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Hilfe-Ruf - keine Lösung seit Jahren

308 Antworten15'540 AufrufeGestartet von Löwenherzchen ·

#241
Hallo Galahad,

hatte PN nicht gelesen, sorry. Ich verstehe nun.

Daß mit den "Kleinigkeiten" geht mir genauso, es haut mich regelmäßig um - komische Dinge, die ich nicht mal hier posten mag.

Ganz liebe Grüße

Löwenherzchen

#242
Hi Galahad,

habe PN gelesen und geantwortet.

Bei mir nix Neues - außer den Überlegungen, wie ich es nun genau mache - also Schweigen.

Grüße

Lö

#243
Hi Lö!

Vielen Dank!

Tja, man kann nicht ständig Fortschritt haben. Doch leider ist das bei dir schon wieder sehr lang her, dass es mal einen Schritt voran ging.

Überleg dir doch mal, was du erwartest und bereit bist auszuhalten von ihm. Dass du dir halt mal einen Plan machst an dem du dich orientieren kannst und das auch mal aufschreibst. Dann kannst du dir das mal anschauen, wenn es dir wieder mal besser geht und dann hast du vor Augen, was du machen solltest, damit es nicht so rasch wieder versandet.

Man kann sowas vielleicht nicht so ganz auf Befehl, aber man darf halt nicht aufhören, es zu probieren.

Liebe Grüße :schmatz: ,

/g

#244
Bin grad so am Sinnieren..

Ob es wirlich so gut ist wenn man so viel Kraft dahin aufwendet, jemanden anderen an sich zu binden. Vielleicht wäre ein Ultimatum für DICH nicht schlecht? Auf der anderen Seite kann man auch an die große eine Liebe glauben.. die einen nie glücklich macht.. wie in Dornenvögel.. mmhh.

Bin heute negativ drauf.

Meiner will Kinder. Das heißt für mich, dass ich mich nach meinem Examen trennen werde. Bevor er sich trennt. So lang hab ich Schonfrist für ne Entscheidung. Es reicht nicht. Die Lebenspläne müssen übereinstimmen. Und ich .. will primär Geld, Erfolg und Anerkennung. Yeah ich bin ein Egoist, aber ich hab 7 Jahre in diese Ausbildung investiert wenn ich fertig bin, das hab ich nicht für KKK gemacht! Jedenfalls für die nächsten sieben Jahre will ich arbeiten.. Hm. Es gibt für mich KEINE Alternative. Ach..

#245
Hi Djinny,

ächz - ja mit der Kraft, das frage ich mich auch ständig. Könnte ich das nicht für andere Dinge sinnvoll einsetzen ? Lohnt es sich final überhaupt?

Hm, keine Ahnung - irgendwann bin ich zu dem Schluß gekommen, daß es eben Situationen gibt, bei denen es nicht danach geht, ob sinnvoll oder lohnenswert, sondern eben einfach aus dem Gefühl heraus. Das Gefühl schwankt bei mir aber auch - Enttäuschung macht sich breit - er ist so unverbindlich - das würde mich immer stören - ich kann auf so Leute eigentlich nicht. Eigentlich ...

So, wie Dich bei Deinem stört, daß er Kinder will - das geht momentan und in den nächsten 7 Jahren auch nicht zusammen.

Ach so, ne Freundin von mir hat gerade ihr Kind bekommen - sie ist 35 - auch das geht noch - 7 Jahre wären bei Dir dann auch rum.

Hat er es eilig ? Warum ?

Liebe Grüße

Lö

#246
Ach Löwenschnuff,

ich hab meinen eigenen thread wieder ausgegraben, sonst wird das hier so lang.

:(

sine
#247
hallo löwenherzchen

ich weiß nicht, ob ich mich nach so vielen seiten noch einschalten darf. aber wenn ich an meinen eigenen thread zurückdenke, dann war es immer irgendwie belebend, wenn jemand "zugepostet" hat, denn irgendwann weiß man bei bekannten postern, was sie so denken und wenn man festhängt, naja...

erstmal: wie geht es deiner mom?

ich hab ja damals "auszuhelfen" versucht, als es dir so schlecht ging. ich dachte auch, DAZU hab ich was zu sagen, aber zu diesem durcheinander mit du hast nen freund, ER hat ne freundin, ihr kennt euch schon ewig, aber bla, da fiel mir überhaupt nichts zu ein.

ganz ehrlich.

hey du bist schon 33

puh

nach dem verkalkungsposting in meinem allgemeine-sorgen-thread hätte ich dich 10 jahre jünger geschätzt und dir am liebsten den hals umgedreht... :) )

:D

o.k.

vielleicht hast du es schon bemerkt, meine postings werden meist eher länger. und WENN ich versuche, hier was zu schreiben - es fällt mir schwer (aber nicht wegen dem verkalkungsposting... :) ), sondern weil ich selbst mal "hängengeblieben" bin auf einer unglücklichen liebe... -, dann kann ich schon jetzt nur "warnen"...

