Darf ich mal was loswerden?
137 Antworten12'335 AufrufeGestartet von tobelovedreturn ·
bearbeitet #61
Weil bei dir alles nach Glaubenssatz "Ich darf mich nicht lieben", schreit. Hast du darüber schon mal was gelesen?
Klar. Warum nicht?
Sicher?
Antworte mal mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf.
Sicher?
Antworte mal mit dem Bauch, nicht mit dem Kopf.
Ja? Ich muss es sogar.
Ich muss es sogar.
Alles klar, das kann nicht funktionieren. Es funktioniert nur wenn Du darfst!
Da hast es. Das ist der Kern. Du musst sein - wie Du sein musst. Dann bleibt kein Platz mehr so sein zu dürfen, wie Du bist.
Wie fühlt sich das Wort dürfen für Dich an? Kommt dann sowas wie - keine Ahnung was ich dann soll?
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Wie fühlt sich das Wort dürfen für Dich an? Kommt dann sowas wie - keine Ahnung was ich dann soll?
Dürfen? öhm. Ich darf mir aussuchen was ich heut' Abend essen will, weil mir niemand reinreden kann, weil ich alleine wohne! Das fällt mir dazu ein.
Aber Dürfen in diesem Sinne - keine Ahnung. ?(
Genau das meinte ich. Wenn Du zwischen 2 Mahlzeiten entscheiden darfst, die aber beide vorgegeben sind, dann darfst Du etwas.
Wenn Du aber alles darfst - wirklich alles - alles tun, alles sein, alles essen, alles selbst entscheiden - dann entsteht bei Dir sowas wie Hilflosigkeit, ja?
Lass mich raten. In bereichen des Lebens, Schulfächern, Arbeit, was auch immer, wo Du etwas auswändig lernen kannst und klare Regeln befolgen kannst, bist Du gewissenhaft und super. In Lebensbereichen in denen Du Ideen und Kreativität benötigt wird, wo es keine klaren Anleitungen und Regeln gibt, fühlst Dich überfordert und hilflos?
Wenn Du aber alles darfst - wirklich alles - alles tun, alles sein, alles essen, alles selbst entscheiden - dann entsteht bei Dir sowas wie Hilflosigkeit, ja?
Lass mich raten. In bereichen des Lebens, Schulfächern, Arbeit, was auch immer, wo Du etwas auswändig lernen kannst und klare Regeln befolgen kannst, bist Du gewissenhaft und super. In Lebensbereichen in denen Du Ideen und Kreativität benötigt wird, wo es keine klaren Anleitungen und Regeln gibt, fühlst Dich überfordert und hilflos?
Finde @Charlies_Bertas Ansatz wie immer super und denke, da kannst du dich mal langhangeln, an den Fragen.
Von mir noch eine kleine Anmerkung zu Auslösern, weil @Crying Soul dazu ja ein wenig geschrieben hatte: Es muss nicht immer negatives Erleben sein, dass einen Mangel (an Selbstbewusstsein, Selbstfürsorge, etc.) entstehen läßt. Auch Eltern, die zB besonders altruistisch sind, besonders erfolgreich oder besonders gut im sozialen Bereich ankommen, ohne diesen Druck direkt weiter zu geben, können ein idealisiertes und nicht zu erreichendes Vorbild sein, neben dem man sich nur klein fühlen kann, nie genügen kann.
Als Biespiel: Ein Freund von mir hat einen Vater, der eine sehr bekannte Menschenrechtsorganisation gegründet hat, sich extrem engagiert (dafür aber zum Teil zuhause sehr emotionslos war), viel Gutes tut - für die Welt da draußen. Dieser schien ihm immer irgendwie unerreichbar (nicht zwingend, aber teilweise auch unnahbar), durch den großen Erfolg und den hohen Standard, den dieser Vater vermeintlich setzte, auch wenn er denselben Anspruch gar nicht an seinen Sohn stellte. Er stand trotzdem gewissermaßen immer in seines Vaters Schatten. Auch das kann Spuren und Mängel hinterlassen.
Von mir noch eine kleine Anmerkung zu Auslösern, weil @Crying Soul dazu ja ein wenig geschrieben hatte: Es muss nicht immer negatives Erleben sein, dass einen Mangel (an Selbstbewusstsein, Selbstfürsorge, etc.) entstehen läßt. Auch Eltern, die zB besonders altruistisch sind, besonders erfolgreich oder besonders gut im sozialen Bereich ankommen, ohne diesen Druck direkt weiter zu geben, können ein idealisiertes und nicht zu erreichendes Vorbild sein, neben dem man sich nur klein fühlen kann, nie genügen kann.
