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Neuneinhalb Jahre vs. zwei Stunden

243 Antworten19'255 AufrufeGestartet von jon05 ·

#121
Mann bin ich derzeit nah am Wasser gebaut. Eure vielen lieben Antworten haben mich mal wieder sehr berührt :)

@Brad79: Danke Dir für Deine aufbauenden Worte und vor allem für das Verständnis! Ich werde mir den von Dir empfohlenen Autor auf jeden Fall mal anschauen. Ich hoffe sehr, dass Du trotz Deiner Erkenntnisse und Vermutungen einigermaßen mit der Situation zurecht kommst. Das schlimme an derartigen Situationen ist tatsächlich die Hoffnung. Ich sehe das im Moment für mich persönlich so: „Bekämpfe die Hoffnung, denn sie ist ein hartnäckiges Miststück!“

@sonnymaus: Deine Worte haben mir über das Wochenende sehr zu denken gegeben. Ich denke, dass Du Recht damit hast, wenn Du sagst, dass es mit der Freundschaft sowieso nur bis zu dem Zeitpunkt halten kann, bis eine neue Partnerschaft ansteht. Ich persönlich könnte mir nämlich auch nicht vorstellen mit einer Frau zusammen zu sein, die eng mit ihrem Exfreund (nach fast zehn Jahren Beziehung) befreundet ist. Das kann glaube ich nur in den seltensten Fällen funktionieren und ist dann eher als Ballast für eine neue Beziehung zu sehen...

@sallie: Ich weiß auch nicht so recht, warum ich mich so schwer damit tue, ihr den Kontakt zu verbieten. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sie auch diese Verantwortung jetzt auf mich abschiebt. Das macht mich schon ein wenig wütend, denn auch jetzt übernimmt sie irgendwie keinerlei Verantwortung. Breche ich den Kontakt ab, kann sie sagen: „Ja, aber ich habe ihm eine Freundschaft angeboten.“ Dann bin ich der Buhmann :(

@ragi: Danke auch Dir für Deine liebe Anteilnahme! Ich nehme es ihr auch nicht übel, obwohl ich schon der Meinung bin, dass andere Menschen vielleicht nicht mal mehr mit ihr sprechen würden nach der Art und Weise, wie sie diese ganze Geschichte durchgezogen hat...

@sine: Sie sagt nicht wirklich selbst an, dass eine Freundschaft jetzt nicht möglich ist, sondern geht eher davon aus, dass ich das im Moment nicht kann. Ich denke, das wird ihre Therapeutin ihr klar gemacht haben, die sie wegen der Trennung jetzt regelmäßig besucht. Eigentlich bin ich ganz froh, dass sie sich professionelle Hilfe geholt hat, denn vielleicht werde auch ich dahingehend davon profitieren, dass sie sich mir gegenüber fairer verhält (weniger melden etc.). Für eine Freundschaft werde ich, so wie ich mich derzeit fühle, auf keinen Fall kämpfen. Wie gesagt wäre es mir derzeit lieber, wenn sie komplett aus meinem Leben verschwindet und ich aus ihrem. Wenn ich keine Beziehung mit ihr haben kann, dann lege ich derzeit auch nur wenig Wert auf eine Freundschaft. Ob das irgendwann mal passieren wird, wird sich zeigen, aber sie sagt ja schon selber, dass sie keine Ahnung hat, wie eine solche Freundschaft aussehen könnte.

#122
Hey Jon,

ich bin überzeugt davon, dass man eine Freundschaft mit seinem Ex-Partner nur dann aufbauen kann, wenn beide erst einmal genug Abstand voneinander hatten, um die Beziehung zu verarbeiten. D.h. je länger und intensiver diese war (und abhängig davon, wie es zum Schluss lief), desto länger wird dies dauern. Und ich glaube, dass eine Freundschaft dann klappen kann, wenn man z.B. vorher befreundet war oder der Partner auch sonst der "beste Freund" war...

Aber das alles kostet wohl doch viel Zeit und Geduld. *seufz*

Wünsche dir alles Gute und viel Kraft. :)

sine
#123
Original von jon05Sie sagt nicht wirklich selbst an, dass eine Freundschaft jetzt nicht möglich ist, sondern geht eher davon aus, dass ich das im Moment nicht kann. Ich denke, das wird ihre Therapeutin ihr klar gemacht haben, die sie wegen der Trennung jetzt regelmäßig besucht.
?( wie bitte? das wäre eine sehr seltsame therapie, die menschen etwas klarmacht. ich habe zwar davon gehört, dass verhaltenstherapie zumindest bestimmte verhaltensmöglichkeiten aufzeigt und vielleicht empfindet der eine oder andere das als eine art rat oder empfehlung. aber sonst ist es eigentlich die vornehmste und wohl für das gelingen der therapie wichtigste pflicht, dem patienten NICHT zu empfehlen, wie er mit einer aktuellen situation verfahren sollte.

ich fürchte, da redest du von böhmischen dörfern, jon... ;)

hm

und sie geht "jetzt" regemässig "wegen der trennung" zur therapie? 8o ich dachte, sie ist in therapie wegen des todes ihres vaters?

nur mal so nachgefragt...

gruß

sine

#124
Naja, ich meine nicht, dass die Therapeutin ihr das Nahe gelegt hätte. Habe halt eher vermutet, dass sie ihr so etwas gesagt hat, wie dass es sein kann, dass ich als ihr Expartner in meiner Lage erstmal Abstand brauche, bzw. evtl nicht in der Lage bin so kurz nach der Trennung eine Freundschaft einzugehen. Das mit den böhmischen Dörfern kommt der Sache aber wahrscheinlich schon nah ;)

Sie macht seit geraumer Zeit Supervision wegen ihres Jobs, geht hin und wieder zur Therapie wegen des Todes ihres Vaters (keine Ahnung, ob das jetzt noch aktuell ist) und seit ein paar Wochen macht sie Beratung oder Therapie (sorry bin da wirklich nicht so firm in der Materie) wegen der Trennung.

#125
Guten Morgen lieber jon05,

so - da bin ich weider aus meinem Urlaub zurück und habe gestern in Ruhe den weiteren Verlauf deiner Geschichte gelesen.......

Jon, was du gerade erkennst, war mir klar. Der erste "Kaltschock" der Trennung ist vorbei, nun fängt das nachdenken an. Aber bitte mache nicht den großen fehler, alles zu Tode zu analysieren.

