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Keinen Zugang zu dieser Welt..

966 Antworten61'683 AufrufeGestartet von salto81 ·

#421
Ok danke, das klingt schon besser. Nur frage ich mich wie ich merken sollte ob es 'passt' oder nicht, ich habe keinerlei Erfahrung mit Therapeuten.
Schonmal versucht etwas dir unbekanntes zu essen und vorher schon versucht drauf zu achten, woran man erkennt, dass das schmeckt? Du wirst es ausprobieren müssen, damit du rausfinden kannst welcher Therapeut zu dir passt. Nicht denken - Machen !

#422
ich glaube das ist das erste mal, dass ich mich mit deiner meinung nicht identifizieren kann, berta.... ;)

lieber salto 81

ich sehe es wie gesagt etwas anders als berta. vielleicht täusche ich mich, aber ich habe nicht das gefühl, dass du all diese themen jemals mit jemandem diskutiert hast vor diesem forum. vielleicht ab und zu mal einen satz, dass du nicht verstehst, warum es mit den frauen nicht klappt. aber der sache auf den grund gegangen bist du wahrscheinlich nie.

es hat bei mir auch eine weile gedauert, weil ich eben nie mit jemandem über mein innenleben geredet habe, bis ich mich öffnen konnte. aber dann ist es nur so aus mir raus gesprudelt. ich habe das gefühl, dass dir das auch gut tun würde. klar ist verhaltenstherapie eine gute sache. meine therapeutin ist inzwischen auch mehr ein coach geworden und berät mich in heiklen situationen. aber am anfang war das noch nicht so. da ging es darum die knoten zu finden und zu verstehen. ich denke jetzt mit verhaltenstherapie anzufangen ohne das 'warum' zu kennen und gewisse festgefahrene denkweisen zu relativieren, hilft vielleicht oberflächlich. aber innerlich bleibt das gleiche chaos wie zuvor. zudem denke ich nicht, dass man das nötige (selbst) bewusstsein hat um positive erfahrungen zu sammeln. denn darum geht es im endeffekt. bleiben die positiven erfahrungen aus, so verschwindet auch die motivation etwas zu verändern und man fällt wieder zurück ins alte muster.

wie gesagt, das ist nur meine interpretation von dem, was ich von dir lese. ich habe das gefühl, dass du ähnlich wie ich, gewisse dinge einfach von klein auf 'falsch' interpretiert hast. deshalb bist du so sehr auf gewisse dinge (wie z.b. deine grösse) fixiert oder verstehst dinge nicht, die für andere offensichtlich sind. und glaube mir, da ging es mir genau gleich. und nein, das ist nicht dein fehler, das hat auch nichts mit intelligenz zu tun. das hat sich im laufe der jahre einfach so entwickelt. vielleicht wurde es dir so vorgelebt von deinen eltern oder du hast sonst irgendwelche erlebnisse gehabt, die deine denkweise geprägt haben.

es macht so gesehen jetzt auch sinn, dass du anfangs so aggressiv geschrieben hast im thread. du fühltest dich nicht nicht verstanden und hast dann quasi trotzig und wütend darauf reagiert. ich meine das jetzt überhaupt nicht herablassend, aber eigentlich ist genau das so ein überbleibsel von kindlichem verhalten. dass du noch ganz andere möglichkeiten hast, dir sozusagen gehör und respekt zu verschaffen, kennst du wahrscheinlich gar nicht. vielleicht interpretiere ich jetzt auch zu viel von meinem verhalten in deines. ich wurde bei kritik nicht aggressiv sondern nur noch unterwürfiger und netter.

etwas vom schwierigsten auch für mich (immer wieder): lass die anderen denken was sie wollen! es geht hier einzig und allein um dich! das ist dein leben. du bist es dir quasi schuldig dir das best mögliche leben zu ermöglichen. und ja, das bist du wert! genau so wie jeder andere auch.

damit spreche ich jetzt auch etwas deine berufliche situation an. natürlich ist arbeit arbeit. nicht alles ist zuckerschlecken oder macht freude. aber eine grundfreude an dem zu haben, was man beruflich macht wäre doch schon eine bereicherung, findest du nicht?

ich habe das glück, dass ich meinen traumberuf ausüben darf. das gibt mir immer wieder so viel, auch wenn da nicht alles eitel sonnenschein ist. unterm strich macht mich die arbeit glücklich.

auch das ist etwas, woran es sich lohnt zu arbeiten. du bist gerade mal 31, da hast du noch so viel vor dir. wäre doch schade das mit einer arbeit zu verbringen, die man nicht gerne macht.

aber erst mal eins nach dem anderen. ich kann mir auch vorstellen, dass sich das dann im laufe des prozesses von alleine ergibt.

das erste thema ist und bleibt, du hast seit 14 jahren keine frau gehabt. und genau mit dem thema würde ich anfangen in der therapie. alles andere wird sich von da aus entwickeln. aber das ist vorerst dein hauptthema. das gibt auch mehr als genug gesprächsstoff.

bei mir ging's übrigens um einen jähzornigen chef, der mich kaput gemacht hat ;)

na denn, mittagspause vorbei :) gut schaff!

kg anne

#423
Da Deine Vermeidungsstrategie nunmal ist immer noch 'ne Frage zu stellen und noch 'ne Frage und noch 'ne Frage und noch 'ne Frage und noch 'ne Frage, wird das hier auch kein Ende nehmen. Letzten Endes ist es eben nur eine Vermeidungsstrategie irgendeine Handlung vorzunehmen. Du willst Sicherheit, daß alles was auf Dich zukommt genauso abläuft wie Du Dir das vorstellst und nichts Unbekanntes passiert, weil Du genau davor Angst hast. Da es eine solche Sicherheit nicht gibt und Dir das klar ist, wirst Du auch immer nur weiter fragen. Und eben nichts tun.

Genau darum würde es Deiner Therapie gehen. Zu lernen, mit Unbekanntem umzugehen. Zu lernen, daß Unbekanntes Dir keine Angst machen braucht. Zu lernen, daß nur der tatsächliche Umgang mit neuen, Dir unbekannten Situationen, Dir die Erfahrung, die Sicherheit und die Antworten geben kann die Du suchst.

Das ist nur durch ausprobieren möglich.

Solange Du Jemanden findest der Dich in Deiner Vemeidungsstrategie unterstützt - indem er dauernd weiter mit Dir diskutiert, wirst Du Dich keinen Millimeter bewegen.

Es ist nur eine Vermeidungsstrategie um Dich nicht mit Dir unbekanntem auseinandersetzen zu müssen. Mehr nicht.

