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Beste Arbeitskollegin - meine (erste) Freundin?

1'257 Antworten123'286 AufrufeGestartet von Blue Boarder ·

#241
Und was ist mal all den anderen Leuten?

Den Leuten in der Stammbar? Andere Arbeitskollegen, mit dennen du sonst Mittag ist? - Du darfst dich nicht so simpel fixieren Junge!

#242
Ich weiss ich darf das nicht. Aber tue ich denn das?

Mit den Leuten in der Stammbar kann man gut plaudern, doch es geht nicht über diesen Abend hinaus. Ausser es sind sowieso die Leute, mit denen ich auch Mittag essen gehe. Total sind dies hauptsächlich fünf Personen. Eine davon ist diese Kollegin, welche uns verlässt. Dann eine andere ist das Mädel, welche ich so gerne als gute Freundin gewonnen hätte aber leider schmerzlichst verloren habe. Mit ihr rede ich kaum mehr, ich kann nicht mehr und sie tut auch nichts.

Den anderen drei Personen (zwei Mädels, ein Mann) möchte ich meine Geschichte nicht unbedingt anvertrauen. Denn das ist was ganz persönliches, was man nicht verplaudern darf. Einer dieser zwei Frauen würde ich es vielleicht noch sagen, mag sie auch wirklich gut, aber zuerst müsste sich eine Gelegenheit ergeben. Die sechste Person ist die jüngere Arbeitskollegin, welche auch von meinem Problem weiss.

Doch all dieser Kontakt beschränkt sich nur aufs Büro und den Mittag. Genau das tut immer wieder weh! Oft fehlt mir sogar während der Arbeitszeit den Kontakt zu den anderen. Dies hat wohl verschiedene Gründe. Die anderen kommen selten auf mich zu und mir fällt es umgekehrt sehr schwer. Ausserdem habe ich von der Lage her einen ganz doofen Arbeitsplatz im Büro. Vielleicht bin ich ihnen doch zuwenig wichtig, bzw. wie soll ich sagen, einfach weniger wichtig als andere Personen?! Oder was mache ich falsch? Die jüngere Kollegin hat schon gesagt, mit mir könne sie sehr gut reden. Doch leider sind diese schönen Momente doch sehr rar. Jeden Tag muss ich mitansehen, wie andere miteinander plaudern und ich still und leise in der doofen Arbeit stecke oder versinke.

:confused:

#243
Lieber Blue Boarder ;)

Ich möchte ehrlich sein und es ohne Zucker formulieren!

Freunde muss man sich verdienen! und zwar nicht indem man ständig lieb und hilfbereit ist, sondern indem man miteinander dinge unternimmt!!! und miteinander SPRICHT, über erfahrungen, über weltanschauungen, über gemeinsame interessen,usw!

damit du leute kennen lernst, mit denen du interessen teilst, musst du schon selbst aktiv werden! jeder muss sich freunde SUCHEN, bei keinem klopfen sie an die haustüre!

es gibt sicher etwas was dich interessiert im leben?? wäre ja traurig wenn nicht!

irgend ein sport zum beispiel? oder dann gibt es die jubla oder die pfadi? oder dann gibt es kochkurse oder tanzkurse? oder von mir aus pokervereine? dann gibt es musik chore zum beispiel oder autoclubs... oder du gehst in einen sprachkurs und lernst dort coole menschen kennen?

es gibt SOOOO VIELE möglichkeiten!

#244
blue wir wissen doch alle warum du genau an der gleichen stelle wie am anfang bist. und ich habs dir 100 000 mal gesagt und du hast jedes mal 'ja aber...' gesagt, und mir tun echt die leute langsam leid die dir hier tipps geben und am ende heißt es doch wieder nur 'ja, aber...'. du weißt dass ich schon oft sauer geworden bin, aber tja so bist du nun mal.

ich schließ mich jill an und sags zum 1 millionsten mal: TU was!

:mauer:

ps. wehe ich hör jetzt ein 'ja aber...' !!

#245
Wo ich auch suche, momentan ist kein Erlebnis, keine Erinnerung so stark, welche mich von meinen elenden Depressionsgefühlen erlösen könnten. Wie ich das hasse. Wann hört das endlich mal für IMMER auf!! :mauer: :heulen:

#246
Wann hört das endlich mal für IMMER auf!! :mauer: :heulen:
hey blueborder

mir gefällt dieser satz überhaupt nicht!

ich hab deine geschichte vor monaten mal schon mitverfolgt, als ich auch intensiv hier im forum geschrieben habe.

jetzt hab ich das inzwischen verpasste nur schnell überflogen:

jedenfalls schreibst du aber auch, dass du in der zwischenzeit was (positives) erlebt hast ?

dies aber nicht stark genug ist, um dich aus deinem trott zu reissen?

was ist denn los? du hast schliesslich hier in deinem strang beinahe 2 monate nicht mehr geschrieben? was ist passiert?

