Torpediere alles was mir Wichtig ist
72 Antworten7'402 AufrufeGestartet von SeaLife ·
bearbeitet #21
Mmmh, ich könnt jetzt einen Roman schreiben, hab aber das Gefühl im Augenblick ist weniger mehr. Ich versuch mal ein wenig zusammenzudampfen. (ist mir mal wieder nicht gelungen, ich bin eine Tratschtante :D )
Selbst das wortlose Verstehen mit einem anderen Menschen ist möglich, nur braucht es dafür viel Zeit und viel Arbeit, von Beiden.
Was euch fehlt ist die emotionale Basis. Es geht mir nicht um Liebe, ob die da ist, weißt nur Du und er. Ihr funkt aber auf unterschiedlichen Wellenlängen. Ihr seid Beide völlig unterschiedliche Menschen, Du hast Dich weiterentwickeln müssen und willst das fortsetzen, Dein Mann will eigentlich alles so lassen wie es ist während bedingt durch Deine Weiterentwicklung sich die Beziehung auch weiterentwickeln müsste. Ihr entfernt euch daher mehr voneinander als zusammenzufinden. Das meine ich völlig wertfrei.
Zuerst mal solltet ihr Beide anerkennen, daß ihr grundverschiedene Menschen an grundverschiedenen Positionen seid. Deine Wünsche sind wie gesagt ok, aber wenn sie zur Erwartung werden, daß Dein Mann sie einfach so erfüllen kann, werden sie ein Problem. Dafür müsstest Du ihn erstmal abholen, denn er kann von seiner Position aus gar nicht nachvollziehen, wie es tatsächlich in Dir ausieht. Deine Einsamkeit kommt daher. Dein Männe hat die dann auch, merkt das nur nicht, weil er's für normal hält. Es kann nie einer alleine in einer Beziehung einsam sein weil die emotionale Distanz immer die gleiche ist, auf beiden Seiten. Es ist nur ein unterschied im Empfinden. Du leidest drunter und willst es deswegen ändern, Dein Männe nicht. Beides ist erstmal ok. Indem Du ihm Deine Position aufzwingen willst, versuchst Du ihn schon zu verändern und dann wird es zu einem Problem.
Ich kenn eure Gespräche nicht, ich kenn Dich nicht und ich kenne Deinen Männe nicht. Es fällt deswegen irre schwer einen sinnvollen Rat zu geben. Wie finden denn diese Gespräche statt, wie oft und was muss ich mir darunter vorstellen? Was sagst Du tatsächlich, wie sagst Du es und wie reagiert er? Sind es konkrete Aussagen? Oder Andeutungen? Inwieweit gelingt es Dir, nur über Deine Gefühle zu reden und ihn einzubeziehen ohne ihn dafür verantwortlich zu machen?
Schwierige Fragen und es bedarf viel Selbstbeobachtung um die beantworten zu können.
Bevor es untergeht - Du hast schon viel erreicht, denn Du akzeptierst Deine Gefühle heute und nimmst sie an! Das war mal anders. Bist weit gekommen :)
Ich habe mich auch schon gefragt, ob ich einfach nur zu hohe Erwartungen habe.Erwartungen sind sowieso grundsätzlich verkehrt - aber der Wunsch hinter Deiner Erwartung, ist es nicht! Der ist kerngesund.
Selbst das wortlose Verstehen mit einem anderen Menschen ist möglich, nur braucht es dafür viel Zeit und viel Arbeit, von Beiden.
Was euch fehlt ist die emotionale Basis. Es geht mir nicht um Liebe, ob die da ist, weißt nur Du und er. Ihr funkt aber auf unterschiedlichen Wellenlängen. Ihr seid Beide völlig unterschiedliche Menschen, Du hast Dich weiterentwickeln müssen und willst das fortsetzen, Dein Mann will eigentlich alles so lassen wie es ist während bedingt durch Deine Weiterentwicklung sich die Beziehung auch weiterentwickeln müsste. Ihr entfernt euch daher mehr voneinander als zusammenzufinden. Das meine ich völlig wertfrei.
Zuerst mal solltet ihr Beide anerkennen, daß ihr grundverschiedene Menschen an grundverschiedenen Positionen seid. Deine Wünsche sind wie gesagt ok, aber wenn sie zur Erwartung werden, daß Dein Mann sie einfach so erfüllen kann, werden sie ein Problem. Dafür müsstest Du ihn erstmal abholen, denn er kann von seiner Position aus gar nicht nachvollziehen, wie es tatsächlich in Dir ausieht. Deine Einsamkeit kommt daher. Dein Männe hat die dann auch, merkt das nur nicht, weil er's für normal hält. Es kann nie einer alleine in einer Beziehung einsam sein weil die emotionale Distanz immer die gleiche ist, auf beiden Seiten. Es ist nur ein unterschied im Empfinden. Du leidest drunter und willst es deswegen ändern, Dein Männe nicht. Beides ist erstmal ok. Indem Du ihm Deine Position aufzwingen willst, versuchst Du ihn schon zu verändern und dann wird es zu einem Problem.
Ich kenn eure Gespräche nicht, ich kenn Dich nicht und ich kenne Deinen Männe nicht. Es fällt deswegen irre schwer einen sinnvollen Rat zu geben. Wie finden denn diese Gespräche statt, wie oft und was muss ich mir darunter vorstellen? Was sagst Du tatsächlich, wie sagst Du es und wie reagiert er? Sind es konkrete Aussagen? Oder Andeutungen? Inwieweit gelingt es Dir, nur über Deine Gefühle zu reden und ihn einzubeziehen ohne ihn dafür verantwortlich zu machen?
Schwierige Fragen und es bedarf viel Selbstbeobachtung um die beantworten zu können.
Ein paar Mal habe ich mit ihm darüber gesprochen, dass ich mich alleine fühle und oft auch einsam bin.Wenn das tatsächlich das ganze Gespräch war - kann er nur den Kopf schütteln und kein Wort verstehen.
Bevor es untergeht - Du hast schon viel erreicht, denn Du akzeptierst Deine Gefühle heute und nimmst sie an! Das war mal anders. Bist weit gekommen :)
Normalerweise gehe ich allen Tratschtanten aus dem Weg :D . Aber ich glaube bei Dir mache ich eine Ausnahme.
Mich hat wieder einmal etwas beschäftigt und ich habe ihm darüber erzählt. Er hörte zu, nickte ein paar Mal und als ich fertig war, fing er an von seinem Tag zu sprechen. Dann sagte ich, hast Du mir überhaupt zugehört? Mir gehts nicht gut.
Darauf er: ja, habe ich, aber was soll ich jetzt machen?
Ich: Klar kannst Du nichts machen, aber ich möchte das wir darüber sprechen und ich fühlen kann, dass Du mich verstehst.
Er: Ich verstehe Dich doch.
Ich: mir fehlt aber dieses Gefühl von Nähe wenn ich mich mit Dir rede.
Er: Ich bin doch da.
Ich: Hast Du denn das Gefühl, dass wir uns nah sind?
Er: Ja.
Ich: Aber ich nicht und mir fehlt das.
Er: Und jetzt, soll ich ausziehen?
Ich: Nein, natürlich nicht. Ich möchte einfach wissen, ob es Dir auch so geht.
Er: Nein, für mich ist alles ok
Auch bei diesem Gespräch bin ich an meine Grenzen gestossen. Denn ich konnte ihm ja nicht einmal genau erklären, um was es mir eigentlich geht. :(
Und mir macht es manchmal auch Angst, wenn ich etwas über ihn wissen will und etwas nachbohre, wird er leicht aggressiv. Ich habe dann das Gefühl, dass ich ihn so noch mehr von mir wegtreibe.
Es ist ja nicht so, dass ich erst jetzt merke, dass alles was nicht fassbar ist, keinen Platz bei ihm hat. Das war schon immer so und das habe ich von Anfang an gewusst.
Es ist auch nicht mein Ziel, ihm irgendetwas aufzuzwingen.
