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Verheiratet und verliebt. was tun?

140 Antworten15'897 AufrufeGestartet von guapo ·

#41
hey pinki

anscheinend scheinst du zu wissen was du willst und was nicht.......für dich ist dein weg doch klar, so wie du dich ausdrückst und wie du hier schreibst......

nur frage ich mich jetzt, wieso du hier überhaupt schreibst?

einen freipass können wir dich auch nicht geben.......dein gewissen können wir auch nicht reinwaschen.....was also willst du hier?

und jetzt mal noch zu dieser aussage von dir:

Ja klar, so bequem wie möglich, es wird ohnehin schon schlimm genug werden.
einen solchen satz mit dem smile =) zu untermauern finde ich voll und ganz daneben! sorry, doch da fehlt mir die ernsthaftigkeit zum ganzen!

du machst das ganze selber lächerlich und das stört mich grad gewaltig.

auch wenn dich deine frau körperlich nicht mehr anzieht, so hat sie zumindest ein restmass an respeckt verdient, nicht?

verlass deine frau, verlasse dein kinder und geh zu deiner freundin!

lass deine familie nicht noch länger leiden, sondern zieh einen schluss-strich unter das ganze. nur so kann sich deine frau auf ihre zukunft konzentrieren.......

gruss

ibr

#42
Hallo pinky,

nun....werde mich jetzt auch mal einmischen.....

Am Sonntag schriebst Du:

Meine Situation ist im Moment so, dass ich vermutlich doch eher bei meiner Frau bleiben werde. ich glaube ich kann sie wieder lieben.
Hmmm....

Heute schreibst Du:

Der momentane Stand ist, dass ich wieder ganz zu meiner Freundin strebe und mich dabei bedeutend wohler fühle als beim Gedanken bei meiner Frau zu bleiben.
Ich denke nicht, das Du weißt, was Du willst....

Und ich denke, das wird auch lange Zeit so bleiben....

Du scheinst ein sehr unsicherer Mensch zu sein, der innert kürzester Zeit seine Meinung ändert.

Wahrscheinlich je nach Wohlbefinden, und/oder ....was für eine Stimmung zu Hause herrscht.

Vielleicht solltest Du mal drüber nachdenken, wohin und was DU überhaupt von Deinem Leben noch erwartest.

Bequemlich- und Berechenbarkeit gegen Abenteuerlust und Ungewissheit.

Schwierige Entscheidung, an der schon mehr Männer gescheitert sind.....

Ich denke, wenn sich diese Frage überhaupt bei Dir stellt, bist Du noch lange nicht so weit, Deine bisher gelebte Welt bzw. Deine Frau aufzugeben.

Aber das ist nur mein Eindruck, vielleicht irre ich ja auch.....

Hmmm...nun ja....schaun wir mal, wie es weiter geht.....

Lieben Gruß Intu

#43
Ja klar. ich weiss nicht wirklich was ich will. Das ist ja das Problem. Aber ich arbeite dran. Ich habe angefangen in einem Buch zu lesen, "Ausbruch zur inneren Freiheit" von Peter Luster. Das hilft mir im Moment sehr. Ich erwarte hier auch keinen Ratschlag für Frau oder Freundinn, weil die Entscheidung muss ich ja selber treffen und die Verantwortung tragen auch. Aber es ist auch nicht eine Entscheidung, die ich mir leicht machen kann. Eine Partnerschaft die bald 20 Jahre dauert kann ich nicht einfach so abbrechen. Und es hat auch nicht so sehr damit zu tun, dass ich eine ältere gegen eine jüngere tauschen will. Sondern mehr damit, was ich unter Liebe verstehe. Jemanden lieben wie er ist, ohne Erwartungen und Versuche ihn zu manipulieren. Ihm helfen ein besserer Mensch zu werden ohne ihn zu "erziehen". Eine Ehrlichkeit leben zu können auch mit Schwächen ohne Angst verletzt zu werden.

#44
Kleines Update.

Ich habe sehr intensiv darüber nachgedacht, wie ich überhaupt in diese Situation geraten konnte. Im Moment steht die Entscheidung nicht so sehr im Vordergrund, sondern ich probiere mit meiner Frau ins Gespräch zu kommen, um die Fehler und Probleme unserer Beziehung aufzuarbeiten. Ev. werden wir dazu professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Auf der Gefühlsebene allerdings überwiegt die Liebe zu meiner Freundin immer noch, sie weiss, dass es womöglich nichts wird mit uns, wir werden aber auf jeden Fall sehr sehr gute Freunde bleiben. Mit Ihr kann ich nach wie vor sehr viel besser als mit meiner Frau über alles reden. Meine Frau tendiert immer noch dazu, die Probleme lieber zu ignorieren und probiert Kommunikation durch (gut gespielte?) Liebenswürdigkeit zu ersetzen. Aber wenigstens blocke ich nicht mehr ab, wenn sie reden will, wie ich das früher allzuoft getan hab, und probiere so offen wie möglich über meine Gefühle zu reden.

