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Verheiratet, Zukunftsängste & verwirrte Gefühle

86 Antworten5'825 AufrufeGestartet von mike100 ·

#61
Ich bitte euch...das kann es wohl kaum sein.

Man macht keinen Abflug,nur weil es mal grad nicht läuft.

Man redet über das Problem und findet Lösungen.Wenn nicht,trennt man sich.

Was hat das mit Mike`s Geschichte zu tun?

Mal garnichts.

Denn Mike findet JETZT erst für sich im stillen und heimlichen Kämmerlein erst,das es ein Problem ist.

Rennt dann schnell zu jedem,NUR NICHT zu seiner Frau,schreibt in nem Forum und sucht sich Krümel für Krümel Argumente,die sich von Woche zu Woche steigern,um nen Abflug zu machen,ohne der Ehe,Partnerschaft oder sonstiges ne Chance zu geben.

Alles hintenrum dingfest machen.

Feige und hinterhältig.

Würde er das auch machen,wenn in seinem heimlichen Kämmerlein die Fitness-Uschi nicht sitzen würde???

Würde er dann MANNsgenug sein,auch nen Abflug zu machen???

Wohl kaum.

Mike macht 25 Schritte im Voraus.

DER ALLERERSTE SCHRITT wäre,mit seiner Frau zu sprechen.

Sich Hilfe zu suchen.

Aneinander und Miteinander zu arbeiten.

Wenn das nicht funktioniert,nach einer Weile,kann man zu dem Entschluss kommen,das man die Ehe aufgibt.

Und dann kann man sich dann irgendwann neu orientieren,wenn man mit der alten Beziehung abgeschlossen hat.

Aber nicht erstmal gepflegt die Frau schwängern,sich ne Uschi suchen und ohne den Versuch eines Gesprächs oder sonstiges nen feigen Abflug machen ist NICHT der richtige Weg.

#62
hallo zusammen

ich bitte euch, beruhigt euch wieder ! es ist wohl bei jeder geschichte so dass nicht jeder die gleiche meinung hat. und verschiedene meinungen sind zu akzeptieren.

also hört bitte auf euch gegenseitig eure meinung an den kopf zu knallen und zu denken nur eure meinung sei die richtige. das nervt ! es geht hier um mike und seine situation. geht auf ihn ein, gebt ihm ratschläge aber hört auf hier untereinander zu diskutieren als wäre das ein konkurrenzkampf zwischen euch...

dankeschön

patrizia

#63
Wir wissen nicht, wie die Ehe VOR der Tussi ausgesehen hat. Und wir kennen auch nicht die Gründe, warum sie sich für ein Kind entschieden haben. Ich schreib jetzt lieber nix, sonst sagt Mike: "Hey, ja GENAUSO war es. Tylli hat recht." 'Deswegen würde mich es schon sehr interessieren, was Mike so über die Meinung seiner Frau schreibt. Sie muss doch auch irgendwas merken oder auch irgendwie unzufrieden sein.

Also, lieber Mike, wäre schön, wenn du dazu mal was schreiben könntest!

#64
Hallo Mike,

seit ich in deinem Thread lese stellt sich mir die Frage: Wovor hat er Angst?

Und mir fällt ein Satz ein, den mein Jüngster zu mir gesagt hat, Stunden vor der Geburt seiner Tochter, als er mich zum Kreißsaal abholte weil er wollte das ich da bin wenn er zwischendurch einmal zum durchatmen herauskommt u. wir auf dem Weg dorthin noch einen Kaffee trinken waren:

Mama, kennst du das Gefühl man möchte weglaufen, aber man weiß genau, man darf es nicht?

Ich: Oja, kenne ich. Wovor möchtest du denn weglaufen?

Er: Vor den Schmerzen die M. vielleicht bekommt u. ich ihr nicht helfen kann. Und was ist, wenn ich meinem Baby nicht gerecht werden kann? Ich meine, spätestens morgen bin ich ein Vater. Ab morgen sieht die Welt ganz anders aus als heute. Schaffe ich das?

Mike, war wirklich alles so schlimm in deiner Ehe? Oder magst du deine Ängste vor evtl. Unzulänglichkeit vor das was da kommt, nämlich ein vollkommen neuer Lebensabschnitt mit Verantwortung für ein winziges kleines Wesen, vor dir selber nicht zugeben?

Wie mein Jüngster fragte: Kennst du das Gefühl weglaufen zu wollen?

Vielleicht sind hier einige junge Väter an Board die dir einmal berichten können wie sie sich während der Schwangerschaft über fühlten u. was für wilde Gedanken in ihnen vorgingen.

Herzlicher Gruss v. sageslaut2002!

