Total verliebt, total verwirrt
153 Antworten9'613 AufrufeGestartet von Goneril ·
Diese Frage stelle ich mir auch gerade, denn auch ich habe einen herben Rückschritt erlitten, nachdem es eine zeitlang sehr gut aussah! Nun bin ich mir auch 99,9% sicher, dass es sich um Bindungsangst handelt und da können wir eigentlich nichts richtig machen. Am besten ist es zu akzeptieren, dass mit diesen Menschen eine Beziehung eh viel zu aufreibend wäre.
och menno, aber ich will es nicht akzeptieren *schnief* es war doch so schön hoffen zu können :-(
es war doch so schön hoffen zu können :-(Genau das ist das Problem. War auch mein's. Hab mich so an die Hoffnung geklammert, dass ich die Realität völlig ausgeblendet habe.
Ich bin dabei emotional nahezu drauf gegangen. Wär ich nicht hier im Forum gewesen und hätte meine Therapie nicht gemacht, hätte ich mich wahrscheinlich nie lösen können. Ich hab mich so an dieses Hoffen geklammert, dass alles Andere irrelevant für mich wurde.
Außer Hoffnung war allerdings in dieser Beziehung nie wirklich etwas für mich zu holen und das hätte sich auch nie geändert.
Ich musste mich dann entscheiden, entweder mein Selbst, alles was ich bin und mir wünsche aufgeben oder gehen. Ich hab mich für mich entschieden. Und bereue es keine Sekunde.
ja, es ist echt schwierig. es reicht eben leider nicht, dass wir viel füreinander empfinden...ich muss mich immer kontrollieren und darf nie vollends meine gefühle zum ausdruck bringen und sie kann es ja ohnehin nicht wegen ihrer hemmungen und ängste.
zudem erwische ich mich immer wieder, wie ich mir mittlerweile unerwünscht oder lästig vorkomme obwohl ich ja weiß, wie sehr sie mich mag, weil einfach viel zu lange dieser gedanke da war "ich will immer mehr, als sie will"dieser gedanke beherrscht mich...und manchmal krieg ich ja schon angst, dass wenn ich sie anrufe, sie null bock hat und ich mich vorn kopf gestoßen fühle. also gehe ich situationen, in denen sie mich wegstoßen könnte aus dem weg und wahrscheinlich fühlt sie sich wiederum durch meinen rückzug abgewiesen.
ironischerweise mache ich also jetzt dasselbe, was sie macht. bevor man verletzt wird, lieber direkt alles bleiben lassen.
aber emotional ist es echt ein ewiges hin und her. und ich bin so ausgelaugt. aber sie ist mir soooo wichtig....naja, schade um die schöne hoffnung. ein erster schritt ist jedenfalls bei mir getan, ich beginne mich abzufinden, auch wenns mich tottraurig macht....
DIGERIDOO: was war denn bei dir los?
zudem erwische ich mich immer wieder, wie ich mir mittlerweile unerwünscht oder lästig vorkomme obwohl ich ja weiß, wie sehr sie mich mag, weil einfach viel zu lange dieser gedanke da war "ich will immer mehr, als sie will"dieser gedanke beherrscht mich...und manchmal krieg ich ja schon angst, dass wenn ich sie anrufe, sie null bock hat und ich mich vorn kopf gestoßen fühle. also gehe ich situationen, in denen sie mich wegstoßen könnte aus dem weg und wahrscheinlich fühlt sie sich wiederum durch meinen rückzug abgewiesen.
ironischerweise mache ich also jetzt dasselbe, was sie macht. bevor man verletzt wird, lieber direkt alles bleiben lassen.
aber emotional ist es echt ein ewiges hin und her. und ich bin so ausgelaugt. aber sie ist mir soooo wichtig....naja, schade um die schöne hoffnung. ein erster schritt ist jedenfalls bei mir getan, ich beginne mich abzufinden, auch wenns mich tottraurig macht....
DIGERIDOO: was war denn bei dir los?
