Torpediere alles was mir Wichtig ist
72 Antworten7'402 AufrufeGestartet von SeaLife ·
Liebe Isabel
Ich lass in los, jeden Tag ein ganz kleines Stück. Nur wird parallel dazu auch meine Angst immer grösser, dass deswegen unsere Ehe zerbricht. Ich habe das Gefühl, dass ich mich so von ihm noch mehr entferne.
Wenn diese Gedanken kommen, schiebe ich sie ganz weit weg, denn sie zerstören mir meine Hoffnung.
Ich merke auch immer mehr, wie schwierig es ist, auf dieses Unverständnis zu stossen. Es tut weh und ich muss so aufpassen, dass ich mich nicht zurückziehe.
Auch Dir wünsche ich alles Liebe und ich hoffe sehr, dass Du in Deiner jetzigen Partnerschaft dieses Verständnis gefunden hast.
Alles Gute.
Ich lass in los, jeden Tag ein ganz kleines Stück. Nur wird parallel dazu auch meine Angst immer grösser, dass deswegen unsere Ehe zerbricht. Ich habe das Gefühl, dass ich mich so von ihm noch mehr entferne.
für ein friedliches miteinander solltest du dich damit abfinden, dass dein mann sehr vieles, was dir wichtig ist, was dich berührt und was dich bewegt, einfach nie wirklich verstehen wirdBei diesem „nie“ zieht es mir den Magen zusammen.
Wenn diese Gedanken kommen, schiebe ich sie ganz weit weg, denn sie zerstören mir meine Hoffnung.
Ich merke auch immer mehr, wie schwierig es ist, auf dieses Unverständnis zu stossen. Es tut weh und ich muss so aufpassen, dass ich mich nicht zurückziehe.
Auch Dir wünsche ich alles Liebe und ich hoffe sehr, dass Du in Deiner jetzigen Partnerschaft dieses Verständnis gefunden hast.
Alles Gute.
liebe sea-life.
ja, du wirst dich weiter von ihm entfernen, wenn es so weiter geht bei euch. leider. da bin ich mir ziemlich sicher. denn der zeitpunkt ist gekommen, wo du so nicht weiter machen willst. du brauchst veränderung.
was mir auffällt: du schreibst immer davon, dass er dich verstehen soll, bzw. du dich von ihm unverstanden fühlst. aber was ist mit ihm? verstehst du ihn? verstehst du, warum er ist, wie er ist? wirklich?
ich kenne diese einsamkeit wirklich, wirklich gut. und ja, auch ich habe mich so weit zurückgezogen. auch ich fange gerade erst an, nicht nur von dem partner veränderung zu erhoffen, sondern auch zu versuchen, zu verstehen, warum er was macht.
wenn wir in der paartherapie sind, ist es für mich ganz schrecklich mitanzusehen, wie sehr er um worte ringt. wie schwer es ihm fällt. wie gerne er etwas richtig machen will und aus angst, etwas falsch zu machen, lieber gar nichts macht.
nicht nur ich ringe um etwas. er auch.
dein mann wird nicht glücklich damit sein, dass du unglücklich bist. er weiß nur auch keine hilfe, keinen weg. er wird auch angst haben.
manchmal habe ich den eindruck, du siehst ihn ein wenig als "feind" an, als jemand den du bekämpfst so wie er ist. ihr müsst zusammen um euch kämpfen. dann liest dein mann eben kein paartherapiebuch. da wäre er nicht der erste, der das nicht gerne macht. aber was ist mit dir? warum liest du das nicht erstmal? warum muss er das machen?
ja, du wirst dich weiter von ihm entfernen, wenn es so weiter geht bei euch. leider. da bin ich mir ziemlich sicher. denn der zeitpunkt ist gekommen, wo du so nicht weiter machen willst. du brauchst veränderung.
was mir auffällt: du schreibst immer davon, dass er dich verstehen soll, bzw. du dich von ihm unverstanden fühlst. aber was ist mit ihm? verstehst du ihn? verstehst du, warum er ist, wie er ist? wirklich?
ich kenne diese einsamkeit wirklich, wirklich gut. und ja, auch ich habe mich so weit zurückgezogen. auch ich fange gerade erst an, nicht nur von dem partner veränderung zu erhoffen, sondern auch zu versuchen, zu verstehen, warum er was macht.
wenn wir in der paartherapie sind, ist es für mich ganz schrecklich mitanzusehen, wie sehr er um worte ringt. wie schwer es ihm fällt. wie gerne er etwas richtig machen will und aus angst, etwas falsch zu machen, lieber gar nichts macht.
nicht nur ich ringe um etwas. er auch.
dein mann wird nicht glücklich damit sein, dass du unglücklich bist. er weiß nur auch keine hilfe, keinen weg. er wird auch angst haben.
manchmal habe ich den eindruck, du siehst ihn ein wenig als "feind" an, als jemand den du bekämpfst so wie er ist. ihr müsst zusammen um euch kämpfen. dann liest dein mann eben kein paartherapiebuch. da wäre er nicht der erste, der das nicht gerne macht. aber was ist mit dir? warum liest du das nicht erstmal? warum muss er das machen?
