Aus der Traum ( und jetzt wirklich)
756 Antworten37'578 AufrufeGestartet von Carola ·
Hi Leute,
hab zwar nicht viel Zeit heut zu antworten, da ich lernen muss und morgen auch noch die Heizungsableser ins Haus kommen und ich noch mein Schlafzimmer ein wenig................ äh, na ja entrümpeln nicht gerade aber zumindest aufräumen muss,
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber...
Einen ganz kurzen Kommentar kann ich mir dennoch nicht verkneifen.
Erstens, Caro, kommt Jesus in der Geschichte vom verlorenem Sohn gar nicht vor und zweitens und das sei jetzt ganz off topic angmerkt - sind solche Erlebnisse wie "ich habe ein gestörtes Jesusverhältnis" einer der Gründe, weshalb ich mich vor genau 5 Jahren dazu entschlossen hatte nicht Priester zu werden, wenngleich ich länger als den Bruchteil einer Sekunde mit dem Gedanken spielte.
Als Pfarrer Leute dazu zu bewegen in die Kirche zu gehen ist die eine Seite, aber noch viel schwieriger ist es denen Leuten die schon drin sitzen einen Glauben, ein Vertrauen ins Leben zu vermitteln, welches sie weiterbringt und ihnen weiterhilft. Die Vorstellungen von dem was Gott ist und welche direkten und indirekten Implikationen das für unser Leben hat was in der Bibel steht ist eine Sisyphusarbeit und von dem was ein Pfarrer in seinem Leben alles säht geht vieles, um nicht zu sagen das Meiste nicht auf und fällt auf unfruchtbaren Boden. Leute können oder wollen einfachste Beispiele nicht annehmen und manche die mit der Kirche nix am Hut haben blockieren schon beim erwähnen des Wortes Bibel.
Aber dieser allgemeine Frust war jetzt nicht auf dich bezogen Caro, weil du dein gestörtes Verhältnis zu Jesus erwähntest, sondern ist eher MEIN Problem dem ich insofern aus dem Weg gegangen bin, in dem ich BWL studiert habe und nicht Theologie. :) )
Ich würde sagen, dass man seinen potentiellen Partner nicht nach seinen Eigenschaften festmachen sollte, denn Eigenschaften eines Menschen haben nichts damit zu tun ob ein Mensch nun gar nicht liebenswert ist oder sehr liebenswert ist.
Eigenschaften sind etwas sehr rational messbares und haben mit dem Wesen von dem was Liebe ausmacht wenig gemein.
Du schreibst, dass er sich nicht geändert habe und er dir auch sonst keinen Anlass gegeben hatte deine Vorstellungen zu ändern.
Ist denn das was du für ihn fühlst, von seinen Eigenschaften abhängig???
Würdest du weniger für ihn empfinden, wenn er sein Set an Eigenschaften in einer für dich negativen Weise ändern würde?
Ich denke du kannst nur so argumentieren, weil du das Gleichnis vom verlorenem Sohn nicht so ganz verstanden hast, denn darin zeigt sich ja woran sich wahre Liebe festmacht:
Den Anderen so zu lieben, wie er wirklich ist, auch wenn es nicht deinen Vorstellungen entspricht
sine hat mir mal in ihrem thread folgendes geschrieben, was mich immer noch beschäftigt hin und wieder wenn ich so nachdenke:
hab zwar nicht viel Zeit heut zu antworten, da ich lernen muss und morgen auch noch die Heizungsableser ins Haus kommen und ich noch mein Schlafzimmer ein wenig................ äh, na ja entrümpeln nicht gerade aber zumindest aufräumen muss,
aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber...
Einen ganz kurzen Kommentar kann ich mir dennoch nicht verkneifen.
Erstens, Caro, kommt Jesus in der Geschichte vom verlorenem Sohn gar nicht vor und zweitens und das sei jetzt ganz off topic angmerkt - sind solche Erlebnisse wie "ich habe ein gestörtes Jesusverhältnis" einer der Gründe, weshalb ich mich vor genau 5 Jahren dazu entschlossen hatte nicht Priester zu werden, wenngleich ich länger als den Bruchteil einer Sekunde mit dem Gedanken spielte.
Als Pfarrer Leute dazu zu bewegen in die Kirche zu gehen ist die eine Seite, aber noch viel schwieriger ist es denen Leuten die schon drin sitzen einen Glauben, ein Vertrauen ins Leben zu vermitteln, welches sie weiterbringt und ihnen weiterhilft. Die Vorstellungen von dem was Gott ist und welche direkten und indirekten Implikationen das für unser Leben hat was in der Bibel steht ist eine Sisyphusarbeit und von dem was ein Pfarrer in seinem Leben alles säht geht vieles, um nicht zu sagen das Meiste nicht auf und fällt auf unfruchtbaren Boden. Leute können oder wollen einfachste Beispiele nicht annehmen und manche die mit der Kirche nix am Hut haben blockieren schon beim erwähnen des Wortes Bibel.
Aber dieser allgemeine Frust war jetzt nicht auf dich bezogen Caro, weil du dein gestörtes Verhältnis zu Jesus erwähntest, sondern ist eher MEIN Problem dem ich insofern aus dem Weg gegangen bin, in dem ich BWL studiert habe und nicht Theologie. :) )
Original von CarolaMhm, aber woran mach ich einen "potentiellen Partner" fest??? An seinen Eigenschaften, oder? Die haben sich ja aber nicht geändert ... und er hat mir auch sonst keinen Anlass gegeben, meine Vorstellung von ihm zu ändern.DAS verwundert mich jetzt allerdings sehr, dass du so denkst.
Ich würde sagen, dass man seinen potentiellen Partner nicht nach seinen Eigenschaften festmachen sollte, denn Eigenschaften eines Menschen haben nichts damit zu tun ob ein Mensch nun gar nicht liebenswert ist oder sehr liebenswert ist.
Eigenschaften sind etwas sehr rational messbares und haben mit dem Wesen von dem was Liebe ausmacht wenig gemein.
Du schreibst, dass er sich nicht geändert habe und er dir auch sonst keinen Anlass gegeben hatte deine Vorstellungen zu ändern.
Ist denn das was du für ihn fühlst, von seinen Eigenschaften abhängig???
Würdest du weniger für ihn empfinden, wenn er sein Set an Eigenschaften in einer für dich negativen Weise ändern würde?
Ich denke du kannst nur so argumentieren, weil du das Gleichnis vom verlorenem Sohn nicht so ganz verstanden hast, denn darin zeigt sich ja woran sich wahre Liebe festmacht:
Den Anderen so zu lieben, wie er wirklich ist, auch wenn es nicht deinen Vorstellungen entspricht
sine hat mir mal in ihrem thread folgendes geschrieben, was mich immer noch beschäftigt hin und wieder wenn ich so nachdenke:
Original geschrieben von sine ob er (Chris) nicht auch mal der ahnung, die in jedem von uns ist, folgt gedanklich und vielleicht auch zu sehen beginnt, dass wir nicht in der welt sind, um geliebt zu werden für unsere eigenschaften oder trotz unserer eigenschaften.
sondern wenn wir geliebt werden, dann ist das ein Geschenk. das "Grundprogramm" ist, dass wir uns selbst lieben!
Das Interessante ist der letzte Satz: Das Grundprogramm ist, dass wir uns selbst lieben und ich denke, dass das der Punkt ist an dem der Schuh drückt.
Ich habe mir vor genau einem gutem Jahr vorgenommen, jede Frau die mich nicht liebt und mir quasi einen Korb gibt zu fragen, warum sie mich nicht liebt. Dann so hatte ich gedacht, könnte ich diesem Mangel an meinen Eigenschaften abstellen und wäre für andere Frauen attraktiver, da ich ja nach jeden Korb ein paar Mängel weniger aufzuweisen hätte.
Nun gut, dann kamen ja zitro und sine in mein Leben, die zwar nicht immer identischer Meinung sind und jede der Beiden einen auf den ersten Blick unterschiedlichen Weg einschlagen, jedoch und das haben ja alle Wege an sich, führen sie alle nach Rom. Oder um in unserem Bild zu bleiben zur Eigenliebe.
Du scheinst mir einfach irgendwie immer noch an dieser "Liebe" zu hängen, wie eine Klette, bzw. diese mit Gewalt ansaugen zu wollen.
Es wäre jedoch an der Zeit mal wieder auszuatmen und diese Sache loszulassen.
Loslassen heißt jetzt nicht, dass du ihn nicht mehr sehen sollst. Mit loslassen meine ich eher ein "inneres Loslassen".
Oh Mann das ist schwer zu erklären wie man das macht. Ich glaube das kann man auch theoretisch nicht erklären. Ich denke nur, dass deine Liebe zu ihm immer noch zu viel "Gegenseitigkeit" erwartet. Wahre Liebe erwartet nie Gegenseitigkeit.
sorry, dass ich schon wieder aushole, aber ich habe mir vor ein paar tagen mal alte Postings von Zitro durchgesehen, da ich sie früher immer nur in ihrer Rolle als Mod wahrgenommen habe, aber eigentlich nicht wirklich wusste, was "ihre" Geschichte ist.
Sie hat in einem ihrer ersten Beiträge ein an und für sich sehr schönes Gedicht gepostet, von dem was Liebe ist mit dem Titel "bedingungslos lieben":
Ich möchte dich lieben, ohne dich einzuengen
Dich wertschätzen, ohne dich zu bewerten
Dich erst nehmen, ohne dich auf etwas festzulegen
Zu dir kommen, ohne mich dir aufzudrängen
Dich einladen, ohne Forderungen zu stellen
Dir etwas schenken, ohne Erwartungen daran zu knüpfen
Abschied nehmen, ohne Wesentliches verpasst zu haben
Dir meine Gefühle zeigen, ohne dich für dieselben verantwortlich zu machen
Dich informieren, ohne dich zu belehren
Dir helfen, ohne dich zu beleidigen
Mich um dich kümmer, ohne dich verändern zu wollen
Mich an dir freuen, so wie du bist.
Wenn du das Gleiche denkst, fühlst, empfindest,
dann können wir uns wirklich begegnen,
uns erkennen und uns gegenseitig bereichern.
Ich kannte das Gedicht schon von früher und fand es auch immer als DAS Zeichen wahrer Liebe schlechthin, aber so schön das Gedicht ist an und für sich, hat es einen "kleinen" Haken und dieser Haken basiert darauf, dass der Autor voraussetzt, dass der andere die gleiche Vorstellung von bedingungsloser Liebe haben.