Wieder einen Korb bekommen, obwohl es echt gut lief. Sie meinte, dass ihre Gefühle zu mir nicht konstant seien und dass alles zu kompliziert und verkopft geworden sei, zwischen uns. Frage mich nur, wer es kompliziert gemacht hat. Und außerdem meinte sie, ich hätte wieder gedrängt, obwohl ich ja wüßte, dass sie blockiert sei und sich nicht richtig öffnen könne. Es kam noch der Satz von einem "zarten Pflänzchen" das zertrampelt wurde.
bearbeitet #66
zudem erwische ich mich immer wieder, wie ich mir mittlerweile unerwünscht oder lästig vorkomme obwohl ich ja weiß, wie sehr sie mich mag, weil einfach viel zu lange dieser gedanke da war "ich will immer mehr, als sie will"dieser gedanke beherrscht mich...und manchmal krieg ich ja schon angst, dass wenn ich sie anrufe, sie null bock hat und ich mich vorn kopf gestoßen fühle. also gehe ich situationen, in denen sie mich wegstoßen könnte aus dem weg und wahrscheinlich fühlt sie sich wiederum durch meinen rückzug abgewiesen.Perfekt beschrieben. Dieser Teufelskreis dreht sich immer weiter und ist nahezu nicht zu durchbrechen. Er hat Einfluss auf die gesamte Beziehung und selbst die guten Momente verlieren an Qualität weil das Vertrauen so nach und nach ausgehölt wird. Lösen kannst Du das aber nicht, da das nur durch Kommunikation möglich wäre, diese aber nicht erwünscht ist. In den kritischen Momenten weigert sie sich zu kommunizieren und sprichst Du es in den guten Momenten an, hörst Du nur ein "Kannst Du nichtmal geniessen, wenn es gerade läuft und musst immer Probleme machen?" und wenn Du dann weiter drauf beharrst kippst Du die Stimmung in's Kritische, sie macht wieder dicht und Du bekommst die Schuld dafür.
Irgendwann gehst Du dran kaputt weil es keine Lösung gibt! Dieser Kreislauf setzt sich fort bis Du entweder wirklich wütend wirst und Kommunikation einforderst, dann beendet sie die Beziehung weil Du ihr zu unkontrolliert und wütend bist. Oder Du gibst Dich auf, dann beendet sie die Beziehung auch, weil sie keinen Respekt mehr vor Dir hat.
Sie weiss das nicht und macht das nicht mit Absicht, aber für sie ist ein Partner eine Bedrohung. Dagegen kannst Du nichts machen.
Es gibt nur 2 Möglichkeiten. Entweder sie nimmt es von sich aus wahr und sucht sich Hilfe, das kann aber Jahre dauern und ob es etwas bringt steht in den Sternen oder aber Du lebst neben ihr her und nimmst die paar guten Momente mit. Letzteres schafft so gut wie Niemand. Es sei denn, man mag das.
blöd ist das, ich kenne das auch...dieses hin und her zwischen "sich bemühen" und "ihr freiraum lassen" und eigentlich weiß man nie, was gerade verlangt wird, wahrscheinlich eben wegen dieser "nicht konstanten gefühle"...
ich für meinen teil renne ihr jetzt seit wochen nicht mehr hinterher, auch wenn ich immer an sie denke. seitdem bemüht sie sich sehr um mich und ich glaube, dass es sie sehr frustriert, dass ich nicht auch mal wieder von mir aus auf die zugehe, sondern eben nur lieb bin und da bin, wenn sie auf mich zukommt. ich habe keine energie mehr, um mich zu bemühen, wenn ich doch eh weiß, dass dem irgendwann nur noch mit phasen der ignoranz begegnet wird....ach, es ist zum heulen.
