Wie "Kollegialität" retten und Gefühle umschiffen?
65 Antworten4'710 AufrufeGestartet von Katharina66 ·
Liebe Katha,
nun habe ich mich auch durch deine lange geschichte gekämpft und kann deine situation nachvollziehen. ich befinde mich in einer ähnlichen lage und war jetzt natürlich sehr gespannt, was ein ehrliches gespräch bewirken konnte.
ich denke, dass es schwierig ist, wenn es schon zu starker befangenheit gekommen ist, das wieder aufzulockern. ich habe es 2x kurz hintereinander erfahren, dass es doch gelingen kann. und dass ich wahrscheinlich selber auch befangen war und das auf meinen gegenüber übertragen habe. sprich die angst davor hat dann quasi das erlebnis ausgelöst, welches ich unbedingt vermeiden wollte.
ich bin auch überzeugt davon, dass wir frauen viel mehr analysieren und spekulieren als männer im allgemeinen und uns somit auch häufiger in situationen wiederfinden, in denen wir eine erwartungshaltung annehmen, die dann unbewusst druck erzeugt und somit vielleicht eine "krampfige" situation heraufbeschwört. ich habe gerade eine unorthodoxe methode "erfunden", die es mir leichter macht, verkrampfte situationen gar nicht erst entstehen zu lassen, bzw. aufzulockern. vielleicht solltest du auch ein wenig die ernsthaftigkeit, in die eure geschichte gleitet herausnehmen? manchmal kann man etwas auf der freundschaftsebene klären, was eventuell auch die tiefer gehende ebene betrifft.
und sei mir nicht böse, ich glaube im übrigen nicht an monogamie und die alles bewältigende liebe bis ans lebensende. also warum musst du denn dich darum kümmern, was in seiner beziehung abgeht? das ist meiner meinung nach nur deren bier. und auch wenn du ihm gegenüber offenbaren solltest, dass da mehr an gefühl vorhanden ist, liegt es doch an ihm, eine entscheidung zu treffen. aber du gibts wahrscheinlich ungern die kontrolle ab, was ich nachvollziehen kann. doch könnte das der grund sein, warum ihr euch in einer patt-situation befindet?
also mein tipp: weniger grübeln, leb einfach dein leben und glaube mir, die zeit ist auf deiner seite. zumindest bei mir wars bisher so: man sieht sich immer zweimal im leben und ganz wichtig: flirte auch mit anderen, das macht locker! :cool:
gruss von der Moni
nun habe ich mich auch durch deine lange geschichte gekämpft und kann deine situation nachvollziehen. ich befinde mich in einer ähnlichen lage und war jetzt natürlich sehr gespannt, was ein ehrliches gespräch bewirken konnte.
ich denke, dass es schwierig ist, wenn es schon zu starker befangenheit gekommen ist, das wieder aufzulockern. ich habe es 2x kurz hintereinander erfahren, dass es doch gelingen kann. und dass ich wahrscheinlich selber auch befangen war und das auf meinen gegenüber übertragen habe. sprich die angst davor hat dann quasi das erlebnis ausgelöst, welches ich unbedingt vermeiden wollte.
ich bin auch überzeugt davon, dass wir frauen viel mehr analysieren und spekulieren als männer im allgemeinen und uns somit auch häufiger in situationen wiederfinden, in denen wir eine erwartungshaltung annehmen, die dann unbewusst druck erzeugt und somit vielleicht eine "krampfige" situation heraufbeschwört. ich habe gerade eine unorthodoxe methode "erfunden", die es mir leichter macht, verkrampfte situationen gar nicht erst entstehen zu lassen, bzw. aufzulockern. vielleicht solltest du auch ein wenig die ernsthaftigkeit, in die eure geschichte gleitet herausnehmen? manchmal kann man etwas auf der freundschaftsebene klären, was eventuell auch die tiefer gehende ebene betrifft.
und sei mir nicht böse, ich glaube im übrigen nicht an monogamie und die alles bewältigende liebe bis ans lebensende. also warum musst du denn dich darum kümmern, was in seiner beziehung abgeht? das ist meiner meinung nach nur deren bier. und auch wenn du ihm gegenüber offenbaren solltest, dass da mehr an gefühl vorhanden ist, liegt es doch an ihm, eine entscheidung zu treffen. aber du gibts wahrscheinlich ungern die kontrolle ab, was ich nachvollziehen kann. doch könnte das der grund sein, warum ihr euch in einer patt-situation befindet?
also mein tipp: weniger grübeln, leb einfach dein leben und glaube mir, die zeit ist auf deiner seite. zumindest bei mir wars bisher so: man sieht sich immer zweimal im leben und ganz wichtig: flirte auch mit anderen, das macht locker! :cool:
gruss von der Moni
bearbeitet #62
Hi Monika, danke für Deinen lieben Beitrag! :schmatz:
Lustig, dass Du das schreibst... kurz nach dem Gespräch haben wir uns noch (woanders) wieder gesprochen, und dann kam das, was ich glaub ich auch erwähnt habe: Wir waren beide wieder locker, haben uns viel erzählt und viel gelacht, rumgefrotzelt... das hat sehr gutgetan! Somit hast Du Recht - aber so ein "Wir-müssen-gerade-was-klären"-Ding kann man ja höchstens spontan aus dem Stegreif locker angehen, so plötzlich mitten im Gelächter: "Übrigens, bild ich mir das nur ein oder rammst Du mir öfter zwischendurch das Stoppschild ins Gesicht? Entspann Dich, ist nicht nötig!"
Die Lockerheit, das so anzugehen, war jetzt nicht mehr gegeben. Aber wie gesagt, er meinte ja unvorsichtigerweise, dass ich ihn beim nächsten Mal drauf ansprechen soll...