Wieso und weshalb und warum sie Schluss gemacht hat. Ob es ihr gut geht. Ob ihr Freunde werdet und wann und wie.......

Manche Dinge lassen sich nicht beeinflussen. Meine große Liebe und ich waren 4,5 Jahre zusammen, dann die Trennung von ihm aus - ich habe gelitten wie ein Hund, zwei Jahre haben wir zero Kontakt gehabt, was die schwerste Zeit überhaupt war, denn durch Freunde haben wir immer erfahren, wie es dem anderen ging...... Heute ist er verheiratet (leider sehr unglücklich), hat ein Kind und wir sind die allerbesten Freunde der Welt. Seine Frau hatte von Anfang an keinerlei Probleme mit ihr, sie war venünftig genug zu verstehen, dass er ein Leben vor ihr hatte und wir beide echt Geschichte sind.... MAN KANN BESTE FREUNDE WERDEN UND BLEIBEN, aber Jon, das geschieht nicht mit Nachdenken und erzwingen und taktieren. Das bringt auch nur mal wieder DIE ZEIT mit sich. Das geht nicht immer und nicht mit jedem Expartner, und auch nur dann, wenn beide total über diese Beziehung sind. Heute lachen wir über das Damals und wissen trotzdem beide, wir wären heute das ideale Paar, hätten wir uns zu anderen Zeiten und unter anderen Umständen kennen gelernt. Tut aber nicht weh, da er mir als Mensch so viel bedeutet, aber als Mann eben schon lange aus und vorbei ist.

Und zum Thema Therapie muss ich auch mal folgendes sagen:

Ich kenne mich am besten. Meine Familie und meine besten Freunde kennen mich auch sehr sehr gut. Ein Therapeut mus erst einmal über immens lange zeit herausfinden, wer ich eigentlich bin und worum es geht. Und er macht sienen Job. Nach zeit. Nach Gelerntem und nach Logik und Schlussfolgerungen. Sich dort zu öffnen, bedarf viel. Lange zeit. Offenheit. Vertrauen etc. manche brauchen Jahre, um bei einer Therapie wirklich die Hilfe zu bekommen, die sie brauchen.

Dabei ginge es anders viel einfacher. Dazu gehört aber Mut. Und absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

Die Dinge tatsächlich so zu sehen, wie sie sind. Und so zu akzeptieren. Nicht alles drehen und wenden und kaput analysieren, wie es einem gerade auskommt.

Und immer diese Selbstzerstörerei: was hat sie gesagt? wie hat sie ausgesehen? ihre beste freundin strich ihr mitfühlend über den Rücken etc.

Jon, sie hat eure Beziehung beendet. Das ist und bleibt nun mal eine Tatsache. Aus welchen Gründen auch immer. Ob Therapie, eigene probleme, Tod des Vaters.... - sie hat es getan. Und bitte glaube nicht, das war eine Kurzschlusshandlung, sie wird aufwachen und merken, dass sie ienen Fehler gemacht hat, zurückkommen und alles wird wieder gut, so wie früher.

Niemals. Selbst wenn sie iwederkäme, was denkst du, wie ihr beide diese Zeit, die jetzt ist, die Trennung, wegsteckt?

Man kann in einer Beziehung viel sagen und machen und zerreden und sich weh tun - ALLES. Nur eins sollte niemals ausgesprochen werden: ES IST AUS UND VORBEI. Wenn das eintritt, hat man eine Grenze überschritten. Und danach ist nichts mehr so und wird nichts mehr so, wie es war. Niemals. Auch, wenn viele das hier glauben..... Man will immer den "alten Zustand" zurück - das gehört in das Reich der Märchen. Und das weisst du. Das wissen alle - ganz tief innen drin. Aber alle machen die Augen davor zu und hoffen und bangen und warten, dass sich irgendwie doch alles nochmal zum guten wendet........

Das leben ist nicht rosarot. Das Leben tut manchmal sehr weh und trotzdem geht es morgen weiter. Und übermorgen auch.

Der Tod eines Elternteils ist so ziemlich das Schlimmste was es gibt, ich weiß das sehr wohl (meine liebe Ma ist vor ein paar Monaten gestorben..... ;( - und dennoch: ich MUSS weiterleben, meinen Tag rumkriegen, meinen Job macen, mich um mein leben und mich kümmern. Und wie schwer das ist, kann ich niemandem mitteilen. Aber es gelingt mir.

Manchmal muss man einfach DIE ZÄHNE ZUSAMMENBEISSEN und weitermachen. Auch, wenn die Welt untergeht und man selber sterben möchte.

Ich weiss heute, JEDER SCHMERZ geht vorbei und alles hat seinen Sinn und seinen Grund. Und eure Trennung, Jon, ganz ehrlich..... eure zeit war vorbei. Sie ist weg und ihr beide fangt eben wieder bei null an.

Therapie hin oder her, sie muss mal endlich anfangen, Dinge zu verarbeiten, zu ihren Entscheidungen zu stehen, Rücksicht auf Dich zu nehmen, dich in Ruhe zu lassen, zu reflektieren und vor allem: erwachsen zu wreden. Der Tod ihres Vaters ist garantiert eine Hölle für sie - aber daran kann sie nicht ihr ganzes Leben festmachen und alle Entswcheidungen ihrerseits daran messen lassen (das tun hier einige, den Tod als Dreh- und Angelpunkt hinzustellen). Sie hat auch noch eine Mutter, die eines tages stirbt. Was dann? Alles auf Anfang?

Jeder geht anders mit den Dingen um, ich weiss das wohl, aber lieber lieber Jon, bitte - höre endlich auf, für sie und um sie herum und mit ihr zu denken. Wo ist dein Egoismus? dein Überlebenswille? Dein Bauchgefühl für dich?

Steh endlich auf und sag dir: so ist es, es tut weh, aber ich habe etwas daraus gelernt: dass das leben hart ist und mir das noch oft passieren wird. Je eher ich das begreife und anfange, weiter zu leben, desto besser. Offen udn ehhrlich und für mich.

Jon, ich hoffe, du nimmst mir meine "harten Worte" nicht übel, aber lass diese ganze Fragerei und Hofferei bitte in eigenem Interresse sein. Es tut dir nur weh und bringt weder heute noch morgen etwas.