habe gerade deine letzten beiträge gelesen in deinem thread...dass du meintest, dass du vielleicht mehr hättest handeln und weniger reden und denken sollen. ich frage mich gerade, was sie wohl täte, wenn ich sie einfach küsste oder mir auf eine andere art mehr körperliche nähe "einfach nehmen" würde...wäre ja fast ne wette wert *g* wegstoßen oder nach dem ersten schrecken drauf eingehen? na? :D
ich für meinen teil renne ihr jetzt seit wochen nicht mehr hinterher, auch wenn ich immer an sie denke. seitdem bemüht sie sich sehr um mich und ich glaube, dass es sie sehr frustriert, dass ich nicht auch mal wieder von mir aus auf die zugehe, sondern eben nur lieb bin und da bin, wenn sie auf mich zukommt. ich habe keine energie mehr, um mich zu bemühen, wenn ich doch eh weiß, dass dem irgendwann nur noch mit phasen der ignoranz begegnet wird....ach, es ist zum heulen.
habe gerade deine letzten beiträge gelesen in deinem thread...dass du meintest, dass du vielleicht mehr hättest handeln und weniger reden und denken sollen. ich frage mich gerade, was sie wohl täte, wenn ich sie einfach küsste oder mir auf eine andere art mehr körperliche nähe "einfach nehmen" würde...wäre ja fast ne wette wert *g* wegstoßen oder nach dem ersten schrecken drauf eingehen? na? :D
Perfekt beschrieben. Dieser Teufelskreis dreht sich immer weiter und ist nahezu nicht zu durchbrechen. Er hat Einfluss auf die gesamte Beziehung und selbst die guten Momente verlieren an Qualität weil das Vertrauen so nach und nach ausgehölt wird. Lösen kannst Du das aber nicht, da das nur durch Kommunikation möglich wäre, diese aber nicht erwünscht ist. In den kritischen Momenten weigert sie sich zu kommunizieren und sprichst Du es in den guten Momenten an, hörst Du nur ein "Kannst Du nichtmal geniessen, wenn es gerade läuft und musst immer Probleme machen?" und wenn Du dann weiter drauf beharrst kippst Du die Stimmung in's Kritische, sie macht wieder dicht und Du bekommst die Schuld dafür.
Oh, wow, das kenne ich! Das mit der kommunikation ist das Hauptproblem. Dann heißt es, ich würde zuviel reden.
Wenn Bindungsangst im Raum steht ist es immer die gleiche Story. Ein paar Details unterscheiden sich, aber nur Details.
@Goneril. Du spieltst mit dem Feuer. Jede Art taktisches Verhalten ist kontraproduktiv und führt zu noch mehr Problemen. Bindungsängstler haben Antennen für taktisches Verhalten. Selbst wenn es einmal funktioniert, funktioniert es eben nur einmal. Der Trugschluss von Nicht-Bindungsängstlichen ist, dass wir durch unser Verhalten irgendwas gegen die Bindungsangst des Anderen tun könnten. Das ist aber nicht der Fall! Nichtmal im Ansatz.
Selbst wenn Dein Plan funktioniert Goneril, dann nur weil sie sich überfahren fühlt. Das wirst Du nach einem gelungenen Abend aber an den folgenden Tagen mit doppelter Härte als sonst zu spüren bekommen, dann das löst die Bindungsangst massiv aus! Nicht sofort, erst später und schleichend.
Es macht auch gar keinen Sinn darüber zu quatschen. Das einzige was Du lernen musst ist - sie ist so! Und Du kannst das nicht ändern! Du musst nur für Dich herausfinden wie Du damit umgehen willst. Akzeptiere, dass sie so ist, alles Andere wäre auch respektlos ihr gegenüber. Du musst sie schon so akzeptieren wie sie ist, auch wenn sie Seiten hat mit denen Du überhaupt nicht klar kommst.
@Goneril. Du spieltst mit dem Feuer. Jede Art taktisches Verhalten ist kontraproduktiv und führt zu noch mehr Problemen. Bindungsängstler haben Antennen für taktisches Verhalten. Selbst wenn es einmal funktioniert, funktioniert es eben nur einmal. Der Trugschluss von Nicht-Bindungsängstlichen ist, dass wir durch unser Verhalten irgendwas gegen die Bindungsangst des Anderen tun könnten. Das ist aber nicht der Fall! Nichtmal im Ansatz.
Selbst wenn Dein Plan funktioniert Goneril, dann nur weil sie sich überfahren fühlt. Das wirst Du nach einem gelungenen Abend aber an den folgenden Tagen mit doppelter Härte als sonst zu spüren bekommen, dann das löst die Bindungsangst massiv aus! Nicht sofort, erst später und schleichend.
