Die leidige Bester-Freund-Sackgasse... Gibt es da einen Ausweg?
225 Antworten15'117 AufrufeGestartet von blaueUnterhose ·
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Leider hält das nicht allzu lang an. Dann passiert wieder irgendeine Kleinigkeit, die Anlaß zu Nachdenken gibt und schon verfällt man wieder ins Grübeln. Wieso können die Frauen da nicht einfach offen sein?Das können sie. Und es tut verdammt weh, wenn man der eigenen Vorstellungswelt entrissen wird und in die kalte Wirklichkeit fällt.
Aber andererseits hilft es vielleicht auch, ich weiß es noch nicht so genau, ist erst gestern passiert: http://www.liebeskummer.ch/thread.php?sid=&postid=173268#post173268
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Also, die zweite Aussage kann ich ja noch halbwegs nachvollziehen, die erste ist jedoch schlicht und einfach gelogen.Sie gibt Dir einen Korb, weil sie Dich nicht liebt und nicht, weil sie die Freundschaft nicht kaputt machen willKann ich mich glücklich schätzen, weil mir meine Freundin gesagt hat, dass sie mich nicht liebt und nie hat? Oh, welch Zynismus. :/
Hallo zusammen,
das ist ein sehr interessanter Thread, ich habe ihn mit Interesse gelesen und es hat mir glaube ich auch etwas weitergeholfen... Ich bin zur Zeit in einer aehnlichen Situation: Verliebt in eine langjaehrige Freundin, dann vor 3 Wochen einen Korb bekommen, direkt nach dem Korb haben wir 1 Stunde miteinander rumgeknutscht (Klingt merkwuerdig, oder?) und dann direkt darauf gleich nochmal den Korb... Die genaue Geschichte koennt ihr im warmhalteplatte-Thread durchlesen, wenn es euch interessiert (http://www.liebeskummer.ch/thread.php?threadid=11602&page=19&sid= ) Vielleicht koennt ihr mir ja auch mal einen kleinen Tip geben, wie ihr meine Situation seht und wie ihr handeln wuerdet. Momentan geht es mir eigentlich ganz gut, irgendwie haengt das auch mit euren postings zusammen. Wuerde mich freuen, wenn ihr auch mal kurz auf meine Situation eingeht und mir berichtet, was ihr davon haltet...
+Liebe Gruesse!
das ist ein sehr interessanter Thread, ich habe ihn mit Interesse gelesen und es hat mir glaube ich auch etwas weitergeholfen... Ich bin zur Zeit in einer aehnlichen Situation: Verliebt in eine langjaehrige Freundin, dann vor 3 Wochen einen Korb bekommen, direkt nach dem Korb haben wir 1 Stunde miteinander rumgeknutscht (Klingt merkwuerdig, oder?) und dann direkt darauf gleich nochmal den Korb... Die genaue Geschichte koennt ihr im warmhalteplatte-Thread durchlesen, wenn es euch interessiert (http://www.liebeskummer.ch/thread.php?threadid=11602&page=19&sid= ) Vielleicht koennt ihr mir ja auch mal einen kleinen Tip geben, wie ihr meine Situation seht und wie ihr handeln wuerdet. Momentan geht es mir eigentlich ganz gut, irgendwie haengt das auch mit euren postings zusammen. Wuerde mich freuen, wenn ihr auch mal kurz auf meine Situation eingeht und mir berichtet, was ihr davon haltet...
+Liebe Gruesse!
@jossip:
Ja, Du kannst Dich glücklich schätzen, ganz ohne Zynismus, denn diese Offenheit erspart Dir das schlimmste: Langanhaltende quälende Ungewißheit. Ich habe Dein anderes Posting gelesen und bin wohl einer derjenigen, die es einigermaßen überstanden haben. Die erste Zeit habe ich extrem gelitten, weil eben einfach nur Funkstille herrschte, und ich keine Ahnung hatte, was denn nun los ist. Das war der schlimmste Schmerz. Selbst jetzt bin ich noch manchmal traurig, daß es nichts mit uns wird, aber es tut nicht mehr weh. Immerhin habe ich noch die Freundschaft, und dafür bin ich wirklich dankbar, nachdem ich schon von mehreren Seiten gehört habe, daß so eine einseitige Liebeserklärung oftmals in totalem Kontaktabbruch resultierte. Siehe @Galahads Thread zum Beispiel.
Wenn Du am Boden zerstört und deprimiert bist, dann ist das völlig normal. Der Unterschied zwischen Gewißheit und Ungewißheit liegt nicht in der Art dieser Gefühle, sondern in ihrer Dauer. Du weißt wenigstens, woran Du bist, und wirst Dich net auf die Warmhalteplatte setzen.
