Beste Arbeitskollegin - meine (erste) Freundin?
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Wenn sich meine Arbeitskolleginnen nicht so verhalten wie erhofft dann reagiere ich nicht mehr beleidigt oder so. Hab vieles dazu gelernt. Je nachdem was los ist, bin ich immer noch etwas enttäuscht doch dies versuche ich nicht zu zeigen. Ich bin es mich eben anderst gewohnt! Lasse niemanden im Stich, wenn mir jemand schreibt dann schreibe ich auf jeden Fall zurück, versetze auch niemanden am Mittag (wie es schon mehrmals vorgekommen ist).
Ja, ausser auf Arbeitskolleginnen- und kollegen bin ich auf niemanden zugegangen. Auf wenn soll ich den zugehen? Kenne ja nur wenige Leute. Es ist (in der Schweiz) nicht gewöhnlich, dass man einfach jemanden anspricht und miteinander redet. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel! Man ist freundlich und grüsst die Leute denen man im Laden, im Restaurant, am Schalter oder sonstwo begegnet, mehr aber nicht. Dass ich nicht zu der Minderheit gehöre, welcher das ansprechen Fremder keine Probleme bereitet, erklärt sich von selber.
Nachbarn habe ich auch. Doch diese sind um einiges Älter als ich und niemanden den ich selber gerade einladen würde.
Von diesem Thread erhoffe ich mir nicht unbedingt viel. Es ist ein guter Ort um meine Gedanken und Gefühle loszuwerden. Natürlich freue ich mich immer sehr auf Beiträge von euch Usern. Ich war und bin immer sehr dankbar auf Hilfe von euch. Es freut mich auch zu sehen, dass einige den Thread ständig mitverfolgen. Es ist aber niemand gezwungen dies zu tun.
Mir fehlt nicht jegliche Bereitschaft irgendetwas zu ändern! Vieles konnte ich leider nicht umsetzen, das ist richtig. Gewisse Dinge aber schon. Wenn ich keinen Willen hätte warum bin ich dann noch hier unter euch?? Warum zerbreche ich mir jeden Tag den Kopf darüber WIE ich endlich die Situation in den Griff bekommen könnte? Warum lese ich immer wieder alte Beiträge von hier durch, ja schon den ganzen Thread, um vielleicht wieder auf eine neue zündende Idee zu kommen?
Nur ich selber kann mir helfen. Genau DAS ist ja so unheimlich schwierig und zum verzweifeln!! ?(
Ja, ausser auf Arbeitskolleginnen- und kollegen bin ich auf niemanden zugegangen. Auf wenn soll ich den zugehen? Kenne ja nur wenige Leute. Es ist (in der Schweiz) nicht gewöhnlich, dass man einfach jemanden anspricht und miteinander redet. Das ist die Ausnahme, nicht die Regel! Man ist freundlich und grüsst die Leute denen man im Laden, im Restaurant, am Schalter oder sonstwo begegnet, mehr aber nicht. Dass ich nicht zu der Minderheit gehöre, welcher das ansprechen Fremder keine Probleme bereitet, erklärt sich von selber.
Nachbarn habe ich auch. Doch diese sind um einiges Älter als ich und niemanden den ich selber gerade einladen würde.
Von diesem Thread erhoffe ich mir nicht unbedingt viel. Es ist ein guter Ort um meine Gedanken und Gefühle loszuwerden. Natürlich freue ich mich immer sehr auf Beiträge von euch Usern. Ich war und bin immer sehr dankbar auf Hilfe von euch. Es freut mich auch zu sehen, dass einige den Thread ständig mitverfolgen. Es ist aber niemand gezwungen dies zu tun.
Mir fehlt nicht jegliche Bereitschaft irgendetwas zu ändern! Vieles konnte ich leider nicht umsetzen, das ist richtig. Gewisse Dinge aber schon. Wenn ich keinen Willen hätte warum bin ich dann noch hier unter euch?? Warum zerbreche ich mir jeden Tag den Kopf darüber WIE ich endlich die Situation in den Griff bekommen könnte? Warum lese ich immer wieder alte Beiträge von hier durch, ja schon den ganzen Thread, um vielleicht wieder auf eine neue zündende Idee zu kommen?
Nur ich selber kann mir helfen. Genau DAS ist ja so unheimlich schwierig und zum verzweifeln!! ?(
Nur ich selber kann mir helfen. Genau DAS ist ja so unheimlich schwierig und zum verzweifeln!! ?(genau DAS ist aber dein vorteil - dass du es in der hand hast, und niemand anderes ;)
bearbeitet #723
Ich bin auch aus der Schweiz und gebe dir grösstenteils schon recht. Wir sind eher zurückhaltend. Dass es wahrscheinlich keinen grossen Spass macht, Samstagabends alleine um die Häuser zu ziehen und an Feste zu gehen, kann ich absolut nachvollziehen. Dass du an solchen Anlässen eher noch schlechter drauf bist, glaube ich auch, denn dort siehst du alles, was du nicht hast.
Ich schreibe "meinen" Leuten logischerweise auch zurück. Ist für mich nichts anderes als normal. Und meine Kollegen schreiben mir auch fast immer zurück. Und wenn ausnahsweise mal nicht, dreht sich die Erde trotzdem normal weiter. Ich denke, du hast einfach ein paar Mal Pech gehabt. Für mich fokussierst du immer noch viel zu stark auf die Arbeitskollegen. Ok, kommt sicher auch darauf an, wie eng man zusammen arbeitet. Ich könnte bei uns mit jedem ein Feierabendbier trinken, zwischendurch kommt dies auch mal vor, aber nach 9 Stunden mit denen , bin ich froh, dass ich dann auch noch ein Privatleben ohne die habe.
Ich bzw. wir haben es dir ja schon oft gesagt. Finde ein Hobby (ja, ich meine eines, dass man mit Gesellschaft in einem Verein ausführen kann), welches dir Spass macht. Du solltest endlich diese Hemmschwelle überschreiten können. Himmel, es muss doch was geben, wo du Spass daran hast und stärker ist als diese Angst. Solange du dies nicht findest, kommst du keinen Schritt weiter (siehe letzten vier Jahre). Am Anfang wirst du im Verein vielleicht auch eher ein bisschen ein Ausenseiter sein, aber ihr macht was zusammen und schon habt ihr ein Geprächsthema. In einem Verein bist du in einem viel geschützteren Bereich, als wenn du irgendwo in einer Disco abhängst. Dort hätte ich auch nicht den Mut, um auf Menschen zuzugehen. Dazu kommt, dass ich kaum ein Verein kenne, der sich nicht über Neumitglieder freut.
Meiner Meinung nach solltest du vielleicht auch etwas die Ansprüche runterschrauben. Vielleicht solltest du dich aufs Kollegen finden konzentrieren, und dass mit einer Beziehung mal ruhen lassen. Oft entstehen gerade aus Kolleg/Freundschaften auch Liebesbeziehungen.
