Zum Inhalt springen

Jetzt ist er weg...

1'611 Antworten69'287 AufrufeGestartet von sigma ·

#1561
hallo sigma

ach ich bin ja froh, dass du von uns und von vielen menschen kritik an deinem ex grundsätzlich entgegennimmst. das, was deine pt da erzählt hat, halte ich für eine sichtweise, die vermutlich genauso subjektiv ist wie die sichtweisen, die wir dir erzählen.

ich finde es also einerseits natürlich, dass du irgendwann mal explodierst und erklärst, dass du auf deinem ex nicht gerne herumhacken lässt.

andererseits finde ich es nicht in ordnung, dass deine pt diese sichtweise vertreten hat - wobei ich hinzufügen möchte, dass ich keine ahnung habe, was eine gute psychotherapie ausmacht und nur auf der grundlage dessen urteile, was ich an psychotherapie erlebt (und für gut befunden) habe.

will sagen:

dir eine eigene wahrnehmung abzusprechen und ihre meinung darzustellen, dass dein ex dich immer scheisse behandelt hat, ist für eine therapeutin vermutlich nicht gerade besonders klug. und für dich ist es menschlich gesehen sehr schwer, und noch schwerer, wenn es von einer professionellen helferin kommt.

wenn ich du wäre, würde ich sie mal fragen, ob das ihr ernst ist, dass sie glaubt, dass du entmündigt worden wärst von deinem ex und ob sie das richtig findet, ihre sichtweise als verbindliche einsicht in das problemfeld hinzustellen, dem du zu folgen hast, oder ob es unter umständen immer eines prozesses bedarf, der nunmal nicht durch die therapeutin, sondern durch dich als patientin zu durchleben ist.

und ob es möglich wäre, dass sie dir mal kurz ihr therapiekonzept darstellt, denn du fürchtest einen kleinen vertrauensverlust, der am ende die therapie vielleicht behindert.

oder...? also mal im ernst, ich finde, die pt hätte ihre verdammte klappe halten sollen und ihren ärztlichen eid mal ein bissle besser verinnerlichen können: DU bist hier diejenige, die eine sichtweise sich SELBST erarbeitet. und kontraproduktiver geht es ja nun nicht - wohlgemerkt: bei einer therapie! im privaten gespräch mit freunden gelten andere grundsätze als in der therapie...! - als dass sie ein denkergebnis präsentiert, das von dir zu begreifen ist.

also andersrum gesagt:

als ich meine pt beendet habe, also ich meine jetzt die letzten therapiestunden, bevor ich sie beendet habe, da habe ich meinem pt schier die augen auskratzen wollen, wieso er mich verdammt noch mal die ganze therapie über nicht davon in kenntnis gesetzt hat, dass ich ein problem mit meiner gefallsucht habe, die ich noch von meiner kindheit mitgeschleppt habe. dass ich im erwachsenenalter immer und immer wieder versucht habe, es ALLEN (!) recht zu machen. dass ich mich gerne unterworfen habe und bei dieser jahrelangen übung vergessen oder auch nie gelernt habe, wer ich eigentlich bin und mir sogar das wünschen abgewöhnt habe.

ich hätte ihn schlagen können für all die nächte, in denen ich gelitten habe und die "schuld" für missverständnisse und probleme bei MIR (allein) gesucht habe, für die einsamen stunden, in denen ich kein selbstvertrauen hatte und mich permanent an die falschen freunde und meine überhaupt nicht hilfreiche mom gewendet habe. ich hätte ihn treten mögen, ich war kurz vorm anschreien! der idiot verdiente mit meinem leid seine moneten und ich war trotz therapie weiter auf dem weg in die verzweiflung, weiter am fehler-machen, weiter der irrtumsverhafte und komplexbeladene mensch, der eigentlich diese komplexe und irrtümer mit ein paar aufklärenden worten aus therapeutischer sicht schnell hätte loswerden können...!

weißt du, was mein pt geantwortet hat?

er sagte, es sei schön, dass ich selbst zu einsichten gefunden hätte. dass seine wahrheiten aber nicht die meinigen sein müssten. und es sei ohnehin wertlos, wenn er mir seine einschätzung gesagt hätte. ich hätte sie vermutlich nicht verstanden, und selbst wenn ich sie verstanden hätte, dann hätte ich sie nicht angenommen, denn er sei der ansicht, dass eine problemlösung und ein verständnis vom patienten SELBST erarbeitet werden muss, sonst hilft es nicht oder hilft nur von 12 bis mittag.

das hat mir ziemlich den wind aus den segeln genommen, aber ich musste zugeben, dass gerade ich ein verdammt störrischer bock sein kann und dass ich mir mit meiner "liebe" und meinen "ganz privaten problemen" ungern reinreden lassen, auch und obwohl ich eine psychotherapie gemacht hatte. er hatte verdammt recht: ich suchte hilfe, und er leitete mich zur selbsthilfe an. mehr ging nicht und so war es - meiner erfahrung nach - richtig.

also hau deiner pt gegen das schienbein und frage sie, wie sie eine psychotherapie gestaltet. du würdest so jedenfalls daran zweifeln müssen, dass sie ihre rolle als therapeutin korrekt begreifen und erfüllen würde.

mein pt hat immer geglotzt, wenn ich ihn gefragt habe, oder er DAS (dieses oder jenes) jetzt für sinnvoll hält. ich habe ihn nie gefragt "warum wieso weshalb" er was bestimmtes macht, aber ich habe durchaus gefragt, ob das jetzt wirklich nötig ist oder ob es auch einen anderen weg gibt.

es gab meist keine für ihn erdenklichen alternativen, aber in manchen sachen ging es dann doch anders... und in allen solchen rückfragen merkte ich, dass er ernsthaft nachdachte, ob er jetzt noch auf dem richtigen weg war oder nicht.

das ist für mich interessant gewesen, teilweise aber auch schwierig (denn es ist halt auch ein punkt, an dem man zweifel bekommt, wenn der andere dasitzt und erstmal nachdenkt... jaja).

hach sorry jetzt hab ich wieder so viel geschrieben.

immerhin habe ich dich erlöst von meinem hässlichen avatar, liebe sigma *grins*. der pupsup-avatar mit der pinkfarbenen animierten wolke 7 war eine trotzsache gegen den admin. naja vergessen wir die querelen langsam, und du arme musst den hässlichen avatar nun auch nimmer ertragen.

hoffe dir geht es gut

gruß

pupsup

#1562
Huhu =)

Hachja...dieser komische "Zwischenfall" mit meiner Thera beschäftigt mich auch immernoch irgendwie. Ich weiss nicht mehr so ganz genau, was da eigentlich passiert ist. Ob sie nun wirklich der Meinung ist, die sie da kundgetan hat oder einfach DAS Thema nicht mehr besprechen wollte oder es nicht für sinnvoll hielt dies zu tun.

Ich weiss auch nicht, ob es irgendwie zur Tiefenpsychologie gehört, dass man da so rabiat vorgeht, denn ich hatte ja bisher auch eher Erfahrung in der Gesprächstherapie (obwohl ich nun schon fast 1 Jahr bei ihr bin) und ich glaube davon bin ich nie ganz weggekommen.

Klar sollte es so sein, dass ich mal meine Meinung einbringe, so wie Du sagtest...aber irgendwie trau ich mich nicht und im Grunde ist es ja auch mit eine Sache, wieso ich da bin.

dass ich im erwachsenenalter immer und immer wieder versucht habe, es ALLEN (!) recht zu machen. dass ich mich gerne unterworfen habe und bei dieser jahrelangen übung vergessen oder auch nie gelernt habe, wer ich eigentlich bin und mir sogar das wünschen abgewöhnt habe.
Das sind auch Gründe aus denen ich da bin...weil es mir da sehr ähnlich geht, wie es Dir anscheinend damals. Und in der Kiundheit will sie eben rumwühlen um durch den Auslöser das Problem lösen zu können. Ich rede mit meiner Thera sehr offen darüber, denn im Gegensatz zu dem, was Du geschrieben hast, bin ich mir durchaus bewusst, wo das Problem in meinem Verhalten liegt und ich es aber trotz dieser Erkenntnis nicht wirklich schaffe zu ändern. Sie sagte ja letztens, dass sie staunt, wie klar ich mich sehe und meine "Situation" beurteilen kann...nur auch sehr wenig annehmen kann, um diese zu ändern.

