Gedichte und Gedanken
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Aus dem Film "10 things I hate about you"
I hate the way you talk to me, and the way you cut your hair.
I hate the way you drive my car.
I hate it when you stare.
I hate your big dumb combat boots, and the way you read my mind.
I hate you so much it makes me sick; it even makes me rhyme.
I hate the way you're always right.
I hate it when you lie.
I hate it when you make me laugh, even worse when you make me cry.
I hate it that you're not around, and the fact that you didn't call.
But mostly I hate the way I don't hate you. Not even close, not even a little bit, not even at all.
Das Orginalgedicht welches zu dem hier oben umgedichtet wurde, poste ich hier auch mal.
Es ist von Shakespeare, Sonett CXLI (141)
In faith, I do not love thee with mine eyes,
For they in thee a thousand errors note;
But 'tis my heart that loves what they despise,
Who in despite of view is pleased to dote;
Nor are mine ears with thy tongue's tune delighted,
Nor tender feeling, to base touches prone,
Nor taste, nor smell, desire to be invited
To any sensual feast with thee alone:
But my five wits nor my five senses can
Dissuade one foolish heart from serving thee,
Who leaves unsway'd the likeness of a man,
Thy proud hearts slave and vassal wretch to be:
Only my plague thus far I count my gain,
That she that makes me sin awards me pain.
Deutsche Übersetzung dazu:
Fürwahr, ich lieb' dich mit den Augen nicht,
Die tausend Fehler ja an dir erspähn,
Doch ist's mein Herz, das ihnen widerspricht,
Und das ersehnt und liebt, was sie verschmähn.
Es reizt mein Ohr nicht, deinem Wort zu lauschen,
Dich lüstern zu berühren, nicht die Hand;
Nicht will Geschmack sich noch Geruch berauschen
Mit dir allein im heißen Sinnenbrand.
Doch nicht die Einsicht der fünf Sinne kann
Ein armes Herz aus deinem Dienst erretten,
Das mich - das Schattenbild von einem Mann -
Zum Sklaven macht in deines Stolzes Ketten.
Nur dieser Trost kann meine Schmach versüßen,
Daß mich dieselbe sünd'gen heißt und büßen.
LG Blanchelina
I hate the way you talk to me, and the way you cut your hair.
I hate the way you drive my car.
I hate it when you stare.
I hate your big dumb combat boots, and the way you read my mind.
I hate you so much it makes me sick; it even makes me rhyme.
I hate the way you're always right.
I hate it when you lie.
I hate it when you make me laugh, even worse when you make me cry.
I hate it that you're not around, and the fact that you didn't call.
But mostly I hate the way I don't hate you. Not even close, not even a little bit, not even at all.
Das Orginalgedicht welches zu dem hier oben umgedichtet wurde, poste ich hier auch mal.
Es ist von Shakespeare, Sonett CXLI (141)
In faith, I do not love thee with mine eyes,
For they in thee a thousand errors note;
But 'tis my heart that loves what they despise,
Who in despite of view is pleased to dote;
Nor are mine ears with thy tongue's tune delighted,
Nor tender feeling, to base touches prone,
Nor taste, nor smell, desire to be invited
To any sensual feast with thee alone:
But my five wits nor my five senses can
Dissuade one foolish heart from serving thee,
Who leaves unsway'd the likeness of a man,
Thy proud hearts slave and vassal wretch to be:
Only my plague thus far I count my gain,
That she that makes me sin awards me pain.
Deutsche Übersetzung dazu:
Fürwahr, ich lieb' dich mit den Augen nicht,
Die tausend Fehler ja an dir erspähn,
Doch ist's mein Herz, das ihnen widerspricht,
Und das ersehnt und liebt, was sie verschmähn.
Es reizt mein Ohr nicht, deinem Wort zu lauschen,
Dich lüstern zu berühren, nicht die Hand;
Nicht will Geschmack sich noch Geruch berauschen
Mit dir allein im heißen Sinnenbrand.