niemand von uns wird diesen partner, der alles so versteht, wie er es verstehen könnte (wenn er so ticken würde, wie wir uns das wünschen), jemals haben. das hat sinn: die menschen sollen unterschiedlich gestrickt sein, sonst kannst du nichts mehr lernen von einem "andersdenkenden".
liebe sealife, du zerreibst dich bei diesem gedanken, dass er nicht in der gleichen gedankenwelt (oder auf der gleichen ebene, wie immer du das nennen willst) lebt wie du. viel zu sehr! viele paare leben so und finden einen weg, sich zu arrangieren.
ich denke, du kannst dich erst entspannen, wenn du ihn wirklich so lassen kannst, wie er nun mal gefusselt ist und ihn trotzdem liebst - wenn schon nicht deswegen. und es akzeptieren kannst. dann kann es passieren, dass ihr euch wieder einander nähert. sonst nicht. denke ich, aber das ist eben nur meine meinung und meine erfahrung: hier kann man nichts erzwingen und auch nicht herbeireden und auch nicht durch hoffnung und intervention manipulieren.
er ist, wie er ist. er hat bestimmt viele vorteile. er hat sicher im zusammenleben nachteile. vll ist er ein klotz in manchen dingen und merkt nicht, wie es dir geht. vll ist er in bestimmten bereichen unsensibel und in anderen dafür wieder aufmerksam. die einzige frage, die sich stellt, ist meiner meinung nach: kannst du damit leben? kannst du damit leben, dass er so ist, wie er ist und auch so bleibt, wie er ist?
denn wenn nicht, dann wird es entweder auf eine "innere kündigung" hinauslaufen: man lebt nebeneinander her und trennt sich nicht aus bequemlichkeit, aus finanziellen gründen oder den kindern zu liebe (während man beobachten kann, wie die zuneigung und mit ihr der letzte rest von verständnis täglich weniger wird, bis man sich gar nichts mehr zu sagen hat - bzw. es sich ins umgekehrte wendet: man hofft, der andere versteht einem nicht) oder man trennt sich gleich.
die alternative ist: den anderen wirklich so nehmen, wie er ist und auch mit seinen schwächen leben. auch wenn man die nicht gut findet, auch wenn man sich wünscht, es gäbe sie nicht. der schlüssel ist wohl immer: kann man diese mängel akzeptieren, kann man darüber hinwegsehen und sich auf die guten dinge in einer beziehung konzentrieren? wenn die mängel essentiell sind, dann wird es früher oder später auf eine - innere oder tatsächliche - trennung hinauslaufen.
klingt jetzt sehr vereinfacht. klingt sehr kalt, wenn man bedenkt, welche schicksale dahinter stehen. das tut mir leid, denn es ändert nichts an den tatsachen: man muss die menschen in seiner umgebung entweder akzeptieren oder meiden. nach meiner erfahrung ist erst alles möglich, wenn man es nicht mehr erwartet. weil der erwartungsdruck weg ist. und dieses "druck wegnehmen" kann man nicht simulieren. sobald erwartungen da sind, ist das spürbar. auch für den unempfindlichsten menschen.
ich wünsch dir sehr, du kannst deinen frieden finden, liebe sealife. mir gelingt es manchmal. nicht immer, aber immer öfter.
lieben gruß von Isabel
liebe sealife, du zerreibst dich bei diesem gedanken, dass er nicht in der gleichen gedankenwelt (oder auf der gleichen ebene, wie immer du das nennen willst) lebt wie du. viel zu sehr! viele paare leben so und finden einen weg, sich zu arrangieren.
ich denke, du kannst dich erst entspannen, wenn du ihn wirklich so lassen kannst, wie er nun mal gefusselt ist und ihn trotzdem liebst - wenn schon nicht deswegen. und es akzeptieren kannst. dann kann es passieren, dass ihr euch wieder einander nähert. sonst nicht. denke ich, aber das ist eben nur meine meinung und meine erfahrung: hier kann man nichts erzwingen und auch nicht herbeireden und auch nicht durch hoffnung und intervention manipulieren.
er ist, wie er ist. er hat bestimmt viele vorteile. er hat sicher im zusammenleben nachteile. vll ist er ein klotz in manchen dingen und merkt nicht, wie es dir geht. vll ist er in bestimmten bereichen unsensibel und in anderen dafür wieder aufmerksam. die einzige frage, die sich stellt, ist meiner meinung nach: kannst du damit leben? kannst du damit leben, dass er so ist, wie er ist und auch so bleibt, wie er ist?
denn wenn nicht, dann wird es entweder auf eine "innere kündigung" hinauslaufen: man lebt nebeneinander her und trennt sich nicht aus bequemlichkeit, aus finanziellen gründen oder den kindern zu liebe (während man beobachten kann, wie die zuneigung und mit ihr der letzte rest von verständnis täglich weniger wird, bis man sich gar nichts mehr zu sagen hat - bzw. es sich ins umgekehrte wendet: man hofft, der andere versteht einem nicht) oder man trennt sich gleich.
