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Beste Arbeitskollegin - meine (erste) Freundin?

1'257 Antworten123'286 AufrufeGestartet von Blue Boarder ·

#701
Klingt ganz so, als ob du vor dich hin "dümpelst"..

Wenn sich etwas in deinem Leben ändern soll, dann musst DU aktiv werden.

Naja, viele der Aktivitäten kann ich alleine ausführen, dazu brauche ich kein Gegenüber. Es wird zwar in der Gruppe ausgeübt oder geübt. Trotzden bleibt jeder für sich und kann es alleine durchführen.

Weisst du, ein eigenes Privatleben aufzubauen, dass geht nicht von heute auf morgen.

Vergiss fürs Erste, dass du keine Freunde hast. Mach mal was, was du gerne möchtest.

Such dir etwas, dass dir Spass machen könnte.

Du musst es ausprobieren. Es gibt so viele Angebote und Möglichkeiten.

Und wer weiss, vielleicht triffst du ja dort gleichgesinnte Menschen..

Und wenn nicht, hey, davon geht die Welt auch nicht unter.

:cool:

#702
Es wurde mir schon einige Male vorgeworfen mein Leidensdruck könne gar nicht so gross sein, sonst hätte ich schon lange dies und das. Doch das ist nicht wahr! Ich leide fast jeden Tag unter dieser ganzen Geschichte. Nur weil es zwischendurch auch wiedereinmal gute Momente gibt, kann ich mich zwischenzeitlich wieder etwas aufrappeln und Hoffnung schöpfen. Aber gerade weil ich selber merke, dass ich die Umsetzung des aktiv werdens nicht hinkriege, bin ich ja so verzweifelt. Ich selber muss eine Veränderung herbeiführen, dies ist mir völlig klar. Doch genau daran scheitere ich immer wieder. :(

Ich kann nicht auf Leute zugehen. Dies konnte ich früher nicht und dies kann ich heute erst recht nicht. Die Einsamkeit und dieses Gefühl des "unbeliebt seins" hat mich nur noch mehr verunsichert. Dazu war ich schon immer eine schüchterne Person. Das sind ganz schlechte Voraussetzungen um unter neue unbekannte Leute zu gehen mit dem Ziel neue Freunde und Kontakte zu finden. Es ist ein Teufelskreis.

Habe euch von meinen Arbeitskolleginnen- und kollegen erzählt. Da habe ich auch versucht den Kontakt zu halten und zu pflegen, so gut ich es eben konnte. Doch so richtig funktionieren wollte es bis anhin nicht. Ich weiss auch, dass dies ganz normal ist. Man kann nicht gleich erwarten, dass sehr gute und lieb gewonnene Arbeitskolleginnen-/kollegen auch gleich im Privatleben zu Freunden werden. Selbst bei diesen Personen hat es bei mir lange gebraucht bis ich mich ihnen gegenüber geöffnet habe und diese Leute sehe/sah ich jeden Tag!!! Es braucht bei mir also extrem viel Zeit... Leider! ;(

Es ist auch schwierig sich abzulenken. Ich wünschte ich könnte einfach den Schalter umstellen. Der Wunsch nach Freunden und einer festen Freundin abstellen. Nicht mehr verzweifelt suchen müssen. Nicht mehr sich einsam, traurig und depressiv fühlen. Doch leider geht dies nicht. Die Gedanken und der Wunsch sind ständig präsent.

#703
Also ich bin auch eher ein ruhiges, stilles Mädel. War früher extrem schüchtern.

Doch seit ich versuche, mich selber zu sein und mich nicht mehr zu verstellen, seither fühle ich mich frei.

Hab wieder richtig Spass und Freude, egal was ich anpacke.

Hmm, du stehst dir selbst im weg.

Warum scheiterst du an der Umsetzung?

Was hindert dich so?

Wieso blockierst du dich selber?

Wieso denn?

Hast du das Gefühl, dass du es nicht verdient hättest?

Das du nicht vollkommen bist?

:confused:

#704
Hi Piper!

Das freut mich für dich! Das möchte ich auch.