Ja, Du kannst Dich glücklich schätzen, ganz ohne Zynismus, denn diese Offenheit erspart Dir das schlimmste: Langanhaltende quälende Ungewißheit. Ich habe Dein anderes Posting gelesen und bin wohl einer derjenigen, die es einigermaßen überstanden haben. Die erste Zeit habe ich extrem gelitten, weil eben einfach nur Funkstille herrschte, und ich keine Ahnung hatte, was denn nun los ist. Das war der schlimmste Schmerz. Selbst jetzt bin ich noch manchmal traurig, daß es nichts mit uns wird, aber es tut nicht mehr weh. Immerhin habe ich noch die Freundschaft, und dafür bin ich wirklich dankbar, nachdem ich schon von mehreren Seiten gehört habe, daß so eine einseitige Liebeserklärung oftmals in totalem Kontaktabbruch resultierte. Siehe @Galahads Thread zum Beispiel.
Wenn Du am Boden zerstört und deprimiert bist, dann ist das völlig normal. Der Unterschied zwischen Gewißheit und Ungewißheit liegt nicht in der Art dieser Gefühle, sondern in ihrer Dauer. Du weißt wenigstens, woran Du bist, und wirst Dich net auf die Warmhalteplatte setzen.
n/a
Ja, Du kannst Dich glücklich schätzen, ganz ohne Zynismus, denn diese Offenheit erspart Dir das schlimmste: Langanhaltende quälende Ungewißheit. Ich habe Dein anderes Posting gelesen und bin wohl einer derjenigen, die es einigermaßen überstanden haben. Die erste Zeit habe ich extrem gelitten, weil eben einfach nur Funkstille herrschte, und ich keine Ahnung hatte, was denn nun los ist. Das war der schlimmste Schmerz.Ich weiß eh noch nicht, wies mit mir morgen aussehen wird. Wir belegen gemeinsam einen Kurs auf der Uni. Beide aus reinem Interesse. Und ausgemacht war es schon lange bevor es bei mir wieder ernst geworden ist. *)Das wird sicherlich nicht leicht.
Edit: Wenigstens wissen wir jetzt beide definitiv voneinander, dass wir uns sehr wichtig sind; leider halt nicht so wichtig, wie ich es gerne hätte. Mit Tränen in den Augen.
Du weißt wenigstens, woran Du bist, und wirst Dich net auf die Warmhalteplatte setzen.Wenn ich so darüber nachdenke, bin ich mir nicht sicher, ob ich da die letzten 10 Jahre schon gesessen bin, ohne es zu merken (oder merken zu wollen).
Wie kann das Leben nur so grausam sein und einen sich zwei Mal in denselben Menschen verlieben lassen, ohne dass dabei was herauskommen kann?
Ich freu mich auch schon auf ein Gespräch mit einem Freund, der mir zur Seite steht.
*) Was ich auch wirklich eigenartig finde: Mich haben Freunde schon vor längerem (Monate) angesprochen, ob da mehr sei als Freundschaft, weil das sehe ja ein Blinder. Damals konnte ich wahrheitsgetreu mit "nein, nicht mehr" antworten.
bin wohl einer derjenigen, die es einigermaßen überstanden haben. Die erste Zeit habe ich extrem gelitten, weil eben einfach nur Funkstille herrschte, und ich keine Ahnung hatte, was denn nun los ist. Das war der schlimmste Schmerz. Selbst jetzt bin ich noch manchmal traurig, daß es nichts mit uns wird, aber es tut nicht mehr weh. Immerhin habe ich noch die Freundschaft, und dafür bin ich wirklich dankbar, nachdem ich schon von mehreren Seiten gehört habe, daß so eine einseitige Liebeserklärung oftmals in totalem Kontaktabbruch resultiertemhm ich bin dafür auch sehr dankbar, keine Frage ... aber es kommen immer wieder Momente,wo ich mit der ganzen Sache nicht klar komme.
Ich bewundere Dich da echt, wenn Du sagen kannst, es tut nicht mehr weh.
Komischerweise dachte ich das am Anfang auch, dann wurde mir aber irgendwann bewusst, dass es wohl ehr die Erleichterung darüber war, dass nun doch nicht alles kaputt ist, die diesen Schmerz verdrängt hat.
@jossip: ich kann DP nur Recht geben, sei froh, dass sie so ehrlich und offen war :]
Liebe Grüße
Caro :compi:
.... aber wollt ihr zwei nicht nen eigenen thread aufmachen?
n/a
.... aber wollt ihr zwei nicht nen eigenen thread aufmachen?Ich versuchs hiermit auf banalem Wege. Sollte das nicht hinhauen, wirds einen Thread namens "Die beste Freundin liebt mich nicht...und jetzt?" geben.
sine
@jossip
*autsch*
mein fremdwörterlexikion sagt:
banal = alltäglich, fad, geistlos
:) )
ich denke auch, es ist zwar @ deep_thoughts sache, wenn du hier wild deine geschichte diskutierst, ob er das zulässt oder nicht. aber hier findest du nicht so viele antworten (poster) wie mit nem eigenen thread.
ausserdem schnall ich deine geschichte so auch ehrlich gesagt nicht wirklich...
