Torpediere alles was mir Wichtig ist
72 Antworten7'402 AufrufeGestartet von SeaLife ·
SeaLifeThemenstart
Hallo zusammen
Wende mich nochmals mit einem Problem an Euch und hoffe, dass ihr mir irgendwie weiterhelfen könnt.
Seit ich mit meinem Mann zusammen bin (seit 18 Jahren) gab es immer etwas, was nicht gut gelaufen ist (ausser in der Beziehung). In den ersten Jahren hatte ich bei der Arbeit viele Probleme, nachher hatte ich es sehr streng und auch stressig mit unseren vier Kindern und danach hatten wir viel zu tun mit dem Hausumbau. Und jetzt, wo ich einen super guten Job habe, mit den Kindern im Moment auch alles gut geht, das Haus fertig ist, fange ich an, alles wieder irgendwie zu zerstören und ich würde am liebsten alles hinter mir lassen und irgendwo ein neues Leben anfangen.
Klar, mache ich natürlich nicht, aber momentan komme ich auf so blöde Gedanken.
Ich lasse die Erziehung der Kinder schleiffen, der Job ist mir gleichgültig geworden und auch die Beziehung zu meinem Mann hinterfrage ich je länger desto mehr.
Ich sehe keinen Sinn mehr im Ganzen. Bei allem was ich mache, frage ich mich, wofür eigentlich?
Auch wenn die Kinder einmal für ein Wochenende weg sind, was sehr selten ist, kann ich diese Zeit gar nicht geniessen. Im Gegenteil, ich werde dann richtig zickig und fühle mich unwohl.
Und auch wenn mein Mann von der Arbeit nach Hause kommt, freue ich mich gar nicht mehr so sehr, wie noch vor ein paar Monaten.
Es ist mir egal geworden.
Es ist aber auch nicht so, dass wir uns diese Ziele gesetzt haben und alles dafür machten, sie zu erreichen. Es hat sich einfach so ergeben.
Ich könnte glücklich und zufrieden sein und ich könnte das alles in vollen Zügen geniessen.
Aber es geht nicht!!
Wisst ihr einen Rat für mich, wie ich wieder da raus komme und endlich anfangen kann zu geniessen?
Liebe Grüsse
Wende mich nochmals mit einem Problem an Euch und hoffe, dass ihr mir irgendwie weiterhelfen könnt.
Seit ich mit meinem Mann zusammen bin (seit 18 Jahren) gab es immer etwas, was nicht gut gelaufen ist (ausser in der Beziehung). In den ersten Jahren hatte ich bei der Arbeit viele Probleme, nachher hatte ich es sehr streng und auch stressig mit unseren vier Kindern und danach hatten wir viel zu tun mit dem Hausumbau. Und jetzt, wo ich einen super guten Job habe, mit den Kindern im Moment auch alles gut geht, das Haus fertig ist, fange ich an, alles wieder irgendwie zu zerstören und ich würde am liebsten alles hinter mir lassen und irgendwo ein neues Leben anfangen.
Klar, mache ich natürlich nicht, aber momentan komme ich auf so blöde Gedanken.
Ich lasse die Erziehung der Kinder schleiffen, der Job ist mir gleichgültig geworden und auch die Beziehung zu meinem Mann hinterfrage ich je länger desto mehr.
Ich sehe keinen Sinn mehr im Ganzen. Bei allem was ich mache, frage ich mich, wofür eigentlich?
Auch wenn die Kinder einmal für ein Wochenende weg sind, was sehr selten ist, kann ich diese Zeit gar nicht geniessen. Im Gegenteil, ich werde dann richtig zickig und fühle mich unwohl.
Und auch wenn mein Mann von der Arbeit nach Hause kommt, freue ich mich gar nicht mehr so sehr, wie noch vor ein paar Monaten.
Es ist mir egal geworden.
Es ist aber auch nicht so, dass wir uns diese Ziele gesetzt haben und alles dafür machten, sie zu erreichen. Es hat sich einfach so ergeben.
Ich könnte glücklich und zufrieden sein und ich könnte das alles in vollen Zügen geniessen.
Aber es geht nicht!!
Wisst ihr einen Rat für mich, wie ich wieder da raus komme und endlich anfangen kann zu geniessen?