Es ist schwierig diese Fragen zu beantworten. Das Gefühl ich hätte es nicht verdient habe ich nicht. Im Gegenteil, ich sage mir, dass ich es endlich verdient hätte. Warum ich mich selber blockiere hat wohl verschiedene Gründe. Einerseit habe ich Angst auf unbekannte Leute zuzugehen, andererseits haben die jahrelangen Misserfolge und die lange Isolation auch ihres dazu beigetragen. Ich finde den Schlüssel nicht um diese Blockade zu lösen.

Mich verstellen tue ich meines Erachtens auch nicht. Allerdings scheint meine Ausstrahlung doch nicht sehr interessant und anziehend zu sein. Aber was soll ich tun? Dass es mir mal schlecht geht und ich gerne "jemanden" hätte, dies kann ich schlecht verbergen... :confused:

Am Wochenende war ich mit meinem ehemaligen Arbeitskollegen an einem Seenachtsfest. War nett. Waren jetzt zum dritten Mal in Folge am Wochenende unterwegs. Allerdings ist es nicht sehr motivierend wenn er an diesen Anlässen dauernd nur die Leute zählt welche er irgendwo her kennt. Ich bekam beinahe das Gefühl, dass wenn er sonst niemanden gesehen und getroffen hat, war dies schlimm für ihn. So kam es für mich rüber. Am ersten Fest hat er mich 45 Minuten sitzen lassen weil er irgend einen Kollegen getroffen hat. Nun gut, vielleicht sehe ich das zu ernst. Aber ich fühlte mich auf jeden Fall zeitweise wie auf dem Abstellgleis abgestellt.

#705
Hai Blue Boarder

Einerseit habe ich Angst auf unbekannte Leute zuzugehen, andererseits haben die jahrelangen Misserfolge und die lange Isolation auch ihres dazu beigetragen. Ich finde den Schlüssel nicht um diese Blockade zu lösen.
Ja, kann dich verstehen. Denkst du, ich kann so einfach auf mir fremde Leute zugehen?Nee, bin eher zurückhaltend. Checke erst mal die Situation ab, beobachte meine Umgebung genau. Tja, so leicht ist das ja nicht.

Und den Schlüssel finden.. Weisst du, ich finde, du selber bist der Schlüssel.

und ich gerne "jemanden" hätte, dies kann ich schlecht verbergen...
Hmm. Wenn du dies ausstrahlst, schreckst du die Menschen ab. Denn sie merken dies.Sorry, ist so.

Ich glaube, wenn du mit dir selber im Reinen bist, dann wirkst du auch auf deine Umgebung ganz anders. ;)

#706
Ach Piper, wie komme ich bloss mit mir ins Reine? Habe das Gefühl dies geht in meiner Einsamkeit gar nicht mehr. Ich möchte unbedingt "jemanden", wie stelle ich dieses Gefühl/ diese Ausstrahlung ab? :confused:

Doch wie gesagt, auf jemanden zugehen finde ich extrem schwierig. Genau darum habe ich auch wieder wenig Hoffnung, dass sich in nächster Zeit mal etwas ändern wird.

#707
wie stelle ich dieses Gefühl/ diese Ausstrahlung ab?
Hmm. Abstellen wird schwierig. Wie wärs mit "Umpolen"?

Wie wärs, wenn du mal mit der Einstellung rumläufst: Heute lerne ich intressante Persönlichkeiten kennen? Z.B dich selber?

Umpolen geht nicht von heute auf morgen. Dies ist ein langjähriger Prozess.

Du musst ja nicht gleich alle Menschen in einen Dialog verwickeln.

Fang mit was kleinem an: Z.B. grüss den Bus-chauffeur oder die Bäckerei-angestellte, oder wen auch immer, und lächle dabei. Du wirst sehen, sie werden ganz verdutzt dreinschaun und dann zurücklächeln. Und bingo: du kannst dann sagen: hey, heute habe ich einen Menschen glücklich gemacht.

So mach ich das. Natürlich grüsse ich so nicht jeden. Doch auch ein Grossmeister hat klein angefangen.

So wirst du lockerer und entspannter. Und dann geht das Reden plötzlich von alleine.

Denn du merkst dann, wow, ich bin ich selber.

Und wenn du dich nicht verstellst: Glaub mir, dann wirkst du magisch anziehend. ;)

#708
Hi!