:rolleyes:
cu
sine
*autsch*
mein fremdwörterlexikion sagt:
banal = alltäglich, fad, geistlos
:) )
ich denke auch, es ist zwar @ deep_thoughts sache, wenn du hier wild deine geschichte diskutierst, ob er das zulässt oder nicht. aber hier findest du nicht so viele antworten (poster) wie mit nem eigenen thread.
ausserdem schnall ich deine geschichte so auch ehrlich gesagt nicht wirklich...
:rolleyes:
cu
sine
n/a
*autsch*Das war schon so gedacht: Ich hab auf geistlosem Wege versucht, einen Thread abzunabeln. Ist mir eben nicht gelungen.
mein fremdwörterlexikion sagt:
banal = alltäglich, fad, geistlos
:) )
DeepThought: Tschullige, wenn ich hier in deinen Thread geplatzt bin
aber hier findest du nicht so viele antworten (poster) wie mit nem eigenen threadgenau das meinte ich :) )
... aber wie ich sehe, gibts ja jetzt auch einen, werd gleich mal vorbei gucken :) )
@ DT :
update plz!!!
update plz!!!
None here. Seit dem denkwürdigen Wochenende habe ich sie nicht mehr gesehen. Letzten Dienstag war sie beim Training, aber ausgerechnet da war ich bis spät abends an der Uni. Mal schauen, was kommt, wenns etwas neues gibt, schreibe ich auf jeden Fall hier hinein.
Also, DU hast es ver********.
Es gibt nichts mehr zu machen!
Vergiss sie!
Go on with your life!
Be a man!
Dark Dante
Es gibt nichts mehr zu machen!
Vergiss sie!
Go on with your life!
Be a man!
Dark Dante
Moin!
Ruhig Brauner!
@darkdante:
Was willst du mit deiner Nachricht ausdrücken?
Ich sehe jetzt nicht, wie DT sein Leben noch an ihr ausrichtet. Und ich finde, nur weil man einen Korb kassiert hat, ist das noch lange kein Grund, die Freundschaft zu kicken. Warum auch? Ich denke, die beiden bekommen das prima hin.
CU,
/g
P.S.: Welches Wort beginnt mit der Silbe "ver" und ist so schlimm, dass man es nicht ausschreiben kann. Ich habe mal alle dreckigen Wörter angehängt, die ich kenne, aber ich komm nicht drauf welches da Sinn machen könnte :(
Ruhig Brauner!
@darkdante:
Was willst du mit deiner Nachricht ausdrücken?
Ich sehe jetzt nicht, wie DT sein Leben noch an ihr ausrichtet. Und ich finde, nur weil man einen Korb kassiert hat, ist das noch lange kein Grund, die Freundschaft zu kicken. Warum auch? Ich denke, die beiden bekommen das prima hin.
CU,
/g
P.S.: Welches Wort beginnt mit der Silbe "ver" und ist so schlimm, dass man es nicht ausschreiben kann. Ich habe mal alle dreckigen Wörter angehängt, die ich kenne, aber ich komm nicht drauf welches da Sinn machen könnte :(
ver********? Verkackt vielleicht? Na was auch immer, Du bist mir ja ein rechter Spaßvogel. Da hat sich gerade alles positiv entwickelt und Du kommst mit Deiner tollen Ansage. Ich glaube nicht, daß Deine Empfehlung sinnvoll ist, genauso wenig wie in dem anderen Thread ('Sie hat sich verliebt').
Be a man!
Etwas genauer bitte, wie definierst Du einen Mann? Und was läßt Dich denken, ich wäre keiner?
Be a man!
Etwas genauer bitte, wie definierst Du einen Mann? Und was läßt Dich denken, ich wäre keiner?
Hey,
ich lese immer deine Beiträge, wie dein eigenen und sowohl für die anderen..Ich finde es klasse, wie du es direkt, ehrlich und geradeaus rüberbrigt. Auch wie du mit deiner eigenen Story um gehst.
Klasse...
:super:
ich lese immer deine Beiträge, wie dein eigenen und sowohl für die anderen..Ich finde es klasse, wie du es direkt, ehrlich und geradeaus rüberbrigt. Auch wie du mit deiner eigenen Story um gehst.
Klasse...
