Wie "Kollegialität" retten und Gefühle umschiffen?
65 Antworten4'710 AufrufeGestartet von Katharina66 ·
Katharina66Themenstart
Hallo - vor langer Zeit habe ich hier viel Hilfe gefunden - deshalb melde ich mich aktuell zu einem - im Vergleich zu den meistens hier vertretenen- kleinen Problem. Ich habe mich nach 7 Jahren aus einer Verbindung befreit, die sehr intensiv und gut war, mich gleichzeitig aber auch kaputt gemacht hat, da zwar alles lief wie bei einer Beziehung, vor den meisten Freunden ich aber "versteckt" wurde. Der Mann, den ich geliebt habe, wollte nicht erwachsen werden, Verantwortung tragen und als "gesettled" gelten. Er hat mich offenkundig nie betrogen, aber er brauchte das Gefühl, "frei" zu sein mit mir als Basis. Solche Geschichten gibt es hier viele, aber ich breche den Rekord der Dauer offenbar. Egal. Seit über einem Jahr bin ich da raus, seit zwei Jahren nicht mehr intim mit ihm. Man macht halt Fortschritte, jenseits der seelischen Schmerzgrenze.
- Das, was ich "loswerden" muss, ist folgendes: Während ich noch mit ihm war, bekam ich einen neuen job. Ja, ein Kollege spielt jetzt hier eine Rolle. Nein, das Loslösen vom Ex fand völlig unbeeinflusst davon statt. Ich wollte immer einen männlichen Freund. Freund=Seelenfreund. Freund=Kumpel. Hat nie geklappt. In drei von vier Fällen hat sich derjenige in mich verguckt. In einem Fall bekam ich es nicht gelevelt. Dieser Kollege jetzt ist verheiratet. Ich bin früher massiv betrogen worden. Ich weiß, wie es ist, unglücklich zu lieben. Weiß aber auch, wie es ist, betrogen zu werden. Daher kommt es ABSOLUT NICHT für mich in Frage, Gefühlen für einen gebundenen Mann nachzugeben, wie auch immer. Bin eh groß im Leiden, da leide ich wirklich lieber. Nie soll eine Frau wg. mir das erleiden, was ich erlitten habe - lange vor meinem Ex.
Dieser Mann nun ist in meinem Alter, mit einer älteren Frau verheiratet. Kinder ausgeschlossen (aufgrund des Alters, auch der Werdegänge). Sehr charmanter, aufmerksamer, fürsorglicher Mann. Ich, seelisch verwundet, sicherlich anfällig für sowas (alle Kraft für meine Trennung und mein Hartbleiben ggü. Ex!), habe lange nicht gemerkt, dass ich offenbar besonders "umsorgt" werde. Irgendwann doch geschnallt. Registriert, dass er nicht nur geschlechtsloser lieber Kollege, sondern Mann. Z. Teil eindeutige sex. Schwingungen/Blicke gefühlt, denen er nie nachgeben würde. Gut. So sollten alle Männer sein. Austausch gewachsen. Vertrauen riesengroß. Immerzu hat er geholfen, sprang bei, war bemüht. Immer war auch klar, was auch immer ich bei ihm ungewollt auslöse, er weiß, wo er hingehört. An dem Tag, an dem er es nicht mehr wüsste, wäre er bei mir "unten durch". Er gibt mir den Glauben an die treuen Männer wieder. Immer, wenn Austausch zu innig und Flachserei zu "flirtig", wird er kalt. Dann bleibe ich weg. Bis es wieder weitergeht. Kenne das von anderen Männern, die das für Ihr Ego brauchten. Bin nicht mehr naiv. Will aber auch nicht Egopinsel sein. Schätze immens seine Ruhe. Seinen Rat. Sein immer offenes Ohr. Seine offensichtliche Zuneigung. Möchte dieses "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe...-Ding" aber verhindern. Möchte Aussprache. Möchte klar sagen, dass ich seine Liebe völlig respektiere. Dass ich niemals in eine Beziehung pfuschen möchte. Dass er mir aber unvergleichlich viel gibt. Dass ich das nicht verlieren möchte. Komme bei diesen Gedanken an bei: "Er ist mir schon viel zu wichtig. Würde ein jobwechsel anstehen und er Single sein, wer weiß?" Kriege davor Angst. Müsste also klare Aussprache zur Rettung unserer "Freundschaft" mit Lüge führen. Denn natürlich ist er mir längst zu wichtig. Aber ich will wirklich nichts zerstören. -- Gar nicht reden? So weitermachen? - Dann gibt es weiter so viel Ungeklärtes, soviel Vor und Zurück. Andererseits: Kein Mann würde in so einer Situation die Wahrheit sagen, es sei denn, die Wahrheit beschränkt sich auf Kümmerer-Instinkt und/oder Ego-Schaukelei. So fühlt es sich aber ganz und gar nicht an. Was würdet Ihr tun? (Habe im Telegrammstil geschrieben, da es sonst viel zu ausschweifend wäre. Beantworte gern Fragen.)
- Das, was ich "loswerden" muss, ist folgendes: Während ich noch mit ihm war, bekam ich einen neuen job. Ja, ein Kollege spielt jetzt hier eine Rolle. Nein, das Loslösen vom Ex fand völlig unbeeinflusst davon statt. Ich wollte immer einen männlichen Freund. Freund=Seelenfreund. Freund=Kumpel. Hat nie geklappt. In drei von vier Fällen hat sich derjenige in mich verguckt. In einem Fall bekam ich es nicht gelevelt. Dieser Kollege jetzt ist verheiratet. Ich bin früher massiv betrogen worden. Ich weiß, wie es ist, unglücklich zu lieben. Weiß aber auch, wie es ist, betrogen zu werden. Daher kommt es ABSOLUT NICHT für mich in Frage, Gefühlen für einen gebundenen Mann nachzugeben, wie auch immer. Bin eh groß im Leiden, da leide ich wirklich lieber. Nie soll eine Frau wg. mir das erleiden, was ich erlitten habe - lange vor meinem Ex.
Dieser Mann nun ist in meinem Alter, mit einer älteren Frau verheiratet. Kinder ausgeschlossen (aufgrund des Alters, auch der Werdegänge). Sehr charmanter, aufmerksamer, fürsorglicher Mann. Ich, seelisch verwundet, sicherlich anfällig für sowas (alle Kraft für meine Trennung und mein Hartbleiben ggü. Ex!), habe lange nicht gemerkt, dass ich offenbar besonders "umsorgt" werde. Irgendwann doch geschnallt. Registriert, dass er nicht nur geschlechtsloser lieber Kollege, sondern Mann. Z. Teil eindeutige sex. Schwingungen/Blicke gefühlt, denen er nie nachgeben würde. Gut. So sollten alle Männer sein. Austausch gewachsen. Vertrauen riesengroß. Immerzu hat er geholfen, sprang bei, war bemüht. Immer war auch klar, was auch immer ich bei ihm ungewollt auslöse, er weiß, wo er hingehört. An dem Tag, an dem er es nicht mehr wüsste, wäre er bei mir "unten durch". Er gibt mir den Glauben an die treuen Männer wieder. Immer, wenn Austausch zu innig und Flachserei zu "flirtig", wird er kalt. Dann bleibe ich weg. Bis es wieder weitergeht. Kenne das von anderen Männern, die das für Ihr Ego brauchten. Bin nicht mehr naiv. Will aber auch nicht Egopinsel sein. Schätze immens seine Ruhe. Seinen Rat. Sein immer offenes Ohr. Seine offensichtliche Zuneigung. Möchte dieses "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe...-Ding" aber verhindern. Möchte Aussprache. Möchte klar sagen, dass ich seine Liebe völlig respektiere. Dass ich niemals in eine Beziehung pfuschen möchte. Dass er mir aber unvergleichlich viel gibt. Dass ich das nicht verlieren möchte. Komme bei diesen Gedanken an bei: "Er ist mir schon viel zu wichtig. Würde ein jobwechsel anstehen und er Single sein, wer weiß?" Kriege davor Angst. Müsste also klare Aussprache zur Rettung unserer "Freundschaft" mit Lüge führen. Denn natürlich ist er mir längst zu wichtig. Aber ich will wirklich nichts zerstören. -- Gar nicht reden? So weitermachen? - Dann gibt es weiter so viel Ungeklärtes, soviel Vor und Zurück. Andererseits: Kein Mann würde in so einer Situation die Wahrheit sagen, es sei denn, die Wahrheit beschränkt sich auf Kümmerer-Instinkt und/oder Ego-Schaukelei. So fühlt es sich aber ganz und gar nicht an. Was würdet Ihr tun? (Habe im Telegrammstil geschrieben, da es sonst viel zu ausschweifend wäre. Beantworte gern Fragen.)
hey!
Autsch, da hast du aber schon einige Schicksalschläge erleiden müssen:(
Aber deine Fragen beziehen sich ja auf die neuesten Entwicklungen.
Ist natürlich schon ne komische Situation. Du hast seelisch sehr gelitten und geniesst deshalb auch deine neue Bekanntschaft. Dennoch bist du bemüht nicht zu viele Gefühle zu entwickeln, da du seine Ehe im Zweifelsfall nicht zerstören willst.
Auch er bemüht sich eine gewissen Distanz beizubehalten. Er scheint tatsächlich ein sehr treuer Mensch zu sein, der an seiner Ehe hängt. (spontan gesagt:D)
Deine Frage ist nun, wie das weitergehen soll. Da du dir diese Frage ja stellst, hast du wohl gemerkt, dass da mehr sein könnte? Von dir aus oder auch von ihm?
Es passiert sehr oft, dass man in Freundschaften Gefühle entwickelt, die besser unentdeckt geblieben wären.
Ich finde, eine Aussprache wäre das Richtige. So wie ich dich und ihn auf den ersten Blick (also die Art, wie du schreibst, wie du ihn beschreibst) einschätze, dürfte dieses Gespräch sehr ehrlich und aufrichtig ablaufen.
So weitermachen würde ich nicht, denn es liegt etwas bei euch in der Luft und dies gilt es zu klären, bevor es doch noch zu Schwierigkeiten kommt. Wenn ihr euch ausgetauscht habt und wisst woran ihr gegenseitig seid, dann müsst ihr überlegen, wies weitergeht.
Stellt sich heraus, dass einer von euch zu viele Gefühle entwickelt, wäre es wohl besser etwas Abstand zu suchen. Was für dich nicht leicht wird, da du so einen Menschen in der derzeitigen Situation benötigst, aber du willst auch seine Ehe nicht gefährden.
Es hängt viel davon ab, was in dem Gespräch ans Licht kommt und ich hoffe, dass ihr eure Freundschaft beibehalten könnt;)
Lg.
Autsch, da hast du aber schon einige Schicksalschläge erleiden müssen:(
Aber deine Fragen beziehen sich ja auf die neuesten Entwicklungen.
Ist natürlich schon ne komische Situation. Du hast seelisch sehr gelitten und geniesst deshalb auch deine neue Bekanntschaft. Dennoch bist du bemüht nicht zu viele Gefühle zu entwickeln, da du seine Ehe im Zweifelsfall nicht zerstören willst.
Auch er bemüht sich eine gewissen Distanz beizubehalten. Er scheint tatsächlich ein sehr treuer Mensch zu sein, der an seiner Ehe hängt. (spontan gesagt:D)
Deine Frage ist nun, wie das weitergehen soll. Da du dir diese Frage ja stellst, hast du wohl gemerkt, dass da mehr sein könnte? Von dir aus oder auch von ihm?
Es passiert sehr oft, dass man in Freundschaften Gefühle entwickelt, die besser unentdeckt geblieben wären.
Ich finde, eine Aussprache wäre das Richtige. So wie ich dich und ihn auf den ersten Blick (also die Art, wie du schreibst, wie du ihn beschreibst) einschätze, dürfte dieses Gespräch sehr ehrlich und aufrichtig ablaufen.
So weitermachen würde ich nicht, denn es liegt etwas bei euch in der Luft und dies gilt es zu klären, bevor es doch noch zu Schwierigkeiten kommt. Wenn ihr euch ausgetauscht habt und wisst woran ihr gegenseitig seid, dann müsst ihr überlegen, wies weitergeht.
Stellt sich heraus, dass einer von euch zu viele Gefühle entwickelt, wäre es wohl besser etwas Abstand zu suchen. Was für dich nicht leicht wird, da du so einen Menschen in der derzeitigen Situation benötigst, aber du willst auch seine Ehe nicht gefährden.
Es hängt viel davon ab, was in dem Gespräch ans Licht kommt und ich hoffe, dass ihr eure Freundschaft beibehalten könnt;)
Lg.
bearbeitet #3
Lieber Life means love,
herzlichen Dank für Deine Antwort und Deine lieben, verständnisvollen Zeilen! Ja, ich habe sehr spät gemerkt, dass sein Interesse, sein Kümmern, seine freundschaftliche Art bei mir schon ein "besonderes Umsorgen" war. Später dann kamen die sex. Schwingungen/Blicke dazu. Rückblickend denke ich, dass ich ihm viel eher als Frau auffiel und gefiel, als ich ihn als Mann wahrgenommen habe. Bin da eher unschuldig reingestolpert. War halt auch noch gebunden bzw. dann mit der Loslösung beschäftigt, da ist meine Wahrnehmung diesbezüglich manchmal etwas schwerfällig.
Wie gesagt, ist meine Position ebenso klar wie seine wohl auch. Wir scheinen beide sehr treue Menschen zu sein.
Das schlimme ist, dass gerade das ihn nicht unanziehender macht. Dass aber mehr Gefühle seinerseits ihn vom "Sockel des treuen Mannes" sofort herunterholen würden ;-) .
Seit ich ihn auch "mit anderen Augen" sehe, hat sich natürlich manchmal der Ton verändert. Harmlose Flachsereien von uns beiden werden manchmal sehr frech - oder die Grenze zum Flirt wird tangiert. Seitdem wird er aber auch regelmäßig kühl, wenn wir - wie gesagt - sehr intensive Gespräche hatten oder die Blicke ein wenig zu innig (innige Blicke gehen übrigens immer von ihm aus, manchmal kann ich dann nicht anders, als mich kurz darauf einzulassen). Worauf (auf seine Kühle) ich dann sofort mit Rückzug reagiere. Bis er dann wieder Nähe sucht, meist recht schnell.
Das ist halt auch eine Frage: Sowas kenne ich von anderen Männern als Ego-Spiel, und ich will nicht sein Egopinsel sein. Andererseits passt das nicht zu seinem sonstigen Verhalten.
Und das ist halt meine Sorge im Hinblick auf eine Aussprache:
Ich habe das Gefühl, dass er nicht ehrlich wäre. Es sei denn, es ist ein reines "Kümmerer-Gen" bei ihm oder er braucht das für sein Ego. Dann würde er das als Freundschaft plus ein wenig Ablenkung bei der Arbeit höflich umschreiben, vermute ich.
Ist ihm aber bewusst, dass wir uns da allmählich immer tiefer in einer merkwürdigen Grauzone aufhalten, dann schätze ich (nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Männern), dass er (vor allem MIR gegenüber) nicht dazu stehen würde.
Und ich könnte das verstehen. Denn eigentlich ist auch ohne Aussprache klar: dann wäre Distanz das einzig wahre Mittel. Denn für mich kommt es wie gesagt nicht in Frage, zu riskieren, dass irgendetwas zu weit geht. Und er ist einfach wirklich ein liebender, treuer Mann, denke ich. Der Prinzipien hat. Was ihn nicht hindert, Gefühle zu entwickeln und die bisweilen zu zeigen. Aber ich glaube, er hält das nur aus, solange es nicht "real" im Sinne von "bewusst" und "ausgesprochen" ist.
Meist meine ich sehr deutlich zu spüren, dass seine Gefühle über Kollegialität hinausgehen. Und das wohl schon seit zwei Jahren.
Gleichzeitig merke ich an meiner Angst vor den Folgen einer Aussprache, dass er mir längst viel zu wichtig geworden ist und ich unsere Nähe nicht verlieren will. Wenn ich es mir erlauben würde, müsste ich wohl zugeben, dass ich, obwohl anfangs nichtsahnend, nichts merkend, ihn als Mann völlig übersehend und nur an "Kameradschaft" interessiert, mittlerweile sehr durch ihn "bewegt" werde. Er tut mir zu gut. Und schon lange habe ich mich bei einem Mann nicht mehr so aufgehoben gefühlt. Und verstanden. Aber auch gefordert. Lange nicht mehr solches Vertrauen gehabt, obwohl man doch vieles noch nicht voneinander weiß.
Wahrscheinlich müsste man mir jetzt raten, dann eben von selbst auf Distanz zu gehen. Aber das fühlt sich völlig falsch an.
Ich weiß, im Vergleich zu anderen Schicksalen (oder zu meinen früheren Sorgen) ist das ein wahres Luxusproblem. Aber bisweilen bin ich wirklich sehr ratlos. Und traurig.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Dir nach diesen Details noch etwas hierzu einfällt! Und auch andere dürfen natürlich gern Ihre Meinung posten - Denkanstöße sind immer gut, wenn sie auch manchmal wehtun.
Viele Grüße und vielen Dank!
Katharina66
herzlichen Dank für Deine Antwort und Deine lieben, verständnisvollen Zeilen! Ja, ich habe sehr spät gemerkt, dass sein Interesse, sein Kümmern, seine freundschaftliche Art bei mir schon ein "besonderes Umsorgen" war. Später dann kamen die sex. Schwingungen/Blicke dazu. Rückblickend denke ich, dass ich ihm viel eher als Frau auffiel und gefiel, als ich ihn als Mann wahrgenommen habe. Bin da eher unschuldig reingestolpert. War halt auch noch gebunden bzw. dann mit der Loslösung beschäftigt, da ist meine Wahrnehmung diesbezüglich manchmal etwas schwerfällig.
Wie gesagt, ist meine Position ebenso klar wie seine wohl auch. Wir scheinen beide sehr treue Menschen zu sein.
Das schlimme ist, dass gerade das ihn nicht unanziehender macht. Dass aber mehr Gefühle seinerseits ihn vom "Sockel des treuen Mannes" sofort herunterholen würden ;-) .
Seit ich ihn auch "mit anderen Augen" sehe, hat sich natürlich manchmal der Ton verändert. Harmlose Flachsereien von uns beiden werden manchmal sehr frech - oder die Grenze zum Flirt wird tangiert. Seitdem wird er aber auch regelmäßig kühl, wenn wir - wie gesagt - sehr intensive Gespräche hatten oder die Blicke ein wenig zu innig (innige Blicke gehen übrigens immer von ihm aus, manchmal kann ich dann nicht anders, als mich kurz darauf einzulassen). Worauf (auf seine Kühle) ich dann sofort mit Rückzug reagiere. Bis er dann wieder Nähe sucht, meist recht schnell.
Das ist halt auch eine Frage: Sowas kenne ich von anderen Männern als Ego-Spiel, und ich will nicht sein Egopinsel sein. Andererseits passt das nicht zu seinem sonstigen Verhalten.
Und das ist halt meine Sorge im Hinblick auf eine Aussprache:
Ich habe das Gefühl, dass er nicht ehrlich wäre. Es sei denn, es ist ein reines "Kümmerer-Gen" bei ihm oder er braucht das für sein Ego. Dann würde er das als Freundschaft plus ein wenig Ablenkung bei der Arbeit höflich umschreiben, vermute ich.
Ist ihm aber bewusst, dass wir uns da allmählich immer tiefer in einer merkwürdigen Grauzone aufhalten, dann schätze ich (nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Männern), dass er (vor allem MIR gegenüber) nicht dazu stehen würde.
Und ich könnte das verstehen. Denn eigentlich ist auch ohne Aussprache klar: dann wäre Distanz das einzig wahre Mittel. Denn für mich kommt es wie gesagt nicht in Frage, zu riskieren, dass irgendetwas zu weit geht. Und er ist einfach wirklich ein liebender, treuer Mann, denke ich. Der Prinzipien hat. Was ihn nicht hindert, Gefühle zu entwickeln und die bisweilen zu zeigen. Aber ich glaube, er hält das nur aus, solange es nicht "real" im Sinne von "bewusst" und "ausgesprochen" ist.
Meist meine ich sehr deutlich zu spüren, dass seine Gefühle über Kollegialität hinausgehen. Und das wohl schon seit zwei Jahren.
Gleichzeitig merke ich an meiner Angst vor den Folgen einer Aussprache, dass er mir längst viel zu wichtig geworden ist und ich unsere Nähe nicht verlieren will. Wenn ich es mir erlauben würde, müsste ich wohl zugeben, dass ich, obwohl anfangs nichtsahnend, nichts merkend, ihn als Mann völlig übersehend und nur an "Kameradschaft" interessiert, mittlerweile sehr durch ihn "bewegt" werde. Er tut mir zu gut. Und schon lange habe ich mich bei einem Mann nicht mehr so aufgehoben gefühlt. Und verstanden. Aber auch gefordert. Lange nicht mehr solches Vertrauen gehabt, obwohl man doch vieles noch nicht voneinander weiß.