die alternative ist: den anderen wirklich so nehmen, wie er ist und auch mit seinen schwächen leben. auch wenn man die nicht gut findet, auch wenn man sich wünscht, es gäbe sie nicht. der schlüssel ist wohl immer: kann man diese mängel akzeptieren, kann man darüber hinwegsehen und sich auf die guten dinge in einer beziehung konzentrieren? wenn die mängel essentiell sind, dann wird es früher oder später auf eine - innere oder tatsächliche - trennung hinauslaufen.
klingt jetzt sehr vereinfacht. klingt sehr kalt, wenn man bedenkt, welche schicksale dahinter stehen. das tut mir leid, denn es ändert nichts an den tatsachen: man muss die menschen in seiner umgebung entweder akzeptieren oder meiden. nach meiner erfahrung ist erst alles möglich, wenn man es nicht mehr erwartet. weil der erwartungsdruck weg ist. und dieses "druck wegnehmen" kann man nicht simulieren. sobald erwartungen da sind, ist das spürbar. auch für den unempfindlichsten menschen.
ich wünsch dir sehr, du kannst deinen frieden finden, liebe sealife. mir gelingt es manchmal. nicht immer, aber immer öfter.
lieben gruß von Isabel
Na dann setz ihm doch mal die Pistole auf die Brust und sag ihm, dass du darüber nachdenkst, dich evtl. ganz aus der Beziehung zu verabschieden - falls sich bei ihm bzw. zwischen euch nicht mehr in Sachen gegenseitiges Verständnis und Offenheit tut. Männer ticken emotional langsamer als wir. Die brauchen ab und an nen kräftigen Tritt in den Hintern, sonst bewegen sie sich nicht. Aber er muss kräftig sein! =)
Ich war mal mit einem zusammen, da dachten wir beide, es wäre die große Liebe fürs Leben. Ich war aber nach einer Weile restlos unglücklich, hab stundenlang geheult, auch rumgeschrien, alles ganz schrecklich, jahrelang. Er hat damals gemeint, zum Therapeuten brächte er ja wohl nicht mit, schließlich hätte ICH ja das Problem mit ihm, nicht er. Irgendwann hab ich aufgegeben. (Bin heute froh drüber.) Nachdem ich Schluss gemacht hatte, hat er gemeint, ich hätte ihm doch bloß sagen sollten, dass die Beziehung auf dem Spiel steht! Dann hätt er echt was gemacht!! Dass ich völlig am Ende war 2,5 Jahre lang, hatte er irgendwie übersehen..... :D (Hat ihn nicht davon abgehalten, sich auch danach noch, als ich ihm noch ne Chance gab, völlig daneben zu benehmen. Eben darum bin ich froh, mich von ihm getrennt zu haben.)
Was ich damit sagen will: Manche Männer verdrängen so lange, bis es nicht mehr geht und sie vor dem Scherbenhaufen stehen. Kündige ihm den Scherbenhaufen an! Vielleicht bekommt er dann den Hintern hoch und lässt sich nicht nur einmal "gnädigerweise" zu einer Therapiesitzung herab und lässt mal was an sich ran.
Alles Gute vom Liebessehnen.
Ich war mal mit einem zusammen, da dachten wir beide, es wäre die große Liebe fürs Leben. Ich war aber nach einer Weile restlos unglücklich, hab stundenlang geheult, auch rumgeschrien, alles ganz schrecklich, jahrelang. Er hat damals gemeint, zum Therapeuten brächte er ja wohl nicht mit, schließlich hätte ICH ja das Problem mit ihm, nicht er. Irgendwann hab ich aufgegeben. (Bin heute froh drüber.) Nachdem ich Schluss gemacht hatte, hat er gemeint, ich hätte ihm doch bloß sagen sollten, dass die Beziehung auf dem Spiel steht! Dann hätt er echt was gemacht!! Dass ich völlig am Ende war 2,5 Jahre lang, hatte er irgendwie übersehen..... :D (Hat ihn nicht davon abgehalten, sich auch danach noch, als ich ihm noch ne Chance gab, völlig daneben zu benehmen. Eben darum bin ich froh, mich von ihm getrennt zu haben.)
Was ich damit sagen will: Manche Männer verdrängen so lange, bis es nicht mehr geht und sie vor dem Scherbenhaufen stehen. Kündige ihm den Scherbenhaufen an! Vielleicht bekommt er dann den Hintern hoch und lässt sich nicht nur einmal "gnädigerweise" zu einer Therapiesitzung herab und lässt mal was an sich ran.
Alles Gute vom Liebessehnen.
Ganz vielen Dank für Eure Gedanken.
@ madou
Ich sehe ihn nicht als Feind. Ich war nur auf der Suche nach einer Möglichkeit, ihm meinen Wunsch näher bringen zu können und habe mich dabei an meiner Idee festgebissen.
Aber was die Bücher betrifft, lese ich sehr viel. Ich dachte, statt dass ich ihm darüber erzähle oder auch Ausschnitte vorlese, könnte er es sich besser vorstellen was ich meine, wenn er die Bücher selber liest.
Auch wenn Dein Mann um Worte ringt, auch wenn es ihm schwerfällt darüber zu sprechen, er versucht hinzuschauen. Madou, das ist ein ganz grosses Geschenk.
