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Verheiratet, Zukunftsängste & verwirrte Gefühle

86 Antworten5'825 AufrufeGestartet von mike100 ·

bearbeitet #81
Hallo Leute,

erst einmal muss ich sagen, bin ich echt schockiert, welch verbalen Anfeindungen ich mich mittlerweiler gegenübersehe! Wir befinden uns hier in einem Forum, in dem es um Liebe(skummer), Sex & Zärtlichkeit geht, und wo Leute wie ich Hilfe suchen, ihre Gedanken aufschreiben und Gedankenansätze von anderen

Menschen erwarten.

Ich habe schon mehrfach betont, dass ich keine Schulterklopfer lesen will ("Super wie du das machst!", "Mike, du bist ein tolles Vorbild!") - aber das ich hier als feiger, testosterongesteurter, naiver, verantwortungsloser und pubertärender Junge dargestellt/beschimpft werde, finde ich schon aller Hand!

Auch habe ich das Gefühl, das manche von euch meine Beiträge vor lauter netgativer Emotionen gar nicht mehr richtig lesen. Noch einmal für ALLE:

Meine FRAU und ICH, haben schon x-mal über unser mieses Sexleben gesprochen! Wir waren uns beide immer einig, das 1x geplanter Sex in 6 Wochen viel zu wenig ist und das wir daran arbeiten müssen!!!! Geändert, hat sich die letzten 2 Jahre nichts daran!!!! Und auch NOCHMAL: ICH meine nicht die letzten 5 Monate der Schwangerschaft, dafür habe ich Verständnis, wenn gleich ich denke, das es auch anders geht. Das letzte Mal Sex hatten wir, als wir das Baby gezeugt haben, vor ca. 6 Monaten!

Auch haben wir darüber gesprochen, das sie sich "ein wenig gehen lässt". Warum ist das normal für viele von euch, das sich Frauen in Beziehungen gehen lassen? Ich finde das nicht normal! Ich mache Sport, halte mich fit, pflege meinen Körper (gehe dabei sogar auf ihre Wünsche ein!) und möchte für mich selbst aber auch für meine Frau attraktiv bleiben! Ich finde es halt oft abtörnend und das habe ich ihr auch schon mehrfach gesagt!

Auch zu anderen "Kleinigleiten" habe ich ihr schon diverse Male gesagt, wie ich das sehe und das manches nicht so sein müsste! Nun zu euch:

@montez:

Zitat:Nicht nur in einer Ehe,sondern auch in einer Partnerschaft,sollte man sich darauf verlassen können,das der Partner sich nicht gleich verpisst,wenn es mal schwierig wird. REDEN ist das Geheimnis.
Habe ich je geschrieben, das ich mich "verpissen" will? Ich habe meine Zweifel, ob ich meine Leben lang so weiterleben möchte! Zweifel darf man doch haben, oder? GeREDET haben wir schon, sogar schon häufig! Gebracht hat es (bisher) nie was!

Zitat:...schliesslich findet seine Mutter ja auch,das seine SCHWANGERE,GEHEIRATETE Frau nicht zu ihm pa
sst.
Meine Mutter ist die Person, die mich sicherlich am Besten kennt. Sie hat mir nur ihre Bedenken geäußert, nicht erst jetzt, auch schon zu Beginn der

Beziehung! Nimmst du dir keinen Rat von deiner Mutter an, bzw. denkst zumindest mal darüber nach?!

Zitat:

Man macht keinen Abflug,nur weil es mal grad nicht läuft. Man redet über das Problem und findet Lösungen
Es läuft nicht nur z.Z. nicht, es läuft auf emotionaler, sexueller Ebene schon lange nicht mehr. Wie kannst du es dir erklären, das ein junges Pärchen nach nicht ein mal 1 Jahr keinen Sex mehr hat?! Wir haben darüber geredet, oft genug, aber wir finden keinen Weg, uns körperlich näher zu kommen - ich habe meine Zweifel, ob unsere Liebe tief und satrk genung ist!

@Tylli

Zitat:

...die Meinung seiner Frau schreibt. Sie muss doch auch irgendwas merken oder auch irgendwie unzufrieden sein.
Also das ist schwierig. Wie schon beschrieben, gab es und gibt es Komplikationen in der Schwangerschaft. Der Arzt hat ihr absolute Ruhe verordnet und sie soll jeglichen Stress von sich halten. Wie soll ich momentan mit ihr über uns, über unsere Beziehung, über unsere Zukunft reden?! Das geht JETZT nicht!