Aber ist das nicht leicht jemanden bedingungslos zu lieben, der uns in der gleichen Art und Weise zurückliebt???
Ist wahre bedingungslose Liebe davon abhängig ob sie erwidert wird??
Ich sage nein. Und ich denke Zitro meint mit ihrer Wohlfühltheorie dasselbe. Du darfst ihn lieben ja, aber du darfst nicht erwarten von ihm geliebt zu werden. Und du solltest deine Liebe zu ihm auch nicht davon abhängig machen, wie und ob er seine Eigenschaften, oder schlichtweg sein Verhalten dir gegenüber verändert.
Das ist es was das Gleichnis vom verlorenem Sohn aussagen will. Das ist es auch was Lauster, Tepperwein, Zitro & CO aussagen wollen.
Sine sagt, dass das Grundprogramm die Liebe zu sich selbst ist. Ich stimme dem vollkommen zu. Aber die Liebe zu sich selbst ist meinen Erfahrungen nach viel schwerer zu leisten. Auch ich stehe erst am Anfang dieses Prozesses und es nicht so, dass ich immer fähig wäre, dass was ich hier schreibe selber zu praktizieren.
Nein, zu verlockend ist es dem eigenem Ego zu folgen und sich einzureden, dass ich glücklicher wäre, wenn sie mich auch lieben würde, oder, dass ich glücklich wäre, wenn ich die große Liebe gefunden hätte.
So, jetzt hab ich mich doch wieder hineingesteigert in meine Argumentation und dabei wollte ich doch nur ein kurzes Statement abgeben.
Sorry also an dieser Stelle. Der Priester in mir kommt doch hin und wieder durch. Na ja wollen wir es ihm verzeihen. :) )
Liebe Grüße
Chris :compi:
sine
@ chris
jetzt BIN ich aber gebauchkitzelt, dass du mich zitiert hast... und am coolsten finde ich, dass ich das auch noch klug finde, was du da von mir zitiert hast...
8o
:) )
was das mit dem gleichnis vom verlorenen sohn zu tun hat, oder mit bedingungsloser liebe, hab ich hingegen nicht kapiert.
übrigens war ich nun wahrlich keine musterschülerin in sachen selbstliebe. ich finde eigentlich immer mal etwas raus, wo ich denke: 'oh nein, das kann doch nicht wahr sein', und jedes mal ist es etwas völlig offensichtliches. aber ich leben mit meinen negativen denkgerüsten und meinen teilweise eben nicht zutreffenden ideen, und es ist gut, wenn ich die linse, durch die ich die welt sehe, auch manchmal selbst sehen kann. aber meistens geht das eben nicht. und dann tritt "plan b" in aktion: liebe ist totale akzeptanz...
also hier isser, der verlorene sohn.
*oh gott ich bin wirr heute*
und jetzt seh ich den verlorenen sohn auch in dem von @ zitro zitierten gedicht... das gedicht finde ich übrigens auch schön, aber ich bin damals ein bisschen dagegen gefahren (meine ich mich zu erinnern), als sie das in ihrem thread gepostet hat.
das finde ich gut, chris, dass du gemeint hast, dass dieses gedicht ein GEGENÜBER voraussetzt.
*verwirrt sich weiter*
wobei ich nicht sicher bin, ob das auch wirklich dein fazit sein soll... dass liebe ein "gegenüber" braucht...
ähm
wenn ich mich nicht irre, ist das gleichnis vom verlorenen sohn sehr wohl eine jesus-geschichte. denn jesus erzählt dieses gleichnis.
*räusper* für uns alle hier ein "entzückender link (die geschichte vom verlorenen sohn steht ungefähr, wenn man scrollt, in der mitte... aber am allerallercoolsten sind die pics. klickt die mal mit der rechten mousetaste an, dann lassen die pics sich nicht nur nicht kopieren, nein, es geht ein pop-up-fenster auf und da steht drin: 'jesus segne dich!' tschuldigung aber das ist ein bisschen too much für mich olle pfarrerstochter... mal sehen, ob @ carola nun durch diese schock-website vielleicht in ihrem gespaltenen verhältnis zu jesus geheilt werden mag... :) ))
ähm
egal
will sagen:
weiß auch nicht
ach ja doch
ICH hab recht
:schief:
*boing*
herrje
dieser thread sprengt das verstandesmässige bei mir etwas
na denn
:rolleyes: :P
s.
jetzt BIN ich aber gebauchkitzelt, dass du mich zitiert hast... und am coolsten finde ich, dass ich das auch noch klug finde, was du da von mir zitiert hast...
8o
:) )
was das mit dem gleichnis vom verlorenen sohn zu tun hat, oder mit bedingungsloser liebe, hab ich hingegen nicht kapiert.
übrigens war ich nun wahrlich keine musterschülerin in sachen selbstliebe. ich finde eigentlich immer mal etwas raus, wo ich denke: 'oh nein, das kann doch nicht wahr sein', und jedes mal ist es etwas völlig offensichtliches. aber ich leben mit meinen negativen denkgerüsten und meinen teilweise eben nicht zutreffenden ideen, und es ist gut, wenn ich die linse, durch die ich die welt sehe, auch manchmal selbst sehen kann. aber meistens geht das eben nicht. und dann tritt "plan b" in aktion: liebe ist totale akzeptanz...
also hier isser, der verlorene sohn.
*oh gott ich bin wirr heute*
und jetzt seh ich den verlorenen sohn auch in dem von @ zitro zitierten gedicht... das gedicht finde ich übrigens auch schön, aber ich bin damals ein bisschen dagegen gefahren (meine ich mich zu erinnern), als sie das in ihrem thread gepostet hat.
das finde ich gut, chris, dass du gemeint hast, dass dieses gedicht ein GEGENÜBER voraussetzt.
*verwirrt sich weiter*
wobei ich nicht sicher bin, ob das auch wirklich dein fazit sein soll... dass liebe ein "gegenüber" braucht...
ähm
wenn ich mich nicht irre, ist das gleichnis vom verlorenen sohn sehr wohl eine jesus-geschichte. denn jesus erzählt dieses gleichnis.
*räusper* für uns alle hier ein "entzückender link (die geschichte vom verlorenen sohn steht ungefähr, wenn man scrollt, in der mitte... aber am allerallercoolsten sind die pics. klickt die mal mit der rechten mousetaste an, dann lassen die pics sich nicht nur nicht kopieren, nein, es geht ein pop-up-fenster auf und da steht drin: 'jesus segne dich!' tschuldigung aber das ist ein bisschen too much für mich olle pfarrerstochter... mal sehen, ob @ carola nun durch diese schock-website vielleicht in ihrem gespaltenen verhältnis zu jesus geheilt werden mag... :) ))
ähm
egal
will sagen:
weiß auch nicht
ach ja doch
ICH hab recht
:schief:
*boing*
herrje
dieser thread sprengt das verstandesmässige bei mir etwas
na denn
:rolleyes: :P
s.


Ihr versteht mich alle nicht

Das deprimiert mich. Da redet man sich den Mund fuselig. Investiert Schweiß und Kraft in den thread und dann so eine Bauchlandung.

Hab ich mit BWL doch die richtige Entscheidung getroffen.
Euch jeden Sonntag von der Kanzel aus bekehren zu wollen, wäre in der Tat zu viel für mich. ;)
Viel zu viel. Einfach unmöglich.
:) )
Liebe Grüße
Chris :compi:
PS: Stimmt natürlich. Jesus hat die Geschichte erzählt. :o Peinlich, dass mir als alten Prediger dieser Patzer unterlaufen ist, aber ein Priestertochter macht man eben so schnell nix vor. ;)
..................was aber nicht heißt, dass ich aufgebe :) )
Neeeeeein, so schnell geb ich nicht auf:
Werde euch mal eine der Quelle meiner Weisheiten posten, nämlich die Predigt von unserem Religionslehrer und Pfarrer, die er uns kurz vor seinem Krebstod noch mit auf den Lebensweg mitgab:
(das Evangelium vom verlorenem Sohn bracht ihr nicht lesen, wenn ihr es eh schon kennt)
Abiturschluß-Gottesdienst
Thema: Der Rhabarber-Effekt
gehalten am 25.06.99
von Eberhard Gottsmann, OStR
Evangelium (Lk 15,11-32)
Liebe Abiturientinnen, liebe Abiturienten, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Johnny war begeistert. Eines Morgens sieht er nämlich, wie im Nachbarhof ein junger Ziegenbock grast - und so ein lebendiges Spielzeug ist das Höchste für einen vierjährigen Jungen wie Johnny! Sie können sich denken, daß er sich schnell mit Billy anfreundet - Billy - so heißt der Bock nämlich.
Jeden Morgen rupft er ein wenig Gras und Salatblätter ab und bringt sie Billy zum Frühstück. Die Freundschaft wird allmählich so eng, daß Johnny sich stundenlang bei seinem Liebling aufhält.
Da kommt Johnny eines Tages auf die Idee, daß Billy etwas Abwechslung in seinem Speiseplan brauchen könnte. Johnny hat auch schon eine Idee: er liebt Rhabarber in allen Variationen. Rhabarberkuchen, Rhaberkompott, Rhabarbersaft. Und so marschiert er mit einer Stange Rhabarber los und hält sie seinem Freund erwartungsvoll vor die Nase. Billy knabbert ein wenig - stellt fest, daß er das saure Zeug nicht mag und schiebt den Rhabarber zur Seite. Johnny ist verdutzt. Er greift Billy bei einem seiner Hörner und versucht, ihn dazu zu bringen, den Rhabarber zu fressen. Dieses Mal stößt Billy seinen Freund weg, zunächst ganz sanft, aber als Johnny nicht aufgeben will, stößt er so fest zu, daß Johnny stolpert und auf seinen Südpol fällt.
Ein wütender Blick - Johnny steht auf und geht wortlos nach Hause. Nie wieder wird er diesen undankbaren Kerl besuchen. Ein für allemal ist es mit der Freundschaft aus - weil Billy ihn zurückgewiesen hat!
Liebe Zuhörer!
