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...las uns gehen... (jetzt sammel tread)

doch warum nicht im dunkel suchen?

warum nur schauen, lichte kreaturen?

die nacht ist schließlich eine frau,

das zumindest weis ich genau.

und im dunklen ist gutmunkeln,

sind nicht alle katzen grau,

genauer muss geschaut werden,

sonst bleibts alles schwarz auf erden.

nicht auf anhieb ist zu sehen,

worum dunkle nebel wehen,

was in lichter vollmond nacht,

strich über die dächer der nacht.

nur der mond als stiller zeuge

vor dem ich allzeit mich verbeuge

sah was einst geschen ist,

er der sieht, schweigt und nicht vergisst.

doch genug von dunklen wegen,

lciht gestallten, schattenwesen,

jeder such auf seine weise,

finde so das ziel der reise

was aber das ziel auch ist,

ob glück, ob leid ob andre dinge,

eines das ist ganz gewiss,

nämlich das es zu suchen ist.

(von endraum, der tagaktiven nachtkind)

 
doch warum nicht im dunkel suchen?
Das hast Du schon so oft getan

Stundenlang und ohne Plan

Und eben dies ist Deine Pflicht:

Such' zuerst das eigene Licht

Dann kannst Du allen anderen leuchten

Den Verjagten und Verscheuchten

Den Verschreckten und den Blinden

Damit auch sie Erleuchtung finden

Selbst der Mond braucht etwas Licht

Denn ohne siehst auch Du ihn nicht

Und wenn er still im Dunkel war

Ist er als Zeuge unbrauchbar

Das Dunkel hat 'nen anderen Zweck

Mit Phantasie im Handgepäck

Und fern von vielen Suchereien

Kann man sich vom Zwang befreien

Doch hüte Dich vor falschen Schlüssen

Und irrealen Fremdeinflüssen

Ob Du Recht hast oder nicht

Sagt Dir gleich das Licht... Plopp!

(schau70, als radioaktives fernsehkind...)

 
etwas licht und etwas dunkel,

auf das unbekanntes funkel,

tief im dunklen, weit im licht,

was dazwischen ist? ich weiss es nicht.

doch es gibt auch im tiefsten dunkeln,

dinge die ohne fremde lichter funkeln,

leuchten schwach aus sich herraus,

blinken aus der dunkelheit.

im licht dagegen ist der schatten,

stehts an deiner seite drann,

lässt sich nicht mehr davon jagen,

gleich dem drachen aus dem wald.

doh werde ich mich nun aufraffen,

scheiss auf dunkel, scheiss auf drachen.

neue länder neue lichter,

warten auf mich kleinen dichter.

so begeb ich mich den auf die reise,

verlasse langsam still und leise,

vertrautes dunkel, neue wege,

mal sehen wohin ich mich bewege.

doch wie geht es dir denn so?

wirst du auf dem meer den froh?

ist ein hafen da in sicht,

oder segelst du ins licht?

auf der suche nach dem neuen,

was dich lässt von herzem freuen,

sehen 70 augen ringsumher,

und mal weniger mal mehr...

doch zu meiner großen freude,

sind da auch ein paar dabei,

die aufunerklärliche weise,

stehts bewegend mich besehen.

also lass es mich auch wissen,

wenns im licht geht dir beschissen,

schick ich dir etwas kühlen schatten,

soll dich schützen vorm ermatten.

denn als strahle-fernsehkind,

leuchtet man selbst den die blind,

doch wir wolen lächeln und nicht strahlen,

nicht nur nach zahlen malen.

drumm lass uns leuchten wo kein licht,

das wäre dann wohl dein gesicht.

ich bringe den schatten mit,

damit das licht nicht alles sieht.

lass usn wie früher einstmals dichten,

bilder bauen aus gedichten.

dir gelingt es meist sehr gut,

nur mir fehlt der rechte mut.

so wie früher einst zu malen,

(endraum, der schattendichter auf dem weg ins reich der sonne)

 
wie soll ich entscheiden,

welcher traum der richtige,

wenn falsch und wahr,

plötlich vermischt und nichts mehr klar?

wenn wünsche und träume sich bekriegen,

wie kann da die liebe siegen?