Aber ich will einfach versuchen, ihm etwas Neues aufzuzeigen. Und zwar so, dass er sich weder in die Ecke gedrängt noch unter Druck gesetzt fühlt.
Bist weit gekommenDas ging runter wie Öl. Danke
Wie finden denn diese Gespräche statt, wie oft und was muss ich mir darunter vorstellen? Was sagst Du tatsächlich, wie sagst Du es und wie reagiert er?Ich schreibe Dir den ungefähren, sehr verkürzten Gesprächsablauf vom dritten und letzten Gespräch einmal auf:
Mich hat wieder einmal etwas beschäftigt und ich habe ihm darüber erzählt. Er hörte zu, nickte ein paar Mal und als ich fertig war, fing er an von seinem Tag zu sprechen. Dann sagte ich, hast Du mir überhaupt zugehört? Mir gehts nicht gut.
Darauf er: ja, habe ich, aber was soll ich jetzt machen?
Ich: Klar kannst Du nichts machen, aber ich möchte das wir darüber sprechen und ich fühlen kann, dass Du mich verstehst.
Er: Ich verstehe Dich doch.
Ich: mir fehlt aber dieses Gefühl von Nähe wenn ich mich mit Dir rede.
Er: Ich bin doch da.
Ich: Hast Du denn das Gefühl, dass wir uns nah sind?
Er: Ja.
Ich: Aber ich nicht und mir fehlt das.
Er: Und jetzt, soll ich ausziehen?
Ich: Nein, natürlich nicht. Ich möchte einfach wissen, ob es Dir auch so geht.
Er: Nein, für mich ist alles ok
Auch bei diesem Gespräch bin ich an meine Grenzen gestossen. Denn ich konnte ihm ja nicht einmal genau erklären, um was es mir eigentlich geht. :(
Und mir macht es manchmal auch Angst, wenn ich etwas über ihn wissen will und etwas nachbohre, wird er leicht aggressiv. Ich habe dann das Gefühl, dass ich ihn so noch mehr von mir wegtreibe.
Es ist ja nicht so, dass ich erst jetzt merke, dass alles was nicht fassbar ist, keinen Platz bei ihm hat. Das war schon immer so und das habe ich von Anfang an gewusst.
Es ist auch nicht mein Ziel, ihm irgendetwas aufzuzwingen.
Aber ich will einfach versuchen, ihm etwas Neues aufzuzeigen. Und zwar so, dass er sich weder in die Ecke gedrängt noch unter Druck gesetzt fühlt.
Es kann nie einer alleine in einer Beziehung einsam sein weil die emotionale Distanz immer die gleiche ist, auf beiden Seiten. Es ist nur ein unterschied im Empfinden.Vielen Dank auch für diese Erklärung. Ich habe mich oft in Frage gestellt, weil ich das Gefühl hatte, es ist mein eigenes Problem weil ich diese Einsamkeit so empfinde und er nicht.
ich weiß sehr gut, was du meinst. ich kenne das gefühl, dass man den eindruck hat, der andere fühlt nicht mit einem. und man fühlt sich so einsam dabei.
aber vergiss nie, ihr seid 2 menschen. und nicht einer. und ihr habt beide gefühle. auch wenn er sie nicht mitteilt. er hat auch welche.
ich glaube, ihr müsst lernen, wie ihr miteinander reden könnt. ich rede doch, wirst du denken. ja. tust du. und ich kann deine verzweiflung verstehen. auch mein mann hat lange in die ecke geguckt und nichts sagen können, wenn es um gefühle ging.
manche männer tun sich damit schwer. und als frau neigt man dazu, nochmehr zu bohren. und dann verschliessen sie sich noch mehr. hast du ihn mal gefragt, ohne druck, ohne wut, ohne ärger, warum er nicht so gerne über so was spricht?
warum hast du dich in ihn verliebt? war es nicht vielleicht auch, WEIL er rational war und dir eine stabile stütze war?
aber vergiss nie, ihr seid 2 menschen. und nicht einer. und ihr habt beide gefühle. auch wenn er sie nicht mitteilt. er hat auch welche.
ich glaube, ihr müsst lernen, wie ihr miteinander reden könnt. ich rede doch, wirst du denken. ja. tust du. und ich kann deine verzweiflung verstehen. auch mein mann hat lange in die ecke geguckt und nichts sagen können, wenn es um gefühle ging.
manche männer tun sich damit schwer. und als frau neigt man dazu, nochmehr zu bohren. und dann verschliessen sie sich noch mehr. hast du ihn mal gefragt, ohne druck, ohne wut, ohne ärger, warum er nicht so gerne über so was spricht?
warum hast du dich in ihn verliebt? war es nicht vielleicht auch, WEIL er rational war und dir eine stabile stütze war?
hast du ihn mal gefragt, ohne druck, ohne wut, ohne ärger....Ich bin weder wütend noch verärgert über ihn (kommt das so rüber?). Und ich bohre nicht stundenlang oder immer wieder. Es sind eine, vielleicht auch zwei Fragen, und dann lass ich es aber sein.
.....warum er nicht so gerne über so was spricht?Seine Antwort war, dass er sich das zum einen nicht gewohnt ist, und zum anderen sind für ihn die Gefühle bedeutungslos. Sie sind so wie sie sind. Warum also darüber sprechen?
warum hast du dich in ihn verliebt? war es nicht vielleicht auch, WEIL er rational war und dir eine stabile stütze war?Es ist wirklich schon sehr lange her, aber es war tatsächlich so ;) .
Die erste Zeit konnte ich auch gar nicht glauben, dass er es wirklich ernst mit mir meint. Ich war so unglaublich voll mit Problemen, Unsicherheiten, Ängsten. Und ich fragte mich immer wieder, warum ich, was findet er an mir?
Durch seine Einstellung und seine Sichtweise zeigte er mir oft, dass es auch anders geht als ich es gekannt habe. Z. B. Nicht voher alle Eventualitäten, Stolpersteine, Gesprächsthemen usw. in stundenlangen Gedanken überdenken, sondern einfach gehen, machen und dann sehen wie es ist.
Das hat mich immer beeindruckt. Er macht sich selten über irgendetwas Gedanken, er handelt einfach.
siehst du. das was euch zusammen geführt hat, was du so unheimlich geschätzt hast, dass bewertest du jetzt anders. ich will damit nicht sagen, dass alles bestens ist und du doch keine probleme hast. ich will damit sagen: alles hat mehrere seiten. seine "schwäche" nämlich nicht groß zu reden, sondern zu handeln,empfandest du mal positiv.
das gute ist. das positive ist immer noch da. es wird für dich scheinbar nur überschattet.
ich wette, er bewundert an dir, dass du gefühle zeigen und dich artikulieren kannst. nämlich genau dass, was er nicht so gut kann. es hat schon einen grund, warum ihr zusammen gekommen seid. ihr müsst zurück zu diesen wurzeln. ihr habt beide was, was der andere nicht so hat- ihr ergänzt euch so.
ihr könnt beide voneinander lernen.
ich habe letztens -vielleciht gibt es das noch-" frauen reden, männer schweigen" gesehen. ard mediathek. bei menschen hautnah. hab ich zusammen mit meinem mann geguckt. war ganz aufschlußreich...
das ist doch eine typische mann-frau problematik.
wenn ihr beide eine beziehung wollt: arbeitet. das geht. nicht aufgeben. erkläre ihm immer wieder deine gefühle. erkläre vielleicht mehr, als dass du fragst, ob er das jetzt verstanden hat. und wenn nicht gleich eine antwort kommt: warte ein bißchen. halte die stille aus. manchmal braucht ein anderer mensch länger, bis er in seinem inneren gewühlt hat und was dazu sagen kann. aber es heisst nicht, dass da nichts ist, bloß weil er nicht spricht.
das gute ist. das positive ist immer noch da. es wird für dich scheinbar nur überschattet.
ich wette, er bewundert an dir, dass du gefühle zeigen und dich artikulieren kannst. nämlich genau dass, was er nicht so gut kann. es hat schon einen grund, warum ihr zusammen gekommen seid. ihr müsst zurück zu diesen wurzeln. ihr habt beide was, was der andere nicht so hat- ihr ergänzt euch so.
ihr könnt beide voneinander lernen.
ich habe letztens -vielleciht gibt es das noch-" frauen reden, männer schweigen" gesehen. ard mediathek. bei menschen hautnah. hab ich zusammen mit meinem mann geguckt. war ganz aufschlußreich...
das ist doch eine typische mann-frau problematik.
wenn ihr beide eine beziehung wollt: arbeitet. das geht. nicht aufgeben. erkläre ihm immer wieder deine gefühle. erkläre vielleicht mehr, als dass du fragst, ob er das jetzt verstanden hat. und wenn nicht gleich eine antwort kommt: warte ein bißchen. halte die stille aus. manchmal braucht ein anderer mensch länger, bis er in seinem inneren gewühlt hat und was dazu sagen kann. aber es heisst nicht, dass da nichts ist, bloß weil er nicht spricht.
