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Ich will nicht verbittern!

434 Antworten29'127 AufrufeGestartet von Elefantenherz ·

#301
Guten Morgen @all, hallo @fanti

Die Zeit alles zu lesen fehlt mir leider, so antworte ich einfach nur auf Deinen letzten Beitrag, @fanti.

Ich finde, Du hast eine - für mich nachvolziehbare, weil selber erlebte - Einstellung zu Deiner Krankheit hast, die mir ein wenig Angst macht. Ich denke, die Hoffnung, «geheilt» zu werden und «am Ende der Spirale anzukommen» oder «in wirklichem inneren Frieden abends einschlafen zu können» sind schöne Hoffnungen, aber entsprechen wohl kaum der Realität.

Warum ich das weiss?

...nun, kennst Du irgendwen, der das alles sagen kann? Mir niemand bekannt, selbst sogenannte «Normale», psychisch stabile und scheinbar ausgeglichene Menschen sehnen sich nach genau dem gleichen, danach, endlich mal in Frieden abends einschlafen zu können.

Klar, manchmal gelingt das, aber ein Ende der Spirale gibt es in dem Sinn nicht... ausser den Tod, der definitiv das Ende unserer Spirale in dieser Dimension darstellt. Ich bin fest überzeugt, dass wir immer wieder an Stellen in unserem Leben geführt werden, die für uns schwierig sind.

Aber ich habe auch erkannt, dass ich selber so ein kleines Staubkorn in diesem Universum bin, dass ich selber so unwichtig und unscheinbar bin, dass es gar keinen Wert hat, mir immer Sorgen zu machen. Scheint verrückt zu tönen, aber es ist effektiv so: seit ich «Demut» gelernt habe und meine Winzigkeit angenommen habe, werden meine Probleme immer kleiner und unwichtiger.

Ausserdem ist es «Klagen auf hohem Niveau»! Menno, wie haben wir's doch gut (und ich baue mich da nicht am Leid anderer auf - sondern habe den Luxus, den mir das Leben mit der Geburt in Mitteleuropa geschenkt hat, schätzen gelernt) und wie oft «machen» wir uns unsere Probleme selber!

Damit will ich in keiner Weise Deine Gefühle und Schwierigkeiten schmälern, die sind wirklich ernst für Dich und Deine Umwelt (so auch für uns alle vn der Crew), aber so brutal das tönen mag: ein Mensch ist nur einer von mehreren Milliarden zur Zeit lebenden Menschen auf der Welt. Ich frage mich manchmal, ob ich recht tue, zu klagen, wenn jede Minute so viele Menschen sterben aus Gründen, die mir fremd sind, wie Nahrungsmangel, Infektionen, mangelnde ärztliche Betreuung.

Bitte vergib mir meine Aussage, wenn sie Dir schlecht reinkommt - sie soll nur meine Sicht der Relationen darstellen und ist bestimmt nicht dazu geeignet, therapeutisch zu wirken.. ;)

Ich wünsch Dir jedenfalls gute Betreuung und den Rahmen, den Du brauchst, um Deine Mitte wieder zu finden!

Euch allen einen mindestens so sonnigen Tag wie ich gerade in Basel erleben darf:)

:schmatz:

Xoff

sine
#302
hallo fanti

Original von ElefantenherzDie Selbstmordphantasien der letzten Tage haben mir ganz schön zu schaffen gemacht.
dass du suizidär bist, hätte ICH nicht vermutet. ich dachte, du bist hängengeblieben oder es ist einfach eine psychische notsituation, die ich mir eben nicht vorstellen kann, die dich in diese klinik (stichwort "caritas-einrichtung" ;) ) "gebracht" hat.

naja

aber dass die depressiven stimmungen tatsächlich einen touch in die richtung bekommen können, dass es einem (kurzfristig) "am besten" erscheint, sich einzustampfen, kann gut sein. wenn das aber der fall IST, dann wundert es mich sehr, wie fröhlich du in all deinem leid bist.

aber so hat jeder seine art.

ein bissle erscheinst du mir wie ein musikstück. mal ein getragenes stück, mal wieder flinke sequenzen...

:) )

soo!

und tatsächlich schließe ich mich @zitronenfrau an... aber wen wundert's! ich selbst habe zitro's gedanken schließlich anzunehmen versucht, als es mir damals so schlecht ging. und nun geht es mir gut.