Eine hypothetische Frage: Stell dir vor, du würdest eine neue Arbeitsstelle antreten. Wie wäre es dort mit der Angst? Dort müsstest du dich ihr ja stellen, und würdest vielen neuen Menschen begegnen, oder? Wie wars damals als du den jetzigen Job angetreten hast? Dort hast ja auch gesehen, dass du mit "ganz normalen" Menschen zusammenarbeiten kannst.
"Warum zerbreche ich mir jeden Tag den Kopf darüber WIE ich endlich die Situation in den Griff bekommen könnte?" fragst du. Denken im Kopf tust du garantiert. Aber Handeln eben nicht, genau deswegen kommst du keinen Schritt weiter. Ich weiss, die Angst...Viellecht solltest du eben gerade weniger nachdenken, dafür aber handeln und das Problem "Angst" endlich in Angriff nehmen.
Ich schreibe "meinen" Leuten logischerweise auch zurück. Ist für mich nichts anderes als normal. Und meine Kollegen schreiben mir auch fast immer zurück. Und wenn ausnahsweise mal nicht, dreht sich die Erde trotzdem normal weiter. Ich denke, du hast einfach ein paar Mal Pech gehabt. Für mich fokussierst du immer noch viel zu stark auf die Arbeitskollegen. Ok, kommt sicher auch darauf an, wie eng man zusammen arbeitet. Ich könnte bei uns mit jedem ein Feierabendbier trinken, zwischendurch kommt dies auch mal vor, aber nach 9 Stunden mit denen , bin ich froh, dass ich dann auch noch ein Privatleben ohne die habe.
Ich bzw. wir haben es dir ja schon oft gesagt. Finde ein Hobby (ja, ich meine eines, dass man mit Gesellschaft in einem Verein ausführen kann), welches dir Spass macht. Du solltest endlich diese Hemmschwelle überschreiten können. Himmel, es muss doch was geben, wo du Spass daran hast und stärker ist als diese Angst. Solange du dies nicht findest, kommst du keinen Schritt weiter (siehe letzten vier Jahre). Am Anfang wirst du im Verein vielleicht auch eher ein bisschen ein Ausenseiter sein, aber ihr macht was zusammen und schon habt ihr ein Geprächsthema. In einem Verein bist du in einem viel geschützteren Bereich, als wenn du irgendwo in einer Disco abhängst. Dort hätte ich auch nicht den Mut, um auf Menschen zuzugehen. Dazu kommt, dass ich kaum ein Verein kenne, der sich nicht über Neumitglieder freut.
Meiner Meinung nach solltest du vielleicht auch etwas die Ansprüche runterschrauben. Vielleicht solltest du dich aufs Kollegen finden konzentrieren, und dass mit einer Beziehung mal ruhen lassen. Oft entstehen gerade aus Kolleg/Freundschaften auch Liebesbeziehungen.
Eine hypothetische Frage: Stell dir vor, du würdest eine neue Arbeitsstelle antreten. Wie wäre es dort mit der Angst? Dort müsstest du dich ihr ja stellen, und würdest vielen neuen Menschen begegnen, oder? Wie wars damals als du den jetzigen Job angetreten hast? Dort hast ja auch gesehen, dass du mit "ganz normalen" Menschen zusammenarbeiten kannst.
"Warum zerbreche ich mir jeden Tag den Kopf darüber WIE ich endlich die Situation in den Griff bekommen könnte?" fragst du. Denken im Kopf tust du garantiert. Aber Handeln eben nicht, genau deswegen kommst du keinen Schritt weiter. Ich weiss, die Angst...Viellecht solltest du eben gerade weniger nachdenken, dafür aber handeln und das Problem "Angst" endlich in Angriff nehmen.
genau DAS ist aber dein vorteil - dass du es in der hand hast, und niemand anderesJa und Nein! Bei so etwas Grossem wäre es eine grosse Erleichterung wenn es nicht alleine in meinen Händen liegen würde.
Dass du an solchen Anlässen eher noch schlechter drauf bist, glaube ich auch, denn dort siehst du alles, was du nicht hast.So ist es und leider sehe ich dies nicht nur dort.
Für mich ist es schwierig sich nicht an die Arbeitskollegen zu "hängen". Ob ich mich aber stark auf sie fokussiere, kann ich selber vielleicht gar nicht gut beurteilen. Ich habe nur mit einem Mädel auch ausserhalb der Arbeit ein wenig Kontakt. Mit den anderen beschränkt sich der Kontakt aufs Büro und dort auch nicht immer jeden Tag. Je nachdem suche ich jeweils selber den Kontakt oder manchmal kommen auch sie auf mich zu.
Gegenfrage: Wie genau soll ich mich meinen Arbeitskolleginnen/kollegen gegenüber verhalten?
Ein Hobby, ein Verein... ich weiss ich weiss. Es fällt mir sehr schwer. Am ehesten würde mich wohl noch Fussball oder Unihockey interessieren. Ich muss euch aber auch sagen, dass ich noch NIE der Vereinstyp war. Auch früher als ich noch nicht unter meiner Einsamkeit litt. Wöchentliche Verpflichtungen (auch am Wochenende), langweilige Trainings, nach Feierabend müde noch dahin gehen müssen. Das hat mich noch nie gereizt. Natürlich hätte ich jede Menge Zeit für so etwas. Doch die Negativseite überwiegt bei mir stark. Ich würde gerne diese Sportarten SPIELEN, wenn ich Lust habe, aber nicht noch immer wieder trainieren. Das gefällt mir nicht.
Wenn es noch nicht zu einer Freundin reichen würde, dann wünschte ich mir eine Kollegin. Eine Frau kann besser zuhören, versteht viele Dinge besser und gibt einem vorallem eine gewisse "Nähe", welche mir fehlt. Mit männlichen Kollegen hatte ich bisher fast nur Pech. Gibt es so so etwas überhaupt??? Eine Kollegin mit der man etwas unternehmen + irgendwohin gehen kann, regelmässigen Kontakt per SMS usw.?! Ein Mädel, welches man vielleicht hin und wieder in den Arm nehmen dürfte?! Für all diese Dinge müsste sie aber wohl sicher Single sein und daran scheitert es ja sowieso schon so oft. :(
Wenn ich eine neue Arbeitsstelle antreten müsse, hätte ich ein grosses Unbehagen und eine gewisse Angst in mir. Das ist schon so. Alle und alles ist neu. Doch es hat seine Vorteile gegenüber einem Verein. Am neuen Arbeitsort hat man gleichzeitig nur mit eins zwei Personen zu tun. Manchmal macht man auch bereits etwas alleine für sich. Im selben Moment stehe ich auch nie in einer Gruppe fremder Leute. Da man täglich acht bis neun Stunden dort ist, lernt man die wichtigsten Leute auch viel schneller etwas kennen als sonst irgendwo.
