Gedichte und Gedanken
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Clemens Brentano
(1778-1842)
Die Liebe gab mir Tränen,
Die linde hat mir Tüchlein dann gesäumt,
Zu trocknen viele Tränen,
Die ich um sie zu weinen noch versäumt,
Willkomm' zukünft'ge Tränen,
Ihr habt euch solche Huld wohl nicht geträumt,
O Mutter meiner Tränen,
Die jetzt noch unter deinem Herzen ruhn,
Fromm tust du meinen Tränen,
Wie treue Mütter ihren Kindlein tun,
Bereitest meinen Tränen
Ein mildes Lager mit der linden Hand
O reicher Strom der Tränen!
Der so ein liebes lindes Bett hier fand,
O nehmt mich auf ihr Tränen!
Tragt mich hinüber in das andre Land,
Und spiegelt mir ihr Tränen
Die Linde, die da an des Saumes Rand
Vielleicht mit eignen Tränen
Die liebe Gabe Stich vor Stich erfand,
Wo sollt ihr hin, ihr Tränen?
Wenn eure Mutter sich von euch gewandt,
Verrinnen müßt ihr Tränen
In einer öden Wüste glühem Sand.
Erweichet doch ihr Tränen
Das Herz, das nie ein ander Herz noch fand,
Und euch gebar ihr Tränen,
Und euch die Tüchlein in die Wiege band,
Daß es vor euch, ihr Tränen
Nicht grausam fliehe, fern und abgewandt;
Es gab wohl kaum noch Tränen,
Die ihre arme Mutter so geliebt,
Und doch, o arme Tränen,
Die liebe, süße Mutter so betrübt!!?
O arme, sel'ge Tränen!
O liebe, linde, die so gern vergiebt.
Vergieb, vergieb den Tränen!
Sieh stille zu, es sind die letzten bald,
Wenn ich in Reuetränen
Ein Tüchlein sterbend in den Händen halt',
Will ich mit treuen Tränen
Ans Herz es drücken, das schon überwallt,
Das überwallt in Tränen
Und meine Seele trägt vor Richters Thron,
Da will ich euch ihr Tränen
Im Tüchlein reichen meines Gottes Sohn,
Daß er sein Blut, ihr Tränen,
Euch mischend, mir die schwere Schuld vergiebt,
Und zu euch spricht ihr Tränen:
Viel ist vergeben euch, die viel geliebt!
(1778-1842)
Die Liebe gab mir Tränen,
Die linde hat mir Tüchlein dann gesäumt,
Zu trocknen viele Tränen,
Die ich um sie zu weinen noch versäumt,
Willkomm' zukünft'ge Tränen,
Ihr habt euch solche Huld wohl nicht geträumt,
O Mutter meiner Tränen,
Die jetzt noch unter deinem Herzen ruhn,
Fromm tust du meinen Tränen,
Wie treue Mütter ihren Kindlein tun,
Bereitest meinen Tränen
Ein mildes Lager mit der linden Hand
O reicher Strom der Tränen!
Der so ein liebes lindes Bett hier fand,
O nehmt mich auf ihr Tränen!
Tragt mich hinüber in das andre Land,
Und spiegelt mir ihr Tränen
Die Linde, die da an des Saumes Rand
Vielleicht mit eignen Tränen
Die liebe Gabe Stich vor Stich erfand,
Wo sollt ihr hin, ihr Tränen?
Wenn eure Mutter sich von euch gewandt,
Verrinnen müßt ihr Tränen
In einer öden Wüste glühem Sand.
Erweichet doch ihr Tränen
Das Herz, das nie ein ander Herz noch fand,
Und euch gebar ihr Tränen,
Und euch die Tüchlein in die Wiege band,
Daß es vor euch, ihr Tränen
Nicht grausam fliehe, fern und abgewandt;
Es gab wohl kaum noch Tränen,
Die ihre arme Mutter so geliebt,
Und doch, o arme Tränen,
Die liebe, süße Mutter so betrübt!!?
O arme, sel'ge Tränen!
O liebe, linde, die so gern vergiebt.
Vergieb, vergieb den Tränen!