@xoff:

Original von xoffIch denke, die Hoffnung, «geheilt» zu werden und «am Ende der Spirale anzukommen» oder «in wirklichem inneren Frieden abends einschlafen zu können» sind schöne Hoffnungen, aber entsprechen wohl kaum der Realität.
ich glaube, das entspricht deiner wahrnehmung. meine wahrnehmung hat sich gewandelt. ich treffe nicht mehr nur auf leute, die keinen frieden finden. tja, und auch, wenn ich selbst es fast nicht glauben kann: also MIR geht es gut. ich kann das von mir sagen.

ich muss eine weile darüber nachdenken, wie sich das gefühl, dass ich glücklich bin, damit "verträgt", dass ich dennoch - so ähnlich wie du es ja auch geschrieben hast - von einem problem zum nächsten laufe auf meinem lebensweg.

spontan würde ich diesen scheinbaren widerspruch damit begegnen wollen, dass ich keine angst mehr davor habe, ein problem nicht lösen zu können. und ich möchte dazu sagen, dass ich zu glauben begonnen habe, dass mir jedes problem etwas gutes (und neues) zeigt, was ich auch "billiger" hätte lernen können, mich aber vermutlich bisher gesperrt hatte zu lernen.

es gibt viele gedanken dazu, keiner ist von mir ganz zu ende gedacht. außerdem ist meine gute zeit noch nicht sooooo alt. wie zitro auch (in etwas anderem zusammenhang) geschrieben hat, ist die zeit, in der ich mich gequält habe, bisher die meiste zeit in meinem leben und das gelassene und das frohe glückliche ist erst ein, zwei jahre alt.

und weißt du was? vielleicht kommt noch hinzu, dass man sich das glücklichsein irgendwie vorstellt. aber das darf man getrost vergessen, erwartungen machen einem das perfekteste glück kaputt. ein bissle flexibel zu sein ist sehr viel besser (interessanter ausflug in die vorstellungswelt dagegen dann das wünschen... aber wünsche sind auch nicht statisch, oder? ).

hm

*grübel*

:) )

gruß

sine

#303
@fanti

sorry, bei mir geht zeitmässig grad alles drüber und drunter- drum kann ich leider die postings nicht wirklich verfolgen- das heisst aber net, dass ich nicht an dich denke!

kopf hoch :trost: ....ich schick dir sonnenstrahlen aus bern.

#304
Aber das ist schwierig, nicht? Den Dingen die Zeit zu lassen, die sie brauchen.

Aber hallo.

Gerade gehts mir wieder völlig beschissen, tut mir leid, aber das muss ich eben mal ausdrücken--

Ganz ohne viele Worte

Hast Du Dich von mir getrennt

Hinweise der wichtigen Sorte

hab ich wohl verpennt

Mit einem anderen gehst Du weiter

Mir brennt der Magen, ich fall von der Leiter

Es kommt der Schmerz der kein Ende kennt.

Meine Hälfte warst Du, besser in vielen Dingen

und trotzdem dass viele mit dem Elend ringen

scheint mir meins das elendste zu sein

und gleichzeitig ist es mehr als fein.

Denn Dich zu lieben ist ein Glück

ist auch mein Herz nicht mehr in einem Stück

so gedenk ich bessrer Tage

die ich auch in meinem Herzen trage

Doch vermissen tu ich dich ganz fürchterlich

wie langweilig ist es ohne Dich

ob mit crew und freunden oder ohne

die Sonne interessiert mich nicht die Bohne

Ich bleibe Stehen, hör auf zu gehen

werd ich dich jemals wiedersehen?

Und unsere Kinder, jetzt nie geboren

hab ich an den lieben Gott verloren..

Ich könnt mIch schlagen, treten, kratzen

wie konnte ich mein Glück verpatzen

Es war klein und doch so gross

ich wart auf einen kleinen Stoss

Von deiner kleinen Hand...

mein Blut gerinnt und verläuft im Sand

der Zeiten und zum zweiten und zum dritten

dieses Loch scheint nicht zu kitten..

Dein Blick, Dein Lachen und viele andere Sachen

werd ich niemandem vermachen

sondern immer bei mir haben

in guten wie in schlechten Zeiten

an schönen wie an miesen Tagen

Was bleibt mir nun denn noch zu Sagen

als auf Wiedersehen an einem andern Ort

Dann ist Liebe da und Kummer fort...