#45
Ich bin überzeugt, dass Kommunikation der Schlüssel zu allem ist. Und ich denke auch, dass es keine Zukunft ohne Vergangenheit gibt.

Vielleicht hilft es Dir zu überlegen was ganz am Anfang positiv mit Deiner Frau war- ein kleines Karteikästchen anzulegen und zusammen, abends wenn die Kinder im Bett sind, bei einem Glas Wein gemeinsam: "Weißt Du noch..?" zu sagen und die schönen Erinnerungen aufleben lassen. Das hilft ungemein um wieder einen Schimmer des alten Zaubers zu sehen und zu spüren.

Ich möchte Dir vielleicht noch ein anderes Argument an die Hand geben. Ich bin selber noch nicht lang, aber sehr glücklich verheiratet. Mich hat es irritiert, dass ich gelegentlich von meinen Ex-Lieben träume. Anfangs hat es mich furchtbar gestört, auch erschreckt, ich habe im Traum Gefühle für meinen Ex gehabt oder auch geträumt, dass er vor mir steht und mir sagt, dass er mich nicht vergessen könne.

Bei Tag weiß ich aber, dass mein Mann meine ganze Liebe hat, aber da ein Mensch nicht schwarz-weiß ist, haben eben andere Menschen auch einen Teil meiner Liebe gehabt oder besitzen sie in modifizierter Form noch, sei es nur Nachts im Traum.

Und letztens beim Autofahren lief ein Lied, dass ich sehr gerne habe und mitsinge. Als ich es hörte, war auf einmal dieses Gefühl und die Erinnerung an einen Mann da, der mir sonst kaum in den Sinn kommt. Ich wusste auf einmal alles, wie er gerochen hat, wie es damals war. Und ich habe es genossen, dass ich so fähig bin zu lieben und mich nicht gegen dieses Gefühl gewehrt. Das hätte ich früher getan, weil ich das Gefühl gehabt hätte, meinem Mann "etwas wegzunehmen". Aber ich bin ein Mensch mit Vergangenheit und diese Gefühle gehören zu mir.

Was ich mit all dem sagen möchte: Wenn Du bei Deiner Frau bleibst und dennoch immer wieder Sehnsüchte und Gefühle hast, dann ist es einfach ein Teil von Dir, dem Du nicht nachgeben musst, die Dein kleines, inneres Licht bedeuten können....

Lieben Gruß,

justine

#46
HI, was Justine sagt, ist ungemein schön und damit hat sie verdammt recht...ja, auch mir sind deine Gefühle verdammt vertraut...ich habe mit meinem platonischen Schattenmann nach einem Jahr die Grenzen unserer Beziehung geklärt (wir bleiben beide bei unseren offiziellen Lebenspartnern!), waren dann monatelang total fertig beide, haben uns dann nochmals angenähert (unsere Grenzen dabei nicht in Frage gestellt) und jetzt im Sommer hat es sich so ergeben, dass wir nacheinander auf Urlaub waren und uns so einen Monat nicht gesehen/gehört haben...und jetzt nach 2 Jahren flaune die Gefühle langsam ab...also, mit kurz und schnell und einfach geht und ging da gar nix. Die Illusion darfst du dir nicht machen. Irgendwie war für mich auch der Film "Liebe hat zwei Gesichter" ziemlich hilfreich...

Aus eigener Erfahrung kann ich dir auch sagen, dass deine Frau gar keine CHance hat, dich emotional zu erreichen...weil du ja emotional so gebunden bist an deine Freundin. Sie hat erst dann eine Chance, dir zu zeigen, dass du und eure Beziehung ihr wichtig ist, wenn du sie emotional wieder an dich ranlasst...und das wird kaum gehen, solange du nicht Disatnz zu deiner Freundin schaffst.

Ich wünsch dir alles Gute!

