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Wie "Kollegialität" retten und Gefühle umschiffen?

65 Antworten4'710 AufrufeGestartet von Katharina66 ·

#21
"Möchte dieses "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe...-Ding" aber verhindern. Möchte Aussprache. Möchte klar sagen, dass ich seine Liebe völlig respektiere. Dass ich niemals in eine Beziehung pfuschen möchte. Dass er mir aber unvergleichlich viel gibt. Dass ich das nicht verlieren möchte. "
Mach's oder lass es bleiben. Ich denk er weiss das schon.

Das ist ja der Grund, warum ich Angst habe, dass wir Nähe-Distanz nicht weiter spielen werden: Er wird irgendwann sagen, "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe..." - Oder ich sage das.
Diese Gefahr halte ich für gering, obwohl nicht auszuschliessen ist, dass es irgendwann auf die eine oder andere Seite kippt.

Und meine Illusion war halt, dass wir uns durch ein Gespräch quasi auf Ratio-Ebene einig werden, dass gewisse Dinge nicht passieren dürfen, dass er aber auch keine Angst mehr vor mir haben soll:
Er hat keine Angst vor dir, sondern höchstens vor seinen eigenen Gefühlen.

Und die Kältephasen hab ich noch gut ertragen, die waren immer sehr nützlich und schnell vorbei. Aber der Krampf, der dem jetzt gefolgt ist, ist furchtbar.
Hier sehe ich das einzige, was du ihm vielleicht bei Gelegenheit wirklich mal sagen (oder schreiben?) solltest.

er wolle mich nicht verlieren für den Laden.
Siehst du?

Es wäre ganz viel zu sagen gewesen auf einmal, es stand ganz viel in seinem Blick, wir hatten dann beide einen Kloß in der Kehle und es war sehr unangenehm. Er hat dann nicht weiter gesprochen, mitten im Satz, ich habe nur genickt.
Und warum nicht einfach dies so stehen lassen? Es wäre dann auch wie sozusagen weniger "platzgreifend".

Und wie auch schon mal geschrieben, er wäre aber vermutlich in solch einem Gespräch eh nicht ehrlich:
Gut möglich, darum auch meine Skepsis.

"Man macht ja quasi eine "Büchse der Pandora" auf, wenn man zugibt, dass da etwas ist, was nicht sein soll. Und ich glaube, wir würden in solch einem Fall beide versuchen, den jeweils anderen und sich selbst vor einer Komplikation der Sache zu schützen, indem man nicht zwingend ehrlich wäre."
Das mit der Büchse der Pandora seh ich zwar nicht so dramatisch. Aber vielleicht macht ein solches Gespräch die Sache tatsächlich tendenziell eher komplizierter als einfacher.

Vielleicht ist damit klarer geworden, warum ich die Dinge irgendwie nicht laufen lassen möchte:
Ehlich gesagt: Nicht wirklich. Wahrscheinlich hast du ganz persönlich ein Problem mit dem "Laufenlassen"

Es könnte irgendwann zu spät sein. Dann ist die Tür zu, er herrlich diszipliniert, und ich habe ihn und unsere Nähe verloren.
Aber nicht wegen einer simplen Unterlassung, schon eher, wenn er dich insgesamt als zu fordernd erleben würde.

ich glaube, dass er so gut bremsen kann wie ich, wenn es um Sex o.ä. geht.
Klar, wer kann das nicht, solange es tatsächlich NUR um Sex o.ä. geht ;)

Nein, ich mag meine Einstellung bez. nicht so treuen Männern nicht revidieren:
Mit 43 fänd ich's aber schon langsam Zeit :D

Ich finde, das sind Abläufe, Erkenntnisse oder Entscheidungen, die völlig unabhängig von einer etwaigen neuen Liebe ablaufen müssen.
Gemäss Lehrbuch, einverstanden. Aber im Leben gibt's manchmal auch hybride Erscheinungen.

Aber ja, ich weiß, dass ich hier naiv bin: Welcher Mann trennt sich, weil er nicht mehr glücklich ist und weil da eine andere ist, die ihn nicht sofort auffängt? Die noch nicht mit ihm geschlafen hat? Keiner.
Und wenn's einen gäbe, würde er's still für sich behalten und sicher nicht zur Nachahmung empfehlen.

Vielleicht finden wir auch eine Form v. Distanz, die uns erlaubt, schlimme Dinge zu vermeiden, aber ein wenig zwischen uns zu erhalten.
Es wird auch im besten Fall eine ständige Gratwanderung bleiben.
Fällt Dir zu diesem furchtbar langen Sermon noch was ein?
Stimmt, weniger wäre mehr :trost:

Nein, ich werde in den zwei Wochen nicht dauernd an ihn denken.
Denk an wen du willst, aber MACH was für dich, deine eigenen Interessen. Das scheint mir das zentrale, dass du dich schwergewichtig mal den Leerstellen in deinem sozialen Leben zuwendest. Das ist mithin der einzige Punkt, in dem man dir einen Vorwurf machen könnte, wenn's zu einem Debakel käme (d.h. den der Unterlassung).
Vielen lieben Dank für die Geduld, Nuthello!
Gern geschehn :)

#22
Wo ich schon seine diversen mittlerweile ins Innerste treffenden, mal Herz, mal Bauch betreffenden Blicke nicht interpretieren kann..
Die Brisanz der Angelehenheit ist tatsächlich nicht zu unterschätzen.

Übrigens weiß ich, dass er eine sehr starke Frau hat, die sehr die Fäden in der Hand hält, was er aber meiner Meinung nach auch braucht und/oder genießt.
Die Frauen sind sich offenbar wieder mal einig, aber ich würde, wenn ich jetzt z.B. in der Rolle seines Therapeuten wäre, das Experiment "gleichwertige Beziehung mit jüngerer Kollegin" als durchaus ernstzunehmende, verlockende und irgendwie "gesunde" Option ansehen.

