagieren???

53 Antworten8'918 AufrufeGestartet von Borghi ·

#41
Asket, vielen Dank für Deine Anekdote. Ich werde versuchen, sie mir zu merken.

Mir ging es um zweierlei, zum einen die unsinnige Trennung von Medizin und Psychologie zu kritisieren.

Das andere geht um die schwierige Frage, wer helfen muss. Ausgegangen von dem Einsicht, dass der selbstmordgefährdete oder eben auch nur der, der mit dem Gedanken spielt, nicht die Beschuldigung der Erpressung verdient, sondern Hilfe und Fürsorge, bleibt die Frage, wer helfen muss.

Ich glaube auch, dass derjenige, der sich in einer Trennung befindet, und so weit geht, fixiert ist. Dies ist aber erstmal sein Problem, und nicht seine Berechtigung, eben nach dieser Person zu fordern. Um es konkreter zu sagen, Borghi muss sich nicht gezwungen fühlen. Es besteht kein Pflicht, den anderen zu retten, weil er nicht klar kommt. Wie ich schrieb und ich glaube, liegt viel in der Frage einer Verantwortung, die man mit einer Beziehung eingeht. Sie beginnt schon früher, man kann schon während einer Beziehung quälen, Einfluss im guten wie im schlechten auf ein anderes Leben nehmen. Und dies geht eben über die Dauer der Beziehung hinaus. Wenn man sich trennt, kann man vieles für Verlauf beider günstig und ungünstig beeinflussen, aber selbst das richtigste verhalten stößt hier auf die Psychologie des anderen, und wie die Macht, jemanden zu beeinlussen im Guten ein Ende hat, so kann auch die Verantwortung hier ein Ende nehmen. Es ist schön, wenn es anders geht, es ist toll, wie jemand hier schrieb, dass sie ihren Freund bei der Hand nahm, und ihm half. Es ist toll, wenn man die Vernantwortung an nimmt. Aber es gibt auch den Bereich, wo sich viele Probleme im eigenen Leben verflochten haben, in einer Krise bricht vieles hervor, was man im Leben erlebt hat, und man ist manchmal machtlos, dies alles noch beeinflussen zu können, was einem dann entgegenschwappt.

Eine nicht wahrgenommene Verantwortung bedeutet keine Schuld, die man auf sich genommen hat. Ich stimme Dir zu, es besteht die Idee der Verantwortung für den Partner über die Beziehung hinaus, aber es gibt eben auch eine Realität, die aus den eigenen Gefühlen, den eigenen Problemen, den eigenen Grenzen besteht, und den Problemen des anderen, die manchmal bei einer Situatioan ausbrechen, die andere wegstecken würden. So wie ihn keine Schuld trifft, die Beziehung nicht leicht verarbeiten zu können, so trifft aber auch den keine Schuld, der sich so schändlich benommen zu haben scheint, oder sich eben nicht mehr in der Lage sieht, noch etwas zu tun. Ideale brechen eben an der Komplexität der Realität.

Darum war mein Rat für Borghi, nicht irgendwas zu tun, sondern herauszufinden, was sie tun kann, also was er braucht, und was sie leisten kann. Das ist eine Verantwortung, die ihre beiden Seiten in Einklang zu bringen versucht. So wie man Nachsicht dem Partner gegenüber üben muss, der eben nicht weiter klar kommt, so muss man sich selbst auch Nachsicht gegenüber üben, und kann auch diese von anderen einfordern, hier nicht mehr tun zu können.

Trotzdem bleibt es schön, wenn man sich gegenseitig helfen kann. Aber ein Beziehung ist ja zum Teil, auch wenn es hier anders zu sein scheint, daran zerbrochen, dass dies nicht mehr klappte.

Neben die Verantwortung gesellt sich hier etwas anderes hinzu: Nachsicht in alle Richtungen, auch sich selbst gegenüber, Menschlichkeit, die über Moral und Verantwortung stehen kann.