Bevor wir mitleidsvoll über diesen Knirps lächeln, sollten wir uns darüber klar werden, daß wir uns im Grunde nicht allzusehr von ihm unterscheiden. Jeder von uns hat so eine Rhabarbervorliebe - oder sagen wir es weniger bildhaft - bestimmte Vorstellungen, die er für alleinseligmachend hält, bestimmte Erwartungen, die er als absolut legitim erachtet, bestimmte Denkschablonen, die er als die einzig wahren ansieht. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn man sich deren Subjektivität bewußt wäre. Aber so ist es leider nicht: wir neigen von Natur aus dazu, diese Raster auf andere zu projizieren; noch schlimmer: wir setzen wie selbstverständlich voraus, daß auch die anderen Menschen ähnliches denken, wollen oder fühlen müssen. Am kräftigsten macht sich diese Einstellung im Verhalten gegenüber den nächsten Angehörigen bemerkbar.
Natürlich sind bei einer solchen Haltung Enttäuschungen unausbleiblich; Ent-Täuschung heißt ja: es wird offensichtlich, daß unsere Erwartungen und Vorstellungen nur eine Täuschung waren, also nicht der Wirklichkeit entsprochen haben. Ich möchte Ihnen - Eltern wie Abiturienten - jetzt bestimmt nicht die Feststimmung verderben, wenn ich Sie auf die vielen Enttäuschungen während der vergangenen 13, 14 Jahre aufmerksam mache. Aber könnte es nicht sein, daß wir dabei fast immer die selbe Ursache finden könnten, nämlich den „Rhabarbereffekt"?
Natürlich gehört zu jeder Erziehung, Kinder in eine bestimmte Richtung zu führen, die nämlich, die man als Vater, Mutter oder Lehrer für die Beste hält. Verantwortungsgefühl, Altruismus und Selbständigkeit entstehen nun mal nicht von selbst.
Und natürlich gehört auch zu jeder Entwicklung der Kinder, gegen Beschränkungen aufzubegehren, Grenzen auszuloten und Freiheit auszuprobieren.
Aber darum geht es mir heute gar nicht. Ich gehe mal davon aus, daß ihr als junge Menschen mit 19 oder 20 Jahren bereits selbst wißt, was recht und billig ist. Mir geht es vielmehr um einen psychischen Mechanismus, der schon unendlich viel angerichtet hat und immer noch anrichtet: „Du mußt so sein, wie ich dich haben möchte; andernfalls will ich von dir nichts mehr wissen!"
Schauen wir uns mal die Geschichte näher an, die Jesus heute im Evangelium erzählt. Ein junger Mann - allem Anschein nach in geordneten Verhältnissen aufgewachsen - hat genug vom bisherigen Leben. Er hat es satt, dauernd vom Vater abhängig zu sein, seine Anweisungen entgegennehmen zu müssen, bei jedem Dreck fragen zu müssen. Endlich mal weg von dieser Bevormundung, endlich mal die Freiheit, das Leben genießen!
Den Vater wird es wie ein Schock getroffen haben, als ihm der Sohn sein Vorhaben eröffnet. Was hat er wohl in seiner Erziehung falsch gemacht? Hat er ihr vielleicht zu sehr eingeengt? Hat er ihm denn nicht alles geboten, was ein Vater nur seinem Sohn bieten kann? Hat er ihm nicht die Grundlagen des Glaubens vermittelt, wie Ehrfurcht vor Gott und den Eltern, sowie Verantwortungs- und Pflichtgefühl gegenüber den Mitmenschen?
Ebenso dürfte ihn verletzt haben, daß sein Sohn von ihm bereits jetzt das Erbteil fordert. Fordert! Unverschämter geht es wohl nicht mehr. Jahrelang hat der Vater geblecht (wie auch heute noch Eltern blechen müssen, bis ihr Söhnchen oder Töchterchen endlich mal selbst Geld verdienen) - und nun das!
Das Erstaunliche: wir hören keinen Ton des Protestes vom Vater. Klaglos, ohne Vorwürfe rückt er den Anteil seines Vermögens heraus, den dieser undankbare Kerl nach seinem Tod ja sowieso bekommen hätte, und klaglos läßt er ihn gehen, obwohl er annehmen muß, daß die Sache schiefgeht. Im Ausland besteht ja so gut wie keine Chance, seine Glaubensvorschriften zu erfüllen - wie der Fortgang der Geschichte beweist.
Könnte man diesen Vater nicht als „verrückt" bezeichnen? Könnte man nicht auf gut bayrisch sagen: der ist gutmütig, fast ein Depp? Die Bibel möchte es anders verstanden wissen: der Vater liebt seinen Sohn. Von außen gesehen scheint das dasselbe zu sein. Und doch besteht zwischen „gutmütig" und „liebend" ein gewaltiger Unterschied. Ein gutmütiger Mensch ist schwach, er läßt mit sich alles machen - ein liebender Mensch aber hat die Stärke, dem anderen Freiheit zu lassen. Und dieser Vater liebt - in kaum nachzuvollziehender Weise! Er weiß: zur Freiheit gehört aber nun mal, daß man auch in die falsche Richtung geht, vielleicht sogar in die Katastrophe!
Da mit-leidend zusehen zu müssen, ohne einzugreifen zu dürfen, ohne manipulieren zu können, ohne Druck auszuüben - dazu gehört eine fast unnatürliche Stärke.
Der Vater im Gleichnis hat diese Stärke. Er weiß: jede Gewaltanwendung, jeder Druck ist Gift für die Liebe. Und so bleibt ihm nur die Hoffnung, daß der Sohn irgendwann mal zur Vernunft kommt und von sich aus - in Freiheit - zu ihm zurückkehrt.
Und er kommt zurück - um vieles gescheiter. Er hat die Abreibung gebraucht; er hat selbst erfahren müssen, daß es eine Sackgasse war, in die er sich vorwitzig begeben hat. Er hat auch erfahren müssen, daß Freiheit ohne Bindung, ohne Verantwortung, ohne Vernunft das Leben zerstören kann. Und noch etwas muß ihm klar geworden sein: das, was er damals so unverschämt gefordert hat, war in Wirklichkeit ein freiwilliges Geschenk des Vaters! Jetzt, da er reumütig zurückkommt, um überleben zu können, ist überhaupt nicht mehr von einer Forderung die Rede. Er kann nur bitten, wie ein Taglöhner aufgenommen zu werden, ohne Rechte, ohne Sicherheiten, ohne festen Arbeitsplatz. Und der liebende Vater weist seine Bitte nicht zurück. Mehr noch: kein einziger Vorwurf, keine „Probezeit"! „Hauptsache, du bist wieder da, Bub!" - genauso, wie wenn nie etwas vorgefallen wäre!
Jetzt zeigt sich, wie richtig das Verhalten des Vaters war. Nie hätte der Kerl etwas dazugelernt, hätte ihn der Vater mit Gewalt zurückgehalten. Nie hätte er diese Erfahrungen machen können, hätte er brav die Vorstellungen des Vaters verwirklicht. Nie hätte er dankbar zu schätzen gelernt, was er an seinem Vater hat.
Der andere, „anständige" Sohn, der brav bei seinem Vater geblieben ist, macht das deutlich: er ist immer noch eine kleinliche Beamtenseele, der seinen Anteil am Erbe vor lauter Knickrigkeit nicht einmal angerührt hat, ein erbarmungsloser, undankbarer und liebloser Mensch, der sich nicht am Glück seines Vaters und am „Wiederaufleben" seines Bruders freuen kann. Ein armseliger Mensch!
Liebe Eltern!
Diese Geschichte ist ein Modellfall. Mehr oder weniger bleibt auch Ihnen nicht erspart, was hier erzählt wird: Ihr Sohn, Ihre Tochter gehen nun immer mehr ihre eigenen Wege. Die Versuchung, den „Rhabarbereffekt" - bei verheirateten Kindern auch „Schwiegermuttereffekt" genannt - anzuwenden, das heißt: die eigenen Vorstellungen aufzuzwingen, die eigenen Denkschablonen zu projizieren, diese Versuchung wird immer da sein. „Ich mein‘s Dir ja nur gut!", und: „das ist der Dank dafür, wo ich mich doch ein Leben lang für dich aufgeopfert habe" - diese Gedanken werden sich immer wieder mal aufdrängen. Der „Gute Vater" im Gleichnis lehrt uns da etwas anderes. Liebe, und zwar selbstlose, echte Liebe heißt:
- den anderen seinen Weg gehen zu lassen
- den anderen zu akzeptieren, auch wenn er „keinen Rhabarber mag"
- keinen Druck und keine Erpressung - auch keine noch so sublime - anzuwenden
und vor allem:
- keine Erwartungen zu hegen, sondern dafür offen zu bleiben, wie der andere in Wirklichkeit ist.
Ihnen, liebe Eltern, wünsche ich zu diesem Lernprozeß viel Erfolg.
Und euch, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, wünsche ich, daß ihr euren, ganz individuellen Weg geht, und zugleich: daß ihr nicht viele Sackgassen braucht, nicht viele „Hungersnöte in fremdem Land", keine „Saufutterschoten", um Verantwortung, Selbständigkeit und Dankbarkeit zu lernen. Was ich den Eltern gesagt habe, gilt auch für euch; denkt auch ihr daran: nicht nicht jeder mag Rhabarber!
AMEN
Neeeeeein, so schnell geb ich nicht auf:
Werde euch mal eine der Quelle meiner Weisheiten posten, nämlich die Predigt von unserem Religionslehrer und Pfarrer, die er uns kurz vor seinem Krebstod noch mit auf den Lebensweg mitgab:
(das Evangelium vom verlorenem Sohn bracht ihr nicht lesen, wenn ihr es eh schon kennt)
Abiturschluß-Gottesdienst
Thema: Der Rhabarber-Effekt
gehalten am 25.06.99
von Eberhard Gottsmann, OStR
Evangelium (Lk 15,11-32)
Liebe Abiturientinnen, liebe Abiturienten, liebe Eltern, liebe Kolleginnen und Kollegen!
Johnny war begeistert. Eines Morgens sieht er nämlich, wie im Nachbarhof ein junger Ziegenbock grast - und so ein lebendiges Spielzeug ist das Höchste für einen vierjährigen Jungen wie Johnny! Sie können sich denken, daß er sich schnell mit Billy anfreundet - Billy - so heißt der Bock nämlich.
Jeden Morgen rupft er ein wenig Gras und Salatblätter ab und bringt sie Billy zum Frühstück. Die Freundschaft wird allmählich so eng, daß Johnny sich stundenlang bei seinem Liebling aufhält.