Ich habe im grund sehr grosses Vertrauen in meine PT, aber in dieser einen "Sitzung" hat mich ihr Verhalten doch überrascht. Ich kann verstehen, wie sie zu der Schlussfolgerung kam, dass mein Ex eben so ist, wie sie meint...aber sie hat mich nicht wirklich ausreden lassen, als ich versucht habe ihr zu erklären, wie es dazu kommen konnte, dass sie so denkt. Es ging ja nicht darum nur Kritik an ihm zu üben...damit komm ich klar und das kann ich auch selbst sehr gut...aber wenn jemand versucht ihn als durchweg schlechten Menschen darzustellen (und das ist er nichtmal ansatzweise), dann kann ich mit dieser Ungerechtigkeit nicht umgehen und es schürrt nur noch meine Schuldgefühle, dass ich jemanden dazu gebracht habe, schlecht über ihn zu denken.

Ob das in therapeutischer Hinsicht nun förderlich ist...keine Ahnung :rolleyes:

Das wirklich blöde ist...das meine Thera mit mein zentraler Punkt war, um über eben IHN reden zu können und ich nun eher glaube, dass mir diese Anlaufstelle dahingehend flöten gegangen ist. Ich will mich ja nicht immer rechtfertigen müssen für meine Gefühle und mir nicht immer sagen lassen, dass sie falsch sind oder er sie gar nicht verdient hat...das hilft mir nicht.

Naja...ich muss mal schaun, ob ich den Mut aufbringen kann, ihr da mal so etwas zu entgegenen, wie Du es bei Deinem Thera gemacht hast...zumindest würde ich über das Thema von letzter Woche gerne nochmal reden, weil es mir doch recht schwer im Magen liegt. :rolleyes:

:super: zum Avatar und der Kriegsbeilniederlegung :P

Alles liebe

S.

#1563
hallöchen

ach ja

dass ich soooo diejenige war, die sich unterwarf, war übrigens nicht so richtig erkennbar von außen. ich hatte durchaus phasen, in denen ich rebellierte und es gab sogar ganze bereiche, in denen ich - leider nur aus prinzip, nicht aus echten gründen - "dagegen" war.

weißt du, wenn man nich so ganz man selbst ist, dann tut man menschen unrecht und man ärgert sich auch viel leichter als eigentlich nötig.

hm

aus diesem rückblick entnehme ich nach wie vor eine menge dinge: zum beispiel, dass meinungen und sichtweisen nie "richtig" sein können, denn es handelt sich um bloße momentaufnahmen und mit steigender lebenserfahrung und dazu noch ganz individuell ändert sich auch der festeste standpunkt einmal

daher finde ich gerade respektpersonen äußerst seltsam, wenn sie einen "festen standpunkt" äußern. und wenn deine thera das tut, dann muss ich schon mit den augenbrauen hoch- und runtermachen, denn ich glaube, jemand mit ihrer verantwortung hätte besser die klappe gehalten.

naja

aber ich habe den eindruck, du machst das beste draus, sigma:

du schreibst nämlich, dass du dich ja eigentlich net traust, ihr mal eine kritische meinung zu geigen, auch nicht, nachzufragen, wie das jetzt laufen soll. das bedeutet für mich als leserin deiner worte, dass du hier in diesem kleinen konflikt mit deiner pt gezwungen bist, für dich selbst einzustehen, obwohl du das nicht gerne tust.

das thema ist etwas, das dir wichtig ist: nämlich, ob du über deinen ex weiter fabulieren darfst oder nicht.

kämpfe dafür.

ich selbst hab ja in meiner (auch beruflichen) lebenskarriere schon viel gekämpft. meiner erfahrung nach schleifen sich die waffen, die man gebrauchen will, erst im kampf. damit meine ich, dass es normal ist, wenn du nicht weißt, wie du für deine thematik in der therapie kämpfen sollst. leg dir einfach ein zwei stichworte bereit und nenne sie, gern auch schriftlich, falls du dich nicht anders traust.

der rest findet sich

und... ich habe in meiner erfahrung gelernt, dass man nie so fies ist im echten konflikt wie in der fantasie. also fürchte dich nicht davor, deiner therapeutin ein bissle die meinung zu sagen.

also ich finde insofern dann DOCH ganz gut, dass deine pt ein bissle die fassung verloren hat... =)

gruß

pupsup

#1564
hey sigma,

vielleicht versteht es deine pt ja auch nicht immer so wie es bei mir eben auch manchmal ist.

so nach dem motto wenn doch alles ok war warum dann trennung?

hat sie da eine idee?

lg :schmatz:

dg

#1565
~verklickt~

#1566
Huhu!

@ pupsup

weißt du, wenn man nich so ganz man selbst ist, dann tut man menschen unrecht und man ärgert sich auch viel leichter als eigentlich nötig
Hm...das ergibt Sinn, ja...nur kam es mir ewig lange Zeit so vor, als sei ich ich selbst...als wäre ich nunmal so und könnte nicht sonderlich viel dagegen tun. Mit meinem Ex hatte sich ja bei mir einiges geändert, aber ich kann nicht sagen, ob ich dort dann ich selbst war...zumindest war ich anders als vorher und anders als jetzt, was auch anders ist als vorher...oder so ?(

Mein theratermin heute ist übrigens ausgefallen und nächste Woche habe ich auch keinen...also vielleicht genug Zeit, um mir nochmal gedanken darüber zu machen, wie ich die Sache mit ihr "angehen" will und den Mut aufzubrngen, mich dann doch mal um meine Belange zu kümmern in der Thera :]

und... ich habe in meiner erfahrung gelernt, dass man nie so fies ist im echten konflikt wie in der fantasie.
*gg* die Erfahrung habe ich auch schon gemacht, ja...obwohl ich mir manchmal wünsche ich könnte etwas von meiner Fantasie ins Reale übernehmen...das würde mich vielleicht glaubhafter und ernstzunehmender machen *schulter zuck*

Also...schaun wir mal, was dann da passiert in zwei Wochen, wenn ich mal wieder auf sie treffe. =)

@ dg

Ich denke schon, dass meine PT es vielleicht nicht ganz versteht...und wie Du schon sagtest, ist sie damit ja auch nicht die Einzige.

hat sie da eine idee?
Hat sie aus dem Grunde nicht, weil ihrer Meinung ja nicht nur nicht alles ok war, sondern im Grunde nichts ok war. Ich habe da wohl zu einseitig erzählt und so den Gedanken aufkommen lassen, dass ich vielleicht sogar gelitten hätte in und unter meiner Beziehung und dem Verhalten von meinem Ex. So aber war es ja gar nicht. Was für sie, aufgrund meiner Erzählungen, nicht ok war, war es für mich durchaus wohl.

Meine PT versteht schon und hat mich ja auch in diesem Denken unterstützt, wieso es möglicherweise zur Trennung kam...ihr stellt sich allerdings die Farge und dorther rührt auch ihr Unverständnis, wieso ich noch mit jemandem zusammen sein möchte, der sich aus diesen Gründen trennt. Für sie spielt es deshalb keine sonderlich grosse Rolle, wieso es zu der Trennung kam, sondern eher, wieso ich diese Beziehung solange "ertragen" konnte und wieso ich mich nicht schon längst getrennt hatte. Und aufgrund dessen kam es ja letztes Mal zu dieser "Diskussion", dass sie (wohl eben aufgrund meiner Erzählungen :mauer: ) ein so schlechtes Bild hat von meiner Beziehung, was aber definitiv nicht so der Fall ist. Für sie wäre es vielleicht nicht das Richtige gewesen...für mich war es das aber schon und ob man bei soetwas wirklich diskutieren kann, wer das nun richtig sieht und wer nicht, das wage ich zu bezweifeln.

Alles liebe

S.

#1567
huhu

@sigma wrote:Für sie wäre es vielleicht nicht das Richtige gewesen...für mich war es das aber schon und ob man bei soetwas wirklich diskutieren kann, wer das nun richtig sieht und wer nicht, das wage ich zu bezweifeln.
wieso...? das kann man schon diskutieren, ist alles eine frage von definitionen. was ist denn deine definition von "richtig für dich"?

:)

und...:

@sigma wrote:aber ich kann nicht sagen, ob ich dort dann ich selbst war...zumindest war ich anders als vorher und anders als jetzt, was auch anders ist als vorher
wenn du nicht genau weißt, wer du eigentlich bist (also ich weiß, das klingt jetzt bissle sehr blöde aber jetzt mal so als kleine bezeichnung für ein schwierig zu greifendes thema...), dann kannst du doch eigentlich *räusper*, also ganz eigentlich nicht wissen, dass dein ex der "richtige" war für DICH.

damit will ich net behaupten, dass er falsch war. aber immerhin ergeben sich zwei mögliche sichtweisen:

1. entweder dein ex war irgendjemand, der nur in einer bestimmten lebensphase "richtig" für dich war und der unter umständen diese lebensphase auch selbst ausgelöst hat

2. oder es gibt in all diesen verwandlungen, die du schon unternommen hast, eine "richtige sigma", und dein ex hat diese dir richtig erscheinende sigma herausgeholt. im letzteren fall könntest du meine erste frage, was deiner meinung nach "richtig" ist, vermutlich recht gut beantworten...

also ran an den speck, liebe sigma: was ist für dich "richtig"?

