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Darf ich mal was loswerden?

137 Antworten12'335 AufrufeGestartet von tobelovedreturn ·

bearbeitet #21
Na aber hallo, wenn ich bei Dir gratis wohnen kann dann sofort :]

Wenn es bei Dir noch Tiere gibt dann ist alles super! Kann ich meine Samtpfötchen mitnehmen? :verliebt:


Klar, ich bin zwar mitten im Umzug, aber wenn du mit meiner Frau und ihren Mormonen-Eltern wohnen möchtest, ist noch ein Zimmer frei. Tiere gibt's nur wilden Truthahn und aller Jubeljahre guckt ein verlaufenes Känguru vorbei. 

Ich krieg dafür deine Wohnung und kann endlich mal wieder meine Familie in Deutschland besuchen  =)

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#22
Wird sie auch bleiben, solange er dafür verantwortlich bleibt. Das hast Du bis heute erfolgreich umschiffen können. War immer einer da.

Kann man machen, dann muss man aber auch damit leben, dass alles auf einen zurück fällt, wenn einem klar wird, das der Andere nie sicher ist.


Also. Ich glaub' ich komm ganz gut mit mir selber aus. Musste ich ja.

Mit 21 bin ich von zuhause ausgezogen, zu ihm. Als dann die Trennung kam, hab' ich mir ne Wohnung gesucht und hatte niemanden (doch schon, aber nicht in der Nähe).

Ich hab' das alles selber gemeistert. Das hat mich stark gemacht, denke ich. Ich arbeite daran, mein Wohl nicht von anderen (vor allem von ihm) abhängig zu machen. Es ist ein harter, steiniger Weg.

#23
Ich krieg dafür deine Wohnung und kann endlich mal wieder meine Familie in Deutschland besuchen.


Abgemacht, wohne an der Grenze zu DE, also alles gut! :)

#24
Also. Ich glaub' ich komm ganz gut mit mir selber aus. Musste ich ja.
Alleine sein und mit sich auskommen sind verschiedene Dinge.

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#25
Alleine sein und mit sich auskommen sind verschiedene Dinge.


Elvis, wie schön.

Ich kann's nicht mehr hören. Man muss mit sich selber im Reinen sein, man muss sich selber lieben lernen. Man muss auf das innere Ich hören.

Wie funktioniert denn das??

bearbeitet #26
Abgemacht, wohne an der Grenze zu DE, also alles gut! :)


Grenze ist zu grenzwertig. Da hilft nur noch schreien.

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bearbeitet #27
Elvis, wie schön.

Ich kann's nicht mehr hören. Man muss mit sich selber im Reinen sein, man muss sich selber lieben lernen. Man muss auf das innere Ich hören.

Wie funktioniert denn das??


Für jeden anders.

Kommst aber noch drauf. Wäre ja zu schön, wenn wir dir den Spaß nehmen würden, das selbst rauszufinden. Ist auch viel effektiver so.

Aber: Wer wirklich will, findet (s)einen Weg.

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#28
Tobe, ich kann das sehr gut nachvollziehen, wie es dir gerade geht - dass man so herbe angekotzt ist von der Umwelt und all diesen Mantras, von denen man zwar inhaltlich versteht, was sie einem sagen wollen, aber doch keinen Bezug herstellen kann.

Weißt du, wann ich so wütend auf alles und alle und die böse, böse Welt bin, und vor allem auf die Menschen um mich herum, die scheinbar alles so vielleichter handlen können als ich? - Wenn ich mich wirklich klein und hilfsbedürftig und verloren fühle. Und das passiert (noch) oft.

Ich stelle mir dann die gleichen Fragen, habe die gleichen extremen Ängste, fluche auf die Welt, die nicht passt - und vor allem auf das Gefühl, dass _ich nicht in die Welt passe - und tue auch sonst alles Menschenmögliche, um strampelnd von der Erkenntnis weg zu kommen, dass die Verantwortung am Ende doch einzig und allein bei mir liegt, mir ein besseres Gefühl zu geben.