Beim jetzigen Job war der Anfang sehr schwierig (aber vorallem auch wegen der Arbeit). Eine Arbeitskollegin hat mich aber super aufgenommen, bin ihr sehr dankbar dafür. Leider arbeitet sie nicht mehr bei uns.
bearbeitet #725
Ein Hobby, ein Verein... ich weiss ich weiss. Es fällt mir sehr schwer. Am ehesten würde mich wohl noch Fussball oder Unihockey interessieren. Ich muss euch aber auch sagen, dass ich noch NIE der Vereinstyp war. Auch früher als ich noch nicht unter meiner Einsamkeit litt. Wöchentliche Verpflichtungen (auch am Wochenende), langweilige Trainings, nach Feierabend müde noch dahin gehen müssen. Das hat mich noch nie gereizt. Natürlich hätte ich jede Menge Zeit für so etwas. Doch die Negativseite überwiegt bei mir stark. Ich würde gerne diese Sportarten SPIELEN, wenn ich Lust habe, aber nicht noch immer wieder trainieren. Das gefällt mir nicht.Genau diese Einstellung ist es doch, warum du dich immer im Kreis drehst. Du versuchst es ja nichtmal. Es ist dir schon im Vornherin klar, dass dir das nicht gefällt, dass Trainings langweilig sein werden. Und dann am Feierabend müde ins Training gehen...sowas kann auch Energie geben. Zudem gibts bestimmt auch "Plauschvereinigungen", wo man nicht ständig trainieren muss und das ganze Locker ist.
Da ist sie wieder, deine negative Einstellung, von Anderen nichts annehmen können.
Zu den Arbeitskollegen würde ich mich profesionell verhalten. Zwischendurch mal was privates hat sicher Platz, aber halt in einem gemässigten Verhältnis.
Die Kollegein die du suchst, das ist wohl wirklich schwierig. Ich wüsste nicht, wo du sie kennenlernen könntest, dort fängt es ja schon an.
Meinst du es macht mir Spass die meisten Tipps und Vorschläge, welche ich schon erhalten habe, nicht umsetzen zu können???
Ich habe nicht eine negative Einstellung, ich habe eher eine ängstliche Einstellung. Aus meinen früheren Erlebnissen und durch die ganze Einsamkeit kann ich auch kein super positives Denken haben. Denn die Realität hat mich in der Vergangenheit immer wieder eines Besseren belehrt. Wenn ich aber nur eine negative Einstellung hätte, würde ich nicht dauernd überlegen was ich tun könnte. Dann würde ich jammern dass sich nie etwas ändern wird, ich alleine und traurig bleibe.
Nun zum Training, ich kenne mich gut und weiss, dass mir dies nicht gefallen würde. Es war doch bei meinen Sprachkursen schon oft ein mühsames Hingehen. Und bei diesen Kursen war die Hürde einiges tiefer als einem Verein beizutreten. Plauschverein wäre etwas einfacher. Diese gibt es aber auch nicht wie Sand am Meer.
Jetzt wisst ihr auch wieso ich immer so den Kontakt zu meinen Arbeitskolleginnen gesucht habe. Einerseit mag ich sie sehr gut und der Kontakt zu ihnen ist immer schön. Andererseits war es für mich die beste Möglichkeit um neue Leute kennenzulernen, am Arbeitsplatz - der beste Weg für mich. Es hätte ja sein können, dass sich eine nette Freundschaft ergibt. Bis anhin hatte ich diesbezüglich aber noch kein Glück.
Ich habe nicht eine negative Einstellung, ich habe eher eine ängstliche Einstellung. Aus meinen früheren Erlebnissen und durch die ganze Einsamkeit kann ich auch kein super positives Denken haben. Denn die Realität hat mich in der Vergangenheit immer wieder eines Besseren belehrt. Wenn ich aber nur eine negative Einstellung hätte, würde ich nicht dauernd überlegen was ich tun könnte. Dann würde ich jammern dass sich nie etwas ändern wird, ich alleine und traurig bleibe.
Nun zum Training, ich kenne mich gut und weiss, dass mir dies nicht gefallen würde. Es war doch bei meinen Sprachkursen schon oft ein mühsames Hingehen. Und bei diesen Kursen war die Hürde einiges tiefer als einem Verein beizutreten. Plauschverein wäre etwas einfacher. Diese gibt es aber auch nicht wie Sand am Meer.
Jetzt wisst ihr auch wieso ich immer so den Kontakt zu meinen Arbeitskolleginnen gesucht habe. Einerseit mag ich sie sehr gut und der Kontakt zu ihnen ist immer schön. Andererseits war es für mich die beste Möglichkeit um neue Leute kennenzulernen, am Arbeitsplatz - der beste Weg für mich. Es hätte ja sein können, dass sich eine nette Freundschaft ergibt. Bis anhin hatte ich diesbezüglich aber noch kein Glück.
Ja und Nein! Bei so etwas Grossem wäre es eine grosse Erleichterung wenn es nicht alleine in meinen Händen liegen würde.egal ob klein oder groß, es liegt in deiner hand. wenn du immer unterbewusst auf die helfende hand wartest, wird nie etwas passieren. entscheide dich mit ganzem herzen dafür, dass DU allein das problem angehst. wenn du es dann geschafft hast, dann kannst du stolz auf dich sein. sicher, niemand kann alles allein bewältigen, aber du kriegst hier so viel hilfe, du bist also schon lange nicht mehr allein.
Mensch Blue :trost: du musst endlich offen auf neue Leute zugehen und die lernst du nur bei etwas neuem kennen. versteif dich nicht auf die Arbeitskollegen, das bringt nichts wie man sieht. spring über deinen Schatten und geh doch in einen Verein. es muss ja nichts profimäßiges sein, einfach nur um mit Menschen beisammen zu sein und es gibt doch genug Fußball Amateurmannschaften. lass dein Leben nicht wie Sand durch deine Hände gleiten :( dieser Zustand, er ist nicht erträglich. weißt du, ich bin auch immer noch sehr ängstlich und hab Angst vor anderen fremden Leuten. aber ich bin offener diesen Menschen gegenüber geworden und zieh mich nicht mehr aus Angst vor Ablehnung zurück. ich habe seit drei Wochen eine neue Arbeitsstelle und glaub mir, ich hab innerliche Höllenangst gehabt. aber ich wurde so nett aufgenommen, eben weil ich was an mir verändert habe, verstehst du? wenn man es so sehen will, dann hab ich meinen Mann ja auch nur kennen gelernt weil ich damals zu meiner Freundin für zwei Wochen gefahren bin, obwohl ich keine Lust hatte, eben wieder diese Angst vor fremden Leuten. und wie man sieht, es war das Beste was ich hätte machen können. denn wenn ich nicht gefahren wäre, wer weiß wo ich jetzt stehen würde! und solche Situationen können dir überall passieren, du musst sie nur zulassen! wenn du in einem Verein bist könntest du Anschluss finden und darüber vielleicht sogar eine Freundin? wer weiß das schon, nur versteif dich nicht auf alles! es ist ein Teufelskreis und führt zu nichts :(
ich wünsch mir wirklich das du diesen Thread hier irgendwann mit einem positiven Ergebnis abschliessen kannst, beziehungsweise nur noch erfreuliche Dinge hier reinschreibst.
ich wünsch mir wirklich das du diesen Thread hier irgendwann mit einem positiven Ergebnis abschliessen kannst, beziehungsweise nur noch erfreuliche Dinge hier reinschreibst.