#65
@Nuthello: Niemand ruft hier zu "Bigotterie", "Doppelmoral" oder "unter dem Deckel halten" auf. Es geht um ein OFFENES GESPRÄCH, das Mike mit seiner Frau führen sollte.

#66
"Wenn du glücklich sein willst, dann sei es."

Dieser Satz kann man sicher nicht wörtlich nehmen, das wissen wir alle.

Genau dieser Satz ist mir aber in den Sinn gekommen, als ich die Beiträge von Dir, Mike, gelesen habe und ich denke, dass dies ein wichtiger Punkt bei seinen Problem ist. Für ihn ist seine Ehe so negativ weil er sie so sehen will. Ich habe von Dir noch kein einziges positives Wort über deine Frau gelesen.

Versuche sie doch einfach positiv zu sehen. Konzentriere dich nicht auf all die schlechten Punkte die du siehst, sondern versuche auch zu bemerken, wenn deine Frau etwas trägt was dir gefällt.

Und noch etwas was mir in deiner Situation sehr wichtig erscheint, rede offen mit deiner Frau. Frage sie wie es ihr im Moment mit der Schwangerschaft und der Ehe geht, ob ihr etwas fehlt. Falle nicht mit der Tür ins Haus und sage ihr du möchtest nicht mehr. Versuche heraus zu fühlen, wie sie sich mit der ganzen Situation fühlt und versuche mit ihr gemeinsam einen Weg, wie ihr euch zusammen glücklich fühlt, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es im Moment in deiner Frau genau so rumort, wenn sie nicht mehr so zärtlich ist wie frührer und versuche herauszufinden, warum sie denn so kaltherzig ist zu dir.

#67
genau das, was montez, hermy und zuletzt yurikori geschrieben habe, ist auch das, was ich schon seiten vorher gesagt habe, nur anders (und vielleicht nicht so treffend) ausgedrückt. ich glaube, es ist hopfen und malz verloren *kopfschüttel*

bearbeitet #68
@angel corazon: Vollkommen richtig.

Mike hat seinen Entschluss längst gefasst und wird weiter Gründe suchen und finden, die ihm ein Leben mit seiner aufmüpfigen Ehefrau unmöglich machen. Na, und wenn alles nichts hilft, hat er ja am 6. 5. festgestellt: "Mittlerweile und da bin ich mit einigen von euch einer Meinung, glaube ich, das ich beziehungsunfähig bin." Beziehungsunfähigkeit als K.O.-Argument, Glückwunsch!Erstaunlich aber, weil einer der ersten Sätze in Mikes erstem Beitrag "Ich bin ein Typ für lange Beziehungen" lautet. Aber hey! Menschen entwickeln sich, manche sogar rasant schnell in ca. 3 Wochen.

Das Gespräch (mit der FRAU, NICHT mit Mami!!!) suchen? Iwo! Was das kostet, an Zeit und Geduld und Nerven! Nein, ein Versteckspiel mit vielen alsbaldigen außerplanmäßigen Geschäftsterminen, die dann auch noch überraschend etwas länger dauern, ist doch viel harmonischer.

:mauer:

#69
Ich wollte mich aufgrund der rummoderation nicht mehr äußern...dennoch haben es alle hier auf den Punkt gebracht.

Der Anfangspost von Mike und der Verlauf den es genommen hat zielt nur auf eines raus.

Rechtfertigung für seinen feigen Abgang.Ohne den Versuch,irgendwas in Richtung Rettung zu unternehmen.

Ganz wichtig,das Mami schon gesagt hat,sie ist nicht die Richtige....

Muss ich persönlich von göbeln.

Wie gesagt,wenn Mike nicht will,muss er nicht.

Kann er machen,wie er Kleingeld hat.

DANN aber,ohne die pubertären Hormone.

DANN als werdender Vater fair.

Von mir bekommt er keine Absolution.Basta.

#70
Hallo Leute,

ich bin nach wie vor offen für eure offenen Antworten & Worte. Ja, ich bin momentan in einem ziemlichen Gefühlschaos. Ja, ich kann momentan keinen klaren Gedanken fassen. Und ja, für viele von euch (Außenstehenden) mag es so aussehen, als ob ich unreif, feige und ein hormongesteurtes A******** bin.

Aber mal unabhängig von meiner Situation. Einige von euch schreiben sinngemäß: Augen zu und durch. Egal ob man die Liebe noch in sich trägt oder nicht, hauptsache man(n) ist bei Frau und Kind. In guten wie in schlechten Zeiten (ist übrigens genauso abgedroschen wie der Spruch mit den Schmetterlingen die verfliegen!). Mal ehrlich, Mann/Frau soll also seinem Partner etwas vorspielen, jeden Abend eine Maske aufsetzen und die ewige Liebe vorgaukeln!?!