:rolleyes:

:schief:

*räusper*

also, die fakten, die ich habe sind folgende:

du hattest einen freund, und irgendwie ist der in diesem thread von anfang an nicht das thema gewesen, sondern wohl sogar von dir ins nirvana geschickt worden. denn dein thema ist mr. x, mit dem zu mal vo 7 jahren zusammen warst (wie lange wart ihr denn zusammen? und warum habt ihr euch denn getrennt?). der mr. x wohnt scheinbar weiter weg, aber im schnitt seht ihr euch einmal im monat (wo denn? kommt er zu dir zu besuch? du zu ihm???).

mr. x hat eine freundin und ER hat sich nicht von ihr getrennt, um über seine gefühle mit dir ins reine zu kommen.

mr. x ist ausserdem ein lahmarsch vom feinsten. das hast du zwar nicht geschrieben, aber das darf ich vielleicht einfach mal behaupten... :) ) also, wenn @ galahad hier zum wiederholten male postet, ihm fällt sonst auch nichts mehr ein, dann erkenne ich darin eine leichte resignation bei deinen zupostern... *grins*

naja

aber mir fällt auch nicht immer was ein.

so

mal sehn, ob mir wenigstens ein bisschen was einfällt:

mir ist AUF- (nicht EIN-) gefallen, dass dein mr. x sich damit behilft, dass er sich halt nicht entscheiden kann. mit der abnabelung vom elternhaus die ganzen erwägungen finde ich interessant, aber das ist nicht so mein thema, mit solchen prägungsprobs kenn ich mich überhaupt nicht aus.

ich kenn mich ebenfalls überhaupt nicht aus mit dem mann, dem ich millionenhaft zeit und gefühle geschenkt habe, der mich aber nicht gewollt hat, jedenfalls nicht real. ich meine jetzt meine "große liebe", und obwohl ich es nicht gepeilt habe, was ihn bitteschön von MIR, der frau, die ihn - so seine worte - einfach immer und von "allen" am besten versteht und die er "irgendwie" liebt abhält, also obwohl ich das nie gepeilt habe, würde ich DARÜBER gern was verposten.

also

nur zur vorgeschichte: ich war seine allererste richtige freundin, wir waren im alter von anfang 20 zwei jahre lang zusammengewesen, von diesen 2 jahren jedoch hatte er das letzte jahr in einem anderen ort verbracht. nachdem 1 jahr in getrennten orten vergangen war, haben wir uns getrennt, weil ich ihn gefragt habe, ob er mich denn noch "richtig liebt" und er sagte, er wisse es nicht und er glaube wohl eher nicht.

:rolleyes: ?(

dann hab ich heroisch gesagt, dass mir das nicht genüge und dann begann die unglückliche liebe, denn ICH konnte mich nicht innerlich trennen und bis 2003 hatten wir noch kontakt, und zwar jedesmal flirt-mässig und hast du nicht gesehen, bis sagen wir 1998 hatten wir auch alle jubeljahre nochmal was im bett, und was er beziehungsmässig trieb, wußte ich nicht und es war uns auch egal; für uns war die reale welt etwas, womit wir so oder anders nicht immer sonderlich toll mit klar gekommen sind und unser verhältnis war eben verrückt, aber es war existent und es waren ECHTE gefühle, die nur leider - wegen seiner an apathie grenzenden behäbigkeit - nicht alltagsbewährt waren.

so

ich glaube, dieser mann und ich hätten wohl so ähnlich wie du und dein mr. x bis zum sankt-nimmerleins-tag dasitzen können und an diese verrückte beziehung "glauben" können. ich jedenfalls war so weit, dass ich auch noch glücklich gewesen wäre, wenn er erst an meinem sterbebett gesagt hätte, ich sei die einzige für ihn und NUN würde er erkennen, dass er mich immer geliebt hat.

