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Beste Arbeitskollegin - meine (erste) Freundin?

1'257 Antworten123'286 AufrufeGestartet von Blue Boarder ·

#621
Ich verstehe dich. Und wenn deine Gedanken bezüglich der Frauen so sind, wie du es beschreibst, passt es auch. Auch dass du gerne unter Frauen bist, verstehe ich, aber ich habe trotzdem (oder genau deshalb) das Gefühl, dass du unter den Frauen als eine "Freundin" wahrgenommen wirst, aber weil du eben männlich bist, doch nicht ganz passt (Eifersucht derer männlichen Partner ;-).

Ich weiss, der Ton unter Männern ist rauher. Aber auch das macht dich aus, weil es in dir ist, aber diesen Tiger nicht loslässt.

Natürlich, geniesse das Zusammensein mit Frauen, aber sehe in ihnen trotzdem die Frau (als Mann). Das heisst natürlich nicht, dass du sexistisch werden sollst, aber es soll in dir der Mann geweckt werden.

Je mehr du versuchst etwas zu erzwingen ("Freundin" bekommen) oder zu vermeiden (Single bleiben, alleine bleiben), umso eher wirst du dies anziehen.

Wirf einfach mal alle diese Gedanken über Board. Finde heraus, was du in deinem Leben erreichen möchtest. Hast du keine Vision? Möchtest du dein Leben nur dahinplämperln? Sobald du diese eine Schnur für dich hast, diese mit voller Energie ansteuerst, wird alles andere kommen. Du wirst dein persönliches Wesen ändern, weil das "Liebt mich doch" wegfällt, weil du es selbst tust und dir andere deshalb folgen (hoffe doch Weibliche) werden.

Ich weiss, das ist mitunter ein langwieriger Prozess. Aber es ist der einzige!

Das mit deinem Vater meinte ich so: Es geht um den Kontakt zu ihm. Wie ist dieser? Zu wem hast du den besseren Draht? Mutter oder Vater?

#622
Was kann ich denn genau tun, dass mich die Frauen nicht als eine "Freundin" ansehen wenn ich Kontakt zu ihnen habe, mit ihnen zusammen bin usw.? Ich möchte ja weiterhin als freundliche, anständige und angenehme Person rüber kommen. War eben schon immer der "nette Kerl", das ist einfach meine Art. Selbstverständlich möchte ich aber nicht einfach nur der nette Typ sein. (Nein, das war ich schon viel zu oft!!) Ich möchte als wirklich interessanten Menschen geschätzt werden.

Ehrlich gesagt habe ich keine genaue Vision wohin mein "berufliches" Leben gehen soll. Ich bin nicht der karriereorientierte Typ. Momentan sehe ich nichts höheres in einem Job, wo ich erreichen will. Ich habe schon Ziele und Vorstellungen was ich in meinem Leben erreichen und erleben möchte. Doch diese Dinge beziehen sich alle auf die Gedanken, wo ich über Bord werfen muss.

Wahre Freunde zu finden, das Geschenk eine Freundin zu haben, mit diesen Personen schöne Dinge unternehmen; dass sind die wichtigsten Ziele für mich! Ich kann das nicht erzwingen, nur ist es schwer nicht immer daran zu denken.

#623
also auf die Mann-Problematik werde ich mal nicht antworten. Ich denke hier anders und sehe dies auch anders als yertan.

Ich denke, du machst einfach einen Denkfehler. Deine Ziele sollten im Moment mehr bei dir liegen und nicht mit anderen Menschen verknüpft sein. Also wie kannst du ganz alleine mit dir selbst zufrieden werden? Suche dir Beschäftigungen für dich selbst, die dir gefallen. Nenne mal ein paar Dinge, die dir einfach Freude machen, mit denen du dich selbst belohnen kannst. Oft können das kleine Dinge sein, bei mir ist es zum Beispiel, dass ich mir wann immer möglich, abends etwas wirklich gutes koche und dann das Essen geniesse. Oder ich mir gerne nach einem stressigen Arbeitstag ein ausgedehntes Bad gönne. Aber hier muss jeder selbst wissen was einem gefällt und gut tut, aber meist sind es kleine Dinge, die man einfach bewusst für sich machen muss.

