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Sie liebt mich, ist aber nach 17 Jahren von einem Andern schwanger und mit ihm glücklicher

Geschlossen719 Antworten31'860 AufrufeGestartet von danni ·

#621
Zum Glück will es Deine Freundin nicht nur Dir recht machen, sondern auch der werdenden Oma, Freunden und Bekannten, die sich riesig aufs Enkelkind zu freuen scheinen. :tongue:

#622
Andererseits ist es mittlerweile so, dass sie sich bei mir ausheult, nicht mehr umgekehrt,
Ach, lieber Danni, weißt du, bei mir heulen sich auch genug Männer aus - und sie reden bei mir nicht von Liebe. Es gibt Menschen, die sind einfach froh, wenn sie jemandem die Ohren volljammern können. Und bei dir trifft sie da ja auch ins Schwarze. Du unterstützt sie ja noch in dem Gedanken, dass die Schwangerschaft ein Fehler war. Ich denke mal, das restliche Umfeld wird ihr etwas anderes erzählen.

Denn überleg mal: Sie wohnt noch zu Hause. Meinst du nicht, dass sie sich auch dort ausheulen könnte? Wird sie nicht können, denn jeder wird - wie wir hier auch - sagen, dass die Mutterliebe noch kommen wird.

Sie klammert sich aber genauso wie du an vertane Chancen, an die Vergangenheit und all den anderen Käse. Und deswegen kommt sie immer wieder zu dir. Und mit deinem Gequassel im Hintergrund wird sie sich nie auf die Schwangerschaft und das "Mutterwerden" konzentrieren können, es als etwas Positives empfinden können, sondern wird sie ewig in ihrer alten Soße drehen. Anstatt das "Problem" ANZUNEHMEN und ab jetzt das Beste daraus machen, wird weiter rumgejammert.

Und stimmt, vor diesem Hintergrund kann sie wirklich nicht mehr viel Angst vor dir haben. Sie wird froh sein, dass sie wenigsten EINEM Menschen die Ohren volljammern kann.

Ich habe echt das Gefühl, dass sie sich zaghaft wieder auf mich zu bewegt, sich langsam öffnet
Wenn du die Hoffnung hast, dann lass sie auf dich zukommen.

ihr diffuses Gefühl führe ich nach wie vor auf ihre Hormone
Dann führ es auf die Hormone zurück, dass sie so hin- und herschwankt. Dann müsstest du aber auch wissen, dass kein Mensch der Welt das ändern kann. Auf Hormone hat niemand Einfluss. Und damit wird auch diese Phase wieder vorbeigehen und sie wird sich auf das Kind freuen.

Nach allem was ich mitkriege, gibt es genau zwei Gründe, warum sie das Kind (noch?) im Bauch hat:
Verstehst du denn nicht: Es spielt keine Rolle, was früher war. JETZT muss sie diese Situation so annehmen, wie sie ist und das Beste daraus machen. Siehe oben...

Warum hackst du eigentlich immer weiter darauf rum, dass sie "unewollt schwanger geworden ist"? Spielt doch schon längst keine Rolle mehr.

Deine Analyse hilft mir insofern weiter, dass sie ein Denkanstoss ist, aber liebe Tylli, auch deine Meinung, so stark du auch von dir überzeugt bist, ist eine von vielen. Im Moment scheint mir die Ansicht von B52 am schlüssigsten
Na, jetzt haut´s mich aber vom Sitz!!! Von dir bekommt man mal ein Feedback!!! :klatsch: :klatsch: :klatsch: Du versüsst mir gerade den Nachmittag!!! :)

#623
Die Euphorie ist verflogen (hatte ich ja erwartet, nur nicht so schnell und heftig), Dienstag war von A bis Z eine Katastrophe, wir haben uns nur gestritten und waren am Schluss beide psychisch völlig fertig!

Nach meiner Euphorie, von letzter Woche Di/Do, als ich dachte, sie öffne sich mir langsam, und als sie am Do das wegen der Abtreibung sagte, und als ich sie das ganze Wochenende extrem vermisste (habe Fotos von uns an die Wand geklebt etc.), hatte ich natürlich eine völlig übertriebene Erwartungshaltung und überfuhr sie wohl grad, als sie vorbeikam.

Sie meinte dann, sie hätte bloss gesagt, sie überlege wegen der Abtreibung, sie wisse überhaupt nicht, was sie machen werde, wolle eben zu einem Psychiater. Sie meinte, das Problem sei, sie hätte sich gerade 2-3 Tage über das Kind gefreut, zu dem Zeitpunkt, als sie in der 12. Woche das erste Mal "entschied", und sie empfinde keinerlei Liebe zu dem Kind, und auch keine Muttergefühle, sie wisse allgemein nicht, ob sie überhaupt zur Mutter tauge, sie würde das Kind wohl schon nicht verwahrlosen lasse, aber sie wisse nicht, ob sie es lieben könne, und sowas merke ein Kind!

Sie wisse auch nicht, ob es an den Umständen liege, die schlimmer nicht sein könnten, oder ob sie allgemein doch kein Kind wolle, sie kannte ja nie jemanden, der ein Baby hat, bis auf ihre beste Freundin seit kurzem, und die Begegnung mit dem Baby war für sie ja der blanke Horror! Sie meinte auch, wenn fremde Kinder weinen oder schreien, gehe ihr das voll auf die Nerven und mache sie aggressiv...