Mir ist bewusst, dass alles seine Zeit braucht, viel Zeit. Doch genau dies bringt mich auch wieder zur Verzweiflung. Ich gebe mir selber nicht soviel Zeit wie es vielleicht braucht. Ich kämpfe schon jahrelang an denselben Problemen rum. Ich habe die Geduld nicht mehr und weiss beim besten Willen nicht wie ich diese wieder erlangen kann.

Fremde Leute anlächeln habe ich schon versucht. Finde es aber noch sehr schwierig. Oft war ich dann selber nicht in der Stimmung dafür oder dann fehlte doch der Willen oder Mut um es wirklich zu probieren.

Eigentlich bin ich jetzt schon ich selber. Schüchtern, zurückhaltend und sensibel. Doch dies behindert mich. Aber ich glaube du hast es anderst gemeint?

#709
Hai Blue Boarder

Fremde Leute anlächeln habe ich schon versucht. Finde es aber noch sehr schwierig. Oft war ich dann selber nicht in der Stimmung dafür oder dann fehlte doch der Willen oder Mut um es wirklich zu probieren.
Also weisst du, dass mache ich auch nicht immer. Und nicht überall...Je nach Lust und Laune. So situativ, würde ich mal sagen.

Schüchtern, zurückhaltend und sensibel.
Da ich auch eine Vertreterin der schüchternen Sorte bin, mir oft auch selbst im weg stehe, musste ich lernen, diese zu überwinden. Klappt jedoch nicht immer. Falle manchmal wieder in alte Muster zurück und ärgere mich dann selber darüber.. :rolleyes:

Mein Ziel ist es, dass ich mich unter keiner Maske mehr verstecken muss. Ich mich selbst sein kann.

Doch dazu musste ich mich selber zuerst akzeptieren, was enorm schwierig ist/war.

Ich erkannte, dass mein stärkster Kritiker, mein stärkster Gegner ich selbst war/bin.

LG :cool:

#710
Alles hinschmeissen das ist wohl die einzige Lösung. Ich weiss nicht wie es weitergehen soll!! So wie in letzter Zeit auf jeden Fall nicht. :tongue: :(

Alles hinschmeissen, das ist normalerweise die einfachste aber oft schlechteste Lösung. In meinem Fall ist aber auch dieser Weg sehr schwierig. Wie soll man sich von starken Träumen, Wünschen, Hoffnungen lösen?? Die Gedanken drehen sich ja doch den ganzen Tag um diese Probleme, welche man schon seit einer Ewigkeit versucht zu bekämpfen.

Ich sehe keinen Silberschweif mehr am Horizont!!!

Alle Wünsche bezüglich einer Freundin, eines intakten Freundeskreis begraben?? Das Ziel die Einsamkeit und Isolation zu beenden abhaken?? Kontakt zu suchen und zu halten, gar nicht mehr versuchen?? Nicht mehr auf die Mitmenschen zuzugehen?? Mich distanzieren und abwenden?? Mich noch mehr isolieren??

Könnte dies helfen???? :confused:

#711
Lieber Blue Boarder

Kontakt zu suchen und zu halten, gar nicht mehr versuchen?? Nicht mehr auf die Mitmenschen zuzugehen?? Mich distanzieren und abwenden?? Mich noch mehr isolieren??
Könnte dies helfen???? :confused:
Also meiner Meinung nach wäre dies der absolute falsche Weg, den Du gehen kannst.He, bist du noch bei Trost? Versteh mich richtig, gell: Du willst dich noch mehr abkapseln von der Welt. Wieso und vor allem, wozu?

Damit die Traurigkeit, dieses Gefühl der inneren Leere und vor allem die Selbstzerstörung noch mehr Antrieb erhalten?

Du willst und wirst damit eine Lawine auslösen.. die in einer Katastrophe enden kann!! :nono:

Wie soll man sich von starken Träumen, Wünschen, Hoffnungen lösen??
Wieso willst du dich von den Wünschen, Hoffnungen und Träumen abwenden?
Ich finde, sie treiben uns an. Geben uns ein Gefühl von "alles ist offen, noch nicht verloren", sie bereichern unseren Tagesablauf und helfen uns, uns zu entwickeln.

Oder auch, etwas zu verstehen lernen. Sie geben Kraft, den Alltag zu meistern und wir setzen uns auch Ziele.

Sie sind daher äusserst Wertvoll. Gehören zu einem Menschen dazu.