#23
Hey Nuthello,

danke! Ich versuchs KURZ;):

Du denkst, er weiß schon, dass ich absolute Skrupel habe, ihm in seine Beziehung zu pfuschen. Woher hast Du die Sicherheit? Ich hab es schon erlebt, dass ein Mann "Regungen" entwickelte, aber die Frau war es am Ende alleine schuld..weil sie eine rücksichtslose Ehebrecherin war - und er ihr "irgendwann" ja nicht mehr widerstehen konnte. Das war eine gute Bekannte von mir, der "Vorlauf" spielte sich unter unser aller Augen ab, und er war tatsächlich die "treibende Kraft" - was ihr ihre Schuld nicht nimmt, aber seine Darstellung war am Ende SEHR verschoben. Scheint für manche einfacher zu sein, es so zu drehen. War nicht schön für sie. Will ich nicht erleben. Will, dass er weiß, was ich fühle und denke.

Du schreibst, er hat keine Angst vor mir, sondern vor seinen Gefühlen.

Was macht Dich da sicher? Damit könnte ich leben, geht mir ja auch so. Aber wie oben erklärt, will ich, dass auf beiden Seiten klar ist, dass jeder für sich die Verantwortung trägt.

Ja, er wollte mich nicht verlieren FÜR DEN LADEN: Als ARBEITSKRAFT, die den job viell. ganz gut macht. Beim zweiten Mal, als er das Thema nochmal anschnitt und diffus persönlicher wurde, bleibt es trotzdem reine Spekulation, ob er mich als Menschen nicht verlieren will. Ich komme jetzt halt in die Phase, in der ich solche Dinge langsam wissen will. Habe aber trotzdem Angst vor den Konsequenzen. Und so lange muss ich "die Kugel noch schieben".

Zum Thema "Tür zu", dass Du meinst, er würde sie nur schließen, wenn er mich als zu fordernd erlebt: Ich kann mir auch vorstellen, dass ihm jetzt mit Abstand bewusst wird, wo das offenbar gerade hinschippert - da wäre es geradezu "Lehrbuch-vorbildlich", wenn er aus Sicherheitsgründen die ganz kalte Tour fahren würde. Wir arbeiten ja nicht eng zusammen, tauschen uns nur sehr viel aus. Der Laden geht nicht unter, wenn er das lässt. Ich hätte allerdings einige Schwierigkeiten bei bestimmten Prozessen - und auch sein Rat in geschäftl. Hinsicht hat bisher sehr vieles vereinfacht.

Die 66 ist nicht mein Geburtsjahr:o

Ich schippere fröhlich in den Dreißigern herum. Schreibst Du mir jetzt nicht mehr? :P

Dass es "Hybride Erscheinungen" gibt (sehr witzig, wir bearbeiten das Thema gerade in einem anderen Kontext) ist mir wohl bewusst. Aber ich hätte immer Angst, dass ein Mann, der mit mir seine Frau betrügt, mich dann ebenso betrügen würde. Und da habe ich einiges mit einem Helden hinter mir, das reicht leider fürs Leben..

Zum letzten trau ich mich momentan nichts zu schreiben (Therapeut und so), nur so viel: Ich kenne mich leider mit einem best. Typus Mann sehr gut aus, dem, der, wenns eng wird, nicht sehr stark ist. Und obwohl er sich sonst massiv von allen unterscheidet, die ich vorher kannte: Er wirkt auch so, als würde er best. Schritte o. Entwicklungen nie wagen. - Klar kann er irgendwann aus dem m. ihr gemeinsamen Muster "herauswachsen". Aber ob er die Konsequenzen ziehen würde? Und das ist schließlich auch wirklich ganz allein sein Thema. Drüber nachdenken darf ich mal, aber der Rest geht mich nichts an.

Ich muss noch PM und Thread schreiben, daher seid Ihr/bist Du jetzt erlöst..

Außerdem wartet mein Buch:)

Herzlichen Dank!

Alles Liebe

Katha

#24
Du denkst, er weiß schon, dass ich absolute Skrupel habe, ihm in seine Beziehung zu pfuschen. Woher hast Du die Sicherheit?
Sicher bin ich nicht, ist nur mein Eindruck, aufgrund des Gesamteindrucks, den deine Schilderungen vermitteln. Vielleicht vermische ich es auch mit dem, was ich in meinem eigenen Umfeld mitbekommen habe. Aber ich denke schon, dass aufgrund all dessen, was zwischen euch zwar unausgesprochen, aber dennoch klar ist, eigentlich wissen müsste.

Ich hab es schon erlebt, dass ein Mann "Regungen" entwickelte, aber die Frau war es am Ende alleine schuld..weil sie eine rücksichtslose Ehebrecherin war - und er ihr "irgendwann" ja nicht mehr widerstehen konnte. Das war eine gute Bekannte von mir, der "Vorlauf" spielte sich unter unser aller Augen ab, und er war tatsächlich die "treibende Kraft" - was ihr ihre Schuld nicht nimmt, aber seine Darstellung war am Ende SEHR verschoben. Scheint für manche einfacher zu sein, es so zu drehen.
Klar, vor allem, wenn niemand mit der nötigen Entschiedenheit und Klarheit widerspricht und man ihm kampflos die Definitionshoheit überlässt :mauer:

Will, dass er weiß, was ich fühle und denke.
Für den Fall, dass .............. ?(Hab mir inzwischen überlegt, ob ich eine Flasche Wein darauf wetten würde, dass ihr in spätestens zwei Jahren zusammen seid - dachte irgendwie, die Frage sei nicht mehr ob, sondern nur noch wann und zu welchen Bedingungen :D

Also, er weiss ja aus deinem Verhalten, dass du

a) es voll respektierst, wenn er sich zeitweilig zurückzieht und

B) dass, wenn er es nicht tut, du selber "nötigenfalls" auf die Bremse trittst.

Wenn du noch mehr Sicherheit brauchst - ich frag mich aber wirklich wozu :nono: -, dann kannst du natürlich schon mal nachfragen, ober mach wenn möglich keine allzu grosse Sache daraus. Kennt er den oben erwähnten Fall auch, oder einen ähnlichen? Wäre ideal, dann könntest du ihm mal relativ unverfänglich etwas auf den Zahn fühlen.

Du schreibst, er hat keine Angst vor mir, sondern vor seinen Gefühlen.