Überwinde dabei auch deinen inneren Schweinehund und mache einfach Dinge, die du dir eigentlich nicht zutraust. Klar, das ist für dich viel leichter gesagt als getan. Aber schlussendlich musst du einfach mal handeln, sonst drehst du dich einfach auf der Stelle. Und mit dem neuen Jahr kannst du dir ja auch gut Vorsätze machen. Aber achte dabei einfach darauf, dass du dir die Ziele nicht zu hoch steckst. Lieber einfach zu erreichende Ziele setzen wie zum Beispiel mal in einem Club anmelden, wo du unter Leuten bist. Das geht wirklich einfach, es braucht halt einfach mal die Überwindung es zu tun. Und hier kann ich dir den Rat geben es einfach zu machen, nicht darüber nachzudenken, ob es nun gut oder schlecht ist. Das kannst du eh erst wissen, wenn du es auch machst. Und falls du dann wirklich nicht damit klar kommst, kannst du immer noch austreten. Sich das Ziel zu setzen eine Freundin zu finden würde ich einfach lassen, auch dass du dein Leben komplett in den Griff bekommst (es ist eh eine Illusion zu denken, dass überhaupt irgendjemand sein Leben komplett im Griff hat, auch wenn es manchmal so scheint).

Versuche einfach mal kleine Schritte zu machen, du wirst sehen, dass dir das gelingen kann. Und höre nicht immer auf dich, mache auch mal was gegen deinen "Willen".

Wenn du mit dir selbst zufrieden bist, wirst du auf jeden Fall eine andere Ausstrahlung haben, interessanter für Menschen werden. Im Moment wirst du wohl einfach deine Unzufriedenheit und deine Angst vor allem möglichen ausstrahlen. Das weckt wohl das Helfersyndrom in vielen Frauen, aber wie yertan richtig bemerkt werden diese dich so nie als potentioneller Partner wahrnehmen sondern einfach als Problemhaufen... Das nehmen die Leute einfach wahr, die mit dir zu tun haben, da kannst du dich noch so verstellen. Aber für solche Dinge haben Menschen oft eine gute Nase.

Es ist nun mal eine Bedingung, dass du irgendwie mit dir selbst zufrieden sein sein musst, bevor dich die anderen Menschen auch als interessanten Menschen schätzen lernen können.

#624
Das Problem ist doch, dass Menschen nicht dazu fähig sind glücklich alleine leben zu können. Bis zu einem gewissen Grad geht das, doch irgendwann geht es nicht mehr. Mir ist schon bewusst, dass meine momentanen Ziele nicht mit anderen Menschen verknüpft sein sollten. Aber geht das überhaupt bei mir? Die von mir genannten Ziele sind einfach mein grösster Wunsch. Denke nicht pausenlos daran. Aber im Hintergedanken sind sie immer.

Kleine Dinge mit denen ich mich belohnen kann gibt es schon. Doch Beschäftigungen welche man alleine machen und auch geniessen kann, ist dann schon eher schwierig. Ich war jetzt solange alleine, da möchte man einfach mal gerne Dinge mit jemandem zusammen machen. Ich kann mich schon auch mal gut alleine beschäftigen für eine gewisse Zeit. Doch diese Zeit ist begrenzt und dann kommt wieder der Wunsch an Freunde usw.

Für das neue Jahr werde ich mir schon ein paar erreichbare Ziele setzen. Als erstes möchte ich z.B. einen guten Kontakt zu meiner exArbeitskollegin aufbauen, bzw. sie irgendwie fragen ob wir mal zusammen was trinken gehen können. Gibt noch weitere Ziele.

Morgen habe ich auch eine schwierige Aufgabe für mich zu bewältigen. Der ehemalige Arbeitskollege hat mich am Abend zu ihm eingeladen. Werde sehr nervös sein, da ich die anderen Leute nicht kenne.

In den letzten zwei Monaten habe ich sicherlich schon Fortschritte gemacht. Es geht mir auch besser und bin viel aufgestellter und fröhlicher. Die Arbeitskollegin und eine weitere haben dies auch schon gesagt. Das freut mich natürlich wenn ich meines Gefühls bestätigt werde. Es wäre schön wenn ich dieses "Niveau" beibehalten könnte und nicht zurück in ein grosses Tief falle. Wäre auch toll wenn ich weitere kleine Erfolgserlebnisse spüren könnte, dass ich plötzlich als interessante Person angeschaut werde...