Wahrscheinlich müsste man mir jetzt raten, dann eben von selbst auf Distanz zu gehen. Aber das fühlt sich völlig falsch an.
Ich weiß, im Vergleich zu anderen Schicksalen (oder zu meinen früheren Sorgen) ist das ein wahres Luxusproblem. Aber bisweilen bin ich wirklich sehr ratlos. Und traurig.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Dir nach diesen Details noch etwas hierzu einfällt! Und auch andere dürfen natürlich gern Ihre Meinung posten - Denkanstöße sind immer gut, wenn sie auch manchmal wehtun.
Viele Grüße und vielen Dank!
Katharina66
hey!
Du glaubst also, dass er schon früher, als du selber noch gebunden warst mehr Interesse an dir hatte, als zunächst angenommen? Oder anders gefragt, es herrschte schon immer eine gewisse Spannung zwischen euch, die du nun erst richtig wahrnimmst?
Hast du ihn früher nur als "Kollege" betrachtet, so siehst du ihn jetzt als richtigen "Freund" an, dem du vertraust und bei du dich geborgen fühlst. Das ist noch nichts schlimmes, ist eben "Freundschaft".
Aber dazu kommen eben die angesprochenen sex. Schwingungen.
In deinem ersten Post hast du geschrieben, du wünschst dir einen männlichen Freund mit dem du nicht mehr als eine tiefe Freundschaft teilst. Ist halt nicht einfach so jemanden zu finden und sich nicht irgendwann zu vergucken.
Was ist denn dein Ziel? Du möchtest weiterhin eine Freundschaft mit ihm, ohne, dass für einen von euch mehr wird. Ich kann nur als Außenstehender beurteilen und bin immer noch für eine Aussprache.
Aber bevor wir zu seinen Gefühlen kommen. Wie sieht es denn konkret bei dir aus? Du nimmst ihn nun als Mann wahr, d.h. (so würde ich es interpretieren) du fragst dich, ob er dich sexuel anspricht. Aufgrund deiner Posts denke ich mal, er scheint dir zu gefallen, oder?
Wenn dem so ist, musst du dich fragen, wie stark deine Gefühle mittlerweile für ihn sind.
Du hast oben geschrieben, du würdest den Gefühlen in diesem Fall nie nachgeben und lieber leiden. Ist es denn schon soweit, dass du leidest? Das du dir seine Nähe mehr wünschst, als es vorher der Fall gewesen ist?
Dies gilt es zu konkretisieren. Man liest zwar heraus, dass du dir Gedanken machst (Klar, sonst würdest du hier kein Thema eröffnen:D), aber mich würde interessieren, wie fortgeschritten es wirklich bei dir ist.
Entwickelst du schon starke Zuneigung brauch es auch keine Aussprache mehr. Dann musst du dafür sorgen, dass in Zukunft eine gewissen Distanz aufgebaut wird. Er wird es dann schon merken. Lieber den Kontakt etwas dezimieren und auf ein ungefährliches Level bringen, als schon vorhandene Gefühle unbewusst zu verstärken.
Bist du dir stattdessen bewusst, dass dir im Moment und in Zukunft eine tiefe Freundschaft reicht und du nicht mehr entwickelst, dann liegt es zwar an ihm, aber du kannst ihm ja nachhelfen.
Er wird kühl und weicht aus, sobald es ihm zu intensiv ist und nach ner Weile gehts aber wieder von vorne los. Ich glaube nicht, dass dies ein Egotrip ist. Ich schätze eher, dass er noch stärker als du befürchtet eine zu tiefe Bindung aufzubauen. In den Momenten wos brenzlig wird, zieht er sich zurück, was ja nicht unbedingt falsch ist. Die Tatsache, dass dies nie von Dauer ist zeigt, dass du ihm zumindestens als Freundin viel bedeutest.
Auch zeigt es, dass er seine Ehe ernst nimmt und sie nicht gefährden will und wenn es nur Flirts am Arbeitsplatz sind.
Andererseits muss man in Betracht ziehen, dass er sich nur immer wieder zurückzieht, weil er sich schon zu stark von dir angezogen fühlt und wegen plötzlichen Gewissensbissen wieder kühl wird.
Deswegen glaube ich nicht, dass es nur ein Ego-Spiel ist. Es passt einfach nicht, wie du selbst sagst.
Deiner Meinung nach würde er bei einer Aussprache, ausweichend reagieren. Woran begründest du das? Auf deine bisherigen Erfahrungen!
Spontan würde ich ihn aber so nicht einschätzen, aber genau wissen kann man es nicht. Dies würde eben nur ein Gespräch zeigen. Er kann nicht leugnen, dass er nix für dich empfindet. Irgendwas ist da auf jeden Fall. Wenn er wirklich so ein treuer, ehrlicher Mann ist wird er es nicht verheimlichen.(hoffe ich zumindestens;))
So jetzt zu deinen letzten Zeilen. Zum Teil überschneidet sich da einiges von dem, was ich schon oben geschrieben habe;)
Du glaubst zwar zu merken, dass er etwas für dich empfindet, aber 100% wissen wies genau aussieht kannst du noch nicht.(obwohl es schon offensichtlich ist)
Eure Gefühlwelt muss noch geklärt werden. Ihr müsst beide wissen, was ihr für den anderen empfindet. Denn es könnten ja wirklich nur starke freundschaftliche Gefühle sein. Das muss ergründet werden. Du kannst es bei dir selber herausfinden aber wies bei ihm aussieht?
Da glaube ich wäre der Versuch einer Aussprache noch immer richtig.
Übrigens sind deine Sorgen nicht weniger wichtig, als die anderen hier;)
Lg.
Du glaubst also, dass er schon früher, als du selber noch gebunden warst mehr Interesse an dir hatte, als zunächst angenommen? Oder anders gefragt, es herrschte schon immer eine gewisse Spannung zwischen euch, die du nun erst richtig wahrnimmst?
Hast du ihn früher nur als "Kollege" betrachtet, so siehst du ihn jetzt als richtigen "Freund" an, dem du vertraust und bei du dich geborgen fühlst. Das ist noch nichts schlimmes, ist eben "Freundschaft".
Aber dazu kommen eben die angesprochenen sex. Schwingungen.
In deinem ersten Post hast du geschrieben, du wünschst dir einen männlichen Freund mit dem du nicht mehr als eine tiefe Freundschaft teilst. Ist halt nicht einfach so jemanden zu finden und sich nicht irgendwann zu vergucken.
Was ist denn dein Ziel? Du möchtest weiterhin eine Freundschaft mit ihm, ohne, dass für einen von euch mehr wird. Ich kann nur als Außenstehender beurteilen und bin immer noch für eine Aussprache.
Aber bevor wir zu seinen Gefühlen kommen. Wie sieht es denn konkret bei dir aus? Du nimmst ihn nun als Mann wahr, d.h. (so würde ich es interpretieren) du fragst dich, ob er dich sexuel anspricht. Aufgrund deiner Posts denke ich mal, er scheint dir zu gefallen, oder?
Wenn dem so ist, musst du dich fragen, wie stark deine Gefühle mittlerweile für ihn sind.
Du hast oben geschrieben, du würdest den Gefühlen in diesem Fall nie nachgeben und lieber leiden. Ist es denn schon soweit, dass du leidest? Das du dir seine Nähe mehr wünschst, als es vorher der Fall gewesen ist?
Dies gilt es zu konkretisieren. Man liest zwar heraus, dass du dir Gedanken machst (Klar, sonst würdest du hier kein Thema eröffnen:D), aber mich würde interessieren, wie fortgeschritten es wirklich bei dir ist.
Entwickelst du schon starke Zuneigung brauch es auch keine Aussprache mehr. Dann musst du dafür sorgen, dass in Zukunft eine gewissen Distanz aufgebaut wird. Er wird es dann schon merken. Lieber den Kontakt etwas dezimieren und auf ein ungefährliches Level bringen, als schon vorhandene Gefühle unbewusst zu verstärken.
Bist du dir stattdessen bewusst, dass dir im Moment und in Zukunft eine tiefe Freundschaft reicht und du nicht mehr entwickelst, dann liegt es zwar an ihm, aber du kannst ihm ja nachhelfen.
Er wird kühl und weicht aus, sobald es ihm zu intensiv ist und nach ner Weile gehts aber wieder von vorne los. Ich glaube nicht, dass dies ein Egotrip ist. Ich schätze eher, dass er noch stärker als du befürchtet eine zu tiefe Bindung aufzubauen. In den Momenten wos brenzlig wird, zieht er sich zurück, was ja nicht unbedingt falsch ist. Die Tatsache, dass dies nie von Dauer ist zeigt, dass du ihm zumindestens als Freundin viel bedeutest.
Auch zeigt es, dass er seine Ehe ernst nimmt und sie nicht gefährden will und wenn es nur Flirts am Arbeitsplatz sind.
Andererseits muss man in Betracht ziehen, dass er sich nur immer wieder zurückzieht, weil er sich schon zu stark von dir angezogen fühlt und wegen plötzlichen Gewissensbissen wieder kühl wird.
Deswegen glaube ich nicht, dass es nur ein Ego-Spiel ist. Es passt einfach nicht, wie du selbst sagst.
Deiner Meinung nach würde er bei einer Aussprache, ausweichend reagieren. Woran begründest du das? Auf deine bisherigen Erfahrungen!
Spontan würde ich ihn aber so nicht einschätzen, aber genau wissen kann man es nicht. Dies würde eben nur ein Gespräch zeigen. Er kann nicht leugnen, dass er nix für dich empfindet. Irgendwas ist da auf jeden Fall. Wenn er wirklich so ein treuer, ehrlicher Mann ist wird er es nicht verheimlichen.(hoffe ich zumindestens;))
Denn eigentlich ist auch ohne Aussprache klar: dann wäre Distanz das einzig wahre Mittel. Denn für mich kommt es wie gesagt nicht in Frage, zu riskieren, dass irgendetwas zu weit gehtDeswegen geh zuerst von deinem Standpunkt aus und frage dich, wie stark du tatsächlich für ihn fühlst.
Aber ich glaube, er hält das nur aus, solange es nicht "real" im Sinne von "bewusst" und "ausgesprochen" ist.Eventuell versucht er es zu verdrängen, damit es nicht real wird. Aber seine Verdrängung zeigt ja dann, dass die Gefühle schon vorhanden sind (verwirrend?() Abe rihm tut das auch nicht gut, wenn er sie einfach versucht abzuschieben.
So jetzt zu deinen letzten Zeilen. Zum Teil überschneidet sich da einiges von dem, was ich schon oben geschrieben habe;)
Du glaubst zwar zu merken, dass er etwas für dich empfindet, aber 100% wissen wies genau aussieht kannst du noch nicht.(obwohl es schon offensichtlich ist)
Gleichzeitig merke ich an meiner Angst vor den Folgen einer Aussprache, dass er mir längst viel zu wichtig geworden ist und ich unsere Nähe nicht verlieren will. Wenn ich es mir erlauben würde, müsste ich wohl zugeben, dass ich, obwohl anfangs nichtsahnend, nichts merkend, ihn als Mann völlig übersehend und nur an "Kameradschaft" interessiert, mittlerweile sehr durch ihn "bewegt" werde. Er tut mir zu gut. Und schon lange habe ich mich bei einem Mann nicht mehr so aufgehoben gefühlt. Und verstanden. Aber auch gefordert. Lange nicht mehr solches Vertrauen gehabt, obwohl man doch vieles noch nicht voneinander weiß.Wahrscheinlich müsste man mir jetzt raten, dann eben von selbst auf Distanz zu gehen. Aber das fühlt sich völlig falsch an.Natürlich hast du Angst ihn zu verlieren und sei es nur seine Freundschaft. Das du dich bei ihm geborgen fühlst und er dir gut tut ist nix falsches . Es kommt dir vielleicht manchmal falsch vor, aber ihr habt noch nix verbotenes getan und ihr habt es auch nicht vor. Ich rate dir nicht direkt auf Distanz zu gehen, finde auch es wäre verkehrt.
Eure Gefühlwelt muss noch geklärt werden. Ihr müsst beide wissen, was ihr für den anderen empfindet. Denn es könnten ja wirklich nur starke freundschaftliche Gefühle sein. Das muss ergründet werden. Du kannst es bei dir selber herausfinden aber wies bei ihm aussieht?
Da glaube ich wäre der Versuch einer Aussprache noch immer richtig.
Übrigens sind deine Sorgen nicht weniger wichtig, als die anderen hier;)
Lg.
Vielen Dank nochmal für Deine Antwort! Bin noch "at work", kann daher nur kurz antworten, werde aber später ausführlich schreiben. Nur kurz zum Punkt mit "seinem evt. Verdrängen": Momentan fühlt es sich tatsächlich so an, dass er momentweise Angst hat, dass er oder ich zuviel empfinden könnten und deshalb nach best. Situationen kurz "zurückrudert". Daher befürchte ich eben, dass er, auch, um eventuelle Gefühle von mir zu vermeiden/drosseln, nie zugeben würde, wenn da bei ihm mehr ist.
Dann aber würde die Aussprache auch nicht viel bringen. Man macht ja quasi eine "Büchse der Pandora" auf, wenn man zugibt, dass da etwas ist, was nicht sein soll. Und ich glaube, wir würden in solch einem Fall beide versuchen, den jeweils anderen und sich selbst vor einer Komplikation der Sache zu schützen, indem man nicht zwingend ehrlich wäre. -- Zu meinen Gefühlen muss ich ausführlicher "in mir wühlen" und dann schreiben, das tu ich gleich. Vielen Dank, es tut gut, die Dinge mit Dir zu "besprechen"... K66
Dann aber würde die Aussprache auch nicht viel bringen. Man macht ja quasi eine "Büchse der Pandora" auf, wenn man zugibt, dass da etwas ist, was nicht sein soll. Und ich glaube, wir würden in solch einem Fall beide versuchen, den jeweils anderen und sich selbst vor einer Komplikation der Sache zu schützen, indem man nicht zwingend ehrlich wäre. -- Zu meinen Gefühlen muss ich ausführlicher "in mir wühlen" und dann schreiben, das tu ich gleich. Vielen Dank, es tut gut, die Dinge mit Dir zu "besprechen"... K66
bearbeitet #6
Hallo Life means love!
Ich werde versuchen, auf Deine Denkanstöße ehrlich zu antworten... Dein posting hilft mir, meine Gedanken (und Gefühle?) zu strukturieren. ;-)
Zu den ersten beiden Fragen: Ja, rückblickend wurde mir klar, dass die Nähe zw. uns zuerst allein aufgrund seines Engagements entstanden ist. Anfangs ging jeder Kontakt, jedes Gespräch von ihm aus... Das ging ziemlich lange so. Irgendwann merkte ich dann, dass da viele Parallelen sind und wir uns wirklich gut verstehen. Und dass ich ihn mag. Nach einiger Zeit dann habe ich die ersten "anderen" Blicke von ihm aufgefangen, dann angefangen, eine gewisse Spannung (von ihm ausgehend) wahrzunehmen (aber meist kurz, fast wie ein Versehen, denn wir verhalten uns absolut korrekt)... und im Zuge dessen habe ich später dann plötzlich registriert, dass er nicht nur der liebe Kollege ist, sondern eben durchaus ein Mann. Ich weiß noch, dass ich verblüfft war, ihn auf einmal so anders zu sehen, da er mir rein äußerlich nicht unbedingt aufgefallen wäre (meine Partner waren bisher meist nicht im klassischen Sinn attraktiv, aber eben ganz anders). Außerdem war es ungewohnt, da ich ihn ja bis dahin wie alle Kollegen als quasi geschlechtsneutrales Wesen betrachtet habe. Ja, und dann gab es eben Momente, in denen manchmal zw. uns eine fast greifbare Spannung da war - nicht zwingend sexuell - einmal z.B. standen wir mit vielen anderen Kollegen zusammen, sie unterhielten sich, wir hörten zu. Und da war sowas in der Luft, als würden wir uns über den Abstand von 2 m berühren - und als wäre es das normalste von der Welt, wenn ich mich einfach an ihn angelehnt und er mich umarmt hätte. Wir haben einen langen Blick ausgetauscht (der mir ein komisches Gefühl im Magen bescherte) - und sind dann relativ schnell beide wieder an unsere Arbeit gegangen. --
Zu dem Zeitpunkt habe ich mir aber immer noch wenig Gedanken um uns gemacht, hatte zu dem Zeitpunkt dann auch schon mit der Loslösung von meinem Ex zu kämpfen, sodass mich das emotional völlig beschäftigt hat. Und wie gesagt: Ich kann mich nicht auf 2 Männer konzentrieren. Wenn ich für den einen noch viel empfinde, nimmt mich das in Anspruch. Ist ja viell. auch gut so :-)
Meine Ziele, meine Gefühle... oje. Mein erstes Ziel ist natürlich, diese Freundschaft zu erhalten. Ohne das kann ich mir momentan mein Leben (auch mein Arbeiten!) kaum vorstellen. Aber ist das nicht schon zu heftig? Sind nicht auch meine Aussagen darüber, wie wichtig er mir ist, wenn man sie mit Abstand liest, beinahe eine Liebeserklärung?
Vielleicht habe ich Angst davor, da tiefer zu graben, obwohl es längst klar ist? Denn wie gesagt, das hieße, ihn verlieren. Oder diese "Aussprache" mit einer Lüge zu machen, ihm versichern, dass ich nicht in seine Beziehung dringen würde, dass ich ihm von Herzen seine Liebe gönne (Wahrheit), aber gleichzeitig Stein und Bein schwören, dass ich heute und in Zukunft nicht mehr als Freundschaft will? (nicht ganz wahr, fürchte ich).
Ich traue mir das durchaus zu - Verzicht und Leid bin ich gewohnt. Aber das "in Zukunft" könnte ich so definitiv nicht behaupten... Denn (und ich hoffe, dass ich es nicht bereuen muss, so ehrlich zu sein) wenn die Situation eine andere wäre, wäre ich durchaus sehr daran interessiert, dass wir uns noch näher kennenlernen und ausloten, was geht und was nicht.
Da die Situation aber ist, wie sie ist, möchte ich nicht, dass es zu körperlicher Nähe kommt (außer sowas wie den zwei Umarmungen, die er sich "geholt" hat bei einer offiziellen "Gelegenheit").
Leide ich schon? In gewisser Weise weiss ich halt nicht, was ich tun soll... ob nicht tatsächlich zumindest klargestellt werden muss, dass er seine Kälte sein lassen kann, da ich ihm garantieren kann und möchte, dass ich ihm nicht zu nahe komme. Und ich denke, er kann das auch garantieren.
Das wäre mir schon wichtig. Ich bin kein männermordender Vamp, noch eine Frau, die ihre Gefühle so über die anderer stellen kann. Auf dem Leid anderer Glück aufbauen (und das wäre der Versuch körperlicher Nähe zw. uns in meinen Augen), kann nie gut sein und kommt für mich nicht infrage. Außerdem lebte ich bisher eisern nach dem Prinzip: "nicht im Job":-).
Aber gerade Prinzipienreiter wie ich müssen wohl solche Erfahrungen machen.
Also: leiden würde ich das noch nicht nennen - aber bestimmte Aspekte sind beunruhigend und unangenehm - und, ja: ich habe mich schon zweimal bei klassischen Sehnsuchtsgefühlen ertappt, Momente, in denen ich ihn gern i.d.Nähe gehabt bzw. ihm etwas gezeigt hätte.
Sei bitte nicht zu hart mit mir! Ich hätte das selbst sehr gern anders..
Was meintest Du denn aber damit, dass ich nicht 100 %-tig wissen kann, was er für mich empfindet, obwohl es schon offensichtlich ist?
Vielen lieben Dank an Dich für Deine Geduld!
Viele Grüße
Katha
P.S.: Mit ein wenig Abstand gelesen, stelle ich fest, dass ich Dir wieder sehr verkopft geantwortet habe. Aus moralischen, ethischen und persönlichen Gründen will ich nicht, dass etwas passiert. Aber Du fragtest ja eigentlich danach, "wie weit" ich tatsächlich bin in diesem "Gedöns"...
was also mein Bauch, mein Herz, mein Körper sagen. Ich habe Angst davor, das überhaupt zu hinterfragen. Ich fürchte, wären wir beide nicht so prinzipientreu (und wäre er nicht so gefestigt), ...
Ich kann mir nicht vorstellen, was dann wäre. Aber einem gewissen Magnetismus, der, so fürchte ich, zumindest manchmal da ist, stehen wir beide halt ziemlich energisch entgegen.