Naja, da kommen ganz einfach 2 Dinge in's Spiel. Daß Dein Männe nichts mit seinen Gefühlen anzufangen weiß und die auch nicht sonderlich wichtig bewertet. Das überträgt sich natürlich auf Dich, da Du Dich in Deinen Gefühlen abgewertet und nicht angenommen fühlst. Hier wär das erste, das nicht persönlich zu nehmen, so schwer wie Dir das auch fällt, er macht das ja nicht, um Dich und Deine Gefühle abzuwerten, sondern weil er's einfach nicht besser weiß. Nummer 2 ist, daß das für Dich so neu ist, das zu artikulieren daß jedes Gespräch sehr schnell in's stocken gerät. Auch wenn Du mittlerweile darüber reden kannst, bleibt nicht zu vergessen, daß das auch für Dich Neuland ist und noch erschwerend hinzu kommt, daß Du in Gesprächen vor Jemand zu Deinen Gefühlen stehen mußt, der die überhaupt nicht wahrnimmt oder versteht.
Du hast also erstmal von ihm nicht viel zu erwarten. Und jetzt kommts ganz dicke, Du müsstest sogar noch härter arbeiten, nämlich um ihn in's Boot zu holen.
Ich mag Dir mal ein Bild malen, damit Du siehst, wo ihr steht. Du und Dein Männe seid vor ein paar Jahren noch jeder für sich in seiner eigenen Nussschale über's Meer gepaddelt. Klar, ihr habt zusammen gewohnt, aber das war's so ziemlich auch. Deinen Männe fandest Du toll, weil er Dir emotional gar nicht gefährlich werden konnte. Der wär nie auf die Idee gekommen sich mal seine oder Deine Nusschale anzusehen, geschweige denn beide Nusschalen zusammenzubinden um da mal zusammen ein ordentliches Schiff draus zu schrauben mit dem ihr Beide umherschippern könnt. Damals hättest Du ja nix damit anfangen können, wär er Dir nahe gekommen - wirklich nahe.
Jetzt hast Du so langsam gemerkt, das kann's irgendwie nicht sein. Du willst jetzt gerne irgendwie die Nusschalen zusammenbinden, hast aber noch nichtmal 'n Seil, das müsstest Du erstmal knüpfen lernen. Zeitgleich zeigt Dein Männe Dir 'n Vogel. Er will ja nach wie vor in seiner Nusschale rumpaddeln, er weiß nichtmal wovon Du redest. Ein praktisches Beispiel kannst Du ihm auch nicht zeigen, Du hast das Seil ja noch nicht.
Bleibt die Frage ob das zu lösen ist. Kann Dir nur Niemand beantworten. Niemand steckt in Deinem Mann drin. Ob er bereit ist sich seine Nusschale anzusehen, bleibt seine Entscheidung. Alles was Du tun kannst ist tatsächlich Dein Leben leben und versuchen weiter mit ihm in Kontakt zu bleiben und ihn weiter darauf aufmerksam zu machen, daß es Dir schwer fällt zu beschreiben worum es Dir geht, weil es auch für Dich neu ist, Du es aber trotzdem weiter versuchen willst.
Das solltest Du ihm auch unbedingt sagen. Dein Männe fühlt sich ganz schön überfahren, Du hast durch Deine Weiterentwicklung den Rahmen geändert, den eure Beziehung mal hatte, aber er konnte sich noch gar nicht drauf einstellen. Du würdest ihm helfen, wenn Du ihm genau das sagst, daß Du selbst Schwierigkeiten hast das zu vermitteln, selbst noch lernst wie Du Deine Gefühle beschreiben sollst und für Dich selbst die Situation auch sehr neu ist. Er fühlt sich dann nicht so allein. Denn auch wenn es nicht so aussieht, er merkt daß sich etwas verändert und kann es nicht einsortieren, wurde aber gar nicht wirklich abgeholt und steht auf seiner alten Position plötzlich ziemlich allein da.
Ich bastel mal an eurem Gespräch:
Darauf er: ja, habe ich, aber was soll ich jetzt machen?
Ich: Klar kannst Du nichts machen, aber ich möchte das wir darüber sprechen und ich fühlen kann, dass Du mich verstehst.
(Hier warst Du unehrlich, Du erhoffst Dir was von Deinem Mann, blockierst aber alles indem Du sagst, er kann nichts machen, eigentlich ist das Gespräch an der Stelle schon beendet, da von vorneherein jede Weiterentwicklung ausgeschlossen wurde. Es wäre besser, wenn Du ihm sagst, wo Deine Hoffnungen sind und daß Du es selbst noch nicht so richtig beschreiben kannst. Es ist egal was Du zusammenstammelst, solang Du nicht gleich aus Unsicherheit alles ausschließt. Das was DU sagen wolltest, kam erst nach dem Aber, zu spät, da war's schon vorbei)
Er: Ich verstehe Dich doch.
(hat er aus seiner Sicht recht, er kann es nur nicht nachfühlen)
Ich: mir fehlt aber dieses Gefühl von Nähe wenn ich mich mit Dir rede.
Er: Ich bin doch da.
(da sieht man seine Verwunderung und eure unterschiedlichen Postionen, hier ist es wieder an Dir zu vermitteln, daß Du seine Anwesenheit wahrnimmst, aber Dir ein Gefühl von emotionaler Verbundenheit fehlt)
Ich: Hast Du denn das Gefühl, dass wir uns nah sind?
Er: Ja.
Ich: Aber ich nicht und mir fehlt das.
Er: Und jetzt, soll ich ausziehen?
(Er versteht tatsächlich kein Wort, denkt Du führst ein Trennungsgespräch)
Ich: Nein, natürlich nicht. Ich möchte einfach wissen, ob es Dir auch so geht.
Er: Nein, für mich ist alles ok
(Hier ist schon wieder ein Fehler den Du aus Unsicherheit machst. Er konnte nicht anders als an der Stelle zu machen. Er hat beantwortet was Du wissen wolltest, aus seiner Sicht ist jetzt alles geregelt. Du hast ja nur gefragt, ob es ihm auch so geht, das hat er Dir beantwortet)
Du wirst schon ein bisschen mehr in's Eingemachte gehen müssen. Nicht nach seinen Gefühlen bohren, das sind seine. Ob und inwiefern er bereit ist über die zu reden oder die zu entdecken ist und bleibt seins, er wird ablehnen wenn Du nach seinen Gefühlen bohrst, für ihn ist das übergriffig. Versuch ihm die Deinen zu beschreiben, stammel dabei ruhig rum und sag ihm, daß Du Dich total verunsichert fühlst dabei (das tut er auch, Du schleifst ihn da auf für ihn fremdes Terrain) und das für Dich genauso neu ist wie für ihn. Dann habt ihr schon die Sender aufeinander eingestellt. Denn ihr funkt beide total aneinander vorbei, ohne euch vorher gegenseitig abzuholen.