...bin mal gespannt, ob sich da kurze Zeit nach dem Kältemoment wieder die Entspannung ergibt, in der man das dann so einstreuen kann. :o
Und ich bin zwar nicht die große Flirterin, aber zumindest im Laden, wo ich aktuell leider die meiste Zeit meines Lebens verbringe, flapse ich schon mit einigen sehr netten Kollegen ein wenig herum, mit denen ich auch sonst gut auskomme. Ohne Hintergedanken, einfach aus Freude am anderen. Und das tut tatsächlich sehr gut, da hast Du Recht. :]
Wenn Kollege auch etwas bissig beim Gespräch auf meine Freundschaft zu einem anderen Kollegen reagierte...aber viell. mag er ihn bloß nicht. Dieser Kollege ist sehr glücklich liiert und in Familienplanung, und wir sind in manchen Dingen einfach seelisch sehr ähnlich, was eine ganz andere und sehr asexuelle Form von Verbundenheit mit sich gebracht hat.
Ich freue mich, dass Du nachvollziehen kannst, wovon ich hier rede und warum ich mich wie verhalte - in meinem Umfeld ist bzw. wäre da eher weniger Verständnis vorhanden. Die meisten meiner Bekannten ticken eher nach den gängigen Schubladen: Kumpelding, Affäre, Liebe.
Dass es da Mischformen gibt, oder dass der Versuch, ein Gefühl nicht auszuleben und sich dabei trotzdem nicht aufzugeben oder anderen Männern zu verweigern, sich lohnenswert anfühlen kann, trifft da nicht eben auf Verständnis.
Was mir aber komischerweise klar wurde: Ich weiß tatsächlich gar nicht richtig, was ich eigtl. fühle. Auch daher fand ich es nicht so schlimm, nicht alles auf den Tisch zu legen. Zumindest ich sollte mir sicher sein bei so einer Handlung. :schief: :rolleyes:
Fest steht nach wie vor, dass ich ihn sehr liebhabe, brauche, die Nähe genieße und all das nicht verlieren will. Auch bleibt die diffuse Spannung, die nicht immer da ist, aber ab und an und mit schöner Regelmäßigkeit zwischen uns aufkommt - und dann leider auch oft zu besagten Verkrampfungen führt - und auch da hast Du Recht: Diese gehen zwar nach wie vor eindeutig von ihm aus, aber ich rechne natürlich mittlerweile damit und bin sehr schnell nicht minder angespannt.
Es ist aber auch zu unangenehm. :tongue:
Vor allem, wenn dann Sprüche kommen, die so klingen, als würde er mich auf Abstand kriegen müssen. Diese Realitätsverschiebung mag ich halt nicht.
Und das hat er ja glaubhaft versichert, dass er weiß, dass ich best. Grenzen nicht tangieren würde.
Demzufolge möchte ich, dass jeder seine Verantwortung trägt und sich in brenzligen Situationen an die eigene Nase fasst - wobei man sich dann natürlich ehrlich mit dem eigenen Verhalten und den Ursachen auseinandersetzen muss. Denke nicht, dass er darauf Lust hätte. Weiß ja von mir selbst, dass das nicht immer schön ist.
Stichwort "Meine Gefühle nicht klar umreißen können": Ich denke, ich weiß auch noch zu wenig von ihm als Mann; den Freund kenne ich mittlerweile ganz gut, den Kollegen auch, den Menschen allgemein schon schlechter und den Mann kaum.
Und das muss man, um sich wirklich zu verlieben, ohne eine Fiktion zu lieben, oder?
Ich muss Dir wahrscheinlich nicht sagen, dass ich trotzdem Angst habe, dass nach den Feiertagen die große Eiszeit ausbricht - weil er sich das mit Abstand anders überlegt hat. :eek:
Aber ich übe mich in Gelassenheit - möchte meine alten Muster ja am liebsten mit dem Jahresende beerdigen.
Zu Deinem Punkt bzgl. Frauen und analysieren: Jepp, so sieht's aus. Deshalb habe ich hier reingeschrieben, um es zur Not immer wieder zu lesen: Ich kann mich nur am Gesagten orientieren.
Und bzgl. Patt-Situation: Klar sind wir da wahrscheinlich reingeraten, weil ich wohl die sein muss, die die Kontrolle abgibt. Schätze ihn schlicht nicht so ein, mögen da wer weiß was für Gefühle sich eingeschlichen haben. Dieser Mann ist derart kontrolliert, da muss es schon eindeutig die eine große Liebe sein, damit was kommt. Und irgendwie sind wir noch nicht an irgendeinem Punkt angekommen; weder am Ende noch an irgendeinem anderen Anfang.
Jetzt waren wir uns durch die schnellere Frequenz der Kältephasen zu sehr fremd geworden und ich zu unsicher, um "meine Seele" derart auf den Tisch zu legen.
Es fühlt sich richtig an, wie Du ja auch andeutest, jetzt die Freundschaftsschiene wieder reger zu befahren (hoff. ohne Krampf-Zwischenfälle) und abzuwarten, wie sich das so anfühlt.
Wir haben da auch demnächst vor, wenn ein paar Termine rum sind, uns öfter "in Ruhe" zu treffen - wäre ja ganz gut, um klarer zu sehen.
Aber sollte das dann mit steigender Tendenz so weitergehen, entkomme ich der Patt-Sit. nur durch Abgeben von Kontrolle, Äußern der Gefühle und Eingehen des Risikos, dass dann alles durch ist. :(
Erzähl mehr von Deiner Situation, wenn Du magst! Wo nimmst Du den Mut her (Du klingst so, als wärst Du auf der Mut-Ebene weiter als ich)? Beneidenswert! :]
Würde mich freuen über nähere Infos! Dir und allen anderen eine Gute Nacht!