Da kommt Johnny eines Tages auf die Idee, daß Billy etwas Abwechslung in seinem Speiseplan brauchen könnte. Johnny hat auch schon eine Idee: er liebt Rhabarber in allen Variationen. Rhabarberkuchen, Rhaberkompott, Rhabarbersaft. Und so marschiert er mit einer Stange Rhabarber los und hält sie seinem Freund erwartungsvoll vor die Nase. Billy knabbert ein wenig - stellt fest, daß er das saure Zeug nicht mag und schiebt den Rhabarber zur Seite. Johnny ist verdutzt. Er greift Billy bei einem seiner Hörner und versucht, ihn dazu zu bringen, den Rhabarber zu fressen. Dieses Mal stößt Billy seinen Freund weg, zunächst ganz sanft, aber als Johnny nicht aufgeben will, stößt er so fest zu, daß Johnny stolpert und auf seinen Südpol fällt.
Ein wütender Blick - Johnny steht auf und geht wortlos nach Hause. Nie wieder wird er diesen undankbaren Kerl besuchen. Ein für allemal ist es mit der Freundschaft aus - weil Billy ihn zurückgewiesen hat!
Liebe Zuhörer!
Bevor wir mitleidsvoll über diesen Knirps lächeln, sollten wir uns darüber klar werden, daß wir uns im Grunde nicht allzusehr von ihm unterscheiden. Jeder von uns hat so eine Rhabarbervorliebe - oder sagen wir es weniger bildhaft - bestimmte Vorstellungen, die er für alleinseligmachend hält, bestimmte Erwartungen, die er als absolut legitim erachtet, bestimmte Denkschablonen, die er als die einzig wahren ansieht. Das wäre ja nicht weiter schlimm, wenn man sich deren Subjektivität bewußt wäre. Aber so ist es leider nicht: wir neigen von Natur aus dazu, diese Raster auf andere zu projizieren; noch schlimmer: wir setzen wie selbstverständlich voraus, daß auch die anderen Menschen ähnliches denken, wollen oder fühlen müssen. Am kräftigsten macht sich diese Einstellung im Verhalten gegenüber den nächsten Angehörigen bemerkbar.
Natürlich sind bei einer solchen Haltung Enttäuschungen unausbleiblich; Ent-Täuschung heißt ja: es wird offensichtlich, daß unsere Erwartungen und Vorstellungen nur eine Täuschung waren, also nicht der Wirklichkeit entsprochen haben. Ich möchte Ihnen - Eltern wie Abiturienten - jetzt bestimmt nicht die Feststimmung verderben, wenn ich Sie auf die vielen Enttäuschungen während der vergangenen 13, 14 Jahre aufmerksam mache. Aber könnte es nicht sein, daß wir dabei fast immer die selbe Ursache finden könnten, nämlich den „Rhabarbereffekt"?
Natürlich gehört zu jeder Erziehung, Kinder in eine bestimmte Richtung zu führen, die nämlich, die man als Vater, Mutter oder Lehrer für die Beste hält. Verantwortungsgefühl, Altruismus und Selbständigkeit entstehen nun mal nicht von selbst.
Und natürlich gehört auch zu jeder Entwicklung der Kinder, gegen Beschränkungen aufzubegehren, Grenzen auszuloten und Freiheit auszuprobieren.
Aber darum geht es mir heute gar nicht. Ich gehe mal davon aus, daß ihr als junge Menschen mit 19 oder 20 Jahren bereits selbst wißt, was recht und billig ist. Mir geht es vielmehr um einen psychischen Mechanismus, der schon unendlich viel angerichtet hat und immer noch anrichtet: „Du mußt so sein, wie ich dich haben möchte; andernfalls will ich von dir nichts mehr wissen!"
Schauen wir uns mal die Geschichte näher an, die Jesus heute im Evangelium erzählt. Ein junger Mann - allem Anschein nach in geordneten Verhältnissen aufgewachsen - hat genug vom bisherigen Leben. Er hat es satt, dauernd vom Vater abhängig zu sein, seine Anweisungen entgegennehmen zu müssen, bei jedem Dreck fragen zu müssen. Endlich mal weg von dieser Bevormundung, endlich mal die Freiheit, das Leben genießen!
Den Vater wird es wie ein Schock getroffen haben, als ihm der Sohn sein Vorhaben eröffnet. Was hat er wohl in seiner Erziehung falsch gemacht? Hat er ihr vielleicht zu sehr eingeengt? Hat er ihm denn nicht alles geboten, was ein Vater nur seinem Sohn bieten kann? Hat er ihm nicht die Grundlagen des Glaubens vermittelt, wie Ehrfurcht vor Gott und den Eltern, sowie Verantwortungs- und Pflichtgefühl gegenüber den Mitmenschen?
Ebenso dürfte ihn verletzt haben, daß sein Sohn von ihm bereits jetzt das Erbteil fordert. Fordert! Unverschämter geht es wohl nicht mehr. Jahrelang hat der Vater geblecht (wie auch heute noch Eltern blechen müssen, bis ihr Söhnchen oder Töchterchen endlich mal selbst Geld verdienen) - und nun das!
Das Erstaunliche: wir hören keinen Ton des Protestes vom Vater. Klaglos, ohne Vorwürfe rückt er den Anteil seines Vermögens heraus, den dieser undankbare Kerl nach seinem Tod ja sowieso bekommen hätte, und klaglos läßt er ihn gehen, obwohl er annehmen muß, daß die Sache schiefgeht. Im Ausland besteht ja so gut wie keine Chance, seine Glaubensvorschriften zu erfüllen - wie der Fortgang der Geschichte beweist.
Könnte man diesen Vater nicht als „verrückt" bezeichnen? Könnte man nicht auf gut bayrisch sagen: der ist gutmütig, fast ein Depp? Die Bibel möchte es anders verstanden wissen: der Vater liebt seinen Sohn. Von außen gesehen scheint das dasselbe zu sein. Und doch besteht zwischen „gutmütig" und „liebend" ein gewaltiger Unterschied. Ein gutmütiger Mensch ist schwach, er läßt mit sich alles machen - ein liebender Mensch aber hat die Stärke, dem anderen Freiheit zu lassen. Und dieser Vater liebt - in kaum nachzuvollziehender Weise! Er weiß: zur Freiheit gehört aber nun mal, daß man auch in die falsche Richtung geht, vielleicht sogar in die Katastrophe!
Da mit-leidend zusehen zu müssen, ohne einzugreifen zu dürfen, ohne manipulieren zu können, ohne Druck auszuüben - dazu gehört eine fast unnatürliche Stärke.
Der Vater im Gleichnis hat diese Stärke. Er weiß: jede Gewaltanwendung, jeder Druck ist Gift für die Liebe. Und so bleibt ihm nur die Hoffnung, daß der Sohn irgendwann mal zur Vernunft kommt und von sich aus - in Freiheit - zu ihm zurückkehrt.
Und er kommt zurück - um vieles gescheiter. Er hat die Abreibung gebraucht; er hat selbst erfahren müssen, daß es eine Sackgasse war, in die er sich vorwitzig begeben hat. Er hat auch erfahren müssen, daß Freiheit ohne Bindung, ohne Verantwortung, ohne Vernunft das Leben zerstören kann. Und noch etwas muß ihm klar geworden sein: das, was er damals so unverschämt gefordert hat, war in Wirklichkeit ein freiwilliges Geschenk des Vaters! Jetzt, da er reumütig zurückkommt, um überleben zu können, ist überhaupt nicht mehr von einer Forderung die Rede. Er kann nur bitten, wie ein Taglöhner aufgenommen zu werden, ohne Rechte, ohne Sicherheiten, ohne festen Arbeitsplatz. Und der liebende Vater weist seine Bitte nicht zurück. Mehr noch: kein einziger Vorwurf, keine „Probezeit"! „Hauptsache, du bist wieder da, Bub!" - genauso, wie wenn nie etwas vorgefallen wäre!
Jetzt zeigt sich, wie richtig das Verhalten des Vaters war. Nie hätte der Kerl etwas dazugelernt, hätte ihn der Vater mit Gewalt zurückgehalten. Nie hätte er diese Erfahrungen machen können, hätte er brav die Vorstellungen des Vaters verwirklicht. Nie hätte er dankbar zu schätzen gelernt, was er an seinem Vater hat.
Der andere, „anständige" Sohn, der brav bei seinem Vater geblieben ist, macht das deutlich: er ist immer noch eine kleinliche Beamtenseele, der seinen Anteil am Erbe vor lauter Knickrigkeit nicht einmal angerührt hat, ein erbarmungsloser, undankbarer und liebloser Mensch, der sich nicht am Glück seines Vaters und am „Wiederaufleben" seines Bruders freuen kann. Ein armseliger Mensch!
Liebe Eltern!
Diese Geschichte ist ein Modellfall. Mehr oder weniger bleibt auch Ihnen nicht erspart, was hier erzählt wird: Ihr Sohn, Ihre Tochter gehen nun immer mehr ihre eigenen Wege. Die Versuchung, den „Rhabarbereffekt" - bei verheirateten Kindern auch „Schwiegermuttereffekt" genannt - anzuwenden, das heißt: die eigenen Vorstellungen aufzuzwingen, die eigenen Denkschablonen zu projizieren, diese Versuchung wird immer da sein. „Ich mein‘s Dir ja nur gut!", und: „das ist der Dank dafür, wo ich mich doch ein Leben lang für dich aufgeopfert habe" - diese Gedanken werden sich immer wieder mal aufdrängen. Der „Gute Vater" im Gleichnis lehrt uns da etwas anderes. Liebe, und zwar selbstlose, echte Liebe heißt:
- den anderen seinen Weg gehen zu lassen
- den anderen zu akzeptieren, auch wenn er „keinen Rhabarber mag"
- keinen Druck und keine Erpressung - auch keine noch so sublime - anzuwenden
und vor allem:
- keine Erwartungen zu hegen, sondern dafür offen zu bleiben, wie der andere in Wirklichkeit ist.
Ihnen, liebe Eltern, wünsche ich zu diesem Lernprozeß viel Erfolg.
Und euch, liebe Abiturientinnen und Abiturienten, wünsche ich, daß ihr euren, ganz individuellen Weg geht, und zugleich: daß ihr nicht viele Sackgassen braucht, nicht viele „Hungersnöte in fremdem Land", keine „Saufutterschoten", um Verantwortung, Selbständigkeit und Dankbarkeit zu lernen. Was ich den Eltern gesagt habe, gilt auch für euch; denkt auch ihr daran: nicht nicht jeder mag Rhabarber!