Borghi muss ihren eigenen Weg finden, sich eben dahin führen, dass sie Entscheidung zu finden, die ihr weder Schuldgefühle geben, noch sie aus Mitgefühl binden. Und weil dies schwierig ist, weil gerade bei katastrophalen Gefühlen wie Selbstmord manchmal merh wissen hilft, war mein Rat, eben diesem nachzuspüren und nicht zu scheuen, sich der Hilfe von erfahrenen zu holen.

Die Frage der Fixierung: das eben weiß ich nicht zu beantworten, und hier bricht mein Rat. Manchmal kann eben genau diese Person helfen, diese Fixierung zu überwinden, manchmal kann genau sie es eben nicht. Dies hängt von der Art der Beziehung ab, von der Art, wie beide Partner "ticken". Eine Aufgabe soll es ja eben sein, diese Fixierung zu lösen.

Und dabei sei hier mal angefügt, dass es Möglichkeiten gibt, für einen Psychiater, eben diese Fixierung zu lösen. Das wäre ein bestandteil des Therapieziels, und hierbei kann der alte Partner auch stören. Man kann Menschen gegen ihren Willen behandlen, zum einen juristisch bei ganz genau umrissenen Fällen, sehr wenigen, aber man kann auch dann, und dies ist viel häufiger der Fall, behandeln, wenn der Patient leidet und deshalb vor einem Sitzt, aber eben sich inhaltlich gegen eine andere SIcht sträubt. Das ist eben Aufgabe des Therapeuten, diese Sicht wieder zu öffnen. Mal am Rande, auch wenn das spezieller gemeint ist: Paul Valery hat in seinem Buch "De fixe Idee" den Begriff für eine psychologische Erkrankung begründet.

Das ist vielleicht auch das Problem von Botghi und anderer. Man will helfen, sonst würde man hier schreiben, aber eben diese Fixierung schreckt ab. Rational, weil es vielleicht eben gar nicht heilsam ist, aber auch emotional, weil man sich hierin nicht verstricken will. Und diese Gradwanderung ist schwierig. Vielleicht ist manchmal auch ein Brief genug, in dem man ausdrückt, wie sehr man an den anderen glaubt, ihm Kraft wünscht, er den Weg aber ohne diese Person allein gehen muss, aber in diesen Worten spüren darf, dass der andere emotional kein Fremder ist, sondern bei einem ist, auch wenn die Wege sich auseinanderbewegen müssen.

Ich weiß nicht genügend über die Behandlung von Suizidgefährdeten, aber ich weiß, dass es in der Kurztherapie nach einer Trennung darum geht, die Beziehung möglichst schnell auch im Gespräch hinter sich zu lassen, und dabei zu helfen, dass der Patient wieder eigene Ziele entwickelt, eine eigene Vorstellung von seinem Leben. Manchmal schadet der alte Partner hierbei auch. Verantwortung kann dann auch heißen, sich zurückzunehmen.

Eines darf ich hier noch hinzufügen: Der Gedanke an Selbstmord ist nach einer Trennung häufig, meistens aber kürzer. Jetzt kann man wieder ein Diskussion über Krankheit eröffnent. Aber unserh Hirn hat Mechanismen, die in eine Depression führen. Hier kann man auch eine Antwort für kontruieren. Denn der verlassene braucht neue INtimität und neue Hilfe, und ist nicht mehr lebensfähig, durch seine Depression kann er aber auch diese Hilflosigkeit vermitteln, an seine Umgebung, die sich um ihn kümmern. Manchmal reicht aber die Fähigkeit de Umgebung nicht uas, manchmal schießen aber auch Mechanismn über das Ziel hinaus. Wie weit der eigentliche Partner aber hier gefragt ist? Es sind aber auf jeden Fall Menschen aufgerufen, den Verlassenen aufzufangen. Deswegen darf man den appelativen Selbstmord nicht veruteilen, sondern er ist eine soziale-neurologische Routinge, die in dieses Extrem münden kann. Krankheit? Die grenzen verschwinden hier.

Ürbigens haben Neurowissenschaflter die Hirnabläufe mit dem Ergebnis untersucht, dass sie sehr dem verlassen werden von der Mutter ähneln.