#625
mir ist schon klar, dass das nicht einfach ist. Der Schlüssel liegt aber darin, dass du dich selbst akzeptierst und nicht immer mit dir haderst. Manchmal denkst du einfach zuviel über dich und deine Probleme nach. Kürzlich habe ich hierzu ein nettes Zitat gelesen: "Paralyse durch Analyse". Du sagst zwar, dass du nicht immer daran denkst, aber im Hintergrund sind die Gedanken und Wünsche doch immer präsent. Und genau damit blockierst du dich auch.

Das zieht sich bei dir immer so weiter. Wie zum Beispiel, dass du vor dem heutigen Abend Angst hast, und dich nicht darauf freuen kannst. Du stellst dir wohl vor, was alles schief gehen könnte, dass dich die anderen nicht akzeptieren, du mit der Situation überfordert bist usw, nicht?

Aber das ist genau der falsche Ansatz. Eigentlich hast du bereits jetzt negative Erwartungen für diesen Anlass. Und wenn du damit an die Party gehst, wirst du unbewusst versuchen diese negativen Erwartungen zu bestätigen. Sagt dir "selffullfilling prophecy" etwas? Schlussendlich sucht der Mensch immer ein wenig nach der Bestätigung seiner Erwartungen, und wenn die Erwartungen negativ sind, kann das fatal sein.

Sei dir bewusst, die anderen Gäste kennen dich nicht. Sie haben keine Erwartungen an dich, sie wollen heute mehrheitlich einfach feiern, Spass haben, sich gut unterhalten. Du hast keinen Grund nervös zu sein, du bist für die anderen einfach ein Gast wie jeder andere. Was dir evtl. helfen könnte, ist, wenn dein Arbeitskollege dich den anderen Gästen vorstellt. So ist von Anfang Kontakt zu den anderen da. Und dann versuche den Abend einfach zu geniessen, freue dich auf das neue Jahr, freue dich, dass du in guter Gesellschaft bist.

Vieles im Leben ist Einstellungssache ;-) Deine Einstellung ist halt oft: Das kann ich nicht, das überfordert mich usw. Das ist nun mal die falsche Einstellung.

So, dann wünsche ich dir eine schöne und ausgelassene Feier, geniess es einfach :-) Und guten Rutsch ins neue Jahr.

#626
*°*Ein gutes neues Jahr, 2011!*°*

Ja, ich denke zuviel nach, mache mir immer sehr viele Gedanken über alles. Manchmal kann das positiv sein, oft aber sollte ich es nicht machen! Das Problem ist leider so, dass ich einfach sehr viel Zeit habe um nachzudenken. Ich kann mich schon auch alleine mit etwas beschäftigen. Aber trotzdem ist immer noch genug Zeit da, wo ich dann leider wieder meinen Gedanken nachhänge. Das ist ein grosses Problem! Aber wahrscheinlich kann man dieses Problem mit der vorigen Zeit auch gar nicht gut lösen!??

Bei mir ist es so. Manchmal habe ich grosse Angst und Bedenken vor etwas, z.B. irgend einen Anlass oder Termin. Schlussendlich kommt es dann aber besser heraus als ich gedacht habe. Natürlich hast du auch Recht. Ich sollte nicht solche negativen Erwartungen haben im Voraus. Ich muss unbedingt Schritt für Schritt daran arbeiten.

Gestern war ich also bei meinem ex-Arbeitskollegen. Wir waren jetzt schlussendlich nur zu viert (Arbeitskollege, Freundin von ihm und Mädel welches ich noch gar nicht kannte). Doch das half mir stark. Ich taute so schnell mal auf und es war sehr lustig und ganz gemütlich.

Zum ersten Mal bekam ich gleich von zwei Personen ein Neujahrs-SMS! :) Von meiner besten Kollegin und einer guten Arbeitskollegin. Das freute mich schon.

Heute waren die Gefühle etwas gemischt. Irgendwie schade, dass die Festtage vorbei sind und bald der Alltag wieder einkehren wird. Mir wurde auch wieder "bewusst", dass meine beste Kollegin nicht mehr da sein wird wenn ich wieder im Büro bin. Das (bzw. SIE) fehlt mir ehrlich gesagt schon! Wenn alles klappt sollte ich sie aber bald wieder einmal sehen, an unserem Treffen in der Stammbar.