:schief:

ich fand nur die wartezeit bis dahin ein bisschen öde.

;)

hmmm....

ich mach hier mal nen cut

--- schnipp ---

sine
#248
--- schnapp ---

und dann hab ich ne therapie angefangen, aber nicht wegen ihm. nach etwa einem jahr therapie war ich gerade mal wieder mit einem wesentlich jüngeren mann auf die schnauze gelandet und sinnierte mal wieder vor mich hin, ob ich nicht mal meiner "großen liebe" wieder aufmerksamkeit schenken sollte, vielleicht wäre mir das glück ja diesmal hold. ausserdem ist er einfach ein wahnsinnig inspirierender mensch (hab ich geglaubt, hähä) und wenn ich keinen partner habe, warum dann nicht wenigstens so einen.

meine einstellung jedoch war, dass ich eigentlich keinen lala-kontakt wollte, sondern immer und einzig und allein DARAUF gewartet habe, dass er mal aus dem quark kommt und mir das gibt, was er mir meiner ansicht nach die ganze zeit schon geben wollte, aber aus verschiedenen gründen nicht gegeben hat.

meiner ansicht nach waren aus seiner sicht folgende punkte entgegenstehend, mit mir eine beziehung einzugehen:

a) ich finde den begriff "anknüpfungspunkt im leben" gut. ein anderer begriff wäre vielleicht "prios setzen". nun, meine "große liebe" hatte seinen anknüpfungspunkt im leben in seinen männer-freundschaften. die stammen alle noch aus der schulzeit und es ist nicht so, dass er die heiraten will, seine kumpels, aber in der gewichtung ist einfach eine frau zwar zeitaufwendiger als seine kumpels, aber unwichtiger. also: punkt a ist: ihm sind seine freunde EIGENTLICH wichtiger als alles andere.

B) er brauchte freiheit, und es war ihm gar nicht recht, mit einer so emotionalen und impulsiven frau wie mir zusammen sein zu "sollen". er nahm also meine "vorteile" wie eben meine fähigkeit, mich in ihn hineinzuversetzen und meine liebe zu ihm, ausserdem waren wir zwei mittlerweile dank unseres mittlerweile reiferen alters ziemliche granaten im bett, was in unserer beziehung früher NICHT der fall gewesen war. wer kann da schon nein sagen...

c) er hat sehr konservative ansätze, LEBT aber ziemlich verrückt manchmal. also wer sich mit im unterhält hört allerhand, wie es alles seiner ansicht nach zu laufen hat, aber es gibt ein thema, da ist sein hirn ohne jeden zugangscode und der verschlüsselte teil seines hirns spuckt immer wieder für ihn faszinierende gefühle und gedanken aus, denen er dann folgt, aber fast zugrunde geht daran, weil er weder die gedanken noch sich noch irgendwas versteht. er muss also alles ordnen und sortieren, alles muss nach aussen hin darstellbar sein, andererseits bricht er gern aus seinen mustern aus, versteht es nur halt nicht und hat vermutlich auch angst vor diesen ausbrüchen.

mich und die gefühle für mich hat er dummerweise in dem verschlüsselten und ihm selbst unzugänglichen kognitiven bereich untergebracht oder er vermutet, dass unsere beziehung diesem blinden fleck in seiner denke zuzuordnen ist, k.a.

punkt c) ist nun das, was uns immer im wege gestanden hat.

mal wollte er, dass er versteht. also, er wollte sortieren und rational alles einordnen, aber das gelang ihm nicht, und so (wie ich mal vermute) hat er lieber den rückzug von mir praktiziert und überschaubare, "brave" beziehungen geführt mit partnerinnen, die ihn ebenfalls - wie ich - toll fanden, die ihn aber nicht so irritierten und die er letztlich vermutlich auch nicht wirklich geliebt hat. was er wirklich an diesen partnerinnen mochte, ist eben, dass sie sich an die von ihm als verbindlich angesehenen regeln hielten, wobei nicht unbedingt klar ist, wann ein regelverstoß vorgelegen haben könnte. denn ein regelverstoß war halt auch, wenn ein gefühl zu groß wurde...