?(

gutz nächtle

pupsup

p.s.: viel spaß in deiner schule heute *daumendrück*

#1568
Huhuuuuuu!

Ja...ich lebe noch :klatsch:

Meine erste Schulwoche ist um...und ich bin begeistert...und totmüde =) Anstrengender als ich dachte...und das schon jetzt *örks* , aber ich bin schon wieder sehr viel überzeugter davon, die richtige Entscheidung getroffen zu haben :klatsch: Noch ein Vorteil (oder Nachteil? ?( ) ist, dass wenig Zeit zum nachdenken bleibt.

@ pupsup

Meine Definition von "richtig" *kopf kratz*

Meine Gefühle so genau zu "erklären" liegt mir ja nicht sonderlich, aber genau die wären wohl die Antwort auf Deine Frage. Für mich ist es eben dann richtig, wenn es sich richtig anfühlt...wenn es mir gut geht, ich mich wohl fühle, es geniessen kann...!

Insofern kann ich wohl irgendwie sowohl Punkt 1 als auch Punkt 2 zustimmen, denn ob mein Ex jetzt noch der Richtige für mich wäre, kann ich nicht sagen. Würde es um den Menschen von damals gehen, dann gewiss...doch weiss ich nicht inweit er sich verändert oder weiterentwickelt hat. In der Zeit als er da war, war er der Richtige!

Naja...ob man darauss nun schlau wird, weiss ich net *schulterzuck*

Was ich allerdings weiss ist, dass ich jetzt noch Hausaufgaben machen muss :evil:

Alles Liebe :schmatz:

S. (Studierende (nicht Schülerin, weil zweiter Bildungsweg und klingt eh viel erwachsener =) ), der Klasse 1b (was nicht wirklich erwachsen klingt :rolleyes: :P )

#1569
Huhu, ich bin wieder da und denke nach über Fr. Thera, was warum sie vll was meinte?

Aufklären kann das ja nur sie und nur dann, wenn du sie fragst, bzw. Kritik an ihr und ihren Äußerungen übst.

Vll wollte sie das auch?

Es kann sein – und ich kann nur vermuten – dass sie mit provokanten Feststellungen, die ev. vll. eine Rechtfertigung, eine Richtigstellung, zumindest eine Reaktion von dir bewirken, mal ins Wespennest gestochen hat, um der Therapie einen neuen oder wiederholten oder beides Impuls zu geben?

Nur so eine Idee.

Es kann aber auch sein – das ist jetzt meine Sicht der Dinge – dass du manchmal Dinge sagst, die zu denken geben und die man vielfältig interpretieren könnte.

ZB hast du einmal geschrieben, dass dein Ex viel von dir verlangt hat. Das kann viel aussagen – das können einerseits nur Kleinigkeiten gewesen sein, aber andererseits auch Dinge, die man in einer Beziehung nicht fordern sollte. KA was genau du meintest.

Aber grosso modo wird deine Thera – vermute ich – einen Leidensdruck deinerseits dahinter vermuten, sonst hätte sie es nicht angesprochen.

Oder tappe ich da jetzt komplett im Dunkeln?

Was den richtigen Partner für einen selbst betrifft, dann hätte ich das einerseits auch immer unterschrieben, dass es ok ist, was man tut und macht und füreinander, solange keiner von beiden sich schlecht dabei fühlt oder eben dieser Leidensdruck ausgelöst wird.

Heute denke ich etwas anders darüber.

Ich halte manche Verhaltensweisen einfach für falsch, auch wenn sie für den anderen erträglich wären, auch wenn der andere (noch) nicht darunter leidet.

Eine Beziehung ist etwas so zartes und zerbrechliches, dass man nicht genug sorgsam damit umgehen kann – wie selten das ist, kann man jeden Tag beobachten.

Und: ich habe keine, was nun kein Wunder ist, wieso nicht. :-)

Dass die Schule dich fordert und dir gut gefällt, freut mich sehr! Die Müdigkeit verschwindet bestimmt, du musst dich eben erst an die neuen Bedingungen gewöhnen, das geht ganz schnell, wirst sehen!

Alles alles Gute für dich und viel Erfolg!

:schmatz:

mydarkangel
#1570
Hi sigma

Habe gerade stundelang deinen Thread gelesen ... konnte einfach nicht aufhören, weil mich deine Ausgangssituation so an meine momentane Lage erinnert (siehe: er sagt nicht ja und nicht nein)

Ich bin ja ganz am Anfang und habe auch genau die selben Hoffnungen und Ängste ... er meldet sich nicht ... und ich sitze da und weiss nicht was ich denken, geschweige denn noch machen soll ...

Oh man, jetzt bin ich mir gar nicht mehr sicher ob er sich überhaupt noch melden soll, nachdem was ich bei dir so gelesen habe ...

Liebe Grüsse aus der Schweiz

mydarkangel

#1571
Huhu ihr! :schmatz:

@ Lisabel

Oder tappe ich da jetzt komplett im Dunkeln?
Nein, das tust Du nicht =) Nur ist es ja genau das, was ich in diesem Gespräch versucht habe zu erklären. Ich hätte ihr genauso gut stundenlang erzählen können, was alles toll war in meiner Beziehung, aber das wirft dann nur dort, wie auch hier die Frage auf, wieso es dann zur Trennung kam. Also krame ich rum und erzähle auch das, was eben nicht NUR gut war und im Grunde wurde darüber dann auch mehr geredet als über das andere, denn da scheint es wenig zum analysieren zu geben. Die Ungerechtigkeit hat mich da insofern getroffen, dass ich weder verstehen kann noch will, wieso das Gute scheinbar keine Rolle zu spielen hat, denn immerhin bin ich der Ansicht, dass es zum realistischen Blick auf meine Beziehung sehr wohl dazu gehört. Trotzdem bekomme ich immer wieder vermittelt, dass dies ja schädlich sei und unrealistisch *lächel*

Das mit dem "richtigen" Partner, finde ich immernoch keine einfach zu beantwortende Frage. Vielleicht hast Du recht mit dem, was Du sagst und vielleicht sehe ich das irgendwann auch so. Nur kann ich im Moment nur von meiner jetzigen Sicht der Dinge reden und die sagt mir, dass es gute und schlechte Tage gab, meiner Meinung nach die Guten aber bei weitem überwogen haben und ich eben glücklich war und das Gefühl hatte / habe (?) er IST eben der richtige. Sicherlich kann ich mich fragen, ob es nicht jemanden gibt, der mich noch glücklicher macht (wobei ich davon keine Vorstellung habe, denn ich war ja eben schon glücklich), aber wieso hätte ich mich damit auseinandersetzen sollen, wenn ich doch zufrieden war? Vielleicht ist es eben so, dass ich mit dem, was ich hatte einfach zufrieden war und gar nicht mehr wollte oder nach mehr gestrebt habe. Und vielleicht treffen auch deshalb meine Sehnsüchte immernoch ihn und nicht etwas, was mir "mehr" (wie auch immer das aussehen soll) geben kann.

Ich weiss nciht, wie ich es besser erklären kann, aber ich hoffe man kann es einigermassen verstehen ?(

@ mydarkangel

Wow...ich ziehe den Hut vor Dir, dass Du das alles gelesen hast. Ich weiss gar nicht, ob ich heute nochmal in der Lage wäre das alles zu lesen :rolleyes:

Ich muss leider gestehen, dass ich noch keine Zeit hatte mir Deine Geschichte wirklich durchzulesen, da ich, wie dann sicherlich auch gelesen hast =) , noch sehr eingespannt bin, aber ich werde es tun, sobald es die Zeit mir erlaubt.

Ich weiss nciht, ob ich schon sagen kann, ob das, was ich nach der Trennung gemacht oder nicht gemacht habe, richtig oder falsch war. Vielleicht hätte ich mich nicht bei ihm melden vielleicht auch seine Kontaktversuche unterbinden sollen...vielleicht wäre mir dadurch aber auch etwas verloren gegangen...das lässt sich nicht wirklich beantworten.

Allgemein kann ich nur sagen, dass ja jede Geschichte, so ähnlich sie auch ablaufen mag, doch auf ihre Art ganz unterschiedlich ist...und einen unterschiedlichen Ausgang hat und so solltest Du Dich nicht zu sehr von meinem ernüchtern lassen. Ich habe trotz aller nicht so positeven Geschichten hier, nie die Hoffnung aufgegeben, dass meine anders enden kann / wird. Ob das nun wiederrum gut war oder nicht, kann ich nicht wirklich sagen. Ich habe mich einfach auf mein Gefühl verlassen und auch, wenn ich nicht immer richtig lag damit, würde ich es wieder tun.