AMEN
sine
@ chris
mach dir keine sorgen, wenn ICH das nicht ganz kapiere.
ich bin nicht sonderlich hell im durchschreiten neuer welten. wer ist das schon.
ausserdem vermute ich, dass es nur um begrifflichkeiten geht, dass wir aber in etwa dasselbe meinen.
aber ist ja wurscht
mir zumindest :P
gruß
sine
mach dir keine sorgen, wenn ICH das nicht ganz kapiere.
ich bin nicht sonderlich hell im durchschreiten neuer welten. wer ist das schon.
ausserdem vermute ich, dass es nur um begrifflichkeiten geht, dass wir aber in etwa dasselbe meinen.
aber ist ja wurscht
mir zumindest :P
gruß
sine
sine
Original von chris1234[...] von Eberhard Gottsmann, OStR*hihi*
[...] Liebe Eltern!
Diese Geschichte ist ein Modellfall. Mehr oder weniger bleibt auch Ihnen nicht erspart, was hier erzählt wird
siehste, auch der von dir zitierte pfarrer geht nicht so weit, dass er die geschichte vom verlorenen sohn nun auch auf beziehungen zwischen liebenden anwendet.
irgendwie finde ich, @ carola liebt ihren kumpel auch reichlich selbstlos. mal abgesehen von den eifersuchts-anfällen, aber da sie nur einfach eifersucht empfindet, aber nicht nach aussen hin auch eifersüchtig handelt, denke ich, dass hier eifersucht nicht in einen macht-anspruch ausartet bei caro, sondern eben der spiegel dessen ist, dass caro unsicher ist.
wenn man verliebt ist, dann ist man immer unsicher. und wenn man liebt, aber die gegenliebe bleibt aus, dann ist man es ebenfalls häufig.
aus meiner sicht ist der hase wohl eher im pfeffer zu vermuten bei der interpretation von dem von @ zitro zitierten gedicht (mit verlaub).
hab ich richtig verstanden:
Original von chris1234Ich kannte das Gedicht schon von früher und fand es auch immer als DAS Zeichen wahrer Liebe schlechthin, aber so schön das Gedicht ist an und für sich, hat es einen "kleinen" Haken und dieser Haken basiert darauf, dass der Autor voraussetzt, dass der andere die gleiche Vorstellung von bedingungsloser Liebe haben.ich bin mir ziemlich sicher, dass @ zitro nicht findet, dass das gegenüber die gleiche vorstellung von liebe haben muss. weder aus sicht des autors dieses gedichts (wer hat es eigentlich geschrieben?), noch aus irgendeinem bestimmten prinzip heraus, etwa vielleicht demjenigen, dass so eine selbstlose liebe "funktioniert".
ich glaube, zitro wird uns allenfalls erklären, dass ein liebender mensch kein input von aussen braucht, sondern die dinge so akzeptiert, wie sie sind. insbesondere den geliebten menschen so akzeptiert, wie er ist. eben auch ohn liebe zu einem selbst, bzw. nicht mit der "denise-roman-mässigen" liebe...
ich sehe das anders.
ich halte nicht viel von liebe ohne objekt. und zu meinem persönlichen glück bin ich davon weggekommen, meinen ex (kand. 2) zu lieben (denise-roman-mässig).
ich glaube also nicht nur, ich lebe es auch. und das ist nunmal komisch alles... denn zitro lebt ihr gedicht ja auch.
*rätsel*
gruß
sine
Ich kann das jetzt nicht alles ausführlich kommentieren, habe noch nicht mal alles gelesen. Nur soviel: Wer der Autor des Gedichts ist, weiß ich auch nicht. Und ja, ich finde den letzten Teil des Gedichts nicht unbedingt nötig.
Okay, soweit die Kurzmeldung :)
Okay, soweit die Kurzmeldung :)
So, jetzt habe ich alles durchgelesen und kapiere einfach nicht, worüber ihr euch so zerfleischt.
Chris, Tepperwein, Lauster und ich sind der Meinung, Liebe zu sich selbst und damit verbunden Liebe zum Gefühl der Liebe an sich, ist ein erstrebenswertes Ziel, weil es uns und unsere Gefühle unabhängig macht von bestimmten Umständen.
Sine findet das mit der Selbstliebe zu schwierig und das mit der Liebe zur Liebe ohne Objekt unnötig. Ist doch okay, wenn sie das findet. Ist auch okay, dass sie sinesische Siebenmeilenpostings dazu verfasst.
Außerdem glaube ich auch, dass ihr eigentlich gar nicht so unterschiedlicher Meinung seid. Ihr sprecht bloß oft unterschiedliche Sprachen.
Chris, Tepperwein, Lauster und ich sind der Meinung, Liebe zu sich selbst und damit verbunden Liebe zum Gefühl der Liebe an sich, ist ein erstrebenswertes Ziel, weil es uns und unsere Gefühle unabhängig macht von bestimmten Umständen.
Sine findet das mit der Selbstliebe zu schwierig und das mit der Liebe zur Liebe ohne Objekt unnötig. Ist doch okay, wenn sie das findet. Ist auch okay, dass sie sinesische Siebenmeilenpostings dazu verfasst.
Außerdem glaube ich auch, dass ihr eigentlich gar nicht so unterschiedlicher Meinung seid. Ihr sprecht bloß oft unterschiedliche Sprachen.
Ähm, ich muss zugeben, ich kapier das auch nicht so alles 8o
*g* sagt der, der auch so ne Liste in der Schublade hat *kicher*
Nein, jetzt mal im Ernst:
wenn nicht an seinen Eigenschaften, an was denn dann?
Was unterscheidet denn die Menschen? Ich dachte immer ihre Eigenschafte ... sonst wären sie doch alle gleich, oder? Und dann müsste ich ja alle lieben. ?(
Ausserdem weiß ich nicht, ob man "potentieller Partner" und "Liebe" gleichsetzen kann.
wenn er mich jetzt die ganze Zeit verletzt hätte, oder ich gemerkt hätte, dass ich mich total in ihm getäuscht hab und er in Wirklichkeit ein riesen Ar... wäre, natürlich würde er dann als "potetieller Partner" ausscheiden.
DAS verwundert mich jetzt allerdings sehr, dass du so denkst.Ich würde sagen, dass man seinen potentiellen Partner nicht nach seinen Eigenschaften festmachen sollte, denn Eigenschaften eines Menschen haben nichts damit zu tun ob ein Mensch nun gar nicht liebenswert ist oder sehr liebenswert ist.Wie, man macht einen potentiellen Partner nicht an seinen Eigenschaften fest??
Eigenschaften sind etwas sehr rational messbares und haben mit dem Wesen von dem was Liebe ausmacht wenig gemein.
*g* sagt der, der auch so ne Liste in der Schublade hat *kicher*
Nein, jetzt mal im Ernst:
wenn nicht an seinen Eigenschaften, an was denn dann?
Was unterscheidet denn die Menschen? Ich dachte immer ihre Eigenschafte ... sonst wären sie doch alle gleich, oder? Und dann müsste ich ja alle lieben. ?(
Ausserdem weiß ich nicht, ob man "potentieller Partner" und "Liebe" gleichsetzen kann.
Du schreibst, dass er sich nicht geändert habe und er dir auch sonst keinen Anlass gegeben hatte deine Vorstellungen zu ändern.mhm, najaaa, ich würde schon sagen: ja
Ist denn das was du für ihn fühlst, von seinen Eigenschaften abhängig???
Würdest du weniger für ihn empfinden, wenn er sein Set an Eigenschaften in einer für dich negativen Weise ändern würde?
wenn er mich jetzt die ganze Zeit verletzt hätte, oder ich gemerkt hätte, dass ich mich total in ihm getäuscht hab und er in Wirklichkeit ein riesen Ar... wäre, natürlich würde er dann als "potetieller Partner" ausscheiden.
@Zitro,
danke für die Zusammenfassung. :) )
Äh...... ja so hätte man es auch formulieren können.
Mann wieso schaff' ich es nie die Dinge auf den Punkt zu bringen. :mauer:
erklär du uns doch mal das mit den Eigenschaften, du hast mir doch geschrieben, dass "dass wir nicht in der welt sind, um geliebt zu werden für unsere eigenschaften oder trotz unserer eigenschaften."
????
Jetzt bin ich selber verwirrt :schief:
Dieser thread sprengt wirklich das verstandesmässige bei mir und es tauchen jetzt wieder sooooo viele Fragen und Theorien im Kopf auf, dass ich heute die ganze Nacht durchtippen könnte. :compi: :compi: :compi: :compi: :compi:
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber ich werde es nicht tun, sondern lieber einmal schweigen und andere zu Wort kommen lassen. :]
Liebe Grüße
Chris
PS.: Außerdem hab ich meinen Peter Lauster einer guten Freundin verliehen, die sich und mich gerade ständigt fragt, ob es theoretisch möglich ist zwei Menschen zu lieben (ihren Freund und ihren Arbeitskollegen) und ohne meinen Lauster, den ich ihr geliehen habe, sag ich nix mehr in diesem thread. :schief:
danke für die Zusammenfassung. :) )
Äh...... ja so hätte man es auch formulieren können.
Mann wieso schaff' ich es nie die Dinge auf den Punkt zu bringen. :mauer:
Original von CarolaWie, man macht einen potentiellen Partner nicht an seinen Eigenschaften fest??siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiine,
erklär du uns doch mal das mit den Eigenschaften, du hast mir doch geschrieben, dass "dass wir nicht in der welt sind, um geliebt zu werden für unsere eigenschaften oder trotz unserer eigenschaften."
????
Jetzt bin ich selber verwirrt :schief:
Dieser thread sprengt wirklich das verstandesmässige bei mir und es tauchen jetzt wieder sooooo viele Fragen und Theorien im Kopf auf, dass ich heute die ganze Nacht durchtippen könnte. :compi: :compi: :compi: :compi: :compi:
Aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaber ich werde es nicht tun, sondern lieber einmal schweigen und andere zu Wort kommen lassen. :]
Liebe Grüße
Chris
PS.: Außerdem hab ich meinen Peter Lauster einer guten Freundin verliehen, die sich und mich gerade ständigt fragt, ob es theoretisch möglich ist zwei Menschen zu lieben (ihren Freund und ihren Arbeitskollegen) und ohne meinen Lauster, den ich ihr geliehen habe, sag ich nix mehr in diesem thread. :schief:
Hi,
möchte mich bei euch, insbesondere bei Carola und sine dafür entschuldigen, dass ich versucht habe euch mein eigenes Weltbild, welches ich, vielleicht sogar fälschlicherweise als richtig erachtet hatte "aufzuzwängen".