Heute habe ich mal wieder in dieses Forum geschaut und entdeckt, dass dieser Thread, den ich zwischenzeitlich immer mal wieder verfolgt habe, weiterhin existiert und aktuell ist.
Auch, wenn du vernünftigerweise keine großartigen Erwartungen an den Thread hast und ihn lediglich zum Niederschreiben deiner Gedanken nutzt, fällt mir immer wieder folgendes auf: Du erhältst hier (gutgemeinte und teils sehr engagierte!) Tipps und Vorschläge von Usern, die mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit weder in deiner Gedankenwelt noch in vergleichbaren Umständen zuhause sind.
Du bist ein sehr zurückhaltender, nachdenklicher, zweifelnder Mensch (ist doch ok!), der sich, warum auch immer, in seiner Haut mal mehr, mal weniger gut zurechtfindet und darüber von Zeit zu Zeit mal mehr, mal weniger traurig ist. Unabhängig von deinem überdauernden Wunsch, hier und da ein wenig mehr Anbindung zu einem vertrauten Menschen zu finden, leuchtet es mir nur schwer ein, warum ein Mensch, der so gestrickt zu sein scheint wie du, sich an Vorschlägen orientieren sollte, die von Leuten kommen, die ihr Leben mit großer Wahrscheinlichkeit komplett anders gestalten. Jede Wette, dass die meisten, die dir hier antworten, einen kleinen bis größeren Freundes- und Bekanntenkreis haben. Jede Wette, dass die meisten innerhalb eines Monats häufiger bis oft sich privat unter Menschen wagen, Spaß an belanglosen oder auch geistreichen Treffen haben. Ich kann sehr schlecht nachvollziehen, warum jemand wie du, sich in einem Sportverein anmelden oder überhaupt mit irgendwelchen Dingen beschäftigen sollte (Sprachkurse, Kochkurse), die nur darauf hinauslaufen, mit anderen in Interaktion zu treten. Und ich verstehe auch eigentlich nicht genau, warum es dir so wichtig ist, mit anderen über das von dir berichtete Maß in Kontakt treten zu müssen.
Dass ich das nicht verstehe, tut aber auch nichts zur Sache. Du scheinst dir das aus irgendeinem Grund zu wünschen, aber dir sollte klar sein, dass du dann hier in erster Linie Gedankenanstöße von Menschen bekommst, die gewisse Hemmschwellen oder Kontaktschwierigkeiten SO nicht hatten und haben. Ich will damit nicht sagen, dass ein Arzt selber alle Krankheiten erfahren haben sollte, um ein guter Arzt zu sein, das wäre Unfug. Es nützt aber aus meiner Sicht wenig, dir nachdrücklich und eindringlich zu empfehlen, deine Angst einfach überwinden zu müssen, wenn einem dein Depressionsgefühl fremd und verborgen bleibt. Unabhängig von der Depression bliebe grundsätzlich die Frage bestehen, warum das Allheilmittel immer in Kommunikation oder Interaktion mit anderen Menschen gesucht werden sollte und warum es auch für dich offenbar eine Rolle spielt, warum du dich tendenziell an Dingen orientierst, die von vielen (aber eben nicht allen) vorgelebt werden.
Alles Gute für dich!
Auch, wenn du vernünftigerweise keine großartigen Erwartungen an den Thread hast und ihn lediglich zum Niederschreiben deiner Gedanken nutzt, fällt mir immer wieder folgendes auf: Du erhältst hier (gutgemeinte und teils sehr engagierte!) Tipps und Vorschläge von Usern, die mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit weder in deiner Gedankenwelt noch in vergleichbaren Umständen zuhause sind.
Du bist ein sehr zurückhaltender, nachdenklicher, zweifelnder Mensch (ist doch ok!), der sich, warum auch immer, in seiner Haut mal mehr, mal weniger gut zurechtfindet und darüber von Zeit zu Zeit mal mehr, mal weniger traurig ist. Unabhängig von deinem überdauernden Wunsch, hier und da ein wenig mehr Anbindung zu einem vertrauten Menschen zu finden, leuchtet es mir nur schwer ein, warum ein Mensch, der so gestrickt zu sein scheint wie du, sich an Vorschlägen orientieren sollte, die von Leuten kommen, die ihr Leben mit großer Wahrscheinlichkeit komplett anders gestalten. Jede Wette, dass die meisten, die dir hier antworten, einen kleinen bis größeren Freundes- und Bekanntenkreis haben. Jede Wette, dass die meisten innerhalb eines Monats häufiger bis oft sich privat unter Menschen wagen, Spaß an belanglosen oder auch geistreichen Treffen haben. Ich kann sehr schlecht nachvollziehen, warum jemand wie du, sich in einem Sportverein anmelden oder überhaupt mit irgendwelchen Dingen beschäftigen sollte (Sprachkurse, Kochkurse), die nur darauf hinauslaufen, mit anderen in Interaktion zu treten. Und ich verstehe auch eigentlich nicht genau, warum es dir so wichtig ist, mit anderen über das von dir berichtete Maß in Kontakt treten zu müssen.
Dass ich das nicht verstehe, tut aber auch nichts zur Sache. Du scheinst dir das aus irgendeinem Grund zu wünschen, aber dir sollte klar sein, dass du dann hier in erster Linie Gedankenanstöße von Menschen bekommst, die gewisse Hemmschwellen oder Kontaktschwierigkeiten SO nicht hatten und haben. Ich will damit nicht sagen, dass ein Arzt selber alle Krankheiten erfahren haben sollte, um ein guter Arzt zu sein, das wäre Unfug. Es nützt aber aus meiner Sicht wenig, dir nachdrücklich und eindringlich zu empfehlen, deine Angst einfach überwinden zu müssen, wenn einem dein Depressionsgefühl fremd und verborgen bleibt. Unabhängig von der Depression bliebe grundsätzlich die Frage bestehen, warum das Allheilmittel immer in Kommunikation oder Interaktion mit anderen Menschen gesucht werden sollte und warum es auch für dich offenbar eine Rolle spielt, warum du dich tendenziell an Dingen orientierst, die von vielen (aber eben nicht allen) vorgelebt werden.
Alles Gute für dich!