Na, ob das im Sinne des Erfinders ist.....wage ich zu bezweifeln...und früher oder später, merkt der Nachwuchs auch, das Mami und Papi sich nicht lieben.

Denkt mal darüber nach!

Und ist es nicht so, dass es in unheimlich vielen Partnerschaften genauso läuft?! Mann/Frau ergibt sich seinem Schicksal, weil es ja gesellschaftlich und moralisch verwerflich ist und auch zu finanziellen Problemen führen kann! Das Leben ist zu kurz und zu kostbar um es wegzuschmeissen.

Ich kenne eine Person, die, als ihr Kind 11J. alt war, gesagt hat, noch 7 Jahre, dann ist die Kleine 18 und dann bin ich weg.....sowas würde/wird mir nicht passieren! Was ist denn das für ein Leben???!

Ich habe noch keine Vorstellungskraft, wie es wird, wenn der Nachwuchs da ist. Ich bin sehr "kinderlieb" und ich glaube auch, das es verdammt hart wird!

Aber:

1. Mann kann auch ein guter Vater sein, ohne mit der Mama zusammen zu leben

2. Wenn sich beide Elternteile arrangieren, kann man die Papa-Kind-Zeit doch sehr flexibel gestalten

3. NUR weil es gesellschaftlich verpöhnt (wer hat diese Regel eigentlich aufgestellt?) ist, sollte man nicht bei seinem Partner bleiben

Klar habe ich zu Anfang des Threads von meinem Gefühlschaos berichtet und klar, habe ich auch geschrieben, das ich meine Frau JETZT nicht verlassen werde. Es ist nur so, dass ich von Woche zu Woche mehr merke, das von meiner Seite aus das tiefe Gefühl, die absolute Liebe fehlt - warum sonst, kann ich mich in jemand anderen verlieben, warum sonst, stelle ich mir seit einigen Monaten immer mehr diese ganzen Fragen?! Wir haben seit fast 2 Jahren kaum oder gar keine körperliche Nähe mehr, alles läuft nur platonisch ab, vl. ist das das Problem, warum meine Gefühle verschwunden sind....

Menschen ändern sich, sie entwickeln sich weiter - und damit auch die Lebenseinstellung und -weise. Auch ich hatte einen Traum, den Traum vom Haus bauen, einer kleinen Familie, einnen Baum zu pflanzen - JA, diesen habe ich mittlerweile fast begraben! Mann kann im Leben nicht alles haben.

Ich bin hier, um euch meine Gedanken aufzuschreiben und weil ich mir Hilfe durch eure Antworten verspreche, ganz gleich, ob sie mir gefallen oder nicht.

Aber es ist halt auch schwer, das alles so aufzuschreiben, wie es sich darstellt. Wer mich kennt, meine Frau kennt, der kann bestimmte Punkte nachvoll ziehen. Ich bin kein herzlo ser, Testosteron gesteuerter Familienzerstörer, und meine Frau ist auch keine häßliche Furie, im Gegenteil. Aber kann es nicht sein, wenn mehrere Leute in meinem Umfeld sagen, das wir eigentlich gar nicht zusammen passen und sie sich wundern, wie ich "damit klar kommen würde", dass da nicht ein Fünkchen Wahrheit drin liegen könnte?! Kann es nicht sein, das ich (zugegeben!) zu spät die Zeichen der Zeit erkannt habe und merke, dass ich mit dieser Person nicht bis ans Lebensende zusammenleben möchte!

Ist es noch niemandem von euch passiert, das er nach einigen Jahren gemerkt hat, das das noch nicht das Ende sein kann?!

Auch wird hier immer zum Reden geraten. Ja, ihr habt recht, das Reden in einer Beziehung ist unheimlich wichtig! Und wie ich schon geschrieben hatte, werde ich mit meiner Frau reden, sobald der Nachwuchs da ist. Momentan kann sie keinen weiteren Stressfaktor gebrauchen - das ist zu gefährlich fürs Baby!

ABER: Ich hatte ja auch geschrieben, dass wir bereits x-mal geredet haben, versucht haben, das Feuer neu zu entfachen. X-mal haben wir im letzten Jahr gesagt, 1x Sex in 6 Wochen ist zu wenig, da müssen wir was gegen tun. Leider hat es nicht geklappt! Weder mit neuer Unterwäsche, noch mit Urlaub und viel Zeit!

Und gewisse Eigenschaften, über die ich bisher immer drüber hinweg gesehen habe, stören mich nun mal mittlerweile. Ich habe ihr schon 100x gesagt, das sie nicht immer denken soll, ich wolle ihr was, aber sie giftet trotzdem fast täglich bei irgendwelchen Belanglosigkeiten. Das ist nun mal so ihre Art. Vl.

bin ich es leid, alles runter zu schlucken, nur um den Burgfrieden zu erhalten!