Du bist wichtig. Du wirst wieder happy, eines Tages und erkennen, dass es immer weitergeht. Leben muss man ganz alleine, der partner begleitet dich nur auf dem Weg. Aber er ist nicht verantwortlich für dein Seelenheil und dein persönliches Glück. Das sind wir nur ganz alleine.

Ich wünsche dir einen schönen Tag und weiterhin das Allerliebste aund Beste,

JB :)

#126
Hey JB,

schön dass Du wieder da bist. Ich hoffe Du hattest einen klasse Urlaub und konntest Dich erholen.

Es ist wirklich unglaublich, aber Du bekommst es ziemlich oft hin, die richtigen Worte, die ich im Übrigen keinesfalls als zu hart empfinde, für meine jeweilige Situation zu finden.

Ich bin tatsächlich in den letzten Tagen nicht mehr am Analysieren. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass ich jetzt seit Freitag wieder keinen Kontakt zu ihr habe und somit besser Abstand gewinnen kann. Ob wir Freunde werden oder bleiben können ist mir derzeit relativ schnuppe, ich weiß nur, dass ich das im Moment nicht kann und will. Habe es gestern sogar geschafft, mal nicht unbedingt weggehen zu müssen mit Freunden und Freundinnen. Ich brauchte einfach mal wieder einen Abend für mich alleine und habe es richtig genossen, einfach mal in meiner Wohnung durchzuatmen.

Ich merke, dass ich mich mit Abstand auch wesentlich besser fühle. So habe ich gestern die gemeinsamen Urlaubsfotos durchgeschaut, ohne dass mich das aus dem Konzept gebracht hat. Selbst die Pics von dem Abend, an dem ich ihr den Antrag gemacht habe, konnte ich ohne große Trauer betrachten. Seltsamerweise hat sie in meinen Augen bereits an Attraktivität eingebüßt, was ich als wichtiges Zeichen meines Lösungsprozesses sehe.

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JB: „Man kann in einer Beziehung viel sagen und machen und zerreden und sich weh tun - ALLES. Nur eins sollte niemals ausgesprochen werden: ES IST AUS UND VORBEI. Wenn das eintritt, hat man eine Grenze überschritten. Und danach ist nichts mehr so und wird nichts mehr so, wie es war. Niemals. Auch, wenn viele das hier glauben..... Man will immer den "alten Zustand" zurück - das gehört in das Reich der Märchen. Und das weisst du. Das wissen alle - ganz tief innen drin. Aber alle machen die Augen davor zu und hoffen und bangen und warten, dass sich irgendwie doch alles nochmal zum guten wendet........“

Da hast Du sehr recht und ja, das weiß ich auch. Klar erwische ich mich manchmal dabei, dass ich die Augen vor dieser Tatsache verschließe, aber dennoch ist mir das sehr bewusst. Ich glaube, das habe ich weiter oben auch schon einmal geschrieben, dass es nach dem was passiert ist, keinen Anknüpfungspunkt geben kann. Allerdings ist das Leben zum Glück keine Einbahnstraße und daher besteht auch die Möglichkeit, einen Weg gemeinsam zu gehen, der parallel zu dem läuft, was war. Ob ich das allerdings noch möchte steht auf einem ganz anderen Blatt und wird sich wirklich erst mit der Zeit zeigen...

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JB: „Jeder geht anders mit den Dingen um, ich weiss das wohl, aber lieber lieber Jon, bitte - höre endlich auf, für sie und um sie herum und mit ihr zu denken. Wo ist dein Egoismus? dein Überlebenswille? Dein Bauchgefühl für dich?“

Mit Egoismus habe ich tatsächlich ein kleines Problem :( Ich wünsche mir oft, dass ich weniger Rücksicht auf andere nehmen und mich mehr um mich selber drehen könnte. Mein Überlebenswille ist aber zum Glück vorhanden und ich nehme mein Leben selbst in die Hand. Eigentlich von Anfang an, auch wenn ich immer mal wieder einen Rückschlag erleide. Ich hoffe mal, dass es bis zum nächsten Rückschlag noch etwas hin ist...

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#127
Servus jon,

ach ja, mein urlaub, war ganz ok, Hauptsache, mal weg vom Job, dem PC, dem Druck..... Bin jedenfalls noch..... entspannt und ganz gut erholt :]

Jon, gut, dass du auch mal etwasZzeit alleine verbringst und weniger analysierst. Ist auch besser so. Manchmal muss man raus und sich ablenken, manchmal vieeeel nachdenken, heulen und sich Hoffnungen machen etc. TRÖSTEN. Ja, trösten für den Augenblick. Mehr nicht.

Herz und Verstand - ein alter Kampf. Mein Herz sagt(e) mir IMMER grundsätzlich etwas anderes als die Vernunft und der Verstand. nachgegeben habe ich sehr selten und es dann bereut. Ich hätte es besser wissen müssen. leider bin ich ein Gefühlsmensch, der alle Entscheidungen mittlerweile über den Kopf steuert, gut fühlt sich das nicht an und tut auch nicht gut - aber: lieber sich so ein bisschen gegen das Gefühl wehren und quälen, als mit wachem Verstand ins offene Messer zu rennen.

Meine beste Freundin geht seit 12 Jahren zu verschiedenen Therapeuten und weißt du was? Sie führt, seit ich sie kenne (immerhin 18 Jahre) die schlimmsten miesesten unglücklichsten "Beziehungen" mit Männern, die man sich denken kann. Kein Selbstwertgefühl, immer Opferrolle, Verstand ausschalten etc. Wie oft ich ihr den Kopf gewaschen habe, weiß ich nicht mehr. Sie ist unglücklicher denn je, je mehr sie immer wieder schlechte Erfahrungen macht.

Na ja, das nur am Rande - man sagt, jeder hat sein Glück selbst in der Hand, das stimmt zum großen Teil. Erst, wenn wir lernen, mit uns ALLEINE glücklich und rund und eins zu sein, dann kann man auch mit anderen Menschen eine GLÜCKLICHE EHRLICHE BEZIEHUNG führen. Das sollte deine Ex mal überlegen.....