Hier wird auch die Katastrophe in den Gefühlen deutlich. Bei Säugern scheinen ähnliche neurochemische Prozesse abzulaufen, wenn die Mutter verloren gegangen ist. Das ist für jedes Junge eine Katdstrophe. Erst kämpfen sie, sie schreien, machen auf sich aufmerksam, aber dann beginnt das ganze auch zu kippen, und Resignation bis hin zur passiven Selbstaufgabe folgt. DAs Säugetierjunge wird ohne seine Mutter nicht überleben, die Psyche ist mit einer tödlichen Gefahr konfontiert und versucht zu entkommen, aber dann auch, sich damit einzrichten.

Ich weiß, dass ich jetzt hier nur streifen konnte, und unsauber Neurochemie und so etwas wie Soziobilogie darüber gelegt habe. Leicht zerpflückbar, trotzdem war es mir wert, auch diesen Ansatz hier mal mitzuteilen.

Zum einen für den Partner, der nicht klarkommt, und viele sagen, ach komm, ist doch nur eine Trennung, zum einen für sich selbst, wenn man an sich zu zweifeln beginnt. Trennung ist eine der Katastrophen, durch die wir anscheinend müssen, und nicht jeder ist in der Lage, sie gut zu meistern, das haben Krisen so an sich.

Und hier gebe ich DIr recht, hier ist die Verantwortung der anderen gefordert. Aber der Partner ist so unvolviert, das sein großer Einfluss genau dadurch gemindert wird, dass er zum einen selbst emotional leidet, nicht objektiv sein kann, zum anderen aber vielleicht bei bestimmten Konstellationen gar nicht der richtige ist.

Das kann nur Borghi herausfinden, und meine Nachsicht ist DIr sicher, egal wie Du Dich entscheidet, denn wenn es schwierig wird, kann man eigentlich keine Fehler mehr machen...man kann sich nur entscheiden.

Deshalb bleibt mir nur, wenn ich mehr von DIr weiß, mehr zu erzählen, oder einfach nur alles Gute zu wünschen, mit dem einzigen Rat, das eben um Hilfe zu bitten, manchmal auch ein guter Moment ist, sich einer Verantwortung vorsichtig zu stellen.

Alles Gute Borghi, viel Glück.

e

#42
ach nebenbei, ich habe auch darüber nachgedacht...ich war so verzweifelt. Und als ich das spürte, wieweit ich vielleicht gehen könnte, habe ich mich vor mir selber erschrocken, ich wußte zwar räumlich nicht mehr wohin, ich kam gerade aus der alten Stadt, war auf der Hälfte des Weges bei meinen Eltern, und musste eigentlich noch 600 km weiter, und wußte nicht mehr, ob ich dahin wollte, zurück konnte ich nicht mehr und da bleiben wo ich war, ging auch nicht, diese räumliche Verlorenheit spitzte meine Situation so zu, dass ich plötzlich anfing, nur noch auf und ab zu gehen, und ich merkte, wie Gedanken durch meinen kopf zuckten, wie ich nciht wollte, aber die ich nciht abstellen konnte. Ich danke dieser inneren zweiten Position, denn wegen ihr bin ich ins Krankenhaus gegangen, notaufnahme Psychiatrie. Und obwohl ich wußte, dass ich nur eines wollte, sie zurück, und eben verzweifelt war, weil ich wußte, es kann keiner mehr bewirken, zumindes glaubte ich dies, wußte ich auch nicht, was ich dort wollte, aber ich wußte nur, ich will das überleben, und ich war selber überrascht, wie der Psychiater in angenehmen holländischen Akzent es schaffte, in nur einer Stunde, nicht meine Verzweiflung zu nehmen, aber den Willen zu stärken, dieses Gefühl irgendwann hinter mir zu lassen. Denn ich, und das will ich mit keinem anderen vergleichen, wollte eigentlich wieder glücklich sein, nur ich glaubte nicht mehr daran, und hatte weder die KRaft was zu ändern, noch die Geduld oder die KRaft, eben das jetzt auszuhalten.