#47
Ja es ist alles sehr vertrackt. Ich habe in letzter Zeit ein Paar mal mit meiner Frau geredet. Aber eigentlich kommen wir nicht wirklich voran. Wenigstens haben wir vereinbart, es mal mit begleiteten Gesprächen zu versuchen und ich hoffe das bringt dann mehr. Ich versuche so gut es geht, die Gefühle für meine Freundin dabei außen vor zu lassen, aber dem sind natürlich Grenzen gesetzt. Und selbst dann bringe ich mich nicht dazu, die Beziehung zu meiner Frau als Liebesbeziehung wirklich zu wollen. Wenigstens habe ich selber es geschafft mich mehr zu öffnen, statt wie die Jahre davor mich nur immer weiter zurückzuziehen. Das tut schon mal gut und gibt der ganzen Krise für mich einen Sinn. Aber für die Beziehung zu meiner Frau ist es wohl leider zu spät.

Ja Kommunikation ist sicher das A und O, aber sie muss auch richtig ablaufen, offen und ehrlich ohne Vorwürfe und Druckversuche. Das ist gar nicht nicht so einfach. Jedenfalls habe ich jetzt auch mit meinem Vater drüber gesprochen und das war auch sehr gut. Ich probiere mich von moralischen Bedenken zu befreien, weil mir das nur ein schlechtes Gewissen macht und gar nicht weiterbringt. Meine Freundin probiert schon mich zu vergessen, weil sie nicht mehr glaubt, dass ich es schaffe, aber ich habe ihr auch gesagt, dass ich auf jeden Fall zuerst mit meiner Frau ins reine kommen möchte und ihr (der Freundin) nix versprechen will. Sie will auch nicht, dass ich wegen Ihr mich scheiden lasse, weil sie sich dann schuldig fühlen würde. Und ich denke wenn Scheidung, dann erstmal weil die Ehe als Liebesbeziehung gescheitert ist, und nicht um einfach zur nächsten weiterzugehen. Obwohl es vielleicht am Ende für außenstehende so aussehen wird.

#48
Die meisten Menschen urteilen nur nach dem was sie selber können und das ist meist nicht eben viel.

Wenn Du bei 10 Leuten einen findest, der über seinen Tellerrand hinaus sieht ist das schon viel.

Du bemühst Dich um Deine Ehe.

Deine Freundin ist ein Auslöser, den gibt es oft. Sollte Deine Ehe scheitern und Deine Freundin sich "umorientiert" haben wirst Du auch damit zurechtkommen und wissen, dass Du den Weg gegangen bist den Du für Dich gehen musstest.

Solltest Du Deine Ehe vorerst retten können, kann es immer noch passieren das sie scheitert, weil die Krise zu lange nachwirkt. Oder es geht gut.

Oder, oder...Soviele Möglichkeiten die das Leben schreiben kann, aber da Du es Dir nicht leicht machst, wirst Du Dich in jeder Lage zu Dir selber bekennen können und das ist mehr als viele andere von sich sagen können.

Lieben Gruß,

justine

#49
Hallo Justine,

tolle weise Worte :super:

#50
Hi Pinky,

wie geht's dir denn jetzt ??

Immer noch keine Entscheidung, oder??

Ach weißt du, mir gehts schon seit einem ganzen Jahr so ....drehe mich im Kreis, komme nicht von meinem Freund los, aber kann auch nicht mehr richtig MIT ihm......

Es ist sehr schwer, wenn der Partner wie wild um die Beziehung kämpft....

Ich habe es in den letzten 2 Monaten 3 x geschafft, meinem Freund zu sagen, daß ich nicht mehr kann. Jedesmal war ich danach total erleichtert und dachte 'Jetzt hast du's geschafft', aber von wegen. Ich habe NULL Durchhaltevermögen.........aber zumindest bin ich schon mal stolz auf mich, daß ich ihm die Wahrheit über meine Gefühlswelt gesagt habe............endlich kann ich wieder in den Spiegel schauen und ICH SELBST sein.....Für Ihn ist es zwar schwieriger, aber trotzdem ....ich wäre daran zugrundegegangen, wenn ich ihm immer wieder etwas vorspielen hätte müssen....

#51
Noch immer keine Entscheidung. Das heisst für mich schon, aber ich gerate immer wieder ins schwanken. Für die Beziehung kämpfen wenn einer gehen will ist nicht fair denk ich jetzt. Man probiert ihn dann zu manipulieren und Macht über ihn auszuüben. Jedenfalls empfinde ich das so, was meine Frau macht.

