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Darf ich mal was loswerden?

137 Antworten12'335 AufrufeGestartet von tobelovedreturn ·

#41
@Herzblume: Bist du jetzt ein Mann oder eine Frau? du schreibst von "meiner Frau" und ihren Eltern. Falls du m bist, dann müstest du das "weiblich" in der Beschreibung wohl ändern...


tonton, es gibt auch gleichgeschlechtliche Ehen :)  

bearbeitet #42
Und deine Aufgabe ist es, auch für dich selber zu sorgen, dich glücklich zu machen.


Schon wieder ist er da, dieser Satz, der mich stutzig macht.

Ich bin glücklich, wenn ich im Tierheim mit den Hunden spaziere, wenn es meiner Familie gut geht, wenn ich sehe, wie mein Opa ein Jahr nach dem Tod meiner Oma wieder aufblüht. Aber wie werde ich langfristig glücklich?

vor allem, was bedeutet glücklich sein?

Aber ich glaube ich verstehe, was du meinst. Eine Beziehung besteht aus drei Leben. Die jeweiligen Leben vom einzelnen Partner und das gemeinsame. Wenn man sein eigenes Leben jedoch zu stark vom Partner abhängig macht, wird's mühsam für den Partner, weil er ständig das Gefühl hat für dich verantwortlich sein zu müssen. Und ich glaube, da liegt bei uns der Hund begraben. Irgendwie.

Danke tonton

@Nomi Sorry, ich krieg das mit dem mehrfach zitieren nicht hin!?

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#43
vor allem, was bedeutet glücklich sein?


Das kannst nur Dir selbst beantworten.

Du hast geschrieben, dass Dir diese Worte manches Mal gegen den Strich gehen - auch das ist verständlich. Gerade wenn man sich wie Du gerade, hilflos und erdrückt vorkommt. Wenn man den Gedanken hegt - was kann ich schon tun? Steht der - nur Du kannst was tun - Ausspruch im krassen gegensatz dazu und scheint unvereinbar.

Doch was Du als Glück und glücklich empfindest - kann nur das sein, was Du als Glück und glücklich empfindest.

Mich macht es glücklich, überhaupt zu fühlen. Es ist unwichtig was. Ich muss Lächeln wenn ich weine. Weil es ein Glück ist fühlen zu dürfen.

Ich bin glücklich, wenn ich im Tierheim mit den Hunden spaziere, wenn es meiner Familie gut geht, wenn ich sehe, wie mein Opa ein Jahr nach dem Tod meiner Oma wieder aufblüht.


Ein in unserer Gesellschaft - weil nie gelernt - gern gemachter Fehler ist es, soweit von sich selbst abgekoppelt zu sein, nicht mehr zu bemerken, was einen wirklich glücklich macht und dieses Gefühl, des Friedens, der Dankbarkeit und der Demut die dem Glück inne wohnt mit dem was im Aussen passiert zu verbinden. Daher immer die Wiederholung - schau nach innen - was macht Dich in diesen Moment glücklich? Das ist nicht der Opa. Auch nicht die Hunde. Es ist etwas in Dir!
Wenn Du erkennst was das ist - erkennst Du auch was Dich glücklich macht.

2× hilfreich
#44
Hallo tobe,

was mir häufig auffällt, so auch hier, viele Menschen schauen so fokussiert auf etwas, dass sie den Überblick verlieren.

Es mag "moralisch" unschön sein, was er macht, aber warum darauf konzentrieren? Wenn man sich auf unmoralisches Verhalten fokussiert, ist es klar, dass einem die Welt, die Menschen scheußlich vorkommen müssen.

Wenn du auf einem Blatt das Wort unormalisches Verhalten geschrieben hättest und daneben Begriffe wie "Liebe, Zuneigung, Schuhe kaufen, Sex, Glück, Gesund sein, etc." stehen hast und du immer näher an "unmoralisches Verhalten" kommst, sprich dich darauf fokussierst, dann werden dir all die schönen Sachen aus der Sicht fallen.

Von 10 unmoralischen Menschen, sind 10 unormalisch. Entferne dich von einem Fokus. Schau auch mal nach außen. Such unter den Menschen nicht nicht die 10 von 10 die unmoralisch sind. Dann ist klar, dass nur unmoralisches Verhalten siehst.

Schau mal links, rechts, oben und unten von dir. Dort wirst du sicher Menschen entdecken die nicht unmoralisch sind.

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bearbeitet #45
tonton, es gibt auch gleichgeschlechtliche Ehen :)  


Danke.

und:

Aber wie werde ich langfristig glücklich?


Indem dir klar wird, dass Glück kein Zeitstrahl ist, sondern eine Aneinanderreihung von Glückmomenten.

Jetzt bist du glücklich, jetzt, jetzt, jetzt.

So steigt die Intensität des Glücksgefühl: im Jetzt.  

#46
Es ist etwas in Dir!
Wenn Du erkennst was das ist - erkennst Du auch was Dich glücklich macht.