#627
3 Wochen des neuen Jahres sind fast vorüber. Die letzte Zeit war es ein "auf und ab" bei mir.

Anfang Jahr sah ich das erste Mal meine (ex-Arbeits-)Kollegin wieder an unserem Treffen. Zwischendurch konnten wir dort auch ganz gut miteinander reden und ich hatte das Gefühl sie möge mich auch gut. War schön! Am Montagmorgen dieser Woche schrieb ich ihr ein Mail um mal wieder etwas von ihr zu hören. Fragte wie es ihr beim neuen Arbeitgeber gefällt usw. Schrieb auch noch etwas von mir (aber nichts negatives). Leider kam keine Antwort von ihr. Schrieb ihr darum gestern Freitagabend dann ein SMS. Fragte wie es ihr so geht und wie es im Büro läuft, zuletzt fragte ich sie dann noch ob sie mein Mail erhalten habe.

Heute kam dann eine Antwort von ihr. Sie hatte sehr viel zu tun im Büro und schrieb darum nicht zurück. Gut, ich weiss wie es ist wenn man viel zu tun hat. Doch es gibt immer eine Möglichkeit jemandem zurückzuschreiben. Notfalls auch von zuhause per SMS. Zufällig weiss ich auch, dass sie mit einer anderen Arbeitskollegin diese Woche Kontakt hatte. Fühle mich nun natürlich nicht wichtig und bin enttäuscht bzw. verunsichert. ;( Wollte sie ja eigentlich in nächster Zeit mal anfragen ob wir zusammen was trinken gehen. Doch dies ist nun wieder ein Dämpfer für mich.

Sehe ich das zu eng wegen dem zurückschreiben auf Mails/SMS?? Und soll ich nun was herausdeuten aus dem Verhalten meiner Kollegin??

Bei einer anderen Arbeitskollegin dasselbe Problem. Bekam nun das zweite Mal innert kurzer Frist keine Antwort auf ein SMS. Ihr ging es nicht immer so gut die letzte Zeit. Aus diesem Grund schrieb ich ihr auch, weil ich "helfen" wollte. Fände es ehrlich gesagt nicht in Ordnung wenn nun keine Reaktion kommt, wenn ich schon an sie denke. Letzte Nachricht von mir war gestern, mal schauen ob noch was kommt.

Habe es satt immer allen Kontakten nachzurennen!! Aber was soll ich sonst machen?? Von sich aus schreibt ja selten mal jemand. Aber ich habe es auch "bis oben" immer der Doofie zu sein, welcher allen schreiben muss damit ich vielleicht was höre. :( Das ist nur frustrierend!!

#628
Hallo Blue :)

das ist mehr als frustrierend und mir geht es nicht besser. Hab das Gefühl immer noch nicht ganz bei meinen Arbeitskollegen integriert zu sein :( zu mir sind sie einfach anders als zu den anderen und ich weiß nicht warum :( hab zwar ab und zu Mailkontakt zu einer Kollegin, aber auf arbeit redet sie irgendwie gar nicht mit mir. bin ich ihr peinlich oder wie soll man das verstehen? ich kann bald nicht mehr :heulen: ich weiß nicht was man noch machen soll, will auch voll integriert sein. kann uns nicht jemand nochmal wertvolle Ratschläge dazu geben?

ja und mit dem Warten auf eine Antwort, Blue wir sehen das wahrscheinlich zu eng da wir vorbelastet sind.

liebe Grüße

#629
Aus diesem Grund schrieb ich ihr auch, weil ich "helfen" wollte. Fände es ehrlich gesagt nicht in Ordnung wenn nun keine Reaktion kommt, wenn ich schon an sie denke.
das grenzt fast schon an mentale erpressung

Sehe ich das zu eng wegen dem zurückschreiben auf Mails/SMS??
definitiv ja.

lieber blue boarder

bei allem verständnis für deine situation. wäre ich eine arbeitskollegin von dir, so hätte ich meine allergrösste mühe mit deinem verhalten. du bist ja ein wandelnder schuldgefühl-verteiler :eek:

#630
Liebe Soulpain,

Liebe Sadpk,

Danke für die ehrliche Antwort. Ich möchte weder jemand mental erpressen, noch jemandem Schuldgefühle verteilen. Sehe es nun wieder einmal, dass es für andere nicht einfach scheint mit mir "Kontakt" zu haben. Doch das ist sehr schade und macht mich auch traurig und deprimiert. Alleine zu sein in meinen eigenen vier Wänden hat nicht funktioniert, versuchen Kontakte zu halten/erhalten funktioniert auch nicht wie gewünscht. Es tut weh wenn man merkt wie man einen nach dem anderen von sich wegbringt. Leider merkt man dies aber erst (zu) spät.