Ob das die Frauengeschichte betrifft, die Attraktivität oder jetzt die Therapie. Du wendest sofort Deine Strategie an. Endloses vorausplanen. Erreichen wirst Du damit nichts. Einfach überhaupt nichts. Weil Du am Ende immer noch in Deinem Sessel sitzt und planst.

ich glaube das ist das erste mal, dass ich mich mit deiner meinung nicht identifizieren kann, berta
Oh je, ich hoffe doch, daß sich gar Niemand mit meiner Meinung identifiziert. Grundsätzlich nicht. Wenn Du's nicht tust - Klasse! Bist auf 'nem guten Weg, bleib dran! :)

#424
@anne40

Noch einmal vielen Dank für deine Antworten und die Zeit die du dafür opferst!

Ich würde gerne noch auf folgendes eingehen...

vielleicht täusche ich mich, aber ich habe nicht das gefühl, dass du all diese themen jemals mit jemandem diskutiert hast vor diesem forum. vielleicht ab und zu mal einen satz, dass du nicht verstehst, warum es mit den frauen nicht klappt. aber der sache auf den grund gegangen bist du wahrscheinlich nie.
Damit liegst du absolut richtig. Ich rede NIE mit anderen über meine Probleme. Ich habe das einfach von klein auf nie gemacht. Warum weiss ich nicht, vielleicht weil ich immer alleine mit allem fertig werden wollte/will. Und ja, bis auf ab und zu mal die eine oder andere zynische und sarkastische Bemerkung, rede ich auch nicht mit Freunden über dieses diese Thema. Und meine Freunde und Bekannte wissen schon seit sehr sehr langem dass ich darauf auch überhaupt nicht gerne angesprochen werde.. ganz einfach weil ich eigentlich nicht darüber nachdenken möchte, weil es mich nur traurig und wütend macht, und eben schmerzt. Das soll jetzt keine Entschuldigung sein, aber ich denke das auch einer der Gründe warum ich hier dann ab und zu vielleicht mal etwas aggressiver und zynischer reagiere.. vor allem wenn dann auch noch überhebliche Antworten hier kommen.

ich denke jetzt mit verhaltenstherapie anzufangen ohne das 'warum' zu kennen und gewisse festgefahrene denkweisen zu relativieren, hilft vielleicht oberflächlich. aber innerlich bleibt das gleiche chaos wie zuvor. zudem denke ich nicht, dass man das nötige (selbst) bewusstsein hat um positive erfahrungen zu sammeln. denn darum geht es im endeffekt. bleiben die positiven erfahrungen aus, so verschwindet auch die motivation etwas zu verändern und man fällt wieder zurück ins alte muster.
Auch hier muss ich dir wieder zustimmen. Ich habe das schon mehrmals erwähnt hier. Wie soll man denn aus einem Teufelskreis rauskommen, wenn nur ein 'Erfolgserlebnis' oder eine positive Erfahrung einem Mut machen kann, und einen weiterbringen kann? Ich weiss nicht genau was eine Verhaltenstherapie ist, aber du rätst mir also davon ab, da diese Form der Therapie nicht wirklich an die Wurzel des Übels geht? Habe ich das richtig verstanden so?

ich habe das gefühl, dass du ähnlich wie ich, gewisse dinge einfach von klein auf 'falsch' interpretiert hast. deshalb bist du so sehr auf gewisse dinge (wie z.b. deine grösse) fixiert oder verstehst dinge nicht, die für andere offensichtlich sind. und glaube mir, da ging es mir genau gleich. und nein, das ist nicht dein fehler, das hat auch nichts mit intelligenz zu tun. das hat sich im laufe der jahre einfach so entwickelt. vielleicht wurde es dir so vorgelebt von deinen eltern oder du hast sonst irgendwelche erlebnisse gehabt, die deine denkweise geprägt haben.
Das kann ganz gut sein, ja. Aber auf meine Grösse bin ich nicht wirklich soo fixiert. Ich habe immer wieder hier geschrieben, dass ich mit meiner Grösse (1,72) vollkommen zufrieden bin, es allerdings so ist, dass grosse Männer eben besser ankommen bei Frauen. Und ja, ganz klar verstehe ich gewisse Dinge überhaupt nicht. Ich habe keine Ahnung vom Flirten, ich habe keine Ahnung von Körpersprache (obwohl ich mal ein Buch darüber gelesen habe..es hat mich nicht weitergebracht).. ich verstehe nichts von diesen famosen Flirt'Signalen' welche Frauen 'aussenden', ich verstehe nichts von Blicken und Verhaltensweisen von Frauen usw usf. Deshalb habe ich ja immer wieder geschrieben: 'Frauen und dieses ganze Thema Liebe, Beziehungen usw usf kommen mir AUSSERIRDISCH vor' .. weil ich sie nicht verstehen und nicht interpretieren kann. Woran das liegt? Ob es an früheren Erlebnissen liegt? Ich weiss es nicht, mir fällt dazu nichts ein.

damit spreche ich jetzt auch etwas deine berufliche situation an. natürlich ist arbeit arbeit. nicht alles ist zuckerschlecken oder macht freude. aber eine grundfreude an dem zu haben, was man beruflich macht wäre doch schon eine bereicherung, findest du nicht?
Ich wäre schon froh wenn ich einen Job hätte, der mich wenigstens halbwegs fördert, wo ich kreativ sein könnte und wenigstens etwas von 'mir persönlich' rein investieren könnte, anstatt nur ein Roboter zu sein der 40 Stunden die Woche auf 'ON' gestellt wird und dann jeden Abend völlig ausgelaugt und frustriert nach Hause kommt, und dann endlich mal für 3-4 Stunden am Tag 'Mensch' sein darf, bevor er wieder zu Bett muss, der Wecker wieder klingelt und er wieder zum Roboter mutieren muss. Ich habe es schon seit langem aufgegeben, dass ich mich in dieser 'Arbeitswelt' irgendwann mal wohlfühlen werde. Allein schon der Gedanke 40 Jahre jeden Tag 8 Stunden arbeiten zu müssen, macht mich krank. Es gibt keine Arbeit die mir Spass macht..so jedenfalls nicht. Ich habe mich einfach damit abgefunden dass man eben funktionieren muss wenn man Geld haben möchte. Ich tu's einfach, weil es jeder tun muss, weil es eben getan werden muss...so wie der Tod, sterben muss man auch irgendwann.

das erste thema ist und bleibt, du hast seit 14 jahren keine frau gehabt. und genau mit dem thema würde ich anfangen in der therapie. alles andere wird sich von da aus entwickeln. aber das ist vorerst dein hauptthema. das gibt auch mehr als genug gesprächsstoff.
Hmmm... glaubst du das wäre gut so? Vielleicht habe ich dich missverstanden, aber steht das nicht ein bisschen im Gegensatz zu dem hier:

ich denke jetzt mit verhaltenstherapie anzufangen ohne das 'warum' zu kennen und gewisse festgefahrene denkweisen zu relativieren, hilft vielleicht oberflächlich. aber innerlich bleibt das gleiche chaos wie zuvor.
?