Entweder bin ich zu blöd oder ich seh' den Wald vor lauten Bäumen nicht. Ich kann das in mir nicht spüren, es sind mehr die äusseren Umstände die mich glücklich machen.

Aber das ist doch auch was, nicht? Gestern an der Kasse hat eine ältere Dame eine Karte vergessen, ich bin ihr hinterher und hab sie ihr gegeben. Sie hat gelächelt und war dankbar. So was macht mich glücklich.

Denke ich zu oberflächlich? Was soll da in mir sein? Ich raff's nicht. 8o

bearbeitet #47
Intuition. Probier's mal damit.

Ansonsten siehe auch mein Satz im Profil (links).

#48
Denke ich zu oberflächlich?


Ja.

Gestern an der Kasse hat eine ältere Dame eine Karte vergessen, ich bin ihr hinterher und hab sie ihr gegeben. Sie hat gelächelt und war dankbar. So was macht mich glücklich.


Was Du siehst ist:

A ist passiert. B hast Du gemacht. Und das Ergebnis war C - Glücksmoment.

Was wirklich passiert ist (im gleichen zeitraum)

A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W (und endlos vieles mehr)

98% davon ausschliesslich in Dir. Und diese 98% lassen sich trainieren, üben, beeinflussen, pflegen, sauber halten, behüten, umsorgen und kultivieren.

In Deinem Weltbild bist Du im Grunde vollkommen der Aussenwelt ausgeliefert.

In der Wirklichkeit aber kannst Du 98% (wahrscheinlich mehr) der gesamten Welt steuern.

Für den Anfang genügt ein wenig Selbstbeobachtung. Überhaupt hilft es sehr viel, wenn man in eine passive Beobachterrolle zurückfällt.

Das kann man übrigens auch nachträglich in dem man sich in eine Situation zurückversetzt wenn man die entsprechende Ruhe hat. Dann kann man beobachten was alles in einm passiert.

Erstmal wirst Du von ABC nur auf ABCD kommen - macht aber nichts. Ab da ist das Interesse gewckt weil einem klar wird, dass man im Grunde das ganze leben verpasst.

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#49
Gebt ihr doch mal ein Beispiel (ich bin auch neugierig, weil ich nicht glaube dass ich schon das ganze Alphabet bemerke).

#50
Ja, ich sag ihm immer wieder was mich verletzt. Das Problem ist, dass er es nicht annimmt bzw. er nimmt es an, sieht es aber ganz anders als ich.

Es ist schwierig, wir haben da andere Ansichten. Klar, der Aufenthalt ist eine ganz tolle Sache.

Er soll sich auch auf sich konzentrieren, ich möchte ihm da nicht im Weg stehen indem ich klammere.

Ich danke Euch, ihr habt mich zum Lächeln gebracht.

Merci & Gute Nacht

tobe


Ok, dann finde ich es schade, dass dein Freund in diesem Punkt keine Rücksicht auf dich nimmt. Ich würde mir dennoch nichts aus solchen Kommentaren machen, ich denke nicht, dass du da einen Grund hast, eifersüchtig zu sein. Er ist eben mit seinen Jungs unterwegs und da fällt schonmal ein doofer Spruch. ;)

Liebe Grüße

#51
Hallo :)

Ich bin's mal wieder und hab' mich wieder einigermassen gefangen. Ich sollte meine Eifersucht in den Griff kriegen oder besser gesagt der Frage auf den Grund gehen, weshalb ich so eifersüchtig bin? Woher das geringe Selbstwertgefühl kommt? Woher die Angst kommt, verlassen zu werden? Fragen über Fragen..

Muss mir da mal Gedanken machen (machte ich schon öfters, kam aber nie auf einen grünen Zweig..).

LG & einen guten Wochenstart Euch.

tobe

#52
Hallo tobe,

vielleicht hast zu sehr an der Oberfäche geschaut? Solche Fragen füren meistens zu schmerzhaften Antworten. Kann gut sein, dass du bisher vermieden hast dich diesem Schmerz zu stellen. Erziehung ist meist eine gute Anfangsstelle.

Dann der Umgang mit anderen wichtig. Im Sinne von: Welche negativen Vorteile lassen mich in mein altes Verhalten zurückfallen? Also sowas wie z.B. behaupeten zu können, der andere wäre unmoralisch. So in der Richtung wie ich das hier schrieb:





Jetzt wirst du mir vlt. entgegen bringen "Ja, aber er ist doch so." und andere  empfinden sein Verhalten auch so. Ja, das mag alles stimmen (ich würde mich dem wohl auch anschließen), aber ein Mensch der so ist, ist so. Den kannst du nicht ändern. Was auch gerne ein Punkt ist an eigenem Verhalten festzuhalten, dieser "Gotteskomplex" andere verändern zu wollen. Geht nicht. Entweder er will sich ändern, oder nicht. Mit allen Konsequenzen, die da folgen (mögen).

#53
Entweder er will sich ändern, oder nicht. Mit allen Konsequenzen, die da folgen (mögen).