Soll aber nicht heißen, Du würdest etwas falsch machen. Du versuchst rum und Du fragst. Machst also alles richtig :)
Du hast also erstmal von ihm nicht viel zu erwarten. Und jetzt kommts ganz dicke, Du müsstest sogar noch härter arbeiten, nämlich um ihn in's Boot zu holen.
Ich mag Dir mal ein Bild malen, damit Du siehst, wo ihr steht. Du und Dein Männe seid vor ein paar Jahren noch jeder für sich in seiner eigenen Nussschale über's Meer gepaddelt. Klar, ihr habt zusammen gewohnt, aber das war's so ziemlich auch. Deinen Männe fandest Du toll, weil er Dir emotional gar nicht gefährlich werden konnte. Der wär nie auf die Idee gekommen sich mal seine oder Deine Nusschale anzusehen, geschweige denn beide Nusschalen zusammenzubinden um da mal zusammen ein ordentliches Schiff draus zu schrauben mit dem ihr Beide umherschippern könnt. Damals hättest Du ja nix damit anfangen können, wär er Dir nahe gekommen - wirklich nahe.
Jetzt hast Du so langsam gemerkt, das kann's irgendwie nicht sein. Du willst jetzt gerne irgendwie die Nusschalen zusammenbinden, hast aber noch nichtmal 'n Seil, das müsstest Du erstmal knüpfen lernen. Zeitgleich zeigt Dein Männe Dir 'n Vogel. Er will ja nach wie vor in seiner Nusschale rumpaddeln, er weiß nichtmal wovon Du redest. Ein praktisches Beispiel kannst Du ihm auch nicht zeigen, Du hast das Seil ja noch nicht.
Bleibt die Frage ob das zu lösen ist. Kann Dir nur Niemand beantworten. Niemand steckt in Deinem Mann drin. Ob er bereit ist sich seine Nusschale anzusehen, bleibt seine Entscheidung. Alles was Du tun kannst ist tatsächlich Dein Leben leben und versuchen weiter mit ihm in Kontakt zu bleiben und ihn weiter darauf aufmerksam zu machen, daß es Dir schwer fällt zu beschreiben worum es Dir geht, weil es auch für Dich neu ist, Du es aber trotzdem weiter versuchen willst.
Das solltest Du ihm auch unbedingt sagen. Dein Männe fühlt sich ganz schön überfahren, Du hast durch Deine Weiterentwicklung den Rahmen geändert, den eure Beziehung mal hatte, aber er konnte sich noch gar nicht drauf einstellen. Du würdest ihm helfen, wenn Du ihm genau das sagst, daß Du selbst Schwierigkeiten hast das zu vermitteln, selbst noch lernst wie Du Deine Gefühle beschreiben sollst und für Dich selbst die Situation auch sehr neu ist. Er fühlt sich dann nicht so allein. Denn auch wenn es nicht so aussieht, er merkt daß sich etwas verändert und kann es nicht einsortieren, wurde aber gar nicht wirklich abgeholt und steht auf seiner alten Position plötzlich ziemlich allein da.
Ich bastel mal an eurem Gespräch:
Darauf er: ja, habe ich, aber was soll ich jetzt machen?
Ich: Klar kannst Du nichts machen, aber ich möchte das wir darüber sprechen und ich fühlen kann, dass Du mich verstehst.
(Hier warst Du unehrlich, Du erhoffst Dir was von Deinem Mann, blockierst aber alles indem Du sagst, er kann nichts machen, eigentlich ist das Gespräch an der Stelle schon beendet, da von vorneherein jede Weiterentwicklung ausgeschlossen wurde. Es wäre besser, wenn Du ihm sagst, wo Deine Hoffnungen sind und daß Du es selbst noch nicht so richtig beschreiben kannst. Es ist egal was Du zusammenstammelst, solang Du nicht gleich aus Unsicherheit alles ausschließt. Das was DU sagen wolltest, kam erst nach dem Aber, zu spät, da war's schon vorbei)
Er: Ich verstehe Dich doch.
(hat er aus seiner Sicht recht, er kann es nur nicht nachfühlen)
Ich: mir fehlt aber dieses Gefühl von Nähe wenn ich mich mit Dir rede.
Er: Ich bin doch da.
(da sieht man seine Verwunderung und eure unterschiedlichen Postionen, hier ist es wieder an Dir zu vermitteln, daß Du seine Anwesenheit wahrnimmst, aber Dir ein Gefühl von emotionaler Verbundenheit fehlt)
Ich: Hast Du denn das Gefühl, dass wir uns nah sind?
Er: Ja.
Ich: Aber ich nicht und mir fehlt das.
Er: Und jetzt, soll ich ausziehen?
(Er versteht tatsächlich kein Wort, denkt Du führst ein Trennungsgespräch)
Ich: Nein, natürlich nicht. Ich möchte einfach wissen, ob es Dir auch so geht.
Er: Nein, für mich ist alles ok
(Hier ist schon wieder ein Fehler den Du aus Unsicherheit machst. Er konnte nicht anders als an der Stelle zu machen. Er hat beantwortet was Du wissen wolltest, aus seiner Sicht ist jetzt alles geregelt. Du hast ja nur gefragt, ob es ihm auch so geht, das hat er Dir beantwortet)
Du wirst schon ein bisschen mehr in's Eingemachte gehen müssen. Nicht nach seinen Gefühlen bohren, das sind seine. Ob und inwiefern er bereit ist über die zu reden oder die zu entdecken ist und bleibt seins, er wird ablehnen wenn Du nach seinen Gefühlen bohrst, für ihn ist das übergriffig. Versuch ihm die Deinen zu beschreiben, stammel dabei ruhig rum und sag ihm, daß Du Dich total verunsichert fühlst dabei (das tut er auch, Du schleifst ihn da auf für ihn fremdes Terrain) und das für Dich genauso neu ist wie für ihn. Dann habt ihr schon die Sender aufeinander eingestellt. Denn ihr funkt beide total aneinander vorbei, ohne euch vorher gegenseitig abzuholen.
Soll aber nicht heißen, Du würdest etwas falsch machen. Du versuchst rum und Du fragst. Machst also alles richtig :)
@ madou
Danke übrigens für Deine Tipps. Ich schaue mal, ob ich den Film auftreiben kann.
Aufgeben werde ich so schnell nicht. Es ist ein Prozess der Monate dauern kann und ich hoffe sehr, dass wir das Gleichgewicht wieder herstellen können.
@ Berta
Die Metapher ist einfach genial.
Und was das Gespräch anbelangt hast Du natürlich recht. Ich werde mich mehr darauf achten, dass ich wirklich nur Ich-Botschaften sende.
Pfff, ich öffne mich, habe vielleicht Tränen in den Augen, und pralle damit an eine Wand?
Das meinst Du doch nicht so, oder?
ich wette, er bewundert an dir, dass du gefühle zeigen und dich artikulieren kannst.Ich habe keine Ahnung was er an mir schätzt und was nicht, er kann es mir nicht sagen:(
das positive ist immer noch da. es wird für dich scheinbar nur überschattetDie positiven Seiten sind deswegen nicht in den Hintergrund gerückt. Es gibt viele Tage, ja Wochen wo ich damit ganz gut zurechtkomme. Aber es gibt auch Tage, an denen ich die Verbindung sehr vermisse und es macht mich traurig, dass ich mich ihm nicht mitteilen kann, egal um welche Gefühle es geht. An solchen Tagen fühle ich mich sehr einsam.
Danke übrigens für Deine Tipps. Ich schaue mal, ob ich den Film auftreiben kann.
Aufgeben werde ich so schnell nicht. Es ist ein Prozess der Monate dauern kann und ich hoffe sehr, dass wir das Gleichgewicht wieder herstellen können.
@ Berta
Die Metapher ist einfach genial.
Und was das Gespräch anbelangt hast Du natürlich recht. Ich werde mich mehr darauf achten, dass ich wirklich nur Ich-Botschaften sende.