Mag ja sein, dass ich durch meine rosarote Brille momentan versuche, mir alles schön zu schreiben, und mir nur die Antworten raussuche, die mir gefallen. Ich weiß, dass man(n) im Leben nicht alles haben kann! Klar hätte ich gerne einen Ferrari, ein Haus am Strand, und ein fettes Konto - wer hätte das nicht gerne! Aber es gibt Wünsche/Träume im Leben, für die ist man selbst verantwortlich, die kann man sich erfüllen!

Wie gesagt, jeder hat das Recht seine Meinung zu äußern, aber ich finde die "Tonart" hier doch teilweise sehr aggressiv - wir befinden uns zwar in der

Rubrik Herzschmerz/Liebeskummer - aber es geht hier doch um Liebe (um ein erfülltes Leben!) und da finde ich es nicht fair, das hier eingige versuchen,

nicht nur mich, sondern auch in anderen Threads, Leute die in unglücklichen Ehen/Beziehungen stecken, raten, nicht auf´s Herz zu hören, sondern sich

allen Gefühlen zu verschließen und sich dem "in guten wie in schlechten Zeiten" Gelübte zu unterwerfen! Was ist, wenn für einen der beiden Partner keine "guten Zeiten" mehr kommen??!

Ich bin z.Z. immer noch im Selbstfindungsprozess, dieser wird auch bestimmt noch einige Wochen/Monate dauern und ich werde euch weiter auf dem Laufenden halten.

Ich wünsche niemandem von euch, das er/sie mal in so eine bescheidene Situation gerät! Es ist schrecklich...(und jetzt bitte nicht denken, ich bettel um Mitleid). Es tut weh, zu merken, wie die Liebe zu einem Menschen schwindet, bzw. zu merken, dass diese Liebe nicht/oder nie tief genug ist/war!

Euer Mike!

#71
Lieber Mike....

du hast ja gemerkt,das ich nicht besonders angetan bin,von deiner handlungsweise....

Wenn du feiger Hund warten willst,bis das Kind da ist,wartest du denn dann auch so lange mit deiner Fintness-Uschi???

Oder wie ist das mit dem Stress????

Läuft das mal entspannt weiter.Weil du Egoist nur dich siehst.

Mike,du machst mich echt wütend mit deiner feigen,hinterhältigen Art!!!!

bearbeitet #72
Nun muss ich mal ganz naiv fragen: Was soll es bringen, mit deiner Frau erst zu reden, wenn das Kind da ist? Ja, da geb ich Montez recht, das ist ne feige Nummer. Ich kann dir auch sagen, wie das ausgeht: Du findest wieder eine Ausrede, um die Trennung nicht durchzuziehen. Und vertröstest wieder irgend ne Fitness-Uschi. Oder auch dich selber.

Ich kenne eine Person, die, als ihr Kind 11J. alt war, gesagt hat, noch 7 Jahre, dann ist die Kleine 18 und dann bin ich weg.....sowas würde/wird mir nicht passieren! Was ist denn das für ein Leben???!
Diese Person wird nie gehen, glaub es mir. Ich kenne solche Sprüche. Weil es einfach keinen "richtigen Zeitpunkt" gibt.

Ich hab auch ein Problem damit, wenn du schreibst, dass "andere das auch so sehen, dass ihr nicht zusammen passt". Mit wem bist du verheiratet? Mit den "anderen" oder mit deiner Frau? Ich kenne auch solche Ehen, die von sämtlichen Dorfbewohnern geführt wurden - nur die Eheleute hatten selber in ihrer Ehe kein Mitspracherecht. Logisch - es quatschte ja jeder rein und wussten IMMER alles besser. Und die Gefahr seh ich auch bei euch. Jeder gibt sein unqualifiziertes Statement ab... und ihr hört drauf. Da geb ich genauso die Schuld deiner Frau, wie ich sie dir gebe. Und zusätzlich filterst du das noch raus, dass deine Frau nicht zu dir passt. Ob das wirklich jeder sagt, bezweifle ich.

Lieber Mike, JETZT ist der Zeitpunkt, an dem du mit deiner Frau über deine Zweifel reden musst. Und dann wird auch noch etwas Vernünftiges rauskommen!!