Übrigens rückt der in weite Ferne, wenn wir "Problemgespräche" führen und ich mir quasi Lebenshilfe/Ratschläge für meine Baustellen hole. Weswegen in manchen Zeiten fast jedes Gespräch ein solches ist. Wobei ich aber auch wirklich seinen Rat dann brauche. Aber der Nebeneffekt ist immer sehr beruhigend.
Ich bin gespannt, was Du mir jetzt sagen möchtest..wenn Du was sagen möchtest. Was mich freuen würde!
Danke!
Einen schönen Resttag!
K.
Ich werde versuchen, auf Deine Denkanstöße ehrlich zu antworten... Dein posting hilft mir, meine Gedanken (und Gefühle?) zu strukturieren. ;-)
Zu den ersten beiden Fragen: Ja, rückblickend wurde mir klar, dass die Nähe zw. uns zuerst allein aufgrund seines Engagements entstanden ist. Anfangs ging jeder Kontakt, jedes Gespräch von ihm aus... Das ging ziemlich lange so. Irgendwann merkte ich dann, dass da viele Parallelen sind und wir uns wirklich gut verstehen. Und dass ich ihn mag. Nach einiger Zeit dann habe ich die ersten "anderen" Blicke von ihm aufgefangen, dann angefangen, eine gewisse Spannung (von ihm ausgehend) wahrzunehmen (aber meist kurz, fast wie ein Versehen, denn wir verhalten uns absolut korrekt)... und im Zuge dessen habe ich später dann plötzlich registriert, dass er nicht nur der liebe Kollege ist, sondern eben durchaus ein Mann. Ich weiß noch, dass ich verblüfft war, ihn auf einmal so anders zu sehen, da er mir rein äußerlich nicht unbedingt aufgefallen wäre (meine Partner waren bisher meist nicht im klassischen Sinn attraktiv, aber eben ganz anders). Außerdem war es ungewohnt, da ich ihn ja bis dahin wie alle Kollegen als quasi geschlechtsneutrales Wesen betrachtet habe. Ja, und dann gab es eben Momente, in denen manchmal zw. uns eine fast greifbare Spannung da war - nicht zwingend sexuell - einmal z.B. standen wir mit vielen anderen Kollegen zusammen, sie unterhielten sich, wir hörten zu. Und da war sowas in der Luft, als würden wir uns über den Abstand von 2 m berühren - und als wäre es das normalste von der Welt, wenn ich mich einfach an ihn angelehnt und er mich umarmt hätte. Wir haben einen langen Blick ausgetauscht (der mir ein komisches Gefühl im Magen bescherte) - und sind dann relativ schnell beide wieder an unsere Arbeit gegangen. --
Zu dem Zeitpunkt habe ich mir aber immer noch wenig Gedanken um uns gemacht, hatte zu dem Zeitpunkt dann auch schon mit der Loslösung von meinem Ex zu kämpfen, sodass mich das emotional völlig beschäftigt hat. Und wie gesagt: Ich kann mich nicht auf 2 Männer konzentrieren. Wenn ich für den einen noch viel empfinde, nimmt mich das in Anspruch. Ist ja viell. auch gut so :-)
Meine Ziele, meine Gefühle... oje. Mein erstes Ziel ist natürlich, diese Freundschaft zu erhalten. Ohne das kann ich mir momentan mein Leben (auch mein Arbeiten!) kaum vorstellen. Aber ist das nicht schon zu heftig? Sind nicht auch meine Aussagen darüber, wie wichtig er mir ist, wenn man sie mit Abstand liest, beinahe eine Liebeserklärung?
Vielleicht habe ich Angst davor, da tiefer zu graben, obwohl es längst klar ist? Denn wie gesagt, das hieße, ihn verlieren. Oder diese "Aussprache" mit einer Lüge zu machen, ihm versichern, dass ich nicht in seine Beziehung dringen würde, dass ich ihm von Herzen seine Liebe gönne (Wahrheit), aber gleichzeitig Stein und Bein schwören, dass ich heute und in Zukunft nicht mehr als Freundschaft will? (nicht ganz wahr, fürchte ich).
Ich traue mir das durchaus zu - Verzicht und Leid bin ich gewohnt. Aber das "in Zukunft" könnte ich so definitiv nicht behaupten... Denn (und ich hoffe, dass ich es nicht bereuen muss, so ehrlich zu sein) wenn die Situation eine andere wäre, wäre ich durchaus sehr daran interessiert, dass wir uns noch näher kennenlernen und ausloten, was geht und was nicht.
Da die Situation aber ist, wie sie ist, möchte ich nicht, dass es zu körperlicher Nähe kommt (außer sowas wie den zwei Umarmungen, die er sich "geholt" hat bei einer offiziellen "Gelegenheit").
Leide ich schon? In gewisser Weise weiss ich halt nicht, was ich tun soll... ob nicht tatsächlich zumindest klargestellt werden muss, dass er seine Kälte sein lassen kann, da ich ihm garantieren kann und möchte, dass ich ihm nicht zu nahe komme. Und ich denke, er kann das auch garantieren.
Das wäre mir schon wichtig. Ich bin kein männermordender Vamp, noch eine Frau, die ihre Gefühle so über die anderer stellen kann. Auf dem Leid anderer Glück aufbauen (und das wäre der Versuch körperlicher Nähe zw. uns in meinen Augen), kann nie gut sein und kommt für mich nicht infrage. Außerdem lebte ich bisher eisern nach dem Prinzip: "nicht im Job":-).
Aber gerade Prinzipienreiter wie ich müssen wohl solche Erfahrungen machen.
Also: leiden würde ich das noch nicht nennen - aber bestimmte Aspekte sind beunruhigend und unangenehm - und, ja: ich habe mich schon zweimal bei klassischen Sehnsuchtsgefühlen ertappt, Momente, in denen ich ihn gern i.d.Nähe gehabt bzw. ihm etwas gezeigt hätte.
Sei bitte nicht zu hart mit mir! Ich hätte das selbst sehr gern anders..
Was meintest Du denn aber damit, dass ich nicht 100 %-tig wissen kann, was er für mich empfindet, obwohl es schon offensichtlich ist?
Vielen lieben Dank an Dich für Deine Geduld!
Viele Grüße
Katha
P.S.: Mit ein wenig Abstand gelesen, stelle ich fest, dass ich Dir wieder sehr verkopft geantwortet habe. Aus moralischen, ethischen und persönlichen Gründen will ich nicht, dass etwas passiert. Aber Du fragtest ja eigentlich danach, "wie weit" ich tatsächlich bin in diesem "Gedöns"...
was also mein Bauch, mein Herz, mein Körper sagen. Ich habe Angst davor, das überhaupt zu hinterfragen. Ich fürchte, wären wir beide nicht so prinzipientreu (und wäre er nicht so gefestigt), ...
Ich kann mir nicht vorstellen, was dann wäre. Aber einem gewissen Magnetismus, der, so fürchte ich, zumindest manchmal da ist, stehen wir beide halt ziemlich energisch entgegen.
Übrigens rückt der in weite Ferne, wenn wir "Problemgespräche" führen und ich mir quasi Lebenshilfe/Ratschläge für meine Baustellen hole. Weswegen in manchen Zeiten fast jedes Gespräch ein solches ist. Wobei ich aber auch wirklich seinen Rat dann brauche. Aber der Nebeneffekt ist immer sehr beruhigend.
Ich bin gespannt, was Du mir jetzt sagen möchtest..wenn Du was sagen möchtest. Was mich freuen würde!
Danke!
Einen schönen Resttag!
K.
hey!
sry, kann oft nur so bis 16 Uhr online sein, abends hab ich meist Training :P
Nein ich versuch lieber genau auf das einzugehen, was du hier berichtest und ich werd mein Bestes geben, dir da zu helfen
Am Anfang wollte er wahrscheinlich nur eine Freundschaft aufbauen. Ihr wart beide vergeben, er konnte sich also relativ sicher sein, dass es mehr nicht wird. Nachdem du nun ungebunden bist bemerkt er natürlich, dass nun auch Signale aus deiner Richtung kommen. Du vermutest, er sieht dich schon länger als "Frau" an und nicht nur als Kollegin, was aber auch nur auf Vermutungen beruht. Du dagegen weisst von dir selber, dass er schon längst mehr als nur ein Kollege geworden ist. Und seit du ihn als Mann betrachtest blüht eure Freundschaft auf. Da ist es auch normal, dass du seine Nähe suchst und ihm viele Dinge anvertrauen kannst. Das muss nicht gleich in Richtung verliebt sein gehen!
Vielleicht ist die Situation auch einfach ungewohnt.
Warst du denn schon mit vielen Männern in so einem Stadium? Du weisst aus Erfahrung, dass aus so einer Freundschaft oft ungewollt mehr wird, aber du fühlst dich ja von ihm angezogen, was auch umgekehrt der Fall ist. Ich drücke das grade sehr kompliziert aus?( .
Mich interessiert ob du schonmal so eine Verbundenheit zu einem Mann gespürt hast, ohne das stärkere Gefühle im Spiel waren. Wenn nicht, wenn du also bisher mit Männern nur Freundschaften hattest in denen immer ein Beteiligter schnell mehr wollte, dann ist diese Situation hier was neues.
Vorausgesetzt ihr seid euch beide noch nicht ganz sicher.
Booooaaaahh, hab mir grade die letzten Zeilen noch mal durchgelesen, das liest sich nicht schön, aber ich wusste nicht, wie ichs formulieren sollte:p
Du warst verblüfft ihn mit anderen Augen zu sehen. Du hast ihn besser kennen gelernt bzw. hast ihn seit deiner Trennung näher an dich heran gelassen. Plötzlich stellst du fest, dass er dir gefällt. Und damit mein ich nicht äußerlich. Z.B weil er eine so treue Seele hat, wie du geschrieben hast, macht ihn das für dich nur anziehender . Da kommt dann schon mal eine heiße Spannung auf bzw. eine , die unangenehm sein kann.
Aber auch da weiss ich nicht, in welche Richtung es genau geht.
Bei mir z.b ist es im Moment so, dass mich ziemlich dolle in ein Mädchen verliebt habe und auch weiterhin an ihr dran bin. Nebenbei habe ich aber auch starke Gefühle für meine "beste" Freundin, diese Gefühle sind aber komplett anders zu definieren.
Bei beiden verspüre ich ein gewisses Gribbeln, wenn ich sie sehe. Während mein Puls aber in der Nähe meines Schwarms auf 180 geht und ich kaum Worte rausbekomme, so bin ich in der Nähe meiner besten Freundin ganz locker und quassel oft mehr als sie selbst. Dazu muss man sagen, sie ist vergeben an einen meiner besten Freunde, aber ok ich will jetzt nicht tief ins Detail gehen. Der Punkt ist, dass ich meine starken Gefühle nur auf freundschaftlicher Basis existeren. Trotzdem gibt es auch hier Momente in denen mir Gedanken in den Kopf schiessen, die ich sofort verwerfe. Ich muss aber zugeben, wenn meine "beste" Freundin Single wäre und ich nicht schon Hals über Kopf in jemand anderes verliebt wäre, dann könnte ich von meiner Seite aus nix garantieren, dass nicht doch mehr im Spiel ist.
Ich bin schon sehr lange mit ihr befreundet und diese Freundschaft bedeutet mir wirklich sehr viel. Ich würde mich hassen, sollte ich plötzlich Gefühle für sie entwickeln, die über die Freundschaft hinausgingen, denn das würde nicht gut gehen. Bevor das eintritt, werde ich auch auf Distanz gehen.
Bei dir ist es nun so, "er" ist vergeben, aber du bist frei und hast noch niemanden kennen gelernt mit dem du eventuell zusammen sein willst.
Deswegen erschreckt es dich eben, wenn du bei euch diese Spannung fühlst.
Wenn ich sie zwischen mir und meiner guten Freundin vernehme, weiss ich, dass es nix zu bedeuten hat, denn wir beide haben uns anderweitig orientiert.
Ok ist eine ziemlich gewagte These;)
Das sind alles Denkanstöße, die mir so einfallen. Also nicht böse sein, wenn ich mal total daneben liege:P
Ich habe neben meiner besten Freundin auch einen besten Freund, beide sind mir so verdammt wichtig, dass ich mir den Verlust dieser Bindung lieber nicht vorstellen möchte.
Aber ausschließen, dass du dich schon in ihn verguckt hast, kann ich natürlich nicht
Entweder ist die Sachlage klar und du hast dich in ihn verliebt, willst es aber noch nicht zugeben oder du hast dich nicht verliebt und überlegst, was es stattdessen ist?
So tut mir leid, ich muss an diser Stelle abbrechen. Hatte heute den ganz Tag zu tun und muss gleich los, werde es heute nicht mehr schaffen, aber ich hoffe, dass ich morgen noch etwas Zeit habe, das kann ich immer schlecht einschätzen. Ich wäre gerne noch auf einige Aspekte eingegangen, vor allem was du noch so geschrieben hast, aber das hole ich nach, nur wann genau weiss ich nicht..
Bis dahin noch einen schönen Tag:D
Lg.
sry, kann oft nur so bis 16 Uhr online sein, abends hab ich meist Training :P
Sei bitte nicht zu hart mit mir! Ich hätte das selbst sehr gern anders..Auch wenn ich mich selbst noch nicht unbedingt in so einer Situation befand, versteh ich deine Gefühlslage und ich finde, dass du das Ganze sehr rational und ehrlich angehst. Ich werde mir also bestimmt nicht die Hand vors Gesicht schlagen und angesichts des komplizierten Sachverhalts aufgeben;)
Nein ich versuch lieber genau auf das einzugehen, was du hier berichtest und ich werd mein Bestes geben, dir da zu helfen
Was meintest Du denn aber damit, dass ich nicht 100 %-tig wissen kann, was er für mich empfindet, obwohl es schon offensichtlich ist?Selbst als Außenstehender ist es offensichtlich, dass er Gefühle für dich entwickelt hat, die wohl schon länger anhalten als die deine. Aber auch bei ihm wissen wir nicht genau, wie intensiv sie geworden sind. Wir können es nur vermuten.
Am Anfang wollte er wahrscheinlich nur eine Freundschaft aufbauen. Ihr wart beide vergeben, er konnte sich also relativ sicher sein, dass es mehr nicht wird. Nachdem du nun ungebunden bist bemerkt er natürlich, dass nun auch Signale aus deiner Richtung kommen. Du vermutest, er sieht dich schon länger als "Frau" an und nicht nur als Kollegin, was aber auch nur auf Vermutungen beruht. Du dagegen weisst von dir selber, dass er schon längst mehr als nur ein Kollege geworden ist. Und seit du ihn als Mann betrachtest blüht eure Freundschaft auf. Da ist es auch normal, dass du seine Nähe suchst und ihm viele Dinge anvertrauen kannst. Das muss nicht gleich in Richtung verliebt sein gehen!
Vielleicht ist die Situation auch einfach ungewohnt.
Warst du denn schon mit vielen Männern in so einem Stadium? Du weisst aus Erfahrung, dass aus so einer Freundschaft oft ungewollt mehr wird, aber du fühlst dich ja von ihm angezogen, was auch umgekehrt der Fall ist. Ich drücke das grade sehr kompliziert aus?( .
Mich interessiert ob du schonmal so eine Verbundenheit zu einem Mann gespürt hast, ohne das stärkere Gefühle im Spiel waren. Wenn nicht, wenn du also bisher mit Männern nur Freundschaften hattest in denen immer ein Beteiligter schnell mehr wollte, dann ist diese Situation hier was neues.
Vorausgesetzt ihr seid euch beide noch nicht ganz sicher.
Booooaaaahh, hab mir grade die letzten Zeilen noch mal durchgelesen, das liest sich nicht schön, aber ich wusste nicht, wie ichs formulieren sollte:p
Du warst verblüfft ihn mit anderen Augen zu sehen. Du hast ihn besser kennen gelernt bzw. hast ihn seit deiner Trennung näher an dich heran gelassen. Plötzlich stellst du fest, dass er dir gefällt. Und damit mein ich nicht äußerlich. Z.B weil er eine so treue Seele hat, wie du geschrieben hast, macht ihn das für dich nur anziehender . Da kommt dann schon mal eine heiße Spannung auf bzw. eine , die unangenehm sein kann.
Aber auch da weiss ich nicht, in welche Richtung es genau geht.
Bei mir z.b ist es im Moment so, dass mich ziemlich dolle in ein Mädchen verliebt habe und auch weiterhin an ihr dran bin. Nebenbei habe ich aber auch starke Gefühle für meine "beste" Freundin, diese Gefühle sind aber komplett anders zu definieren.
Bei beiden verspüre ich ein gewisses Gribbeln, wenn ich sie sehe. Während mein Puls aber in der Nähe meines Schwarms auf 180 geht und ich kaum Worte rausbekomme, so bin ich in der Nähe meiner besten Freundin ganz locker und quassel oft mehr als sie selbst. Dazu muss man sagen, sie ist vergeben an einen meiner besten Freunde, aber ok ich will jetzt nicht tief ins Detail gehen. Der Punkt ist, dass ich meine starken Gefühle nur auf freundschaftlicher Basis existeren. Trotzdem gibt es auch hier Momente in denen mir Gedanken in den Kopf schiessen, die ich sofort verwerfe. Ich muss aber zugeben, wenn meine "beste" Freundin Single wäre und ich nicht schon Hals über Kopf in jemand anderes verliebt wäre, dann könnte ich von meiner Seite aus nix garantieren, dass nicht doch mehr im Spiel ist.
Ich bin schon sehr lange mit ihr befreundet und diese Freundschaft bedeutet mir wirklich sehr viel. Ich würde mich hassen, sollte ich plötzlich Gefühle für sie entwickeln, die über die Freundschaft hinausgingen, denn das würde nicht gut gehen. Bevor das eintritt, werde ich auch auf Distanz gehen.
Bei dir ist es nun so, "er" ist vergeben, aber du bist frei und hast noch niemanden kennen gelernt mit dem du eventuell zusammen sein willst.
Deswegen erschreckt es dich eben, wenn du bei euch diese Spannung fühlst.
Wenn ich sie zwischen mir und meiner guten Freundin vernehme, weiss ich, dass es nix zu bedeuten hat, denn wir beide haben uns anderweitig orientiert.
Ok ist eine ziemlich gewagte These;)
Zu dem Zeitpunkt habe ich mir aber immer noch wenig Gedanken um uns gemacht, hatte zu dem Zeitpunkt dann auch schon mit der Loslösung von meinem Ex zu kämpfenDas meinte ich zum Teil. Am Anfang hattest du andere Probleme, du hattest gar keine Zeit dich zu hinterfragen, ob da mehr sein könnte. Nun sind die (zum Glück) gelöst und du hast dich noch nicht nach jemanden umgeguckt.----> dein Kollege ist im Moment diese Bezugsperson in deinem Leben, wärst du schon wieder verliebt, sehe das vielleicht anders aus.
Ich kann mich nicht auf 2 Männer konzentrieren. Wenn ich für den einen noch viel empfinde, nimmt mich das in Anspruch. Ist ja viell. auch gut so :-)Eben So wollte ich das auch auf meine Person fixieren:cool:.
Das sind alles Denkanstöße, die mir so einfallen. Also nicht böse sein, wenn ich mal total daneben liege:P
Meine Ziele, meine Gefühle... oje. Mein erstes Ziel ist natürlich, diese Freundschaft zu erhalten. Ohne das kann ich mir momentan mein Leben (auch mein Arbeiten!) kaum vorstellen. Aber ist das nicht schon zu heftig? Sind nicht auch meine Aussagen darüber, wie wichtig er mir ist, wenn man sie mit Abstand liest, beinahe eine Liebeserklärung?Ich finde das keineswegs zu heftig, in erster Linie möchtest du ihn als Freund nicht verlieren, denn mehr war ja da noch nicht.
Ich habe neben meiner besten Freundin auch einen besten Freund, beide sind mir so verdammt wichtig, dass ich mir den Verlust dieser Bindung lieber nicht vorstellen möchte.
Aber ausschließen, dass du dich schon in ihn verguckt hast, kann ich natürlich nicht
Vielleicht habe ich Angst davor, da tiefer zu graben, obwohl es längst klar ist? Denn wie gesagt, das hieße, ihn verlieren. Oder diese "Aussprache" mit einer Lüge zu machen, ihm versichern, dass ich nicht in seine Beziehung dringen würde, dass ich ihm von Herzen seine Liebe gönne (Wahrheit), aber gleichzeitig Stein und Bein schwören, dass ich heute und in Zukunft nicht mehr als Freundschaft will? (nicht ganz wahr, fürchte ich).Das sind die Knackpunkte. Ist es dir denn schon längst klar? Hättest du sonst so viele Zweifel?