Du wirst schon ein bisschen mehr in's Eingemachte gehen müssenDu meinst damit, dass ich nicht abwarten soll bis er über seine Gefühle spricht, sondern ihm einfach meine Gefühle mitteilen? Obwohl ich ahne, dass er sie nicht verstehen wird?
Pfff, ich öffne mich, habe vielleicht Tränen in den Augen, und pralle damit an eine Wand?
Das meinst Du doch nicht so, oder?
bearbeitet #28
Das meinst Du doch nicht so, oder?Doch, so meine ich das. Wenn Du aus Angst oder Rücksichtnahme ihm gegenüber die Klappe nicht aufmachen willst, kann sich unmöglich etwas ändern.
Ich habe keine Ahnung was er an mir schätzt und was nicht, er kann es mir nicht sagenKlar, wenn er nicht an seine Emotionen rankommt, wie auch. Wenn er Dir das schon gesagt hat, hat er Dir eine perfekte Vorlage geliefert. Da könntest Du ansetzen. Damit meine ich, wenn Du versuchst ihm begreiflich zu machen, worum es Dir eigentlich geht, kannst Du das ruhig als Beispiel nutzen. Schon sehr traurig. Er ist gar nicht nur der "Macher" auch 'n bisschen der "Wegläufer". Ich wette solche Gespräche bricht er schnell ab oder versucht es zumindest.
Ich bin die ganze Zeit am überlegen, ob's nicht ein Buch gibt oder so mit dem Dein Männe auch was anfangen könnte und was DIr hilft nicht so zurecht stammeln zu müssen, worauf Du hinaus willst, aber mir fällt nix ein.
Gib mal auf focus.de oben bei der Suche "Zurhorst" ein. Du findest dann eine Videosammlung von den beiden Zurhorsts über Beziehungen. Die sind Spitze für den Anfang. Schau Dir die mal an und such Dir ein, zwei raus, die ein bisschen auf euch passen. Da auch der Papa Zurhorst da einiges zum Besten gibt, kannst Du davon vielleicht Deinem Männe ein, zwei passende zeigen. Nicht als Belehrungsvideo, es ist ganz wichtig, daß Du nicht seine Mama spielst, sondern sag ihm einfach, daß Du mit Deinen eigenen Worten noch nicht so fit bist um zu beschreiben worum es Dir geht und was Du vermitteln willst. Mit etwas Glück, schaut er sich einige der Videos an. Versuch wär's wert.
liebe sealife.
ich kenne dein problem sehr gut. ich hatte genau das problem mit meinem mann. ich kenne deine einsamkeit und verzweiflung, das gefühl, nicht durchzukommen zu dem anderen.
ich habe auch lange überlegt, ob es meine falschen vorstellungen sind von einer beziehung oder ob ich überempfindlich bin oder oder oder.
letztendlich muss man für sich rausfinden: was will ich? was ist mir wichtig und warum?
ich habe es meinem mann gesagt. immer und immer wieder. weil ich einfach nicht einfach gehen wollte, sondern an der beziehung arbeiten wollte. es hat lange gedauert, bis er das verstanden hat. viele kämpfe, viele streits. aber er hat es verstanden. obwohl er hätte so weiterleben können, hat er verstanden, dass ich es nicht kann. und dann hat er angefangen, sich mit sich auseinanderzusetzen. erst mal für mich und inzwischen, wie er sagt, für sich selbst. er macht eine gestalttherapie.
dein part ist es, zu reden. über dich. immer und immer wieder. und deine wünsche und hoffnungen zu artikulieren.
ob er diesen weg mitgehen will, ob er auch bereit ist, sich zu verändern, dass liegt nicht in deiner hand. verändern kann man nur sich selbst.
alles liebe!
ich kenne dein problem sehr gut. ich hatte genau das problem mit meinem mann. ich kenne deine einsamkeit und verzweiflung, das gefühl, nicht durchzukommen zu dem anderen.
ich habe auch lange überlegt, ob es meine falschen vorstellungen sind von einer beziehung oder ob ich überempfindlich bin oder oder oder.
letztendlich muss man für sich rausfinden: was will ich? was ist mir wichtig und warum?
ich habe es meinem mann gesagt. immer und immer wieder. weil ich einfach nicht einfach gehen wollte, sondern an der beziehung arbeiten wollte. es hat lange gedauert, bis er das verstanden hat. viele kämpfe, viele streits. aber er hat es verstanden. obwohl er hätte so weiterleben können, hat er verstanden, dass ich es nicht kann. und dann hat er angefangen, sich mit sich auseinanderzusetzen. erst mal für mich und inzwischen, wie er sagt, für sich selbst. er macht eine gestalttherapie.
dein part ist es, zu reden. über dich. immer und immer wieder. und deine wünsche und hoffnungen zu artikulieren.
ob er diesen weg mitgehen will, ob er auch bereit ist, sich zu verändern, dass liegt nicht in deiner hand. verändern kann man nur sich selbst.
alles liebe!
@ madou
Super dass Du die Beziehung nicht aufgegeben hast, und dass ihr jetzt beide daran arbeitet.
Wenn man zusammen ein Ziel hat, macht es vieles einfacher.
Wie bist Du mit den Zurückweisungen zurechtgekommen?
@ Berta
Die Zurhorst habe ich mir gestern noch angeschaut. Genial, wie sie die Situationen auf den Punkt bringen.
Puhh, ich sehe schon, da kommt noch ein ganzes Stück Arbeit auf mich zu.
Für Eure Unterstützung und Hilfe ganz vielen lieben Dank :schmatz:
Super dass Du die Beziehung nicht aufgegeben hast, und dass ihr jetzt beide daran arbeitet.
Wenn man zusammen ein Ziel hat, macht es vieles einfacher.
Wie bist Du mit den Zurückweisungen zurechtgekommen?
@ Berta
Wenn Du aus Angst oder Rücksichtnahme ihm gegenüber die Klappe nicht aufmachen willstJa, ich habe Angst davor und zwar ziemlich!
Ich wette solche Gespräche bricht er schnell ab oder versucht es zumindestDas ist so. Manchmal wird er verletzend, dann mag ich auch nicht mehr weiterreden.
Die Zurhorst habe ich mir gestern noch angeschaut. Genial, wie sie die Situationen auf den Punkt bringen.
Puhh, ich sehe schon, da kommt noch ein ganzes Stück Arbeit auf mich zu.
Für Eure Unterstützung und Hilfe ganz vielen lieben Dank :schmatz:
hey sealife.
wie ich damit zurechtgekommen bin? oh, dass hat mich sehr verletzt. und sehr sehr wütend gemacht. ich rackere mir einen ab und er guckt in die ecke und sagt, er wisse auch nicht, was er sagen solle.
ich bin auch immer noch oft wütend. und verletzt. aber seitdem er was macht, wird es besser. die grundlage ist: will man beieinander bleiben? wenn dann die antwort ja ist, von beiden, dann ist es ohne arbeit nicht zu machen. er hat es irgendwann kapiert. ich gebe zu, ich hatte ihm ein ultimatum gesetzt, indem er sich entscheiden sollte, ob er etwas aktiv tun möchte.....eigentlich furchtbar, aber ich wusste nicht mehr weiter.
ich habe so lange keine normalität zugelassen in form von normalen friedlichen abenden, bis er gemerkt hat: es brennt.
so viele paare gehen auseinander, weil sie nicht kommunizieren können, nicht wirklich reden können. und anstatt es zu lernen, trennt man sich eben. und glaubt: wäre es der richtige, dann wäre das alles nicht so. ich glaube daran nicht. ich glaube daran, dass es der richtige ist, wenn man sich gegenseitig umeinander bemüht und nicht aufgibt, wenn es stürmt.
wie ich damit zurechtgekommen bin? oh, dass hat mich sehr verletzt. und sehr sehr wütend gemacht. ich rackere mir einen ab und er guckt in die ecke und sagt, er wisse auch nicht, was er sagen solle.