@ Liebessehnen
Ihm die Pistole auf die Brust setzen, wäre eine Möglichkeit. Nur ich habe ihn ja so wie er ist geheiratet. Und etwas von ihm fordern, was er noch nie gelebt hat, ist für mich nicht der richtige Weg.
@ Isabel
Deinen Text, liebe Isabel, habe ich mir sehr zu Herzen genommen, denn er trifft den Kern. Vielen Dank dafür.
Als ich mir wieder einmal einen Kopf darüber gemacht habe, warum ich ihn einfach nicht bewegen kann, musste ich an etwas denken, was schon vor einigen Jahren geschehen ist:
Wir haben beide sehr lange und viel geraucht. Aber irgendwann wurde es mir zu blöd und ich hörte damit auf.
Als ich schon ein paar Monate lang nicht mehr geraucht habe, entschied sich auch mein Mann dazu, mit dem Rauchen aufzuhören. Einfach so, ohne dass wir darüber diskutiert oder ich es von ihm gefordert habe.
Eure Gedanken sowie auch dieses Beispiel zeigt mir, dass auch Veränderungen möglich sind, wenn man nur das eigene Verhalten ändert.
Ich habe mich verändert und mir in den Kopf gesetzt, dass er das jetzt auch muss/sollte.
Ich wollte es lange nicht wahrhaben, aber durch dieses Wollen war es tatsächlich so, dass alles andere, vor allem das Positive, in den Hintergrund gerückt ist.
Jetzt bin ich daran, mich Stück für Stück von meinem Wunsch zu lösen und weiterhin mit meinem Mann über meine Wahrnehmungen, Gefühle und Emotionen zu sprechen.
Und ich arbeite daran, alles so sein lassen wie es ist.
Euch alles Liebe
@ madou
Ich sehe ihn nicht als Feind. Ich war nur auf der Suche nach einer Möglichkeit, ihm meinen Wunsch näher bringen zu können und habe mich dabei an meiner Idee festgebissen.
Aber was die Bücher betrifft, lese ich sehr viel. Ich dachte, statt dass ich ihm darüber erzähle oder auch Ausschnitte vorlese, könnte er es sich besser vorstellen was ich meine, wenn er die Bücher selber liest.
Auch wenn Dein Mann um Worte ringt, auch wenn es ihm schwerfällt darüber zu sprechen, er versucht hinzuschauen. Madou, das ist ein ganz grosses Geschenk.
@ Liebessehnen
Ihm die Pistole auf die Brust setzen, wäre eine Möglichkeit. Nur ich habe ihn ja so wie er ist geheiratet. Und etwas von ihm fordern, was er noch nie gelebt hat, ist für mich nicht der richtige Weg.
@ Isabel
Deinen Text, liebe Isabel, habe ich mir sehr zu Herzen genommen, denn er trifft den Kern. Vielen Dank dafür.
Als ich mir wieder einmal einen Kopf darüber gemacht habe, warum ich ihn einfach nicht bewegen kann, musste ich an etwas denken, was schon vor einigen Jahren geschehen ist:
Wir haben beide sehr lange und viel geraucht. Aber irgendwann wurde es mir zu blöd und ich hörte damit auf.
Als ich schon ein paar Monate lang nicht mehr geraucht habe, entschied sich auch mein Mann dazu, mit dem Rauchen aufzuhören. Einfach so, ohne dass wir darüber diskutiert oder ich es von ihm gefordert habe.
Eure Gedanken sowie auch dieses Beispiel zeigt mir, dass auch Veränderungen möglich sind, wenn man nur das eigene Verhalten ändert.
Ich habe mich verändert und mir in den Kopf gesetzt, dass er das jetzt auch muss/sollte.
Ich wollte es lange nicht wahrhaben, aber durch dieses Wollen war es tatsächlich so, dass alles andere, vor allem das Positive, in den Hintergrund gerückt ist.
Jetzt bin ich daran, mich Stück für Stück von meinem Wunsch zu lösen und weiterhin mit meinem Mann über meine Wahrnehmungen, Gefühle und Emotionen zu sprechen.
Und ich arbeite daran, alles so sein lassen wie es ist.
Euch alles Liebe
@ LiebessehnenStimmt, du hast ihn damals so wie er ist geheiratet. Er dich auch. Aber du hast dich verändert in all den Jahren. Und auch er hat das sicherlich, auch wenn es dir momentan vielleicht nicht so scheint. JETZT brauchst du aber noch was anderes von ihm, und ich finde das gut, denn du spürst, dass ihr euch weiterentwickeln müsst, wenn ihr in eurer Ehe nicht total ersticken wollt.
Ihm die Pistole auf die Brust setzen, wäre eine Möglichkeit. Nur ich habe ihn ja so wie er ist geheiratet. Und etwas von ihm fordern, was er noch nie gelebt hat, ist für mich nicht der richtige Weg.