:super:
Vielen Dank... für die Bluuuuuumen! Vielen Dank... wie lieb von Diiiiiir! :D
Ich denke, bei meiner eigenen Story habe ich mich inzwischen so weit beruhigt, daß ich da relativ souverän sein kann. Und dann kommt eben mein sprichwörtlicher Humor immer wieder durch. Ganz am Anfang konnte ich überhaupt nicht mehr lachen, aber das hat sich zum Glück gegeben. Und so versuche ich den ganzen Leuten auch etwas von der Hilfe zurückzugeben, die ich von ihnen hier erhalten habe, selbst wenn es nur ein dämlicher Witz ist.
Ich sehe keinen Grund, ein Blatt vor den Mund zu nehmen, weil die meisten Themen hier eine wirklich ehrliche Diskussion erfordern, und manipulatives Herumgeeier da wohl fehl am Platze wäre.
In diesem Sinne... Have a nice one :]
Ich denke, bei meiner eigenen Story habe ich mich inzwischen so weit beruhigt, daß ich da relativ souverän sein kann. Und dann kommt eben mein sprichwörtlicher Humor immer wieder durch. Ganz am Anfang konnte ich überhaupt nicht mehr lachen, aber das hat sich zum Glück gegeben. Und so versuche ich den ganzen Leuten auch etwas von der Hilfe zurückzugeben, die ich von ihnen hier erhalten habe, selbst wenn es nur ein dämlicher Witz ist.
Ich sehe keinen Grund, ein Blatt vor den Mund zu nehmen, weil die meisten Themen hier eine wirklich ehrliche Diskussion erfordern, und manipulatives Herumgeeier da wohl fehl am Platze wäre.
In diesem Sinne... Have a nice one :]
Ich habe den Blues. Wer hätte denn sowas geglaubt.
Nach fast einem Monat habe ich sie heute (endlich!) einmal wieder gesehen. Vom Training aus war zum Jahresabschluß eine Weihnachtsfeier geplant, nämlich genau heute. Da sie sich seit dem Kinoabend nicht mehr gemeldet hat, auch nicht zum Fitneß, und auch meine Frage nach einem gemeinsamen Gang zum Fitneß ignorierte, fragte ich sie also heute per SMS, ob sie auch zur Weihnachtsfeier käme. Und, oh Wunder, sie schrieb: Ja ich komme auch. Das hob meine Stimmung ziemlich an, und ich grübelte schon wieder, ob das ein Zeichen dafür wäre, daß es mit meiner ach so rationalen Selbstkontrolle doch net so weit her wäre. Abschließend habe ich den Gedanken dann aber verworfen, denn ich _darf_ mich freuen, wenn ich gute Freunde treffe. Ich muß ja nicht gleich immer alles zergliedern und überanalysieren.
Ich kam dann also da hin (also in unsere Kampfschule, wo die Feier war), und sie muß gerade ein paar Sekunden vor mir eingetrudelt sein, denn sie stand noch im Vorraum und zog sich gerade die Schuhe aus. Ich erntete ein halbmüdes 'Hi' und das wars. Ok, dachte ich mir, Du kennst sie besser als fast jeder andere, Du weißt, daß das nicht persönlich gemeint ist.
Im Trainingsraum waren dann zwei große Tischdecken fein säuberlich auf dem Boden ausgebreitet, und darauf stapelten wir dann unsere mitgebrachten kulinarischen Kostbarkeiten. Ich hatte wie immer ein Blech meines Terminator-Pflaumenkuchens gemacht, weil das einfach schon zur Tradition gehört. Terminator deshalb, weil das eine mörderische Kalorienbombe ist.
Nun ja, wir saßen dann also alle um die Tischdecken herum, haben gefuttert und gelabert. Sie saß ziemlich weit von mir weg mit den ganzen anderen Leuten, die ich am besten kenne und am meisten mag. Ich saß mit ein paar mir nicht so gut bekannten Leuten herum und habe da a bisserl gelabert. Dabei ertappte ich mich immer wieder zwischendurch, wie ich Blicke zu ihr hinüberwarf.
Ich dachte dann öfter, daß das ja ein ziemlich armseliges Wiedersehen war, bei dem wir so weit voneinander entfernt saßen und kein Wort miteinander wechselten. Und schon war er wieder da, der Blues.
Nach etwa zwei Stunden gingen ziemlich viele Leute und wir übrigen setzten uns dichter beisammen, damit wir weiter zwanglos reden konnten, ohne durch den Raum zu schreien.
Immerhin saß ich jetzt näher bei ihr. Sie unterhielt sich aber vor allem mit ihrer Freundin neben ihr. Der Blues spielte weiter in schaurigen Klängen. Als dann ihre Freundin und deren Freund (die auch gute Freunde von mir sind, so viel sei gesagt) gingen, redete sie auf einmal auch mit mir. Ein Wunder! Also es war eher so eine Runde aus drei oder vier Leuten, an der auch wir zwei beteiligt waren, aber wenn wir miteinander sprachen, war alles völlig normal, sie war freundlich und verbindlich und auch nicht so ignorant wie in den deprimierenden Trainingsstunden, die ich früher beschrieben habe.