ich bin auch immer noch oft wütend. und verletzt. aber seitdem er was macht, wird es besser. die grundlage ist: will man beieinander bleiben? wenn dann die antwort ja ist, von beiden, dann ist es ohne arbeit nicht zu machen. er hat es irgendwann kapiert. ich gebe zu, ich hatte ihm ein ultimatum gesetzt, indem er sich entscheiden sollte, ob er etwas aktiv tun möchte.....eigentlich furchtbar, aber ich wusste nicht mehr weiter.
ich habe so lange keine normalität zugelassen in form von normalen friedlichen abenden, bis er gemerkt hat: es brennt.
so viele paare gehen auseinander, weil sie nicht kommunizieren können, nicht wirklich reden können. und anstatt es zu lernen, trennt man sich eben. und glaubt: wäre es der richtige, dann wäre das alles nicht so. ich glaube daran nicht. ich glaube daran, dass es der richtige ist, wenn man sich gegenseitig umeinander bemüht und nicht aufgibt, wenn es stürmt.
madou sagt es in wundervollen worten. ich finde mich darin voll wieder, weil mir gerade ähnliches passiert... es braucht immer zwei für eine beziehung. und das mit dem ultimatum kann ich gut verstehen... nach einer trennung ist es immer schwerer wieder zusammen zu kommen und neu zu starten.
Eine Trennung verschiebt die Probleme eh nur in die nächste Beziehung. Es ist wurscht, ob man sich trennt oder nicht. Das ist völlig unnötiger Nonesens und es wird viel zu häufig zur Trennung geraten, die bringt nämlich nichts, man braucht nur die Probleme nach der Trennung nimmer sehen, das ist auch schon alles.
Ändern kann man immer nur sich selbst, das geht in genausogut wie außerhalb der Beziehung. Der Andere zieht dann mit oder nicht. Wenn nicht, läuft es von allein auf eine Trennung hinaus, denn hat man sich selbst erst weiterentwickelt, muss es auch die Beziehung oder sie zerbricht. Es passiert also sowieso mehr oder weniger von allein. Das blödeste was man machen kann ist eine Trennung zu forcieren, damit man sich selbst nicht ändern braucht.
Deine Angst ist zu verstehen SeaLife, aber letzten Endes hast Du Dir aufgrund dieser Angst ja einen Kerl gesucht mit dem Du nicht reden brauchst über Gefühle, denn bisher wolltest Du das selbst ja nicht. Zurück kannst Du eh nicht mehr, was soll also passieren? Versuchen kannst Du es also. Am Ende kannst Du nur gewinnen. Da wo die Angst ist - ist nunmal der Weg. Das ist immer so.
Ändern kann man immer nur sich selbst, das geht in genausogut wie außerhalb der Beziehung. Der Andere zieht dann mit oder nicht. Wenn nicht, läuft es von allein auf eine Trennung hinaus, denn hat man sich selbst erst weiterentwickelt, muss es auch die Beziehung oder sie zerbricht. Es passiert also sowieso mehr oder weniger von allein. Das blödeste was man machen kann ist eine Trennung zu forcieren, damit man sich selbst nicht ändern braucht.
Deine Angst ist zu verstehen SeaLife, aber letzten Endes hast Du Dir aufgrund dieser Angst ja einen Kerl gesucht mit dem Du nicht reden brauchst über Gefühle, denn bisher wolltest Du das selbst ja nicht. Zurück kannst Du eh nicht mehr, was soll also passieren? Versuchen kannst Du es also. Am Ende kannst Du nur gewinnen. Da wo die Angst ist - ist nunmal der Weg. Das ist immer so.
bearbeitet #34
Madou, vielen Dank für Deine Antwort und ich wünsche Dir ganz viel Kraft für Dich und Eure Beziehung.
Aber das, was ich bis jetzt erreicht habe, will ich nicht aufgeben, denn ich fange erst jetzt an, richtig zu leben.
Ich setze alles daran, dass wir zu zweit weitergehen, aber ich werde keinen Schritt zurück machen.
Zurück kannst Du eh nicht mehr, was soll also passieren? Versuchen kannst Du es also. Am Ende kannst Du nur gewinnen. Da wo die Angst ist - ist nunmal der Weg. Das ist immer so.Tatsächlich, liebe Berta, habe ich mit dem Gedanken gespielt den einfachsten Weg zu wählen, und einfach umzukehren ;) .
Aber das, was ich bis jetzt erreicht habe, will ich nicht aufgeben, denn ich fange erst jetzt an, richtig zu leben.
Ich setze alles daran, dass wir zu zweit weitergehen, aber ich werde keinen Schritt zurück machen.
ja, hätte mein freund mal deine worte früher gehört berta... ich weiß, hätte wenn würde ;)
sealife, ich wünsche dir das beste!! du schaffst das, es ist mutig zu kämpfen, wenn man den weg nicht sieht. ich habe es geschafft doch mein partner nicht... das ist schade. wünsche dir, dass es besser verläuft als bei mir.
sealife, ich wünsche dir das beste!! du schaffst das, es ist mutig zu kämpfen, wenn man den weg nicht sieht. ich habe es geschafft doch mein partner nicht... das ist schade. wünsche dir, dass es besser verläuft als bei mir.
hallo SeaLife, ich denke auch, dass es hier nur um deine entwicklung geht, deinen mann kannst du nicht entwickeln und im besten fall solltest du ihn auch nicht ändern wollen. irgendwie habe ich das gefühl, dass du glaubst, dass sich alle deine probleme lösen, wenn er sich plötzlich um 180 grad dreht und anstatt ein gefühlsmuffel zu sein zu einem kommunikativen, gefühlsbetonten menschen mutiert, der die ebene deiner probleme versteht, nachvollziehen und am besten auch nachfühlen kann.
glaubst du das?
falls ja, dann würde ich sagen: du bist auf dem holzweg.
zugegeben: das leben wäre einfacher, wenn er ganz genauso denken würde wie du. da es aber keinen menschen gibt, der ganz genauso tickt wie der andere, scheitert diese idee schon an der theorie. bitte glaube mir, dass ich sehr wohl verstehen kann, dass du dich unverstanden und einsam fühlst, wenn du das gefühl hast: egal was du sagst, es kommt nicht bei ihm an. weil er halt so anders ist, weil er halt so anders denkt, weil er mit gefühlen, mit deren ausdruck und mit empfindungen allgemein so völlig anders umgeht als du.
aber wie schon oben gesagt: es hatte ja einst einen triftigen grund, dass dieser schweigende mann so faszinierend für dich war. man verliebt sich doch nicht ohne grund.
und ich glaube: wenn du die ursache dafür gefunden hast, dann hast du deine problemlösung gefunden.
du beschäftigst dich zurzeit damit, was dein mann nicht kann und was er nicht tut. was aber kann er, was tut er, was fasziniert dich an ihm, was schätzt du so sehr an ihm, inwiefern ergänzt er dich und macht und kann dinge, die du nicht kannst?
wenn du dich mehr darauf konzentrierst und weniger darauf, wo seine mängel liegen, fällt dir das akzeptieren und die beziehungsarbeit vll viel leichter.
ich wünsche es dir sehr.
alle guten wünsche von Isabel
glaubst du das?
falls ja, dann würde ich sagen: du bist auf dem holzweg.
zugegeben: das leben wäre einfacher, wenn er ganz genauso denken würde wie du. da es aber keinen menschen gibt, der ganz genauso tickt wie der andere, scheitert diese idee schon an der theorie. bitte glaube mir, dass ich sehr wohl verstehen kann, dass du dich unverstanden und einsam fühlst, wenn du das gefühl hast: egal was du sagst, es kommt nicht bei ihm an. weil er halt so anders ist, weil er halt so anders denkt, weil er mit gefühlen, mit deren ausdruck und mit empfindungen allgemein so völlig anders umgeht als du.
aber wie schon oben gesagt: es hatte ja einst einen triftigen grund, dass dieser schweigende mann so faszinierend für dich war. man verliebt sich doch nicht ohne grund.
und ich glaube: wenn du die ursache dafür gefunden hast, dann hast du deine problemlösung gefunden.
du beschäftigst dich zurzeit damit, was dein mann nicht kann und was er nicht tut. was aber kann er, was tut er, was fasziniert dich an ihm, was schätzt du so sehr an ihm, inwiefern ergänzt er dich und macht und kann dinge, die du nicht kannst?
wenn du dich mehr darauf konzentrierst und weniger darauf, wo seine mängel liegen, fällt dir das akzeptieren und die beziehungsarbeit vll viel leichter.
ich wünsche es dir sehr.
alle guten wünsche von Isabel
Liebe Isabel
Ich finde andere Denk- und Sichtweise sehr viel interessanter.