Überlege mal zwei Dinge:

1. Was genau fehlt dir zurzeit WIRKLICH, was deine Ex betrifft?

2. Was wäre gewesen, wenn ihr geheiratet hättet, ein baby wäre gekommen und sie hätte dann einen Schlußstrich gezogen?

Du bist noch relativ jung, erfolgreich im Job, hast dich schnell berappelt und in null komma nichts eine neue Wohnung bekommen etc. 9 Jahre Beziehung sind sehr lang - kann es u.a. auch sein - dass du das erste Mal im Leben ganz ohne Freundin da stehst? Und dass das ungewohnt ist?

Hättest du mehrere Beziehungen über die Jahre gehabt und deine jetzige Ex nur evtl. 2,5 Jahre oder so - vielleicht sähen die Dinge dann ganz anders aus. Viel Vergleichsmöglichkeiten hast du also nicht.... - das habe ich auch schon mal überlegt, inwieweit das dein denken an deine Ex beinflußt?

Was schön ist und mir gefällt und mir "gut tut" und ich habe - das will ich nicht hergeben. Niemals. Geht es dann kaputt oder weg oder will MICH nicht mehr - Hilfe, die Welt geht unter. Erst mal ist die gekränkte Eitelkeit dran. Und dann das Verlieren an sich. Aber über die Zeit (mein "liebstes" Ding) vergeht alles. Wirklich.

Drucke dir beizeiten mal deine Geschichte aus - hebe sie auf und lese sie in einem jahr. Jon, du wirst fststellen, wie sehr du dich und deine Ansichten über die Zeit zum poitiven hin geändert hast. Das ist mir bereits jetzt aufgefallen, in wie vielen verschiedenen Phasen du dich bereits befindest und ich weiss, in welche du noch kommen wirst. Das wird nicht immer schön werden, aber das ist der Preis, den man zahlt, um wieder ins Licht zu kommen :)

Deine Ex tut mir - ehrlich gesagt - leid. Sie ist zu bedauern. Sie weiss noch nicht viel davon, wie Männer auch sein können. Sie hatte mit dir einen sehr liebenswerten und vor allem verständnisvollen mann gehabt - was mal für sie kommt, damit wird sie total überfordert sein. Du geht weiter - BITTE OHNE SIE - und sie wird jeden anderen mann später mal an dir messen.

Auch, wenn du es nicht gerne magst - aber das sollte dir ein kleines spätes "gutes Gefühl der Überlegenheit" geben.

Kepp on movin', liebste Grüße,

die JB 8)

#128
Bin auch eher ein Misch-Mensch, will heißen sowohl emotional als auch rational gesteuert. Ist nicht immer leicht, weil Herz und Kopf wirklich oft unterschiedlicher Meinung sind, aber ich denke trotzdem die für mich beste Mischung.

JB: “Überlege mal zwei Dinge:

1. Was genau fehlt dir zurzeit WIRKLICH, was deine Ex betrifft?

2. Was wäre gewesen, wenn ihr geheiratet hättet, ein baby wäre gekommen und sie hätte dann einen Schlußstrich gezogen?“

Zu der ersten Frage werde ich mir in einer ruhigen Stunde wirklich mal Gedanken machen, denn das wird wahrscheinlich sehr aufschlussreich sein... Ein wirklich guter Tipp! Über die zweite Frage wage ich erst gar nicht nachzudenken – klar, schlimmer geht immer.

JB: „- kann es u.a. auch sein - dass du das erste Mal im Leben ganz ohne Freundin da stehst? Und dass das ungewohnt ist? Hättest du mehrere Beziehungen über die Jahre gehabt und deine jetzige Ex nur evtl. 2,5 Jahre oder so - vielleicht sähen die Dinge dann ganz anders aus. Viel Vergleichsmöglichkeiten hast du also nicht.... - das habe ich auch schon mal überlegt, inwieweit das dein denken an deine Ex beinflußt?“

Naja, also ganz ohne Freundin stehe ich nicht zum ersten mal da. Gab immer wieder Phasen, in denen ich auch solo war. Ich würde außerdem meinen, dass ich mir schon mehr oder weniger die Hörner abgestoßen habe. Dabei hatte ich nicht nur kurze intensive Beziehungen, sondern auch zwei, die ein bis zwei Jahre überdauert haben. Mit den Vergleichsmöglichkeiten hast Du aber dennoch recht, denn schließlich fanden die vergangenen neuneinhalb Jahre Beziehung in einer für meine Entwicklung sicherlich essentiellen Phase statt. Außerdem sind fast zehn Jahre ein Zeitraum, in dem einem schon die Vergleichsmöglichkeiten fehlen. Ich habe mir da in den vergangenen Wochen auch Gedanken drüber gemacht und überlegt, ob ich nicht vielleicht mit einer anderen Partnerin wesentlich glücklicher sein könnte. Wenn man so lange mit einer Frau zusammen ist, dann kann es passieren, dass man gewisse „Missstände“ als gegeben oder normal hinnimmt. Ich denke da insbesondere daran, dass ich in der Beziehung immer derjenige war, der zurückgesteckt und auch an der Beziehung gearbeitet hat, während sie oftmals straight ihr Ding ohne Rücksicht auf Verluste durchgezogen hat. Diese Gedanken sind zumindest ein adäquater Weg, um mit dem Verlust besser zurecht zu kommen...

JB: „sie wird jeden anderen mann später mal an dir messen.

Auch, wenn du es nicht gerne magst - aber das sollte dir ein kleines spätes "gutes Gefühl der Überlegenheit" geben.“

Das sehe ich sehr ähnlich und ich bin ziemlich sicher, dass sie irgendwann begreifen wird, was sie aufgegeben hat. Klar ist das nicht wirklich ein Trost, aber eine gewisse Genugtuung bereitet mir diese Vorahnung dennoch. Allerdings hoffe ich, dass sich dies auch mit der Zeit ändern wird, denn erst dann werde ich mich von dieser Frau komplett gelöst haben...

#129
8)

Hey Monsieur,

gut, dass ich dich mit der 1. Frage angestoßen habe.

Schreib es einfach mal auf - was fehlt mir und was ist ok so, wie es ist? Wirst mal sehen, wie sich diese Liste entwickelt....

Fast 10 Jahre deines Lebens, und du hast viel gegeben und gemacht. Sie hat dagegen mehr ihr Ding durchgezogen und genommen. OK, nicht soooo schlecht, aber nun wird es mal Zeit, dass du demnächst.... ( :] ) in einer 50:50 Beziehung bist. Denn nur so geht es - auf Dauer - wirklich gut.