mal wollte er, dass ich ihm das gebe, was er sich eben abschneidet in seinem leben. er glaubte, er könnte das nicht mit worten beschreiben, und er sagte, er wüßte selbst nicht, was er suchen würde. auf die frage, ob er vielleicht MICH suchen würde, kam schweigen und eher - wie du auch schon mal gepostet hattest in einem etwas anderen zusammenhang - eher ablehnendes schweigen.

dann wieder wollte er macht, und klein-sine war in gewisser weise ja einerseits etwas unbeherrschbares, aber dieses anflirten, das war eben noch "kontrollierbar" und verschaffte ihm das gefühl von macht und eine befriedigung, die langsam zur fixen idee wurde, würde ich sagen.

naja

viele worte, wenig ergebnis:

ich hab für mich dann mal entschieden - auch auf den rat meines therapeuten hin - diesem hin und her ein ende zu setzen. ich hab ihn brutal angebaggert, ich hab mich dabei leider auch etwas weinerlich aufgeführt, aber irgendwie war mir langsam mal alles egal und ich wollte einfach nur, dass meine "große liebe" endlich endlich endlich aus der kiste in meiner seele aussteigt, in die ich ihn seit ich mich von ihm getrennt hatte, gepackt hatte, nachdem ich festgestellt hatte, dass ich mich innerlich nicht wirklich von ihm hatte lösen können / wollen.

"erfreulicherweise" hat ihn DAS dann überfordert und erschreckt.

ich dachte ich muss zugrunde gehen, allein die anstrengung, meine mittlerweile bekannte postition als relativ fiktive person in weiter ferne (er wohnt immer noch in freiburg, ich bin dort weggezogen und bin ja nun schon JAHRE in berlin...) aufzugeben und ihm zu "drohen", mich nochmal nach freiburg zu begeben und mal richtig "ein fass" aufzumachen und ihn anzubaggern zu versuchen, so lange, bis er endlich "ja" sagt zu mir, also allein die ernsthafte überwindung, dies tun zu wollen, war für mich, als hätte ich mich an einen abgrund gestellt und würde mit meinem über einen jahrzehnt "nicht-springen-erfahrung" nun endlich springen wollen. natürlich ÜBER den abgrund hinweg, aber die wahrscheinlichkeit, dass ich IN den abgrund hineinspringen würde, was 99%.

ER hatte es dann in recht harten worten abgewehrt, dass ich mich ihm nochmal annähere, wenn ich "so" drauf sei.

und DA liegt meiner meinung nach der hase im pfeffer, wenn wir hier über die sichtweise von solchen apathischen geliebten sprechen: sie haben ein bild von uns, sie haben ängste. und wenn man das bild auch nur ein kleines bisschen verschiebt oder verändert und wenn man auch nur mal "ich hab nen piep" sagt statt das übliche "ich hab dich lieb", dann weisen sie uns eigentlich zwar nicht zurecht, aber rücken ins unerreichbare ab von uns.

ich hab ihn jedenfalls diesmal nicht abrücken lassen, und das hat er - sensibel, wie er ist - auch auf anhieb kapiert. noch bevor ich nach freiburg bin hat er schon auf meine ankündigung alle sicherheitsschlösser zu seinem herzen laut einschnappen lassen und mich noch ein bisschen verletzt dabei.

tja

und nun sitzt er da in freiburg und ich in berlin und er ist aus der kiste raus. ich bin frei von ihm und ich würd ihn an meinem totenbett einfach nur doof finden, wenn er mir DANN noch seine liebe gestehen würde. ich bin drüber weg, mich über etwas, was von ihm kommen KÖNNTE, zu freuen, und ich bin auch davon weg, zu trauern oder ihn für den unsinn, den er veranstaltet, erwürgen zu wollen.

tja

und nun darfst du dir überlegen, ob dieses geschichte des "nicht-an-einen-rankommens" und der unglücklichen liebe DIR etwas bringt.

ich weiß es auch nicht so genau...

gruß

sine

#249
Liebe Sine,

pow wow - jetzt bin ich doch platt - vielen Dank für Deine intensive Auseinandersetzung mit Kalki. :tongue:

Zunächst, das wichtigste: meiner Mum geht es so einigermaßen, physisch ganz gut, aber psychisch herrscht die Angst vor erneuter akuter Erkrankung vor. Die erste Nachuntersuchung ist in 10 Tagen. In erster Linie ist es aber gut, sie in einer ganz guten Verfassung und zu hause zu wissen.