Katha
P.S.: und natürlich ist auch das hier wieder mal analytisch... :rolleyes:
Aber tatsächlich bin ich seit ein paar Wochen im Umgang mit anderen und seit dem Gespräch auch mit ihm sehr viel lockerer, auch optimistischer, mehr mit mir im reinen - die Erfolge des "Musterabbauens"... jetzt muss ich es nur schaffen, in keine kleinen Löcher mehr zu fallen und wieder groß herumzurätseln - wie Du schreibst: nehmen, was kommt... Beim letzten Gespräch (Gelächter und so) hat das auch gut geklappt. Ungewohnt - aber nicht unangenehm. :P Also nicht das Gelächter war ungewohnt, sondern dass ich nach dem krampfigen Gespräch das abgehakt habe und quasi blindlinks locker-fröhlich "vorgeprescht" bin - und er hinterher. Sonst war ich ausgebremster, gehemmter, habe erst seine Signale abgewartet - er hat quasi bestimmt, wann es wieder "erlaubt" ist, herzlich zu sein. Jetzt, aufgrund meiner akt. Disposition, hab ich mir gedacht, nö, ich will zum Jahresende nicht solche Stolpereien - ich wage es jetzt, zu sein, wie ich bin, gerade war ich emotional ziemlich mutig, und jetzt traue ich mich einfach, selber zu agieren - ohne erst auf ihn zu gucken. Und es hat sich sehr gut angefühlt, er hat sich "mitnehmen" lassen - solange wir allein waren.
Ich bemühe mich, dieses "ich-nehme-das-Ruder-in-die-Hand-und-zeige-was-ich-fühle-und-tue-wonach-mir-ist-Modell" auszubauen...
Lustig, dass Du das schreibst... kurz nach dem Gespräch haben wir uns noch (woanders) wieder gesprochen, und dann kam das, was ich glaub ich auch erwähnt habe: Wir waren beide wieder locker, haben uns viel erzählt und viel gelacht, rumgefrotzelt... das hat sehr gutgetan! Somit hast Du Recht - aber so ein "Wir-müssen-gerade-was-klären"-Ding kann man ja höchstens spontan aus dem Stegreif locker angehen, so plötzlich mitten im Gelächter: "Übrigens, bild ich mir das nur ein oder rammst Du mir öfter zwischendurch das Stoppschild ins Gesicht? Entspann Dich, ist nicht nötig!"
Die Lockerheit, das so anzugehen, war jetzt nicht mehr gegeben. Aber wie gesagt, er meinte ja unvorsichtigerweise, dass ich ihn beim nächsten Mal drauf ansprechen soll...
...bin mal gespannt, ob sich da kurze Zeit nach dem Kältemoment wieder die Entspannung ergibt, in der man das dann so einstreuen kann. :o
Und ich bin zwar nicht die große Flirterin, aber zumindest im Laden, wo ich aktuell leider die meiste Zeit meines Lebens verbringe, flapse ich schon mit einigen sehr netten Kollegen ein wenig herum, mit denen ich auch sonst gut auskomme. Ohne Hintergedanken, einfach aus Freude am anderen. Und das tut tatsächlich sehr gut, da hast Du Recht. :]
Wenn Kollege auch etwas bissig beim Gespräch auf meine Freundschaft zu einem anderen Kollegen reagierte...aber viell. mag er ihn bloß nicht. Dieser Kollege ist sehr glücklich liiert und in Familienplanung, und wir sind in manchen Dingen einfach seelisch sehr ähnlich, was eine ganz andere und sehr asexuelle Form von Verbundenheit mit sich gebracht hat.
Ich freue mich, dass Du nachvollziehen kannst, wovon ich hier rede und warum ich mich wie verhalte - in meinem Umfeld ist bzw. wäre da eher weniger Verständnis vorhanden. Die meisten meiner Bekannten ticken eher nach den gängigen Schubladen: Kumpelding, Affäre, Liebe.
Dass es da Mischformen gibt, oder dass der Versuch, ein Gefühl nicht auszuleben und sich dabei trotzdem nicht aufzugeben oder anderen Männern zu verweigern, sich lohnenswert anfühlen kann, trifft da nicht eben auf Verständnis.
Was mir aber komischerweise klar wurde: Ich weiß tatsächlich gar nicht richtig, was ich eigtl. fühle. Auch daher fand ich es nicht so schlimm, nicht alles auf den Tisch zu legen. Zumindest ich sollte mir sicher sein bei so einer Handlung. :schief: :rolleyes:
Fest steht nach wie vor, dass ich ihn sehr liebhabe, brauche, die Nähe genieße und all das nicht verlieren will. Auch bleibt die diffuse Spannung, die nicht immer da ist, aber ab und an und mit schöner Regelmäßigkeit zwischen uns aufkommt - und dann leider auch oft zu besagten Verkrampfungen führt - und auch da hast Du Recht: Diese gehen zwar nach wie vor eindeutig von ihm aus, aber ich rechne natürlich mittlerweile damit und bin sehr schnell nicht minder angespannt.
Es ist aber auch zu unangenehm. :tongue:
Vor allem, wenn dann Sprüche kommen, die so klingen, als würde er mich auf Abstand kriegen müssen. Diese Realitätsverschiebung mag ich halt nicht.
Und das hat er ja glaubhaft versichert, dass er weiß, dass ich best. Grenzen nicht tangieren würde.
Demzufolge möchte ich, dass jeder seine Verantwortung trägt und sich in brenzligen Situationen an die eigene Nase fasst - wobei man sich dann natürlich ehrlich mit dem eigenen Verhalten und den Ursachen auseinandersetzen muss. Denke nicht, dass er darauf Lust hätte. Weiß ja von mir selbst, dass das nicht immer schön ist.
Stichwort "Meine Gefühle nicht klar umreißen können": Ich denke, ich weiß auch noch zu wenig von ihm als Mann; den Freund kenne ich mittlerweile ganz gut, den Kollegen auch, den Menschen allgemein schon schlechter und den Mann kaum.
Und das muss man, um sich wirklich zu verlieben, ohne eine Fiktion zu lieben, oder?
Ich muss Dir wahrscheinlich nicht sagen, dass ich trotzdem Angst habe, dass nach den Feiertagen die große Eiszeit ausbricht - weil er sich das mit Abstand anders überlegt hat. :eek:
Aber ich übe mich in Gelassenheit - möchte meine alten Muster ja am liebsten mit dem Jahresende beerdigen.
Zu Deinem Punkt bzgl. Frauen und analysieren: Jepp, so sieht's aus. Deshalb habe ich hier reingeschrieben, um es zur Not immer wieder zu lesen: Ich kann mich nur am Gesagten orientieren.