Doch nicht die Einsicht der fünf Sinne kann
Ein armes Herz aus deinem Dienst erretten,
Das mich - das Schattenbild von einem Mann -
Zum Sklaven macht in deines Stolzes Ketten.
Nur dieser Trost kann meine Schmach versüßen,
Daß mich dieselbe sünd'gen heißt und büßen.
LG Blanchelina
Vergolten ihre Dornen
Niemals verstanden
Ergötzt an ihrer Schönheit
Doch verachtet
Ihr Stolz
Süchtig nach ihrem Geheims
Drängend nach ihrer Melancholie
Und doch
Glaubst du ihr die Schmerzen nie
Gemein dein Neid
Pein dein Hass
Jedes Wort
Übersteigt das Maß
An Anstand
Du willst sie hassen
Weil du sie liebst
Und ihr aus Liebe
Verachtung gibst
Ist es angst
Ist es Kummer
Am ende sind es doch nur
ungeahnte Trümmer
Verstehst du nicht
Das sich wahre liebe
Im schmerz erst erwägt
Weshalb die schönste aller blumen
Dornen trägt.
Niemals verstanden
Ergötzt an ihrer Schönheit
Doch verachtet
Ihr Stolz
Süchtig nach ihrem Geheims
Drängend nach ihrer Melancholie
Und doch
Glaubst du ihr die Schmerzen nie
Gemein dein Neid
Pein dein Hass
Jedes Wort
Übersteigt das Maß
An Anstand
Du willst sie hassen
Weil du sie liebst
Und ihr aus Liebe
Verachtung gibst
Ist es angst
Ist es Kummer
Am ende sind es doch nur
ungeahnte Trümmer
Verstehst du nicht
Das sich wahre liebe
Im schmerz erst erwägt
Weshalb die schönste aller blumen
Dornen trägt.
Und dies hier ist mein absolutes Lieblingsgedicht! =)
Gedicht: "Die Freiheit"
"Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo,
die Sonne schien, mir war ums Herz so froh.
Vor einem Käfig sah ich Leute steh'n,
da ging ich hin, um mir das näher anzusehn.
»Nicht füttern« stand auf einem großen Schild
und »bitte auch nicht reizen, da sehr wild!«
Erwachsene und Kinder schauten dumm
und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm.
Ich fragte ihn wie heißt denn dieses Tier?
»Das ist die Freiheit!« sagte er zu mir,
»die gibt es jetzt so wenig auf der Welt,
drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt.«
Ich schaute und ich sagte: »Lieber Herr!
Ich seh ja nichts, der Käfig ist doch leer!«
»Das ist ja g'rade« sagte er »der Gag!
Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg.«
Die Freiheit ist ein wundersames Tier
und manche Menschen haben Angst vor ihr.
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein,
denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein."
Gedicht: "Die Freiheit"
"Vor ein paar Tagen ging ich in den Zoo,
die Sonne schien, mir war ums Herz so froh.
Vor einem Käfig sah ich Leute steh'n,
da ging ich hin, um mir das näher anzusehn.
»Nicht füttern« stand auf einem großen Schild
und »bitte auch nicht reizen, da sehr wild!«
Erwachsene und Kinder schauten dumm
und nur ein Wärter schaute grimmig und sehr stumm.
Ich fragte ihn wie heißt denn dieses Tier?
»Das ist die Freiheit!« sagte er zu mir,
»die gibt es jetzt so wenig auf der Welt,
drum wird sie hier für wenig Geld zur Schau gestellt.«
Ich schaute und ich sagte: »Lieber Herr!
Ich seh ja nichts, der Käfig ist doch leer!«
»Das ist ja g'rade« sagte er »der Gag!
Man sperrt sie ein und augenblicklich ist sie weg.«
Die Freiheit ist ein wundersames Tier
und manche Menschen haben Angst vor ihr.