Aber trotz allem hat irgendetwas gefehlt: Unser gemeinsames unbeschwertes Ablachen über alle möglichen und unmöglichen Dinge. Letztes Jahr bei der Weihnachtsfeier war das ganz anders, da haben wir die ganze Zeit nur abgefeiert. Nun ja, wer weiß, vielleicht hat sie noch Probleme, mit mir umzugehen. Das könnte auch erklären, daß sie auf meine Frage nacht dem Fitneß nicht geantwortet hat.
Ich erkundigte mich dann, wie es ihr so geht, was die Arbeit macht und so, und sie erzählte auch so einiges. Nach ihrem Freund direkt wollte ich nicht fragen, denn das wäre aus meinem Munde wohl wieder merkwürdig gewesen. Aber sie fuhr dann bei jemand anderem mit dem Auto mit, und ich fragte sie, ob sie wieder zu ihrer Mutter fährt, was sie bejahte. Soll heißen: Sie macht den langen Weg dorthin, statt in die Wohnung ihres Freundes.
Das heißt allerdings nicht viel, denn das war schon öfter so, auch wenn zwischen den beiden noch nicht gar so viel Stunk herrschte. Trotzdem fand ich den Fakt an sich interessant. Warum eigentlich? Mache ich mir etwa doch noch Hoffnungen? Nicht bewußt, nein. Im Gegenteil, ich habe ja wieder mein Mantra gemurmelt, als ich zur Feier gestiefelt bin: Vergisses, das wird nie etwas werden zwischen Euch. Aber meine Gefühle sind nicht von meinem Bewußtsein abhängig, und ich denke, daß da irgendwo in meinem Inneren sehr wohl noch hartnäckig eine Hoffnung sich hält und energisch auf sich aufmerksam machen will.
How auch ever, irgendwann war die Feier dann vorbei, und die Verabschiedung war genauso 'herzlich' wie die Begrüßung: Ein kurzes 'Tschüß' und das wars. Aber es klang nicht unfreundlich, und ich weiß ja, wie sie ist, also machte ich mir darum keine großen Gedanken. Ok, genügend Gedanken, um es hier hineinzuschreiben, machte ich mir scheinbar doch, aber so be it.
Und nun sitze ich hier und habe den Blues. Was ist das eigentlich? Es ist kein Scheisendreck Liebeskummer, überhaupt nicht. Ich bin nicht deprimiert. Ich glaube, der Blues ist dieses tiefe Bedauern, daß das, was so schön hätte sein können, leider überhaupt nichts geworden ist. Ich bedaure, daß sie meine Liebe nicht erwiedert hat, und ich bedaure, daß ich sie so selten sehe.
Der Unterschied zum Scheisendreck Liebeskummer besteht darin, daß ich nicht unter Depressionen leide, und vor allem darin, daß ich weitestgehend akzeptiert habe, wie die Dinge sind. Trotzdem ich mein Karma akzeptiere, darf ich es dennoch bedauern. Das mag zwar Energieverschwendung sein, aber ich schrieb ja auch schon früher, daß die Gefühle für sie niemals vollständig abklingen werden.
Das ist wohl der Blues: Das Bedauern des Unabänderlichen.
Und weil das alles so schön traurig ist, höre ich jetzt den Blue Jeans Blues von ZZ Top.
Euch allen eine gute Nacht!
Nach fast einem Monat habe ich sie heute (endlich!) einmal wieder gesehen. Vom Training aus war zum Jahresabschluß eine Weihnachtsfeier geplant, nämlich genau heute. Da sie sich seit dem Kinoabend nicht mehr gemeldet hat, auch nicht zum Fitneß, und auch meine Frage nach einem gemeinsamen Gang zum Fitneß ignorierte, fragte ich sie also heute per SMS, ob sie auch zur Weihnachtsfeier käme. Und, oh Wunder, sie schrieb: Ja ich komme auch. Das hob meine Stimmung ziemlich an, und ich grübelte schon wieder, ob das ein Zeichen dafür wäre, daß es mit meiner ach so rationalen Selbstkontrolle doch net so weit her wäre. Abschließend habe ich den Gedanken dann aber verworfen, denn ich _darf_ mich freuen, wenn ich gute Freunde treffe. Ich muß ja nicht gleich immer alles zergliedern und überanalysieren.