Ich möchte ihn nicht verändern. Ich möchte an mir etwas ändern, mein Verhalten macht mir mehr zu schaffen als ihm. Er hat einen guten Umgang mit meinem "Problem" gefunden, indem er z.T. nicht mehr darauf eingeht, wenn ich mal wieder ausraste.

Für mich ist die Erziehung kein Thema. Ich kann mir nicht vorstellen, dass da etwas zu suchen ist. Oder was könnte man meinen Eltern vorwerfen? Welches Verhalten der Eltern führt bei dem Kind zu einem geringen Selbstwertgefühl?

Ich liebe mich nicht. Das ist das Problem! ;(

#54
  Ich liebe mich nicht. Das ist das Problem! ;(
Und warum liebst du dich nicht?

#55
Meine liebe Minusch, frag' mich bitte etwas leichteres..

#56
Hallo tobe! Weißt du denn eigentlich, wen oder was du da (angeblich) nicht liebst, wenn du von dir redest?

 Ich möchte an mir etwas ändern, mein Verhalten macht mir mehr zu schaffen als ihm.
Was stört dich an deinem Verhalten? Ist es denn dein Verhalten, was dich stört, oder stört dich was du fühlst, wenn Außen gewisse Dinge passieren?

Lieben Gruß

bearbeitet #57
Weißt du denn eigentlich, wen oder was du da (angeblich) nicht liebst, wenn du von dir redest?


Schwierige Frage, Rosenkatze. :unsure:  Im Grossen & Ganzen find' ich mich als Mensch und auch als Wesen ganz in Ordnung.

Es sind gewisse Gedanken, Ängste, die tief in mir verwurzelt sind, welche ich nicht los werde. Wie gesagt, die Angst verlassen zu werden, nicht gut genug zu sein.

Diese Gedanken verleiten mich zu einem Verhalten, wofür ich mich manchmal echt schäme. Ich bin nicht in der Lage, mir selber Halt zu geben. Ich suche den Halt in jemandem. Das ist traurig, find' ich. :(

Und es tut gerade echt weh, mir das eingestehen zu müssen..

LG

tobe

#58
Hallo tobe,

Ich denke nicht, dass du dich dafür schämen musst, auch wenn ich das sehr gut nachempfinden kann.

Ich versuche dir mal ein paar Beispiele für Eltern zu bringen, deren Kinder kein Selbstbewusstsein entwickeln (was nicht heißt, dass das immer so ist, dass unter genannten Aspekten Kinder kein Selbstbewusstsein entwickeln)

- Wenn die Eltern (schulische) Leistungen nicht würdigen und nur (die) schlechte(n) sehen und sie das Kind tadeln

- wenn sie (die Eltern) selbst kein Selbstbewusstsein haben und nicht vermitteln können was es heißt Selbstbewusstsein zu haben

-- Wenn die elterliche Beziehung von Eifersucht geprägt ist und das Kind diese Rollenverteilung übernimmt

Ich denke, dass es für dich wichtig ist zu wissen wo, wann und wie Selbstwerproblematik angefangen hat zu greifen.

Ich find deine letzten Sätze erhalten schon einiges worauf du aufbauen kannst. Nur weil du dich momentan nicht liebst, heißt das nicht, dass das nie der Fall sein wird. Sich selber halt zu geben erfordert Übung. Geb dir die Chance das zu lernen. Du darfst dabei auch Fehler machen.

Auch wenn das gerade schmerzt, vlt. ist das auch der Punkt den du überwinden musstest, um die Ursache zu finden. Ich rate jetzt einfach mal ins Blaue hinein evenuell schwebt über der gesamten Problematik der Satz "Meine Eltern habe mich nicht geliebt wie ich es gebraucht habe."

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#59
Darfst Du Dich denn lieben?

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#60
Auch wenn das gerade schmerzt, vlt. ist das auch der Punkt den du überwinden musstest, um die Ursache zu finden. Ich rate jetzt einfach mal ins Blaue hinein evenuell schwebt über der gesamten Problematik der Satz "Meine Eltern habe mich nicht geliebt wie ich es gebraucht habe."


Crying, ich danke Dir. Ich möchte meinen Eltern keinen Vorwurf machen. Meine Eltern schenkten mir unendlich viel Liebe, klar, ich wurde auch bestraft und habe 1,2 die Hand meines Vater bzw. meiner Mutter gespürt, aber im Grossen und Ganzen haben sie m.M. nach nichts falsch gemacht. Meine Mutter hat mir erzählt, dass es schon früh begonnen hat. Als ich noch ein Kind war. Ich wollte immer nur zu zweit sein mit meiner besten Freundin, eine Dritte wurde nicht akzeptiert. Meine Eltern hätten sich beinahe getrennt, da war ich etwa 20. Aber diese Problematik war schon früher da. Darum gingen auch meine letzten Beziehungen kaputt. Wie lerne ich denn, mir Halt zu geben?

Darfst Du Dich denn lieben?


Klar. Warum nicht?

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