Ich füg mal noch ein PS wegen deines Kindes an:

Du musst da auch mal den "zeitlichen Ablauf" bei deiner Frau sehen. Sie ist jetzt schwanger, weiß, dass irgendwann das Kind kommt, das einen Vater hat, der vor Ort ist und verlässt sich darauf, dass der Vater des Kindes sie tatkräftig unterstützt, wenn das Kind denn dann da ist. Und da willst du 1-4 Monate nach der Geburt sagen: "April, April, such dir einen anderen zum Windeln wechseln!"? Nein, das nehme ich dir nicht ab. Und da haben wir nämlich schon den nächsten Zeitpunkt, an dem du eine ENTSCHEIDUNG hinausschiebst. Ich will dir jetzt nicht permanent die Trennung einreden, aber vielleicht solltest du auch mal daran denken, wie sich deine Frau fühlt, wenn sie plötzlich mit dem Kind alleine dasteht - obwohl sie sich drauf verlassen hat, dass die Belastung von 2 Menschen getragen wird.

#73
Von mir bekommt er auch keine Absolution, weil ich nämlich keine Priesterweihe habe - womit sich der Kreis schliesst:

@Nuthello: Niemand ruft hier zu "Bigotterie", "Doppelmoral" oder "unter dem Deckel halten" auf. Es geht um ein OFFENES GESPRÄCH, das Mike mit seiner Frau führen sollte.
Doch Hermy, alles was ihr (d.h. die Moralistenfraktion) Mike bisher entgegenzusetzen hattet, war moralintriefende Salbaderei, die für den Fortgang dieser Geschichte vermutlich vollkommen irrelevant bleibt. Ich habe übrigens volles Verständnis, wenn Frauen sich mit Mikes Frau identifizieren und erstmal emotional reagieren. Für anerkennungsbedürftige Männer eine wunderbare Gelegenheit, sich als Frauenversteher aufzuspielen. Nur führt uns das eine Lösung nicht näher.
Das OFFENE GESPRÄCH: Gute Idee, nur bin ich nicht sicher, ob wir damit bei Mike nicht etwas (ziemlich) spät kommen. Wie er selber schreibt, haben sie ja einiges in dieser Richtung auch versucht. Vielleicht zuwenig, vielleicht nicht das Richtige - wer kann das schon beurteilen? Jetzt aber befindet sich diese Ehe im ultimativen Härtetest, und da ist es wohl zu spät, früher verpasstes nachzuholen. Gewisse Sachen liegen nun einfach so wie sie sind auf der Waagschale.

Gewiss können wir Mike raten,

- in Anbetracht Schilderung von Sageslaut (#69) nochmals zu versuchen, sein Gefühlschaos als normale Begleiterscheinung des Vaterwerdens zu verstehen.

- zu überlegen, ob es nicht doch noch (bisher unversuchte) Rettungsmöglichkeiten für seine Ehe gäbe (z.B. Paartherapie).

Die Entscheidung liegt nicht bei uns, sondern bei ihm und seiner Frau, wir werden sie zu respektieren haben. Ob wir mit moralisierenden Beschimpfungen etwas positives bewirken können, wage ich sehr zu bezweifeln.

und ist zu respektieren. Ich habe grösste Zweifel, ob

#74
@Nuthello: Ich kann dir unzählige Namen nennen, bei denen die Ehe genauso ausgesehen hat wie bei Mike. Und sie haben sich nicht getrennt!!! Eben weil Entscheidungen vor sich hergeschoben worden sind. Und die Ehe erlebt keinen "Härtetest"... Es muss an dem Alter von Anfang/Mitte 30 liegen, dass solche Situationen aufkommen. Die ganze Aufregung wird irgendwann im Sande verlaufen und wenn er in 10 Jahren dran denkt, wird er selber den Kopf drüber schütteln.

#75
es quatschte ja jeder rein und wussten IMMER alles besser. Und die Gefahr seh ich auch bei euch.
Ja, ich auch... bei euch! Und damit meine ich bestimmt nicht Mike, seine Frau, den Nachwuchs oder das Fit-for-fun-girl.

Der Junge macht sich tausend Gedanken und hat im Moment keinen Plan, welche davon brauchbar sind und welche er lieber über Bord schmeißen sollte. Er gibt sich nicht nur die Mühe, seine Gedanken und Gefühle zu sortieren und auszuformulieren (um sie damit nicht nur anderen, sondern hauptsächlich sich selbst verständlicher zu machen), nein, er hat sogar den Mumm, den ganzen Mist hier zu veröffentlichen und sich einer - leider im Ton oft unerträglichen - Diskussion zu stellen.

Was hat er denn bisher gemacht? Oder nicht gemacht?

Falls wir jetzt tatsächlich eine Aufzählung starten wollen, dann würde das Forum noch vor Mitternacht wegen Überlastung zusammenbrechen.