Ich finde es gefährlich, wenn du dir nun selber abverlangst, dass du ihn einfach akzeptieren lernen musst. Ich sehe schon den Sinn darin, bei sich selbst anzufangen und nicht alles beim Anderen zu suchen. Aber ich glaube, dass es nur hinhaut, den Anderen in seiner Eigenart zu akzeptieren, wenn man vorher den "Umweg" der Auseinandersetzung und der Kommunikation beschritten hat. Schon allein, um mit sich selber fertig zu werden, sich selbst zu verstehen, ist es wichtig, sich mit dem Anderen auszutauschen. Denn ich glaube, dass man in einer Beziehung nur über den Austausch zum Ziel kommt, auch zu dem Ziel, den Anderen dann eben so zu lassen. Ich meine, sonst könntest du es gleich lassen mit der Beziehung! Wenn es nur um die Kinder, das Haus und das Auto ginge, und ab und an mal Sex. Man ist doch zusammen, um sich auch mal gut zu unterhalten, miteinander zu lachen, zu streiten, sich zu kabbeln und und und. Eine andere, interessante Sichtweise kennen zu lernen.
Und noch was, was mir beim Durchlesen des Threads aufgefallen ist. Du hast auch Angst. Und gehst nicht weiter. Du verleugnest immer wieder dich und deine Gefühle. z.B.: Du willst was von ihm, aber statt dazu zu stehen, sagst du: Ich kann ja nichts von ihm fordern, ich hab ihn ja so geheiratet. (s. letzter Thread) Oder du willst, dass er zur paartherapie mitkommt und bist dann enttäuscht, wenn er das abwertet. Statt dir aber deine Enttäuschung zuzugestehen, sagst du: "Er will nicht. Ich sage das völlig wertfrei, es ist ok so", oder so ähnlich. Warum sagst du nicht, dass es NICHT ok ist für dich?! Du stehst einfach selbst nicht zu deinen Gefühlen. Ein entsprechender Ansatz wäre, du machst selbst eine Therapie für DICH und versuchst, besser zu deinen Gefühlen zu stehen. Dann knickst du nicht gleich jedesmal ein bei seiner "Was hast du denn mit diesen komischen Gefühlen, was soll das bringen"-Tour. Dann baust du dich selbst auf und weißt auch besser, was du da eigentlich willst.
Eine mir sehr nahestehende und wichtige Person ist sehr krank und hat nur noch ein paar Wochen zu Leben. Das bringt mich fast um den Verstand und der Schmerz zerreisst mich beinahe. Es kommen unglaublich viele Gefühle hoch und die ganze Situation belastet mich enorm.
Mein Mann hält mir soweit den Rücken frei, dass ich sie besuchen kann und er dann in dieser Zeit auf die Kinder schaut. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Ich kann mit ihm über meine Gefühle sprechen und er hört mir zu. Aber ich könnte genau so gut über das Wetter reden. Ich spüre keine Verbindung zu ihm. Auch wenn er mich in den Arm nimmt wenn es mir schlecht geht, fühle ich nichts. Ich habe ihn auch schon gefragt ob es für ihn ok ist, wenn ich mich bei ihm ausweine, aber obwohl er "ja klar" sagt, fehlt mir einfach dieses "hey, komm her, ich halt Dich fest damit Du losheulen kannst". Mir geht es nicht um die Worte, sondern nur um das Gefühl, dass es so in Ordnung ist.
Wenn es mir gut geht habe ich wieder eine Verbindung zu ihm und wir sind auf einer Wellenlänge. Von daher stimmt es wieder zwischen uns.
Aber das Sprichwort, geteiltes Leid ist halbes Leid, trifft auf mich nicht zu. Die Freude, den Spass, die Lust, all das können wir teilen, das Leid bleibt aber bei mir.
Und ich verstehe das nicht, denn es geht jetzt auch nicht um Gefühle, die ich nicht artikulieren kann.
Warum finde ich keinen Zugang zu ihm, wenn ich ihn brauche und so auf dem Boden bin?
Mein Mann hält mir soweit den Rücken frei, dass ich sie besuchen kann und er dann in dieser Zeit auf die Kinder schaut. Dafür bin ich ihm sehr dankbar.
Ich kann mit ihm über meine Gefühle sprechen und er hört mir zu. Aber ich könnte genau so gut über das Wetter reden. Ich spüre keine Verbindung zu ihm. Auch wenn er mich in den Arm nimmt wenn es mir schlecht geht, fühle ich nichts. Ich habe ihn auch schon gefragt ob es für ihn ok ist, wenn ich mich bei ihm ausweine, aber obwohl er "ja klar" sagt, fehlt mir einfach dieses "hey, komm her, ich halt Dich fest damit Du losheulen kannst". Mir geht es nicht um die Worte, sondern nur um das Gefühl, dass es so in Ordnung ist.
Wenn es mir gut geht habe ich wieder eine Verbindung zu ihm und wir sind auf einer Wellenlänge. Von daher stimmt es wieder zwischen uns.
Aber das Sprichwort, geteiltes Leid ist halbes Leid, trifft auf mich nicht zu. Die Freude, den Spass, die Lust, all das können wir teilen, das Leid bleibt aber bei mir.
Und ich verstehe das nicht, denn es geht jetzt auch nicht um Gefühle, die ich nicht artikulieren kann.
Warum finde ich keinen Zugang zu ihm, wenn ich ihn brauche und so auf dem Boden bin?