Ich kam dann also da hin (also in unsere Kampfschule, wo die Feier war), und sie muß gerade ein paar Sekunden vor mir eingetrudelt sein, denn sie stand noch im Vorraum und zog sich gerade die Schuhe aus. Ich erntete ein halbmüdes 'Hi' und das wars. Ok, dachte ich mir, Du kennst sie besser als fast jeder andere, Du weißt, daß das nicht persönlich gemeint ist.
Im Trainingsraum waren dann zwei große Tischdecken fein säuberlich auf dem Boden ausgebreitet, und darauf stapelten wir dann unsere mitgebrachten kulinarischen Kostbarkeiten. Ich hatte wie immer ein Blech meines Terminator-Pflaumenkuchens gemacht, weil das einfach schon zur Tradition gehört. Terminator deshalb, weil das eine mörderische Kalorienbombe ist.
Nun ja, wir saßen dann also alle um die Tischdecken herum, haben gefuttert und gelabert. Sie saß ziemlich weit von mir weg mit den ganzen anderen Leuten, die ich am besten kenne und am meisten mag. Ich saß mit ein paar mir nicht so gut bekannten Leuten herum und habe da a bisserl gelabert. Dabei ertappte ich mich immer wieder zwischendurch, wie ich Blicke zu ihr hinüberwarf.
Ich dachte dann öfter, daß das ja ein ziemlich armseliges Wiedersehen war, bei dem wir so weit voneinander entfernt saßen und kein Wort miteinander wechselten. Und schon war er wieder da, der Blues.
Nach etwa zwei Stunden gingen ziemlich viele Leute und wir übrigen setzten uns dichter beisammen, damit wir weiter zwanglos reden konnten, ohne durch den Raum zu schreien.
Immerhin saß ich jetzt näher bei ihr. Sie unterhielt sich aber vor allem mit ihrer Freundin neben ihr. Der Blues spielte weiter in schaurigen Klängen. Als dann ihre Freundin und deren Freund (die auch gute Freunde von mir sind, so viel sei gesagt) gingen, redete sie auf einmal auch mit mir. Ein Wunder! Also es war eher so eine Runde aus drei oder vier Leuten, an der auch wir zwei beteiligt waren, aber wenn wir miteinander sprachen, war alles völlig normal, sie war freundlich und verbindlich und auch nicht so ignorant wie in den deprimierenden Trainingsstunden, die ich früher beschrieben habe.
Aber trotz allem hat irgendetwas gefehlt: Unser gemeinsames unbeschwertes Ablachen über alle möglichen und unmöglichen Dinge. Letztes Jahr bei der Weihnachtsfeier war das ganz anders, da haben wir die ganze Zeit nur abgefeiert. Nun ja, wer weiß, vielleicht hat sie noch Probleme, mit mir umzugehen. Das könnte auch erklären, daß sie auf meine Frage nacht dem Fitneß nicht geantwortet hat.
Ich erkundigte mich dann, wie es ihr so geht, was die Arbeit macht und so, und sie erzählte auch so einiges. Nach ihrem Freund direkt wollte ich nicht fragen, denn das wäre aus meinem Munde wohl wieder merkwürdig gewesen. Aber sie fuhr dann bei jemand anderem mit dem Auto mit, und ich fragte sie, ob sie wieder zu ihrer Mutter fährt, was sie bejahte. Soll heißen: Sie macht den langen Weg dorthin, statt in die Wohnung ihres Freundes.
Das heißt allerdings nicht viel, denn das war schon öfter so, auch wenn zwischen den beiden noch nicht gar so viel Stunk herrschte. Trotzdem fand ich den Fakt an sich interessant. Warum eigentlich? Mache ich mir etwa doch noch Hoffnungen? Nicht bewußt, nein. Im Gegenteil, ich habe ja wieder mein Mantra gemurmelt, als ich zur Feier gestiefelt bin: Vergisses, das wird nie etwas werden zwischen Euch. Aber meine Gefühle sind nicht von meinem Bewußtsein abhängig, und ich denke, daß da irgendwo in meinem Inneren sehr wohl noch hartnäckig eine Hoffnung sich hält und energisch auf sich aufmerksam machen will.
How auch ever, irgendwann war die Feier dann vorbei, und die Verabschiedung war genauso 'herzlich' wie die Begrüßung: Ein kurzes 'Tschüß' und das wars. Aber es klang nicht unfreundlich, und ich weiß ja, wie sie ist, also machte ich mir darum keine großen Gedanken. Ok, genügend Gedanken, um es hier hineinzuschreiben, machte ich mir scheinbar doch, aber so be it.
Und nun sitze ich hier und habe den Blues. Was ist das eigentlich? Es ist kein Scheisendreck Liebeskummer, überhaupt nicht. Ich bin nicht deprimiert. Ich glaube, der Blues ist dieses tiefe Bedauern, daß das, was so schön hätte sein können, leider überhaupt nichts geworden ist. Ich bedaure, daß sie meine Liebe nicht erwiedert hat, und ich bedaure, daß ich sie so selten sehe.