Ich wünsche Dir von Herzen alles Gute

und auch den anderen alles liebe

S.

#1572
Da is sie ja wieder, die liebe sigma,

Hallo, wie geht es dir, was macht der Studienanfängerstress? Der ist nicht ohne, ich weiß, ja ja.

Mit Verlaub klaube ich aus deinem Text wieder Worte heraus zu denen mir etwas einfällt, das - was Vermutungen und Verwirrungen betrifft - ebenso sehr auf deine Kreativität angewiesen ist ;)

Original von sigma… dass ich weder verstehen kann noch will, wieso das Gute scheinbar keine Rolle zu spielen hat, denn immerhin bin ich der Ansicht, dass es zum realistischen Blick auf meine Beziehung sehr wohl dazu gehört. Trotzdem bekomme ich immer wieder vermittelt, dass dies ja schädlich sei und unrealistisch …
Zwar weiß ich jetzt nicht, wie das deine Thera sieht, aber ich bin nicht nur sehr davon überzeugt, dass zur Gesamtbetrachtung alle Beziehungsseiten gehören, sondern auch dass gute und weniger gute Seiten zu jeder Beziehung dazugehören – selbstverständlich kommt es darauf an, wie ausgewogen diese Seiten sind.

Aber nicht nur.

Oft ist eine einzige schlechte Seite so dominant und man glaubt, man müsste sie ertragen, weil es so viele gute gibt. Oft schadet einem diese eine schlechte Seite und man glaubt, man müsste sie ertragen, weil es so viele gute gibt. Und oft zerbricht dann die Beziehung an dieser Eigenschaft, obwohl es so viele gute gab.

Sicher könnte man immer wieder versuchen, mit einem schwierigen Menschen zusammenzuleben. Wenn man die Schwierigkeiten mal kennt und nicht übermäßig darunter leidet, dann wäre das gemeinsame Leben zwar wenig harmonisch und auch oft ein Kampf, aber machbar.

Aber will man das wirklich? Will man Harmonie oder permanente Herausforderung? Was ist die Definition von „der Richtige“?

Viele Männer (und sicher auch Frauen) – darf ich jetzt einmal unterstellen – denken über solche Dinge erst gar nicht nach. Sie verlassen sich auf ihr momentanes spontanes Gefühl und wenn das sagt, da ist nicht alles hundertprozentig so wie man es haben willf, dann geben sie gern schnell auf.

Eine Beziehung braucht Zeit und Zuwendung und Arbeit und Bereitschaft, etwas dauerhaft Harmonisches daraus zu machen – und zwar von beiden!

Liebe sigma, es tut mir leid, das jetzt so feststellen zu müssen: aber wie ich die Sache sehe, hat dein Freund eben einfach aufgegeben. Er hat dich aufgegeben. Er hatte weder das Durchhaltevermögen, noch den Willen, noch den Mut, an dieser Beziehung zu arbeiten.

Vll konnte er auch nicht, weil er die wesentlichen Eigenschaften, die zu Beständigkeit und Mut führen, noch nicht ausgebildet hat, vll entwickelt er das noch, wer weiß?

Aber für den Moment kann und will er nicht der Richtige für dich sein, das hat er so entschieden.

Da geht es auch gar nicht darum, an welchen Eigenschaften, Gegebenheiten oder Missverständnissen die Liebe zerbrochen wäre, da geht es nur darum, dass in seiner Vorstellung, es in der Zukunft anders, besser zu machen, er dir keine Rolle zugewiesen hat.

Da klingt jetzt vll etwas höhnisch, bitte entschuldige, aber es kann auch zu deinem Vorteil gewesen sein. Denn das alles, was in der letzten Zeit passiert ist: deine Selbstreflexion, deine Reifung, deine Neuorientierung im Beruf, das alles wäre ohne das Verlassen-werden vll nie passiert.

Du hast dich weiterentwickelt und er hatte seinen (indirekten) Anteil daran.

Es gibt ein Buch mit dem Titel „Danke, dass du mich verlassen hast“. Es handelt davon, dass man nur durch Krisen wachsen kann und das Verlassenwerden dadurch einen Sinn erhält.

Alles Gute für dich :trost:

#1573
Huhuuuu =)

@ Lisabel

Hachja...Du hast wieder in so vielen Punkten recht. *seufz*

Aber will man das wirklich? Will man Harmonie oder permanente Herausforderung?
Hm...die Frage habe ich mir schon sooooooooo oft gestellt. Im Grunde sollte sie ja recht einfach zu beantworten sein...ist sie aber irgendwie nicht. Für mich war es defintiv eine permanente Herausforderung...was wohl auch schon zu Anfang der Grund war, dass ich gar nicht dazu kam das Interesse zu verlieren. Es ist nicht ganz einfach zu erklären ohne, dass es zu negativ klingt :rolleyes: Es gab Harmonie in meiner Beziehung...keine Frage...auch nicht wenig...dennoch war es nicht einfach. Diese Beziehung hat mir gegeben, was ich brauchte...oder meinte zu brauchen...wie auch immer. Wenn man es nun auf die "negativen" Seiten reduziert, dann kann ich nur sagen, dass ich diese wohl genauso gebraucht habe, wie die positiven. Dieses Gefühl ständig kämpfen zu müssen...eben diese Herausforderung hat sicherlich zum Teil meine Beziehung am Leben gehalten...und war eben auch ein Teil meines Glück. Das mag vielleicht komischen klingen...aber ich kann es nicht wirklich anders erklären.

Liebe sigma, es tut mir leid, das jetzt so feststellen zu müssen: aber wie ich die Sache sehe, hat dein Freund eben einfach aufgegeben.
Das muss Dir nicht leid tun...es ist nunmal die Wahrheit. Das habe ich schon lange erkannt und ja, es tut weh das erkennen zu müssen. Diese Erkenntnis hat aber auch seinen Teil dazu beigetragen, dass ich denke, eine erneute Beziehung würde nicht mehr funktionieren. So sehr ich mir das lange Zeit auch gewünscht habe es wäre anders...eine Trennung und das, was dahinter steckt oder vermutet wird, hinterlässt Risse, die nicht mehr zu kitten sind. Trotzdem ist das Aufgeben sicherlich ein Teil der dazu beiträgt, dass ich es mir so schwer mache mit der ganzen Sache. Aufgeben ist nicht mein Ding und ich bezweifel, dass die Ängste, die ich und mein Ex Freund hatten, sehr unterschiedlich waren...was uns eben am entscheidenden Punkt aber in verschiedene Richtungen gedrängt hat. ICH hatte Angst vor der Zukunft...aber ich habe mich auch darauf gefreut...eben eine neue Herausfoderung und umso schöner, wenn man sie gemeinsam meistern kann. Bis zum Punkt der Trennung würde ich immernoch sagen, dass er der Richtige für mich war und alle meine Bedürfnisse, ob man die nun positiv oder negativ für mich bewerten mag, wurden befriedigt. Nun weiss ich aber, dass ich jemanden brauche, auf den ich mich verlassen kann und bis zu einem gewissen Punkt war er dieser jemand...als es drauf ankam aber eben nicht mehr und somit hat er sich da als "Richtiger" für mich disqualifiziert.

So sehr ich mir eine Beziehung mit ihm auch heute noch wünsche...so sehr weiss ich auch, dass es nicht funktionieren würde...das schon allein die permanente Angst und die Frage, wann er vielleicht das nächste Mal geht, wann das nächste Problem ihm das "Genick bricht", wann er eben wieder aufgeben würde, mich mehr kaputt machen würde als alles Andere, denn dann könnte ich meine Beziehung wirklich nicht mehr geniessen und dann wäre sie nur noch ein Kampf, den selbst ICH nicht mehr als angenehm empfinden würde.

Trotzdem ändert all das nichts an meinen Gefühlen. Ich kann es mir stundenlang vor Augen halten...es ändert einfach nichts. Vielleicht weil meine naive Göre permanent flüstert, dass vielleicht auch alles ganz Anders kommen würde...mich dazu bringt, dass ich ihm eine zweite Chance (und damit meine ich eine ernstgemeinte) nich verwähren könnte.

Aber für den Moment kann und will er nicht der Richtige für dich sein, das hat er so entschieden...