Das kann immer anders sein, bei jedem, bei mir war es eben so. Ich hatte auch nie eine Scheu vor dieser Branche, habe jetzt sogar selber dort gearbeitet. Vielleicht hat mir das da sehr geholfen, neben einem Charakterzug in mir, der vielleicht von einem wahren Selbstmord fernhält, auch wenn ich diese Gedanken hatte.

Und ich habe dann die Erfahrung gemacht, als mein Umfeld erkannte, was da ablief, es war ein Jahr schon her, was Hilfe bedeutet. Ich machte auch die Erfahrung, wie ich Freunde verloren hatte. Sie sagten, sie könnten nicht mehr. Ich habe es kaum schätzen können, aber da ist kein Groll, sie waren auch keine schlechteren Freunde, sie waren einfach schlicht überfordert. Mir hat diese Trennung viel genommen, und ich habe mir vielleicht viel genommen, aber zwei Dinge hat sie mir gegeben: diese Erfahrung und das ich nach über zehn Jahren zu meinen Eltern wieder eine emotionale, wenn auch schwierige Beziehung aufgenommen habe. ICh bin Ihnen sehr dankbar dafür, Sie haben es lange nicht erkannt, aber als die Zeichen eben nicht mehr zu überlesen waren, haben sie geholfen, vor allem meine Mutter. Ich habe dafür keinen Selbstmordversuch glücklicherweise gebraucht, aber ich weiß auch, dass mir diese Hilfe sehr geholfen hat. Und, um noch eine Information nachzuschieben, der Vater meiner Mutter hat selbstmord begangen, vielleicht hat sie das sensibler gemacht. Sie hat mir geholfen, und ich weiß nicht, wo ich ohne sie wäre. Meine Ex versteht nicht, was vor sich ging, sie weiß auch davon nichts. Ich trage ihr das nicht nach. Ich hätte mir ihre Hand gewünscht, aber ich habe auch gemerkt, das es so unendlich kompliziert wäre, ein GEfühl der Scham, ein Gefühl ihren Mitleides, aber auch sie erpressen zu wollen, und eben auch nicht zu wollen, so dass es mir im NAchhinein lieb war, mir nichts mehr gewünscht zu haben, dass sie, meine Ex es sieht, meine Zustand, es aber nicht getan hat, und dafür andere da waren.

Und auch heute muss ich daran arbeiten, diese FIxierung in meinem kopf an meine Ex zu lösen. ich tue dies mehr schlecht als recht, in dem ich mein eigenes Leben fortbewege, und eben zum Teil genau diese Probleme anpacke, die ich nach der Trennung mir geschaffen habe. Wenn mein Psychiater mich fragt, welche Ziele ich für meine Zukunft habe, komme ich zwar immer noch ins Stottern, aber da liegt meine Zukunft.

#43
Guter Kommentar!

Schön, murmelix, dass Du Dich öffnest.

Ich ändere meine Meinung daraufhin dahingehend, dass ich es nicht mehr als "unverantwortlich" beurteile, wenn Borghi sich auf kein Treffen mehr einlassen wollte.

murmelix, Du hast mir gezeigt, wie naiv ich war, als ich meinte, es besser zu wissen. Ich habe mir Deinen Beitrag drei mal durchgelesen und mich dann immer mehr in die Entscheidungsnot von Borghi einfühlen können, ein Weg, der mir vorher verschlossen war.

Sie hat keine Verantwortung. Nur Möglichkeiten. Und ich maße mir nicht mehr an, zu sagen, dass alle Voraussetzungen in diesem Fall gegeben sind, dass sie auch helfen müsste.

Die Ursache für meine vorherige Meinung war, dass ich von manchen Kommentaren zu diesem Thema in Thread von Retarius sehr enttäuscht war, die den Suizid-Gefährdeten in so anklagendem Ton beschimpften, dass ich die menschliche Schwäche als Abschieben von Verantwortung interpretiert habe. Darf mich nicht so leicht provozieren lassen...