Der Unterschied zum Scheisendreck Liebeskummer besteht darin, daß ich nicht unter Depressionen leide, und vor allem darin, daß ich weitestgehend akzeptiert habe, wie die Dinge sind. Trotzdem ich mein Karma akzeptiere, darf ich es dennoch bedauern. Das mag zwar Energieverschwendung sein, aber ich schrieb ja auch schon früher, daß die Gefühle für sie niemals vollständig abklingen werden.
Das ist wohl der Blues: Das Bedauern des Unabänderlichen.
Und weil das alles so schön traurig ist, höre ich jetzt den Blue Jeans Blues von ZZ Top.
Euch allen eine gute Nacht!
sine
hallo dt
also ich bin mir ziemlich sicher, dass traurig sein - oder: den blues haben - nicht "glücklich-sein" ist, aber ich vermute einfach, dass die traurigkeit zum glücklichsein dazugehört. sie ist nicht das gefühl, was wir haben, wenn wir gerade NICHT glücklich sind, sondern sie ist einfach auch ein gefühl, das spontan kommt und ja, ich vermute - wie du auch - dass man irgendwas vermisst und in einem selber ein "stein sinkt" oder weiß der henker, jedenfalls kommt diese spontane traurigkeit - vermute icke - zum teil vom unbewußten her.
mach dir da mal keine gedanken und versuch nicht, dem happiness-wahn unserer gesellschaft nachzulaufen, ist mein rat.
ich weiß schon, dass es kein witz ist, traurig zu sein, und was depris sind, hab ich auch schon gelernt in meinem leben. aber einen anderen rat, als den, MIT den gefühlen zu leben, die wir haben, habe ich NICHT und ich finde eben auch die traurigen zeiten wichtig und richtig...
herr fromm meint übrigens auch, dass traurigkeit nicht rausfliegt aus dem leben eines authentischen menschen, sondern - so hab ich es verstanden - immer noch dazugehört, genauso wie scheitern und bla.
nagut, ich zitier mal, denn mein kleines gehirn hat ganz schön zu knabbern an den fromm-formulierungen, mal sehen, ob ich überhaupt richtig liege:
moment....
*tappt weg das buch holen*
bis gleich
s.
also ich bin mir ziemlich sicher, dass traurig sein - oder: den blues haben - nicht "glücklich-sein" ist, aber ich vermute einfach, dass die traurigkeit zum glücklichsein dazugehört. sie ist nicht das gefühl, was wir haben, wenn wir gerade NICHT glücklich sind, sondern sie ist einfach auch ein gefühl, das spontan kommt und ja, ich vermute - wie du auch - dass man irgendwas vermisst und in einem selber ein "stein sinkt" oder weiß der henker, jedenfalls kommt diese spontane traurigkeit - vermute icke - zum teil vom unbewußten her.
mach dir da mal keine gedanken und versuch nicht, dem happiness-wahn unserer gesellschaft nachzulaufen, ist mein rat.
ich weiß schon, dass es kein witz ist, traurig zu sein, und was depris sind, hab ich auch schon gelernt in meinem leben. aber einen anderen rat, als den, MIT den gefühlen zu leben, die wir haben, habe ich NICHT und ich finde eben auch die traurigen zeiten wichtig und richtig...
herr fromm meint übrigens auch, dass traurigkeit nicht rausfliegt aus dem leben eines authentischen menschen, sondern - so hab ich es verstanden - immer noch dazugehört, genauso wie scheitern und bla.
nagut, ich zitier mal, denn mein kleines gehirn hat ganz schön zu knabbern an den fromm-formulierungen, mal sehen, ob ich überhaupt richtig liege:
moment....
*tappt weg das buch holen*
bis gleich
s.
sine
huch, ist ja der lacher, ich bin gestern GENAU bis an die stelle noch gekommen, die ich grad (zum zitieren) gesucht habe, dann hat mich der baldrian-tee weggeknockt gestern...
für mich wird's langsam "wärmer" in dem buch von herrn fromm. ich hatte es mir ja gekauft, damit ich mal eine antwort bekomme, was mit dem gefühl, frei zu sein, so anzufangen sein könnten... ;-)
aber herr fromm lässt sich zeit und hat, nachdem ich mich durch diverse definitionen von freiheit durchgeackert habe, erstmal ein für mich "anders" erscheinendes thema, nämlich "meinen" herrn selbstzweifel andiskutiert, und im anschluss daran kommt die frage, ob im leben eines authentischen (= die möglichkeit zum glücklichsein besitzenden) menschen "die tragische seite des lebens ausgemerzt" ist...