Doch hinter Gitterstäben geht sie ein,
denn nur in Freiheit kann die Freiheit Freiheit sein."
O Wunder , wie sie sehnend sich gefunden ,
So sind die zwei unlöslich nun verbunden:
Wie viel man auch versuchte, sie zu scheiden ,
Nur inniger verschmolzen noch die beiden!
Nie sah ein Haushalt in der Welt, der argen,
Noch solche Liebe, einen wahren Bronnen
Von Milch! Wenn einer ihn aufs Feuer setzte
Und rührte, Milch vom Wasser abzusondern ,
Dann kocht die Milch, in Glut frohlockend , über ,
Gespornt von Trennungsschmerz , springt sie ins Feuer!
Wenn jemand aber Wasser dazu gösse ,
Dann würden Trennungsschmerzen sich verlieren.
Vidyapati bekennt: Ja , so ist Liebe,
Und dies die Liebe Radha-Madhavas.
(Vidyapati Thakur)
So sind die zwei unlöslich nun verbunden:
Wie viel man auch versuchte, sie zu scheiden ,
Nur inniger verschmolzen noch die beiden!
Nie sah ein Haushalt in der Welt, der argen,
Noch solche Liebe, einen wahren Bronnen
Von Milch! Wenn einer ihn aufs Feuer setzte
Und rührte, Milch vom Wasser abzusondern ,
Dann kocht die Milch, in Glut frohlockend , über ,
Gespornt von Trennungsschmerz , springt sie ins Feuer!
Wenn jemand aber Wasser dazu gösse ,
Dann würden Trennungsschmerzen sich verlieren.
Vidyapati bekennt: Ja , so ist Liebe,
Und dies die Liebe Radha-Madhavas.
(Vidyapati Thakur)
Heut war die bange Scham mir fern entschwunden,
Er durfte seines Herzens Sehnsucht stillen:
Was soll ich sagen, Liebe? (Ich muß lächeln)
So wunderbar war heut sein Liebesscherzen.
Die Wolken stürtzen nieder auf die Erde,
Die Bergeskön'ge stiegen auf zum Himmel:
Ich selbst, in den smaragdnen Spiegel schauend ,
Fiel dorthin , wo nicht Auf noch Nieder gelten.
So neuen Wissens voll war Kan, mein Liebster ,
Und überwält'gend klang mir seine Rede:
Er gab der Heimatlosen eine Zuflucht
Doch schamhaft barg ich meines Herzens Glühen.
Der Fürst des Übermuts nahm auf den Schoß mich ,
Mit meinem Schleier leicht mein Antlitz kühlend
Und fächelte mich leise , bis ich einschlief.
Vidyapati ruft: Wonne ohne gleichen.
(Vidyapati Thakur)
Er durfte seines Herzens Sehnsucht stillen:
Was soll ich sagen, Liebe? (Ich muß lächeln)
So wunderbar war heut sein Liebesscherzen.
Die Wolken stürtzen nieder auf die Erde,
Die Bergeskön'ge stiegen auf zum Himmel:
Ich selbst, in den smaragdnen Spiegel schauend ,
Fiel dorthin , wo nicht Auf noch Nieder gelten.
So neuen Wissens voll war Kan, mein Liebster ,
Und überwält'gend klang mir seine Rede:
Er gab der Heimatlosen eine Zuflucht
Doch schamhaft barg ich meines Herzens Glühen.
Der Fürst des Übermuts nahm auf den Schoß mich ,
Mit meinem Schleier leicht mein Antlitz kühlend
Und fächelte mich leise , bis ich einschlief.
Vidyapati ruft: Wonne ohne gleichen.
(Vidyapati Thakur)
Inschrift
Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?
In den Himmel?
Der ist zu hoch
In die Wolken?
Die sind zu flüchtig
In den Baum
der gefällt und verbrannt wird?
Ins Wasser
das alles fortschwemmt?
In die Erde
die man zertritt
und in der nur
die Toten liegen?
Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?
In mich
und in mich
und immer tiefer
in mich
Erich Fried
Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?
In den Himmel?
Der ist zu hoch
In die Wolken?
Die sind zu flüchtig
In den Baum
der gefällt und verbrannt wird?
Ins Wasser
das alles fortschwemmt?
In die Erde
die man zertritt
und in der nur
die Toten liegen?
Sag
in was
schneide ich
deinen Namen?
In mich
und in mich
und immer tiefer
in mich
Erich Fried
Gottfried August Bürger (1747-1794)
Lied
Könnt' ich mein Liebchen kaufen
Für Gold und Edelstein
Und hätte große Haufen,
Die sollten mich nicht reun.
Schön Ding zwar ist's mit Golde;
Wohl dem, der's haben kann!
Doch ohne sie, die holde,
Was Frohes hätt' ich dran?
Ja, wenn ich der Regente
Von ganz Europa wär'
Und Liebchen kaufen könnte,
So gäb' ich alles her.
Vor Städten, Schlössern, Thronen
Und mancher fetten Flur,
Wählt' ich, mit ihr zu wohnen,
Ein Hütt- und Gärtchen nur.
Mein liebes Leben enden
Darf nur der Herr der Welt.
Doch dürft' ich es verspenden,
So wie mein Gut und Geld:
Dann gäb' ich gern, ich schwöre!
Für jeden Tag ein Jahr,
Da sie mein eigen wäre,
Mein eigen ganz und gar!
Lied
Könnt' ich mein Liebchen kaufen
Für Gold und Edelstein
Und hätte große Haufen,
Die sollten mich nicht reun.
Schön Ding zwar ist's mit Golde;
Wohl dem, der's haben kann!
Doch ohne sie, die holde,
Was Frohes hätt' ich dran?
Ja, wenn ich der Regente
Von ganz Europa wär'
Und Liebchen kaufen könnte,
So gäb' ich alles her.
Vor Städten, Schlössern, Thronen
Und mancher fetten Flur,
Wählt' ich, mit ihr zu wohnen,
Ein Hütt- und Gärtchen nur.
Mein liebes Leben enden
Darf nur der Herr der Welt.
Doch dürft' ich es verspenden,
So wie mein Gut und Geld:
Dann gäb' ich gern, ich schwöre!
Für jeden Tag ein Jahr,
Da sie mein eigen wäre,
Mein eigen ganz und gar!
Friedrich Wilhelm Gotter (1746-1797)
Die Liebe
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Sorgenlos, wie Kinder,
Führt sie uns durchs Leben.
Unser ganzes Leben
Flieht mit ihr geschwinder,
Als uns ohne Liebe
Sonst ein Tag verging!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Muth gibt sie zur Arbeit,
Hilft sie uns verrichten.
Eine Blumenkette
Werden unsre Pflichten,
Und am Thron der Liebe
Hängt der Kette Ring.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Unsre Seele hebet
Sich auf ihrem Flügel,
Unsre Seele schwebet,
Neu von ihr belebet,
Ueber Thal und Hügel,
Gleich dem Schmetterling.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Die Liebe
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Sorgenlos, wie Kinder,
Führt sie uns durchs Leben.
Unser ganzes Leben
Flieht mit ihr geschwinder,
Als uns ohne Liebe
Sonst ein Tag verging!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Muth gibt sie zur Arbeit,
Hilft sie uns verrichten.
Eine Blumenkette
Werden unsre Pflichten,
Und am Thron der Liebe
Hängt der Kette Ring.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Unsre Seele hebet
Sich auf ihrem Flügel,
Unsre Seele schwebet,
Neu von ihr belebet,
Ueber Thal und Hügel,
Gleich dem Schmetterling.
Ach, was ist die Liebe
Für ein süßes Ding!
Emanuel Geibel (1815-1884)
Im März
Es ist mir eben angetan,
Zwei schöne Augen sahn mich an,
Und in den süßen feuchten Schein
Blickt' ich zu tief, zu tief hinein.