Wie mache ich es denn richtig?? Einerseits möchte ich so gerne Kontakte, möglichst bald! Andererseits bewirke ich irgendwie genau immer das Gegenteil und die Leute wenden sich eher von mir ab als umgkehrt. Will aber nicht mehr alleine sein, darum suche ich auch so fest den Kontakt!

Naja, ich werde auch meine Konsequenzen ziehen. Mir ist das unterdessen leid geworden Leuten nachzurennen, welche ständig nichts von sich hören lassen und meinen Kontakt nicht möchten. Soviel Stolz habe ich auch noch. Meine Freundschaft muss man sich verdienen! Doch frustrierend ist es trotzdem, dass ich noch niemanden gefunden habe, der sehr gerne mit mir Kontakt hat und sich auch mal von sich aus meldet. Ich hoffe das ändert sich bald....

Ich weiss ich muss weiter an mir arbeiten. Doch ohne Kontakte, ohne mal jemandem zu schreiben usw., geht das auch nicht. Leider fehlt mir momentan auch irgend ein Erfolgserlebnis an dem ich mich etwas festhalten könnte.

;(

@Soulpain

Das tat mir leid für dich! Warum eröffnest du nicht ein neues Thema hier im Forum, wo du deine Probleme schildern kannst. Es gibt sicher Personen, welche dir helfen können. Ich befürchte ich kann es nicht, würde dir gerne helfen. Bekomme es ja aber selber noch nicht in den Griff.

#631
hallo bluey,

ein zitat, das ich dir schicke:

"Whatever you want is just outside your comfort zone."

Robert Allen




--> du weißt was du tun musst... deine angst überwinden. aus deiner comfort zone austreten. du weißt selbst, dass es keinen grund zum aufgeben gibt, du weißt selbst, du hoffst immer noch, sonst würdest du hier nicht schreiben. hör auf dein inneres. sieh deiner angst ins auge. überwinde dich. du bist so weit. ich weiß es, du weißt es.

HansImGlückchen
#632
Ich will eigtl. gar nichts zum Thema sagen, bitte das zu verzeihen, aber ich wäre fast explodiert.

Erstmal finde ich es traurig, dass jemand in Deinem jungen Alter schon von Einsamkeit spricht.
Ab und zu weiß ich nicht, was ich von dieser Welt halten soll! Ist demnach Einsamkeit etwas, was für Menschen über 30 reserviert ist oder wie hab ich das zu verstehen? Hört mir doch auf!

#633
Alles was ich will ist in einer Zone, welche ich nicht im Stande bin zu erreichen. So fühlt es sich zumindest an.

Ich weiss nicht mehr was ich wie, wann und wo machen muss, damit ich das ändern kann? Ich weiss nicht mehr wie ich mich verhalten soll? Ich weiss nicht mehr wie ich meine Wünsche wirklich erreichen kann?

Ich muss mein Leben so geniessen wie es momentan ist, muss mich selber schätzen und mögen, darf nicht mehr hadern. Doch das funktioniert nur bis zu einem gewissen Punkt. Komm nicht mehr vorwärts. Gleichzeitig sehne ich mich aber auch immer nach Kontakt. Doch bis anhin brachte ich nur alle weg von mir. Das ist so frustrierend. Muss ich mich völlig abkapseln, den Einzelgänger sein? WIE werde ich endlich interessant für andere? Ich sehe keinen Erfolg mehr!!

#634
Die Antwort ist eigentlich einfach: Interessant bist du, wenn du eine klare Ziele vor dir hast, einen Weg, eine Mission, oder wie man das auch immer nennen möchte, den du für dich gehst und nicht, um jemanden zu beeindrucken.

Du aber lebst vor dich hin, suchst andauernd nach Lösungen, wie du zu Kontakten kommst, merkst, dass es nicht geht und ziehst dadurch diesen Umstand noch mehr an.

Du bist bedürftig und das merkt man dir an, da nimmt jeder Reissaus, weil die Angst vor Einengung zu gross ist.