Jeder entwickelt sich auf seine Weise weiter. Meines Erachtens ist es nicht mehr wichtig was und wie es am anfang einer Beziehung war, sondern wie die Situation im Heute ist.
Auch schon deshalb ist es mir so wichtig, dass wir miteinander reden können. Und zwar über Themen, die sich weder um die Kinder drehen noch über „wie war Dein Tag" oder um sonstige organisatorische Angelegenheiten handeln.
Nur muss ich zuerst einen Weg finden damit er nicht sofort dicht macht, oder mit "keine Ahnung" oder "das habe ich mir noch nie überlegt" das Gespräch beendet.
Mir ist bewusst, dass ich mich auf einer Gratwanderung befinde, aber ich will auf keinen Fall eine Gewohnheitsbeziehung und vor allem auch will ich verstehen und verstanden werden.
irgendwie habe ich das gefühl, dass du glaubst, dass sich alle deine probleme lösen, wenn er sich plötzlich um 180 grad dreht und anstatt ein gefühlsmuffel zu sein zu einem kommunikativen, gefühlsbetonten menschen mutiert, der die ebene deiner probleme versteht, nachvollziehen und am besten auch nachfühlen kann.Meine Probleme löse ich schon selbst, dazu brauche ich niemand ;)
zugegeben: das leben wäre einfacher, wenn er ganz genauso denken würde wie du.Nein, das Leben wäre nicht einfacher, sondern langweiliger.
Ich finde andere Denk- und Sichtweise sehr viel interessanter.
es hatte ja einst einen triftigen grund, dass dieser schweigende mann so faszinierend für dich war. man verliebt sich doch nicht ohne grund.Als wir zusammen gekommen sind, war ich 19 Jahre alt. Es gab sehr viele Sachen die ich von ihm zu diesem Zeitpunkt gebraucht habe und die mich auch fasziniert haben. Aber jetzt, 19 Jahre später, sind diese Sachen für mich nicht mehr wichtig. Sie haben an Gewicht verloren, weil ich mich verändert habe. Das heisst aber nicht, dass ich sie nicht mehr schätze.
Jeder entwickelt sich auf seine Weise weiter. Meines Erachtens ist es nicht mehr wichtig was und wie es am anfang einer Beziehung war, sondern wie die Situation im Heute ist.
du beschäftigst dich zurzeit damit, was dein mann nicht kann und was er nicht tut. was aber kann er, was tut er, was fasziniert dich an ihm, was schätzt du so sehr an ihm, inwiefern ergänzt er dich und macht und kann dinge, die du nicht kannst?wenn du dich mehr darauf konzentrierst und weniger darauf, wo seine mängel liegen, fällt dir das akzeptieren und die beziehungsarbeit vll viel leichter.Im Alltag und durch die Kinder geht schon sehr vieles verloren oder wird einfach zur Selbstverständlichkeit.
Auch schon deshalb ist es mir so wichtig, dass wir miteinander reden können. Und zwar über Themen, die sich weder um die Kinder drehen noch über „wie war Dein Tag" oder um sonstige organisatorische Angelegenheiten handeln.
Nur muss ich zuerst einen Weg finden damit er nicht sofort dicht macht, oder mit "keine Ahnung" oder "das habe ich mir noch nie überlegt" das Gespräch beendet.
Mir ist bewusst, dass ich mich auf einer Gratwanderung befinde, aber ich will auf keinen Fall eine Gewohnheitsbeziehung und vor allem auch will ich verstehen und verstanden werden.
Im Alltag und durch die Kinder geht schon sehr vieles verloren oder wird einfach zur Selbstverständlichkeit.liebe SeaLife, ich versteh dich gut. das sind ganz elementare bedürfnisse, die du hast und es ist für mich durchaus nachvollziehbar, dass du dir so etwas wünschst. und auch, dass sich deine bedürfnisse in fast zwanzig jahren geändert haben und auch anspruchsvoller geworden sind. was ich mich frage, ist: kann das dein mann überhaupt? dich verstehen und nachvollziehen, warum du solche bedürfnisse hast? hat er überhaupt eine ahnung, worum es geht?
Auch schon deshalb ist es mir so wichtig, dass wir miteinander reden können. Und zwar über Themen, die sich weder um die Kinder drehen noch über „wie war Dein Tag" oder um sonstige organisatorische Angelegenheiten handeln.
Nur muss ich zuerst einen Weg finden damit er nicht sofort dicht macht, oder mit "keine Ahnung" oder "das habe ich mir noch nie überlegt" das Gespräch beendet.
Mir ist bewusst, dass ich mich auf einer Gratwanderung befinde, aber ich will auf keinen Fall eine Gewohnheitsbeziehung und vor allem auch will ich verstehen und verstanden werden.
daher erlaube mir bitte folgende fragen: war es bei euch jemals möglich, solche gespräche zu führen: gespräche mit emotionalem tiefgang auf einer gefühlsebene, die über die alltäglichen dinge hinausgeht? konnte er das jemals in 19 jahren, so mit dir reden? wenn du schreibst, du musst einen weg finden, dass er auf deine fragen nicht sofort dicht macht, dann frage ich mich, woran das liegt. kann es sein, dass ihn deine fragen überfordern, dass er gar nicht versteht, was du da eigentlich meinst, weil sich deine frage auf einer ebene befindet, die ihm nicht bewusst ist?
liebe SeaLife, ich kenne euch beide nicht und ich kann nur spekulieren. ich habe selbst eine langjährige ehe geführt und habe miterlebt, wie sehr man sich unterschiedlich entwickeln kann. du scheinst dich geistig auf einem niveau zu befinden, das abstraktes denken auch im emotionalen bereich möglich macht. aber kann er das auch? und falls er es nicht kann (nur einmal angenommen): überfordert man ihn dann nicht, wenn man von ihm verlangt, dass er sich auf einer ihm völlig unbekannten gedanklichen ebene befinden soll?
es kann durchaus helfen, eine ehe zu beleben, wenn man sich daran erinnert, warum man sich einst ineinander verliebt hat. denke ich. wenn das alles aber, was einst argumente für ihn waren, nicht mehr da sein sollte, dann gibt es meiner meinung nach nur zwei wege: entweder man findet etwas neues, das für ihn spricht, das liebe belebt und erhält und nährt, oder es ist vorbei. und wenn es diese emotionale ebene nicht mehr geben sollte, dann gibt es eben nur noch gewohnheit, nur noch alltag und auch nur noch alltägliche gespräche über die organisation des alltags. weil sonst nichts mehr da ist.
aber wie alle hier: auch ich schreibe nur von mir. ich war lange jahre verheiratet. wir waren ein super team. wir haben uns gut verstanden. wir hatten die gleiche gesprächsbasis: wenn es ums geschäft ging (wir hatten eine firma gemeinsam). wir haben übersehen, dass die liebe auf der strecke blieb. ich brauchte jahre um es einzusehen.
ich wünsch dir alles erdenklich beste, ganz lieben gruß von Isabel
Liebe Isabel
Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich mich früher immer selber ganz stark in Frage gestellt habe. Und ich wusste nie, ob meine Gefühle berechtigt waren oder ob ich nur überreagierte oder einfach nur sehr sensibel war. So habe ich mich nur nach ihm gerichtet, weil ich der Meinung war, so wie er es macht, ist es richtig.