Ich fragte sie dann, was überhaupt FÜR das Kind spreche?! Sie meinte, sie sei in einer Woche 35, das Mongoliditätsrisiko steige in ihrem Alter exponentiell, ausserdem hätte sie Angst, dass wenn sie abtreibt, sie es vielleicht bereut, wenn etwas schiefgehe oder sie auch sonst keine Kinder mehr bekomme, ausserdem gebe es ja keine Garantie, dass es mit uns klappe, und dann werde sie nicht mehr innert nützlicher Frist schwanger...

Sie meinte dann, sie wüsse nicht, woran sie bei mir sei, da ich ja immer schwanke, ob ich das mit ihrem Kind und 4er-Beziehung emotional packe, und ich sagte ihr, das käme wohl in erster Linie auf ihr Verhalten dem biol. Vater gegenüber an...

Sie meinte dann, für sie sei klar, er könne die Kinder jeweils abholen, sonst hätte sie mit ihm gar nichts zu tun, sie könnte sich auch vorstellen, die Kinder wären 4 Tage bei ihr, 3 bei ihm oder so... Allerdings sei das nur eine mögliche Vorstellung, sie wisse es nicht genau.

Für mich hörte sich das (wegen ihrer Nicht-Beziehung zu ihm) eigentlich sehr gut an, das könnte ich mir durchaus vorstellen, allerdings bin ich sicher, der Vater wird ein sehr eingeschränktes Intresse am Kind haben, wenn er merkt, dass sie keinerlei Beziehung zu ihm haben will, und am Anfang geht das natürlich sowieso nicht...

Zudem frage ich mich ganz ernsthaft, und das ist fast mein grösstes Problem am ganzen, ob das wirklich eine glückseeligmachende Beziehungsform wäre, und ob sie irgendwann auch noch Kinder von mir wollen würde. Irgendwie ist das doch echt nur eine zusammengebastelte Zweckgemeinschaft, irgendwie mehr wie eine WG als eine harmonische, "heilige" Partnerschaft oder Familie, ich habe da echt romantischere Vorstellungen und weiss nicht, ob mir das für den Rest meines Lebens reicht...

Ich fragte sie dann, ob sie zu ihm wolle, und sie meinte, sie könne sich echt nicht vorstellen, dass sie mit ihm glücklich werden könne, da die Gefühle für ihn einfach nicht stimmen...

Allerdings wisse sie auch nicht, ob es mit mir klappt, da sie sich um mich rum immer klein mache und wie ein Wurm fühle...

Ausserdem sei ich so unbeständig, ich sei ja jetzt auch irgendwie wütend und verzweifelt. Ich meinte dann, ob sie das in der Lage nicht verstehe, worauf sie sagte, doch, aber ich hätte ja auch sonst immer irgend einen Scheiss im Leben gehabt (z. B. der Kiffer-Nachbar)...

Ich meinte, sie könne doch nicht erwarten, dass ihr der Psychiater sage, ob es normal sei, dass sie nichts fürs Kind empfinde, sich nicht freue, schliesslich sei das vermutlich zwischendurch normal, aber bei ihr ein bisschen gar extrem und ausgedehnt, und sie sei die einzige, die sagen könne, was das richtige sei, worauf sie meinte, sie sei einfach klein, so klein, sie könne gar nichts entscheiden etc.

Sie meinte auch, am liebsten würde sie sich einweisen lassen, aber als sie bei der Kriseninterventionsstelle nur heulte, meinten die, sie wirke ja psychisch stabil...

Sie habe extreme Angst, Gefühle zuzulassen, da sie sonst verletzt werden könnte, und sie sei so voller Selbsthass, dass sie kaum Liebe in sich habe, und auch nicht verstehen könne, dass ich sie liebe.

Ich muss ehrlich sagen, wir waren gestern beide total fertig, ich hatte nachher nur noch Kopfweh (bei mir sehr ungewöhnlich), und habe das Gefühl, dass auch ich mich gestern emotional extrem entfernt habe. Im Moment weiss ich gar nicht mehr genau, ob ich sie liebe, und das hat nicht mal in erster Linie mit dem Kind zu tun!

Ich liebe natürlich die "alte" Version von ihr, aber ich weiss einfach nicht, ob es jemals wieder besser wird, oder ob sie echt ein für alle mal psychisch kaputt, und unfähig ist, Gefühle zuzulassen, und ob sich mich überhaupt (noch) liebt...

Ich habe ihr auch wieder eine Auszeit vorgeschlagen, auf die sie so halbherzig einging, aber dann doch nicht wirklich.

Sie kommt heute vorbei, und dann werde ich wohl endlich einseitig eine Auszeit durchsetzen. Ich denke, ich werde vorschlagen, dass wir einen Monat keinen Kontakt haben, sie solle sich aber melden, wenn sie eine Entscheidung getroffen hat, sei es wegen dem Kind oder wegen der Partnerwahl oder beides...