Als Biespiel: Ein Freund von mir hat einen Vater, der eine sehr bekannte Menschenrechtsorganisation gegründet hat, sich extrem engagiert (dafür aber zum Teil zuhause sehr emotionslos war), viel Gutes tut - für die Welt da draußen. Dieser schien ihm immer irgendwie unerreichbar (nicht zwingend, aber teilweise auch unnahbar), durch den großen Erfolg und den hohen Standard, den dieser Vater vermeintlich setzte, auch wenn er denselben Anspruch gar nicht an seinen Sohn stellte. Er stand trotzdem gewissermaßen immer in seines Vaters Schatten. Auch das kann Spuren und Mängel hinterlassen.
2× hilfreich
Im Grossen & Ganzen find' ich mich als Mensch und auch als Wesen ganz in Ordnung.Also liebst du dich als Wesen vielleicht doch und magst dein Verhalten nicht, wenn du Angst hast.?
Es sind gewisse Gedanken, Ängste, die tief in mir verwurzelt sind, welche ich nicht los werde. Wie gesagt, die Angst verlassen zu werden, nicht gut genug zu sein.
Ist deine Angst denn wahr?
Du wirst verlassen und du bist nicht wert genug. Ist das wahr?
1× hilfreich
Hi tobe
Glaub an Dich und hab Vertrauen zu Dir selbst und deinen Fähigkeiten.
Du brauchst niemand, der dir Halt gibt. Das kannst du selber. Vielleicht fehlte dir bisher der Mut dazu, das mal auszuprobieren, denn dann verlässt du gewohntes Terrain...
Wie lerne ich denn, mir Halt zu geben?
Glaub an Dich und hab Vertrauen zu Dir selbst und deinen Fähigkeiten.
Du brauchst niemand, der dir Halt gibt. Das kannst du selber. Vielleicht fehlte dir bisher der Mut dazu, das mal auszuprobieren, denn dann verlässt du gewohntes Terrain...
Also liebst du dich als Wesen vielleicht doch und magst dein Verhalten nicht, wenn du Angst hast.?
Ja, so kann man es sagen.
Ist deine Angst denn wahr?
Du wirst verlassen und du bist nicht wert genug. Ist das wahr?
Nein, ich wurde verlassen weil ich Angst hatte nicht gut genug zu sein und somit klammerte und ständig Bestätigung brauchte. Nicht weil ich nicht gut genug bin, sondern weil ich dachte, nicht gut genug zu sein.
Lass mich raten. In bereichen des Lebens, Schulfächern, Arbeit, was auch immer, wo Du etwas auswändig lernen kannst und klare Regeln befolgen kannst, bist Du gewissenhaft und super. In Lebensbereichen in denen Du Ideen und Kreativität benötigt wird, wo es keine klaren Anleitungen und Regeln gibt, fühlst Dich überfordert und hilflos?
Ja genau. Ich hasste Fächer wie Musik, Zeichnen, Handarbeit. Igitt. Ich brauche gewisse Strukturen. Du hast Recht Berta. Aber das ist ja eigentlich nichts schlimmes oder? Inwiefern belastet das mein jetziges Leben?
Zum Thema Eltern. Meine Eltern haben mich stets umsorgt, ich war praktisch nie auf mich alleine gestellt. Sie waren immer da, haben mir immer geholfen. Vielleicht etwas zu sehr? Mein Freund meinte auch mal, ich sei verwöhnt worden.. :rolleyes:
Ich danke Euch. Ihr seid besser als jede Therapiestunde, echt.
tobe.
1× hilfreich
@tobelovedreturn Vielleicht kommt deine Unsicherheit auch daher: Du hast vielleicht zu wenig gelernt, dich auf dich selbst verlassen zu können. Das nenne ich nicht verwöhnt, aber es nimmt einem das (Selbst-)Vertrauen, Dinge auch alleine schaffen und bewältigen, Probleme lösen zu können. Ich zum Beispiel tendiere in die komplett andere Richtung: Immer alles alleine schaffen müssen und nun das Problem, nicht nach Hilfe fragen zu können, oder nur mit Bauchschmerzen. Auch nicht optimal.
Wichtig ist aber: Zu wissen, egal ob du es alleine machst oder mit Hilfe - es ist _dein Verdienst, wenn du etwas tust. Auch, wenn du nichts tust. Es ist nämlich dein Leben, deine Entscheidung.