"wenn der mensch durch spontanes tätigsein sein selbst verwirklicht [...] hat [er] seinen ihm zukommenden platz in der welt, womit auch seine zweifel an sich selbst und am sinn seines lebens verschwinden. diese zweifel entsprangen seiner absonderung und der vereitelung seines lebens. [...] wenn der einzelne mensch sein grundgefühl des zweifels an sich selbst und an seinem platz im leben überwindet, wenn er zur welt in beziehung tritt, indem er sie im akt spontanen erlebens erfaßt, dann gewinnt er kaft als ein individuum und er gewinnt sicherheit.
[...]die neue sicherheit erwächst nicht aus dem schutz, den der einzelne von einer hoheren macht außerhalb seiner selbst genießt, und es handelt sich auch nicht um eine sicherheit, aus der die tragische seite des lebens ausgemerzt ist. die neue sicherheit ist dynamisch.
sie gründet sich nicht auf schutz durch andere, sondern auf das eigene spontane tätigsein. es ist die sicherheit, die sich der mensch in jedem augenblick durch sein spontanes tätigsein erwirbt. es ist die sicherheit, die nur die freiheit geben kann und die keiner illusion bedarf, weil sie die bedingungen ausgeschaltet hat, welche illusionen notwendig gemacht haben."
erich fromm, authentisch leben, s. 64, 65
hm
nur am rande: die "bedingungen", die fromm hier als ausgeschaltet sehen möchte, ist die verdinglichung aller gefühle und des eigenen seins...
bla
mich persönlich beruhigt das, dass man traurig sein "darf". sonst würde ich ja schon fürchten müssen, "gescheitert" zu sein, wenn ich nur mal für irgendwas - und in deinem fall ist es für ein sehr großes gefühl, dt! - den blues bekomme.
irgendwie gehört es dazu.
übrigens von der sache her glaube ich, du beziehst die dinge sehr stark bis ZU SEHR auf dich. du hast eben noch nicht losgelassen, oder vielleicht hast du einen rückfall, weiß nicht.
gruß
sine
für mich wird's langsam "wärmer" in dem buch von herrn fromm. ich hatte es mir ja gekauft, damit ich mal eine antwort bekomme, was mit dem gefühl, frei zu sein, so anzufangen sein könnten... ;-)
aber herr fromm lässt sich zeit und hat, nachdem ich mich durch diverse definitionen von freiheit durchgeackert habe, erstmal ein für mich "anders" erscheinendes thema, nämlich "meinen" herrn selbstzweifel andiskutiert, und im anschluss daran kommt die frage, ob im leben eines authentischen (= die möglichkeit zum glücklichsein besitzenden) menschen "die tragische seite des lebens ausgemerzt" ist...
"wenn der mensch durch spontanes tätigsein sein selbst verwirklicht [...] hat [er] seinen ihm zukommenden platz in der welt, womit auch seine zweifel an sich selbst und am sinn seines lebens verschwinden. diese zweifel entsprangen seiner absonderung und der vereitelung seines lebens. [...] wenn der einzelne mensch sein grundgefühl des zweifels an sich selbst und an seinem platz im leben überwindet, wenn er zur welt in beziehung tritt, indem er sie im akt spontanen erlebens erfaßt, dann gewinnt er kaft als ein individuum und er gewinnt sicherheit.
[...]die neue sicherheit erwächst nicht aus dem schutz, den der einzelne von einer hoheren macht außerhalb seiner selbst genießt, und es handelt sich auch nicht um eine sicherheit, aus der die tragische seite des lebens ausgemerzt ist. die neue sicherheit ist dynamisch.
sie gründet sich nicht auf schutz durch andere, sondern auf das eigene spontane tätigsein. es ist die sicherheit, die sich der mensch in jedem augenblick durch sein spontanes tätigsein erwirbt. es ist die sicherheit, die nur die freiheit geben kann und die keiner illusion bedarf, weil sie die bedingungen ausgeschaltet hat, welche illusionen notwendig gemacht haben."
erich fromm, authentisch leben, s. 64, 65
hm
nur am rande: die "bedingungen", die fromm hier als ausgeschaltet sehen möchte, ist die verdinglichung aller gefühle und des eigenen seins...
bla
mich persönlich beruhigt das, dass man traurig sein "darf". sonst würde ich ja schon fürchten müssen, "gescheitert" zu sein, wenn ich nur mal für irgendwas - und in deinem fall ist es für ein sehr großes gefühl, dt! - den blues bekomme.
irgendwie gehört es dazu.
übrigens von der sache her glaube ich, du beziehst die dinge sehr stark bis ZU SEHR auf dich. du hast eben noch nicht losgelassen, oder vielleicht hast du einen rückfall, weiß nicht.
gruß
sine
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