(endraum, der sich fragt, wie er sich entscheiden soll wenn er keine alternativen kennt)

 
bin ich ein lügner,

wenn ich nicht alles sage was ich will,

weil ich weiß es tut dir weh?

ist es eine lüge,

so schweige ich still,

weil ich dich nicht verlieren will!

wie lange halte ich das durch,

dich ständig zu vermissen,

einem von beiden tut's immer weh

ach man ist das beschissen.

sag ich dir, was ich will,

dein schmerz wird unermesslich,

schweige ich hingegen still

fühl ich mich gräßlich.

sag ichs dir, verlier ich dich,

das weiss ich ohne fragen,

doch wenn weiter schweige ich,

dann beide wir ewig darben.

doch dir weh tun,

und selber drunter leiden?

nur um weitere,

schmerzen zu vermeiden..

ein schmerz der mich von inn zerfrisst,

oder einen der uns beide trifft,

der alles zerstört was übrig ist,

wie ein stark nekrotisch' gift.

schmerz oder qual,

kopf oder zahl,

du oder ich,

etwas zerbricht

und wir müssen drunter leiden...

(endraum, der nicht sicher ist was sicher war..)

 
Hey, Herr Endraum, bleib' mal steh'n!

Ich möcht' in Deine Augen seh'n

Sind sie ehrlich, klar und rein

Oder schau'n sie ängstlich drein?

Hey, Herr Endraum, bleib' mal hier!

Fühl' Dein Herz und zeig' es mir!

Schlägt es ruhig in einem Takt

Oder pocht es abgehackt?

Hey, Herr Endraum, hör' mal zu!

Nicht die andern, sondern Du

Unterschreibst Dein Testament

Das außer Dir sonst niemand kennt

Stopp, Herr Endraum, auf ein Wort

Du bist hier! Was suchst Du dort?

Du bist stets an Deinem Ort

Drum bleib' mal steh'n und lauf' nicht fort!

(schau70, im namen der nicht-verliererin-werden-wollenden)

 
willst du diese augen wirklich sehen?

den uch vesuche aus dm weg zu gehn?

manchmal seh ich sie im spiegel blitzen,

und möcht vor ihnen davon flitzen.

manchml sind sie sanft und klar,

von tiefe wie ich sie nieh sah,

anderntags sind sie feuer,

brennen tief, wie ungeheuer

machen mir angst, sieh siehts nicht,

schaut mir lächelnd ins gesicht.

sieht nicht meine eigne qual,

sag freund, schauen sie normal?

mein herz, schlägt ruhig,

doch einen unbekannten takt.

als hätte man 2 hälften,

zeitversetzt zusammen gepappt.

das problem mit meinen orten,

ist das gleiche wie bei worten,

ich merke das der ort nicht stimmt,

und etwas mich am schreiben hämmt.

es ist als sein die bilder,

in meinem kopf zwar klar,

doch stünden die gefühle,

sparlier an ihrem sarg.

gefangen zwischen schmerzen,

und liebeslust so süß,

die trotz aller freunden,

immer ein loch übrig lässt.

so dreh ich mich im kreise,

und taumel hin und her,

ich weis, das ist nicht weise,

doch auh nicht wie mans besser macht.

will keinem hier mehr weh tun,

hab zuviel schmerz gebracht,

im hellen sonnen tage,

in dunkler wolkennacht.

egal wohin ich gekommen,

es begann mit freude,

aus freude wurde liebe,

aus liebe wurde wut.

aus wut da wurden schmerzen,

bei mir und später auch bei ihnen,

jetzt steh ich vor den scherben,

und von meinen händen tropft blut.

blut, von den grbrochnen herzen,

schmerz, erwächst aus scherben,

die stecken in mir drinn,

bin hinein getretten

und weis nun nicht wohin...

(endraum, der elefant im porzelanladen der liebe...)

 
Wenn ich Deine Zeilen lese

Dann seh' ich Deine Bilder

Und komme so zur Hypothese

Die ich Dir nun schilder'

Du bist Anfang, Du bist Ziel

Du hast ein Problem

Drum lass' das Mädel aus dem Spiel

Und mach's Dir nicht bequem

Wo kommt all die Freude her

Und woher kommt die Wut

Das weißt Du nur so ungefähr

Drum geht's Dir nicht so gut

Quäl' Dich nicht mit Fragen rum

Mit immer neuen Fragen

Ohne Antwort bleibst Du dumm

In allen Wetterlagen

Geht's Dir darum, wie Du bist

Oder wie Du wärst

Wenn Du als Liebesspezialist

Mit anderen verkehrst?