#247
Hallo Naiva, hallo lk-forum!

Dass ich solange nicht mehr geschrieben habe, hat verschiedene Gründe. Nach heartflowers-beitrag wusste ich nicht mehr was ich schreiben sollte. Denn sie hat ja irgendwie auch Recht. Ich bekam viele Tipps, welche ich leider nicht umsetzen konnte. Nicht dass ich nicht wollte, aber ich schaffe es wegen verschiedenen Dingen nicht. Ein anderer Grund war, dass es mir glücklicherweise in letzter Zeit etwas besser ging (leider immer wieder mit schmerzhaften Ausnahmen!).

Es gab ein paar positive Erlebnisse, ja! Zum einten war das die Vorfreude auf die Ferien und die Ferien dann selbst. Zum anderen waren das Geschehnisse am Arbeitsplatz. Manchmal merkte ich kurz wieder, dass ich bei einigen Mitarbeitern sehr beliebt bin. Dann war ich natürlich kurz wieder aufgestellt. Was auch sehr schön war, ich konnte ab und zu mit einer guten Arbeitskollegin auch über private Themen reden. Ich mag sie sehr gut und es ist jedes Mal schön mit ihr zu plaudern! Leider kommt es nicht so oft vor. Dennoch ist sie mir sehr wichtig geworden.

Etwas ganz "Grosses" gab es leider aber auch in den letzten zwei Monaten nicht. Darum habe ich nichts, was die Depressionen verhindern oder rasch wieder verdrängen könnte.

Momentan gab es eher wieder negatives. Die letztmals angesprochene Arbeitskollegin sah ich am Freitag zum letzten Mal im Geschäft. Das tut mir sehr weh! ;( Gerade weil ich sonst kaum jemanden um mich habe, ist auch sie mir sehr wichtig geworden. (Sie und die weiter oben angesprochene Arbeitskollegin sind die einzigen, welche über meine Probleme Bescheid wissen) Nun sehe ich sie nur noch einmal im Monat (wenn überhaupt) an einem Mitarbeiter-Stamm. Etwas weiteres: mein letzter "Kollege" meldet sich nicht mehr bei mir. Er ist seit einigen Wochen im Militär. Am Wochenende sitzt er aber zuhause. Er könnte sich dann wirklich bei mir melden! Ich habe so die Schnauze voll. Zuerst nutzt er mich aus und dann lässt er nicht mehr von sich hören. Letzte Woche wollte ich mit ihm an ein Strassenfest gehen. Natürlich meldete er sich nicht auf mein sms. Schon da hatte ich wieder Depressionen und daher ging ich dann auch nicht alleine dorthin. An den nächsten zwei Wochenenden steht ein Seenachts- und Stadtfest auf dem Programm. ER weiss das schon lange. Aber es ist mir nun klar, dass ich dorthin alleine gehen muss. Ich melde mich nicht mehr bei ihm. Habe es so satt!!! :mad: Er soll erstmal wieder von sich hören lassen und wehe er will wieder was blödes von mir...! Bin nicht sein Hampelmann.

Ich hoffe die kleinen positiven Dinge bringen mich (bald!!! :confused: ) zu etwas "Grossem"!

blue boarder

ps: freut mich, dass es noch Personen gibt, welche diesen langen Thread mitverfolgen. danke!

#248
Lieber blue

ich finde es sehr bewundernswert, dass du doch immer alleine an diese Feste gehst. Ich kann das nicht...

Das zeigt irgendwie, dass du noch nicht ganz am Boden bist. Ausserdem ist es doch toll, dass du mit deinen Arbeitskolleginnen über deine Probleme gesprochen hast. Ich könnte niemals zugeben, dass es mir nicht gut geht.

Das finde ich seeeehr bewundernswert!

Und diese Arbeitskollegin. Auch wenn sie nicht mehr bei dir arbeitet, kannst du doch trotzdem den Kontakt mit ihr halten. Geh doch einfach mal mit ihr Mittagessen, oder nach der Arbeit irgendwohin. Zu Beginn kannst du das ja unter dem "Vorwand" machen, dass du wissen möchtest wie es ihr am neuen Arbeitsplatz geht.