Die Gedanken drehen sich ja doch den ganzen Tag um diese Probleme, welche man schon seit einer Ewigkeit versucht zu bekämpfen. Ich sehe keinen Silberschweif mehr am Horizont!!!
Hmm. Früher dachte ich sehr geringschätzig von mir. Wirklich, da kann ich sagen, ich war mein schlimmster Feind (und von denen gibt es ja einige).
Musste lernen, mir selber mehr eine Freundin zu sein und habe angefangen, mich mit meinen Macken und Fehlern gern zu haben: sprich -> mich selbst zu lieben.

(Ja, mag etwas komisch klingen.)

DAS ist eine Mission. Wirklich. Eine Lebensaufgabe.

Jedenfalls, als ich so drauf war, da habe ich das Negative wortwörtlich angezogen.

Und DAS ist alles andere als lustig.

Wieso willst du daher einen Weg des Leidens gehen?

:cool:

#712
Keinen Kontakt mehr zu suchen weil die Mitmenschen es merken, dass ich "mehr" will, dass ich auf der Suche nach Freundschaft oder einer Partnerschaft bin. Eine Frau spürt das ganz gut glaube ich, umgkehrt wahrscheinlich auch. Wieso soll ich weiterhin auf die Mitmenschen aktiv zugehen und Kontakt suchen?? Ich habe nur alle weiter von mir weggebracht als vorher ;( ;( Habe den Kontakt zu ein paar sehr guten ehemaligen und aktuellen Arbeitskolleginnen deswegen teilweise oder gänzlich verloren. Das habe ich bis heute nicht verkraftet.

Auch neue Mitmenschen merken doch rasch, dass mit mir etwas nicht stimmt. Sobald ich jemanden etwas kenne und mir sympathisch ist und diese Person auch noch auf mich zukommt, falle ich wieder ins alte Muster zurück. Das bedeutet die Gefahr ist dann sehr gross, dass ich den Kontakt zu dieser Person zu sehr suche, dass ich für die Gegenüber rasch zu anstrengend werde.

Auch wurde ich schon von meinen Mitmenschen enttäuscht und "stehen gelassen". Ständig bemühe ich mich den Kontakt zu halten usw. Doch irgendwann wird es auch mir zu bunt wenn doch nie wirklich etwas zurück kommt. Ich mag nicht mehr den Leuten hinterher rennen wenn es doch keinen Sinn macht.

(Allerdings ist es sehr schwer den Kontakt NICHT zu suchen und halten, denn genau dies möchte ich ja - Kontakt haben zu jemandem!!) :(

Träume, Wünsche, Hoffnungen sind schon sehr wertvoll. Da hast du recht, Piper. Doch für mich sind sie momentan nur noch eine Belastung. Dauernd muss ich daran denken. Allerdings mit dem Wissen, dass ich sie in nächster Zeit nicht erreichen werde. Jeden Tag denke ich mehrmals "ich möchte auch eine Freundin. Hätte so gerne jemanden den ich gerade in den Arm nehmen darf" usw. Meine Träume, Wünsche und Hoffnungen belasten mich jeden Tag aufs Neue. Wie kann ich das bloss wieder ins Positive umdrehen??

mich selbst zu lieben - das klingt nicht komisch. Das ist sehr wichtig. Doch es ist wirklich sehr schwierig umzusetzen. Ich versuche es auch. Doch diese Liebe ist wohl bei mir noch nicht in ausreichender Form vorhanden. Wie soll ich mich selber lieben lernen wenn ich mich manchmal als unbeliebt vorkomme.

GLG BlueBoarder

#713
Ach, Blue Boarder.

:trost:

Keinen Kontakt mehr zu suchen weil die Mitmenschen es merken, dass ich "mehr" will, dass ich auf der Suche nach Freundschaft oder einer Partnerschaft bin.
Also, wenn du so auf die Menschen zugehst, kein Wunder ergreifen alle die Flucht.

Denn sie fühlen sich befrängt, eingeengt bevor sie dich überhaupt wirklich kennen lernen.

Geh es langsam an, hab etwas mehr geduld.

Ja, ich weiss. Dies ist schwierig, da ich auch ein Mensch bin, der in solchen Angelegenheiten wirklich manchmal übers Ziel hinausschiesst.

Wichtig ist, dass du mit den Menschen etwas Geduld und Abstand hast.