Das ist schon schwer, mal ist der eine "oben", mal der andere. Aber wohl fühlen sollte man sich schon und alleine dafür war eure Beziehung die beste "Übung". Wirklich interessant und wirklich ernsthaft wichtig wird es sowieso erst, wenn du über diese Geschichte hinweg bist - wann immer das ist - und dann eine neue Frau auf dich wartet. Die mal zurück gibt, keine Deseases hat und keinen Therapeuten braucht, die handfest und herrlich normal und herzlich und liebevoll ist. Die dich glücklich machen will.

Mein Bruder - 36 - war 15 Jahre (!!!!!!!) mit seiner besch. ... Freundin (sorry...) zusammen, eine Ewigkeit, nun getrennt seit 5 Monaten und er ist völlig unbeholfen in so vielen Dingen. Ein quasi "Rookie" in Herzensdingen einerseits, ihm fehlt einfach die ganze Erfahrung mit mehreren Damen - andererseits war das so etwas wie eine Ehe, die nun auseinander gedriftet ist. Die beiden verstehen sich gut, keine Streitereien oder so, aber eben die Frage - wofür waren diese ganzen Jahre??

ER hat sie unterstützt all die Jahre, nach Ausbildung ein Studium so quasi finanziert, sie reiste viel durch die Welt, gin ihren Hobbies nach und war faul und bequem. ER hat alles für sie und diese beziehung getan, Haushalt, Finanzen, Unterstützung, Rückhalt. Dann war sie weg - mit der begründung, "ihr wird das hier alles (!) zu eng".... GUT SO. Ich freue mich für ihn, dass er diesen Ballast los ist. Und seitdem sieht er auch wieder klasse aus ..... :P (kleiner Schrez am Rande).

Jon, das ist eine andere Szory und kein Vergleich zu deiner Geschichte, aber nur mal so, damit du siehst, wie es auch kommen kann.

Besser so als wenn ihr noch ewig weitergemacht hättet. Wärt ihr füreinander bestimmt gewesen, dann wäre sie jetzt bei Dir und du nicht hier .....

Ich bin gespannt, was dir zu Frage 1. alles einfällt.

Keep me (us) info - where are all the others ??? ?(

Schöne Grüße, JB

#130
JB-> ich muss schon sagen, deine Argumente von dir sind immer sehr geistreich. Bin immer wieder gespannt auf einen neuen Beitrag von dir. Finde es einfach klasse, wir du jon unter die Arme greifst. Uebrigens tun mir deine Berichte auch sehr gut. Danke :super:

Tröst-Pokal von mir!! :klatsch:

#131
Hallo Ragi :D

na mal herzlichen Damk für das schöne Kompliment.... :]

Jon's Geschichte geht mir sehr unter die Haut und er ist einer der ganz wenigen hier, die wirklich ernsthaft um eine Lösung bemüht ist, der sich wirklich damit auseinander setzt und meiner Meinung nach ein ganz klasse Typ ist...... Und mir fällt eben immer gleiche eine Menge zu seinem Problem ein :]

Ich sollte Geld für meine Ratschläge nehmen.... :) ) - kleiner Spass.....

Tja, mit Ratschlägen bin ich gut und objektiv kann ich auch gut sein, ich kenne Jon ja nicht, daher geht das ganz gut. Für meine Freunde lehne ich mich genau so weit aus dem Fenster - das traurige allerdings ist, dass ich bei mir selber nicht immer so "clever" gewesen bin. Habe viel mit Männern und dem ganzen Brimbamborium falsch gemacht, hatte traurige, stressige und unfaire Beziehungen und kann mir selbst of nicht helfen. Aber das kennt ja wohl auch jeder, nicht wahr??

Wie auch immer, das Schreiben hier hilft mir. Und anderen. Und was ich hier bei anderen so lese, das ist auch nicht von Pappe - mir ist viel mehr klar geworden, als ich dachte. Das ist das gute hier, man findet wirklich zu allem etwas, was man daraus für sich zieht, na ja, schaun wir mal.....

Das Leben bleibt spannend. Und Jon kommt wieder in die Spur, da bin icha ber 1000 %-ig sicher...

Schöne Grüße, JB :super:

sine
#132
Original von Juris BolgerKeep me (us) info - where are all the others ??? ?(

Schöne Grüße, JB
och... die machen noch alles am tod fest, vermute ich. :rolleyes: ;)

deine durchhalteparolen zum tod deiner mom in ehren, juris. ich hab auch durchgehalten. ich bin aber davon krank geworden. jedem sein eigener weg.

ich gehe allerdings konform mit dir, dass es nicht notwendig ist, eine therapie zu machen und dass es "genügt", den dingen "einfach nur" ins auge zu schauen...

JurisBolgerIch kenne mich am besten. Meine Familie und meine besten Freunde kennen mich auch sehr sehr gut. Ein Therapeut mus erst einmal über immens lange zeit herausfinden, wer ich eigentlich bin und worum es geht. Und er macht sienen Job. Nach zeit. Nach Gelerntem und nach Logik und Schlussfolgerungen. Sich dort zu öffnen, bedarf viel. Lange zeit. Offenheit. Vertrauen etc. manche brauchen Jahre, um bei einer Therapie wirklich die Hilfe zu bekommen, die sie brauchen.

Dabei ginge es anders viel einfacher. Dazu gehört aber Mut. Und absolute Ehrlichkeit sich selbst gegenüber.

Die Dinge tatsächlich so zu sehen, wie sie sind. Und so zu akzeptieren. Nicht alles drehen und wenden und kaput analysieren, wie es einem gerade auskommt
leute, die immer nur durchzuhalten versuchen, sprechen oft so. sie belächeln die menschen, die es mit "sich selbst" aufnehmen. und dennoch - wie du an dem beispiel der ex von dem threadstarter vielleicht erahnen kannst - bei manchen ist eine therapie zumindest nicht falsch. manche haben es nötig, jb. wenn du eine krankheit hast, gehst du - meistens - zum arzt. nun... wenn jemand psychisch krank ist, geht er zur therapie. da muss man nicht sagen, dass es schon von alleine "heilt". das kann stimmen, genau wie die gebrochene rippe von selbst wieder heilen MUSS, weil man sie nicht schienen kann (oder so... weiß nicht, ob das beispiel korrekt ist). aber ob man vielleicht zum arzt deshalb geht oder nicht, ist jedem selbst überlassen.