Nochmal danke für die Zeit die du dir nimmst.





EDIT (automatische Beitragszusammenführung)







Solange Du Jemanden findest der Dich in Deiner Vemeidungsstrategie unterstützt - indem er dauernd weiter mit Dir diskutiert, wirst Du Dich keinen Millimeter bewegen.

Es ist nur eine Vermeidungsstrategie um Dich nicht mit Dir unbekanntem auseinandersetzen zu müssen. Mehr nicht.
Hallo Berta, ja vielleicht steckt wohl auch Angst vor dem Unbekannten dahinter...da möchte ich dir keinesfalls widersprechen.

Allerdings empfinde ich anne40 zB keinesfalls als ein 'Unterstützer meiner Vermeidungsstrategie'. Ich finde die Unterhaltung mit ihr interessant, und ich bin auch nicht der Meinung, dass es sich dabei um eine 'Vermeidungsstrategie' handelt. Auch wenn natürlich nur ich mich mit mir und mit dem mir Unbekannten auseinandersetzen kann/muss, und es an mir liegt eine Therapie zu versuchen, so spricht doch nichts gegen ein Gespräch über dieses Thema? Und wer sagt denn dass ich es nicht tatsächlich in Erwägung ziehe, auch wenn ich mich hier weiterhin mit anderen Usern austausche?? Auch klingt das für mich jetzt so, als würdest du anne40 sogesehen als 'Bremse' bezeichnen, weil sie noch auf meine 'sinnlosen Fragen' eingeht...

#425
Damit liegst du absolut richtig. Ich rede NIE mit anderen über meine Probleme. Ich habe das einfach von klein auf nie gemacht. Warum weiss ich nicht, vielleicht weil ich immer alleine mit allem fertig werden wollte/will. Und ja, bis auf ab und zu mal die eine oder andere zynische und sarkastische Bemerkung, rede ich auch nicht mit Freunden über dieses diese Thema. Und meine Freunde und Bekannte wissen schon seit sehr sehr langem dass ich darauf auch überhaupt nicht gerne angesprochen werde.. ganz einfach weil ich eigentlich nicht darüber nachdenken möchte, weil es mich nur traurig und wütend macht, und eben schmerzt.
Das Unterdrücken und Vermeiden dieser Traurigkeit, dieser Wut und dieses Schmerzes ist leider die falsche Strategie. Das führt weiter in die Depression, in der du leider schon bist.

Weil du Angst vor diesen unangenehmen Gefühlen hast, lässt du sie nicht zu. Und das ist zunächst die weniger schmerzhafte Methode, damit umzugehen. Aber es holt einen immer wieder ein. Wut, Trauer und Schmerz muss DURCHlebt werden.

Ich wäre schon froh wenn ich einen Job hätte, der mich wenigstens halbwegs fördert, wo ich kreativ sein könnte und wenigstens etwas von 'mir persönlich' rein investieren könnte, anstatt nur ein Roboter zu sein der 40 Stunden die Woche auf 'ON' gestellt wird und dann jeden Abend völlig ausgelaugt und frustriert nach Hause kommt, und dann endlich mal für 3-4 Stunden am Tag 'Mensch' sein darf, bevor er wieder zu Bett muss, der Wecker wieder klingelt und er wieder zum Roboter mutieren muss. Ich habe es schon seit langem aufgegeben, dass ich mich in dieser 'Arbeitswelt' irgendwann mal wohlfühlen werde. Allein schon der Gedanke 40 Jahre jeden Tag 8 Stunden arbeiten zu müssen, macht mich krank. Es gibt keine Arbeit die mir Spass macht..so jedenfalls nicht. Ich habe mich einfach damit abgefunden dass man eben funktionieren muss wenn man Geld haben möchte. Ich tu's einfach, weil es jeder tun muss, weil es eben getan werden muss...so wie der Tod, sterben muss man auch irgendwann.
Sehr traurige Worte. Das ist eine depressive Haltung und da solltest du dich nicht mit abfinden! Es geht anders und es ist nur die momentane Perspektive, die dich glauben lässt, dass dir auch nichts anderes Spaß machen wird.

Hast du dich eigentlich mal informiert, wo in deiner Nähe eine Therapie möglich ist?

Ruf doch mal bei einem Psychologen an und mach einen Termin aus. Damit ist der schwerste Schritt schon getan und du kannst dir das ein paar Stunden lang mal anschauen!

#426
hehe... tja berta, ich muss gestehen ich habe nicht alle 3649 posts gelesen. aber ich lese deine beiträge immer gerne. und oft hat es etwas dabei, das mir bei meinen themen weiter hilft :)

lieber salto 81

ehrlich gesagt hilft es mir auch mit dir zu schreiben. aber es freut mich natürlich, wenn es dir ein wenig weiter hilft. :)

du musst natürlich selber entscheiden, welche form von therapie sinn macht für dich. das wär übrigens eine recherche wert... wobei es so unendlich viel zu lesen gibt, dass es wohl eher eine hemmende wirkung hat.

verhaltenstherapie zielt eigentlich auf das ändern von verhaltensmustern ab, jedoch ohne nach der ursache zu forschen. du besprichst gemeinsam mit dem therapeuten situationen, schaust dein bisheriges verhalten in den situationen an und versuchst dann im alltag alternative verhaltensweisen zu erlernen. (ich hoffe das kommt in etwa hin ;) gibt aber sicher noch detailliertere und treffendere beschreibungen.

ich habe mit psychotherapie angefangen und bin jetzt bei verhaltenstherapie angekommen. unter psychotherapie wirst du unglaublich viel finden, was überhaupt nicht auf dich zutreffen wird. im grunde geht es hier darum zu ergründen warum ein verhaltensmuster entstanden ist. sozusagen das übel an der wurzel bekämpfen. das funktioniert so, dass du in gesprächen deine prägenden erlebnisse ergründest.

es geht darum verhaltensmuster zu erkennen und zu wissen woher sie kommen und wieso sie sich manifestiert haben. da eben auch viele prägenden erlebnisse in der kindheit angesiedelt sind (es sind eben auch die ersten erfahrungen) wirst du ziemlich auseinander genommen.