Lass sie ihre Neugierde erwachen und entdecken lassen. Mit dir als ihre Zielperson.

Habe den Kontakt zu ein paar sehr guten ehemaligen und aktuellen Arbeitskolleginnen deswegen teilweise oder gänzlich verloren. Das habe ich bis heute nicht verkraftet.
Was würde dir helfen, es zu verarbeiten?

Willst du dich mal mit ihnen zu einem Drink nach der Arbeit treffen?

Einfach, damit es dir besser geht.

Sobald ich jemanden etwas kenne und mir sympathisch ist und diese Person auch noch auf mich zukommt, falle ich wieder ins alte Muster zurück.
Sei mit dir selber nicht so streng. Passiert mir auch noch oft. Ist schon mal positiv, dass du es erkennst und daran arbeitest.

Ich mag nicht mehr den Leuten hinterher rennen wenn es doch keinen Sinn macht.
(Allerdings ist es sehr schwer den Kontakt NICHT zu suchen und halten, denn genau dies möchte ich ja - Kontakt haben zu jemandem!!)
Wie gesagt, lass es langsam angehen. Du brauchst keine Torschlusspanik zu haben.

Die Leute merken es, wenn du am "Rande der Verweiflung" stehst.

Doch für mich sind sie momentan nur noch eine Belastung. Dauernd muss ich daran denken.

Setz dich nicht unter Druck. Versuch es locker anzugehen. Sei cool. Ablenkung bringt nichts? Was könnte dir helfen?

Ich z.B. mache Dinge, die ich alleine machen kann: Besuche bald ein Konzert, gehe ins Kino und seh mir div. Filme an. Mache also das, was MIT Spass macht.

Weisst du, wichtig ist dabei, dass es dir Freude bereitet, ob du nun einen Partner hast oder nicht.

Wenn du mit dir selber zufrieden bist, strahlst du das aus und wirkst auf deine Mitmensche magisch anziehend und attraktiv. Denn du magst dich selber und bist mit dir im Reinen. DAS ist dann cool. :cool:

Doch diese Liebe ist wohl bei mir noch nicht in ausreichender Form vorhanden. Wie soll ich mich selber lieben lernen wenn ich mich manchmal als unbeliebt vorkomme.
Gegenfrage: Wie soll ein Mensch dich lieben, wenn du dich selber nicht magst oder liebst?

Meiner Meinung nach, ist es einfacher jemanden zu finden, wenn man selbst mit sich zufrieden ist. Wenn man sich selber mag/liebt, strahlt man das aus und dann wirkt man, da du "Liebe" aussendest, anziehend.

Doch es ist wirklich sehr schwierig umzusetzen.
Hmm. Weisst du, ich tue mir was gutes. Geh mit mir selber in den Ausgang, mach eine Sportart, die mir zusagt und kauf mir mal hin und wieder was schönes :cool: .

Also: Verwöhn dich selber mal, tu dir was gutes.

Erhol dich mal von dem Ganzen. Du kommst so nicht zur Ruhe.

Lass die Gedanken los. Diese kreisen ständig in deinem Kopf und haben sich dort massiv eingenistet.

Nur Mut. Du bist nicht alleine.

LG :)

#714
Liebe Piper

:trost: Danke!

Wenn ich auf Menschen zugehe habe ich schon nicht direkt die Absicht sie zu meinen Freunden oder meiner Freundin zu machen. Doch der Gedanke daran ist irgendwo im Hinterkopf und ist ständiger Begleiter in meinen Gedanken. Das ist unterdessen nur noch mühsam. Und offenbar spüren es doch alle was mir wirklich fehlt. Da ich nur selten neue Menschen kennenlerne habe ich auch immer Angst sie würden rasch wieder das Interesse an mir verlieren wenn ich nicht den Kontakt zu ihnen suche!?

Wegen den Arbeitskolleginnen, für mich ist es schwierig dies gänzlich zu verarbeiten. Ich bin diesen Personen auf keinen Fall böse oder so etwas ähnliches. Nein auf keinen Fall! Trotzdem fällt es mir immer noch schwer die aktuelle Situation zu akzeptieren. Die Ehemaligen wiedersehen wäre schon toll. Doch dies kommt leider zu selten vor. :(

Ich habe schon oft das Gefühl Torschlusspanik zu haben!! Habe durch meine Probleme schon soviele Jahre "verloren" und möchte nicht noch länger warten mit jemandem durchs Leben gehen zu können.