Wie dem auch sei, kürzlich dachte ich mal plötzlich wieder, ich bleibe bei meiner Frau. Aber dann realisierte ich, wie mies ich mich dabei fühle und habe es wieder vergessen. Ich glaube schon, dass ich es schaffe von Ihr los zu kommen. Zuletzt als ich mal ganz sicher war, dass ich wirklich irgendwann bei meiner Freundin sein werde gings mir richtig gut. Das sollte irgendwie Hinweis genug sein.

Jetzt sind erstmal Familienferien angesagt. Viel Spass (oh je). Und danach wollen wir (vielleicht) begleitete Gespräche führen. Für mich mit dem Ziel, die Beziehung zu einem würdigen Abschluss zu bringen.

Mir wird langsam klar, wie bei mir bestimmte Mechanismen spielen mit Schuldgefühlen und so und wie meine Frau das ausnutzt. Wobei ich ihr keine böse Absicht unterstelle. Aber wir haben in unserer Beziehung eine Art negative Rückkoppelung installiert, die schon bei kleineren Krisen verheerende Auswirkungen hat, zumindest auf mein Seelenleben. Naja, wenigstens sind die Kinder soweit ganz gut gelungen,man soll nicht alles nur negativ sehen. Und wenns gut läuft war es immer sehr schön mit meiner Frau. Aber ich will jetzt weiter, auch wenn es verrückt ist mit 44 eine 20-jährige zu heiraten die Kinder will.

#52
Hi Pinky

oh ja, ich weiß was du meinst. Ich empfand es auch oft als unfair....hätte mir das aber nie laut sagen trauen ?( , weil es ja auch das Recht des Partners ist, um die Beziehung zu kämpfen.

Ich habe festgestellt, daß mein Freund immer gerade nicht anwesend ist, wenn ich die Entscheidung treffe, bei ihm zu bleiben....und kaum ist er dann wieder da, na ja du weißt es ;)

Die Affäre zu dem anderen Mann besteht immer noch, wenn auch nur telefonisch...aber das seit über 1 Jahr. Allerdings muß ich sagen, daß ich mittlerweile überzeugt davon bin, daß dieser Mann doch nicht mein Traummann ist. Vor einem Jahr war ich mir dessen aber 100%ig sicher...

Auch habe ich gemerkt, daß ich es nicht schaffe, mich von meinem Partner zu trennen, wenn ich gleichzeitig den Kopf noch bei einem anderen Mann habe. Es ist das schlechte Gewissen, was mich behindert...

#53
So, der Familienurlaub ist einigermassen heil über die Runden gegangen. Natürlich haben meine Frau und ich es wieder nicht geschafft, vernünftig über unsere Beziehung zu reden. Dafür ist mir aufgegangen, wieso es mit uns nicht klappt: auch wenn sie das Gegenteil behauptet, ist sie recht Kommunikationsfeindlich, vor allem wenn ich wieder mal irgenwas getan hab, was ihr nicht passt. Über die Jahre hat sich dadurch bei uns so eine Art Kultur des bösartigen gegenseitigen Anschweigens entwickelt. Das ist natürlich Gift für jede Beziehung. Ganz früher habe ich noch probiert dieses Schweigen zu durchbrechen, aber irgendwie ist mir dazu die Energie abhanden gekommen und ich war innerlich wohl schon länger bereit, mich auf was neues einzulassen. Trotzdem fällt es mir verdammt schwer, richtig Schluss zu machen und immer mal wieder flammen so irrwitzige sentimentale Hoffnungen auf, dass doch eigentlich auch alles gut sein könnte. Ist es aber nicht. Nichts ist gut und ich muss die Trennung irgendwie durchziehen. Das Gute ist nur, dass ich mir wahnsinnig viel Gedanken über mich und unsere Beziehung gemacht habe bei denen ich das Gefühl habe, dass sie mich persönlich weiterbringen. Und ich bin sicher ich lasse die nächste Beziehung nicht so vor die Hunde gehen, sondern werde dann rechtzeitig in der Lage sein, das Steuer rumzureissen.

#54
Hi Pinky,

schön, daß du wieder aus dem Urlaub heil zurückgekommen bist.

Ach weißt du, was ich mir schon alles für die nächste Beziehung vorgenommen habe (hatte bisher 4 lange Beziehungen) ?( Man macht zwar meist nicht mehr die gleichen Fehler, aber dafür macht man andere Fehler....

Glaub mir, wir werden im Leben NIEMALS auslernen, das weiß ich mittlereweile zu 10000%.