Das Kind wollten wir, beide! Zum damaligen Zeitpunkt, weil wir beide gesagt haben, wir haben einen Partner, mit dem wir klar kommen und wir haben das richtige Alter! Außerdem ist ihre beste Freundin 2 Monate vorher schwanger geworden! Sie hat schon viele Männer in ihrem Leben "gehabt", sie ist schon oft betrogen worden und sie hat ein unglaublich schlechte Meinung von Männern. Vl. ist sie glücklich, weil sie jemanden hat, der sich nicht mit ihr streiten will, der immer für sie da ist. Der Sex fehlt ihr auch, das weiß ich. Aber da gehören immer zwei zu und trotz der vielen Gespräche, bekommen wir das nicht hin!

Ich denke schon, das sie momenatn merkt, das ich auf ihre Giftfeile reagiere und teilweise nicht mehr zurückstecke. Auch bin ich nicht mehr derjenige, der immer und immer versucht, zu kuscheln, sie in den Arm zu nehmen und ihr zu zeigen, hey, ich bin da!

Zitat:

Ich kenne eine Person, die, als ihr Kind 11J. alt war, gesagt hat, noch 7 Jahre, dann ist die Kleine 18 und dann bin ich weg.....sowas würde/wird mir nicht passieren! Was ist denn das für ein Leben???! - Diese Person wird nie gehen, glaub es mir.
Das ist schon Geschichte, die Person ist kurz nach dem 18 Geburtstag der Tochter ausgezogen und lebt heute in einer anderen Beziehung! JA, so was gibt es....

Zitat:

...dass der Vater des Kindes sie tatkräftig unterstützt
Wer sagt, das ich sie nicht unterstützen will? Wer sagt, das ich nicht für sie da bin? Bin ich der erste Mann, der sich (VIELLEICHT!!!!!) von seiner Frau trennt, kurz nach dem ein Neugeborenes auf der Welt ist??? Wie man(n) unterstützt und wie beide mit der Situation umgehen, liegt wohl von Fall zu Fall unterschiedlich! Ich habe nie geschrieben, das ich mich "verpissen" will und Frau und Kind im Stich lassen und ihrem Schicksal überlassen will!

Zitat:

...es quatschte ja jeder rein und wussten IMMER alles besser.
Es quatscht niemand rein. Meine Ma hat ihre Bedenken geäußert! Sie hat außerdem unabhängig davon, von 2 weiteren Pärchen gesprochen, die halt ein ungutes Gefühl haben, das wir bis ans Lebensende unseren Weg gemeinsam gehen werden! Mehr nicht! Mir oder meiner Frau hat das bisher noch niemand etwas gesagt! Einzig ihr Bruder hat ihr mal gesagt, dass sie sich mal fragen sollte, warum die "ganzen" Männer abgehauen sind....

@sageslaut2002:

Zitat:

Wovor möchtest du denn weglaufen?
Vl. vor einem Leben, einer Ehe/Beziehung in der ich nicht wirklich glücklich bin?! Vl. vor einem Leben mit einer Frau, die ich nicht wirklich liebe?

@yurikori:

Zitat:

...rede offen mit deiner Frau. Frage sie wie es ihr im Moment mit der Schwangerschaft und der Ehe geht, ob ihr etwas fehlt. Versuche heraus zu fühlen, wie sie sich mit der ganzen Situation fühlt und versuche mit ihr gemeinsam einen Weg, wie ihr euch zusammen glücklich fühlt, denn ich kann mir sehr gut vorstellen, dass es im Moment in deiner Frau genau so rumort, wenn sie nicht mehr so zärtlich ist wie frührer und versuche herauszufinden, warum sie denn so kaltherzig ist zu dir.
Na klar hat sie auch positive Seiten. Das ist aber im Moment nicht zielführend! Es gibt einfach Dinge in unserer Beziehung, bei denen ich mich frage, kann ich damit den Rest meines Lebens verbringen?! Momentan ist sie einfach nur ängstlich ob der Komplikationen. Durch die hormonellen Schwankungen in einer Schwangerschaft, ist sie momentan sehr oft gereizt und schlecht gelaunt. Das akzeptiere ich, ist auch kein Grund meiner aktuellen Zweifel, erleichtert aber das zusammen leben im Moment nicht wirklich! Kaltherzig war sie schon immer, nicht erst jetzt. Das sie so ist, liegt wohl daran, das sie selbst ein Scheidungskind ist und kaum Kontakt zu ihrem Vater hat. Ihre Mutter ist noch kühler und zeigt überhaupt keine Emotionen! Das ist wohl weiter vererbt...