Liebe Grüsse
Hallo Sealife,
Es ist glaube ich die menschliche Tragödie schlechthin, dass man nie mit dem zufrieden ist, was man hat. Dass man erst merkt was man hatte, wenn man es verliert. Du befindest dich in einer statischen Situation, du siehst keine Entwicklung mehr vor dir, und meiner Meinung nach macht dich das depressiv. Versuche dir neue Ziele zu setzen. Vielleicht deprimiert dich einfach die Tatsache, dass jetzt doch gerade alles gut ist, weil du jemand bist, der Herausforderungen mag. Dem was du schreibst nach schätze ich dich so ein. Vielleicht kannst du dich auf die Suche nach einem neuen interessanten Hobby machen. Etwas, das dich wieder fördert. Wenn das Haus jetzt fertig ist, mach dich an etwas anderes ran. Ich glaube deine Depression hat nichts mit deinem Mann und deinen Kindern zu tun, sondern nur mit dir selbst. Ich würde das voneinander trennen, und schauen, was dir fehlt. Es ist normal, dass einen die Familie alleine nicht NUR erfüllt. Es braucht noch etwas anderes, etwas das die Kreativität fördert, den Schaffensgeist. Hast du irgendwelche Interessen, die du der Familie wegen auf Eis gelegt hast?
Es ist glaube ich die menschliche Tragödie schlechthin, dass man nie mit dem zufrieden ist, was man hat. Dass man erst merkt was man hatte, wenn man es verliert. Du befindest dich in einer statischen Situation, du siehst keine Entwicklung mehr vor dir, und meiner Meinung nach macht dich das depressiv. Versuche dir neue Ziele zu setzen. Vielleicht deprimiert dich einfach die Tatsache, dass jetzt doch gerade alles gut ist, weil du jemand bist, der Herausforderungen mag. Dem was du schreibst nach schätze ich dich so ein. Vielleicht kannst du dich auf die Suche nach einem neuen interessanten Hobby machen. Etwas, das dich wieder fördert. Wenn das Haus jetzt fertig ist, mach dich an etwas anderes ran. Ich glaube deine Depression hat nichts mit deinem Mann und deinen Kindern zu tun, sondern nur mit dir selbst. Ich würde das voneinander trennen, und schauen, was dir fehlt. Es ist normal, dass einen die Familie alleine nicht NUR erfüllt. Es braucht noch etwas anderes, etwas das die Kreativität fördert, den Schaffensgeist. Hast du irgendwelche Interessen, die du der Familie wegen auf Eis gelegt hast?
Hallo Käferin
Du hast ein paar gute Ansätze. Danke.
Nebst Familie und Haus arbeite ich noch Teilzeit und habe mit Fitness und Joggen angefangen.
Für grössere Sachen wie z.B. eine Weiterbildung, fehlt mir momentan mit den vier Kindern, der Kleinste ist erst 2 Jahre alt, einfach die Zeit zum Lernen.
Nur bin ich mir nicht sicher, ob meine Gleichgültigkeit wegen der fehlenden Herausforderung herrührt, denn gefordert werde ich jeden Tag...
Du hast ein paar gute Ansätze. Danke.
Nebst Familie und Haus arbeite ich noch Teilzeit und habe mit Fitness und Joggen angefangen.
Für grössere Sachen wie z.B. eine Weiterbildung, fehlt mir momentan mit den vier Kindern, der Kleinste ist erst 2 Jahre alt, einfach die Zeit zum Lernen.
Nur bin ich mir nicht sicher, ob meine Gleichgültigkeit wegen der fehlenden Herausforderung herrührt, denn gefordert werde ich jeden Tag...
Hallo Sealife, kann es sein, dass du mit dir selbst nicht zufrieden bist? Nimmst du dir genug Zeit für dich selbst? Hast du genug Momente, die nur für dich sind?
Hi yertan
Mmh, momentan bin ich wirklich sehr unzufrieden (auch mit mir selber). Weil ich das Gefühl habe, nichts mehr auf die Reihe zu kriegen und weil ich mich unfähig fühle, die Momente und das Jetzt zu geniessen.
Zeit für mich selber habe ich beim Fitness und beim Joggen. Ob es genügt? Keine Ahnung.
Wenn ich zu viel Zeit habe, werde ich unruhig und fühle mich wie ein gefangener Tiger.
Was mich aber am meisten beschäftigt ist einfach, dass mir das, was ich jetzt habe und mir sehr wichtig war oder ist, dass ich das Stück für Stück kaputt mache.