Deshalb denke ich auch oft darüber nach, die Probleme und Fehler in der jetzigen Beziehung zu 'bearbeiten'. Das geht natürlich nur, weil mein Mann auch dazu bereit ist........(hab momentan mal wieder die 'Nichttrennenphase', mal sehen, wie lang's diesmal anhält :mauer: )

#55
Ja irgendwie kenn ich das auch, manchmal habe ich diese sentimentalen Anwandlungen und denke plötzlich die Beziehung muss doch noch möglich sein. Wir sind doch so eine nette Familie etc. Aber letztlich ist meine Wille Richtung Trennung zu steuern doch eigentlich stärker. Aber ich will es auch so durchführen, dass ich meine Frau möglichst wenig verletze dabei. Wir werden mal sehen was die "begleiteten Gespräche" bringen, die wir bald durchführen wollen. Wenn ich mit meiner Frau rede kommen halt auch von Ihrer Seite immer recht massive Vorwürfe, so dass ich mich Frage, warum sie mich überhaupt noch will. Ich glaube ein Teil ihres Beziehungs-sabotierenden Verhaltens kommt daher, dass sie mich oder manche meiner Eigenheiten eben unbewusst ablehnt. Und weil sie nicht dazu steht, reden wir halt nicht drüber sondern es äusserte sich in so Sachen wie sexueller Verweigerung, Kommunikationsfeindliche "Killerphrasen", "aggressives Schweigen". Jetzt reden wir zwar mehr als früher, aber um die Beziehung zu retten ist es wohl zu spät. Ob ich, wenn wir uns trennen dann wirklich mit meiner Freundin zusammenkomme steht irgenwie noch auf einem ganz anderen Blatt. Sie ist aber wirklich ein herzensguter Mensch, sie tut manchmal als wolle sie dass ich bei meiner Frau bleibe und sagt ich solle mir keine Sorgen um sie machen, sie findet schon irgendwann den richtigen, auch wenn es nicht ich bin. Irgendwie liebt sie mich so sehr, dass ihr wichtiger ist, es geht mir gut, als dass wir zusammenkommen. Im Februar werde ich sie wieder besuchen und bis dann werde ich hoffentlich viel klarer sehen.

Meine Frau und ich haben im Moment getrenntes Schlafen vereinbart, weil das uns beiden jetzt besser tut.

#56
Vorwürfe... ich denke Deine Frau fürhlt sich einfach nur hilflos, und weiß sich nicht anders zu helfen - und macht leider genau das falsche.

Sie will Dir zeigen das sie nicht die Schuld an allem trägt, sondern das Du einen dicken Batzen dazu beigetragen hast - aber ob sie es auch so meint?

Wenn Sie Dir Vorwürfe macht, dann stell ihr doch eine ganz einfache Frage:

Ist das Deine echte Meinung von mir?

Versuch ihr klar zu machen das Du ein richtiges gespräch willst - nach den regeln der richtigen Gesprächsführung, jeder kann sich ja Notizen machen, und diese zu Hilfe nehmen - aber es sollte nicht in der Du hast - Form gesprochen werden, sondern in der ich Form - ich habe das Gefühl das...., man sollte bemüht sein seine Stimme unter KOntrolle zu haben, und bevor man vor Wut platzt eine kleine Pause einlegen.

Am besten klappt das auf neutralem Terrain - ein Cafe oder so.

Vielleicht seid ihr beiden dann in der Lage alles ruhig zu beprechen, egal welche Richtung es geht.

Ich verstehe nur zu gut wie es Dir geht, und wie schwer das alles ist.

Und ja, das schlechte gewissen macht einem ganz schön zu schaffen.

Ein würdiger Abschluß...nur wenn Du es schaffst sie davon zu überzeugen das man zumindest an das Wohl der Kinder denken muß, und das es den Kindern gegenüber nicht fair ist wenn sie sich quer stellt.

Leider sind Kinder immer gutes/schlechtes Mittel.... mein Mann hat es auch versucht.

Bleib freundlich, laß Dich nicht provozieren, und werde Dir bewußt darüber, das jeder Mensch einen Wandel macht, manchmal in eine andere richtung als der Partner, und sich deshalb die wege trennen.

Deine Freundin war nur der letzte Tropfen....

Wie sagte jemand zu mir: zum streiten gehören zwei....zum zusammenleben können aber auch...