Wichtig ist aber: Zu wissen, egal ob du es alleine machst oder mit Hilfe - es ist _dein Verdienst, wenn du etwas tust. Auch, wenn du nichts tust. Es ist nämlich dein Leben, deine Entscheidung.
2× hilfreich
Nicht weil ich nicht gut genug bin, sondern weil ich dachte, nicht gut genug zu sein.Es ist schön, dass du das siehst.
Du hast auch was Schönes vor Dir, wenn Du dich wieder selber kennenlernst.
1× hilfreich
Ist es schlimm sich an Regeln und Wissen zu orientieren?
Wenn Du ein wenig von mir hier und da gelesen hast, weisst Du vielleicht, dass es nach meiner Sicht so etwas wie schlimm nicht gibt. Man kann etwas als schlimm empfinden. Aber das kann immer nur subjektiv sein. Etwas obkektiv schlimmes, gibt es nicht. Die Frage ob es schlimm ist, kann ich also nur verneinen.
Regeln können einem eine vermeintliche Sicherheit geben, die in der Realität jedoch nicht existiert. Diese Sicherheit existiert also auch nicht. Ausser in der Phantasie und da auch nur sporadisch und zwischen Menschen die beide sich an die gleiche Regel halten.
Ich will gar nicht ausschweifend werden, sondern Dir eine einfache Denkaufgabe geben.
Heisst es Selbstvertrauen? Oder Regelvertrauen. Buchvertrauen. Wissensvertrauen.
Auf Deine Eifersucht bezogen gibt es zwei Möglichkeiten von einer Art gefühlter Sicherheit. Eine ist die Regel, bzw. die moralische Instanz dass man in einer Beziehung nicht fremd geht an der man sich orientiert. Und hofft, auch der Partner orientiert sich an dieser moralischen Instanz. Hierzu ist es erforderlich sich und den Anderen dieser gedachten Instanz zu unterwerfen.
Die zweite Möglichkeit ist, die innere gefühlte Sicherheit und das Vertrauen in sich selbst mit einem Verlust des Partners fertig werden zu können. Selbst wenn es seine Zeit der Trauer und des Abschieds braucht.
Frag Dich selbst was von Beiden Dir inneren Frieden und Ruhe schenken könnte.
Wenn Du ein wenig von mir hier und da gelesen hast, weisst Du vielleicht, dass es nach meiner Sicht so etwas wie schlimm nicht gibt. Man kann etwas als schlimm empfinden. Aber das kann immer nur subjektiv sein. Etwas obkektiv schlimmes, gibt es nicht. Die Frage ob es schlimm ist, kann ich also nur verneinen.
Regeln können einem eine vermeintliche Sicherheit geben, die in der Realität jedoch nicht existiert. Diese Sicherheit existiert also auch nicht. Ausser in der Phantasie und da auch nur sporadisch und zwischen Menschen die beide sich an die gleiche Regel halten.
Ich will gar nicht ausschweifend werden, sondern Dir eine einfache Denkaufgabe geben.
Heisst es Selbstvertrauen? Oder Regelvertrauen. Buchvertrauen. Wissensvertrauen.
Auf Deine Eifersucht bezogen gibt es zwei Möglichkeiten von einer Art gefühlter Sicherheit. Eine ist die Regel, bzw. die moralische Instanz dass man in einer Beziehung nicht fremd geht an der man sich orientiert. Und hofft, auch der Partner orientiert sich an dieser moralischen Instanz. Hierzu ist es erforderlich sich und den Anderen dieser gedachten Instanz zu unterwerfen.
Die zweite Möglichkeit ist, die innere gefühlte Sicherheit und das Vertrauen in sich selbst mit einem Verlust des Partners fertig werden zu können. Selbst wenn es seine Zeit der Trauer und des Abschieds braucht.
Frag Dich selbst was von Beiden Dir inneren Frieden und Ruhe schenken könnte.
2× hilfreich
Zum Thema Eltern. Meine Eltern haben mich stets umsorgt, ich war praktisch nie auf mich alleine gestellt. Sie waren immer da, haben mir immer geholfen. Vielleicht etwas zu sehr? Mein Freund meinte auch mal, ich sei verwöhnt worden.. :rolleyes:
Ich hatte auch eine "behütete" Kindheit. Freiheiten ja, aber es war immer 100% Rückhalt da.
Und dann ging ich mit 18 für 1 Jahr allein nach Australien (bevor es Mode wurde). Und ich war auf mich allein gestellt.