Was macht Dich da sicher? Damit könnte ich leben, geht mir ja auch so.
s. oben; ich hab einfach stark das Gefühl, dass vieles zwischen euch wirklich auf Gegenseitigkeit beruht.
Aber wie oben erklärt, will ich, dass auf beiden Seiten klar ist, dass jeder für sich die Verantwortung trägt.
Wenn das wirklich noch nicht klar ist - und für einen halbwegs aufgeklärten Zeitgenossen müsste es das doch eh sein, oder nicht? - dann musst du's eben klarstellen, fragt sich dann in welcher Form.
Weiss seine "Alte" eigentlich von deiner Existenz? Kensst du sie? Könnte man sie allenfalls in eine solche Besprechung einbeziehen?

Und wie stellt er sich denn so im allgemeinen zu Fragen wie Verantwortung, Vaterschaft etc.?

Ja, er wollte mich nicht verlieren FÜR DEN LADEN: Als ARBEITSKRAFT, die den job viell. ganz gut macht. Beim zweiten Mal, als er das Thema nochmal anschnitt und diffus persönlicher wurde, bleibt es trotzdem reine Spekulation, ob er mich als Menschen nicht verlieren will.
Das seh ich anders.
Ich komme jetzt halt in die Phase, in der ich solche Dinge langsam wissen will.
Nixverstan :schief:
Zum Thema "Tür zu", dass Du meinst, er würde sie nur schließen, wenn er mich als zu fordernd erlebt: Ich kann mir auch vorstellen, dass ihm jetzt mit Abstand bewusst wird, wo das offenbar gerade hinschippert
aha, also doch :D
- da wäre es geradezu "Lehrbuch-vorbildlich", wenn er aus Sicherheitsgründen die ganz kalte Tour fahren würde.
Nach meinem Lehrbuch erst, nachdem wirklich etwas "passiert" ist :D
Schreibst Du mir jetzt nicht mehr? :P
Jetzt ist's natürlich eh zu spät, hättest du mir das doch gleich geagt :tongue:
Dass es "Hybride Erscheinungen" gibt (sehr witzig, wir bearbeiten das Thema gerade in einem anderen Kontext) ist mir wohl bewusst.
Seid ihr eigentlich in der Autobranche, oder was verkauft ihr in eurem Laden?
Aber ich hätte immer Angst, dass ein Mann, der mit mir seine Frau betrügt, mich dann ebenso betrügen würde. Und da habe ich einiges mit einem Helden hinter mir, das reicht leider fürs Leben..
1. Ein gewisses Restrisiko ist nie auszuschliessen, übrigens auch auf Seiten der Frau2. Klar gibt's die notorischen Schwerenöter, aber so einer scheint er ja nicht gerade zu sein.

3. Dann gibt's solche, die in irgendeiner Phase des Lebens mal so richtig ihre Hörner abstossen zu müssen, im Gegensatz zu den Frauen oft auch erst in "gesetzterem" Alter. Ob er jetzt vor dieser Phase steht, kann ich nicht beurteilen. (Möglich wär's natürlich, wenn er sich von der anderen bemuttern lässt :( )

Er wirkt auch so, als würde er best. Schritte o. Entwicklungen nie wagen.
Wenn du mal brainstorminmässig deiner Phantasie freien Lauf lässt, wie siehst du ihn dann vorgehen?
aber der Rest geht mich nichts an.
Oder mittlerweilen doch??? :nono:
Außerdem wartet mein Buch:)
Die sind in der Regel ziemlich geduldig. Was liest du denn?

bearbeitet #25
Hey, das gibts nicht, der Nuthello...

(der Name erinnert mich irgendwie an eine Eifersuchtsschlacht mit Haselnusscreme, klingt spannend. Kannste ja mal erklären... =) )

Die letzte Frage zuerst: "Die blaue Kuppel der Erinnerung" von Lars Saabye Christensen, bin auf den letzten Seiten. Aber an "Yesterday" kommt es leider doch nicht heran..

"Weiss seine "Alte" eigentlich von deiner Existenz? Kensst du sie? Könnte man sie allenfalls in eine solche Besprechung einbeziehen?"

Das meinst Du jetzt aber nicht ernst? :eek:

[You know the facts ;-)]

"Und wie stellt er sich denn so im allgemeinen zu Fragen wie Verantwortung, Vaterschaft etc.?"

Vaterschaft? Keine Ahnung.... Es war wohl schnell klar, dass das bei ihnen schwierig wird, und er scheint sich ohne Probleme damit arrangiert zu haben. Viell. mag er Kinder gar nicht? Spricht aber so manches dagegen.

Verantwortung: In ihrer Beziehung enorm, nach dem, was er erzählt hat. Zu beiden Punkten PM, ok?

"das seh ich anders" finde ich natürlich sehr spannend...Warum? Er hat das beim ersten Mal wirklich auf die Arbeit bezogen, er wäre betroffen und kann deshalb nicht objektiv zum Gehen raten.

"Ich komme jetzt halt in die Phase, in der ich sowas wissen will"... soll heißen, ich bin jetzt in einem Stadium, wo es sein kann, dass ich ihn verliere. Dann will ich eigtl. auch nicht mehr spekulieren u. interpretieren. Aber wie gesagt, Wahrheit kostet wohl auch ihn Überwindung... und seine Pandora-Büchse ist dann definitiv offen, sollte da was sein: "Benenne den Feind und töte ihn".. Sprich: Lass die Finger von dieser Frau, das geht schon viel zu tief.. oder so. Ich weiß, ich spekuliere schon wieder.

"daß ihm jetzt mit Abstand bewusst wird, wo das gerade hinschippert" - damit ist gemeint, dass er in den 2 Wochen viell. realisiert, dass zuviel "Schwingungen" mit reingespielt haben... und er es m.d.Angst kriegt und ganz schnell der liebe, brave wird - was ich grundsätzlich richtig finde -- aber mir würde die Version des braven, der trotzdem die Tür nicht zumacht und nicht gefühlskalt wird, besser gefallen.

Thema Hörner abstoßen: PM

"Er würde bestimmte Schritte nie wagen..." Brainstorm? Oje...

Ich denke tatsächlich, dass er entweder alles so laufen lässt wie bisher, oder sich zurückzieht. Kann mir bei ihm auch vorstellen, dass das Angucken etc. ziemlich lange so bleibt. Kann mir allerdings auch vorstellen, dass auch ich das sehr lange fahren würde..