Ein grosses Problem bei mir ist auch die Geduld. Ich habe keine Geduld mehr. Warte schon so lange auf ein grosses Erfolgserlebnis, auf die Wende, auf eine Freundin, auf einen Freundeskreis. Jeden Silvester nehme ich mir die gleichen Ziele für das neue Jahr vor. Jede Weihnachten danach bin ich immer noch gleich weit. ;(

Ablenkung bringt nur teilweise etwas. Bei mir ist glaub alles sehr festgefahren. Gehe alleine an Fussballspiele, ging oft alleine an Stadt- oder Seenachtsfeste, fahre mit dem Velo durch die Stadt, gehe sonst wohin. Manchmal war es okay, manchmal war es aber nur langweilig und machte dann auch überhaupt keinen Spass alleine. Doch mich wirklich abklenken von meinen Wünschen und Träumen kann ich nur selten. Ich wache mit den Gedanken am Morgen auf und gehe mit den gleichen Gedanken am Abend ins Bett.

:confused:

Mich selber zu mögen/ lieben habe ich auch schon eine Zeit lang versucht. Ging mir zu dieser Zeit auch besser. Doch irgendwann verliess mich die Kraft und der Willen für das ganze oder es ging mir sonst schon wieder schlechter.

All diese Gedanken loszulassen ist echt schwer!!! Ich weiss einfach nicht wie...?

LG

Blue Boarder

#715
Hai ;)

Jeden Silvester nehme ich mir die gleichen Ziele für das neue Jahr vor. Jede Weihnachten danach bin ich immer noch gleich weit.
Weisst du, ich setze mir jedes Jahr nur ein bis zwei Ziele.Wieso?

Weil lieber weniger, dafür umsetzbar. Teil deine Ziele auf, formuliere sie positiver:

Z.B. Ich will einen Freund --> In diesem Jahr will ich einen Mann oder eine Frau kennenlernen, die mich schätzt und mich so versteht, wie ich bin.

Setz die Ziele etwas kleiner an.

Du kannst nicht gleich von "0 auf 100" agieren.

Also, betreff festgefahrenen Verhaltensweisen:

Wie wäre es, wenn du mal z.B. irgendeinen Kochkurs besuchen würdest.

Isst du gerne japanisch oder was anderes?

Dann besuch den Kurs und du wirst eine Frau kennen lernen, welche mit dir mal das Essen im Restaurant, als Vergleich zum selber gekochten, testen will/wird.

Und schwupps: Du hast ein Date.

Ich finde es immer wieder spannend, in einem Kurs einem Mann zu begegnen.

Ein Mann lockert die Stimmung.

In meinem Kurs haben wir auch einen Mann. Daher kann ich nur sagen, dies ist wirklich bereichernd. Er entspannt die ganze Atmosphäre.

Ich wache mit den Gedanken am Morgen auf und gehe mit den gleichen Gedanken am Abend ins Bett.
Weisst du, was ich am Morgen zu mir selber sage: Heute wird ein schöner Tag. Ich geniesse es und gehe liebevoll mit mir um.Oder auch: Heute bleibe ich ruhig. Auch wenn andere mich ärgern bis aufs Blut.

Ich bleibe gelassen.

Solche Dinge sage ich immer, wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre.

Mir hilft es. Sehe dann den Tag lockerer. :cool:

All diese Gedanken loszulassen ist echt schwer!!! Ich weiss einfach nicht wie...?
Lass diese Gedanken schrittweise los. Niemand gibt dir ein Tempo vor. Denn dies bestimmst nur DU alleine.

Lg ;)

#716
Hi Piper!

Viele Ziele setze ich mir für das neue Jahr jeweils auch nicht. Das Ziel war einfach immer, dass ich es dieses Jahr "schaffe". D.h. das ich meine Situation bedeutend ändern kann. Wenn ich mir die Ziele ganz klein ansetze, komme ich wieder in Konflikt mit meiner Geduld und meinem Verstand. Ich kann nicht von 0 auf 100, dessen bin ich mir schon bewusst. Doch es zerrt gewaltig am Verstand nur immer in diesen winzig kleinen Schrittchen vorwärts zu kommen (wenn überhaupt!).

