Zum Inhalt springen

Beste Arbeitskollegin - meine (erste) Freundin?

1'257 Antworten123'286 AufrufeGestartet von Blue Boarder ·

#521
ach ich glaube nicht dass es am altersunterschied liegt, was hat sie denn genau dazu gesagt? hat sie die frage nicht ernst genommen oder eher desinteressiert gewirkt?

ich weiß es ist schwer den ersten schritt zu machen, mir fällt sowas auch sehr schwer.

aber frag sie doch einfach nochmal oder lade sie doch mal zum essen ein, du kannst doch nichts verlieren oder? du willst doch dass es DIR besser geht, dann musst du auch etwas dagegen tun, denn wenn du zu hause sitzt wirst du dich nicht besser fühlen. Du darfst dich aber nicht so sehr auf eine person verkrampfen, du musst dir bewusst werden dass es nicht schlimm ist wenn sie nein sagt, denn das ist nicht der einzige mensch mit dem du was unternehmen kannst, da gibt es bestimmt viele menschen die dich mögen würden, wenn du nur auf sie zugehst.

#522
Sie hat gelächelt, weiss nicht mehr genau was sie gesagt hat. Ich weiss, dass ein "nein" für mich gleich ein persönlicher Rückschlag bedeutet und der Beginn von einem Stimmungstief sein kann. ;( Darum habe ich auch so Angst davor. Leider gibt es nicht viele Menschen, welche ich kenne, auf dich ich zugehen könnte. Ich weiss ICH muss etwas tun, damit es endlich besser wird. Doch meine Möglichkeiten, denen ich mich im Stande fühle zu tun, sind sehr begrenzt. Dann kommen diese Depressionen wieder und alles Erreichte war vergebens. Komme wohl nie raus aus diesem verdammten Kreis!!

#523
na bitte, sie hat gelächelt, also ein lächeln ist doch wirklich ein gutes zeichen. weißt du denn zufällig was ihre hobbies sind oder was sie außerhalb ihres berufes sonst noch macht? frag sie doch einfach mal..auch wenns nicht leicht ist.

ich denke ein sprachkurs wäre wirklich das richtige für dich, oder vllt ein sportverein, in einem mannschaftssport.

ich selber habe auch schon einen sprachkurs gemacht und es fiel mir auch nicht leicht da einfach so alleine hinzugehen, aber du bist nicht der einzige der sich vllt etwas unwohl fühlt, der dort niemanden kennt.

geh doch einfach mal hin oder frag ob du es dir anschauen kannst, so als probestunde, ich denke das wird kein problem sein, das habe ich auch schon gemacht.

und wenn du diesen schritt wirklich getan hast, kannst du immer noch zu der kollegin gehen und sagen " hey ich hab mich mal erkundigt mit dem kurs und war dort zur probe, mir hats wirklich gefallen, also wenn du doch noch lust hast, dann melde dich doch auch an" oder so ähnlich

#524
In der Freizeit liest sie sehr gerne, geht Fussball schauen (nicht das gleiche Team wie ich) oder unternimmt was mit ihren Kolleginnen/Kollegen oder ihrem Freund. Einem Verein beizutreten geht für mich momentan nicht. Die Hürde ist viel zu hoch, da ich Angst habe vor sovielen unbekannten Leuten. Das Problem beim Sprachkurs ist halt auch, dass wir bei zwei Sprachen nicht das gleiche Niveau hätten. Und nur aus Gefallen einen Kurs besuchen, welcher nicht auf sie abgestimmt ist, wird sie auch nicht tun. So werde ich mich wohl alleine überwinden müssen. Doch auch dieser Kurs wird meine Depressionen nicht lösen können.

#525
das weißt du doch gar nicht!! vielleicht lernst du dort leute kennen mit denen du dich super verstehst, du darfst nicht sofort so negativ denken, es kann dir nur helfen!

naja gut ich dachte es geht um eine völlig fremde sprache, ich muss zugeben sowas reizt mich eher.

aber dann frag sie doch einfach mal nach einem guten buch, wenn sie doch so viel ließt, ob sie dir eins ausleihen kann und dann hat man auch schon gesprächstoff.