Das ist absolut richtig. Das Dumme ist nur, dass es scheinbar ja gar nicht darum geht, was ER macht, entscheidet oder sonstwas. Meine Gefühle existieren ja absolut unabhängig von dem, was ER macht. :schief:

Da klingt jetzt vll etwas höhnisch, bitte entschuldige, aber es kann auch zu deinem Vorteil gewesen sein.
Auch das ist richtig. Es hat mir auch viel gebracht, obwohl ich sagen muss, wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte und an dem entscheidenden Punkt die Wahl hätte, wie es weiter gehen soll, würde ich mich sicher nicht nochmal für den gleichen Weg entscheiden. =)

Ich denke, dass alles irgendwie seinen Sinn hat und auch wenn ich den heute noch nicht so ganz klar erkenne oder erkennen will oder auch erkennen kann...so ist er mit Sicherheit vorhanden.

Alles liebe :schmatz:

S.

#1574
Hallo liebe sigma,

wie geht es dir, bestimmt ist viel bei dir los, wenn du zum studierenden Volk gehörst.

Ich verdränge ja noch, dass ich auch was lernen sollte *ggg* und surfe dafür durch deinen Thread und kann mich nicht freuen, dass ich manchmal auch Recht hatte, wenn es doch traurige Einsichten sind.

Aber so ist das nun mal, nicht wahr… *seufz*

Zu deinem Zögern darf ich mich noch melden, zu deiner ewig zweifelnden Göre, die hier ungefragt herumphilosophiert mit was wäre wenn und was dann und so =)

Ich kann ja wie immer nur vermuten und daher vermute ich jetzt wieder frisch darauf los, dass alles was hätte passieren können, hätte er es nur gewollt, gesehen, eingesehen, verstanden, wie auch immer,

nicht er gewesen wäre und es daher niemals möglich war, zumindest nicht auf Dauer!

Meine Vermutung - und du weißt ja, man spricht so gern von sich selbst - ist, dass die Sehnsucht nach dem Einen nicht unbedingt an dieser Person liegt.

Man sehnt sich nach Verständnis, nach Gleichklang, nach Harmonie und nach Einverständnis und dennoch soll das Leben aufregend sein und geheimnisvoll, aber vor allem aufmerksam.

Die Sehnsucht gilt nicht dieser einen Person, man verbindet sie nur mit diesem Einen, bei dem das alles für kurze Zeit möglich war.

Doch Verbindungen, die halten, haben andere Voraussetzungen. Erst nach einer bestimmten Zeit zeigt sich, wer die Stärke, die Verlässlichkeit, die charakterliche Reife und das Einfühlungsvermögen hat, um dauerhaft ein Partner sein zu können.

Es geht um Qualitäten, die, wenn nicht vorhanden, sich auch nicht erfüllen lassen, die nicht herbeigeredet, herbeigehofft oder herbeigeliebt werden können.

Ein kleiner Trost für dich und alles Beste :trost:

#1575
Original von sigmaDiese Beziehung hat mir gegeben, was ich brauchte...oder meinte zu brauchen...wie auch immer. Wenn man es nun auf die "negativen" Seiten reduziert, dann kann ich nur sagen, dass ich diese wohl genauso gebraucht habe, wie die positiven. [...] Bis zum Punkt der Trennung würde ich immernoch sagen, dass er der Richtige für mich war und alle meine Bedürfnisse, ob man die nun positiv oder negativ für mich bewerten mag, wurden befriedigt.
aha! ;) dann hatte der "richtige" also fehler: ein richtiger mir fehlern - wird der zum "falschen"?

Original von sigmaNun weiss ich aber, dass ich jemanden brauche, auf den ich mich verlassen kann und bis zu einem gewissen Punkt war er dieser jemand...als es drauf ankam aber eben nicht mehr und somit hat er sich da als "Richtiger" für mich disqualifiziert.
hallo erstmal...

:schmatz:

also meine theorie ist eh die, dass wir nichts erleben als das, was wir auch BRAUCHEN. aus diesem grunde stellte sich nach meiner psychotherapie (und schon währenddessen) die frage, wieso ich illoyale arschlöcher brauchte. ;(

mal angenommen, dein ex wäre nichts mehr und nichts weniger als jemand, der A) ein problem nicht gelöst hat und B) dich verlassen hat. dann fällt er nicht in meine kategorie der beziehungsfehlgriffe, die ich früher getan habe. aber er ist jemand mit einem kurzen atem und du bist das gegenteil davon:

Original von sigmaAufgeben ist nicht mein Ding und ich bezweifel, dass die Ängste, die ich und mein Ex Freund hatten, sehr unterschiedlich waren...
hm tja das klingt so, als hättest du dir - wie schon pauschal von mir soeben behauptet - wirklich den passenden mann gesucht! eure ängste dieselben, und er der mann mit dem kürzeren atem und du die frau mit dem längeren atem.

perfekt

perfekt wofüt? nun für eine beziehung eben nicht, sonst wäre die beziehung jetzt nicht vorbei. also perfekt für...:

[zutreffendes hier bitte einsetzen :) ]

weißt du, was ich denke, wofür meine luftnummern perfekt waren in meinem leben? das erhebt keinen anspruch auf verbindlichkeit, aber vielleicht regt es dich zu irgendeinem konstruktiven gedanken an.

also ich hatte furchtbare angst vor mir selbst. das war kein minderwertigkeitskomplex mehr im bekannten sinne. insbesondere nicht in einem MIR bekannten sinne! im gegenteil, ich bezog ja gerade sehr viel "selbstvertrauen" daraus, dass ich männer haben konnte, wie ICH wollte wann ich wollte wen ich wollte. haha!

aber in wahrheit (!) spricht doch schon die tatsache, dass ich mein "selbstvertrauen" nicht in mir selbst trug, sondern durch diese eroberungen bestätigt haben wollte, bände und insgesamt war das mit meinem minderwertigkeitskomplex halt so: ich dachte, ich bin jetzt "ganz erwachsen" und minderwertigkeitskomplexe waren eine pubertäts- und kindheitssache. im laufe der jahre habe ich mir aber immer männer herausgepickt (d.h. es waren immer nur bestimmte männer für mich anziehend), die selbst defizite hatten, die eben an irgendeiner stelle noch größere hürden in sich selbst aufgebaut hatten als ich. ich war dann die "krankenschwester" und "seelsorgerin", die händchenhaltend dem patienten bei seinen gehversuchen in seinen problem-landschaften geholfen hat (falls ich so weit kam, die meisten wollten ihre probleme nicht angehen und meine seelsorgerischen bemühungen waren daher auch unerwünscht).

mein allergrößter klopper war doch der typ, den ich im knast kennengelernt hatte und der mich anschließend bedroht hat.

verstehst du, was ich nun im nachhinein dahinter sehe? ich sehe dahinter, dass ich mir JEDE, aber auch die schwierigste beschäftigung auferlegt habe, die mir möglich war, um andere die probleme lösen zu lassen, die auch (und eigentlich vor allem) meine eigenen probleme waren. es hat mir so viel freude bereitet, andere glücklicher werden zu lassen, andere erleichterung finden zu lassen in meinem verständnis für ihre hemmungen und fehler, dass es mir auch eine erleichterung war!

vielleicht habe ich geglaubt, jemand würde mal dasselbe mit mir tun: mich an die hand nehmen und irgendwie mal meine eigenen probleme lösen. aber mein ganzes denken und hoffen ging immer in eine andere richtung: immer wollte ich ANDEREN etwas gutes tun, nie mir.

ich hab später begonnen, mich abzugrenzen, aber das problem, das ICH in mir hatte, habe ich nicht angefasst. es bedurfte bei mir eines jahrelangen vorlaufs, in dem ich immer resignierter wurde, bis ich mal glück hatte und das richtige für mich gefunden hatte: einen psychotherapeuten. dass ich die auseinandersetzung mit mir selbst gesucht hatte, war für mich selbst als ein zeitvertreib erschienen zu beginn...! am ende wusste ich, dass ich mein ganzes leben nachvollziehbar entlang eines roten fadens gelebt hatte: der rote faden war die angst (und unfähigkeit), mich mit mir selbst zu befassen, mich im spiegel anzusehen, mich von meinem charakter getragen und behütet zu fühlen.

ich habe immer geglaubt, das könnte ja auch nur von außen kommen!

das ist ein irrtum.

ich habe in @djinnies thread von dir, @lisabel, gelesen, dass du dich immer (noch) nach dem einmaligen, romantischen, bestürmenden und emporhebenden mann sehnst, sprich: du sehnst dich nach einer problematischen beziehung, lisabel!