Entweder ist die Sachlage klar und du hast dich in ihn verliebt, willst es aber noch nicht zugeben oder du hast dich nicht verliebt und überlegst, was es stattdessen ist?
So tut mir leid, ich muss an diser Stelle abbrechen. Hatte heute den ganz Tag zu tun und muss gleich los, werde es heute nicht mehr schaffen, aber ich hoffe, dass ich morgen noch etwas Zeit habe, das kann ich immer schlecht einschätzen. Ich wäre gerne noch auf einige Aspekte eingegangen, vor allem was du noch so geschrieben hast, aber das hole ich nach, nur wann genau weiss ich nicht..
Bis dahin noch einen schönen Tag:D
Lg.
Lieben Dank, LML, dass Du trotz des vollen Terminkalenders geantwortet hast!!
Und ich freue mich schon auf Deine "angedrohten" weiteren Ideen, da heute wieder so ein Tag ist, an dem es ganz komisch zwischen mir und m. Kollegen läuft - weswegen ich diesmal diejeinige bin, die drei Gänge zurückschaltet und sich an ihrem Computer versteckt... Habe aber auch gerade viel Ärger bei der Arbeit...
Daher von mir nur ein kleiner Einwurf zu Deiner letzten Antwort:
Es ist schon sehr klar, nachdem ich ihn jetzt ziemlich gut kenne, dass er am Anfang an einem wie auch immer gearteten kollegialen bis freundschaftlichen Kontakt interessiert war, und ich das nicht direkt geschnallt habe.
Bei ihm war es aber offenbar auch sehr schnell eine körperliche Anziehung, die vermutlich, wie Du auch meintest, für ihn "erträglich" war, da er einer gebundenen, liebenden Frau gegenüberstand, die zu allem Überfluss von seinen "Hormonen" noch nicht mal was gemerkt hat (bzw. später erst einordnen konnte ;-) . War natürlich für ihn bis dahin sehr ungefährlich, gebe ich Dir Recht.
Dass es mittlerweile menschlich inniger geworden ist, dass er mich weiterhin als Frau sehr anziehend findet und als Menschen sehr mag, ist sogar mir mit meinem kleinen Selbstbewusstsein klar. Ob es eben diese innige menschliche Verbundenheit plus ein wenig Körperlichkeit ist und dann Schluss, oder ob es darüber hinausgeht, ist deshalb schwer zu sagen, weil ich ihn eindeutig für einen extrem treuen Mann halte (viell. stelle ich ihn aber auch bloß gern auf einen Sockel, und er ist schlicht so diszipliniert wie ich und nichts weiter), er aber manchmal, gehäuft in letzter Zeit, Verhaltensweisen an den Tag legt, die ich bei anderen schon in Richtung Verliebtheit einordnen würde.
Dass ich erst "offene Augen" hatte nach meiner Trennung, ist ja nachvollziehbar. Und erst war ich auch geschockt a) von den offensichtl. körperlichen Gefühlen, die er ausstrahlte und B) davon, dass mein "geschlechtsloser Kollege" seine friedliche Eunuchenhaftigkeit für mich verlor. Da ich bisher im Berufsleben alle Männer als neutrale Kollegen angesehen habe und auch gute kollegiale Beziehungen hatte (keine engen Freundschaften), glaube ich nicht, dass es nur daran lag, dass ich mich vom Ex "entliebt" hatte und noch kein neuer da war. Ich fühle mich nämlich ehrlich gesagt auch noch gar nicht bereit für einen neuen Partner. Daher hat er mich schon auf den Boden der Realität geholt wie bei einer "Dornröschen-Erweckung". Eine böse Realität, in der ich Angst habe, meinen Moralvorstellungen nicht mehr so zu entsprechen wie ich das eigentlich will und bisher getan habe.
Vor sehr langer Zeit hatte ich mal eine sehr enge Freundschaft zu einem wesentlich älteren Mann. Es war eine rein platonische, sehr vertrauensvolle Beziehung, über 300 km Distanz. Am Ende ist sie gescheitert an der Ehefrau, die nicht geglaubt hat, dass es nicht sexuell war. Damals verstand ich das Problem nicht (ich war noch sehr "grün"), heute schon. Heute weiss ich, dass man auch "asexuell fremdgehen" kann, dass seelische Intimität manchmal mehr verletzt als körperliche.
Heute weiß ich auch, dass sie damals recht hatte. Eine normale Freundschaft war das nicht. Er war einfach sehr diszipliniert, ich bin sehr aufgegangen in diesem asexuellen Konstrukt. Der Unterschied war aber, dass da auch keine sex. Schwingungen in der Luft waren. -- Trotzdem sage ich heute, er war eigentlich meine erste große Liebe (mit dem Abstand von 16 Jahren kann ich das erst sagen).
Ob ich schon viel zu tief drinstecke, weiß ich nicht.
Ich weiß, dass er seine Frau liebt, dass er treu und diszipliniert ist, dass er mich von Beginn an sehr schätzte, sich freut, mich zu sehen und in meiner Nähe zu sein, dass er mich schon lange sehr anziehend findet, und dass er Angst hat vor zuviel Gefühl (von ihm? Von mir jedenfalls).
Manchmal reizt er in letzter Zeit aber auch Sachen aus, die harmlos sind, die ich aber an seiner Stelle vermeiden würde. Z.B. drückt er mir Sachen in die Hand in Momenten, in denen eh schon besagte Spannung da ist, vor der ich schon weglaufen will. Dann berühren sich kurz die Hände - und mehr muss ich nicht schreiben, oder? Selbst das ist zu viel. Ich komme dann mit einem blöden Spruch, der sofort die Atmosphäre verändert, und mache, dass ich wegkomme.
Dann bin ich manchmal sauer auf ihn und denke mir: "Geniesst er das jetzt? Spielt er damit, dass er ja brav ist und sich aber Spannung und Abwechslung am Arbeitsplatz holen kann?"
Aber wie gesagt, das passt nicht zu seinem sonstigen Wesen. Und er selbst reagiert ja dann auch oft danach mit Kühle, Rückzug oder einem Thema, das die Situation sofort entkrampft, weil total sachlich, langweilig, rational, unromantisch, aberwitzig, wie auch immer.
Ich bin [noch?] nicht völlig verrückt nach ihm, habe Kopfkino oder träume mir eine Zukunft zurecht. Das tue ich gewöhnlich, wenn ich verliebt bin. Bin auch nicht so aufgeregt und Bauchschmerzen-geplagt wie im Verliebtheitszustand.
Aber ich will es mir halt auch nicht erlauben. Und ich weiss nicht, ob da meine Ratio nicht bloß Gefühle massiv unterdrückt, die schon da sind.
Oder ob es wirklich noch im Rahmen ist, sodass da was zu retten wäre.
Ich werde mich nicht auf eine Affäre o.ä. einlassen. Ich respektiere seine Frau, seine Ehe und seine Gefühle.
Aber ich will ihn nicht verlieren. Und ich weiss nicht, ob wir da so einfach rauskommen können.
Warum muss mir auch bei der Arbeit so jemand begegnen? Das Leben ist nicht fair.
So, doch länger geworden. Es tut mir leid. Du wolltest ja ursprünglich noch meinen letzten Post beantworten, und da haue ich Dir schon wieder so viel hin.
Danke jedenfalls für Dein Verständnis! Sobald ich wieder ein wenig gedanklich hier rauskomme, schreibe ich auch gern was zu Dir!
Und alle anderen, die das lesen: Wenn Ihr nicht total angeödet seid und für mich noch keinen Scheiterhaufen angezündet habt, bin ich Euch dankbar für Eure Meinungen, auch für die kritischen, die viell. wehtun.
Dir, LmL, und allen da draußen einen schönen Abend!
Katha
Und ich freue mich schon auf Deine "angedrohten" weiteren Ideen, da heute wieder so ein Tag ist, an dem es ganz komisch zwischen mir und m. Kollegen läuft - weswegen ich diesmal diejeinige bin, die drei Gänge zurückschaltet und sich an ihrem Computer versteckt... Habe aber auch gerade viel Ärger bei der Arbeit...
Daher von mir nur ein kleiner Einwurf zu Deiner letzten Antwort:
Es ist schon sehr klar, nachdem ich ihn jetzt ziemlich gut kenne, dass er am Anfang an einem wie auch immer gearteten kollegialen bis freundschaftlichen Kontakt interessiert war, und ich das nicht direkt geschnallt habe.
Bei ihm war es aber offenbar auch sehr schnell eine körperliche Anziehung, die vermutlich, wie Du auch meintest, für ihn "erträglich" war, da er einer gebundenen, liebenden Frau gegenüberstand, die zu allem Überfluss von seinen "Hormonen" noch nicht mal was gemerkt hat (bzw. später erst einordnen konnte ;-) . War natürlich für ihn bis dahin sehr ungefährlich, gebe ich Dir Recht.
Dass es mittlerweile menschlich inniger geworden ist, dass er mich weiterhin als Frau sehr anziehend findet und als Menschen sehr mag, ist sogar mir mit meinem kleinen Selbstbewusstsein klar. Ob es eben diese innige menschliche Verbundenheit plus ein wenig Körperlichkeit ist und dann Schluss, oder ob es darüber hinausgeht, ist deshalb schwer zu sagen, weil ich ihn eindeutig für einen extrem treuen Mann halte (viell. stelle ich ihn aber auch bloß gern auf einen Sockel, und er ist schlicht so diszipliniert wie ich und nichts weiter), er aber manchmal, gehäuft in letzter Zeit, Verhaltensweisen an den Tag legt, die ich bei anderen schon in Richtung Verliebtheit einordnen würde.
Dass ich erst "offene Augen" hatte nach meiner Trennung, ist ja nachvollziehbar. Und erst war ich auch geschockt a) von den offensichtl. körperlichen Gefühlen, die er ausstrahlte und B) davon, dass mein "geschlechtsloser Kollege" seine friedliche Eunuchenhaftigkeit für mich verlor. Da ich bisher im Berufsleben alle Männer als neutrale Kollegen angesehen habe und auch gute kollegiale Beziehungen hatte (keine engen Freundschaften), glaube ich nicht, dass es nur daran lag, dass ich mich vom Ex "entliebt" hatte und noch kein neuer da war. Ich fühle mich nämlich ehrlich gesagt auch noch gar nicht bereit für einen neuen Partner. Daher hat er mich schon auf den Boden der Realität geholt wie bei einer "Dornröschen-Erweckung". Eine böse Realität, in der ich Angst habe, meinen Moralvorstellungen nicht mehr so zu entsprechen wie ich das eigentlich will und bisher getan habe.
Vor sehr langer Zeit hatte ich mal eine sehr enge Freundschaft zu einem wesentlich älteren Mann. Es war eine rein platonische, sehr vertrauensvolle Beziehung, über 300 km Distanz. Am Ende ist sie gescheitert an der Ehefrau, die nicht geglaubt hat, dass es nicht sexuell war. Damals verstand ich das Problem nicht (ich war noch sehr "grün"), heute schon. Heute weiss ich, dass man auch "asexuell fremdgehen" kann, dass seelische Intimität manchmal mehr verletzt als körperliche.
Heute weiß ich auch, dass sie damals recht hatte. Eine normale Freundschaft war das nicht. Er war einfach sehr diszipliniert, ich bin sehr aufgegangen in diesem asexuellen Konstrukt. Der Unterschied war aber, dass da auch keine sex. Schwingungen in der Luft waren. -- Trotzdem sage ich heute, er war eigentlich meine erste große Liebe (mit dem Abstand von 16 Jahren kann ich das erst sagen).
Ob ich schon viel zu tief drinstecke, weiß ich nicht.
Ich weiß, dass er seine Frau liebt, dass er treu und diszipliniert ist, dass er mich von Beginn an sehr schätzte, sich freut, mich zu sehen und in meiner Nähe zu sein, dass er mich schon lange sehr anziehend findet, und dass er Angst hat vor zuviel Gefühl (von ihm? Von mir jedenfalls).
Manchmal reizt er in letzter Zeit aber auch Sachen aus, die harmlos sind, die ich aber an seiner Stelle vermeiden würde. Z.B. drückt er mir Sachen in die Hand in Momenten, in denen eh schon besagte Spannung da ist, vor der ich schon weglaufen will. Dann berühren sich kurz die Hände - und mehr muss ich nicht schreiben, oder? Selbst das ist zu viel. Ich komme dann mit einem blöden Spruch, der sofort die Atmosphäre verändert, und mache, dass ich wegkomme.
Dann bin ich manchmal sauer auf ihn und denke mir: "Geniesst er das jetzt? Spielt er damit, dass er ja brav ist und sich aber Spannung und Abwechslung am Arbeitsplatz holen kann?"
Aber wie gesagt, das passt nicht zu seinem sonstigen Wesen. Und er selbst reagiert ja dann auch oft danach mit Kühle, Rückzug oder einem Thema, das die Situation sofort entkrampft, weil total sachlich, langweilig, rational, unromantisch, aberwitzig, wie auch immer.
Ich bin [noch?] nicht völlig verrückt nach ihm, habe Kopfkino oder träume mir eine Zukunft zurecht. Das tue ich gewöhnlich, wenn ich verliebt bin. Bin auch nicht so aufgeregt und Bauchschmerzen-geplagt wie im Verliebtheitszustand.
Aber ich will es mir halt auch nicht erlauben. Und ich weiss nicht, ob da meine Ratio nicht bloß Gefühle massiv unterdrückt, die schon da sind.
Oder ob es wirklich noch im Rahmen ist, sodass da was zu retten wäre.
Ich werde mich nicht auf eine Affäre o.ä. einlassen. Ich respektiere seine Frau, seine Ehe und seine Gefühle.
Aber ich will ihn nicht verlieren. Und ich weiss nicht, ob wir da so einfach rauskommen können.
Warum muss mir auch bei der Arbeit so jemand begegnen? Das Leben ist nicht fair.
So, doch länger geworden. Es tut mir leid. Du wolltest ja ursprünglich noch meinen letzten Post beantworten, und da haue ich Dir schon wieder so viel hin.
Danke jedenfalls für Dein Verständnis! Sobald ich wieder ein wenig gedanklich hier rauskomme, schreibe ich auch gern was zu Dir!
Und alle anderen, die das lesen: Wenn Ihr nicht total angeödet seid und für mich noch keinen Scheiterhaufen angezündet habt, bin ich Euch dankbar für Eure Meinungen, auch für die kritischen, die viell. wehtun.
Dir, LmL, und allen da draußen einen schönen Abend!
Katha
liebe Katha, ich hätte einen etwas anderen denkanstoss für dich:
für dich ist klar (zumindest lese ich das heraus), dass ihr - zumindest ein bisschen - ineinander verliebt seid. und du interpretierst in sein verhalten alles hinein, was dazu passt. und in deines. und verliebtsein ist etwas schönes, durchaus. und es kann schnell entstehen, wenn man nähe aufbaut. jene nähe, die über eine oberflächliche, freundliche, unverbindliche freundschaft hinausgehen. weil sich einer um den anderen kümmert oder sich für ihn verantwortlich fühlt. weil einer leidet und der andere helfen möchte.
nur in deinem fall hat das ganze einen haken: er ist gebunden. er ist vll - wir sind jetzt bei der phantasie - nicht gern gebunden, schließlich kann ihm seine ehefrau kein familienleben schenken, vll überlegst du, ob ihm nicht etwas fehlt in seinem leben und er sich daher zu dir so hingezogen fühlt ...
und dieses gesamte überlegen über IHN lenkt ab, über dich nachzudenken, darüber, wie es dir geht, welche motive für dich eine rolle spielen und wie es überhaupt dazu kommen konnte.
ich hab da eine theorie:
du verliebst dich gern und vorzugsweise in gebundene männer. nein, nicht weil du dich in ehen drängen willst, sondern eben weil du keine bindung eingehen möchtest. du wurdest schon so oft verletzt, dass du angst hättest, dich wieder zu binden. mit allen konsequenzen. also träumst du davon und hältst dich an männer, bei denen das von haus aus unmöglich ist. oder unwahrscheinlich.
vll nimmst du jetzt an - und wir sind noch bei der phantasie - dass du sofort in seine arme fallen würdest, wenn er dir morgen seine liebe gesteht und seine frau verlassen würde. aber unabhängig davon, dass das nicht sein wird, glaube ich - dass du panisch wärst.
denn du möchtest keine bindung. auch wenn dir das jetzt vll nicht bewusst ist. erfahrungsgemäß ist das verlieben in gebundene menschen ein zeichen dafür, dass man selbst bindungsangst hat.
du schreibst, du bist das leiden gewohnt. mir kommt vor, du suchst das leiden. weil es das einzige ist, dass dir dauerhaft bekannt ist. weil alle verbindungen bisher so geendet haben. also ist das leiden das einzig verlässliche. also suchst du dir (natürlich unbewusst) situation, die zum leiden führen. weil das so ist und weil es für dich bisher nichts anderes gab.
du erwartest das leiden und es erfüllt sich wie eine selbsterfüllende prophezeihung:
vll solltest du es versuchen umzudrehen:
was willst du vom leben, was erwartest du dir? versuche doch einmal dich mit deinen wahren wünschen zu beschäftigen. das kann doch nicht andauerndes leiden sein. das leiden muss doch auch mal zu ende sein. aber das kann es erst, wenn keine situationen mehr anvisiert werden, die es provozieren.
und wenn du wirklich wieder bereit bist für eine neue beziehung, dann versuche doch vorher, die altlasten loszuwerden. denn so schön sich das verliebtsein anfühlt, es ist etwas anderes als liebe und beständigkeit und fürsorge und umeinander kümmern und beziehung und ehe und langjährigkeit. das alles funktioniert nur, wenn es unbelastet und von beginn an beiderseitig ist.
ich wünsch dir alles beste :schmatz:
Isabel
für dich ist klar (zumindest lese ich das heraus), dass ihr - zumindest ein bisschen - ineinander verliebt seid. und du interpretierst in sein verhalten alles hinein, was dazu passt. und in deines. und verliebtsein ist etwas schönes, durchaus. und es kann schnell entstehen, wenn man nähe aufbaut. jene nähe, die über eine oberflächliche, freundliche, unverbindliche freundschaft hinausgehen. weil sich einer um den anderen kümmert oder sich für ihn verantwortlich fühlt. weil einer leidet und der andere helfen möchte.
nur in deinem fall hat das ganze einen haken: er ist gebunden. er ist vll - wir sind jetzt bei der phantasie - nicht gern gebunden, schließlich kann ihm seine ehefrau kein familienleben schenken, vll überlegst du, ob ihm nicht etwas fehlt in seinem leben und er sich daher zu dir so hingezogen fühlt ...
und dieses gesamte überlegen über IHN lenkt ab, über dich nachzudenken, darüber, wie es dir geht, welche motive für dich eine rolle spielen und wie es überhaupt dazu kommen konnte.
ich hab da eine theorie:
du verliebst dich gern und vorzugsweise in gebundene männer. nein, nicht weil du dich in ehen drängen willst, sondern eben weil du keine bindung eingehen möchtest. du wurdest schon so oft verletzt, dass du angst hättest, dich wieder zu binden. mit allen konsequenzen. also träumst du davon und hältst dich an männer, bei denen das von haus aus unmöglich ist. oder unwahrscheinlich.
vll nimmst du jetzt an - und wir sind noch bei der phantasie - dass du sofort in seine arme fallen würdest, wenn er dir morgen seine liebe gesteht und seine frau verlassen würde. aber unabhängig davon, dass das nicht sein wird, glaube ich - dass du panisch wärst.
denn du möchtest keine bindung. auch wenn dir das jetzt vll nicht bewusst ist. erfahrungsgemäß ist das verlieben in gebundene menschen ein zeichen dafür, dass man selbst bindungsangst hat.
du schreibst, du bist das leiden gewohnt. mir kommt vor, du suchst das leiden. weil es das einzige ist, dass dir dauerhaft bekannt ist. weil alle verbindungen bisher so geendet haben. also ist das leiden das einzig verlässliche. also suchst du dir (natürlich unbewusst) situation, die zum leiden führen. weil das so ist und weil es für dich bisher nichts anderes gab.
du erwartest das leiden und es erfüllt sich wie eine selbsterfüllende prophezeihung:
Leide ich schon? In gewisser Weise weiss ich halt nicht, was ich tun soll...das, was man erwartet, das kommt auch. weil man nur augen dafür hat.
vll solltest du es versuchen umzudrehen:
was willst du vom leben, was erwartest du dir? versuche doch einmal dich mit deinen wahren wünschen zu beschäftigen. das kann doch nicht andauerndes leiden sein. das leiden muss doch auch mal zu ende sein. aber das kann es erst, wenn keine situationen mehr anvisiert werden, die es provozieren.
und wenn du wirklich wieder bereit bist für eine neue beziehung, dann versuche doch vorher, die altlasten loszuwerden. denn so schön sich das verliebtsein anfühlt, es ist etwas anderes als liebe und beständigkeit und fürsorge und umeinander kümmern und beziehung und ehe und langjährigkeit. das alles funktioniert nur, wenn es unbelastet und von beginn an beiderseitig ist.
ich wünsch dir alles beste :schmatz:
Isabel
Hey Isabel,
vielen lieben Dank für Deine Antwort!