Vergiss es, Endraum, schnell und gleich

Das ist doch Utopie

Und deshalb auch so tränenreich

Denn Du erreichst es nie

Immer anders, immer neu

Und selten transparent

Bleib' Dir selbst am ehesten treu

Denn das ist Dein Talent

(schau70, als elefantenfluesterer...)

 
viel gesehen und doch nichts erkannt,

bin ich gegen jede wand gerannt,

und auch vor so manche scheibe,

weswegen ich diese zeilen schreibe.

nicht als liebesspezialist,

der jeden tag ne andre küsst,

auch nicht als andrer weiberheld,

sah und seh ich mich in der welt.

die frage nach dem wann und wie,

hab ich gelernt, die löst sich nie.

was ich meinte ist spezieller,

doch mein horizont wird heller.

endlich hab ich nun erkannt,

wovor mir so lang gebangt.

es war schwer und es war hard,

aber nun ist es vollbracht.

bin wieder single, solo und allein,

aber doch mit mir im reihnen.

es war schmerzlich, ist es noch

und doch das beste so.

den nach langer zeit hab ich erkannt,

was uns dereinstmals verbannt,

war es was uns nun getrennt

und wir sind uns wieder fremd.

(endraum, der auszog das erkennen zu lernen und immer noch am wandern ist)

 
Ob laufen, gehen oder wandern

Meistens tust Du das mit andern

Auf einem Stück des Weges werden

Sie zu Deinen Weggefährten

Der Weg ist manchmal lang und schwer

Trotz Weggefährten menschenleer

Und manchmal ist er kurz und schön

Du würdest ihn gern wieder geh'n

Dies alles ist nicht neu für Dich

Doch nun folgt ein Gedankenstrich

Jeder Weg hat ein Profil

Der Weg, so sagt man, ist das Ziel

Doch bist Du so wie jetzt allein

Dann schlägst Du dessen Richtung ein

(schau70, brotkruemel streuend...)

 
mir scheint,

mein weg liegt unter tiefem schnee

und jeder fehltritt der tut weh.

er führt durch viele dunkle schluchten,

vorbei an manch schönen buchten

doch scharfe muscheln lauern im sand.

dann führt er langsam auch im kreis,

wie man es von spiralen weis

dreht sich unaufhaltsam weiter..

alles ähnelt sich so sehr,

da fällt orientieren schwer,

doch die brotkrumen helfen sehr

und am ende der spirale

die ich mir hier male

wartet ?

nur ein neuer kreis?

(endraum, der geometrie fan in versuchen der stochastik...)

 
Verdien' viel Geld durch einen Job

Und fahr' im Kreis - mit Boxenstopp

Ab und zu ein bißchen tanken

Dein Lebensmotor wird's Dir danken

Reifen wechseln, Daten checken

Das Visier kann auch verdrecken

Drum sorge Dich um klare Sicht

Denn sonst siehst Du die Strecke nicht

Ich verspreche nicht zu viel

Doch irgendwann fährst Du durchs Ziel

Bist sobald in aller Munde

...und drehst sogar 'ne Ehrenrunde!

(schau70, geometrische gruesse)

 
ehrenrunden und so weiter,

machen mich nicht froh und heiter,

hasse es zu profilieren,

ist gleichzusetzen mit blamieren.

doch der tipp mit dem visier,

für den mein freund, da dank ich dir

nur muss man erkennen,

durch manche wände muss man rennen

doch wenn du zu langsam bist,

nur das visier zerbricht.

mein weg liegt zum teil im dunkeln,

udn man hört wilde sachen munkeln.

doch eines ist mir inzwischen klar,

der letzte trick der weisheit war,

und wahrscheinlich immer schon,

tarnt sie sich als die person.

wenn man denkt das wahrheit hilft,

sich zu finden, zu verstehen,

der wird nach und nach verstehen,

mit wahrheit wird es nicht leichter gehen.

wahrheit die ist gut und wichtig,

aber auch nicht immer richtig.

manche wahrheit wäre besser,

ungehört, ein scharfes messer.

nimmt es einer in die hand,

und wirft es dann auf seine wand,

kann es sein es kommt zurück,

und dann braucht man extrem viel glück.

drum vorsicht wer die wahrheit sucht,

sie ist so manches mal verrucht

treibt dich langsam in die enge,

lockt dich in ander heiten fänge

(endraum, der wahrheitsjäger)

 
Was ist Wahrheit? Was ist Liebe?

Beides ist wie Erbsen zählen

Weil wir manchmal wie die Diebe

Unser eigenes Herz bestehlen

Denn wir denken an Besitz

Und machen so das Messer scharf

Das eben noch ein anderer Spitz

In hohem Bogen nach uns warf

Und so entsteht mit noch mehr Eifer

Was es zu vermeiden gilt

Jeder wird zum Scherenschleifer

Und braucht dazu ein Abwehrschild

Die Wahrheit ist dem Apfel gleich

Du brauchst ihn nicht zu schälen

Beiß hinein und folgenreich

Wird Dir nichts mehr fehlen

Die Liebe ist wie die Banane

In eine Schale eingepackt

Die meisten wollen dazu Sahne

Ohne Schale, einfach nackt

In Nachbar's Garten Kirschen pflücken

Fleißig wie im Bienenstaat

Will jeder nur sich selbst beglücken -

Viel Spaß beim Obstsalat!