Der Grund für diese Erkenntnis ist mein NLP Seminar, welches ich gestern und heute besucht habe. Der Dozent - übrigens eine Priester- hat uns die Grundlagen des NLP sehr anschaulich dargstellt und ich muss sagen, dass diese "Hernangehensweise" an die Dinge sehr interessant ist.
Eine der Grundanahmen des NLP ist, dass die Ressourcen in jedem Menschen selbst liegen und jeder schon das hat, was er eigentlich braucht um glücklich zu sein.
Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes Modell der Welt.
Jeder ist wichtig, schön, einzigartig und hat auf seinem Gebiet besondere Fähigkeiten, Ideen und Visionen.
Rapport herstellen in der Sprache des NLP heißt: dem Menschen in seinem Modell der Welt zu begegnen.
Das ist es was ich noch lernen muss, dass andere Modelle, Vorgehensweisen, Denkschablonen und Verhaltensweisen den gleichen Anspruch auf Richtigkeit haben. Erkenntnis läßt sich nur gewinnen, wenn man offen dafür bleibt und ich habe, nachdem ich das erforderliche Wissen mir angeeignet hatte um meine momentanen Problem zu lösen irgendwie dicht gemacht und bin während meiner Internetaktivität vom ratsuchenden Jammerlappen (2003-2004) zum Prediger und Verkünder der Theorien Peter Lausters und der Bibel mutiert (2004-gestern).
Die Landkarte ist nicht die Landschaft. Jeder hat sein eigenes Konstrukt der Welt und erweitert seine eigene innere Landkarte, sein eigenes Konstrukt nach seinen eigenen Mustern.
Der positive Wert eines Individuums ist grundlegend, nur die Angemessenheit des Verhaltens kann in Frage gestellt werden.
Die Intention jeden Verhaltens ist positiv. Es kann immer eine - für das Individuum - gute Absicht gefunden werden. Das eigene Verhalten ist nicht immer sinnvoll, hilfreich und gut. Ein negatives bzw. einschränkendes Verhalten oder nicht hilfreichendes Verhalten wird erst aufgegeben, wenn etwas Besseres gefunden ist.
Menschen treffen jeweils die beste, ihnen zur Verfügung stehende Wahl.
In diesem Sinne kann ich Caro jetzt viel besser verstehen.
Aus systemischer Sicht (vgl. auch Lämmle live) wird sich an der bestehenden Situation nichts ändern, bis das System duch einen exogenen Faktor (z.B H hat eine Freundin, Caro verliebt sich neu) aus dem Gleichgewicht kommt und sich die Dinge ändern, bis ein neues Gleichgewicht entsteht.
Der Seminarleiter hat von einem Fall berichtet, da wurde ein Kind sexuell über Jahre hinweg vom Opa vergewaltigt und die Mutter die ebenfalls jahrelang von ihrem Vater sexuell mißbraucht wude hat die Tochter am Wochenende sogar immer zu ihm hingefahren. Die Oma hat geschwiegen, sie wollte ihren Mann decken. Die Mutter hat geschwiegenm, weil sie eigenes erfahrenes Leid unterdrückt hat.
Die Sache lief so lange bis das Mädchen erwachsen wurde und wegen einer Lehre von zu Hause auszog und aufgrund psychicher Probleme einen Therapeuten aufsuchte. Aber solange sie daheim wohnte traute auch sie sich nicht das "bestehende System" anzutasten.
Hat mich irgendwie mitgenommen die Geschichte, da wir selber so einen Fall in der Familie hatten und ich weiß welche Folgen................ aber das passt jetzt da echt nicht hier her.
Erstaunlich ist es jedenfalls, was man mit diesem systemischen Ansatz alles erklären und verstehen kann. Ich als BWLer hab das immer nüchtern gesehn und hätte früher bestimmt gesagt, "na jeder maximiert eben seinen Nutzen", aber in der Psychologie ist es eben so, dass der Mensch einmal als hlfreich erkannte Strategien und Verhaltensweisen so schnell nicht mehr ablegt, auch wenn sie sich einmal als extrem schädlich erweisen sollten.
Oh ich schreib schon wieder so viel, obwohl ich mir doch vorgenommen hab die Dinge auch mal wie zitro auf den Punkt zu bringen. :) )
Liebe Grüße
Chris :compi:
möchte mich bei euch, insbesondere bei Carola und sine dafür entschuldigen, dass ich versucht habe euch mein eigenes Weltbild, welches ich, vielleicht sogar fälschlicherweise als richtig erachtet hatte "aufzuzwängen".
Der Grund für diese Erkenntnis ist mein NLP Seminar, welches ich gestern und heute besucht habe. Der Dozent - übrigens eine Priester- hat uns die Grundlagen des NLP sehr anschaulich dargstellt und ich muss sagen, dass diese "Hernangehensweise" an die Dinge sehr interessant ist.
Eine der Grundanahmen des NLP ist, dass die Ressourcen in jedem Menschen selbst liegen und jeder schon das hat, was er eigentlich braucht um glücklich zu sein.
Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes Modell der Welt.
Jeder ist wichtig, schön, einzigartig und hat auf seinem Gebiet besondere Fähigkeiten, Ideen und Visionen.
Rapport herstellen in der Sprache des NLP heißt: dem Menschen in seinem Modell der Welt zu begegnen.
Das ist es was ich noch lernen muss, dass andere Modelle, Vorgehensweisen, Denkschablonen und Verhaltensweisen den gleichen Anspruch auf Richtigkeit haben. Erkenntnis läßt sich nur gewinnen, wenn man offen dafür bleibt und ich habe, nachdem ich das erforderliche Wissen mir angeeignet hatte um meine momentanen Problem zu lösen irgendwie dicht gemacht und bin während meiner Internetaktivität vom ratsuchenden Jammerlappen (2003-2004) zum Prediger und Verkünder der Theorien Peter Lausters und der Bibel mutiert (2004-gestern).
Die Landkarte ist nicht die Landschaft. Jeder hat sein eigenes Konstrukt der Welt und erweitert seine eigene innere Landkarte, sein eigenes Konstrukt nach seinen eigenen Mustern.
Der positive Wert eines Individuums ist grundlegend, nur die Angemessenheit des Verhaltens kann in Frage gestellt werden.
Die Intention jeden Verhaltens ist positiv. Es kann immer eine - für das Individuum - gute Absicht gefunden werden. Das eigene Verhalten ist nicht immer sinnvoll, hilfreich und gut. Ein negatives bzw. einschränkendes Verhalten oder nicht hilfreichendes Verhalten wird erst aufgegeben, wenn etwas Besseres gefunden ist.
Menschen treffen jeweils die beste, ihnen zur Verfügung stehende Wahl.
In diesem Sinne kann ich Caro jetzt viel besser verstehen.
Aus systemischer Sicht (vgl. auch Lämmle live) wird sich an der bestehenden Situation nichts ändern, bis das System duch einen exogenen Faktor (z.B H hat eine Freundin, Caro verliebt sich neu) aus dem Gleichgewicht kommt und sich die Dinge ändern, bis ein neues Gleichgewicht entsteht.
Der Seminarleiter hat von einem Fall berichtet, da wurde ein Kind sexuell über Jahre hinweg vom Opa vergewaltigt und die Mutter die ebenfalls jahrelang von ihrem Vater sexuell mißbraucht wude hat die Tochter am Wochenende sogar immer zu ihm hingefahren. Die Oma hat geschwiegen, sie wollte ihren Mann decken. Die Mutter hat geschwiegenm, weil sie eigenes erfahrenes Leid unterdrückt hat.
Die Sache lief so lange bis das Mädchen erwachsen wurde und wegen einer Lehre von zu Hause auszog und aufgrund psychicher Probleme einen Therapeuten aufsuchte. Aber solange sie daheim wohnte traute auch sie sich nicht das "bestehende System" anzutasten.
Hat mich irgendwie mitgenommen die Geschichte, da wir selber so einen Fall in der Familie hatten und ich weiß welche Folgen................ aber das passt jetzt da echt nicht hier her.
Erstaunlich ist es jedenfalls, was man mit diesem systemischen Ansatz alles erklären und verstehen kann. Ich als BWLer hab das immer nüchtern gesehn und hätte früher bestimmt gesagt, "na jeder maximiert eben seinen Nutzen", aber in der Psychologie ist es eben so, dass der Mensch einmal als hlfreich erkannte Strategien und Verhaltensweisen so schnell nicht mehr ablegt, auch wenn sie sich einmal als extrem schädlich erweisen sollten.
Oh ich schreib schon wieder so viel, obwohl ich mir doch vorgenommen hab die Dinge auch mal wie zitro auf den Punkt zu bringen. :) )
Liebe Grüße
Chris :compi:
sine
Original von chris1234siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiine,:D
erklär du uns doch mal das mit den Eigenschaften, du hast mir doch geschrieben, dass "dass wir nicht in der welt sind, um geliebt zu werden für unsere eigenschaften oder trotz unserer eigenschaften."
also ich kapier hier auch nur noch die hälfte (wenn's hoch kommt... :rolleyes: ).
also meine eigenen worte:
äh
*grübel*
*die sieben-meilen-posting-stiefel-anzieh*
*hüstel*
ich glaube einfach (seit jüngstem), dass liebe in uns selbst existiert. sie wir aktiviert in situationen und bei menschen. allerdings kann ich dir nicht genau sagen, wie das dann im einzelnen läuft.
:rolleyes:
ich weiß von mir selbst, dass ich einen menschen nicht deshalb liebe, weil er so und so ist. die frage: 'warum liebst du mich eigentlich?' hat mich schon immer verwirrt, wenn mein partner sie mir mal gestellt hat. herrje. ich liebe ihn, es passt, und zwar nicht nur wegen der guten eigenschaften. auch (komischerweise) wegen der "schlechten".
ohne die mir nicht so positiv erscheinenden eigenschaften würde ich wohl keine reibungspunkte haben.
liebe ist einfach reine energie, ein teil des lebens(flusses).