Sie versucht jetzt eine psychiatrische Beratung in ihrem Spital zu bekommen, und scheinbar gibt es in der Nähe von Bern eine spezialisierte Beratung...

Ich muss ehrlich sagen, ich weiss im Moment nicht, ob ich bereit bin, meinen Traum von einer echten Liebesbeziehung zu zweit in die man dann, wenn die gefestigt ist, man glücklich miteinander ist, zusammenwohnt, ein Kind als Produkt der Liebe bringt, einfach aufzugeben, für so eine Pseudo-Patchwork-Familie mit einem Verhütungsunfall-Kind aus einem bereuten Seitensprung, zudem finde ich es nach wie vor unverzeihlich, dass sie es ohne Gummi machte, nur schon wegen allfälliger Krankheiten... Sie kannte ihn ja gar nicht so gut! Und dass sie nicht bereit ist, ihren "grössten Fehler ihres Lebens" rückgängig zu machen, obwohl emotional nichts da ist, macht mich schon fertig.

Ich überlege wirklich, ob ich nicht einen Schlussstrich mit ihr ziehen, und darauf hoffen soll, irgendwann eine Frau zu finden, mit der ich eine echte Beziehung führen kann? Ich bin momentan wirklich völlig hin und hergezogen, denn eigentlich habe ich sie echt gern, aber ich komme mit der Situation nicht klar, und verstehe sie nicht.

Sogar mein Therapeut meinte, er habe grosse Zweifel, ob wir unsere sowieso schon kaputte Beziehung unter der zusätzlichen Schwierigkeit mit Kind und 4er-Beziehung retten könnten...

Ich denke, sie wird das Kind behalten, heute am Telefon meinte sie, ihre beste Freundin hätte vorgeschlagen, einen Kurs für Kinder-Nothilfe zu machen, und sei wegen der Taufe euphorisch, und das hätte sie schon ein bisschen angesteckt, sie sehe das mit dem Kind im Moment nicht ganz so düster wie auch schon.

Ich frage mich dann einfach, ob ich einen Schlussstrich ziehen, oder es versuchen soll, unter dem Risiko, dass sie dann alleine mit dem Kind dasteht... Vorausgesetzt, sie möchte es überhaupt mit mir versuchen...

Ich meine, wie sollen wir der Beziehungspflege die nötige Zeit und Priorität geben, wenn wir nicht zusammenwohnen, sie ein Kind bekommt, über das sie mehr als gespaltene Gefühle hat (und ich erst!), sie überlegen muss, mit wem sie zusammen sein will, und falls mit mir, vielen Leuten viele peinliche Dinge erklären...

Ich sehe da auch praktische Probleme: Will sie das Kind bei den Eltern bekommen, oder innert 4-5 Monaten in Zürich eine brauchbare zahlbare Wohnung finden, und zusammenziehen etc. Ich kann mir momentan einfach kein Bild machen, weiss nicht, was ich tun soll. Die Auszeit ist von mir aus gesehen beschlossene Sache, ausser ihr Widerstand ist unendlich gross, denn ich kann im Moment nicht einfach mit ihr über Fussball reden oder sowas, ich möchte, dass sie sich endlich ernsthaft überlegt, was sie will!!!

LG Danni

#624
Wieso will sie zum Psychiater? :schief: Ist sie krank? :schief:

#625
Sie kommt mit der Situation nicht klar, weiss nicht, was in ihr vorgeht wegen ihren völlig fehlenden Gefühlen fürs Kind, weiss nicht, ob sies bekommen will, hat nur Selbsthass in sich, ist total verzweifelt und überfordert...

Der Psychiater soll ihr wohl die Entscheidung abnehmen, ihr sagen, ob das normal sein kann und was sie tun soll etc.

#626
Ein Psychiater ist für Krankheiten zuständig, wie z.B. Schizophrenie. Deswegen hatte ich gefragt.

Sie müsste eigentlich zu nem Psychologen, der ihr emotionales/mentales Chaos sortiert. Vielleicht gibst du ihr mal den Tipp... :rolleyes:

Der Psychiater soll ihr wohl die Entscheidung abnehmen, ihr sagen, ob das normal sein kann und was sie tun soll etc.
Es wäre auf jeden Fall nicht verkehrt, wenn sie sich professionelle Hilfe sucht. Damit wenigstens sie aufhört, sich im Kreise zu drehen und jede Kleinigkeit immer wieder neu zu bewerten und zu interpretieren. Damit sie mal Abstand gewinnt und die Probleme aus der Ferne betrachten kann.

#627
ich möchte, dass sie sich endlich ernsthaft überlegt, was sie will!!!
Ja, versteh ich schon, aber da hast Du keinen Einfluss drauf. Das kann ewig dauern, deshalb ja, fälle Du eine Entscheidung. Sag Ihr Du wartest nicht mehr und verlässt sie. Schon biste durch, und kannst Anfangen zu verarbeiten. Aber Du bist Dir eben auch noch nicht ganz sicher... verstehe ich auch. Hilft nix, da musste jetzt durch, egal wie lange das dauert, oder Du beendest die Sache, dann ist es gleich vorbei.