das verunsichert am anfang extrem, weil man irgendwann das gefühl hat, dass man sich in einzelteile zerlegt hat. danach kommt jedoch der wiederaufbau. da arbeitest du quasi deine kindheitserfahrungen auf mit deinem heutigen wissensstand. der therapeut unterstützt dich in allen phasen ohne dir den weg wirklich zu zeigen, denn den musst du selber finden.

manches mal denke ich, meine therapeutin hat das alles längst begriffen und hat aber gemerkt, dass mir das ständige umformulieren und erklären hilft... da wir nun auch schon seit drei jahren intensiv an mir arbeiten fällt es ihr manches mal auch schwer, die profesionelle objektivität zu wahren. wir haben auch schon 'gestritten' weil wir uns nicht einig waren. was auch schön ist (nicht immer hilfreich), ist dass der therapeut auf deiner seite ist. er sagt nicht, dass alle anderen idioten sind, aber er unterstützt dich in deiner art und verachtet dich nicht auch wenn du dich zum hundertsten mal im kreise drehst. das gibt viel kraft v.a. wenn man sich nicht gewohnt ist, von jemandem so unterstützt zu werden.

ich kann natürlich nicht sagen, ob bei dir das mit dem nicht verstehen der weiblichen signale von früheren erfahrungen her rührt. da hat berta schon recht mit der verhaltenstherapie. ich glaube aber auch der hund liegt nicht unbedingt da begraben. ich denke es ist eher eine gewisse 'gefühlte' machtlosigkeit gegenüber mehreren bereichen in deinem leben (frauen, beruf) die so nicht nötig wäre.

zu deiner frage bzgl. des widerspruchs. ich habe das so gemeint, dass ich damals in den ersten sitzungen nur vom aktuellen problem gesprochen habe. es war auch wichtig das hundert mal auszukotzen, auch wenn es nirgends hinführte. es half es einfach immer wieder laut zu sagen und zu erzählen. es kam irgendwie schleichend, dass ich (sicherlich auch gelenkt durch die therapeutin) alle enttäuschungen und verletzungen bis hin zum kindergarten erzählt habe. das meiste davon habe ich noch nie jemandem erzählt. irgendwann kam dann die erkenntnis, dass es sich immer wiederholte. alles. einfach mit verschiedenen personen. auch dass es ja wohl nicht sein konnte, dass ich nur bösartigen menschen begegne oder die magisch anziehe. ich habe mit der zeit erkannt, was ich zu den situationen beitrage. dass ich in vielen situationen im grunde selber schuld war. ich habe eigentlich meine ganze persönlichkeit in frage gestellt und überdacht.

im endeffekt bin ich jetzt viele der früheren verhaltensmuster und gedankengänge los geworden. natürlich gibt es die situationen immer noch. gerade heute ist es mir wieder passiert. und ich bin immer noch verunsichert und es beschäftigt mich wahnsinnig, dass ich die negativen gedanken nicht einfach beiseite legen kann. es tut gut, dir das gerade jetzt zu schreiben, weil ich ja eigentlich weiss, dass die not nur in mir ist und nicht real. aber ich habe die massnahmen für die entlastung heute schon eingeleitet und hoffe der spuk ist bis morgen mittag vorbei ;)

das ist jetzt der vorteil an der verhaltenstherapie. ich entscheide mich bewusst mich anders zu verhalten. aber ich glaube es gelingt mir deshalb, weil ich weiss woher das ursprüngliche verhalten kam und ich die gefühle und gedanken da platzieren kann wo sie hingehören.

ich hoffe das ist nicht zu kryptisch geschrieben. wie gesagt, ich bin im moment wieder etwas neben mir. es hat aber gut getan meine gedanken auf dich zu lenken (auch wenn ich viel von mir erzählt habe...)

schlaf gut! lg anne

#427
hehe... tja berta, ich muss gestehen ich habe nicht alle 3649 posts gelesen. aber ich lese deine beiträge immer gerne. und oft hat es etwas dabei, das mir bei meinen themen weiter hilft :)
Da freu ich mich ja auch drüber wenn sich Jemand aus meinem Gedankensalat was mitnehmen kann, nur sollte sich Niemand damit identifizieren. Das ist meins. Und Du bist Du.

@salto, okay, es gibt eine Stelle die habe ich nicht bedacht, die mir jetzt klar wird. Wenn Du nie mit Jemandem darüber geredet hast, dann ist auch klar, daß Du Millionen Fragen hast. Pass einfach auf, daß es nicht nur beim Fragen bleibt, sondern aus diesen dann wirklich Handlungen entstehen. Denn erst die verändern was.

Du wirst es merken, wenn Du's tust. Nur wenn Du 'n Termin machst, wirst Du's schon merken.

Auch klingt das für mich jetzt so, als würdest du anne40 sogesehen als 'Bremse' bezeichnen, weil sie noch auf meine 'sinnlosen Fragen' eingeht...
Davon hab ich nie was geschrieben. Und ob Du Deine Gegenüber irgendwann als "Bremse" missbrauchst, das entscheide nicht ich sondern Du.

#428
stimmt berta :) jetzt hab ich's auch begriffen... ging etwas länger. identifizieren ist das falsche wort ;) ist aber noch zu früh am morgen um nach dem richtigen zu suchen. ich hoffe du weisst, was ich sagen wollte...

#429
Lieber salto81,

ich finde auch du solltest aus den Fragen Handlungen machen.

#430
ich hoffe das ist nicht zu kryptisch geschrieben.
Hallo anne40 und vielen Dank für deine nette Antwort. Nein es ist keinesfalls zu 'kryptisch' gewesen.

Also auf eine tiefe Psychoanalyse, sprich 'auseinander genommen zu werden', sagt mir jetzt nicht unbedingt zu.. Ich empfinde das bei mir nicht unbedingt als notwendig..aber naja wer weiss, vielleicht täusch ich mich ja auch..

ich denke es ist eher eine gewisse 'gefühlte' machtlosigkeit gegenüber mehreren bereichen in deinem leben (frauen, beruf) die so nicht nötig wäre.
Was verstehst du denn unter einer 'gefühlten Machtlosigkeit'? Und warum wäre die so nicht nötig?

@salto, okay, es gibt eine Stelle die habe ich nicht bedacht, die mir jetzt klar wird. Wenn Du nie mit Jemandem darüber geredet hast, dann ist auch klar, daß Du Millionen Fragen hast. Pass einfach auf, daß es nicht nur beim Fragen bleibt, sondern aus diesen dann wirklich Handlungen entstehen. Denn erst die verändern was.
Dass ich darüber nie wirklich gesprochen habe, habe ich mehrmals erwähnt hier.