#526
Weisst du, ich bin unbekannten Leuten gegenüber zuerst mal lange Zeit ziemlich verschlossen wegen meiner ganzen Geschichte hier. Da der Kurs ja auch nur einmal pro Woche ist, wird es eine gewisse Zeit brauchen bis sich dies ändert. Darum denke ich leider so. Falls es eine tolle Person dort hat, besteht aber gleich die Gefahr, dass ich mir schon zuviele Hoffnungen mache eine neue Kollegin oder Kollege gefunden zu haben. Denn schlussendlich möchte ich ja genau dies! Aus diesen Gründen ist ein Kursbesuch mit sehr gemischten Gefühlen verbunden.

Hab schon ein Buch von ihr gelesen. Der Gesprächsstoff mit ihr geht mir nicht mehr so schnell aus wie früher. Mal etwas positives!

#527
das ist doch schon was gutes.

du solltest nicht immer solch negative gedanken haben, ich weiß das ist nicht leicht, aber wenn du gleich mit solchen erwartungen da rein gehst dann kann es nur schief gehen! vielleicht solltest du aufhören so krampfhaft nach "kontakt" zu suchen.

gibt es denn nichts was dich wirklich interessiert? ich hatte den sprachkurs besucht weil ich diese sprache schon immer lernen wollte und nie die gelegenheit dazu hatte, dann ist man mit ganzen anderen gefühlen da rein gegangen.

#528
Ein Albtraum ohne Ende, immer wieder beginnt er von vorne. Hat man mal ein paar gute Tage und das Gefühl man sei einem nächsten Schritt sehr nah, wird man wieder zurückgestossen. Einmal mehr hat man die Erkenntnis, dass man sich nur im Kreis dreht und nicht wirklich vorwärts kommt. Wozu dann die ganze Anstrengung? Lieb gewonnenes verliert man wieder. Ist es nicht schon schwer genug. Warum nur?? Immer grösser wird die Befürchtung, dass man nicht genug Kraft hat alleine da rauszukommen!

;(

#529
so geht es mir auch ;(

ich habe zwar jetzt einen lieben Partner, aber ansonsten ist alles beim alten in Bezug auf Kontakte schließen oder mal seine Schüchternheit ablegen und all solche Sachen... ;( hab ne neue Arbeitsstelle und bekomm irgendwie keinen Draht zu den Leuten. da kommt einfach nichts zustande und ich fühle mich völlig fehl am Platz. bin jedes Mal froh wenn es vorbei ist und ich nach Hause gehen kann...

wir schaffen das, wir haben schon vieles geschafft!

liebe Grüße von soulpain

#530
Blue Boarder und Meerschweinchen: Habt Ihr euch schon einmal gefragt, warum man euch mögen sollte, wenn Ihr es selbst nicht mit Überzeugung tut? Das ist der Schlüssel!

Gesteht euch zu, dass Ihr wertvoll seid, sagt euch das jeden Tag und irgendwann wird es normal und Ihr werdet anders wahrgenommen.

#531
Warum sollte man uns mögen?

Ich habe grundsätzlich von mir die feste Überzeugung, dass ich ein total lieber Mensch bin, dass ich ein super Kollege und Freund sein kann. Mit mir an der Seite hat man jemand ganz wertvolles gefunden. Ich bin nett und freundlich, hilfsbereit, kann gut zuhören, bin rücksichtsvoll, kann lustig sein, pass gut auf jemanden auf usw.

ABER, dadurch dass mich nie jemand so gut mag, wie ich es mir wünsche, dringt diese Überzeugung selten an die Oberfläche. Mit meinen Eigenschaften habe ich leider nie richtig Erfolg! Dazu kommen die starken depressiven Gefühle. Gegen diese komme ich nicht an. Im Gegenteil, es wird immer schlimmer! Ich schaff das nicht!!! :heulen: Es sind vielzuviele Hürden und Misserfolge, welche ich alle bewältigen und verarbeiten muss. Erlebe gerade wieder die gleiche Hölle wie genau vor einem halben Jahr. Scheint so als bin ich immer noch genau gleich weit.