Und der gute Mike hätte zu seinen tausend Gedanken noch mehrere tausende dazu... inkl. "falscher Weg" und "feige Nummer". Man kann seine Meinung - sofern man überhaupt eine hat - sicherlich auch so verkünden, als ob man nicht unmittelbar daneben stehen würde. Das tut nämlich keiner von uns. Und wenn jemand etwas wissen will, dann kann er fragen. Und falls er es dann nicht verstehen sollte, dann darf er auch ruhigen Gewissens nachfragen, ohne Angst davor zu haben, dass er sich dabei eine Blöße gibt. Schließlich versteht der Themenstarter auch so einiges nicht. Deshalb ist er ja hier! Schon vergessen?

Wenn alles so einfach wäre, dann hätte er bestimmt schon einiges unternommen, um Klarheit (nicht nur) in seine Situation zu bringen.

Momentan steht seine eigene, kleine Familie im Vordergrund. Da kann man drauf rumhacken, wie man will, man wird trotzdem nicht um eine gehörige Portion Respekt drumherum kommen. Falls doch, dann sollte man sich vielleicht ernsthaft überlegen, ob man sich tatsächlich noch an einer Diskussion beteiligt, oder ob man nicht bereits schon auf einem höheren Pfad der Tugend wandelt und hier schlicht und ergreifend fehl am Platz ist.

Mike weiß viel mehr, als ihm momentan bewusst ist - aber er spürt ebenso, dass die Zeit noch nicht da ist. Sie kommt erst noch... und er wartet... und macht sich so seine Gedanken, da er noch nicht einmal annähernd erahnen kann, was da auf ihn zukommt.

Da hat er Verantwortung für das Ungeborene und für seine Frau - aber auch der Anderen gegenüber. Und nicht zuletzt für sich selbst. Vielleicht zu viel auf einmal... er landet hier... und geht wieder als verantwortungsloses Sexmonster, obwohl er genauso gut in diesem neuen "Kein Kontakt zum Sex"-Strang schreiben könnte.

Schreib' weiter, Mike, und lass' Dich nicht von jedem Beitrag über Gebühr beeinflussen. Du weißt ja: wie im richtigen Leben... ;-))

#76
Schau ist wieder mal da und spricht mir voll aus dem Herzen :klatsch:

Also nachdem mir übereiltes Stellungnehmen vorgeworfen wurde, hab ich nochmals alle Beiträge von Mike sorgfältig durchgelesen. Obwohl mir einiges ziemlich unklar bleibt, scheint mir eines klar:

Ihr - du und deine Frau - steckt emotional in einer Sackgasse. Irgendwie bewegt sich nichts mehr, weder vorwärts noch rückwärts. In dieser Situation solltet ihr dringend professionelle Hilfe in Form einer Paarberatung in Anspruch nehmen. Eine solche Situation entsteht nämlich ganz sicher nicht "einfach so", aber wahrscheinlich seid ihr selber überfordert und nicht in der Lage, die Muster zu erkennen, in denen ihr euch bewegt. Du wirst dich wundern, wieviel eine kompetente Drittperson sehen wird, was du übersiehst oder ausblendest.

Habt ihr schon mal über diese Möglichkeit gesprochen? Was sagte deine Frau dazu, bzw. was stellst du dir vor, dass sie sagen würde?

Und übrigens, zu deinem Argument, Stress im jetzigen Moment wäre schädlich für das Kind: Ich muss zugeben, dass ich dazu nicht wirklich im Bild bin, aber irgendwie kann ich mir schlecht vorstellen, dass die Natur es nicht so eingerichtet hat, dass eine schwangere Frau auch ein gewisses Mass an Stress durchaus ertragen kann. Sonst, vermute ich mal, gäbe es uns nämlich gar nicht. Aber vielleicht können mal andere sich dazu äussern, die es genauer wissen :P Und wenn es stimmt, müsstet ihr die Beratung eben auf die Zeit nach der Schwangerschaft verschieben, vielleicht gibt es ja ohnehin eine Wartezeit. Also: Sofort an die Hand nehmen :nono:

Was mich jetzt auch noch interessieren würde:

- Am Anfang hast du euer Zusammenleben als harmonisch, aber etwas langweilig beschrieben. Seither sind einige Bemerkungen hinzugekommen, nach denen es doch nicht so harmonisch-gelassen-freundschaftlich aussiet. (Sie gibt patzige Antworten, giftelt dich an...) Also wie ist denn das Klima wirklich zwischen euch?

- Wie war denn das erste Jahr eurer Beziehung, und was weisst du noch von der Zeit, als das Feuer ausging und der geschilderte Alltagstrott Einzug hielt?

- Deine Schilderung, wie es zur Heirat kam, bleibt für mich schwer nachvollziehbar. Kannst du das noch etwas präzisieren? Warum habt ihr geheiratet, und von wem kam der Vorschlag?