Ich weiss nicht, wie tief wir schon im Gewohnheitsschlammassel stecken. Aber ich will alles versuchen, damit ich unsere Ehe erhalten und beleben kann.
Habt ihr etwas unternommen, um Euch wieder Näher zu kommen?
Liebe Grüsse
QUOTEwas ich mich frage, ist: kann das dein mann überhaupt? dich verstehen und nachvollziehen, warum du solche bedürfnisse hast? hat er überhaupt eine ahnung, worum es geht?Nachvollziehen kann er es nicht. Er meint nur, dass ich mir um solchen Zeugs keine Gedanken machen sollte.
war es bei euch jemals möglich, solche gespräche zu führen: gespräche mit emotionalem tiefgang auf einer gefühlsebene, die über die alltäglichen dinge hinausgeht? konnte er das jemals in 19 jahren, so mit dir reden?Nein, das hatten wir leider noch nie. Bei uns ging es immer nur um alltägliche Sachen.
Ich muss dazu aber auch sagen, dass ich mich früher immer selber ganz stark in Frage gestellt habe. Und ich wusste nie, ob meine Gefühle berechtigt waren oder ob ich nur überreagierte oder einfach nur sehr sensibel war. So habe ich mich nur nach ihm gerichtet, weil ich der Meinung war, so wie er es macht, ist es richtig.
überfordert man ihn dann nicht, wenn man von ihm verlangt, dass er sich auf einer ihm völlig unbekannten gedanklichen ebene befinden soll?Ich verlange nichts von ihm. Ich versuche nur, ihn dahin zu lenken.
entweder man findet etwas neues, das für ihn spricht, das liebe belebt und erhält und nährt, oder es ist vorbei. und wenn es diese emotionale ebene nicht mehr geben sollte, dann gibt es eben nur noch gewohnheit, nur noch alltag und auch nur noch alltägliche gespräche über die organisation des alltags. weil sonst nichts mehr da ist.Diese Befürchtung habe ich, dass unsere Liebe irgendwo auf der Strecke geblieben ist. Früher spürte ich unsere Verbundenheit. Nur jetzt ist es so, dass ich schon noch etwas für ihn spüre, aber entweder sind die Gefühle irgendwo ganz tief vergraben oder es sind einfach nur noch freundschaftliche Gefühle.
Ich weiss nicht, wie tief wir schon im Gewohnheitsschlammassel stecken. Aber ich will alles versuchen, damit ich unsere Ehe erhalten und beleben kann.
Habt ihr etwas unternommen, um Euch wieder Näher zu kommen?
Liebe Grüsse
"überfordert man ihn dann nicht, wenn man von ihm verlangt, dass er sich auf einer ihm völlig unbekannten gedanklichen ebene befinden soll?"liebe SeaLife, vll ist das wort "verlangen" zu streng, es sollte nicht als vorwurf gemeint sein. gefällt dir besser "erwarten, voraussetzen, erhoffen"? denn es wäre eine voraussetzung, dass sich die beziehung so entwickelt, wie du es dir wünschst:
Ich verlange nichts von ihm. Ich versuche nur, ihn dahin zu lenken.
dass er kapiert, was los ist. aber wie gesagt: es könnte sein, dass er das gar nicht kann. dass er keinen tau hat, was eigentlich los ist.
aber (auch) wie gesagt: ich schreibe natürlich immer nur von meinen erfahrungen.
irgendwo weiter oben schrieb ich, dass man niemanden von außen entwickeln kann. das ist meine erfahrung: man kann jemand versuchen zu inspirieren, ihm den weg weisen, ein vorbild sein. aber man kann nie wirklich beeinflussen, was der andere damit macht. ob er sich wirklich inspirieren lässt oder ob er völlig resistent ist. und daher meine ich - aber das ist nur meine meinung - dass es ein "in die richtung lenken" schon einen schritt zu weit ist. es wäre, ihm vorgaben zu machen, ganz unabhängig davon, was und ob er diese vorgaben erfüllen will. mir scheint, du hast den spieß umgedreht: warst du früher verunsichert und hast dich selbst in frage gestellt, dass du dann doch lieber ihm gefolgt bist, weil er sich seiner sache so sicher war, so wünschst du es dir jetzt umgekehrt.
aber er folgt dir nicht. er ist noch immer davon überzeugt, dass sein weg der richtige ist. kann das sein? ist er stur und uneinsichtig? er wäre nicht der einzige. menschen sind so und wir haben doch ausreichend lebenserfahrung, umzu wissen, wie die menschen sind und was man von ihnen erwarten kann. ich will nicht sagen, dass sich niemand ändern kann. aber dazu braucht es eine gewaltige kraft, die immer nur von demjenigen selbst kommen kann: und liebe ist eine gewaltige kraft, wenn sie ausreichend vorhanden ist.
du bist dir nicht sicher, ob du ihn noch liebst? glaubst du, er liebt dich noch? vll denkt er, du bist einfach nur unzufrieden oder launisch oder verständnislos. vll ist er schon in der gewohnheitsmaschinerie viel zu fest verankert.
ein problem zu erkennen bedarf durchaus einer reflektierten aufnahmefähigkeit. es setzt flexibilität voraus und auch eine gewisse konfliktfähigkeit. hat er das alles? viele menschen leugnen ganz offensichtliche probleme, weil das leben damit oberflächlich betrachtet einfacher wird. und weil es auch nicht hoch angesehen ist, wenn man probleme wälzt. dass es keine probleme gibt bzw. nur einen querulanten, der sie herbeiredet, ist meiner erfahrung nach eine viel häufigere einstellung als dass man das problem erkennen will und sich damit auseinandersetzt, wie es den anderen damit geht.
hast du eigentlich schon einmal eine paartherapie überlegt? vll könnte die meinung eines therapeuten als neutralen dritten helfen und ihn eher überzeugen. wie würde er auf diesen vorschlag reagieren?
wir haben es nicht geschafft. die ehe war tot, wir haben es zu spät erkannt. selbstverständlich habe ich genauso wie er alle fehler gemacht, die man eben oft macht - sonst würden nicht so viele beziehungen derartig desaströs enden. ich dachte, mit reden komme ich weiter, aber ich habe immer nur an ihm vorbeigeredet. das ging so lange, bis ich es aufgegeben habe. wir lebten dann noch eine zeitlang nebeneinander her, bis er eine frau kennengelernt hat, die selbst viel eher in seinen denkmustern gedacht hat. ich weiß nicht, ob er heute glücklich ist. zu meinem glück interessiert mich das nicht mehr.
der fehler war: ich hätte ihn müssen so annehmen, wie er ist. auch seine unfähigkeit, mir in manchen bereichen geistig folgen zu können. wenn noch liebe da gewesen wäre, dann wäre das vll gelungen. dann ist man milde und nachsichtig und liebt den anderen nicht nur auf eine erotische weise sondern auch so, wie man ein kind liebt: ohne ansprüche und einfach nur, weil er eben da ist. aber diese liebe war nicht mehr da. ich habe mich neben ihm nicht mehr wohl gefühlt und er auch nicht mehr. wir hatten zuletzt jede gesprächsbasis verloren, das ende war bitter und hätte unter erwachsenen menschen, die sich einst geliebt haben, auch anders ausgehen können. aber was soll's, das ist ja vorbei und kein thema mehr. er hat mir aber sehr gefehlt, ich war sehr an ihn gewöhnt. 20 jahre sind eine lange zeit.
warum ich dir das erzähle: wenn du dich fragen solltest, wie viel liebe bei dir tatsächlich noch da ist, dann frag dich doch, ob du ihn so annehmen könntest, wie er ist: so verständnislos und stur, wie er manchmal nun mal ist. könntest du diese lenkungsversuche aufgeben und ihm in einer liebevollen milde nachsehen, dass er dich so oft nicht versteht?
wünsch dir alles beste. lieben gruß von
Isabel
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