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ich leide unter angstzuständen/panikattacken

59 Antworten5'034 AufrufeGestartet von Broken-Wings ·

#21
ich werd jetzt einfach mal versuchen dinge einzugehen die mir angst machen und dagegen anzukämpfen...fakt ist ja das jeder angst vor was hat..

#22
gestern wars wieder soweit kurz vor 00 uhr hatte ich wieder einen anfall..

zwei mal durchfall und dann durch gezittert..musste tablette nehmen :(

ich will das ehrlich nicht mehr

#23
Was war der konkrete Anlass? Was hast du da gerade gemacht? Was waren deine Gedanken dabei?

#24
ehrlich gesagt war der kopf wie leer und ich dachte ich werd krank wegem magen und so weiter... ja eig haben mein freund und ich nur bisschen ferngesehen..vorher noch was gegessen und ich dachte einfach:"vielleicht bekommt mir das essen nicht."

#25
ehrlich gesagt war der kopf wie leer und ich dachte ich werd krank wegem magen und so weiter...
Na, sooo leer war der Kopf nun auch wieder nicht, wenn du noch denken kannst. ;)

Ja, aber was sind dabei deine Befürchtungen? Es muss ja für dich etwas superschlimmes bedeuten, wenn du krank wirst. Was bedeutet es für dich? Denn der Auslöser für deine Angst liegt eigentlich nicht in der vorangegangenen Situation, d.h. von außen. Also muss es von dir aus gehen, in innen her kommen.

musste tablette nehmen
Was für Tabletten (bitte jetzt nicht den Namen schreiben!!!)? Gegen den Durchfall oder gegen den Anfall?

#26
ja ich weiss halt auch nicht so genau...

ja gegen die angst das ging dann mit zittern weiter

#27
Was passiert, wenn du die Tabletten weglässt?

Mir kam nämlich so die Idee, ob nicht die Tabletten der "Auslöser" sind. Du kommst in eine schlimme Situation, dein Körper fängt unkontrolliert irgendwelche Hormone und Botenstoffe an auszuschütten und du versuchst gar nicht erst gegenzusteuern, sondern lässt es weiter zu, weil du ja weißt, dass die Tabletten alles abmildern.

Wenn eine zweite Person dabei ist, versuch mal ganz bewusst, nicht an die Tabletten zu denken, sondern versuch dich mit deinen Gedanken zu beruhigen. D.h. versuch es mal mit Autosuggestion.

Mal als Beispiel: Während meiner Traumatherapie betr. meines Verkehrsunfalles kam irgendwann der Punkt, da musste ich mich auch der Situation aussehen, wie sie damals während des Unfalls war. Wow, da ging die Post im Auto ab!!!! Erst bin ich mit Begleitung gefahren, später ohne. Aber da musste ich durch. Und nur durch das immer wiederkehrende Erleben der Unfallsituation ging meine Angst vor solchen Situationen zurück. Aber am Anfang war von Gefahrenbremsung, über Vollbremsung bis zögerlichem Reagierens alles dabei. Ich hab auch im Auto mitten auf der Kreuzung gestanden und geheult, weil es für mich eine Riesenanspannung war. Aber da musste ich durch.

Es hat geholfen. Irgendwann ging meine Angst vor dieser Situation und meine Ängste im Straßenverkehr zurück. Es ist ein harter Weg, aber man kann ihn schaffen.

#28
ja nur gibts da keine bestimme situation ich war schon hundert mal alleine oder in der migros oder arbeit

#29
Du musst das beobachten, wann es auftritt und was dafür die Gründe sein können/könnten. Das braucht seine Zeit. Aber Angst taucht nicht einfach so auf. Sie hat Ursachen. Und da musst du dahinter kommen.

Mach es schriftlich. Schreib ein Angsttagebuch. Wann, wo, was ist passiert, was ist wie aufgetreten, was könnte der mögliche Auslöser sein.

Es muss doch einen Grund haben, warum du z.B. bei Durchfall gleich in Panik gerätst.

Das kann sein...