Es macht auch gar keinen Sinn darüber zu quatschen. Das einzige was Du lernen musst ist - sie ist so! Und Du kannst das nicht ändern! Du musst nur für Dich herausfinden wie Du damit umgehen willst. Akzeptiere, dass sie so ist, alles Andere wäre auch respektlos ihr gegenüber. Du musst sie schon so akzeptieren wie sie ist, auch wenn sie Seiten hat mit denen Du überhaupt nicht klar kommst.
blöd ist das, ich kenne das auch...dieses hin und her zwischen "sich bemühen" und "ihr freiraum lassen" und eigentlich weiß man nie, was gerade verlangt wird, wahrscheinlich eben wegen dieser "nicht konstanten gefühle"...ich für meinen teil renne ihr jetzt seit wochen nicht mehr hinterher, auch wenn ich immer an sie denke. seitdem bemüht sie sich sehr um mich und ich glaube, dass es sie sehr frustriert, dass ich nicht auch mal wieder von mir aus auf die zugehe, sondern eben nur lieb bin und da bin, wenn sie auf mich zukommt. ich habe keine energie mehr, um mich zu bemühen, wenn ich doch eh weiß, dass dem irgendwann nur noch mit phasen der ignoranz begegnet wird....ach, es ist zum heulen.Ja, weiß nicht. Bei "meiner" ist es so, dass sie eigentlich wenig Probleme mit körperlicher Nähe hatte, diese ging sogar oft von ihr aus. Nur dieses sich binden müssen, scheint ein Problem zu sein. Wobei ich gerade auch in Betracht ziehe, dass sie mich nur verarscht hat.
habe gerade deine letzten beiträge gelesen in deinem thread...dass du meintest, dass du vielleicht mehr hättest handeln und weniger reden und denken sollen. ich frage mich gerade, was sie wohl täte, wenn ich sie einfach küsste oder mir auf eine andere art mehr körperliche nähe "einfach nehmen" würde...wäre ja fast ne wette wert *g* wegstoßen oder nach dem ersten schrecken drauf eingehen? na? :D
@Goneril. Du spieltst mit dem Feuer. Jede Art taktisches Verhalten ist kontraproduktiv und führt zu noch mehr Problemen. Bindungsängstler haben Antennen für taktisches Verhalten. Selbst wenn es einmal funktioniert, funktioniert es eben nur einmal. Der Trugschluss von Nicht-Bindungsängstlichen ist, dass wir durch unser Verhalten irgendwas gegen die Bindungsangst des Anderen tun könnten. Das ist aber nicht der Fall! Nichtmal im Ansatz.Ich weiß nicht, ob ich eine Antenne für taktisches Verhalten habe, aber ich muss Kaleu zustimmen: Im Grunde genommen halten wir es für eine absolute Frechheit, dass sich jemand herausnimmt, was uns "vorbehalten" ist. Wie kann der Partner es wagen, sich plötzlich zurückzuziehen, wo wir doch bestimmen, wo es lang geht?
Traurig, aber wahr.
Ich weiß nicht, ob ich eine Antenne für taktisches Verhalten habe, aber ich muss Kaleu zustimmen: Im Grunde genommen halten wir es für eine absolute Frechheit, dass sich jemand herausnimmt, was uns "vorbehalten" ist. Wie kann der Partner es wagen, sich plötzlich zurückzuziehen, wo wir doch bestimmen, wo es lang geht?Ist natürlich logisch, dass eine Beziehung so nicht funktionieren kann, weil es für den Phobiker nie eine Partnerschaft ist sondern ein Machtkampf. Das Konzept der Partnerschaft ist ihm ja nicht vertraut und jede Bewegung des Partners wird ja als Angriff und Einbruch in das eigene Selbst bewertet.
Wow. Hut ab Sydney. So selbstkritisch. Da gehört Einiges dazu. Du bist verdammt weit. Wünschte meine Ex wäre nur halb so reflektiert gewesen, dann hätten wir vielleicht eine Chance gehabt. Müsig darüber noch nachzudenken. Also über meine Ex-Beziehung.