Ich wünsche dir ganz viel Kraft

lieben Gruss

pepita

#249
Hallo Pepita

Was für eine Freude wiedermal etwas von dir zu hören! :)

Wegen den Festen bleibt mir kaum was anderes übrig. (Versuch es auch mal) Ist besser als zuhause zu sitzen. Alleine fühle ich mich so oder so an beiden Orten. Doch diesen Sommer ist es leider auch nicht mehr dasselbe. Ich kann die Veranstaltungen weniger geniessen und langweile mich schneller als andere Jahre. Am Freitagabend war ich nun wieder alleine unterwegs, mal schauen wann sich der "Kollege" wiedereinmal meldet. Ich werde es nicht tun...!!

Bin sehr froh, dass ich meine Geschichte den zwei Arbeitskolleginnen erzählen konnte! Auch wenn es die Probleme nicht löst, ist es gut zu wissen, dass jemand Bescheid weiss und man vielleicht sogar darüber reden kann. Leider nicht in jedem Moment (möchte von der jüngeren Kollegin gerne die Handynr., habe mich aber noch nicht getraut danach zu fragen).

Der (ex)-Arbeiskollegin habe ich letzte Woche ein sms geschrieben. Kam aber wie schon einmal keine Antwort zurück. Offenbar hat sie nicht so ein grosses Interesse an mir. :( Möchte mit ihr gerne mal Mittagessen gehen. Doch eine solche "Antwort" von ihr macht mir das nicht einfacher. Schade!

Wie geht es dir überhaupt? Schreib mir doch eine Nachricht wenn du willst!

Liebe Grüsse

Blue boarder!

#250
Hm.

Sag mal. Wenn du an Feste gehst... Noch nie zum Drink eingeladen worden? Noch nie einfach so mal ein Mädchen oder sonst wen angesprochen? Einfach rein aus Interesse?

#251
Alleine fühle ich mich so oder so an beiden Orten.
guten morgen blue!

liegt vielleicht nicht genau hier der hund begraben?

ich denke, gerade die von dir erwähnten arbeitskolleginnen, mit denen du reden konntest

- solche spontanen, von unerwarteter seite kommenden gespräche können dich für den moment total aufstellen!

das ist ein äusserst wichtiges feedback :)

aber: du darfst nicht sofort in eine erwartungshaltung diesen menschen gegenüber fallen.

ich mein damit nicht, dass du das eine mädchen nicht nach der handynr. fragen sollst.

doch dein gefühl des alleineseins, dies kann dir niemand anderes abnehmen, diese leere in dir kannst du nur selber füllen!

versteh mich richtig: ich bin gerade auch dabei, dies lernen zu müssen

(und ich bin ja schon einiges älter als du - also besteht doch hoffnung, dass du das schneller hinkriegst als ich ;) )

ich weiss genau, wie schwer dieser weg ist. aber wir schaffen das, ok ?! :]

#252
Hallo miteinander!

SC00PTRX, soll ich ehrlich sein? Beide Fragen muss ich mit nein beantworten! Noch nie eingeladen worden und ich selber auch noch nie jemanden angesprochen.

Als grundsätzliches Problem steht mir meine grosse Schüchternheit dabei im Wege. Dann sind allfällig interessante Leute nie alleine unterwegs, mindestens immer zu zweit. Ich dagegen bin in der "Unterzahl". Habe das letzten Freitagabend mal beobachtet. Es hatte so wenig Leute, welche wirklich alleine da waren. Die Personen welche alleine rumliefen, schienen auch hastig an ein bestimmtes Ziel zu laufen wo sie vielleicht ihre Kollegen dann trafen. Mein Selbstvertrauen ist auch nicht sehr gross. Es ist auch extrem schwer dieses aufzubauen in einer solchen Lage, wie ich es momentan bin.

Es ist sehr schwer nicht in eine solche Erwartungshaltung zu kommen. Denn diese Gespräche und solche Personen sind etwas was mir so fehlt und wonach ich mich so sehr sehne. Bin jeweils am Abend immer enttäuscht wenn ich mit niemandem über private Dinge und über meine Sorgen reden konnte. Möchte die Kollegin unbedingt diese Woche nach der Nr. fragen. Nachher bin ich in den Ferien. Doch ich muss zuerst mal ein guter Moment dazu finden. Sie muss alleine in ihrem Büro sein und das sehe ich von meinem Platz aus gar nicht. Möchte aber nicht, dass sie denkt ich bombardiere sie dann immer mit sms. Das werde ich nicht.

Habe leider den Weg noch nicht gefunden um meine Leere zu füllen.

Wir schaffen das schon noch, Naiva! Doch wann endlich?