Sieh stille zu, es sind die letzten bald,
Wenn ich in Reuetränen
Ein Tüchlein sterbend in den Händen halt',
Will ich mit treuen Tränen
Ans Herz es drücken, das schon überwallt,
Das überwallt in Tränen
Und meine Seele trägt vor Richters Thron,
Da will ich euch ihr Tränen
Im Tüchlein reichen meines Gottes Sohn,
Daß er sein Blut, ihr Tränen,
Euch mischend, mir die schwere Schuld vergiebt,
Und zu euch spricht ihr Tränen:
Viel ist vergeben euch, die viel geliebt!
Clemens Brentano (1778-1842)
Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen,
Und Hoffnung bietet mir die Freiheit an;
Ich binde mich den heiligen Gesetzen,
Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.
Es stürzen bald des alten Glaubens Götzen,
Zieht die Natur mich so mit Liebe an.
O süßer Tod, in Liebe neu geboren,
Bin ich der Welt, doch sie mir nicht verloren.
Die Liebe fing mich ein mit ihren Netzen,
Und Hoffnung bietet mir die Freiheit an;
Ich binde mich den heiligen Gesetzen,
Und alle Pflicht erscheint ein leerer Wahn.
Es stürzen bald des alten Glaubens Götzen,
Zieht die Natur mich so mit Liebe an.
O süßer Tod, in Liebe neu geboren,
Bin ich der Welt, doch sie mir nicht verloren.
Original von schau70wenn ich es koennte, wuerde ich wohl genau so ein gedicht schreiben.... kannst Du , Schatzi , Du kannst es ... :schmatz:
Eduard Mörike (1804-1875)
Neue Liebe
Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde
Ganz, wie er möchte, sein?
- In langer Nacht bedacht ich mirs, und mußte sagen, nein!
So kann ich niemands heißen auf der Erde,
Und niemand wäre mein?
- Aus Finsternissen hell in mir aufzückt ein Freudenschein:
Sollt ich mit Gott nicht können sein,
So wie ich möchte, Mein und Dein?
Was hielte mich, daß ichs nicht heute werde?
Ein süßes Schrecken geht durch mein Gebein!
Mich wundert, daß es mir ein Wunder wollte sein,
Gott selbst zu eigen haben auf der Erde!
Neue Liebe
Kann auch ein Mensch des andern auf der Erde
Ganz, wie er möchte, sein?
- In langer Nacht bedacht ich mirs, und mußte sagen, nein!
So kann ich niemands heißen auf der Erde,
Und niemand wäre mein?
- Aus Finsternissen hell in mir aufzückt ein Freudenschein:
Sollt ich mit Gott nicht können sein,
So wie ich möchte, Mein und Dein?
Was hielte mich, daß ichs nicht heute werde?
Ein süßes Schrecken geht durch mein Gebein!
Mich wundert, daß es mir ein Wunder wollte sein,
Gott selbst zu eigen haben auf der Erde!
Max Dauthendey (1867-1918 )
Einst werden Sonn' und Sterne kalt
Du liegst so gut in meinem Arm,
So gut ruht nur in mir mein Herz.
Wir schweben wie das Feuer fort
Und leben nur der Küsse Leben.
Einst werden Sonn' und Sterne kalt,
Uns hat der Tod vergessen müssen,
Und tausend, tausend Jahre alt
Leben wir noch in jungen Küssen.
Einst werden Sonn' und Sterne kalt
Du liegst so gut in meinem Arm,
So gut ruht nur in mir mein Herz.
Wir schweben wie das Feuer fort
Und leben nur der Küsse Leben.
Einst werden Sonn' und Sterne kalt,
Uns hat der Tod vergessen müssen,
Und tausend, tausend Jahre alt
Leben wir noch in jungen Küssen.
Rainer Maria Rilke (1875-1926)
VORBEI
WIR hatten uns erkoren,
versprochen Lieb und Treu,
wir hattens uns geschworen...
Und nun ists doch vorbei!.
Verwelkt die schönsten Triebe,
verdorret, müd und matt,
und ach, das Herz der Liebe
und auch des Lebens satt.
>Vorbei< - wie sie auch glühten
im schönen jungen Mai,
vorbei die holden Blüten -
auf immerdar vorbei! -
Erweckt euch nichts mehr wieder
mit himmlischer Gewalt,
sind all die frohen Lieder
auf ewig nun verhallt?
Und doch durchs Herze leise
mir immerfort noch zieht
die zarte, liebe Weise -
das alte schöne Lied!