Und bzgl. Patt-Situation: Klar sind wir da wahrscheinlich reingeraten, weil ich wohl die sein muss, die die Kontrolle abgibt. Schätze ihn schlicht nicht so ein, mögen da wer weiß was für Gefühle sich eingeschlichen haben. Dieser Mann ist derart kontrolliert, da muss es schon eindeutig die eine große Liebe sein, damit was kommt. Und irgendwie sind wir noch nicht an irgendeinem Punkt angekommen; weder am Ende noch an irgendeinem anderen Anfang.
Jetzt waren wir uns durch die schnellere Frequenz der Kältephasen zu sehr fremd geworden und ich zu unsicher, um "meine Seele" derart auf den Tisch zu legen.
Es fühlt sich richtig an, wie Du ja auch andeutest, jetzt die Freundschaftsschiene wieder reger zu befahren (hoff. ohne Krampf-Zwischenfälle) und abzuwarten, wie sich das so anfühlt.
Wir haben da auch demnächst vor, wenn ein paar Termine rum sind, uns öfter "in Ruhe" zu treffen - wäre ja ganz gut, um klarer zu sehen.
Aber sollte das dann mit steigender Tendenz so weitergehen, entkomme ich der Patt-Sit. nur durch Abgeben von Kontrolle, Äußern der Gefühle und Eingehen des Risikos, dass dann alles durch ist. :(
Erzähl mehr von Deiner Situation, wenn Du magst! Wo nimmst Du den Mut her (Du klingst so, als wärst Du auf der Mut-Ebene weiter als ich)? Beneidenswert! :]
Würde mich freuen über nähere Infos! Dir und allen anderen eine Gute Nacht!
Katha
P.S.: und natürlich ist auch das hier wieder mal analytisch... :rolleyes:
Aber tatsächlich bin ich seit ein paar Wochen im Umgang mit anderen und seit dem Gespräch auch mit ihm sehr viel lockerer, auch optimistischer, mehr mit mir im reinen - die Erfolge des "Musterabbauens"... jetzt muss ich es nur schaffen, in keine kleinen Löcher mehr zu fallen und wieder groß herumzurätseln - wie Du schreibst: nehmen, was kommt... Beim letzten Gespräch (Gelächter und so) hat das auch gut geklappt. Ungewohnt - aber nicht unangenehm. :P Also nicht das Gelächter war ungewohnt, sondern dass ich nach dem krampfigen Gespräch das abgehakt habe und quasi blindlinks locker-fröhlich "vorgeprescht" bin - und er hinterher. Sonst war ich ausgebremster, gehemmter, habe erst seine Signale abgewartet - er hat quasi bestimmt, wann es wieder "erlaubt" ist, herzlich zu sein. Jetzt, aufgrund meiner akt. Disposition, hab ich mir gedacht, nö, ich will zum Jahresende nicht solche Stolpereien - ich wage es jetzt, zu sein, wie ich bin, gerade war ich emotional ziemlich mutig, und jetzt traue ich mich einfach, selber zu agieren - ohne erst auf ihn zu gucken. Und es hat sich sehr gut angefühlt, er hat sich "mitnehmen" lassen - solange wir allein waren.
Ich bemühe mich, dieses "ich-nehme-das-Ruder-in-die-Hand-und-zeige-was-ich-fühle-und-tue-wonach-mir-ist-Modell" auszubauen...
Liebe Katha,
meine situation ist folgende: ich bin gerade in einen "geschäftsfreund" verliebt. es gab schon mehrere krampfige situationen, so richtig mit anzicken (ich:o) und schweißnassen händen (er:rolleyes:) aber bei der letzten party haben wir es geschafft, uns anzuhimmeln (er:verliebt:). ich habe dazu nur gelächelt und mir ein kompliment nach dem anderen abgeholt. das hat sooooo gut getan, hat er sich aber nur im suff getraut und wurde auch immer mutiger (einfach nur süüüüß). nun sind wir wieder bei schüchternen telefonaten (er: ;) ). also es ist jetzt nur noch einer verkrampft (er: :cool: ), ich glaube ihm ist es schrecklich peinlich, dass er sich so hat gehen lassen. und dabei könnte es so einfach sein, wir sind beide singles:confused:. ich verstehe immer noch nicht so ganz, warum er sich nicht traut - ich lass mir aber zeit, es rauszufinden.
aber interessant ist, warum, ich gerade so entspannt bin; mein gefühl sagt mir, er läuft mir nicht weg. und es ist seit ein paar wochen wieder jemand anderes in meinem gesichtskreis, mit dem ich die gleiche geschichte auch durchhatte. nun ist er wieder da und :o siehe da, er traut sich, nach einem jahr. ich verstehe es nicht, wirklich nicht, warum "meine" männer auf mich immer erst mit schrecken reagieren. ich finde, ich bin gar nicht so schrecklich:). aber das ist meine lage, ich flirte was das zeug hält und warte gespannt, was da in nächster zeit passieren wird und glaube, ich war noch nie gleichzeitig so verknallt (in 2 männer :o ) und doch relaxed.
ich glaube, mit anderen flirten hilft. dann bist du nicht so fixiert auf den einen. man kann ja auch gar nicht mehr klar denken, geschweige denn konzentriert arbeiten oder? ;) und das in eurer situation, am arbeitsplatz.
also, mach dir nicht solche gedanken über das was wenn, ob er für dich vom sockel stürzen würde, wenn er sein freundin/frau verlassen müsste wegen dir. würde er nicht - natürlich besteht die gefahr, dass er das mit dir genauso machen könnte aber das ist doch eigentlich im moment pille palle und völlig wurscht oder? solche geschichten schreibt einfach das leben. und ich bin auch immer noch am grübeln, was wäre für mich die perfekte beziehung. aber zwischendurch habe ich einfach welche und finde immer wieder neue wege und möglichkeiten.
um auch noch mal auf deinen thread-titel einzugehen. also ihr seid da meiner meinung schon viel zu weit raus geschwommen. die gefühle können nicht mehr umschifft werden, die haben sich wie ein eisberg mitten in den weg gesetzt und kollegialität ist doch ne tolle basis für eine beziehung;)
es bleibt spannend und ich wünsch dir eine grübelfreie zeit :schmatz:
die moni
ps zu deinem ps: super dein musterabbauplan. und das du das ruder in die hand nimmst und nicht einfach nur reagierst, ist vermutlich der schritt in die richtige richtung. genauso: lach ihn aus bzw. an, wenn er "kalt" wird. dagegen kann man fast gar nichts machen. lachen ist was schönes, was auch noch verbindet.