Ich muss schon ein bißchen lächeln, denn so fern liegt mir Dein Einwurf gar nicht. Schon vor langer Zeit war u.a. die Bindungsangst ein Thema in meiner Therapie, und ich bearbeite das ganze weiter, so lange es eben nötig ist! :-)
Das "fiese" ist, dass ich mich mit meinem Jetzt-Ex das erste Mal seit langem wieder aus diesem Teufelskreis befreien konnte - und es trotzdem gescheitert ist. Denn wir waren beide Single, beide zwar beziehungsgeschädigt, aber doch habe ich sehr bewusst damals meine Angst in die Ecke gestellt und mich eingelassen.
Er war aber noch sehr gebunden in SEINER Angst, sodass wir beide irgendwann total verunsichert waren und das mit zum Scheitern führte.
Ja, ich bin noch beziehungsängstlich. Ich brauche auch das Gefühl, nicht eingeengt zu sein. Und ich glaube wie Du, dass eine Trennung der beiden und eine Offerte in meine Richtung mich nicht in die Luft springen lassen würde.
Erstens, weil ich es schlimm fände für beide, zweitens, weil mein "Ideal", dass es solche Bindungen noch gibt, kaputt ginge (denn er ist ein Stück weit meine Projektion für den "existierenden treuen, liebenden Mann" und da "ohne Fremdtrieb") und drittens, weil ich sofort denken würde: "Oh, und wann würde ich gegen wen ausgetauscht?". (Ich halte nämlich mittlerweile mind. 90 % der Männer [und viele, viele Frauen] für nicht-monogam und da ich selbst offenbar sehr monogam bin, passt das nicht. Und ich will NIE WIEDER betrogen werden.)
Nein, ich interpretiere in das Verhalten meines Kollegen nicht hinein, dass er verliebt ist. Er verhält sich in letzter Zeit so, wie ich dies BEI ANDEREN interpretieren würde. Bei ihm glaube ich, dass er mich menschlich sehr schätzt und körperlich sehr attraktiv findet -mittlerweile aber ein Problem hat, wie er damit umgehen soll, - da er seine Frau sehr liebt und eine sehr erfüllte Ehe hat, und ich hoffe sehr, dass ich nicht (wie das bei vielen anderen Frauen oft der Fall ist) zur kleinen harmlosen Abwechslung diene.
Ich schätze aber eher, dass es sich so verhält, wie ich oben schrieb. Und dass er bemüht ist, das in der Waage zu halten. Und vor allem Angst hat, dass von mir mehr kommt. Offenbar auch Angst hat, dass ein noch intensiverer Austausch auch bei ihm Probleme hervorrufen würde.
Heute haben sich auch Szenen ereignet, die diesen Eindruck festigen. Das heißt, dass ich tatsächlich um eine Aussprache nicht herumkomme, wenn ich will, dass diese Freundschaft nicht endet und seine fürsorgliche Zuneigung mir nicht verlorengeht.
Ich merke seit recht kurzer Zeit, dass die Gefahr gebannt ist, mich wieder auf meinen Ex einzulassen, der seit damals immer wieder Kontakt sucht, mich gern zurückhätte, aber zu den "alten Bedingungen". Bisher musste ich mich zwingen, hart zu bleiben, was mir erstmals in den 7 Jahren gelang. Und jetzt, erst seit sehr kurzer Zeit, habe ich das Gefühl, ich könnte ihm sein nochmals gewünschtes Gespräch ermöglichen, ohne Angst, umzufallen, mich wieder verletzen zu lassen u.ä.
Nein, ich will nicht ewig leiden. Aber das Grundproblem mit zuviel Nähe werde ich nicht los. Ein Mann, der mich aushielte, müsste sehr viel Verständnis haben, müsste Selbständigkeit und Nicht-Klammertum mit Einfühlsamkeit, Treue und Fürsorglichkeit verbinden können. Wer kann das schon? -Ich. ;-) Das weiß ich aus Erfahrung.
Es tut mir gut, dass ich an meinem Arbeitsplatz, wo sehr viele Nöte einen auf Trab halten und die wirklich menschlich fähigen und mutigen Charaktere recht rar gesät sind, so jemanden habe, der klug ist, aber sehr menschlich, fürsorglich, bemüht. Dass wir uns auch privat sehr gut austauschen können mittlerweile, tut mir natürlich menschlich noch mehr gut.
Aber als Partnerschaft würde es, selbst ohne Bindung seinerseits und ohne gemeinsames Arbeiten, wohl nie funktionieren. Der "Büro-Mann" ist großartig, der "Freund" auch. Der "Mann" führt genauso eine Bindung, wie ich sie nie führen könnte.
Daher ist es tatsächlich so, dass ich NICHT WILL, dass da was entsteht. Es würde nur die Freundschaft zerstören, das Arbeiten belasten und zu nichts als Schmerz führen. Und da ich das eben nicht riskieren will und ihn nicht verlieren will, muss ich wohl mit ihm reden.
Ich will ihn als sehr wertvollen Menschen in meinem Leben nicht mehr missen. Und es muss doch möglich sein, diese Klippen zu umschiffen, die jetzt manchmal im Weg sind.
Wenn er aufhören könnte, mich so anzusehen, wie er das leider immer häufiger macht, wäre uns schon geholfen.
Und da ich nicht glaube, dass das Problem bei ihm emotional besonders ernst ist, die Folgen aber sind, dass wir uns beide zurückziehen, völlig befangen sind und verklemmt und misstrauisch miteinander umgehen, bis er dann neue Nähe sucht, könnte ein ehrliches Gespräch vielleicht wirklich helfen.
Das schlimme ist nur, dass man nie weiß, wie ehrlich der andere ist, wenn man "Seelen-Striptease" macht.
"Er" ist ab jetzt zwei Wochen unterwegs, sodass sich automatisch Distanz einstellt. Ich habe (steht auch im "Was ich dir sagen möchte II-Thread) mich nicht getraut, ihm tschüss zu sagen, da die merkwürdigen Körperlichkeiten sich irgendwie gehäuft haben, was diesmal im Rückzug meinerseits und in Folge dessen in Verkrampfung seinerseits endete.
Als er dann fuhr eben, kam er noch zu mir - obwohl ich nur kurz gewunken und dann weitergearbeitet habe, also nicht wie sonst "Gesprächsbereitschaft" signalisiert habe.
Er war extrem verlegen, verkrampft, ich erst locker, dann auch verkrampfter, und es war schrecklich. Genauso, wie es nicht werden sollte zwischen uns.
Da ich aber weiß, dass ich ihn vermutlich mehr brauche als er mich, er aber derjenige ist, bei dem der "körperliche Kram" zwischen uns angefangen hat, muss ich hoffen, dass er ehrlich ist und das Gespräch etwas nutzt. Dass er das auch nicht mehr missen möchte, und wir einen Weg für unsere Freundschaft finden. Das beiderseitige Vertrauen ist recht groß, aber ich weiß, das ich wahrscheinlich mehr zu verlieren habe als er.
Ich habe mich heute genug "entblättert", ich danke Dir, Isabel, für die wirklich wertvollen Anstöße - und Dir, LML, natürlich auch für Dein tapferes "Durchhalten".
Wem sonst noch etwas einfällt, ist herzlich eingeladen, auch was zu schreiben. Euch beiden, Isabel und Life means Love, vielen herzlichen Dank und einen schönen Abend, wo auch immer Ihr seid. Hoffentlich bis bald.
Viele Grüße an alle da draußen von
Katha
vielen lieben Dank für Deine Antwort!
Ich muss schon ein bißchen lächeln, denn so fern liegt mir Dein Einwurf gar nicht. Schon vor langer Zeit war u.a. die Bindungsangst ein Thema in meiner Therapie, und ich bearbeite das ganze weiter, so lange es eben nötig ist! :-)
Das "fiese" ist, dass ich mich mit meinem Jetzt-Ex das erste Mal seit langem wieder aus diesem Teufelskreis befreien konnte - und es trotzdem gescheitert ist. Denn wir waren beide Single, beide zwar beziehungsgeschädigt, aber doch habe ich sehr bewusst damals meine Angst in die Ecke gestellt und mich eingelassen.
Er war aber noch sehr gebunden in SEINER Angst, sodass wir beide irgendwann total verunsichert waren und das mit zum Scheitern führte.
Ja, ich bin noch beziehungsängstlich. Ich brauche auch das Gefühl, nicht eingeengt zu sein. Und ich glaube wie Du, dass eine Trennung der beiden und eine Offerte in meine Richtung mich nicht in die Luft springen lassen würde.
Erstens, weil ich es schlimm fände für beide, zweitens, weil mein "Ideal", dass es solche Bindungen noch gibt, kaputt ginge (denn er ist ein Stück weit meine Projektion für den "existierenden treuen, liebenden Mann" und da "ohne Fremdtrieb") und drittens, weil ich sofort denken würde: "Oh, und wann würde ich gegen wen ausgetauscht?". (Ich halte nämlich mittlerweile mind. 90 % der Männer [und viele, viele Frauen] für nicht-monogam und da ich selbst offenbar sehr monogam bin, passt das nicht. Und ich will NIE WIEDER betrogen werden.)
Nein, ich interpretiere in das Verhalten meines Kollegen nicht hinein, dass er verliebt ist. Er verhält sich in letzter Zeit so, wie ich dies BEI ANDEREN interpretieren würde. Bei ihm glaube ich, dass er mich menschlich sehr schätzt und körperlich sehr attraktiv findet -mittlerweile aber ein Problem hat, wie er damit umgehen soll, - da er seine Frau sehr liebt und eine sehr erfüllte Ehe hat, und ich hoffe sehr, dass ich nicht (wie das bei vielen anderen Frauen oft der Fall ist) zur kleinen harmlosen Abwechslung diene.
Ich schätze aber eher, dass es sich so verhält, wie ich oben schrieb. Und dass er bemüht ist, das in der Waage zu halten. Und vor allem Angst hat, dass von mir mehr kommt. Offenbar auch Angst hat, dass ein noch intensiverer Austausch auch bei ihm Probleme hervorrufen würde.
Heute haben sich auch Szenen ereignet, die diesen Eindruck festigen. Das heißt, dass ich tatsächlich um eine Aussprache nicht herumkomme, wenn ich will, dass diese Freundschaft nicht endet und seine fürsorgliche Zuneigung mir nicht verlorengeht.
Ich merke seit recht kurzer Zeit, dass die Gefahr gebannt ist, mich wieder auf meinen Ex einzulassen, der seit damals immer wieder Kontakt sucht, mich gern zurückhätte, aber zu den "alten Bedingungen". Bisher musste ich mich zwingen, hart zu bleiben, was mir erstmals in den 7 Jahren gelang. Und jetzt, erst seit sehr kurzer Zeit, habe ich das Gefühl, ich könnte ihm sein nochmals gewünschtes Gespräch ermöglichen, ohne Angst, umzufallen, mich wieder verletzen zu lassen u.ä.
Nein, ich will nicht ewig leiden. Aber das Grundproblem mit zuviel Nähe werde ich nicht los. Ein Mann, der mich aushielte, müsste sehr viel Verständnis haben, müsste Selbständigkeit und Nicht-Klammertum mit Einfühlsamkeit, Treue und Fürsorglichkeit verbinden können. Wer kann das schon? -Ich. ;-) Das weiß ich aus Erfahrung.
Es tut mir gut, dass ich an meinem Arbeitsplatz, wo sehr viele Nöte einen auf Trab halten und die wirklich menschlich fähigen und mutigen Charaktere recht rar gesät sind, so jemanden habe, der klug ist, aber sehr menschlich, fürsorglich, bemüht. Dass wir uns auch privat sehr gut austauschen können mittlerweile, tut mir natürlich menschlich noch mehr gut.
Aber als Partnerschaft würde es, selbst ohne Bindung seinerseits und ohne gemeinsames Arbeiten, wohl nie funktionieren. Der "Büro-Mann" ist großartig, der "Freund" auch. Der "Mann" führt genauso eine Bindung, wie ich sie nie führen könnte.
Daher ist es tatsächlich so, dass ich NICHT WILL, dass da was entsteht. Es würde nur die Freundschaft zerstören, das Arbeiten belasten und zu nichts als Schmerz führen. Und da ich das eben nicht riskieren will und ihn nicht verlieren will, muss ich wohl mit ihm reden.
Ich will ihn als sehr wertvollen Menschen in meinem Leben nicht mehr missen. Und es muss doch möglich sein, diese Klippen zu umschiffen, die jetzt manchmal im Weg sind.
Wenn er aufhören könnte, mich so anzusehen, wie er das leider immer häufiger macht, wäre uns schon geholfen.
Und da ich nicht glaube, dass das Problem bei ihm emotional besonders ernst ist, die Folgen aber sind, dass wir uns beide zurückziehen, völlig befangen sind und verklemmt und misstrauisch miteinander umgehen, bis er dann neue Nähe sucht, könnte ein ehrliches Gespräch vielleicht wirklich helfen.
Das schlimme ist nur, dass man nie weiß, wie ehrlich der andere ist, wenn man "Seelen-Striptease" macht.
"Er" ist ab jetzt zwei Wochen unterwegs, sodass sich automatisch Distanz einstellt. Ich habe (steht auch im "Was ich dir sagen möchte II-Thread) mich nicht getraut, ihm tschüss zu sagen, da die merkwürdigen Körperlichkeiten sich irgendwie gehäuft haben, was diesmal im Rückzug meinerseits und in Folge dessen in Verkrampfung seinerseits endete.
Als er dann fuhr eben, kam er noch zu mir - obwohl ich nur kurz gewunken und dann weitergearbeitet habe, also nicht wie sonst "Gesprächsbereitschaft" signalisiert habe.
Er war extrem verlegen, verkrampft, ich erst locker, dann auch verkrampfter, und es war schrecklich. Genauso, wie es nicht werden sollte zwischen uns.
Da ich aber weiß, dass ich ihn vermutlich mehr brauche als er mich, er aber derjenige ist, bei dem der "körperliche Kram" zwischen uns angefangen hat, muss ich hoffen, dass er ehrlich ist und das Gespräch etwas nutzt. Dass er das auch nicht mehr missen möchte, und wir einen Weg für unsere Freundschaft finden. Das beiderseitige Vertrauen ist recht groß, aber ich weiß, das ich wahrscheinlich mehr zu verlieren habe als er.
Ich habe mich heute genug "entblättert", ich danke Dir, Isabel, für die wirklich wertvollen Anstöße - und Dir, LML, natürlich auch für Dein tapferes "Durchhalten".
Wem sonst noch etwas einfällt, ist herzlich eingeladen, auch was zu schreiben. Euch beiden, Isabel und Life means Love, vielen herzlichen Dank und einen schönen Abend, wo auch immer Ihr seid. Hoffentlich bis bald.
Viele Grüße an alle da draußen von
Katha
Auch, wenn noch keiner was neues geschrieben hat: nur mal für mich zur Info, damit ich übermorgen nicht vergessen habe, was ich mir vornehme:
1) Ich nutze die zwei Wochen, um Abstand von meinem Kollegen zu bekommen. Versuche, die Gedankenschraube anzuhalten, ob der Abstand ihn genug "festigt", um wieder normal zu mir zu sein.
2)Wenn er wieder da ist, und wir sollten Zeit verbringen: Ist er wie immer, kommentiere ich das Problem erstmal nicht. Hält das Gekrampfe an, aber er sucht trotzdem den üblichen Kontakt, nehme ich all meinen Mut zusammen und versuche, offen und ehrlich mit ihm zu reden. Auch wenn ich eine Schei..-Angst habe, dass er so oder so drumherum reden will.
3) Meinem Ex (der mich zurückwill und mich seit ziemlich langer Zeit um ein weiteres Gespräch bittet, dem ich letzes Jahr gesagt habe, es gäbe nur ein Zurück, wenn die Vorzeichen bei ihm sich ändern) werde ich zuhören. Ich werde sachlich sein und auf meinen Bauch hören. Ich werde mich nochmals verabschieden oder aber alles ganz neu durchdenken müssen (was ich nicht glaube, da er zu 98 % dasselbe will wie anno tobak).
4) Ich werde versuchen, diffuses Vermissen meines Kollegen, so es denn in mir auftritt, zu ignorieren.
Weiß jemand, warum "zwei-Wochen-jem.-nicht-sehen" völlig ok sind, wenn alles normal läuft bei uns, aber in der momentanen Anspannungssituation nicht zum Aushalten?
Ich brauche Urlaub.
Allen da draußen Linderung der Sorgen, Mut und Grund zur Freude!
Gute Nacht sagt
Katha
1) Ich nutze die zwei Wochen, um Abstand von meinem Kollegen zu bekommen. Versuche, die Gedankenschraube anzuhalten, ob der Abstand ihn genug "festigt", um wieder normal zu mir zu sein.
2)Wenn er wieder da ist, und wir sollten Zeit verbringen: Ist er wie immer, kommentiere ich das Problem erstmal nicht. Hält das Gekrampfe an, aber er sucht trotzdem den üblichen Kontakt, nehme ich all meinen Mut zusammen und versuche, offen und ehrlich mit ihm zu reden. Auch wenn ich eine Schei..-Angst habe, dass er so oder so drumherum reden will.
3) Meinem Ex (der mich zurückwill und mich seit ziemlich langer Zeit um ein weiteres Gespräch bittet, dem ich letzes Jahr gesagt habe, es gäbe nur ein Zurück, wenn die Vorzeichen bei ihm sich ändern) werde ich zuhören. Ich werde sachlich sein und auf meinen Bauch hören. Ich werde mich nochmals verabschieden oder aber alles ganz neu durchdenken müssen (was ich nicht glaube, da er zu 98 % dasselbe will wie anno tobak).
4) Ich werde versuchen, diffuses Vermissen meines Kollegen, so es denn in mir auftritt, zu ignorieren.
Weiß jemand, warum "zwei-Wochen-jem.-nicht-sehen" völlig ok sind, wenn alles normal läuft bei uns, aber in der momentanen Anspannungssituation nicht zum Aushalten?
Ich brauche Urlaub.
Allen da draußen Linderung der Sorgen, Mut und Grund zur Freude!
Gute Nacht sagt
Katha
Hallo nochmal,
bin gerade darauf aufmerksam geworden, dass hier wohl meine rationale Seite überwiegt. Natürlich lässt mich das "Störende", was bei meinem Kollegen mitschwingt, nicht kalt.
Ich sehe das so: Man hat drei Möglichkeiten, gefühlsmäßig auf solche "Schwingungen" zu reagieren:
- Man wendet sich mehr oder weniger angeekelt ab = Quatsch, denn ich mag ihn ja als "Rundum-Paket"..
- es lässt einen völlig kalt = auch Quatsch, denn wenn wir in einer anderen Lebenslage wären, käme da ein genaueres Hinschauen schon in Betracht, insoweit ist das Interesse beidseitig
- ich finde ihn auch anziehend und bleibe deshalb nicht kalt. Und das ist eben das Problem.
Aber wie gesagt: Ihm gegenüber kann ich sehr rational (fast) alles unterdrücken. Er wird merken, dass das nicht negativ bei mir ankommt und dass auch bei mir was ausgelöst wird, aber es fängt nie bei mir an und ich bin auch zu 95% allein diejenige, die solche Situationen rasch beendet, ich verhalte mich stets korrekt, ärgere mich sogar.
Weil ich weiß, was auf dem Spiel steht.
Und momentan habe ich wirklich Angst, dass unsere Vertrautheit und Freundschaft den Bach runter ist. Nach dem Motto: Wenn ich die Bremse nicht ziehe, tut er es. Im Sinne von: gar kein Kontakt mehr. Oder die Katastrophe passiert und wir rasen in irgendwelche Schwierigkeiten.
Deshalb möchte ich wieder dahin zurück, wo wir waren. Und das Abwarten darauf, ob wir da wieder hinkommen oder ob alles zu spät ist, setzt mir gerade ziemlich zu.
So kommt vielleicht deutlicher rüber, was sich in mir abspielt?!
Allen Lesern danke fürs Lesen...
So wenig man dazu sagen kann, ich freue mich trotzdem :-)
Viele Grüße
Katha
bin gerade darauf aufmerksam geworden, dass hier wohl meine rationale Seite überwiegt. Natürlich lässt mich das "Störende", was bei meinem Kollegen mitschwingt, nicht kalt.