Trotzdem gibt es Leute, die finden, dass ich verwöhnt bin.
Punkt: Du kannst dich beschreiben und beschreiben lassen wie du willst, am Ende zählt deine Beziehung zu dir selbst. Deine innere Stimme. Auch Intuition genannt.
Horch da einfach mal rein. Oft. So oft es geht.
1× hilfreich
Was ihr sagt klingt alles so einleuchtend, irgendwie aber auch total simpel. Ich weiss nicht, ist es so simpel? @Wellenreiterin ich verstehe, was Du meinst. Es könnte durchaus sein, dass ich Probleme nie alleine lösen musste. Dass ich gar nie entdeckt und erfahren habe, wie viel eigentlich in mir steckt. Es stimmt, ich traue mir echt wenig zu. Und wenn ich's doch packte kam die Erkenntnis à la "es geht doch". Früher traute ich mir das Autofahren nicht zu. Mein Freund fuhr immer zu meinen Eltern. Doch jetzt ist er nicht mehr da und ich fahre alleine. Und es klappt hervorragend. Im Nachhinein war ich so stolz, obwohl es so simpel war.
Die innere gefühlte Sicherheit, Selbstvertrauen. Was für Worte. Diese machen mir irgendwie Angst. Werde ich das jemals erreichen? Ich bin gut so wie ich bin. Denke ich.
Danke!
tobe
Die innere gefühlte Sicherheit, Selbstvertrauen. Was für Worte. Diese machen mir irgendwie Angst. Werde ich das jemals erreichen? Ich bin gut so wie ich bin. Denke ich.
Danke!
tobe
bearbeitet #77
Ich bin gut so wie ich bin. Denke ich.Auf jeden Fall. Bald weißt dus ;-)
Was ich noch gerne zum Thema Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen sagen will: Kommt wohl vor, dass die wie Schlagwörter rüberkommen, die einen auch er-schlagen können. Dabei muss man sich gar kein zu eindeutiges Bild davon machen. Selbstbewusstsein ist, wenn jemand laut und kräftig auf der Bühne stehen kann und Reden schwingt? Ja, möglich. Kann aber auch sein, dass es ein Mann ist, der entspannt in seiner Zufriedenheit ein Buch auf ner Bank liest. Oder Du, wie du einfach zu deinen Eltern fährst. Hauptsache, es geht Dir gut dabei
1× hilfreich
bearbeitet #78
Selbstvertrauen ist die glückliche/ erfüllte/ gewollte Beziehung mit dir selbst. So wie Rosenkatze es erklärt.
Selbstbewusstein ist der Aha-Moment/ Zustand und das Ausleben dieser Erkenntnis.
Selbstbewusstein ist der Aha-Moment/ Zustand und das Ausleben dieser Erkenntnis.
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Hallo tobe,
muss es denn kompliziert sein um "richtig" zu sein? Ist das eine geläufige Denkweise bei dir? Das alles schwirieg ein muss um "gut" zu sein?
Was Selbstbewusstsein ist, steckt schon im Wort
(sich) selbst bewusst sein
Komplizierter ist es nicht - wozu auch?
muss es denn kompliziert sein um "richtig" zu sein? Ist das eine geläufige Denkweise bei dir? Das alles schwirieg ein muss um "gut" zu sein?
Was Selbstbewusstsein ist, steckt schon im Wort
(sich) selbst bewusst sein
Komplizierter ist es nicht - wozu auch?
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Guest
Es ist löblich, auf Fleisch zu verzichten. Dennoch ist es so, dass es noch viel schlimmere Formen von Leid gibt, die wir ständig sehen, aber trotzdem nichts dagegen machen. Jeder von uns hat seine/ihre persönlichen Grenzen.
Ich halte nicht so viel davon, dass das Innere so wertgeschätzt wird etc. Wenn ein Freund wirklich zu mir passt, dann leide ich nicht so in der Beziehung, wie du das beschreibst.
Für mich liest sich das hier manchmal so, als müsste man mehrere Therapien machen, bevor man sich auf jemanden einlässt. Das Glück entsteht, weil mich der Andere gut behandelt.
Ich halte nicht so viel davon, dass das Innere so wertgeschätzt wird etc. Wenn ein Freund wirklich zu mir passt, dann leide ich nicht so in der Beziehung, wie du das beschreibst.
Für mich liest sich das hier manchmal so, als müsste man mehrere Therapien machen, bevor man sich auf jemanden einlässt. Das Glück entsteht, weil mich der Andere gut behandelt.
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