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Gesammelte Werke - Lunaris' Gedichte

240 Antworten27'616 AufrufeGestartet von Lunaris85 ·

#101
Geboren, verloren, zum Sein auserkoren

nicht fragen nur tragen, nur gehn nicht verstehn

gegangen, gefangen, am Ast aufgehangen

als lebloser Körper im Winde sich drehn

ich hab keinen Glauben, ich hab nur mein Lied:

ach ich bin von dieser Welt so müd

gefunden, verschwunden, es brennen die Wunden

vom Wandern zerschunden, am Flußufer stehn

in Wellen versunken, vom Wasser betrunken

von Steinen gehalten am Grunde vergehn

ich hab keinen Glauben, ich hab nur mein Lied:

ach ich bin von dieser Welt so müd

gefunden, verschwunden, betrunken, versunken

gegangen, gefangen, geboren, verloren

ich hab keinen Glauben, ich hab nur mein Lied:

ach ich bin von dieser Welt so müd

#102
Wenn ich Dich so sehe,

dann wird mir einiges klar.

Egal wie sehr ich danach flehe,

wir beide werden nie ein Paar.

Verloren sind wir in dieser Welt.

Haben jeglichen Antrieb verloren.

Es gibt nichts was uns hier hält.

Werden sowieso wiedergeboren.

Können der Schmach nicht entgehen.

Nicht allein und nicht zu zweit.

Werden bald beide untergehen.

Nichts, was uns Hoffnung verleiht.

Kampflos ergeben wir uns unsrem Schicksal.

Machtlos der Ewigkeit ausgeliefert.

Wir haben keine andre Wahl.

Bin vom Leben nur noch angewidert.

Die Einsamkeit zehrt mich auf.

Hab in diesem Leben kein Glück.

Mit Hoffnung ich dem Abgrund entgegenlauf.

Vielleicht find ich im nächsten (Leben) zu Dir zurück.

#103
:heulen:

hach, wie traurig....





Wie geht es dir???


#104
eigentlich ganz gut. versuche mich zur zeit ein wenig abzulenken. aber ich weiß noch immer nicht wie ich die ganze sache (siehe meinen thread...) einordnen soll. ich brauch grad etwas abstand. ich schaffs aber nicht wirklich abstand zu bekommen. sonst würd ich wohl nicht die ganze zeit solche gedichte schreiben. wenn ichs mir recht überlege gehts mir zur zeit eigentlich doch nicht 'ganz gut', eher mies. vor allem drück ich mich gerade mal wieder davor ins bett zu gehen, bzw. noch ausstehende hausaufgaben zu machen. ich muss mir eingestehen, dass ich zur zeit mein leben einfach nicht im griff habe...

und wie gehts dir?

#105
Das hört sich nicht gut an...





Bei mir sieht es leider auchn nicht viel besser aus...



Nur rette ich mich jeden Abend in meine Träume,



um von dem zu täumen, was ich einfach nicht habe



und ich keine Ahnung habe, wann sich das endlich ändert wird...


#106
Ich spüre es in mir

Ich fühle es in mir

Wie etwas zerbricht

Wie es mir ins Herz sticht

Der Schmerz ist unerträglich

Dabei spüre ich ihn täglich

Gerade eben noch geglüht

Wie die Feuersglut so heiß

Jetzt schon erstarrt verfrüht

Mein Herz wird zu Eis

#107
ach herje....

#108
Ist es denn so schwer zu verstehen?

Kannst Du es wirklich nicht sehen?

Wie groß meine Liebe zu Dir ist

Das man durch Dich seinen Schmerz vergisst…

Mache die Augen auf!


Dann siehst Du wer vor Dir steht.



Nimm niemals in Kauf,



Dass Dir irgendwas entgeht.


Ist es denn so schwer zu verstehen?

Wenn deine schwarzen Haare durch den Wind wehen

Lass ich alles liegen und stehen

Und könnte vor Sehnsucht fast vergehen…

Mache die Augen auf!...

Ist es denn so schwer zu verstehen?

Wir werden nie gemeinsame Wege gehen

Wirst mich nie durch verliebte Augen sehen

Lässt mich hier im Dunklen stehen!

Mach die Augen auf!


Tritt aus der Dunkelheit heraus!



Das Leben nimmt trotzdem weiter seinen Lauf.



Mach was daraus


Legende:

optionaler Refrain

#109
Oh komm hernieder

du Engel mein

lösch mir das Fieber

es brennt in mir so heiß

Es stirbt der Morgen

in meinem Leib

auf meine Fragen

nur noch ein Echo hallt

Und bin ich müde

bei Tag und Nacht

der Tod er schläft nie

für ihn gibt es kein vorbei

So atme und lebe

als könnte es immer so gehen

genieße die Zeit am Leben zu sein

für immer und ewig

ein Leben das niemals vergeht

unsterblich zu sein

das ist nur ein Traum

Und die Schmerzen kommen wieder

und es rast die Zeit

und ich höre Totenlieder

spüre kaum noch meine Glieder

oh komm hernieder

du Engel mein

ist Sterben Schlafen

mach von der Angst mich frei

Ich persönlich finde dieses Lied einfach nur genial

lg lunaris

#110
hey

Ich spüre es in mirIch fühle es in mir

Wie etwas zerbricht

Wie es mir ins Herz sticht

Der Schmerz ist unerträglich

Dabei spüre ich ihn täglich

Gerade eben noch geglüht

Wie die Feuersglut so heiß

Jetzt schon erstarrt verfrüht

Mein Herz wird zu Eis
so fühl ich mich ^^

echt schön :super:

Wie groß meine Liebe zu Dir istDas man durch Dich seinen Schmerz vergisst…
Bei mir würde es eher heißen, durch dich entsteht der schmerz lölz

#111
danke! :]

dass man durch Dich seinen Schmerz vergisst

wenn man glücklich verliebt ist und eine beziehung zu einem wundervollen menschen führt kommen einem die probleme des alltags nicht so schlimm vor. das wollte ich damit ausdrücken. dir kann ich auh zustimmen, da es ja 'schmerzt' wenn die liebe nicht erwidert wird.

#112
"So schwer zu verstehen" ist gut, es trifft mich, es passt fast genau. Leider kommt wieder alles hoch und mir ist schlecht. (das soll jetzt nicht abwertend sein :) ) Ich konnte mal wieder weinen.

Die anderen Texte sind auch schön, wenn auch traurig. :heulen:

mfg

FreeZarD

#113
danke!

lass mich raten: sie hat keine schwarzen haare?

ich beneide dich! du kannst noch weinen. hab in erinnerung, dass es einem ganz gut tut... ;(

lg lunaris

#114
Joa gut geraten :)

Wir liegen wohl auf eine wellenlänge (klingt befremdlich, aber sagt man wohl so) und wie ich vorhin schon idem Thread

( http://www.liebeskummer.ch/thread.php?threadid=12341&sid=&threadview=0&hilight=&hilightuser=0&page=2 ) erwähnt habe, find ichs schade das unsere diskussion eingeschlafen ist. Achja im thread hab ich auch nochmal meine ehemalige situation beschrieben, falls ich das nicht schon mal irgendwo gemacht habe.

mfg

FreeZarD

#115
ich schick dir mal ne pm

#116
Ich komme keinen Schritt weiter

Wie ein Krebs eins vor zwei zurück

Bleib nach außen hin munter und heiter

Innendrin sterb ich Stück für Stück

Das Leben mir wie ein Irrgarten scheint

Keine Wegweiser, tausende von Abzweigungen

Kein Weg zurück - hab mich nicht angeleint

Werde von diesem Labyrinth in die Knie gezwungen

Wär ich doch ein Engel so frei

Wär ich doch engelsgleich beflügelt

Dann wären mir die Grenzen einerlei

Doch werd ich vom menschlichen sein gezügelt

Bin ich einst grau und alt

Hab ich dann gemacht den letzten Atemzug

Werfe ab die Zügel

Wachsen mir Flügel

Ein letztes Echo noch über die Welt hallt

Doch reicht die Kraft nicht für den letzten Flug

#117
sehr schöner text, mir fällt dazu ein refrain von "Die Ärzte - Schneller Leben" ein:

Stirb jung! Stirb, so früh es geht.

Stirb jung - an besten vor der Pubertät.

Stirb jung - für mich ist es leider schon zu spät -

aber Du: stirb jung!

Auch wenn ich glaube das der text nicht so gemeint ist :)

mfg

FreeZarD

#118
nein, so war er nicht gemeint. aber 'schneller leben' find ich auch lustig.

stirb jung! dann siehst du besser aus

stirb jung! das gibt viel applaus

stirb jung! zöger es bloß nicht zu lang hinaus...

mindestens sinngemäß zietiert ;)

#119
Es ist Frühling

Der Schnee schmilzt

Leichtfüßig durch die Wiesen springen

Eine Blume so zart

Habe mich in Sie verliebt

Der Frühling so voller Hoffnung

Der Sommer eine Qual

Brühende Hitze versengt meine Haut

Die Blume verwelkt

Hab mich nicht um Sie gekümmert

So ging der Sommer

Der Boden verbrannt

Warten auf den kühlen Herbst

Ruhe

Zeit zur Regeneration

Doch der herbst war nicht von langer Dauer

Der Winter kommt zu früh

Bin ich doch nicht darauf vorbereitet

Bin Ihr hilflos ausgeliefert

#120
Warum kann ein Mensch allein

einen anderen so aus der Bahn werfen?

Wie kann ein Mensch

einem anderen so viel bedeuten?

Warum kann ein Mensch Gedanken in einem hervorrufen,

die lieber hätten ewig schlummern sollen?

Wie kann sich ein Mensch davor wehren,

von einem anderen 'abhängig' zu sein?

Warum wird mir schwindlig

Wenn Du mir von Deinen Gefühlen erzählst?

Warum kann ich nicht weinen,

obwohl Deine Worte mir Schmerz bereiten?

Warum gehen Gefühle so schnell wie sie gekommen sind?

Und warum ist es auch andersherum so?

Wieso bin ich nicht meiner Gefühle Herr?

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