Das bedeutet Arbeit. Lange, ätzende Arbeit, die man manchmal einfach nur an die Wand klatschen will. Und meistens kriegt man dann gar nicht mal aktiv mit, dass etwas schon besser geworden ist, weil man immer mal wieder in die gleichen "Sackgassen" gerät. Aber zwischendurch, da atmet es sich leichter. Da fühlt sich endlich mal was richtig an. _Ich fühle mich endlich mal richtig an.

Es dauert. Es sind die kleinen Dinge. Bleib' dran! Geh' weiter zum Sport - aber nicht nur zur Ablenkung oder für den Bikini Body 2019, sondern weil du da Dampf ablassen kannst, weil du da qualitative Zeit mit dir alleine verbringst. Triff' dich mit Freunden, kotz' dich aus, lass' dich trösten, teile dich mit. Aber guck hin, woher die Wut kommt, die Traurigkeit, die Angst, verlassen zu werden. Da ist etwas Kleines, was gesehen werden will, dass so am Toben ist. Also schau hin.

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#29
Die Frage ist berechtigt, ich hab das auch lange nicht verstanden (und kann es auch nicht mehr hören, denn du hast Recht damit, dass es alleine noch kein Stück weiterhilft) und ich denke, ich bin auch immer noch nicht komplett unabhängig. Aber vielleicht hilft dir konkret, dir die Dinge zu notieren, bei denen normalerweise er dein Halt ist und dann zu überlegen, ob du dir da selbst beruhigende Worte einreden kannst.

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#30
Bitte nutzt die Editier-Funktion wenn ihr eurem Beitrag noch etwas hinzufügen wollt.

Viele Grüße

Nomi

#31
@tobe und @elvisWie soll denn auch irgend eine Gelaber von irgendwem Anderen irgendwas helfen können?

Genau das ist doch der Denkfehler - dass irgendwer Anders irgendwas tun könne.

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#32
Liebe tobe

Tob Dich aus. Lass alles hier. Ist okay. Ist gerade eben alles mies. Solche Tage wie Du sie beschreibst, kennt wohl fast jeder. Habe ich oft auch genügend. Deswegen musst Du noch nicht alles hinterfragen. Du vermisst ihn eben. Ist völlig ok.

:trost:

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#33
Naja, wenn mans erklärt. So wie ein Lehrer, der den Stoff schon besser überblickt. Dass damit alles getan ist, stimmt natürlich nicht. Aber es spart Zeit. Ich hätte ohne das "Gelaber" (auch von dir) nie bestimmte Dinge verstanden, die ich jetzt meine besser verstanden zu haben. 

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#34
Das mag sein Elvis, doch hätte ich mir einen Wolf quatschen können, wenn da Niemand gewesen wäre, der nicht versucht zu verstehen.

Man selbst ist immer alles. Der Acker. Die Saat. Der Weizen. Und die Ernte.

Der Andere ist immer nur da, mehr nicht.

Und ja, es nervt manchmal und ist zum kotzen. Aber das macht es um so lustiger. Das gehört alles dazu.

Es kann total Spass machen, dass es einem Scheisse geht. Wenn man aufhört es weg haben zu wollen. oder noch schlimmer - zu glauben anders sein zu müssen.

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#35
Ich fand hier einen Hinweis im Thread richtig, richtig gut:

Fokussier dich darauf, dass er nach seiner Rückkehr mit dir zusammen ziehen will.

Das ist doch super!!!

Alles andere – hm.

Mit sich selber im Reinen sein, dieser Kommentar macht mich auch immer ziemlich wütend.

Zumal er meistens von Leuten kommt, die das meiner Meinung nach nicht vorleben, sondern sich einreden, dass es so wäre…

Der Weltschmerz an sich, so nenne ich das jetzt mal – damit musst du dich wohl wirklich selber arrangieren.