Mir schwirrt der Kopf, mir glühn die Wangen,
Und nun kommt draußen der Lenz gegangen
Ueber die Hügel, über den Fluß,
Die Schwalbe zwitschert ihren Gruß,
Die Wolken ziehn und zwischendrein
Fließet der lichte Sonnenschein,
Und aus dem klar vertieften Blau
Säuselt es linde, weht es lau,
Man meint, die Veilchen sind schon da.
Das ist ein sehnsuchtsvolles Weben,
Ein heimlich Locken und Leben
Allüberall, fern und nah.
Und du, mein Herz, wirst nie gescheidt,
Lässest so willig dich verführen,
Öffnest der Sehnsucht Thor und Thüren;
Von Liebes-Freud und Leid
Singest du Lieder,
Und bist so froh, bist ganz so töricht wieder,
Als wie in deiner jungen Zeit.
Im März
Es ist mir eben angetan,
Zwei schöne Augen sahn mich an,
Und in den süßen feuchten Schein
Blickt' ich zu tief, zu tief hinein.
Mir schwirrt der Kopf, mir glühn die Wangen,
Und nun kommt draußen der Lenz gegangen
Ueber die Hügel, über den Fluß,
Die Schwalbe zwitschert ihren Gruß,
Die Wolken ziehn und zwischendrein
Fließet der lichte Sonnenschein,
Und aus dem klar vertieften Blau
Säuselt es linde, weht es lau,
Man meint, die Veilchen sind schon da.
Das ist ein sehnsuchtsvolles Weben,
Ein heimlich Locken und Leben
Allüberall, fern und nah.
Und du, mein Herz, wirst nie gescheidt,
Lässest so willig dich verführen,
Öffnest der Sehnsucht Thor und Thüren;
Von Liebes-Freud und Leid
Singest du Lieder,
Und bist so froh, bist ganz so töricht wieder,
Als wie in deiner jungen Zeit.
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
Aus dem »Buch der Liebe«
Du bist die Sonne, die nicht untergeht;
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wenn die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln;
Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heitrer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden?
Aus dem »Buch der Liebe«
Du bist die Sonne, die nicht untergeht;
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wenn die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln;
Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heitrer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden?
Arno Holz (1863-1929)
ERFÜLLUNG
Dann
losch das Licht,
und
durch die Stille,
fiebernd, verlangend, erwartungsbang,
nur noch:
unser zitternder Herzschlag!
Trunken ... stammelnd,
meine
Lippen ... süß dein ... Aufschrei!
Seligkeit!
ERFÜLLUNG
Dann
losch das Licht,
und
durch die Stille,
fiebernd, verlangend, erwartungsbang,
nur noch:
unser zitternder Herzschlag!
Trunken ... stammelnd,
meine
Lippen ... süß dein ... Aufschrei!
Seligkeit!
Robert Prutz (1816 -1872)
Gesetz der Liebe
Wenn du dein Herz der Liebe willst ergeben,
So acht' auf Eins: daß es sich völlig gibt
Und ungeteilt; es lebt nur, wer da liebt,
Drum klingt so ähnlich lieben auch und leben.
Drum wenn du liebst, so habe nichts daneben,
Woran dein Herz noch hängt; die Welt zerstiebt
Der Seele, die sich innigst weiß geliebt,
Und welche selbst in Liebe will verschweben.
Wer aber unter des Geliebten Küssen
Noch ängstlich seitwärts nach den Leuten schielt,
Was sie wohl meinen, denken, sagen müssen,
Der ist, wie fromm er sich auch sonst verhielt,
Rebell zuwider göttlichen Beschlüssen,
Und eitel Täuschung ist, was er erzielt.
Gesetz der Liebe
Wenn du dein Herz der Liebe willst ergeben,
So acht' auf Eins: daß es sich völlig gibt
Und ungeteilt; es lebt nur, wer da liebt,
Drum klingt so ähnlich lieben auch und leben.