(schau70, der wahrheit einen schritt voraus...)

 
schon bei schneewitchen war der apfel rot,

und wie ihr der apfel,

bringt manche wahrheit große not.

manche will man garnicht wissen,

wird seinen träumen sonst entrissen,

was bleibt wenn alle träume sterben?

was sollen wir dann noch vererben?

die liebe der banane gleich?

nun bananenschaln sind weich,

die liebe aber welch verdruß,

gleicht wohl ehr der kokosnuß.

harte schale, süßer kern,

doch nicht alle mögens gern.

und die schlae ist kein scherz,

wie falsche liebe bringt sie schmerz.

und vom eignen herzen stehlen,

ist doch wie ein teil vom glück auswählen

wenn man es teilt kommt es zurück,

zumindest mit ein bischen glück..

und nachbars kirschen sind wohl süßer,

und jeder denkt nur an sich sebst,

aber ohne räuberleiter,

kommt man auch hier nicht weiter

du siehst mit eigennutz allein,

ist man trotz wahrheit stehts allein...

(endraum, der es wie immer lieber exotisch mag...)

 
Banane oder Kokosnuss

Der Liebe ist's egal

Gib ihr einen Freundschaftskuss

Und denk' nicht an ein Mahl

Denk' nicht einmal an Formen

Farben, Art, Gestalt,

Prinzipien oder Normen

Denn Liebe ist... so ist sie halt

Niemand hat sie je geseh'n

Doch jeder weiß Bescheid

Und kann dann plötzlich nicht versteh'n:

Woher kommt all das Leid?

Eigennutz - und ausgenutzt

Der Nutzen wird zum Sinn

Nest gebaut - und Nest beschmutzt...

...und alle leben drin

Gemeinschaftlich - und doch getrennt

So träumt man von der Kraft

Die man gemeinhin Liebe nennt

Und nicht Bananensaft

Doch ein Saft wär' gar nicht schlecht

In diesem unseren Land

Denn der Nutzen wäre echt

In Form von Flaschenpfand

(schau70, pour me a glass...)

 
Wissen, woher das leiden kommt?

Die antwort darauf weiss ich prompt...

oder eigentlich auch nicht,

den zu schwer ist ihr gewicht

als das ich mich festlegen kann

hier beganns und da fings an,

so nahm es dann seinen lauf,

und immer kommts aufs gleiche raus...

doch nicht die frage wie es war,

steht zur debatte, sonnen klar.

einzig das warum allein,

ist's wert als frage zu erschein..

ist es, weil man denken will,

ohne stressen bleibt es still?

weil man aus bequemlichkeit,

von der wahrheit stark abweicht?

sich geschichten aus den fingern saugt,

und hier und da zusammen klaubt?

oder ist es doch ehr so,

man macht den andern wieder froh,

bringt ihn dazu er selbst zu sein,

und lässt sich selbst und ihn allein

bereitet beiden schmerz und pein,

nur damit der gedanke steht,

der wind hätte sich gedreht...

doch am ende bleibt die frage,

die ich mich seiddem ständig frage,

ist es wirklich so gewesen ,

ist sie durch mich den nun genesen,

das geworden was sie ist,

oder wars nur eine list,

ein ganz arger selbst betrug,

um zu sagen so genug,

bishier gingen wir zusammen,

doch jetzt bist du alleine drann,

ich hab dich auf den weg gebracht,

jetzt liegts an dir was du draus machst.

doch der weisheit letzter schluss,

ist das auch aus vielem verdruss,

aus so manch genervtem hmm,

sich langsam gibt die liebe hin.

auch ein solches ist ein teil,

nicht nur schmetterlinge,

dauergeil, frisch verliebt und alles heil,

auch der altag ist ein teil

und nur mit ihm die liebe heil.

den liebe ist nicht rational,

dieser satz, scheint so banal,

doch gerade durch die banalität,

zeigt sich darin genialität...