#305
:D :D :D :D :D :D :D :D :D

Das ist das mieseste Gedicht, das ich hier je veröffentlicht habe, aber es hat gugetan.

MIr ist es übrigens gerade ziemlich egal was die anderen auf der Welt tun, weil ich meine Familie verloren habe, die ich schon gefühlt hatte.

Ich wollte ihr ein zuHause bieten, in dem sie sich absolut wohlfühlt und habe ihr die Beziehungshölle geboten.

:mauer:

Aber es wird sich einrenken und ich werde mich wieder dem MItgefühl für die Menschheit widmen aber ich muss meine Trauer einfach ausleben, weil ich sonst verrückt werde, verrückter als sowieso.

So, das wars für jetzt, eure Beiträge sind wieder mal spitze und Eure Sonne und Wärme erreicht mich doch, wo ich dieses CAfe bis heute abend verlasse.

Jetzt habe ich Freizeitgruppe und dann ganz banal Treppe putzen.

:schmatz: an alle

ELEFANTENHERZ

SchweinePoet ... oder PoetenSchwein??

#306
SINE:aber dass die depressiven stimmungen tatsächlich einen touch in die richtung bekommen können, dass es einem (kurzfristig) "am besten" erscheint, sich einzustampfen, kann gut sein. wenn das aber der fall IST, dann wundert es mich sehr, wie fröhlich du in all deinem leid bist

Ich bin mit dem grossen Glück ein fröhlicher Mensch zu sein geboren worden.

Das werdet ihr hoffentlich bald auch wieder mehr kennenlernen...

Momentan bin ich eher latent hysterisch. Und ganz schlecht im Gedichte schreiben und noch schlechter darin, das zu vertuschen.. :) )

Und ich werde "sich einstampfen" in meinen Selbstmordphantasien zukünftig einführen--- :] :super:

MIt dem Glauben an endende Spiralen und einem leicht sonnentrunkenen Hirn...

ein sich ausgestampfter Elefant

#307
Es... nein... ich WILL nicht! *klatsch* *zack* *klonk*

Tut mir leid, ich habe den Kampf gegen die Dunkle Seite (mal wieder) verloren, also mußt Du jetzt diesen blöden Witz hier lesen:

Q: Where do elephants have their sexual organs?

A: In their feet. When they step on you, you are fucked.



Kein Problem ist so groß, daß man nicht einen schlechten Witz darüber machen dürfte. :D

In diesem Sinne: Keep smiling!

#308
Original von sine...ich glaube, das entspricht deiner wahrnehmung. meine wahrnehmung hat sich gewandelt. ich treffe nicht mehr nur auf leute, die keinen frieden finden. tja, und auch, wenn ich selbst es fast nicht glauben kann: also MIR geht es gut. ich kann das von mir sagen.

ich muss eine weile darüber nachdenken, wie sich das gefühl, dass ich glücklich bin, damit "verträgt", dass ich dennoch - so ähnlich wie du es ja auch geschrieben hast - von einem problem zum nächsten laufe auf meinem lebensweg.

spontan würde ich diesen scheinbaren widerspruch damit begegnen wollen, dass ich keine angst mehr davor habe, ein problem nicht lösen zu können. und ich möchte dazu sagen, dass ich zu glauben begonnen habe, dass mir jedes problem etwas gutes (und neues) zeigt, was ich auch "billiger" hätte lernen können, mich aber vermutlich bisher gesperrt hatte zu lernen....
@sine

DAS ist es doch genau!

Wir laufen immer noch genauso durch das Leben, es wird durch unsere Heilung, sei sie scheinbar oder wirklich, durch Krankheiten und Schwierigkeiten, durch Gutes und Schönes, durch nichts besser oder anders, sondern wir nehmen sie anders wahr.

Wenn Du sagst, Du könnest heute einer Situation auch etwas Gutes abringen, die Dir vielleicht früher schlimmste Zeiten beschert hätte, ist es doch genau DIESE Veränderung der Wahrnehmung!...der Berg ist immer noch da, auch wenn ich ihn nicht mehr sehe und mich von ihm abgewandt habe....

DAS wollte ich mit meinem Beitrag sagen....etwas kompliziert, meine Methode, ich weiss... aber zum Glück gibt es @sine ( :schmatz: ), die es so gut vereinfachen kann...hihi:)

Wie «fit» ich geistig bin entscheidet meiner Meinung nach schon mal, wie ich in eine Situation hinein gehe. Was ich dann daraus mache hängt mit verschiedenen Faktoren zusammen, Erfahrung, Geschichte, Wissen, Bewusstsein, Wahrnehmung und vielen anderen bestimmt noch...