Davon hab ich nie was geschrieben. Und ob Du Deine Gegenüber irgendwann als "Bremse" missbrauchst, das entscheide nicht ich sondern Du.
Habe ich auch nie behauptet, dein Kommentar ist halt nur so rübergekommen. Ist jedenfalls nicht meine Intention. Auch kommt es darauf an ob man sich zu Bremse missbrauchen lässt.

#431
Also auf eine tiefe Psychoanalyse, sprich 'auseinander genommen zu werden', sagt mir jetzt nicht unbedingt zu.. Ich empfinde das bei mir nicht unbedingt als notwendig..aber naja wer weiss, vielleicht täusch ich mich ja auch..
Warum die Formulierung "auseinander genommen werden" ? Warum nicht "gründlich und analytisch Verhalten und Vergangenheit/Gegenwart betrachten, um die zukünftige Situation zu verbessern" ?

Das ist es, was du andauernd mit dir selbst machst, das wird hier versucht und das kannst du auch von jemand professionellem machen lassen.

Hast du Angst, es könnte etwas herauskommen, auf das du nicht von alleine kamst? Und das wäre dir dann so peinlich, dass du lieber nichts wagst?

Zu dem Punkt, es sei nicht notwendig: Es gibt einen oder mehrere Gründe, warum du hier regelmässig in diesem Forum schreibst. Und das liegt daran, dass es eben doch notwendig ist, irgendwas an deiner tragischen Situation zu ändern.

Steh endlich dazu, dass du leidest und tu was dagegen. Ich würde jedem Menschen, auch den vermeintlich gesunden, empfehlen, mal eine mehr oder weniger lange Psychoanalyse zu machen. Es bringt jedem etwas!

#432
Hallo Elvis..

Das Unterdrücken und Vermeiden dieser Traurigkeit, dieser Wut und dieses Schmerzes ist leider die falsche Strategie. Das führt weiter in die Depression, in der du leider schon bist.Weil du Angst vor diesen unangenehmen Gefühlen hast, lässt du sie nicht zu. Und das ist zunächst die weniger schmerzhafte Methode, damit umzugehen. Aber es holt einen immer wieder ein. Wut, Trauer und Schmerz muss DURCHlebt werden.
Ich empfinde das als etwas gewagt mir hier bereits eine Depression zu diagnostizieren. Unangenehme Gefühle kann man meiner Meinung nach auch nicht unterdrücken. Wie würde sich so ein 'Durchleben' von Wut, Trauer und Schmerz denn äussern? Wie würde sowas aussehen?

Sehr traurige Worte. Das ist eine depressive Haltung und da solltest du dich nicht mit abfinden! Es geht anders und es ist nur die momentane Perspektive, die dich glauben lässt, dass dir auch nichts anderes Spaß machen wird.
Ich bin seit mehr als 10 Jahren arbeitstätig, und ja, ich wüsste nicht wirklich welche Arbeit mir Spass machen könnte, da mir Arbeit noch nie Spass gemacht hat. Ich habe mir schon sehr oft und sehr lange den Kopf darüber zerbrochen, ergebnislos. Egal welchen Job man auch immer macht, man ist ein Roboter und muss 40 Stunden am Tag funktionieren. Sowas kann mir keinen Spass machen, nicht mal wenn es 40 Stunden die Woche PC-Zocken wäre..

Hast du dich eigentlich mal informiert, wo in deiner Nähe eine Therapie möglich ist? Ruf doch mal bei einem Psychologen an und mach einen Termin aus. Damit ist der schwerste Schritt schon getan und du kannst dir das ein paar Stunden lang mal anschauen!
Nein noch nicht. Aber genau das habe ich mittlerweile vor mal zu machen.

Warum die Formulierung "auseinander genommen werden" ? Warum nicht "gründlich und analytisch Verhalten und Vergangenheit/Gegenwart betrachten, um die zukünftige Situation zu verbessern" ?Das ist es, was du andauernd mit dir selbst machst, das wird hier versucht und das kannst du auch von jemand professionellem machen lassen.

Hast du Angst, es könnte etwas herauskommen, auf das du nicht von alleine kamst? Und das wäre dir dann so peinlich, dass du lieber nichts wagst?

Zu dem Punkt, es sei nicht notwendig: Es gibt einen oder mehrere Gründe, warum du hier regelmässig in diesem Forum schreibst. Und das liegt daran, dass es eben doch notwendig ist, irgendwas an deiner tragischen Situation zu ändern. Steh endlich dazu, dass du leidest und tu was dagegen. Ich würde jedem Menschen, auch den vermeintlich gesunden, empfehlen, mal eine mehr oder weniger lange Psychoanalyse zu machen. Es bringt jedem etwas!

Nein das ist es nicht. Es ist eben ganz einfach so, dass ich nicht einfach irgend einer fremden Person Einblick in die tiefsten Ecken und Abgründe meiner Psyche gewähren möchte. Eine tiefe Psychoanalyse ist ja schliesslich etwas anderes, als eine Verhaltenstherapie.. und ich denke nicht dass ich derartige Probleme habe, dass ich eine Psychoanalyse nötig hätte.

Ich bin der Meinung dass mein Problem einfach nur eine Sache der Anpassung ist. Würde ich mich anpassen, mich so verhalten und so tun wie jeder andere auch, dann wäre wohl alles in Ordnung...nur möchte ich mich nicht mal anpassen :confused:

#433
Ich misch mal wieder mit. Glaub wird nochmal Zeit .-)

Ich tu's einfach, weil es jeder tun muss, weil es eben getan werden muss...so wie der Tod, sterben muss man auch irgendwann.
das sag ich immer. Ich muss nur eins, undzwar sterben irgendwann. Das steht fest. Es gibt sonst eigentlich nichts, was ich muss, und ich bin mir nichtmal sicher, ob ich mir das mit dem Tod nicht irgendwie mal selber ausgesucht hab..... du musst arbeiten? Nö, musst du nicht. Du kannst das auch sein lassen. Ist deine Entscheidung. Jede Entscheidung bringt dir aber auch Nachwirkungen. Z.B., dass du dich dann vielleicht arbeitslos melden müsstest. Oder du gehst auf Wanderschaft, oder du suchst dir gleichgesinnte an den Bahnhöfen oder unter Brücken.... das steht dir alles frei. Ich denke mal, weil du diese Nachwirkungen nicht willst, sagst du, du musst ja einen Job machen der dir nicht gefällt, 40 stunden die Woche, 8 Stunden am Tag.

War aber deine Entscheidung.

Ich persönlich hab mich da für nen Kompromiss entscheiden- der auch seine Nachwirkungen hat. Es gibt noch mehr Wege, wenn du dich mal darauf einlässt.