Kann es sein, dass wenn Du leidest es so sehr tust, dass Du nicht mehr merkst, wie er für Dich da ist? Also sozusagen für Dich die Verbindung abreisst, er sie aber durchaus hält? Ich zb falle sehr tief, wenns mir mies geht und habe vielfach das Gefühl, dass keiner da ist, der mir zur Seite steht. Wenn ich es aber genauer analysiere merke, ich dass ich in diesen Momenten es selbst nicht zulassen kann, jemand neben mir zu haben. Vielleicht geht es Dir da ähnlich?
Oder gibt es etwas, was Du in dem Moment von ihm erwartest und er es Dir nicht gibt? wenn ja, was ist es und hast Du es ihm so einmal mitgeteilt?
Oder gibt es etwas, was Du in dem Moment von ihm erwartest und er es Dir nicht gibt? wenn ja, was ist es und hast Du es ihm so einmal mitgeteilt?
Kann es sein, dass wenn Du leidest es so sehr tust, dass Du nicht mehr merkst, wie er für Dich da ist? Also sozusagen für Dich die Verbindung abreisst, er sie aber durchaus hält?Wenn ich ihn danach frage, hat er jedesmal eine Verbindung zu mir.
Ich weiss nicht genau, was mit mir passiert. Ich merke einfach, dass etwas blockiert ist.
Es fühlt sich für mich nicht richtig an und ich weiss nicht warum das so ist.
dass ich in diesen Momenten es selbst nicht zulassen kann, jemand neben mir zu haben.Irgendwie ist das bei mir auch so. Ich will sie zwar zulassen, kann aber nicht, weil ich zu ihm keinen Zugang habe.
Ich leide darunter sehr, denn ich fühle mich nicht angenommen.
Danke für Deine Antwort
Hallo SeaLife!
Wenn ich dich so lese frage ich mich, ob du deinen Mann überhaupt auf Augenhöhe siehst. Vergiss nicht, dass er nicht du ist und nicht genauso denken, handeln und fühlen muss wie du.
An seiner Stelle würde ich mich total unter Druck gesetzt, und mittlerweile auch genervt, fühlen. Früher hat er dir gereicht so wie er war. Jetzt hast du einen neuen Spleen für dich entdeckt und bist beleidigt, dass er nicht mitmacht.
Erst genügt er dir im Bett nicht mehr, weil er anders tickt und nach und nach fallen dir immer mehr Kritikpunkte auf, die er gefälligst ausbaden soll, um es dir recht zu machen. Gibt's noch was an ihm, dass dir passt oder hast du nur den Mumm nicht nach den vielen Jahren, alleine mit 4 Kindern darzustehen?
Wenn ich dich so lese frage ich mich, ob du deinen Mann überhaupt auf Augenhöhe siehst. Vergiss nicht, dass er nicht du ist und nicht genauso denken, handeln und fühlen muss wie du.
An seiner Stelle würde ich mich total unter Druck gesetzt, und mittlerweile auch genervt, fühlen. Früher hat er dir gereicht so wie er war. Jetzt hast du einen neuen Spleen für dich entdeckt und bist beleidigt, dass er nicht mitmacht.
Erst genügt er dir im Bett nicht mehr, weil er anders tickt und nach und nach fallen dir immer mehr Kritikpunkte auf, die er gefälligst ausbaden soll, um es dir recht zu machen. Gibt's noch was an ihm, dass dir passt oder hast du nur den Mumm nicht nach den vielen Jahren, alleine mit 4 Kindern darzustehen?
Hi Sunshine
Wahrscheinlich liesst sich mein Thread so, als sei ich total unzufrieden und nichts und niemand kann mir etwas recht machen.
Wenn ich hier etwas niederschreibe dann nur, wenn es mir nicht gut geht und ich nicht weiss, wohin mit meinen Fragen und Gedanken.
Es gibt so viele schöne und positive Tage, Begegnungen, Gespräche und Momente, die ich hier aber nicht erwähne. Darum ist mein Geschriebenes sehr einseitig.
So fühlte ich in dem Moment. Nur mittlerweile weiss ich, dass ich meinem Mann nicht egal bin, und er froh ist, dass keinen Kontakt mehr mit diesem Mann besteht. Er wollte cool sein und mir nicht sagen, wie scheisse er die Treffen findet. Und ich habe das als Gleichgültigkeit seinerseits wahrgenommen.
Das kommt halt davon, wenn man nicht miteinander spricht....
Aber ich verzichte gerne darauf.
Ich schreibe hier auch, wenn ich unsicher bin. Wenn ich nicht weiss, was ich ändern kann, oder was ich nicht ändern kann und akzeptieren muss.
Meine Mum hat nur noch ein paar Wochen zu leben und ich fühle mich mit der ganzen Situation und mit meinen Gefühlen alleingelassen. Liegt das nun an mir, dass ich mich nicht unterstützt fühle? Kann ich daran etwas ändern? Oder muss ich akzeptieren, dass er mich darin einfach nicht unterstützen kann?
Mit dieser und anderen Fragen setze ich mein Mann weder unter Druck noch zicke ich herum oder fange damit immer und immer wieder an.
Ich versuche sie irgendwie für mich selber zu beantworten. Und manchmal brauche ich Hilfe von Aussen, weil ich alleine nicht mehr weiterkomme.