Keiner von uns ist da der "aktive Drecksack".

Könnte höchstens sein, dass solch ein Gespräch - je nachdem wo es stattfindet und in welcher psych. Verfassung wir sind, dahingehend schiefgeht, dass da irgendwelche Gefühle frei würden. Da sehe ich uns aber auch nicht sehr weit gehen. Und vor allem hätte ich vor sowas Angst... wg. d. Konsequenzen, egal, wie die aussähen.

Und er wirkt auf mich nach wie vor erz- und prinzipientreu. Etwa so, wie ich die moralisch feste, unglücklich Liebende auf lange Zeit mimen könnte...

Mehr weiß ich dazu aktuell nicht.

PM folgt, wenn Du erlaubst.

Herzliche Grüße

Katha

#26
Bin noch am lesen und absorbieren, aber hätte da mal noch zwei Fragen:

- Angenommen, du hättest drei Wünsche frei und könntest beide, Kumpel und Ex, kriegen und zwar zu deinen Bedingungen und Konditionen (im Rahmen von Sitte und Anstand natürlich :D ): Für welchen würdest du dich denn entscheiden?

- Ist das Thema Kinder für dich abgeschlossen?

#27
Noch vergessen:

"Klar kann er irgendwann aus dem m. ihr gemeinsamen Muster "herauswachsen". Aber ob er die Konsequenzen ziehen würde? Und das ist schließlich auch wirklich ganz allein sein Thema. Drüber nachdenken darf ich mal, aber der Rest geht mich nichts an."

Oder mittlerweile doch? fragst Du.

Ich will mich da partout nicht einmischen. Die eine Seite in mir sagt: "Er ist glücklich, so wie es ist. Und falls nicht, hätte er wie so viele gern eine Abwechslung/Ergänzung, aber er weiß eben, wo er hingehört."

Die andere Seite in mir sagt: "In einem Entwicklungsstadium war das gut, aber wenn er eine gewisse Reifung durchmacht, passt ihm der Schuh vielleicht nicht mehr. Dann müssten sie sich gemeinsam entwickeln oder es wäre vorbei."

Aber mal ehrlich: Ich habe da keine Einblicke. Ich weiß absolut nichts über deren Nähe. Und ich finde wirklich, dass mich das nichts angeht. Das ist sein Ding. Da soll er den Weg der Seligkeit finden. Und ich will das nicht beeinflussen.

Und hierzu (Will, dass er weiß, was ich fühle und denke.):

Für den Fall, dass .............. ?

(Hab mir inzwischen überlegt, ob ich eine Flasche Wein darauf wetten würde, dass ihr in spätestens zwei Jahren zusammen seid - dachte irgendwie, die Frage sei nicht mehr ob, sondern nur noch wann und zu welchen Bedingungen

-- Für den Fall, dass er sich jetzt zurückzieht, womöglich noch mit der Attitüde, dass es ja an mir läge - dann möchte ich gern zu "meinen Vergehen und Gefühlen" stehen, aber erwarte dasselbe von ihm.

Wenn jetzt alles kaputt wäre, dann würde ich wenigstens gern die Wahrheit auf dem Tisch haben. ich will ja auch noch so viel wissen, wenn ich ehrlich bin.

In punkto Wein: Er und ich, wir lieben Wein. Werde das gern 2011 beherzigen, sollten da Dinge geschehen, die mich denken lassen: "Ach ja, Nuthello...."

#28
letzte mail v. dir - antwort:

1. ich fürchte, den, der später kam...

2. eigt. nein. aber aufgrund der planung, dass ich nicht überstürzt mit jemandem... und dass ich erst lange testen müsste, ob der nächste überhaupt passt... würde es eh SEHR ENG werden. Weshalb ich mich schon m.d.traurigen Richtungsentscheidung - Kind oder Karriere - auseinandersetze...seit ca. einem halben Jahr

Ich müsste jetzt halt Abschied v. einem Lebensentwurf nehmen, mit meinem Ex geht die Möglichkeit...

Rest evt. per PM; falls Fragen

:-)

Gute Nacht!

#29
Kurzes Update: Je länger desto mehr geht mir durch den Kopf, ob das nicht eine jener Situationen sein könnte, wo es eh früher oder später zu einem Riesenknall kommt - völlig unvermeidlich .....

#30
Erstmal danke, lieber Nuthello,

dass Du Dich durch das alles durchfräst und Dich immer wieder meldest - ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist..

Außerdem ist das Thema wohl "unsympathisch", mit meinem Ex vor Jahren war ich hier auf der sicheren Seite; jetzt habe ich zwar noch nichts "riskiert", aber ich habe schon das Gefühl, dass viele denken, "soll sie sich doch zurückziehen, das wäre anständig."

Liebe Leute, so habe ich früher auch gedacht. Und eben weil ich den Schmerz einer Betrogenen sehr durchlitten habe, weiß ich, worum es geht. Und ich verliere das NICHT 1 SEKUNDE aus den Augen, auch wenn ich mich zwischendurch manchmal gedanklich nur zw. ihm und mir wiederfinde...Ich vergesse meine Verantwortung nicht.

Zu Dir, lieber Nuthello: "Riesenknall" löst in mir Angst und Schrecken aus und hat eine rein negative Bedeutung...irgendwie bin ich kein Held. Ich bin nicht der Typ Frau, der aus solchen heiklen Situationen gut herausgeht, glaube ich.

Wenn er der Held ist, zu dem ich ihn zwischendurch mache, wird er mich auch sehr verletzen müssen. Als seine Partnerin würde ich das auch "verlangen"/erwarten. :(

Hat Dein letzter Eintrag was mit den Details zu tun, die ich Dir per PM gemailt habe? Wie bewertest Du das ganze?

Nein, keine Sorge, ich habe Geduld und weiß Deine Mühe zu schätzen... aber nach einigen Stunden konzentrierten Arbeitens und einer schönen Pause mit den Kolleginnen packt mich jetzt wieder so eine diffuse Nervosität, Verwirrung und Angst.

Übrigens ist es da gut, dass wir uns nach seiner Rückkehr nur kurz sehen... dann bin ich nämlich erstmal weg. Trotzdem habe ich Angst vor der Zukunft. Diese Sitaution kann nicht gut für mich ausgehen.