Für meine Kinder fehlt mir die Geduld und die Freude, beim Arbeiten bin ich unkonzentriert und mein Mann spürt meine Stimmungsschwankungen.
Ich drehe mich im Kreise und komme einfach nicht weiter.
Mmh, momentan bin ich wirklich sehr unzufrieden (auch mit mir selber). Weil ich das Gefühl habe, nichts mehr auf die Reihe zu kriegen und weil ich mich unfähig fühle, die Momente und das Jetzt zu geniessen.
Zeit für mich selber habe ich beim Fitness und beim Joggen. Ob es genügt? Keine Ahnung.
Wenn ich zu viel Zeit habe, werde ich unruhig und fühle mich wie ein gefangener Tiger.
Was mich aber am meisten beschäftigt ist einfach, dass mir das, was ich jetzt habe und mir sehr wichtig war oder ist, dass ich das Stück für Stück kaputt mache.
Für meine Kinder fehlt mir die Geduld und die Freude, beim Arbeiten bin ich unkonzentriert und mein Mann spürt meine Stimmungsschwankungen.
Ich drehe mich im Kreise und komme einfach nicht weiter.
Dieses "ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden" kenne ich auch. Alle Baustellen sind geräumt und was macht man nun? Meistens dauert dieser Zustand an, bis einer kommt und sagt:
"Mensch Klasse, dies hast Du alles auf die Reihe bekommen? Ehrlich? Haus fertig, Du arbeitest, das mit 4 Kindern, wie machst Du dies nur? Und Du machst noch Sport? Woher nimmst Du die Zeit?........"
Sea, Du brauchst für Dich einfach eine neue Herausforderung, ein neues Ziel. Könnte dieses nicht ausnahmsweise mal darin bestehen, dass Du sagst: Pause, durchatmen und neu orientieren.
Mensch, nun nutze doch diese Zeit.
"Mensch Klasse, dies hast Du alles auf die Reihe bekommen? Ehrlich? Haus fertig, Du arbeitest, das mit 4 Kindern, wie machst Du dies nur? Und Du machst noch Sport? Woher nimmst Du die Zeit?........"
Sea, Du brauchst für Dich einfach eine neue Herausforderung, ein neues Ziel. Könnte dieses nicht ausnahmsweise mal darin bestehen, dass Du sagst: Pause, durchatmen und neu orientieren.
Mensch, nun nutze doch diese Zeit.
Schwierig wenn man sich nur durchs hinarbeiten auf ein Ziel deifnieren kann, dann fängt es bereits auf der Zielgraden an nervig zu werden, nach Zielüberquerung lästig.
Das kommt dann davon, wenn man sät und ackert des säen und ackerns Willen aber nicht ernten will.
Meisst ist dann eine kleine Stimme im Kopf die flüstert "Ich darf nicht ernten, ich darf nicht ernten, ich muss etwas leisten, wenn ich nichts leiste bin ich nichts wert"
Horch mal genau hin.
Dazu braucht man gar nicht als Eremit in eine Höhle ziehen oder sich in einem indischen Ashram einquartieren und erst recht nicht die 25ste Ausbildung auf der Sinnsuche anfangen um sich noch weiter zu verlieren. Es reicht schon, wenn man vom "Ich muss" zum "Ich darf" Konzept überwechselt.
Das kommt dann davon, wenn man sät und ackert des säen und ackerns Willen aber nicht ernten will.
Meisst ist dann eine kleine Stimme im Kopf die flüstert "Ich darf nicht ernten, ich darf nicht ernten, ich muss etwas leisten, wenn ich nichts leiste bin ich nichts wert"
Horch mal genau hin.
Es ist glaube ich die menschliche Tragödie schlechthin, dass man nie mit dem zufrieden ist, was man hat.Es ist mitnichten menschlich. Es ist die Tragödie der vermittelten Werte unserer Gesellschaft. Alle die davon aussteigen fangen an mit sehr wenig sehr zufrieden zu werden, denn sie werden wieder Mensch.
Dazu braucht man gar nicht als Eremit in eine Höhle ziehen oder sich in einem indischen Ashram einquartieren und erst recht nicht die 25ste Ausbildung auf der Sinnsuche anfangen um sich noch weiter zu verlieren. Es reicht schon, wenn man vom "Ich muss" zum "Ich darf" Konzept überwechselt.