Ich sehe das so: Man hat drei Möglichkeiten, gefühlsmäßig auf solche "Schwingungen" zu reagieren:
- Man wendet sich mehr oder weniger angeekelt ab = Quatsch, denn ich mag ihn ja als "Rundum-Paket"..
- es lässt einen völlig kalt = auch Quatsch, denn wenn wir in einer anderen Lebenslage wären, käme da ein genaueres Hinschauen schon in Betracht, insoweit ist das Interesse beidseitig
- ich finde ihn auch anziehend und bleibe deshalb nicht kalt. Und das ist eben das Problem.
Aber wie gesagt: Ihm gegenüber kann ich sehr rational (fast) alles unterdrücken. Er wird merken, dass das nicht negativ bei mir ankommt und dass auch bei mir was ausgelöst wird, aber es fängt nie bei mir an und ich bin auch zu 95% allein diejenige, die solche Situationen rasch beendet, ich verhalte mich stets korrekt, ärgere mich sogar.
Weil ich weiß, was auf dem Spiel steht.
Und momentan habe ich wirklich Angst, dass unsere Vertrautheit und Freundschaft den Bach runter ist. Nach dem Motto: Wenn ich die Bremse nicht ziehe, tut er es. Im Sinne von: gar kein Kontakt mehr. Oder die Katastrophe passiert und wir rasen in irgendwelche Schwierigkeiten.
Deshalb möchte ich wieder dahin zurück, wo wir waren. Und das Abwarten darauf, ob wir da wieder hinkommen oder ob alles zu spät ist, setzt mir gerade ziemlich zu.
So kommt vielleicht deutlicher rüber, was sich in mir abspielt?!
Allen Lesern danke fürs Lesen...
So wenig man dazu sagen kann, ich freue mich trotzdem :-)
Viele Grüße
Katha
So ein Mist - ich finde so viele threads von Verhältnissen mit Kollegen, ONS, sonstwas.
Aber es scheint niemanden zu geben, der in meiner Lage war und hier gepostet hat. Der es viell. geschafft hat, solch eine Freundschaft zu retten.
Ich möchte aber so gern eine Geschichte hören, in der alles wieder gut geworden ist
...
Viell. versteht man auch die Heftigkeit der Gefühle nicht. Ok, ich oute: Bis auf eine liebe Freundin (die mittlerweile sehr weit weg wohnt) war mein Ex der beste Freund, den ich je hatte. Ich habe viele Baustellen und Schwierigkeiten, und finde sehr schwer Menschen, die mich wirklich verstehen, liebhaben und mir dadurch helfen.
Meinen Ex habe ich quasi fortschicken müssen, aus anderen Gründen.
Und mein Kollege ist halt der neue zweite Freund, der mich versteht und mich jederzeit aufbauen kann, bei dem weder Lachen noch Weinen ein Problem ist.
Kann man das nicht verstehen, dass solche Menschen einem dann so kostbar sind?
Ist das so unnormal, was ich fühle? Sind nur "normierte Gefühle und Beziehungen", wie die Mehrheit sie pflegt, ok?
Aber es scheint niemanden zu geben, der in meiner Lage war und hier gepostet hat. Der es viell. geschafft hat, solch eine Freundschaft zu retten.
Ich möchte aber so gern eine Geschichte hören, in der alles wieder gut geworden ist
...
Viell. versteht man auch die Heftigkeit der Gefühle nicht. Ok, ich oute: Bis auf eine liebe Freundin (die mittlerweile sehr weit weg wohnt) war mein Ex der beste Freund, den ich je hatte. Ich habe viele Baustellen und Schwierigkeiten, und finde sehr schwer Menschen, die mich wirklich verstehen, liebhaben und mir dadurch helfen.
Meinen Ex habe ich quasi fortschicken müssen, aus anderen Gründen.
Und mein Kollege ist halt der neue zweite Freund, der mich versteht und mich jederzeit aufbauen kann, bei dem weder Lachen noch Weinen ein Problem ist.
Kann man das nicht verstehen, dass solche Menschen einem dann so kostbar sind?
Ist das so unnormal, was ich fühle? Sind nur "normierte Gefühle und Beziehungen", wie die Mehrheit sie pflegt, ok?
(...) bin ich Euch dankbar für Eure Meinungen, auch für die kritischen, die viell. wehtun.Mit oder ohne Anästhesie? :D
(Möchte mich gern demnächst mal melden, bin aber noch am Holz suchen für den Scheiterhaufen :evil: )
hey!
Tut mir leid, das Wochenende ist meist sehr verplant und ich komme wenig bis gar nicht ins Internet..
Ist ja wieder einiges geschrieben worden;)
Ich geh mal auf neue Aspekte ein
Ihr könntet euch beide was vormachen, aber dann leidet ihr erst richtig. Deswegen nutze diese 2 Wochen selber und erkunde deine Gefühlswelt bzw. überleg dir, wie dus selber regeln könntest.
Denn wenn du nix tust wirst du sehr oft an ihn denken müssen.
-Man wendet sich nicht ab, sondern versucht gemeinsam dieses Problem zu lösen, durch ein kommunikatives, hilfreiches Gespräch. ;)
Ich weiss, ich komme immer wieder darauf zurück. Du hast deine Zweifel bei dem verbalen Konflikt, aber ihr habt es noch nicht versucht, deswegen sind die Zweifel zwar berechtigt, aber irgendwie (noch) nicht wahrheitsgemäß.
Wie sieht es denn im Moment in deinem Herzen aus?
Die letzten Posts waren in einem anderen Stil und das macht mir Sorgen.
Bist du immer noch gegen einer tiefere Bindung? Oder hast du einfach nur Angst ihn für immer zu verlieren?
Hast du sonst keine weiteren Bezugspersonen außer ihn?
Lg.
Tut mir leid, das Wochenende ist meist sehr verplant und ich komme wenig bis gar nicht ins Internet..
Ist ja wieder einiges geschrieben worden;)
Ich geh mal auf neue Aspekte ein
1) Ich nutze die zwei Wochen, um Abstand von meinem Kollegen zu bekommen. Versuche, die Gedankenschraube anzuhalten, ob der Abstand ihn genug "festigt", um wieder normal zu mir zu sein.Eigentlich passt es grade sehr gut, dass er ne Weile weg ist. Aber ich würde nicht darauf hoffen, dass sich bei "ihm" was ändert, sondern ich würde schauen, dass du dir überlegst, wies weitergehen soll. Du willst seine Freundschaft, merkst aber selber, dass es nicht bei Freundschaft bleibt. Er und du entwickeln Gefühle, die euch beiden auf längerer Sicht schaden. Unter diesen Umständen ist es schwierig ein gemeinsames Level zufinden, wo ihr beide zufrieden seid. Denn wenn ihr nach diesen 2 Wochen wieder diese Nähe zueinander sucht, wird das Gefühlschaos sich ausbreiten und irgendwann leidest du mehr den je. Du hast angefangen dich in ihn zu verlieben bzw. du hast dich schon verliebt und damit ist eine "normale", "harmonische" Freundschaft schon fast unmöglich.
Ihr könntet euch beide was vormachen, aber dann leidet ihr erst richtig. Deswegen nutze diese 2 Wochen selber und erkunde deine Gefühlswelt bzw. überleg dir, wie dus selber regeln könntest.
2)Wenn er wieder da ist, und wir sollten Zeit verbringen: Ist er wie immer, kommentiere ich das Problem erstmal nicht. Hält das Gekrampfe an, aber er sucht trotzdem den üblichen Kontakt, nehme ich all meinen Mut zusammen und versuche, offen und ehrlich mit ihm zu reden. Auch wenn ich eine Schei..-Angst habe, dass er so oder so drumherum reden will.Ich würde nach wie vor egal wie er nach den 2 Wochen drauf ist ein Gespräch suchen und die Sache klären. Du hast jetzt Zeit dir darüber Gedanken zu machen. Du weisst ja eigentlich, dass es für mehr niemals reicht und deswegen müsst ihr reinen Tisch machen. Am besten direkt, wenn er zurück ist.
3) Meinem Ex (der mich zurückwill und mich seit ziemlich langer Zeit um ein weiteres Gespräch bittet, dem ich letzes Jahr gesagt habe, es gäbe nur ein Zurück, wenn die Vorzeichen bei ihm sich ändern) werde ich zuhören. Ich werde sachlich sein und auf meinen Bauch hören. Ich werde mich nochmals verabschieden oder aber alles ganz neu durchdenken müssen (was ich nicht glaube, da er zu 98 % dasselbe will wie anno tobak).Oh ganz heikles Thema. Zu dieser Geschichte wissen wir leider nichts und ohne Hintergrundwissen kann ich auch keine handfesten Argumente liefern. Aber so wie du dich selber beschreibst und anhand deiner schlechten Erfahrungen, die immer wieder erwähnt werden würde ich mich nicht mit ihm unterhalten. Wieso willst du dich nochmals verbaschieden, einmal reicht. Was erhoffst du dir von dem Gespräch? Vor allem, wenn feststeht, dass du nicht zu ihm zurück willst? Weil du auf die 2 % hoffst?
4) Ich werde versuchen, diffuses Vermissen meines Kollegen, so es denn in mir auftritt, zu ignorierenVersuchen kannst dus, aber es wird dir nicht immer gelingen, da sprech ich auch aus Erfahrung. Versuch dich irgendwie abzulenken, unternimm irgendwelche Dinge^^
Denn wenn du nix tust wirst du sehr oft an ihn denken müssen.
Weiß jemand, warum "zwei-Wochen-jem.-nicht-sehen" völlig ok sind, wenn alles normal läuft bei uns, aber in der momentanen Anspannungssituation nicht zum Aushalten?Ja das kenn ich sehr gut. Wenn ein Freund paar Wochen wegfährt, bei dem unsere Freundschaft einwandfrei klappt, macht mir das auch nix aus. Aber wenn eine Person ne Weile nicht da ist, mit der ich noch was zu klären habe, dann ist es unangenehm und es quält einen.
- Man wendet sich mehr oder weniger angeekelt ab = Quatsch, denn ich mag ihn ja als "Rundum-Paket"..Du hast Recht, die ersten 2 Möglichkeiten sind Quasch, aber sie würden die Gesamtsituation klären, während die dritte alles offen lässt. Natürlich magst du ihn, weswegen die dritte Option die schönste Wahl wäre. Aber sie würde nix an dem Problem ändern. Deswegen wähle die 4 Möglichkeit:
- es lässt einen völlig kalt = auch Quatsch, denn wenn wir in einer anderen Lebenslage wären, käme da ein genaueres Hinschauen schon in Betracht, insoweit ist das Interesse beidseitig
- ich finde ihn auch anziehend und bleibe deshalb nicht kalt. Und das ist eben das Problem.
-Man wendet sich nicht ab, sondern versucht gemeinsam dieses Problem zu lösen, durch ein kommunikatives, hilfreiches Gespräch. ;)
Ich weiss, ich komme immer wieder darauf zurück. Du hast deine Zweifel bei dem verbalen Konflikt, aber ihr habt es noch nicht versucht, deswegen sind die Zweifel zwar berechtigt, aber irgendwie (noch) nicht wahrheitsgemäß.
Und momentan habe ich wirklich Angst, dass unsere Vertrautheit und Freundschaft den Bach runter ist. Nach dem Motto: Wenn ich die Bremse nicht ziehe, tut er es. Im Sinne von: gar kein Kontakt mehr. Oder die Katastrophe passiert und wir rasen in irgendwelche Schwierigkeiten.Ich bin ehrlich, ich glaube nicht, dass du da unbeschadet raus kommst. Entweder du büßt die Freundschaft fürs erste ein, damit du drüber hinwegkommst oder es kommt eben zur Katastrophe. Aber einen Weg musst du wählen. Wobei keiner wirklich wissen kann, wie oder ob eure Freundschaft überhaupt großen Schaden nimmt. Das hängt von euch ab, wie es für euch am besten ist. Denn die Katastrophe darf auf keinen Fall eintreten, deswegen gibt es nur noch eine Option. Wenn es emotional zu viel wird, müsst ihr euren Kontakt vermindern...
Aber es scheint niemanden zu geben, der in meiner Lage war und hier gepostet hat. Der es viell. geschafft hat, solch eine Freundschaft zu rettenDoch die gibt es. Auf jeden Fall ähnliche Erlebnisse. In einer meiner Cliquen hat sich vor paar Monaten er (23) in sie (20) verliebt. Beide waren schon Jahre lang super miteinander befreundet, aber irgendwann wurde es für ihn mehr, für sie nicht. Sie war andersweitig orientiert;). Was passierte? Sie sprachen miteinander, hielten es für das Beste erstmal auf Abstand zu gehen, bis er sich wieder gefangen hatte. Das Ganze ist nun fast 7 Monate her. Er hat sich irgendwann neu verliebt und ihre Freundschaft blühte nach und nach wieder auf. Sie wird zwar nie wieder so intensiv wie früher, dazu ist zu viel passiert, aber sie sind weiterhin befreundet und das recht gut. Wieso sollte das bei dir nicht der Fall sein?
Kann man das nicht verstehen, dass solche Menschen einem dann so kostbar sind?Ist das so unnormal, was ich fühle? Sind nur "normierte Gefühle und Beziehungen", wie die Mehrheit sie pflegt, ok?Ich versteh dich, deine Gefühle und alles drum herum voll und ganz. Mach dir klar, dass daran nix unnormal ist, man kann sich meist nicht aussuchen in wen man sich verliebt, für wen man Gefühle entwickelt. Und manchmal verliert man einen Menschen, für den man viel empfindet. Du darfst aber nicht denken, dass er der einzige Mensch ist, der dich vertsteht. Das würdest du dir gerne einreden, weil er im Moment unheimlich wichtig für dich ist. Aber man lernt an jede Ecke tolle Menschen kennen, tagtäglich laufen sie einem über den Weg, man muss nur rausgehen und dann findet man sie auch...
Wie sieht es denn im Moment in deinem Herzen aus?
Die letzten Posts waren in einem anderen Stil und das macht mir Sorgen.
Bist du immer noch gegen einer tiefere Bindung? Oder hast du einfach nur Angst ihn für immer zu verlieren?
Hast du sonst keine weiteren Bezugspersonen außer ihn?
Lg.
Hi LmL,
danke für Deinen Eindruck!
Zuerst mal zur Erklärung: die drei "Möglichkeiten" oben sind keine "Handlungsmöglichkeiten" für mich in dieser Situation, sondern ganz allgemein die Möglichkeiten, was sich in einem entwickeln kann, wenn jemand anderer einen offensichtlich begehrt - oder wie man das nennen soll..
Damit war nur gemeint, dass bei mir 3) zutrifft: Ich finde ihn auch anziehend und bleibe deshalb nicht kalt.
Da ich aber noch sehr rational funktioniere neben allen hochkommenden Gefühlen, ist das für mich momentan vorstellbar, dass wir nach seiner Rückkehr wieder normaler miteinander umgehen können.
Nicht mehr liebevoll-platonisch-vertraut wie früher, aber doch liebevoll-vertraut - nicht mehr so schrecklich verkrampft. Es hat sich bisher ja auch immer wieder eingependelt.
Das wäre dann "auszuhalten" - und das wäre das Optimum.
Eine Alternative ist: Kontakt direkt radikalst eindämmen. Ohne Worte. Dazu bin ich nicht bereit.
Geht die Krampferei weiter, wenn er wieder da ist und geht ER daraufhin auf Abstand, dann ist das so. Ob ich mir dann ein Gespräch zumuten soll, weiß ich noch nicht.
Geht die Krampferei weiter, aber er versucht krampfend, die alte Nähe zu haben (so war es ein wenig am Freitag an zwei, drei Stellen), dann muss das Gespräch sein. Das Abstand einleiten wird.
----
Zum Freunde-Thema: Ich hatte zu Unizeiten drei sehr enge Freundinnen, mit denen ich über alles reden konnte - nebst ein paar Bekannten, mit denen mehr innere Distanz war - so wie heute mit zweien davon und zwei lieben Kolleginnen - die erfahren solche Dinge nicht ;-) .
Mein Ex war neben diesen drei Mädels der zum "Über-alles-reden", der wirklich alles verstand, bei dem Liebhaben und Verständnis Hand in Hand geht.
Mit den zwei anderen Mädels hat sich der Kontakt nach der Uni mehr und mehr erledigt - verschiedene Orte, verschiedene Lebenspläne - da ist zuviel Distanz entstanden. Eine der beiden hat sich auch sehr verändert, ist sehr kalt und zynisch geworden.
Die "letzte", die übrig ist, wohnt sehr weit weg. Ich hänge an ihr und kann ihr auch alles sagen... aber da der ausführliche Kontakt nicht so oft möglich ist, will ich sie nicht "überbelasten" damit.
Meinen Ex habe ich aus anderen Gründen weggeschickt; dass mir damit ein wertvoller Freund verlorenging, ist nunmal so. Ich bin nicht für Freundschaften nach der Liebe. Nicht, wenn es "beste Freundschaften" waren.
So, und nun ist mein Kollege auch so einer. Dem man alles erzählen kann, der sich selbst einem sehr öffnet, der einem das Gefühl der Geborgenheit und des Liebhabens gibt, so, als könne man nichts falschmachen. Als würde er immer zu einem halten.
Das meinte ich. Das gibt er mir neben meiner letzten verbliebenen Seelenfreundin als einziger Mensch. Die anderen sind lieb, mit denen habe ich viel Spaß, und manchmal hilft man sich gegenseitig. Aber man hat überall eine Grenze, über die man nicht gehen würde.
-- Das oben beschriebene ist es halt, was ich nicht verlieren will. Und er gibt mir das halt immer noch, nur dass die "anderen Signale" lauter werden, ich sie wahrnehme und darauf eigtl. positiv reagiere. Sprich, wären wir in einer anderen Sit., ohne Bindung, ohne job, hätte das seinen Weg jetzt vermutlich schon "automatisch" genommen.
Weil jetzt auf allen Ebenen Musik spielt, und die Töne klingen nicht falsch.
Aber die Realität ist falsch.
Daher - und da kommen wir beide auf einen Nenner - gibt es nicht viele Möglichkeiten.
Uns unterscheidet nur, dass Du auf jeden Fall die Karten auf den Tisch legen würdest, und ich noch hoffe, den platon. Anteil weitgehend retten zu können und den "Rest" nach hinten zu drängen. Und ich bilde mir ein, wenn wir da an einem Strang ziehen, dass wir es zumindest verdrängen können.
Denn wir bedeuten uns nicht wenig. Und wir haben uns lieb. Das glaube ich, kann ich auch in seinem Namen behaupten. Wir haben darüber bloß nie gesprochen. Wir waren einfach füreinander da. Wahrscheinlich war das aber zuviel für die Arbeitswelt. Wahrscheinlich darf es da gar nicht so innig werden.
So, das war es fürs erste dazu von mir.
Freu mich, wenn Du antworten magst.
Oder Ihr antworten mögt!
Katha
danke für Deinen Eindruck!
Zuerst mal zur Erklärung: die drei "Möglichkeiten" oben sind keine "Handlungsmöglichkeiten" für mich in dieser Situation, sondern ganz allgemein die Möglichkeiten, was sich in einem entwickeln kann, wenn jemand anderer einen offensichtlich begehrt - oder wie man das nennen soll..
Damit war nur gemeint, dass bei mir 3) zutrifft: Ich finde ihn auch anziehend und bleibe deshalb nicht kalt.
Da ich aber noch sehr rational funktioniere neben allen hochkommenden Gefühlen, ist das für mich momentan vorstellbar, dass wir nach seiner Rückkehr wieder normaler miteinander umgehen können.
Nicht mehr liebevoll-platonisch-vertraut wie früher, aber doch liebevoll-vertraut - nicht mehr so schrecklich verkrampft. Es hat sich bisher ja auch immer wieder eingependelt.
Das wäre dann "auszuhalten" - und das wäre das Optimum.
Eine Alternative ist: Kontakt direkt radikalst eindämmen. Ohne Worte. Dazu bin ich nicht bereit.
Geht die Krampferei weiter, wenn er wieder da ist und geht ER daraufhin auf Abstand, dann ist das so. Ob ich mir dann ein Gespräch zumuten soll, weiß ich noch nicht.
Geht die Krampferei weiter, aber er versucht krampfend, die alte Nähe zu haben (so war es ein wenig am Freitag an zwei, drei Stellen), dann muss das Gespräch sein. Das Abstand einleiten wird.
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Zum Freunde-Thema: Ich hatte zu Unizeiten drei sehr enge Freundinnen, mit denen ich über alles reden konnte - nebst ein paar Bekannten, mit denen mehr innere Distanz war - so wie heute mit zweien davon und zwei lieben Kolleginnen - die erfahren solche Dinge nicht ;-) .