Borghi, ich denke, murmelix hat Recht. Dich kann nie eine Schuld treffen, egal wie Du Dich entscheidest.

Vielleicht hift es Dir, wenn Leute hier noch reinposten, wie man es am besten anstellt, einem Gefährdeten die professionelle Hilfe nahezulegen.

Haltet durch,

Asket

#44
Hallo ihr Lieben!War gerade mit meinen Schatz (wird er immer sein auch wenn er nicht mein "Freund" ist) unterwegs, wir haben viel gesprochen, und er hat wieder gesagt dass ich sein einziger Lichtblick bin im Leben.Ich versuche nun mit ihm trotz alledem eine Freundschaft aufzubauen, ich habe ihn heute erklärt dass ich nicht denke dass es leichter wird für ihn wenn er den Kontakt abbricht, denn das war ja letztesmal der Auslöser für seinen SM Versuch,ich hab versucht ihn beizubringen wie wertvoll unsere Beziehung ist, wieviel wir uns geben können, auch wenn wir mom keine "fixe" Beziehung haben...er hat gemeint dass er es versuchen will...Das freut mich, denn trotz Meinungen von manchen dass es für ich leichter ist wenn er den Kontakt abbricht bin ich in diesem Fall einer anderen Ansicht...ich weiss dass er ohne mich noch viel verzweifelter ist...ich finde nicht dass "Erzwingen" was bringt.Ich finde nicht dass man wenn man unter "Zwang" versucht eine Person zu vergessen sie wirklich "verarbeiten" kann...

Ich würde gerne viel mehr zu euren netten, interessanten, umfangreichen Posts schreiben, aber ich muss dann wieder zu ihm, denk das geht mom vor...

Bis bald und alles Liebe, Borghi :)

#45
Hab noch was vergessen,nämlich es dezitiert auszudrücken:JA, ICH WILL IHM HELFEN, sogut ich kann, und in diesem Fall spüre ich auch, dass nur ich diese Fixierung lösen kann...ich werde alles dafür tun, das will ich, nicht weil ich mich schuldig fühle sondern weil er für mich der wertvollste Mensch ist den ich kenne, er hat gemeint dass er durch mich so viel Positives gesehen hat, wir zusammen so tiefe Einblicke ins Leben gewonnen haben, was total stimmt.Ich werde für ihn kämpfen, weil ich weiss dass auch für ihn ein Leben mit oder ohne mir als fixe Freundin oder Frau möglich ist.Wir sind uns sehr ähnlich und deshalb verstehe ich ihn.Ich werde immer für ihn da sein, von meiner Seite aus wird es immer Kontakt geben.

Ich war schon mal bei einem Psychater wegen einer Fixierung, es hat nicht geholfen, der einzige Mensch der mir raus helfen konnte war die Person auf die ich fixiert war.

Alles Liebe, Borghi

#46
Hallo Borghi,

ich freue mich darüber, dass Du einen klaren Weg gehst, und ihm nicht davon läufst (so wie es meine Freundin gemacht hat). Das ist sehr fair von Dir!

Dass der Person, auf die der Gefährdete fixiert ist, eine besondere Helferrolle zukommt, meinte ich ja auch bereits. Schön, dass Du dies aufgegriffen hast, denn wie ich von murmelix lernen durfte, besteht ja keinerlei Verpflichtung für Dich zu diesem Schritt. Respekt!

Schöne Grüße,

Asket

#47
@Asket, danke das ist sehr lieb von dir!!!

Für mich ist es selbstverständlich gerade weil wir uns so nahe sind, gerade weil ich ihn liebe.Wir hängen jetzt beide drinnen, weil er mir einfach zu wichtig ist.

Vielleicht bin ich auch ein bisschen egoistisch, denn ich weiss wie schlecht es mir geht wenn es ihm schlecht geht...