:]

dasselbe könnte man aber vll. immer schreiben, denn jede art von erwartungshaltung zerstört die liebe (oder bringt die liebe in gefahr).

ich glaube, wir bekommen so lange das, was wir "verdient" haben, bis wir uns mal um uns selbst bemühen und einen vernünftigen zugang zu uns selbst finden. und dann bekommen wir erst recht, was wir verdient haben! und es wird von ganz alleine besser sein als das, was wir voher hatten.

ich glaube daher, liebe sigma, dass deine gedanken um "richtig" und "falsch" schon nicht daneben liegen. aber ich würd mir auch überlegen, was genau dich an seinen problemen interressiert hat und warum (!).

also ich würde überlegen, ob ich diese probleme in mir selbst kenne und was ich damit tue... ob ich sie schon gelöst habe?

gruß

pupsup

#1576
Huhu Ihr Lieben! :schmatz:

@ Lisabel

Hmmmmmm....! Du sprichst mal wieder genau meinen wunden Punkt an! Der da nämlich wäre:

Meine Vermutung - und du weißt ja, man spricht so gern von sich selbst - ist, dass die Sehnsucht nach dem Einen nicht unbedingt an dieser Person liegt.
Genau das ist es, was ich weder einsehen kann noch möchte, wo sich alles in mir gegen sträubt, obwohl es sicherlich nicht unwahr ist. Es würde allerdings meine Vorstellung von Liebe komplett über den Haufen werfen und die Theorie, die u.A. auch meine Thera mir zu Gemüte geführt hat, bestätigen. Das Menschen nicht zu ersetzen, wohl aber austauschbar sind. :rolleyes:

Auch mit dem Rest, triffst Du es und auch meine eigene Aussage, dass meine Gefühle nicht unbedingt von ihm bzw. seinem Verhalten mir gegenüber abhängig sind, würde diese These wohl unterstützen.

Trotzdem verstehe ich nicht, wieso es dann so schwer fällt, diese Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte, was auch immer, auf einen anderen zu projizieren. Jemanden, bei dem es mehr Sinn machen würde, jemandem, bei dem man doch die Hoffnung haben kann, wieder glücklich zu sein. Wieso klammert man sich so sehr an das eine unglückliche und verpasst dabei Chancen, dass es wieder "gut" werden könnte? ?(

@ pupsup

dann hatte der "richtige" also fehler: ein richtiger mir fehlern - wird der zum "falschen"?
:nono: Nicht zwingend zumindest. KOmmt vielleicht auf die Fehler an oder wie man mit ihnen umgehen kann. Wenn es nur "richtige" ohne Fehler gäbe, dann wäre jemand "richtiges" wohl nicht existent.

perfekt wofür? nun für eine beziehung eben nicht, sonst wäre die beziehung jetzt nicht vorbei. also perfekt für...: [zutreffendes hier bitte einsetzen]
Öhm...ja... *hüstel* Perfekt für...eine Beziehung, die früher oder später zum Scheitern verurteilt ist!? Nur geht man ja nicht mit einer solchen Einstellung die Beziehung an, obwohl es auch bei mir durchaus zwischenzeitlich der Fall war, dass sich Gedanken einschlichen, dass wir für nichts anderes, als einen solchen Ausgang perfekt füreinander waren. Nunja...an diesen Punkten tratt dann aber das enorme Argumentationskonzept der Hoffnung in Kraft, dass mich hat glauben lassen, bei mir könnte es anders werden, trotz dem Wissen um seine vorherige Beziehung, mit einem ähnlichen Ausgang an einem ähnlichen Punkt der Weiterentwicklung. :rolleyes:

habe ich mir aber immer männer herausgepickt (d.h. es waren immer nur bestimmte männer für mich anziehend), die selbst defizite hatten, die eben an irgendeiner stelle noch größere hürden in sich selbst aufgebaut hatten als ich. ich war dann die "krankenschwester" und "seelsorgerin", die händchenhaltend dem patienten bei seinen gehversuchen in seinen problem-landschaften geholfen hat (falls ich so weit kam, die meisten wollten ihre probleme nicht angehen und meine seelsorgerischen bemühungen waren daher auch unerwünscht).
:] Auf zu dem, was Du danach schreibst, kann ich nur zustimmend nicken und sehe doch so einige Parallelen zu mir. *seufz*

vielleicht habe ich geglaubt, jemand würde mal dasselbe mit mir tun: mich an die hand nehmen und irgendwie mal meine eigenen probleme lösen. aber mein ganzes denken und hoffen ging immer in eine andere richtung: immer wollte ich ANDEREN etwas gutes tun, nie mir
Im Nachinein glaube ich, bei mir zumindest, dass ich zeitweise das Gefühl hatte, mein Ex würde genau dies tun. Vielleicht auf eine komische Art und vielleicht hat eben diese Art mir den Interprätationsspielraum gelassen, es als Hilfe bei meinen Problemen zu sehen und nicht als Kritik an meiner Person. Mir persönlich fällt es eben leichter gutes hinter den Dingen zu vermuten...damit lässt es sich eben leichter leben und man kann sich das selbst auch so klar machen, dass kaum noch eine andere Intention in Frage kommt, oder überhaupt den Weg ins eigene Denken findet.

der rote faden war die angst (und unfähigkeit), mich mit mir selbst zu befassen, mich im spiegel anzusehen, mich von meinem charakter getragen und behütet zu fühlen.
Hm...genau das hat meine Thera in der letzten Sitzung zu mir gesagt. Ich fand das ein wenig unverständlich, da ich ja pausenlos das Gefühl habe, ich würde mich nur mit mir selbst beschäftigen. Nur eben nie wirklich mit mir, sondern immer nur im Zusammenhang mit Anderen...vorzugsweise meinem Ex. Ich beleuchte mich zwar, aber wohl nur auf sehr einseitige Weise und so schafft man es wohl, sich permanent mich sich und irgendwie doch nie wirklich mit sich selbst zu beschäftigen. :schief:

ich glaube daher, liebe sigma, dass deine gedanken um "richtig" und "falsch" schon nicht daneben liegen. aber ich würd mir auch überlegen, was genau dich an seinen problemen interressiert hat und warum (!).
Ich denke schon, dass diese und gerade DIESE Frage, sehr berechtigt ist. Wie Du am Anfang deines Beitrags schon sagtest, hatten (haben) mein Ex und ich vielleicht gar nicht so unähnliche Probleme und wenn das aufeinander trifft, hilft es vielleicht, über das eigene hinwegzusehen. Ich hatte für mich das Gefühl, dass ich durch ihn und diese Beziehung meine Probleme überwinden könnte (ohne auch nur ansatzweise die zu sehen, die dazu kamen) und er...wohl eher nicht. :(

Alles liebe :schmatz:

S.

#1577
Original von sigma[...] hatten (haben) mein Ex und ich vielleicht gar nicht so unähnliche Probleme und wenn das aufeinander trifft, hilft es vielleicht, über das eigene hinwegzusehen. Ich hatte für mich das Gefühl, dass ich durch ihn und diese Beziehung meine Probleme überwinden könnte (ohne auch nur ansatzweise die zu sehen, die dazu kamen) und er...wohl eher nicht. :(
ach so siehst du das?

äh erstmal natürlich: hallo!!! :schmatz:

hm also das gehört nicht zu meinem repertoire, anderen etwas vorzuschreiben, was sie nur selbst können und was mich EIGENTLICH auch nicht so viel angeht. also je intimer etwas (psychisch gesehen meine ich) ist, desto weniger bringt es was, sich da reinzuhängen.

ich drücke mich jetzt umständlich aus, aber trotzdem muss ich auch noch draufsetzen, dass ich deine thera langsam ziemlich blöd finde, bevor ich es nochmal besser zu formulieren versuche, was ich meine! also echt mal diese therapeutin sagt die alles, ja? und wundert sich dann, dass du das ganze nicht annimmst...?

Original von sigma

Hm...genau das hat meine Thera in der letzten Sitzung zu mir gesagt. Ich fand das ein wenig unverständlich, da ich ja pausenlos das Gefühl habe, ich würde mich nur mit mir selbst beschäftigen.
ich weiß nicht, ob ich ein recht habe, mich aufzuregen über die frau. aber ich habe nicht vergessen, wie sie dich vor den kopf gestoßen hatte vor etwa 4 wochen. und kaum hat die liebe sigma sich zusammengerissen und die therapie trotzdem weitergemacht, kommt tante trulla-therapeutin mit den nächsten news aus der psychoecke.

so langsam habe ich den eindruck, deine thera lässt dir nicht deine eigene geschwindigkeit, die dinge für dich in deinem inneren zu klären und irgendwie habe ich langsam den verdacht, sie setzt dir fertige sichtweisen vor und du sollst diese sichtweisen übernehmen oder du bist therapieunfähig (oder wie jetzt :evil: ).

es reicht aber nicht aus, dass die therapeutin was weiß. und es reicht nicht aus, dass sie dir ihr wissen mitteilt! gott was ist denn das für eine therapeutin *haarerauf*

sie sollte dich lieber anregen, eigene sichtweisen zu entwickeln. die grundlage ist nur, dass du die bereitschaft hast, sachen auch mal von einer anderen seite aus zu betrachten. aber dir fertig gedruckte "bilder" hinzulegen und zu sagen, wenn du die welt so siehst wie sie auf diesem bild aussieht, sitzt du wieder fest im sattel, ist ja wirklich extrem blöde und naiv!!!

die frau setzt dich doch unter druck oder - im besseren falle - geht die aussage an dir vorbei.

