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Ich denke schon das er auf der Suche ist, weiss es aber nicht.

Sonst ist er lieb und nett zu mir. Von ihm aus kann es wie gewohnt so weiter laufen, halt ohne körperlichen Kontakt. Und wenn ich oder er jemanden neu kennenlernt ist es für Ihn kein Problem. Nur mich macht das alles kaputt.
Von Scheidung war noch keine Rede.
 
Du brauchst Abstand, du kannst dein Leben verändern, die Situation akzeptieren und völlig neu anfangen.

Was ich falsch gemacht habe: dauernd an meine Situation gedacht, verzweifelt, getrauert, geweint, statt nach vorne zu schauen, mich mit etwas Positivem und Sinnvollem abzulenken. Ich habe zugelassen, dass mich diese Gedanken krank gemacht haben. Ich hatte das Gefühl, dass es am besten wäre, wenn ich daran zugrunde gehen würde. Ich habe mich komplett aufgegeben und ich habe tatsächlich gehofft, zu sterben. Es hat mich verändert, aber keinesfalls stärker gemacht, es hat Narben hinterlassen, es hat mich geschwächt. daher weiß ich jetzt, dass man um jeden Preis weiter machen muss. Um das zu schaffen, muss man sich neue Ziele setzen und die Zukunft planen, statt sich rund um die Uhr mit der Vergangenheit zu beschäftigen. 1 Stunde am Tag nur mit völlig neuen Sachen, Aufgaben. Und dann langsam ausbauen. In dieser Zeit darfst du nicht an die Vergangenheit denken, du brauchst solche Pausen, um wieder normal funktionieren zu können. 24 h zu trauern ist absolut zerstörerisch.
 
@ daliah
Wie soll ich Abstand bekommen? Wir wohnen noch im selben Haus.
Und die Gedanken holen mich immer wieder ein.
Neue Ziele setzen: schwierig ohne Freunde. Der einzige Trost ist meine Tochter.

Aber, wie geht es dir denn mittlerweile und wie alt bist du? (Kannst du auch für dich behalten)
Ich denke nur, ich bin 54 Jahre und ich weiss nicht wie ich mein Leben nochmal von vorne beginnen soll.
Die Sehnsucht nach meinem Mann verdrängen, die Angst vor dem Alleinsein.

Ich kann auch noch nicht nach vorne schauen. leider
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja, vielleicht jetzt noch nicht, aber denk daran, dass sich das ändern wird. Und du musst jetzt schon planen, wie es weiter gehen soll, du musst dir eine Wohnung suchen.
Meine Situation war eine andere, es geht mir aber besser, es ist jetzt Teil meiner Vergangenheit, nicht vergessen, nicht verdrängt, d.h. etwas, was mich immer noch hin und wieder beschäftigt. Das liegt aber wohl daran, dass ich tatsächlich nicht besonders viel verändert habe in meinem Leben, nicht genug.
 
Das mit der Wohnung stimmt, nur ist meine Tochter im letzen Schuljahr und alle möglichen Schulleiter raten mir von einem Schulwechsel ab. Doch dies wird sich leider nicht umgehen lassen. Ich wohne in einem sehr kleinem Dorf und weit und breit gibt es nur diese eine Schule. Auch werde ich einen sehr langen Arbeitsweg nach einem Umzug haben.

Warum konntest du dich nicht verändern? Hattest du keine Kraft mehr?
 
Man kann nichts mieten in der Nähe?
Schwer zu sagen, ich habe gehofft, dass ich nichts tu muss, als ich bemerkt habe, dass es langsam besser wurde. Aber das reicht wohl, passiv zu sein, die Zeit alleine heilt nicht alle Wunden.
Gibt es nichts, was du schon immer tun wolltest, aber nie dazu gekommen bist? Vielleicht ein Urlaub mit deiner Tochter? Vielleicht ein Buch schreiben, etwas bestimmtes lernen? Dich selbstständig machen?
 
Nein, in der Nähe gibt es nichts zu mieten, ausserdem möchte ich dem Dorfgelaber aus dem Weg gehen.

Und es gibt nichts bestimmtes was ich schon immer tun wollte.

Ja, die Zeit heilt keine Wunden. Es werden dicke hässliche Narben bleiben.

Und schon fängt das Gedankenkarussell wieder an. Werd jetzt mal ne Pille einwerfen damit ich vielleicht schlafen kann.

Vielen Dank für den Austausch.
 
Keine Ahnung was noch alles kommt. Noch schlimmer geht wohl kaum.