#253
Hi Blue Boarder,

hab hier auch immer mal wieder gelesen und heute möchte ich mal meinen Senf dazu geben. Ich glaube, das Wort "Erwartungshaltung" ist genau das richtige, ehrlich gesagt. Ich verstehe Dich - Du fühlst Dich sehr einsam und ersehnst Dir Kommunikation mit anderen. Nur: Die wissen das überhaupt nicht. Ich wette, wenn Du Deine Gegenüber nach dem Ablauf eines gemeinsam erlebten Abends fragen würdest, würdest Du Dich extrem wundern, wie anders als Du sie den Abend wahrgenommen haben.

Schwierig auszudrücken, was ich meine. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Du alles extrem auf die Goldwaage legst und Dinge sehr negativ interpretierst, die "eigentlich" gar nichts bedeuten - und auf der anderen Seite aber sehr positive Dinge nicht so genau unter die Lupe nimmst und sie nicht interpretierst. Nehmen wir ein Beispiel. Deine Kollegin weint und Du tröstest sie. Sie lässt sich von Dir trösten (macht man nicht bei jedem) und hat sich bestimmt gefreut. Ein Außenstehender würde denken - wenn der die Situation zufällig erlebt hätte - dass Ihr Euch gut versteht und harmonisch miteinander umgeht und eine gewisse Nähe herrscht. Du hingegen fühlst Dich einsam und glaubst, dass Du mit niemandem reden kannst.

Nächstes Beispiel: Du bist zu der Kollegenrunde eingeladen. Auch nicht selbstverständlich, ich finde es sehr nett und ein Zeichen dafür, dass sie Dich mag und die anderen Dich auch mögen. Für die anderen Anwesenden war es sicher ein schöner Abend, dem man aber auch nicht sooo viel Bedeutung zumisst - halt ein netter Abend im Kreise von Leuten, die man mag. Du hingegen interpretierst herum und denkst sofort, dass Du Dich nicht hineinsteigern darfst - worein denn? Es wird vermutlich nicht unbedingt die totale Seelenverwandtschaft bis ans Ende der Welt werden, aber eine Freundschaft oder eine Bekanntschaft, mit der man was unternehmen kann und sich ein bisschen unterhalten.

Verstehst Du? Ich habe den Eindruck gewonnen, dass Du alles sehr schwer nimmst im Leben und bei ganz "normalen" Sachen, bei denen viele sich gar keinen großen Kopf machen, sofort allerlei Szenarien ausmalst. Warum tust Du das? Dann habe ich auch den Eindruck, dass Du ein viel schlechteres Bild von Dir selbst und Deiner Einbindung in die Gemeinschaft hast als alle anderen ;) Erst mal kannst Du immerhin mit mindestens einer Person über diese Probleme reden - das finde ich schon ziemlich klasse, denn das kann man wirklich nicht mit jedem. Dann scheinst Du doch in Deinem beruflichen Umfeld auch gern gemocht zu werden und Kontakte hast Du da auch. Das ist viel mehr, als viele andere von sich behaupten können! Was Dir vielleicht ein bisschen fehlt, ist Leichtigkeit - damit meine ich nicht Oberflächlichkeit, sondern eben Leichtigkeit. Das Leben zu nehmen, wie es kommt und das Beste draus zu machen... die positiven Dinge im Leben bewusster wahrnehmen als die negativen. Ich habe den Eindruck, dass es bei Dir umgekehrt ist. Vielleicht hilft es Dir ja schon, Dir einfach die schönen Dinge bewusster zu machen? Z.B., in dem Du sie einfach aufschreibst oder so (Jeden Tag drei konkrete Dinge, über die Du Dich gefreut hast z.B.).

Ich hab mich z.B. heute gefreut

- über die erste Tasse Kaffee heute morgen :P

- dass ich meine ganzen Pflanzen nicht gießen muss (es regnet, was ich ansonsten doof finde)

- dass ich ENDLICH einen großen Packen eines derzeitigen Projektes abgeschlossen hab!! Juhu.

- ah ja, und ich freue mich auf ein leckeres Glas Rotwein heute abend (das sind schon vier, aber das macht nix ;) )

Wünsche Dir alles Gute!

Nimriel

#254
Als grundsätzliches Problem steht mir meine grosse Schüchternheit dabei im Wege. Dann sind allfällig interessante Leute nie alleine unterwegs, mindestens immer zu zweit.
ach ja...

aber wir sind hier in der schweiz, da ist spontanes ansprechen von unbekannten menschen einfach nicht sitte.

mit diesem problem stehst du also definitiv nicht alleine da :rolleyes:

Habe leider den Weg noch nicht gefunden um meine Leere zu füllen. Wir schaffen das schon noch, Naiva! Doch wann endlich?
genau das frage ich mich auch.

und die von nimriel gerühmte leichtigkeit kann man ja gut predigen, ist wohl aber leider nicht unser beider ding.

eigentlich müssten wir 2 uns zusammen tun und gemeinsam um die häuser ziehn =)

#255
Hallo!!