äh
nu wisst ihr auch nicht mehr als vorher, fürchte ich
*stellt-fest-dass-sie-nur-die-sieben-meilen-hausschuhe-angezogen-hatte-aus-versehen*
:) )
gruß
sine
möchte mich bei euch, insbesondere bei Carola und sine dafür entschuldigen, dass ich versucht habe euch mein eigenes Weltbild, welches ich, vielleicht sogar fälschlicherweise als richtig erachtet hatte "aufzuzwängen".?(
Das ganze Zeug über NLP habe ich nicht recht kapiert, aber das ist ja auch nebensächlich. Fakt ist, dass du bei diesem Seminar in Angst und Schrecken versetzt wurdest und Gewissensbisse bekamst, weil du deine Weltsicht hier in längeren Beiträgen kundgetan hast.
Ich finde nicht, dass du Asche auf dein Haupt streuen und dich zurückziehen musst, denn m. E. ist dieses Forum nun mal dazu da, seinen eigenen Standpunkt zum Problem eines Anderen darzulegen. Und das ist es, was du gemacht hast.
Zweifelst du jetzt (nach dem Seminar) tatsächlich daran, ob dein Weg richtig für dich ist?
Wäre schön, wenn du dich noch mal meldest.
sine
ich weiß auch nicht, was "nlp" ist!
*gg*
s.
*gg*
s.
Ahhhhhhhhhhhhhhhhh
@Zitro,
natürlich zweifel ich nicht dran, dass mein Weg der richtige Weg für mich ist.
Aaaaaaaaaaber, dieses NLP Seminar hat mir für bestimmte Dinge doch die Augen geöffnet, da NLP so eine Art "Denkschule" ist, die den Umgang mit sich selbst und anderen wesentlich verbessern kann.
Mir ist sind Fehler aufgefallen in meiner Argumentation.
Wenn ich das Ziel habe jemaden von meinen Ideen zu überzeugen, dann kann ich das nicht machen indem ich meine Sicht der Dinge hinklatsche, sämtliche Vorteile aufzähle und dann sage, "so jetzt nimm das aber auch bitte an und leb danach".
Wenn man jemanden überzeugen will von etwas muss man erst auf den Anderen richtig eingehen (Rapport schaffen) und ihn quasi da abholen wo er ist. (Ihn quasi führen bzw. neudeutsch zu coachen)
Aber dabei ist es nicht gesagt, dass das was mir hilft auch jemand anderem hilft.
Beispiel: Ich habe hier ja vor längerer Zeit einen thread gestartet mit traurigen Geschichten, weil ich dachte, dass das einigen anderen helfen könnte, so wie es auch mir geholfen hat.
Jetzt ist es aber so, dass ich diese traurigen Geschichten gar nicht mehr lesen kann. das was mir vor einem Jahr noch Medizin gewesen ist, wirkt heute wie Gift.
Momentan bin ich dabei Geschichten, Zitate und Aphorismen zu sammeln ,die das positive Denken und die Eigenmotivation fördern. Ob ich aber daraus einen thread mache weiß ich noch nicht, denke aber eher nein. Höchstenfalls eine Powerpoint Präsentation. Aber mal sehen.
Jedenfalls benötigt man für jede Krankheit die richtige Medizin und Aspirin kann eine noch so geniale Erfindung sein, bei Durchfall wird es nicht helfen.
Übrigens: Ein großteil aller "schlechten" Posting in diesem Forum ist deshalb schlecht, weil die Poster nur ihre eigene Meinung darstellen wollen, oftmals aber gar nicht auf den Threaderöffner bzw. Vorredner eingehen. Das ganze ist dann eine Ansammlung von Meinungen, eine Art Brainstorming könnte man sagen. Viele haben eben nur das Ziel sich Selbst darzustellen. Nun gut nicht alle natürlich, aber man muss schon aufpassen nicht demselben Muster zu verfallen.
Ich will das mit dem "seine Meinung vertreten" nicht abwerten, aber für ein gegenseitiges "sich weiterentwickeln" sind solche Postings höchst unproduktiv.
Aber ein echter Selbsdarsteler will sich viellicht auch gar nicht weiterentwickeln.
Liebe Grüße
Chris :compi:
PS: Sorry Caro, dass wir gerade deinen thread mißbrauchen, aber ich denke wir sind hier entre nois, oder wie man das schreibt und wir haben eh einen ausgesprochen guten Rapport in diesem thread. ;)
@Zitro,
natürlich zweifel ich nicht dran, dass mein Weg der richtige Weg für mich ist.
Aaaaaaaaaaber, dieses NLP Seminar hat mir für bestimmte Dinge doch die Augen geöffnet, da NLP so eine Art "Denkschule" ist, die den Umgang mit sich selbst und anderen wesentlich verbessern kann.
Mir ist sind Fehler aufgefallen in meiner Argumentation.
Wenn ich das Ziel habe jemaden von meinen Ideen zu überzeugen, dann kann ich das nicht machen indem ich meine Sicht der Dinge hinklatsche, sämtliche Vorteile aufzähle und dann sage, "so jetzt nimm das aber auch bitte an und leb danach".
Wenn man jemanden überzeugen will von etwas muss man erst auf den Anderen richtig eingehen (Rapport schaffen) und ihn quasi da abholen wo er ist. (Ihn quasi führen bzw. neudeutsch zu coachen)
Aber dabei ist es nicht gesagt, dass das was mir hilft auch jemand anderem hilft.
Beispiel: Ich habe hier ja vor längerer Zeit einen thread gestartet mit traurigen Geschichten, weil ich dachte, dass das einigen anderen helfen könnte, so wie es auch mir geholfen hat.
Jetzt ist es aber so, dass ich diese traurigen Geschichten gar nicht mehr lesen kann. das was mir vor einem Jahr noch Medizin gewesen ist, wirkt heute wie Gift.
Momentan bin ich dabei Geschichten, Zitate und Aphorismen zu sammeln ,die das positive Denken und die Eigenmotivation fördern. Ob ich aber daraus einen thread mache weiß ich noch nicht, denke aber eher nein. Höchstenfalls eine Powerpoint Präsentation. Aber mal sehen.
Jedenfalls benötigt man für jede Krankheit die richtige Medizin und Aspirin kann eine noch so geniale Erfindung sein, bei Durchfall wird es nicht helfen.
Übrigens: Ein großteil aller "schlechten" Posting in diesem Forum ist deshalb schlecht, weil die Poster nur ihre eigene Meinung darstellen wollen, oftmals aber gar nicht auf den Threaderöffner bzw. Vorredner eingehen. Das ganze ist dann eine Ansammlung von Meinungen, eine Art Brainstorming könnte man sagen. Viele haben eben nur das Ziel sich Selbst darzustellen. Nun gut nicht alle natürlich, aber man muss schon aufpassen nicht demselben Muster zu verfallen.
Ich will das mit dem "seine Meinung vertreten" nicht abwerten, aber für ein gegenseitiges "sich weiterentwickeln" sind solche Postings höchst unproduktiv.
Aber ein echter Selbsdarsteler will sich viellicht auch gar nicht weiterentwickeln.
Liebe Grüße
Chris :compi:
PS: Sorry Caro, dass wir gerade deinen thread mißbrauchen, aber ich denke wir sind hier entre nois, oder wie man das schreibt und wir haben eh einen ausgesprochen guten Rapport in diesem thread. ;)
sine
Original von chris1234wir haben eh einen ausgesprochen guten Rapport in diesem thread. ;)'rapport'? ?(
hallo chris
naja ausserdem darf man - denk ich mir mal so - nicht sagen, dass man gerade nen gehirnwäsche-lehrgang besucht hat... :) ) sonst könnten andere poster denken: au weia, jetzt holt der uns wieder da ab, wo wir sind...
o.k.
meister der gehirnwäsche: WO IST CAROLA??? hol sie vielleicht nicht gleich ab, aber mich würde echt mal interessieren, wie man das jetzt nach so langer zeit "einsortieren" könnte alles.
wenn ich richtig liege, ist caro ungefähr hier:
sie liebt h.
fragen hierzu: warum? na, wegen der "eigenschaften".
8o :schief:
ähm
sie hat h ihre liebe gebeichtet, ist ungefähr ein halbes menschenleben her nun langsam... (sine übertreibt wieder).
fragen / anmerkungen: ist h nicht ein volltrottel? blubbert rum und checkt während dieser zeit anscheinend miss indien und die eine dooooooofe andere gruppenleiterin...
ähäm
und nu?
*rätsel*
gruß
sine
Hi sine,
ne mit Gehirnwäche hat das ganze nix zu tun.
NLP geht ja davon aus, dass der richtige Weg in uns selbst steckt.
Durch das Gespräch und Austausch kann man nur leichter seinen Weg finden.
Ich habe durch das Seminar "neue" dinge entdeckt und ich behaupte jetzt:
"Der richtige Weg steckt in Carola selbst"
Die Dinge bleiben solange wie sie sind, solange sich nichts von außen verändert.
Eine Veränderung kann sowohl positiv wie auch negativ sein.
Mehr weiß ich eigentlich auch nicht. ?(
Liebe Grüße
Chris :compi:
ne mit Gehirnwäche hat das ganze nix zu tun.
NLP geht ja davon aus, dass der richtige Weg in uns selbst steckt.
Durch das Gespräch und Austausch kann man nur leichter seinen Weg finden.
Ich habe durch das Seminar "neue" dinge entdeckt und ich behaupte jetzt:
"Der richtige Weg steckt in Carola selbst"
Die Dinge bleiben solange wie sie sind, solange sich nichts von außen verändert.
Eine Veränderung kann sowohl positiv wie auch negativ sein.
Mehr weiß ich eigentlich auch nicht. ?(
Liebe Grüße
Chris :compi:
Ähm ... ich muss zuegeben, für mich klingt das alles ein bisschen nach ner schlechten Sekte :) )
Eine der Grundanahmen des NLP ist, dass die Ressourcen in jedem Menschen selbst liegen und jeder schon das hat, was er eigentlich braucht um glücklich zu sein.
Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes Modell der Welt.
Jeder ist wichtig, schön, einzigartig und hat auf seinem Gebiet besondere Fähigkeiten, Ideen und Visionen.
ähm, aha ?(
Sine, ich versteh das mit den Eigenschaften immer noch nicht so ganz :(
ach ja und Chris, hör doch bitte endlich auf, Dich die ganze Zeit für Deine posts zu entschuldigen!!!
Sodele,Gute Nacht
Caro :compi:
Eine der Grundanahmen des NLP ist, dass die Ressourcen in jedem Menschen selbst liegen und jeder schon das hat, was er eigentlich braucht um glücklich zu sein.