Du hast schon Recht, Heartflower. Ich weiss ich bin in der virtuellen Welt nicht mehr alleine. Bekomme hier viel Hilfe. Aber in der realen Welt, da fehlt jemand. Es fehlt jemand, dem man auch mal sein Herz ausschütten kann, mit dem man über die Sorgen meiner Situation reden kann, jemand der einem mal in den Arm nimmt. Diese helfende Hand fehlt, fehlt sehr stark und kann die virtuelle Welt leider nicht ersetzen.
Soulpain, auf diesem Wege lerne ich niemanden kennen. Dessen bin ich mir bewusst. Ausser am Arbeitsplatz, da kommen immer wieder mal neue Leute, doch dies wäre ein Glücksfall und darauf kann ich nicht warten. Es braucht sehr sehr sehr sehr viel Zeit um sich selber so grundlegend zu ändern. Ich bin sehr schüchtern, zurückhaltend, unterbewusst ZU selbstkritisch, ängstlich. Ich möchte sein; selbstbewusst, offen, mutig und dazu ein gesundes Selbstwertgefühl. Das ist eine grosse Veränderung.
Wie bist du offener geworden und weniger ängstlich, wie hast du das erreicht? Hat die Begegnung mit deinem Mann (herzlichen Glückwunsch übrigens!! :super: ) nicht viel dazu beigetragen? Bei mir ist das Problem ja auch, dass im realen Leben fast niemand da ist, über oder mit dem es theoretisch möglich wäre, jemanden kennenzulernen. Wäre manchmal schon einfacher so! In deinem Fall gab es zum Glück noch deine Freundin zu der du glücklicherweise (!!) dann auch hingefahren bist.
PunkAnderson, nein nein, dieser Thread schläft nicht so schnell ein. Interessanten Text den du verfasst hast. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob ich wirklich überall alles ganz genau verstanden habe?!
Warum soll ich nicht einen grösseren Kontakt zu anderen Leuten haben? Der Kontakt zu anderen FEHLT mir und ich komme oft nur schlecht damit klar. Es gab einige Jahre in denen ich (mehr oder weniger) gut ohne Freundin, ohne Kollegen/ Kolleginnen leben konnte. Doch irgendwann war diese Zeit vorbei und ich bereute es, nicht schon früher nach neuen Kontakten gesucht zu haben. Die Suche nach Nähe zu einem Menschen ist doch ganz normal. Ich bin nicht auf der Suche nach allem was hier vorgelebt wird. Ich bin auf der Suche nach dem was mir gefallen würde.
Ich bin mir dessen bewusst, dass hier auch Leute sind, welche meine verschiedenen Probleme nur teilweise oder gar nie erleben mussten oder erleben müssen. Darum ist es manchmal schwierig meine Ängste den anderen erklären zu können. Aber danke für den Hinweis.
Danke!
Blue Boarder
Soulpain, auf diesem Wege lerne ich niemanden kennen. Dessen bin ich mir bewusst. Ausser am Arbeitsplatz, da kommen immer wieder mal neue Leute, doch dies wäre ein Glücksfall und darauf kann ich nicht warten. Es braucht sehr sehr sehr sehr viel Zeit um sich selber so grundlegend zu ändern. Ich bin sehr schüchtern, zurückhaltend, unterbewusst ZU selbstkritisch, ängstlich. Ich möchte sein; selbstbewusst, offen, mutig und dazu ein gesundes Selbstwertgefühl. Das ist eine grosse Veränderung.
Wie bist du offener geworden und weniger ängstlich, wie hast du das erreicht? Hat die Begegnung mit deinem Mann (herzlichen Glückwunsch übrigens!! :super: ) nicht viel dazu beigetragen? Bei mir ist das Problem ja auch, dass im realen Leben fast niemand da ist, über oder mit dem es theoretisch möglich wäre, jemanden kennenzulernen. Wäre manchmal schon einfacher so! In deinem Fall gab es zum Glück noch deine Freundin zu der du glücklicherweise (!!) dann auch hingefahren bist.
PunkAnderson, nein nein, dieser Thread schläft nicht so schnell ein. Interessanten Text den du verfasst hast. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher ob ich wirklich überall alles ganz genau verstanden habe?!
Warum soll ich nicht einen grösseren Kontakt zu anderen Leuten haben? Der Kontakt zu anderen FEHLT mir und ich komme oft nur schlecht damit klar. Es gab einige Jahre in denen ich (mehr oder weniger) gut ohne Freundin, ohne Kollegen/ Kolleginnen leben konnte. Doch irgendwann war diese Zeit vorbei und ich bereute es, nicht schon früher nach neuen Kontakten gesucht zu haben. Die Suche nach Nähe zu einem Menschen ist doch ganz normal. Ich bin nicht auf der Suche nach allem was hier vorgelebt wird. Ich bin auf der Suche nach dem was mir gefallen würde.
Ich bin mir dessen bewusst, dass hier auch Leute sind, welche meine verschiedenen Probleme nur teilweise oder gar nie erleben mussten oder erleben müssen. Darum ist es manchmal schwierig meine Ängste den anderen erklären zu können. Aber danke für den Hinweis.
Danke!
Blue Boarder
also ich war die letzten 2 jahre in australien auch sehr isoliert - du weißt selbst wie allein ich mich manchmal gefühlt habe, und dabei habe ich meine besten freunde so weit weg gehabt. ich kenne das gefühl also sehr sehr gut, und kann dir da nachfühlen (auch an punkanderson, nach dem motto, wir würden nicht in seiner haut stecken, viele haben hier geschrieben, dass es ihnen auch mal so ging, und sie aber aus ihrem 'schneckenhaus' rausgekommen sind, von selbst).
ich denke vielleicht zu einfach, aber bei mir gibt es nur: rumjammern, dem leben ein ende setzen oder es genießen. jeder landet mal bei nummer 1 oder denkt über nummer 2 nach, doch ich persönlich wähle am meisten nummer 3. und darum geht es am ende: sich zu entscheiden und den weg zu gehen. und keine angst oder sonstiges als begründung für das eigene unglück zu nehmen.
aber das haben wir schon oft geschrieben und es wird sich nix ändern. bluey hofft eben immer noch auf tag X, wo alles plötzlich alles ist. dabei muss er sich 'nur' entscheiden und alles wird anders/besser.
ich denke vielleicht zu einfach, aber bei mir gibt es nur: rumjammern, dem leben ein ende setzen oder es genießen. jeder landet mal bei nummer 1 oder denkt über nummer 2 nach, doch ich persönlich wähle am meisten nummer 3. und darum geht es am ende: sich zu entscheiden und den weg zu gehen. und keine angst oder sonstiges als begründung für das eigene unglück zu nehmen.
aber das haben wir schon oft geschrieben und es wird sich nix ändern. bluey hofft eben immer noch auf tag X, wo alles plötzlich alles ist. dabei muss er sich 'nur' entscheiden und alles wird anders/besser.