@Hermy

Zitat:

Das Gespräch (mit der FRAU, NICHT mit Mami!!!) suchen? Iwo! Was das kostet, an Zeit und Geduld und Nerven! Nein, ein Versteckspiel mit vielen alsbaldigen außerplanmäßigen Geschäftsterminen, die dann auch noch überraschend etwas länger dauern, ist doch viel harmonischer.
Wenn ich so wäre, wir ihr mich hier alle darstellt, hätte ich wohl schon längst mit der anderen Frau Sex gehabt und wäre schon längst über alle Berge, oder?! NEIN, es hat und wird keine außerplanmäßigen Geschäftsterminen geben, die überraschend länger dauern! Das ist nicht meine Art!

Zitat:

"Mittlerweile und da bin ich mit einigen von euch einer Meinung, glaube ich, das ich beziehungsunfähig bin." Beziehungsunfähigkeit als K.O.-Argument, Glückwunsch!Erstaunlich aber, weil einer der ersten Sätze in Mikes erstem Beitrag "Ich bin ein Typ für lange Beziehungen" lautet.
Damit wollte ich sagen, dass ich eigentlich ein kein sprunghafter Typ bin und bisher immer in langen Beziehungen gesteckt habe. Aber irgendwann, kam immer der Punkt, an dem ich nicht mehr konnte oder wollte. Daher auch der Glaube, das ich evtl. für eine langfristige oder gar ewige Bindung nicht geschaffen bin!

@schau70:

DANKE! Wenigstens eine®, der/die mich halbwegs verstehen kann! Eben, was habe ich bisher gemacht?! NICHTS - ich gehe weiter zum Sport - JA! Ich treffe die andere Frau dort - JA! Wir unterhalten uns - JA! Ich kann momentan nicht mit meiner Frau sprechen, das muss warten, bis nach der Geburt, so ist es nunmal!

...

Wie viele Männer und Frauen betrügen ihre Partner, gaukeln ihnen die ach so große Liebe zuhause vor. Wieviele Männer und Frauen haben nicht den Mumm, einen Schlussstrich zu ziehen , wenn sie sehen, es geht nicht mehr! Schön das die meisten von euch in harmonsichen, super laufenden Beziehungen sind und solche Probleme nicht kennen/haben, oder einfach damit leben, weil man sowas ja nicht macht! Zu beneiden...

Was nützen mir Verantwortung, Moral, Anstand und soziale Anerkennung, wenn ich mit jemandem zusammenlebe, den ich nicht (mehr) aus tiefstem Herzen liebe??!

Hintergehe ich so meinen Partner nicht auch? Und das ein Leben lang? Naja...ich stehe wohl ziemlich alleine da mit dieser Meinung...

Als ich meine Frau kennen gelernt habe, fand ich sie super, sonst wäre ich wohl auch nicht solange mit ihr zusammen! Sie passt zwar vom Typ her so gar nicht in mein Beuteschema, aber das war mir damals egal! Und, ihr könnt mich jetzt beschimpfen, den Kopf schütteln oder sonst was, ich habe nun mal meine Zweifel, ob ich vielleicht doch jemanden suche, der mir optisch und charakterlich zu 100% gefällt. Ob es diese Person gibt und ob ich diese Person finde, das weiß wohl niemand! Und ja, ich hätte all das eher merken müssen. Ich hätte es niemals soweit kommen lassen sollen, aber es ist wie es ist! Es ist zu spät, aber sollten sich meine Zweifel erhärten und ich keinen gemeinsamen Weg mehr sehen, dann werde ich ganz bestimmt nicht mit einem Menschen zusammen leben, nur weil man(n)

Frau und Kind nicht im Stich lässt, oder es gesellschaftlich verwerflich ist! Das ist doch für die gesamte Familie kein Leben!

Mal unabhängig vom Nachwuchs, ist es noch niemand von euch passiert, das es nach 2 o. 3 Jahren auf einmal nicht richtig passt?! Man den Partner zwar gern hat und grundsätzlich miteinander klar kommt, aber eigentlich nicht richtig liebt und auf jemand anderen wartet?! Bin ich da wirklich ein Einzelfall?! Auch wird hier immer vom "Kämpfen" und vom "willst du das alles wegwerfen" gesprochen! Wir sind noch nichtmal 3 Jahre zusammen, haben bis auf die ersten paar Monate unserer Beziehung ein lethargisches, wie Bruder und Schwester Leben geführt, haben uns gedacht, wir müssen mal einen Schritt weiter kommen (Heiraten und Nachwuchs), haben uns warum und wieso blenden lassen und von einer gemeinsamen Zukunft geträumt aber irgendwann und irgendwo ist die Liebe auf der Strecke geblieben.