(endraum, der fragen an sich in den raum wirft und antworten auf ungestellte fragen dazwischen mischt in der hoffnung irgendwann wird er's verstehen...)

 
ist es normal das man im leben,

irgendwann am punkt ankommt,

wo man merkt man liebt vergebens,

und alles um ein her abtumpft?

die eine will mehr als man hat,

sie nachste gräbt das freundschaftsgrab,

eine dritte ohne zaudern,

will dich gleich sofort verzubern.

doch so kommisch es auch klingt,

keine von denen zu mir durch dringt.

die eine ist nur eine freundin,

nur, denn sie ist nicht mein typ

nur mag anmasend erscheinen

doch ich habe sie sehr lieb.

die nächste ist's noch weniger,

doch wird mir das erst klar,

als sie schon schlafend neben mir liegt,

meine hand, streift durch ihr haar..

so bin ich denn am suchn nun,

und doch gefunden werden,

nur was ich suche find ich nicht,

nicht nochmal auf dieser erden.

z(endraum, der schaffner im zug des lebens)

 
Herr Endraum möchte Schaffner sein

Geschrieben steht es hier

Doch dieses schrieb im Nachhinein

Ein blinder Passagier

Die eine - sei sie noch so nett -

Kann ihn nicht beglücken

Schläft trotzdem neben ihm im Bett

Und will noch näher rücken

Die andere ist auch weit entfernt

Von seinem inneren Kern

Dennoch - so hab' ich gelernt -

Hat er sie sehr gern

Und die dritte in dem Bunde

Versucht's mit Zauberkunst

Vielleicht weckt sie mit Sternenkunde

Seine Liebe, seine Gunst

So rast der Zug in diesem Winter

Führerlos derzeit

Drei junge Frauen und ein Blinder

Kein Schaffner weit und breit

Doch ist der Blinde wirklich blind

Oder unentschlossen

Und hält die Augen, wie sie sind,

Die ganze Zeit geschlossen?

Die Suche wird in die verkehrte

Richtung eingestellt

Drum suche statt auf dieser Erde

In Deiner eigenen Welt

(schau70, in vollen zuegen...)

 
ein blinder oder unentschieden?

da geht er los und bleibt hier liegen

dreht sich dauernt nur im kreis,

weil er nichtmal das genau weis.

eine, kommt nicht an sein herz

und doch verdrängt sie seinen schmerz

ist so anders als die andern,

kann durch seine träume wandern...

doch so komisch es auch klingt,

so gut ihr das wohl auch gelingt,

etwas tief im innersten,

sag dir dass das so nie gelingt.

sie ist wirklich einzigartig,

selbstbewusst und aromatisch,

humorvoll und sehr attraktiv,

doch irgendwie is da was schief..

bei den andern läuft es ähnlich,

klingt vielleicht ein bisschen dämlich,

ich hab sie wirklich super lieb,

doch sie sind einfach nicht mein typ.

nein, ich vergleiche nicht,

weil nichts einem vergleich verspricht,

alle sind einmalig nur,

von liebe keine spur...

doch an sie denk ich zurück...

manchmal wenn ich nachts da liege,

einfach kein auge zu kriege,

denke ich manchmal an sie,

und es tut nicht wirklich weh...

es ist ein ganz ein eigner schmerz,

er kommt nur zu teilen aus dem herz,

er kommt aus allem in mir drinn,

und doch gibt es keinen sinn...

liege ich da und wünsche mir,

sie läge nochmal neben mir,

ich könnt sie noch einmal küssen,

und nicht nur den duft vermissen

schon fallen mir tausend dinge ein,

die da wären groß und klein,

lauter dinge die mich stören,

angsteinjagen und betören...

dann wieder denke ich daran,

wie schön alles mit ihr sein kann,

dann wieder was mich stört,

ich weiss nicht wohin mein herz gehört...

dann wieder denke ich,

jetz reis mal zusammen dich,

willst du sie weil du sie liebst?

oder einsamkeit hier schiebst.

denn auch unter guten freunden,

andern leuten, partys, frauen,

tut ein kleiner teil sich immer,

immer neue bilder bauen...

und nun steh ich vor der frage,

was will ich und wie ichs sage,

soll ich sie nun wiedersehen?

oder wortlos an der türe vorbei gehen?

lieb ich sie oder such ich blos,

zuneigung und nicht nur den schoß.

ich wil sie niemals mehr verletzen,

das würde ihr das herz zerfetzen

und ich weiss genau, das würd passieren,

wäre sie die falsche frau...

doch wenn sie die richtge ist,

und mich dann eine andre küsst,

siegen dann nur stehts die triebe,

oder find ich wahr liebe?

(endraum, der nicht blind noch unentschlossen, sondern vielmehr der verzweifelte bahnreisende auf der suche nach dem schienersatzverkehr der ihn zum zug bringt..)

 
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