Dein Posting muß ich nochmal in Ruhe und ausgedruckt sehen, es sind einige viele Parallelen und Ansatzpunkte, insbesondere die, die Deiner Meinung nach einer Beziehung von seiner Seite aus entgegenstehen. Das bringt mit gedanklich wieder in seine Richtung, denn in den letzten Wochen habe ich mehr um mich gekreist.

Also zu Deinen Punkten a) bis c):

a) er weiß selbst nicht so genau, wo die Anknüpfungspunkte oder Prios in seinem Leben liegen - diese Antwort bekomme ich jedenfalls immer. Er beklagt sich nur, daß er einfach so vor sich hin lebt und sich das meiste nicht zu seinen Gunsten wenden will. Das Vorsichhinleben kostet aber schon seine gesamte Kraft - also selbst Veränderungen herbeizuführen, dazu ist er nicht gut in der Lage. Ihn selbst kotzt es tierisch an. Wenn ich ihn so beobachte und aus der Erkenntnis der letzten Jahre (by the way wir waren 4 Jahren zusammen und kennen uns seit 10 Jahren) würde ich urteilen, daß seine Prios bei Karierre und Arbeit liegen mit einem gesicherten Freundeskreis im Hintergrund, der jederzeit abrufbar sein sollte. Außerdem sollten die anderen sich bitte nicht ständig positiv entwickeln, da er -stark competetive denkend- dann selbst in die Zwickmühle der Weiterentwicklung kommt.

Von innerer Mitte ist er krass weit weg. Wo Privatleben da rein paßt, ist ihm nicht ganz klar. Liebe - oh ja - aber bitte ohne Streß.

B) ist in den letzten Jahren relevant geworden. Unsere ganze Beziehung war hochemotional und nicht in einem Punkt von Vernunft geprägt - im übrigen sehr rasant. Davon spüre ich nur noch wenig. Er kommt mir vor wie mit angezogener Handbremse. Er hat jede Emotion verbannt, um nicht verrückt zu werden - wenn es doch mal durch kommt, wird es in Alkohol ertränkt - seine eigene Aussage. Also das Thema mit mir schmerzt ihn, aber er hat keinen Bock auf Schmerz.

Aßerdem hat er nun eben die langweilige Schnecke gefunden, die keine Bindung von ihm verlangen kann, weil sie selbst ihren Mann immer gern ins Feld führt, wenn er ihr traurig berichtet, daß ich doch seine einzige Liebe bin. Da gibt es wenigstens keine Verpflichtung. Habe ich ihm doch mal gesagt, daß das die ideale Beziehung für ihn sei - huch - das hat ihn richtig genervt - in die Ecke will er sich nicht stellen lassen - und steht schon längst drin. Mich findet er nun begehrens- und liebenswert, aber ich habe ihm klar gemacht, daß ich in einem solchen Beziehungskonstrukt nicht klarkomme.

c) also nun - richtig oder gar nicht - darauf läuft ja die ganze Entscheidung raus. Klar ist, daß er sich zu "richtig" nicht aufraffen kann, was Gründe habe muß. Darauf antwortet er mehr oder weniger versteckt ständig mit seiner allgemeinen Lebenskrise und Depression.

Aber er liebt und vermißt mich.

Mich bringt nur der Ansatz weiter, ihn da zu packen, wo es ihn selbst so richtig ankotzt - also echtes Stochern in der Wunde.

Falls es eigentlich wirklich einfach ist, und er schlicht nicht will - aus 1001 Grund, dann sollte er zu der Überzeugung kommen, daß er die Kiste hier zumacht - für immer. Genau das will er aber nicht, auch in der Vergangenheit habe ich ihm die Trennung etwas abgerungen, er hat es selber nie ausgesprochen, obwohl es total offensichtlich war.

Shit, da findet man nun DEN und dann ...

Lö

sine
#250
Original von LöwenherzchenMich bringt nur der Ansatz weiter, ihn da zu packen, wo es ihn selbst so richtig ankotzt - also echtes Stochern in der Wunde.
o.k. das klingt auch stimmig eigentlich.

ich stocher bei meinen partnern allerdings - zumindest absichtlich - NICHT in irgendwelchen wunden. klar, ich sprech dinge an, aber ich kann hier nicht die mutti und auch nicht die therapeutin mimen.

was meinst du... also meine these ist, dass eine beziehung von den beiden beteiligten zwar einerseits viel verständnis und aktive teilnahme an problemen verlangt. aber andererseits sollte keiner sich über den anderen stellen.

ich kann es mal so formulieren: meine rolle als partnerin verlasse ich in dem moment, wo ich ihm sage, 'die und die sachen, mach da das und das'.

und damit ist jeden beziehung - in meinem verständnis - dem untergang geweiht bzw. per se schon abhanden gekommen.

hm?

gruß

sine

p.s.: oder nochmal anders formuliert: ich bin nicht für meinen partner verantwortlich.

pp.s.: oder noch anders: probleme muss jeder selbst lösen.