Das was es dir schwierig macht ist dein Bild von Dir! Wie willst du dich sehen? Was willst du sein? Was denkst du sollst du nach Aussen hin scheinen...usw.

Das ist die Grenze, die du dir selbst erschaffen hast und die dich von deiner natürlichen Lebendigkeit zurückhält.

Du denkst du musst dich mehr anpassen? Du weisst doch selbst genau, dass du nicht einfach so zufrieden bist damit. Macht dich die Anpassung in dem Fall lebendiger? Vielleicht brauchst du auch etwas, dass dir aus dieser Anpassung bisschen raushilft?...

#434
du musst arbeiten? Nö, musst du nicht. Du kannst das auch sein lassen. Ist deine Entscheidung. Jede Entscheidung bringt dir aber auch Nachwirkungen. Z.B., dass du dich dann vielleicht arbeitslos melden müsstest. Oder du gehst auf Wanderschaft, oder du suchst dir gleichgesinnte an den Bahnhöfen oder unter Brücken.... das steht dir alles frei. Ich denke mal, weil du diese Nachwirkungen nicht willst, sagst du, du musst ja einen Job machen der dir nicht gefällt, 40 stunden die Woche, 8 Stunden am Tag. War aber deine Entscheidung.
Sehr lustig. Natürlich müsste ich nicht arbeiten gehen...dann hätte ich eben keinen Dach über dem Kopf und auch nichts mehr aufm Teller. Und dann würde ich zwangsläufig irgendwann verrecken. Das möchte ich natürlich nicht. Und ausserdem, nicht mal mehr im Wald eine Hütte bauen und dort abseits der Gesellschaft leben darf man mehr. DAs ist verboten. Unser System lässt es nicht zu auf eien andere Art und Weise zu leben.. klar könnte ich zum Bahnhofspenner werde, könnte mich aber auch gleich erhängen.

Das was es dir schwierig macht ist dein Bild von Dir! Wie willst du dich sehen? Was willst du sein? Was denkst du sollst du nach Aussen hin scheinen...usw.

Das ist die Grenze, die du dir selbst erschaffen hast und die dich von deiner natürlichen Lebendigkeit zurückhält.
Es geht nicht darum wie ich mich sehen will, was ich sein will, sondern was ich bin.

Ich verstehe nicht worauf du hinaus möchtest.

Du denkst du musst dich mehr anpassen? Du weisst doch selbst genau, dass du nicht einfach so zufrieden bist damit. Macht dich die Anpassung in dem Fall lebendiger? Vielleicht brauchst du auch etwas, dass dir aus dieser Anpassung bisschen raushilft?...
Nein lebendiger garantiert nicht.

Ich meinte das eher so:

Würde ich jetzt Führerschein machen, tolle fesche moderne hippe Klamotten anziehen, mir ein schönes Auto kaufen, einen tollen Job haben, in Diskos gehen, voll motiviert irgendwelche Frauen antanzen, flirten usw usf ... dann würde sich wohl irgendwann mal eine für mich interessieren. Das meinte ich mit anpassen, mich eben so verhalten und das tun, was 90% der Männer eben machen. Nur enspricht dich nicht meinem Wesen, ich bin eben nunmal nicht so. Das interessiert mich alles nicht.

#435
Ich empfinde das als etwas gewagt mir hier bereits eine Depression zu diagnostizieren. Unangenehme Gefühle kann man meiner Meinung nach auch nicht unterdrücken. Wie würde sich so ein 'Durchleben' von Wut, Trauer und Schmerz denn äussern? Wie würde sowas aussehen?
Mag sein, dass es gewagt ist, aber ich kenne mich da leider gut aus. Ich kann falsch liegen, aber ich glaube nicht, dass du das besser einschätzen kannst. Das ist ja oft das Tückische an einer Depression, dass man sie selbst nicht sofort erkennt. Diejenigen, die Anzeichen dafür erkennen, werden selten depressiv. Jedenfalls lese ich aus deinen Worten eine tiefe Mutlosigkeit und Frustration, eine Resignation. Für mich klingst du depressiv. Und das sage ich als jemand, der das selbst ist und für den die meisten Menschen total überzogen fröhlich wirken.

Aber ich hoffe für dich natürlich, dass ich falsch liege. Nur glauben kann ich es nicht....

Ich bin seit mehr als 10 Jahren arbeitstätig, und ja, ich wüsste nicht wirklich welche Arbeit mir Spass machen könnte, da mir Arbeit noch nie Spass gemacht hat. Ich habe mir schon sehr oft und sehr lange den Kopf darüber zerbrochen, ergebnislos. Egal welchen Job man auch immer macht, man ist ein Roboter und muss 40 Stunden am Tag funktionieren. Sowas kann mir keinen Spass machen, nicht mal wenn es 40 Stunden die Woche PC-Zocken wäre..
Den Kopf zerbrechen bringt nichts, wenn die Erfahrungen nicht gemacht werden. Und ein Roboter ist man nur, wenn man keine Freude mehr empfinden kann, keine Lebendigkeit mehr hat und keine Perspektive sieht.

Das kenn ich alles und vor allem solche Sätze lassen auf eine depressive Verstimmung schließen.

Nein noch nicht. Aber genau das habe ich mittlerweile vor mal zu machen.
Das freut mich sehr. Alles Grübeln bringt dich kaum voran. Aber zöger nicht, probier es bald aus. Nicht irgendwann. Warum warten? Was hast du davon?

Nein das ist es nicht. Es ist eben ganz einfach so, dass ich nicht einfach irgend einer fremden Person Einblick in die tiefsten Ecken und Abgründe meiner Psyche gewähren möchte. Eine tiefe Psychoanalyse ist ja schliesslich etwas anderes, als eine Verhaltenstherapie.. und ich denke nicht dass ich derartige Probleme habe, dass ich eine Psychoanalyse nötig hätte.
Das kannst du, mit Verlaub, nicht beurteilen. Aber wenn es dir Angst macht, dann lass dein Leben so weitergehen. Mir hat das auch Angst gemacht, aber ein guter Therapeut wird dir nicht lange als fremde Person vorkommen und abgesehen von der ohnehin gültigen Schweigepflicht wüßte ich eh keinen Grund, warum man keinen Einblick in seine Psyche zulassen sollte. Darum geht es doch genau: Das jemand das mal objektiver betrachtet. Die tiefsten Ecken und Abgründe musst du dafür gar nicht preisgeben.....

Es ist wirklich schwer, dir deine Bedenken zu nehmen, da du nichts ausprobierst. Du kannst es doch immer abbrechen und du hast nix zu verlieren.

Wovor hast du so dermaßen Angst? Denkst du, du wärst so abnormal wie niemand sonst?