Eventuell ist das ganze auch eine art "burnout" ? Du hast jetzt 20 jahre geackert und bist nie zur ruhe gekommen. jetzt, wo alles "scheinbar" paletti" ist und ruhe einkehrt, merkt dein körper und deine seele, dass das ganze vielleicht zuviel war?
Finde das ganze klingt nach einer leichten depression...
B.
Finde das ganze klingt nach einer leichten depression...
B.
Nein, Burnout ganz sicher nicht. ;) Eher Boreout. Aber so eine "Diagnosenstellerei" sollten wir hier nicht wieder betreiben.
Liebe Sealife, ich seh es wie SeinMädchen: du brauchst eine neue Herausforderung. Vielleicht bist du ein Mensch, der immer etwas zum Kämpfen braucht, der ohne eine neue Herausforderung nicht zufrieden ist, nicht leben kann.
Liebe Sealife, ich seh es wie SeinMädchen: du brauchst eine neue Herausforderung. Vielleicht bist du ein Mensch, der immer etwas zum Kämpfen braucht, der ohne eine neue Herausforderung nicht zufrieden ist, nicht leben kann.
Danke Euch allen für die Antworten
Deine Worte, Charlies_Berta, gingen mir sehr nah. Wir haben uns zwar diese sogenannten Ziele nie gesetzt, und trotzdem ist da etwas, was mich sehr berührt hat.
Ich möchte einfach mit dieser Situation die jetzt ist, zufrieden sein.
Ich habe wunderbare Kinder und Ehemann, aber ich spüre sie nicht. Emotional sind alle weit weg und ich treibe sie noch weiter weg.
Pause, durchatmen und neu orientieren.@seinMädchen: Wahrscheinlich ist da was dran. Aber bei dieser Leere die ich jetzt spüre, wird es mir unbehaglich. Denn sie tut mir nicht gut und ich finde nichts, womit ich sie füllen kann.
Deine Worte, Charlies_Berta, gingen mir sehr nah. Wir haben uns zwar diese sogenannten Ziele nie gesetzt, und trotzdem ist da etwas, was mich sehr berührt hat.
Vielleicht bist du ein Mensch, der immer etwas zum Kämpfen braucht, der ohne eine neue Herausforderung nicht zufrieden ist, nicht leben kann.Das war vorher so, das stimmt. Aber jetzt möchte und kann ich nicht mehr kämpfen. Dazu habe ich zu wenig Energie.
Ich möchte einfach mit dieser Situation die jetzt ist, zufrieden sein.
Ich habe wunderbare Kinder und Ehemann, aber ich spüre sie nicht. Emotional sind alle weit weg und ich treibe sie noch weiter weg.
Du wirst noch weniger spüren wenn Du Dir nur ein neues Ziel steckst, eine neue Aufgabe suchst, Dich im Äußeren noch mehr verlierst.
Außen hast Du's geschafft anzukommen, innen nicht. Tut weh das zu spüren, wenn innen nichts ist weil außen nichts mehr ablenken kann.
Du hast jetzt die Wahl, alles zerschlagen was Dir was bedeutet um Dir was Neues aufbauen zu müssen, dann wärst Du über Jahre zurück geworfen und kannst Dein bisheriges Leben nochmal leben. Du kannst Dir auch neue Aufgaben suchen, zusätzliche Dinge um die Du Dich kümmern musst um genug Ablenkung von Dir selbst zu haben. Du kannst auch weglaufen. In ein Kloster gehen. Oder in ein Ashram auf der Sinnsuche. Manche fangen dann das Saufen an. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.
Dir sollte nur klar sein, daß Du außen nicht mehr ankommen kannst, das hast Du schon getan. Innen fehlt's. Das Aussen ist nichts wert wenn das Innen nicht genausoviel wert ist. Innen ankommen, kannst Du überall aber nicht über's Außen.
Halt doch mal an und iss an der Bude in Ruhe ein paar Fritten, trink ein Cola dazu und schau Dir den Ort an. Zu Fuß. Danach kommen Dir 50 km/h auch wieder wie ein anständiges Tempo vor.
Für den Anfang reicht das schon.
Außen hast Du's geschafft anzukommen, innen nicht. Tut weh das zu spüren, wenn innen nichts ist weil außen nichts mehr ablenken kann.