Ich denke ich verstehe was du meinst, Nimriel. Das negative denken liegt leider in der Familie. Da ich beim Thema Freundschaft schon sehr lange keinen wirklichen Erfolg mehr hatte, fällt es mir zusätzlich schwer etwas positiv zu sehen. Wenn dann mal etwas positives passiert, zweifle ich viel zu schnell wieder an mir und rutsche wieder ins negative Denken hinein. Oder vor lauter festgefahrenen Einsamkeit sehe ich die positven Dinge gar nicht mehr. :confused: Das tut natürlich doppelt weh. Wenn ich schöne Ereignisse gar nicht mehr bewusst geniessen oder wahrnehmen kann. Ist für mich sehr interessant zu lesen wie du meine Lage schilderst. Bin beeindruckt. Sehr vieles beruht auf der Wahrheit.

Ich weiss die Kollegin mag mich. Darüber freue ich mich auch sehr. Bin sehr froh, dass es so gekommen ist. Doch wie du sagst interpretiere ich dann oft wieder an Dingen rum. Wenn wir zum Beispiel ein paar Tage nicht miteinander reden und sie nicht auf mich zukommt oder wenn sie mit anderen viel öfters redet als mit mir. :( Dann denke ich eben wieder, dass ich ihr doch nicht so wichtig bin wie ich das gerne hätte. (Denn ich möchte ja endlich eine wahre Freundin/wahrer Freund finden). Natürlich bin ich sehr froh sie als Gesprächspartnerin zu haben, sie ist mir sehr wichtig! Doch ihr wisst, dass ich noch "mehr" will um glücklich zu sein.

Nehme das Leben momentan sehr schwar, ja. Denke oft viel zu weit und negativ. Weitsicht ist besser als Nachsicht. Doch ich muss damit nachlassen! Es ist aber echt schwierig wenn man das mal in sich hat. Ist es nicht so, dass die fehlende Leichtigkeit von meinem Problem her abstammt? Ich stelle mir vor, ich hätte nun eine sehr gute Freundin, Freunde und Kollegen. Hätte immer jemand mit dem ich mich austauschen kann. Es ist immer jemand da zum irgendwo hinzugehen. Ich habe ein Mädel als gute Freundin welche ich auch mal in den Arm nehmen darf oder umgehkeht (denn das fehlt mir auch sehr...! ;( ). Mein Selbstvertrauen würde wieder steigen. Denn ich merke ich bin beliebt und man mag mich. Durch die Freunde sinkt auch die Schüchternheit usw. Wenn diese Vorstellungen (hoffentlich sehr bald) in Erfüllung gehen, würde ich doch wahrscheinlich auch das Leben leichter nehmen. Vielleicht nicht in allen Belangen. Aber sicherlich mehr als in der jetzigen Lage.

Wie kann ich den Arbeitskollegen klarmachen, dass ich die Kommunikation so herbei sehne? Die andere (ex)Arbeitskollegin weiss ja auch von meiner Geschichte. Sie sollte es ja wissen. Doch trotzdem kann sie auf ein sms von mir keine Antwort geben. Aber wie du schon sagst, es ist ihr wahrscheinlich gar nicht bewusst was sie damit auslösen kann.

Habe übrigens am Montag damit angefangen, eine Liste zu führen, in der ich jeden Tag positive Dinge notiere. Ich hoffe es hilft! Aber trotzem danke für den Tipp!

@Naiva

Irgend ein Weg führt auch uns beide zum Ziel. Wir müssen versuchen daran zu glauben (auch wenn es so oft schwierig ist).

Wollte die Arbeitskollegin heute nach der Natelnummer fragen. War so kurz bevor. Stand auch schon mit einer geschäftlichen Sache in ihrem Büro. Doch dann gingen wir wegen dem leider an ein anderes Ort, wo ich sie dann nicht mehr fragen konnte. So etwas dummes!

Wünsche euch auch alles gute!

blue boarder

#256
Möchte euch hiermit wiedermal auf den aktuellen Stand bringen.