So wie ich dich einschätze, hast du einen massiven Knacks, aber nichts, was im Vergleich mit dem Großteil der Bevölkerung extrem selten wäre.

Ich bin der Meinung dass mein Problem einfach nur eine Sache der Anpassung ist. Würde ich mich anpassen, mich so verhalten und so tun wie jeder andere auch, dann wäre wohl alles in Ordnung...nur möchte ich mich nicht mal anpassen :confused:
Und warum stört dich das dann? Und warum denkst du, man müsste sich anpassen (an wen genau?), damit die Dinge "in Ordnung" sind?

#436
lieber salto 81

das mit der gefühlten machtlosigkeit habe ich so gemeint: du bist im grunde festgefahren in deinem jetzigen leben. das betrifft deine arbeit und dein beziehungsleben. beides meiner meinung nach sehr wichtige bereiche des lebens. und irgendwie findest du keine möglichkeit etwas daran zu ändern.

das müsste aber nicht so sein. es ist eben nur so, dass du keine ahnung hast, wie so was anzupacken wäre. das ist auch nicht weiter schlimm, das hat eigentlich keiner. wenn man unzufrieden ist wird man irgendwann an den punkt kommen, wo man das gerne ändern möchte. die wenigsten (wenn überhaupt) schaffen das aus eigener kraft. sei es aus bequemlichkeit oder weil man einfach keine ahnung hat wie man sich ändert. und glaube mir, mit deinen oben beschriebenen änderungen würdest du keines falls glücklich. weil es dir eben nicht entspricht und die änderungen einfach nur oberflächlich stattfinden würden.

das ist ja aber auch nicht das eigentliche problem. ich verstehe deine bedenken in bezug auf psychoanalyse natürlich. aber nach all deinen texten geht es in erster linie nicht darum, deine geheimnisse zu offenbaren (obwohl das auch nicht schadet) sondern es geht darum zu lernen dich mitzuteilen. und um das zu lernen bist du bei einem therapeuten einfach am besten aufgehoben. wenn du das mit freunden versuchst, besteht immer die gefahr, dass du dich zu verletzlich machst. da du das mit deinen freunden auch nie gemacht hast, und eher auf die verdrängungstaktik gesetzt hast, werden die auch nicht wirklich verständnis haben dafür.

es geht darum zu üben die worte zu finden um dich mitzuteilen. übrigens etwas, was dir in deiner beziehung zu frauen auch weiter helfen wird. denn kommunikation ist etwas vom wichtigsten in einer beziehung. entschuldige, wenn ich das so sage, aber da ist halt eben ein manko, weil du dir in gewisser weise selber im wege stehst.

das was rosenkatze eigentlich treffend gesagt hat. es ist dein leben und du entscheidest. du bist da nicht machtlos ausgeliefert. es ist nur so, dass einige entscheide nochmals überdacht werden sollten, denn du bist nicht glücklich. klar hat jeder seine ups und downs. es geht bei psychoanalyse nicht darum eine diagnose zu stellen oder dass etwas mit dir nicht in ordnung ist. du hast keinen an der waffel oder zumindest nicht mehr als die meisten. es ist somit nicht eine frage ob es nötig ist oder nicht. das entscheidest alleine du. wenn du denkst du bist mit verhaltenstherapie glücklicher, dann mach das. wenn du findest du kannst mit dem ganzen kram nichts anfangen, dann auch gut. es ist dein entscheid. niemand wird dich zu irgend etwas zwingen.

ich kann lediglich sagen, dass es mir geholfen hat und ich denke, es würde dir auch helfen. aber ich kenne dich ja nicht wirklich. ich glaube einfach, dass es dir helfen würde, wenn du lernst über dich zu sprechen und dich zu öffnen. so wie du es hier gemacht hast. obwohl du wieder ziemlich zu gemacht hast in deinen heutigen posts. eigentlich schade, aber das ist halt so, weil du dich das so gewohnt bist.

das ist bei mir auch so. ich falle immer wieder zurück in alte verhaltensmuster und muss mir dessen immer wieder bewusst werden.

aber die freude darüber, wenn etwas erfolgreich anders läuft als früher, ist unglaublich gross :)

ich wünsche dir einen schönen abend. übrigens, dass du wieder zu gemacht hast ist kein vorwurf. nur falls du das so empfinden solltest.

lg anne

p.s. hast du meine pn am samstag bekommen? ich wollte sie eigentlich sonntags nochmals lesen und es hat sie nicht gespeichert...

#437
Sag mal salto, nach der Nummer in dem anderen Thread, wunderst Du Dich wirklich noch warum nichts funktioniert?

Das war ein völlig sachliches Thema und für alle war's okay, bis Du angefangen hast Feindbilder zu konstruieren. Wunderst Du Dich echt noch, daß Du ständig Gegenwind bekommst?

Ich mein, da erzählen einfach 2 Mädels völlig in Ruhe davon daß sie mal 'n kerl kennengelernt haben, den sie nicht riechen konnten. Ja und? Selbst wenn Du das nicht erlebt hast, ist das was völlig Normales und kommt vor.

Verfolgt man den Thread weiter merkt man sofort, daß Du das persönlich genommen hast und anfingst direkt Frauen abzuurteilen. Ganz allgemein. Weil 2 Frauen die Du nicht kennst, mit denen Du nichts zu tun hast, völlig sachlich davon erzählen, daß sie mal jemanden nicht riechen konnten. :confused:

Ganz ehrlich Salto, sogar Du müsstest langsam merken, daß bei Dir was völlig aus dem Ruder läuft wenn Du Erfahrungen fremder Menschen die überhaupt nichts mit Dir zu tun haben so persönlich nimmst und anschliessend anfängst Stammtischparolen zu gröhlen.

Und dafür kannst Du nun wirklich mal nicht die Schuld bei irgendwem Anderen suchen.

#438
Mag sein, dass es gewagt ist, aber ich kenne mich da leider gut aus. Ich kann falsch liegen, aber ich glaube nicht, dass du das besser einschätzen kannst. Das ist ja oft das Tückische an einer Depression, dass man sie selbst nicht sofort erkennt. Diejenigen, die Anzeichen dafür erkennen, werden selten depressiv. Jedenfalls lese ich aus deinen Worten eine tiefe Mutlosigkeit und Frustration, eine Resignation. Für mich klingst du depressiv. Und das sage ich als jemand, der das selbst ist und für den die meisten Menschen total überzogen fröhlich wirken. Aber ich hoffe für dich natürlich, dass ich falsch liege. Nur glauben kann ich es nicht....
Ja mit der Mutlosigkeit hast du schon recht. Wo soll man auch noch Mut herholen, wenn man weiss dass man 40 Jahre lang jeden Tag 8 Stunden arbeiten gehen muss bis man 60-70 ist (wenn man überhaupt so alt wird..) und dann noch nicht mal eine Rente bekommt, weil das System (in dem man gezwungen wird zu leben!) es einem so diktiert?!