Mein Ex war neben diesen drei Mädels der zum "Über-alles-reden", der wirklich alles verstand, bei dem Liebhaben und Verständnis Hand in Hand geht.
Mit den zwei anderen Mädels hat sich der Kontakt nach der Uni mehr und mehr erledigt - verschiedene Orte, verschiedene Lebenspläne - da ist zuviel Distanz entstanden. Eine der beiden hat sich auch sehr verändert, ist sehr kalt und zynisch geworden.
Die "letzte", die übrig ist, wohnt sehr weit weg. Ich hänge an ihr und kann ihr auch alles sagen... aber da der ausführliche Kontakt nicht so oft möglich ist, will ich sie nicht "überbelasten" damit.
Meinen Ex habe ich aus anderen Gründen weggeschickt; dass mir damit ein wertvoller Freund verlorenging, ist nunmal so. Ich bin nicht für Freundschaften nach der Liebe. Nicht, wenn es "beste Freundschaften" waren.
So, und nun ist mein Kollege auch so einer. Dem man alles erzählen kann, der sich selbst einem sehr öffnet, der einem das Gefühl der Geborgenheit und des Liebhabens gibt, so, als könne man nichts falschmachen. Als würde er immer zu einem halten.
Das meinte ich. Das gibt er mir neben meiner letzten verbliebenen Seelenfreundin als einziger Mensch. Die anderen sind lieb, mit denen habe ich viel Spaß, und manchmal hilft man sich gegenseitig. Aber man hat überall eine Grenze, über die man nicht gehen würde.
-- Das oben beschriebene ist es halt, was ich nicht verlieren will. Und er gibt mir das halt immer noch, nur dass die "anderen Signale" lauter werden, ich sie wahrnehme und darauf eigtl. positiv reagiere. Sprich, wären wir in einer anderen Sit., ohne Bindung, ohne job, hätte das seinen Weg jetzt vermutlich schon "automatisch" genommen.
Weil jetzt auf allen Ebenen Musik spielt, und die Töne klingen nicht falsch.
Aber die Realität ist falsch.
Daher - und da kommen wir beide auf einen Nenner - gibt es nicht viele Möglichkeiten.
Uns unterscheidet nur, dass Du auf jeden Fall die Karten auf den Tisch legen würdest, und ich noch hoffe, den platon. Anteil weitgehend retten zu können und den "Rest" nach hinten zu drängen. Und ich bilde mir ein, wenn wir da an einem Strang ziehen, dass wir es zumindest verdrängen können.
Denn wir bedeuten uns nicht wenig. Und wir haben uns lieb. Das glaube ich, kann ich auch in seinem Namen behaupten. Wir haben darüber bloß nie gesprochen. Wir waren einfach füreinander da. Wahrscheinlich war das aber zuviel für die Arbeitswelt. Wahrscheinlich darf es da gar nicht so innig werden.
So, das war es fürs erste dazu von mir.
Freu mich, wenn Du antworten magst.
Oder Ihr antworten mögt!
Katha
hey!
Ok ich versteh jetzt, was du mit den 3 Möglichkeiten gemeint hast. In dieser Sichtweise trifft sicherlich Option 3 zu. Ist auch ne spannende Frage, wie es nach diesen 2 Wochen weitergeht.
Im Grunde habe ich dir ja geraten sofort reinen Tisch zu machen. Das habe ich nicht vorgeschlagen, weil es als Außenstehender ein einfacher Ratschlag ist, sondern weil ich es selbst in "meiner" persönlichen Liebesgeschichte nicht getan habe und dadurch vermutlich einen Fehler begang.
Meine Geschichte ist vom Inhalt her was komplett anderes, aber ich kann trotzdem Gemeinsamkeiten erkennen. Ich habe zu lange gewartet, hatte meine Chance verpasst und muss nun zurückblicken und mich fragen:"Was wäre, wenn...."
Das ist so ziemlich die dümmste Frage, die man sich dann stellen kann, aber vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn ich früher agiert hätte. Aber das ist ein anderes Thema;)
Deine Situation ist eine vollkommen andere, aber ich befürchte eben, dass du dieses Gespräch zu lange hinausszögerst und ihr euch noch näher kommt und das möchtest du ja verhindern. Du findest diese Freundschaft super, er bestimmt auch, von da an glaube ich weniger, dass sich an seinem Verhalten etwas ändert und irgendwann ist es soweit, dass ihr nicht mehr voneinader lassen könnt. Ergebnis ist entweder die Katastrophe oder der totale Kontaktabbruch, damit ihr eben eine mögliche Affäre verhindert. Je früher die Aussprache, umso höher stehen die Chance die Freundschaft zu retten. Das glaube ich zumindestens.
Auf der anderen Seite lese ich mir deine Posts durch und muss schon sagen, dass du alles sehr rational angehst, alle Möglichkeiten betrachtest und sehr wohl weisst, wie du eigentlich reagieren musst. Deswegen ist deine Entscheidung mit dem Gespräch etwas zu warten, womöglich die bessere Alternative. Ich hab dir meine Bedenken geschrieben, wenn du sie ausschließen kannst, umso besser. Spontan glaube ich auch, dass du den richtigen Zeitpunkt für das Gespräch erkennst, aber wer kann das schon wissen und gibt es überhaupt "den" perfekten Zeitpunkt?
Ich habe einmal zu lange gewartet und mit den Konsequenzen muss ich nun leben. Ich hoffe, dass du es richtig angehst, denn man merkt einfach wie sehr du ihn magst und seine Freundschaft dir gut tut.
Ich weiss ja selbst, wie schön sowas sein kann. Ich habe in einem älteren Beitrag schon mal das Beispiel mit meiner besten Freundin erzählt.
Da kann ich wieder Prallelen ziehen. Der einzige Unterschied ist, dass wir uns beide anderweitig orientiert haben und wir führten auch schon vor längerer Zeit ein Gespräch wegen ähnlichen Bedenken wie bei dir hier.
Es war aber keine große Sache.
Für dich ist er momentan die einzig wirkliche Bezugsperson. Wie ist denn bei dir mit alte Freunden, die noch in der Nähe sind und wo einfach der Kontakt verloren ging? Vielleicht kannst du diese Freundschaften wieder aufleben lassen oder du versuchst neue Freunde zu finden. Denn die Tatsache nur mit "ihm" so gut befreundet zu sein vergrößert natürlich die Angst etwas falsch zu machen, z.b. durch die Aussprache oder was weiss ich.
Und dazu brauch es auch keine Worte, das merkt man einfach;)
Und übrigens finde ich es nicht verkehrt, auch wenns am Arbeitsplatz passiert ist. Es ist einfach doof, dass er vergeben ist. Aber so ist leider nunmal. :( Und deswegen muss eine andere Lösung her...
Lg.
Ok ich versteh jetzt, was du mit den 3 Möglichkeiten gemeint hast. In dieser Sichtweise trifft sicherlich Option 3 zu. Ist auch ne spannende Frage, wie es nach diesen 2 Wochen weitergeht.
Im Grunde habe ich dir ja geraten sofort reinen Tisch zu machen. Das habe ich nicht vorgeschlagen, weil es als Außenstehender ein einfacher Ratschlag ist, sondern weil ich es selbst in "meiner" persönlichen Liebesgeschichte nicht getan habe und dadurch vermutlich einen Fehler begang.
Meine Geschichte ist vom Inhalt her was komplett anderes, aber ich kann trotzdem Gemeinsamkeiten erkennen. Ich habe zu lange gewartet, hatte meine Chance verpasst und muss nun zurückblicken und mich fragen:"Was wäre, wenn...."
Das ist so ziemlich die dümmste Frage, die man sich dann stellen kann, aber vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn ich früher agiert hätte. Aber das ist ein anderes Thema;)
Deine Situation ist eine vollkommen andere, aber ich befürchte eben, dass du dieses Gespräch zu lange hinausszögerst und ihr euch noch näher kommt und das möchtest du ja verhindern. Du findest diese Freundschaft super, er bestimmt auch, von da an glaube ich weniger, dass sich an seinem Verhalten etwas ändert und irgendwann ist es soweit, dass ihr nicht mehr voneinader lassen könnt. Ergebnis ist entweder die Katastrophe oder der totale Kontaktabbruch, damit ihr eben eine mögliche Affäre verhindert. Je früher die Aussprache, umso höher stehen die Chance die Freundschaft zu retten. Das glaube ich zumindestens.
Auf der anderen Seite lese ich mir deine Posts durch und muss schon sagen, dass du alles sehr rational angehst, alle Möglichkeiten betrachtest und sehr wohl weisst, wie du eigentlich reagieren musst. Deswegen ist deine Entscheidung mit dem Gespräch etwas zu warten, womöglich die bessere Alternative. Ich hab dir meine Bedenken geschrieben, wenn du sie ausschließen kannst, umso besser. Spontan glaube ich auch, dass du den richtigen Zeitpunkt für das Gespräch erkennst, aber wer kann das schon wissen und gibt es überhaupt "den" perfekten Zeitpunkt?
Ich habe einmal zu lange gewartet und mit den Konsequenzen muss ich nun leben. Ich hoffe, dass du es richtig angehst, denn man merkt einfach wie sehr du ihn magst und seine Freundschaft dir gut tut.
Ich weiss ja selbst, wie schön sowas sein kann. Ich habe in einem älteren Beitrag schon mal das Beispiel mit meiner besten Freundin erzählt.
Da kann ich wieder Prallelen ziehen. Der einzige Unterschied ist, dass wir uns beide anderweitig orientiert haben und wir führten auch schon vor längerer Zeit ein Gespräch wegen ähnlichen Bedenken wie bei dir hier.
Es war aber keine große Sache.
Für dich ist er momentan die einzig wirkliche Bezugsperson. Wie ist denn bei dir mit alte Freunden, die noch in der Nähe sind und wo einfach der Kontakt verloren ging? Vielleicht kannst du diese Freundschaften wieder aufleben lassen oder du versuchst neue Freunde zu finden. Denn die Tatsache nur mit "ihm" so gut befreundet zu sein vergrößert natürlich die Angst etwas falsch zu machen, z.b. durch die Aussprache oder was weiss ich.
ich bilde mir ein, wenn wir da an einem Strang ziehen, dass wir es zumindest verdrängen können.Verdrängen ist aber nicht unbedingt eine Lösung, denn überwunden habt ihr nichts, ihr verdrängt eure Gefühle, bis es euch innerlich zerreißt und dann haben wir als Ergebnis ein blutendes HerzX(
Denn wir bedeuten uns nicht wenig. Und wir haben uns lieb. Das glaube ich, kann ich auch in seinem Namen behaupten. Wir haben darüber bloß nie gesprochen. Wir waren einfach füreinander da. Wahrscheinlich war das aber zuviel für die Arbeitswelt. Wahrscheinlich darf es da gar nicht so innig werden.Ich glaube dir, dass ihr euch wirklich gegenseitig sehr mögt. :D
Und dazu brauch es auch keine Worte, das merkt man einfach;)
Und übrigens finde ich es nicht verkehrt, auch wenns am Arbeitsplatz passiert ist. Es ist einfach doof, dass er vergeben ist. Aber so ist leider nunmal. :( Und deswegen muss eine andere Lösung her...
Lg.
Gut Katha, dann also ohne Anästhesie. Deine Situation kann ich mir vorstellen, habe auch etwas ähnliches in meinem Umfeld miterlebt und sehe, wie du an der Situation leidest. Trotzdem: Ich sehe da in gewisser Weise gar kein Problem! Du wirst aber wohl in einigen Punkten deine Einstellung überdenken müssen.
Das vielbeschworene Gespräch könnt ihr führen oder auch nicht, es kommt ziemlich aufs selbe heraus. Ich sehe keinen Klärungsbedarf, aber wenn ihrs nicht total ungeschickt angeht, kann auch nicht gross was schiefgehen.
Das labile Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz kann durchaus noch lange so weitergehen. Zeitweilige Phasen der "Verkrampftheit" bedrohen dieses Gleichgewicht nicht, sondern sind ein Mittel zu seiner Aufrechterhaltung. Wird die Verkrampftheit unterträglich, so könnt ihr sie wohl durch ein Gespräch etwas abbauen, aber sie wird wiederkommen, eben weil sie ein Mittel ist - vielleicht das letzte und stärkste Mittel, um die nötige Distanz aufrechtzuerhalten. Wenn ihr die zeitweilige Verkrampfung abschaffen wollt, müsst ihr sie durch andere Distanzgarantien ersetzen, also vermutlich irgendwelche Abmachungen oder Kontaktpausen, wahrscheinlich nicht weniger unangenehm als der Krampf.
Das Damoklesschwert "Kontaktabbruch" brauchst du so gesehen nicht allzusehr zu fürchten - bzw. die Furcht davor ist deine Verbündete, wenn du deine Gefühle wirklich unter Kontrolle halten willst. Weiter sehe ich folgende zwei Möglichkeiten, den Druck etwas abzubauen:
- Orientier dich etwas breiter, mehr auf andere Leute, geh raus und suche neue Erfahrungen, folge deinen ganz persönlichen Neigungen und Interessen. Ich will nicht behaupten, dass du dabei gleich um die Ecke deinem Traumpartner begegnest, aber es lohnt sich trotzdem! Denk vor allem diese zwei Wochen nicht ständig an deinen Kollegen!
- Auch das Damoklesschwert "Katastrophe" ist eigentlich keines, oder soll Liebe etwa eine Katastrophe sein, liebe Katha??? (Bei den Polizei- und Wehrdiensten in der Schweiz gilt für den Katastrophenfall das Codewort "KATA KATA" ;) ) Zweifellos besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ihr zusammenkommt und er das Pferd wechselt (da ja irgendeine Form von Dreier-Experiment mit dir wohl kaum denkbar wäre). Deine Mitverantwortung an einer solchen Wendung sehe ich als ziemlich begrenzt. "Die Liebe dauert, oder sie dauert nicht" (Brecht), und ob sie zwischen den beiden dauert, ist einerseits Schicksal und liegt andererseits in ihrer eigenen Verantwortung. Angebote von dritter Seite gibt es immer, das muss eine Beziehung überstehen können, sonst ist ihr Ende nur eine Frage der Zeit. Problematisch fände ich es, wenn eine Drittperson so weit geht wie etwa loly - weiss nicht, ob du ihren Thread bemerkt hast -, aber davon bist du ja weit entfernt. Allerdings müsstest du - unter dem Druck deiner (zwar geringfügigen) "Mitschuld" - in diesem Fall wohl deine Einstellung gegenüber nicht hundertprozentig treuen Männern revidieren. Das wirst du aber möglicherweise eh irgendwann tun, einfach im Rahmen deines weiteren Reifungsprozesses.
Das wär's für den Moment.
Das vielbeschworene Gespräch könnt ihr führen oder auch nicht, es kommt ziemlich aufs selbe heraus. Ich sehe keinen Klärungsbedarf, aber wenn ihrs nicht total ungeschickt angeht, kann auch nicht gross was schiefgehen.
Das labile Gleichgewicht zwischen Nähe und Distanz kann durchaus noch lange so weitergehen. Zeitweilige Phasen der "Verkrampftheit" bedrohen dieses Gleichgewicht nicht, sondern sind ein Mittel zu seiner Aufrechterhaltung. Wird die Verkrampftheit unterträglich, so könnt ihr sie wohl durch ein Gespräch etwas abbauen, aber sie wird wiederkommen, eben weil sie ein Mittel ist - vielleicht das letzte und stärkste Mittel, um die nötige Distanz aufrechtzuerhalten. Wenn ihr die zeitweilige Verkrampfung abschaffen wollt, müsst ihr sie durch andere Distanzgarantien ersetzen, also vermutlich irgendwelche Abmachungen oder Kontaktpausen, wahrscheinlich nicht weniger unangenehm als der Krampf.
Das Damoklesschwert "Kontaktabbruch" brauchst du so gesehen nicht allzusehr zu fürchten - bzw. die Furcht davor ist deine Verbündete, wenn du deine Gefühle wirklich unter Kontrolle halten willst. Weiter sehe ich folgende zwei Möglichkeiten, den Druck etwas abzubauen:
- Orientier dich etwas breiter, mehr auf andere Leute, geh raus und suche neue Erfahrungen, folge deinen ganz persönlichen Neigungen und Interessen. Ich will nicht behaupten, dass du dabei gleich um die Ecke deinem Traumpartner begegnest, aber es lohnt sich trotzdem! Denk vor allem diese zwei Wochen nicht ständig an deinen Kollegen!
- Auch das Damoklesschwert "Katastrophe" ist eigentlich keines, oder soll Liebe etwa eine Katastrophe sein, liebe Katha??? (Bei den Polizei- und Wehrdiensten in der Schweiz gilt für den Katastrophenfall das Codewort "KATA KATA" ;) ) Zweifellos besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit, dass ihr zusammenkommt und er das Pferd wechselt (da ja irgendeine Form von Dreier-Experiment mit dir wohl kaum denkbar wäre). Deine Mitverantwortung an einer solchen Wendung sehe ich als ziemlich begrenzt. "Die Liebe dauert, oder sie dauert nicht" (Brecht), und ob sie zwischen den beiden dauert, ist einerseits Schicksal und liegt andererseits in ihrer eigenen Verantwortung. Angebote von dritter Seite gibt es immer, das muss eine Beziehung überstehen können, sonst ist ihr Ende nur eine Frage der Zeit. Problematisch fände ich es, wenn eine Drittperson so weit geht wie etwa loly - weiss nicht, ob du ihren Thread bemerkt hast -, aber davon bist du ja weit entfernt. Allerdings müsstest du - unter dem Druck deiner (zwar geringfügigen) "Mitschuld" - in diesem Fall wohl deine Einstellung gegenüber nicht hundertprozentig treuen Männern revidieren. Das wirst du aber möglicherweise eh irgendwann tun, einfach im Rahmen deines weiteren Reifungsprozesses.
Das wär's für den Moment.
Hallo Ihr, vielen lieben Dank für Euren Einsatz -
erstmal antworte ich Nuthello, Dir, LML, in einer zweiten Antwort, wird sonst zu lang!
Na, das war doch noch muckelig warm auf dem Scheiterhaufen... ;-)
Eigentlich finde ich es blöd, sich selbst zu zitieren, aber ich möchte das hier doch tun, da ich eines bekennen muss:
Klar müssten wir theoretisch gar nicht sprechen, könnten Nähe-Distanz weiter spielen oder uns irgendwann zu nahe kommen, und sei es nur kurz. Aber:
"Möchte dieses "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe...-Ding" aber verhindern. Möchte Aussprache. Möchte klar sagen, dass ich seine Liebe völlig respektiere. Dass ich niemals in eine Beziehung pfuschen möchte. Dass er mir aber unvergleichlich viel gibt. Dass ich das nicht verlieren möchte. "
Das ist ja der Grund, warum ich Angst habe, dass wir Nähe-Distanz nicht weiter spielen werden: Er wird irgendwann sagen, "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe..." - Oder ich sage das.
Und meine Illusion war halt, dass wir uns durch ein Gespräch quasi auf Ratio-Ebene einig werden, dass gewisse Dinge nicht passieren dürfen, dass er aber auch keine Angst mehr vor mir haben soll:
"...ob nicht tatsächlich zumindest klargestellt werden muss, dass er seine Kälte sein lassen kann, da ich ihm garantieren kann und möchte, dass ich ihm nicht zu nahe komme. Und ich denke, er kann das auch garantieren."
Ok, mir wird klarer und klarer, dass wir uns damit wohl selbst was vormachen. Aber je häufiger er mich so ansieht, je häufiger diese Spannung sich zwischen uns auf unsere bequeme Freundschafts-Couch schiebt und uns davon aufscheucht, um so mehr häufen sich die Kälte-, gefolgt von den Krampf-Phasen. Und die Kältephasen hab ich noch gut ertragen, die waren immer sehr nützlich und schnell vorbei. Aber der Krampf, der dem jetzt gefolgt ist, ist furchtbar.
Das fühlt sich so an, als würde er dadurch weiter und weiter zurückgehen wollen aus Angst vor... . Ja, keine Ahnung, ob wir dieselben Dinge fürchten - ob ich dann der Dämon für ihn bin, der alles Schuld ist, der gemieden werden muss. Das tut weh. ;( Ich bin übrigens auch nicht der Urheber dieses Schlamassels. Sehr lange hatte er das alleine in der Hand. Aber wahrscheinlich wollte er dieses Ergebnis nicht haben. :tongue: --
Da ist es für mich einfacher, wenn wir uns einig über Abstand werden, als wenn er so vor mir "zurückkrampft". Das fühlt sich ehrlich gesagt ganz schlimm an, nach der ganzen Wärme, Zuwendung und Zuneigung.
-- Wir hatten letztens auch mal das Gespräch, ob ich eventuell mein eig. Vorhaben, da zu bleiben, fallenlassen muss, aufgrund best. geschäftl. Umstände o. anderer Zukunftsperspektiven.