Du hast jetzt die Wahl, alles zerschlagen was Dir was bedeutet um Dir was Neues aufbauen zu müssen, dann wärst Du über Jahre zurück geworfen und kannst Dein bisheriges Leben nochmal leben. Du kannst Dir auch neue Aufgaben suchen, zusätzliche Dinge um die Du Dich kümmern musst um genug Ablenkung von Dir selbst zu haben. Du kannst auch weglaufen. In ein Kloster gehen. Oder in ein Ashram auf der Sinnsuche. Manche fangen dann das Saufen an. Die Möglichkeiten sind unbegrenzt.
Dir sollte nur klar sein, daß Du außen nicht mehr ankommen kannst, das hast Du schon getan. Innen fehlt's. Das Aussen ist nichts wert wenn das Innen nicht genausoviel wert ist. Innen ankommen, kannst Du überall aber nicht über's Außen.
Ich möchte einfach mit dieser Situation die jetzt ist, zufrieden sein.Bist Du schonmal mit 200 Sachen 3 Stunden lang über die Autobahn gefahren und dann in eine Ortschaft? Kennst Du das Gefühl wie man anfängt zu drängeln und den Tacho zu hassen, weil man meint nicht vorwärts zu kommen?
Halt doch mal an und iss an der Bude in Ruhe ein paar Fritten, trink ein Cola dazu und schau Dir den Ort an. Zu Fuß. Danach kommen Dir 50 km/h auch wieder wie ein anständiges Tempo vor.
Für den Anfang reicht das schon.
hallo liebe SeaLife, wenn ich versuche, mich in deine lage zu versetzen, dann hört sich das für mich so an (und ich wiederhole deine geschichte, wie ich sie verstehe):
von jugend an war das leben ein kampf und eine herausforderung und es hat geklappt und vieles, was du dir vorgenommen hast, hast du erreicht. nicht alles, man wird abgeklärt mit der zeit, man lernt viel, entwickelt lösungskompetenz und assoziationsfähigkeit und behält den überblick: dass alles läuft und dass sich alle entsprechend ihrer möglichkeiten entfalten können.
das ist dir gelungen und man kann nur gratulieren. aber jetzt kommts demnächst: die lebensmitte, die so oft 'magische' 40, langsam aber doch. und es ist nicht nur die (langsam, sehr langsam kommende) hormonumstellung, die für verwirrung sorgt, sondern auch die überlegungen: was kommt noch, was hat man erreicht, was hat man versäumt und was ist eigentlich aus den jugendträumen geworden - aus denen, die sich nicht erfüllt haben, kann man sich daran überhaupt noch erinnern oder hat man alles verworfen?
und was ist bei all dieser abgeklärtheit, beim überblick-bewahren und beim organisieren, koordinieren, beim nach lösungen suchen eigentlich aus dem jugendlichen enthusiasmus geworden? aus der kindlichen fähigkeit, sich über kleine dinge zu freuen, als würde man die welt ganz neu entdecken? aus der spontanen begeisterungsfähigkeit, die du vll bei deinen kindern siehst und die dich nicht zu erreichen scheint?
du bist an einem punkt im leben angelangt, an dem du rückschau und vorschau zugleich halten solltest. und was immer dir hilft, dir klarheit zu verschaffen, probier es aus: vll hilft es dir, aufzuschreiben, was du getan hast in deinem leben, vll ist es ideal, eine to-do-liste zu machen, was du noch machen möchtest. vll bringt das aufbruchstimmung.
das leben verläuft in phasen und jetzt endet eine für dich und eine neue beginnt: es ist der spätsommer sozusagen. eine phase der reife, die neu gestaltet werden will. es ist nicht notwendig, bei einem neubeginn alles hinter sich zu lassen. man kann auch alles einpacken und mit auf die reise nehmen.
ein neuer lebensabschnitt hat auch etwas aufregendes an sich. was immer du tun möchtest oder immer schon tun wolltest: jetzt ist der richtige zeitpunkt gekommen, darüber nachzudenken. und ob das finanziell machbar ist und mit den kinder-/haus-/familienbetreuungspflichten kompatibel ist, findest du heraus - da du jahrzehntelang gelernt hast, wie man alles organisiert und koordiniert und sich zur zufriedenheit aller alles ausgeht. auch zu deiner zufriedenheit.