- Wie kam es zur Schwangerschaft? War es geplant und abgesprochen? Von wem kam die Initiative? Wie wurde die Entscheidung getroffen?

#77
Lieber Mike,

nun habe ich mich hier auch durchgelesen und muß sagen - Uffffff, die Situation ist wirklich nicht lustig und ich bin jetzt auch nicht hier, um dir eine Standpauke zu halten oder dir irgendetwas vorzuschreiben.

Ich schreibe jetzt mal als Frau, die auch mal schwanger war ;-). Es war ein Ausnahmezustand - die Hormone spielen verrückt, mal weint man, mal giftelt man, mal lacht man und im selben Moment kriegt man die totale Krise ..... ein totales Durcheinander im Körper und dann noch die vielen Fragen - wie wird es sein, ein Baby zu haben, schaff ich das überhaupt alles, komm ich noch zum schlafen, werde ich wieder abnehmen, wieviele Schmerzen werden bei der Geburt wirklich sein usw.... ich kann dir Brief und Siegel drauf geben, daß diese 40 Wochen ziemlich verwirrend, angsteinflößend, gleichzeitig wunderschön und deprimierend sein können - ich für mich kann behaupten, daß ich SS war (superschwanger) - ich war wirklich gerne schwanger und war besser drauf, als davor oder danach - aber wie gesagt, bei jeder Frau wirkt es sich anders aus.

Warum ich das so ausführlich schreibe? Hab ein wenig Verständnis für deine Frau - auch wenn vorher schon die Luft aus Eurer Beziehung raus war - jetzt ist sie in noch einer viel schwierigeren Gemütslage und oft fehlt ihr sicher die Kraft sich für irgendetwas zu bemühen (sei es Sex etc.).

Aber das Gute ist, die Schwangerschaft geht vorbei und dann ist das Baby da und irgendwann spielt sich alles wieder ein.

Ich kann dir nur raten, bevor du das alles über den Haufen wirfst, geh wirklich zu einer Paartherapie mit deiner Frau - ev nach der Geburt des Kindes, wenn jetzt Aufregung und Stress zu gefährlich sind oder eine Frühgeburt auslösen können (@nuthello - ja das gibts leider wirklich....) - überlege dir gut, ob du das Geschenk einer kleinen Familie und das Glück eine Familie gegründet zu haben, OHNE Gespräche mit Deiner Frau und einem unbeteiligten Dritten so aufgibst.

Ich kann dir garantieren, daß egal ob es die Fitnesslady ist oder eine andere Frau ist, in ein paar Monaten auch hier die Luft raus sein wird, wenn du nicht daran arbeitest - Beziehung ist nun mal auch Arbeit. Stell dir vor wie sich in 3 Monaten die "Neue" vor dir die Zehennägel schneidet und du denkst dir IGITT und plötzlich an der Supermarktkassa sitzt diese fesche dunkelhaarige Frau und du zwinkerst ihr zu und schon sind sie wieder da - die Schmetterlinge.

Falls du diesen süßen Schmerz und die ständige Aufregung des Frischverliebtseins wirklich ununterbrochen brauchst, dann hast du wirklich ein Problem und solltest es angehen.

Wenn ich ehrlich sein soll - die Probleme mit deiner Frau sind lösbar und ich bin mir sicher, daß sie in einer Paartherapie gelöst werden können - stell dir vor, es gibt Menschen die extra studiert haben um so jemandem wie dir zu helfen! Ich finde es großartig.

Ich glaube -für mich- nicht, daß du wirklich schon eine Entscheidung getroffen hast - du wärst längst nicht mehr in diesem Forum, wenn du dich dafür entschieden hättest, nur nach deinen Hormonen zu gehen!

Manchmal gehört eingeschlafene Liebe auch ein bisi geweckt und wie man das macht lernst du auch in dieser Therapie, es wird dir helfen, dich auch wieder neu in deine Frau zu verlieben.

Wie gesagt sind nur kleine Anstöße zum Denken, wie du entscheidest ist ohnehin dein Bier.

Alles Liebe

Gingi

#78
Mögen die einen emotionaler reagiert haben und die anderen weniger und Dritte solidarisieren sich mit ihm. Aber aus ALLEN Postings geht draus hervor, dass er eine Entscheidung treffen muss. Und, liebe Therapie-Freaks: Auch zu einer Paar-Therapie gehen ist eine ENTSCHEIDUNG!!! Aber gefällt muss sie erst einmal werden.

Ich denke, Mike zieht schon aus unseren Postings das Richtige für sich raus. Und er versteht auch die ganzen Emotionen, die in den Postings hochschwappen. So kommt zumindest sein letztes Posting bei mir an.

#79
@ Nuthello:

Zitat: "Für anerkennungsbedürftige Männer eine wunderbare Gelegenheit, sich als Frauenversteher aufzuspielen."