#251
Aber auf die Probleme aufmerksam machen, das ist doch ganz sinnvoll?

Klar muss er das alleine lösen. Ab dem Punkt wird ihm Löwenherzchen auch nicht mehr weiterhelfen können. Aber dass er da überhaupt mal hinkommt, seinen soft spot als Problem realisiert..

Das sollte eine Beziehung doch leisten dürfen.

*ist ein Freund von Stochern in offenen Wunden* da kann man nämlich auch irgendwelche Sachen drin finden. Nur die Behandlung sollte man im Ernstfall dann doch lieber dem Profi überlassen.

#252
Hi Sine,

ja sobald das in Richtung - vorschreiben, was man zu tun hat - geht, bin ich Deiner Meinung. Ehrlich gesagt, eigne ich mich aber ganz gut für diesen Part - also dachte ich früher, es müßte doch passen. Tat es aber nicht, er wollte zwar immer nicht entscheiden, aber daß ich dann für ihn entschieden habe, brachte unsere Beziehung in ein Ungleichgewicht.

Vielleicht fürchtet er sich davor auch - oder anders gesagt - ist das eher ein Abkopplungspunkt. Das Verdrehte ist, daß ich weder Spaß daran noch genug Machtgeilheit in mir habe, um für ihn mitzusorgen. Mir wäre es lieber,mich auch mal auf seine Entscheidungen zu stützen.

Der entscheidende Punkt ist: hier fehlt die Tat. Er macht es nicht.

Und er provoziert es förmlich, daß ich für ihn zumindest mitdenke, daß er mich in der Art und Weise mit seinen "unlösbaren" Problemen und seiner Lebenskrise bombardiert, die seine Antwort sind auf die Frage nach Partnerschaft zwischen uns beiden.

Objektiv betrachtet, ist es vermutlich ein Hilfeschrei, aber, ich wehre mich dagegen, diese Probleme zu lösen. Er fühlt sich für eine Lösung unfähig - schon seit längerer Zeit. Seine Vorgehensweise damit fertig zu werden, ist Verdrängung bzw. nur ein Annehmen dessen, was so "operativ" um ihn passiert. Total passiv eben.

Daß "auf den wunden Punkt bringen" hat eben nur das Ziel, ihn aus diesem Kreislauf des Denkens zu bringen. Ihm auch klarzumachen, daß er hier eine Chance verpaßt, die es dann nicht mehr gibt, weil er nicht in der Lage ist, sein Leben auch nur etwas aktiv zu gestalten.

Sicher, ich kann ihn nicht zwingen, aber ich möchte ihn doch stark in Richtung Entscheidung drängen. Es reicht mir nicht ganz, nur die Entscheidung von meiner Seite aus zu treffen in welche Richtung auch immer. Ich habe das schon einmal gemacht, mit dem Resultat, daß er die passiv hingenommen hat (er hatte sie auch provoziert) und dann gedanklich nicht als seine, sondern meine Entscheidung abgelegt hatte, mit der späteren Argumentation "ich habe das nie gewollt, ich habe es schließlich auch nie entschieden ..." Jurist, sage ich nur. :tongue:

Lö

#253
Nochmals Hi,

nach wiederholtem Lesen Deines Postings bin ich hier hängengeblieben:

Original von sinedann hab ich heroisch gesagt, dass mir das nicht genüge und dann begann die unglückliche liebe, denn ICH konnte mich nicht innerlich trennen und bis 2003 hatten wir noch kontakt, und zwar jedesmal flirt-mässig und hast du nicht gesehen, bis sagen wir 1998 hatten wir auch alle jubeljahre nochmal was im bett
Interessant daran finde ich vor allem seine Haltung. Er sagte, er wisse nicht genau, ob er Dich liebt, hat aber ebenfalls den Kontakt aufrechterhalten und zumindest alle Jubeljahre im Bett eine kleine oder größere Anstrengung in Deine Richtung unternommen.