Wahrscheinlich liesst sich mein Thread so, als sei ich total unzufrieden und nichts und niemand kann mir etwas recht machen.
Wenn ich hier etwas niederschreibe dann nur, wenn es mir nicht gut geht und ich nicht weiss, wohin mit meinen Fragen und Gedanken.
Es gibt so viele schöne und positive Tage, Begegnungen, Gespräche und Momente, die ich hier aber nicht erwähne. Darum ist mein Geschriebenes sehr einseitig.
Wenn ich dich so lese..meinst Du den Thread von Ronaldo?
So fühlte ich in dem Moment. Nur mittlerweile weiss ich, dass ich meinem Mann nicht egal bin, und er froh ist, dass keinen Kontakt mehr mit diesem Mann besteht. Er wollte cool sein und mir nicht sagen, wie scheisse er die Treffen findet. Und ich habe das als Gleichgültigkeit seinerseits wahrgenommen.
Das kommt halt davon, wenn man nicht miteinander spricht....
oder hast du nur den Mumm nicht nach den vielen Jahren, alleine mit 4 Kindern darzustehen?Das wäre sogar der einfachere Weg. Dann hätte ich jedes 2. Wochenende frei, hätte dazu noch mindestens 2 Wochen im Jahr am Stück Ferien, einfach genial.... :schief:
Aber ich verzichte gerne darauf.
Ich schreibe hier auch, wenn ich unsicher bin. Wenn ich nicht weiss, was ich ändern kann, oder was ich nicht ändern kann und akzeptieren muss.
Meine Mum hat nur noch ein paar Wochen zu leben und ich fühle mich mit der ganzen Situation und mit meinen Gefühlen alleingelassen. Liegt das nun an mir, dass ich mich nicht unterstützt fühle? Kann ich daran etwas ändern? Oder muss ich akzeptieren, dass er mich darin einfach nicht unterstützen kann?
Mit dieser und anderen Fragen setze ich mein Mann weder unter Druck noch zicke ich herum oder fange damit immer und immer wieder an.
Ich versuche sie irgendwie für mich selber zu beantworten. Und manchmal brauche ich Hilfe von Aussen, weil ich alleine nicht mehr weiterkomme.
Dieser Traum war so real, sodass ich nach dem Aufwachen einige Minuten brauchte um zu merken, dass ich nur geträumt hatte.
Den ganzen Tag liess er mich nicht in Ruhe und am Abend erzählte ich meinem Mann davon und fragte ihn, ob daran etwas Wahres ist. Er hätte darauf nicht antworten müssen, ich sah es an seinem Blick.
Er hat eine Andere kennengelernt die ihn sehr fasziniert. Peng! das ging voll in die Mitte.
Ich weiss dass er den Wunsch hat, mit einer anderen Frau intim zu werden. Das wäre für mich auch nicht so ein Problem. Aber wenn es nur um Sex geht, warum will er sie dann noch besser kennenlernen und möchte sie auch ausserhalb der Arbeit treffen? Er kennt sie ja schon seit ein paar Monaten. Das verstehe ich nicht. Als ich ihn fragte, ob es etwas ernstes ist, verneinte er zwar, nur sein Blick sagte etwas anderes.
Es ist zwar noch nichts passiert, aber sein Leuchten in den Augen, als er mir von ihr erzählt hat, gibt mir jedesmal einen brutalen Stich wenn ich nur daran denke. Ich fühle mich so hilflos, traurig und wütend und weiss nicht, was ich jetzt machen soll.
Kann ich überhaupt noch dagegen steuern?
Den ganzen Tag liess er mich nicht in Ruhe und am Abend erzählte ich meinem Mann davon und fragte ihn, ob daran etwas Wahres ist. Er hätte darauf nicht antworten müssen, ich sah es an seinem Blick.
Er hat eine Andere kennengelernt die ihn sehr fasziniert. Peng! das ging voll in die Mitte.
Ich weiss dass er den Wunsch hat, mit einer anderen Frau intim zu werden. Das wäre für mich auch nicht so ein Problem. Aber wenn es nur um Sex geht, warum will er sie dann noch besser kennenlernen und möchte sie auch ausserhalb der Arbeit treffen? Er kennt sie ja schon seit ein paar Monaten. Das verstehe ich nicht. Als ich ihn fragte, ob es etwas ernstes ist, verneinte er zwar, nur sein Blick sagte etwas anderes.
Es ist zwar noch nichts passiert, aber sein Leuchten in den Augen, als er mir von ihr erzählt hat, gibt mir jedesmal einen brutalen Stich wenn ich nur daran denke. Ich fühle mich so hilflos, traurig und wütend und weiss nicht, was ich jetzt machen soll.
Kann ich überhaupt noch dagegen steuern?
Nachdem mir mein Mann sagte, wie es in ihm aussieht, ging es mir ein paar Tage lang sehr schlecht. Ich wusste überhaupt nicht, was ich sagen, machen oder tun sollte oder wie und ob es überhaupt weitergeht. Diese Tage waren sehr schlimm.