Zwei Tagen vor meinen Ferien wagte ich bei meiner Arbeitskollegin den nächsten Versuch um sie nach der Natelnummer zu fragen. Als ich die Frage stellen wollte, kam aber gerade jemand ins Büro. (Musste das sein!?) Sagte ihr dann sogleich ich hätte das falsche Papier mit, ich käme später nochmals. Schrieb ihr nachher ein Mail ob sie mir nicht Bescheid geben könne wenn sie alleine sei. Das tat sie auch und ich konnte sie endlich fragen. Sie fragte ob sie sich Sorgen machen müsse, was ich beneinte. Sie gab mir dann ihre Nummer. Nach meiner fragte sie leider nicht. :( Am nächsten Tag schrieb ich ihr dann ein sms. Wollte das gar nicht so früh. Wünschte ihr bei einer Sache... viel Glück (ich hoffe sie hat unterdessen aber nicht gekündigt...). Konnte dies leider nicht mehr persönlich tun, darum schrieb ich ihr dann. Leider kam aber nie eine Antwort zurück, was mich natürlich gleich wieder enttäuschte! Doch ich darf ja nicht mehr alles so hinterfragen. Ich hoffe es ist alles halb so schlimm wie ich mir wieder ausmale. Vielleicht vergass sie einfach eine Antwort zu schreiben oder sie errachtete es schlichtweg nicht als notwendig?

Letzte Woche erhielt ich von der anderen (ex)Arbeitskollegin ein sms. Sie hat eine neue Arbeitsstelle gefunden. Ich antwortete ihr gleichentags darauf und fragte sie auch noch etwas dazu. Doch auch diesesmal erhielt ich von ihr keine Antwort mehr. Das zeigt mir einfach, dass ich ihr nicht wichtig bin. Nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn. Genau das habe ich vor Monaten befürchtet. Schade!! :( Naja... Bin es mich ja gewohnt keine Antworten zu erhalten. Aber es verärgert mich jedesmal wieder. Sie sollte es doch gerade wissen, dass jeder Kontakt wichtig ist für mich.

Die Liste mit den positiven Dingen, welche Nimriel auch erklärte, führe ich immer noch. Doch in meinem Kopf dominieren mehrheitlich immer noch die negativen Dinge. Aber braucht wohl einfach seine Zeit um Wirkung zu zeigen.

bis bald! Blue Boarder

#257
Hey Blue Boarder ich habe mir deine Geschichte auch schon mal durchgelesen und ich kann nur sagen tu endlich etwas dagegen. Ich war mal in einer ähnlichen Situation kam aber wieder raus und habe jetzt einen super Freundeskreis. Ich hockte damals an den Wochenenden immer zuhause hatte aber wenigstens unter der Woche Spass durch das Fussballspielen. Du sagst du spielst gerne Fussball wieso gehst du nicht in ein Verein? Gehst in eine 2 Mannschaft wo der Spass im Vordergrund steht wo man nach dem Spiel noch ein Bierchen trinkt das würde dir gut tun. Mal in ein Trainingslager geht und mit der Zeit auch echte Freundschaften entstehen können aber Hauptsache du hast Kontakte mit anderen Menschen in deiner Freizeit. Tu endlich was dagegen.

gruss Cob3

#258
Hallo Blue Boarder

Ganz ehrlich, es mag sein, dass du schüchtern bist, aber auf der anderen Seite finde ich dich extrem mutig. Du gehst alleine an Fester und so. Das hätte ich nie gemacht. Wenn du den ersten Schritt wagst, warum dann nicht den zweiten, jemanden anzusprechen? Ich weiss, einfacher gesagt als getan und ich muss sagen, dass ich früher auch extrem schüchtern und unsicher war. Ich glaube diese Unsicherheit andere anzusprechen geht nur mit positiven Erfahrungen weg. Ich habe jetzt nicht alle Seiten durchgelesen, wohin gehst du denn so alleine?

Ich glaube du suchst einfach extrem nach einer super guten Freundin, so sehr, dass du dich vielleicht einfach zu fest darauf versteifst. Wäre es nicht vielleicht auch toll, wenn du viele Kollegen hast und sich daraus vielleicht etwas "extremeres" entwickelt? So kann man auch mit verschiedenen Leuten etwas machen und hängt nicht so sehr an einer Person, welche vielleicht nicht unbedingt so eine feste Freundschaft sucht.

Ich weiss es ist alles so einfach wenn man es so schreibt, wenn man alleine da steht sieht das dann ganz anders aus. Ich glaube aber daran, dass du es schaffst. Hast du denn schon mal solche Kollegen, welche anscheinend nicht so viel Kontakt wollen wie du gefragt warum? Ganz ohne ihnen ein schlechtes Gewissen zu machen, vielleicht würde dir das auch etwas helfen.

Lg

P.S. und der Vorschlaf von Cob 3 finde ich echt gut.

#259
hey Blue Boarder.

ich hab mir auch mal deine Geschichte durchgelesen und na ja ich finde sie schon sehr traurig. Du hast viele Niederlagen einstecken müssen und bist immer mal wieder enttäuscht worden. Aber, du hast nie aufgegeben, du besitzt die Energie weiterzumachen.