Ob wir sie jemals zurück bekommen, das weiß ich nicht, das wird sich zeigen. Fakt ist, das der Nachwuchs allein, sowas nicht retten kann. Vielleicht hilft er mir aber, mich selbst wieder zu finden!

NOCHMAL an ALLE:

- Ich habe noch keinen Entschluss gefasst, wie es weitergehen soll! Das kann ich z.Z. gar nicht!

- Ich werde, in 6-8 Wochen das Gespräch mit meiner Frau suchen! Vl. kann ich ihr den Vorschlag unterbreiten, das ich erstmal ein wenig Abstand nehme und ein paar

Wochen zu meinen Eltern ziehe. Sie unterstützen, ihr helfen kann ich auch so jeden Tag nach Feierabend. Nur irgendwie muss ich mal einen klaren Kopf bekommen oder ein bißchen Abstand, um alles auf mich wirken zu lassen!

- Ich werde nichts mit der anderen Frau anfangen, solange ich nicht mir selbst im Reinen bin!

Bin mal gespannt, was ich für Antworten bekomme. Ich hoffe, das wir etwas emotionsloser weiter diskutieren können! Wer mich kennt, weiß, das ich schon genug leide, nachts nicht mehr schlafe und mein schlechtes Gewissen mich tgl. plagt.

Mike

bearbeitet #82
Kann Gingi vollumfänglich zustimmen und Justine in den Punkten 1 und 2. Punkt 3 sehe ich anders: Kinder bekommen schon früh einiges mehr mit, als man denken könnte! Wenn ich versuche, mich in das Kind hineinzuversetzen und mir euer Familienklima vorstelle, so wie es sich möglicherweise weiterentwickelt: Ich glaube, da wäre mir ein Ende mit Schrecken lieber als ein Schrecken ohne Ende. Aber wie gesagt: Mit einer Paartherapie habt ihr eine reelle Chance, dem Lauf der Dinge in die Speichen zu greifen!

Übrigens, auch ich bin von der alten Schule, und auch ich verstehe die Emotionen von Frauen, die sich mit deiner Frau identifizieren. So hat es sicher auch sein Gutes, dass diese Position hier dargestellt und vertreten wird. Allein: Diese Emotionen, bzw. der daraus resultierende Rückgriff auf eine verlorengegangene "heile" Welt, trägt nichts zur Lösung bei, sondern ist selber Teil des Problems. Verbindlichkeit und Reife beschwören: Klar doch, aber die Frage ist: Wie kommen wir zu dieser Reife, wie sieht eine neue Form von Verbindlichkeit aus (und wie lernt man sie), die nicht auf gesellschaftlichen Zwängen beruht, sondern mit der Freiheit und Ehrlichkeit vereinbar ist, auf die (hoffentlich) niemand hier wirklich ernsthaft verzichten möchte.

Müsste "alter Schule sein" nicht auch einschliessen, sich an die alten Zeiten zu erinnern und seither erreichte Errungenschaften (um vorsichtigerweise mal nicht von "Fortschritten" zu reden) zu erkennen und wertzuschätzen? Ich kann's einfach nicht mehr hören, dieses Verherrlichen einer Vergangenheit, die - da könnt ihr ganz sicher sein! - nie mehr zurückkommt! So gesehen ist mir dieser Diskurs eben auch zu billig, zu unverbindlich, weil garantiert folgenlos!

Edit:

Was ihr - wenn überhaupt etwas - mit eueren Angriffen bewirkt, seht ihr im vorhergehenden Post. Mike fühlt sich vom polemischen Ton eurer Äusserungen (zu Recht) verletzt, geht in Verteidigungsposition und findet dafür (nachvollziehbare) Argumente.

@mike:

Danke für die Präzisierungen zu eurer Situation. Sie bestätigen mich in der Meinung, dass im Rahmen einer Therapie grosses Veränderungspotential bestünde. Es würde mich freuen, von dir zu hören, was du zu diesem Vorschlag meinst.

Deine Ausführungen zum "Beuteschema" finde ich interessant, einmal mehr gehst du das Risiko ein, Angriffsfläche offenzulegen. Ja, so eine Art "Beuteschem" habe ich auch. Die prägendsten Erlebnisse von Verliebtsein in meinem Leben waren solche, bei denen eine Frau in bestimmter Weise nicht in dieses Schema passte und ich mich trotzdem in sie verliebte, mitsamt ihrem kleinen "Schönheitsfehler", für den ich sie vielleicht sogar ganz besonders liebte. Das Beuteschema wurde dadurch verändert, erweitert. Beim Entlieben kann man dann diese Ausweitung beibehalten oder sich wieder auf das alte Schema zurückbesinnen >>> Freiheitsgrade, die dir offenstehen (aber keinen moralischen Zwang ertragen)!