Meine Freundin meinte eben zu mir, dass sie schon öfter den Eindruck gehabt hätte, dass ich viel zu viel in einem Mann ausgelöst habe, womit diese dann jeweils nicht umgehen konnten - nach dem Motto: faszinierend, aber beängstigend (nicht ich, sondern das, was ich auslöse). Sie habe nichts erkennen können, was ich anders hätte machen sollen.. Sie macht sich Sorgen, dass das auch hier so passieren könnte.

Aber ich war so, wie ich bin. Wie sie mich auch kennt. Wir kennen uns seit fast 20 Jahren.

Heute ist ein dunklerer Tag, was diese Geschichte betrifft. Werde gleich nochmal mit meiner Freundin telefonieren, und mir dann einen schönen Film reinziehen. Ich bin müde, und brauche dringend eine gute Nacht.

Die wünsche ich von Herzen auch Euch da draußen (vor allem Dir, Nuthello, der Du Dir den letzten Abend u.a. wg. mir sehr verlängert hast)

Katha

#31
@Nuthello: vergessen in PM: provoziert? wann? wie? nicht bewusst!

@Mr. N and all: eine erholsame Nacht ohne Leid!

Bis bald,

Katha

#32
Außerdem ist das Thema wohl "unsympathisch", mit meinem Ex vor Jahren war ich hier auf der sicheren Seite; jetzt habe ich zwar noch nichts "riskiert", aber ich habe schon das Gefühl, dass viele denken, "soll sie sich doch zurückziehen, das wäre anständig."

Ich glaube nicht, dass das Thema in dem Sinne "unsympathisch" ist. Viel eher denke ich aber, dass es relativ schwer ist, einzuhaken und dir mögliche Tipps oder Gedankenanstöße zu geben, weil du im Grunde ja selber alles ziemlich im Detail bereits durchexerziert hast. Da kann man schwer andocken... geht mir zumindest so.

Ja, ein Kollege spielt jetzt hier eine Rolle... Dieser Kollege jetzt ist verheiratet. Ich bin früher massiv betrogen worden. Ich weiß, wie es ist, unglücklich zu lieben. Weiß aber auch, wie es ist, betrogen zu werden. Daher kommt es ABSOLUT NICHT für mich in Frage, Gefühlen für einen gebundenen Mann nachzugeben, wie auch immer...

Registriert, dass er nicht nur geschlechtsloser lieber Kollege, sondern Mann. Z. Teil eindeutige sex. Schwingungen/Blicke gefühlt, denen er nie nachgeben würde...

Immer war auch klar, was auch immer ich bei ihm ungewollt auslöse, er weiß, wo er hingehört.

An dem Tag, an dem er es nicht mehr wüsste, wäre er bei mir "unten durch"...

Möchte dieses "jetzt wird es irgendwie komisch, jetzt ziehe ich mich zurück, ehe...-Ding" aber verhindern. Möchte Aussprache. Möchte klar sagen, dass ich seine Liebe völlig respektiere. Dass ich niemals in eine Beziehung pfuschen möchte...

Denn natürlich ist er mir längst zu wichtig. Aber ich will wirklich nichts zerstören. -- Gar nicht reden? So weitermachen? - Dann gibt es weiter so viel Ungeklärtes, soviel Vor und Zurück. Andererseits: Kein Mann würde in so einer Situation die Wahrheit sagen, es sei denn, die Wahrheit beschränkt sich auf Kümmerer-Instinkt und/oder Ego-Schaukelei...

Und das ist halt meine Sorge im Hinblick auf eine Aussprache:

Ich habe das Gefühl, dass er nicht ehrlich wäre. Es sei denn, es ist ein reines "Kümmerer-Gen" bei ihm oder er braucht das für sein Ego. Dann würde er das als Freundschaft plus ein wenig Ablenkung bei der Arbeit höflich umschreiben, vermute ich...

Ist ihm aber bewusst, dass wir uns da allmählich immer tiefer in einer merkwürdigen Grauzone aufhalten, dann schätze ich (nach meinen bisherigen Erfahrungen mit Männern), dass er (vor allem MIR gegenüber) nicht dazu stehen würde.

Und ich könnte das verstehen. Denn eigentlich ist auch ohne Aussprache klar: dann wäre Distanz das einzig wahre Mittel. Denn für mich kommt es wie gesagt nicht in Frage, zu riskieren, dass irgendetwas zu weit geht. Und er ist einfach wirklich ein liebender, treuer Mann, denke ich. Der Prinzipien hat. Was ihn nicht hindert, Gefühle zu entwickeln und die bisweilen zu zeigen. Aber ich glaube, er hält das nur aus, solange es nicht "real" im Sinne von "bewusst" und "ausgesprochen" ist.

Wenn er aufhören könnte, mich so anzusehen, wie er das leider immer häufiger macht, wäre uns schon geholfen.

Und da ich nicht glaube, dass das Problem bei ihm emotional besonders ernst ist, die Folgen aber sind, dass wir uns beide zurückziehen, völlig befangen sind und verklemmt und misstrauisch miteinander umgehen, bis er dann neue Nähe sucht, könnte ein ehrliches Gespräch vielleicht wirklich helfen.
Drei Dinge sind, nach deinen eigenen Ausführungen, glasklar:

1. Es wird nix "schlimmes" passieren, weil ihr euch beide unter Kontrolle habt und euren Gefühlen nicht nachgeben werdet. Das hast du immer wieder betont, also kannst du diese vermeintliche Baustelle abhaken.

Jeder weitere Gedanke an diesen Sachverhalt, nach dem Motto "man weiß ja nie wirklich, was doch z.B. durch eine kurze ungewollte Umarmung passieren kann", relativiert deine eigene konsequente Haltung.

2. Du willst ein freundschaftliches Verhältnis erhalten und hast Angst vor Gekrampfe. Dieses Gekrampfe entsteht nach deiner Ansicht immer dann, wenn ihr euch kurzzeitig zu nah kommt. Aus diesem Grund möchtest du

3. eine Aussprache, vor der du aber großen Respekt hast, weil du befürchtest, sie könnte von ihm aus nicht ehrlich geführt werden.