VORBEI
WIR hatten uns erkoren,
versprochen Lieb und Treu,
wir hattens uns geschworen...
Und nun ists doch vorbei!.
Verwelkt die schönsten Triebe,
verdorret, müd und matt,
und ach, das Herz der Liebe
und auch des Lebens satt.
>Vorbei< - wie sie auch glühten
im schönen jungen Mai,
vorbei die holden Blüten -
auf immerdar vorbei! -
Erweckt euch nichts mehr wieder
mit himmlischer Gewalt,
sind all die frohen Lieder
auf ewig nun verhallt?
Und doch durchs Herze leise
mir immerfort noch zieht
die zarte, liebe Weise -
das alte schöne Lied!
Der, den ich liebe,
hat mir gesagt,
dass er mich braucht!
Darum,
gebe ich auf mich Acht.
sehe auf meinen Weg und
fürchte mich vor jedem Regentropfen,
dass er mich erschlagen könnt!
hat mir gesagt,
dass er mich braucht!
Darum,
gebe ich auf mich Acht.
sehe auf meinen Weg und
fürchte mich vor jedem Regentropfen,
dass er mich erschlagen könnt!
Dich nicht näher denken
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist
Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter
Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist(Erich Fried)
und dich nicht weiter denken
dich denken wo du bist
weil du dort wirklich bist
Dich nicht älter denken
und dich nicht jünger denken
nicht größer nicht kleiner
nicht hitziger und nicht kälter
Dich denken und mich nach dir sehnen
dich sehen wollen
und dich liebhaben
so wie du wirklich bist(Erich Fried)
ES IST WAS ES IST
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Ja @ zauberhafter Stern =) , dette hat noch gefehlt !
Thanks for your support !
Schau mal wieder rein ! :compi:
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Das werde ich gerne tun - liiiiiiebend gerne! =)
Finde diesen Thread wunderbar. Gut gemacht! Thanks! :schmatz:
Einen Stern für Deine Idee und die lieben Worte schenkt Dir
Sternenzauber
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Sternenzauber
Erich Fried
Das Herz in Wirklichkeit
Das Herz
das gesagt hat
" Laß dir nicht bang sein um mich "
friert
und ist bang um die
der es das
gesagt hat
Das Herz in Wirklichkeit
Das Herz
das gesagt hat
" Laß dir nicht bang sein um mich "
friert
und ist bang um die
der es das
gesagt hat
Erich Fried
Trennung
Der erste Tag war leicht
der zweite Tag war schwerer
Der dritte Tag war schwerer als der zweite
Von Tag zu Tag schwerer:
Der siebente Tag war so schwer
daß es schien er sei nicht zu ertragen
Nach diesem siebenten Tag
sehne ich mich
schon zurück
Trennung
Der erste Tag war leicht
der zweite Tag war schwerer
Der dritte Tag war schwerer als der zweite
Von Tag zu Tag schwerer:
Der siebente Tag war so schwer
daß es schien er sei nicht zu ertragen
Nach diesem siebenten Tag
sehne ich mich
schon zurück
und Fried zum dritten ...
Eine Art Liebesgedicht
Wer sehnt sich nach dir
wenn ich mich nach dir sehne?
Wer streichelt dich
wenn meine Hand nach dir sucht?
Bin das ich oder sind das
die Reste meiner Jugend?
Bin das ich oder sind das
die Anfänge meines Alters?
Ist das mein Lebensmut oder
meine Angst vor dem Tod?
Und warum sollte
meine Sehnsucht dir etwas bedeuten?
Und was gibt dir meine Erfahrung
die mich nur traurig gemacht hat?
Und was geben dir meine Gedichte
in denen ich nur sage
wie schwer es geworden ist
zu geben oder zu sein?
Und doch scheint im Garten
im Wind vor dem Regen die Sonne
und es duftet das sterbende Gras
und der Liguster
und ich sehe dich an und
meine Hand tastet nach dir
Eine Art Liebesgedicht
Wer sehnt sich nach dir
wenn ich mich nach dir sehne?
Wer streichelt dich
wenn meine Hand nach dir sucht?
Bin das ich oder sind das
die Reste meiner Jugend?
Bin das ich oder sind das
die Anfänge meines Alters?
Ist das mein Lebensmut oder
meine Angst vor dem Tod?