#83
Wer sagt, das ich sie nicht unterstützen will? Wer sagt, das ich nicht für sie da bin?
Ich kann das nicht nachvollziehen. Wenn du dich von ihr trennst, denke ich mal, wird das eine räumliche Trennung sein. Mir geht es ja mehr um die Unterstützung, wenn sie mit den Nerven am Ende ist, weil sie die dritte durchwachte Nacht durch hat und dann mal der Papa einspringen kann. Weißt du, ich meine solche alltäglichen Sachen. Das du ma ldas Kind nimmst oder ähnliches, das ist mir schon klar. Ich hoffe, du weißt, worauf ich hinaus will.

NOCHMAL an ALLE:- Ich habe noch keinen Entschluss gefasst, wie es weitergehen soll! Das kann ich z.Z. gar nicht!

- Ich werde, in 6-8 Wochen das Gespräch mit meiner Frau suchen! Vl. kann ich ihr den Vorschlag unterbreiten, das ich erstmal ein wenig Abstand nehme und ein paar

Wochen zu meinen Eltern ziehe. Sie unterstützen, ihr helfen kann ich auch so jeden Tag nach Feierabend. Nur irgendwie muss ich mal einen klaren Kopf bekommen oder ein bißchen Abstand, um alles auf mich wirken zu lassen!

- Ich werde nichts mit der anderen Frau anfangen, solange ich nicht mir selbst im Reinen bin!
Ich hab in meinen Postings immer geschrieben, dass du zu ner Entscheidung kommen sollst. Lieber Mike, die o.g. Zeilen SIND EINE ENTSCHEIDUNG. Vielleicht die erste? Ich weiß es nicht. Aber ein Anfang ist es, wenn du sagst: 6-8 Wochen.

Okay, ich sehe ein, dass deine Frau in einer schwierigen Situation ist.

Im übrigen ziehe ich den Hut vor dir, wenn du hier so einen Seelen-Striptease machst. Selten wird hier so offen geschrieben.

Ich komme trotzdem nicht davon ab, dass ich mir sicher bin, dass ihr zusammenbleibt... ;)

#84
@ Mike:

Ich hatte in meinem ersten Beitrag geschrieben, dass ich wie Du bewußt härter formuliere. In diesem Sinne soll mein offener Sarkasmus nicht als Angriff auf Dich gewertet werden - er soll bewußt überzeichnen. Ich verstehe Dein Verhalten nicht, doch ich glaube Dir, dass Dir die Situation ernsthaft zu schaffen macht. Ich wünsche Dir, dass Du das Richtige tust.

#85
Hallo Leute,

gut, das sich der "Ton" wieder ein wenig beruhigt hat :-))

Eines vielelicht nochmal vorab. Viele von euch schreiben, das ich das alles in der Zeit der Schwangeschaft nicht zu "hoch" bewerten soll. JA, richtig,

tue ich ja auch nicht! Ich versuche stets darauf hinzuweisen, dass diese Probleme lange vor der Schwangeschaft begonnen haben, das die ganzen Gespräche lange vor der Schwangerschaft statt gefunden haben, dass sie sich während der Schwangerschaft nicht sehr verändert hat, bis auf gelegentliche Ups and Downs.

Ich weiß nicht, wie sich sowas genau anfühlt, oder ob es das überhaupt ist, aber ich habe das Gefühl, das ich mich meiner Frau gegenüber entliebt habe. Ich weiß auch nicht, ob die Gefühle jemals so stark ihr gegenüber waren, das ich mich überhaupt entlieben konnte! Ein wesentliches Problem sehe ich momentan darin, dass wir bis auf die ersten paar Monate, keinen Sex (oder halt super selten!) mehr haben und das ich mir daher vorstellen kann, dass durch diesen fehlenden körperlichen Kontakt, einfach das tiefe Zusammengehörigkeitsgefühl nie richtig entstanden ist! Ich meine, ich wüsste nicht, wann ich das letzte mal bei ihrem Anblick gedacht habe: "Waow, die sieht so geil aus, gut das sie deine Frau ist, oder das du sie gleich mit nach Hause nehmen kannst" - ich sollte doch meine Frau begehren können, oder?!