Du selber hast dir bereits vor Tagen folgende Strategie zurecht gelegt:

1) Ich nutze die zwei Wochen, um Abstand von meinem Kollegen zu bekommen. Versuche, die Gedankenschraube anzuhalten, ob der Abstand ihn genug "festigt", um wieder normal zu mir zu sein.

2)Wenn er wieder da ist, und wir sollten Zeit verbringen: Ist er wie immer, kommentiere ich das Problem erstmal nicht. Hält das Gekrampfe an, aber er sucht trotzdem den üblichen Kontakt, nehme ich all meinen Mut zusammen und versuche, offen und ehrlich mit ihm zu reden. Auch wenn ich eine Schei..-Angst habe, dass er so oder so drumherum reden will.

3) Meinem Ex (der mich zurückwill und mich seit ziemlich langer Zeit um ein weiteres Gespräch bittet, dem ich letzes Jahr gesagt habe, es gäbe nur ein Zurück, wenn die Vorzeichen bei ihm sich ändern) werde ich zuhören. Ich werde sachlich sein und auf meinen Bauch hören. Ich werde mich nochmals verabschieden oder aber alles ganz neu durchdenken müssen (was ich nicht glaube, da er zu 98 % dasselbe will wie anno tobak).

4) Ich werde versuchen, diffuses Vermissen meines Kollegen, so es denn in mir auftritt, zu ignorieren.
Ich komme nochmal auf meinen ersten Satz zurück. Ich denke nicht, dass das Thema "unsympathisch" ist. Aber... es ist wohl alles gesagt. Du hast sogar bereits eine Strategie für dich entwickelt... hältst dich aber nur bedingt daran... denn anstatt die Zeit zu nutzen und die Gedankenschraube anzuhalten, machst du ja genau dort immer weiter. Und dringst immer weiter in Details ein (seine Frau, Kinder, was er denken könnte, usw.), die dir aber zumindest momentan nicht weiterhelfen. Glaube ich zumindest.

Das einzige, womit ich mich an deiner Stelle wohl beschäftigen würde:

Wie gelingt dir ein konstruktives Gespräch? Wie willst du den für dich schwierigen Sachverhalt ansprechen? Wie kannst du das Gespräch so geschickt führen, dass er eben nicht wie von dir befürchtet ausweicht und unehrlich ist?

Nach meiner Meinung geht es doch nur noch einzig um eine gute Gesprächsführung, vielleicht auch um zwei oder drei, falls es nicht so gut läuft. Alles andere ist doch eigentlich relativ klar... oder?

Herzliche Grüße und alles Gute!

bearbeitet #33
Ich glaube nicht, dass das Thema in dem Sinne "unsympathisch" ist. Viel eher denke ich aber, dass es relativ schwer ist, einzuhaken und dir mögliche Tipps oder Gedankenanstöße zu geben, weil du im Grunde ja selber alles ziemlich im Detail bereits durchexerziert hast. Da kann man schwer andocken... geht mir zumindest so.
Sry Punk, daran sind wohl Katha und ich schuld, weil wir inzwischen noch einiges per PM ausgetauscht haben, was der "Feind" lieber nicht mitbekommen sollte. Dein Bemühen, Frieden zu stiften, ist mir nachvollziehbar, ich habe anfangs auch so reagiert, zweifle aber inzwischen mehr und mehr, ob das hier überhaupt das Ziel sein kann. Ob diese Wandlung durch die PM's ausgelöst wurde oder aus meiner eigenen Denklogik erfolgte, weiss ich nicht. Und ich habe momentan auch keine Lösung zur Hand (für die Schwierigkeiten beim Andocken - für Kathas Problem schon eher :D ).

@Nuthello: vergessen in PM: provoziert? wann? wie? nicht bewusst!
Damit wollte ich nicht ein Ereignis aus der Vergangenheit ansprechen, sondern eine für die Zukunft sich bietende strategisch/taktische Möglichkeit: Den Feind aus der Deckung locken und in die Falle gehen lassen. Aber genaugenommen ist es wohl gar nicht eine Möglichkeit, sondern unvermeidlich.
wann? - ständig

wie? - durch deine blosse Existenz

#34
Hi punk,

danke für Deinen Eintrag und Deine Gedanken!

Eigtl. mag es nicht üblich sein, aus (selbst verfassten!) PM zu zitieren, aber ich denke, das, was ich Dir geschrieben habe, kann ich hier wiederholen, da es viell. auch den anderen Lesern helfen mag, zu verstehen, warum ich immer wieder abwäge und schwanke:

"Und ich bin immer ein Grübler gewesen, in allem. Ich wende immer alles hin und her und her und hin, analysiere, zerpflücke, argumentiere, nehme die Gegenargumentation ein... das ist meine Art, mit all dem klarzukommen, was einen im Leben umtreibt. Ich fühle mich dann wohler. Und ich möchte immer vorbereitet sein...und wenn das mal nicht geht, "beruhige" ich mich solange mit der Hin- und Herdenkerei.

Das mag nicht verstehen, wer anders gestrickt ist, aber ich leide nicht darunter - und habe letztlich auch nur sehr wenige Entscheidungen in meinem Leben bereut- weil vorher auf Herz und Nieren geprüft."

Das ist der Grund, warum hier manches sehr inkonsequent aussieht: Ich fasse einen Entschluss, bewerte die Situation, argumentiere - betrachte die dann von anderer Warte und ziehe andere Schlüsse.

All das, weil ich vorbereitet sein will auf alles, was kommen könnte. Das geht zwar nicht, aber mir hilft die Hin- und Herdenkerei, endgültig dahin zu kommen, was ich tun kann, will, muss.

Es ist eben nicht so einfach, dass es nur um die Kommunikation geht.

Du schriebst weiter oben im Thread:

"Es wird nix "schlimmes" passieren, weil ihr euch beide unter Kontrolle habt und euren Gefühlen nicht nachgeben werdet. Das hast du immer wieder betont, also kannst du diese vermeintliche Baustelle abhaken.

Jeder weitere Gedanke an diesen Sachverhalt, nach dem Motto "man weiß ja nie wirklich, was doch z.B. durch eine kurze ungewollte Umarmung passieren kann", relativiert deine eigene konsequente Haltung."

Was hier in mir passiert, ist doch bloß der klassische Zwiespalt zw. Verstand und Gefühl.