Und warum sollte
meine Sehnsucht dir etwas bedeuten?
Und was gibt dir meine Erfahrung
die mich nur traurig gemacht hat?
Und was geben dir meine Gedichte
in denen ich nur sage
wie schwer es geworden ist
zu geben oder zu sein?
Und doch scheint im Garten
im Wind vor dem Regen die Sonne
und es duftet das sterbende Gras
und der Liguster
und ich sehe dich an und
meine Hand tastet nach dir
...und er so oft sagt, was ich denke: (bzw. leider: sagte...)
Als Kind wußte ich:
Jeder Schmetterling
den ich rette
Jede Schnecke
und jede Spinne
und jede Mücke
jeder Ohrwurm
und jeder Regenwurm
wird kommen und weinen
wenn ich begraben werde
Einmal von mir gerettet
muß keines mehr sterben
Alle werden sie kommen
zu meinem Begräbnis
Als ich dann groß wurde
erkannte ich:
Das ist Unsinn
Keines wird kommen
ich überlebe sie alle
Jetzt im Alter
frage ich: Wenn ich sie aber
rette bis ganz zuletzt
kommen doch vielleicht zwei oder drei?
Als Kind wußte ich:
Jeder Schmetterling
den ich rette
Jede Schnecke
und jede Spinne
und jede Mücke
jeder Ohrwurm
und jeder Regenwurm
wird kommen und weinen
wenn ich begraben werde
Einmal von mir gerettet
muß keines mehr sterben
Alle werden sie kommen
zu meinem Begräbnis
Als ich dann groß wurde
erkannte ich:
Das ist Unsinn
Keines wird kommen
ich überlebe sie alle
Jetzt im Alter
frage ich: Wenn ich sie aber
rette bis ganz zuletzt
kommen doch vielleicht zwei oder drei?
Dich bedecken
nicht mit Küssen
nur einfach
mit deiner Decke
(die dir
von der Schulter
geglitten ist)
daß du
im Schlaf nicht frierst
Später
wenn du
erwacht bist
das Fenster zumachen
und dich umarmen
und dich bedecken
mit Küssen
und dich
entdecken
nicht mit Küssen
nur einfach
mit deiner Decke
(die dir
von der Schulter
geglitten ist)
daß du
im Schlaf nicht frierst
Später
wenn du
erwacht bist
das Fenster zumachen
und dich umarmen
und dich bedecken
mit Küssen
und dich
entdecken
GEGENGEWICHT
Dieses Gedicht ist ein kleines Gegengewicht
auf der Schale der Waage,
auf der immer zuwenig liegt.
Ein Gegengewicht zum Autolärm,
zu überfüllten Wartezimmern,
ein Gegengewicht zu den Nachrichten,
zu Schlagzeilen und Schlagbäumen,
Hochstraßen und Dampfwalzen,
Herzinfarkt und Krebsverdacht.
Ich lege es vorsichtig auf die Waagschale
zu all den andren leichten Dingen...
Einen Moment erschien es mir,
als hätte sich etwas verändert.
Dieses Gedicht ist ein kleines Gegengewicht
auf der Schale der Waage,
auf der immer zuwenig liegt.
Ein Gegengewicht zum Autolärm,
zu überfüllten Wartezimmern,
ein Gegengewicht zu den Nachrichten,
zu Schlagzeilen und Schlagbäumen,
Hochstraßen und Dampfwalzen,
Herzinfarkt und Krebsverdacht.
Ich lege es vorsichtig auf die Waagschale
zu all den andren leichten Dingen...
Einen Moment erschien es mir,
als hätte sich etwas verändert.
SOMMERGEDANKEN
Ich nehme mein Leben
in die Hand.
Leicht ist es
und gut zu fühlen.
Zeit gilt nicht,
wenn alles lauscht
und nur der Atem geht
wie sanfter Wind durchs Gras.
Ich schaue hoch.
Wer ich bin,
ist nicht zu sagen;
ich mache mir keinen Vers auf mich;
kein Wort ist so grün
wie die Blätter der Bäume.
Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe,
daß er fliegen lernt.
HANS KRUPPA
Ich nehme mein Leben
in die Hand.
Leicht ist es
und gut zu fühlen.
Zeit gilt nicht,
wenn alles lauscht
und nur der Atem geht
wie sanfter Wind durchs Gras.