Ich habe die Unterstützung, die ich von Psychologen und Psychiatern erhalten habe vor allem als geistig-seelisches Fitnessprogramm erkannt, die mir geholfen haben, Probleme aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen und anders auf sie zuzugehen, das Leben gelassener (HEJA @zitro!) zu nehmen und - eben - mich selber dabei nicht so wichtig....

in der richtigen Dosis und Verteilung angewandt sollte dieses Hausmittelchen für die meisten einfachen Gebrechen - zumindest als Notfall-Ration - reichen und die ärgsten Symptome lindern....denke ich... ;)

:schmatz:

Xoff

#309
@ deepthought

Danke, das war schön. Lachen ist auch mein heutiges Mittel und wird es hoffentlich auch länger bleiben...

@ xoff

Du hast übrigens recht mit den Spiralen, sie enden wohl beinahe nie, aber vielleicht muss man sich ganz viele Spiralen auf einmal angucken und die Pracht des Lebens geniessen, dann fällt einem das nicht mehr so auf..so eine Art Kaleidoskop.

#310
Mit dem selber wichtignehmen hast Du wohl auch Recht, solange man sich selber noch ernst nimmt und wenn genau das abhanden kommt kann man...

Aber man sollte sich auch selber nicht zu ernst nehmen.

Hmm. schwierig.

Allgemeine Regeln lassen sich wohl nicht festlegen für das Leben, hm?

Das ist ja auch irgendwie auch das spannende, hätte ich z.B. ohne diesen Kummer so schnell nicht wieder alle diese Menschen hier "im Hause" gehabt und hätte mich selber nicht von dieser Seite kennenlernen können, die ich nötig habe um in Zukunft besser mit Beziehungen und den Damen und mir selber umzugehen.

Es musste sozusagen soweit kommen, bis die Schale der Egozentrik und des Versagens mal aufbricht und ich mich selber nicht mehr áuf den Arm nehmen kann.

Wie die Dame der Zitronen schon sagte (ungefähr) : Eile mit Weile.

Kennt ihr übrigens den Alchimisten? Viele halten es für ein nicht so gutes Buch, aber eine Stelle hat mir daraus gefallen. Sie geht ca. so:

Ein Mann kommt zu einem weisen Mann und fragt nach dem Sinn des Lebens.





Da sagt der Weise : gehe mit diesem Löffel und zwei TRopfen Öl durch meinen Palast und erzähle mir was Du gesehen hast.






Der Mann tut es, ist völlig begeistert von all den Schönen Dingen um ihn herum bis der Weise nach den zwei Öltropfen fragt, die der Mann natürlich unterwegs verloren hat.






Da sagt der Weise Mann: Schaffe es ohne die Tropfen zu verlieren und du hast es geschnallt...


oder so ähnlich---

Jedenfalls hilft mir die Geschichte immer sehr viel weiter.

Sachen auf die Reihe kriegen und sich von Schönheit nähren. Damit fährt man schonmal mnicht schlecht - und dann noch auf die kleinen Dinge achten, da liegt meistens die grösste Pracht drin...

Und mein Harmonielehrer (!) sagt immer das stabilste System ist das Bewegliche und im Leben ist alles Balance.

Alles Liebe euch allen

und bis später

F. auf Zehenspitzen

#311
#312
Zu den großen und kleinen Dingen des Lebens hätte ich auch noch eine Urban Legend beizusteuern. Angeblich soll das in Großbritannien in einem Philosophiekurs gewesen sein:

Der Lehrer stellt sich vor die Klasse hin und hat ein großes Glas dabei.

"Dieses Glas", sagt er, "ist Euer Leben."

Dann tut er große Steine hinein.

"Das sind die wichtigsten Dinge in Eurem Leben. Familie, engste Freunde, Eure Gesundheit etc."

Danach schüttet er Glasmurmeln hinein, die die Zwischenräume zwischen den großen Steinen auffüllen.

"Das sind die Dinge, die Euch danach auch noch wichtig sind. Euer Job, Reisen, Hobbies, Bekannte und dergleichen."

Zum Schluß füllt er das Glas mit feinem Sand auf.

"Das ist der ganze Rest, unwichtiger Kleinkram, Nebensächliches, aber auch viel Abwechslung und Kurzweil."