Du weisst, dass du etwas ändern musst, bist aber nicht bereit dazu, hast immer Ausreden, etc. Tu es einfach, egal was passiert. Such dir einen Verein, wo du automatisch zu Kontakten kommst. Kümmere dich nicht darum, ob es für dich einfach ist, dorthin zu gehen. Es ist egal, geh einfach und lass es auf dich zukommen. Wenn du für Kontakte offen bist, wird es automatisch gut ablaufen.

#635
Das Problem ist doch, dass Menschen nicht dazu fähig sind glücklich alleine leben zu können.
Nicht von sich auf andere schliessen.

Es gibt nicht wenige Menschen, die alleine leben und damit (mehr oder weniger) glücklich sind. Nicht jeder ist geschaffen für eine feste Beziehung. Viele Menschen haben andere "Bestimmungen", Ziele, Passionen. Die einen lieben ihre Arbeit, andere ihre Freiheit und wieder andere haben aus weiteren Gründen einfach keinen Platz für einen Partner/eine Partnerin in ihrem Leben.

Nicht von sich auf andere schliessen - dann fühlen sich Menschen, mit denen Du in Kontakt treten könntest auch eher frei und unbeschwert im Zusammensein mit Dir. Wenn Du verzweifelt Beziehungen suchst, werden die Beziehungen, die Du eingehst, in sich selbst verzweifelt sein. Menschen, die man kennenlernt, müssen sich mit Dir frei fühlen und nicht fürchten müssen, dass einem jemand gefangen nehmen will und nicht mehr loslässt. Daraus entsteht nur Krampf.

#636
An diesem Punkt waren wir leider schon einmal. Ich möchte weiter da arbeiten wo ich jetzt bin, denn (auch die neue) Arbeit gefällt mir. Mehr berufliche Ziele habe ich momentan einfach nicht. Ich weiss nicht wohin meine Laufbahn gehen soll. Ist das so tragisch? Ich habe viel mehr private Ziele. Doch diese sind immer mit anderen Menschen verknüpft. Genau DAS ist ja auch nicht gut. Ja, ich bin bedürftig, WIE kriegt man das weg?

Ich bin nicht bereit etwas zu ändern, das stimmt nicht! Dann wäre ich nicht in einer Therapie, besuchte nicht einen Kurs und hätte im Oktober nicht einen Weg aus meinem Dauertief gefunden. Aber ich gehe nicht in einen Verein. Ich gehe nicht dort hin wo ich bereits im Voraus weiss, dass ich da nicht hin will. Man kommt nicht automatisch zu Kontakten, man muss offen sein. Genau das wäre ich dort nicht vor lauter Angst, Schüchternheit und Unbehagen!

Verstehe was ihr meint, aber ich spreche nicht nur feste Beziehungen an. Sondern ich suche vorallem auch neue Kollegen/Kolleginnen. Das ist ja nochmal etwas anderes als eine feste Beziehung. WIE fühlt sich denn jemand frei bei mir trotz meiner Situation?

#637
Ich weiss nicht wohin meine Laufbahn gehen soll. Ist das so tragisch?
tragisch nicht, aber auch nicht besonders hilfreich. es geht doch nicht um deine laufbahn, es geht darum was du für dich im leben erreichen willst. was willst du im leben für dich und andere tun?

dein ziel kann nicht heißen 'kontakte aufbauen' sondern zb 'der bester papierfliegerbastler der welt werden'. damit hast du ein ziel vor augen, hast eine MOTIVATION, der weg und die bekanntschaften ergeben sich gezwungenermaßen, denn du teilst deine leidenschaft mit anderen, und du lernst und erweiterst deinen horizont.

du machst tolle schritte bluey :] keine bange, ich habe auch gerade erst das gefunden, was mich wirklich erfüllt, das weiß man manchmal erst nachdem man vieles ausprobiert hat.

mach weiter so :schmatz:

#638
Ich weiss nicht wohin meine Laufbahn gehen soll. Ist das so tragisch? Ich habe viel mehr private Ziele.
Find ich nicht tragisch. Wer unbedingt Karriere machen will, soll das tun.

Es gibt andere, mindestens ebenso wertvolle Ziele, die man im Leben haben kann. Die Versklavung in der Arbeitswelt hat für viele Menschen ein kaum noch erträgliches Mass angenommen. Durch die Reduzierung seiner materiellen Wünsche kann man freier werden von solchen Abhängigkeiten.