Drum wenn du liebst, so habe nichts daneben,
Woran dein Herz noch hängt; die Welt zerstiebt
Der Seele, die sich innigst weiß geliebt,
Und welche selbst in Liebe will verschweben.
Wer aber unter des Geliebten Küssen
Noch ängstlich seitwärts nach den Leuten schielt,
Was sie wohl meinen, denken, sagen müssen,
Der ist, wie fromm er sich auch sonst verhielt,
Rebell zuwider göttlichen Beschlüssen,
Und eitel Täuschung ist, was er erzielt.
Emanuel Geibel (1815-1884)
Die stille Wasserrose
Steigt aus dem blauen See,
Die feuchten Blätter zittern,
Der Kelch ist weiß wie Schnee.
Da gießt der Mond vom Himmel
All seinen goldnen Schein,
Gießt alle seine Strahlen
In ihren Schooß hinein.
Im Wasser um die Blume
Kreiset ein weißer Schwan;
Er singt so süß, so leise,
Und schaut die Blume an.
Er singt so süß, so leise,
Und will im Singen vergehn -
O Blume, weiße Blume,
Kannst du das Lied verstehn?
Die stille Wasserrose
Steigt aus dem blauen See,
Die feuchten Blätter zittern,
Der Kelch ist weiß wie Schnee.
Da gießt der Mond vom Himmel
All seinen goldnen Schein,
Gießt alle seine Strahlen
In ihren Schooß hinein.
Im Wasser um die Blume
Kreiset ein weißer Schwan;
Er singt so süß, so leise,
Und schaut die Blume an.
Er singt so süß, so leise,
Und will im Singen vergehn -
O Blume, weiße Blume,
Kannst du das Lied verstehn?
August Heinrich Hoffmann von Fallersleben
Aus dem »Buch der Liebe«
Du bist die Sonne, die nicht untergeht;
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wenn die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln;
Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heitrer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden?
Aus dem »Buch der Liebe«
Du bist die Sonne, die nicht untergeht;
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wenn die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln;
Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heitrer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud und Hoffnung Widerschein auf Erden -
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden?
Claire Goll
Zehn Jahre schon, daß du mich liebst,
Zehn Jahre, zehn Minuten gleich!
Und immer seh ich dich zum ersten Mal,
Die Taschen voller Rosen,
Künftige Tränen hinter der Brille
Wie Diamanten in Vitrinen,
In der Brust schon deine Lieder,
Von soviel Nachtigallen vertont,
Und unter den schüchternen Handschuhn
Alle Zärtlichkeiten der Zukunft.
Zehn Jahre schon, daß du mich liebst,
Die Zeit auf meiner Armbanduhr stillsteht!
Zehn Jahre schon, daß du mich liebst,
Zehn Jahre, zehn Minuten gleich!
Und immer seh ich dich zum ersten Mal,
Die Taschen voller Rosen,
Künftige Tränen hinter der Brille
Wie Diamanten in Vitrinen,
In der Brust schon deine Lieder,
Von soviel Nachtigallen vertont,
Und unter den schüchternen Handschuhn
Alle Zärtlichkeiten der Zukunft.
Zehn Jahre schon, daß du mich liebst,
Die Zeit auf meiner Armbanduhr stillsteht!
Heiner Eckels
Liebeslicht
Im Bett der Mondsichel
berührt mich dein Blick,
und es duftet nach Leben und Liebe.
Das Licht deiner Schönheit
verwandelt Wehmut, Melancholie
und den Schmerz unserer Abschiede
in helle Zuversicht.
Im Bett unserer Liebe
erhellt uns das Licht
von Leben und Glück
und verweilt auf der Mondsichel
in unseren Blicken.
Liebeslicht
Im Bett der Mondsichel
berührt mich dein Blick,
und es duftet nach Leben und Liebe.