B52
#628
Die Auszeit ist von mir aus gesehen beschlossene Sache, ausser ihr Widerstand ist unendlich gross, denn ich kann im Moment nicht einfach mit ihr über Fussball reden oder sowas, ich möchte, dass sie sich endlich ernsthaft überlegt, was sie will!!!
Ich finde es ok, obwohl es eher wieder nach "druck ausüben " deinerseits klingt .

B.

#629
obwohl es eher wieder nach "druck ausüben " deinerseits klingt .
Wieso? Kann nicht einer zum anderen sagen: "Du, ich kann nicht mehr. Ich brauch einfach mal meine Ruhe."??? Es ist doch nur eine Frage, wie man es formuliert. ;)

B52
#630
Das meinte ich ja, und ich finde den satz: "ich werde eine auszeit durchsetzen" schon eher in die richtung "trotzig" :-), also hier! wie er es dann zu ihr sagt ist ja nochmal was anderes, aber er kann glaube seinen unmut über die ganze sache nicht wirklich verbergen. Aber er wirds schon richten.

B.

#631
@Tylli: Sie war schon bei diversen Psychologen, aber die haben alle nix gebracht, teilweise wurde sie sogar belästigt etc.

@Medeor: Ich bin tatsächlich nicht sicher, ich denke wenn sie sich für das Kind entscheidet, ziehe ich einen Schlussstrich, ich weiss aber nicht, ob ich ihr das so klar sagen soll, klingt nach Erpressung...

@B52: Ich möchte nach wie vor nicht, aber wir tun uns momentan einfach gar nicht gut!

@Tylli: Es geht nur sekundär um meine Ruhe, ich möchte vor allem ihr etwas Ruhe gönnen, und das kann ich nicht, solange wir uns sehen und das Problem offen ist...

@B52: Stimmt, ich bin ehrlich gesagt langsam ziemlich angepi**t wegen ihrem Verhalten und dass sie wohl das Kind behalten wird, obwohl sie ganz offensichtlich abbrechen könnte, aber bloss nicht will.

#632
Ich denke, sie wird das Kind behalten
Das freut mich aufrichtig. Ich gehöre zu jenen Müttern, die ihr Kind auch erst nach der Geburt zu lieben gelernt haben, aber das mit einer Intensität, die mich noch immer oft überrascht. Genau dasselbe wird ihr passieren, da kannst du pessimistische, egoistische Leiern vom Stapel lassen, was du willst.

Ich frage mich dann einfach, ob ich einen Schlussstrich ziehen, oder es versuchen soll, unter dem Risiko, dass sie dann alleine mit dem Kind dasteht...
JAAAAAAA, bitte mach das. Das Kind hat Großeltern, einen Vater, sie steht nicht allein da, und sie hat die Chance, mit einem Partner zusammen zu gehen, bei dem sie sich nicht klein fühlt, der sie bestärkt, bei dem sie nicht psychisch fertig ist (und der sie selbstredend nicht bedroht, schlägt, einsperrt, etc.....).

vielen Leuten viele peinliche Dinge erklären...
Es haben ja auch Leute erfahren, dass du sie verdrischst, peinlicher wird das auch nicht, Patchwork-Familien sind keine Seltenheit.

Ich sehe da auch praktische Probleme
Zum Glück sind es ja nicht deine, halt dich einfach raus und fertig.

ich möchte, dass sie sich endlich ernsthaft überlegt, was sie will!!!
Ja ja, alles dreht sich drum, wann DU was willst .... Dann lass sie endlich in Ruhe überlegen.

#633
Sie war schon bei diversen Psychologen, aber die haben alle nix gebracht, teilweise wurde sie sogar belästigt etc.
Aber bei einem Psychiater ist sie schlicht und einfach falsch aufgehoben. Da wäre sie in einer Klinik noch besser dran. Vielleicht mal bei der Hausärztin nach einer stationären Therapie nachfragen?

Es geht nur sekundär um meine Ruhe, ich möchte vor allem ihr etwas Ruhe gönnen
Ist mir schon klar. Aber diplomatischer wäre es, wenn es um dich geht. Ungefähr so, wie wenn dem Partner die Ehefrau zu dick ist und er möchte, dass sie abspeckt. Dann wäre es diplomatischer zu sagen (er!!!): "Schatz, ab heute höre ich mit den Süßigkeiten auf und esse nur noch Gemüsse.", als festzustellen, dass sie zu fett ist und ein paar Süßigkeiten weniger braucht.

Stell dir mal vor, du sagst zu ihr, dass sie eine Auszeit braucht, damit sie mal von ihrer Nervenkrise wieder ein bissel runterkommt. :eek: Da geht die Heulerei von neuem los. :mauer:

Stimmt, ich bin ehrlich gesagt langsam ziemlich angepi**t
Schlicht und einfach: Dann fäll du eine Entscheidung!!!

Ich gehöre zu jenen Müttern, die ihr Kind auch erst nach der Geburt zu lieben gelernt haben,
Liebe Vivien, dann BESCHREIB das doch mal für Danni. Vielleicht glaubt er es uns dann endlich mal, wenn er einen Tatsachenbericht bekommt.

#634
So, jetzt muß ich auch meinen Senf dazu geben...