Nur ausgehend vom Verstand, müsste ich noch nicht mal mehr reden - sondern mich zurückziehen.

Da die Gefühle, die zwischen uns hängen, ich aus einer "Partnerinnen-Warte" schon viel zu viel fände - so gesehen passieren da schon Dinge, die ich moralisch mindestens unschön finde. Daher ja auch mein schlechtes Gewissen.

Erinnerst Du Dich an meinen Eintrag, als ich von meiner "ersten großen Liebe", der platonischen, schrieb?

"Damals verstand ich das Problem nicht (ich war noch sehr "grün"), heute schon. Heute weiss ich, dass man auch "asexuell fremdgehen" kann, dass seelische Intimität manchmal mehr verletzt als körperliche."

Ich befinde mich mit ihm längst im Nebelland zw. Freundschaft und mehr, deshalb ist es nicht so einfach, schlicht miteinander zu reden und alles ist gut.

Und, wie ich Dir auch schon mailte, ich kann NUR FÜR MICH Dinge in die Hand nehmen, Verhaltensmuster planen, Strategien durchdenken, die ich dann einzuhalten versuche:

"Und ich habe es eben nicht in der Hand, wie es weitergeht, und ob ich ihn verliere. Ich habe nur mein eigenes Verhalten in der Hand, das weiß ich und da reflektiere ich auch rege hin und her, damit meine Ratio bloß nicht einschläft.

Ich kann mich z. B. so verhalten, wie ich das von außen betrachtet richtig fände. Ich kann den Kontakt drosseln, bis es wieder platonisch genug ist, kann sofort auf Distanz gehen, wenn was "schwingt" - und mich ganz allgemein tadellos benehmen, nicht mehr so viele private Dinge sprechen, gefühlsmäßig an der Oberfläche bleiben...

Aber erstens hätte vor allen Dingen der letzte Punkt die Folge, dass ich damit etwas unterbinde, was mir sehr wichtig ist.

Und zweitens kann ich, egal wie ich mich verhalte, absolut nicht steuern, ob er sich ganz zurückzieht, in welchem Tempo er viell. zurückfährt, wie kalt und professionell er viell. wird - und das Schlimmste: ob viell. das Gekrampfe seinerseits weitergeht. All das kann ich null beeinflussen.

Ich kann nur, wenn ich bei ihm eine Entwicklung feststelle, dann die Scherben zusammenkehren. Deshalb wird das Gesprächsmoment ja hin und her gewendet und vom Kopf auf die Füße gestellt.

Es birgt die Gefahr, alles zu verkomplizieren oder kaputtzumachen, aber dieselbe Gefahr besteht im Abwarten und Nichtstun. Da sitzt man halt in der Falle.

Und natürlich ist er kein "normaler Kollege", [...]. Schon lange nicht mehr. Seit die freundschaftlichen Gespräche, die gegenseitige Offenheit einen gewisssen Punkt überschritten hat, sind wir mehr Freunde als Kollegen, wenn auch auf eine etwas merkwürdige Weise.

Und klar muss ich verstehen, wenn er sich zurückzöge: Aber er würde mir fehlen. Und das ist ja keine neue Erkenntnis, das ist mit ein Grund, warum ich wieder im Forum schreibe - weil ich gern ein wenig der Wärme erhalten würde, die da ist. Aber je mehr sich da verschiebt, umso unmöglicher wird das.

Und das kann mich doch traurig machen, obwohl ich selbst kein Eisklotz bin ihm gegenüber (sprich "mit Schuld bin" an der Situation).

Wenn ich e. Eisklotz wäre, wäre es doch einfach: Dann würde ich sagen, lassen wir es ruhen, bis er es überwunden hat. Und seine unplatonischen Gefühle wären mir dann total unangenehm. Die hätten mich dann längst von ihm weggetrieben."

So, viell. wird damit mein ewiges Hin und Her ein bißchen klarer.

Aber der traurige Ton von gestern hat sich wieder relativiert - meine Freundin hat mir gestern aus dem Tief herausgeholfen, und noch zehre ich davon - und daher mache ich mich jetzt wieder frohgemut an meine Arbeitsberge!

Euch allen erstmal herzlichen Dank und alles Gute!

Katha

#35
P.S.: Huch, Nuthello...! KATA KATA! :evil:

nur kurz: das

"Damit wollte ich nicht ein Ereignis aus der Vergangenheit ansprechen, sondern eine für die Zukunft sich bietende strategisch/taktische Möglichkeit: Den Feind aus der Deckung locken und in die Falle gehen lassen. Aber genaugenommen ist es wohl gar nicht eine Möglichkeit, sondern unvermeidlich.

wann? - ständig

wie? - durch deine blosse Existenz"

klingt wie eine Kampfansage. Die mit zieml. Sicherheit nach hinten losgehen würde.

Ganz abgesehen davon (schrieb ich Dir ja), dass ich dafür zu moralisch bin - "Schlammcatchen" und "Frauen kloppen sich um einen Mann" auch nicht schätze!

(Du erinnerst Dich: "Mann ist kein Fahrrad - weiß selbst, was er will. Sollte er zumindest." Gell? :tongue: :rolleyes: :] )

Aber viell. verstehe ich Dich auch falsch. Muss das wohl integriert in Deine "Gesamtanalyse" lesen. Freu mich drauf.. :schmatz:

Dir einen feinen Tag!

Katha

#36
Und nochmal Hi...

ein Beispiel zum Thema ANDOCKEN:

...meine Bemerkung:

"Es wird nix "schlimmes" passieren, weil ihr euch beide unter Kontrolle habt und euren Gefühlen nicht nachgeben werdet. Das hast du immer wieder betont, also kannst du diese vermeintliche Baustelle abhaken.

Jeder weitere Gedanke an diesen Sachverhalt, nach dem Motto "man weiß ja nie wirklich, was doch z.B. durch eine kurze ungewollte Umarmung passieren kann", relativiert deine eigene konsequente Haltung."
Deine Antwort:

Was hier in mir passiert, ist doch bloß der klassische Zwiespalt zw. Verstand und Gefühl.

Nur ausgehend vom Verstand, müsste ich noch nicht mal mehr reden - sondern mich zurückziehen.