Bin aber echt überrascht wie Du damit umgehst. Die meissten Bindungsphobiker bleiben ja in diesem "Ich weiss nicht was mit mir los ist, aber ich bin ok und die Anderen sind Schuld" Muster hängen.
Vielen Dank, Kaleu.
Für mich war es eine wahre Erleichterung, herauszufinden, was mit mir los ist, denn vorher war ich extrem unglücklich, da ich nicht verstand, wieso alle um mich herum recht gut funktionierende Partnerschaften hatten, nur ich immer wieder scheiterte.
Trotzdem habe ich seit ich die Therapie angefangen habe, große Angst, es nicht zu schaffen, den Rest meines Lebens alleine zu sein. Ich bin jetzt 35 und wollte immer Kinder. Aber momentan sehe ich diese Möglichkeit nicht für mich.
Letztens habe ich mich dabei erwischt, dass ich darüber nachgedacht habe, ob es nicht auch eine Zweckbeziehung täte - ein Mann, für den ich nicht so viel empfinde, den ich aber trotzdem körperlich anziehend finde und mit dem ich gerne Zeit verbringe. Aber das wäre bloß der Weg des geringsten Widerstands und keine Lösung meiner Probleme.
Für mich war es eine wahre Erleichterung, herauszufinden, was mit mir los ist, denn vorher war ich extrem unglücklich, da ich nicht verstand, wieso alle um mich herum recht gut funktionierende Partnerschaften hatten, nur ich immer wieder scheiterte.
Trotzdem habe ich seit ich die Therapie angefangen habe, große Angst, es nicht zu schaffen, den Rest meines Lebens alleine zu sein. Ich bin jetzt 35 und wollte immer Kinder. Aber momentan sehe ich diese Möglichkeit nicht für mich.
Letztens habe ich mich dabei erwischt, dass ich darüber nachgedacht habe, ob es nicht auch eine Zweckbeziehung täte - ein Mann, für den ich nicht so viel empfinde, den ich aber trotzdem körperlich anziehend finde und mit dem ich gerne Zeit verbringe. Aber das wäre bloß der Weg des geringsten Widerstands und keine Lösung meiner Probleme.
Eine Zweckbeziehung wäre aber keine Lösung für Dich Sydney, sondern nur eine Notlösung. Und glücklich würdest Du damit auch nicht werden, das weisst Du selbst.
Je reflektierter Du damit umgehst um so leichter wird es Dir aber nach und nach fallen. Nur eine Partnersuche ist noch etwas erschwert, weil Du einen starken Partner brauchst, der auch bereit ist sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, damit der Dialog nie abreisst. Ich glaub schon, dass für Dich eine glückliche Partnerschaft möglich ist, da Du bereit bist einen Schritt auf die Welt zuzugehen, statt Dich von dieser abzukapseln. Allerdings sollte Dein potentieller Partner wirklich wissen worauf er sich einlässt und bereits zu einem stabilen Selbst gefunden haben so dass er Dich einfach ein bisschen laufen lassen kann ohen Dich in Bedrängnis zu bringen.
Du bist bereits soweit, dass Du einem Partner der die Problematik versteht, locker sagen könntest, hey, es ist mal wieder so weit, bitte nimm's nicht persönlich aber geht grad gar nicht. Damit hast Du das Wesentliche eigentlich schon geschafft denn Du kannst damit einen Schritt auf den Partner zugehen. Das Einzige was Partnern in Beziehungen mit Phobikern wirklich schwer fällt ist, wenn vom Phobiker gar nichts kommt und er dazu verdammt ist Rätsel zu raten.