Das Licht deiner Schönheit
verwandelt Wehmut, Melancholie
und den Schmerz unserer Abschiede
in helle Zuversicht.
Im Bett unserer Liebe
erhellt uns das Licht
von Leben und Glück
und verweilt auf der Mondsichel
in unseren Blicken.
Manfred Hausmann (1898 - 1986)
Alle Liebenden
Sind miteinander verwandt ...
Alle Liebenden auf der weiten Welt
blicken gern schweigend empor zum Sternenzelt.
Alle Liebenden treiben im Leben umher
wie die Geisterschiffe auf gischtendem Meer.
Alle Liebenden, die in der Gnade leben,
sind den Erloschenen gnadenlos dargegeben.
Alle Liebenden lieben die Dunkelheit,
die barmherzig vereint, was der Tag entzweit.
Alle Liebenden sehen in Flur und Wald,
sehen in Blume und Stern die geliebte Gestalt.
Alle Liebenden wachen und suchen sich sacht,
wenn der Regen ans Fenster weht zur Nacht.
Alle Liebenden müssen stündlich erbeben,
weil sie über dem tiefsten Abgrund schweben.
Alle Liebenden lächeln schmerzlich beglückt,
wenn das eine den Schlaf des andern erblickt.
Alle Liebenden sind der Qual geweiht,
die das Unendliche fühlt in der Endlichkeit.
Alle Liebenden sagen dasselbe Gebet:
Gib dem Engel Kraft, der hinter mir steht!
Alle Liebenden, die sich anschaun, erkennen
tausendmal mehr, als tausend Weise benennen.
Alle Liebenden stehen vorm Angesicht
Gottes und erschauern und fassen es nicht.
Alle Liebenden
Sind miteinander verwandt ...
Alle Liebenden auf der weiten Welt
blicken gern schweigend empor zum Sternenzelt.
Alle Liebenden treiben im Leben umher
wie die Geisterschiffe auf gischtendem Meer.
Alle Liebenden, die in der Gnade leben,
sind den Erloschenen gnadenlos dargegeben.
Alle Liebenden lieben die Dunkelheit,
die barmherzig vereint, was der Tag entzweit.
Alle Liebenden sehen in Flur und Wald,
sehen in Blume und Stern die geliebte Gestalt.
Alle Liebenden wachen und suchen sich sacht,
wenn der Regen ans Fenster weht zur Nacht.
Alle Liebenden müssen stündlich erbeben,
weil sie über dem tiefsten Abgrund schweben.
Alle Liebenden lächeln schmerzlich beglückt,
wenn das eine den Schlaf des andern erblickt.
Alle Liebenden sind der Qual geweiht,
die das Unendliche fühlt in der Endlichkeit.
Alle Liebenden sagen dasselbe Gebet:
Gib dem Engel Kraft, der hinter mir steht!
Alle Liebenden, die sich anschaun, erkennen
tausendmal mehr, als tausend Weise benennen.
Alle Liebenden stehen vorm Angesicht
Gottes und erschauern und fassen es nicht.
Robert Prutz (1816-1872)
Der Liebsten Namen
Nach dem Namen der Geliebten fragen laut sie und im Stillen;
Nun wohlan, ihr Neubegier'gen, euren Wunsch will ich erfüllen.
Sonne heißet meine Liebste; denn mit sonnenhaftem Prangen,
Sonne meines Lebens, ist sie mir am Himmel aufgegangen;
Ueberall, wohin sich senken ihres Auges süße Strahlen,
Sprossen Blumen, tönen Lieder, blühen Wonnen mir und Qualen.
Mond und Sterne sind ihr Name: wie der Mond so süß beschaulich,
Wenn er nachts am Himmel gleitet, wie die Sterne mild und traulich;
Frühlingsrose: denn so lieblich ist der Lippen rosig Lächeln;
Maienlüftchen: denn so würzig ihren Athem fühl' ich fächeln.