Inwieweit dich so Erlebnisse wie zuletzt beim Metzger beeinflussen, musst du selber entscheiden.

Wenn es dich belastet da nochmal vorbei zu gehen, dann lass es bleiben.

Wenn du dich davon nicht unterkriegen lassen willst, dann Augen zu und durch (nicht bildlich gesprochen ;) ).

Jedoch glaube ich auch, dass du gerade v.a. eine „alles ist blöd“-Phase durchmachst.

Angefangen bei der Reise deines Freundes, summiert sich alles weitere einfach auf. Wird immer bedrohlicher und größer.

Die Angst dass er fremdgehen könnte, dann der Metzger, die Ungerechtigkeit in der Welt im Allgemeinen, dann im Besonderen…

Ich glaube so Phasen muss man einfach auch mal aushalten können.

Zum Glück gehen sie auch irgendwann wieder vorbei.

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#36
Liebe tobe,

ich kenne eure Vorgeschichte nicht, abe rhast du schonmal ganz offen mit deinem Freund über deine Zweifel und Sorgen gesprochen? Am besten ohne Vorwürfe, sondern in einem ruhigen Gespräch. Vielleicht ist ihm garnicht bewusst, dass er dich mit bestimmten Dingen verletzt. Er will wieder mit dir zusammenziehen, sprich, eure Beziehung wieder vertiefen und festigen. Ein Auslandsaufenthalt ist eine tolle Sache und hilft vor allem, persönliche Erfahrungswerte zu sammeln. Gut möglich, dass er gerade alles andere ausblendet und sich rein auf sich fokussiert.

Liebe Grüße

Kerstin

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#37
Vielleicht ist ihm garnicht bewusst, dass er dich mit bestimmten Dingen verletzt.


Ja, ich sag ihm immer wieder was mich verletzt. Das Problem ist, dass er es nicht annimmt bzw. er nimmt es an, sieht es aber ganz anders als ich.

Es ist schwierig, wir haben da andere Ansichten. Klar, der Aufenthalt ist eine ganz tolle Sache.

Er soll sich auch auf sich konzentrieren, ich möchte ihm da nicht im Weg stehen indem ich klammere.

Ich danke Euch, ihr habt mich zum Lächeln gebracht.

Merci & Gute Nacht

tobe

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#38
Hi tobe

Ein Mix von Dingen, die erdrückend wirken. Teile und herrsche: Diese Dinge stehen in keinem Zusammenhang zueinander, haben verschiedene Ursachen und können getrennt angegangen werden. In der Summer haben sie die Wirkung, einfach nur erdrückend zu wirken.

- Dein Freund ist in Kanada. Versetz Dich in seine Situation, und vor allem: In IHN: Du kennst ihn. Kanada ist ein langersehnter Traum, er überschäumt vor Glücksgefühlen, ist stolz, seeehr stolz, und fühlt sich grossartig. Er will das mitteilen, bei seinen Freunden, sagen wir mal, 'punkten'. Die Bemerkung der tollen Lehrerin musst Du nicht überbewerten: Das ist einfaches Macho-Imponier-Gehabe unter Männern. Ihm fehlte einfach ein bisschen das Feingefühl dafür, dass Dich das verletzen oder eifersüchtig machen könnte. Nicht überbewerten.

- Der Metzger: Du kennst ja meine Vergangenheit in Sachen Vegi und Tierschutz. Solchen Situationen kann man nicht sein Leben lang aus dem Weg gehen. Er gibt nur einen Weg: Du musst lernen, die Welt zu akzeptieren, wie sie ist. Es gibt Leute die Fleisch essen, ob das ethisch korrekt ist, um das geht es nicht. Nur um die Tatsache, dass Du daran nichts ändern kannst (im grossen Stil), und sich daraus eine ganze Kette anderer Dinge ergibt (Tierhaltung, Metzger...). Wenn es schmerzt, dann such den Blick in eine Metzgerei nicht absichtlich. Schon nur eine 'normale' Kollegin zu haben, die Vegetarierin ist, also die Beispielfunktion die Du einnimmst, ist nicht zu unterschätzen! Das ist dann halt eine passive Wirkung, und als überzeugter Vegetarier will man aktiv sein. Aber auch das bist Du ja. Viel mehr Vernünftiges kannst Du nicht tun. Dann gibt es noch ganz extreme Dinge, aber ob das dann eher Genugtuung ist für die, die das machen oder wirklich den Tieren zu gute kommt... naja.