(Hatte gar nix mit ihm zu tun, war noch ein Stadium, indem er zwar ab und zu "komisch schwingend" war, ich aber nicht.)
Auf das Thema hat er sehr aufmerksam-stockend reagiert; er meinte mit etwas nervöser Stimme und komischem Blick, dass er mir in diesem Punkt nicht als Freund raten könnte, da er "involviert" sei, sprich: er wolle mich nicht verlieren für den Laden.
Das Thema allgemein hat er dann vor kurzem nochmal angeschnitten, und wieder sagte er, er würde mir gern zuraten, wenn sich diese Chance bietet, sie zu ergreifen, aber er könne das nicht. Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Wortlaut, aber da war es plötzlich wieder so komisch...
kennst Du das, wenn man auf einmal das Gefühl hat, dass 50 Tonnen Unausgesprochenes zwischen den Blicken hängen, die man sich zuwirft - und einem dann auf den Fuß fallen? Es wäre ganz viel zu sagen gewesen auf einmal, es stand ganz viel in seinem Blick, wir hatten dann beide einen Kloß in der Kehle und es war sehr unangenehm. Er hat dann nicht weiter gesprochen, mitten im Satz, ich habe nur genickt.
Ich will die Wärme nicht verlieren, die er mir gibt, weiß aber um die Gefahren..
Und ich will nicht der Buhmann sein. Ich habe es satt, dass Männer mir gegenüber Gefühle entwickeln und ich bin es am Ende Schuld. :evil: Ohne anzufangen mit irgendwas, ohne anbaggern, ohne anmachen. Ich möchte, dass sie ihre Verantwortung selbst übernehmen. Aber ich sitze nach dem Gekrampfe hier und fühle mich schuldig, und frage mich: Was hab ich getan? Hätte ich schon abbrechen müssen, als es anfing, so richtig gutzutun, noch vor den "Schwingungen"?
Fakt ist aber, dass er mich so ansieht, sogar, wenn wir unter Leuten sind, wo ich es wirklich vorziehe, sachlich und professionell zu bleiben. Und er ist tatsächlich nicht die Marke "Frauenheld", der das ständig macht. Umso weniger verstehe ich das.
Und wie auch schon mal geschrieben, er wäre aber vermutlich in solch einem Gespräch eh nicht ehrlich:
"Man macht ja quasi eine "Büchse der Pandora" auf, wenn man zugibt, dass da etwas ist, was nicht sein soll. Und ich glaube, wir würden in solch einem Fall beide versuchen, den jeweils anderen und sich selbst vor einer Komplikation der Sache zu schützen, indem man nicht zwingend ehrlich wäre."
Vielleicht ist damit klarer geworden, warum ich die Dinge irgendwie nicht laufen lassen möchte: Es könnte irgendwann zu spät sein. Dann ist die Tür zu, er herrlich diszipliniert, und ich habe ihn und unsere Nähe verloren. Ganz abgesehen von dem Kollegen, den ich in Arbeitsfragen oft brauche. Der ist auch leider hier nicht zu ersetzen.
Noch zu Deiner letzten Aussage bez. "Katastrophe":
Natürlich ist Liebe das nicht.
Aber am Betrug beteiligt sein schon, finde ich.
Spreche da aus erlittener Erfahrung.
Klar kann es sein, dass wir uns irgendwann zu nahe kommen - wobei wir definitiv einigermaßen rechtzeitig die Kurve kriegen würden... ich glaube, dass er so gut bremsen kann wie ich, wenn es um Sex o.ä. geht.
Nein, ich mag meine Einstellung bez. nicht so treuen Männern nicht revidieren:
Dass er sich verlieben könnte, ist klar. Dass er eine Sehnsucht entwickeln könnte, die ihn zu mir oder einer anderen treibt, weg aus seiner Ehe, kann theoretisch auch passieren. Dass er irgendwann merkt, das, was er lebt, will er so nicht mehr, kann auch sein.
Und da hast Du eben Recht: Das ist seine Verantwortung. Ich finde, das sind Abläufe, Erkenntnisse oder Entscheidungen, die völlig unabhängig von einer etwaigen neuen Liebe ablaufen müssen. Denn von der einen zur anderen springt es sich immer schnell und unüberlegt. Dafür würde ich mich nicht hergeben. Er müsste sich trennen wg. seiner Ehe, nicht wegen mir. Als Dritter darf man höchstens der sein, der es demjenigen bewusst macht, nicht mehr.
Aber ja, ich weiß, dass ich hier naiv bin: Welcher Mann trennt sich, weil er nicht mehr glücklich ist und weil da eine andere ist, die ihn nicht sofort auffängt? Die noch nicht mit ihm geschlafen hat? Keiner.
Und ich wiederum finde es schlimm, mit jemandem zu schlafen, der jemanden an der Seite hat, der liebt und treu ist und Vertrauen hat. Das geht nicht, das tut so dermaßen weh, da muss man einfach rechtzeitig Halt machen. So sehe ich das.
Das mag romantisiert und illusorisch sein, aber das entspringt meinen persönlichen Erfahrungen.
Vielleicht glättet sich alles in und nach diese zwei Wochen... vielleicht verliert sich die Spannung von allein. Vielleicht finden wir auch eine Form v. Distanz, die uns erlaubt, schlimme Dinge zu vermeiden, aber ein wenig zwischen uns zu erhalten.
Fällt Dir zu diesem furchtbar langen Sermon noch was ein?
Und übrigens: Nein, ich werde in den zwei Wochen nicht dauernd an ihn denken. Aber ich muss zugeben: Ich würde mir sehr wünschen, dass er ab und zu an mich denkt. Und schon fühl ich mich wieder schuldig.
Vielen lieben Dank für die Geduld, Nuthello!
erstmal antworte ich Nuthello, Dir, LML, in einer zweiten Antwort, wird sonst zu lang!
Na, das war doch noch muckelig warm auf dem Scheiterhaufen... ;-)
Eigentlich finde ich es blöd, sich selbst zu zitieren, aber ich möchte das hier doch tun, da ich eines bekennen muss:
Klar müssten wir theoretisch gar nicht sprechen, könnten Nähe-Distanz weiter spielen oder uns irgendwann zu nahe kommen, und sei es nur kurz. Aber:
"Möchte dieses "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe...-Ding" aber verhindern. Möchte Aussprache. Möchte klar sagen, dass ich seine Liebe völlig respektiere. Dass ich niemals in eine Beziehung pfuschen möchte. Dass er mir aber unvergleichlich viel gibt. Dass ich das nicht verlieren möchte. "
Das ist ja der Grund, warum ich Angst habe, dass wir Nähe-Distanz nicht weiter spielen werden: Er wird irgendwann sagen, "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe..." - Oder ich sage das.
Und meine Illusion war halt, dass wir uns durch ein Gespräch quasi auf Ratio-Ebene einig werden, dass gewisse Dinge nicht passieren dürfen, dass er aber auch keine Angst mehr vor mir haben soll:
"...ob nicht tatsächlich zumindest klargestellt werden muss, dass er seine Kälte sein lassen kann, da ich ihm garantieren kann und möchte, dass ich ihm nicht zu nahe komme. Und ich denke, er kann das auch garantieren."
Ok, mir wird klarer und klarer, dass wir uns damit wohl selbst was vormachen. Aber je häufiger er mich so ansieht, je häufiger diese Spannung sich zwischen uns auf unsere bequeme Freundschafts-Couch schiebt und uns davon aufscheucht, um so mehr häufen sich die Kälte-, gefolgt von den Krampf-Phasen. Und die Kältephasen hab ich noch gut ertragen, die waren immer sehr nützlich und schnell vorbei. Aber der Krampf, der dem jetzt gefolgt ist, ist furchtbar.
Das fühlt sich so an, als würde er dadurch weiter und weiter zurückgehen wollen aus Angst vor... . Ja, keine Ahnung, ob wir dieselben Dinge fürchten - ob ich dann der Dämon für ihn bin, der alles Schuld ist, der gemieden werden muss. Das tut weh. ;( Ich bin übrigens auch nicht der Urheber dieses Schlamassels. Sehr lange hatte er das alleine in der Hand. Aber wahrscheinlich wollte er dieses Ergebnis nicht haben. :tongue: --
Da ist es für mich einfacher, wenn wir uns einig über Abstand werden, als wenn er so vor mir "zurückkrampft". Das fühlt sich ehrlich gesagt ganz schlimm an, nach der ganzen Wärme, Zuwendung und Zuneigung.
-- Wir hatten letztens auch mal das Gespräch, ob ich eventuell mein eig. Vorhaben, da zu bleiben, fallenlassen muss, aufgrund best. geschäftl. Umstände o. anderer Zukunftsperspektiven.
(Hatte gar nix mit ihm zu tun, war noch ein Stadium, indem er zwar ab und zu "komisch schwingend" war, ich aber nicht.)
Auf das Thema hat er sehr aufmerksam-stockend reagiert; er meinte mit etwas nervöser Stimme und komischem Blick, dass er mir in diesem Punkt nicht als Freund raten könnte, da er "involviert" sei, sprich: er wolle mich nicht verlieren für den Laden.
Das Thema allgemein hat er dann vor kurzem nochmal angeschnitten, und wieder sagte er, er würde mir gern zuraten, wenn sich diese Chance bietet, sie zu ergreifen, aber er könne das nicht. Ich erinnere mich nicht mehr an den genauen Wortlaut, aber da war es plötzlich wieder so komisch...
kennst Du das, wenn man auf einmal das Gefühl hat, dass 50 Tonnen Unausgesprochenes zwischen den Blicken hängen, die man sich zuwirft - und einem dann auf den Fuß fallen? Es wäre ganz viel zu sagen gewesen auf einmal, es stand ganz viel in seinem Blick, wir hatten dann beide einen Kloß in der Kehle und es war sehr unangenehm. Er hat dann nicht weiter gesprochen, mitten im Satz, ich habe nur genickt.
Ich will die Wärme nicht verlieren, die er mir gibt, weiß aber um die Gefahren..
Und ich will nicht der Buhmann sein. Ich habe es satt, dass Männer mir gegenüber Gefühle entwickeln und ich bin es am Ende Schuld. :evil: Ohne anzufangen mit irgendwas, ohne anbaggern, ohne anmachen. Ich möchte, dass sie ihre Verantwortung selbst übernehmen. Aber ich sitze nach dem Gekrampfe hier und fühle mich schuldig, und frage mich: Was hab ich getan? Hätte ich schon abbrechen müssen, als es anfing, so richtig gutzutun, noch vor den "Schwingungen"?
Fakt ist aber, dass er mich so ansieht, sogar, wenn wir unter Leuten sind, wo ich es wirklich vorziehe, sachlich und professionell zu bleiben. Und er ist tatsächlich nicht die Marke "Frauenheld", der das ständig macht. Umso weniger verstehe ich das.
Und wie auch schon mal geschrieben, er wäre aber vermutlich in solch einem Gespräch eh nicht ehrlich:
"Man macht ja quasi eine "Büchse der Pandora" auf, wenn man zugibt, dass da etwas ist, was nicht sein soll. Und ich glaube, wir würden in solch einem Fall beide versuchen, den jeweils anderen und sich selbst vor einer Komplikation der Sache zu schützen, indem man nicht zwingend ehrlich wäre."
Vielleicht ist damit klarer geworden, warum ich die Dinge irgendwie nicht laufen lassen möchte: Es könnte irgendwann zu spät sein. Dann ist die Tür zu, er herrlich diszipliniert, und ich habe ihn und unsere Nähe verloren. Ganz abgesehen von dem Kollegen, den ich in Arbeitsfragen oft brauche. Der ist auch leider hier nicht zu ersetzen.
Noch zu Deiner letzten Aussage bez. "Katastrophe":
Natürlich ist Liebe das nicht.
Aber am Betrug beteiligt sein schon, finde ich.
Spreche da aus erlittener Erfahrung.
Klar kann es sein, dass wir uns irgendwann zu nahe kommen - wobei wir definitiv einigermaßen rechtzeitig die Kurve kriegen würden... ich glaube, dass er so gut bremsen kann wie ich, wenn es um Sex o.ä. geht.
Nein, ich mag meine Einstellung bez. nicht so treuen Männern nicht revidieren:
Dass er sich verlieben könnte, ist klar. Dass er eine Sehnsucht entwickeln könnte, die ihn zu mir oder einer anderen treibt, weg aus seiner Ehe, kann theoretisch auch passieren. Dass er irgendwann merkt, das, was er lebt, will er so nicht mehr, kann auch sein.
Und da hast Du eben Recht: Das ist seine Verantwortung. Ich finde, das sind Abläufe, Erkenntnisse oder Entscheidungen, die völlig unabhängig von einer etwaigen neuen Liebe ablaufen müssen. Denn von der einen zur anderen springt es sich immer schnell und unüberlegt. Dafür würde ich mich nicht hergeben. Er müsste sich trennen wg. seiner Ehe, nicht wegen mir. Als Dritter darf man höchstens der sein, der es demjenigen bewusst macht, nicht mehr.
Aber ja, ich weiß, dass ich hier naiv bin: Welcher Mann trennt sich, weil er nicht mehr glücklich ist und weil da eine andere ist, die ihn nicht sofort auffängt? Die noch nicht mit ihm geschlafen hat? Keiner.
Und ich wiederum finde es schlimm, mit jemandem zu schlafen, der jemanden an der Seite hat, der liebt und treu ist und Vertrauen hat. Das geht nicht, das tut so dermaßen weh, da muss man einfach rechtzeitig Halt machen. So sehe ich das.
Das mag romantisiert und illusorisch sein, aber das entspringt meinen persönlichen Erfahrungen.
Vielleicht glättet sich alles in und nach diese zwei Wochen... vielleicht verliert sich die Spannung von allein. Vielleicht finden wir auch eine Form v. Distanz, die uns erlaubt, schlimme Dinge zu vermeiden, aber ein wenig zwischen uns zu erhalten.
Fällt Dir zu diesem furchtbar langen Sermon noch was ein?
Und übrigens: Nein, ich werde in den zwei Wochen nicht dauernd an ihn denken. Aber ich muss zugeben: Ich würde mir sehr wünschen, dass er ab und zu an mich denkt. Und schon fühl ich mich wieder schuldig.
Vielen lieben Dank für die Geduld, Nuthello!
Hey LML,
fein, dass Du wieder da bist und danke!
Ja, Du hast ja oben vermutlich schon mitbekommen, dass Deine Idee mit der Aussprache aktueller wird - wobie ich gerade Nuthello nochmal geschrieben habe, wie unsicher ich da bez. d. Wahrheit bin.
Wir wollen sicher beide nicht, dass es zu weit geht, ich will aber auch nicht, dass die Krampferei dazu führt, dass die ganze Vertrautheit zum Teufel geht - und ich will ihm auch nicht mit der Wahrheit in einem Gespräch so "mit dem Pfosten einen auf den Kopf verpassen", dass er danach dann die Flucht ergreift.
Viell. hat er sich ja auch schon was ausgedacht? Viell. meint er, durch das "gekrampft-freundschaftliche-Gespräche-führen" kriegt er eine sachliche Basis zwischen uns hin, die dann Schlimmeres verhindert?
Den Plan fände ich furchtbar. Dann lieber möglichst gar nicht mehr reden.
Und darüber müsste ich mich dann verbal auslassen - das kann ich ihm nicht mit Blicken und Verhalten klarmachen.
Wo ich schon seine diversen mittlerweile ins Innerste treffenden, mal Herz, mal Bauch betreffenden Blicke nicht interpretieren kann..
Übrigens weiß ich, dass er eine sehr starke Frau hat, die sehr die Fäden in der Hand hält, was er aber meiner Meinung nach auch braucht und/oder genießt.
Bei mir kann er dann stark sein, und viell. gefällt ihm dann die Abwechslung in der Rolle gut.
Im übrigen bin ich auch stark, würde aber so eine Beziehung nie führen können - in der ich die Dominante bin, die das Leben hauptsächlich lenkt.
Das meinte ich mit:
"Aber als Partnerschaft würde es, selbst ohne Bindung seinerseits und ohne gemeinsames Arbeiten, wohl nie funktionieren. Der "Büro-Mann" ist großartig, der "Freund" auch. Der "Mann" führt genauso eine Bindung, wie ich sie nie führen könnte."
Das noch zur Trennungsthematik: Der Job ist da auch wichtig: Ich halte es für hochgefährlich, unter Kollegen was anzufangen. Wenn das noch zum Scheitern einer Ehe führt, noch schlimmer. Da müsste man zumindest ein, zwei Jahre heimlich bleiben, um die Wogen hinterher zu glättten. Oder einer muss gehen. Oder beide. (Wobei bei ihm die Option eventuell in ein paar Jahren nochmal ansteht).
Zum Thema Freunde: Freunde in dem Sinne, dass man was unternimmt, sich gut unterhält und Spass hat, habe ich genug. Seelenfreunde, die ausnahmlos in alle Winkel von mir gucken können, die alles von mir wissen und mich wirklich liebhaben - das ist immer eine seltene und kostbare Konstellation. Die findet man nicht einfach so. Und da sind mir momentan zwei geblieben. Und meine beste Freundin bleibt. Im Zweifelsfalle reicht auch einer!
So, ich fahre jetzt heim. Und öffne ein kleines Weinchen. Und lese eines der Bücher, die schon auf mich warten.
Ich danke Euch für heute! Ihr seid lieb! Und Ihr habt gar keine Ahnung, wie sehr mir das hilft, von Euch zu lesen!
Herzliche Grüße
Katha
fein, dass Du wieder da bist und danke!
Ja, Du hast ja oben vermutlich schon mitbekommen, dass Deine Idee mit der Aussprache aktueller wird - wobie ich gerade Nuthello nochmal geschrieben habe, wie unsicher ich da bez. d. Wahrheit bin.
Wir wollen sicher beide nicht, dass es zu weit geht, ich will aber auch nicht, dass die Krampferei dazu führt, dass die ganze Vertrautheit zum Teufel geht - und ich will ihm auch nicht mit der Wahrheit in einem Gespräch so "mit dem Pfosten einen auf den Kopf verpassen", dass er danach dann die Flucht ergreift.
Viell. hat er sich ja auch schon was ausgedacht? Viell. meint er, durch das "gekrampft-freundschaftliche-Gespräche-führen" kriegt er eine sachliche Basis zwischen uns hin, die dann Schlimmeres verhindert?
Den Plan fände ich furchtbar. Dann lieber möglichst gar nicht mehr reden.
Und darüber müsste ich mich dann verbal auslassen - das kann ich ihm nicht mit Blicken und Verhalten klarmachen.
Wo ich schon seine diversen mittlerweile ins Innerste treffenden, mal Herz, mal Bauch betreffenden Blicke nicht interpretieren kann..
Übrigens weiß ich, dass er eine sehr starke Frau hat, die sehr die Fäden in der Hand hält, was er aber meiner Meinung nach auch braucht und/oder genießt.
Bei mir kann er dann stark sein, und viell. gefällt ihm dann die Abwechslung in der Rolle gut.
Im übrigen bin ich auch stark, würde aber so eine Beziehung nie führen können - in der ich die Dominante bin, die das Leben hauptsächlich lenkt.
Das meinte ich mit:
"Aber als Partnerschaft würde es, selbst ohne Bindung seinerseits und ohne gemeinsames Arbeiten, wohl nie funktionieren. Der "Büro-Mann" ist großartig, der "Freund" auch. Der "Mann" führt genauso eine Bindung, wie ich sie nie führen könnte."
Das noch zur Trennungsthematik: Der Job ist da auch wichtig: Ich halte es für hochgefährlich, unter Kollegen was anzufangen. Wenn das noch zum Scheitern einer Ehe führt, noch schlimmer. Da müsste man zumindest ein, zwei Jahre heimlich bleiben, um die Wogen hinterher zu glättten. Oder einer muss gehen. Oder beide. (Wobei bei ihm die Option eventuell in ein paar Jahren nochmal ansteht).
Zum Thema Freunde: Freunde in dem Sinne, dass man was unternimmt, sich gut unterhält und Spass hat, habe ich genug. Seelenfreunde, die ausnahmlos in alle Winkel von mir gucken können, die alles von mir wissen und mich wirklich liebhaben - das ist immer eine seltene und kostbare Konstellation. Die findet man nicht einfach so. Und da sind mir momentan zwei geblieben. Und meine beste Freundin bleibt. Im Zweifelsfalle reicht auch einer!
So, ich fahre jetzt heim. Und öffne ein kleines Weinchen. Und lese eines der Bücher, die schon auf mich warten.
Ich danke Euch für heute! Ihr seid lieb! Und Ihr habt gar keine Ahnung, wie sehr mir das hilft, von Euch zu lesen!
Herzliche Grüße
Katha
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