ich wünsch dir sehr, es gelingt dir, dass du etwas für DICH tun kannst, das deine familie und dein bisheriges leben mit einschließt, bereichert, ergänzt und erfüllt. ich wünsch dir alles liebe,
Isabel
von jugend an war das leben ein kampf und eine herausforderung und es hat geklappt und vieles, was du dir vorgenommen hast, hast du erreicht. nicht alles, man wird abgeklärt mit der zeit, man lernt viel, entwickelt lösungskompetenz und assoziationsfähigkeit und behält den überblick: dass alles läuft und dass sich alle entsprechend ihrer möglichkeiten entfalten können.
das ist dir gelungen und man kann nur gratulieren. aber jetzt kommts demnächst: die lebensmitte, die so oft 'magische' 40, langsam aber doch. und es ist nicht nur die (langsam, sehr langsam kommende) hormonumstellung, die für verwirrung sorgt, sondern auch die überlegungen: was kommt noch, was hat man erreicht, was hat man versäumt und was ist eigentlich aus den jugendträumen geworden - aus denen, die sich nicht erfüllt haben, kann man sich daran überhaupt noch erinnern oder hat man alles verworfen?
und was ist bei all dieser abgeklärtheit, beim überblick-bewahren und beim organisieren, koordinieren, beim nach lösungen suchen eigentlich aus dem jugendlichen enthusiasmus geworden? aus der kindlichen fähigkeit, sich über kleine dinge zu freuen, als würde man die welt ganz neu entdecken? aus der spontanen begeisterungsfähigkeit, die du vll bei deinen kindern siehst und die dich nicht zu erreichen scheint?
du bist an einem punkt im leben angelangt, an dem du rückschau und vorschau zugleich halten solltest. und was immer dir hilft, dir klarheit zu verschaffen, probier es aus: vll hilft es dir, aufzuschreiben, was du getan hast in deinem leben, vll ist es ideal, eine to-do-liste zu machen, was du noch machen möchtest. vll bringt das aufbruchstimmung.
das leben verläuft in phasen und jetzt endet eine für dich und eine neue beginnt: es ist der spätsommer sozusagen. eine phase der reife, die neu gestaltet werden will. es ist nicht notwendig, bei einem neubeginn alles hinter sich zu lassen. man kann auch alles einpacken und mit auf die reise nehmen.
ein neuer lebensabschnitt hat auch etwas aufregendes an sich. was immer du tun möchtest oder immer schon tun wolltest: jetzt ist der richtige zeitpunkt gekommen, darüber nachzudenken. und ob das finanziell machbar ist und mit den kinder-/haus-/familienbetreuungspflichten kompatibel ist, findest du heraus - da du jahrzehntelang gelernt hast, wie man alles organisiert und koordiniert und sich zur zufriedenheit aller alles ausgeht. auch zu deiner zufriedenheit.
ich wünsch dir sehr, es gelingt dir, dass du etwas für DICH tun kannst, das deine familie und dein bisheriges leben mit einschließt, bereichert, ergänzt und erfüllt. ich wünsch dir alles liebe,
Isabel
Liebe Isabel, vielen Dank für Deine aufmunternde Worte.
Ich würde das so gerne umsetzen, was Du geschrieben hast. Aber momentan kann ich es nicht. Zuerst muss ich irgendwie aus meinem Loch kommen und einen klaren Kopf bekommen.
Das Problem ist im Moment, dass ich mit der ganzen Situation, eigentlich mit Allem, völlig überfordert bin. Es wächst mir über den Kopf und ich fühle mich im Moment machtlos, etwas dagegen zu tun.
Sobald ich aber wieder Licht sehe, werde ich mich an die Arbeit machen.
Ich würde das so gerne umsetzen, was Du geschrieben hast. Aber momentan kann ich es nicht. Zuerst muss ich irgendwie aus meinem Loch kommen und einen klaren Kopf bekommen.
Das Problem ist im Moment, dass ich mit der ganzen Situation, eigentlich mit Allem, völlig überfordert bin. Es wächst mir über den Kopf und ich fühle mich im Moment machtlos, etwas dagegen zu tun.
Sobald ich aber wieder Licht sehe, werde ich mich an die Arbeit machen.
Zuerst will ich mich bei all denen bedanken, die mich in dieser Zeit so toll unterstützt haben. Vielen Dank für eure Hilfe :klatsch:
Seit diesem Thread ist es schon wieder eine Weile her und es ist viel passiert in der Zwischenzeit. Nach Wochen ging es Stück für Stück wieder bergauf. Aber es war nicht einfach.