Du wirst es nicht für möglich halten, ich verstehe die Frauen, die hier schreiben, in diesem Punkt tatsächlich - ja, wir scheinen wirklich einer Meinung zu sein. Ich mag von der alten Schule sein, sehe aber nicht, weshalb ich deswegen einer rückschrittlichen, überholten Moralvorstellung anheim gefallen sein sollte. Die Familie hat für mich einen hohen Stellenwert, und für mich gilt es, für sie zu kämpfen. Wenn ich dadurch zum Frauenversteher werde - gerne!

Nur das "Aufspielen" möchte ich doch gerne von mir weisen. Wenn ich mich aufspielen möchte, werde ich Mikes Situation einfach mit internationalem Politik-Kolorit versehen ("Breschnew-Putin-Bush statt Gorbatschow"), das sollte dann ganz wunderbar funktionieren und wesentlich zur Lösung des Problems beitragen.

#80
1. Mann kann auch ein guter Vater sein, ohne mit der Mama zusammen zu leben2. Wenn sich beide Elternteile arrangieren, kann man die Papa-Kind-Zeit doch sehr flexibel gestalten

3. NUR weil es gesellschaftlich verpöhnt (wer hat diese Regel eigentlich aufgestellt?) ist, sollte man nicht bei seinem Partner bleiben
zu1. Das stimmt auch nur teilweise. Ich bin ein absoluter Gegner von Frauen die ihr Kind dafür büßen lassen, dass die Ehe gescheitert ist. ABER wenn mir mein Mann das in der Schwangerschaft erklärt hätte, dass er jetzt gehen will etc. dann wäre meine Enttäuschung so unendlich groß gewesen, dass ich sicher das Gefühl "wir beide gegen den Rest der Welt" mit dem Baby geteilt hätte und auch ein "Der Papa wollte Dich nicht" schleicht sich da 100% ig ein. Und dann wirst Du dieses Kind nicht sehen und wenn Du es siehst wird es schwer werden eine Verbindung aufzubauen. Weil daheim eine völlig verbitterte Mutter sitzt, die Dich hasst.
zu 2. siehe 1. Du wirst dazu die Chance nicht bekommen. Wenn das Kind einmal da ist und das erste Jahr um ist, dann Papa sagt, dann ist oft erst der Zeitpunkt bei einem Mann erreicht, dass er dem Kind rettungslos verfallen ist. Vorher ist ein Kind zwar süß aber es fehlt jegliche Interaktion und so wachsen gerade die Väter in der Regel mit dem Kind in die Vaterbeziehung.

Und was genau heißt flexibel? Immer wenn es irgendjemandem in den Kram passt?

zu3.

Das Problem heutzutage ist, dass es eben nicht mehr gesellschaftlich verpönt ist. Die meisten rennen davon sobald die ersten Schwierigkeiten auftauchen. Das ICH ist viel, viel stärker als ein WIR.

Jemand schrieb Dir, dass die Hauptsache ist, dass Du glücklich bist.

DER Meinung bin ich NICHT. Natürlich hast Du ein Recht auf ein Glück aber nicht zum Preis, dass Du jemanden anderen in einer Situation die nicht beschreibar ist (Schwangerschaft und das Jahr danach) im Stich lässt.

Auch dieser alte Spruch, dass Kinder mehr unter Eltern die sich nicht lieben leiden als unter getrennten ist nur ein weiteres Argument zugunsten der Trennungswilligen.

Dafür müsste ein Elternteil das andere fies behandeln damit Kinder eine Trennung besser fänden. Kinder sind in einer absoluten ICH-Welt und bis sie die Weitsicht haben der Trennung der Eltern etwas Gutes abzugewinnen, dauert es Jahre.

Dieses Argument ist auf Deine Situation nicht anwendbar. Einem Säugling ist es völlig gleichgültig ob sich die Eltern lieben oder nur nett miteinander umgehen. Sie wollen beide haben.

Mein Fazit von dem allem: Du bist einfach nicht dran. Ich widerspreche damit dem Zeitgeist, der das persönliche Glück über alles legt. Aber ich fände es wirklich sinnvoll, fair und auch für Dein späteres Glück entscheidend, wenn Du Dir ein Jahr post Geburt gibst. In der Zeit hat nämlich auch Deine Frau die Chance zu erkennen, dass Du nicht bei ihr bist. Dass es für sie die Trennung die bessere Alternative zur Ehe wäre.

Weil sie fühlen kann, dass Du nicht mit dem Herzen dabei bist.

Eine Entscheidung JETZT zu treffen, wird egal welchen Weg Du von der Familie weg nimmst, kein Glück bringen.

lg

justine

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