Ich weiß, dass das hier kein Diskussionsforum, sondern ein Liebeskummerforum ist, in dem man möglichst hilfreiche Tipps geben sollte und wo es eben nicht darum geht, sich mit anderen Usern auseinanderzusetzen. Ausnahmsweise gehe ich diesmal darüber hinweg und nehme mal zu heartflower - beispielhaft - Stellung. Danach halte ich mich hier raus.
Zunächst: Ich habe ausdrücklich gesagt, dass es hier viele gut gemeinte und engagierte Tipps gab. Damit möchte ich nochmal betonen, dass ich das ok finde.
Der ganze Thread erscheint in meinen Augen in zweierlei Hinsicht etwas merkwürdig, wenn ich die Tatsache mal ausklammere, dass Blue Boarder sowieso keine überzogenen Erwartungen an ihn hat und lediglich ein wenig "quatschen" möchte:
1. Im Forum wird bei vielen anderen Themen die Unterschiedlichkeit der Menschen betont, keiner würde auf die Idee kommen, dass alle eine einzige Schuhgröße haben müssen, nur weil sie Menschen sind und obwohl fast alle vielleicht gerne Schuhe tragen möchten. Wenn der Wunsch nach Nähe zu einem Menschen vorhanden ist, heißt dies weder, dass man deshalb allen möglichen Hokuspokus veranstalten muss (was weiß ich, Tanzkurse, Sportverein, Dartclub, FKK), nur um überhaupt in Kontakt zu treten, noch heißt es, dass mit Nähe zu einem Menschen tatsächlich das traurige Gefühl über einen längeren Zeitraum nachlassen würde.
2. Zu allem Übel kommt aber das Thema Depression ins Spiel. Entweder ist das jetzt so oder nicht. Wenn nicht, kann man sich die Therapie und ggf. Kosten sparen und müsste sich vielleicht, wie lange vorher schon mal hier bemerkt wurde fragen, ob man es sich vielleicht zu einfach macht oder ein wenig nörgelig veranlagt ist. Ist eine Depression tatsächlich manifest, dann bezweifele ich, ob hier irgendjemand tatsächlich nachempfinden kann, um was es eigentlich geht, außer dieser irgendwer leidet selber unter Depression und hat einen Weg gefunden, sich damit zu arrangieren. Ich selber leide glücklicherweise nicht darunter, habe aber ein paar Menschen in meinem Leben kennengelernt und wundere mich deshalb etwas, wie teilweise hier der Eindruck erweckt wird, dass man sich lediglich "aufraffen" müsste.
Ganz konkret:
Zunächst: Ich habe ausdrücklich gesagt, dass es hier viele gut gemeinte und engagierte Tipps gab. Damit möchte ich nochmal betonen, dass ich das ok finde.
Der ganze Thread erscheint in meinen Augen in zweierlei Hinsicht etwas merkwürdig, wenn ich die Tatsache mal ausklammere, dass Blue Boarder sowieso keine überzogenen Erwartungen an ihn hat und lediglich ein wenig "quatschen" möchte:
1. Im Forum wird bei vielen anderen Themen die Unterschiedlichkeit der Menschen betont, keiner würde auf die Idee kommen, dass alle eine einzige Schuhgröße haben müssen, nur weil sie Menschen sind und obwohl fast alle vielleicht gerne Schuhe tragen möchten. Wenn der Wunsch nach Nähe zu einem Menschen vorhanden ist, heißt dies weder, dass man deshalb allen möglichen Hokuspokus veranstalten muss (was weiß ich, Tanzkurse, Sportverein, Dartclub, FKK), nur um überhaupt in Kontakt zu treten, noch heißt es, dass mit Nähe zu einem Menschen tatsächlich das traurige Gefühl über einen längeren Zeitraum nachlassen würde.
2. Zu allem Übel kommt aber das Thema Depression ins Spiel. Entweder ist das jetzt so oder nicht. Wenn nicht, kann man sich die Therapie und ggf. Kosten sparen und müsste sich vielleicht, wie lange vorher schon mal hier bemerkt wurde fragen, ob man es sich vielleicht zu einfach macht oder ein wenig nörgelig veranlagt ist. Ist eine Depression tatsächlich manifest, dann bezweifele ich, ob hier irgendjemand tatsächlich nachempfinden kann, um was es eigentlich geht, außer dieser irgendwer leidet selber unter Depression und hat einen Weg gefunden, sich damit zu arrangieren. Ich selber leide glücklicherweise nicht darunter, habe aber ein paar Menschen in meinem Leben kennengelernt und wundere mich deshalb etwas, wie teilweise hier der Eindruck erweckt wird, dass man sich lediglich "aufraffen" müsste.
Ganz konkret:
also ich war die letzten 2 jahre in australien auch sehr isoliertWas ist das für ein Humbug. Du magst deine besten Freunde ein paar tausend Kilometer zurückgelassen haben, aber es war deine freiwillige Entscheidung nach Australien zu gehen. Du hast außerdem eine Beziehung dort geführt. Im Gegensatz zu Blue Boarder hast du Bezugspersonen gehabt, die dich jederzeit unterstützen und zu denen du kommen kannst. Du magst eine Ahnung haben, wie es ist, von guten Freunden getrennt zu sein und deine Empathie lässt es zu, dass du darüber hinaus dich vielleicht versuchst, ein bisschen in Blue Boarders Gefühlswelt hineinzuversetzen zu wollen und Mitgefühl zeigst (was ebenfalls anerkennswert ist). Deine ganzen Beiträge in deinem oder anderen Threads wimmeln aber geradezu nur von Beweisen, dass du ein komplett anderer Charakter bist und dir demzufolge auch ganz andere Werkzeuge im Sinne von (Bewältigungs-)Strategien zur Verfügung stehen. Oder bist du depressiv bzw. es jemals gewesen???
ich bin depressiv, leide seit ich denken kann unter Depressionen, also weiß ich auch wie Blue sich fühlt. das Problem ist einfach auch, wenn man Depressionen hat, dann kann man sich nicht aufraffen und hat zu nichts Lust. so ist es bei mir heute teilweise auch noch, nur ich habe mich entschieden nicht mehr so weiter zu machen wie all die anderen Jahre, denn dann würde dieser Teufelskreis wieder von vorne anfangen. mein Mann kann mir dabei auch nicht helfen, es ist und bleibt meine verletzte Seele und es wird immer mal wieder Situationen geben, die man alleine meistern muss, zum Beispiel auf der Arbeit. also Blue, ich kann dir das gar nicht so genau sagen wie ich offener geworden bin. ich bin einfach über meinen Schatten gesprungen in Bezug auf fremde Leute, hab mir gedacht wenn ich jetzt wieder nichts sage und mich zurück ziehe, dann bekomm ich wieder keinen Anschluss und die Leute denken dann wieder man wäre komisch, was ich ja vorher auch war :( ich habe meine Angst als eine Herausforderung angesehen und sie bekämpft, indem ich trotzdem auf Leute zugegangen bin. man darf auch nicht zu viel erwarten, manchmal dauert es Monate bis sich etwas engeres daraus entwickelt. meine Freundin wo ich meinen Mann ja damals kennen gelernt habe, wir sind schon lang zerstritten und es war meine einzige richtige Freundin nur mal so am Rande. ich hab also auch keine wahren Freunde, aber trotzdem muss es weiter gehen und ich versuche mich mit meinen neuen Arbeitskollegen anzufreunden, erwarte dabei aber gar nicht das sie meine beste Freundin ersetzen können. das kann keiner! verstehst du? nur weil man einen Partner hat, heißt das nicht, das die Welt wieder rosig ist.