Doch das reicht nicht, "nur" weitermachen.

Du darfst nicht auf dieser Mitleidsebene verweilen, dich immer wieder von Rückschlägen zurückfallen lassen.

Steig eine Ebene höher. Red dir nicht immer so viele Negative Sachen ein.

Freunde zu finden ist gar nicht so schwer.

Vor etwa 1 1/2 Jahren wars bei mir ähnlich. Aufgrund ernster Familienprobleme habe ich mich wenig um meinen damaligen Freundeskreis gekümmert. Ich war traurig, dass ich nicht mehr gefragt wurde, ob ich mitwollte auf diese Party etc. Ich bemitleidete mich und interpretierte oft Kleinigkeiten sehr negativ (z.b. wenn mal keine Antwort auf ne SMS kam;)). Ne Zeit lang gab ich es auch auf, bis mir irgendwann klar wurde, dass es so nicht weitergehen konnte.

Ich rappelte mich auf, stieg aus meiner Kammer des Mitleids und sagte:"Leute, jetzt komm ich". Ich war schon immer sehr sportbegeistert, spiele Tennis, Tischtennis, alles was mit nem Schläger zu tun hat. Tennis und Badminton spiele ich auch im Verein. Ich verabredete mich öfters mit Leuten zum spielen, habe mittlerweile zwei feste Trainingspartner. In der Schule oder auf der Arbeit trat ich selbstbewusster auf. Warum sollte ich weiter nur in der Ecke stehen oder mich von Mitmenschen, ihren Gesten einschüchtern lassen?

Es muss einem schei**egal sein, was die anderen über einen denken. Wenn man gelernt hat, sich wieder selbst im Spiegel mit einem Lächeln anzusehen, kann man auch der Welt mit einem Lächeln begegnen.

Ich wandelte mein Verhalten, ich war nun nicht mehr der Schweigsame, den man nicht ansprach, weil man nie wusste, wie ich reagiere. In den Pausen laberte ich einfach mit, über jedes mögliche Thema, egal ob ich davon Ahnung hatte oder nicht, ich fands witzig. Aber man bemerkte mich plötzlich, die einen fands amüsant, die anderen toll und natürlich widerum andere fanden es peinlich. Das war mir herzlichst egal.

Ich trat mutiger auf, hatte immer gute Laune und machte mich daurch interessant.

Durch Selbstvertrauen macht man sich interessant. Keiner beachtet jemanden, der still in einer Ecke sitzt oder nur den Mund aufmacht, wenns unbedingt sein muss.

Die Freundschaften kamen dann von selbst. Am schnellsten gings beim Sport. Diese Menschen teilten die gleichen Interessen wie ich, prima!

Da kann eigentlich nix schief gehen und schwupps hast paar nette Leute zum Bierchen trinken.

In der Schule dauerte es bissle länger, da ich mich quasi in eine neue Welt integrieren musste. Aber auch da klappte das. Ich organisierte Kinobesuche mit paar Leuten, die ich aus meinen Kursen kannte. Ich veranstaltete eine Grillparty bei mir usw......

Fazit: Ich nahm es eben selbst in die Hand und wartete nicht drauf bis wer zu mir kam. Natürlich gab und gibt es weiterhin Rückschläge, nicht jeder, den ich eingeladen habe, ist zum Grillfest gekommen.

Die Kontakte anfangs zu knüpfen ist wohl das Schwierigste, die Freundschaft baut sich von alleine auf, wenn man sie pflegt! und man einfach man selbst ist und bleibt!

Heute bin ich in dieser Hinsicht sehr glücklich und nun weiss ich auch das es gar nicht schwierig ist.

Lieber Blue Boarder, natürlich ist deine Situation eine andere. Du bist auch nicht mehr in der Schule, wie ich vor nem Jahr. Aber Parallelen kann ich dennoch erkennen. Glaub mir ich weiss, wie es ist ignoriert zu werden, oft auch enttäuscht zu werden. Aber nur du kannst was dagegen tun.

Tritt einem Verein bei, versuch mutiger und selbsbewusster aufzutreten, geh auf die Menschen zu. Das ist gar nicht so schwer. Du wirst manchmmal abgewiesen werden aber du wirst auch Menschen kennen lernen, die dich mit offenen Armen empfangen, galub mir, ich weiss es:)

Lg.

#260
Hallo zusammen!

Danke für eure Beiträge!

Bisher trat ich nie einem Verein bei da ich meine Freiheiten liebe. Keine wiederkehrende Verpflichtungen oder fixe Termine zu haben. Ich bin wirklich ein Plauschfussballspieler. Darum trat ich auch nie dem Fussballclub bei, ich bin nicht der gewöhnliche Fussballer, möchte nicht jede Woche trainieren und so. Wenn es irgend eine Plauschmannschaft gäbe, dass wäre wirklich toll! Muss schauen ob es hier so etwas überhaupt gibt.