Jeder Mensch ist einzigartig und hat sein eigenes Modell der Welt.
Jeder ist wichtig, schön, einzigartig und hat auf seinem Gebiet besondere Fähigkeiten, Ideen und Visionen.
ähm, aha ?(
Sine, ich versteh das mit den Eigenschaften immer noch nicht so ganz :(
ach ja und Chris, hör doch bitte endlich auf, Dich die ganze Zeit für Deine posts zu entschuldigen!!!
Sodele,Gute Nacht
Caro :compi:
sine
Original von CarolaÄhm ... ich muss zuegeben, für mich klingt das alles ein bisschen nach ner schlechten Sekte :) )hallo
ja, klingt so. aber ehrlich gesagt muss man auch mal gucken, ob bei dem ganzen herz-schmerz-glück-suchen-und-finden-gerede nicht auch mal was dabei ist, was einem wirklich hilft und nicht nur auf der stelle treten lässt.
also ich weiß ja immer noch nicht, was nlp ist, aber dass jeder mensch in sich selbst die anlagen trägt, um glücklich zu sein, ist genau die these, der ich selbst im moment auch anhänge. und zwar nicht nur im moment, ich leben sie.
daher verstehe ich dann nicht, wieso dieses "nlp" meint, man erfährt keine veränderungen ausser die äußeren umstände ändern sich:
Original von chris1234Die Dinge bleiben solange wie sie sind, solange sich nichts von außen verändert.ich bin da auf nem anderen dampfer. ich bin der ansicht, die welt ist so, wie WIR sie sehen und wir wir uns vorstellen, dass sie ist.
also anders gesagt: cogito ergo sum ist doch auch ne chance, und nicht nur ein spruch für die eigene begrenztheit, die dinge zu erfassen und wahrzunehmen.
wieso verarsche ich mich immer nur selbst und lasse mich verarschen (das ist so MEIN sprachschatz... :) ))? wenn ich das kann, mich verarschen (lassen), dann eben, weil ich an dinge glaube, die nicht funktionieren und mir schaden. dann kann ich doch auch mal ausprobieren, an dinge zu glauben (oder wenigstens: den glauben, der mir schadet, aussparen), die mir guttun.
also
"nlp" steht nicht auf meiner liste der dinge, an die ich sehr schüchtern und vorsichtig zu glauben begonnen habe. sondern da steht u.a. drauf: ich selbst, verwirklichung meiner träume, tägliches "glück".
ich denke auch, das klingt schon esoterisch genug. aber wie gesagt: wenn die welt so ist, wie wir sie mit unseren gedanken und unseren augen nunmal nur sehen können, warum würze ich mein leben nicht mal mit neuen gedanken und mit handfesten wünschen?
fazit ist, dass gedanklich für mich die welt jetzt schon eine andere geworden ist, und zwar wahrscheinlich OHNE dass sie äußerlich rasig was geändert hat. der unterschied ist simpel: ich lebe jetzt jeden tag zu 100% mein leben, das ist alles MEINS. ich weiß nicht, aber die äußeren umstände passen so oder anders besser rein zu dem, was ich gern hätte. denn vieles begreife ich gar nicht mehr als angriff oder als zurückweisung, das ist schon mal der brüller. und einiges erscheint mir gar noch hilfreich! 8o wohingegen ich früher das gefühl hatte, das leben ist ein jammertal und letztlich mit luther vermutet habe, dass ich von einer höheren macht "gewollt" im diesseits leide, vielleicht damit ich mal im jenseits ne eintrittskarte für's paradies bekomme oder so'n quark (sorry, aber ich glaube nicht an mehrere leben oder das leben nach dem tod).
also versteh ich gar nicht, dass "nlp" auf die äußeren umstände hofft. motto: kommt der berg nicht zum propheten, kommt der prophet zum berg geh ich doch lieber SELBST los und ändere dinge, die mir nicht gefallen. ist doch sehr viel leichter, denke ich, als nur das "jetzt" zu akzeptieren.
*sülz*
aber das "jetzt" zu akzeptieren, das ist die voraussetzung, um gedanklich irgendwie zurecht zu kommen, da haste sicher recht, chris.
@ caro
tja
Original von CarolaSine, ich versteh das mit den Eigenschaften immer noch nicht so ganzich glaube überhaupt nicht, dass es auf diesen satz von mir ankommt. also, dass man liebt nicht WEGEN bestimmter eigenschaften oder TROTZ ebensolcher, sondern einfach so.
das ist wurscht, denke ich, weil man liebe eben fühlt oder nicht. einige poster schreiben dazu: "wen man liebt, kann man sich nicht aussuchen". ob es SO ist, darüber denke ich noch nach, das weiß ich nicht so genau. ich glaube, dass da schon noch leise zweifel an der richtigkeit totalen fatalismusses in liebesdingen möglich und vielleicht auch angebracht ist.
hm
z.b. versteht jeder was anderes unter "liebe" und dieser spruch passt ja eher auf "verliebt-sein" und nicht so 200%ig auf meine denise-roman-mässige liebe.
ähm das thema hatten wir schon
nächster zweifel gegen "kann man sich alles nicht aussuchen" ist, dass ich glaube, dass wir durchaus unterbewußt menschen akzeptieren und andere nicht, die zu unserer jeweiligen lebenssituation und zu unseren lebenseinstellungen passen. mein pt konnte an meinen liebeseskapaden in reinschrift ablesen, wie es um meinen seelenhaushalt bestellt war, vermute ich. offen ausgesprochen hat er nur teilweise dinge, also ich weiß weder, ob ich WIRKLICH richtig vermute, noch, wie man in einem menschen "lesen" kann durch die art seiner partner"wahl".
meine these von oben, dass man in sich die einstellung und die glaubenssätze (= denkgerüste) ändern kann und dann liebt man auch "besser geeignete" partner und "erreichbarere" partner, kommt HIER dann wieder zum tragen.
jaja
gruß
sine
Huhu Leute,
das wird ja immer kurioser hier.
Als ich das erste Mal von Neuro-Linguistischer Programmierung (oder so ähnlich) gehört habe, dachte ich auch: Oh fein, man kann sich selbst positiv programmieren und andere dann auch, ist ja super. Ein Blick in einen geliehenen Einsteigerratgeber zu diesem Thema hat aber genügt, um völliges Unverständnis in mir zurückzulassen. Das Zeug mit Rapport und so war mir zu wissenschaftlich.
Wenn du, Chris, darin für dich einen vielversprechenden Anstoß gefunden hast, verfolge es ruhig weiter und lass dich nicht von Sekten-Kommentaren abschrecken. ;)
Aber erlaube mir einen blöden Kommentar zu
Nee, mal im Ernst, es stimmt, dass wir bei allen Veränderungen, die wir anstreben, dort anfangen müssen, wo wir stehen.
Dass sich von außen etwas ändern muss, damit sich Dinge in uns ändern können, kapiere ich allerdings genauso wenig wie sine. Wie innen, so außen. Von unserer innerlichen Perspektive hängt es ab, welche Außenwelt wir wahrnehmen. Wir können jederzeit innerlich einen anderen Standpunkt annehmen.
@ Carola
Wenn wir mal die Psychologie und die Esoterik, die dich so verwirrt, außer Acht lassen, bleibt doch nur noch die Frage: Willst du deinem angebeteten H noch einmal stecken, dass sich deine Gefühle für ihn nicht geändert haben?
Gerade habe ich in einem anderen Thread (bei Sealily?) gelesen, dass die beste "Anmache" eine ist, die sich aus dem entspannten Kontakt von selbst ergibt und bei der man sich selbst wohlfühlt. Wenn du dich absolut unwohl fühlst bei dem Gedanken, noch einmal auf ihn zuzugehen mit deiner Botschaft, dann lass es lieber vorläufig bleiben und warte noch ab.
Du könntest dich in der Zeit mit dir selbst beschäftigen, d. h. damit, wie du ein entspanntes und positive Grundgefühl bekommen kannst, das du den ganzen tag über wie selbstverständlich behältst. Das ist, glaube ich, die beste Vorbereitung auf alle Eventualitäten.
das wird ja immer kurioser hier.
Als ich das erste Mal von Neuro-Linguistischer Programmierung (oder so ähnlich) gehört habe, dachte ich auch: Oh fein, man kann sich selbst positiv programmieren und andere dann auch, ist ja super. Ein Blick in einen geliehenen Einsteigerratgeber zu diesem Thema hat aber genügt, um völliges Unverständnis in mir zurückzulassen. Das Zeug mit Rapport und so war mir zu wissenschaftlich.
Wenn du, Chris, darin für dich einen vielversprechenden Anstoß gefunden hast, verfolge es ruhig weiter und lass dich nicht von Sekten-Kommentaren abschrecken. ;)
Aber erlaube mir einen blöden Kommentar zu
"Der richtige Weg steckt in Carola selbst"Aber sie will ihn nicht rauslassen :)
Nee, mal im Ernst, es stimmt, dass wir bei allen Veränderungen, die wir anstreben, dort anfangen müssen, wo wir stehen.
Dass sich von außen etwas ändern muss, damit sich Dinge in uns ändern können, kapiere ich allerdings genauso wenig wie sine. Wie innen, so außen. Von unserer innerlichen Perspektive hängt es ab, welche Außenwelt wir wahrnehmen. Wir können jederzeit innerlich einen anderen Standpunkt annehmen.
@ Carola
Wenn wir mal die Psychologie und die Esoterik, die dich so verwirrt, außer Acht lassen, bleibt doch nur noch die Frage: Willst du deinem angebeteten H noch einmal stecken, dass sich deine Gefühle für ihn nicht geändert haben?
Gerade habe ich in einem anderen Thread (bei Sealily?) gelesen, dass die beste "Anmache" eine ist, die sich aus dem entspannten Kontakt von selbst ergibt und bei der man sich selbst wohlfühlt. Wenn du dich absolut unwohl fühlst bei dem Gedanken, noch einmal auf ihn zuzugehen mit deiner Botschaft, dann lass es lieber vorläufig bleiben und warte noch ab.
Du könntest dich in der Zeit mit dir selbst beschäftigen, d. h. damit, wie du ein entspanntes und positive Grundgefühl bekommen kannst, das du den ganzen tag über wie selbstverständlich behältst. Das ist, glaube ich, die beste Vorbereitung auf alle Eventualitäten.
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