Du schreibst, das sie anders sein wird als Mutter?

Hallo? Bist Du schon mal auf die Idee gekommen das eine Abtreibung genauso prägend sein kann? Ich hab eine stinkwut auf Dich weil Du allein durch deinen Kontakt wie auch immer er in Wirklichkeit sein mag Druck ausübst! Wie bitte soll sie zu sich finden wenn Du dauernd drauf wartest das ihre Gefühle zum Vorschein kommen? Vielleicht hat sie einfach keine mehr! Was soll da groß aufkommen???? Laß sie doch um Himmels Willen einfach mal in Ruhe!

Ich selber habe abgetrieben- und ich war in einer ganz anderen Situation als Du bzw. Sie in eurer angeblichen Misere!

Bei mir ging es um mein eigenes Leben! Das kind wäre schwerst behindert gewesen, hätte die Geburt wenn überhaupt nur wenige Stunden überlebt! Zudem haben sich unsere Blutgruppen nicht vertragen und wir hätten uns gegenseitig vergiftet! Ich hab mich einzig und allein für die Abtreibung entschieden, weil ich zu diesem zeitpunkt schon zwei Kinder hatte, eines davon gerade 1 jahr alt und ich hätte ohne diesen Eingriff meinen Kindern die Mutter genommen! Auch wenn das alles das eigentlich nicht rechtfertigt und ich weiß Gott heute auch nach Jahren noch darunter leide, ist es doch eine ganz andere Situation gewesen als die in der sie steckt!

Ich kann echt nicht verstehen wie man so egoistisch sein kann wie Du! Du schreibst ständig sie will dies nicht, sie will jenes nicht, sie liebt Dich- weiß es nur nicht! Das ist doch lächerlich!

Ständig betonst Du das das Kind nicht geliebt wird, das es ungewollt ist! Wenn es dem Kind bei ihr so schlecht ginge, dann wäre sie heute nicht mehr schwanger! So oft haben Frauen Abgänge weil sie das einfach nicht verkraften! Sooo schlecht wie Du es sagst kann es ihr nicht gehen- und selbst wenn, wer sagt das es ihr nach einem Abbruch nicht noch schlechter geht??? Warum bitte sagt sie denn das sie erst nach dem Abbruch wieder rohes Fleisch essen kann? Doch ganz einfach: Sie ist verantwortungsbewußt! Und das mehr als Du einfach wahr haben willst!

#635
Liebe Vivien, dann BESCHREIB das doch mal für Danni. Vielleicht glaubt er es uns dann endlich mal, wenn er einen Tatsachenbericht bekommt.
Vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee:

Ich wollte lange Zeit keine Kinder. Kinder von anderen haben mich meist genervt, in Kinderwagen hab ich nie gesehen, Freundinnen mit Kindern hatte ich kaum, weil der Babykram nicht mein Interesse war. Losgelassen hat mich das Thema aber nie. Muss dazu sagen, ich war ein Sonderfall, ich wollte auch absolut nicht schwanger sein (nicht wg der Geburt, sondern die Schwangerschaft an sich wollte ich nicht, weil ich das eher als Fremdkörpergefühl empfunden hab, man kann jetzt diskutieren, inwieweit das normal ist, aber so habe ich empfunden).

Jedenfalls, es war schon immer der geheime Gedanke da, eine Familie und so ein kleines Wesen könnten super sein, und ich konnt's mir auch nicht ohne vorstellen, also hab ich den Widerwillen gegen die Schwangerschaft überwunden und es mit meinem Mann gewagt.

Antidepressiva hab ich in der Schwangerschaft abgesetzt, und das hab ich leider sehr stark gemerkt - ich war sehr down, hatte extreme Stimmungsschwankungen, hab mich nicht gefreut, nicht über Ultraschallbilder, nicht über Einkäufe, hatte plötzlich Angst, was auf mich zukommt und wollte nur nicht mehr schwanger sein, hab die Geburt herbeigesehnt. Gefühlsmäßig war das teils eins zu eins so, wie du es bei deiner Freundin beschreibst. Mein Bauch war Tabuzone, ich wollte mich nicht im Spiegel sehen und bekam drei grippale Infekte, die ich kaum behandeln konnte, weil Medikamente für Schwangere kaum wirken.

Dann war der Tag der Geburt da (mit Wunschsectio), ich war nicht nervös, bei vollem Bewusstsein und mein Bub ist auf die Welt gekommen. Hab ihn dann nicht gleich gehalten, weil ich ein Shivering (Zittern) nach der PDA hatte, und das hat mich sogar erleichtert. Ich konnte mich so vorsichtig an den Kleinen herantasten, hatte alle Zeit der Welt (mein Mann war drei Monate zuhause auf leave und Vollzeitpapa), und dann haben langsam meine Gefühle begonnen: Ich hab diesen Zwerg am ersten Nachmittag nur angesehen und bestaunt, gehalten, dann wollte ich ihn beschützen, weil er so winzig war, und ich hab gemerkt, dass ich mich über ihn freue - das war noch immer nicht die große unendliche Mutterliebe, von der so oft gesprochen wird. (Es war irgendwie auch ein Gewöhnungsprozess, ohne, dass das jetzt gefühllos klingen soll.) Aber dieses Bestaunen ist mal automatisch da: Man sieht sich die kleinen Fingerchen und Zehen an und man lächelt, wenn die kleine Hand den eigenen Finger umschließt - das wird auch bei deiner Freundin so sein. Falls bei ihr die Gefahr für Kindbettdepression besteht, wie bei mir, so kann man das mit Ärzten besprechen und auch gezielt beobachten, um sofort einzugreifen (ich hab sowieso wieder sofort mit meinen Tabletten begonnen).