Der Berg an Aufgaben ist zu hoch. Ich kann die tiefsten Ausläufer dieses Massivs besteigen. Aber weiter komme ich nicht. Es ist schön wenn ich mal einen kleinen Erfolg feiern kann. Doch was nützt es mir wenn ich Tage, Wochen oder Monate später wieder gleich tief oder tiefer falle wie vor dem Erfolgserlebnis!!? ;( Ich weiss nicht mehr weiter!

Bin total am Boden frustriert, sehr starke depressive Gefühle, fühle mich verzweifelt alleine!!, ratlos und habe grosse Angst vor den nächsten Tagen und Wochen. :(

#532
Du musst lernen, dass Alleinsein nicht als Strafe zu sehen. Aus deinen Worten entnehme ich zwar, dass du all das sein könntest. Aber leider lebst du nicht danach. Denn wenn du es wirklich leben würdest, würde man dir das abnehmen. Da ist der Ansatzpunkt: Lerne dich zu lieben. Das hat jetzt nichts mit Narzismus zu tun, sondern mit Respekt zu sich selbst. Überleg, was dir Freude bereiten könnte, z.B. ein Sport, oder sonst was, aber tue es. Mache es zu deiner Mission, zu deiner Passion. Denn wer lebt, wird entdeckt.

#533
Ich finde aber viele Dinge, welche ich aufgezählt habe, tue ich jetzt schon. Mich selber lieben tue ich zuwenig, dies stimmt. Doch das ist auch nicht verwunderlich. Meine Stärken wurden bis heute nie richtig geschätzt, vieles läuft schief usw.

Da waren wir doch schon. Mir würde es Freude bereiten, wenn ich mit Freunden etwas machen könnte. Ausgang, Kino, Essen gehen, Fussball spielen, irgendwo hingehen usw. Solche Tätigkeiten würden mir grosse Freude machen. Aber ich habe grosse Zweifel ob ich diese Dinge jemals erleben darf. ;( Sonst fällt mir ehrlich gesagt nichts ein, was ich zurzeit auch wirklich mit Leidenschaft gerne machen würde! Eventuelle Sprachkurse wo ich am schauen bin, sind auch eher eine Qual und ein Müssen als ein Vergnügen. Einem Verein beitreten geht schon gar nicht.

Ich werde diese Gefühle einfach nicht los, welche mir die Freude am Leben nehmen und mir alles schwerer machen!!!! :heulen: Mit diesem Handicap komme ich nie aus dieser elenden Situation raus! Da werden früher oder später alle guten Vorsätze (z.B. sich selber zu lieben o.ä.) wieder über Bord geworfen, weil die Gefühle einfach viel stärker sind als ich. :mauer:

#534
Ok, Essen gehen: Mach einen Kochkurs und lade dann ein paar Arbeitskollegen zum Essen ein -> Doppeleffekt: Du lernst beim Kurs Leute kennen und machst deinen Kollegen eine Freude.

Kino: Organisier doch einen Kino-Abend. Das ist in verschiedenen Firmen immer wieder üblich.

Fussball: Gibt es bei euch in der Firma keine Fussball-Truppe. Oft treten die Firmen in Grümpelturnieren gegeneinander an. Und wenn es diesen noch nicht gibt,... worauf wartest du? Gründe einen. Jemand muss den Anfang machen.

Sprachkurs: Mach ihn nicht, denn es ist ein MUSS.

Du hast kein Handicap, sondern du redest es dir ein. Du musst aktiv werden, spring über deinen Schatten und tue es einfach, ohne nachzudenken.

#535
Doch ich habe ein Handicap, ein grosses, sonst müsste ich ja auch gar nicht über meinen Schatten springen.

Ich bin in einer Firma, wo das soziale nicht so gross geschrieben wird. Da gibt es solche Anlässe nicht. Ehrlich gesagt, bin ich auch ganz sicher nicht die richtige Person um so etwas ins Leben zu rufen. Das ist mir ein paar Nummern zu gross.

#536
Blue Boarder, solange du es so betrachtest, wird es so bleiben. Gedanken haben mehr Wirkung als du dir vorstellen kannst, denn sie sind die Ursache. Ich spreche aus Erfahrung (bin ja ein wenig älter als du). Stelle dir mal in Gedanken vor, wie dein Leben ausschauen müsste. Mach das jeden Tag, immer in Gedanken, aber nicht in Worten. Stells dir vor, als ob es schon so wäre. Deine Gedankenwelt wird sich verändern, deine Erscheinung ebenso.