Fall nur nicht in die alten Muster zurück, auch wenn sie manchmal sehr verlocken. Selbstmitleid und auch Zweckbeziehung sind keine Lösung. Ich weiss, ist echt hart, aber Du bist doch schon auf dem Weg! :)
Je reflektierter Du damit umgehst um so leichter wird es Dir aber nach und nach fallen. Nur eine Partnersuche ist noch etwas erschwert, weil Du einen starken Partner brauchst, der auch bereit ist sich ernsthaft damit auseinanderzusetzen, damit der Dialog nie abreisst. Ich glaub schon, dass für Dich eine glückliche Partnerschaft möglich ist, da Du bereit bist einen Schritt auf die Welt zuzugehen, statt Dich von dieser abzukapseln. Allerdings sollte Dein potentieller Partner wirklich wissen worauf er sich einlässt und bereits zu einem stabilen Selbst gefunden haben so dass er Dich einfach ein bisschen laufen lassen kann ohen Dich in Bedrängnis zu bringen.
Du bist bereits soweit, dass Du einem Partner der die Problematik versteht, locker sagen könntest, hey, es ist mal wieder so weit, bitte nimm's nicht persönlich aber geht grad gar nicht. Damit hast Du das Wesentliche eigentlich schon geschafft denn Du kannst damit einen Schritt auf den Partner zugehen. Das Einzige was Partnern in Beziehungen mit Phobikern wirklich schwer fällt ist, wenn vom Phobiker gar nichts kommt und er dazu verdammt ist Rätsel zu raten.
Fall nur nicht in die alten Muster zurück, auch wenn sie manchmal sehr verlocken. Selbstmitleid und auch Zweckbeziehung sind keine Lösung. Ich weiss, ist echt hart, aber Du bist doch schon auf dem Weg! :)
bearbeitet #75
also "meine" hat mir im prinzip auch gründe gegeben nach fast einem jahr: sie sagt, sie wolle nicht verletzlich sein...da sie sich selbst nicht so möge, hätte sie angst, dass sie irgendwann meine erwartungen nicht erfülle und ich just in dem moment wegrenne, wenn sie ihr kontrollverhalten abgelegt und sich vertrauensvoll in meine arme begeben hat. und sie meint, dass sie das nicht verkraften könnte.
naja, ist jedenfalls nen schritt für SIE nach vorne, dass sie das erklären kann, denn vor einigen monaten konnte sie das nicht. für UNS bedeutet das wohl nichts. sie muss erst mit sich selber klarkommen. leider leider.
wir haben immernoch regen kontakt und sind auf unsere art "liebevoll" zueinander...aber ich glaube, mehr kann ich nicht erwarten, wahrscheinlich auch nicht in zukunft. ich hoffe nur für sie, dass sie das problem irgendwann in den griff kriegt, damit sie irgendwann glücklich wird. ich für meinen teil merke, wie ich langsam beginne alles zu verdauen und werde sicherlich mit jemand anderes auch noch glücklich.
naja, drückt mir dir daumen, dass ich nicht doch noch schwach werde...unzählige male war ich schon an dem punkt, wo ich jetzt bin :-D
naja, ist jedenfalls nen schritt für SIE nach vorne, dass sie das erklären kann, denn vor einigen monaten konnte sie das nicht. für UNS bedeutet das wohl nichts. sie muss erst mit sich selber klarkommen. leider leider.
wir haben immernoch regen kontakt und sind auf unsere art "liebevoll" zueinander...aber ich glaube, mehr kann ich nicht erwarten, wahrscheinlich auch nicht in zukunft. ich hoffe nur für sie, dass sie das problem irgendwann in den griff kriegt, damit sie irgendwann glücklich wird. ich für meinen teil merke, wie ich langsam beginne alles zu verdauen und werde sicherlich mit jemand anderes auch noch glücklich.
naja, drückt mir dir daumen, dass ich nicht doch noch schwach werde...unzählige male war ich schon an dem punkt, wo ich jetzt bin :-D
@Goneril, ja, ich war auch sehr oft an diesem Punkt. An genau dem gleichen, da eine solche Beziehung immer in Kreisläufen abläuft kommt man auch immer wieder an diesen Punkt. Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass Du es fühlst, ganz in Dir drin wenn es die letzte Runde war, also von sich selbst ausgesehen. Irgendwann kommst Du an einen Punkt, da merkst Du, irgendwas ist in Dir überdehnt und das kann man nicht mehr rückgängig machen, auch wenn Du es nicht in Worte fassen kannst, aber Du fühlst dann, dass Du gehen musst. Ab diesem Punkt gibt es kein Zurück mehr und auch keine neue Runde. Dann bist Du raus aus diesem Kreislauf.