*hätte auch nicht geglaubt, dass ich mich mal so starkmachen würde für die idee meines eigenen therapeuten, dass sich die patienten alles selbst erarbeiten müssen, da sie es sonst gar nicht verstehen können*

:rolleyes:

so

und nun nochmal zu oben:

;)

ja das stimmt: es wäre zu vermuten, dass dein ex keine böcke hatte, seine probleme MIT DIR und während der beziehung mit dir zu lösen. aber ähm tja

also erstens ist eine beziehung keine problemlösefabrik. damit will ich sagen, dass eine loyale beziehung auch bedeuten kann, dass man die ungelösten probleme seines partners mit trägt für eine weile. allerdings ist meine sichtweise dann doch die, dass probleme nicht ewig ungelöst bleiben dürfen. allerdings bin ich dann diejenige, die die reissleine zieht, wenn mein partner - jetzt mal ein triviales beispiel - nie putzt und auch keine alternativen leistungen bringt, die mich über seine putzfaulheit hinwegbringen könnten.

ernsthaft: ich würde einen mann verlassen, weil er nicht putzt. und zwar einfach, weil sich darin eine verachtung meiner person widerspiegelt (ich würde natürlich ewig und drei tage versucht haben, dazu eine stellungnahme von ihm zu bekommen etc. pp.).

so und andererseits bin ich absolut schüchtern darin, anderen leuten vorzuschreiben, wie sie irgendwas zu erledigen haben. das gilt zum quadrat für angelegenheiten, die alte wunden und ähnliche psychische probleme betreffen!

will sagen:

jein ich glaube nicht, dass er gegangen ist, weil du ihn auf probleme aufmerksam gemacht hast oder so. so denke ich zumindest nicht. ich finde, die fähigkeit, probleme (und zwar die eigenen!) zu lösen, ist eine frage von "passen / nicht-passen" und weniger eine aufgabe, die es im rahmen einer beziehung zu erledigen gibt.

ich glaube eher, jeder handelt so, wie er MUSS. ich glaube nicht im ansatz, dass dein ex ein arschloch ist, dass auf deinen nerven zum spassvergnügen herumgetrampelt ist.

*jetzt fällt mir ein, dass ich das aber bestimmt schon behauptet habe im laufe der jahre dieses bereits länger währenden threads :o *

ich glaube vielmehr, dass wir alle manchmal ganz schön knechte unserer eigenen ängste und der daraus resultierenden süchte und abhängigkeiten sind. das bedeutet tatsächlich, dass ich glaube, die meisten menschen streben nach dingen, die ihnen dann, wenn sie es erreicht haben, gar nichts bringen (eventuell jedenfalls). und das liegt daran, weil sie nicht etwas wollen, sondern weil sie nur fliehen und ihre ruhe haben wollen vor ihren problemen.

tja

wenn man die welt durch diesen filter betrachtet, hetzt und flüchtet also so ziemlich jeder und es ist der reine zufall, wer zuerst in einer partnerschaft plötzlich den zauber der liebe verloren hat und nicht mehr weiß, was er eigenltich wollte.

dabei finde ich, dass die leute, die wenigstens eine weile noch lieben können, noch näher an ihrem selbst dran sind als die sarkastischen und "im-griff-haber". aber da könnte ich jetzt noch viele gedanken zu äußern, aber das posting ist schon wieder recht lang und ich bin eigentlich gar keine philosophin .

*gg*

also denke ich, A) das mit den problemen stimmt vielleicht, ist aber ein thema, das alleine nicht über das scheitern einer beziehung entscheidet. und B) deine thera hat den arsch offen.

=)

gruß

pupsup

#1578
Original von sigma[...] Es würde allerdings meine Vorstellung von Liebe komplett über den Haufen werfen und die Theorie, die u.A. auch meine Thera mir zu Gemüte geführt hat, bestätigen. Das Menschen nicht zu ersetzen, wohl aber austauschbar sind. [...]

Auch mit dem Rest, triffst Du es und auch meine eigene Aussage, dass meine Gefühle nicht unbedingt von ihm bzw. seinem Verhalten mir gegenüber abhängig sind, würde diese These wohl unterstützen.

Trotzdem verstehe ich nicht, wieso es dann so schwer fällt, diese Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte, was auch immer, auf einen anderen zu projizieren.
sülzattacke die zweite! achtung deckung... argh!

8o =)

sorry aber dazu möchte ich auch noch was loswerden. es ist allerdings nur so erstmal angedacht und ähm keine ahnung ob es was bringt und ob ich überhaupt eine klare aussage finde.

also ich hab mir nämlich die frage gestellt, was eigentlich wäre, wenn MIR jemand sagen würde: "du, deine beziehung mit dt ist doch eine austauschbare sache und überleg mal, was euch eigentlich zusammen hält"

?( 8o ?(

da würde ich dann wohl eine antwort schuldig bleiben müssen! denn wenn ich antworte, ist automatisch die rationale seite am werke und hämmert in zwei drei schwungvoll gesprochenen worten meine gefühle in kleine stücke!!!

*röchel*

also so ganz ganz am rande ist mir klar: ja, ich habe in dt, also in meinem freund, mal ganz am anfang dinge gesehen, die ich nur projeziert habe. und unter umständen (wer weiß es so genau...) bestehen einige dieser projektionen und irrtümer noch fort. und ganz ganz eventuell sind sogar neue selbstverarschungen hinzugekommen! ja na sowas!

=)

so what

ob ich mit ihm zusammen bin und ob ich ihn liebe, hängt von etwas ab, was im fluss ist und was sich mit rationalen argumenten eigentlich erst beschreiben lässt, wenn man zurückblickt. damit meine ich das thema loyalität, was sich im zweifelsfall täglich neu beweist, und sei es nur durch kleinigkeiten. damit meine ich auch das thema liebe. äh aber bei der liebe ist es noch schwieriger zu beschreiben. ich wundere mich ehrlich gesagt auch immer wieder auf's neue, dass seine persönlichkeit und gegenwart mich so erfreut.

:D

naja ich vermute, man setzt teilweise das bild, das man von einem menschen hat, aus erfahrungen zusammen, die man schon mit oder ohne diesen menschen gemacht hat (wenn die erfahrungen ohne diesen menschen waren, projeziert man eben vielleicht, hoffentlich aber nicht...). und ich tippe mal 10% sind dann der alltag. rieche ich ihn gerne? fühle ich mich beim gemeinsamen abendessen wohl? hat mir etwas, was er eben gesagt hat, spaß bereitet? solche sachen. diese sachen sind gar nicht soooo viele! und somit denke ich - wie schon gesagt - , dass es fies ist, jemandem zu sagen: "du dein partner ist austauschbar".

diese gedankliche ebene ist ein schicker schnickschnack für pschologen und wenn man liebeskummer hat, ist es auch mal ein netter aufhänger, die dinge anders zu sehen. aber wenn man liebe erlebt, dann ist es grottig und zwar wohl deshalb, weil ich mich nunmal aber ENTSCHIEDEN habe, und die entscheidung steht und es würde die beziehung emotional stark gefährden, wenn ich sagen würde, dieser tägliche fluss, der am ende dann die liebe ist, den unterbreche ich, wann und wie ich lustig bin und lebe es mit wem ich mag.

das funktioniert auch nicht, denn liebe kann nur auf loyalität aufbauen (glaube ich).

aber, liebe sigma... DU hast liebeskummer! zwischen dir und deinem freund ist der fluss (oder wie soll ich das lebendige in einer beziehung bezeichnen? ) unterbrochen worden.

ich denke, deine thera - und @lisabel - will dir sagen, dass du mit dieser these der "austauschbarkeit" eine ebene betreten kannst, die dir die sinnfrage abnimmt oder löst.

ich nehme an, wenn man sagt: o.k., ich steh auf männer mit braunen augen, weil ich immer vom nachbarssohn, der blaue augen hatte, verprügelt worden bin und irgendwie angst habe vor leuten, die so ähnlich ausschauen wie der (als doofes beispiel), dann ist das mal ganz erleichternd. es kann dir sogar die tür für männer mit blauen augen ÖFFNEN, wenn du dir mal deine psychischen probs, die hinter deinen neigungen stehen, genauer angeschaut hast!

vermutlich geht der weg dahin.

du aber tust so, als wärst du noch IN der beziehung, sigma. und dort ist natürlich eine solche these ziemlich fehl am platze! find ich jedenfalls!