Zu deiner Firma: Wenn Soziales nicht gross geschrieben wird... wäre es schlimm, etwas dagegen zu unternehmen?

#537
bei mir ist es auch immer noch genauso :( was mach ich falsch, was machen andere richtig? ich kann es nicht mehr verstehen. suche einfach nur das Gefühl richtig zum Team zu gehören, aber irgendwie funktioniert es nicht :( wie etablieren sich andere scheinbar völlig problemlos? ich weiß nicht weiter...

in den Pausen finden Gespräche statt, aber ich kann mich nicht einklinken, beziehungsweise ich versuche es, aber es klappt nicht und ich fühl mich mies...

Blue, ich wünsch dir viel Kraft und sei nicht so traurig!

#538
Ganz einfach, Meerschweinchen: Solange du nicht von dir selbst überzeugt bist, denken sich die anderen das gleiche. Lernt, euch selbst zu akzeptieren. Lernt, so zu leben und zu sein, wie Ihr in Wahrheit sein wollt, und das an euch zu lieben. Alles andere kommt dann von alleine. Es ist nicht notwendig, sich in die Gespräche einklinken zu müssen. Hör einfach interessiert zu. Und wenn du dich gut fühlst und du dich wirklich für etwas interessierst, frage nach weiteren Details.

#539
Diese Idee klingt ganz verlockend. Mir in Gedanken mein Leben vorzustellen wie ich es mir wünsche und wie es mir gefällt. Das werde ich gleich ausprobieren. Doch dies scheint mir eine sehr langwierige Aufgabe, wie so manche. Genau da beginnt das Problem. Woher nimm ich mir die Geduld dafür? Woher nimm ich die Kraft diese Aufgabe auch wirklich täglich zu erreichen? Wie schaff ich es in einer depressiven Phase nicht wieder alles hinzuschmeissen? Ein richtiges Mittel gegen meine starke Ungeduld hat mir leider noch niemand sagen können. :(

Wenn du auf all diese Fragen auch eine Antwort hättest, das wäre echt toll! Ich weiss du bist älter als ich und hast viel mehr Erfahrung. Doch all die Misserfolge und diese ganze Geschichte hat mein negatives Denken sehr gefördert. Es ist nun schwierig geworden an etwas wirklich zu glauben. z.B. dass es durch "kleine" Schritte meinerseits besser wird.

Ich bin aber definitiv die falsche Person um in meiner Firma etwas an dem Sozialen zu ändern, das wäre sowieso schwierig. Glaub mir!

@Meerschweinchen

Danke! Ich wünsche dir genau so viel Kraft! Bitte geniesse das Gefühl einen Freund zu haben, seine Anwesenheit, seine Gefühle dir gegenüber und all die schönen Dinge!

#540
Gut, du kannst Soziales dann in einer Firma ändern, wenn du selbst an dich glaubst und auch daran glaubst, es tun zu können. Das mit "sich in Gedanken wünschen" funktioniert, wenn du es wirklich tust. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, sehe es bei anderen Leuten, die dasselbe tun. Du musst es dir einfach in einer ruhigen Minute vorstellen, egal wie du drauf bist, mache es, zwinge dich, mache es zu deinem täglichen Ritual. Am Anfang wird dein Kopf dagegen kämpfen, und wie! Aber du wirst es gewohnt werden, dir deinen Wunsch vorzustellen. Er wird dann eintreten, wenn du es am wenigsten erwartest.

Gegen Ungeduld ankämpfen ist unmöglich, aber wenn du konsequent bist, und das täglich durchziehst, wirst du deine innere Einstellung automatisch ändern und deine Ungeduld wird in den Hintergrund rücken.

Und denke daran, Depressionen, Traurigkeit, Krisen sind dazu da, über sein Leben nachzudenken und neu durchzustarten. Du darfst dich nur nicht mit der Traurigkeit identifizieren, sondern sollst sie als Geschenk annehmen.

Das klingt jetzt alles verworren, aber glaub einem älteren ;-)

Seite 27 von 63 · 1'258 Beiträge in diesem Thema