* du hast mal einen übelsten Schwächeanfall erlebt (so mit grünem Gesicht und der Ohnmacht nahe = totale Hilflosigkeit) und hast Angst, dass du wieder in diese Situation kommst

* du hast mal bei jemand anderem diese Situation erlebt und wusstest nicht, wie du ihm helfen kannst und hattest außerdem noch Angst, dass ihm etwas Schlimmeres passiert

* du hast vor einer Darmerkrankung Angst, weil das evtl. auf eine Darmerkrankung bis hin zu Darmkrebs hindeuten könnte.

Beobachte es. Hinterfrag die Angst. Der menschliche Körper bzw. dessen Psyche baut sowohl ein Schmerzgedächtnis als auch ein Angstgedächtnis auf. Darin werden alle Vorfälle gespeichert. Das führt irgendwann zu einer verzerrten oder übertriebenen Wahrnehmung. Und das führt dann unweigerlich zu psych. und physischen Schäden. Psychisch merkst du jetzt und physisch kann in der Form auftreten, dass man eine Schonhaltung einnimmt, damit man die Schmerzen nicht mehr wahrnimmt, was aber völlig verkehrt ist, denn damit sind Abnutzungen an Muskeln, Gelenken etc. vorprogrammiert.

Okay, war jetzt zu ausschweifend ;) , aber vielleicht hilft´s ja trotzdem. ;)

#30
Ich frag mich gerade, was für eine Therapie du machst, Broken-Wings!?

In Deutschland würdest du bei Angst- und Panikzuständen aufgrund einer ventuellen Agora-Phobie im Rahmen einer Verhaltenstherapie auch eine Konfrontationstherapie machen, gehört das in der Schweiz nicht dazu?

Hast du eigentlich eine Diagnose, was dir laut Expertenmeinung "fehlt", also unter welcher Art von psychischer Störung du leidest?

#31
nein das geht eben alles nicht so voran ich habe einfach verschiedenes gemacht

familienaufstellung,rückführung etc und jetzt dann mit sprechen aber erst in ner woche...

#32
um so mehr du dir druck machst, um so schwerer wirds sein sie los zu werden.

glaubst du das geht in einer woche? viell bekommst du sie auch nie mehr los.

diese hektik kanns ja nicht sein...

#33
nein das ist sicher nicht gut aber man kriegt druck von wo anders..

privat und beruflich.. man hat das gefühl man muss immer funktionieren

#34
nein das geht eben alles nicht so voran ich habe einfach verschiedenes gemachtfamilienaufstellung,rückführung etc und jetzt dann mit sprechen aber erst in ner woche.
Du musst mal ein bissel Ausdauer und Geduld haben. So etwas geht nicht von ein paar Therapiesitzungen weg. Und du musst auch wirklich aktiv mitmachen. Der Therapeut kann dir nicht helfen. Er leitet dich an - helfen musst du dir schon selbst.

Aber je mehr Therapieformen du ausprobierst, umso schlimmer werden die Attacken.

In Deutschland würdest du bei Angst- und Panikzuständen aufgrund einer ventuellen Agora-Phobie im Rahmen einer Verhaltenstherapie auch eine Konfrontationstherapie machen, gehört das in der Schweiz nicht dazu?
Das meinte ich damit, wenn ich dir schrieb, dass du dich mit den Ängsten konfrontieren musst. Du wirst da nicht drumrum kommen.

#35
ja aber ich bin ja noch am anfang das braucht alles zeit und das nervt mich..

heute war ich fast nur im bett und hab gepennt..

#36
Hallo broken-wings

ich lese gerade Deinen Beitrag und erinnere mich an eine meiner schlimmsten Zeiten in meinem Leben. Ich litt vor einigen Jahren auch unter akuten Panikattacken. Ich kenne die Ursache noch heute nicht, ich war damals in einer Lebenssituation in der ich rundum glücklich war. Ich ging damals auch zu meinem Hausarzt, aber holte mir auch von einem Psychiater Hilfe da mich "meine Angst vor meiner Angst" täglich mehr und mehr einschränkte und ich täglich vor den kleinsten Dingen Panik hatte und einen Anfall auslöste.