:rolleyes:

ich muss wohl doch nochmal erläutern, dass ich damals eine zweckbeziehung mit einem extrem-kiffer geführt hatte, der mich seit über einem jahr mit selbstmord erpresste, um die beziehung mit mir aufrecht zu erhalten, als mein daddy gestorben ist. ich hatte schon länger gründe, mich zu trennen, und als mein vater tot war, habe ich einfach nur klarer gesehen.

ich hoffe, wir diskutieren jetzt nicht den kreiselhaften gedanken noch aus, ob der tod ein schöner klarseher ist :schief: . denn ich glaube, es ist auch dir klar, jb, dass manche dinge geschehen. dass etwas "ganz klar", "eindeutig" und vor allem: für uns alles gleich verbindlich ist, ist eine sichtweise, die auch sehr treffend erscheint bei dir in vielerlei hinsicht, jb.

aber es ist halt nur eine schein-gesetzlichkeit, die du da verbal behauptest. in wahrheit hast DU deine erfahrungen und äußerst darauf basierend eine meinung, andere haben andere erfahrungen und ggf. - ich sag ja nicht, dass ich jetzt monstermässig in ALLEN punkten deine sichtweise nicht teile, im gegenteil - andere meinungen.

ich habe das gefühl, du hackst auf argumente ein, die du in deinem leben eben nicht akzeptierst, ohne diesen anderen sichtweisen und erfahrungen, die dahinter stehen, raum zu geben.

darauf möchte ich hinweisen. und es folgt der alte spruch: das ist hier ein forum. es ist sache des threadstarters *bla* und denk daran, dass hier viel verschiedene menschen mit *bla* posten. mir war das von dir eine spur zu derb, jb. sorry, aber dazu ist mir dieses thema scheinbar noch immer ein wenig zu schade, um mich damit in eine schublade stecken zu lassen und dann noch über durchhalteparolen auseinandersetzen zu dürfen.

go on, aber ohne mich

gruß

sine

p.s.: ich teile deine gedanken z. b., dass schluss schluss ist und finde es gut, dass du da nicht so die emotionale detailarbeit - und vor allem auch nicht den blick in die beziehungsvergangenheit - empfiehlst. mir ging es jetzt nur darum, dass ich ein bissle empfindlich bin, einfach so abgekanzelt und in eine schublade geschoben zu werden. ich habe selbst die vermutung, dass jon's freundin einen wesentlich andern dampfer fährt als ich damals. dennoch habe ich eine "lanze gebrochen" für die begründung, die zu während der trennung gegeben hatte.

mahnchen
#133
Hallo Jon,

habe gesehen, daß du schon super viele Antworten bekommen hast und meine Mail dazu vielleicht gar nicht mehr liest.

Da ich genau nachvollziehen kann, was du meinst, weil es mir - ehrlich gesagt noch einen Tick heftiger- ähnlich geht, schreibe ich dir aber trotzdem mal.

Ich war 4 Jahre mit meinem Freund zusammen, nach ca 2 1/2 Jahren hat er mir einen Heiratsantrag gemacht.

Wir waren das absolute Traumpaar für alle und super glücklich. Uns war beiden klar, daß es die grosse Liebe ist und wir für immer zusammen sein wollen. Sämtliche Freunde haben uns immer gesagt, daß sie auch so eine Beziehung in der man sich blind versteht, gleichzeitig bester Freund, Partner und Liebhaber ist. Allerdings haben wir eine Fernbeziehung geführt, d.h. uns von Donnerstag Abend bis Montag Morgen gesehen. Er ist selbständig im Osten mit einer Firma und ich bin sehr heimatverbunden im Norden. Wir haben zusammen unser ( im Nachhinein wohl nur "meins") Traumhäuschen gekauft Ende letzten Jahres.

Tja und dann war die Hochzeit geplant für den 27.05. diesen Jahres...

Es sollte eine wirkliche Traumhochzeit werden, alles war so wie wir uns das vorgestellt haben. Ich habe mich so gefreut.

Und dann am 26.05. (!) wollte er nach Hause kommen. Stattdessen ruft er mich an und sagt, er könne mich nicht heiraten, er habe sich in "Anja" verliebt. Mehr nicht! Anja ist eine aus dem Freundeskreis, die sogar auch zur Hochzeit eingeladen war. Er kam nicht nach Hause um mir das ganze zur erklären sondern hat sich irgendwo hin verdrückt, tierisch geheult und meinte nur er könne mir nie wieder unter die Augen treten. Den Freunden von dort hat er nur gesagt, daß die Hochzeit morgen nicht stattfindet und sie nicht extra nach Hamburg fahren brauchen. Auch ihnen hat er nix weiter erklärt und so riefen die mich an und fragten mich, warum ICH denn die Hochzeit abgesagt hätte. Eben weil sie sich niemals vorstellen konnten, daß ER alles abgesagt hat, weil sie davon überzeugt waren, daß er mich über alles liebt.

Das Ganze ist jetzt 3 Monate her und am Anfang dachte ich auch, daß ich das nicht überlebe. Ich hatte Herzrasen, bekam teilweise nicht richtig Luft und habe ca 2 Wochen lang nur 1 Stunde pro Nacht vor mich hingedöst.

Bis heute hatte er nicht den Mumm gehabt mir in die Augen zu sehen. Er hat immer nur gesagt er konnte einfach nicht anders und es tut ihm so leid was er mir angetan hat und daß er keine Tränen mehr hat etc. Völlig krass!

Auch ich habe den Rest meines Lebens mit ihm geplant, Kinder, gemeinsames Leben pipapo. Am Anfang dachte ich echt nur und jetzt??? Zuerst war das Leben für mich echt vorbei, aber das wichtigste ist Freunden darüber zu reden. Von mir aus auch 100x alles durchkauen etc. Das hilft.

Das Haus wird jetzt wieder verkauft, ich bin vor 1 1/2 Wochen ausgezogen und jetzt muss er das 1. Mal in der ganzen Zeit mit diesem Haus konfrontiert werden. Die ganze Zeit hat er sich ja in seiner Wohnung im Osten verkrochen und hat eben auch gleich eine neue Freundin. Ich könnte dir ncoh ewig lang weiter schreiben,

aber die Hauptsache ist einfach, für dich zu wissen: es geht irgendwie weiter! Und es kommt auch wieder ein Tag an dem du nicht jede Sekunde daran denkst und es wird besser werden! Ich kann es dir versichern, weil ich selber schon zu der Erkenntnis gekommen bin, obwohl ich immer noch drin stecke...