Ich hab es in meinem Thread schonmal geschrieben, bei mir war es so, dass ich mich mit immer weniger zufrieden gegeben habe bis eigentlich gar nichts mehr da war. Der Punkt an dem ich hätte aussteigen müssen war schon überschritten, das hab ich gefühlt aber trotzdem nicht aufgegeben weil ich dachte, besser ein ganz klein wenig als garnichts. Und dann machte es Klick und mir fiel ein, Du hast ja noch Dich selbst! Und dann bin ich gegangen. Und auch wenn es nur kurz her ist, weiss ich, dass ich nicht mehr zurück kann und will. Nie wieder. Da ist eine Art fühlbare Barriere zu ihr die nicht mehr zu überwinden ist. Das ist auch keine Wut oder irgendwelchen negativen Gefühle auf den Menschen bezogen. Es ist so ein "Wenn Du dahin zurück gehst, dann stirbt Dein Ich" und das als Gewissheit!
Schwer zu beschreiben. Aber so fühlt es sich für mich an. Bei vielen vorherigen Runden hab ich auch dieses "Nie wieder" Gefühl gehabt, mal gefüllt mit Zorn, mal mit Trauer. Aber nie hatte ich dieses Gefühl wie ich es heute habe, dass ich gehen muss und nie wieder zurück kann und will!
Ich hab es in meinem Thread schonmal geschrieben, bei mir war es so, dass ich mich mit immer weniger zufrieden gegeben habe bis eigentlich gar nichts mehr da war. Der Punkt an dem ich hätte aussteigen müssen war schon überschritten, das hab ich gefühlt aber trotzdem nicht aufgegeben weil ich dachte, besser ein ganz klein wenig als garnichts. Und dann machte es Klick und mir fiel ein, Du hast ja noch Dich selbst! Und dann bin ich gegangen. Und auch wenn es nur kurz her ist, weiss ich, dass ich nicht mehr zurück kann und will. Nie wieder. Da ist eine Art fühlbare Barriere zu ihr die nicht mehr zu überwinden ist. Das ist auch keine Wut oder irgendwelchen negativen Gefühle auf den Menschen bezogen. Es ist so ein "Wenn Du dahin zurück gehst, dann stirbt Dein Ich" und das als Gewissheit!
Schwer zu beschreiben. Aber so fühlt es sich für mich an. Bei vielen vorherigen Runden hab ich auch dieses "Nie wieder" Gefühl gehabt, mal gefüllt mit Zorn, mal mit Trauer. Aber nie hatte ich dieses Gefühl wie ich es heute habe, dass ich gehen muss und nie wieder zurück kann und will!
beneidenswert, dass du schon da bist! ich werde derweil irgendwie wieder schwach...uff
Schwächanfälle hab ich immer noch. Ich bin auch nur ein popeliger Mensch. Aber ich nehm sie mir nicht übel, denn sie gehören zu mir, dominieren mich aber nimmer. So kann ich ein Stündchen im Schwächeanfall vor mich hin schwelgen ohne einen dummen Fehler zu machen, anschliessend den Kopf heben und sagen. "Was soll's, shit happens"
bearbeitet #79
Ehrlich gesagt, gab es da nur einen, der jedoch ebenfalls unter Bindungsangst litt (die meine wohl noch übertroffen hat), sodass ich nie fürchten musste, dass er mir zu nahe kommen könnte. Das ist wohl das merkwürdige: Begegnen sich zwei Menschen mit Bindungsangst, hebt sich die Angst desjenigen mit weniger Angst auf.
Bei allen anderen war meine Angst irgendwann so groß, dass ich nur noch weg wollte.
Je geringer meine Gefühle, desto geriner auch meine Angst. Aber eine Beziehung mit einem Mann, für den ich nichts empfinde, steht auf meiner Prioritätenliste auch nicht gerade ganz oben.