"Wir folgern zwei Dinge:

Erstens, wenn ich den Sand zuerst in das Glas geschüttet hätte, hätten die Murmeln und die großen Steine nicht mehr reingepaßt. Genauso, wenn ich die Murmeln zuerst eingefüllt hätte, dann hätten die großen Steine nicht mehr gepaßt. Also: Verzettelt Euch nicht mit Kleinigkeiten, widmet Euch zuerst den wirklich wichtigen Dingen des Lebens, alles andere hat danach noch immer Platz."

Dann nimmt er eine Flasche Bier und schüttet sie ins Glas.

"Zweitens, egal wie erfüllt und hektisch Euer Leben sein mag, es ist _immer_ Zeit für ein kleines Bier!"



#313
Das nenne ich eine gute Geschichte.

Und darum geht es doch eigentlich, oder? Das man später im Leben gute Geschichten zu erzählen hat..

Ich möchte doch einen von Xoffs vielen guten Beiträgen zitieren, um hier nichts aus den Augen zu verlieren....

#314
Original von xoffNoch einmal ich....

Das Thema dieses Threads ist ja «ich will nicht verbittern!»...darauf möchte ich, auch wenn jetzt schon viel passiert ist, eingehen, denn ich denke es ist ein Thema, das viele Menschen nach einer grossen Enttäuschung betrifft.

Wir wollen uns davor schützen, wieder eine solche Enttäuschung zu erleben und können uns deswegen nicht mehr (oder nur schwer) öffnen. Das kennen wir ja alle.

Für michist das noch nicht «verbittern» oder vergrämen oder so, aber es kann dazu führen... dann wenn es zur bestimmenden Verhaltensweise wird und uns verunmöglicht uns je wieder einzulassen.

Wie wir aber sehen können wir uns auf den richtigen Menschen einlassen - aber wer ist denn der richtige??? Trübt die Verschlossenheit nicht oft unsere Sicht, gehen durch unseren vermeintlichen Schutz vor Enttäuschung nicht ganz viele wunderbare Menschen unerkannt an uns vorbei?

Oder anders gefragt: wieso gibt's denn immer wieder Menschen ein neues Glück finden und sich einlassen können, obwohl sie sich geschworen hatten, es nie mehr zu tun?

Vielleicht lassen sich meine Frage gar nicht allgemein beantworten, aber mich interessieren Eure Erfahrungen, die mir, Euch und vielleicht auch anderen LeserInnen dieses Threads eine Hilfe sein könnten, Zuversicht zu fassen und sich nicht allzu sehr zu verschliessen - denn eine aufrichtige und gute Liebe ist doch das, was wir alle suchen, auch wenn wir gerade schaurig enttäuscht wurden....oder?

Freue mich auf Eure Geschichten;)

Xoff
#315
@ stormbee

Hallo, liebes! :schmatz:

@ all

Heute habe ich wieder ein bisschen mehr Mut gefasst. Bin gerade bei meinen Eltern und habe beschlossen, dass mein Bass nicht verkauft wird- keiner will ihn kaufen, obwohl es ein guter Bass ist.

Er ist wohl für mich bestimmt.

Des weiteren wird mich in den nächsten Minuten ein Gitarist aus der Bigband anrufen, der ein neues Bandprojekt starten will...

ich bin mal gespannt, weil ich muss Geld verdienen um mir einen neuen Bogen zu kaufen und meine Schulden zu bezahlen.

Ich habe keine andere Wahl als Bass zu spielen!

sine
#316
Original von ElefantenherzIch habe keine andere Wahl als Bass zu spielen!
juhu!! :D

#317
Genau!

Auf dem NAchhauseweg habe ich noch einen Barhocker gefunden, der ideal ist für meine Kontrabassübesessions!

Gott will das ich Bass spiele!

:party:

#318
Original von ElefantenherzGenau!

Auf dem NAchhauseweg habe ich noch einen Barhocker gefunden, der ideal ist für meine Kontrabassübesessions!

Gott will das ich Bass spiele!

:party:
Na, also, @fanti, DAS will doch was heissen.... übrigens, der einzige, der dies noch nicht wusste warst offensichtlich Du...WIR wussten das schon lange... :)

Ich merke bei mir gerade, dass ich an so einem Scheideweg stehe, wo ich mich fallen lassen könnte in ein abgrundtiefes Loch...oder aber ich könnte den positiven Weg nehmen und das erledigen, was mich bedrückt und ganz viele schöne, gute, tolle Sachen machen... freudig in die Zukunft schauen und nicht untätig herumsitzen...