Ganz liebe Grüsse

#134
Ich bin mir nicht so sicher, ob meine Exfreundin grad Machtspielchen mit mir betreibt. Ich wundere mich ein wenig darüber, dass sie mir immer noch nicht mitgeteilt hat, wie viel ich ihr für die laufenden Kosten für September überweisen soll. Schließlich hatte ich ihr bereits vor einer Woche die Mail mit dieser Frage geschrieben. Vergangenen Freitag hatte sie dann ja angerufen und das Thema kam auch da noch mal zur Sprache. Keine Ahnung, was das jetzt soll, sie könnte mir ja einfach eine SMS schreiben. Vielleicht hat sie ja aber auch einfach akzeptiert, dass ich möglichst wenig Kontakt zu ihr haben möchte? Ich finde das jetzt nicht sooo schlimm, aber schon etwas seltsam.

Meint ihr, ich müsste jetzt noch mal nachfragen? Ich möchte halt nicht, dass sie denkt, dass ich sie jetzt finanziell über den Tisch ziehen möchte. Wobei es ja eigentlich reichen sollte, wenn ich es einmal angesprochen habe... Was meint ihr?

@JB:

JB: „Besser so als wenn ihr noch ewig weitergemacht hättet. Wärt ihr füreinander bestimmt gewesen, dann wäre sie jetzt bei Dir und du nicht hier .....“

Mag sein, wobei wir eigentlich nicht so lange hätten zusammen sein sollen, wenn wir nicht füreinander bestimmt gewesen wären. Wenn das jedes mal solange dauert, bis man rausbekommt, ob man füreinander bestimmt ist, dann mal gute Nacht :(

Danke übrigens erneut für die Blumen, Mademoiselle :)

@mahnchen: Danke Dir sehr für Deine aufbauenden Worte. Deine Geschichte hört sich ja wirklich ebenfalls ziemlich grausam an. Ich wünsche Dir, dass Du diese Situation gut überstehst!

Seltsamerweise habe ich in meinem Bekanntenkreis in den paar Wochen meiner Trennung zwei sehr ähnliche Geschichten mitbekommen. Bei der einen ging es ebenfalls um eine Trennung nur ein paar wenige Tage vor der Hochzeit. Bei der anderen fand die Trennung kurz nach der Taufe des zweiten Kindes statt. Ich frage mich wirklich woran das liegt, dass sich nach meinem Empfinden derzeit so viele Paare trennen. Sicherlich reagiert man sensibler, wenn man sich in der selben Situation befindet, aber ich glaube, dass es triftige Gründe für diesen Trend gibt. Für mich ist das ganze ein Problem unserer Gesellschaft und Zeit. Zu viele Menschen drehen sich zu sehr um sich selbst und nur wenige sind bereit, ihre Probleme anzugehen. Natürlich mag es auf den ersten Blick einfacher erscheinen, eine Beziehung zu beenden statt daran zu arbeiten. Viele sagen sich bestimmt: „Warum soll ich da jetzt soviel Kraft reinstecken? Ich beginne einfach eine neue Beziehung mit einem Menschen, bei dem diese Probleme nicht auftauchen werden.“

Ich finde das sehr traurig und hoffe, dass ich irgendwann eine Frau finden werde, die emotional reif genug und willens ist, mit mir gemeinsam eine erfüllte Beziehung zu führen und nicht bei Problemen davonrennt bzw. diese einfach nicht (oder eben zu spät) anspricht...

#135
Liebe Sine,

es tut mir wirklich leid, dass du dich doch anscheinend so "angegriffen" von meiner Mienung fühlst.

Aber ich habe nicht DICH angesprochen. Und ichhabe hier nur meine Meinung kund getan. Und nicht das Gesetzt für alle Menschen proklamiert.

Du siehst die Dinge so - ich so und Jon und ca. 6 Millairden Menschen wieder anders. Und das ist doch auch ok so.

Was in Deiner Vergangenheit passiert ist, ist schlimm, ebenso die Dinge bei mir. Und ja, jeder geht anders mit Ereignissen etc. um. Ich will und werde Jon weder zu etwas drängen noch sonst jemanden hier versuchen zu "heilen". Jeder kann das hier lesen und für sich seinen teil denken und ganz bestimmt ist nicht alles zutreffend und richtig oder passend - aber ok, dafür tauschen wir uns hier aus.

Nur, dass du so gereizt reagierst, finde ich eigentlich seltsam. Da ich dich doch die ganze Zeit über in verschiedenen anderen Threads als eigentlich sehr vernünftige und klar sehende Frau "kennengelernt" habe.

Wie auch immer, Sine, deine Meinung ist wilkommen, aber entschuldige bitte, ich sehe die Dinge ein bisserl anders und nach wie vor stehe ich dazu: man muss auch mal alleine durchkommen und die Zähne aufeinander beissen. Nicht für jedes Problem gibt es eine Lösung und erst recht nicht kann man sich immer darauf verlassen, dass andere helfen. Das am wenigsten.

Und ich gehe auch nicht bei jeder kleinen Krankheit zum Arzt - wie soooo viele andere - ich warte erst mal ab, ob es nicht so wieder wird. Und meistens wird es das. Gedul und ein bisschen Selbstvertrauen helfen oft weiter.

Liebe Grüße, JB

#136
Meine Frage bezüglich des bei ihr Meldens hat sich soeben erledigt, da grad eine Mail von ihr ankam. Sie hat mir nun mitgeteilt, was ich überweisen soll und sich entschuldigt, dass sie sich erst jetzt meldet. Sie hätte beruflich viel um die Ohren blabla. Dann schrieb sie noch, dass sie sich melden würde, wenn sie wieder etwas mehr Luft hätte, worauf ich nur dachte: "Bitte nicht!"

Ist wirklich unglaublich, dass mich selbst eine bekloppte Mail aus dem Konzept bringen kann :( fühle mich schon wieder ganz komisch. Naja, lässt sich wohl nicht ändern und ist immernoch besser als wenn sie angerufen hätte, oder noch schlimmer - ich sie getroffen hätte...

#137
Lieber Jon

du packst das, und du machst das ganz wunderbar!

Aber genau das hättest du auf ihre Mail antworten sollen: BITTE NICHT!