Das Verhältnis zu meinen Kindern hat sich sehr gebessert und es ist wieder Ruhe eingekehrt. Ich fühle mich auch nicht mehr als versager, wenn sich die Kinder z.B. in der Öffentlichkeit streiten. Ist echt genial :party:
Auch die Beziehung zwischen meinem Mann und mir hat sich meines erachtens sehr gebessert und ich kann seine Nähe wieder zulassen.
Und trotzdem frage ich mich, lebe ich nur in einer Scheinwelt?
Während meiner Krise fragte ich mein Mann, ob er etwas vermisse. Er antwortete darauf, dass er den Sex und die körperliche Nähe vermisse, sonst sei für ihn alles in Ordnung.
Diese Aussage war wie ein Schlag ins Gesicht ;( .
Er hat auch nicht gemerkt, wie stark ich mich in den letzten zwei Jahre von der Familie entfernt habe und dass ich überhaupt nicht mehr präsent war. Und wie viel ich jetzt daran arbeite, die Nähe wieder herzustellen.
Das gibt mir doch sehr zu denken.
Vielleicht sehe ich auch nur Probleme, wo keine sind. Denn wir haben es ja gut miteinander, wir ergänzen uns, können über alles reden, streit haben wir so gut wie nie..
und doch fehlt mir etwas.
Ich habe auch gemerkt, dass wenn ich Probleme oder eine Krise habe, kann er mich nicht auffangen. Er kann in diesem Moment auch nicht nachvollziehen, wie es mir geht und warum alles so ist. Und da fühle ich mich schon sehr einsam und auch allein.
Was haben wir in unserer langjährigen Beziehung übersehen? Und was kann ich machen, damit ich mich auch einmal anlehnen kann und das Gefühl habe, einfach nur verstanden zu werden?
Liebe Grüsse
Seit diesem Thread ist es schon wieder eine Weile her und es ist viel passiert in der Zwischenzeit. Nach Wochen ging es Stück für Stück wieder bergauf. Aber es war nicht einfach.
Das Verhältnis zu meinen Kindern hat sich sehr gebessert und es ist wieder Ruhe eingekehrt. Ich fühle mich auch nicht mehr als versager, wenn sich die Kinder z.B. in der Öffentlichkeit streiten. Ist echt genial :party:
Auch die Beziehung zwischen meinem Mann und mir hat sich meines erachtens sehr gebessert und ich kann seine Nähe wieder zulassen.
Und trotzdem frage ich mich, lebe ich nur in einer Scheinwelt?
Während meiner Krise fragte ich mein Mann, ob er etwas vermisse. Er antwortete darauf, dass er den Sex und die körperliche Nähe vermisse, sonst sei für ihn alles in Ordnung.
Diese Aussage war wie ein Schlag ins Gesicht ;( .
Er hat auch nicht gemerkt, wie stark ich mich in den letzten zwei Jahre von der Familie entfernt habe und dass ich überhaupt nicht mehr präsent war. Und wie viel ich jetzt daran arbeite, die Nähe wieder herzustellen.
Das gibt mir doch sehr zu denken.
Vielleicht sehe ich auch nur Probleme, wo keine sind. Denn wir haben es ja gut miteinander, wir ergänzen uns, können über alles reden, streit haben wir so gut wie nie..
und doch fehlt mir etwas.
Ich habe auch gemerkt, dass wenn ich Probleme oder eine Krise habe, kann er mich nicht auffangen. Er kann in diesem Moment auch nicht nachvollziehen, wie es mir geht und warum alles so ist. Und da fühle ich mich schon sehr einsam und auch allein.
Was haben wir in unserer langjährigen Beziehung übersehen? Und was kann ich machen, damit ich mich auch einmal anlehnen kann und das Gefühl habe, einfach nur verstanden zu werden?
Liebe Grüsse
Das erste was mir da einfällt wäre - inwieweit hast Du Dich Deinem Mann gegenüber denn überhaupt geöffnet, ihm von Deiner inneren Distanz, Deinen Zweifeln, Deiner Einsamkeit, ja überhaupt von Deinen Gefühlen erzählt?
Oder etwas direkter, würde Dein Mann diesen letzten Eintrag von Dir lesen, würde er sich die Augen reiben weil er davon noch nie gehört hat oder würde er es lesen und sagen "das hat sie mir auch schon erzählt, ich weiß aber auch gerade nicht weiter"?