Hai BB
Wenn ich so darüber nachdenke, was ich gemacht habe, um meine Schüchternheit zu überwinden, dann fällt mir doch was auf.
Ich bin mutiger geworden gegenüber den anderen Menschen.
Habe sie mit all ihren eigenen Fehlern und Schwächen entlarvt und mich ihnen als ebenbürtige Person gegeben.
Da ich ja sonst das Gegenteil machte: Alle anderen waren auf einem viel höheren Podest als ich. Machte mich selber regelmässig zur Schnecke, fertig.
Wie gesagt- meine grösster Feind war ich mir selber.
Ich musste lernen, mich selber zu lieben. Meine Fehler und meine Schwächen zu akzeptieren. Und mir selber eine bessere Freundin zu sein.
Mich nicht zu verstellen, so zu sein wie ich bin.
Ich dachte immer, dass ich sonst nicht geliebt oder akzeptiert werde.
So musste ich diesen Teufelskreis durchbrechen. Denn so wollte ich nicht weitermachen müssen.
Und ich war mir bewusst, dass nur ich selber mich retten konnte.
Und das gab und gibt mir Kraft. Die Zukunft. Denn ich weiss, dass es besser wird und ich meinen Weg gehen werde. Egal wie er aussieht.
Irgendwann werde ich jemanen finden, der mit mir den Rest des Weges geht.
Und bis dahin ordne ich mein Leben und werde selbstsicherer. Das heisst, ich arbeite an mir.
Denn ich will eine Bereicherung für meinen zukünftigen Partner sein.
LG :cool:
Wenn ich so darüber nachdenke, was ich gemacht habe, um meine Schüchternheit zu überwinden, dann fällt mir doch was auf.
Ich bin mutiger geworden gegenüber den anderen Menschen.
Habe sie mit all ihren eigenen Fehlern und Schwächen entlarvt und mich ihnen als ebenbürtige Person gegeben.
Da ich ja sonst das Gegenteil machte: Alle anderen waren auf einem viel höheren Podest als ich. Machte mich selber regelmässig zur Schnecke, fertig.
Wie gesagt- meine grösster Feind war ich mir selber.
Ich musste lernen, mich selber zu lieben. Meine Fehler und meine Schwächen zu akzeptieren. Und mir selber eine bessere Freundin zu sein.
Mich nicht zu verstellen, so zu sein wie ich bin.
Ich dachte immer, dass ich sonst nicht geliebt oder akzeptiert werde.
So musste ich diesen Teufelskreis durchbrechen. Denn so wollte ich nicht weitermachen müssen.
Und ich war mir bewusst, dass nur ich selber mich retten konnte.
Und das gab und gibt mir Kraft. Die Zukunft. Denn ich weiss, dass es besser wird und ich meinen Weg gehen werde. Egal wie er aussieht.
Irgendwann werde ich jemanen finden, der mit mir den Rest des Weges geht.
Und bis dahin ordne ich mein Leben und werde selbstsicherer. Das heisst, ich arbeite an mir.
Denn ich will eine Bereicherung für meinen zukünftigen Partner sein.
LG :cool:
ja ich habe vielleicht nicht die gleiche erfahrung wie blue boarder, aber das heißt noch lange nicht dass ich ihn nicht verstehe. oder weniger schwerwiegende probleme wie er habe. und bitte, was man hier im forum liest, ist nur ein bruchteil des vollen menschen. ich habe auch teile von blue boarders charakter in mir und so wie ich ihn kenne (außerhalb des forums), weiß ich, dass er auch lebensfröhliche seiten an sich hat.
und bei piper und soulpain sieht man ja, dass sie auch mal in blue boarder's situation gesteckt hat, sich dann aber eines tages ENTSCHIEDEN hat, ein anderes leben zu führen und es auch umgesetzt hat.
um mehr geht es gar nicht. und um das blue boarder zu vermitteln, muss man nicht in exalt seinen schuhen gesteckt haben, solange man sein bestes gibt, ihn zu untersützen.
es ist also kein humbug, wenn ich sage ich war 2 jahre lang in australien isoliert.
wie du sagst, punkanderson, ich habe mir das ausgesucht. ja und?
blue boarder sucht sich seine situation und sein leben auch aus. er hat die WAHL, jeden tag, es zu ändern.
ich persönlich vertraue auf blue boarder und bin mir sicher, dass er eines tages dorthin gelangt, wo er hin will. ich vertraue eben immer in die menschen, die sich selbst nicht vertrauen. sonst hätte ich ihn nicht während seines kompletten threads begleitet.
aber es kann erst was ändern, wenn der- oder diejenige anfangen an sich selbst zu glauben. und bis dahin können wir nix weiter tun, als dasein und zuzuschauen.
die brücke muss jeder selbst überqueren.
das hat nix mit 'sich einfach aufraffen' zu tun. niemand sagt, dass es leicht ist. es aber immer komplizierter zu machen als es ist, ist in meinen augen das destruktivste was man tun kann - das ist eben meine ansichtsache, und wenn dich das stört, dann tut es das eben. ändert aber nichts an bluey's situation.
nur er kann sie ändern.
und bei piper und soulpain sieht man ja, dass sie auch mal in blue boarder's situation gesteckt hat, sich dann aber eines tages ENTSCHIEDEN hat, ein anderes leben zu führen und es auch umgesetzt hat.
um mehr geht es gar nicht. und um das blue boarder zu vermitteln, muss man nicht in exalt seinen schuhen gesteckt haben, solange man sein bestes gibt, ihn zu untersützen.
es ist also kein humbug, wenn ich sage ich war 2 jahre lang in australien isoliert.
wie du sagst, punkanderson, ich habe mir das ausgesucht. ja und?
blue boarder sucht sich seine situation und sein leben auch aus. er hat die WAHL, jeden tag, es zu ändern.
ich persönlich vertraue auf blue boarder und bin mir sicher, dass er eines tages dorthin gelangt, wo er hin will. ich vertraue eben immer in die menschen, die sich selbst nicht vertrauen. sonst hätte ich ihn nicht während seines kompletten threads begleitet.