Ich schaue hoch.
Wer ich bin,
ist nicht zu sagen;
ich mache mir keinen Vers auf mich;
kein Wort ist so grün
wie die Blätter der Bäume.
Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe,
daß er fliegen lernt.
HANS KRUPPA
An Hans Kruppas Gedichten möchte ich mich satt essen, möchte in ihnen schwimmen und tauchen, möchte die Worte trinken.
Möchte - dass es gar nicht mehr aufhört....
NICHT GENUG
Intelligenz ist nicht genug,
wenn Weisheit fehlt.
Optimismus ist nicht genug,
wenn Kraft fehlt.
Leben ist nicht genug,
wenn Zauber fehlt.
Freundschaft ist nicht genug,
wenn Vertrauen fehlt.
Liebe ist nicht genug,
wenn Mut fehlt.
Ich bin nicht genug,
wenn du fehlst.
HANS KRUPPA
Möchte - dass es gar nicht mehr aufhört....
NICHT GENUG
Intelligenz ist nicht genug,
wenn Weisheit fehlt.
Optimismus ist nicht genug,
wenn Kraft fehlt.
Leben ist nicht genug,
wenn Zauber fehlt.
Freundschaft ist nicht genug,
wenn Vertrauen fehlt.
Liebe ist nicht genug,
wenn Mut fehlt.
Ich bin nicht genug,
wenn du fehlst.
HANS KRUPPA
...und für heute noch ein letztes Mal Hans Kruppa.
Weil ich nicht anders kann....
SO VIELES AN DIR
Neulich sagtest du mir,
meine Liebe stehe
immer neben dir,
und wenn mal was daneben gehe,
flüstere sie dir ins Ohr:
„Macht nichts.“
Gestern gingen wir nebeneinander
durch die Straßen,
und plötzlich mußte
ich dich mitten auf
dem Gehweg an mich drücken,
denn deine Art,
neben mir zu gehen,
ließ mir keine andere Wahl.
So vieles an dir kommt zu mir,
als wäre es das erste Mal.
Deine kleinen leisen
Küsse durchs Telefon –
wie bunte Liebesperlen,
die vom Ohr direkt
in den Bauch kullern.
Dein langes Schweigen,
das mir so sachte hilft,
überflüssige Worte ungesagt
abzuwerfen wie Sandsäcke
beim Aufstieg in größere Höhen.
So vieles an dir,
das mich trifft und bewegt
und mir durch und durch geht.
Wenn der Clown in dir
zu tanzen anfängt
und verrückte Kußhände
in mein Herz wirft.
Wenn das kleine Mädchen
in dir nackt und vertrauensvoll
sich in meine Achselhöhle kuschelt
und wie berauscht
unserem Atem lauscht.
So vieles an dir,
das mich immer wieder
überrascht und rührt –
und sanft und sicher
ins Innerste
des Lächelns führt.
HANS KRUPPA
Weil ich nicht anders kann....
SO VIELES AN DIR
Neulich sagtest du mir,
meine Liebe stehe
immer neben dir,
und wenn mal was daneben gehe,
flüstere sie dir ins Ohr:
„Macht nichts.“
Gestern gingen wir nebeneinander
durch die Straßen,
und plötzlich mußte
ich dich mitten auf
dem Gehweg an mich drücken,
denn deine Art,
neben mir zu gehen,
ließ mir keine andere Wahl.
So vieles an dir kommt zu mir,
als wäre es das erste Mal.
Deine kleinen leisen
Küsse durchs Telefon –
wie bunte Liebesperlen,
die vom Ohr direkt
in den Bauch kullern.
Dein langes Schweigen,
das mir so sachte hilft,
überflüssige Worte ungesagt
abzuwerfen wie Sandsäcke
beim Aufstieg in größere Höhen.
So vieles an dir,
das mich trifft und bewegt
und mir durch und durch geht.
Wenn der Clown in dir
zu tanzen anfängt
und verrückte Kußhände
in mein Herz wirft.
Wenn das kleine Mädchen
in dir nackt und vertrauensvoll
sich in meine Achselhöhle kuschelt
und wie berauscht
unserem Atem lauscht.
So vieles an dir,
das mich immer wieder
überrascht und rührt –
und sanft und sicher
ins Innerste
des Lächelns führt.
HANS KRUPPA
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