Ich bin schon sehr gespannt, was meine Frau sagen wird, wenn ich sie, irgendwann in den nächsten 6-10 (oder vl. auch 12) Wochen auf uns, auf unsere Beziehung ansprechen werde. Vielleicht sieht sie es genauso, und es ist ihr egal?! Vl. findet sie es normal?!

Um mal mit meinem Seelen-Strip weiter fortzufahren. Ziehe mir momentan im Auto bei jeder Gelegenheit das Lied von Curse feat. Silbermind "Bis zum Schluss" rein. Einerseits zieht es mich weiter runter, andererseits tun mir die Zeilen gut. Wer´s kennt, weiß was ich meine....

Hmmm, Paartherapie?! Bin eigentlich eher skeptisch. Wir sind noch keine 3 Jahre zusammen und wenn der Nachwuchs nicht unterwegs wäre, wäre ich ich Stand heute weg, das ist fakt! Weiß also nicht, ob uns (oder besser gesagt MICH!) das weiterbringt! Wenn wir jetzt seit 10 Jahren verheiratet wären, die Kinder 6, oder 7 oder wie auch immer, dann denke ich, okay, es gibt Höhen und Tiefen, aber in einer Beziehung die noch keine 3 Jahre alt ist und seit 2 Jahren eigentlich nur so dahin dümpelt, glaube ich einfach nicht, das das was bringt...

Das soll jetzt ja auch nicht alles so klingen, als ob ich alles hinschmeißen will, aber momentan sehe ich keine gemeinsame Zukunft, da mir die Basis

fehlt. Ich zweifel ja selbst meine Gedankengänge an. Ich denke momentan immer und immer wieder über diese Punkte nach:

- Wie wird sie eine evtl. Trennung auffassen?

- Wie wird sie mit der Rolle als "Hauptsächlich" alleinerziehenden Mutter klar kommen?

- Wird sie mich hassen und das den Nachwuchs spüren lassen?

- Wie wird sie finanziell nach 3 Jahren klar kommen?! Sollte sie die Scheidung wollen, käme sie finanziell nach 3 Jahren in Nöte, wenn sich nicht arbeiten geht

- Wie sollen wir uns trennen, wenn ich ihr doch gerade im ersten Jahr immens viel helfen muss/müsste?

- Wird sie es zulassen, das ich ihr helfe so oft und so gut es geht?

Aber wenn ich meine Frau wirklich lieben würde und ich das unbedingte Gefühl hätte, du musst das wieder hinbekommen, dann sollten sich doch eher solche Punkte fest setzen:

- Wie können wir es hinbekommen, das wir wieder mehr Sex haben, wieder mehr intime und emotionale Momente zwischen uns schaffen

- Wie bekomme ich es hin, mich wieder gut in Ihrer Gegenwart zu fühlen, mich auf die geimeinsame Zukunft zu freuen (momentan habe ich einfach nur Angst vor weiteren Zukunftsplänen!)

- Wieso habe ich mich so sehr in eine andere Frau verlieben können, was stimmt in unserer Beziehung nicht?

@Justine:

Ich gebe dir teilweise recht, und genau da, liegen momentan auch einige meiner Ängste begraben! Als wir uns, vor gut einem dreiviertel Jahr dazu

gemeinsam entschlossen haben, eine Famile zu gründen, war die "Welt" ja auch augenscheinlich und gefühlt in Ordnung. Ich ertappe mich immer mehr, das meine größte Sorge ist, wie meine Frau das Ganze psychisch und auch finanziell überstehen soll! Ich weiß, das es einen richtigen Zeitpunkt

für eine Trennung nicht gibt, aber ich weiß auch, das die nächsten Monate eine verdammt ungüstige Zeit ist! Und dennoch, sollten das keine Gründe

sein, aus Mitleid oder ähnlichem, mit jemandem zusammen zu bleiben. Aber nun zu dem, was ich dir eigentlich schreiben wollte:

Habe irgendwo mal gelesen, das jemand schrieb: Erst nach einer Trennung (mit Kind(ern)) zeigt sich der wahre Charakter der beiden Partner, ob man sich wirklich liebt (oder geliebt hat!) und respektiert! Natürlich wäre meine Frau die Verlassene, die Gekränkte und sie hätte ein Recht darauf, wütend auf mich zu sein -JA! Und trotzdem bin ich mir sicher, wenn es beide wollen, und beide eingesehen haben, das es keine gemeinsame Zukunft gibt, kann man sich arrangieren und der Mann der verlassenen Frau eine Hilfe sein. Natürlich ist das nicht einfach, aber ich denke, es ist umsetzbar! Ich habe nicht vor meine Frau im Stich zu lassen, nur weiß ich nicht, ob ich diese "heile" Welt noch 1-2 Jahre weiter spielen kann! Wenn es nur um die

Unterstützung geht, dann würde ich ja sogar sagen, wir bleiben erstmal zusammen wohnen, schauen, wie sich alles entwickelt. Aber es ist natürlich

auch die Frage, ob sie da mitspielen würde und, ich denke, dass es dann irgendwann auch zu Streitereien kommt, da die Basis für ein Zusammenleben eigentlich nicht mehr gegeben ist....aber, das sind z. Z. alles Spekulationen....