aber es kann erst was ändern, wenn der- oder diejenige anfangen an sich selbst zu glauben. und bis dahin können wir nix weiter tun, als dasein und zuzuschauen.
die brücke muss jeder selbst überqueren.
das hat nix mit 'sich einfach aufraffen' zu tun. niemand sagt, dass es leicht ist. es aber immer komplizierter zu machen als es ist, ist in meinen augen das destruktivste was man tun kann - das ist eben meine ansichtsache, und wenn dich das stört, dann tut es das eben. ändert aber nichts an bluey's situation.
nur er kann sie ändern.
bearbeitet #736
blue boarder sucht sich seine situation und sein leben auch aus. er hat die WAHL, jeden tag, es zu ändern.Tut er das wirklich? Seine Situation aussuchen und die Wahl haben? Ich denke eben nicht. Denn sonst würde er etwas unternehmen dagegen und nicht nur darüber nachdenken, was er unternehmen könnte. Wieviel das Ganze mit einer Depression zu tun hat, kann ich nicht beurteilen.
@PunkAnderson:
Du frägst warum das Allheilmittel immer in Kommunikation oder Interaktion mit anderen Menschen zu suchen sei. Ich glaube, es ist ein Grundbedürfnis von (fast )allen Menschen, jemanden zu haben, der einen versteht, zudem man immer gehen kann und Vertrauen hat. Selbst wenn man ein Eigenbrödler ist und mit Vereinen und sonstigen Menschenansammlungen nichts anfangen kann und nicht viele Leute um sich braucht, eine gewisse Nähe zu einigen (wenigen) Mitmenschen braucht meiner Meinung nach jeder.
Ich finde auch, dass es sehr gut ist, dass alle Menschen unterschiedlich sind und man nicht alle in die gleichen Schuhe steckt. Und es mag vielleicht auch einige, wenige Leute geben, für die ein Leben wie es Blue Boarder führt, so stimmt. Da es aber für ihn offenbar nicht zutrifft, ist die Antwort auf deine Frage, warum es für Blueboarder so wichtig ist mit anderen in Kontakt zu treten ist offensichtlich.
Ich denke auch, dass Blue Boarder weiss, dass er den Weg selber gehen muss, und er hier keine fix fertigen Lösungen erhält. Aber auch wenn man nur "Quatschen" will, braucht es jemand der zuhört/mitliest und zwischendurch seine Tipps abgibt, auch wenn er die dann allermeistens nicht umsetzt.
dabei muss er sich 'nur' entscheiden und alles wird anders/besser.Da bin ich nicht ganz einverstanden mit dir, Heartflower. Jammern, nicht mehr leben wollen oder geniessen? Ich jammere auch nicht mehr, wie früher, und möchte dies auch nicht mehr. Trotzdem kann ich das Leben oft nicht richtig geniessen. Ich verzweifle dann wieder mal an der Situation und schreibe dies auch hier im Thread nieder. Doch dies ist für mich dann kein jammern, sondern Verzweiflung.
Verschiedene Selbsttests haben ergeben, dass ich leider an einer Depression leide. Um meine Probleme und meine Lage gut bis sehr gut nachempfinden und verstehen zu können, muss man einmal an einer Depression bzw. starker Einsamkeit und Isolation gelitten haben.
Um mich und meine Lage aber hundertprozentig verstehen zu können(!), braucht es noch etwas mehr. Man müsste zu einer Depression, Einsamkeit, Isolation auch noch die gleichen Eigenschaften haben, welche mir nun auch noch zu schaffen machen: schüchtern, zurückhaltend, sehr sensibel.
Wie ihr alle schon geschrieben habt, kann man sich nicht einfach aufraffen. Es ist unmöglich. Ich habe mir dieses Leben aber auch NIE ausgesucht. Es lag nicht an mir, dass ich meine einzigen Kollegen und Schulkollegen damals "verloren" habe, diese Arschl*****! Damit begann diese Situation in der ich nun immer noch stecke. Woher sollte ich damals ahnen, dass alles so herauskommen könnte. Hätte ich den kleinsten Schimmer davon gehabt, hätte ich schon viel früher begonnen etwas zu unternehmen.
Doch es gab keinen Grund dafür, denn in der Zeit der Ausbildung war ich pausenlos beschäftigt und kam gut mit mir alleine klar. Und zum Glück gab es in der Berufsschule auch gute normale(!) Schulkollegen mit denen man noch etwas Kontakt hatte. Die Wende kam dann nach der Ausbildung, am 26.12.2006 hat sich Blue Boarder hier registriert...
Finde nicht, dass ich meine Situation aussuchen kann. Ich kann nur versuchen meine Situation zu ändern. Ich weiss, dass ich den Weg ganz alleine gehen muss. Der Weg ist aber noch oft versperrt und geschlossen.
Aber auch wenn man nur "Quatschen" will, braucht es jemand der zuhört/mitliest und zwischendurch seine Tipps abgibtWie wahr!!!
Ich danke euch für euer entgegengebrachtes Vertrauen und die Treue seit langer Zeit!!
Blue Boarder
ich habe nicht gesagt, dass du dir die situation aussuchen kannst, sondern dass du die wahl hast, sie zu ändern.
schön, dass du mal ein bisschen wut und offenheit zeigst. mal eine andere seite an dir ;)
der weg ist solange versperrt wie du denkst, er ist es.
hätte, wäre, wenn sind alles ausreden. und das weißt du.
schön, dass du mal ein bisschen wut und offenheit zeigst. mal eine andere seite an dir ;)
der weg ist solange versperrt wie du denkst, er ist es.
hätte, wäre, wenn sind alles ausreden. und das weißt du.
Da bin ich nicht einverstanden. Der Weg ist oft versperrt da mich diese scheiss Depression daran hindert den Weg zu öffnen. Man kann sich nicht einfach so aufraffen. Es geht nicht. Jedes mal nach einem solchen Tief darf man wieder von vorne beginnen bis der Weg wieder zugeschüttet wird.
:heulen:
:heulen:
ja mein weg ist auch oft versperrt. die letzten drei wochen haben sich die türen wie blöde auf und zugeschlossen, dass mir mehr als schlecht davon geworden ist. da reingeschupst, dann dorthin. mann, wenn ich mein leben in der hand hätte, so wie du, also ich würde loslegen. aber leider liegt es in der hand der einwanderungsbehörde. und, sitz ich da und heule, dass die tür verschlossen ist? nein, weil sie es noch nicht ist. erst wenn ich aufenthaltsverweigerung bekommen würde, für immer. ja da würde ich auch heulen, 100 pro! aber keiner zwingt dich, dort festzusitzen wo du bist,, niemand außer du, auch nicht deine depressionen. es wird erst geheult, wenn man im grab liegt.
ich glaube jeden tag an dich bluey!
ich glaube jeden tag an dich bluey!
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