Schwan, mein Schwan, so soll sie heißen:
denn wie eines Schwans Gefieder
Wogt ihr Busen süß und duftig, leuchten ihre weißen Glieder;
Taube unschuldvoll und schüchtern; Adler, mächtig und gewaltig;
Lamm und Löwe, süßes Wunder, unaussprechbar, vielgestaltig;
Königin, der alle Herzen sich in Demuth beugen müssen –
So, nun wißt ihr ihre Namen, schweigen laßt mich nun und küssen.
Der Liebsten Namen
Nach dem Namen der Geliebten fragen laut sie und im Stillen;
Nun wohlan, ihr Neubegier'gen, euren Wunsch will ich erfüllen.
Sonne heißet meine Liebste; denn mit sonnenhaftem Prangen,
Sonne meines Lebens, ist sie mir am Himmel aufgegangen;
Ueberall, wohin sich senken ihres Auges süße Strahlen,
Sprossen Blumen, tönen Lieder, blühen Wonnen mir und Qualen.
Mond und Sterne sind ihr Name: wie der Mond so süß beschaulich,
Wenn er nachts am Himmel gleitet, wie die Sterne mild und traulich;
Frühlingsrose: denn so lieblich ist der Lippen rosig Lächeln;
Maienlüftchen: denn so würzig ihren Athem fühl' ich fächeln.
Schwan, mein Schwan, so soll sie heißen:
denn wie eines Schwans Gefieder
Wogt ihr Busen süß und duftig, leuchten ihre weißen Glieder;
Taube unschuldvoll und schüchtern; Adler, mächtig und gewaltig;
Lamm und Löwe, süßes Wunder, unaussprechbar, vielgestaltig;
Königin, der alle Herzen sich in Demuth beugen müssen –
So, nun wißt ihr ihre Namen, schweigen laßt mich nun und küssen.
Manfred Hausmann (1898-1986)
Nur
Ich habe nur ein kleines Bild
von dir.
Da lehnst du schmal und wild
an einer Gartentür.
Und Veilchen hab ich, nur ein paar,
im Krug.
Und drüberhin ein blasses Haar.
Das ist genug.
Nur
Ich habe nur ein kleines Bild
von dir.
Da lehnst du schmal und wild
an einer Gartentür.
Und Veilchen hab ich, nur ein paar,
im Krug.
Und drüberhin ein blasses Haar.
Das ist genug.
Hermann Löns (1866-1914)
Alle Birken grünen ...
Alle Birken grünen in Moor und Heid,
Jeder Brahmbusch leuchtet wie Gold,
Alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit,
Jeder Birkhahn kullert und tollt.
Meine Augen, die gehen wohl hin und her
Auf dem schwarzen, weißflockigen Moor,
Auf dem braunen, grünschäumenden Heidemeer
Und schweben zum Himmel empor.
Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölkchen zieht
Wie ein Wollgrasflöckchen so leicht,
Und mein Herz, es singt sein leises Lied,
Das auf zum Himmel steigt.
Ein leises Lied, ein stilles Lied
Ein Lied, so fein und lind,
Wie ein Wölkchen, das über die Bläue zieht,
Wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.
Alle Birken grünen ...
Alle Birken grünen in Moor und Heid,
Jeder Brahmbusch leuchtet wie Gold,
Alle Heidlerchen dudeln vor Fröhlichkeit,
Jeder Birkhahn kullert und tollt.
Meine Augen, die gehen wohl hin und her
Auf dem schwarzen, weißflockigen Moor,
Auf dem braunen, grünschäumenden Heidemeer
Und schweben zum Himmel empor.
Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölkchen zieht
Wie ein Wollgrasflöckchen so leicht,
Und mein Herz, es singt sein leises Lied,
Das auf zum Himmel steigt.
Ein leises Lied, ein stilles Lied
Ein Lied, so fein und lind,
Wie ein Wölkchen, das über die Bläue zieht,
Wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.
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