Und noch was: Ich bin nicht deiner Meinung, das ICH nicht im Vordergrund stehe. Es ist mein Leben, das oberste Ziel eines Jeden sollte es sein,

sein Glück zu suchen und zu finden - ich will mich nicht davonstehlen, die Verantworung nicht tragen, das ist nicht das Thema, aber es bringt

niemandem etwas, mit jemandem zusammen zu sein, der es nicht ehrlich meint und der eigentlich nicht glücklich ist!

Verantwortung und Moral hin oder her, aber das kann nicht der Sinn einer Ehe/Beziehung sein, egal ob Kinder im Spiel sind oder nicht!

@Tylli:

Ja, wie wir eine evtl. Trennung durchziehen würden, das weiß ich jetzt auch noch nicht. Einerseits bedarf es dann klarer Regeln, um wirklich Abstand nehmen zu können, andererseits muss auch sie mal nachts durch schlafen, sich mal richtig erholen können?! Auch das ist etwas, was mir tgl. den Kopf zermartert. Wie man sowas am Besten durchzieht, keine Ahnung....mal davon ausgehend, das ich normalerweise gegen fünf nach Hause komme, könnte ich mich ums Kind kümmern, so oder so! Und die "Nachtschicht", tja, da habe ich auch noch keine Antwort drauf....

Und noch was: DANKE für dein "Hut ab" - ich versuche halt alles so gut und detailgetreu zu beschreiben um euch mein momentanes Seelenleben mitteilen zu können. Nur so denke ich, kann mir wirklich geholfen werden! Also, DANKE dir... :-)

@Gingi:

Danke für deinen Beitrag, aber da sind Punkte bei, die mich nicht weiter bringen. Das die Schmetterlinge bei jeder Beziehnug irgendwann schwinden ist klar, und das die Schwangerschaft eine besondere (Ausnahme)Zeit ist, ist auch klar. Das sind aber nicht die Probleme! Einer der Hauptpunkte ist doch:

Warum konnte ich mich überhaupt verlieben? UNd wenn die andere Frau nicht mehr ist, wann/dann kommt die nächste? Klar kann ich mich immer davor verschliessen und es als Verliebtheit abwiegeln, die vorbei geht - ABER wo soll das hinführen?

@Nuthello:

Meine Frau ist bisher die Einzige, die nicht in mein "Beuteschema" paßt. Klar, jede Frau hat eine andere Figur, einen anderen Charakter! Aber beides

paßt nun mal nicht zu meinem "Idealbild" - auch hier lasse ich mir gerne vorwerfen: "das hast du dir so ausgesucht! oder das wußtest du vorher"!

Ich gebe ja auch zu Fehler gemacht zu haben. Meine Frau hat bisher, in den knapp 30 Wochen der Schwangerschaft übrigens erst 4 KG zugenommen. Und ich meine auch bei all meinen Ausführungen immer die Zeit vor der Schwangerschaft. Der Auslöser und die ganzen Zweifel, fallen nun mal dummerweise in die Schwangerschaftszeit! Zur Hochzeit und Schwangeschaft: Naja, wie wir da "reingeraten" sind, wissen wir wahrscheinlich beide nicht so wirklich! Ich meine, JA, wir haben den

Wunsch gehabt, eine Familie zu gründen. Die Hochzeit war eigentlich "Formsache", um das ganze abzurunden! Andersherum, was hätte ich sagen sollen?

"Du Schatz, du bist zwar schwanger und wir hatten vor zu heiraten, aber irgendwie ist mir gerade nicht danach?!" - wie schon geschrieben, es gab und gibt Komplikationen in der Schwangerschaft, jeglicher weiterer Stress kann dem Kind schaden und eine Frühgeburt verursachen!!! Von daher war die SItuation sehr ungünstig für solche Gespräche...Auch wenn wir erst wenige Monate verheiratet sind, außer der Außenwirkung, dass ich mir nach so kurzer Zeit nicht mehr sicher bin, spielt das keine Rolle, Unterhaltszahlungen würden so oder so anfallen!