Viele liebe Grüße, zickig

#57
sehr gutes posting zickig......

kann ich alles unterschreiben bis auf den letzten satz

Wie sagte jemand zu mir: zum streiten gehören zwei....zum zusammenleben können aber auch...
das stimmt.......jedoch ist es für deinen mann und für pinky's frau sehr schwierig, mit euch zusammen zu leben. auch aus dem grunde, da ihr euch wohl innerlich und emotional schon so weit von euren partnern getrennt habt, dass diese vorwürfe (wie bei pinkys frau) wirklich eine verzweiflungstat sind......

meint ihr wirklich, eure partner kapieren nicht was abgeht?.....sorry, doch wenn ihr das glaubt, dann öffnet mal die augen.....

du @zickig hast dich von deinem mann ja schon getrennt in dem du ihm sagtest, dass die "liebe unwiederbringlich weg ist".......genau das wird pinky's frau spüren und sie weiss sich wohl wirklich nicht anders zu helfen.

dieses "agressive schweigen" und diese "vorwürfe", die zeugen von reiner hilflosigkeit......auch wenn diese gift für jeden rettungsversuch sind, so ist es meiner meinung nach wirklich reine hilflosigkeit.....

vielleicht wäre da eine gesprächstherapie wirklich das beste.....

was ich eigentlich sagen will ist, dass eure partner um euch kämpfen und auch selber einen inneren kampf mit sich selbst führen....auch eure partner fragen sich manchmal, ob die beziehung noch sinn hat?....und dann wieder, dass es doch eine gute familie ist, die man nicht einfach aufgibt....auch eure partner haben wohl dieses hin und her....

das ist ein wahnsinniger innerer kampf, welcher sehr schmerzhaft ist.....

ich bin nicht dafür, dass man die flinte gleich ins korn wirft, aber manchmal ist es einfach besser, man das ganze beendet und einen sauberen schluss-strich zieht.....alles andere ist selbstzerstörrung auf zeit......

du pinky wirst deiner frau so oder so weh-tun.......dieses weh-tun in grenzen zu halten wird kaum möglich sein, mach dir da mal nichts vor......

gruss

ibr

#58
Ja es ist für beide Seiten schwierig. Du musst nicht glauben, dass ich einfach leichtfertig meine Beziehung aufgebe. Das Verhalten meiner Frau war allerdings schon einige Zeit so, in milderer Form schon fast seit wir uns kennen. Aber ich will es ihr nicht vorwerfen, weil ich weiss dass ich auch Fehler gemacht habe. Ich bin auch nicht immer so kommunikationsfreudig und auch manchmal übelgelaunt etc. Natürlich tu ich ihr weh, ich weiss es, fühle mich schlecht dabei und kann doch nicht anders. Trotzdem denke ich, dass man eine Trennung besser oder schlechter hinkriegen kann und ich finde den Kindern gegenüber sind wir verpflichtet es gut zu machen. Ich wurde auch schon mehrfach verlassen und von daher finde ich dass es schon einen Unterschied macht, wie man es tut. Am schönsten ist es, wenn aus der ehemaligen Liebe eine gute Freundschaft wird, wenn man sich verzeihen kann und akzeptiert, dass es nicht (auf Dauer) geklappt hat. Es braucht Zeit, aber es ist möglich wenn beide wollen.

#59
pinky.....

sag mal, auf was wartest du denn noch? dein entschluss steht doch schon länger fest.....was also soll das alles noch?

meinst du, ihr macht es den kindern leichter, wenn ihr euch "agressiv anschweigt"?........sorry, doch ich habe da einfach mühe damit.......

du wirst nirgends eine absolution erhalten für dein tun.......doch du kannst achtung erlangen in dem du das ganze einfach mal beendest, denn nur so habt ihr allenfalls mal eine möglichkeit auf eine freundschaft. aber dieser zustand ist kein zustand, sondern eine reine zumutung......für dich und für deine frau!

gruss

ibr

#60
Ja ibr, du hast natürlich recht. Es geht jetzt aber besser mit meiner Frau und mir. Nicht in Bezug auf Zusammenbleiben, sondern dass uns und vor allem auch ihr klar wird, dass wir uns trennen werden. Ich bin vor allem erleichtert, dass ich nicht mehr das Gefühl hab unbedingt so schnell wie möglich auszuziehen. Mein Problem ist ja auch, dass ich mit meiner Freundin erst zusammenziehen kann, wenn ich sie geheiratet habe, und auch dann wird es wohl c. 6 Monate gehen, bis sie ein Visum kriegt. Und so Hals über Kopf in irgendein überteuertes Loch von einer Einzimmerwohnung zu ziehen ist halt wirklich nur ein extremes Notfall-Szenario, dass ich lieber vermeiden möchte.

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