Vielleicht bin ich zu altruistisch, aber - abgesehen von Deiner oder hier auch meiner Haltung - kann man denn nicht verlangen, wenn der Typ keine für ihn klar spürbare Liebe empfindet, daß er sich dann ganz "verweigert", zumindest auf der einen Ebene, um diejenige zu schützen, die sonst nur sehr sehr schwer von ihm loskommt, da mit jedem dieser Kontakte die Hoffnung genährt wird ???

Hach, welch ein Mist. :evil:

Lö

sine
#254
hm

also ich meine: hallo!

hm

also das mit den "kleinen und großen anstrengungen", das ist ein weites feld, das auszudiskutieren. ich sag nur so viel: das war schon o.k.

:]

Objektiv betrachtet, ist es vermutlich ein Hilfeschrei, aber, ich wehre mich dagegen, diese Probleme zu lösen.
sehr gut, also das, was du gepostet hast zu seiner passivität, könnte ich gut unterschreiben... einfach dass man begreift, das hat nicht notwendig alles immer was mit einem selbst (also mit dir als potentielle partnerin) zu tun, sondern is halt so.

die frage ist nur: welchen schluss darf man daraus ziehen, dass er passiv bis zum verdacht einer depression ist?

@ djinny

ich find es sogar sehr gut, wenn partner sich gegenseitig die finger auf die wunden legen. so wie in einer freundschaft sollte das in einer partnerschaft möglich sein.

hm

aber es gibt themen, da funktioniert das mit dem "finger-auf-die-wunde-legen" nicht so rasig bannig spitzenmässig in beziehungen. u.a. die aufforderung, sich doch mal mehr zu engagieren in einer beziehung... oder sagen wir: so eine aufforderung sollte man nur einmal tätigen. jede wiederholung ist tödlich...

verstehste?

ach

kann es selbst auch nicht begründen

:rolleyes:

weia

gruß

s.

#255
da geb ich Dir recht, sinchen.

Aber ich glaub es handelt sich weniger um die Aufforderung "tu mal mehr für unsere NichtBeziehung" als vielmehr *pieks* "Guck mal, darum willst Du Dich vielleicht Dir selbst zuliebe kümmen?" Der Piekser muss natürlich sitzen..

Allerdings seh ich da keine Bedenken dass noch ein oder zweimal zu wiederholen. Wenn er's dann nicht begreift gibts auch keine Hoffnung für die Beziehung.

Die Sache ist festgefahren. Ohne eine echte Änderung wird sich da nix tun.

sine
#256
Original von LöwenherzchenDaß "auf den wunden Punkt bringen" hat eben nur das Ziel, ihn aus diesem Kreislauf des Denkens zu bringen. Ihm auch klarzumachen, daß er hier eine Chance verpaßt, die es dann nicht mehr gibt, weil er nicht in der Lage ist, sein Leben auch nur etwas aktiv zu gestalten.
hm

ich hab auch nochmal darüber nachgedacht...

wie würdest du DICH fühlen, wenn DIR jemand sagt: pass auf, du hast doch ein problem. löse das!

klar, es gibt mittel und wege, so etwas zu besprechen. aber wenn dahinter ein ziel verfolgt wird, wenn also daran eine bestimmte erwartung, ein ergebnis geknüpft wird, was soll dann der betroffene denken?

doch sicher nicht, dass er mit seinem problem ernst genommen wird.

oder sehe ich das falsch?

gruß

sine

#257
Sine,

jaa, das ist wohl dann so :]

Was soll ich sonst machen ?

Da stehe ich an dem Scheideweg, gar nichts zu tun bei jemanden, der wegen chronischer Lahmarschigkeit und Entscheidungslosigkeit stadtbekannt ist

oder:

ihm wenigstens mal auf den Mist draufzustoßen, den er da mit seinem Leben fabriziert - mit dem Risikio, daß er dann eventuell gar keinen Bock mehr auf meine Meinungsäußerung hat.

... und - ja, klar - habe ich ein Ziel und will etwas von ihm, u.a. darum bin ich ja auch die denkbar schlechteste Ansprechpartnerin (zumindest jetzt), wenn es um seine Lebenskrise und Depression geht. Das heißt nicht, daß ich das nicht ernst nehme.