Oder etwas direkter, würde Dein Mann diesen letzten Eintrag von Dir lesen, würde er sich die Augen reiben weil er davon noch nie gehört hat oder würde er es lesen und sagen "das hat sie mir auch schon erzählt, ich weiß aber auch gerade nicht weiter"?
Ja wir haben darüber gesprochen. Er fragte mich dann, ob ich will, dass er ausziehen soll :confused: .
Er findet, dass wir eine gute Beziehung führen und dass alles so wie es ist, ok ist.
Kann es denn wirklich sein, dass man von der gefühlswelt vom Anderen nur wenig bis überhaupt gar nichts mitbekommt? Manchmal reicht doch schon ein Blick und man weiss, wie es dem Gegenüber geht??
Er findet, dass wir eine gute Beziehung führen und dass alles so wie es ist, ok ist.
Kann es denn wirklich sein, dass man von der gefühlswelt vom Anderen nur wenig bis überhaupt gar nichts mitbekommt? Manchmal reicht doch schon ein Blick und man weiss, wie es dem Gegenüber geht??
hallo sea-life.
das was du gerne hättest, dieses wortlose verstehen- das ist wirklich ganz selten. und ich glaube nicht, dass das ein muss für eine gute beziehung ist.
man muss sich mitteilen. wer verstanden werden will, muss sich zeigen. anders geht es nicht. gedankenlesen kann keiner.
das was du gerne hättest, dieses wortlose verstehen- das ist wirklich ganz selten. und ich glaube nicht, dass das ein muss für eine gute beziehung ist.
man muss sich mitteilen. wer verstanden werden will, muss sich zeigen. anders geht es nicht. gedankenlesen kann keiner.
bearbeitet #18
Hallo madou
Dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Es geht mir nicht um das wortlose Verstehen in meiner Beziehung.
Jetzt gehe ich zwar von mir aus, aber wenn ich mit jemandem spreche oder zusammen bin den ich näher kenne, merke ich, wie es dieser Person wirklich geht. Und je nach Situation und Stimmung spreche ich sie dann auch an.
Dann habe ich mich falsch ausgedrückt. Es geht mir nicht um das wortlose Verstehen in meiner Beziehung.
Jetzt gehe ich zwar von mir aus, aber wenn ich mit jemandem spreche oder zusammen bin den ich näher kenne, merke ich, wie es dieser Person wirklich geht. Und je nach Situation und Stimmung spreche ich sie dann auch an.
ja, DU machst das so. du bist aber auch eine frau. ich mache das auch so. aber mein mann macht das auch nur bedingt. er lernt es jetzt gerade. männer sind eben mehr im verstand zu hause und kümmern sich um parktisches, technisches. oft. natürlich gibt es auch andere.
wie dem auch sei. du scheinst erwartungen zu haben an deinen mann. kann ich gut verstehen. habe ich auch. aber ich finde, man sollte seine bedürfnisse mitteilen. nur dann kann man sie erfüllt bekommen.
wie dem auch sei. du scheinst erwartungen zu haben an deinen mann. kann ich gut verstehen. habe ich auch. aber ich finde, man sollte seine bedürfnisse mitteilen. nur dann kann man sie erfüllt bekommen.
Ich habe mich auch schon gefragt, ob ich einfach nur zu hohe Erwartungen habe.
Ein paar Mal habe ich mit ihm darüber gesprochen, dass ich mich alleine fühle und oft auch einsam bin. Dass er zwar hier ist und wir auch miteinander sprechen, aber das was ich sage kommt irgendwie nicht an.
Er hört zwar zu, verstanden fühle ich mich aber nicht. Und somit bleibt gefühlsmässig alles an mir hängen und ich bin wieder allein damit.
Und das macht es für mich so schwierig. Dass niemand da ist, wo ich einfach nur abladen kann.
Ein paar Mal habe ich mit ihm darüber gesprochen, dass ich mich alleine fühle und oft auch einsam bin. Dass er zwar hier ist und wir auch miteinander sprechen, aber das was ich sage kommt irgendwie nicht an.
Er hört zwar zu, verstanden fühle ich mich aber nicht. Und somit bleibt gefühlsmässig alles an mir hängen und ich bin wieder allein damit.
Und das macht es für mich so schwierig. Dass niemand da ist, wo ich einfach nur abladen kann.
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