Lustig, dass Du das schreibst... kurz nach dem Gespräch haben wir uns noch (woanders) wieder gesprochen, und dann kam das, was ich glaub ich auch erwähnt habe: Wir waren beide wieder locker, haben uns viel erzählt und viel gelacht, rumgefrotzelt... das hat sehr gutgetan! Somit hast Du Recht - aber so ein "Wir-müssen-gerade-was-klären"-Ding kann man ja höchstens spontan aus dem Stegreif locker angehen, so plötzlich mitten im Gelächter: "Übrigens, bild ich mir das nur ein oder rammst Du mir öfter zwischendurch das Stoppschild ins Gesicht? Entspann Dich, ist nicht nötig!"genau das meinte ich! darauf muss er antworten und hat trotzdem noch die möglichkeit, sein gesicht zu wahren.
meine situation ist folgende: ich bin gerade in einen "geschäftsfreund" verliebt. es gab schon mehrere krampfige situationen, so richtig mit anzicken (ich:o) und schweißnassen händen (er:rolleyes:) aber bei der letzten party haben wir es geschafft, uns anzuhimmeln (er:verliebt:). ich habe dazu nur gelächelt und mir ein kompliment nach dem anderen abgeholt. das hat sooooo gut getan, hat er sich aber nur im suff getraut und wurde auch immer mutiger (einfach nur süüüüß). nun sind wir wieder bei schüchternen telefonaten (er: ;) ). also es ist jetzt nur noch einer verkrampft (er: :cool: ), ich glaube ihm ist es schrecklich peinlich, dass er sich so hat gehen lassen. und dabei könnte es so einfach sein, wir sind beide singles:confused:. ich verstehe immer noch nicht so ganz, warum er sich nicht traut - ich lass mir aber zeit, es rauszufinden.
aber interessant ist, warum, ich gerade so entspannt bin; mein gefühl sagt mir, er läuft mir nicht weg. und es ist seit ein paar wochen wieder jemand anderes in meinem gesichtskreis, mit dem ich die gleiche geschichte auch durchhatte. nun ist er wieder da und :o siehe da, er traut sich, nach einem jahr. ich verstehe es nicht, wirklich nicht, warum "meine" männer auf mich immer erst mit schrecken reagieren. ich finde, ich bin gar nicht so schrecklich:). aber das ist meine lage, ich flirte was das zeug hält und warte gespannt, was da in nächster zeit passieren wird und glaube, ich war noch nie gleichzeitig so verknallt (in 2 männer :o ) und doch relaxed.
ich glaube, mit anderen flirten hilft. dann bist du nicht so fixiert auf den einen. man kann ja auch gar nicht mehr klar denken, geschweige denn konzentriert arbeiten oder? ;) und das in eurer situation, am arbeitsplatz.
also, mach dir nicht solche gedanken über das was wenn, ob er für dich vom sockel stürzen würde, wenn er sein freundin/frau verlassen müsste wegen dir. würde er nicht - natürlich besteht die gefahr, dass er das mit dir genauso machen könnte aber das ist doch eigentlich im moment pille palle und völlig wurscht oder? solche geschichten schreibt einfach das leben. und ich bin auch immer noch am grübeln, was wäre für mich die perfekte beziehung. aber zwischendurch habe ich einfach welche und finde immer wieder neue wege und möglichkeiten.
um auch noch mal auf deinen thread-titel einzugehen. also ihr seid da meiner meinung schon viel zu weit raus geschwommen. die gefühle können nicht mehr umschifft werden, die haben sich wie ein eisberg mitten in den weg gesetzt und kollegialität ist doch ne tolle basis für eine beziehung;)
es bleibt spannend und ich wünsch dir eine grübelfreie zeit :schmatz:
die moni
ps zu deinem ps: super dein musterabbauplan. und das du das ruder in die hand nimmst und nicht einfach nur reagierst, ist vermutlich der schritt in die richtige richtung. genauso: lach ihn aus bzw. an, wenn er "kalt" wird. dagegen kann man fast gar nichts machen. lachen ist was schönes, was auch noch verbindet.
Liebe Moni,
vielen Dank für Deine Antwort...:schmatz:auch wenn meine fast ein halbes Jahr zu spät kommt. :o
Mir ging es eine Zeitlang gesundheitlich nicht gut; gleichzeitig konnte ich hier in meinem Fred nicht mehr wirklich schreiben...a) wg. des großen Risikos der "Entdeckung", B) weil ich nicht mehr viel zu sagen hatte...
Ich lasse mir meine Gefühle nicht ausreden, soviel steht fest. Gleichzeitig versuche ich meine Prinzipien beizubehalten, was heißt, dass es noch eine ganze Weile so weitergehen kann/wird. Und im Prinzip, das sagten auch schon Nuthello und punk, ist alles gesagt.
Dein Mutmachen hat mir allerdings sehr gut getan und auch ein Stück weit die Augen geöffnet; dahingehend, dass ich viel mehr die Zügel in der Hand halten kann, als mich das meine Unsicherheit und meine schlechten Erfahrungen, mein Misstrauen glauben machen.
Nun, grübelfrei war meine Zeit nicht, wie Du es mir wünschtest. Aber so bin ich halt.
Schön war sie trotzdem - was ihn angeht.
Nun, was ist aus Deinem Geschäftsfreund und Dir geworden? Oder gibt es mittlerweile jemand anderen, der Dich gefühlsmäßig umtreibt?
Das, was Du von Ersterem erzählt hast, finde ich sehr niedlich und ziemlich spannend. Deine Möglichkeit, das zu genießen und nicht zu "schwer" werden zu lassen, ist sicher die beste...