Das ist ja mittlerweile gesetzlich geregelt! Wie schon eingangs geschrieben, bin schon sehr gespannt, wie meine Frau diese ganzen Sachen sieht. Da

sie ja, wie bereits mehrfach ausgeführt sehr kaltherzig und sehr emotionlos ist, kann ich es schlecht einschätzen, ob ich wirklich ihr Traumprinz bin,

oder eher nur ein gewohnter, angenehmer, ihr rückhaltbietender Partner bin, mit dem sie unbeschwert die Zukunft durchleben kann....

Stelle nochmal die aus meiner Sicht aktuellen Fakten dar:

- wie kann ich mir und auch meiner Frau ehrlich und treu gegenüber sein, wenn ich mich in eine andere Frau verliebt habe?

- selbst wenn ich die andere Frau nicht mehr treffe, es ausblende, wann kommt die nächste? Und warum habe ich mich fremd verliebt?

- wenn ich (von mir aus auch geblendet!) meine Frau nicht mehr begehre, sie nicht mehr attraktiv finde, mit ihren Fehlern (die jede/jeder hat!) nicht

mehr leben kann, wie soll es dann ein Leben lang funktionieren?

- was ist, wenn ich der Chance, auf einen Neuanfang (was auch immer dabei raus kommt!) verpasst zu haben, ein Leben lang nachtrauer?

- kann mich mein ABSOLUT SCHLECHTES GEWISSEN wirklich daran hindern, meine Frau zu verlassen, wenn dies, der einzige Grund ist?

- wenn es keine Nachwuchs gäbe, würde ich sofort einen Schlussstrich ziehen, das macht mir Angst, weil es meiner Meinung nach, ein Spiegelbild

meines Herzens ist, in dem, das Feuer erloschen ist und eine neue Flamme entzündet wurde!

Ich lebe z. Z. in zwei Welten - ich fühle mich mies, mein schlechtes Gewissen plagt mich, ich weiß nicht, wie es weitergehen soll...aber das wisst ihr ja....nun ja...bin froh, wenn ich meine Gedanken aufschreiben kann, das ist jedesmal ein wenig erleichternd....

Mike

#86
Lieber Mike,

mich würde es interessieren, wie es dir gerade geht und ob du noch mit dir kämpfst oder eine Entscheidung gefällt hast?

Liebe Grüße Gingi

#87
Lieber Mike

Ich sehe du ringst mit dir selber und des ist das, was dich so runterzieht. Ich möchte nicht in deiner Haut stecken aber auch nicht in der von deiner Frau. Sie hat ihr Leben, macht sich ihre Gedanken über ihre Zukunft wie es weiter geht und du machst dasselebe.

Ihr plant die Zukunft die euch beide betrifft, ohne einander mit einzubeziehen. Ich gebe da deiner Frau genau so die Schuld wie dir. Ganz egal wie du dich entscheidest, fang an mit deiner Frau zu reden. Vielleicht ist sie ja genau so unglücklich in eurer Beziehung. Vielleicht möchte sie etwas ändern... Ich weiss das nicht und du warscheinlich auch nicht. Du sollst dich nicht entscheiden was du gerne machen willst, sondern dies nach und nach erarbeiten. Vielleicht geht es ihr wie dir. Sie hat dich vielleicht geheiratet, weil du gerade da warst, erwartet ein Kind von dir weil sie eins haben wollte. Du gehts einfach davon aus, dass sie dich liebt, weisst du das denn?? für mich hört sich das ganze von beiden Seiten nicht mehr nach Liebe an... aber das kannst du nur herausfinden, wenn du mir ihr sprichst

Wenn ihr nicht miteinander redet, wird eure Beziehung so oder so auseinander brechen, ob du das jetzt willst oder nicht. Deshalb meine Bitte an dich: Rede mit ihr. Denn wenn sie nicht einmal davon weisst, dass du dir mehr Zärtlichkeiten wünschst, wie kann sie dir diese dann geben, wenn es für sie im Moment so stimmt?

Ausserdem gibt dir das jetzt miteinander reden Übung für das vielleicht einmal kommende Schlussmach-Gespräch...

dann habe ich noch was entdeckt :

- Wie können wir es hinbekommen, das wir wieder mehr Sex haben, wieder mehr intime und emotionale Momente zwischen uns schaffen
Du setzt Sex voraus, damit du wieder emotionel etwas für sie fühlst. Ich persönlich finde, dass es anders rum gehen sollte. Man hat Sex weil man etwas füreinander empfindet.

Liebe Grüsse

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