Die "richtige" Mutterliebe ist erst daheim gekommen, als ich ihn beobachtet hab, als ich mit ihm gekuschelt hab, als ich gemerkt hab, er beruhigt sich schnell, wenn seine Mama ihn im Arm hält, als ich gemerkt hab, dieses kleine Wesen braucht mich, verlässt sich auf mich und vertraut mir vollkommen. Irgendwann nach wenigen Wochen, hab ich gemerkt, dass da eine Liebe entstanden ist, die unvergleichbar mit allem anderen ist. Die Liebe zum Partner ist natürlich auch etwas besonderes, aber die Liebe zu einem Kind ist so unendlich, es bleibt immer dein Kind, und du triffst keine Entscheidung mehr, ohne an sein Wohl zu denken (das ist das, worauf ich bei deiner Freundin baue - ich hoffe, sie beendet dann die Terrorschleife). Jeder sagt, mein Baby wirkt so glücklich und lacht viel, und auch das ist etwas, das man bekommt, SEIN Glück, das einen auch selbst glücklich macht. Man verliert auch etwas seinen Egozentrismus, weil im Leben andere Prioritäten wichtig sind, wie zB Gesundheit. Ich bin mir nach wie vor selber wichtig und habe eigene Interessen, aber es ist auch schön sich mit seinem Baby zu beschäftigen, das hat die Natur auch so eingerichtet, dass man etwas zurück steckt, ohne, dass es einem was ausmacht.

Mein Baby ist sehr pflegeleicht, aber selbst an den "nervigsten" Tagen, wo ich aufgeatmet hab, als es im Bettchen lag, hab ich mir manchmal hinterher vorm Einschlafen noch ein paar Fotos von ihm angesehen.

Später war es dann unbeschreiblich, als ich gemerkt hab, das Baby folgt mir mit den Blicken, lächelt mich an, fängt an die ersten Silben zu sprechen und streckt seine Arme nach mir aus. Es bringt einem einfach auch so viel Liebe entgegen, und deine Freundin müsste aus Stein sein, wenn sie die nicht erwidert, wo sie doch immer ein Kind wollte. Und ich glaube auch, dass sie mit dieser Liebe die Stärke findet, für ihr Kind da zu sein, man wächst in die Mutterrolle hinein, und das wird auch deiner Freundin so gehen, zumal sie UNTERSTÜTZUNG hat. Du unterschätzt, was die Kleinen einem zurück geben können.

Womit du dein Problem haben würdest, ist, dass du komplett in den Hintergrund rückst, am Anfang, wenn das Kleine da ist, das bist du sicher nicht gewohnt, und das letzte, was man in so einer Situation braucht, ist Terror und Druck.

Hätte mein Mann sich in der Schwangerschaft so aufgeführt wie du mit deinem Pessimismus, dem Niedermachen und dem negativen Einmischen, hätte er gehen können. Was Balsam war, war, wenn mir Hilfe zugesichert wurde und ich ein "wir schaffen das, du bist nicht allein" gesagt wurde - und zum letzten Mal: Du bist nicht das einzige Lebewesen im Universum, auch, wenn du immer so schreibst als ob - deine Freundin ist NICHT alleine, sie hat begeisterte Großeltern und einen Papa für das Kind!!!

Wahrscheinlich findest du jetzt endlos viele Gründe, warum das bei deiner Freundin anders ist etc, und es stimmt, dass nicht alle Mütter eine gesunde Beziehung zu ihren Kindern aufbauen, aber irgendwie glaub ich das bei deiner Freundin nicht, denn sie WÜNSCHT sich ein Kind, da kannst du schreiben, bis die Tastatur abbrennt.

#636
Ich will auch noch etwas ergänzen:

Eine Frau sucht sich immer den Papa für ihr Kind aus (instinktiv), von dem ihr eigenes Kind den besten Genpool bekommt.

Ich denke, das mit dem Seitensprung, und dann noch ohne Gummi, sollte schon so sein.

Was sie Dir erzählt, sagt sie nur aus Angst. Was für meine Theorie spricht: Wenn sie von Dir ein Kind gewollt hätte (vor 3 Monaten), hätte sie einfach (oooops, "aus Versehen") die Pille vergessen.

bearbeitet #637
@Windspiel: Sie hat im Leben noch nie die Pille genommen, von daher hätte sie schon Löcher in die Kondome stanzen müssen ;-) Ich glaube ihr die ganze Geschichte mit sie dachte, sie hätte ihre Tage etc. schon.

@Vivien: Ich denke schon, dass sie irgendwie anfangen wird, das Kind zu lieben, wenn es mal da ist, trotzdem merke ich klar, dass sie es eigentlich unter den Umständen nicht haben will, und ich finde schon, dass es unsere Beziehung massiv erschwert, und entwertet, wenn nicht verunmöglicht.