- Die Welt: Diese beiden Dinge sind schlicht zu erdrückend. Das ist kein grundlegend neues Problem.

Zusammenfassend:

-Gib Deinem Freund die Chance. Er will zu Dir ziehen.

- Schau, wie er sich hier schlägt, wenn er zurück ist.

- Solange er in Kanada ist und nicht echt was macht, was er nicht sollte, solltest Du ihm unbedingt vertrauen. Klar sind solche Posts nicht toll, klar war das nicht sensibel. Klar würde das auch nicht jeder machen. Aber Du kennst ihn: Das ist eher Macho-Zeugs, das Du nicht überbewerten solltest.

- Ihr seid nicht mehr 16, und vier Jahre zusammen. Ihr seid erwachsen und solltet über solchen Dingen stehen.

- Sprich ihn doch mal darauf an, wenn ihr am WE zusammen sprecht. Nicht in Form einer Szene, aber weise ihn darauf hin, dass er Dich doch inzwischen kenne und wissen sollte, was solche Posts in Dir bewirken. Dann wäre es auf und gleich auch vom Tisch.

Eigentlich wollte ich gar nicht so viel schreiben :)

Kopf hoch tobe, vertraue ihm. So wie ich das las besteht kein Grund zur Eifersucht.  :super:

LG, Peanuts

#39
Klar, ich bin zwar mitten im Umzug, aber wenn du mit meiner Frau und ihren Mormonen-Eltern wohnen möchtest, ist noch ein Zimmer frei. Tiere gibt's nur wilden Truthahn und aller Jubeljahre guckt ein verlaufenes Känguru vorbei. 

Ich krieg dafür deine Wohnung und kann endlich mal wieder meine Familie in Deutschland besuchen  =)




@Herzblume: Bist du jetzt ein Mann oder eine Frau? du schreibst von "meiner Frau" und ihren Eltern. Falls du m bist, dann müstest du das "weiblich" in der Beschreibung wohl ändern...

#40
Grundsätzlich ist die Welt nie so, wie man sie gerne hätte oder wie man sie sich idealerweise vorstellt. Warum aber muss sie ideal sein, damit ich mich in ihr wohlfühle? Könnte sie denn jemals so sein, wie ich sie gerne hätte und würde ich mich dann tatsächlich aufgehoben und wohl fühlen? Oder würde nicht sofort irgendetwas anderes mein Glück stören? Denn die Natur ist in Bewegung, alles ändert sich permanent.

Und dann gibt es da noch so viele andere Menschen, die ebenfalls ihre Idealvorstellung der Welt haben - und mit mehr Macht und Möglichkeiten ausgerüstet diese auch noch umsetzen können. Geistige Ideale haben nicht die gleiche Erscheinung wie materielle. Menschen, die gerne Autofahren, lassen eine Autobahn bauen. Da kann der Naturliebhaber nur heulen, denn seine Natur ist einfach da und braucht keine Veränderung.

Ebenso mit dem Metzger: Die Fleischliebhaber brauchen nun einmal so einen Metzger, der die Tiere für sie zubereitet. Aber Mutter Natur ist da auch nicht nachsichtiger. Hast du schon einmal gesehen, wie ein Raubtier sein Opfer jagt und erlegt? Oder die Spinne im Netz, die eine Fliege fängt?

Selbst wenn du Korn schneidest, tust du den Pflanzen keinen guten Dienst. 