Ich ticke da halt ein wenig anders. Was aber nicht heißt, dass wir nicht viel lachen, oder dass keine Lust oder Leidenschaft im Spiel wäre. Auch freche Kabbeleien sind an der Tagesordnung, meist, um als Ventil zu dienen, nehme ich an. Die machen auf jeden Fall Spaß :klatsch:
Nun, auf die Gefahr hin, dass ich wieder zu identifizierbar werde, möchte ich trotzdem kurz erzählen, an welchem Punkt in unserer Schnecken-Entwicklung wir gerade stehen. Vielleicht interessiert es Dich ja noch.
Gestern hatten wir die Möglichkeit, allein bei einem Bier brenndende Punkte zu besprechen, rein die Arbeit betreffend, sozial drängende Punkte den Betrieb betreffend, und auch für Privates.
In den letzten Monaten ist, bei der wenigen Zeit, die wir zeitgleich vor Ort waren, alles verhältnismäßig gleich geblieben. Freundschaftlicher Umgang, intensive Gespräche, gesteigerte Spannung, Blicke, Flirtereien...
Bis wir in der spannungsreichsten Phase wieder zu dritt aufeinander trafen. Daraufhin ein Tag Distanzierung seinerseits (die Sit. mit ihr war leider extrem aufschlussreich, aber das kann ich hier im Thread nicht offen schildern), danach wieder alles wie vorher, nur wieder mehr die Freundschafts-Wärme-Geborgenheitskiste. Er lässt dann das Flirten, die intensiven Blicke und das Aufbauen der Spannung, wurde aber diesmal nicht kalt bis krampfig. (Nach einem Tag Distanzierung) im Gegenteil.
Ich will mich zwischendurch weiterhin zur Ordnung rufen, führe mir regelmäßig vor Augen, dass er mich halt nur sehr mag, sehr attraktiv findet und sehr verantwortungsbewusst und interessiert ist, gleichzeitig sich pinseln lässt, und Schluss. Dass ich alles andere falsch wahrnehme, überbewerte, so sehen will.
Und regelmäßig hält das nicht an, weil ich einfach in der Art, wie er reagiert, wenn er mich sieht oder ich einen Raum betrete, in der Art, wie unsere Gespräche verlaufen, wie er mich ansieht, wie er sich kümmert, immer wieder ein tiefes Bauchgefühl habe, das felsenfest sicher sagt: Da läuft eine Menge. In den Geborgenheitsmomenten ist es einfach nur eine tiefe Gewissheit, dass bei ihm eine Menge Gefühl ist, in den Spannungsmomenten, dass er ein absolut starkes Begehren und auch Verknalltheit empfindet, die nicht nachlässt, immer wieder hochkocht.
Ich weiß, dass ich nach wie vor defensiv bin; er steuert nach wie vor nach seinem Empfinden die eine oder andere Schiene; aber da ich bislang nicht darunter leide und außerdem immer noch immens neugierig bin, was sich da tut, reagiere ich nur. Je nach meiner Verfassung mich einlassend oder ausbremsend.
Ich selbst, und auch deshalb sind wir millimeterweise weiter, weiß immer noch nicht wirklich, was ich will und was ich fühle. Und ich schätze, dieses Hin und Her strahle ich bisweilen auch aus.
Was aber anhand der Brisanz der Situation auch gut ist.
Denn, wie gesagt, weiterhin habe ich die Moral und mein Über-Ich groß in meinem Kopf sitzen und warnen.
Andererseits habe ich so ein Gefühl der Sicherheit, dass er gut für mich ist, noch nie erlebt. Und dass da was ganz Besonderes wächst. Und ich kann es einfach nicht abschnüren. Nur aufpassen.
So wie gestern. Einmal hat er mir deutlich die Gelegenheit gegeben, die Grenze zu überschreiten, körperlich zu reagieren, und ich habe auf meine Moral gehört und mich tadellos verhalten, bin nicht drauf eingegangen.
In zwei anderen Momenten hätte ich es sehr einfach gehabt, von mir aus, mehr oder weniger deutlich, die Grenze zu überschreiten.
Ich tat es nicht.
Es war ok.
Aber heute frage ich mich natürlich, was wäre gewesen, wenn?
Hätte sich vielleicht zumindest verbal daraufhin etwas geklärt? Wären die Spannungen rausgekommen, und ich hätte ein ernstes Problem gehabt? Hätte er mich weggeschoben, sich eingelassen?
Mein Über-Ich ist stolz auf mich, mein Es hadert ein wenig herum.
Jetzt können wir uns sechs Wochen nicht sehen; finde bei all den ethischen Zusammenhängen und meinen Unsicherheiten, dass es richtig war.
Ich will auf jeden Fall die nicht-körperliche Nähe, die wir haben und die immer stärker wird, behalten. Will gleichzeitig moralisch tadellos agieren.
Will nicht, dass ich leide oder, wenn ich wieder beziehungsbereit bin, mich mit ihm blockieren.
Aber mein Hin und Her zeigt mir, dass ich das eben noch lange nicht bin.
Ich weiß nicht, wofür er in mein Leben gekommen ist. Ob als Seelenfreund oder als potentieller Partner. Aber dass er eine Schlüsselposition innehat und wir uns in mehrerer Hinsicht massiv anziehen, das ist Fakt.
Ich würde mich freuen, wenn Du aus Deinen aktuellen Erlebnissen erzählst.
Danke Monika, dass Du mir das Gefühl geben konntest, mich zu verstehen. ;)
Und danke nochmal an alle anderen, besonders punkanderson und Nuthello, für Eure Unterstützung! :]
Katha
vielen Dank für Deine Antwort...:schmatz:auch wenn meine fast ein halbes Jahr zu spät kommt. :o
Mir ging es eine Zeitlang gesundheitlich nicht gut; gleichzeitig konnte ich hier in meinem Fred nicht mehr wirklich schreiben...a) wg. des großen Risikos der "Entdeckung", B) weil ich nicht mehr viel zu sagen hatte...