Heute haben wir uns ganz gut unterhalten, sie kam von sich aus auf mich zu. Die vom Spital haben ihr eine Beratungsstelle bei Basel empfohlen, bei einer Internetrecherche fanden wir dann raus, das die von extremen Abtreibungsgegnern betrieben wird (leider kein Witz). Habe ihr jetzt eine Beratungsstelle in Zug rausgesucht und sonst noch 1-2 Tel. Nummern, aber es ist echt unglaublich schwierig, eine geeignete Beratung zu finden!

Sie hat mir nun erzählt, neben der Angst, dass sie nachher zu alt für ein Kind sein könnte, insbesondere, wenn sie abtreibt und es dann doch nicht mit uns klappt (sie hat Angst, sie würde sich wieder extrem unterordnen etc.) hat sie vor allem moralische Probleme, weil sie ja ein Lebewesen töten würde (sie fand, es sei von allem Anfang an, also schon bei der Befruchtung ein Lebewesen, für sie habe das Alter gar keinen Einfluss). Ausserdem habe sie Angst, dass sie es bereue und sehr lange ein schlechtes Gewissen habe, und dann nicht bereit für eine neue Schwangerschaft sei. Sie hoffe, dass die Beratung ihr was raten könne, sie wolle einfach völlig sicher sein, bevor sie eine Entscheidung trifft, es sei ja ein wahnsinnig schwerwiegender Entscheid.

Sie meinte, als die Ärztin sagte, die Wahrscheinlichkeit, dass es bei der Biopsie zu einem Abort käme, sei etwa 1% dachte sie sich, dann bestehe ja noch Hoffnung das Kind zu verlieren!!! Sie sei dann selber etwas über sich erschrocken.

Das passt wieder in mein Bild, dass sie das Kind unter den Umständen nicht will, aber Gewissensbisse hat, aktiv etwas dagegen zu machen.

Sie meinte wieder, sie hätte soviele Fehler gemacht seit 20 oder so, und ich sagte ihr, wenn sie abbreche, könne sie ja eine Auszeit machen und zu sich finden, dann könnten wir zusammen in die Ferien, uns wiederfinden, wieder alles in Ordnung bringen, eine Paartherapie machen, zusammenziehen etc. Ich sei mir völlig sicher, dass dann alles gutkomme, und in der Paartherapie würde ich auch lernen, sie nicht zu erdrücken...

Gefragt, wie sie sich alles vorstelle, falls sie das Kind behalte, meinte sie, sie hätte den Eindruck, und ich hätte das teilweise gesagt, dass ich es mir dann nicht vorstellen könne.

Ich sagte dann, eine Patchwork-combo sei sicher nicht mein Traum, aber ich möchte es schon mit ihr versuchen. Sie sagte, dann müssten wir, falls sie es behält schnellstmöglich mit der Paartherapie anfangen, dass wir möglichst noch bevor das Kind da ist, sehen, ob wir uns vorstellen können, dass es funktionieren wird. Notfalls könne sie das Kind am Anfang bei sich haben, man könne dann ja schauen, wann wir soweit sind, zusammenzuziehen. Auf die Frage, ob sie den biol. Vater echt völlig gleichgültig behandeln könne, meinte sie, wenn sie sich für was entschieden hätte, denke sie, sie müsse das auch durchziehen...

Ich denke wirklich, falls sie es schafft mir (auch zeitlich) eine Chance zu geben, und sie es halt nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, das Kind abzutreiben, möchte ich es mit ihr versuchen, ich kann sie ja schlecht dafür verurteilen, dass sie ein guter Mensch ist...

Leider habe ich es wieder nicht geschaftt, einseitig eine Auszeit zu erzwingen. Ich habe ihr erklärt, wozu das gut wäre, und sie meinte, ob sie es sich überlegen dürfe? Sie solle es sich ruhig überlegen, ich wolle einfach nicht, dass ich sie wiede belaste und wir aneinanderprallen, was absehbar sei, wenn sie sich nicht wie heute öffne, da ich im Moment einfach nicht in der Lage sei mit ihr über Fussball o.ä. zu reden.

Wir sehen uns nun am Samstag wieder...

#638
Sie solle es sich ruhig überlegen, ich wolle einfach nicht, dass ich sie wiede belaste und wir aneinanderprallen,
Nein, lieber Danni, du kannst und willst dich nicht durchsetzen. Aber mach mal... :rolleyes:

und sie es halt nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, das Kind abzutreiben,
Ich denke mal, du hast ihr NICHT erklärt, dass sie jetzt dabei ihr Leben riskiert. Aber mach mal... Hauptsache, es ist zu deinen Gunsten, alles andere ist ja nicht so wichtig.

#639
Also jetzt platzt mir bald der Kragen! DU bist für mich der, der absolut psychisch krank ist! Hallo? Wenn die diese Beratungsstelle empfehlen, dann hat es seinen Grund! Warum bitte recherchierst Du dann wieder im Internet? Ich kanns Dir sagen: Du willst sie dazu bringen abzutreiben und Dir selber keine Schuld anlasten! So kannst immer behaupten: Die haben ja gesagt Du sollt es machen! Bist echt ein Weichei sondersgleichen!