Schreibe ihr doch kurz, dass du den Betrag überwiesen hast und bitte sie gleichzeitig, sich NICHT zu melden.

Sage (eher schreibe) es ihr ganz deutlich, dass sie dich jetzt endlich in Ruhe lassen soll.

Du brauchst sie nicht zu schonen. Sie schont dich ja auch nicht.

Du hast das Recht, von ihr in Ruhe gelassen zu werden. Fordere dein Recht ein.

Ich weiss, das bedeutet, dass du mit ihr nochmals Kontakt aufnehmen musst, und du willst das eigentlich nicht.

Aber nur so kannst du ihr begreiflich machen, was Sache ist. Und einmalige Kontaktaufnahme von dir ist doch weniger schlimm als die ständige "Angst" von ihr kontaktiert zu werden.

Alles Gute

Jessi

#138
Hi Jon,

Jessi be hat volkommen recht.

Diese ewige kleine Panik, soe könnte sich jederzeit wieder melden und dich damit umhauen..... gehe doch einfach nicht mehr ans Telefon oder ans Handy, oder noch besser: lasse ihr eine Nachricht auf dem Ab mit Worten wie: ich möchte keinen Kontakt mit dir, ich werde mich bei dir melden, wenn ich dazu bereit bin, bitte verstehe und akzeptiere das....

Wäre das evtl. ok? Freundlich, aber bestimmt? Das wird sie bestimmt verstehen können, nicht wahr? Ist sie so weit, dass sie freundschaftlich mit dir umgehen kann (was ich nicht glaube), oder macht sie das, um besser damit klar zu kommen? Was will sie? Der Kontakt zu dir ist für sie bestimmt eine Beruhigung, was auch immer - aber dir tut es nicht gut, daher muss leider absolute Funkstille her.

Sonst kommst du nie zur Ruhe und alles, was sich gerade gesetzt hat, wird wieder aufgewühlt.

Wenn du das so nicht machen möchtest, dann nimm all Deine Kraft zusammen und rede mit ihr; sage ihr, dass dir das schlecht bekommt, dass es dir weh tut und zu früh ist. Klartext. So oder so solltest du ihr das begreiflich machen, sonst drehst du noch am Rad.

Wie sie dann damit klar kommt, ist ihre Sache. Es muss auch ohne dich gehen- Weil..., für dich muss es ja auch ohne sie gehen.

Schönen Tag, JB :)

#139
jessi, natürlich stimmt was Du schreibst. Ich bin mir auch nicht so sicher, warum es mir so schwer fällt, ihr die Kontaktaufnahme zu untersagen. Allerdings habe ich ihr am Telefon ja mehr als deutlich gemacht, dass mir ein Kontakt zu ihr momentan überhaupt nicht gut tut. Das hätte sie eigentlich registrieren sollen. Ob sie das nun respektiert, weiß ich nicht so genau.

Der Tipp von jb mit dem nicht ans Telefon gehen ist eigentlich gut. Ich hatte mir auch schon neulich überlegt, warum ich jedes mal so dämlich bin und ans Telefon gehe, wenn sie anruft. Ich denke ich werde das in Zukunft so regeln, dass ich nur dran gehe, wenn mir in dem Moment danach ist. Wenn es so ist wie zum Beispiel am vergangenen Freitag, sie ruft an und ich denke: "So eine Sch... da hab ich jetzt ja so gar keinen Bock drauf", dann werde ich das wohl auch unterlassen. Wozu gibt es eine Mailbox?

Ihr den Kontakt im Moment zu untersagen, halte ich vom organisatorischen Standpunkt eher für kontraproduktiv. Schließlich habe ich ja ein Interesse daran, den gemeinsamen Kram möglichst fix über die Bühne zu bringen. Sollte sie allerdings weiterhin aus privaten Gründen anrufen, werde ich wohl nochmal ein ernstes Wörtchen mit ihr sprechen müssen.

Geht mir übrigens seit ein paar Tagen erstaunlich gut :) , bis auf zehn Minuten nach der gestrigen Mail...

#140
Ich dachte mir, dass ich auch mal was Positives poste, wenn es mir denn wiederfährt ;) Vielleicht auch als kleiner Trost oder Lichtschimmer für die von Euch, die ebenfalls verlassen wurden und sich in einer ähnlichen Situation befinden...

Ich hatte gestern seit der Trennung den ersten Tag, der total schön war. Ich war mit einer Kollegin Möbel und Schnickschnack kaufen und habe mit ihr den Tag verbracht (Kaffee trinken und dann bei mir in der Wohnung ein wenig einrichten). Hört sich vielleicht etwas seltsam an, aber mir hat der Tag mit einer lieben Frau total gut getan, besonders abends als sie dann in meiner Bude ein wenig "dekoriert" hat. Klingt vielleicht seltsam, aber dieses "typisch weibliche Verhalten" hat mich sehr berührt und ich musste noch heute morgen grinsen wie ein Honigkuchenpferd. Witzigerweise hat sie übrigens den selben ungewöhnlichen Namen wie meine Ex :rolleyes:

Sie ist sehr attraktiv und witzig, hat aber einen Freund, mit dem sie eine Fernbeziehung führt. Das ist aber eigentlich alles nicht so wichtig, weil es mir jetzt auch nicht darum geht, eine Affäre oder eine neue Beziehung zu beginnen. :nono:

Es hat mich nur total von meiner Situation abgelenkt und der Tag hat mir gezeigt, dass es auch andere nette Frauen gibt, die so ganz andere Qualitäten als meine Exfreundin haben. War einfach sehr angenehm, einen Tag mit jemandem zu verbringen, der locker ist und gerne flirtet. Ich bin sehr glücklich darüber, dass ich derzeit viele neue Leute kennenlerne (sowohl männlich als auch weiblich), die sich durchaus zu guten Freunden entwickeln könnten. Es ist echt ziemlich grotesk, um wieviel besser es mir geht, je länger ich nichts von meiner Exfreundin höre. Ist mir natürlich bewußt, dass ich leider noch nicht durch bin mit dieser Geschichte und dass ich auch wieder Rückschläge werde hinnehmen müssen. Allerdings bin ich momentan dankbar dafür, dass ich derzeit nicht leide wie ein Hund.

Wünsche Euch allen einen wunderschönen und gen Abend spannenden Wahlsonntag!

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