Danke für das Kompliment, Dinchen. Ich getraue mich nicht jemanden anzusprechen. Wenn ich jemand sympathisch finde, ist diese Person bestimmt nicht alleine unterwegs, sondern zu zweit, zu dritt... Diese Hürde ist für mich unmöglich zu überwinden. Ich hoffe irgendwann, aber nicht jetzt. Vielleicht schaffe ich es mit ganz viel Überwindung wenn mal eine Person wirklich alleine irgendwo steht. Aber auch dies, braucht soooviel Mut. Die Schüchternheit blockiert einem so fest, es ist traurig. Ich arbeite daran, bin aber noch weit unten auf der Treppe. Muss noch viele Stufe raufklettern. Doch ob ich noch solange die Geduld habe?

Ich gehe jeweils an die Stadt-/Strassen- und Seenachtsfeste bei mir in der Region. Doch dies ist jetzt mit dem Ende des Sommers auch wieder vorbei. Sonst in einen Club oder an eine Party in geschlossenen Örtlichkeiten gehe ich nie.

Ich wünsche mir eine sehr gute Freundin, da ich noch nie eine hatte. Habe leider kaum Erfahrungen mit Frauen. Konnte noch nie mit einer um die Häuser ziehen, irgendetwas tolles unternehmen, an Feste gehen. Es muss gar nicht "meine Freundin" sein. Mit einer guten Freundin, auf welche ich mich immer verlassen kann, wäre ich schon zufrieden. Bei Frauen kann ich meine Schüchternheit stärker ablegen und mein Selbstvertrauen mehr aufbauen. Mir fehlt auch die Zuneigung. Möchte endlich mal ein Mädel in den Arm nehmen dürfen. Es tut mir so weh nie die Wärme eines anderen Menschen spüren zu können, nie in den Arm genommen zu werden, nie meinen Arm um die Schulter einer lieben Kollegin legen zu können. ;( (Momentan fehlt mir das wieder extrem und ich kann diesen Zustand nicht einfach so schnell ändern! Wie lange noch... :heulen: ) Natürlich würden mir auch verschiedene Kollegen gut tun. Möchte ja schon einen Kollegenkreis aufbauen. Aber ein Mädel, welcher ich all meine Gefühle erzählen kann, wünsche ich mir trotzdem. Mein einziger "Kollege" habe ich noch nie gefragt warum er nicht so oft Kontakt will. Denke aber, dass er eher ein Einzelgänger ist. Offenbar kommt er gut zurecht indem er fast immer nur alleine rumsitzt. Andere ehemalige Kollegen kontaktiere ich nicht mehr, habe es satt keine Antworten zu kriegen.

Ich weiss nicht wie lange ich noch Energie aufbringen kann. An Silvester habe ich mir gesagt, dieses Jahr passiert was, da erreiche ich was, lasse meine Einsamkeit hinter mir. Doch jetzt sind schon wieder beinahe zwei Drittel des Jahres vorbei ohne gewichtigen Erfolg. Momentan ist es für mich das schwierigste aus meinem elenden Trott herauszukommen. Wie du sagst, Life_means_Love, muss eine Eben höher steigen. Doch wenn ich glaube ich bin auf dem nächsten Tritt angekommen, falle ich wieder hinunter. Das passiert so oft. Immer mal wieder kommen die Depressionen und das negative Denken zurück. Wie kann ich das abstellen? Versteht mich nicht falsch, ich möchte wirklich da raus, erhalte soviel Tipps, die ich bis anhin leider nicht umsetzen konnte, weil alles so festgefahren ist. :( Nur ich selber kann das ändern, doch manchmal denke ich, dass ich es nicht alleine schaffe. Darum wünsche ich mir so sehr jemand an meiner Seite. Meine Arbeitskollegin hat auch gesagt, ich müsse mir neue Leute suchen. Solle mich nicht mehr mit Leuten abgeben, welche mich nur ausnutzen. Doch genau das fällt mir ja so schwierig: neue Kontakte zu knüpfen! Alleine ist es noch viel schwieriger, mit der Schüchternheit in mir noch viel mehr. Ich hoffe ich kann auch bald eine ähnliche Geschichte wie deine erzählen. Momentan sehe ich es nämlich noch als sehr schwierig an neue Freunde zu finden. So wie du von früher erzählst, Life_means_Love, bist du kein schüchterner Mensch oder täusche ich mich da?

Lg Blue Boarder!

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