Dann schreibst schon das sie sich als schlechter Mensch fühlt weil sie fremd gegangen ist- das ist doch ein Spiel in ner ganz anderen Liga wie abtreiben! Dann ist sie echt ein Fall für die Geschlossene! Absolut- und das kann ich Dir auch jetzt schon vorhersagen!

Und weißt aber was das Gute dran wäre? Das die Arme Maus Dich ENDLICH los hätte! Es wäre mit Sicherheit das Beste für Sie! Überall geht`s ihr mit Sicherheit besser- überall wo Du nicht auftauchst und ihr ein manipuliertes Leben vorsetzt!

Wenns schon nicht Dein Kind ist, dann soll sie doch auch selber entscheiden wo sie sich beraten läßt, wann und von wem! Ach, ich hab vergessen: Du hältst Dich ja völlig zurück! Wahrscheinlich gehst ja auch vor lauter Zurückhaltung nicht mit zu dem Gespräch, nein, nie! Und vor allem, wenn sie den Abbruch machen würde, dann gehst Du ja auch sicher nicht mit nur um zu sehen das sie es auch wirklich macht!

LAß SIE EINFACH IN RUHE! Sag ihr einfach sie soll in Ruhe nachdenken und fertig! Das akzeptiert sie schon, aber wenn Du noch 20 Mal auf die passende Gelegenheit wartest weil ja plätzlich soooo einfühlsam bist, dann liegt sie irgendwann unter der Erde und hat dann mal ihre Ruhe!

bearbeitet #640
Das stimmt, ich will mich nicht gegen ihren Willen durchsetzen. Aber sie überlegt sichs ja auf Samstag.

Ihr Leben riskiert sie immer, aber ich wäre sicher dafür, dass sie es wenn überhaupt vor der 20. Woche durchzieht, je früher desto besser. Ich hätte mir ja auch gewünscht, dass sie es gleich getan hätte, finde es nach der 12. Woche moralisch etwas fragwürdig, hätte nie Verständnis dafür gehabt, bis wir selber in diese Lage kamen...

Ich kanns Dir sagen: Du willst sie dazu bringen abzutreiben und Dir selber keine Schuld anlasten!
Erstes stimmt, ja, sicher! Von der Schuld her, auch wenn ich nichts mitzureden habe, finde ich schon, dass ich nur schon dadurch, dass ich das unterstütze schuld bin. Dennoch betone ich, dass für mich nach der 12. Woche die Sache gelaufen ist (sodass ich sicher keinen Druck zum Abtreiben aufsetzte), und sie plötzlich überraschend meinte, sie überlege sich echt, ob sie nach England zum Abtreiben soll!!!
Sie kann medikamentös abtreiben, wenn sie möchte, von daher würde es wohl schon gehen, sie ist ja gesund. Ich kann mir ehrlich gesagt eh nicht vorstellen, dass sie zu einer klaren Entscheidung zur Abtreibung kommt, da sie es ja moralisch falsch findet, selbst wenn sie es eigentlich möchte, und offensichtlich froh wäre, sie würde das Kind ohne ihr Zutun verlieren...

@Nes: Du scheinst irgendein Problem zu haben, so wie du dich hier äusserst?! Warum ich recherchiere? Ich habe halt mit ihr zusammen die Website der Beratung angeschaut, und dabei sind uns ein paar merkwürdige Fallbeispiele aufgefallen, dann habe ich etwas rumgesucht und rausgefunden, dass die gegen jegliche Abtreibung (auch bei Vergewaltigung) sind, und das vor Jahren mit einer Volksinitiative durchsetzen wollten. Sie war froh, dass wir das rausgefunden haben und sucht anderweitig nach einer NEUTRALEN Beratung. Gut, du hast vielleicht ein Kind verloren, dass du wolltest, aber was masst du dir an, sie muss ein Kind behalten, dass sie gar nie wollte?!

Wenns schon nicht Dein Kind ist, dann soll sie doch auch selber entscheiden wo sie sich beraten läßt, wann und von wem! Wahrscheinlich gehst ja auch vor lauter Zurückhaltung nicht mit zu dem Gespräch, nein, nie! Und vor allem, wenn sie den Abbruch machen würde, dann gehst Du ja auch sicher nicht mit nur um zu sehen das sie es auch wirklich macht! LAß SIE EINFACH IN RUHE! Sag ihr einfach sie soll in Ruhe nachdenken und fertig!
Ja, sie kann selber entscheiden, ich versuche bloss ihr zu helfen, dass sie endlich eine Beratung findet, die ihr wirklich hilft, rauszufinden, was sie möchte, was fast nicht zu machen scheint! nein, an die Gespräche nimmt sie mich nicht mit. Wenn sie Abtreiben ginge, würde ich sie selbstverständlich begleiten, aber nur, wenn sie mich drum bittet.Ich habe ihr auch heute zum x-ten Mal eine Auszeit angeboten, ja aufgedrängt, aber aus irgendeinem Grund scheint sie das nicht zu wollen...

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