Ich lasse mir meine Gefühle nicht ausreden, soviel steht fest. Gleichzeitig versuche ich meine Prinzipien beizubehalten, was heißt, dass es noch eine ganze Weile so weitergehen kann/wird. Und im Prinzip, das sagten auch schon Nuthello und punk, ist alles gesagt.
Dein Mutmachen hat mir allerdings sehr gut getan und auch ein Stück weit die Augen geöffnet; dahingehend, dass ich viel mehr die Zügel in der Hand halten kann, als mich das meine Unsicherheit und meine schlechten Erfahrungen, mein Misstrauen glauben machen.
Nun, grübelfrei war meine Zeit nicht, wie Du es mir wünschtest. Aber so bin ich halt.
Schön war sie trotzdem - was ihn angeht.
Nun, was ist aus Deinem Geschäftsfreund und Dir geworden? Oder gibt es mittlerweile jemand anderen, der Dich gefühlsmäßig umtreibt?
Das, was Du von Ersterem erzählt hast, finde ich sehr niedlich und ziemlich spannend. Deine Möglichkeit, das zu genießen und nicht zu "schwer" werden zu lassen, ist sicher die beste...
Ich ticke da halt ein wenig anders. Was aber nicht heißt, dass wir nicht viel lachen, oder dass keine Lust oder Leidenschaft im Spiel wäre. Auch freche Kabbeleien sind an der Tagesordnung, meist, um als Ventil zu dienen, nehme ich an. Die machen auf jeden Fall Spaß :klatsch:
Nun, auf die Gefahr hin, dass ich wieder zu identifizierbar werde, möchte ich trotzdem kurz erzählen, an welchem Punkt in unserer Schnecken-Entwicklung wir gerade stehen. Vielleicht interessiert es Dich ja noch.
Gestern hatten wir die Möglichkeit, allein bei einem Bier brenndende Punkte zu besprechen, rein die Arbeit betreffend, sozial drängende Punkte den Betrieb betreffend, und auch für Privates.
In den letzten Monaten ist, bei der wenigen Zeit, die wir zeitgleich vor Ort waren, alles verhältnismäßig gleich geblieben. Freundschaftlicher Umgang, intensive Gespräche, gesteigerte Spannung, Blicke, Flirtereien...
Bis wir in der spannungsreichsten Phase wieder zu dritt aufeinander trafen. Daraufhin ein Tag Distanzierung seinerseits (die Sit. mit ihr war leider extrem aufschlussreich, aber das kann ich hier im Thread nicht offen schildern), danach wieder alles wie vorher, nur wieder mehr die Freundschafts-Wärme-Geborgenheitskiste. Er lässt dann das Flirten, die intensiven Blicke und das Aufbauen der Spannung, wurde aber diesmal nicht kalt bis krampfig. (Nach einem Tag Distanzierung) im Gegenteil.
Ich will mich zwischendurch weiterhin zur Ordnung rufen, führe mir regelmäßig vor Augen, dass er mich halt nur sehr mag, sehr attraktiv findet und sehr verantwortungsbewusst und interessiert ist, gleichzeitig sich pinseln lässt, und Schluss. Dass ich alles andere falsch wahrnehme, überbewerte, so sehen will.
Und regelmäßig hält das nicht an, weil ich einfach in der Art, wie er reagiert, wenn er mich sieht oder ich einen Raum betrete, in der Art, wie unsere Gespräche verlaufen, wie er mich ansieht, wie er sich kümmert, immer wieder ein tiefes Bauchgefühl habe, das felsenfest sicher sagt: Da läuft eine Menge. In den Geborgenheitsmomenten ist es einfach nur eine tiefe Gewissheit, dass bei ihm eine Menge Gefühl ist, in den Spannungsmomenten, dass er ein absolut starkes Begehren und auch Verknalltheit empfindet, die nicht nachlässt, immer wieder hochkocht.
Ich weiß, dass ich nach wie vor defensiv bin; er steuert nach wie vor nach seinem Empfinden die eine oder andere Schiene; aber da ich bislang nicht darunter leide und außerdem immer noch immens neugierig bin, was sich da tut, reagiere ich nur. Je nach meiner Verfassung mich einlassend oder ausbremsend.
Ich selbst, und auch deshalb sind wir millimeterweise weiter, weiß immer noch nicht wirklich, was ich will und was ich fühle. Und ich schätze, dieses Hin und Her strahle ich bisweilen auch aus.
Was aber anhand der Brisanz der Situation auch gut ist.
Denn, wie gesagt, weiterhin habe ich die Moral und mein Über-Ich groß in meinem Kopf sitzen und warnen.
Andererseits habe ich so ein Gefühl der Sicherheit, dass er gut für mich ist, noch nie erlebt. Und dass da was ganz Besonderes wächst. Und ich kann es einfach nicht abschnüren. Nur aufpassen.
So wie gestern. Einmal hat er mir deutlich die Gelegenheit gegeben, die Grenze zu überschreiten, körperlich zu reagieren, und ich habe auf meine Moral gehört und mich tadellos verhalten, bin nicht drauf eingegangen.
In zwei anderen Momenten hätte ich es sehr einfach gehabt, von mir aus, mehr oder weniger deutlich, die Grenze zu überschreiten.
Ich tat es nicht.
Es war ok.
Aber heute frage ich mich natürlich, was wäre gewesen, wenn?
Hätte sich vielleicht zumindest verbal daraufhin etwas geklärt? Wären die Spannungen rausgekommen, und ich hätte ein ernstes Problem gehabt? Hätte er mich weggeschoben, sich eingelassen?
Mein Über-Ich ist stolz auf mich, mein Es hadert ein wenig herum.
Jetzt können wir uns sechs Wochen nicht sehen; finde bei all den ethischen Zusammenhängen und meinen Unsicherheiten, dass es richtig war.
Ich will auf jeden Fall die nicht-körperliche Nähe, die wir haben und die immer stärker wird, behalten. Will gleichzeitig moralisch tadellos agieren.
Will nicht, dass ich leide oder, wenn ich wieder beziehungsbereit bin, mich mit ihm blockieren.