Bin trotz Pille immer noch nicht müde. Kopfkino
 
Und es gibt nichts bestimmtes was ich schon immer tun wollte.
Das klingt wie ein Indiz, dass es dein Lebenssinn war, diesem Traummann zu dienen?? Ich habe Tausende Träume, Pläne, Ideen, denke dazernd daran, dass das Leben zu kurz ist, um sie alle umzusetzen. Warst du wirklich bisher wunschlos glücklich? Quasi im Paradies auf Erden?
Oder bist du nie auf die Idee gekommen, an dich selbst zu denken, von etwas zu träumen, was man nicht zwingend zu zweit machen muss, wo man den Göttergatten mal nicht zum Mittelpunkt der Veranstaltung machen müsste? Oder ich täuschen mich und du hast dir jeden deiner Wünsche gleich immer erfüllt. Oder der Traummann hat deine Wünsche sofort erfüllt? So dass dir jetzt nichts einfällt, was du für dich selbst gerne tun würdest? Mir fehlt die Phantasie, sich so einen Zustand vorzustellen. Vermutlich ist das dein Problem- dein Leben erscheint dir sinnlos, weil du keine Ziele hast, dein Mann war der einzige Sinn in deinem Leben und jetzt ist er weg???
 
Im Moment ist es schwer zu glauben, aber mit der Zeit wirst Du wieder klarer sehen - Stück für Stück. Und irgendwann wirst Du merken, dass Du stärker bist, als Du es gerade fühlst.

Es wird dauern, bis sich alles sortiert. Es wird Momente geben, in denen Du glaubst, dass es nie besser wird – und dann, ganz langsam, kommen Tage, an denen es sich ein kleines Stück leichter anfühlt. Das passiert nicht über Nacht, aber es passiert.

Du bist 54. Dein Leben ist nicht vorbei. Du bist nicht gescheitert. Du bist gerade in einer sehr schweren Phase – aber sie definiert nicht, wer Du bist und was noch alles vor Dir liegt.

Oftmals ist so ein tiefer Einschnitt nicht nur eine Zäsur - sondern eine Chance für etwas Neues, das schon lange in dir schlummert, bis jetzt aber keinen Platz hatte! Du bist viel mehr als Mutter und Ehefrau! Auch wenn du den weiteren Weg jetzt noch nicht siehst - er ist in dir!

Nichts im Leben ist garantiert und nichts bleibt hier auf der Erde für die Ewigkeit. Sei dankbar für die vielen schönen Jahre - es werden weitere hinzukommen. Anders - aber nicht weniger wertvoll.
 
Wieder eine schlaflose Nacht. Das Nachdenken hört einfach nicht aus. Liege immer noch im Bett und kann ich nicht aufraffen. Alles erscheint mir so sinnlos.

Eure Ratschläge sind ja gut gemeint nur wie setze ich sie um?
 
Eure Ratschläge sind ja gut gemeint nur wie setze ich sie um?
Erst mal gar nicht! Lass das Ganze einfach mal sacken.. auch die Trennung .. was gerade abläuft. Das ist ein Prozess, der will angeschaut und durchlaufen werden. Da führt (leider) kein Weg dran vorbei. Auch blinder Aktionismus würde ihn nicht beschleunigen. Du musst da durch. Klingt hart, ist es auch.

Lass dir Zeit! Mach wenn du es schaffst ganz kleine Schritte. Schau gut zu dir. Sei lieb mit dir und deinen Emotionen. Verurteile dich nicht. Viel mehr ist gerade gar nicht gefragt,
 
Sacken lassen...du bist gut. Wie denn wenn ich ihn den ganzen Tag höre, sehe...
Dazu kommt, dass sich unsere Tochter von Tag zu Tag immer mehr zurückzieht. Und ja, ich habe mit ihr gesprochen.
Nur verstehen tut sie es auch nicht.

Ich weiss im Moment überhaupt nicht wie es weitergehen soll. Wohnung suchen oder hierbleiben damit unsere Tochter die Schule gut abschliessen kann.....

Ich bin vollkommen überfordert und leider ist auch niemand da zum reden oder einfach nur dasein
 
Du solltest da nicht bleiben. Und jetzt könntest du mit deiner Tochter etwas unternehmen, heute oder morgen
 
Meine Tochter möchte leider nichts unternehmen. Sie verkriecht sich auch in ihrem Zimmer.
Und alleine mag ich noch nicht raus.

Ich mach mich jetzt auf Wohnungssuche. Lenkt vielleicht kurz ab.
 
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