Doch diese sind immer mit anderen Menschen verknüpft. Genau DAS ist ja auch nicht gut. Ja, ich bin bedürftig, WIE kriegt man das weg?
Bedürftig sind wir alle. Dein Problem scheint mir aber weniger die Bedürftigkeit als vielmehr Abhängigkeit zu sein. Du jagst einer für Dich unerreichbar scheinenden Droge namens "Beziehung" (welcher Art auch immer) nach. Das Problem bei Drogen ist aber, dass man die Dosis ständig steigern muss, um zum "Flash" zu kommen.

Aber ich gehe nicht in einen Verein. Ich gehe nicht dort hin wo ich bereits im Voraus weiss, dass ich da nicht hin will.
Wie kannst Du etwas im Voraus wissen? Bist Du Hellseher? Du warst ja noch gar nie da.
#639
das problem mit dem verein kann ich schon verstehen.

ich habe zwar noch nie gekellnert aber mal beim catering gearbeitet für kurze zeit. das ergebnis, ich fand's nicht prickelnd und weiß dass ich lieber alles andere als kellnern mache. auch wenn es sogar schlechter bezahlte arbeit ist. nicht, dass ich das nicht lernen könnte, aber es hat eben seine gründe warum ich das nicht tun will. ist ja auch okay, solange ich weiß, ich kann was anderes machen.

da bluey nun also nicht in den verein will, ist das doch okay solange er etwas anderes findet, und das hat mM. nach mit dem kurs schon getan; er hat ihm am anfang zwar auch nicht gefallen, aber er ist immerhin hingegangen.

ich glaube nicht, dass bluey irgendwelche materiellen probleme hat, sondern eher immaterielle!

beziehungen aufbauen zu wollen oder zu haben sehe ich jetzt auch nicht als droge an, sondern beziehungen zu anderen menschen sind wichtiger bestandteil des glücklichseins wie zB gesundheit und geld. bei jedem ist das gewicht der einzelnen bestandteile unterschiedlich.

dies vorwürfe kann man sich also sparen glaub ich.

im gegenteil, ich finde, dass du bluey ganz große fortschritte gemacht hast!

du hast den 'richtigen' zugang zu deinem glück vielleicht noch nicht gefunden, aber mit jedem schritt kommst du ihm näher.

glaube mir, auch ich habe die letzten jahre sackgassen beschritten, aber sie haben mich am ende dem näher gebracht, wo ich hinsollte.

und dort wirst du auch hingelangen bluey :]

ps. bezüglich geduld (falls dir das noch probleme bereitet), hat berta hier sehr schön folgendes geschrieben:

Mach Dir keine Gedanken wegen der Geduld, die kommt von allein. Geduld muß man nicht lernen, leider bekommt man häufig um die Ohren gehauen, man müsse geduldig sein oder Geduld lernen. Die Wahrheit ist, Geduld kann man nicht lernen. Denn Geduld ist nichts weiter als die Abwesenheit von Druck den man auf sich selbst ausübt. Indem man versucht Geduld zu lernen, setzt man sich aber unter Druck und wird sehr schnell ungeduldig weil man es nicht schafft Geduld zu lernen. Da beißt sich also die Katze in den Schwanz.
bearbeitet #640
"Vereine" ist doch nur eine Worthülse. Damit sind Gruppen gemeint, die irgendwas verbindet.

Jeder hat irgendeine Fähigkeit, ein Interesse an was, das er mit anderen teilen kann, anstatt in Selbstkasteiung und Weltschmerz zu verharren: Musik-, Film-, Sportfans, Politikinteressierte, egal was, die sich über ihre Vorlieben und Interessen finden. Nicht selten entstehen daraus auch "feste" Beziehungen. Aber ein wenig muss man halt auch selbst den A. heben und den ersten Schritt machen.

Über 600 Beiträge - ich habe nicht restlos alle gelesen - und es liest sich für mich das meiste immer noch gleich wie am Anfang. Aber es ist schon ok: Wenn es BB guttut, hier gewissermassen eine Art Tagebuch zu führen, hat das ja auch was Gutes.

"An Ärger festhalten ist wie wenn du ein glühendes Stück Kohle festhälst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen - derjenige, der sich dabei verbrennt, bist du selbst." (Buddah)

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