Aber obwohl die Wahrheit verdammt weh tut, bin ich doch froh, dass es endlich ausgesprochen ist. Denn ich merkte schon länger, dass mein Mann irgendwie nicht „da“ ist, es war aber nur ein subtiles Gefühl. Und ich weiss endlich auch, warum er mir in den letzten Monaten in bestimmten Situationen nicht beistehen kann oder konnte. Nur das ist schon eine grosse Erleichterung für mich.
Heute weiss ich immer noch nicht, wie es mit uns weitergeht. Aber der Sturm der Gefühle hat sich bei mir gelegt und ich bin innerlich sehr ruhig und gelassen dem gegenüber geworden. Vielleicht hilft mir meine Erfahrung, weil ich auch schon in einer ähnlichen Situation war, vielleicht aber auch das Wissen, dass ich auch ohne ihn zurechtkommen werde. Ich weiss, dass es für mich bei einer Trennung kein Spaziergang werden wird, vor allem nicht, was die Kids anbelangt. Aber sollte es doch dazu kommen, werde ich es irgendwie schaffen.
Und ich habe es endlich geschafft aufzuhören, immer etwas machen und zurechtbiegen zu wollen. Ich meinte immer, ich kann fast alles bewegen wenn ich nur einen genug grossen Willen dazu habe. So habe ich jetzt auf eine sehr schmerzhafte Weise erleben müssen, dass dem nicht so ist.
Auch wenn das vielleicht das Ende unserer Beziehung bedeutet, so kann ich rückblickend sagen, dass wir eine sehr lange und wunderschöne Zeit zusammen verbringen konnten. Und für all diese Jahre bin ich unendlich dankbar.
Die Situation mit meiner Mum ist jedoch sehr schwer für mich. Hier habe ich ein ganz extremes Gefühlschaos. Es ist der Wahnsinn, all das mit ansehen zu müssen und nichts dagegen tun zu können.
Ich bin glücklich für jede Stunde, die wir noch zusammen erleben können. Aber jedes Mal nach den Besuchen falle ich in ein Loch und frage mich auch immer wieder, ob ich wirklich voll und ganz präsent und vor allem auch mit dem Herzen da war, ob ich die gemeinsame Zeit und die Umarmung wirklich voll genossen habe.
Gebe ich wirklich alles? Oder könnte ich noch mehr geben? Habe ich schon alles gesagt, oder gibt es noch etwas, was ich unbedingt noch sagen sollte?
Und manchmal weiss ich auch nicht, wohin mit meinen Gefühlen damit sie mich nicht überrollen. Dann tut mir das Schreiben, so wie jetzt, einfach nur gut.
Aber obwohl die Wahrheit verdammt weh tut, bin ich doch froh, dass es endlich ausgesprochen ist. Denn ich merkte schon länger, dass mein Mann irgendwie nicht „da“ ist, es war aber nur ein subtiles Gefühl. Und ich weiss endlich auch, warum er mir in den letzten Monaten in bestimmten Situationen nicht beistehen kann oder konnte. Nur das ist schon eine grosse Erleichterung für mich.
Heute weiss ich immer noch nicht, wie es mit uns weitergeht. Aber der Sturm der Gefühle hat sich bei mir gelegt und ich bin innerlich sehr ruhig und gelassen dem gegenüber geworden. Vielleicht hilft mir meine Erfahrung, weil ich auch schon in einer ähnlichen Situation war, vielleicht aber auch das Wissen, dass ich auch ohne ihn zurechtkommen werde. Ich weiss, dass es für mich bei einer Trennung kein Spaziergang werden wird, vor allem nicht, was die Kids anbelangt. Aber sollte es doch dazu kommen, werde ich es irgendwie schaffen.
Und ich habe es endlich geschafft aufzuhören, immer etwas machen und zurechtbiegen zu wollen. Ich meinte immer, ich kann fast alles bewegen wenn ich nur einen genug grossen Willen dazu habe. So habe ich jetzt auf eine sehr schmerzhafte Weise erleben müssen, dass dem nicht so ist.
Auch wenn das vielleicht das Ende unserer Beziehung bedeutet, so kann ich rückblickend sagen, dass wir eine sehr lange und wunderschöne Zeit zusammen verbringen konnten. Und für all diese Jahre bin ich unendlich dankbar.
Die Situation mit meiner Mum ist jedoch sehr schwer für mich. Hier habe ich ein ganz extremes Gefühlschaos. Es ist der Wahnsinn, all das mit ansehen zu müssen und nichts dagegen tun zu können.
Ich bin glücklich für jede Stunde, die wir noch zusammen erleben können. Aber jedes Mal nach den Besuchen falle ich in ein Loch und frage mich auch immer wieder, ob ich wirklich voll und ganz präsent und vor allem auch mit dem Herzen da war, ob ich die gemeinsame Zeit und die Umarmung wirklich voll genossen habe.
Gebe ich wirklich alles? Oder könnte ich noch mehr geben? Habe ich schon alles gesagt, oder gibt es noch etwas, was ich unbedingt noch sagen sollte?
Und manchmal weiss ich auch nicht, wohin mit meinen Gefühlen damit sie mich nicht überrollen. Dann tut mir das Schreiben, so wie jetzt, einfach nur gut.
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