Ich hatte damals einen Partner, der dies auch schon erlebte und mir extrem beistand. Bei Panikattacken spielt sich vieles im Kopf ab - man steigert sich immer mehr in etwas hinein und durch die Gedanken fängt man unterbewusst an zu hyperventilieren, falsch atmen...deshalb auch die vielen körperlichen Symptome wie zittern, Durchfall, schwitzen, Sehstörungen etc. Ich habe gelernt zu atmen, sobald ich spürte, dass eine Attacke kam. Probier in diesem Falle eine Faust vor dem Mund und atme ruhig ein und aus, somit kannst Du nicht mehr hyperventilieren und dein Körper bekommt dann nicht mehr zuviel Sauerstoff. Probiers aus, es beruhigt und ich lernte damit umzugehen. Panikattacken können vielerlei Ursachen haben, es muss nicht immer zwingend irgendwo tief im Innern liegen. Wenn ja, hilft sicher eine kognitive Verhaltenstherapie - jeder Mensch kann aber davon plötzlich betroffen werden, durch Stress, veränderte Lebenssituation (nicht immer nur in negativer Weise) usw. Ich nahm während dieser Zeit Medikamente. Angststörungen können auch körperlich bedingt sein, dann fehlt dem Körper ein gewisser Stoff denn man in Form von Medikamenten wieder zufügt. Es gibt auch viele Medikamente welche überhaupt nicht abhängig machen - mir haben sie sehr geholfen. Versuche die Angst anzunehmen, sprich in Gedanken mit der Angst wenn sie kommt. Sage ihr dass du sie akzeptierst, Du dich aber nicht von ihr kaputt machen lässt.....usw.

Ich habe die Attacken bekämpft und hatte sicher 3 Jahre Ruhe davon. Im letzten Jahr treten sie sporadisch wieder auf..aber ich habe gelernt damit umzugehen und ich lasse es nicht mehr zu, dass die Angst mich unter Kontrolle kriegt.

Ich wünsche Dir viel Kraft dabei, Du kannst es schaffen. Alles Liebe!

#37
Wow, deine Geschichte ist auch sehr beeindruckend.. =)

ich denke auch das ich es schaffe doch der weg bis dahin ist echt steinig..

ich denke manchmal ich gehe einfach mal ins KIZ (Kriseninterventionszentrum)

um da zu schauen, weil so..kann und will ich nicht mehr.. wenn zB jetzt mein Freund zu mir kommt und so, bring ich nicht einmal mehr davon freude auf, tu es aber!

#38
ich denke manchmal ich gehe einfach mal ins KIZ (Kriseninterventionszentrum)
Was soll dir das bringen?

...................................................

#39
ja zum mal abklären oder die können mir erstmals medis geben..

alleine fühl ich mich grad nicht wohl

#40
ich finde es sehr gut, wenn Du ins KIZ gehst. Wenn Du den Weg alleine daraus nicht schaffst, nimm Dir diese Hilfe an und schäme Dich nicht dafür! Ich arbeite selber in einem Spital und weiss wieviele Menschen darunter leiden, hätte ich nie gedacht, wieviele Menschen davon betroffen sind. Erst als ich mich damit beschäftigen musste, wurde mir dies bewusst. Im KIZ können sie Dir Wege aufzeigen, wie Du damit umgehen lernen kannst - ich finde die Erkenntnis gut, professionelle Hilfe anzunehmen, wenn man selber nicht mehr damit zurecht kommt. Geh den für dich richtigen Weg und lass Dir helfen, schäm dich nicht dafür. Ich weiss wie Du dich damit fühlen muss..manchmal dachte ich, durchzudrehen und irgendwann in der Klinik zu landen. Mein Therapeut half mir zu lernen, dass ich eben nicht "irre" bin, dass sich die Angstattacken alleine im Kopf abspielen, mehr nicht. Je nach Ursache der Angst muss diese eben tiefer in Angriff genommen werden und dies ist dann meist nicht ohne Therapeuten möglich.

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