Da die Gefühle, die zwischen uns hängen, ich aus einer "Partnerinnen-Warte" schon viel zu viel fände - so gesehen passieren da schon Dinge, die ich moralisch mindestens unschön finde. Daher ja auch mein schlechtes Gewissen.
Wir funken da auf unterschiedlichen Frequenzen.

Aus meiner Sicht hast jetzt genau wieder genau das getan, was du an bestimmten Stellen immer wieder machst... nämlich, dass du immer wieder einen Rückzieher vor deinen eigenen klaren Ansagen vornimmst.

Wenn man (ich) dich darauf anspricht, dass du bereits verliebt bist und etwas passieren könnte (mehr als Blicke, Berührungen oder noch mehr), dann konterst du sehr bestimmt und ziemlich rigoros, dass ihr beide so nicht drauf seit. Ihr beide wäret euch eurer Verantwortung bewusst. Und auf die bezogen sagst du unmissverständlich, dass du ein "mehr" niemals zulassen würdest. Ok! Kapiere ich. :) (Genauso, wie ich kapiere, dass es dir um den Erhalt einer platonischen Freundschaft geht und dies unter den gegeben Umständen nicht so einfach erscheint.)

Wenn man aber nun andererseits genau dies aufnimmt und sagt, dass du dir ja dann keine Gedanken darüber machen musst, in bestimmte zweifelhafte Situationen der "Über-Annäherung" zu kommen... dann erwiderst du genau in die andere Richtung, dass ja doch irgendwo Gefühle im Spiel sind und alles nicht so einfach ist.

Hmmm... genau das meinte ich... also zumindest mir fällt es eben schwer, da "anzudocken"... ich habe immer den Eindruck, da kommt dann so ein "ja, ABER"...

Deshalb kann ich dir da leider keine guten Tipps geben.

Viele Grüße, auf das du bald einen Ausweg findest! :)

#37
Uuuh da wirst du noch ein bisschen warten müssen, ich glaub ich verlier langsam den Überblick. Aber für den Moment mal soviel:

Hab ich das schon mal gesagt, dass du die Begegenung mit dieser - ich sag jetzt ganz bewusst: Rivalin - auch als Herausforderung und Chance sehen kannst und musst? Sonst sag ich's jetzt und schenk dir hiermit gleich noch ein Abonnement für die nächsten 20 Male. Du darfst dir auch alle Zeit der Welt nehmen um das zu kapieren und umzusetzen. Überstürztes Handeln könnte in der Tat kontraproduktiv wirken. Eigentlich brauchst du (zumindest vorderhand) gar nicht gross aktiv zu werden, denn die Zeit arbeitet für dich. Siehst du nicht, wie zermürbt deine Gegnerin, wie zerrüttet diese Beziehung schon ist. Also ich stell's mir höchst ungemütlich vor für ihn - ewig macht er das ganz sicher nicht mit.

Die Vertrautheit zwischen euch wird wachsen, die Gespräche werden - ganz langsam - allmählich persönlicher werden. Sie wird ihn mehr und mehr unter Druck setzen. Er wird - wenig heldenhaft, aber mit grosser Leidensfähigkeit - dein wortloses Verständnis zu schätzen wissen. Die Lage wird immer offensichtlicher werden. Und irgendwann werden sich die Dinge vermutlich auf die eine oder andere Weise überstürzen. Vielleicht geht dann alles ganz leicht, aber vielleicht kommt's auch zur grossen Schlammschlacht - dann wohl nicht nur mit Schokocrème :D

Sei bereit, diesen Kampf anzunehmen, wenn er dir aufgezwungen wird. Bereite dich vor. Bereinige die überzogenen Ansprüche, die du an dich und an "anständige" Männer hast. Nimm deine eigene Aggressivität (bitte jetzt nicht fragen, wo sich die gezeigt hat :evil: ) als Teil von dir an, sie ist per se nichts unmoralisches! Lern den (unvermeidlichen) Risiken in die Augen zu sehn!

So.

Gnade mir Gott wenn sich das jemals umkehren und du dich in gleicher Weise in MEINE Angelegenheiten "einmischen" solltest.

#38
Sooo - Mittagspause - daher nur kurz (hab HUNGER!):

Punk... Ja, aber... :D

[ist doch reiner Selbstschutz! Wie groß werden denn meine Schuldgefühle, wenn ich das auch noch so hinnehme, wie Du es schreibst? Muss ich wirklich noch deutlicher werden? Bin doch schon ehrlich zu mir selbst ;-) Kopf sagt NEIN, LÄNGST ALLES SCHLIMM - Bauch sagt, Nähe soll weitergehen... - Lass es mich mal weiter hin und her wenden - im Nebel... :rolleyes: ]

Nuthello...ich weiß, dass das sehr viel war und ist :o

Und ich warte natürlich gern :]

Und ich bin Dir sehr dankbar..

Aber, was Du schreibst, überrascht mich sehr...

Euch beiden und allen anderen herzliche Grüße

von der Katha

(Ohne Kampfgeschrei, trotz Hunger)

#39
Statt Gesamtanalyse nochmal ein kurzer Zwischenruf:

Mann ist kein Fahrrad - weiß selbst, was sie will. Sollte er zumindest :cool: :P :eek: :schief: :tongue: :evil: :( X( :mauer:

Ach ja, das Bild vom Nebel - soooooooooooooooo schön!!! :verliebt: :trost: :schmatz:

(Kennst/magst du norditalienische Volkslieder? :verliebt: )

#40
Hi -

meinst Du diese oder diese Stelle:

"Ich befinde mich mit ihm längst im Nebelland zw. Freundschaft und mehr, deshalb ist es nicht so einfach, schlicht miteinander zu reden und alles ist gut."

"Lass es mich mal weiter hin und her wenden - im Nebel..."

Übrigens werde ich immer neugieriger auf Deine Geschichte...

warts nur ab, mein Kopf wird freier und freier, bald schlag ich los!

"Gnade mir Gott wenn sich das jemals umkehren und du dich in gleicher Weise in MEINE Angelegenheiten "einmischen" solltest."

Und wie Du Dir diese meine Einmischung verbal wohl vorstellst... ich schicke Dich dann in die Hölle? Oder wie?

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