Aber wenn es sich dabei um eine 'Depression' handeln sollte, dann kenne ich seit ich 17-18 bin nichts anderes als 'depressiv' zu sein und ich habe mich bereits seit langem daran gewöhnt.

Den Kopf zerbrechen bringt nichts, wenn die Erfahrungen nicht gemacht werden. Und ein Roboter ist man nur, wenn man keine Freude mehr empfinden kann, keine Lebendigkeit mehr hat und keine Perspektive sieht. Das kenn ich alles und vor allem solche Sätze lassen auf eine depressive Verstimmung schließen.
Freude empfinde ich tatsächlich ziemlich selten. Während der Woche schon mal überhaupt nicht. Wie soll man auch Freude und Lebendigkeit empfinden, wenn das Leben praktisch nur aus Schlafen, Essen, Arbeiten, Schlafen, Essen, Arbeiten besteht? Wo ist denn da überhaupt eine Perspektive? Das wird jetzt die nächsten 30-40 Jahre lang so weitergehen, und bevor man es überhaupt mitbekommen hat, ist man tot.

Das freut mich sehr. Alles Grübeln bringt dich kaum voran. Aber zöger nicht, probier es bald aus. Nicht irgendwann. Warum warten? Was hast du davon?
Ich beschäftige mich seit einiger Zeit damit.

Das kannst du, mit Verlaub, nicht beurteilen. Aber wenn es dir Angst macht, dann lass dein Leben so weitergehen. Mir hat das auch Angst gemacht, aber ein guter Therapeut wird dir nicht lange als fremde Person vorkommen und abgesehen von der ohnehin gültigen Schweigepflicht wüßte ich eh keinen Grund, warum man keinen Einblick in seine Psyche zulassen sollte. Darum geht es doch genau: Das jemand das mal objektiver betrachtet. Die tiefsten Ecken und Abgründe musst du dafür gar nicht preisgeben.....

Es ist wirklich schwer, dir deine Bedenken zu nehmen, da du nichts ausprobierst. Du kannst es doch immer abbrechen und du hast nix zu verlieren.

Wovor hast du so dermaßen Angst? Denkst du, du wärst so abnormal wie niemand sonst?

So wie ich dich einschätze, hast du einen massiven Knacks, aber nichts, was im Vergleich mit dem Großteil der Bevölkerung extrem selten wäre.

Und warum stört dich das dann? Und warum denkst du, man müsste sich anpassen (an wen genau?), damit die Dinge "in Ordnung" sind?
Angst habe ich nicht wirklich. Nur glaube ich dass viele meiner Ansichten gar nicht so verkehrt sind. Wie hat Erich Fromm mal gemeint...

“Die Normalen sind die Kränkesten und die Kranken die Gesündesten. [...] Wie glücklich der, der einen Schmerz hat, wenn ihm etwas fehlt. Wir wissen ja, wenn der Mensch keinen Schmerz empfinden würde, wäre er in einer sehr gefährlichen Lage. Aber sehr viele Menschen, also die “Normalen”, sind so angepasst, die haben so Alles, was Ihr Eigen ist, verlassen. Die sind so entfremdet, so Instrumente, so Roboter-haft geworden, dass sie gar keinen Konflikt mehr empfinden. Das heisst ihr wirkliches Gefühl, Liebe oder Hass, ist schon so verdrängt, so verkümmert, dass sie das Bild einer chronischen, leichten Schizophrenie bilden.”

Sag mal salto, nach der Nummer in dem anderen Thread, wunderst Du Dich wirklich noch warum nichts funktioniert?
Das war ein völlig sachliches Thema und für alle war's okay, bis Du angefangen hast Feindbilder zu konstruieren. Wunderst Du Dich echt noch, daß Du ständig Gegenwind bekommst?
Ich habe einfache Fragen gestellt, und wollte einfach Antworten haben. Aber anstatt einfacher Antworten, kommen wieder Antworten wie 'also jetzt wundert es mich nicht mehr dass du keine abkriegst'.

Ganz ehrlich Salto, sogar Du müsstest langsam merken, daß bei Dir was völlig aus dem Ruder läuft wenn Du Erfahrungen fremder Menschen die überhaupt nichts mit Dir zu tun haben so persönlich nimmst und anschliessend anfängst Stammtischparolen zu gröhlen.
Und dafür kannst Du nun wirklich mal nicht die Schuld bei irgendwem Anderen suchen.
Ich muss dir recht geben, dass mich das Lesen von Beiträgen von Frauen hier im Forum nur noch aggressiv macht. Nicht alle, aber viele!

#439
Ich muss dir recht geben, dass mich das Lesen von Beiträgen von Frauen hier im Forum nur noch aggressiv macht.
Und das ist die "Schuld" der Frauen?

Ich habe einfache Fragen gestellt, und wollte einfach Antworten haben. Aber anstatt einfacher Antworten, kommen wieder Antworten wie 'also jetzt wundert es mich nicht mehr dass du keine abkriegst'.
Das kam erst später. Da hattest Du schon losgeledert. Lies den Thread einfach nochmal.

Wenn Du Dich verstehen willst, musst Dir nur den Thread ansehen.

Auch der Bzeug, daß die Sache mit dem Eigengeruch irgend eine Anforderung an Dich wäre, hast Du hergestellt. Nur Du. Alle anderen sahen das total belanglos. Da haben sich 2 kennengelernt und die konnten sich nicht riechen und so wurde nichts draus. Ganz einfach. Mag schade sein, aber die meissten Menschen zucken die Achseln und der Fall ist erledigt.

Du nicht. Du wirst aggressiv. Warum?

#440
Ja eben wir haben es dir erklärt warum wir die Erfahrung mit dem nicht riechen können gemacht haben und wie sich dies äußert! Wenn du es nicht verstehst oder diese Erfahrung nicht gemacht hast ist es nicht unser Problem!

Bzw ist doch sogar Top wenn du dieses Problem nicht kennst!

Stattdessen kommen hassparolen gegen frauen und generell sind wir ja sowieso alle doof!

Und wenn du immer so abgehst brauchst du dich nicht wundern wenn wir dann äußern dass genau da dein Problem liegt, dass du keinen Erfolg hast! Das ist wirklich nicht normal... Und ich denke wenn du Real genau so abgehst wie hier dann ist doch alles klar!

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