Aber mein Hin und Her zeigt mir, dass ich das eben noch lange nicht bin.
Ich weiß nicht, wofür er in mein Leben gekommen ist. Ob als Seelenfreund oder als potentieller Partner. Aber dass er eine Schlüsselposition innehat und wir uns in mehrerer Hinsicht massiv anziehen, das ist Fakt.
Ich würde mich freuen, wenn Du aus Deinen aktuellen Erlebnissen erzählst.
Danke Monika, dass Du mir das Gefühl geben konntest, mich zu verstehen. ;)
Und danke nochmal an alle anderen, besonders punkanderson und Nuthello, für Eure Unterstützung! :]
Katha
Aber was mich mehr und mehr umtreibt, je länger unser Abend her ist...
...hätte ich reagieren sollen, als er mir die Möglichkeit geboten hat?
Die extreme Spannung in den Tagen vor dem Aufeinandertreffen zu dritt, seine Blicke, die mich mal wieder mitten im Bauch trafen, sein Nähesuchen, die immens weiter steigende Spannung..
Dann das Treffen... dann nach einem Tag Zurückhaltung von ihm: Spannung etwas raus, aber wieder diese Nähe!
Gestern: Tiefe Blicke, ein gutes Gespräch, wir eng beieinander...
In der Situation war es für mich völlig logisch, cool zu bleiben... sehr freundschaftlich, sehr vertraut, sich geborgen fühlen, Wichtiges austauschen...aber Unterdrücken der aufwühlenden Spannung, die er in den Tagen zuvor ausgestrahlt und weitergegeben hat. Er hat das ja auch so vorgegeben...
Ich kann nicht anders, als mich jetzt dauernd zu fragen, was wäre gewesen, wenn?
Natürlich war da tief innen das Bedürfnis, ihn zu berühren, zu streicheln, in den Arm zu nehmen...
Gestern konnte ich das gut und sehr tief wegdrücken.
Heute übermannt es mich. Und das Kopfkino macht mich fertig.
Habe Angst, dass ich mich jetzt zurückziehen muss. Ich will es nicht.
Aber ob ich mich in der nächsten Situation dieser Art noch ausbremsen kann? Oder möchte? Oder er?
...hätte ich reagieren sollen, als er mir die Möglichkeit geboten hat?
Die extreme Spannung in den Tagen vor dem Aufeinandertreffen zu dritt, seine Blicke, die mich mal wieder mitten im Bauch trafen, sein Nähesuchen, die immens weiter steigende Spannung..
Dann das Treffen... dann nach einem Tag Zurückhaltung von ihm: Spannung etwas raus, aber wieder diese Nähe!
Gestern: Tiefe Blicke, ein gutes Gespräch, wir eng beieinander...
In der Situation war es für mich völlig logisch, cool zu bleiben... sehr freundschaftlich, sehr vertraut, sich geborgen fühlen, Wichtiges austauschen...aber Unterdrücken der aufwühlenden Spannung, die er in den Tagen zuvor ausgestrahlt und weitergegeben hat. Er hat das ja auch so vorgegeben...
Ich kann nicht anders, als mich jetzt dauernd zu fragen, was wäre gewesen, wenn?
Natürlich war da tief innen das Bedürfnis, ihn zu berühren, zu streicheln, in den Arm zu nehmen...
Gestern konnte ich das gut und sehr tief wegdrücken.
Heute übermannt es mich. Und das Kopfkino macht mich fertig.
Habe Angst, dass ich mich jetzt zurückziehen muss. Ich will es nicht.
Aber ob ich mich in der nächsten Situation dieser Art noch ausbremsen kann? Oder möchte? Oder er?
Heute fühle ich mich wie ein Seiltänzer.
Der schmale Grad zwischen dem Treubleiben gegenüber meinen Prinzipien einerseits und meinen Gefühlen andererseits.
Der schmale Grad in den letzten Tagen, unsere neue Nähe zu pflegen, ohne zu viel oder was Falsches zu tun.
Der schmale Grad zwischen Erleichterung wg. des Abstands und der Angst vor der eventuellen Kälte danach.
Ich sollte froh sein, wenn er nach all den Wochen wieder Distanz gefunden hat. Aber ich habe jetzt schon Angst davor.
Ich sollte wirklich aufhören, vorauszudenken und das Schlimmste vorwegzunehmen (Ähnliches sagte auch er).
Aber es ist mein altes Bedürfnis nach einem Sicherheitsnetz - ich möchte vorbereitet sein auf den Schmerz.
Wann haben Gefühle und deren Ausleben ihre Berechtigung? Gibt es - auch wenn es moralisch falsch ist und anderen Schaden zufügt - doch manchmal ein Recht darauf, sich nahe zu sein, verliebt zu sein, zärtlich zu sein?
In meinem bisherigen Weltbild eindeutig: Nein.
Katha, durcheinander
Der schmale Grad zwischen dem Treubleiben gegenüber meinen Prinzipien einerseits und meinen Gefühlen andererseits.
Der schmale Grad in den letzten Tagen, unsere neue Nähe zu pflegen, ohne zu viel oder was Falsches zu tun.
Der schmale Grad zwischen Erleichterung wg. des Abstands und der Angst vor der eventuellen Kälte danach.
Ich sollte froh sein, wenn er nach all den Wochen wieder Distanz gefunden hat. Aber ich habe jetzt schon Angst davor.
Ich sollte wirklich aufhören, vorauszudenken und das Schlimmste vorwegzunehmen (Ähnliches sagte auch er).
Aber es ist mein altes Bedürfnis nach einem Sicherheitsnetz - ich möchte vorbereitet sein auf den Schmerz.
Wann haben Gefühle und deren Ausleben ihre Berechtigung? Gibt es - auch wenn es moralisch falsch ist und anderen Schaden zufügt - doch manchmal ein Recht darauf, sich nahe zu sein, verliebt zu sein, zärtlich zu sein?
In meinem bisherigen Weltbild eindeutig: Nein.
Katha, durcheinander
Seite 4 von 4 · 66 Beiträge in diesem Thema