Wie schlimm all das für dich ist, hängt nur von deiner Vorstellung ab. Und es wird wohl noch schlimmer, wenn du meinst, alle sollten nach deinen idealen leben. Sie werden das genau so wenig tun, wie du nicht zum Fleischesser wirst, auch wenn dir ein Fleischliebhaber sagt, wie gut das ist. Mit einem Wort: Du kannst niemanden direkt ändern. Du kannst nur dich selbst ändern und in den Griff bekommen.

Du kannst die Welt nicht ändern - aber du musst deswegen nicht an ihr verzweifeln. DIE MENSCHEN - das ist einfach ein Haufen von Individuen wie du, die mehr oder weniger ihren Weg gehen, auf der Suche nach ihrem Glück. Nur weil deren Weg nicht deiner ist - oder umgekehrt - ist das nicht schlecht und muss das für dich nicht eine Belastung sein. Es ist, wie es ist. Und du musst dich durch dieses Gewusel mit Namen Welt und Leben hindurchfinden.

Wie du mit deinem Leben umgehst, ist deine Sache. Und leider kann man die Verantwortung für sein Wohlbefinden nicht auf andere abwälzen, also nicht auf deinen Freund, den Metzger, den Bienenzüchter, den Polizisten und wer einem sonst noch so über den Weg läuft.

Die anonyme Masse von Menschen gibt es einfach, aber sie hat nur indirekten Einfluss auf den Einzelnen, weil man mehrheitsfähige Gesetze macht, Fernsehprogramme, Werbung, Richtlinien, Autos, etc.

Betrachtest du aber den einzelnen Menschen in dieser Menge, dann sieht es schon ganz anders aus. Etwa dein Freund: Sein Ideal liegt in Kanada. Seine Aufgabe ist nicht, dich glücklich zu machen, sondern sich selber. Und deine Aufgabe ist es, auch für dich selber zu sorgen, dich glücklich zu machen.

Und das schöne daran: Von diesem DU_MUSST_MICH_WEISS_GOTT_WAS-Ballast befreit und auf eigenen Füssen stehend wird das Zusammensein tatsächlich glücklich. Keine Verantwortung für den andern haben MÜSSEN (was man auch nicht kann) führt dazu, dass man sich um den andern kümmern wird. Ganz freiwillig und gerne. Und auf einmal funktioniert das Glück ohne Streitereien, ohne Anweisung, ohne irgendetwas.

Das mag ein Widerspruch zu unserer üblichen Haltung sein, die sehr merkantil ausgerichtet ist: Ich tue für dich das, du musst mir dafür jenes tun. Und dann wird man im Glauben erzogen, man sein eine Prinzessin oder ein Prinz, und Mister right wird einem in den 7. Himmel heben - und findet diesen idealen Partner gar nicht, der das überhaupt tun möchte.

Da hilft kein Heulen, da hilft nur: Selbst ist die Frau. Da gehst du jetzt also hinaus, und stellst dich allen deinen Ängsten, alle dem, was dich anwidert. Denn auch wenn du einen Bogen darum herum machst: Unsere Welt ist schön, toll, spannern, aber auch hässlich, gemein, ungerecht, depremierend. Es ist legitim, sich dem Schönen zu widmen, man muss dabei ja nicht das Hässliche aus den Augen verlieren oder ein schlechtes Gewissen bekommen, weil es nicht allen gut geht, nicht gut gehen kann.  Aber du wirst wesentlich mehr bewirken können, wenn du dich auf die Schöne Seite stellst und nicht vorsorglich grämst.

Dein Freund wird es dir danken, in dem er frei und zufrieden mit dir zusammen sein möchte, weil er feststellt, dass du ihn liebst, so wie er ist, und nicht, weil er gut darin ist, deine Probleme dir auf die Seite zu schieben. Das bewirkt also schon einmal das. Und von da aus ziehen sich weitere Kreise. 

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