Von Balance ist hier aber auch keine Rede mehr. Mensch, ich habe ja auch noch Bedürfnisse und Probleme z.B. mit séiner eigenartigen Beziehung. Das nervt mich tierisch und macht mich fertig, wenn ich darüber nachdenke. Hat er dieses Problem ernstgenommen ? Ich weiß es nicht.

Mein Eindruck ist, er arrangiert sich selbst mit allem irgendwie. Wenn gar kein Druck von außen kommt, passiert eben auch gar nichts - im Zweifelsfalle wird es schlimmer. Schon jetzt hat er meiner Meinung nach eine handfeste Depression. Er erkennt seinen schlimmen Zustand, ist aber nicht in der Lage, auch nur irgend etwas daran zu ändern - er wird immer lethargischer.

Eine Beziehung mit ihm bzw. diese anzufangen, wäre bei seiner jetzigen Verfassung genau dann möglich, wenn ich ihm zufällig in Köln begegnen würde, "juten Tach, ich wohn jetzt auch hier - alles easy für Dich", er gerade wieder Streß mit seinem Verhältnis hat oder die wieder zu ihrem Mann zurückgeht und er gerade keinen Streß im Büro hat bzw. im übrigens eh gerade mal guter Laune ist *gern sarkastisch bin* :schief:

Gibt es andere Handlungsoptionen ?

Lö

sine
#258
tja

ich kann dir nicht sagen, welche handlungsoptionen du hast. ich meine halt nur, dass du ein sehr großes risiko eingehst, wenn du ihm nahe - vielleicht eben: zu nahe - trittst.

aber

ich würd ihm vermutlich auch mal kräftig auf die zehen treten. ich bin eh ziemlich impulsiv und könnte manchmal GERADE dann verrückt werden, wenn neben mir einer bremst.

mich kann jemand nur dann mit seiner ruhe überzeugen, wenn er einen grund hat für seine bedacht. ist wohl intolerant von mir. aber menschen sind verschieden. und ich denke ähnlich wie du: ich DARF sein wie ich bin, und wenn ER seinen beitrag zum gegenseitigen miteinander nicht leistet - also dir nicht in irgendeiner weise etwas gibt, was dich glücklich macht -, dann hasta la vista baby.

wie würdest du ihn denn auf die zehen treten wollen?

gruß

sine

#259
Ja, wie nun auf die Zehen treten - kein wirklicher Plan, den ich da habe ...

Bisher ist mir nur klar, was ich thematisiere, über wie muß ich mir noch Gedanken machen. Ich neige zu Ungeduld und er neigt dazu, wenn er das merkt, mich total zu nerven mit Arschruhe und Desinteresse. Der Ausgang - undenkbar schlecht.

Also muß ich nochmal überlegen und anfangen an dem Punkt, wie ich das oben Geschilderte vermeide.

#260
hallo,

mann kaum zu glauben. das hört sich ja fast wie meine geschichte an. ich kann Dir nur einen Rat geben: stell Dir einfach mal ganz real vor, wie es wäre JETZT wieder mit ihm zusammen zu sein (mit dieser ganzen Vorgeschichte).

ich sag dir das macht auch keinen spaß. leider wollte sich mein Immermalwieder-Ex auch nicht zwischen 2 Frauen entscheiden. ich habe Monate gebraucht, um nach 10 Jahren Beziehung wieder alleine klar zu kommen und irgendwann auch einen supertollen Typen kennengelernt.

und? Auf einmal rief der Ex wieder an, fing an zu kämpfen und wir sind wieder zusammen gekommen. Aber bei jeder Frau, die ihn jetzt anruft oder umarmt zucke ich zusammen, weil ich denke, dass alles wieder anfängt. Wenn das Vertrauen mal so zerstört ist, sollte man es nicht mehr wieder versuchen und es einfach bei einer Erinnerung an eine wunderschöne Zeit belassen.

Ich bereue, dass ich den anderen wegen meinem Ex verlassen habe. Ich habe das bekommen von dem ich immer geträumt hatte – wieder mit ihm zusammen zu sein – und es ist einfach überhaupt nicht mehr wie vorher. denn wenn sich jemand nicht entscheiden kann, was er will, wird sich das nicht ändern.

Also vergiss den Ex und fang ein neues Leben an. Es wird dir nur gut tun.

ich wünsche Dir viel Durchhaltevermögen für die nächste Zeit.

:-))

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