Ich werde mich wohl für letzteres entscheiden... :)

...warum ich das erzähle...?

Nun, es ist eine Illustration dessen, was gestern zur Debatte gestanden hatte: wie lerne ich mit meinen Psyche umgehen und wie kann ich mich entwickeln.

Ich kann jetzt einen solchen Scheideweg erkennen (nicht immer, aber immer öfter;) ) und dann entscheiden, wie ich damit umgehen will.

DAS ist für mich eine riesige Errungenschaft, die ich nicht mehr hergeben möchte!

Dass sich durch meine Entscheidung die Welt nicht ändert, ja nicht einmal die Sonne zu scheinen beginnt, sich aber sehr wohl mein Wohlbefinden und meine Energie verändern, werde ich doch einen recht glücklichen, energiereichen und erfüllten Tag haben...!...hihi:)

Ich wünsch Euch allen auch einen guten Tag, schöne Momente und auch Spass!

:schmatz:

Xoff

PS: @fanti: toll dass Du meinen Beitrag zur grundsätzlichen Frage dieses Threads noch einmal aufgeworfen hast.... ich denke, dass andere schon was schreiben, wenn sie mögen.... hoffentlich;)

#319
Hallo, liebe Menschen...

der Thread droht unterzugehen, muss eben einschreiten.

Habe von einer der Orchesterleiterinnen, die eine Mutterfunktion für mich eingenommen hatte, eine Mail bekommen, auf die ich nach bestem Bemühen geantwortet habe. HAbe mich dabei bemüht, alles einfliessen zu lassen, was ich hier gelernt habe, inklusive mich zurückzunehmen.

War nicht einfach, aber es ist eine schöne Mail entstanden.

Des weiteren bin ich leicht verkatert, da ich gestern in einer Kneipe gegenüber gesoffen habe, in der ein Kellnerin gearbeitet hat, die ihre Haare und ihren Gang hatte. Ich bin fix und fertig und kann mich jetzt mehr denn je an sie erinnern, ihre Augen, ihren Mund, ihre prägnante Nase...

Gleich gehe ich eine Hausgenossin im LKH besuchen und bringe ihr Äpfel und Magerquark mit - sie hat Borderline, Psychose und Bulimie.

Manche triffts gleich dreimal so hart wie mich...

Aber mal sehen was der Abend noch so bringt, ein Kumpel von mir feiert Junggesellenabschied und wird bald heiraten.

Schluck.

Egal wie meine Stimmung momentan zwischen bittersüss und fix und fertig schwanken mag, ich habe euch alle sehr gerne und freue mich wieder auf euch---

einen wunderschönen Tag und viel Schönes

ELEFANTENHERZ

@ Xoff

Ich hoffe Du bist den richtigen Weg gegangen, so wie gesagt hast. Wie geht es Dir?

Alles Gute von einem Basskollegen...

#320
@fanti

Es IST der richtige Weg, denn jeden anderen kann ich nicht beurteilen, weil ich ihn nicht gegangen bin.

So ist auch jede Entscheidung die ich treffe, die Richtige, weil ich nie weiss, wie's herausgekommen wäre, wenn ich anders entschieden habe.

Diese Denkweise ist mir schon lange sehr vertraut und macht mich in Bezug auf Entscheidungen schon seit jeher sehr sicher.... was aber nicht heissen will, dass ich nie an mir und an meinem Leben zweifle... aber ich bereue keine einzige meiner Entscheidungen, auch wenn sie noch so folgenschwer und im Nachhinein «falsch» gewesen ist.

Alles, das ich erlebt habe, hat meinen Rucksack nicht nur schwerer gemacht, sondern auch reicher an Erfahrungen und Erkenntnissen...das macht mich in Momenten, wo ich es sehe und begreife, sehr glücklich, denn ich weiss dann, dass alles gut ist so wie es ist (auch wenn ich's mir anders vorgestellt oder gewünscht hatte - aber wessen Träume und Wünsche gehen denn schon GENAUSO auf, wie in der Vorstellung...?)

In dem Sinn wünsch ich Euch allen einen guten, sonnigen und schönen RestSamstag und überhaupt ein gutes, sinnliches Wochenende

Mit einem dicken :schmatz:

Xoff

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