Genau das habe ich auch gemerkt. Meine Angst ist wie weggeblasen, seit "er" nicht will und wohl "mehr" Angst hat als ich. Nur frage ich mich mittlerweile, was wäre wenn er keine Angst hätte? Würde ICH dann wegrennen und wohl genau das auslösen vor dem er ja so Angst hat? Denn eins ist ja klar, ein Bindungsphobiker hat wohl nicht nur Angst vor Nähe, sondern auch Angst davor, verlassen zu werden.
Vielen Dank, Kaleu.
Für mich war es eine wahre Erleichterung, herauszufinden, was mit mir los ist, denn vorher war ich extrem unglücklich, da ich nicht verstand, wieso alle um mich herum recht gut funktionierende Partnerschaften hatten, nur ich immer wieder scheiterte.
Trotzdem habe ich seit ich die Therapie angefangen habe, große Angst, es nicht zu schaffen, den Rest meines Lebens alleine zu sein. Ich bin jetzt 35 und wollte immer Kinder. Aber momentan sehe ich diese Möglichkeit nicht für mich.
Letztens habe ich mich dabei erwischt, dass ich darüber nachgedacht habe, ob es nicht auch eine Zweckbeziehung täte - ein Mann, für den ich nicht so viel empfinde, den ich aber trotzdem körperlich anziehend finde und mit dem ich gerne Zeit verbringe. Aber das wäre bloß der Weg des geringsten Widerstands und keine Lösung meiner Probleme.
Ich hätte es wohl kaum besser beschreiben können, genau das sind auch meine Gedanken. Ich bin zwar "erst" 30, jedoch tickt meine Uhr auch schon, vor allem was Kinder bekommen angeht. Gott sei Dank setzt aber immer mein Verstand ein und ich lasse mich nicht auf eine Zweckbeziehung oder oberflächliche Beziehung ein!
Wieder einen Korb bekommen, obwohl es echt gut lief. Sie meinte, dass ihre Gefühle zu mir nicht konstant seien und dass alles zu kompliziert und verkopft geworden sei, zwischen uns. Frage mich nur, wer es kompliziert gemacht hat. Und außerdem meinte sie, ich hätte wieder gedrängt, obwohl ich ja wüßte, dass sie blockiert sei und sich nicht richtig öffnen könne. Es kam noch der Satz von einem "zarten Pflänzchen" das zertrampelt wurde.
Das muss ich mir auch ständig anhören, dass ich ihn bedrängen würde und dass er das nicht kann. Dabei stimmt das gar nicht. Vielmehr denke ich, dass er sich selbst bedrängt bzw. unter Druck setzt mit der ganzen Sache und es "einfach" auf mich schiebt. Klar, ist ja auch angenehmer die Schuld jemand anderem in die Schuhe zu schieben.
Er beendet unsere kurze Beziehung (nach ca. drei Wochen) und meinte wir können Freunde bleiben. Dann fand irgendwie durch E-Mail-Schreiberei wieder eine Annäherung statt und er meinte er wüsste nicht was los sei mit ihm und was er denken soll, da die SAche mit mir ein stängides auf und ab sei. Da wusste ich noch nicht mit was ich es zu tun hatte.
Das muss ich mir auch ständig anhören, dass ich ihn bedrängen würde und dass er das nicht kann. Dabei stimmt das gar nicht. Vielmehr denke ich, dass er sich selbst bedrängt bzw. unter Druck setzt mit der ganzen Sache und es "einfach" auf mich schiebt. Klar, ist ja auch angenehmer die Schuld jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Er beendet unsere kurze Beziehung (nach ca. drei Wochen) und meinte wir können Freunde bleiben. Dann fand irgendwie durch E-Mail-Schreiberei wieder eine Annäherung statt und er meinte er wüsste nicht was los sei mit ihm und was er denken soll, da die SAche mit mir ein stängides auf und ab sei. Da wusste ich noch nicht mit was ich es zu tun hatte.Und woher weißt du, mit was du es zu tun hast? Also, ich komme mir wieder so vor, als wäre ich verarscht worden, denn sie ignoriert mich mittlerweile völlig.
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