Mmmhh..., Kochkurs. Ehrlich gesagt konnte ich mich dafür noch nie gross begeistern. Mein grösseres Problem ist aber sowieso die Angst vor unbekannten Leuten. Wenn ich unter einigen (auch schon wenigen) Leuten bin, welche ich nicht kenne, fühle ich mich unwohl. Die Situation behagt mir dann nicht und ich verhalte mich noch zurückhaltender als sonst. :mauer: Kennst du das??

Was machst du für einen Kurs??

Gute Idee mit den Gedanken am Morgen. Wird schwierig, vorallem sich nicht ärgern über etwas oder jemanden... Aber ich versuche es!

:o

LG Blue Boarder

#717
Nicht mehr auf die Mitmenschen zuzugehen?? Mich distanzieren und abwenden??
Sag mir, wo du auf Mitmenschen zu gehst? Ich habe in sämtlichen 23 Seiten nichts darüber gelesen, ausser vielleicht auf einige wenige ArbeiskollegInnen.

Es ist mir auch sehr schleierhaft von wem du dich distanzieren und abwenden willst, es ist doch niemand da, oder?

#718
Hai Blue Boarder

Doch es zerrt gewaltig am Verstand nur immer in diesen winzig kleinen Schrittchen vorwärts zu kommen (wenn überhaupt!).
Auch kleine Schritte führen zum Ziel. Du brauchst vielleicht etwas länger, doch dafür bist du sicherer unterwegs.

Wenn ich unter einigen (auch schon wenigen) Leuten bin, welche ich nicht kenne, fühle ich mich unwohl. Die Situation behagt mir dann nicht und ich verhalte mich noch zurückhaltender als sonst. :mauer: Kennst du das??
Ja, kommt mir sehr bekannt vor. Zu sehr.. -leider-.

Bin eher ein schüchterner Mensch und musste lernen, lockerer zu sein.

Laut Rückmeldungen aus meiner Umgebung ist dies mir auch schon gelungen:

Bin weniger angespannt, nervös.

Mein Hobby ist: Qi-Gong. Sehr empfehlenswert, da es mich entspannt und beruhigt.

Gute Idee mit den Gedanken am Morgen. Wird schwierig, vorallem sich nicht ärgern über etwas oder jemanden... Aber ich versuche es!
Genau. Wichtig ist, dass du mal anfängst.

LG Piper :cool:

#719
Sag mir, wo du auf Mitmenschen zu gehst? Ich habe in sämtlichen 23 Seiten nichts darüber gelesen, ausser vielleicht auf einige wenige ArbeiskollegInnen.
Es ist mir auch sehr schleierhaft von wem du dich distanzieren und abwenden willst, es ist doch niemand da, oder?
Zu MITmenschen gehören für mich nun mal Menschen im näheren Umfeld. Das sind bei mir ehemalige und aktuelle Arbeitskollegen/kolleginnen. Ausser ihnen ist fast niemand da. Aber das weiss ich selber!!

ps: Man soll nicht Salz in offene Wunden streuen.

#720
ps: Man soll nicht Salz in offene Wunden streuen.
Nein, das sollte man nicht. Aber man sollte den Tatsachen eben auch in die Augen schauen. Ich habe alle deine Beiträge in diesem Thread gelesen und teilweise auch Verständnis. Aber ausser auf einige wenige ArbeitskollegInnen (wo du dann verschnupft reagiertst, wenn sie sich nicht so verhalten, wie du dir das wünschst) bist du kaum auf Leute zugegangen, Angst hin oder her.

Ich frage mich, was du dir mit dem Thread hier erhoffst. Mehr Vorschläge, von dir durchaus gut gesinnten Menschen, was du alles machen könnetst, kannst du fast nicht erhalten. Du setzt davon nichts um (Ich weiss, die Angst....) Was bringst das Ganze dann? Dir fehlt doch jegliche Bereitschaft, irgendetwas zu verändern. Hier wirst du übrigens nicht hart angegangen, wie du schon mal geschrieben hast, hier werden den Tatsachen in die Augen geschaut. Ist halt ein bisschen hart...

Wie können wir dir helfen? Was ist zu tun, dass du etwas umsetzen kannst?

Jeder Mensch hat doch auch Nachbarn? Wie siehts damit aus? Lad sie doch mal auf einen Kaffee ein....

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