:)

#48
...ich finde ehrlich gesagt dass wir durch diese Situation sogar wachsen....

so, muss aber jetzt echt los, :schmatz: Borghi

#49
Ciao,

ich wünsche Euch noch viele interessante Gespräche! :klatsch:

Asket

#50
Ich muss ein wenig meinen Neid, nicht so eine Freundin gehabt zu haben oder eine zu kennen, hinwegschieben, und nichts tue ich lieber, auch wenn ich dieses Gefühl gerade sehe:

Borghi, das hört sich wunderbar an! Und es soll gut werden, daran glaube ich auch!

Das es diese Gefühle gibt, ist genau ein Teil, der mich hält, zu hoffen. Du hast auch mir geholfen, weil Du meinem Wunsch geholfen hast, einen anderen Menschen zu finden, der da sein wird, wenn es mir schlecht geht, der nicht nur nimmt und einfach geht, und für den ich dasein darf.

Ich glaube, dass fast alle so ein wollen. Aber ich habe auch gelernt, dass nicht alle so sind. Und was ich eben gelernt habe, vielleicht nur für mich, ist, es denen nicht nachzutragen, die nicht so sind, sondern entweder ihnen zu helfen, oder zu suchen, nur für mich zu suchen, Ihnen verzeihen zu können, und darauf eben zu hoffen, zu finden, was Borghi bereit ist, zu sein.

Und Asket, ich war auch enttäuscht und wütend über manche Meinung hier, deswegen habe ich mich auch hinreißen lassen, mehr zu schreiben. Vielen Dank, mit Dir hier ein wenig diskutiert zu haben.

#51
Grüß Euch!

Original von BorghiVielleicht bin ich auch ein bisschen egoistisch, denn ich weiss wie schlecht es mir geht wenn es ihm schlecht geht...
@Borghi: Selbstlosigkeit ist - wenn überhaupt - ein berechtigter Egoismus. Und Du leidest ja sicher nicht unter dem Krankenschwester-Syndrom...

@murmelix: Jedes Deiner Worte war es wert, geschrieben zu werden. Auch ich danke Dir!

Alles Gute,

Asket

#52
Ich habe mir die ganzen Posts nicht durchgelesen also entschuldigt bitte wenn ich eine eurer Aussagen wiederwholen sollte.

So jetzt aber... :) )

Zum ersten bin ich erstaunt und auch erfreut dass sich viele von euch so viel Zeit nehmen um sich mit ihrem Problem zu befassen dass zeigt dass dieses Forum doch ziemlich nützlich sein kann. So jetzt versuche ich nützlich zu sein und dass kann ich indem ich aus Erfahrung spreche. Wie du weißt Borgi habe ich selber versucht mir dass Leben zu nehmen weil ich den Verlust nicht vertragen konnte(Siehe oben, lange Story^^) Deswegen glaube ich sagen zu können dass du ihm nicht hilfst indem du weiterhin Kontakt zu ihm hast. Solange er nicht über dich hinweg ist gibt es keine Möglichkeit für ihn zur Ruhe zu kommen. Es ist unheimlich lieb von dir ihn nicht im Regen stehen lassen zu wollen aber anstatt ihn in den Regen zu stellen stößt du ihn immer wieder mitten in ein Meer aus Wehmut Trauer und Kummer. Als du ihn verlassen hast und ihm gesagt hast dass es mit euch keine Zukunft hat da kam der Moment an dem es anfing weh zu tun. Es kann erst wieder aufhören weh zu tun wenn er dich nicht merh liebt und sich mit dem Verlust abgefunden hat. Jedesmal wenn er dich sieht oder dich berührt spürrt er den Schmerz und das Verlangen nach dem was er nicht haben KANN. Du reißt seine Wunden immer wieder von neuem auf. gib ihm die CHance sich zu beruhigen. Gib ihm die Chance dich nicht mehr zu lieben. Er wird immer wieder fallen und jedesmal tiefer. Es erfordert jetzt selbstlosigkeit und auch ein bisschen liebe dem Schuldgefühl nicht nachzugeben. DU TUST IHM DAMIT KEINEN GEFALLEN!