:]

tja

wollte ich nur mal loswerden.

*kopfkratz*

cu

pupsup

#1579
Huhu zurück =)

Hmz...das ist ja ne ganze Menge geworden, aber ich versuche mal, mich durchzuarbeiten :P

ach so siehst du das?
Naja :rolleyes: Es war so ein Gedanke, der vielleicht zutreffen könnte. Ich bin immer verwirrt in dem Suchen danach, wie und in was meine Beziehung begründet war. Ich selber wäre sicherlich nicht auf den Gedanken gekommen mich so sehr damit zu beschäftigen und im Moment hüpfe ich ein wenig hin und her zwischen den verschiedenen Möglichkeiten und irgendwie kann fast jeder Gedanke so untergebracht werden, dass er auf die eine oder andere Art und Weise zutrifft.

Das führt fast zwangsläufig auch zu dem von Dir angesprochenen Thema: meine Thera

Hm...wo soll ich da anfangen ?( Du hast Gedanken angesprochen, die ich selbst diesbezüglich auch schon hatte. Ich halte meine Thera eigentlich schon für fähig...nur bei diesem Thema ist sie es irgendwie nicht. Da sie ansich jemand ist, dem ich vertraue (was ich ja auch als Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie empfinde) bin ich ein wenig verklemmt geworden in meinen EIGENEN Gedanken, was meinen Ex und alles drumherum angeht. Im Grunde ging die Sache schon etwas länger den Berg runter...nämlich ab dem Zeitpunkt, an dem ich angefangen habe mich zu fragen, ob ich dieses Thema noch ansprechen DARF. Ab dem Zeitpunkt, an dem ICH den Eindruck hatte, dass sie etwas genervt ist, dass ich immer wieder dieses Thema anspreche, obwohl sie viel lieber etwas anderes mit mir besprechen würde. Zwar habe ich zu Anfang der Thera auch in diesem Zusammenhang einige Wahrheiten erkennen können...wollte mich aber nicht so ganz auf ihre Schiene einlassen. Nungut...an diesem einen Tag, an dem sie mir, wie Du so schön sagtest

dich vor den kopf gestoßen hatte
war das dann irgendwie erledigt. Ich bin eben eingeschüchtert durch das, was ich in meinem direkten Umfeld ja schon viel eher erfahren habe...das Gefühl, mich mit diesem Thema nicht mehr beschäftigen zu DÜRFEN bzw. keine Meinung dazu haben zu dürfen, weil MEINE Meinung, mir ja scheinbar nicht hilft! :rolleyes: Zwar hab ich das Thema ab und zu nochmal erwähnt, aber irgendwann in ihrem Redeschwall diesbezüglich einfach abgeschaltet. Nun also habe ich die Prioritäten innerhalb meiner Thera verlagert auf Dinge in deren "Bearbeitung ich sie durchaus für fähig halte und die eben auch Thema sind bei mir und auch wichtig...mich aber in der Ex-Sache, so glaube ich, nicht weiterbringen und diese mir doch irgendwie noch am Meisten am Herzen liegt. Irgendwie verstehe ich es ja auch, denn es muss ziemlich enervierend sein, immer aufs neue dieses Thema mit mir durchzusprechen und Energie darauf zu verwenden und ich dennoch keine wirklichen Erfolge vorbringen kann. *seufz*
Ich glaube, dass ich in dem immernoch andauernden Stadium der Veränderung, wie ein Flummi von Gedanke zu Gedanke titsche, immer darum bemüht keinen zu verpassen, denn es könnte ja vielleicht dieser eine sein, der es bei mir endlich "Klick" machen lässt und ohne es zu schaffen dieses "Klick" so sehr herbeizusehnen, dass ich es überhaupt bemerken könnte, wenn es an mir vorbeischippert.

jein ich glaube nicht, dass er gegangen ist, weil du ihn auf probleme aufmerksam gemacht hast oder so.
Hm...nein, das denke ich auch nicht. Vielleicht eher, weil ein ihm durchaus bekanntes Problem trotz unserer Beziehung wiedergekommen ist. Keine Ahnung...vielleicht trifft es auch eher den Punkt, in dem ich unter anderem immernoch ein Versagen sehe und der mit der Realität keine Ahnung was zu tun hat...ich weiss es einfach nicht. :(

ich glaube nicht im ansatz, dass dein ex ein ar**** ist, dass auf deinen nerven zum spassvergnügen herumgetrampelt ist.
Naja...das denke ich ja auch immernoch nicht, obwohl ich mich ja oft gar nicht mehr traue das zu sagen. Mir verschafft der Gedanke, er könnte ein A**** sein, aber auch keinerlei Erleichterung, weil ich es eben für unwahr halte. Und das ist ja auch der Grund, warum mich diese Aussage meiner Thera damals, so angeknackst hat, bei der ich irgendwie auf die Barrikaden gehe und wovon ich nicht denke, dass es etwas damit zu tun hat, dass ich ihn in einen "Gottstatus" erhebe, sondern etwas ist, was einfach stimmt.

denn wenn ich antworte, ist automatisch die rationale seite am werke und hämmert in zwei drei schwungvoll gesprochenen worten meine gefühle in kleine stücke!!!
Ich glaub einfach, dass mir diese rationale Seite irgendwie oftmals fehlt. Vielleicht, weil ich sie nicht immer für sinnvoll oder hilfreich halte. Ich wollte @ Lisabel gar nicht unterstellen, dass sie auf diese "Austauschbarkeit" anspielte...ihr Beitrag erinnerte mich nur irgendwie an diese Aussage meiner Thera, die in eben diesem Zusammnhang gennant wurde und mit der ich irgendwie nicht sehr viel anfangen kann, weil ich mich eben dagegen wehre oder unfähig fühle, es aus dieser Richtung zu betrachten. Ich bekomme es in dem Sinne nicht bei mir untergebracht, dass ich eben nicht verstehe, wieso es dann so schwierig ist, die Bedürfnisse auf eine andere Person zu übertragen, weil ich immernoch der Meinung bin, dass ich nicht bloss den Gefühlen nachhänge, die meine Beziehung mit sich brachte, sondern ihm als Menschen. Vielleicht wäre es bei mir in der Tat sinnvoll, die Dinge von dieser Seite zu betrachten und eben zu erhoffen, dass sie, einmal ausgesprochen, meine Gefühle in kleine Stücke hämmern...aber gelingen will es mir nicht.

du aber tust so, als wärst du noch IN der beziehung, sigma.
Ich denke mit diesem Gedanken steht und fällt das Ganze. Das Problem und, was ich eben nicht loswerde ist, dass ich noch FÜHLE wie in der Beziehung. Wieso sonst sollte ich mich wegen der Schulsache fragen, was ER wohl dazu sagen würde. Diese Schulsache ist der einzige Grund, aus dem ich froh bin, dass der Kontakt nicht mehr da ist, denn ich erahne seine Meinung dazu. ER hat sich schon vor so langer Zeit getrennt...erst physisch und mittlerweile sehr sicher auch emotional...nur ich kann mich nicht trennen. Klar...auf physischer Ebene, weil ich ja dazu gezwungen bin...aber emotional gelingt es mir kein Stück. Ich habe immernoch eine innere Verbindung zu ihm, die so stark ist, dass es gar keine Rolle zu spielen scheint, dass diese Verbindung absolut einseitig stattfindet und wäre diese Verbindung eine Telefonleitung, man nach dem Wählen wohl die Ansage "kein Anschluss unter dieser Nummer" erhalten würde.

Meine Gefühle und meine Sicht zu dieser Sache SIND einseitig...es führt aber zu keiner Änderung. :(

Ich lenke mich gut ab im Moment...mit der Schule und mit jemandem, für den ich "schwärme" (Schule scheint den Entwicklungsstand irgendwie zurückzusetzen *gg), aber wenn ich mich nicht mehr bewusst darauf konzentriere mich abzulenken, wenn ich nicht mehr bewusst verdränge, dann ist er da.

Alles liebe :schmatz:

S.

#1580
hallo liebe sigma,

Wieso klammert man sich so sehr an das eine unglückliche und verpasst dabei Chancen, dass es wieder "gut" werden könnte?
weil du das zu deinem ständigen thema machst und an nichts anderes denkst.

Ich lenke mich gut ab im Moment
mit jemandem, für den ich "schwärme"
geht doch. vielleicht kannst du dadurch punkt 1 ein wenig bei seite schieben.

alles liebe.

lg

dg

Seite 79 von 81 · 1'612 Beiträge in diesem Thema