Ich versuche nun mit ihm trotz alledem eine Freundschaft aufzubauen, ich habe ihn heute erklärt dass ich nicht denke dass es leichter wird für ihn wenn er den Kontakt abbricht, denn das war ja letztesmal der Auslöser für seinen SM Versuch,ich hab versucht ihn beizubringen wie wertvoll unsere Beziehung ist, wieviel wir uns geben können, auch wenn wir mom keine "fixe" Beziehung haben...er hat gemeint dass er es versuchen will...
Du hast recht der Auslöser war die Trennung aber was glaubst du wie oft er sich noch umbringen wollen wird wenn du ihm wie ein unerreichbaerer Stern vor der Nase hängst? Es wird ihm erstmal immer schlechter gehen bevor es ihm endlich wieder gut gehen kann. Wie gesagt ich sage dass nicht aus Bosheit aber dass was du im moment mit ihm machst finde ich nicht fair.

Zu Asket und den anderen muss ich sagen dass ich euch daran erinnern will was ihr durchgemacht habt als ihr verlassen wurdet und ob es euch leichter gefallen wäre wenn sich eure Angebetete um euch zu quälen noch Tage/Wochen vor euch geräkelt hätte? Ich hofffe ihr sprecht auchg aus Erfahrung wenn ihr Borghi solchen Rat gebt denn solcher Rat kann bitter Enden.

#53
Hi an alle!!!!!

Hoff es geht euch allen soweit gut!

@murmelix, asket:schön, dass ihr so "lebendig" Anteil nehmt, ihr schreibt so dass ich merke dass ihr meine Situation nachvollziehen könnt, schön dass ihr da seid!!!Ich bin 26 und hab echt schon so einiges erlebt (sollt vielleicht mal ein Buch schreiben ;) ), hab schon viel gesehen und auch viel riskiert,aber das hat mich nie davon abgehalten nicht selbstlos zu handeln,ich bin ein sehr hamoniebedürftiger Mensch, ich gebe gerne Liebe und bin für andere da, weil wir alle nicht perfekt sind und voneinander lernen können.Ich hab schon so wunderbare Begegnungen gehabt, die ich nie missen wollen würde.Für mich gibt es kein endgültig, es ist soviel möglich, vieles verbaut man sich selber aus falschem Stolz...Das Leben ist derart facettenreich... :)

@Thought:

Ich kann deine Meinung verstehen, ich frag mich manchmal auch ob es nicht besser für ihn wäre wenn der Kontakt aus ist, aber das ist eine schwierige Frage...aber wie du auch siehst gibt es auch Leute die sich gewünscht hätten wenn die Person für sie dagewesen wäre.Ich habe ihm nie gesagt dass wir keine Zukunft haben, der Auslöser war einfach dass ich gemerkt habe dass ich mich für andere Männer interessiere...das hat mich eben nachdenklich gemacht, und wie Murmelix schon sagt,

Ich will jetzt nicht mehr Verwirrung stiften, und ich kenne Dein Alter nicht, aber manchmal stellt man zuviel Erwartung auch an die Liebe. Der eine Partner muss nciht alle verdrängen oder austechen müssen, um der richtige zu sein. Es reicht, dass er es in sich ist, ohne jeden Vergleich, und es tut der Liebe keinen abbruch, wenn man sich auch für andere intressiert, aber immer für den einen entscheidet.
vielleicht ist das garnicht unbedingt als so negativ zu sehen, und mir kommt es mom auch vor dass wir uns dadurch beide verändern.Ich habe gestern zu ihm gesagt dass ich in den letzten 2 Monaten meiner Meinung nach viel vorsichtiger im Umgang mit den Gefühlen meiner Mitmenschen geworden bin, und er hat auch gemeint dass das so stimmt...

Momentan sieht es ganz gut aus, sicher mach ich mir trotzdem Sorgen, aber im vergleich zu einem Monat sind wir schon Lichtjahre weiter...

Alles Liebe Borghi

#54
HI! Wollte mich bei allen für ihre Tipps und Antworten bedanken... :super: , wer noch dazu schreiben möchte ist natürlich herzlich willkommen... ;)

Alles Liebe Borghi

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